Grebe Vermögensverwaltungs GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Grebe seit 12.7.2005 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
4 Gesellschafter
GmbH-Struktur
1 von 4 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Grebe und Sohn GmbHKorbachJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht zum Berichtsjahr 2023der Grebe und Sohn GmbHI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell Das Unternehmen wird in der Rechtsform einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung geführt und beschäftigt sich mit dem Handel mit Mineralölprodukten. Die Geschäftsfelder des Unternehmens umfassen die Versorgung von privaten und gewerblichen Endverbrauchern mit Heizöl, Kraft- und Schmierstoffen, die Belieferung von kundeneigenen Tankstellen mit Kraft- und Schmierstoffen sowie den Betrieb von Agenturtankstellen. Der Hauptsitz der Gesellschaft ist Korbach. An diesem Standort befinden sich die Verwaltung und der Vertrieb der Gesellschaft sowie eine der betriebenen Agenturtankstellen. An derzeit zehn Standorten betreibt das Unternehmen Agenturtankstellen. Darüber hinaus hält die Gesellschaft Beteiligungen an Unternehmen, die Transport- und Abrechnungsdienstleistungen für die Mineralölbranche erbringen. 2. Steuerungssysteme Es existieren zwei grundsätzlich unabhängige, aber miteinander verknüpfte Informations- und Kontrollsysteme (Warenwirtschaft und Finanzbuchhaltung). Auf Basis der monatlich erstellten Abschlüsse des kaufmännischen Rechnungswesens wird eine laufende Erfolgskontrolle vorgenommen. Darüber hinaus dient das eingesetzte Warenwirtschaftssystem neben der Auftragsabwicklung auch der Erfolgskontrolle. Das Unternehmen wird dabei auf Basis geplanter Absätze und Brutto-Margen gesteuert. Die monatliche Kontrolle erfolgt anhand der mittels des vorhandenen EDV-Systems ermittelten tatsächlichen Absätze und Brutto-Margen in den einzelnen Geschäftsbereichen sowie des Vergleichs dieser Werte mit den Ergebnissen der Finanzbuchhaltung. II. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die geopolitische Situation hat sich in 2023 nicht entspannt, sondern weiter verschärft und führt zu noch größeren Unsicherheiten in der Weltordnung. Der seit Februar 2022 andauernde Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine setzte die deutsche Energieversorgung insbesondere in 2022 massiv unter Druck und hat erhebliche Auswirkungen auf die globalen Handelsbeziehungen und Lieferströme. Der Überfall der Hamas am 7. Oktober 2023 auf Israel und die anschließende Eskalation hat den gesamten Nahen Osten weiter destabilisiert. Die im Schlepptau dieses Konfliktes laufenden Angriffe der Huthi-Miliz auf Handelsschiffe im Roten Meer und im Golf von Aden verursachen erhebliche Störungen der Lieferketten und steigende Logistikkosten. Die Weltwirtschaft ist in 2023 um 3,9 % gewachsen. Europa hingegen trat mit einem Wirtschaftswachstum von 0,5 % nahezu auf der Stelle (Quellen: s. am Ende Nr. 1). Die deutsche Wirtschaftsleistung, genauer das Bruttoinlandsprodukt, schrumpfte im gleichen Zeitraum um 0,3 % (Quellen: s. am Ende Nr. 2). Die Industrie als Rückgrat der deutschen Wirtschaft leidet unter der schwachen Weltwirtschaft, den hohen Energiepreisen und der überbordenden Bürokratie. Die Konsumnachfrage ist ebenfalls von starker Zurückhaltung geprägt. Die Rohölpreise am Weltmarkt schwankten in 2023 nicht übermäßig. Zum Jahresbeginn notierte die Rohölleitsorte WTI bei 73,09 $/b und schloss zum Jahresende bei 65,30 $/b (Quellen: s. am Ende Nr. 3 und 4). Die Themen Klima und Klimawandel und die Veränderungen der Umweltbedingungen gehören zu den größten Herausforderungen