Stammdaten

Register
Amtsgericht Koblenz HRB 22615
Vorher
SIDROGA GmbHSIDROGA Gesellschaft für Gesundheitsprodukte mbH
Eingetragen
8.12.1972
Branche
Herstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen ErzeugnissenHerstellung von pharmazeutischen GrundstoffenGroßhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Gegenstand
Geändert nunmehr: Gegenstand des Unternehmens sind die Herstellung bzw. Verarbeitung und der Vertrieb von pharmazeutischen und diätetischen Präparaten, Körperpflegemitteln, Schwarztee, Kräutertee, Arzneitee sowie von teezugehörigen bzw. ähnlichen Erzeugnissen. Dazu gehört auch die Unterstützung von anderen Firmen im Bereich Labor, Qualitätssicherung und Arzneimittel-Zulassungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Prokura
Martin Mandel
seit 29.5.2024
Prokura
Sebastian Werner
seit 7.3.2024
Geschäftsführer
Oriol Segarra Montaner
seit 15.12.2023
Prokura
Adrián Bullón Casals
seit 15.12.2023
Prokura
Prokura
Prokura
Jan Werner Roßbach
seit 15.12.2023
Prokura
Prokura
Prokura
Javier Salom Arroyo
seit 15.12.2023
Prokura
Prokura
Lluís-Marc Carpentier
seit 15.12.2023
Prokura
Prokura
Verena Sarah Ute Hardt
seit 15.12.2023
Prokura
Katrin Stephanie Halm
seit 15.12.2023
Prokura
Alexander Thome
seit 26.1.2017
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Uriach Switzerland AGCHE
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Uriach Switzerland AG
Switzerland
550000
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SIDROGA Gesellschaft für Gesundheitsprodukte mbH

Bad Ems

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die SIDROGA Gesellschaft für Gesundheitsprodukte mbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SIDROGA Gesellschaft für Gesundheitsprodukte mbH, Bad Ems - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SIDROGA Gesellschaft für Gesundheitsprodukte mbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Eschborn/Frankfurt am Main, 30. Oktober 2023

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hermann Mühleck, Wirtschaftsprüfer

Maurice Czekalla, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2022

AKTIVA

31.12.2021
EUR EUR EUR
A. ANLAGENVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.619.577,00 2.764.798,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 8.144.656,00 8.832.937,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 478.236,84
10.764.233,00 12.075.971,84
II. Sachanlagen
1. Gründstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.478.330,72 2.604.617,72
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.174.100,00 3.063.890,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.165.942,00 1.754.324,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 89.708,32
5.818.372,72 7.512.540,04
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 15.800.001,00 15.800.001,00
32.382.606,72 35.388.512,88
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.136.014,80 1.339.529,25
2. Unfertige Erzeugnisse 178.930,40 165.073,24
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 5.807.565,61 8.852.018,08
4. geleistete Anzahlungen 114.325,78 0,00
7.236.836,59 10.356.620,57
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.645.519,73 4.735.664,58
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.457.345,22 3.022.552,61
3. Forderungen gegen Gesellschaftern 5.084.405,37 0,00
4. sonstige Vermögensgegenstände davon aus Steuern: EUR 0,00 (Vj. EUR 0,00) 1.460.778,67 820.124,48
15.648.048,99 8.578.341,67
III. Guthaben bei Kreditinstituten 233.851,06 4.481.299,73
23.118.736,64 23.416.261,97
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 153.606,44 110.440,38
D. AKTIVER UNTERSCHIEDSBETRAG AUS DER VERMÖGENSVERRECHNUNG 92.021,00 94.252,00
55.746.970,80 59.009.467,23

PASSIVA

31.12.2021
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 281.210,53 281.210,53
II. Kapitalrücklage 2.000.000,00 2.000.000,00
III. Gewinnvortrag 1.214.173,17 3.538.735,60
IV. Jahresüberschuss (Vj.Jahresfehlbetrag) 611.219,86 -2.324.562,43
4.106.603,56 3.495.383,70
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.888.432,00 1.690.290,00
2. Steuerrückstellungen 0,00 271.000,00
3. Sonstige Rückstellungen 2.218.513,21 1.804.867,00
4.106.945,21 3.766.157,00
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.736.520,29 2.230.101,75
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 37.316.607,79 45.314.274,26
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 5.450.504,93 3.041.963,08
4. Sonstige Verbindlichkeiten 2.029.789,02 1.161.587,44
davon aus Steuern: EUR 339.477,75 (Vj. EUR 979.402,31)
47.533.422,03 51.747.926,53
55.746.970,80 59.009.467,23

Gewinn- und Verlustrechnung für 2022

2022 2021
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 42.042.650,59 33.588.557,05
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -345.121,05 -2.035.968,85
3. Sonstige betriebliche Erträge 6.217.930,44 3.929.908,91
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 20,44 (Vj. EUR 0,00)
47.915.459,98 35.482.497,11
4. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -15.384.549,59 -10.695.580,20
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -10.045.648,79 -8.557.954,10
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -2.361.252,95 -2.401.290,64
davon für Altersversorgung EUR 594.982,36 (Vj. EUR 571.445,27)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -3.841.813,02 -3.102.768,46
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -14.998.304,24 -12.854.308,45
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 529,00 (Vj. EUR 0,00)
-46.631.568,59 -37.611.901,85
8. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 1.244.164,44 1.588.413,79
9. Zinsen und ähnliche Erträge 376,11 0,00
davon aus verbundene Unternehmen: EUR 376,11 (Vj. EUR 0,00)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.769.094,91 -1.795.395,82
davon an verbundene Unternehmen: EUR 1.707.185,40 (Vj.EUR 1.638.427,89)
-524.554,36 -206.982,03
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -128.947,44 47.812,48
12. Ergebnis nach Steuern 630.389,59 -2.288.574,29
13. sonstige Steuern -19.169,73 -35.988,14
14. Jahresüberschuss (Vj. Jahresfehlbetrag) 611.219,86 -2.324.562,43

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

1. Allgemeine Hinweise

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in Verbindung mit den einschlägigen Vorschriften des GmbHG. Die Gesellschaft ist erstmals eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB, die Rechtsfolgen treten aber noch nicht ein, daher sind noch die Regelungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften zu beachten. Der Grundsatz der Stetigkeit in der Darstellung sowie in der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurde beachtet.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Mit Vertrag vom 23.12.2020 und mit Wirkung zum 02.02.2021 hat die Uriach Consumer Healthcare S.L., (Palau-solità i Plegamans, Barcelona, Spanien) 100% der Anteile der Sidroga AG (Rheinfelden, Schweiz), die wiederum 100% der Anteile an der Sidroga Gesellschaft für Gesundheitsprodukte mbH hält, erworben.

