Petroleum Services GmbHLiquidiert

29221 Celle, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Lüneburg HRB 200530
Vorher
ITAG Tiefbohr GmbH
Eingetragen
24.11.2006
Branche
Erbringung von Dienstleistungen für die Gewinnung von Erdöl und ErdgasTest- und SuchbohrungHerstellung von Mineralölerzeugnissen und von fossilen Brennstoffen
Gegenstand
Durchführung von Tiefbohrungen für Erdöl, Erdgas und sonstige Mineralien sowie das Aufwältigen und Reparieren von defekten und/oder unproduktiven Bohrungen.

Historie

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Management

NameRolle
Marc Leverenz
seit 22.7.2016
Prokura
Jaber A. Dr. Al-Marri
seit 31.10.2007
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Hermann von Rautenkranz Internationale Tiefbohr GmbH & Co. KG ITAG
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Hermann von Rautenkranz Internationale Tiefbohr GmbH & Co. KG ITAG
Germany
1.023.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

ITAG Tiefbohr GmbH

(vormals ITAG Tiefbohr GmbH & Co. KG, Celle)

Celle

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2006

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2006

1. Firmenportrait

Die Bohr- und Aufwältigungsanlagen der ITAG Tiefbohr GmbH (ITB) sind sowohl im In- als auch im Ausland im Einsatz. Das Leistungsspektrum der Bohr- und Aufwältigungsgeräte reicht von den modernen dieselelektrischen Tiefbohranlagen mit Hakenlasten bis zu 700 t über schweren Aufwältigungswinden für tiefe Gasbohrungen und die mobilen Bohranlagen, deren typische Einsatzbereiche die Erdölfelder sowie Gasspeicher-, Kavernen- und Geothermieprojekte sind, bis hin zu leichten Ölfeldwinden. ITB hat im Laufe der langjährigen Kontraktortätigkeit in mehr als 25 Ländern der Welt gearbeitet.

Folgender Gerätepark von Bohr- und Aufwältigungsgeräten wird von ITB betreut:

Anlage Nr. Anlagentyp Hakenlast (kN) Eigentümer
Bohranlagen      
Rig 23 Oilwell E 2000 5.785 ITB
Rig 24 Wirth GH 2000 4.450 ITB (nicht einsatzbereit)
Rig 26 Wirth GH 1500 hydr. 2.510 ITB (nicht einsatzbereit)
Rig 27 Ideco E 3000 6.720 ITB
Rig 30 Wirth GH 1250 E 2.500 ITB
Rig 40 National 1000 AC 2.000 ITB
Rig 110 Wilson 75 1.800 ITB
Rig 120 Wilson 75 1.800 ITB
Ölfeld-Winden      
Rig 114 Cabot 400 600 ADPS*
Rig 117 SBS Ideco, Wilson 38 600 ADPS

* ADPS = Austrian Drilling & Production Services GmbH

2. Marktsituation

Die internationalen Ölpreise auf Dollar-Basis bewegten sich zwischen 50 und 60 $/bbl, wobei die Ölpreisentwicklungen in Dollar und Euro 2006 fast parallel verliefen.

Die Gaspreise waren im Jahresdurchschnitt 2006 um 20% höher als 2005. Die deutsche E&P-Industrie hat 2006 die Investitionen um 15% gegenüber dem Vorjahr erhöht. Die Bohrmeterleistungen der E&P-Industrie in Deutschland fielen um 17% gegenüber 2005 auf 52.800 m. Da zunehmende Ablenkungen aus den unteren Teilen vorhandener Bohrungen erfolgen, ist die Bohrmeterleistung nicht allein maßgeblich für das Aktivitätsniveau. Gegenüber 2005 erhöhte sich die Anzahl der Mitarbeiter in der deutschen E&P-Industrie auf 6.620 Mitarbeiter (Vorjahr 6.050). Dieser positive Trend wird sich 2007 fortsetzen.

Auch die Bohraktivitäten auf dem europäischen Markt haben im Jahr 2006 sowohl für Produktionsbohrungen für Gas als auch für Gasspeicher- und Geothermie-Bohrungen zugenommen.

3. Umsatz- und Auftragsentwicklung

Basierend auf den Einsatzplanungen unserer wichtigsten Auftraggeber, der abgeschlossenen langfristigen Bohrverträge sowie den erwarteten Marktentwicklungen wurde der Umsatz für das Geschäftsjahr 2006 konservativ mit 41.048 TEUR = - 4,4% gegenüber dem Ist-Vorjahr geplant. Für Bohrprojekte außerhalb der EU wurde kein Umsatz erwartet.

Von den 8 schweren und leichten Anlagen der ITB wurden nur 6 einsatzfähige Rigs - 23, 27, 30, 40, 110 und 120 - vermarktet. Im Durchschnitt waren 5,5 Anlagen im Einsatz (+ 10% gegenüber 2005). In Österreich waren beide Winden der ADPS kontinuierlich beschäftigt.

Folgende Tabelle zeigt die Umsatzerlöse aus den verschiedenen Erzeugnisgruppen.

