Stammdaten

Register
Amtsgericht Korbach HRB 50
Eingetragen
16.6.1972
Branche
Großhandel mit Brennstoffen und MineralölerzeugnissenGroßhandel mit chemischen ErzeugnissenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Brennstoffen, Erzen, Metallen und technischen Chemikalien
Gegenstand
Transport von und Handel mit Flüssiggas, Mineralöl und verwandten Stoffen, chemischen Stoffen und Artikeln, der Kohlenhandel sowie der Betrieb von Tankstellen mit Nebeneinrichtungen und der hiermit verbundene Handel.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Thomas Grebe
seit 12.7.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

4 Gesellschafter

GmbH-Struktur

1 von 4 angezeigt

Grebe Unternehmensbeteiligungen GmbH & Co. KG
Germany
173.333 €
55.56%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Grebe und Sohn GmbH

Korbach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht zum Berichtsjahr 2023

der Grebe und Sohn GmbH

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Das Unternehmen wird in der Rechtsform einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung geführt und beschäftigt sich mit dem Handel mit Mineralölprodukten. Die Geschäftsfelder des Unternehmens umfassen die Versorgung von privaten und gewerblichen Endverbrauchern mit Heizöl, Kraft- und Schmierstoffen, die Belieferung von kundeneigenen Tankstellen mit Kraft- und Schmierstoffen sowie den Betrieb von Agenturtankstellen. Der Hauptsitz der Gesellschaft ist Korbach. An diesem Standort befinden sich die Verwaltung und der Vertrieb der Gesellschaft sowie eine der betriebenen Agenturtankstellen. An derzeit zehn Standorten betreibt das Unternehmen Agenturtankstellen.

Darüber hinaus hält die Gesellschaft Beteiligungen an Unternehmen, die Transport- und Abrechnungsdienstleistungen für die Mineralölbranche erbringen.

2. Steuerungssysteme

Es existieren zwei grundsätzlich unabhängige, aber miteinander verknüpfte Informations- und Kontrollsysteme (Warenwirtschaft und Finanzbuchhaltung).

Auf Basis der monatlich erstellten Abschlüsse des kaufmännischen Rechnungswesens wird eine laufende Erfolgskontrolle vorgenommen.

Darüber hinaus dient das eingesetzte Warenwirtschaftssystem neben der Auftragsabwicklung auch der Erfolgskontrolle.

Das Unternehmen wird dabei auf Basis geplanter Absätze und Brutto-Margen gesteuert. Die monatliche Kontrolle erfolgt anhand der mittels des vorhandenen EDV-Systems ermittelten tatsächlichen Absätze und Brutto-Margen in den einzelnen Geschäftsbereichen sowie des Vergleichs dieser Werte mit den Ergebnissen der Finanzbuchhaltung.

II. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die geopolitische Situation hat sich in 2023 nicht entspannt, sondern weiter verschärft und führt zu noch größeren Unsicherheiten in der Weltordnung. Der seit Februar 2022 andauernde Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine setzte die deutsche Energieversorgung insbesondere in 2022 massiv unter Druck und hat erhebliche Auswirkungen auf die globalen Handelsbeziehungen und Lieferströme. Der Überfall der Hamas am 7. Oktober 2023 auf Israel und die anschließende Eskalation hat den gesamten Nahen Osten weiter destabilisiert. Die im Schlepptau dieses Konfliktes laufenden Angriffe der Huthi-Miliz auf Handelsschiffe im Roten Meer und im Golf von Aden verursachen erhebliche Störungen der Lieferketten und steigende Logistikkosten.

Die Weltwirtschaft ist in 2023 um 3,9 % gewachsen. Europa hingegen trat mit einem Wirtschaftswachstum von 0,5 % nahezu auf der Stelle (Quellen: s. am Ende Nr. 1). Die deutsche Wirtschaftsleistung, genauer das Bruttoinlandsprodukt, schrumpfte im gleichen Zeitraum um 0,3 % (Quellen: s. am Ende Nr. 2). Die Industrie als Rückgrat der deutschen Wirtschaft leidet unter der schwachen Weltwirtschaft, den hohen Energiepreisen und der überbordenden Bürokratie. Die Konsumnachfrage ist ebenfalls von starker Zurückhaltung geprägt.

Die Rohölpreise am Weltmarkt schwankten in 2023 nicht übermäßig. Zum Jahresbeginn notierte die Rohölleitsorte WTI bei 73,09 $/b und schloss zum Jahresende bei 65,30 $/b (Quellen: s. am Ende Nr. 3 und 4).

Die Themen Klima und Klimawandel und die Veränderungen der Umweltbedingungen gehören zu den größten Herausforderungen der Zukunft, die allerdings nur in Zusammenarbeit aller großen Nationen gelöst werden können. Europa hat hierzu Maßnahmen getroffen und Regularien festgelegt. Wie so oft ist Deutschland etwas ambitionierter der bei Umsetzung als andere europäische Nachbarn.

