Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 124899
Eingetragen
30.3.1999
Branche
Herstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebHerstellung von Sägen und von Maschinenwerkzeugen für die HolzbearbeitungHerstellung von Prüfmaschinen
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von Maschinen, Werkzeugen und Instrumenten aller Art, insbesondere von Dentalinstrumenten und Erzeugnissen der Feinmechanik, Erwerb und Verwertung von Patenten und sonstigen gewerblichen Schutzrechten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Andrea Huth
seit 3.12.2025
Prokura
Petra Altmann-Peichl
seit 3.12.2025
Prokura
René Albrecht
seit 19.9.2024
Geschäftsführer
Volker Wagner
seit 24.5.2002
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Dentsply Dental B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
DeguDent GmbH
Germany
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

VDW GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Grundlagen des Unternehmens

Die VDW GmbH, München, (VDW GmbH) ist ein Unternehmen der Dentsply Sirona-Gruppe. Die Muttergesellschaft, die Dentsply Sirona Inc., Charlotte, NC, USA ist unter dem Ticker-Symbol XRAY an der NASDAQ gelistet.

Dentsply Sirona bestimmt als international führender Hersteller von dentalen Ausstattungsgütern wesentlich die technologischen und praxiswirtschaftlichen Standards der Zahnbehandlung. Dentsply Sirona-Produkte sind in allen Behandlungs- und Tätigkeitsfeldern der modernen Zahnarztpraxis zu Hause.

VDW produziert und vertreibt am Standort München Produkte für den Dentalfachbereich Endodontie (Wurzelkanalbehandlungen). Produktion und Vertrieb erfolgen u.a. für die Marken VDW, RECIPROC, RECIPROC blue, ANTAEOS, BEUTELROCK, Zipperer, RAYPEX, Flexmaster, Mtwo, EDDY, VDW.ROTATE, VDW.GOLD sowie Handelsmarken für den zahnmedizinischen Bereich.

Der Vertrieb erfolgt weltweit ausschließlich an Händler über die zur Dentsply Sirona Gruppe gehörenden RCO ́s / CCO ́s (Regional Country Organisation / Country Commercial Organisation).

Den Schwerpunkt unseres Produktportfolios bilden Instrumente aus Edelstahl sowie aus Nickel-Titan. Darüber hinaus wird das endondontische Produktsortiment durch Handelsware und zahnmedizinische Antriebssysteme ergänzt.

Der grundsätzliche Fokus der VDW GmbH liegt nach wie vor ausschließlich auf dem Dentalfachbereich der Endodontie, worin die VDW die besondere Stärke durch diesen Schwerpunkt sieht. Der klare Fokus, unsere hochwertigen Produkte und Serviceleistungen sowie die Erfahrung aus über 150 Jahren Endo-Spezialisierung bilden die Basis für das weitere Bestreben nach Wachstum und Erfolg im Dentalmarkt.

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Entwicklung in der Dentalbranche war im Geschäftsjahr 2023 geprägt durch:

Die mittel- bis langristige gute Nachfrage nach Produkten, die Best-in-class Lösungen zur Verbesserung des Workflows und zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit der Praxis oder des Labors anbieten.

Eine verstärkte ästhetische Bestimmung der Zahnmedizin, Bereitschaft zur Zuzahlung über die Kassenleistungen hinaus, Biokompatibilität und Minimalinvasivität.

Die weltweite Wettbewerbssituation ist weiterhin überwiegend geprägt durch eine Vielzahl von mittelständischen Anbietern, die auf einzelne Produktgruppen spezialisiert sind.

Darüber hinaus war das makroökonomische Umfeld beeinflusst von Materialpreisverteuerungen, Lieferengpässen und gestiegenen Energiekosten u.a. infolge des Russland-Ukraine-Krieges.

Geschäftsverlauf

Für die Beurteilung der Unternehmensentwicklung und als Unterstützung für die Geschäftsleitung werden bei der VDW GmbH die nach US-GAAP ermittelten Umsatzerlöse und die produzierten Stückzahlen der endodontischen Stahlfeile, als bedeutsamste Leistungsindikatoren betrachtet. Die produzierten Stückzahlen der endodontischen Stahlfeile stellen die Bedeutung der VDW GmbH in der Konzernstruktur besser dar. Unterjährig überwacht das Management den Geschäftsverlauf nach den vorlegenden US-GAAP Planzahlen. Für den Jahresabschluss wird eine Überleitung zu HGB Werten erstellt.