Erzeugnisgruppe Ist 2005
TEUR
Plan 2006
TEUR
Ist 2006
TEUR
Abweichung Plan / Ist
Schwere Anlagen 18.547 21.810 25.447 + 17%
Leichte Anlagen 16.768 16.744 20.375 + 22%
Winden 836 1.145 921 -20%
Service + Management 6.796 1.350 4.134 + 204%
Gesamt ITB 42.947 41.049 50.877 + 24%

Aufgrund des hohen Aktivitätsniveaus sowohl mit den schweren als mit den leichten Bohranlagen wurde der geplante Umsatz weit übertroffen. Der Mehrumsatz für die Bohranlagen sowie für Service/Management konnte den Minderumsatz bei den Winden ausgleichen. Der erzielte Gesamtumsatz war 24% über dem Plan.

Der Auftragsbestand von ITB zum 31.12.2006 betrug 35.725 TEUR (Vorjahr 21.200 TEUR).

3.1 Der Gesamtumsatz der ITAG TIEFBOHR GmbH wird mit 50.877 TEUR ausgewiesen.

4. lTB's Service-Betriebe in Westercelle

Im Magazin wurde eine Stichproben-Inventur mit einer Abweichung 0 erfolgreich durchgeführt.

Die Werkstätten in Westercelle waren zur Versorgung der eigenen Bohranlagen sowie durch den Service-Vertrag für die Bohranlage T-160 der RWE-Dea AG gut ausgelastet.

Die Modernisierungen an Rig 23 (neue Schaltanlage, Hochtanks, Silos, Schüttelsiebe etc.) sowie an Rig 120 (Elektrifizierung des Hebewerkes, Installation eines Topdrive-Systems) sorgten für zusätzliche Beschäftigung in den Werkstätten.

Folgende Modernisierungsmaßnahmen wurden auf dem Gelände in Westercelle umgesetzt:

Erneuerung des Zauns

Herrichtung einer vorhandenen Halle als Werkstatt und Lagerraum

5. Ergebnissituation

Bei einer Umsatzsteigerung von 9.828 TEUR (+ 24%) gegenüber dem Plan wurde ein positives Ergebnis von 7.609 TEUR erreicht.

  2003 2004 2005 2006
Umsätze 27.110 TEUR 32.480 TEUR 42.947 TEUR 50.877 TEUR
Ergebnis - 1.923 TEUR + 1.312 TEUR + 3.385 TEUR + 7.609 TEUR

Sowohl der Umsatz als auch das Betriebsergebnis stellten neue Bestwerte in der Geschichte der ITB dar.

Aufgrund der guten Auslastung der Bohranlagen und den damit verbundenen "Cash-Eingängen" hatte die ITAG Tiefbohr während des gesamten Geschäftsjahres 2006 einen wesentlichen Anteil an der Liquiditätssituation der gesamten ITAG-Gruppe geleistet und garantiert.

Folgende einmalige Sondereffekte hatten einen Einfluss auf das Ergebnis:

a)

Aufgrund von noch nicht bezahlten Forderungen an einen Kunden aus der Geothermie in Höhe von 2.555 TEUR musste eine Einzelwertberichtigung auf die Forderung in Höhe von 1.200 TEUR vorgenommen werden.

b)

Für unterlassene Reparatur- und Instandhaltungsmaßnahmen an den Bohranlagen zum 31.12.2006, die erst im I. Quartal 2007 durchgeführt werden können, wurde eine Rückstellung in Höhe von 561 TEUR gebildet.

Aus Anlageabgängen ergaben sich Buchgewinne in Höhe von 225 TEUR im Wesentlichen aus dem Verkauf von Bohrgestänge nach Fangarbeiten bzw. nach abnormalem Verschleiß.

6. Investitionen

Bei Abschreibungen von 3.857 TEUR (Vorjahr: 3.467 TEUR) wurden im Geschäftsjahr Ersatz-Investitionen in Höhe von rd. 5.451 TEUR getätigt.

7. Beteiligungen

Die Aktivitäten von ITB für das Joint Venture ITAG-ZE in Kasachstan Ltd. wurden im Frühjahr 1999 eingestellt. Eine örtliche Liquidation hat nicht stattgefunden.

8. Personal- und Sozialbereich

Die Anzahl der ITB-Mitarbeiter betrug am Jahresende 266, darin waren 24 Mitarbeiter für andere ITAG-Bereiche enthalten; Personalwesen 4 und Auszubildende 14. Das Personal ist in folgende Bereiche gegliedert:

  2002 2003 2004 2005 2006
Leitung/Administration/Abrechnung 15 16 14 14 12
Service und Technik 27 29 29 34 34
Magazin 5 5 5 5 5
Betriebsleitung 3 3 4 4 5
Bohrpersonal 128 134 144 161 186
ADPS (Libyen) 1 1   - -
SUMME 179 188 196 218 242
Personalwesen 3 4 4 4 4
Einkauf 2 2 2 3 3
Auszubildende 14 14 15 18 14
Altersteilzeit   - 7 7 3
Erziehungsurlaub - - - 1 -
Total ITB 198 208 224 251 266

Trotz einer Umsatzsteigerung von + 24% gegenüber dem Plan wurde der eigene Personalstand um nur + 6% erhöht.

Zur Spitzenabdeckung wurden zeitweise bis zu 50 Leiharbeiter eingesetzt.