der Zukunft, die allerdings nur in Zusammenarbeit aller großen Nationen gelöst werden können. Europa hat hierzu Maßnahmen getroffen und Regularien festgelegt. Wie so oft ist Deutschland etwas ambitionierter der bei Umsetzung als andere europäische Nachbarn. Wärmemarkt Die deutsche Politik hat im Jahr 2023 Unruhe und Veränderungen in den Wärmemarkt gebracht. Die Hersteller von Wärmetechnik verzeichneten einen Absatzzuwachs wie zuletzt in der 90er Jahren in Höhe von 34 %. Profitierten im ersten Halbjahr die Hersteller von Wärmepumpen, so verschob die Diskussion um die Novelle des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) die Nachfrage hin zu fossilen Wärmezeugern. Bis heute sind Haus- und Grundeigentümer verunsichert darüber, welche Technologie für welche Immobilie wohl die richtige ist (Quelle: s. am Ende Nr. 5). Der Vorjahrespeak beim Absatz von Heizöl EL ändert nicht den langfristigen Trend rückläufiger Absätze. In 2023 lag der Absatz in Deutschland mit 11,5 Mio. t zwar knapp über dem von 2021 aber um 5,3 % unter dem des Vorjahres (Quelle: s. am Ende Nr. 6). Kraftstoffmarkt Der Versuch, eine Trendwende beim Klimawandel herbeizuführen, hat auf den europäischen und deutschen Mobilitätsbereich Auswirkungen und setzt die Automobil- und die Mineralölbranche erheblich unter Druck. Gleichzeitig führten die Maßnahmen der Bundesregierung zu Planungsunsicherheiten bei den Verbrauchern. Zum September 2023 wurden die Kaufpreiszuschüsse für gewerblich genutzte Elektro-Fahrzeuge eingestellt und zum Jahreswechsel auch für privat genutzte. Nach einem Aufbäumen im Dezember 2023 bewirkte das eine deutliche Dämpfung der Neuzulassungen von Elektro-PKW (BEV). Zum 01.01.2024 waren in Deutschland insgesamt rund 69,1 Mio Kraftfahrzeuge zugelassen. Davon waren 1,41 Mio. Elektro-PKW (BEV). Dies entspricht einem Anteil von 2,9 % am PKW-Bestand. Im Jahr zuvor lag der Anteil der BEV am PKW-Bestand noch bei 2,1% (Quelle: s. am Ende Nr. 7). Das im Koalitionsvertrag der Ampelregierung geplante Ziel von 15 Mio. Elektro-PKWs bis zum Jahr 2030 wird voraussichtlich nicht erreicht werden. III Geschäftsverlauf 1. Allgemein Die krisenbedingt hohen Produktpreise in 2022 sind in 2023 wieder gesunken, weshalb der Gesamtumsatz der Grebe und Sohn GmbH unter dem des Vorjahres liegt. Leichte Absatzsteigerungen mit einer Normalisierung der Margen führen zu einem gestiegenen Rohertrag im Jahr 2023. Wärmemarkt Die aufgrund der befürchteten Mangellage sehr hohen durchschnittlichen Verbraucherpreise für leichtes Heizöl in 2022 mit einem Spitzenwert im März 2022 von 159,13 €/100 ltr. haben sich in 2023 normalisiert. Der Jahresdurchschnitt 2023 liegt bei 103,40 €/100 ltr. (Quelle: s. am Ende Nr. 8). Im Berichtsjahr 2023 ist der Heizölabsatz des Unternehmens auf das niedrigere Niveau des Jahres 2021 gesunken, sodass in 2023 der Absatz von Heizöl und Brenngas um 12,3 % und der Umsatz um 28,9 % niedriger sind als im Jahr 2022. Kraftstoffmarkt Nach einer deutlichen, stark preisinduzierten Kaufzurückhaltung im Jahr 2022 hat sich die Nachfrage mit der Normalisierung der Verbraucherpreise in 2023 erhöht. Die Absätze des Unternehmens liegen leicht über dem Niveau von 2021 und 2020. Verbesserte Margen sind der Grund, weshalb der Rohertrag trotz zum Vorjahr rückläufiger Umsätze um 16,3 % über dem des Vorjahres liegt. 