Für das Geschäftsjahr wurde eine Stagnierung bis eine leichte Steigerung des Umsatzes und eine leichte Steigerung des Ergebnisses nach Steuern und vor Ergebnisabführung gegenüber dem Vorjahr erwartet. Tatsächlich sanken die Umsatzerlöse nach US-GAAP im Vergleich zum Vorjahr um 2,4%, womit die im Vorjahr prognostizierte Umsatzerwartung nicht eingetreten ist. Es wird auch auf den Abschnitt "Prognose-Ist Vergleich" verwiesen. Der Gesamtumsatz nach HGB ist um 2,6% zurückgegangen.

Die produzierten Stückzahlen der endodontischen Stahlfeile entwickelten sich vergleichbar und sanken um 8,2% auf rd. 45.600 Tsd. Stück gegenüber unserer Planung von rd. 49.700 Tsd. Stück.

Das Ergebnis nach Steuern beträgt € 12,7 Mio. nach € 17,7 Mio. im Vorjahr. Bezogen auf die Umsatzerlöse bedeutet dies eine Reduzierung von 16,3% im Vorjahr auf 12,0% im aktuellen Geschäftsjahr. Somit hat sich in Bezug auf das Ergebnis nach Steuern die im Vorjahr prognostizierte Steigerung als nichtzutreffend herausgestellt.

Das Geschäftsjahr 2023 verlief gegenüber unseren ursprünglichen Erwartungen nicht zufriedenstellend und wir konnten im zweiten Halbjahr eine globale Abschwächung des Bedarfs feststellen. Darüber hinaus wurde das Motorengeschäft der VDW auf einen anderen Standort der Dentsply Sirona-Gruppe verlagert. Die Produktion war im ersten Halbjahr gut ausgelastet, jedoch bekamen wir im zweiten Halbjahr den rückläufigen Auftragseingang zu spüren und die Produktion wurde entsprechend angepasst.

Ertragslage

Im Geschäftsjahr erzielte die VDW GmbH einen Umsatz in Höhe von € 105,6 Mio. (Vorjahr € 108,6 Mio.). Gegenüber dem Vorjahr 2022 bedeutet das einen Rückgang von 2,6% oder € 3,0 Mio. Wir verweisen hierzu auf den Berichtsabschnitt "Prognose-Ist Vergleich".

Die Reduzierung der sonstigen betrieblichen Erträge sind auf die Erträge aus Währungsumrechnung € 0,3 Mio. (Vorjahr € 1,5 Mio.) und Erträge aus Auflösung von Rückstellungen € 0,0 Mio. (Vorjahr € 0,9 Mio.) zurückzuführen.

Der Materialaufwand hat sich mit 46,9% zum Umsatz gegenüber der Vorperiode reduziert (Vorjahr 48,1%). Diese Veränderung resultiert im Wesentlichen aus der Reduzierung der Einkaufspreise der Nickel-Titan Feile von anderen Konzerngesellschaften.

Der Personalaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr auf € 14,9 Mio. (Vorjahr € 14,3 Mio.) erhöht. Grund hierfür sind Restrukturierungskosten in Höhe von € 0,7 Mio. aufgrund der vom Vorstand im Januar 2023 angekündigten Restrukturierungsmaßnahmen. Die Personalaufwandsquote hat sich mit 14,2% zum Umsatz gegenüber der Vorperiode leicht erhöht (Vorjahr 13,2%).

Die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind auf höhere Belastungen von verbundenen Unternehmen in Höhe von € 16,6 Mio. (Vorjahr € 11,6 Mio.) zurückzuführen, da sich ein der Dienstleistungsumfang eines Service Agreements mit der Dentsply Sirona Deutschland GmbH deutlich erhöht hat. Zudem ist der Anstieg auf Miet- und Gebäudekosten von € 1,3 Mio. (Vorjahr € 1,1 Mio.) und Reparaturen und Instandhaltungskosten von € 0,7 Mio. (Vorjahr € 0,3 Mio.) zurückzuführen.