Die Personalfluktuation war wie folgt:

Zugänge: 43 Mitarbeiter
Abgänge: 28 Mitarbeiter

Im betrieblichen Vorschlagswesen wurden 44 Vorschläge (Vorjahr: 27) eingereicht.

9. Aus- und Weiterbildung

Zur besseren Qualifikation der Betriebsingenieure, Aufsichtspersonen und Arbeitskräfte wurden regelmäßig umfangreiche Schulungen durchgeführt. Das Schulungsprogramm umfasste gesetzliche und SCC-vorgeschriebene Schulungen, Schulungen für Tätigkeiten mit hohem Gefährdungspotential sowie Weiterbildungsmaßnahmen.

Im Geschäftsjahr 2006 wurden ca. 475 (Vorjahr: 470) Manntage für Schulungen und Weiterbildung aufgewendet.

Zwei Mitarbeiter beendeten erfolgreich die Ausbildung zum Bohrtechniker, vier weitere wurden zur Teilnahme am Schichtführerlehrgang an der Bohrmeisterschule in Gelle abgestellt.

10. Zertifizierungen / Audits

Zur Reduzierung des Aufwandes für die internen und externen Audits wurde in der Zeit vom 20.02.2006 bis 24.02.2006 das kombinierte externe Audit bezüglich Qualitätsmanagement nach der Norm DIN EN ISO 9001:2000 und SCC** (Safety Certificate for Contractors) durch SGS Gesellschaft für Zertifizierung m.b.H. durchgeführt.

Das Audit ergab 3 geringfügige Abweichungen und 34 Hinweise auf Verbesserungspotential. Das Zertifikat wurde erteilt und ist 3 Jahre bis zum 09.03.2009 für folgende Tätigkeiten gültig:

Planung und Durchführung von Bohr- und Aufwältigungsprojekten

Wartung, Reparatur und Projektierung von Anlagenkomponenten für die Erdöl- und Erdgasindustrie

Logistische Versorgung, Materialvorhaltung und Vermietung von Bohrausrüstung

Mit dem Zertifikat wird bestätigt, dass ITAG Tiefbohr GmbH bei ihren Tätigkeiten die festgelegten Kriterien bezüglich Qualitätsmanagement nach der Norm und bezüglich Arbeitssicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz gemäß der SCC-Checkliste umsetzt. Das Personal ist entsprechend geschult und kundig in der Anwendung.

Das für das Geschäftsjahr 2006 durchgeführte interne Audit hat 1 Abweichung und 52 Hinweise auf Verbesserungspotential ergeben. Bei der Abweichung handelt es sich um die zu überarbeitende ITAG-Arbeitsordnung.

Von unseren Kunden werden unsere Arbeiten überwiegend positiv und anerkennend gewürdigt. Besonders hervorgehoben wird die effiziente Ausführung unserer Dienstleistungen aber auch das umsichtige und sichere Arbeiten ohne Unfälle und Schäden für die Umwelt.

11. Gesundheits- und Arbeitsschutz

Die Unfallhäufigkeitsrate (LTIF) für ITB-Mitarbeiter einschließlich Leihpersonal betrug bei 562.650 geleisteten Arbeitsstunden und 0 meldepflichtigen Unfällen> 1 Tag Ausfallzeit = 0,00.

Damit ist es gelungen 2 Jahre fortlaufend ohne meldepflichtigen Arbeitsunfall mit Ausfallzeit zu arbeiten, welches das beste Ergebnis in der Geschichte der ITAG Tiefbohr GmbH darstellt und den hohen Stellenwert der Arbeitssicherheit belegt.

Unfälle und gemeldete Ereignisse mit erhöhtem Risikopotential wurden entsprechend der Festlegungen im SM-Handbuch - Kapitel Unfallberichtswesen - untersucht.

Als Erkenntnisse aus den Risiko-Unfallanalysen wurden diverse Verbesserungsmaßnahmen eingeleitet und umgesetzt.

Das Sicherheits- und Gesundheitsschutzdokument der Rig 120 wurde entsprechend des IADC-Leitfadens überarbeitet.

Mit der Einführung des ITAG-STOP-Systems in 2000 wurde jedem Mitarbeiter die Möglichkeit gegeben, sich aktiv an der Ausschaltung unsicherer Situationen und Handlungen am Arbeitsplatz zu beteiligen. Insgesamt wurden 4684 STOP-Karten im Jahr 2006 (Vorjahr: 3396) abgegeben, d.h. eine Zunahme um 38% gegenüber 2005.

Die Überprüfung der Vorgaben des GSU-Jahresprogramms 2006 erfolgte in der GSU-Sitzung vom 21.08.2006 sowie bei der Erstellung des Programms 2007.

Bei dem Programm 2007 handelt es sich erstmals um ein kombiniertes QM- und GSU-Jahresprogramm.

Die Mitarbeiter des Betriebsplatzes Westercelle hatten am 16. Juni 2006 3 Jahre ohne Unfall mit Ausfallzeit (LTI) gearbeitet und erhielten eine Auszeichnung.

Die Mitarbeiter der Rig 110 hatten am 01. Oktober 2006 3 Jahre ohne meldepflichtigen Unfall (TRC) gearbeitet und erhielten eine Auszeichnung.