Wärmemarkt

Die deutsche Politik hat im Jahr 2023 Unruhe und Veränderungen in den Wärmemarkt gebracht. Die Hersteller von Wärmetechnik verzeichneten einen Absatzzuwachs wie zuletzt in der 90er Jahren in Höhe von 34 %. Profitierten im ersten Halbjahr die Hersteller von Wärmepumpen, so verschob die Diskussion um die Novelle des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) die Nachfrage hin zu fossilen Wärmezeugern. Bis heute sind Haus- und Grundeigentümer verunsichert darüber, welche Technologie für welche Immobilie wohl die richtige ist (Quelle: s. am Ende Nr. 5).

Der Vorjahrespeak beim Absatz von Heizöl EL ändert nicht den langfristigen Trend rückläufiger Absätze. In 2023 lag der Absatz in Deutschland mit 11,5 Mio. t zwar knapp über dem von 2021 aber um 5,3 % unter dem des Vorjahres (Quelle: s. am Ende Nr. 6).

Kraftstoffmarkt

Der Versuch, eine Trendwende beim Klimawandel herbeizuführen, hat auf den europäischen und deutschen Mobilitätsbereich Auswirkungen und setzt die Automobil- und die Mineralölbranche erheblich unter Druck. Gleichzeitig führten die Maßnahmen der Bundesregierung zu Planungsunsicherheiten bei den Verbrauchern. Zum September 2023 wurden die Kaufpreiszuschüsse für gewerblich genutzte Elektro-Fahrzeuge eingestellt und zum Jahreswechsel auch für privat genutzte. Nach einem Aufbäumen im Dezember 2023 bewirkte das eine deutliche Dämpfung der Neuzulassungen von Elektro-PKW (BEV). Zum 01.01.2024 waren in Deutschland insgesamt rund 69,1 Mio Kraftfahrzeuge zugelassen. Davon waren 1,41 Mio. Elektro-PKW (BEV). Dies entspricht einem Anteil von 2,9 % am PKW-Bestand. Im Jahr zuvor lag der Anteil der BEV am PKW-Bestand noch bei 2,1% (Quelle: s. am Ende Nr. 7). Das im Koalitionsvertrag der Ampelregierung geplante Ziel von 15 Mio. Elektro-PKWs bis zum Jahr 2030 wird voraussichtlich nicht erreicht werden.

III Geschäftsverlauf

1. Allgemein

Die krisenbedingt hohen Produktpreise in 2022 sind in 2023 wieder gesunken, weshalb der Gesamtumsatz der Grebe und Sohn GmbH unter dem des Vorjahres liegt. Leichte Absatzsteigerungen mit einer Normalisierung der Margen führen zu einem gestiegenen Rohertrag im Jahr 2023.

Wärmemarkt

Die aufgrund der befürchteten Mangellage sehr hohen durchschnittlichen Verbraucherpreise für leichtes Heizöl in 2022 mit einem Spitzenwert im März 2022 von 159,13 €/100 ltr. haben sich in 2023 normalisiert. Der Jahresdurchschnitt 2023 liegt bei 103,40 €/100 ltr. (Quelle: s. am Ende Nr. 8). Im Berichtsjahr 2023 ist der Heizölabsatz des Unternehmens auf das niedrigere Niveau des Jahres 2021 gesunken, sodass in 2023 der Absatz von Heizöl und Brenngas um 12,3 % und der Umsatz um 28,9 % niedriger sind als im Jahr 2022.

Kraftstoffmarkt

Nach einer deutlichen, stark preisinduzierten Kaufzurückhaltung im Jahr 2022 hat sich die Nachfrage mit der Normalisierung der Verbraucherpreise in 2023 erhöht. Die Absätze des Unternehmens liegen leicht über dem Niveau von 2021 und 2020. Verbesserte Margen sind der Grund, weshalb der Rohertrag trotz zum Vorjahr rückläufiger Umsätze um 16,3 % über dem des Vorjahres liegt.

2. Ertragslage

Wie erwartet ging der Fünf-Jahres-Spitzenumsatz des Jahres 2022 in 2023 zurück. Aufgrund guter Einkaufskonditionen konnte der um die sonstigen betrieblichen Erträge bereinigte Rohertrag dagegen um 16,6 % gesteigert werden.

Wärmemarkt

Das Hausbrandgeschäft setzt sich bei der Grebe und Sohn GmbH aus den Bereichen leichtes Heizöl und Flüssiggas zusammen. Dieses Geschäft ist aufgrund der Transformation der Wärmerzeugung langfristig rückläufig. Der Rohertrag 2023 liegt um 24,6% unter dem von 2022.

Kraftstoffmarkt

Die gewählten Instrumente auf der Beschaffungsseite erwiesen sich auch in 2023 als belastbar. Bei normalisierten Verkaufspreisen und auskömmlichen Einkaufskonditionen wurden die Margen moderat gesteigert. Der Rohertrag 2023 liegt über den in den Jahren 2022, 2021 und 2020 erzielten Werten.