Die SIDROGA Gesellschaft für Gesundheitsprodukte mbH hat ihren Sitz in Bad Ems und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht in Koblenz (Reg. Nr. HRB 22615)

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibung vermindert.

Die aktivierten, entgeltlich erworbenen Firmenwerte werden über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben, da im Rahmen der langfristigen Unternehmensplanung von einem längeren Nutzenwert ausgegangen wird.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Zinsen für Fremdkapital gemäß § 255 Abs. 3 Satz 2 HGB werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebes, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB wurden nicht aktiviert. Geringwertige Anlagegüter von bis zu EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs sofort abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Für bestimmte Vorräte werden die Werte mithilfe zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren unter Beachtung des Niederstwertprinzips ermittelt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet ebenfalls unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips. Für die Bewertung wurde das FIFO-Prinzip angesetzt, welches der tatsächlich angewandten Verbrauchsreihenfolge entspricht. In den Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch notwendige und angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Für Verluste aus Liefer- und Abnahmeverpflichtungen sind in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Abschreibungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen.

Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Bilanzstichtag angesetzt, soweit sie Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Die handelsrechtliche Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Dabei wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit - PUC-Methode) angewandt. Nach Maßgabe der Vereinfachungsregel des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB wurde dabei eine pauschale Restlaufzeit (mittlere Duration) der Verpflichtungen von 15 Jahren unterstellt. Gemäß § 253 Abs. 2 Satz 4, 5 HGB wurde der Rechnungszins den von der Deutschen Bundesbank gem, den Vorschriften der Rückstellungsabzinsungsverordnung ermittelten und veröffentlichen Zinsinformationen entnommen. Des Weiteren erfolgte die Bewertung auf der Grundlage des Ausscheidemodells der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Für eigenständige statistische Auswertungen ist der vorhandene Bestand zu klein und es liegen keine Hinweise vor, dass der zu bewertende Bestand gegenüber den Richttafeln signifikant abweichende Sterbe-, Invalidisierungs oder Verheiratungswahrscheinlichkeiten aufweist. Aus demselben Grund wurden branchenübliche Standardwerte für die Fluktuationswahrscheinlichkeit unterstellt. Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB zu der bisherigen Berechnung entsprechend dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Jahren beträgt zum Stichtag EUR 96.189.

31.12.2022 31.12.2021
Abzinsungfaktor (Rechnungszins) 1,78% 1,87%
Gehaltstrend 3,00% 2,50%
Rententrend 2,25% 1,80%

Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizuliegenden Zeitwert bewertet und mit der korrespondierenden Rückstellung verrechnet.

Die Steuerrückstellungen beinhalten noch nicht veranlagte Steuern sowie voraussichtliche Steuerbelastungen. Sie sind ausreichend bemessen und nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit den notwendigen Erfüllungsbeträgen (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften und werden mit dem nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten und Preissteigerungen) angesetzt.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres in einem Anlagenspiegel dargestellt (siehe Anlage zum Anhang).

Beteiligungen der Gesellschaft

Es bestehen 100%ige Beteiligungen im Sinne des § 285 Nr. 11 HGB mit der

EMCUR Gesundheitsmittel aus Bad Ems GmbH, Bad Ems (Unmittelbare Beteiligung von 100%; Eigenkapital: EUR 25.564,59; Ergebnisabführungsvertrag, Jahresüberschuss EUR 1.244.164,44) *

* ungeprüfter Abschluss der Gesellschaft vom 31.12.2022

Vorräte

Die Vorräte in Höhe von TEUR 7.237 (Vj. TEUR 10.357) setzen sich im Wesentlichen aus fertigen Erzeugnissen und Waren zusammen. Im oben aufgeführten Betrag sind bereits die Abwertungen in Höhe von TEUR 1.007 (Vj. TEUR 949) berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände zum 31. Dezember 2022 betragen TEUR 15.648 (Vj. TEUR 8.578) und haben alle wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die hier enthaltenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 2.457 (Vj. TEUR 3.023) betreffen zum 31. Dezember 2022 im Wesentlichen das Verrechnungskonto mit dem Tochterunternehmen, der EMCUR Gesundheitsmittel aus Bad Ems GmbH. Zudem bestehen Forderungen ggü. Gesellschafter in Höhe von TEUR 5.084 (Vj TEUR 0), welche im Wesentlichen Nachbelastungen aus früheren Lieferungen umfassen.

Eigenkapital

Das Eigenkapital von TEUR 4.107 (Vj. TEUR 3.495) setzt sich zusammen aus dem Gezeichneten Kapital von TEUR 281 (Vj. TEUR 281), einer Kapitalrücklage von TEUR 2.000 (Vj. TEUR 2000), einem Gewinnvortrag von TEUR 1.214 (Vj. TEUR 3.539) und einem Jahresüberschuss von TEUR 611 (Vj. Jahresfehlbetrag TEUR- 2.325).

Pensionsrückstellungen

Zum Bilanzstichtag bestehen zwei getrennte Pensionsverpflichtungen mit zwei getrennt zugewiesenen Rückdeckungsversicherungen.

Pensionsrückstellungen ehemaliger Mitarbeiter

Gemäß § 246 Abs. 2 HGB werden die Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 1.904 mit den Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 15 miteinander verrechnet. Hierbei handelt es sich um Rückdeckungsversicherungen.

Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB für die erste Pensionsverpflichtung:

EUR Zum 31.12.2022
Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 14.372,00
Beizulegender Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände 15.314,00
Erfüllungsbetrag der Verpflichtung 1.903.746,00
Pensionsverpflichtung 1.888.432,00
Verrechnete Aufwendungen und Erträge 281.465,00

Es besteht ein ausschüttungsgesperrter Betrag gem. § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von EUR 82.927 (Vj. EUR 116.316).

Es besteht zudem ein ausschüttungsgesperrter Betrag gem. § 268 Abs. 8 HGB in Höhe von EUR 942 (Vj.EUR 903).

Zur Entsperrung stehen ein Gewinnvortrag und Jahresgewinn von EUR 1.825.393 zur Verfügung.

Pensionsrückstellung für frühere Organmitglieder und deren Hinterbliebenen

Es besteht eine Pensionsrückstellung für ein früheres Organmitglied in Höhe von TEUR 265. Gemäß § 246 Abs. 2 HGB wird die Pensionsverpflichtung mit dem Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 357 verrechnet. Hierbei handelt es sich um eine Rückdeckungsversicherung.

Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB für die zweite Pensionsverpflichtung:

EUR Zum 31.12.2022
Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 350.000,00
Beizulegender Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände 357.449,00
Erfüllungsbetrag der Verpflichtung 265.428,00
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 92.021,00
Verrechnete Aufwendungen und Erträge 2.231,00

Durch die Verrechnung der Pensionsrückstellung mit dem Deckungsvermögen ergibt sich ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in Höhe von EUR 92.021,00. Dieser wird dementsprechend auf der Aktivseite unter diesem Posten ausgewiesen.

Es besteht ein ausschüttungsgesperrter Betrag gem. § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von EUR 13.262 (Vj. EUR 21.265).

Es besteht ein weiterer ausschüttungsgesperrter Betrag gem. § 268 Abs. 8 HGB in Höhe von EUR 7.449 (Vj. EUR 1.376).

Zur Entsperrung stehen ein Gewinnvortrag und Jahresgewinn von EUR 1.825.393 zur Verfügung.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalrückstellungen (TEUR 1.127), Rückstellungen für Erlösschmälerungen (TEUR 340), Marketing- und Werbekosten (TEUR 457) Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 74) sowie Sonstige Rückstellungen (TEUR 170), darunter Rückstellungen für ausstehende Lieferantenrechnungen, Werbekostenzuschüsse und Rückgabeschäden aus PKW-Leasing.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Lediglich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Darlehen in Höhe von insgesamt TEUR 37.317 (Vj.TEUR 45.314) mit einer Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren (Vorjahr: Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahre). Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beinhalten die Verbindlichkeit gegenüber der SIDROGA AG und haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Diese betragen TEUR 5.450 und umfassen in Wesentlichen Cashpool-Verbindlichkeiten (Vj.TEUR 3.042).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr 2022 von TEUR 33.589 im Vorjahr um +25,2% auf TEUR 42.043 gestiegen. Sie gliedern sich wie folgt:

2022 2021
TEUR Anteil v. Gesamt TEUR Anteil v. Gesamt
Inland Dritte 26.503 63% 22.242 66%
Intercompany 6.576 16% 5.616 17%
Ausland Dritte 5.554 13% 3.394 10%
Intercompany 3.410 8% 2.337 7%
Gesamt 42.043 100% 33.589 100%

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Corona-Überbrückungshilfen in Höhe von TEUR 1.194 (Vj.TEUR 2.408) und Erträge aus dem Verzicht von Lizenzzahlungen in Höhe von TEUR 585 (Vj.TEUR 894). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind außergewöhnliche Erträge aus Transferpreis-Anpassungen in Höhe von TEUR 3.989 (Vj.TEUR 0) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremden Erträge in Höhe von TEUR 4.129 (Vj. TEUR 1) enthalten.

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden als größte Posten Lizenzaufwendungen mit TEUR 1.167 (Vj. TEUR 1.438), Kommissionierungsaufwendungen mit TEUR 1.662 (Vj. TEUR 1.693), Marketingaufwendungen mit TEUR 2.887 (Vj. TEUR 1.914), Werbekostenzuschüsse mit TEUR 1.312 (Vj. TEUR 1.131) sowie übrige Sonstige Aufwendungen für Drittleistungen mit TEUR 1.129 (Vj. TEUR 1.050) und Aufwendungen für IC-Dienstleistungen mit TEUR 1.496 (Vj. TEUR 895) aufgeführt.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind keine periodenfremden Aufwendungen in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 1) enthalten.

Es ergaben sich außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 839 (Vj.TEUR 0) auf geleistete Anzahlungen für immaterielle Vermögensgegenstände durch die frühzeitige Einstellung eines Projektes zur Implementierung eines neuen ERP-System zu Gunsten der Einführung einer konzerneinheitlichen Lösung.

Weitere außergewöhnliche Erträge oder Aufwendungen ergaben sich nicht.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Abzinsung in Höhe von TEUR 36 (Vj. TEUR 149) enthalten.

Latente Steuern

Zum 31. Dezember 2022 bestand zwischen dem handelsrechtlichen Wertansatz von sonstigen Rückstellungen und Pensionsrückstellungen sowie ihrem steuerlichen Wertansatz ein Überhang der aktiven latenten Differenzen. Der unternehmensindividuelle Steuersatz betrug 28,635 %. Vom Aktivierungswahlrecht gem. § 274 Abs.1 HGB wurde kein Gebrauch gemacht.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 129 (Vj. Ertrag von TEUR 318) umfassen periodenfremde Aufwendungen aus Gewerbesteuernachzahlungen von TEUR 129 (Vj. TEUR 271).

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen im Sinne des § 285 Nr. 3a HGB beläuft sich auf TEUR 35.148 (Vj. TEUR 29.330), darin sind Bestellobligo in Höhe von TEUR 7.914 enthalten, TEUR 413 entfallen auf verbundene Unternehmen.

Es handelt sich im Wesentlichen um Verpflichtungen aus Erbbau- und Lizenzverträgen mit Dauerschuldcharakter, die in den Folgejahren zu Aufwendungen führen, um Miet- und Leasingverpflichtungen, Verpflichtungen aus Wartungsverträgen (Software, Maschinen) sowie Dienstleistungen von verbundenen Unternehmen. Sinn und Zweck der Miet- und Leasingverhältnisse ist die Nutzung von Vermögensgegenständen, die nicht im wirtschaftlichen Eigentum der Gesellschaft stehen, aber von dieser für die Ausübung ihrer Geschäftstätigkeit benötigt werden. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt.

3. Sonstige Angaben

Gesellschafter

Die Sidroga AG, Rheinfelden, Schweiz, hält 100 % des gezeichneten Kapitals in Höhe von EUR 281.210,53.

Organe der Gesellschaft

Im Berichtsjahr gehörte der Geschäftsführung der SIDROGA Gesellschaft für Gesundheitsprodukte mbH an:

Marc Denker, Geschäftsführung Marketing und Vertrieb, Bornheim

Der Geschäftsführer ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Angaben zu den Bezügen der Geschäftsführung gem. § 285 Nr. 9 HGB unterbleiben gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

Konzernverhältnisse

Die Sidroga Gesellschaft für Gesundheitsprodukte mbH ist ein 100 %-iges Tochterunternehmen der Sidroga AG, Rheinfelden, Schweiz. Der gesamte Sidroga-Teilkonzern wird in den Konzernabschluss der Uriach Consumer Healthcare S.L., Palau-solità i Plegamans, Barcelona, Spanien, für den größten und kleinsten Konsolidierungskreis einbezogen. Der Konzernabschluss kann über die Webseite der Uriach Consumer Healthcare S.L. angefragt werden.

Nach § 293 Absatz 1 Nr.1 i.V.m. Absatz 4 HGB nimmt die Gesellschaft die Befreiungsvorschrift von der Aufstellung des Konzernabschlusses in Anspruch.