Die Mitarbeiter der Rig 30 hatten am 17. Februar 2006 6 Jahre ohne Unfall mit Ausfallzeit (LTI) gearbeitet und erhielten eine Auszeichnung.

Die Mitarbeiter der Rig 114/ 117 hatten am 07. April 2006 8 Jahre ohne Unfall mit Ausfallzeit (LTI) gearbeitet und erhielten eine Auszeichnung.

Die Mitarbeiter der Rig 27 hatten am 28. September 2006 9 Jahre ohne Unfall mit Ausfallzeit (LTI) gearbeitet und erhielten eine Auszeichnung.

Alle Mitarbeiter der ITB hatten am 23. Dezember 2006 2 Jahre fortlaufend ohne meldepflichtigen Arbeitsunfall mit Ausfallzeit (LTI) gearbeitet.

Alle Mitarbeiter der ITB sowie das eingesetzte Leihpersonal hatten das gesamte Kalenderjahr 2006 bereits zum zweiten Mal hintereinander ohne meldepflichtigen Unfall mit Ausfallzeit gearbeitet.

12. Umweltschutz und Risiken

Im Bohrbetrieb der ITB sowie im Servicebetrieb Westercelle anfallende Abfälle wurden gemäß Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz behandelt, wobei der Grundsatz der Vermeidung und Verminderung Vorrang vor der Entsorgung hatte. Die Möglichkeit einer Verwertung wurde in jedem Fall in Zusammenarbeit mit den zugelassenen Abfallverwertungs- und Beseitigungsunternehmen geprüft.

Für Abfälle, die einer Abfallentsorgungs- oder Wiederverwertungsanlage zugeführt werden müssen, wurden nur zugelassene Transport- und Entsorgungsunternehmen beauftragt. Hierfür wurde das Begleitscheinverfahren als Nachweisverfahren ordnungsgemäß durchgeführt und vom Betrieb überwacht und dokumentiert.

Am 22.01.2006 ist an der Rig 23 ca. 15 m 3 aufgesalzene Spülung auf den geschotterten Bohrplatz ausgetreten. Der verunreinigte Schotter wurde von einer Fachfirma ordnungsgemäß entsorgt.

An den Anlagen Rig 23 und Rig 40 wurde die Beurteilung von Arbeitslärm auf die Nachbarschaft durch den TÜV Nord durchgeführt. Des Weiteren wurde zur Reduktion der Dieselemissionen die Teilelektrifizierung der Hebewerksantriebe der Rig 120 abgeschlossen.

Auf der Rig 40 wurde eine Beprobung und Analyse des Wassers durchgeführt und der Einbau von zwei zusätzlichen Aufbereitungskomponenten in den Wasserversorgungscontainer zur Sicherstellung von Trinkwasserqualität initialisiert.

13. Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres

Zum 1. Januar 2006 wurde ITAG Tiefbohr GmbH & Co. KG in ITAG Tiefbohr GmbH umfirmiert. Zugleich wurde ein Ergebnisabführungsvertrag zwischen ITAG Tiefbohr GmbH und der Muttergesellschaft HERMANN VON RAUTENKRANZ Internationale Tiefbohr GmbH & Co. KG ITAG geschlossen.

Aufgrund von Bohrlochschwierigkeiten mit anschließenden Fangarbeiten und Ablenkungen an einer Geothermiebohrung kam es im Berichtsjahr zum Abbruch des Bohrprojektes. Die bis dahin entstandenen Forderungen (ca. 3.300 TEUR) wurden vom Auftraggeber anerkannt, jedoch zum Geschäftsjahresschluss nur zum Teil ausgeglichen. In 2006 hat sich die Gesellschaft auf dem Rechtswege zur Sicherung der Forderung Sicherheiten stellen lassen. In 2007 wurden weitere Sicherheiten vereinbart. Es wurde ferner mit der teilweisen Verwertung von sicherungsübereigneten Gegenständen begonnen.

14. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die Bedeutung des europäischen Marktes für die ITB hat in den letzten Jahren zugenommen.

Neben dem traditionellen Markt der ITB - die Öl- und Gasindustrie - entsteht durch die Nutzung der Geothermie für die Stromerzeugung ein neues Potential für Bohrarbeiten in Deutschland. Nach der Verabschiedung des Erneuerbaren Energie Gesetzes (EEG) zum 01.07.2004 wird für den geothermisch erzeugten Strom 0,15 Euro/ kWh über 20 Jahre vergütet. Dadurch ist eine Zunahme solcher Bohrprojekte eingetreten. Dies ist bereits an den vielen Anfragen für Geothermiebohrungen spürbar.

Die ITB hat eine erste Geothermie-Bohrung in Baden-Württemberg im I. Quartal 2004 abgeteuft, gefolgt von weiteren Geothermie-Bohrungen an verschiedenen Lokationen im Bundesgebiet in einem Zeitraum von Dezember 2004 bis März 2006. Diese wurden von ITB zum Teil als Generalunternehmer durchgeführt.

Zur Erhöhung der Betriebssicherheit in der Erdgasversorgung werden in Zukunft auch verstärkt Erdgasspeicher in Aquiferen und Salzstöcken erschlossen. Auch von diesem Bereich sieht die Gesellschaft Auftragschancen.