Das um die sonstigen betrieblichen Erträge bereinigte Rohergebnis beträgt rd. 5,0 Mio. Euro und liegt damit um 707,5 TEUR über dem des Vorjahres. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Jahr 2023 außergewöhnliche Einmaleffekte wie z.B. Erträge aus dem Abgang einer Beteiligung in Höhe von 95 TEUR, die Auflösung einer Pensionszusage in Höhe von 318,1 TEUR und die Wertaufholung von Wertpapieren des Umlaufvermögens in Höhe von 185,5 TEUR.

Der zur Jahresmitte 2022 erfolgte Erwerb von Anlagevermögen und Personal im Bereich der Transportlogistik für Kraftstoffe und Heizöl von der Tochtergesellschaft GTH Grebe und Sohn Transport und Handel GmbH zeigt sich auch 2023 in gestiegenen Personalkosten, Abschreibungen und Kfz-Kosten. Diese liegen im Berichtsjahr um 101,3 TEUR (Personal), 73,4 TEUR (Abschreibungen) und 95,2 TEUR (Fahrzeugkosten) über den Vorjahreszahlen.

Für Reparaturen und Instandhaltung sind in 2023 Aufwendungen in Höhe von 452,0 TEUR angefallen. Der überwiegende Anteil (289,1 TEUR) floss in die Ertüchtigung der Tankstellenstandorte. Weitere umfangreiche Instandhaltungen erfolgten im Flüssiggaslager (103,4 TEUR). Auch das Tanklager für Mineralöle am Standort Korbach wurde modernisiert.

In Summe stiegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 356,5 TEUR an.

Mit einem Betriebsergebnis (vor Berücksichtigung von sonstigen Steuern) in Höhe von 1.576,4 TEUR (+796,9 TEUR zum VJ) weist das Jahr 2023 den höchsten Ertrag im 5-Jahres-Review aus und ist äußert zufriedenstellend verlaufen.

Die vielschichtigen globalen Krisen der letzten Jahre spiegeln sich an den Börsen durch sehr volatile Stichtagsbewertungen der gehaltenen Wertpapiere wieder. Nach den Zuschreibungen in 2021 und den deutlichen Abschreibungen in 2022 trägt die Wertpapierbewertung 2023 mit einer Wertaufholung um 185,5 TEUR zum positiven Ergebnis bei.

Das Finanzergebnis liegt mit 1.096,6 TEUR um 1.241,1 TEUR über dem des Vorjahres. Gründe sind zwei nicht durch betriebliche Leistung verursachte Geschäftsvorfälle. Die bestehende Pensionszusage wurde durch eine Rückdeckungsversicherung abgesichert, deren Bewertung nach IDW RH FAB 1.021 erfolgt. Der Effekt der Erstanwendung ist ein Aufwand in Höhe von 136,3 TEUR, welcher in den Folgejahren abschmilzt. Die in 2023 erfolgte Ausschüttung aus der Tochtergesellschaft GTH Grebe & Sohn Transport und Handel GmbH in Höhe von 1 Mio. EUR ist der zweite aperiodische Geschäftsfall im Finanzergebnis.

Der Jahresüberschuss beträgt 2.175,0 TEUR und liegt damit um 1.872,8 TEUR über dem des Vorjahres. Zwar ist ein nicht unerheblicher Teil des Jahresüberschusses Ergebnis von nicht regelmäßig zufließenden Erträgen, trotzdem ist die Verdoppelung des Betriebsergebnisses zum Vorjahr ein Grund mit der wirtschaftlichen Entwicklung der Grebe und Sohn GmbH sehr zufrieden zu sein.

Unabhängig von diesem sehr guten Ergebnis bleibt es vor dem Hintergrund der sich massiv ändernden Rahmenbedingungen des Geschäfts unerlässlich, sich weiterhin auf ertragsstarke Segmente zu konzentrieren und die Kostenpositionen hinsichtlich Notwendigkeit und bestehender Rationalisierungspotentiale zu prüfen.

3. Vermögens- und Finanzlage

Investitionen

Nachdem im Berichtsjahr 2022 927,0 TEUR investiert wurden, wovon ein Großteil auf einen neuen Tankstellenstandort entfiel, liegen die Investitionen 2023 wieder auf einem Normalniveau und betragen 356,2 TEUR. Diese setzen sich überwiegend aus Investitionen in den Fuhrpark (237,3 TEUR) und in die Tankstellenstandorte zusammen.

Die Anlagenintensität beträgt 14,0 % (Vorjahr: 14,3 %). Vom gesamten Anlagevermögen sind 25,2 % in eigenem Grund und Boden langfristig und wertstabil angelegt und 20,3 % entfallen auf die Beteiligungen und Ausleihungen an Unternehmen.