Mitarbeiter

Im Berichtsjahr 2022 waren durchschnittlich 155 Arbeitnehmer (Vj. 155) beschäftigt. Dabei handelt es sich um durchschnittlich 28 gewerbliche Arbeitnehmer (Vj.30) sowie 127 Angestellte (Vj.125). Auf Vollzeitbeschäftigte umgerechnet beträgt dies einen Durchschnitt von 139 (Vj.139) Arbeitnehmer. Zum Stichtag 31.12.2022 waren im Unternehmen 158 Arbeitnehmer (Vj.157) bzw.142 (Vj.142) Vollzeitbeschäftigte tätig.

Abschlussprüferhonorar

Das für das Geschäftsjahr 2022 von den Abschlussprüfern berechnete Honorar in Höhe von TEUR 121 betrifft in voller Höhe die Abschlussprüfung.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Gesellschaft schlägt vor, den Gewinnvortrag und Jahresüberschuss von insgesamt EUR 1.825.393,03 auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Nach Ablauf des Geschäftsjahres 2022 sind keine weiteren Ereignisse eingetreten, die eine besondere Bedeutung für die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft haben.

 

Bad Ems, den 30. Oktober 2023

SIDROGA Gesellschaft für Gesundheitsprodukte mbH

Geschäftsführung

Marc Denker

ANLAGESPIEGEL

SIDROGA Gesellschaft für Gesundheitsprodukte mbH, Bad Ems

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände EUR EUR EUR EUR EUR
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.484.233,87 18.963,13 0,00 4.679,40 3.507.876,40
2. Geschäfts- oder Firmenwert 10.326.459,86 0,00 0,00 0,00 10.326.459,86
3. Geleistete Anzahlungen 478.236,84 360.254,91 838.491,75 0,00 0,00
14.288.930,57 379.218,04 838.491,75 4.679,40 13.834.336,26
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.318.895,99 210.000,00 11.592,87 32.936,87 3.550.239,99
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.740.888,22 0,00 0,00 0,00 4.740.888,22
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.631.361,53 217.788,92 0,00 80.991,95 6.930.142,40
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 89.708,32 30.910,90 2.011,00 -118.608,22 0.00
14.780.854,06 458.699,82 13.603,87 -4.679,40 15.221.270,61
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 15.800.001,00 0,00 0,00 0,00 15.800.001,00
44.869.785,63 837.917,86 852.095,62 0,00 44.855.607,87
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände EUR EUR EUR EUR EUR
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 719.435,87 168.863,53 0,00 0,00 888.299,40
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.493.522,86 688.281,00 0,00 0,00 2.181.803,86
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 838.491,75 838.491,75 0,00 0,00
2.212.958,73 1.695.636,28 838.491,75 0,00 3.070.103,26
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 714.278,27 369.223,87 11.592,87 0,00 1.071.909,27
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.676.998,22 889.790,00 0,00 0,00 2.566.788,22
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.877.037,53 887.162,87 0,00 0,00 5.764.200,40
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
7.268.314,02 2.146.176,74 11.592,87 0,00 9.402.897,89
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
9.481.272,75 3.841.813,02 850.084,62 0,00 12.473.001,15
Buchwerte
31.12.2022 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände EUR EUR
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.619.577,00 2.764.798,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 8.144.656,00 8.832.937,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 478.236,84
10.764.233,00 12.075.971,84
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.478.330,72 2.604.617,72
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.174.100,00 3.063.890,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.165.942,00 1.754.324,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 89.708,32
5.818.372,72 7.512.540,04
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 15.800.001,00 15.800.001,00
32.382.606,72 35.388.512,88

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

Die SIDROGA Gesellschaft für Gesundheitsprodukte mbH (SIDROGA) ist ein mittelständisches Unternehmen mit Standort in Bad Ems, Deutschland.

SIDROGA vertreibt Arznei- und Gesundheitstees in der Schweiz, in Deutschland und in Österreich. Unter der Marke Sidroga werden über 60 Tee-Produkte zum Zweck der Therapie, aber auch schlicht zum Wohlfühlen angeboten.

Der Produktbereich SIDROGA definiert sich zum einen über die Arzneitees. Darüber hinaus hat sich die Produktpalette des Unternehmens durch Eigenentwicklungen im Bereich der pflanzlichen Gesundheitsmittel deutlich ausgeweitet. Weitere Over-thecounter (OTC)-Produkte natürlichen Ursprungs, die unter den Marken Aquilea und Valverde angeboten werden, runden das Portfolio ab.

Unter den Marken Emser und Nasanita vertreibt das Unternehmen in verschiedenen europäischen Ländern Arzneimittel und Medizinprodukte für die Atemwegstherapie. Bestandteil aller Emser Produkte ist der Mineralkomplex Natürliches Emser Salz. Dieser Wirkstoff, gewonnen aus einer Heilquelle in Bad Ems und nach aktuellem Pharmastandard vor Ort verarbeitet, begründet die Bekanntheit der Marke Emser seit nunmehr über 160 Jahren.

1.2 Ziele und Strategien

Im Jahr 2022 wurden die Wachstumsstrategie sowie die Reorganisation der Gesellschaft weiter vorangetrieben. Nachhaltiges Wachstum soll durch die Einführung neuer und diversifizierter Produkte in unseren Märkten zusammen mit unseren Bestandskunden erzielt werden. Unter Ausnutzung der vorhandenen Synergien beziehen wir zunehmend Produkte wie Aquilea und Valverde aus der Uriach Unternehmensgruppe in unsere Strategie ein. Wir konzentrieren uns dabei auf profitable Wachstumsfelder, die ein angemessenes Ergebnis und Cashflow ermöglichen können.

1.3 Forschung und Entwicklung

Neben dem Erwerb von Patenten und Zulassungen von Dritten werden im Rahmen der eigenen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten neue Produkte entwickelt und das Produktportfolio erweitert. Auch die höheren Anforderungen an klinische Bewertungen und die technische Dokumentation auch von schon bestehenden Produkten, die sich aus der EU-Verordnung zu Medizinprodukten (Medical Device Regulation, MDR) ergeben, werden von eigenen Mitarbeitern mit Unterstützung von externen Dienstleistern umgesetzt. Wesentliche Änderungen der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten ergeben sich gegenüber dem Vorjahr nicht. Wie im Vorjahr werden keine Entwicklungskosten aktiviert. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung liegen bei TEUR 429 (Vj. TEUR 368).

