Knoll GmbH & Co. KG

49733 Haren (Ems), DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Osnabrück HRA 120313
Vorher
Knoll - GmbH & Co
Eingetragen
19.2.1993

Finanzübersicht

Historie

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Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Knoll GmbH & Co. KG

Haren

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.877,57 19.292,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,51 0,51
2.878,08 19.292,51
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.454.837,34 4.441.647,80
2. technische Anlagen und Maschinen 3.570.783,68 3.831.686,68
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.507.377,80 1.852.480,80
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 262.730,51 0,00
10.795.729,33 10.125.815,28
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 52.000,00 52.000,00
10.850.607,41 10.197.107.79
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.547.114,24 1.500.439,86
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 67.290.100,00 95.886.000,00
3. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -67.290.100,00 -95.886.000,00
1.547.114,24 1.500.439,86
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14.989.055,73 13.132.974,12
- davon Forderungen aus fertigen, noch nicht abgerechneten Leistungen: EUR 870.662,63 (Vorjahr: EUR 864.946,97)
2. sonstige Vermögensgegenstände 2.461.320,79 2.625.730,94
17.450.376,52 15.758.705,06
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 34.074.400,92 29.031.614,68
53.071.891,68 46.290.759,60
C. Rechnungsabgrenzungsposten 175.414,64 131.785,80
64.097.913,73 56.619.653,19

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Kapitalanteile
1. Kapitalanteile der persönlich haftenden
Gesellschafterin 0,00 0,00
2. Kapitalanteile des Kommanditisten 2.750.000,00 2.750.000,00
2.750.000,00 2.750.000,00
II. Rücklagen 10.500.000,00 9.100.000,00
13.250.000,00 11.850.000,00
B. Ausgleichsposten für aktivierte eigene Anteile 25.564,59 25.564,59
C. Rückstellungen
1. Steuerruckstellungen 2.043.329,00 1.432.463,00
2. sonstige Rückstellungen 8.097.600,00 6.277.722,86
10.140.929,00 7.710.185,86
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.906.080,31 1.580.566,09
2. Verbindlichkeiten aus Gerätefinanzierungen 1.523.363,78 1.519.711,72
3. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 13.935.671,43 15.477.524,75
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.362.556,98 4.542.025,67
5. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 11.435.184,73 5.762.676,22
6. sonstige Verbindlichkeiten 8.518.562,91 8.151.398,29
- davon aus Steuern: EUR 2.638.793,46 (Vorjahr: EUR 2.832.183,28)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 10.122,97 (Vorjahr: EUR 15.260,73)
40.681.420.14 37.033.902,74
64.097.913,73 56.619.653,19

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 121.925.088,83 56.922.033,94
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -28.595.900,00 30.493.300,00
3. Gesamtleistung 93.329.188,83 87.415.333,94
4. sonstige betriebliche Erträge 3.669.654,25 2.650.897,40
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 20.616.692,19 22.305.221,12
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 26.932.155,87 29.580.660,74
47.548.848,06 51.885.881,86
6. Rohergebnis 49.449.995,02 38.180.349,48
7. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 20.431.440,77 17.495.321,75
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 6.407.072,12 5.735.884,16
26.838.512,89 23.231.205,91
8. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.044.866,56 2.061.639,02
9. sonstige betriebliche Aufwendungen 6.438.070,57 4.368.635,20
10. Betriebsergebnis 14.128.545,00 8.518.869,35
11. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 377.655,67 11.969,60
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 453.182,82 331.590,67
13. Finanzergebnis -75.527,15 -319.621,07
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.694.939,97 1.150.347,00
15. Ergebnis nach Steuern 12.358.077,88 7.048.901,28
16. sonstige Steuern 32.097,68 79.975,47
17. Jahresüberschuss 12.325.980,20 6.968.925,81
18. Einstellung in Rücklagen -1.400.000,00 -2.500.000,00
19. Ergebnisverteilung -10.925.980,20 -4.468.925,81
20. Bilanzgewinn 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben

Die Knoll GmbH & Co. KG hat ihren Sitz in Haren (Ems). Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Osnabrück unter HRA 120313 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches in der zum Bilanzstichtag gültigen Fassung aufgestellt. Gemäß § 264 a HGB gelten für den Jahresabschluss der Gesellschaft die für die Kapitalgesellschaften anzuwendenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches.

Die Gesellschaft ist eine große Gesellschaft im Sinne von § 267 HGB. Der Jahresabschluss wurde entsprechend den Gliederungsvorschriften der §§ 266 ff. HGB unter Anwendung des Gesamtkostenverfahrens für die Gewinn- und Verlustrechnung aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird.

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Im Einzelnen werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Anlagevermögen

Erworbene Geschäfts- und Firmenwerte werden aktiviert und planmäßig über 15 Jahre abgeschrieben. Andere erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer werden regelmäßig 3 Jahre zugrunde gelegt.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, abzüglich planmäßiger Abschreibungen und etwaiger außerplanmäßiger Abschreibungen. Die Abschreibung des Sachanlagevermögens erfolgt grundsätzlich nach der linearen Abschreibungsmethode. Zur Bestimmung der Nutzungsdauern wurden die steuerlichen Abschreibungstabellen zugrunde gelegt, gebraucht erworbene Vermögensgegenstände wurden verkürzt abgeschrieben. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis.

Selbstständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 800,00 EUR werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und als Abgang gezeigt.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet.

Auf die Gegenstände des Anlagevermögens werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen vorliegen. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots erfolgen bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten, wenn die Gründe für eine dauerhafte Wertminderung nicht mehr bestehen.

Umlaufvermögen

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgt zu Herstellungskosten zzgl. Fremdkapitalzinsen unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips. Es wird von dem Bilanzierungswahlrecht gem. § 255 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht. Neben den Einzelkosten werden auch anteilige Fertigungsgemeinkosten sowie angemessene Verwaltungsgemeinkosten in die Bewertung mit einbezogen. Die erhaltenen Anzahlungen für geleistete Arbeiten werden bei den Vorräten abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag beziehungsweise zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt. Einzelwertberichtigungen auf Forderungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls gebildet. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen aus Flüssige Mittel werden mit dem Nennbetrag bilanziert.

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen beinhalten die tatsächlichen Verpflichtungen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen. Wesentliche Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt.

Erläuterungen der Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist im Anlagenspiegel der Knoll GmbH & Co. KG dargestellt.

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 720.478,32 5.426,18 0,00 725.904,50
2. Geschäfts- oder Firmenwert 200.000,00 0.00 0,00 200.000,00
920.478,32 5.426,18 0,00 925.904,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.143.812,41 150.917,19 0,00 6.294.729,60
2. technische Anlagen und Maschinen 12.307.621,30 868.055,00 153.048,68 13.022.627,62
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.446.195,53 1.411.240,36 23.675,00 8.833.760,89
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 262.730,51 0,00 262.730,51
25.897.629,24 2.692.943,06 176.723,68 28.413.848,62
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 52.000,00 0,00 0,00 52.000,00
26.870.107,56 2.698.369,24 176.723,68 29.391.753,12
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 701.186,32 21.840,61 0,00 723.026,93
2. Geschäfts- oder Firmenwert 199.999,49 0,00 0,00 199.999,49
901.185,81 21.840,61 0,00 923.026,42
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.702.164,61 137.727,65 0,00 1.839.892,26
2. technische Anlagen und Maschinen 8.475.934,62 1.128.956,47 153.047,15 9.451.843,94
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.593.714,73 756.341,83 23.673,47 6.326.383,09
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
15.771.813,96 2.023.025,95 176.720,62 17.618.119,29
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
16.672.999,77 2.044.866,56 176.720,62 18.541.145,71
NETTOBUCHWERTE
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.877,57 19.292,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,51 0,51
2.878,08 19.292,51
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.454.837,34 4.441.647,80
2. technische Anlagen und Maschinen 3.570.783,68 3.831.686,68
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.507.377,80 1.852.480,80
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 262.730,51 0,00
10.795.729,33 10.125.815,28
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 52.000,00 52.000,00
10.850.607,41 10.197.107,79

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen gegen Arbeitsgemeinschaften in Höhe von 1.863 TEUR (Vorjahr: 2.278 TEUR).