Insgesamt wurde im Geschäftsjahr ein Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung in Höhe von € 12,7 Mio. (Vorjahr € 17,7 Mio.) erwirtschaftet.

Vermögens- und Finanzlage

In der nachfolgenden Tabelle sind die wesentlichen Bilanzrelationen dargestellt.

Vermögenslage zum 31.12.2023 (Vergleich zum 31.12.2022)

Anlagevermögen 5,4% (7,6%) Eigenkapital 27,8% (36,1%)
Umlaufvermögen einschließlich RAP 94,6% (92,4%) Fremdkapital einschließlich RAP 72,2% (63,9%)

Die Bilanzstruktur der VDW GmbH hat sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt verändert:

Die Immateriellen Vermögensgegenstände haben sich aufgrund der Abschreibung reduziert.

Beim Sachanlagevermögen standen den Zugängen in Höhe von € 0,6 Mio., die im Wesentlichen Investitionen in diverse Betriebs- und Geschäftsausstattungen bzw. Maschinenerweiterungen betrafen, planmäßige Abschreibungen von € 0,9 Mio. gegenüber.

Das Umlaufvermögen erhöhte sich um € 20,7 Mio. auf € 83,8 Mio., im Wesentlichen bedingt durch die Erhöhung der Forderungen aus dem Cash Pooling in Höhe von € 28,6 Mio. bei einer gleichzeitigen Reduzierung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um € 6,7 Mio. und die Reduzierung Fertiger Erzeugnisse und Waren um € 2,7 Mio., die auf die niedrigeren Umsatzerlöse und die Reduzierung der Vorräte zurückzuführen ist.

Die Rückstellungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um € 2,1 Mio. auf € 8,1 Mio., im Wesentlichen bedingt durch eine Bildung der Rückstellungen für Abnahmeverpflichtung in Höhe von € 1,4 Mio. und der Rückstellungen für die künftige Restrukturierungskosten in Höhe von € 0,7 Mio.

Die Verbindlichkeiten haben sich auf € 56,0 Mio. erhöht, im Wesentlichen bedingt durch eine Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von € 19,0 Mio. Der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist u.a. auf das noch nicht abgeführte Vorjahresergebnis zurückzuführen.

Die Vermögenslage der VDW GmbH ist durch das langfristig gebundene Anlagevermögen von € 4,8 Mio., die für die Produktion und den Handel mit endodontischen Produkten erforderlichen Vorräte in Höhe von € 11,3 Mio. und Forderungen gegen Dritte von € 10,8 Mio. geprägt. Unsere Vorräte haben eine durchschnittliche Reichweite von 82,1 Tagen gegenüber 93,5 Tagen im Vorjahr. Unsere Forderungen werden durchschnittlich 45,1 Tage (Vorjahr 45,5 Tage) nach Rechnungsstellung bezahlt.

Die Gesellschaft hat ihre operative Geschäftstätigkeit und ihre Investitionen im Wesentlichen aus eigener Kraft finanziert. Der Netcashflow für das Geschäftsjahr 2023 betrug € 28,6 Mio.

Prognose-Ist-Vergleich

Umsatzerlöse

2023
(in Mio. Euro)
2022
(in Mio. Euro)
Umsatzerlöse an Dritte nach US GAAP 80,2 81,3
Intercompany Umsatzerlöse nach US GAAP 21,6 23,0
Gesamt Umsatzerlöse nach US GAAP 101,8 104,3
US GAAP - HGB Überleitungsbuchungen 3,8 4,3
Gesamt Umsatzerlöse nach HGB 105,6 108,6

Die erzielten Umsatzerlöse lagen mit € 101,8 Mio. unter unserer Planung. Geplant war ein Umsatz um die € 106,1 Mio. Wesentlicher Faktor für die Verfehlung der Prognose um € 4,3 Mio. sind der Rückgang der Nachfrage nach den VDW-Produkten und die bereits erwähnte Verlagerung des Motorengeschäftes.

