Petroleum Services GmbHLiquidiert
29221 Celle, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marc Leverenz seit 22.7.2016 | Prokura |
Jaber A. Dr. Al-Marri seit 31.10.2007 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Hermann von Rautenkranz Internationale Tiefbohr GmbH & Co. KG ITAG | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ITAG Tiefbohr GmbH(vormals ITAG Tiefbohr GmbH & Co. KG, Celle)CelleJahresabschluss zum 31. Dezember 2006Lagebericht für das Geschäftsjahr 20061. Firmenportrait Die Bohr- und Aufwältigungsanlagen der ITAG Tiefbohr GmbH (ITB) sind sowohl im In- als auch im Ausland im Einsatz. Das Leistungsspektrum der Bohr- und Aufwältigungsgeräte reicht von den modernen dieselelektrischen Tiefbohranlagen mit Hakenlasten bis zu 700 t über schweren Aufwältigungswinden für tiefe Gasbohrungen und die mobilen Bohranlagen, deren typische Einsatzbereiche die Erdölfelder sowie Gasspeicher-, Kavernen- und Geothermieprojekte sind, bis hin zu leichten Ölfeldwinden. ITB hat im Laufe der langjährigen Kontraktortätigkeit in mehr als 25 Ländern der Welt gearbeitet. Folgender Gerätepark von Bohr- und Aufwältigungsgeräten wird von ITB betreut:
* ADPS = Austrian Drilling & Production
Services GmbH
2. Marktsituation Die internationalen Ölpreise auf Dollar-Basis bewegten sich zwischen 50 und 60 $/bbl, wobei die Ölpreisentwicklungen in Dollar und Euro 2006 fast parallel verliefen. Die Gaspreise waren im Jahresdurchschnitt 2006 um 20% höher als 2005. Die deutsche E&P-Industrie hat 2006 die Investitionen um 15% gegenüber dem Vorjahr erhöht. Die Bohrmeterleistungen der E&P-Industrie in Deutschland fielen um 17% gegenüber 2005 auf 52.800 m. Da zunehmende Ablenkungen aus den unteren Teilen vorhandener Bohrungen erfolgen, ist die Bohrmeterleistung nicht allein maßgeblich für das Aktivitätsniveau. Gegenüber 2005 erhöhte sich die Anzahl der Mitarbeiter in der deutschen E&P-Industrie auf 6.620 Mitarbeiter (Vorjahr 6.050). Dieser positive Trend wird sich 2007 fortsetzen. Auch die Bohraktivitäten auf dem europäischen Markt haben im Jahr 2006 sowohl für Produktionsbohrungen für Gas als auch für Gasspeicher- und Geothermie-Bohrungen zugenommen. 3. Umsatz- und Auftragsentwicklung Basierend auf den Einsatzplanungen unserer wichtigsten Auftraggeber, der abgeschlossenen langfristigen Bohrverträge sowie den erwarteten Marktentwicklungen wurde der Umsatz für das Geschäftsjahr 2006 konservativ mit 41.048 TEUR = - 4,4% gegenüber dem Ist-Vorjahr geplant. Für Bohrprojekte außerhalb der EU wurde kein Umsatz erwartet. Von den 8 schweren und leichten Anlagen der ITB wurden nur 6 einsatzfähige Rigs - 23, 27, 30, 40, 110 und 120 - vermarktet. Im Durchschnitt waren 5,5 Anlagen im Einsatz (+ 10% gegenüber 2005). In Österreich waren beide Winden der ADPS kontinuierlich beschäftigt. Folgende Tabelle zeigt die Umsatzerlöse aus den verschiedenen Erzeugnisgruppen.