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Der Rückblick auf das Geschäftsjahr 2022 zeigt, dass die Weltwirtschaft und somit ebenfalls betroffen die bedeutendsten Absatz- und Beschaffungsregionen der SIDROGA, vor turbulenten Herausforderungen steht und diese die Wirtschaftstätigkeit gebremst haben. Eine hohe Inflation, eine Verschärfung der finanziellen Bedingungen in zahlreichen Regionen, Russlands Einmarsch in der Ukraine und die anhaltende Covid- 19-Pandemie belasten hier die Aussichten. In den Regionen Europa und USA hielt die positive Entwicklung der Wirtschaftsleistung an, bis Inflationssorgen in den USA und weitere pandemie-bedingte Verwerfungen in China Anfang 2022 den Anstieg des Bruttoinlandsproduktes verlangsamten. Insbesondere der Krieg in der Ukraine, seit Ende Februar 2022, und die damit verbundenen Sanktionen verschärften die Lieferkettenproblematik und führten zu stark steigenden Energiepreisen und damit zu Verwerfungen in der Wirtschaft. 1

Für das Gesamtjahr 2022 rechnen die Experten des Internationalen Währungsfonds (IWF) angesichts des negativen Trends in den ersten neun Monaten mit einem deutlich geringeren Anstieg der globalen Wirtschaftsleistung von 3,2 % gegenüber dem Vorjahr (Stand: Oktober 2022). Das wäre das schwächste Wachstum seit 2001, mit Ausnahme der globalen Finanzkrise und der akuten Phase der Covid-19-Pandemie. Die Abschwächung spiegelt im Wesentlichen die Entwicklung der größten Volkswirtschaften wider: ein geringes Wachstum des BIP in den USA und der Eurozone in der ersten Hälfte des Jahres 2022. 2

1 Internationaler Währungsfonds: Economic Outlook, Oktober 2022: World Economic Outlook, October 2022: Countering the Cost-of-Living Crisis (imf.org), S. xiii
2 Internationaler Währungsfonds: Economic Outlook, Oktober 2022: World Economic Outlook, October 2022: Countering the Cost-of-Living Crisis (imf.org), S. xvi

Von einer Entschleunigung des Wirtschaftswachstums wären sowohl die Industrienationen als auch Schwellen- und Entwicklungsländer betroffen. Im Jahr 2022 wird für die Industrienationen mit einer um 2,4 % höheren Wirtschaftsleistung gegenüber dem Vorjahr gerechnet, während das Wachstum in den Schwellen- und Entwicklungsländern mit 3,7 % im Vergleich dazu besser ausfallen würde. 3

2.2 Branchenentwicklung

Der globale Pharmamarkt verzeichnete im Jahr 2022 laut IQVIA (Stand: Oktober 2022) einen volumenbasierten Zuwachs von 3,0 % im Vergleich zum Vorjahr. Für den Zeitraum 2022 errechnet IQVIA auf dieser Basis eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 2,5 %. Mit Blick auf die regionale Entwicklung lässt sich eine Veränderung zum Vorjahr von 3,8 % in Europa, 2,6 % in Nordamerika sowie 1,9 % in Asien beobachten. Dies entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate der letzten fünf Jahre von 0,9 % für Europa, 0,4 % für Nordamerika und 2,8 % für Asien. Die Schwellenländer lagen mit einer Wachstumsrate von 4,9 % über der Wachstumsrate der Industrienationen, die im Schnitt einen Zuwachs von 1,5 % aufwiesen. Im Jahr 2022 lag das Wachstum in den Schwellenländern mit 5,2 % leicht über dem Fünfjahrestrend und in den Industrienationen bei 2,1 %. Im Subsegment der Generika sind die globalen Volumina im Jahr 2022 um 4,5 % angestiegen. Damit betrug für den Zeitraum von 2017 bis 2022 die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate 3,7 %. Im regionalen Vergleich lag das durchschnittliche jährliche Wachstum der letzten fünf Jahre bei 2,4 % für Europa, 2,4 % für Nordamerika sowie 4,0 % für Asien. Im regionalen Vergleich lagen die Schwellenländer in den letzten fünf Jahren bei durchschnittlich 6,7 % Wachstum pro Jahr, während das durchschnittliche jährliche Volumenwachstum in den entwickelten Märkten bei nur 3,1 % lag. Einer der strukturellen Wachstumstrends innerhalb der Pharmaindustrie ist die Entwicklung von biologischen Medikamenten, den sogenannten Biotech-Medikamenten. Diese Medikamente haben in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Dies lässt sich auch an der Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 erkennen. Seit 2017 ist der globale Umsatz mit Biotech-Medikamenten im Durchschnitt um fast 12 % pro Jahr gewachsen. Die USA sind nach wie vor der wesentlichste Markt für Biotech-Medikamente und repräsentieren rund zwei Drittel des globalen Umsatzes mit diesen Arzneimitteln. 4

3 Internationaler Währungsfonds: Economic Outlook, Oktober 2022: World Economic Outlook, October 2022: Countering the Cost-of-Living Crisis (imf.org), S. 2
4 IQVIA-Institute (vormals: Quintiles IMS), Oktober 2022,

3. Geschäftsverlauf

Unser Geschäftsumfeld ist grundsätzlich durch die saisonale Entwicklung von Erkältungserkrankungen beeinflusst, da viele Indikationen unserer Produkte auf Erkältungskrankheiten und Atemwegstherapie ausgerichtet sind. Der Ausbruch der weltweiten Pandemie durch den Virus "Sars-Cov-2" (Corona-Krise) beeinflusst den Markt allerdings seit Frühjahr 2020 bis Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres 2022 deutlich. Die Corona Schutzmaßnahmen in unseren Hauptmärkten Deutschland, Österreich und der Schweiz führten im ersten Quartal wieder zu einem deutlichen Rückgang der Nachfrage im Erkältungsmarkt nach den OTC-Produkten der Gesellschaft. Während des Lockdowns konnten die Außendienstmitarbeiter die Apotheken erneut nicht uneingeschränkt besuchen.

Ab dem zweiten Quartal 2022 hat sich die Umsatzsituation deutlich erholt und hat sich im weiteren Verlauf des Jahres im Vergleich zum Vorjahr auf deutlich höherem Niveau entwickelt. Nach der Urlaubszeit hat sich der Erkältungsmarkt ab dem Sommer bis zum Jahresende erneut deutlich stärker als im Durchschnitt der Vorjahre entwickelt. So konnte der deutliche Umsatzrückstand zum Vorjahr ab dem zweiten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres bis zum Jahresende überkompensiert werden. Vor dem Hintergrund der Corona-bedingt dynamischen Entwicklung im Erkältungsmarkt konnten die ursprünglichen Umsatzziele (Umsatzprognose aus 2021 EUR 37 - 40 Mio.) im Berichtsjahr 2022 mit EUR 42 Mio. übererfüllt werden.