2. Ertragslage Wie erwartet ging der Fünf-Jahres-Spitzenumsatz des Jahres 2022 in 2023 zurück. Aufgrund guter Einkaufskonditionen konnte der um die sonstigen betrieblichen Erträge bereinigte Rohertrag dagegen um 16,6 % gesteigert werden. Wärmemarkt Das Hausbrandgeschäft setzt sich bei der Grebe und Sohn GmbH aus den Bereichen leichtes Heizöl und Flüssiggas zusammen. Dieses Geschäft ist aufgrund der Transformation der Wärmerzeugung langfristig rückläufig. Der Rohertrag 2023 liegt um 24,6% unter dem von 2022. Kraftstoffmarkt Die gewählten Instrumente auf der Beschaffungsseite erwiesen sich auch in 2023 als belastbar. Bei normalisierten Verkaufspreisen und auskömmlichen Einkaufskonditionen wurden die Margen moderat gesteigert. Der Rohertrag 2023 liegt über den in den Jahren 2022, 2021 und 2020 erzielten Werten. Das um die sonstigen betrieblichen Erträge bereinigte Rohergebnis beträgt rd. 5,0 Mio. Euro und liegt damit um 707,5 TEUR über dem des Vorjahres. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Jahr 2023 außergewöhnliche Einmaleffekte wie z.B. Erträge aus dem Abgang einer Beteiligung in Höhe von 95 TEUR, die Auflösung einer Pensionszusage in Höhe von 318,1 TEUR und die Wertaufholung von Wertpapieren des Umlaufvermögens in Höhe von 185,5 TEUR. Der zur Jahresmitte 2022 erfolgte Erwerb von Anlagevermögen und Personal im Bereich der Transportlogistik für Kraftstoffe und Heizöl von der Tochtergesellschaft GTH Grebe und Sohn Transport und Handel GmbH zeigt sich auch 2023 in gestiegenen Personalkosten, Abschreibungen und Kfz-Kosten. Diese liegen im Berichtsjahr um 101,3 TEUR (Personal), 73,4 TEUR (Abschreibungen) und 95,2 TEUR (Fahrzeugkosten) über den Vorjahreszahlen. Für Reparaturen und Instandhaltung sind in 2023 Aufwendungen in Höhe von 452,0 TEUR angefallen. Der überwiegende Anteil (289,1 TEUR) floss in die Ertüchtigung der Tankstellenstandorte. Weitere umfangreiche Instandhaltungen erfolgten im Flüssiggaslager (103,4 TEUR). Auch das Tanklager für Mineralöle am Standort Korbach wurde modernisiert. In Summe stiegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 356,5 TEUR an. Mit einem Betriebsergebnis (vor Berücksichtigung von sonstigen Steuern) in Höhe von 1.576,4 TEUR (+796,9 TEUR zum VJ) weist das Jahr 2023 den höchsten Ertrag im 5-Jahres-Review aus und ist äußert zufriedenstellend verlaufen. Die vielschichtigen globalen Krisen der letzten Jahre spiegeln sich an den Börsen durch sehr volatile Stichtagsbewertungen der gehaltenen Wertpapiere wieder. Nach den Zuschreibungen in 2021 und den deutlichen Abschreibungen in 2022 trägt die Wertpapierbewertung 2023 mit einer Wertaufholung um 185,5 TEUR zum positiven Ergebnis bei. Das Finanzergebnis liegt mit 1.096,6 TEUR um 1.241,1 TEUR über dem des Vorjahres. Gründe sind zwei nicht durch betriebliche Leistung verursachte Geschäftsvorfälle. Die bestehende Pensionszusage wurde durch eine Rückdeckungsversicherung abgesichert, deren Bewertung nach IDW RH FAB 1.021 erfolgt. Der Effekt der Erstanwendung ist ein Aufwand in Höhe von 136,3 TEUR, welcher in den Folgejahren abschmilzt. Die in 2023 erfolgte Ausschüttung aus der Tochtergesellschaft GTH Grebe & Sohn Transport und Handel GmbH in Höhe von 1 Mio. EUR ist der zweite aperiodische Geschäftsfall im Finanzergebnis. Der Jahresüberschuss beträgt 2.175,0 TEUR und liegt damit um 1.872,8 TEUR über dem des Vorjahres. Zwar ist ein nicht unerheblicher Teil des Jahresüberschusses Ergebnis von nicht regelmäßig zufließenden Erträgen, trotzdem ist die Verdoppelung des Betriebsergebnisses zum Vorjahr ein Grund mit der wirtschaftlichen Entwicklung der Grebe und Sohn GmbH sehr zufrieden zu sein. Unabhängig von diesem sehr guten Ergebnis bleibt es vor dem Hintergrund der sich massiv ändernden Rahmenbedingungen des Geschäfts unerlässlich, sich weiterhin auf ertragsstarke Segmente zu konzentrieren und die Kostenpositionen hinsichtlich Notwendigkeit und bestehender Rationalisierungspotentiale zu prüfen. 