3. sonstige Rückstellungen

31.12.2023
EUR
sonstige Rückstellungen
Personalbezogene Rückstellungen
Tantiemen 1.200.000,00
offene Urlaube, Urlaubsgeld, Überstunden, Zeitkonten 1.058.000,00
Berufsgenossenschaftsbeiträge 86.000,00
Schwerbehindertenausgleichsabgabe 27.000,00
sonstige 80.500,00
2.451.500,00
Verkaufsbezogene Rückstellungen
Gewährleistungen 779.000,00
779.000,00
andere Rückstellungen
ausstehende Leistungsrechnungen 3.121.400,00
Rechts- und Beratungskosten 1.100.400,00
Restarbeiten 605.300,00
Archivierungsaufwendungen 20.000,00
sonstige 20.000,00
4.867.100,00
8.097.600,00

4. Verbindlichkeiten

Davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag 31.12.2023 bis zu einem Jahr zwischen einem und fünf Jahren von mehr als fünf Jahren
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.906.080,31 332.311,20 867.885,71 705.883,40
Vorjahreswerte 1.580.566,09 175.620,37 633.272,84 771.672,88
Verbindlichkeiten aus Gerätefinanzierungen 1.523.363,78 705.499,78 817.864,00 0,00
Vorjahreswerte 1.519.711,72 701.910,91 817.800,81 0,00
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 13.935.671,43 13.935.671,43 0,00 0,00
Vorjahreswerte 15.477.524,75 15.477.524,75 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.362.556,98 3.362.556,98 0,00 0,00
Vorjahreswerte 4.542.025,67 4.542.025,67 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 11.435.184,73 11.435.184,73 0,00 0,00
Vorjahreswerte 5.762.676,22 5.762.676,22 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 8.518.562,91 8.518.562,91 0,00 0,00
Vorjahreswerte 8.151.398,29 8.151.398,29 0,00 0,00
40.681.420,14 38.289.787,03 1.685.749,71 705.883,40
Vorjahreswerte 37.033.902,74 34.811.156,21 1.451.073,65 771.672,88

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von 1.906.080,31 EUR (Vorjahr: 1.580.566,09 EUR) durch Grundschulden, Globalzessionen sowie Raum- Sicherungsübereignung von Vorräten besichert.

Die Verbindlichkeiten aus Gerätefinanzierungen sind in Höhe von 1.523.363,78 EUR (Vorjahr: 1.519.711,72 EUR) durch Sicherungsübereignung diverser Anlagegüter besichert.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften in Höhe von 5.031 TEUR (Vorjahr: 4.358 TEUR).

Die Verbindlichkeiten aus Gerätefinanzierungen enthalten in voller Höhe Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Erläuterungen der Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden im Wesentlichen durch Bautätigkeit innerhalb der Bundesrepublik Deutschland erzielt.

2. sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind die Erträge aus Arbeitsgemeinschaften in Höhe von 3.166 TEUR (Vorjahr: 1.746 TEUR) enthalten. Die Verluste aus Arbeitsgemeinschaften sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 285 TEUR (Vorjahr: 33 TEUR) enthalten.

3. Periodenfremde Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge von insgesamt 383 TEUR enthalten, die aus

Auflösung von Rückstellungen

Buchgewinnen aus Anlagenabgängen

Versicherungsentschädigungen

resultieren.

4. Periodenfremde Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen von insgesamt 171 TEUR enthalten, die aus

Zuführungen von Wertberichtigungen resultieren.

Sonstige Angaben

1. Organe der Gesellschaft

Geschäftsführung

Gerhard Knoll sen. Bau-GmbH

Geschäftsführer

Dipl.-Kfm. Dr. Gerhard Knoll

Nikolai Altrogge (ab 3.01.2024)

Frank Kampen (ab 3.01.2024)

Alexander Thomas (ab 3.01.2024)

Die Gesellschaft macht von den Erleichterungen gem. § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch.

2. Arbeitnehmer

Im Berichtsjahr wurden im Durchschnitt 336 Arbeitnehmer in folgenden Gruppen beschäftigt:

gewerbliche Arbeitnehmer 202
Angestellte 124
Aushilfen 10
336

3. Anteilsbesitz

Zum 31. Dezember 2023 war die Gesellschaft an den folgenden Unternehmen gem. § 271 Abs. 1 HGB beteiligt:

Firma Sitz Eigenkapital Anteil am Kapital % Jahresergebnis
Gerhard Knoll sen. Bau-GmbH Haren/Ems 65.538 EUR 100 2.185 EUR
Knoll-Bau-Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung Haren/Ems 29.497 EUR 100 -2.559 EUR

Die Jahresabschlüsse per 31. Dezember 2023 liegen noch nicht vor.

Die angegebenen Werte beziehen sich auf den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022.

4. Haftungsverhältnisse

Die Knoll GmbH & Co. KG haftet branchenüblich gesamtschuldnerisch für Verbindlichkeiten aus einer Vielzahl von Arbeitsgemeinschaften. Der Gesellschaft sind zum Berichtszeitpunkt keine Umstände bekannt, die zur Inanspruchnahme aus den beschriebenen Haftungsverhältnissen führen können.

Die Knoll GmbH & Co. KG geht Haftungsverhältnisse nur nach sorgfältiger Risikoabwägung und grundsätzlich nur im Zusammenhang mit ihrer eigenen oder der Geschäftstätigkeit verbundener Unternehmen ein. Auf Basis einer kontinuierlichen Evaluierung der Risikosituation der eingegangenen Haftungsverhältnisse und unter Berücksichtigung der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse geht die Knoll GmbH & Co. KG derzeit davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können. Die Knoll GmbH & Co. KG schätzt daher bei allen aufgeführten Haftungsverhältnissen das Risiko einer Inanspruchnahme als nicht wahrscheinlich ein.

5. Nicht in der Bilanz erscheinende Geschäfte

Sale-and-lease-back-Verträge

Der Abschluss von Sale-and-lease-back-Verträgen im abgelaufenen Geschäftsjahr dient der Beschaffung liquider Mittel zur Realisierung geplanter Investitionsprojekte. Aus der Veräußerung von Vermögensgegenständen im Rahmen dieser Verträge sind im abgelaufenen Geschäftsjahr Finanzmittel in Höhe von 1.163 TEUR zugeflossen. Die Operating Leasingverträge haben eine Laufzeit von 36 Monaten; die jährlichen Leasingraten belaufen sich auf 249 TEUR.

6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Stichtag betragen die sonstigen finanziellen Verpflichtungen:

TEUR
2024 2.356
2025 bis 2028 3.106

7. Honorar des Abschlussprüfers

Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt 32.000,00 EUR und bezieht sich ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen.

8. Persönlich haftende Gesellschafterin

Gerhard Knoll sen. Bau-GmbH, Haren (Ems), gezeichnetes Kapital 26 TEUR

 

Haren (Ems), den 27. Mai 2024

Knoll GmbH & Co. KG

Geschäftsführung

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Struktur und Geschäftstätigkeit

Die Knoll GmbH & Co. KG bietet als einer der führenden und leistungsfähigen Anbieter aus der Bauindustrie im systemkritischen (Energie-) Infrastruktursektor in Deutschland mit innovativer Konzipierung und zuverlässiger Realisierung das gesamte Leistungsspektrum für die erfolgreiche Durchführung Infrastrukturdienstleistungen im Bereich des Tief- und Hochbaus.

Die Knoll GmbH & Co. KG hat ihren Stammsitz in Haren (Ems) und deckt mit 4 unselbständigen Standorten das operative Baugeschäft für komplexe Tief- und Hochbauleistungen im gesamten Bundesgebiet für unsere Kunden ab. Unsere jahrzehntelange Kompetenz im Bereich Konzipierung und der Bauumsetzung wird ergänzt durch eine stets optimierte Steuerung der Bauprozesse entlang der Wertschöpfungskette: zunehmend fügen wir die einzelnen Elemente des Bauens zu einem einheitlichen, vermehrt digital gestützten und transparenten Gesamtprozess im Bereich Bau zusammen.

Das Leistungsspektrum für unsere Kunden umfasst Industriebau, Erd-, Tief- und Straßenbau, Infrastrukturmaßnahmen, Wasserbau (Near-/Offshore-Services) sowie Hoch- und Schlüsselfertigbau. Die Bauprojekte werden oft als Generalunternehmerleistung so gut wie ausschließlich in Deutschland umgesetzt.

II. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung, Branchenentwicklung und Darstellung des Geschäftsverlaufs

a) Gesamtwirtschaftliche Entwicklung 1

Die Wirtschaft in Deutschland ist angeschlagen. Eine bis zuletzt zähe konjunkturelle Schwächephase geht mit schwindenden Wachstumskräften einher. In der lahmenden gesamtwirtschaftlichen Entwicklung überlagern sich somit konjunkturelle und strukturelle Faktoren, wodurch das Bruttoinlandprodukt in 2023 um 0,3% sank. Zwar dürfte ab dem Frühjahr eine Erholung einsetzen, die Dynamik wird aber insgesamt nicht allzu groß ausfallen. Derzeit bewegt sich die Wirtschaftsleistung auf einem Niveau, das kaum über dem vor der Pandemie liegt. Seitdem tritt die Produktivität auf der Stelle, und die inzwischen um über 600 000 höhere Zahl der Erwerbstätigen kompensiert im Wesentlichen nur die niedrigere durchschnittlich geleistete Arbeitszeit. Hierbei spielt allerdings auch der gegenüber dem Trend weiterhin stark erhöhte Krankenstand eine Rolle. Sofern sich dieser - wie von den Instituten unterstellt - bis zum Ende des kommenden Jahres zurückbildet, steht wieder ein um 1,5 % höheres Arbeitsvolumen zur Verfügung.

1 https://gemeinschaftsdiagnose.de/2024/03/27/gemeinschaftsdiagnose-fruehjahr-2024/

Das von den Instituten im vergangenen Herbst bereits für das Winterhalbjahr erwartete Anziehen der Wirtschaftsleistung ist ausgeblieben, auch wenn sich der private Konsum als leicht stützend erwiesen hat. Außen- wie binnenwirtschaftlich gab es mehr Gegen- als Rückenwind. So sind die deutschen Ausfuhren gesunken, während die weltwirtschaftliche Aktivität bis zuletzt gestiegen ist. Dies liegt vor allem daran, dass die für die deutschen Exportunternehmen bedeutsame Nachfrage nach Investitions- und Vorleistungsgütern schwach blieb. Insbesondere bei energieintensiven Gütern hat auch die preisliche Wettbewerbsfähigkeit gelitten, und Produktion ist ins Ausland abgewandert. Deutlich eingetrübt hat sich das Bild für die Ausrüstungsinvestitionen, die bis zum dritten Quartal 2023 - entgegen der stagnierenden Konjunktur - aufwärts gerichtet blieben, im vierten Quartal aber einbrachen. Offenbar wurden dort zunächst noch begonnene Projekte fertiggestellt und Aufträge abgearbeitet, die in der postpandemischen Phase infolge von Engpässen nicht bedient werden konnten.

b) Branchenentwicklung 2

Das Statistische Bundesamt meldete für das deutsche Bauhauptgewerbe für das Gesamtjahr 2023 für alle Betriebe ein Umsatzminus von preisbereinigt 5 Prozent. Die nominal schwachen Zuwächse wurden 2023 durch die starken Materialpreissteigerungen aufgezehrt. Nach den Daten des Statistischen Bundesamtes erreichte der Umsatz im Bauhauptgewerbe insgesamt in allen Betrieben 2023 ca. 162,6 Mrd. EUR, nach 160,4 Mrd. EUR im Jahr 2022. Der Umsatz erhöhte sich damit nominal um 1,3 %, verlor aber real um 5,3 %. Die Preissteigerung für Bauleistungen im Bauhauptgewerbe lag 2023 bei 7 %. Es war das dritte Jahr infolge mit deutlich realen Verlusten. Aufgrund dieser schlechten Entwicklung haben die Bauunternehmen im vergangenen Jahr nur noch 1.120 neue Arbeitsplätze geschaffen, nach 15.200 im Jahr 2022. Für 2024 rechnet der Verband sogar mit einem vor allem demographisch bedingten Rückgang von 10.000 auf dann jahresdurchschnittlich 918.000 Beschäftigte.

Per November 2023 meldet das Statistische Bundesamt für das Bauhauptgewerbe einen Anstieg der Insolvenzen um 265 auf 1.280 Insolvenzen; (+26 %). Hintergrund bleibt einerseits der hohe Kostendruck und andererseits ein anziehender Wettbewerb um Aufträge, der auf die erzielbaren Baupreise drückt. Die deutliche Zunahme der Insolvenzen im Bauhauptgewerbe ist beachtlich. Sie erfolgt gleichwohl von einer niedrigen Basis aus und bewegt sich im Kontext anderer Branchen.

2 https://www.bauindustrie.de/pm/prognosen-bestaetigt-schwaches-baujahr-2023 und https://www.zdb.de/baukonjunktur/konjunkturprognose-2023

Wohnungsbau

Der Wohnungsbau war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer Nachfrageschwäche geprägt. Maßgeblich hierfür war das anhaltend hohe Zinsniveau für Immobilienkredite. Aber auch das immer noch hohe Preisniveau für Bauleistungen und die Lebenshaltung wirkten bremsend auf die Nachfrage. Die Lebenshaltungskosten stiegen 2023 im Jahresdurchschnitt um 5,9 %, nach +6,9 % in 2022.

Der nachhaltige Nachfrageschwund hat sich bereits in der Umsatzentwicklung 2023 niedergeschlagen. Nach 61,4 Mrd. EUR wurden 2023 noch 57,9 Mrd. EUR umgesetzt. Dies entspricht einem nominalen Rückgang um 5,7 % und real von 11,9 %. In Anbetracht des bereits manifestierten Orderlochs rechnet der ZDB für 2024 noch mit ca. 235.000 fertiggestellten Wohneinheiten, nach geschätzten ca. 271.000 WE 2023. Den Umsatz im Wohnungsbau prognostiziert der ZDB für 2024 bei 49,2 Mrd. EUR, was einem nominalen Rückstand von 15 % und real von ca. 13 % entspricht.

Ausdruck des Zusammenbruchs der Nachfrage ist ein Rückgang der Baugenehmigungen um mehr als 94.300 Wohnungen im Jahr 2023 gegenüber 2022. Im Bereich Ein- und Zweifamilienhäuser wurden fast 43.900 Genehmigungen weniger erteilt (-41,5 %). Bei den Mehrfamilienhäusern waren es ca. 47.900 WE weniger (-25 %). Insgesamt wurden in 2023 noch ca. 260.000 Baugenehmigungen erteilt, nach ca. 354.400 im Vorjahr.

Wirtschaftsbau

Im Wirtschaftsbau verlief die Entwicklung 2023 zweigeteilt. Während den Hochbau die hohe Zinslast verbunden mit der schwachen Konjunkturentwicklung in den Industriebereichen traf, gaben dem Wirtschaftstiefbau Projekte Schwung, nicht zuletzt Großprojekte, der Energie- und Mobilitätswende. So bringen die vier Netzbetreiber den Stromtrassenausbau voran. Hier sind im vergangenen Jahr große Lose an den Markt gekommen. Auch der Ausbau schienengebundenen Verkehrs bei der Deutschen Bahn und im regionalen Personenverkehr erreicht jetzt den Baumarkt.

Insgesamt erreichte der Umsatz im Wirtschaftsbau 2023 ca. 60 Mrd. EUR, nominal ein Zuwachs um 5,5 %, real ein Verlust um 1,3 %. Der Wirtschaftstiefbau gewann in den vergangenen Jahren mit dem Ausbau der Energieinfrastruktur und der Mobilitätswende zusehends an Gewicht. Betrug der Umsatzanteil 2015 erst 38 %, so erreichte er 2023 bereits 46 %. Dem Trend folgend wird der Tiefbau weitere Anteile hinzugewinnen. Für 2024 rechnet der ZDB im Wirtschaftsbau mit einem realen Zuwachs von 2,7 %, dabei im Tiefbau von ca. +7 %. Im Hochbau erwartet der ZDB einen realen Rückgang um 1 %. Der Umsatzanteil des Tiefbaus wird dann bei knapp 50 % liegen.

Öffentlicher Bau

Auch im öffentlichen Bau zeigte sich im Jahresverlauf 2023 bei der Orderentwicklung ein ambivalentes Bild. Im Hochbau gab es seit dem Sommer einige Impulse, zuletzt auch durch Großprojekte. Dies hat auch hier zu einem erkennbaren Zuwachs der Auftragsbestände geführt, die zum Ende des Jahres 2023 um nominal 1,2 Mrd. EUR höher ausfallen als vor Jahresfrist (+23,5 %). In den anteilig umsatzstarken Tiefbausparten fielen die Impulse insgesamt flacher aus.