Produzierte Stückzahlen (endodontischen Stahlfeile)

Die tatsächlich produzierten Stückzahlen der endodontischen Stahlfeile lagen bei rd. 45.600 Tsd. Stück gegenüber unserer Planung von rd. 49.700 Tsd. Stück. Dies entspricht einer negativen Abweichung von 8,2% oder rd. 4.100 Tsd. Stück. Dies ist vor allem auf den Nachfragerückgang und die sehr geringen Rückstände aus dem Vorjahr zurückzuführen.

Wesentliche Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung

Nach Bedeutung absteigend geordnet sehen wir mittelfristig folgende wesentliche Risiken für die künftige Entwicklung der VDW GmbH:

Weltweit anhaltende Inflation und die damit verbundenen gestiegenen Material- und Energiepreise.

Der Russland/Ukraine Konflikt stellt ein zusätzliches Risiko in den dortigen Absatzmärkten dar. Weiterhin tragen die dadurch stark gestiegenen Energiekosten zu geringeren Margenrealisierungen bei.

Gesundheitsstrukturreform-Diskussionen und damit einhergehende Verunsicherung von Zahnärzten, Zahntechnikern und Patienten.

Konsolidierung/Konzentration im Dentalfachhandel und intensivierter Preis- respektive Margendruck.

Fachkräftemangel mit entsprechenden Auswirkungen auf operative Bereiche.

"Winning Portfolio" Projekt und das damit verbundene Potenzial zur Verbesserung der Gewinnmargen.

Wir haben für potenzielle Risiken der Geschäftsentwicklung Frühwarnindikatoren (z.B. im Rahmen von Soll/Ist-Vergleichen und Veränderungsanalysen) definiert, die im Rahmen der laufenden Prozesse überwacht werden und gegebenenfalls zur Einleitung von Gegenmaßnahmen führen. Bestandsgefährdende Risiken sind nicht ersichtlich.

Aufgrund der demographischen Entwicklung und des breiten Markenportfolios erwartet die VDW GmbH neue Chancen im Markt, die verstärkt zum Unternehmenswachstum beitragen. Alle aufgeführten Risiken sind bei Nichteintritt gleichzeitig Chancen für die VDW GmbH. Die Chancen sind nach ihrer Bedeutung in absteigender Reihenfolge aufgeführt.

Ausblick

Wir gehen für das Geschäftsjahr 2024 von einer Reduzierung der Umsatzerlöse im mittleren einstelligen Prozentbereich aus. Wir planen rd. 47.600 Tsd. Stück endodontische Stahlfeile zu produzieren, dies würde eine Erhöhung gegenüber der tatsächlich produzierten Menge in 2023 entsprechen.

Aufgrund des weiterhin wachsenden globalen Dentalmarkts erwarten wir für uns ebenfalls eine positive Entwicklung in den folgenden Jahren.

 

München, den 25. Juli 2024

VDW GmbH

Die Geschäftsführung

Sonja Corinna Ludwig

Ferdinand Engel

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 21 362
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1 1
22 363
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 69.258 74.453
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.457.868 4.162.867
3. Andere Anlagen-, Betriebs- und Geschäftsausstattung 889.065 881.021
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 389.768 115.320
4.805.959 5.233.661
4.805.981 5.234.024
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 827.721 767.197
2. Unfertige Erzeugnisse 2.108.236 1.720.364
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 8.360.058 11.072.967
11.296.015 13.560.528
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.807.436 10.630.002
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 59.765.616 37.915.962
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.956.421 977.028
72.529.473 49.522.992
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 969 1.906
83.826.457 63.085.426
C. Rechnungsabgrenzungsposten 165.117 163.778
88.797.554 68.483.228

Passiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 26.000 26.000
II. Kapitalrücklage 24.543.965 24.543.965
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 126.839 126.839
24.696.804 24.696.804
B. Rückstellungen
1. Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 430.758 397.655
2. Sonstige Rückstellungen 7.652.198 5.547.233
8.082.956 5.944.888
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.216.836 1.774.735
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 54.446.884 35.412.001
3. Sonstige Verbindlichkeiten 354.074 654.800
56.017.794 37.841.536
88.797.554 68.483.228