3. Vermögens- und Finanzlage Investitionen Nachdem im Berichtsjahr 2022 927,0 TEUR investiert wurden, wovon ein Großteil auf einen neuen Tankstellenstandort entfiel, liegen die Investitionen 2023 wieder auf einem Normalniveau und betragen 356,2 TEUR. Diese setzen sich überwiegend aus Investitionen in den Fuhrpark (237,3 TEUR) und in die Tankstellenstandorte zusammen. Die Anlagenintensität beträgt 14,0 % (Vorjahr: 14,3 %). Vom gesamten Anlagevermögen sind 25,2 % in eigenem Grund und Boden langfristig und wertstabil angelegt und 20,3 % entfallen auf die Beteiligungen und Ausleihungen an Unternehmen. Umlaufvermögen Mit 15.561,3 TEUR liegt das Umlaufvermögen auf dem Niveau des Vorjahres. Innerhalb des Umlaufvermögens gab es stichtagsbedingte Verschiebungen von den Vorräten (-525,6 TEUR) zu den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+451,0 TEUR). Die Saldierung der Rückdeckungsversicherung mit der Rückstellung für Pensionszusagen im Sinne von § 246 Abs. 2 S. 2 HGB ist der Hauptgrund für den Rückgang der sonstigen Vermögensgegenstände. Dagegen laufen die gestiegenen Forderungen aus Steuererstattungen. Per 31.12.2023 betrug der Finanzmittelbestand 4.599,2 TEUR (Vj.: 3.655,1 TEUR), wobei der Zuwachs aus Zuflüssen aus dem operativen Geschäft resultiert. Die Gesellschaft war und ist jederzeit in der Lage ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Die Bilanzsumme beläuft sich per 31.12.2023 auf 18.103,1 TEUR (VJ.: 18.006,1 TEUR). Eigenkapital Auf der Passivseite ist das Eigenkapital durch Gewinnthesaurierung auf 12.792,1 TEUR gestiegen. Die Eigenkapitalquote ist durch die Thesaurierung und den Rückgang der Rückstellungen auf 70,7 % (Vorjahr: 67,3 %) gestiegen. Rückstellungen Die Rückstellungen sind im Wesentlichen durch die Saldierung der Pensionszusagen mit der Rückdeckungsversicherung um 54,1 % gesunken und betragen 778,2 TEUR. Von den Rückstellungen haben 368,4 TEUR langfristigen Charakter und wurden u.a. für Rückbauverpflichtungen gebildet. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen sind zum 31.12.2023 auf 4.352,1 TEUR (+352,2 TEUR) gestiegen. Wesentlicher Grund ist, dass durch den monatlichen Abrechnungsrhythmus eines der Hauptlieferanten für Kraftstoffe der gesamte Warenbezug aus dem Dezember 2023 am Bilanzstichtag als Verbindlichkeit ausgewiesen wurde. Im Summe valutieren die Verbindlichkeiten 348,1 TEUR über dem vorherigen Bilanzstichtag. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Unter Zugrundelegung des Ergebnisses vor Steuern beläuft sich die Eigenkapitalrendite auf 20,5 %. Die Gesamtkapitalrentabilität bezogen auf das Betriebsergebnis liegt bei 14,5 % und die Umsatzrentabilität ist auf 3,7 % gestiegen. Das Working Capital, die Differenz von Umlaufvermögen und kurzfristigen Verbindlichkeiten, beträgt 10.387,9 TEUR, das EBIT beläuft sich für das Geschäftsjahr 2023 auf 1.525,1 TEUR. IV. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Sowohl auf EU- als auch auf nationaler Ebene wird die Elektromobilität weiterhin als Lösung für die Reduzierung der Treibhausgase präferiert. Dem steht entgegen, dass sich derzeit europaweit die dafür erforderlichen Rahmenbedingungen, nämlich günstige Elektrofahrzeuge, eine adäquate Ladeinfrastruktur und ausreichend grüner Strom, nicht so entwickeln wie geplant. Das gleiche gilt für den erforderlichen, aber derzeit stockenden Netzausbau. Dieser Prozess wird das traditionelle Geschäftsmodell der Tankstellen in den nächsten Jahren deutlich verändern. Der Wandel vom reinen Kraftstoffgeschäft hin zum Convenience-Shop und Kfz-Service führt auch zu einem Rückzug der Markenplayer aus dem deutschen Markt. In 