Aufgrund des hohen Aktivitätsniveaus sowohl mit den schweren als mit den leichten Bohranlagen wurde der geplante Umsatz weit übertroffen. Der Mehrumsatz für die Bohranlagen sowie für Service/Management konnte den Minderumsatz bei den Winden ausgleichen. Der erzielte Gesamtumsatz war 24% über dem Plan. Der Auftragsbestand von ITB zum 31.12.2006 betrug 35.725 TEUR (Vorjahr 21.200 TEUR). 3.1 Der Gesamtumsatz der ITAG TIEFBOHR GmbH wird mit 50.877 TEUR ausgewiesen. 4. lTB's Service-Betriebe in Westercelle Im Magazin wurde eine Stichproben-Inventur mit einer Abweichung 0 erfolgreich durchgeführt. Die Werkstätten in Westercelle waren zur Versorgung der eigenen Bohranlagen sowie durch den Service-Vertrag für die Bohranlage T-160 der RWE-Dea AG gut ausgelastet. Die Modernisierungen an Rig 23 (neue Schaltanlage, Hochtanks, Silos, Schüttelsiebe etc.) sowie an Rig 120 (Elektrifizierung des Hebewerkes, Installation eines Topdrive-Systems) sorgten für zusätzliche Beschäftigung in den Werkstätten. Folgende Modernisierungsmaßnahmen wurden auf dem Gelände in Westercelle umgesetzt:
5. Ergebnissituation Bei einer Umsatzsteigerung von 9.828 TEUR (+ 24%) gegenüber dem Plan wurde ein positives Ergebnis von 7.609 TEUR erreicht.
Sowohl der Umsatz als auch das Betriebsergebnis stellten neue Bestwerte in der Geschichte der ITB dar. Aufgrund der guten Auslastung der Bohranlagen und den damit verbundenen "Cash-Eingängen" hatte die ITAG Tiefbohr während des gesamten Geschäftsjahres 2006 einen wesentlichen Anteil an der Liquiditätssituation der gesamten ITAG-Gruppe geleistet und garantiert. Folgende einmalige Sondereffekte hatten einen Einfluss auf das Ergebnis:
Aus Anlageabgängen ergaben sich Buchgewinne in Höhe von 225 TEUR im Wesentlichen aus dem Verkauf von Bohrgestänge nach Fangarbeiten bzw. nach abnormalem Verschleiß. 6. Investitionen Bei Abschreibungen von 3.857 TEUR (Vorjahr: 3.467 TEUR) wurden im Geschäftsjahr Ersatz-Investitionen in Höhe von rd. 5.451 TEUR getätigt. 7. Beteiligungen Die Aktivitäten von ITB für das Joint Venture ITAG-ZE in Kasachstan Ltd. wurden im Frühjahr 1999 eingestellt. Eine örtliche Liquidation hat nicht stattgefunden. 8. Personal- und Sozialbereich Die Anzahl der ITB-Mitarbeiter betrug am Jahresende 266, darin waren 24 Mitarbeiter für andere ITAG-Bereiche enthalten; Personalwesen 4 und Auszubildende 14. Das Personal ist in folgende Bereiche gegliedert:
Trotz einer Umsatzsteigerung von + 24% gegenüber dem Plan wurde der eigene Personalstand um nur + 6% erhöht. Zur Spitzenabdeckung wurden zeitweise bis zu 50 Leiharbeiter eingesetzt. Die Personalfluktuation war wie folgt:
Im betrieblichen Vorschlagswesen wurden 44 Vorschläge (Vorjahr: 27) eingereicht. 9. Aus- und Weiterbildung Zur besseren Qualifikation der Betriebsingenieure, Aufsichtspersonen und Arbeitskräfte wurden regelmäßig umfangreiche Schulungen durchgeführt. Das Schulungsprogramm umfasste gesetzliche und SCC-vorgeschriebene Schulungen, Schulungen für Tätigkeiten mit hohem Gefährdungspotential sowie Weiterbildungsmaßnahmen. Im Geschäftsjahr 2006 wurden ca. 475 (Vorjahr: 470) Manntage für Schulungen und Weiterbildung aufgewendet. Zwei Mitarbeiter beendeten erfolgreich die Ausbildung zum Bohrtechniker, vier weitere wurden zur Teilnahme am Schichtführerlehrgang an der Bohrmeisterschule in Gelle abgestellt. 10. Zertifizierungen / Audits Zur Reduzierung des Aufwandes für die internen und externen Audits wurde in der Zeit vom 20.02.2006 bis 24.02.2006 das kombinierte externe Audit bezüglich Qualitätsmanagement nach der Norm DIN EN ISO 9001:2000 und SCC** (Safety Certificate for Contractors) durch SGS Gesellschaft für Zertifizierung m.b.H. durchgeführt. Das Audit ergab 3 geringfügige Abweichungen und 34 Hinweise auf Verbesserungspotential. Das Zertifikat wurde erteilt und ist 3 Jahre bis zum 09.03.2009 für folgende Tätigkeiten gültig:
Mit dem Zertifikat wird bestätigt, dass ITAG Tiefbohr GmbH bei ihren Tätigkeiten die festgelegten Kriterien bezüglich Qualitätsmanagement nach der Norm und bezüglich Arbeitssicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz gemäß der SCC-Checkliste umsetzt. Das Personal ist entsprechend geschult und kundig in der Anwendung. Das für das Geschäftsjahr 2006 durchgeführte interne Audit hat 1 Abweichung und 52 Hinweise auf Verbesserungspotential ergeben. Bei der Abweichung handelt es sich um die zu überarbeitende ITAG-Arbeitsordnung. Von unseren Kunden werden unsere Arbeiten überwiegend positiv und anerkennend gewürdigt. Besonders hervorgehoben wird die effiziente Ausführung unserer Dienstleistungen aber auch das umsichtige und sichere Arbeiten ohne Unfälle und Schäden für die Umwelt. 11. Gesundheits- und Arbeitsschutz Die Unfallhäufigkeitsrate (LTIF) für ITB-Mitarbeiter einschließlich Leihpersonal betrug bei 562.650 geleisteten Arbeitsstunden und 0 meldepflichtigen Unfällen> 1 Tag Ausfallzeit = 0,00. Damit ist es gelungen 2 Jahre fortlaufend ohne meldepflichtigen Arbeitsunfall mit Ausfallzeit zu arbeiten, welches das beste Ergebnis in der Geschichte der ITAG Tiefbohr GmbH darstellt und den hohen Stellenwert der Arbeitssicherheit belegt. Unfälle und gemeldete Ereignisse mit erhöhtem Risikopotential wurden entsprechend der Festlegungen im SM-Handbuch - Kapitel Unfallberichtswesen - untersucht. Als Erkenntnisse aus den Risiko-Unfallanalysen wurden diverse Verbesserungsmaßnahmen eingeleitet und umgesetzt. Das Sicherheits- und Gesundheitsschutzdokument der Rig 120 wurde entsprechend des IADC-Leitfadens überarbeitet. Mit der Einführung des ITAG-STOP-Systems in 2000 wurde jedem Mitarbeiter die Möglichkeit gegeben, sich aktiv an der Ausschaltung unsicherer Situationen und Handlungen am Arbeitsplatz zu beteiligen. Insgesamt wurden 4684 STOP-Karten im Jahr 2006 (Vorjahr: 3396) abgegeben, d.h. eine Zunahme um 38% gegenüber 2005. Die Überprüfung der Vorgaben des GSU-Jahresprogramms 2006 erfolgte in der GSU-Sitzung vom 21.08.2006 sowie bei der Erstellung des Programms 2007. Bei dem Programm 2007 handelt es sich erstmals um ein kombiniertes QM- und GSU-Jahresprogramm. Die Mitarbeiter des Betriebsplatzes Westercelle hatten am 16. Juni 2006 3 Jahre ohne Unfall mit Ausfallzeit (LTI) gearbeitet und erhielten eine Auszeichnung. Die Mitarbeiter der Rig 110 hatten am 01. Oktober 2006 3 Jahre ohne meldepflichtigen Unfall (TRC) gearbeitet und erhielten eine Auszeichnung. Die Mitarbeiter der Rig 30 hatten am 17. Februar 2006 6 Jahre ohne Unfall mit Ausfallzeit (LTI) gearbeitet und erhielten eine Auszeichnung. Die Mitarbeiter der Rig 114/ 117 hatten am 07. April 2006 8 Jahre ohne Unfall mit Ausfallzeit (LTI) gearbeitet und erhielten eine Auszeichnung. Die Mitarbeiter der Rig 27 hatten am 28. September 2006 9 Jahre ohne Unfall mit Ausfallzeit (LTI) gearbeitet und erhielten eine Auszeichnung. Alle Mitarbeiter der ITB hatten am 23. Dezember 2006 2 Jahre fortlaufend ohne meldepflichtigen Arbeitsunfall mit Ausfallzeit (LTI) gearbeitet. Alle Mitarbeiter der ITB sowie das eingesetzte Leihpersonal hatten das gesamte Kalenderjahr 2006 bereits zum zweiten Mal hintereinander ohne meldepflichtigen Unfall mit Ausfallzeit gearbeitet. 