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
2022
1. Umsatzerlöse 105.589.523 108.613.488
2. Erhöhung / Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 450.341 -406.043
3. Sonstige betriebliche Erträge 368.324 2.877.552
106.408.188 111.084.997
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren 49.506.950 52.190.798
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 12.487.783 11.978.471
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.493.055 2.326.153
14.980.838 14.304.624
6. Abschreibungen auf immatrielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 914.170 943.733
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 29.437.886 25.984.073
Betriebsergebnis 11.568.344 17.661.769
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.108.681 14.842
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 8.244 7.986
Finanzergebnis 1.100.437 6.856
10. Ergebnis nach Steuern 12.668.781 17.668.625
11. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn 12.668.781 17.668.625
12. Jahresüberschuss 0 0

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeines

Die VDW GmbH, München, ist eine große Kapitalgesellschaft i.S.v. § 267 Abs. 3 HGB und wird beim Amtsgericht München im HRB unter der Nummer 124899 geführt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die VDW GmbH ist ein Unternehmen der Dentsply Sirona-Gruppe. Die Muttergesellschaft, die Dentsply Sirona Inc., Charlotte, NC, USA, ist unter dem Ticker Symbol XRAY an der NASDAQ gelistet.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt unter Anwendung der Rechnungslegungsvorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches.

Die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert zum Vorjahr angewandt.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten abzüglich planmäßiger, linearer und gegebenenfalls außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Der Firmenwert ist bereits voll abgeschrieben. Die Nutzungsdauer beträgt für erworbene Markenrechte 15 Jahre, für sonstige immaterielle Vermögensgegenstände überwiegend vier Jahre, für Grundstücke und Bauten, einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken, 10 bis 33 Jahren, für technische Anlagen und Maschinen bis zu zwölf Jahre, für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung überwiegend fünf Jahre. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit dem niedrigeren beizulegenden Wert aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung erforderlich ist. Die Anschaffungskosten beweglicher Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens bis zu einem Wert von Euro 800 wurden im Geschäftsjahr voll abgeschrieben. Geleistete Anzahlungen werden mit dem Nennbetrag bewertet.

Vorräte sind zu den Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt. Bei der Bemessung der Herstellungskosten werden neben Einzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Kosten der allgemeinen Verwaltung, jedoch keine Zinsen für Fremdkapital berücksichtigt. Abwertungen für Bestandsrisiken werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten bewertet. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr werden abgezinst.

Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennwert bilanziert.

Für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Tag darstellen, werden aktive Rechnungsabgrenzungsposten gebildet.

Das Eigenkapital wird zu Nennwerten bilanziert.

Bei der Bemessung der Rückstellungen in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages wird allen erkennbaren Risiken im Rahmen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung angemessen und ausreichend Rechnung getragen. Langfristige Rückstellungen mit Ausnahme der Pensionen werden mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden versicherungsmathematisch nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Methode) auf Basis des zum 30. November 2023 auf den 31. Dezember 2023 extrapolierten ermittelten Zinssatzes auf der Grundlage eines 10-Jahre-Durchschnitts (§ 253 Abs. 2 HGB) mit dem durchschnittlichen laufzeitabhängigen Marktzinssatz (Restlaufzeit 10 Jahre) von 1,56% (Vorjahr 1,46%) unter Berücksichtigung der Heubeck-Tafeln 2018-G ermittelt. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen zum 31. Dezember 2023 erfolgte zudem unter Berücksichtigung eines Rententrends von 2,25% (Vorjahr 2,25%). Erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen sind nicht relevant.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt.

Geschäftsvorfälle in Fremdwährung werden im Zugangszeitpunkt mit dem Stichtagskurs des Vormonats erfasst. Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten bis zu einem Jahr werden gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist aus dem Anlagenspiegel ersichtlich, der dem Anhang als gesonderte Anlage beigefügt ist.

Geschäfts- oder Firmenwert

Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wurde aktiviert. Die planmäßige Verteilung des aktivierten Wertes erfolgte über 15 Jahre, da dies der voraussichtlichen Nutzungsdauer zum Zeitpunkt des Erwerbs entsprach. Der Restwert zum 31.12.2023 beträgt Euro 0,50.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Im Posten "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" und "Forderungen gegen verbundene Unternehmen" sind wie auch im Vorjahr keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten.