2023 verkaufte der französischen Konzern TotalEnergies seine rund 1.200 deutschen Tankstellen an die kanadische Firma Alimentation Couche-Tard, einen Betreiber von Geschäften für Produkte des täglichen Bedarfs. Es zeichnet sich ab, das dies nur einer der ersten großen Marktaustritte war. Diese Wettbewerbsveränderungen beinhalten Chancen; insbesondere für die unabhängigen Tankstellenbetreiber, die flexibel und schnell auf die Bedürfnisse des Markes reagieren können. Gleichzeitig leiden aber auch diese Unternehmen unter den gestiegenen Kosten für Energie und Personal. Die konsequente Konzentration auf durchsatzstarke Standorte, moderne Shop-Konzepte und gute Convenienceangebote sind weiterhin erfolgreich. Im ländlichen Raum, wo sich der Betrieb vom Tankstellen durch mangelnde Personalverfügbarkeit, gestiegene Mindestlöhne und wachsende behördliche Auflagen zunehmen schwieriger gestaltet, wird auch das Downsizing auf Automatenstationen ein Teil der notwendigen Anpassungen sein. Nach einer längeren Phase der Stagnation kehrt die EU-Wirtschaft in 2024 zu einem moderaten Wachstum zurück. In Deutschland hingegen ist das BIP um 0,2 % gesunken (Quelle: s. am Ende Nr. 9). Als Gründe führt das Statistische Bundesamt unter anderem die hohen Energiekosten, ein erhöhtes Zinsniveau und unsichere wirtschaftliche Aussichten an. Deutschland als Exportnation leidet unter dem Verlust der internationalen Wettbewerbsfähigkeit und die Ausfuhren z.B. nach China sinken. Der weiterhin ausbleibende Strukturwandel bewirkt, dass produzierende Branchen wie z.B. die Bauindustrie stagnieren, während öffentliche Dienstleistungen wachsen. All das macht wenig Hoffnung auf zeitnahe Konjunkturschübe. Insbesondere die unsicheren wirtschaftlichen Aussichten hinsichtlich der aktuellen geopolitischen Entwicklungen, der zukünftigen politischen Rahmenbedingungen für fossile Energieträger, der Energiepreisentwicklungen sowie der einsetzenden Lohn-Preis-Spirale belasten die Wirtschaft im allgemeinen und somit auch die Tankstellenbranche. Weder die europäische noch die deutsche Politik liefern verlässliche Rahmenbedingungen für mittel- oder langfristige Planungen. Gleichzeitig werden bei der Reduzierung des CO 2 -Ausstoßes des Verkehrssektors die Potentiale nicht voll ausgeschöpft. Synthetische Kraftstoffe (E-Fuels) und HVO100 oder höhere Beimischungen von regenerativen Kraftstoffen könnten effektive Beiträge zur Dekarbonisierung leisten. Doch es gibt aktuell keine politischen Mehrheiten für eine technologieoffene und marktgesteuerte Klimapolitik. Auch die massiven Schwierigkeiten der Autoindustrie, die anstehende Prüfung des "europäischen Aus für Verbrennermotoren" und die fortgesetzte Diskussion über CO 2 -Flottenquotenziele der Automobilhersteller liefern keine verlässlichen Indikatoren für Zukunftsplanungen. Vor diesem Hintergrund haben sich die Themenschwerpunkte auch in 2024 nicht wesentlich geändert. Noch immer sind die deutsche Wirtschaftsentwicklung, die Umsetzung der Klimaziele, ein technologie-offener Transformationsprozess in der Mobilität und die wachsende Vielfalt von digitalen Zahlungsmitteln die bestimmenden Themen für unsere Branche. Dabei ist es von existenzieller Bedeutung die Entwicklung der E-Mobilität und die Maßnahmen zur Erreichung von Klimazielen genauestens zu beobachten. Neben der intensiven Beobachtung und dem Abwägen von Chancen und Risiken aus den aktuellen Entwicklungen versucht die Grebe und Sohn GmbH mit dem Ausbau des Tankstellennetzes ihre lokale Position als Anbieter einer breiten Anzahl von Kraftstoffen zu festigen. Bei nur begrenzt beeinflussbaren Marktstrukturen und unverändert