12. Umweltschutz und Risiken Im Bohrbetrieb der ITB sowie im Servicebetrieb Westercelle anfallende Abfälle wurden gemäß Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz behandelt, wobei der Grundsatz der Vermeidung und Verminderung Vorrang vor der Entsorgung hatte. Die Möglichkeit einer Verwertung wurde in jedem Fall in Zusammenarbeit mit den zugelassenen Abfallverwertungs- und Beseitigungsunternehmen geprüft. Für Abfälle, die einer Abfallentsorgungs- oder Wiederverwertungsanlage zugeführt werden müssen, wurden nur zugelassene Transport- und Entsorgungsunternehmen beauftragt. Hierfür wurde das Begleitscheinverfahren als Nachweisverfahren ordnungsgemäß durchgeführt und vom Betrieb überwacht und dokumentiert. Am 22.01.2006 ist an der Rig 23 ca. 15 m 3 aufgesalzene Spülung auf den geschotterten Bohrplatz ausgetreten. Der verunreinigte Schotter wurde von einer Fachfirma ordnungsgemäß entsorgt. An den Anlagen Rig 23 und Rig 40 wurde die Beurteilung von Arbeitslärm auf die Nachbarschaft durch den TÜV Nord durchgeführt. Des Weiteren wurde zur Reduktion der Dieselemissionen die Teilelektrifizierung der Hebewerksantriebe der Rig 120 abgeschlossen. Auf der Rig 40 wurde eine Beprobung und Analyse des Wassers durchgeführt und der Einbau von zwei zusätzlichen Aufbereitungskomponenten in den Wasserversorgungscontainer zur Sicherstellung von Trinkwasserqualität initialisiert. 13. Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres Zum 1. Januar 2006 wurde ITAG Tiefbohr GmbH & Co. KG in ITAG Tiefbohr GmbH umfirmiert. Zugleich wurde ein Ergebnisabführungsvertrag zwischen ITAG Tiefbohr GmbH und der Muttergesellschaft HERMANN VON RAUTENKRANZ Internationale Tiefbohr GmbH & Co. KG ITAG geschlossen. Aufgrund von Bohrlochschwierigkeiten mit anschließenden Fangarbeiten und Ablenkungen an einer Geothermiebohrung kam es im Berichtsjahr zum Abbruch des Bohrprojektes. Die bis dahin entstandenen Forderungen (ca. 3.300 TEUR) wurden vom Auftraggeber anerkannt, jedoch zum Geschäftsjahresschluss nur zum Teil ausgeglichen. In 2006 hat sich die Gesellschaft auf dem Rechtswege zur Sicherung der Forderung Sicherheiten stellen lassen. In 2007 wurden weitere Sicherheiten vereinbart. Es wurde ferner mit der teilweisen Verwertung von sicherungsübereigneten Gegenständen begonnen. 14. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Die Bedeutung des europäischen Marktes für die ITB hat in den letzten Jahren zugenommen. Neben dem traditionellen Markt der ITB - die Öl- und Gasindustrie - entsteht durch die Nutzung der Geothermie für die Stromerzeugung ein neues Potential für Bohrarbeiten in Deutschland. Nach der Verabschiedung des Erneuerbaren Energie Gesetzes (EEG) zum 01.07.2004 wird für den geothermisch erzeugten Strom 0,15 Euro/ kWh über 20 Jahre vergütet. Dadurch ist eine Zunahme solcher Bohrprojekte eingetreten. Dies ist bereits an den vielen Anfragen für Geothermiebohrungen spürbar. Die ITB hat eine erste Geothermie-Bohrung in Baden-Württemberg im I. Quartal 2004 abgeteuft, gefolgt von weiteren Geothermie-Bohrungen an verschiedenen Lokationen im Bundesgebiet in einem Zeitraum von Dezember 2004 bis März 2006. Diese wurden von ITB zum Teil als Generalunternehmer durchgeführt. Zur Erhöhung der Betriebssicherheit in der Erdgasversorgung werden in Zukunft auch verstärkt Erdgasspeicher in Aquiferen und Salzstöcken erschlossen. Auch von diesem Bereich sieht die Gesellschaft Auftragschancen. Neben den Chancen bestehen allerdings auch Risiken für die künftige Entwicklung, auf die die Gesellschaft jedoch keinen Einfluss hat. Diese bestehen in der Preisentwicklung für Öl und Gas, da hiervon die Investitionsbereitschaft potentieller Auftraggeber beeinflusst wird. Ein weiteres Risiko besteht im zunehmenden Wettbewerbsdruck. Bereits aktuell und auch in den nächsten Jahren wird der Wettbewerbsdruck für die ITB zunehmen. Aufgrund des stark wachsenden