Engelmann Management GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Hans Benedikt Alfred Heid seit 23.4.2019 | Prokura |
Michael Walter Keuthen seit 25.10.2018 | Geschäftsführer |
Wolf-Dietrich Fabricius seit 21.10.2014 | Geschäftsführer |
Wolf-Dietrich Fabricius seit 21.10.2014 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Engelmann Holding GmbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Engelmann Sensor GmbHWieslochJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024BilanzNach vollständigem Gliederungsschema gemäß § 266 Abs. 2 und 3 HGB aufgestellte Bilanz zum 31. März 2024 (mit Vergleichszahlen des Vorjahres) Aktiva
Gewinn- und VerlustrechnungNach vollständigem Gliederungsschema gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellte Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2023 bis 31. März 2024 (mit Vergleichszahlen des Vorjahres)
AnhangA. Allgemeine Angaben (1) Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Engelmann Sensor GmbH hat ihren Sitz in Wiesloch-Baiertal. Sie ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Mannheim unter HRB 350980 eingetragen. (2) Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss der Engelmann Sensor GmbH, Wiesloch-Baiertal, ist nach den handelsrechtlichen Vorschriften über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz erfolgte gemäß § 266 Abs. 1 Satz 3 HGB i.V.m. § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt und gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. (3) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Vermögensgegenstände und Schulden sind entsprechend den allgemeinen Bewertungsvorschriften des § 252 ff. HGB angesetzt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert zum Vorjahr angewandt. Seit dem Geschäftsjahr 2020/2021 wird von der Gesellschaft das Wahlrecht zur Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens gemäß § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB ausgeübt. Die Herstellungskosten dieser selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände entsprechen gemäß § 255 Abs. 2a HGB den Entwicklungsaufwendungen. Diese entsprechen den geleisteten Stunden der Entwicklungsabteilung für die aktivierten selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände. Als Anschaffungskosten sind die historischen Werte angesetzt. Bei Vermögensgegenständen des Anlagevermögens, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, wurden die Anschaffungskosten um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen auf Zugänge erfolgen pro rata temporis. Geringwertige Anlagegüter wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. In die Anschaffungs- und Herstellungskosten werden keine Fremdkapitalzinsen einbezogen. Die Bewertung der Vorräte erfolgte bezüglich der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und der unfertigen Erzeugnisse zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und bezüglich der fertigen Erzeugnisse zu Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips und des Grundsatzes der verlustfreien Bewertung. In die Herstellungskosten werden keine Fremdkapitalzinsen einbezogen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert angesetzt. Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen von rd. 1 % der Nettoforderungen Rechnung getragen. Die liquiden Mittel werden zum Bilanzstichtag mit dem Nominalwert bewertet. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs in Euro umgerechnet. Bei Restlaufzeiten bis zu einem Jahr wurden die Restriktionen des § 252 Abs. 1 Nr. 4 und § 253 Abs. 1 S. 1 HGB nicht angewendet. Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Pensionsrückstellungen sind nach den Bestimmungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes unter Anwendung der Projected Unit Credit Method bewertet. Dabei wurde der Rechnungszins mit dem von der Deutschen Bundesbank nach der Rückstellungsabzinsungsverordnung bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren ermittelten Wert (zehnjähriger Durchschnitt) von 1,83 % angesetzt. Der ausschüttungsgesperrte Betrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt 1.103 €. Die biometrischen Rechnungsgrundlagen wurden anhand der Richttafel 2018 G von Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Den Berechnungen wurde kein Rententrend zugrunde gelegt. Bei den sonstigen Rückstellungen handelt es sich im Wesentlichen um Personalrückstellungen (699 T€), Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen (737 T€) und für Berufsgenossenschaft (42 T€). Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. (4) Sonstige finanzielle Verhältnisse Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen im Wesentlichen künftige Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen bezüglich beweglicher Vermögensgegenstande. Die finanzielle Verpflichtung hieraus beträgt 453 T€ (i.V. 465 T€). B. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz (1) Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus der Anlage zum Anhang ersichtlich. Im Finanzanlagevermögen ist die 100 % Beteiligung an der Engelmann Metering Co. Ltd. ("EMX"), Xuzhou, China (Eigenkapital per 31.12.2023 i.H.v. 590 T€ , Vorjahr: 325 T€ ; Ergebnis Geschäftsjahr 31.12.2023 i.H.v. 314 T€ , Vorjahr: 640 T€) enthalten. Die Ausleihungen in Höhe von 50 T€ betreffen die Engelmann Holding GmbH. (2) Forderungen Die Forderungen gegen verbundenen Unternehmen beinhalten Forderungen gegen die Engelmann Management GmbH i.H.v. 0 T€ (Vorjahr 833 T€), Forderung gegen die Engelmann Holding GmbH i.H.v. 47 T€ (Vorjahr 41 T€) sowei Forderungen gegen die Engelmann Metering Co. Ltd. i.H.v. 1.046 T€ (Vorjahr 639 T€). (3) Verbindlichkeiten