Neben den Chancen bestehen allerdings auch Risiken für die künftige Entwicklung, auf die die Gesellschaft jedoch keinen Einfluss hat. Diese bestehen in der Preisentwicklung für Öl und Gas, da hiervon die Investitionsbereitschaft potentieller Auftraggeber beeinflusst wird.

Ein weiteres Risiko besteht im zunehmenden Wettbewerbsdruck. Bereits aktuell und auch in den nächsten Jahren wird der Wettbewerbsdruck für die ITB zunehmen. Aufgrund des stark wachsenden Geothermie-Marktes sowie der Verknappung von Bohranlagen im Öl- und Gassektor, ist die Investitionsbereitschaft unserer Konkurrenz groß, um weitere Bohranlagen in Deutschland sowie in Europa mittelfristig in diesen Marktsegmenten platzieren zu können.

Diese Tatsache stellt zwar momentan keine unmittelbare Gefahr für die Auslastungen der ITB dar, muss aber ernst und aufmerksam weiterhin beobachtet werden.

Hier gilt es gegenzusteuern und ebenfalls die Investitionsbereitschaft zu forcieren. Die Entwicklung im Bereich Geothermie hängt maßgeblich von den Maßnahmen der Umwelt- und Energiepolitik ab.

Wechselkursrisiken sind als gering zu betrachten, da die ITB in Deutschland und Europa überwiegend tätig ist. Alle operativen mittel- und langfristigen Bohrverträge sind und werden auf EURO-Basis abgeschlossen. Risiken werden nur gesehen, wenn Ersatz - und Erweiterungsinvestitionen durchgeführt werden, die überwiegend US Dollar Basis als Vertragsgrundlage ausweisen.

Auf mittel- bis langfristige Sicht wird die absehbare Erschöpfung der Ressourcen Öl und Gas Auswirkungen auf das Geschäft im Öl- und Gas-Bereich haben.

15. Ausblick 2007

Der Auftragsbestand betrug zum 31.12.2006 ca. 35.725 TEUR (Vorjahr 21.200 TEUR).

Basierend auf den Einsatzplanungen unserer Auftraggeber und den erwarteten Marktentwicklungen wurde der Umsatz für das Geschäftsjahr 2007 mit 46.830 TEUR (Ist Vorjahr: 50.877 TEUR) mit einem erwarteten Ergebnis von + 5.085 TEUR (Ist Vorjahr: 7.609 TEUR) geplant. Hierin enthalten ist ein AO-Ertrag von 260 TEUR aus Anlagenverkäufen. Die Planvorgaben wurden im ersten Quartal 2007 bereits übertroffen.

Da die Investitionen für die vorhandenen Bohranlagen größtenteils nur für Ersatz getätigt werden, wird ein positiver Cash-Flow erzeugt. In den ersten 3 Monaten von 2007 wurden nur 882 TEUR aus der Jahresgesamtplanung von 4.100 TEUR investiert. Aufgrund der guten Ertragsituation von ITB können mittlerweile erforderliche Investitionen für die Herrichtung stillgelegter Bohranlagen für neue Märkte durch deutsche Banken und Leasinggesellschaften dargestellt werden.

Die Auslastung des Geräteparks (die Einsatzquote der 6 vollständigen und vermarktbaren Anlagen) betrug im Jahresdurchschnitt 2006 ca. 90%. Insgesamt ist mit einem Beschäftigungsniveau von ca. 6 ITB-Bohranlagen in Europa für die nächsten Jahre zu rechnen.

Durch die Erweiterung des Geschäftsfeldes auf Geothermie-Projekte und aufgrund der großen Nachfrage nach Tiefbohranlagen für Gas- und Speicher-Bohrungen wird auch für 2007 mit einer Vollauslastung des Geräteparks gerechnet. Der Zeitpunkt für Investitionen in zusätzliche Bohranlagen ist günstig.

Die Marktsituation 2007 für die ITAG Bohranlagen ist geprägt durch viele Langzeitverträge.

Um darüber hinaus den stabilen Markt im Öl/ Gas/ Speichergeschäft in Europa und insbesondere den stark wachsenden Markt für Geothermieprojekte (Oberrhein und Raum München) bedienen zu können, wird die Inbetriebnahme einer neuen weiteren Bohranlage angestrebt. Die Geothermieprojekte, die ITAG kurzfristig akquirieren könnte, würden eine mehrjährige Vollbeschäftigung für mindestens 1 Tiefbohranlage garantieren. Eine Ausweitung der Bohraktivitäten auf Einsatzgebiete außerhalb von Europa wird aufgrund der erheblichen Zusatzinvestitionen, des starken Wettbewerbs aus Billiglohn-Ländern und der ungünstigen Kursrelation Euro / USD nicht geplant.

16. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Zum 1. Januar 2007 wurde die Produktgruppe der IVOP "Oilwell Service" von ITB übernommen.

Da bereits das Servicepersonal als auch die Magazinführung bei ITB vorhanden war, erwartet man einige Synergie-Effekte und eine bessere Kundenbetreuung.