Umlaufvermögen

Mit 15.561,3 TEUR liegt das Umlaufvermögen auf dem Niveau des Vorjahres. Innerhalb des Umlaufvermögens gab es stichtagsbedingte Verschiebungen von den Vorräten (-525,6 TEUR) zu den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+451,0 TEUR).

Die Saldierung der Rückdeckungsversicherung mit der Rückstellung für Pensionszusagen im Sinne von § 246 Abs. 2 S. 2 HGB ist der Hauptgrund für den Rückgang der sonstigen Vermögensgegenstände. Dagegen laufen die gestiegenen Forderungen aus Steuererstattungen.

Per 31.12.2023 betrug der Finanzmittelbestand 4.599,2 TEUR (Vj.: 3.655,1 TEUR), wobei der Zuwachs aus Zuflüssen aus dem operativen Geschäft resultiert. Die Gesellschaft war und ist jederzeit in der Lage ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

Die Bilanzsumme beläuft sich per 31.12.2023 auf 18.103,1 TEUR (VJ.: 18.006,1 TEUR).

Eigenkapital

Auf der Passivseite ist das Eigenkapital durch Gewinnthesaurierung auf 12.792,1 TEUR gestiegen. Die Eigenkapitalquote ist durch die Thesaurierung und den Rückgang der Rückstellungen auf 70,7 % (Vorjahr: 67,3 %) gestiegen.

Rückstellungen

Die Rückstellungen sind im Wesentlichen durch die Saldierung der Pensionszusagen mit der Rückdeckungsversicherung um 54,1 % gesunken und betragen 778,2 TEUR. Von den Rückstellungen haben 368,4 TEUR langfristigen Charakter und wurden u.a. für Rückbauverpflichtungen gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen sind zum 31.12.2023 auf 4.352,1 TEUR (+352,2 TEUR) gestiegen. Wesentlicher Grund ist, dass durch den monatlichen Abrechnungsrhythmus eines der Hauptlieferanten für Kraftstoffe der gesamte Warenbezug aus dem Dezember 2023 am Bilanzstichtag als Verbindlichkeit ausgewiesen wurde. Im Summe valutieren die Verbindlichkeiten 348,1 TEUR über dem vorherigen Bilanzstichtag.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Unter Zugrundelegung des Ergebnisses vor Steuern beläuft sich die Eigenkapitalrendite auf 20,5 %.

Die Gesamtkapitalrentabilität bezogen auf das Betriebsergebnis liegt bei 14,5 % und die Umsatzrentabilität ist auf 3,7 % gestiegen. Das Working Capital, die Differenz von Umlaufvermögen und kurzfristigen Verbindlichkeiten, beträgt 10.387,9 TEUR, das EBIT beläuft sich für das Geschäftsjahr 2023 auf 1.525,1 TEUR.

IV. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Sowohl auf EU- als auch auf nationaler Ebene wird die Elektromobilität weiterhin als Lösung für die Reduzierung der Treibhausgase präferiert. Dem steht entgegen, dass sich derzeit europaweit die dafür erforderlichen Rahmenbedingungen, nämlich günstige Elektrofahrzeuge, eine adäquate Ladeinfrastruktur und ausreichend grüner Strom, nicht so entwickeln wie geplant. Das gleiche gilt für den erforderlichen, aber derzeit stockenden Netzausbau. Dieser Prozess wird das traditionelle Geschäftsmodell der Tankstellen in den nächsten Jahren deutlich verändern.

Der Wandel vom reinen Kraftstoffgeschäft hin zum Convenience-Shop und Kfz-Service führt auch zu einem Rückzug der Markenplayer aus dem deutschen Markt. In 2023 verkaufte der französischen Konzern TotalEnergies seine rund 1.200 deutschen Tankstellen an die kanadische Firma Alimentation Couche-Tard, einen Betreiber von Geschäften für Produkte des täglichen Bedarfs. Es zeichnet sich ab, das dies nur einer der ersten großen Marktaustritte war. Diese Wettbewerbsveränderungen beinhalten Chancen; insbesondere für die unabhängigen Tankstellenbetreiber, die flexibel und schnell auf die Bedürfnisse des Markes reagieren können. Gleichzeitig leiden aber auch diese Unternehmen unter den gestiegenen Kosten für Energie und Personal. Die konsequente Konzentration auf durchsatzstarke Standorte, moderne Shop-Konzepte und gute Convenienceangebote sind weiterhin erfolgreich. Im ländlichen Raum, wo sich der Betrieb vom Tankstellen durch mangelnde Personalverfügbarkeit, gestiegene Mindestlöhne und wachsende behördliche Auflagen zunehmen schwieriger gestaltet, wird auch das Downsizing auf Automatenstationen ein Teil der notwendigen Anpassungen sein.