Geothermie-Marktes sowie der Verknappung von Bohranlagen im Öl- und Gassektor, ist die Investitionsbereitschaft unserer Konkurrenz groß, um weitere Bohranlagen in Deutschland sowie in Europa mittelfristig in diesen Marktsegmenten platzieren zu können. Diese Tatsache stellt zwar momentan keine unmittelbare Gefahr für die Auslastungen der ITB dar, muss aber ernst und aufmerksam weiterhin beobachtet werden. Hier gilt es gegenzusteuern und ebenfalls die Investitionsbereitschaft zu forcieren. Die Entwicklung im Bereich Geothermie hängt maßgeblich von den Maßnahmen der Umwelt- und Energiepolitik ab. Wechselkursrisiken sind als gering zu betrachten, da die ITB in Deutschland und Europa überwiegend tätig ist. Alle operativen mittel- und langfristigen Bohrverträge sind und werden auf EURO-Basis abgeschlossen. Risiken werden nur gesehen, wenn Ersatz - und Erweiterungsinvestitionen durchgeführt werden, die überwiegend US Dollar Basis als Vertragsgrundlage ausweisen. Auf mittel- bis langfristige Sicht wird die absehbare Erschöpfung der Ressourcen Öl und Gas Auswirkungen auf das Geschäft im Öl- und Gas-Bereich haben. 15. Ausblick 2007 Der Auftragsbestand betrug zum 31.12.2006 ca. 35.725 TEUR (Vorjahr 21.200 TEUR). Basierend auf den Einsatzplanungen unserer Auftraggeber und den erwarteten Marktentwicklungen wurde der Umsatz für das Geschäftsjahr 2007 mit 46.830 TEUR (Ist Vorjahr: 50.877 TEUR) mit einem erwarteten Ergebnis von + 5.085 TEUR (Ist Vorjahr: 7.609 TEUR) geplant. Hierin enthalten ist ein AO-Ertrag von 260 TEUR aus Anlagenverkäufen. Die Planvorgaben wurden im ersten Quartal 2007 bereits übertroffen. Da die Investitionen für die vorhandenen Bohranlagen größtenteils nur für Ersatz getätigt werden, wird ein positiver Cash-Flow erzeugt. In den ersten 3 Monaten von 2007 wurden nur 882 TEUR aus der Jahresgesamtplanung von 4.100 TEUR investiert. Aufgrund der guten Ertragsituation von ITB können mittlerweile erforderliche Investitionen für die Herrichtung stillgelegter Bohranlagen für neue Märkte durch deutsche Banken und Leasinggesellschaften dargestellt werden. Die Auslastung des Geräteparks (die Einsatzquote der 6 vollständigen und vermarktbaren Anlagen) betrug im Jahresdurchschnitt 2006 ca. 90%. Insgesamt ist mit einem Beschäftigungsniveau von ca. 6 ITB-Bohranlagen in Europa für die nächsten Jahre zu rechnen. Durch die Erweiterung des Geschäftsfeldes auf Geothermie-Projekte und aufgrund der großen Nachfrage nach Tiefbohranlagen für Gas- und Speicher-Bohrungen wird auch für 2007 mit einer Vollauslastung des Geräteparks gerechnet. Der Zeitpunkt für Investitionen in zusätzliche Bohranlagen ist günstig. Die Marktsituation 2007 für die ITAG Bohranlagen ist geprägt durch viele Langzeitverträge. Um darüber hinaus den stabilen Markt im Öl/ Gas/ Speichergeschäft in Europa und insbesondere den stark wachsenden Markt für Geothermieprojekte (Oberrhein und Raum München) bedienen zu können, wird die Inbetriebnahme einer neuen weiteren Bohranlage angestrebt. Die Geothermieprojekte, die ITAG kurzfristig akquirieren könnte, würden eine mehrjährige Vollbeschäftigung für mindestens 1 Tiefbohranlage garantieren. Eine Ausweitung der Bohraktivitäten auf Einsatzgebiete außerhalb von Europa wird aufgrund der erheblichen Zusatzinvestitionen, des starken Wettbewerbs aus Billiglohn-Ländern und der ungünstigen Kursrelation Euro / USD nicht geplant. 16. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag Zum 1. Januar 2007 wurde die Produktgruppe der IVOP "Oilwell Service" von ITB übernommen. Da bereits das Servicepersonal als auch die Magazinführung bei ITB vorhanden war, erwartet man einige Synergie-Effekte und eine bessere Kundenbetreuung.