 

22. Mai 2007

T. Növig

Bilanz zum 31. Dezember 2006

AKTIVA

 
EUR
Vorjahr
TEUR
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
Software und andere Rechte   13.682,00 22
II. Sachanlagen      
1. Bauten auf fremden Grundstücken 26.821,00   46
2. Technische Anlagen und Maschinen 21.976.306,00   20.796
3. Andere Anlagen, Betriebs-, und Geschäftsausstattung 178.888,00   155
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 562.966,24   217
    22.744.981,24 21.214
III. Finanzanlagen      
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.000.000,00   4.000
2. Beteiligungen 0,00   0
    1.000.000,00 4.000
    23.758.663,24 25.236
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
1. Roh-, Hilfe- und Betriebsstoffe 2.332.990,52   2.210
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 91.423,30   81
    2.424.413,82 2.291
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.629.029,96   6.809
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.439.357,68   488
davon gegen die Gesellschafterin: EUR 0,00 (i.V. TEUR 488)      
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.628.071,64   1.617
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 1.189.402,83 (i.V. TEUR 1.197 )      
    12.696.459,28 8.914
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten   1.918.306,11 1.021
    17.039.179,21 12.226
C. Rechnungsabgrenzungsposten   196.517,95 141
D. Nicht durch Vermögenseinlagen gedeckte Verlustanteile der Komplementärin   0,00 2
    40.994.360,40 37.605

PASSIVA

     
 
EUR
Vorjahr
TEUR
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital (Vorjahr: Kommanditeinlagen)   1.023.000,00 6.614
II. Kapitalrücklage   5.591.298,48 0
    6.614.298,48 6.614
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Sachanlagevermögen   916.988,00 942
C. Rückstellungen      
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 6.683.980,00   6.580
2. Steuerrückstellungen 523.937,00   1.317
3. Sonstige Rückstellungen 2.087.319,00   1.550
    9.295.236.00 9.447
D. Verbindlichkeiten      
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.970.323,28   3.284
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 1.313.429,90 (i.V. TEUR 1.314)      
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.024.204,49   3.965
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 3.841.918,23 (i.V. TEUR 3.227)      
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 14.705.765,37   9.943
davon gegenüber der Gesellschafterin: EUR 6.594.812,93 (i.V. TEUR 0)      
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 11.812.908,13 (i.V. TEUR 5.448)      
4. Sonstige Verbindlichkeiten 2.467.544,78   3.410
davon aus Steuern: EUR 847.768,27 (i.V. TEUR 1.478)      
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 61.795,08 (i.V. TEUR 479)      
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 1.741.654,04 (i.V. TEUR 2.737)      
    24.167.837,92 20.402
    40.994.869,40 37.605
E. Eventualverbindlichkeiten      
Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen   99.701,72 1.586
    99.701,27 1.586

Gewinn- und Verlustrechnung

 
EUR
Vorjahr
TEUR
1. Umsatzerlöse   50.876.906,12 43.081
2. Verminderung des Bestands an selbst erstellten Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, unfertigen Leistungen und Fertigerzeugnissen   -38.717,09 -1.617
3. Andere aktivierte Eigenleistungen   614.687,45 445
4. Sonstige betriebliche Erträge   1.561.641,58 4.401
davon Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse zum Sachanlagevermögen: EUR 148.701,01 (i.V. TEUR 131)      
5. Materialaufwand      
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -3.881.181,17   -4.082
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -6.085.121,66   -6.615
    -9.966.302,83 -10.697
6. Rohergebnis   43.048.215,23 35.613
7. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter -13.033.427,46   -11.199
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -3.211.600,56   -2.884
davon für Altersversorgung: EUR 521.624,20 (i.V. TEUR 479)      
    -16.245.028,02 -14.083
8. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   -3.857.412,03 -3.467
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen   -14.498.244,61 -12.261
10. Betriebsergebnis   8.447.530,57 5.802
11. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 218.438,36   280
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 218.438,36 (i.V. TEUR 280)      
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 50.650,17   8
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 13.971,24 (i.V. TEUR 0)      
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.200.764,69   -1.679
davon an verbundene Unternehmen: EUR 765.122,31 i.V. TEUR 1.258)      
14. Finanzergebnis   -931.676,16 -1.391
15. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   7.515.854,41 4.411
16. Steuern vom Ertrag 123.723,20   -1.017
17. Sonstige Steuern -30.437,22   -9
    93.285,98  
18. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn   -7.609.140,39 0
19. Jahresüberschuss   0,00 3.385

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2006

(1) Allgemeine Angaben

Durch Beschluss vom 28. August 2006 wurde die ITAG Tiefbohr GmbH & Co. KG durch formwechselnde Umwandlung in die ITAG Tiefbohr GmbH geändert. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 24. November 2006.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2006 wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des HGB aufgestellt.

Die Gliederung des Jahresabschlusses erfolgte gemäß den gesetzlichen Gliederungsvorschriften der §§ 266 bzw. 275 Abs. 2 HGB. Bei der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) beibehalten.

Angaben zur Bilanz

(2) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und linear abgeschrieben. Es wird eine Nutzungsdauer von 3 Jahren unterstellt.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen der Vorjahre und um die Abschreibungen des Berichtszeitraumes bewertet. Wie in den Vorjahren wurden bei den Zugängen aktivierte Eigenleistungen berücksichtigt. Die angesetzten Herstellungskosten umfassen neben Fremdleistungen, Fertigungsmaterial und Fertigungslöhnen Zuschläge für Fertigungsgemeinkosten. Die Investitionszuschüsse sind in einem passiven Sonderposten erfasst. Der Posten wird jährlich entsprechend der Nutzungsdauer der betreffenden Wirtschaftsgüter aufgelöst.