starkem Wettbewerbsdruck auf der Abnehmerseite liegt der Fokus der Grebe und Sohn GmbH auch zukünftig weiter überwiegend auf der Beschaffungsseite. Die dort bestehenden oligopolistischen Strukturen machen eine sinnvolle Mischung verschiedener Anbieter und Konditionsmodelle erforderlich. Langfristige, strategische Einkaufsplanungen müssen Flexibilität und Stabilität im richtigen Mix enthalten. Zinsrisiken im Bereich der Unternehmensfinanzierung bestehen aufgrund nicht vorhandener Bankverbindlichkeiten nicht. Allerdings können aus den instabilen politischen Lagen nicht absehbare wirtschaftliche Entwicklungen entstehen, die wir als Risiken für den Aktienmarkt und somit auch für den von uns gehaltenen Wertpapierbestand betrachten. Die Adressausfallrisiken werden insgesamt steigen. Für die Grebe und Sohn GmbH sehen wir aufgrund eines solventen und bonitätstarken Kundenstamms, stetiger Überwachung der Kundenzahlungsziele und -limite sowie konsequentem Verzicht auf zweifelhafte Verkaufspositionen dieses Risiko als moderat an. Mit einem Großteil der Kunden bestehen langjährige Beziehungen und der Eingang der Agenturgelder unterliegt einer täglichen Überwachung. Darüber hinaus ist durch klare organisatorische Regelungen sichergestellt, dass für Neukunden eine sorgfältige Einzelprüfung mit anschließender Vergabe eines Kreditrahmens erfolgt. Es sind derzeit keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar. Für das Jahr 2024 geht die Grebe und Sohn GmbH von deutlich rückläufigen Umsätzen aus, da zum Jahreswechsel die Belieferung von Tankstellen Dritter mit Autogas eingestellt wurde. Die dadurch entstehenden Auswirkungen auf den Rohertrag sind allerdings gering. Den allgemeinen Entwicklungen folgend werden die Personalkosten und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen steigen. Als Fortsetzung der laufenden Digitalisierungsprozesse werden in 2024 eine neue Warenwirtschaft für den Schmierstoffbereich und eine neue Web-basierte Personalzeiterfassung eingeführt. In die Tankstellenstandorte wird auch 2024 umfangreich investiert, dabei liegt der Schwerpunkt auf der netzweiten Einführung einheitlicher moderner Warenwirtschaftssysteme. Insgesamt geht die Geschäftsführung davon aus, dass im Jahr 2024 ein Betriebsergebnis auf dem Niveau des Berichtsjahres erzielt wird/wurde. Durch fehlende aperiodische Erträge im Finanzergebnis, wie z. B. der Ausschüttung aus der Tochtergesellschaft, erwarten wir einen Jahresüberschuss 2024 unter dem des Berichtsjahres. Quellen Lagebericht 2023
BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023GREBE UND SOHN GMBH, KORBACHAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023GREBE UND SOHN GMBH, KORBACHI. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS Die Grebe und Sohn GmbH hat Ihren Sitz in Korbach und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Korbach unter der Nummer HRB 50. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft, da die Kriterien des § 267 Abs. 1 HGB, nicht jedoch zwei der Kriterien des § 267 Abs. 2 HGB an zwei aufeinanderfolgenden Bilanzstichtagen überschritten worden sind. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz entspricht § 266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 ist nach dem Gesamtkostenverfahren i. S. d. § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. II. ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Anlagevermögen Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich der planmäßigen grundsätzlich linearen Abschreibungen bewertet. Die zugrunde gelegten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern orientieren sich an den steuerlich anerkannten Mindestnutzungsdauern. Für ausgewählte in den Jahren 2020 bis 2022 angeschaffte bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens wurde anstelle der linearen Abschreibungsmethode die Absetzung für Abnutzung in fallenden Jahresbeträgen nach § 7 Abs. 2 EStG in Anspruch genommen. Die im Geschäftsjahr angeschafften geringwertigen Vermögensgegenstände mit Netto-Anschaffungskosten bis zu einem Wert von EUR 800,00 sind analog den steuerlichen Vorschriften des § 6 Abs. 2 EStG in voller Höhe abgeschrieben worden. Der Abgang der geringwertigen Anlagegegenstände wird im Folgejahr nach der Vollabschreibung unterstellt. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder, sofern einschlägig, mit dem niedrigeren beizulegendem Wert gemäß § 253 Abs. 3 HGB bewertet. Umlaufvermögen Die Bewertung der Vorräte erfolgt mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegendem Wert nach § 253 Abs. 4 HGB. Der Ermittlung der Anschaffungskosten liegt der gleitend ermittelte durchschnittliche Einkaufspreis abzüglich etwaiger Preisminderungen (Skonti und Boni) zugrunde. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen waren in geringem Umfang Einzelwertberichtigungen vorzunehmen. Ferner wurde dem allgemeinen Kreditrisiko durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % der nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen Rechnung getragen. Soweit erforderlich sind die sonstigen Vermögensgegenstände unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert worden. Die sonstigen Wertpapiere werden unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips mit den Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Kurswert angesetzt. Bei positiver Kursentwicklung sind die Anschaffungskosten die Bewertungsobergrenze. Die Bewertung der liquiden Mittel erfolgt zum Nominalwert. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten, mit dem Zahlungen abgegrenzt werden, die Aufwand der Folgeperioden darstellen, beinhaltet in Höhe von EUR 10.060,77 ein Disagio. Rückstellungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf Basis eines versicherungsmathematischen Gutachtens mit dem Erfüllungsbetrag zum Bilanzstichtag angesetzt, der sich nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ergibt. Die Pensionsrückstellung wird erstmals im Geschäftsjahr 2023 nach dem Rechnungslegungshinweis IDW RH FAB 1.021 mit dem Zeitwert der Rückdeckungsversicherung saldiert. Die Berechnung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik nach der sog. Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode) unter Zugrundelegung der "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck. Als Rechnungszins wird der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer angenommenen Restlaufzeit von 10 Jahren von 1,82 % (im Vorjahr: 1,78 %) bei einem angenommenen Rententrend von 2,00 % p.a. (im Vorjahr: 2,00 %) verwendet. Die Rückstellungen berücksichtigen in angemessener Weise alle erkennbaren Risiken, drohenden Verluste und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags dotiert. Langfristige Rückstellungen werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre, welcher von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird, abgezinst. Künftige Preis- und Kostenänderungen werden bei der Dotierung der Rückstellung berücksichtigt. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. III. ANGABEN ZUR BILANZ Anlagevermögen Eine Übersicht über die Entwicklung des Anlagevermögens wird auf der letzten Seite des Anhangs gegeben. Dort sind auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres entsprechend der Gliederung des Anlagegitters ersichtlich. Forderungen Es bestehen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 276,1 (i. V. TEUR 1.109,4) Am Bilanzstichtag bestehen Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 221,8 (i. V. TEUR 461,1) In den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 40,1 (i. V. TEUR 267,6) enthalten. Es bestehen Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht in Höhe von TEUR 223,4 (i. V. TEUR 219,7) Rückstellungen Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt im Geschäftsjahr 2023 EUR 10.535,00. In dieser Höhe besteht gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB eine Ausschüttungssperre. Von dem Wahlrecht gemäß Art. 67 Abs. 1 EGHGB, die sich aus der erstmaligen Anwendung des BilMoG ergebende Zuführung zu den Pensionsrückstellungen über einen Zeitraum von 15 Jahren zu verteilen, wird Gebrauch gemacht. Der sich hieraus ergebende nicht bilanzierte Betrag wurde im Geschäftsjahr 2023 mit 1/15 (EUR 13.586,00) aufgelöst und beträgt zum 31. Dezember 2023 EUR 13.591,00. Verbindlichkeiten Am Bilanzstichtag bestehen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr in Höhe von TEUR 4.532.685,98 (im Vorjahr: TEUR 4.184.574,88) Am Bilanzstichtag bestehen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 42.608,57 (im Vorjahr: TEUR 52.895,52). Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen ergeben sich aus Mietverhältnissen und Leasingverträgen. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Mietverhältnissen betragen, unter Berücksichtigung der ersten Kündigungsmöglichkeit, insgesamt TEUR 1.406,6 bei einer durchschnittlichen Restlaufzeit von 5,7 Jahren; davon sind im Jahr 2024 TEUR 243,2 fällig, und TEUR 188,1 davon bestehen gegenüber verbundenen Unternehmen. V. SONSTIGE ANGABEN Anzahl der Arbeitnehmer Im Jahresdurchschnitt betrug die Zahl der Beschäftigten im Jahr 2023 - ohne Auszubildende - 24, davon 14 kaufmännische und 10 gewerbliche Beschäftigte. Gesellschaftsorgane Einzelvertretungsberechtigter Geschäftsführer der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 war Herr Thomas Grebe. Er ist hauptberuflich als Geschäftsführer mehrerer Gesellschaften tätig. Für Hinterbliebene ausgeschiedener Geschäftsführer wurde eine Pensionsrückstellung in Höhe von EUR 0,00 (Vj. EUR 339.256,00) gebildet (vor Abzug des nicht bilanzierten Unterschiedsbetrags nach Art. 67 Abs. 2 HGB). Verbundene Unternehmen und Beteiligungsunternehmen Die Gesellschaft hält folgende Beteiligung im Sinne des § 271 Abs. 1 Satz 1 HGB:
Die Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 3 Nr. 1 HGB wurde für drei Beteiligungen in Anspruch genommen. Ergebnisverwendung Es wird vorgeschlagen, das Jahresergebnis 2023 in die Gewinnrücklagen einzustellen.
Der Jahresabschluss wurde am 1. April 2025 von dem Geschäftsführer Herrn Thomas Grebe unterzeichnet. Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 30. April 2025 festgestellt. Bei dem vorstehenden Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang) handelt es sich um die nach § 327 HGB i.V.m. § 325 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Zu dem geprüften, vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: "Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Grebe und Sohn GmbH, Korbach Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Grebe und Sohn GmbH, Korbach, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Grebe und Sohn GmbH, Korbach, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Kassel, den 1. April 2025 Prof.
Dr. Ludewig u. Partner GmbH
Dipl.-Kfm. Burkhard Muster, Wirtschaftsprüfer Dipl.-Ök. Dietke Sauer, Wirtschaftsprüferin" |
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