Darauf aufbauend konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr auch das Niveau der geplanten Ertragsstärke (operatives EBITDA 4 - 6 % der Umsatzerlöse) mit 15 % übertroffen werden, was im Wesentlichen auf Einmaleffekte in den sonstigen betrieblichen Erträgen zurückzuführen ist.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

3.1 Ertragslage

Die finanziellen Steuerungsgrößen der Gesellschaft nach HGB sind die Umsatzerlöse und das operative Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA).

Im Berichtsjahr 2022 wurden vor dem Hintergrund der teilweise durch Corona geprägten Marktentwicklung Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 42.043 (Vj. TEUR 33.589) erzielt. Die Umsatzentwicklung wurde im Abschnitt Geschäftsverlauf erläutert. Von den Umsatzerlösen wurden an Dritte TEUR 26.503 (Vj. TEUR 22.242) im Inland und TEUR 5.554 (Vj. TEUR 3.394) in das Ausland sowie TEUR 9.986 (Vj. TEUR 7.953) mit verbundenen Unternehmen fakturiert. Von den Umsatzerlösen erzielte die Marke EMSER (Salzprodukte, Glycerol und Sonstige) rund 61,5%, die Marke Sidroga (Teeprodukte und Phyto) rund 36,9% und 1,6% die Marke Uriach.

Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse, Bestandsveränderung und sonstige betriebliche Erträge) ist wie der Umsatz von TEUR 35.482 im Vorjahr auf TEUR 47.915 im Berichtsjahr gestiegen. Der erneuten Verminderung des Bestands an fertigen Erzeugnissen und unfertigen Erzeugnissen TEUR -345 (Vj. TEUR -2.036) stehen wie im Vorjahr durch Corona-Fördermaßnahmen und darüber hinaus Nachbelastungen gegenüber der Muttergesellschaft erhöhte sonstige betriebliche Erträge von TEUR 6.218 (Vj. TEUR 3.930) gegenüber.

Die Materialaufwandsquote inklusive des Effektes aus der Bestandsveränderung von fertigen und unfertigen Erzeugnissen bezogen auf den Umsatz lag im Berichtsjahr bei 37% und damit etwas über dem Vorjahresniveau von 34%. Die Personalaufwand betrug im Berichtsjahr TEUR 12.407 nach TEUR 10.959 im Vorjahr. Der Erhöhung resultierte zum einen aus Tariferhöhungen und dem Aufbau des Mitarbeiterstandes, darüber hinaus wurden im Vorjahr Corona-bedingt von staatlichen Kurzarbeitergeld- Regelungen Gebrauch gemacht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen wurden nach dem Sparkurs im Vorjahr von TEUR 12.854 auf TEUR 14.998 erhöht. Neben Kostensteigerung im Rahmen der steigenden Inflation wurden insbesondere die Ausgaben für Reise- und Fortbildungskosten sowie Marketingkosten erhöht.

Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen zzgl. dem Ertrag/Aufwand aus Ergebnisabführungsverträgen) hat sich von TEUR 2.562 im Vorjahr deutlich auf TEUR 6.370 erhöht. Neben der guten Geschäftsentwicklung haben Nachbelastungen gegenüber der Muttergesellschaft aus Warenverkäufen in der Vergangenheit dazu beigetragen. Wie im Vorjahr waren erneut materielle Wertberichtigungen der Bestände an Fertigwaren im Zusammenhang mit Covid 19 zu berücksichtigen.

Nach dem Beschluss, die begonnene Einführung des neuen ERP-Systems zu Gunsten der Einführung einer konzerneinheitlichen Lösung zu verzichten, wurden Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 838 im Bereich der geleisteten Anzahlungen auf immateriellen Vermögensgegenstände nötig. Die Abschreibungen liegen in der Folge mit TEUR 3.842 über dem Vorjahresniveau (Vj. TEUR -3.103). Die geleisteten Anzahlungen für das nicht abgeschlossene ERP-System wurden infolgedessen als Abgang erfasst. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Gesellschafterdarlehen und sind von TEUR 1.795 um TEUR 26 auf TEUR 1.769 gesunken.

Nach dem Steuerertrag im Vorjahr in Höhe von TEUR 48 wurde eine moderate, periodenfremde Steuerbelastung von TEUR -129 ausgewiesen.

Im Geschäftsjahr ergibt sich somit ein Jahresergebnis in Höhe von TEUR 611 nach TEUR -2.325 im Vorjahr.

3.2 Finanz- und Vermögenslage

Der Wert des Anlagevermögens hat sich von TEUR 35.389 im Vorjahr durch die planmäßigen Abschreibungen, ein durch die Corona Krise bedingt vorsichtiges Investitionsverhalten sowie Wertberichtigungen im Bereich der geleisteten Anzahlungen auf immateriellen Vermögensgegenstände auf TEUR 32.383 reduziert.

Die Vorräte betragen zum 31.12.2022 TEUR 7.237, nach TEUR 10.357 im Vorjahr. Durch den Corona- bedingten Einbruch der Nachfrage war das Vorratsvermögen in den Vorjahren deutlich über den Zielwerten und konnte im Berichtsjahr planmäßig reduziert werden. Darüber hinaus hat die deutlich gestiegene Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte zu einem weiteren Abschmelzen des Vorratsvermögens geführt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen nach einer guten Entwicklung des Absatzes im Dezember zum Abschlussstichtag TEUR 6.646 nach TEUR 4.736 im Vorjahr.

Der operative Cashflow liegt bei TEUR 7.527 (Vj.TEUR 4.918). Dieser und Teile der liquiden Mittel wurden für die Tilgung von Gesellschafterdarlehen sowie Zinszahlungen und Tilgungen an die Konzernobergesellschaft verwendet. Darüber hinaus wurden Teile der Liquidität in den Cashpool der Muttergesellschaft eingezahlt. Daher wurden die liquiden Mittel bei Kreditinstituten im Berichtsjahr von TEUR 4.481 im Vorjahr auf TEUR 234 im Berichtsjahr deutlich reduziert. Dabei war die Finanzierung der Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr ausreichend durch Kreditlinien der Muttergesellschaft und finanzielle Mittel von deren Gesellschaftern abgesichert. Die Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr somit in der Lage, ihren fälligen Verpflichtungen jederzeit nachzukommen.

Das Eigenkapital konnte durch die gute Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr auf TEUR 4.107 erhöht werden (Vj. TEUR 3.495) und bildet weiterhin eine stabile Basis. Die Eigenkapitalquote liegt damit bei 7,4% (Vj. 5,9%).