Die ausgewiesenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 5.870 (31.12.2022 T€ 12.611) und Forderungen in Höhe von T€ 53.896 (31.12.2022 T€ 25.305) gegen die Gesellschafterin, die DeguDent GmbH, Hanau ausschließlich aus der Cash-Pool-Vereinbarung.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Beträge mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von T€ 41 (31.12.2022 T€ 42). Die übrigen Forderungen weisen eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf.

Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage

Das gezeichnete Kapital sowie die weiteren EK-Bestandteile sind gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Abführungssperre

Der Gesamtbetrag, der gem. § 253 Abs. 6 HGB grundsätzlich einer Ausschüttungssperre unterliegen würde, beträgt T€ 2 (31.12.2022 T€ 14).

Eine ausdrückliche Regelung, dass im Falle eines Organschaftsverhältnisses eine korrespondierende Abführungssperre bestehen würde, existiert nicht. Nach Auffassung des Bundesministeriums der Finanzen kommt für die steuerliche Anerkennung eines Organschaftsverhältnissen und der damit verbundenen Abführung des gesamten Gewinnes die analoge Anwendung der Ausschüttungssperre nicht in Betracht.

Rückstellungen

Die Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 431 (31.12.2022 T€ 398) umfassen vertragliche Versorgungsansprüche von Anwärtern, die auf der Grundlage von versicherungsmathematischen Gutachten der AON Solutions Germany GmbH, München, ermittelt wurden.

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von T€ 2 (31.12.2022 T€ 14).

Die Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023
T€
31.12.2022
T€
Umsatzrückvergütung 3.085 3.120
Personalbezogene Rückstellungen 1.269 1.450
Dienstleistungen 854 652
Übrige sonstige Rückstellungen 2.875 325
8.083 5.547

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten umfassen zum 31. Dezember 2023 folgende Posten:

Gesamt
T€
< 1 Jahr
T€
> 1 Jahr
T€
d avon > 5 Jahre
T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.217 1.217 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 54.447 54.447 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 354 354 0 0
56.018 56.018 0 0

Zum 31. Dezember 2022 umfassten die Verbindlichkeiten folgende Posten:

Gesamt
T€
< 1 Jahr
T€
> 1 Jahr
T€
d avon > 5 Jahre
T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.775 1.775 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 35.412 35.412 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 655 655 0 0
37.842 37.842 0 0

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 24.109 (31.12.2022 T€ 17.743), sowie T€ 30.337 (31.12.2022 T€ 17.669) gegen die Gesellschafterin, der DeguDent GmbH, Hanau aus Gewinnabführungsverträgen für das Geschäftsjahr 2022 und 2023.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten in Höhe von T€ 330 (31.12.2022 T€ 24) Verbindlichkeiten aus Steuern.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Über den Bilanzstichtag hinaus bestehen Verpflichtungen aus Lieferanten-, Kfz-Leasing- und Mietverträge mit fremden Dritten, die sich wie folgt auf die zukünftigen Geschäftsjahre verteilen:

T€
Geschäftsjahr 2024 151
Geschäftsjahr 2025 68
Geschäftsjahr 2026 13
232

Es besteht ein Mietvertrag mit einem verbundenen Unternehmen für Verwaltungs-, Produktions- und Lagerflächen in der Bayerwaldstraße in München mit einer Bindung bis 2028 und einem jährlichen Mietaufwand von insgesamt T€ 551. Der Vorteil dieser außerbilanziellen Geschäfte liegt in der Flexibilität durch die zeitliche Befristung bzw. Kündbarkeit derartiger Verträge. Ebenso ist der Abfluss liquider Mittel bzw. die Kapitalbindung insbesondere bei Immobilien wesentlich geringer. Die Risiken bei derartigen Verträgen liegen in der Mindestlaufzeit eventuell ungünstiger Verträge, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt.

Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsätze

Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr gliedern sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt:

01.01.2023- 31.12.2023
T€
01.01.2022- 31.12.2022
T€
Tätigkeitsbereich
Endodontische Feilen (Stahl & NiTi) 81.966 80.946
Endodontische Geräte 13.127 14.910
Obturation 7.991 9.103
Umsatzsumme der Produktgruppen 103.084 104.959
Sonstige 2.506 3.654
Gesamtumsatz 105.590 108.613
Geografisch bestimmter Markt
Inland 31.040 31.224
Ausland 74.550 77.389
Gesamtumsatz 105.590 108.613

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Währungsgewinne in Höhe von T€ 280 (Vorjahr T€ 1.532).