Die Abschreibung des unbeweglichen Sachanlagevermögens erfolgt linear. Sie bemisst sich bei Bauten auf fremden Grundstücken nach einer Nutzungsdauer von 6 und 10 Jahren.

Bei beweglichen Anlagegegenständen erfolgten die Abschreibungen linear und zeitanteilig. Die zugrundegelegte Nutzungsdauer beträgt bei technischen Anlagen und Maschinen zwischen 3 und 8 Jahren, bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 2 und 10 Jahren. Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden wie bisher im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Das Finanzanlagevermögen wurde mit den Anschaffungskosten bzw. dem fortgeführten niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungen auf Beteiligungen werden vorgenommen, soweit der anteilige Unternehmenswert unter die Anschaffungskosten gesunken ist.

Bei den Vorräten sind die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Waren zu fortgeschriebenen Einstandspreisen oder zum niedrigeren beizulegenden Wert aufgrund gesunkener Wiederbeschaffungskosten bzw. sonstiger Wertminderungen angesetzt, Bestandsrisiken wegen Ungängigkeit sind durch Abschläge entsprechend berücksichtigt.

Das Niederstwertprinzip bei der Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren wurde beachtet, Abschreibungen erfolgten, sofern die Wiederbeschaffungskosten am Bilanzstichtag niedriger waren.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen, sonstige Vermögensgegenstände sowie flüssige Mittel sind grundsätzlich mit dem Nennwert abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen bilanziert. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen sind mit dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital bewertet.

Die Pensionsrückstellungen (TEUR 6.684; i.V. TEUR 6.580) sind grundsätzlich mit dem Teilwert gemäß § 6 a EStG nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung eines Rechnungszinsfußes von 6% passiviert. Dabei würden die "Richttafeln 2005 G" von Prof. Klaus Heubeck berücksichtigt. Aufgrund von in Vorjahren unterbliebenen Zuweisungen ergibt sich ein Fehlbetrag in Höhe von TEUR 1, der dem steuerlichen Nachholverbot unterliegt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzerstellung bekannt gewordenen Risiken und ungewissen Verpflichtungen, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen. Sie sind in Höhe des Betrages angesetzt worden, der dem vorsichtig geschätzten Erfüllungsbetrag entspricht.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag bilanziert. Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr mit Ausnahme eines Teilbetrages von TEUR 657 der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, eines Teilbetrages von TEUR 2.892 der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, eines Teilbetrages von TEUR 1.182 der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie eines Teilbetrages von TEUR 701 der sonstigen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren und für einen Teilbetrag der sonstigen Verbindlichkeiten von TEUR 25 von mehr als fünf Jahren.

Die Währungsumrechnung für Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung erfolgt zu den jeweiligen Kursen am Entstehungstag. Kursänderungen am Bilanzstichtag werden auf der Aktivseite durch Abwertung auf den niedrigeren Kurs und auf der Passivseite durch Anpassung an den höheren Kurs Rechnung getragen.

(3) Anlagespiegel

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist auf Seite 4 dargestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2006

  Historische Anschaffungs- und Herstellungskosten
  Stand am 1.1.2006
EUR
Zugang
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgang
EUR
Stand am 31.12.2006
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Software und andere Rechte 55.539,03 2.660,00 0,00 2.660,00 55.539,93
II. Sachanlagen          
1. Bauten auf fremden Grundstücken 241.218,59 0,00 0,00 0,00 241.218,59
2. Technische Anlagen und Maschinen 58.425.811,09 4.806.935,96 216.545,97 2.245.854,03 61.203.438,99
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 585.450,64 78.428,10 0,00 45.716,12 618.162,62
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 216.545,97 562.966,24 -216.545,97 0,00 562.966,24
  59.469.026,29 5.448.330,30 0,00 2.291.570,15 62.625.786,44
III. Finanzanlagen          
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 4.000.000,00 0,00 0,00 3.000.000,00 1.000.000,00
2. Beteiligungen 40.201,07 0,00 0,00 0,00 40.201,07
  4.040.201,07 0,00 0,00 3.000.000,00 1.040.201,07
  63.564.766,39 5.450.990,30 0,00 5.294.230,15 63.721.526,54
  Kumulierte Abschreibungen
  Stand am 1.1.2006
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
Stand am 31.12.2006
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Software und andere Rechte 33.032,03 11.485,00 2.660,00 41.857,03
II. Sachanlagen        
1. Bauten auf fremden Grundstücken 195.469,59 18.928,00 0,00 214.397,59
2. Technische Anlagen und Maschinen 37.630.239,09 3.772.429,93 2.175.536,03 39.227.132,99
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 430.421,64 54.569,10 45.716,12 439.274,62
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  38.256.130,32 3.845.927,03 2.221.252,15 39.880.805,20
III. Finanzanlagen        
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 40.201,07 0,00 0,00 40.201,07
  40.201,07 0,00 0,00 40.201,07
  38.329.363,42 3.857.412,03 2.223.912,15 39.962.863,39
  Buchwerte
  Stand am 31.12.2006
EUR
Stand am 31.12.2005
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Software und andere Rechte 13.682,00 22.507,00
II. Sachanlagen    
1. Bauten auf fremden Grundstücken 26.821,00 45.749,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 21.976.306,00 20.795.572,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 178.888,00 155.029,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 562.966,24 216.545,97
  22.744.981,24 21.212.895,97
III. Finanzanlagen    
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.000.000,00 4.000.000,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00
  0,00 0,00
  23.758.663,24 25.235.402,97