Nach einer längeren Phase der Stagnation kehrt die EU-Wirtschaft in 2024 zu einem moderaten Wachstum zurück. In Deutschland hingegen ist das BIP um 0,2 % gesunken (Quelle: s. am Ende Nr. 9). Als Gründe führt das Statistische Bundesamt unter anderem die hohen Energiekosten, ein erhöhtes Zinsniveau und unsichere wirtschaftliche Aussichten an.

Deutschland als Exportnation leidet unter dem Verlust der internationalen Wettbewerbsfähigkeit und die Ausfuhren z.B. nach China sinken. Der weiterhin ausbleibende Strukturwandel bewirkt, dass produzierende Branchen wie z.B. die Bauindustrie stagnieren, während öffentliche Dienstleistungen wachsen. All das macht wenig Hoffnung auf zeitnahe Konjunkturschübe.

Insbesondere die unsicheren wirtschaftlichen Aussichten hinsichtlich der aktuellen geopolitischen Entwicklungen, der zukünftigen politischen Rahmenbedingungen für fossile Energieträger, der Energiepreisentwicklungen sowie der einsetzenden Lohn-Preis-Spirale belasten die Wirtschaft im allgemeinen und somit auch die Tankstellenbranche.

Weder die europäische noch die deutsche Politik liefern verlässliche Rahmenbedingungen für mittel- oder langfristige Planungen. Gleichzeitig werden bei der Reduzierung des CO 2 -Ausstoßes des Verkehrssektors die Potentiale nicht voll ausgeschöpft. Synthetische Kraftstoffe (E-Fuels) und HVO100 oder höhere Beimischungen von regenerativen Kraftstoffen könnten effektive Beiträge zur Dekarbonisierung leisten. Doch es gibt aktuell keine politischen Mehrheiten für eine technologieoffene und marktgesteuerte Klimapolitik.

Auch die massiven Schwierigkeiten der Autoindustrie, die anstehende Prüfung des "europäischen Aus für Verbrennermotoren" und die fortgesetzte Diskussion über CO 2 -Flottenquotenziele der Automobilhersteller liefern keine verlässlichen Indikatoren für Zukunftsplanungen.

Vor diesem Hintergrund haben sich die Themenschwerpunkte auch in 2024 nicht wesentlich geändert. Noch immer sind die deutsche Wirtschaftsentwicklung, die Umsetzung der Klimaziele, ein technologie-offener Transformationsprozess in der Mobilität und die wachsende Vielfalt von digitalen Zahlungsmitteln die bestimmenden Themen für unsere Branche. Dabei ist es von existenzieller Bedeutung die Entwicklung der E-Mobilität und die Maßnahmen zur Erreichung von Klimazielen genauestens zu beobachten.

Neben der intensiven Beobachtung und dem Abwägen von Chancen und Risiken aus den aktuellen Entwicklungen versucht die Grebe und Sohn GmbH mit dem Ausbau des Tankstellennetzes ihre lokale Position als Anbieter einer breiten Anzahl von Kraftstoffen zu festigen. Bei nur begrenzt beeinflussbaren Marktstrukturen und unverändert starkem Wettbewerbsdruck auf der Abnehmerseite liegt der Fokus der Grebe und Sohn GmbH auch zukünftig weiter überwiegend auf der Beschaffungsseite. Die dort bestehenden oligopolistischen Strukturen machen eine sinnvolle Mischung verschiedener Anbieter und Konditionsmodelle erforderlich. Langfristige, strategische Einkaufsplanungen müssen Flexibilität und Stabilität im richtigen Mix enthalten.

Zinsrisiken im Bereich der Unternehmensfinanzierung bestehen aufgrund nicht vorhandener Bankverbindlichkeiten nicht. Allerdings können aus den instabilen politischen Lagen nicht absehbare wirtschaftliche Entwicklungen entstehen, die wir als Risiken für den Aktienmarkt und somit auch für den von uns gehaltenen Wertpapierbestand betrachten.

Die Adressausfallrisiken werden insgesamt steigen. Für die Grebe und Sohn GmbH sehen wir aufgrund eines solventen und bonitätstarken Kundenstamms, stetiger Überwachung der Kundenzahlungsziele und -limite sowie konsequentem Verzicht auf zweifelhafte Verkaufspositionen dieses Risiko als moderat an. Mit einem Großteil der Kunden bestehen langjährige Beziehungen und der Eingang der Agenturgelder unterliegt einer täglichen Überwachung. Darüber hinaus ist durch klare organisatorische Regelungen sichergestellt, dass für Neukunden eine sorgfältige Einzelprüfung mit anschließender Vergabe eines Kreditrahmens erfolgt.