Personalaufwendungen

Die Personalaufwendungen enthalten die Lohn- und Gehaltsaufwendungen für die Beschäftigten der VDW GmbH und die Zuführungen zu den personalbezogenen Rückstellungen.

Sonstige Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung

Der Posten enthält in Höhe von T€ 160 (Vorjahr T€ 124) Aufwendungen für Altersversorgung.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für Belastungen von verbundenen Unternehmen T€ 16.690 (Vorjahr T€ 11.600), Leihpersonal T€ 3.690 (Vorjahr T€ 3.996), Lizenzgebühren T€ 3.048 (Vorjahr T€ 3.070), Miet- und Gebäudekosten T€ 1.295 (Vorjahr T€ 1.126), Reparaturen und Instandhaltungskosten T€ 698 (Vorjahr T€ 345) Versicherungen, Beiträge und Kfz-Kosten T€ 350 (Vorjahr T€ 269), Werbung und Ausstellungen T€ 136 (Vorjahr T€ 236), Fortbildungsaufwendungen T€ 36 (Vorjahr T€ 80), Reise- und Bewirtungskosten T€ 119 (Vorjahr T€ 115), sowie Aufwendungen aus Währungsumrechnungen T€ 358 (Vorjahr T€ 1.863). Wie im Vorjahr sind keine wesentlichen periodenfremden Aufwendungen angefallen.

Zinsergebnis

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge enthalten Zinserträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 1.109 (Vorjahr T€ 15).

Der Zinsaufwand enthält ausschließlich Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 8 (Vorjahr T€ 8).

Ertragsteuern

Zwischen der VDW GmbH als Organgesellschaft und der mittelbaren Gesellschafterin, der Dentsply Dental B.V., Zoetermeer, Niederlande besteht eine ertragsteuerliche Organschaft. Ertragsteuern und Latente Steuern werden beim Organträger erfasst.

Abführung des Jahresüberschusses

Mit der DeguDent GmbH besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag, auf dessen Grundlage der gesamte Gewinn in Höhe von € 12,7 Mio. (Vorjahr € 17,7 Mio.) abgeführt wurde.

V. Sonstige Angaben

Mi tarbeiter

Im Jahresdurchschnitt waren bei der VDW GmbH insgesamt 199 (Vorjahr 203) Arbeitnehmer beschäftigt. Hiervon waren 95 (Vorjahr 102) Angestellte und 104 (Vorjahr 101) Arbeiter.

Abschlussprüfung

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr belief sich auf T€ 71 (Vorjahr T€ 69) und beinhaltete ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

Mutterunternehmen

Die VDW GmbH ist ein Tochterunternehmen (100% der Anteile) der DeguDent GmbH.

Die Gesellschaft wird in den nach den Grundsätzen der United States Generally Accepted Accounting Principles (US-GAAP) aufgestellten Konzernabschluss der Dentsply Sirona Inc., Charlotte, NC, USA, einbezogen (Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt). Der Konzernabschluss ist am Sitz des Unternehmens erhältlich. Er wird des Weiteren bei der Dentsply Sirona Deutschland GmbH, Bensheim, elektronisch im Bundeanzeiger offengelegt.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

lm Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundene Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten.

Da alle Geschäfte mit und zwischen mittel- oder unmittelbar in hundertprozentigem Anteilsbesitz stehenden, in den Konzernabschluss der Dentsply Sirona lnc., Charlotte, NC, USA einbezogenen Unternehmen getätigt werden, entfällt gemäß § 285 Nr. 21 HGB eine weitere Angabe.

Geschäftsführung

Der Geschäftsführung VDW GmbH gehörten im Geschäftsjahr folgende Personen an:

Ferdinand Engel, Geschäftsführer Finanzen, München

Sonja Corinna Ludwig, Geschäftsführerin Vertrieb, München

Die Gesellschaft nimmt den Befreiungstatbestand für die Angabe von Organbezügen der Geschäftsleitung in § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch.