Der Umsatz im öffentlichen Bau erreichte 2023 insgesamt ca. 44,6 Mrd. EUR ein nominaler Zuwachs um 6 %, real ein Rückgang um ca. 1 %. Stützend wirkte dabei die Entwicklung im öffentlichen Hochbau. Dieser legte nominal um ca. 13% auf 9,4 Mrd. EUR zu. Dies entsprach auch einem realen Zuwachs um ca. 6 %. Im öffentlichen Tiefbau wurden 35,2 Mrd. EUR umgesetzt, nominal ein Zuwachs um ca. 4 %, real ein Rückgang um ca. 3 %.

Für die Umsatzprognose 2024 geht der ZDB davon aus, dass die Investitionslinien für die Infrastruktur im Bereich Straße und Wasserstraße wie in der Haushaltsplanung 2024 bisher veranschlagt bei ca. 10 Mrd. liegen. Dies entspricht einem nominalen Zuwachs um gut 3 %. Gleichzeitig bleiben die investiven Handlungsspielräume der Länder und Kommunen eng, wie das Ringen um das Wachstumschancengesetz deutlich illustrierte. Nach dem aktuellen Kommunalpanel 2023 beziffern die Kommunen ihren 2022 bestehenden Investitionsrückstau auf nun 165,6 Mrd. EUR, nach 159,4 Mrd. EUR im Jahr 2022. Die Kommunen rechnen mit einem weiteren Anstieg des Investitionsstaus in den kommenden fünf Jahren. Nominal erwartet der ZDB für 2024 ein Umsatzwachstum beim öffentlichen Bau um knapp 1 %, bei dem erwarteten Preisrückgang entspricht das einem realen Wachstum um knapp 3 %.

Energie- und Wärmewende: Netzausbau Elektrizität, Gas und Wasserstoff

Der Ausstieg aus der Kernenergie, die ehrgeizigen Ausbauziele für Erneuerbare Energien und der wachsende europäische Stromhandel erfordern in den kommenden Jahren einen Ausbau der deutschen Höchstspannungs- und Fernleitungsnetze, um die Sicherheit der Energieversorgung zu gewährleisten und die Energiewende umzusetzen.

Die von den Stromübertragungs- und Gasfernleitungsnetzbetreibern erstellten Szenariorahmen und die daran anschließenden Netzentwicklungspläne (NEP) sind die Grundlage für eine perspektivische Netzentwicklungsplanung. Die volatile Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien erfordert es darüber hinaus, die Erzeugung, die Netze und den Verbrauch effizient und intelligent miteinander zu verknüpfen. 3

In den vergangenen Jahren sind die Anforderungen an unsere Stromnetze stark gestiegen. Die Gründe dafür liegen im Wesentlichen in den Zielen, die Deutschland sich gesetzt hat: den Umstieg auf erneuerbare Energien, das Erhalten einer hohen Versorgungssicherheit und die Verwirklichung des europäischen Binnenmarkts. Vor allem im Übertragungsnetz ist absehbar, dass punktuelle Ergänzungen einzelner Leitungen dafür nicht mehr ausreichen. Der Gesetzgeber hat darauf unter anderem mit dem Netzausbaubeschleunigungsgesetz (NABEG) und dem Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) reagiert. 4

Der im März 2024 durch die Bundesnetzagentur bestätigte NEP 2037/2045 (2023) beschreibt erstmalig ein Stromnetz, das die Erreichung der Klimaneutralität bis zum gesetzlichen Zieljahr 2045, ermöglicht. Strom spielt dabei eine zentrale Rolle, da die Dekarbonisierung der Sektoren Industrie, Verkehr und Gebäude überwiegend durch direkte oder indirekte Elektrifizierung erfolgt. Im Vergleich zum letzten NEP mit den Betrachtungshorizonten 2035 und 2040 sind die Zielwerte beim EE-Ausbau wie auch bei der Nachfrage für die aktuellen Zieljahre 2037 und 2045 deutlich gestiegen. Der wesentliche Anteil des EE-Ausbaus soll gemäß EEG-Novelle 2024 bis Mitte der 2030er Jahre umgesetzt sein, damit eine treibhausgasneutrale Stromversorgung als Grundlage für die Dekarbonisierung weiterer Sektoren möglich ist.

Das Gesamtvolumen an Netzverstärkungs- und Ausbaumaßnahmen liegt laut Bundesnetzagentur bei insgesamt 320 Mrd. Euro 5. Darin enthalten sind 50 Mrd. Euro für das sogenannte Startnetz, also bereits abgeschlossene, im Bau oder in Planung befindliche Netze. Durch den neuen NEP kommen nochmals 270 Mrd. Euro hinzu. Davon entfallen 110 Mrd. Euro auf Onshore- und 160 Mrd. Euro auf Offshore-Netze. Die im Vergleich zum vorherigen NEP stark angestiegenen Investitionskosten sind neben dem geänderten Umfang an Projekten und Maßnahmen auf die Anpassung der Projektkosten als Folge der wirtschaftlichen Gesamtentwicklung zurückzuführen.

Das bestehende Gasversorgungsnetz in Deutschland kann schon heute nicht nur Erdgas aufnehmen, sondern ist bereits Teil der Energiewende für ein dekarbonisiertes Energiesystem der Zukunft. Um Industrie und Verbraucher stabil mit Gas und neuen Energieträgern (vermehrte Berücksichtigung von Projekten zu Wasserstoff und synthetischem Methan) zu versorgen, sind weiterhin deutliche Investitionen in das Gasfernleitungsnetz und Speicher erforderlich. Eine solide ausgebaute Gasinfrastruktur dient künftig als Transport- und Speichersystem für regenerativ erzeugte Gase und Wasserstoff, sodass langfristig fossile und CO 2 -intensive Energieträger ersetzt werden können. Wasserstoff und Grüne Gase spielen eine wichtige Rolle in der Transformation des Energiesystems. Im März 2024 wurde der finale Netzentwicklungsplan Gas 2022-2032 vorgelegt, der die tiefgreifenden Veränderungen in Deutschlands Energieversorgung widerspiegelt. Der ausgewiesene Netzausbauvorschlag konkretisiert die Anpassung des Gastransportnetzes an deutsche und europäische LNG-Versorgungsrouten und die erweiterte Nutzung westlicher Importrouten bei gleichzeitiger Verbrauchsreduzierung und Umstellung auf Wasserstoff, um Deutschland dauerhaft unabhängig von russischen Gaslieferungen zu machen. Nach der Umsetzung des Änderungsverlangens der Bundesnetzagentur ergibt sich dafür ein um 0,3 Mrd. Euro auf 4,1 Mrd. Euro verringerter Investitionsbedarf. Damit verbunden ist der Neubau von Ferngasleitungen mit einer Länge von rund 925 km und die Schaffung einer zusätzlichen Verdichterleistung in Höhe von 149 MW. In den verschiedenen Versorgungsicherheitsvarianten LNG kann das Investitionsvolumen auf bis zu 5,7 Mrd. Euro ansteigen. 6

3 https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Fachthemen/ElektrizitaetundGas/NetzentwicklungSmartGrid/start.html
4 https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Fachthemen/ElektrizitaetundGas/NetzentwicklungSmart- Grid/Strom/start.html
5 https://www.energate-messenger.ch/news/241828/genehmigter-netzentwicklungsplan-geht-ueber-entwurf-hinaus