Es sind derzeit keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar. Für das Jahr 2024 geht die Grebe und Sohn GmbH von deutlich rückläufigen Umsätzen aus, da zum Jahreswechsel die Belieferung von Tankstellen Dritter mit Autogas eingestellt wurde. Die dadurch entstehenden Auswirkungen auf den Rohertrag sind allerdings gering. Den allgemeinen Entwicklungen folgend werden die Personalkosten und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen steigen. Als Fortsetzung der laufenden Digitalisierungsprozesse werden in 2024 eine neue Warenwirtschaft für den Schmierstoffbereich und eine neue Web-basierte Personalzeiterfassung eingeführt. In die Tankstellenstandorte wird auch 2024 umfangreich investiert, dabei liegt der Schwerpunkt auf der netzweiten Einführung einheitlicher moderner Warenwirtschaftssysteme. Insgesamt geht die Geschäftsführung davon aus, dass im Jahr 2024 ein Betriebsergebnis auf dem Niveau des Berichtsjahres erzielt wird/wurde. Durch fehlende aperiodische Erträge im Finanzergebnis, wie z. B. der Ausschüttung aus der Tochtergesellschaft, erwarten wir einen Jahresüberschuss 2024 unter dem des Berichtsjahres.

Quellen Lagebericht 2023

1.

https://www.diw.de/de/diw_01.c.896420.de/publikationen/wochenberichte/2024_10_2/diw-konjunkturprognose__weltwirtschaft_waechst_robust_____deutschlands_erholung_verzoegert_sich_weiter.html

2.

https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html

3.

https://www.boerse.de/historische-kurse/WTI-Rohoelpreis/XD0015948363

4.

https://www.tecson.de/de/oelweltmarkt.html

5.

https://www.bdh-industrie.de/presse/pressemeldungen/artikel/heizungsindustrie-rekordabsatz-in-turbulentem-marktumfeld

6.

https://www.bafa.de/SharedDocs/Kurzmeldungen/DE/Energie/Mineraloel/2023_12_mineraloelinfo.html#:~:text=
Nach%20Erhebungen%20des%20Bundesamtes%20für,auf%2095%2C1%20Millionen%20Tonnen

7.

https://www.kba.de/DE/Statistik/Fahrzeuge/Bestand/Jahrebilanz_Bestand/fz_b_jahresbilanz_node.html;jsessionid=

4E895B9ED30970962C2FDE52A9C2D408.live11293

8.

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/2633/umfrage/entwicklung-des-verbraucherpreises-fuer-leichtes-heizoel-seit-1960/

9.

https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/01/PD25_019_811.html

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

GREBE UND SOHN GMBH, KORBACH

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 2.527.948,53 2.575.377,43
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 138.467,00 151.072,00
II. Sachanlagen 1.877.237,87 1.975.243,77
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 977.242,58 1.029.048,09
2. technische Anlagen und Maschinen 381.909,73 451.263,73
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 493.828,57 427.255,08
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 24.256,99 67.676,87
III. Finanzanlagen 512.243,66 449.061,66
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 125.266,51 125.266,51
2. Beteiligungen 318.795,15 323.795,15
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 68.182,00 0,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 15.561.311,18 15.411.364,72
I. Vorräte 1.435.235,76 1.960.819,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.817.135,10 6.160.017,01
III. Wertpapiere 3.709.732,03 3.635.384,50
IV. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 4.599.208,29 3.655.144,21
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 13.798,77 19.380,66
18.103.058,48 18.006.122,81

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 12.792.136,50 12.117.162,23
I. Gezeichnetes Kapital 312.000,00 312.000,00
II. Kapitalrücklage 77.716,37 77.716,37
III. Gewinnrücklagen 10.227.445,86 11.425.224,68
IV. Jahresüberschuss 2.174.974,27 302.221,18
B. RÜCKSTELLUNGEN 778.236,00 1.696.625,00
C. VERBINDLICHKEITEN 4.532.685,98 4.184.574,88
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 0,00 7.760,70
18.103.058,48 18.006.122,81

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Rohergebnis 5.727.866,45 4.399.657,00
2. Personalaufwand -1.381.808,37 -1.280.526,42
a) Löhne und Gehälter -1.122.722,71 -1.090.445,03
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -259.085,66 -190.081,39
- davon für Altersversorgung: EUR 45.176,97 (Vorjahr: EUR 5.070,68)
3. Abschreibungen -398.586,33 -325.189,70
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -2.371.086,56 -2.014.468,05
- davon Aufwendungen nach Artikel 67 Abs. 1 und 2 EGHGB: EUR 13.586,00 (Vorjahr: EUR 13.586,00)
5. Erträge aus Beteiligungen 1.002.730,00 0,00
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 1.000.000,00 (Vorjahr: EUR 0,00)
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 214.103,93 190.267,91
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00)
- davon aus der Abzinsung: EUR 2.095,32 (Vorjahr: EUR 2.411,55)
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 -316.630,21
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -120.225,96 -18.186,07
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00)
- davon aus der Aufzinsung: EUR 119.320,39(Vorjahr: EUR 17.343,09)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -446.830,52 -277.330,46
10. Ergebnis nach Steuern 2.226.162,64 357.594,00
11. sonstige Steuern -51.188,37 -55.372,82
12. Jahresüberschuss 2.174.974,27 302.221,18