22. Mai 2007 T. Növig Bilanz zum 31. Dezember 2006AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2006(1) Allgemeine Angaben Durch Beschluss vom 28. August 2006 wurde die ITAG Tiefbohr GmbH & Co. KG durch formwechselnde Umwandlung in die ITAG Tiefbohr GmbH geändert. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 24. November 2006. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2006 wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des HGB aufgestellt. Die Gliederung des Jahresabschlusses erfolgte gemäß den gesetzlichen Gliederungsvorschriften der §§ 266 bzw. 275 Abs. 2 HGB. Bei der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) beibehalten. Angaben zur Bilanz(2) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und linear abgeschrieben. Es wird eine Nutzungsdauer von 3 Jahren unterstellt. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen der Vorjahre und um die Abschreibungen des Berichtszeitraumes bewertet. Wie in den Vorjahren wurden bei den Zugängen aktivierte Eigenleistungen berücksichtigt. Die angesetzten Herstellungskosten umfassen neben Fremdleistungen, Fertigungsmaterial und Fertigungslöhnen Zuschläge für Fertigungsgemeinkosten. Die Investitionszuschüsse sind in einem passiven Sonderposten erfasst. Der Posten wird jährlich entsprechend der Nutzungsdauer der betreffenden Wirtschaftsgüter aufgelöst. Die Abschreibung des unbeweglichen Sachanlagevermögens erfolgt linear. Sie bemisst sich bei Bauten auf fremden Grundstücken nach einer Nutzungsdauer von 6 und 10 Jahren. Bei beweglichen Anlagegegenständen erfolgten die Abschreibungen linear und zeitanteilig. Die zugrundegelegte Nutzungsdauer beträgt bei technischen Anlagen und Maschinen zwischen 3 und 8 Jahren, bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 2 und 10 Jahren. Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden wie bisher im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Das Finanzanlagevermögen wurde mit den Anschaffungskosten bzw. dem fortgeführten niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungen auf Beteiligungen werden vorgenommen, soweit der anteilige Unternehmenswert unter die Anschaffungskosten gesunken ist. Bei den Vorräten sind die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Waren zu fortgeschriebenen Einstandspreisen oder zum niedrigeren beizulegenden Wert aufgrund gesunkener Wiederbeschaffungskosten bzw. sonstiger Wertminderungen angesetzt, Bestandsrisiken wegen Ungängigkeit sind durch Abschläge entsprechend berücksichtigt. Das Niederstwertprinzip bei der Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren wurde beachtet, Abschreibungen erfolgten, sofern die Wiederbeschaffungskosten am Bilanzstichtag niedriger waren. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen, sonstige Vermögensgegenstände sowie flüssige Mittel sind grundsätzlich mit dem Nennwert abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen bilanziert. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen sind mit dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital bewertet. Die Pensionsrückstellungen (TEUR 6.684; i.V. TEUR 6.580) sind grundsätzlich mit dem Teilwert gemäß § 6 a EStG nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung eines Rechnungszinsfußes von 6% passiviert. Dabei würden die "Richttafeln 2005 G" von Prof. Klaus Heubeck berücksichtigt. Aufgrund von in Vorjahren unterbliebenen Zuweisungen ergibt sich ein Fehlbetrag in Höhe von TEUR 1, der dem steuerlichen Nachholverbot unterliegt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzerstellung bekannt gewordenen Risiken und ungewissen Verpflichtungen, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen. Sie sind in Höhe des Betrages angesetzt worden, der dem vorsichtig geschätzten Erfüllungsbetrag entspricht. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag bilanziert. Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr mit Ausnahme eines Teilbetrages von TEUR 657 der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, eines Teilbetrages von TEUR 2.892 der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, eines Teilbetrages von TEUR 1.182 der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie eines Teilbetrages von TEUR 701 der sonstigen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren und für einen Teilbetrag der sonstigen Verbindlichkeiten von TEUR 25 von mehr als fünf Jahren. Die Währungsumrechnung für Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung erfolgt zu den jeweiligen Kursen am Entstehungstag. Kursänderungen am Bilanzstichtag werden auf der Aktivseite durch Abwertung auf den niedrigeren Kurs und auf der Passivseite durch Anpassung an den höheren Kurs Rechnung getragen. (3) Anlagespiegel Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist auf Seite 4 dargestellt. Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2006