6 https://fnb-gas.de/news/fnb-veroeffentlichen-finalen-nep-gas-2022-2032/

Der Hochlauf des Wasserstoffmarktes in der EU ist ein zentraler Baustein bei der Entwicklung eines klimaneutralen und versorgungssicheren Energiesystems. Grundvoraussetzung dafür ist die schnelle Verfügbarkeit und moderater Ausbau einer leistungsfähigen Wasserstoffinfrastruktur. Der bestätigte Netzentwicklungsplan enthält zudem eine Analyse, welche Gasversorgungsleitungen bis 2027 perspektivisch aus dem Fernleitungsnetz auf Wasserstoff umgestellt und für das im Juli 2023 veröffentlichte zukünftige Wasserstoffnetz genutzt werden könnten. Danach könnten dreiviertel der ca. 2.000 km infrage kommenden Gasversorgungsleitungen ohne verstärkende Maßnahmen umgestellt werden. Aufgrund der weiterhin fehlenden gesetzlichen Grundlagen sind Maßnahmen für den Aufbau des Wasserstofftransportnetzes weder Bestandteil des Ausbauvorschlags noch werden sie im veranschlagten Investitionsvolumen berücksichtigt. Indikativ wird bis Ende 2027 mit einem zusätzlichen Investitionsvolumen in der Spanne zwischen 2,3 bis 2,8 Mrd. Euro, bis Ende 2032 bis zu 10,2 Mrd. Euro gerechnet. 7

c) Umsatz-, Leistungs- und Auftragsentwicklung der Knoll GmbH & Co. KG

Die Knoll GmbH & Co. KG weist in einem wettbewerbsintensiven Marktumfeld im Geschäftsjahr 2023 eine handelsrechtliche Leistung ii von 93.329 TEUR (Vorjahr 87.415 TEUR) aus Hier sind die von den Arbeitsgemeinschaften anteilig erbrachten Leistungen in Höhe von 31.442 TEUR (Vorjahr 25.638 TEUR) jedoch noch nicht enthalten und somit für die Darstellung der operativen Gesamtleistung iii hinzuzurechnen sowie um an Arbeitsgemeinschaften fakturierte Leistung in Höhe von 10.120 TEUR (Vorjahr 7.043 TEUR) zu konsolidieren. Die erbrachte operative Gesamtleistung beträgt somit 114.651 TEUR (Vorjahr 106.010 TEUR) und stieg hiermit erwartungsgemäß um 8,1%.

7 https://fnb-gas.de/news/fnb-veroeffentlichen-finalen-nep-gas-2022-2032/

Wie in den letzten Jahren zeichneten sich insbesondere die Bereiche Industrie-, Erd,- Tief- und Hochbau für die Gesamtleistung verantwortlich. Neben den nicht-öffentlichen Auftraggebern, die Knoll auch in 2023 nachgefragt haben (insbesondere die (Fernleitungs-) Netzbetreiber), konnten auch wieder öffentliche Aufträge -jedoch mit 8% auf deutlich niedrigerem Niveau- geleistet werden. Auch 2023 trat Knoll weiterhin als kompetenter Generalunternehmer am Markt auf und setzte somit die Entwicklung der Vorjahre konsequent fort.

Die Anforderungen an die Konzipierung, die Koordination, eine effiziente Bauabwicklung, Qualität, Arbeitssicherheit der Aufträge und nachhaltige Unternehmensführung steigen kundenspezifisch kontinuierlich an.

Während sich der Auftragsbestand inklusive anteiligen Arbeitsgemeinschaften mit +96,8% auf über 239.484 TEUR zum 31.12.2023 deutlich entwickelte (Vorjahr: 121.693 TEUR), nahmen die kumulierten Auftragszugänge inklusive anteiligen Arbeitsgemeinschaften in 2023 deutlich auf 232.442 TEUR (+76,0%, Vorjahr 131.875 TEUR) zu.

d) Ertragslage

Die Knoll GmbH & Co. KG verzeichnet ein sehr erfolgreiches und profitables Geschäftsjahr 2023. Der Rohertrag hat sich auf 45.780 TEUR (Vorjahr 35.529 TEUR) erhöht. Die Rohertragsspanne ist bezogen auf die handelsrechtliche Bauleistung um 8,5 Prozentpunkte auf 49,1 % (Vorjahr 40,6 %) gestiegen.

Der Personalaufwand in Höhe von 26.839 TEUR (Vorjahr 23.231 TEUR) ist um 3.608 TEUR (+15,5%) gestiegen. Dies resultiert unter anderem aus dem eingetretenen Anstieg der Mitarbeiterzahl (+6,9%) sowie den ((über-)tariflichen) Lohn- und Gehaltssteigerungen.

Das Betriebsergebnis (EBIT) ist gegenüber dem Vorjahr um 5.658 TEUR auf 14.097 TEUR (Vorjahr 8.439 TEUR) auf hohem Niveau stark gestiegen. Die handelsrechtlich operative Rendite ist mit 15,1% (Vorjahr 8,0 %) gesteigert, die operative Rendite beträgt 12,3% (Vorjahr 8,04%).

Das Finanzergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um 244 TEUR auf ./.76 TEUR (Vorjahr ./.320 TEUR) verbessert. Die hierin saldierten Aufwendungen betreffen im Wesentlichen die branchenüblichen Avalprovisionen für Vertragserfüllungs-, Vorauszahlungs- und Mangelhaftungsbürgschaften sowie Zinsaufwendungen aus Finanzierungen des Anlagevermögens.

Nach Abzug der Steuern ergibt sich ein Jahresüberschuss von 12.326 TEUR (Vorjahr 6.969 TEUR).

e) Vermögenslage

Das Anlagevermögen beläuft sich auf 10.851 TEUR (Vorjahr 10.197 TEUR) und liegt damit geringfügig über dem Vorjahr. Der Anteil des langfristigen Vermögens am Gesamtvermögen beträgt 16,9 % (Vorjahr 18,0 %).

Der Vorratsbestand an unfertigen Leistungen ist um 28.596 TEUR auf 67.290 TEUR (Vorjahr 95.886 TEUR) gesunken. Aufgrund der aktivischen Verrechnung mit den erhaltenen Anzahlungen ergeben sich hieraus jedoch keine Auswirkungen auf die Vermögensstruktur. Der Forderungsbestand hingegen hat sich stichtagsbezogen um 1.856 TEUR auf 14.989 TEUR Mio. EUR (Vorjahr 13.133 TEUR) erhöht.

Die Liquiditätslage konnte weiterhin stabil gestaltet und im Vergleich zum Vorjahr erneut verbessert werden. Anhand der erhaltenen Kundenanzahlungen, großteils für geleistete Arbeiten, sowie schlussgezahlten Bauprojekten konnten weiterhin liquide Mittel generiert werden: Die flüssigen Mittel haben sich um 5.042 TEUR erhöht und belaufen sich am Bilanzstichtag auf 34.074 TEUR (Vorjahr 29.032).

Im Jahr 2023 wurde die betriebsnotwendige Liquidität ausschließlich aus eigenen Mitteln sichergestellt, vorhandene Kontokorrentrahmen wurden im Jahr 2023 nicht in Anspruch genommen.

Auch im laufenden Geschäftsjahr 2024 ist die betriebsnotwendige Liquidität unseres Unternehmens mit eigenen Mitteln gesichert. Der Durchschnittswert der liquiden Mittel betrug in den ersten drei Monaten 35.374 TEUR. Daher kann jederzeit auf frei verfügbare Mittel aus Fest- und Tagesgeld zurückgegriffen werden. Rechnungen der Lieferanten und Nachunternehmer werden, wenn vereinbart, mit Skonto bezahlt bzw. in Einzelfällen durch bürgschaftsbesicherte Vorauszahlungen beglichen.

Auch aufgrund der guten Liquiditätslage konnten höhere Skontoerträge im Vergleich zu den Vorjahren erzielt werden. Auf den Materialaufwand (inkl. bezogenen (Nachunternehmer-) Leistungen) bezogen ergibt sich eine erhöhte Skontoquote von 1,8% (Vorjahr 1,5%).

Aval-Linien stehen der Gesellschaft in ausreichender, branchenüblicher Höhe zur Verfügung.

Die Bilanzsumme stellt sich mit 64.098 TEUR auch aufgrund der erneut verbesserten Liquidität und höheren Forderungen höher gegenüber dem Vorjahr (56.620 TEUR) dar.

Das (wirtschaftliche) Eigenkapitaliv hat sich um 7.072 TEUR auf 24.711 TEUR (Vorjahr 17.639 TEUR) erhöht. Die (wirtschaftliche) Eigenkapitalquote hat sich um 7,3 Prozentpunkte auf 38,6 % (Vorjahr 31,2 %) erhöht.

Die sonstigen Rückstellungen sind gegenüber dem Vorjahr aufgrund der höheren Leistung um 1.820 TEUR auf 8.098 TEUR (Vorjahr 6.278 TEUR) gestiegen.