Die Rückstellungen sind mit TEUR 4.107 leicht über dem Niveau des Vorjahres (TEUR 3.766). Diese setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen mit TEUR 1.888 (Vj. TEUR 1.690) und sonstige Rückstellungen zusammen mit TEUR 2.219 (Vj. TEUR 1.805). Die sonstigen Rückstellungen beinhalten vor allem Rückstellungen für personal bezogene Themen im Bereich Boni, Urlaub und Mehrarbeit von TEUR 1.127 (Vj TEUR 1.165), für Erlösschmälerungen und Rücksendungen mit TEUR 340 (Vj TEUR 296) und Rückstellungen für Marketing- und Werbekosten mit TEUR 457 (Vj TEUR 0).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich von TEUR 2.230 im Vorjahr leicht auf TEUR 2.737 erhöht. Die Verbindlichkeiten lauten auf EUR, sind nicht verzinslich und größtenteils innerhalb von 30 Tagen fällig. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und gegenüber Gesellschaftern liegen mit TEUR 42.767 leicht unter Vorjahresniveau (TEUR 48.356) und enthalten fast ausschließlich Darlehen gegenüber den verbundenen Unternehmen.

Die Bilanzsumme liegt mit TEUR 55.747 aufgrund der Umschichtungen im Bereich Cashpool sowie durch die Rückzahlung konzerninterner Darlehen deutlich unter dem Vorjahresniveau in Höhe von TEUR 59.009.

Insgesamt ist die Geschäftsentwicklung oberhalb der Erwartungen verlaufen, was im Wesentlichen auf die gute Marktentwicklung im zweiten Halbjahr nach der Rückführung der Corona-Maßnahmen im ersten Halbjahr 2022 zurückzuführen ist. Neben der guten Geschäftsentwicklung haben Nachbelastungen gegenüber der Muttergesellschaft aus Warenverkäufen in der Vergangenheit zum Erfolg beigetragen.

4. Nachtragsbericht

Zu Ereignissen nach Ablauf des Geschäftsjahres 2022, die eine besondere Bedeutung für die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft haben, verweisen wir auf den Nachtragsbericht im Anhang.

5. Risiko- und Chancenbericht

5.1 Chancenbericht für 2023

Auf Basis unserer Wachstumsstrategie eröffnen sich der Gesellschaft mittelbar über ihre Beteiligungen Chancen für die zukünftige Geschäftsentwicklung. Darüber hinaus ergeben sich vielfältige Möglichkeiten im Rahmen der Eingliederung in die Uriach Unternehmensgruppe, die zum 02.02.2021 alle Anteile an der SIDROGA übernommen hat. Neben der Nutzung von Finanzierungsspielräumen und Synergie- Potenzialen im Rahmen der Produkt- und Markterweiterung werden Chancen in Bezug auf internationale Vertriebskanäle erschlossen, die sich aus der Zusammenarbeit mit dem neuen Gesellschafter der SIDROGA ergeben. Um diese Chancen nutzen zu können, wird die Organisation im Geschäftsjahr 2023 weiter fokussiert.

5.2 Risikobericht für 2023

Ziel der SIDROGA ist es, unseren Endverbrauchern Arzneimittel, Medizinprodukte und gesunde Lebensmittel von herausragender Qualität zur Verfügung zu stellen. Die betrieblichen Prozesse und die Aufmerksamkeit der Geschäftsleitung sind konsequent auf unsere Kunden ausgerichtet. Nur so lässt sich eine hohe und dauerhafte Kundenzufriedenheit sicherstellen.

Die unternehmerische Tätigkeit der SIDROGA ist mit branchenüblichen Risiken verbunden, die entweder aus den Geschäftsaktivitäten selbst entstehen oder als Rahmenbedingungen auf das Unternehmen einwirken. Das bewusste Eingehen kalkulierbarer Risiken und die konsequente Nutzung der damit verbundenen Chancen stellt die Grundlage jedes unternehmerischen Erfolges dar. Die Geschäftsführung ist sich bewusst, dass diese Risiken die Geschäftsentwicklung negativ beeinflussen und den Fortbestand der Unternehmensgruppe gefährden können. Derzeit ist der Geschäftsleitung kein hinreichend konkretes Risiko bekannt, das den Fortbestand des Unternehmens oder seiner Tochtergesellschaften gefährdet.

Durch ein Risikomanagement und eine intensive hausinterne Kommunikation zu allen Geschäftsaktivitäten und den Rahmenbedingungen im Markt sollen Risiken rechtzeitig erkannt, ihre Ursachen analysiert, ihre möglichen Auswirkungen bewertet sowie Maßnahmen zu ihrer Vermeidung oder Minimierung eingeleitet werden. Die hausinterne Kommunikation mit Blick auf die Rahmenbedingungen der Gesellschaft wird durch eine intensive Kommunikation mit unseren Kunden, Lieferanten, Partnern und Marktbegleitern ergänzt.

Wir machen keine Geschäfte mit Kunden, deren Zahlungsfähigkeit in Frage gestellt ist. Allgemeine betriebliche Risiken sind durch Versicherungsverträge wirtschaftlich sinnvoll abgedeckt.

Nachfolgend werden die wesentlichen Risiken näher erläutert:

Markt- und Auftragsrisiken

Unser Geschäftsumfeld wird grundsätzlich durch die saisonale Entwicklung von Erkältungserkrankungen beeinflusst. Der Ausbruch der weltweiten Pandemie durch den Virus "Sars-Cov-2" (Corona-Krise) im Frühjahr 2020 beeinflusst den Markt und unser Geschäftsmodell allerdings deutlich. Die "harten Lockdowns" in der DACH-Region in den beiden vergangenen Jahren hat zu deutlichen Nachfragerückgängen geführt. Die deutlich gestiegene Volatilität im Markt zieht weiterhin viel Managementaufmerksamkeit auf sich und erhöht die Anforderungen an das Controlling und die Planung.

Lieferantenrisiken

Bei der Beschaffung von Rohmaterialien und Dienstleistungen bedienen wir uns bei externen Lieferanten. Durch eine sorgfältige Auswahl unserer Lieferanten und regelmäßige Kontrollen der gelieferten Waren und Dienstleistungen beschränken wir die Risiken mit Blick auf Liefertreue, vereinbarte Menge und Qualität. In diesem Zusammenhang kann es durch die hohen SIDROGA-Qualitätsstandards bei einzelnen Kräutern oder Zukaufprodukten zu Lieferengpässen kommen. Dem wird durch eine gezielte Bevorratung Rechnung getragen. Kostenrisiken begegnen wir durch einen Marktvergleich und die Vermeidung von Abhängigkeit.