Die im Berichtsjahr erworbenen und voll abgeschriebenen geringwertigen Wirtschaftsgüter sind im Zu- und Abgang bei den historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten und den kumulierten Abschreibungen mit jeweils EUR 24.267,30 enthalten.

(4) Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen entstanden aus laufenden Verrechnungen.

(5) Sonstige Vermögensgegenstände

Hierin enthalten sind Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen in Höhe von TEUR 1.189. Weiterhin bestehen Steuererstattungsansprüche in Höhe von TEUR 332.

(6) Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten (TEUR 197) beinhaltet im Wesentlichen Finanzierungskosten (TEUR 179).

(7) Gezeichnetes Kapital/Kapitalrücklage

Das Stammkapital beläuft sich auf EUR 1.023.000,00. Die Kapitalrücklage beträgt EUR 5.591.298,48. Das Stammkapital entspricht der Hafteinlage des Kommanditisten vor der formwechselnden Umwandlung. Der Saldo aus dem verbleibenden Festkapitalkonto und des Verlustsonderkontos der Rechtsvorgängerin wird in der Kapitalrücklage fortgeführt, so dass das Eigenkapital gegenüber dem Vorjahr unverändert ist.

(8) Sonstige Rückstellungen

Die Rücksteilungen betreffen im Wesentlichen Altersteilzeitverpflichtungen, Rückstellungen für ausstehenden Urlaub und Guthaben auf Arbeitszeitkonten sowie Prüfungs- und Beratungskosten.

(9) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten sind durch Sicherungsübereignung von Bohranlagen, der Magazinbestände und Verpfändung von Bankguthaben gesichert.

(10) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Es handelt sich um Verbindlichkeiten aus laufender Verrechnung sowie Darlehen.

(11) Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin

Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin resultieren aus der Verpflichtung der Gewinnabführung und aus laufender Verrechnung abzüglich Darlehensforderungen.

(12) Beteiligungen

Die Gesellschaft ist mit 80% an einem Joint Venture (ITAG-ZE) in Kasachstan beteiligt. Sitz der ITAG-ZE ist Aktubinsk. Die Anschaffungskosten betrugen insgesamt EUR 40.201,07. In Vorjahren wurde die Beteiligung auf EUR 0,00 abgeschrieben. Ein aktueller Jahresabschluss liegt nicht vor.

(13) Sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3 HGB)

Die Verpflichtungen aus diversen Leasingverträgen für Fahrzeuge und zwei Gabelstapler betragen zum Bilanzstichtag monatlich EUR 7.475,27. Die Restlaufzeiten der Verträge betragen zwischen 3 und 47 Monaten. Die Verpflichtungen aus verschiedenen Mietverträgen betragen zum Bilanzstichtag monatlich EUR 21.777,21. Davon entfallen auf verbundene Unternehmen monatlich EUR 14.550,00.

Mit der Muttergesellschaft besteht eine Betriebsführungsvereinbarung hinsichtlich der Verteilung der Zentralverwaltungskosten. Hieraus ist für 2007 eine Umlagenbelastung in Höhe von ca. TEUR 1.048 zu erwarten.

(14) Mitarbeiterzahl

Der Personalbestand setzte sich im Geschäftsjahr 2006 im Durchschnitt wie folgt zusammen:

Angestellte 81
Gewerbliche Arbeitnehmer 165
Gesamt 246

(15) Geschäftsführung

Alleiniger Geschäftsführer der Gesellschaft ist

 

Herr Dipl.-Ing. Thor Növig, Celle

Bis zum 22. Mai 2006 war außerdem Herr Jörg W. Schulte, Dipl.-Wirtschaftsing., Hildesheim, zum Geschäftsführer bestellt.

(16) Prokura

Als Prokurist der Gesellschaft ist bestellt:

 

Herr Gerhard Lunow, Celle (seit 23. Mai 2006)

Er ist gemeinsam mit einem Geschäftsführer vertretungsberechtigt.

(17) Name und Sitz des Mutterunternehmens (§ 285 Nr. 14 HGB)

Die HERMANN VON RAUTENKRANZ Internationale Tiefbohrgesellschaft mbH & Co. KG, ITAG mit Sitz in Celle wird den Konzernabschluss als Mutterunternehmen aufstellen und beim Handelsregister Celle offenlegen.

 

Celle, den 22. Mai 2007

Thor Növig

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Wir haben den Jahresabschluss bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der ITAG Tiefbohr GmbH, Celle, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2006 bis zum 31. Dezember 2006 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.

Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Hamburg, den 5. Juni 2007

MDS MÖHRLE GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Seifert, Wirtschaftsprüfer

ppa. Grums, Wirtschaftsprüfer

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