Die bilanzierten Bauleistungen sind von den erhaltenen Anzahlungen für geleistete Arbeiten in Höhe von 20,7% (Vorjahr 16,1%) überdeckt. Der Passivüberhang der erhaltenen Anzahlungen, großteils für erbrachte Bauleistungen, bewegt sich mit absolut 13.936 TEUR (Vorjahr 15.458 TEUR) unterhalb des Vorjahresniveaus.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich um 1.179 TEUR auf 3.363 TEUR (4.542 TEUR) verringert und sind ebenso wie die Rückstellungen durch liquide Mittel und die Vorräte.

f) Investitionen

Die Investitionen (ohne Leasing) im Geschäftsjahr 2023 betragen 2.698 TEUR (Vorjahr 2.842 TEUR, davon 868 TEUR (Vorjahr 1.842 TEUR) in technische Anlagen und Maschinen.

Die Planungen für das Geschäftsjahr 2024 sehen Investitionen in technische Anlagen und Maschinen in Höhe von rund 4,0 % der geplanten Gesamtleistung vor. Investitionen über Leasing werden in Höhe von rund 3,0 % der geplanten Gesamtleistung vorgesehen.

Auch für die Herausforderung der Digitalisierung der Bauprozesse zwecks Hebung der branchenrelevanten Potenziale zur Cyber-Sicherheit, Fehlervermeidung bzw. Effizienzsteigerung (Digitale Kompetenz, Infrastruktur, Ausstattung und Prävention, Innovation und digitale Transformation), Datenverfügbarkeit sowie Datensicherheit wird die Knoll GmbH & Co. KG weiterhin vermehrt präventiv Investitionen in den kommenden Jahren tätigen.

g) Finanzierung

Die Investitionen in den Maschinenpark wurden zum Großteil trotz des unattraktiven Zinsniveaus mit kurzläufigen Finanzierungskrediten, Leasing bzw. aus dem Cashflow getätigt.

In den derzeitigen Planungen ist vorgesehen, dass die Investitionen für langfristige Güter in 2024 weiterhin anteilig über Finanzierungsdarlehen, Mietkäufe oder aber Leasing abgewickelt werden.

h) Personalbereich

Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 337 Mitarbeiter (Vorjahr 310 Mitarbeiter) beschäftigt. Die weiter voranschreitenden Veränderungen und Verbesserungen in den Arbeitsabläufen und -prozessen unserer Projektorganisation sollen es dem Unternehmen in Zukunft ermöglichen, die Projekte noch effizienter abzuarbeiten. Insbesondere wurde eine auf die operative Bauausführung veränderte Führungsstruktur verstetigt und die Basis des Kennzahlensystems für die Steuerungsfunktionen kontinuierlich weiterentwickelt.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde auf leistungsfähige Nachunternehmer zurückgegriffen. Die Aufwendungen in diesem Bereich sanken gegenüber dem Vorjahr auf 26.932 TEUR (Vorjahr 29.581 TEUR).

Hochqualifizierte und überdurchschnittlich engagierte Mitarbeiter sind die Basis für den nachhaltigen Erfolg der Knoll GmbH & Co. KG. Die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist für den langfristigen Unternehmenserfolg unverzichtbar. Mit Hilfe spezieller Mitarbeiterschulungen, Firmenfitnessprogrammen und weiteren Angeboten werden in diesem Bereich zahlreiche Maßnahmen zur Förderung der Gesundheit zur Verfügung gestellt, um ein attraktiver Arbeitgeber für Frauen und Männer aller Qualifikationsstufen zu sein. Wir stehen für höchste tarifliche Standards und klare wie höchstmögliche Vorgaben beim Arbeitsschutz. Durch moderne Aus- und Weiterbildungsangebote, sowie individuelle Aufstiegschancen im gewerblichen und akademischen Bereich sichern wir den Nachwuchs und öffnen Perspektiven für Kräfte aus dem In- und Ausland.

Für das Geschäftsjahr 2024 ist mit einer weiter leicht steigenden Mitarbeiterzahl zu rechnen, wobei es aufgrund des starken Wettbewerbs am Markt weiterhin schwierig ist, zusätzliche Fachkräfte für die Gesellschaft zu gewinnen. Im Hinblick auf die demografische Entwicklung und den zukünftigen Bedarf an (hochqualifizierten) Fachkräften im Bausektor spielt die Altersstruktur der Erwerbstätigen eine zentrale Rolle. Die Knoll GmbH & Co. KG wird daher weiterhin überproportional in die innovative Bindung und Rekrutierung von qualifiziertem Personal sowie Ausbildung von Auszubildenden investieren. Dabei fällt aber der Rückgriff auf den deutschen Arbeitsmarkt immer schwerer. Trotz dieser vielen Maßnahmen und der restriktiveren Personalpläne ist die Lage auf dem Bauarbeitsmarkt nach wie vor angespannt: Im Jahresdurchschnitt 2023 gaben im Rahmen einer ifo Umfrage 28 % der Befragten an, dass ihre Bautätigkeit durch Fachkräftemangel behindert werde 8.

i) Qualität, Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz, Umweltschutz und Nachhaltigkeit

Die Themen Arbeitssicherheitsbewusstsein, die Sicherheitsleistung im Unternehmen zu erhöhen sowie die Sicherheitskultur bei unseren Mitarbeitern und Nachunternehmern zu fördern, steht herausragend im Fokus des Unternehmens und ist Gegenstand der erfolgreichen Zertifizierungen von Arbeitsschutzmanagementsystemen nach DIN ISO 45001:2018 und Safety Culture Ladder (SCL).

Wie in den vergangenen Geschäftsjahren hatten die Qualitätsmanagementnorm nach DIN ISO 9001:2015, SCC (Safety Certificate Contractors) und Umweltschutz (DIN ISO 14001:2015) sowie weitere hochwertige Zertifizierungen (WHG § 19 Fachbetrieb gemäß Wasserhaushaltsgesetz, Entsorgungsfachbetrieb gemäß EfbV, etc.) positive Auswirkungen bei Auftragsvergaben. Zur Vertiefung und nochmaligen Steigerung des Anspruches hat sich die Knoll GmbH & Co. KG den Anforderungen der Vertiefung "Petrochemie" gestellt und wird seit 2012 erfolgreich nach SCCP-zertifiziert. Ergänzt wird dies durch die Zertifizierungen von Arbeitsschutzmanagementsystemen nach DIN ISO 45001:2018 und Safety Culture Ladder (SCL).

Durch die nachhaltige Einhaltung von Qualitätsnormen, hohen Sicherheitsstandards sowie die Ausrichtung auf bestimmte Branchen sind weiterhin gute Erfolgsaussichten am Markt für die Knoll GmbH & Co. KG gegeben.

Nachhaltigkeit ist eines der großen Themen der nächsten Jahrzehnte, welches die Wirtschaft radikal verändert. Insbesondere die gesetzlichen Anforderungen an die Nachhaltigkeitsberichterstattung von Organisationen nehmen spätestens seit dem EU-Aktionsplan für Sustainable Finance stetig zu und werden bei der Knoll GmbH & Co. KG im Zuge einer nachhaltigen Unternehmensführung schon jetzt proaktiv in den Blick genommen.

8 https://www.bauindustrie.de/zahlen-fakten/publikationen/brancheninfo-bau/fachkraeftesituation-im-bauhauptgewerbe

Als Herausforderung stellen sich die unterschiedlichsten Kundenanforderungen als Folge fehlender Berichtsstandards oder aber fehlender ISO Normen für den Bereich des eigenen Handelns sowie der vor- und nachgelagerten Prozesse dar.

j) Vergleich der im Vorjahr berichteten Prognose mit der tatsächlichen Geschäftsentwicklung

Die operative Leistungsentwicklung liegt 2023 aufgrund handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften und der hohen Auftragszugänge oberhalb der formulierten Erwartungen und somit oberhalb des Korridors des vergangenen Berichts.

Die Ertragslage hat sich absolut und relativ deutlich oberhalb der Erwartungen entwickelt. Neben stabilen operativen Effekten (Erträge/Leistung und Kosten) wirkt sich die stabile Finanzierungsstruktur der Gesellschaft insgesamt weiterhin positiv aus.

Die Liquidität hat sich stichtagsbezogen deutlich besser als prognostiziert entwickelt.

III. Risikobericht (Risiken der künftigen Entwicklung)

Die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland sowie die spezielle Entwicklung in den für uns relevanten Baubereichen und Strom-/Gasnetzregulierungen betrachten wir als strategisches Marktrisiko. Übergeordnet begegnet das Unternehmen dem branchenüblichen operativen Risikopotenzialen (Projektrisiken, Material- und Fremdleistungsrisiken, Personalrisiken, Finanzrisiken) mit den im Unternehmensleitbild fest verankerten Strukturen sowie definierten Prozessen des risikobewussten und chancenorientierten Handelns. Die Managementsysteme der Knoll GmbH & Co. KG fördern das risikobewusste Handeln auf allen Managementebenen, um Risikopotenziale möglichst zu vermeiden, zumindest aber frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und daraus potentielle Gefahren für das Unternehmen abzuwenden. Hierfür wird ein sich stetig weiterentwickelndes, detailliertes wie zeitnahes Kommunikations- und Berichtswesen vorgehalten.