Im Rahmen der Veränderungen der politischen Rahmenbedingungen durch die Störungen der weltweiten Lieferketten, dem Krieg in der Ukraine sowie den Risiken aus der hohen Inflation beschäftigen wir uns intensiv mit der Sicherstellung unserer Lieferketten sowie den Möglichkeiten, mit den Kostenerhöhungen im Rahmen der gegenwärtigen Inflation sinnvoll umzugehen.

Finanzrisiken

Risiken aufgrund von Forderungsausfällen bestanden bisher nur in einem geringen Maße. Dennoch ist nicht auszuschließen, dass einzelne Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Einzelwertberichtigungen sowie Pauschalwertberichtigungen und eine ständige Analyse der Altersstrukturliste tragen diesem Risiko Rechnung. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement.

Die Finanzierung der Gesellschaft ist durch den eigenen stabilen Cashflow und die Einbindung in den Cashpool der Uriach Unternehmensgruppe ab 2022 im Rahmen der neuen Gesellschafterstruktur ausreichend abgesichert. Zinsrisiken bestehen somit ausschließlich im Innenverhältnis zu der Uriach Consumer Healthcare S.L., die mittelbar 100% der Anteile der SIDROGA hält.

Personalrisiken

Der Wettbewerb um qualifiziertes Personal hat auch im vergangenen Berichtsjahr erneut spürbar zugenommen. Unser zukünftiger Erfolg hängt unter anderem davon ab, inwieweit es uns gelingt, geeignetes Fachpersonal einzustellen, zu entwickeln und dauerhaft an das Unternehmen zu binden. Bei Bedarf wird auf vielfältige Maßnahmen zur Personalgewinnung und -entwicklung zurückgegriffen. So konnten in der Vergangenheit vakante Positionen stets zeitnah besetzt werden. Darüber hinaus werden benötigte Ressourcen durch Zeitarbeit und Interims-Personal beschafft.

Zusammenfassung der Chancen und Risiken

Im vergangenen Jahr haben die Covid-19 Pandemie sowie die angespannten Lieferketten zu temporären Verlusten geführt, die durch die gute Geschäftsentwicklung in der zweiten Jahreshälfte kompensiert werden konnten. Nach der Übernahme der Gesellschaft durch die Uriach Unternehmensgruppe im Jahr 2021 erfolgte im gleichen Jahr eine Kapitalerhöhung in Höhe von EUR 2 Mio. Durch die Einbindung in die Finanzierungsstruktur und den Cashpool der Unternehmensgruppe im Geschäftsjahr 2022 ist die finanzielle Stabilität der SIDROGA sichergestellt. Hinsichtlich dieser Maßnahmen liegen aktuell keine Hinweise auf weitere Risiken vor, die einen bestandsgefährdenden Einfluss haben könnten.

Insgesamt ergibt sich in der SIDROGA ein ausgewogenes Bild aus Chancen im Bereich der strategischen Ausrichtung auf Markttrends sowie beherrschbaren Geschäftsrisiken auf Basis des Bekanntheitsgrades der Marken "Emser" und "Sidroga", der Distribution in den Apotheken und einer Verbundenheit mit unseren Kunden. Neben dem Einfluss der saisonalen Entwicklung von Erkältungserkrankungen auf unsere Geschäftstätigkeit und den Einflüssen der Covid-19 Pandemie auf unser Geschäftsmodell, ist die Beschaffung der Rohstoffe in der geforderten Qualität und Menge zu vertretbaren Preisen, aus Sicht der Geschäftsleitung das wesentliche Risiko. Dem treten wir durch sorgfältige Lieferantenauswahl und Bevorratung entgegen. Um zudem von der Entwicklung saisonaler Erkrankungen unabhängiger zu werden, wird die Produktpalette mit Unterstützung durch die neue Gesellschafterstruktur ausgebaut. Durch geeignete Maßnahmen zur Personalgewinnung und -entwicklung stellt das Unternehmen sicher, stets in adäquater Weise qualifizierte Mitarbeiter vorzuhalten. Neben Ausfällen von Kundenforderungen, die durch unser Debitorenmanagement minimiert werden, bestehen aufgrund der Einbindung in eine Konzernstruktur keine wesentlichen finanziellen Risiken.

5.3 Prognosebericht

Das Produktportfolio der SIDROGA wird auch im Jahr 2023 im Wesentlichen aus Over-the-counter (OTC)-Produkten bestehen. Der OTC-Erkältungsmarkt ist in den letzten Jahren vor der Corona-Krise kontinuierlich gewachsen und hat sich nach der Einstellung von Schutzmaßnahmen im zweiten Halbjahr 2022 positiv entwickelt. Der Start in das Jahr 2023 hat sich ebenfalls erfreulich entwickelt und für die zweite Jahreshälfte erwarten wir eine weitere Markterholung und insgesamt ein mindestens gleichbleibendes Geschäftsvolumen wie im abgelaufenen Berichtsjahr. Unser Ziel für das Jahr 2023 ist es, unsere Position in den Kernmärkten, nicht zuletzt mit Hilfe der neuen Gesellschafterstruktur erneut zu stärken, was unter anderem mit der Platzierung von neuen Produkten und Darreichungsformen erreicht werden soll.

Unter der Annahme, dass sich die gesamtwirtschaftliche Entwicklung wie von Expertenseite eingeschätzt entwickeln wird und unter Berücksichtigung der dargestellten Chancen und Risiken ist für das Jahr 2023 eine moderate Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr zu erwarten. Dabei wird im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von rund 8 - 10 % angenommen. In den Folgejahren werden strukturelle Optimierungen, wie beispielsweise im Bereich des konzernweiten ERP-Systems helfen, die gestiegenen Anforderungen im Rahmen unserer Geschäftsprozesse angemessen zu erfüllen.

Diese in die Zukunft des Unternehmens gerichteten Maßnahmen sollen in Hinblick auf die damit verbundenen Kosten mit Augenmaß angelegt werden und dazu beitragen, die Ertragsstärke des Unternehmens nachhaltig zu sichern. Die Gesellschaft plant für das Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz von EUR 45 - 46 Mio. und ein operatives EBITDA von 4 - 6 % der Umsatzerlöse zu erzielen. Zukunftsgerichtete Aussagen und Prognosen des Lageberichtes basieren auf den gegenwärtigen Einschätzungen der Geschäftsleitung sowie den derzeit verfügbaren Informationen.

 

Bad Ems, den 30. Oktober 2023

SIDROGA Gesellschaft für Gesundheitsprodukte mbH

Geschäftsführung

Marc Denker

Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2022

In der Gesellschafterversammlung vom 31. Dezember 2023 wurde der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 festgestellt. Der Jahresüberschuss in Höhe von EUR 611.219,86 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Bad Ems, den 31. Dezember 2023

gez. Sebastian Werner, Geschäftsführer

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