Die im Berichtsjahr erworbenen und voll abgeschriebenen geringwertigen Wirtschaftsgüter sind im Zu- und Abgang bei den historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten und den kumulierten Abschreibungen mit jeweils EUR 24.267,30 enthalten. (4) Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen entstanden aus laufenden Verrechnungen. (5) Sonstige Vermögensgegenstände Hierin enthalten sind Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen in Höhe von TEUR 1.189. Weiterhin bestehen Steuererstattungsansprüche in Höhe von TEUR 332. (6) Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten (TEUR 197) beinhaltet im Wesentlichen Finanzierungskosten (TEUR 179). (7) Gezeichnetes Kapital/Kapitalrücklage Das Stammkapital beläuft sich auf EUR 1.023.000,00. Die Kapitalrücklage beträgt EUR 5.591.298,48. Das Stammkapital entspricht der Hafteinlage des Kommanditisten vor der formwechselnden Umwandlung. Der Saldo aus dem verbleibenden Festkapitalkonto und des Verlustsonderkontos der Rechtsvorgängerin wird in der Kapitalrücklage fortgeführt, so dass das Eigenkapital gegenüber dem Vorjahr unverändert ist. (8) Sonstige Rückstellungen Die Rücksteilungen betreffen im Wesentlichen Altersteilzeitverpflichtungen, Rückstellungen für ausstehenden Urlaub und Guthaben auf Arbeitszeitkonten sowie Prüfungs- und Beratungskosten. (9) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Die Verbindlichkeiten sind durch Sicherungsübereignung von Bohranlagen, der Magazinbestände und Verpfändung von Bankguthaben gesichert. (10) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Es handelt sich um Verbindlichkeiten aus laufender Verrechnung sowie Darlehen. (11) Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin resultieren aus der Verpflichtung der Gewinnabführung und aus laufender Verrechnung abzüglich Darlehensforderungen. (12) Beteiligungen Die Gesellschaft ist mit 80% an einem Joint Venture (ITAG-ZE) in Kasachstan beteiligt. Sitz der ITAG-ZE ist Aktubinsk. Die Anschaffungskosten betrugen insgesamt EUR 40.201,07. In Vorjahren wurde die Beteiligung auf EUR 0,00 abgeschrieben. Ein aktueller Jahresabschluss liegt nicht vor. (13) Sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3 HGB) Die Verpflichtungen aus diversen Leasingverträgen für Fahrzeuge und zwei Gabelstapler betragen zum Bilanzstichtag monatlich EUR 7.475,27. Die Restlaufzeiten der Verträge betragen zwischen 3 und 47 Monaten. Die Verpflichtungen aus verschiedenen Mietverträgen betragen zum Bilanzstichtag monatlich EUR 21.777,21. Davon entfallen auf verbundene Unternehmen monatlich EUR 14.550,00. Mit der Muttergesellschaft besteht eine Betriebsführungsvereinbarung hinsichtlich der Verteilung der Zentralverwaltungskosten. Hieraus ist für 2007 eine Umlagenbelastung in Höhe von ca. TEUR 1.048 zu erwarten. (14) Mitarbeiterzahl Der Personalbestand setzte sich im Geschäftsjahr 2006 im Durchschnitt wie folgt zusammen:
(15) Geschäftsführung Alleiniger Geschäftsführer der Gesellschaft ist
Bis zum 22. Mai 2006 war außerdem Herr Jörg W. Schulte, Dipl.-Wirtschaftsing., Hildesheim, zum Geschäftsführer bestellt. (16) Prokura Als Prokurist der Gesellschaft ist bestellt:
Er ist gemeinsam mit einem Geschäftsführer vertretungsberechtigt. (17) Name und Sitz des Mutterunternehmens (§ 285 Nr. 14 HGB) Die HERMANN VON RAUTENKRANZ Internationale Tiefbohrgesellschaft mbH & Co. KG, ITAG mit Sitz in Celle wird den Konzernabschluss als Mutterunternehmen aufstellen und beim Handelsregister Celle offenlegen.
Celle, den 22. Mai 2007 Thor Növig BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERSWir haben den Jahresabschluss bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der ITAG Tiefbohr GmbH, Celle, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2006 bis zum 31. Dezember 2006 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hamburg, den 5. Juni 2007 MDS MÖHRLE GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Seifert, Wirtschaftsprüfer ppa. Grums, Wirtschaftsprüfer |
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