Die Risiken der künftigen Entwicklung hängen entscheidend von der konjunkturellen Entwicklung in der Baubranche ab, hier insbesondere im gewerblichen Tief-, Hoch- und Industriebau in den Bereichen Energienetzbetreiber und öffentlichen Tief- und Straßenbau. Durch eine strategisch gelebte Diversifizierungsstrategie auf ergänzende Geschäftsfelder ((halb-) öffentlicher Kunden) trägt das Unternehmen diesem Umstand langfristig Rechnung.

Nach einem eher moderaten Anstieg bis 2020 - die Preise für Leistungen des Bauhauptgewerbes nahmen seit 1995 nur minimal stärker zu als die Verbraucherpreise - war in den vergangenen Jahren ein starkes Wachstum zu verzeichnen. In nur drei Jahren legten die Preise im Bauhauptgewerbe um 31,2 % zu. 9 Auch die Verbraucherpreise stiegen im Vergleich hierzu mit 15,9 % ungewöhnlich deutlich 10.

Die hohen Steigerungsraten der Baupreise sind vor allem auf massive Preisveränderungen bei Baumaterialien und Energie zurückzuführen, wo sich ab 2020 zuerst der Bruch der Lieferketten und dann der Krieg in der Ukraine auswirkten. Trotz leichter Preisberuhigung bei einzelnen Produkten seit Mitte 2022 sind die Preise Anfang 2024 nach wie vor auf einem hohen Niveau. Das Preisniveau lag Anfang 2024 bei den meisten Baumaterialien noch über dem Niveau vom Jahresbeginn 2021, dem Beginn der starken Preissteigerungen. Zu Jahresbeginn 2024 wurden die hohen Energie- und Rohstoffpreise allerdings immer noch als deutliches Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung des eigenen Unternehmens wahrgenommen: Im Rahmen der DIHK-Umfrage gaben dies immerhin noch 68 % der befragten Bauunternehmen an. Das ist zwar deutlich weniger als noch im Vorjahr mit 79 %, zu Jahresbeginn 2021 waren es aber nur 35 %.

Die zwischenzeitig stark gestiegenen Energiekosten haben vor allem die in ihrer Produktion besonders energieintensiven Produkte belastet. Bei den Preisen für Zement und Transportbeton konnte zwar eine leichte Beruhigung bzw. Stabilisierung festgestellt werden, sie liegen aber immer noch sehr deutlich über dem Niveau von Januar 2021. 11

Im IT-Bereich ist die Datenverfügbarkeit und Sicherheit gewährleistet. Die Architektur und Sicherheitsstandards der Dateninfrastruktur entsprechen dem aktuellen Stand der Technik und werden durch eine Präventions- und Digitalstrategie kurz-, mittel- und langfristig weiterentwickelt.

Unklar ist auch, wie sehr eine steigende Regulierungsdichte - etwa zunehmende Berichtspflichten für Nachhaltigkeitskriterien, Lieferkettenüberwachung und Taxonomie- Vorgaben - auf die gesamtwirtschaftliche Leistungsfähigkeit durchschlägt. 12

Der Krieg in der Ukraine und die umfangreichen Sanktionen gegen Russland sowie hierauf folgende Krisen und geopolitische Spannungen (Israel, Taiwan) haben den weltwirtschaftlichen Ausblick und somit auch jenen der deutschen Bauwirtschaft in den vergangenen Jahren spürbar eingetrübt. Die Wiederingangsetzung der Lieferketten in einem sensiblen Umfeld bleibt weiterhin eine Herausforderung.

9 https://www.bauindustrie.de/zahlen-fakten/preise-ertraege/baupreise
10 https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Preise/Verbraucherpreisindex/_inhalt.html#sprg486162
11 https://www.bauindustrie.de/zahlen-fakten/publikationen/brancheninfo-bau/baumaterialpreise
12 https://gemeinschaftsdiagnose.de/2024/03/27/gemeinschaftsdiagnose-fruehjahr-2024/

Folgende Szenarien sind hierbei für die Gesellschaft weiterhin denkbar:

Szenario BestCase: Die zukünftige Geschäftsentwicklung der Gesellschaft ist von einer sich ausweitenden Ukraine-Krise mittelbar bzw. unmittelbar betroffen. Insofern liegt eine Entwicklungsbeeinträchtigung vor. Die Geschäftsführung hat diverse Maßnahmen initiiert, um die negativen Folgen der Krise abzufedern. Wie stark die Gesellschaft von den Folgen solch einer ausgeweiteten Krise im Jahr 2024 und in den Folgejahren betroffen sein wird, ist derzeit nicht absehbar.

Szenario WorstCase: Aufgrund der anhaltenden Unsicherheit in Bezug auf die Entwicklung oder aber Ausweitung der Ukraine-Krise wurde der Zeitraum ihres Andauerns in einer Worst-Case-Betrachtung entsprechend als weitgehender Vorfall eingeplant. Die sich ausweitenden und neu eintretenden Einschränkungen durch die Krise führen zu rückläufigen Marktentwicklungen und konjunkturellen Abwärtstrends. Unsere Gesellschaft wird im Jahr 2024 sowohl durch die Reduzierung des Auftragsvolumens als auch durch die Behinderungen in der Auftragsabwicklung Umsatz- und Ergebnisreduzierungen realisieren. Kritisch wird die Ausweitung der aktuellen Situation über einen Zeitraum von 8 Wochen gesehen. Sowohl langanhaltende Auftragsreduzierungen, abbrechende Lieferketten, fehlende Preisanpassungsmöglichkeiten als auch Forderungsausfälle als denkbare Szenarien könnten die Ergebnis- und Liquiditätssituation deutlich negativ beeinflussen und schlimmstenfalls zu einer Bestandsgefährdung des Unternehmens führen. Eine Erholung der Ergebnisse durch "Nachholeffekte" auf das Niveau von 2023 erscheint bei diesem Szenario unwahrscheinlich. Aktuell wird von einem stark reduzierten Jahresergebnis 2024 ausgegangen. Entsprechende Maßnahmen im Rahmen von Verhandlungen mit Kunden, Lieferanten, aber auch die Konsolidierung von Geschäftsprozessen und die Verbesserung des Mahnwesens sind bereits getroffen worden.

Hinsichtlich der prognostizierten Auswirkung wird auf den Prognosebericht verwiesen.

Vor dem Hintergrund der oben beschriebenen Entwicklung und Herausforderung und der eingeleiteten Maßnahmen sieht die Geschäftsführung derzeit keine besonderen bestandsgefährdenden oder wesentlichen Risiken.

Einzelne Risiken, die für sich genommen oder gemeinsam den Bestand des Unternehmens gefährden können, existieren unserer Auffassung nach nicht.

IV. Chancen- und Prognosebericht (voraussichtliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2024)

Die Bundesregierung prognostiziert für das laufende Jahr einen Anstieg des preis-bereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,3% und für das kommende Jahr um 1,0%. Damit hält sie im Wesentlichen an ihrer Jahresprojektion aus dem Februar fest, in der Raten von 0,2% und 1,0% erwartet wurden. Die Phase sehr hoher Teuerungsraten ist seit Mitte des vergangenen Jahres ausgestanden. Bei rückläufigen Preisen für Energierohstoffe prägt vor allem der heimische Preisauftrieb das Inflationsgeschehen im Prognosezeitraum. Kennzeichnend dürfte zunächst ein überdurchschnittlicher Anstieg der Dienstleistungspreise bleiben, da diese zuvor deutlich hinter dem allgemeinen Preisauftrieb zurückgeblieben waren und sich nun nach und nach die knappheitsgerechten Preisrelationen wieder einstellen. Zudem machen sich steuerliche Änderungen (Umsatzsteuer auf Gas und in der Gastronomie, CO 2 -Abgabe) und wegfallende Subventionen (Netzentgelte, Energiepreisbremsen) preiserhöhend bemerkbar. Insgesamt erwarten die Institute einen Anstieg der Verbraucherpreise um 2,3 % im laufenden und um 1,8 % im kommenden Jahr. Die Arbeitslosigkeit dürfte nur noch geringfügig steigen und bereits ab dem Frühjahr 2024 wieder sinken.