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

GREBE UND SOHN GMBH, KORBACH

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Die Grebe und Sohn GmbH hat Ihren Sitz in Korbach und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Korbach unter der Nummer HRB 50.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft, da die Kriterien des § 267 Abs. 1 HGB, nicht jedoch zwei der Kriterien des § 267 Abs. 2 HGB an zwei aufeinanderfolgenden Bilanzstichtagen überschritten worden sind.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz entspricht § 266 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 ist nach dem Gesamtkostenverfahren i. S. d. § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

II. ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Anlagevermögen

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich der planmäßigen grundsätzlich linearen Abschreibungen bewertet. Die zugrunde gelegten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern orientieren sich an den steuerlich anerkannten Mindestnutzungsdauern. Für ausgewählte in den Jahren 2020 bis 2022 angeschaffte bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens wurde anstelle der linearen Abschreibungsmethode die Absetzung für Abnutzung in fallenden Jahresbeträgen nach § 7 Abs. 2 EStG in Anspruch genommen.

Die im Geschäftsjahr angeschafften geringwertigen Vermögensgegenstände mit Netto-Anschaffungskosten bis zu einem Wert von EUR 800,00 sind analog den steuerlichen Vorschriften des § 6 Abs. 2 EStG in voller Höhe abgeschrieben worden. Der Abgang der geringwertigen Anlagegegenstände wird im Folgejahr nach der Vollabschreibung unterstellt.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder, sofern einschlägig, mit dem niedrigeren beizulegendem Wert gemäß § 253 Abs. 3 HGB bewertet.

Umlaufvermögen

Die Bewertung der Vorräte erfolgt mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegendem Wert nach § 253 Abs. 4 HGB. Der Ermittlung der Anschaffungskosten liegt der gleitend ermittelte durchschnittliche Einkaufspreis abzüglich etwaiger Preisminderungen (Skonti und Boni) zugrunde.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen waren in geringem Umfang Einzelwertberichtigungen vorzunehmen. Ferner wurde dem allgemeinen Kreditrisiko durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % der nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen Rechnung getragen.

Soweit erforderlich sind die sonstigen Vermögensgegenstände unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert worden.

Die sonstigen Wertpapiere werden unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips mit den Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Kurswert angesetzt. Bei positiver Kursentwicklung sind die Anschaffungskosten die Bewertungsobergrenze.

Die Bewertung der liquiden Mittel erfolgt zum Nominalwert.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten, mit dem Zahlungen abgegrenzt werden, die Aufwand der Folgeperioden darstellen, beinhaltet in Höhe von EUR 10.060,77 ein Disagio.

Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf Basis eines versicherungsmathematischen Gutachtens mit dem Erfüllungsbetrag zum Bilanzstichtag angesetzt, der sich nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ergibt. Die Pensionsrückstellung wird erstmals im Geschäftsjahr 2023 nach dem Rechnungslegungshinweis IDW RH FAB 1.021 mit dem Zeitwert der Rückdeckungsversicherung saldiert.

Die Berechnung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik nach der sog. Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode) unter Zugrundelegung der "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck. Als Rechnungszins wird der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer angenommenen Restlaufzeit von 10 Jahren von 1,82 % (im Vorjahr: 1,78 %) bei einem angenommenen Rententrend von 2,00 % p.a. (im Vorjahr: 2,00 %) verwendet.

Die Rückstellungen berücksichtigen in angemessener Weise alle erkennbaren Risiken, drohenden Verluste und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags dotiert. Langfristige Rückstellungen werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre, welcher von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird, abgezinst. Künftige Preis- und Kostenänderungen werden bei der Dotierung der Rückstellung berücksichtigt.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. ANGABEN ZUR BILANZ

Anlagevermögen

Eine Übersicht über die Entwicklung des Anlagevermögens wird auf der letzten Seite des Anhangs gegeben. Dort sind auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres entsprechend der Gliederung des Anlagegitters ersichtlich.

Forderungen

Es bestehen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 276,1 (i. V. TEUR 1.109,4)

Am Bilanzstichtag bestehen Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 221,8 (i. V. TEUR 461,1)

In den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 40,1 (i. V. TEUR 267,6) enthalten.

Es bestehen Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht in Höhe von TEUR 223,4 (i. V. TEUR 219,7)

Rückstellungen

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt im Geschäftsjahr 2023 EUR 10.535,00. In dieser Höhe besteht gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB eine Ausschüttungssperre.

Von dem Wahlrecht gemäß Art. 67 Abs. 1 EGHGB, die sich aus der erstmaligen Anwendung des BilMoG ergebende Zuführung zu den Pensionsrückstellungen über einen Zeitraum von 15 Jahren zu verteilen, wird Gebrauch gemacht. Der sich hieraus ergebende nicht bilanzierte Betrag wurde im Geschäftsjahr 2023 mit 1/15 (EUR 13.586,00) aufgelöst und beträgt zum 31. Dezember 2023 EUR 13.591,00.