Angaben nach Art. 28 Abs. 2 EGHGB

Gemäß Satzung der Unterstützungs- und Wohlfahrtseinrichtung der VDW GmbH e.V., zuletzt geändert am 25.07.2000, gewährt der Verein Zuwendungen an Betriebsangehörige bzw. ehemalige Betriebsangehörige der VDW GmbH (vormals Vereinigte Dentalwerke Antaeos-Beutelrock-Zipperer Zdarsky-Ehrler GmbH & Co. KG) oder deren Angehörige.

Das Kassenvermögen des Vereins betrug Euro 74.548 zum 31. Dezember 2023.

Lt. Bewertungsgutachten der AON Hewitt GmbH, München, ergibt sich für Anwartschaften und laufende Renten der Unterstützungskasse eine Sollrückstellung für die mittelbare Verpflichtung der VDW GmbH in Höhe von Euro 1.128.789.

Da eine Passivierung des Fehlbetrages von Euro 1.056.036 in der Handelsbilanz nicht erfolgt ist, ist dieser nach Art. 28 Abs. 2 EGHGB im Anhang anzugeben.

Der Gesamtbetrag, der gem. § 253 Abs. 6 HGB grundsätzlich einer Ausschüttungssperre unterliegen würde, beträgt T€ 3. Der Betrag entspricht der Differenz zwischen der Erfüllungsbetrag der Verpflichtung nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und der Erfüllungsbetrag der Verpflichtung nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren.

Einführung der globalen Mindestbesteuerung

Mit der Einführung der Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung in Deutschland, die auf einer OECD-Initiative basieren, soll eine effektive Mindeststeuer in Höhe von 15% weltweit sichergestellt werden. Diese Vorschriften werden auch unter dem Begriff Pillar 2 gefasst. In Deutschland wurden die entsprechenden Regelungen (nachfolgend auch als MinStG bezeichnet) am 15.12.2023 durch den Bundesrat beschlossen und am 27. Dezember 2023 im Bundesgesetzblatt verkündet. Somit sind diese Regelungen am 28.12.2023 in Kraft getreten und gelten erstmals für Abschlüsse, die nach dem 30.12.2023 beginnen. Gemäß dem MinStG ist eine Ergänzungssteuer für jede Jurisdiktion zu zahlen, die einen effektiven Steuersatz unter 15% aufweist. Für das Geschäftsjahr 2023 entsteht keine Steuerbelastung aus dem MinStG. Es ist zu erwarten, dass sich auf die Gesellschaft zukünftig keine Auswirkungen durch die Anwendung dieser Gesetze ergeben werden.

Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres sind keine Ereignisse eingetreten, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der VDW GmbH von wesentlicher Bedeutung wären.

 

München, den 25. Juli 2024

VDW GmbH

Die Geschäftsführung

Ferdinand Engel

Sonja Corinna Ludwig

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 796.565 0 0 0 796.565
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.560.996 0 0 0 2.560.996
3.357.561 0 0 0 3.357.561
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 364.215 0 0 0 364.215
2. Technische Anlagen und Maschinen 15.874.606 2.236 -821.008 9.144 15.064.978
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.167.382 223.803 -66.992 0 5.324.193
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 115.320 370.369 -86.777 -9.144 389.768
21.521.523 596.408 -974.777 0 21.143.154
24.879.083 596.408 -974.777 0 24.500.715
Abschreibungen/Zuschreibungen
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 796.202 342 0 796.544
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.560.996 0 0 2.560.996
3.357.198 342 0 3.357.540
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 289.762 5.195 0 294.957
2. Technische Anlagen und Maschinen 11.711.739 692.883 -797.513 11.607.109
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.286.361 215.750 -66.983 4.435.128
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
16.287.862 913.828 -864.496 16.337.194
19.645.060 914.170 -864.496 19.694.734
Restbuchwerte
31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 21 363
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1 1
22 363
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 69.258 74.453
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.457.868 4.162.867
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 889.065 881.022
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 389.768 115.320
4.805.959 5.233.661
4.805.981 5.234.024

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die VDW GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der VDW GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der VDW GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 25. Juli 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Daniel Spengemann, Wirtschaftsprüfer

ppa. Christopher Finke, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 13. August 2024 festgestellt.

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