Insgesamt rechnen die Institute mit einem weiteren Rückgang der Bauinvestitionen um 2,2 % im laufenden Jahr 2024. Sinkende Zinsen, kräftig steigende Einkommen und stagnierende Baupreise dürften dann die Wende einleiten und die Bauinvestitionen im Jahr 2025 erstmals seit dem Jahr 2020 wieder steigen lassen (1,0 %). Im weiteren Prognosezeitraum dürften vor allem die Wohnbauinvestitionen noch weitere Rückgänge verzeichnen. 13

Die Unternehmen geraten damit in ein Spannungsfeld. Eine im Grunde intakte, aber eingebremste Nachfrage nach Bauleistungen erhöht wieder den Wettbewerbsdruck auf die Unternehmen.

Die Verschlechterung der Baukonjunktur seit der zweiten Jahreshälfte 2022 - und dem damit einhergehenden Anstieg der Zahl der Insolvenzen - ist allerdings schon auf dem Bauarbeitsmarkt angekommen: Die Zahl der arbeitslosen Baufacharbeiter mit bauhauptgewerblichen Berufen lag im Jahresdurchschnitt 2023 um 7,0 % über dem Vorjahresniveau, die Zahl der arbeitslosen Bauingenieure stieg sogar um 28,4 %. Beides allerdings auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau.

Trotzdem sehen noch viele Unternehmen im Fachkräfteengpass - direkt hinter den Energie- und Rohstoffpreisen - die größte Gefahr für die weitere Entwicklung: Im Rahmen der DIHK-Umfrage zu Jahresbeginn 2024 gaben - trotz zunehmend restriktiverer Beschäftigungspläne - immer noch 62 %

13 https://gemeinschaftsdiagnose.de/2024/03/27/gemeinschaftsdiagnose-fruehjahr-2024/

der befragten Bauunternehmen den Fachkräftemangel als Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung ihres Unternehmens an. In der Industrie beklagten dies 54 %. 14

Die seit Jahren stabile Kundenstruktur von Knoll besteht zum größten Teil aus verschiedenen Energienetzbetreibern (Strom, Gas und zunehmend Wasserstoff), Chemie- und Petrochemieunternehmen (industrieller Hoch- und Tiefbau), Gewerbekunden und öffentlichen Auftraggebern (hauptsächlich Straßen- und Erdbau). Knoll arbeitet seit Jahren in den Kernmärkten von Unternehmen, die derzeit den Netzausbau Deutschlands durchführen und versteht sich hierbei als partnerschaftlichen Infrastrukturpartner, insbesondere für die Anlagenbauprojekte und Erdkabeltrassen im Zuge des Wachstumsmarkts der Energie- und Wärmewende. In diesem Bereich werden langfristig deutlich gute Chancen gesehen, von der dynamischen Marktentwicklung weiterhin maßgeblich zu profitieren.

Trotz volatiler gesamtwirtschaftlicher Prognosen sehen die aktuell veröffentlichten Netzentwicklungspläne für die nächsten Jahre deutlich erhöhte Investitionen in die Energieinfrastruktur vor.

Daneben hat die Knoll GmbH & Co. KG seit mehreren Jahren über verstärkte Akquisitionsbemühungen zusätzliche Branchen und Kunden erschlossen. In diesem Umfeld sieht die Geschäftsführung stetig ergänzende Entwicklungsmöglichkeiten zur Diversifizierung für die anstehenden Jahre.

Das branchenüblich große Angebot an Marktteilnehmern in Deutschland sorgt für einen intensiven Wettbewerbsdruck. Verbesserungen des Baupreisniveaus vor dem Hintergrund von weiterhin ansteigenden Kosten vollziehen sich von einem leicht höheren Niveau aus, wobei die Preissetzungsmöglichkeiten der Firmen wiederum deutlich abgenommen haben.

Dem hohen Arbeitssicherheitsanspruch wird das Unternehmen mit der erfolgreichen Zertifizierung eines wirksamen und effektiven Arbeitsschutzmanagementsystems nach DIN ISO 45001:2018 sowie Safety Culture Ladder (SCL) auch 2024 gerecht, welche unsere bisherige Zertifizierung des Arbeitsschutzes gemäß SCC P nachhaltig ergänzen und das Bewusstsein wie Verhalten unserer Beschäftigten hierfür fördern.

Als wesentliche Aufgabe der ersten und zweiten Führungsebene gilt es, alle im Unternehmensleitbild aufgeführten Aspekte, die unserer Ansicht nach maßgeblich eine partnerschaftliche und nachhaltige Unternehmensführung ausmachen, zu fördern und alle Beschäftigten auf deren Einhaltung und entsprechendes Handeln zu verpflichten.

14 https://www.bauindustrie.de/zahlen-fakten/publikationen/brancheninfo-bau/fachkraeftesituation-im-bauhauptgewerbe

Die Auftragslage stellt sich zum Berichtszeitpunkt, mit einem stichtagsbezogenen Auftragsbestand inklusive anteiliger Arbeitsgemeinschaften von knapp 239.484 TEUR (Vorjahr 121.693 TEUR), und somit einer branchenbezogenen überdurchschnittlichen Auftragsreichweite, weiterhin sehr positiv dar. In 2024 wird nach den sehr hohen Zugängen im Vorjahr mit einem Auftragszugang auf niedrigerem aber noch immer hohen Niveau gerechnet v.

In diesem Kontext ist die Liquiditätsoptimierung, -sicherung und Vorfinanzierungsmöglichkeit durch entsprechende Vertragsgestaltung und eine zeitnahe und vollständige Bauabrechnung stetig zu optimieren, denn eine Ausweitung der Vorfinanzierungswünsche der Netzenergiebetreiber ist in der Breite weiterhin festzustellen.

Hinsichtlich der Erwartung der Entwicklung von Gesamtleistung und Ergebnis unterliegt das Unternehmen branchenüblichen und rechnungslegungsbezogenen Schwankungen. Wie stark die Gesellschaft von den Rahmenbedingungen für die Bauwirtschaft im Jahr 2024 und in den Folgejahren betroffen sein wird, ist derzeit nicht abschließend absehbar - wobei festzustellen ist dass sich das Unternehmen in einer Sonderkonjunktur eines Teilbereichs des Wirtschaftsbaus befindet.

Die Geschäftsführung geht bei dem aktuellen Auftragsbestand, den prognostizierten Fertigstellungsterminen, unwesentlichen Beeinträchtigungen in der Baustellenproduktion aufgrund der verschlechterten Rahmenbedingungen und den strategischen Handlungsoptionen davon aus, dass in dem Jahr 2024 eine steigende Gesamtleistung und somit einhergehend ein Ergebnis auf Vorjahresniveau zu erreichen sein wird. Für das Jahr 2025 wird mit einer weiterhin stabilen Leistung und leicht sinkendem Ergebnis gerechnet. Des Weiteren wird eine, vom stichtagsbezogenen sehr hohen Niveau aus, sinkende Liquidität erwartet.

Zusammenfassend erwartet die Geschäftsführung, dass sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in den nächsten beiden Jahren weiterhin stabil darstellen wird.

 

Haren (Ems), den 27.05.2024

Dr. Gerhard Knoll

Nikolai Altrogge

Frank Kampen

Alexander Thomas

i https://www.netzentwicklungsplan.de/nep-aktuell/netzentwicklungsplan-20372045-2024
ii Umsatzerlöse + Bestandsveränderungen + aktivierte Eigenleistung
iii Die Differenz zwischen der operativen Gesamtbauleistung und der handelsrechtlichen Bauleistung ist durch nicht in der handelsrechtlichen Bauleistung enthaltenen Bauleistungen begründet, die in Arbeitsgemeinschaften erbracht werden.
iv (Kapitalanteile und Rücklagen zuzüglich Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern)
v wobei bereits im ersten Quartal 2024 erneut signifikante Auftragseingänge erzielt werden konnten

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Knoll GmbH & Co. KG

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Knoll GmbH & Co. KG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Knoll GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Oldenburg, den 27. Mai 2024

Treuhand Weser-Ems GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Witte, Wirtschaftsprüfer

Reichelt, Wirtschaftsprüfer

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