Verbindlichkeiten

Am Bilanzstichtag bestehen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr in Höhe von TEUR 4.532.685,98 (im Vorjahr: TEUR 4.184.574,88)

Am Bilanzstichtag bestehen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 42.608,57 (im Vorjahr: TEUR 52.895,52).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen ergeben sich aus Mietverhältnissen und Leasingverträgen. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Mietverhältnissen betragen, unter Berücksichtigung der ersten Kündigungsmöglichkeit, insgesamt TEUR 1.406,6 bei einer durchschnittlichen Restlaufzeit von 5,7 Jahren; davon sind im Jahr 2024 TEUR 243,2 fällig, und TEUR 188,1 davon bestehen gegenüber verbundenen Unternehmen.

V. SONSTIGE ANGABEN

Anzahl der Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt betrug die Zahl der Beschäftigten im Jahr 2023 - ohne Auszubildende - 24, davon 14 kaufmännische und 10 gewerbliche Beschäftigte.

Gesellschaftsorgane

Einzelvertretungsberechtigter Geschäftsführer der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 war Herr Thomas Grebe. Er ist hauptberuflich als Geschäftsführer mehrerer Gesellschaften tätig.

Für Hinterbliebene ausgeschiedener Geschäftsführer wurde eine Pensionsrückstellung in Höhe von EUR 0,00 (Vj. EUR 339.256,00) gebildet (vor Abzug des nicht bilanzierten Unterschiedsbetrags nach Art. 67 Abs. 2 HGB).

Verbundene Unternehmen und Beteiligungsunternehmen

Die Gesellschaft hält folgende Beteiligung im Sinne des § 271 Abs. 1 Satz 1 HGB:

Unternehmen Anteile am Stammkapital 100,00% Eigenkapital zum 31.12.2023 Ergebnis des letzten Geschäftsjahres 31.12.2023
GTH Grebe & Sohn Transport und Handel GmbH, Korbach 168.726,32 EUR 1.645.974,30 EUR 565.817,05 EUR

Die Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 3 Nr. 1 HGB wurde für drei Beteiligungen in Anspruch genommen.

Ergebnisverwendung

Es wird vorgeschlagen, das Jahresergebnis 2023 in die Gewinnrücklagen einzustellen.

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 194.988,89 14.434,51 0,00 -8.114,06 201.309,34
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.267.516,29 14.322,76 0,00 -9.458,90 2.272.380,15
2. technische Anlagen und Maschinen 1.998.479,75 13.756,94 43.419,88 -100.771,45 1.954.885,12
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.099.172,70 245.478,24 0,00 -32.025,37 1.312.625,57
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 67.676,87 0,00 -43.419,88 0,00 24.256,99
5.432.845,61 273.557,94 0,00 -142.255,72 5.564.147,83
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 125.266,51 0,00 0,00 0,00 125.266,51
2. Beteiligungen 323.795,15 0,00 0,00 -5.000,00 318.795,15
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 68.182,00 0,00 0,00 68.182,00
449.061,66 68.182,00 0,00 -5.000,00 512.243,66
6.076.896,16 356.174,45 0,00 -155.369,78 6.277.700,83
ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023
EUR
Zuführungen
EUR
Auflösungen
EUR
31. Dez. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 43.916,89 27.037,51 -8.112,06 62.842,34
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.238.468,20 66.127,76 -9.458,39 1.295.137,57
2. technische Anlagen und Maschinen 1.547.216,02 126.522,82 -100.763,45 1.572.975,39
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 671.917,62 178.898,24 -32.018,86 818.797,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
3.457.601,84 371.548,82 -142.240,70 3.686.909,96
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
3.501.518,73 398.586,33 -150.352,76 3.749.752,30
BUCHWERTE
31. Dez. 2023
EUR
31. Dez. 2022
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 138.467,00 151.072,00
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 977.242,58 1.029.048,09
2. technische Anlagen und Maschinen 381.909,73 451.263,73
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 493.828,57 427.255,08
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 24.256,99 67.676,87
1.877.237,87 1.975.243,77
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 125.266,51 125.266,51
2. Beteiligungen 318.795,15 323.795,15
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 68.182,00 0,00
512.243,66 449.061,66
2.527.948,53 2.575.377,43

Der Jahresabschluss wurde am 1. April 2025 von dem Geschäftsführer Herrn Thomas Grebe unterzeichnet.

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 30. April 2025 festgestellt.

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang) handelt es sich um die nach § 327 HGB i.V.m. § 325 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Zu dem geprüften, vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Grebe und Sohn GmbH, Korbach

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Grebe und Sohn GmbH, Korbach, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Grebe und Sohn GmbH, Korbach, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Kassel, den 1. April 2025

Prof. Dr. Ludewig u. Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dipl.-Kfm. Burkhard Muster, Wirtschaftsprüfer

Dipl.-Ök. Dietke Sauer, Wirtschaftsprüferin"

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

5 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.