Die Engelmann Sensor GmbH haftet gesamtschuldnerisch mit den deutschen Engelmann-Gesellschaften für Kredit-Verpflichtungen der Engelmann Holding GmbH. Im Rahmen des Kreditvertrages wurden folgende Sicherheiten vereinbart: a) Verpfändung sämtlicher Konten in Deutschland b) Sicherungsabtretung von gruppeninternen Ansprüchen c) Verpfändung der von der Engelmann Management GmbH gehaltenen Anteile an der Engelmann Sensor GmbH Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern i.H.v. 16.836 T€ (Vorjahr 13.621 T€). B. Angaben und Erläuterungen zur GuV (1) Umsatzerlöse Gegliedert nach geographischen Märkten ergibt sich folgende Zusammensetzung der Umsatzerlöse:
Gegliedert nach Tätigkeitsgebieten ergibt sich folgende Zusammensetzung der Umsatzerlöse:
(2) Außergewöhnliche/periodenfremde Erträge und Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Erträgen des Geschäftsjahres sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von 65 T€ (Vorjahr 244 T€) und Erträge aus abgeschriebenen Forderungen von 178 T€ (Vorjahr 910 T€) enthalten. C. Sonstige Pflichtangaben (1) Angaben nach § 285 Nr. 7 HGB
(2) Bezüge nach § 285 Nr. 9 a HGB Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB hat die Gesellschaft Gebrauch gemacht. (3) Bezüge nach § 285 Nr. 9 b HGB Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB hat die Gesellschaft Gebrauch gemacht. (4) Organmitglieder nach § 285 Nr. 10 HGB Michael Keuthen, Geschäftsführer (CEO) Dietrich Fabricius, Geschäftsführer (CFO) (5) Konzernzugehörigkeit nach § 285 Nr. 14 HGB Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Engelmann Holding GmbH, Wiesloch-Baiertal, einbezogen. (6) Honorar nach § 285 Nr. 17 HGB Die Angaben sind in einem das Unternehmen einbeziehenden Konzernabschluss enthalten. (7) Angaben nach § 285 Nr. 21 HGB Im laufenden Geschäftsjahr wurden keine Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigt, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind. (8) Angaben nach § 285 Nr. 22 und Nr. 28 HGB Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten des Geschäftsjahrs beträgt 2.185 T€ (Vorjahr: 1.830 T€). Davon entfallen auf die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 689 T€ (Vorjahr: 398 T€). Der ausschüttungsgesperrte Betrag gemäß § 268 Abs. 8 HGB beträgt damit 1.370 T€ unter Berücksichtigung der bei der Engelmann Management GmbH als Organträger gebildeten passiven latenten Steuer von 515 T€. Der Bilanzansatz der aktivierten Entwicklungsaufwendungen beträgt unter Berücksichtigung von Abschreibungen zum Stichtag 1.885 T€ (Vorjahr: 1.216 T€). (9) Angaben nach § 285 Nr. 33 HGB Vorgänge von besonderer Bedeutung, die sich auf die Finanzlage des Unternehmens auswirken, sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.
Wiesloch-Baiertal, im Mai 2024 Die Geschäftsführung Anlagevermögen
Lagebericht des Geschäftsjahres 2023/20241. Grundlagen des Unternehmens 1.1. Geschäftsmodell Die Engelmann Sensor GmbH (nachfolgend auch kurz als "Engelmann" bezeichnet) entwickelt, fertigt und vertreibt Komponenten-, System- und Softwarelösungen für das sogenannte "Submetering" - das ist die verbrauchsabhängige Erfassung und Abrechnung von Heiz- und Wasserkosten in Gebäuden. Es werden Sensoren und elektronische Messgeräte sowie Datenübertragungsgeräte zur Erfassung, Verarbeitung und Bereitstellung von Messdaten für Wärme- und Kältemengen sowie Wassermengen hergestellt und vertrieben. Darüber hinaus werden Softwaretools zur Planung und zum Management der Geräteinfrastruktur sowie für Cloud-Services für die gemessenen Verbrauchsdaten für die Kunden entwickelt und programmiert. Die Produkte ermitteln die tatsächlichen Verbrauchswerte, welche als Grundlage einer individuellen, verbrauchsabhängigen thermischen Energie- und Wasserabrechnung dienen. Durch die hierdurch entstehende Transparenz hinsichtlich des individuellen Verbrauchs sind die Produkte ein Baustein zur Förderung von energieeffizientem Verhalten in Gebäuden. Nationale und europaweite gesetzliche Regulatorik unterstützen die zunehmende Verwendung der Produkte im Submetering. Engelmann positioniert sich als Premium-Anbieter sowohl bei Qualität, Präzision und langlebiger Zuverlässigkeit, als auch im Hinblick auf die technische Leistungsfähigkeit und Anwendungsfreundlichkeit seiner Einzelprodukte und Metering-Systeme. Als markt- und kundenorientiertes Unternehmen ist Engelmann klar auf die Bedürfnisse seiner Kunden ausgerichtet. Diese Kundensegmente sind im Wesentlichen o Messdienstleister o Private Wohnungswirtschaft und gewerbliche Gebäudenutzung o Energieversorger, Dienstleister für Energie und Multimetering o Fachhandel zur Gebäudeausrüstung In der Beziehung zu Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern legt das Unternehmen höchsten Wert auf einen partnerschaftlichen, fairen und respektvollen Umgang mit allen Beteiligten. 1.2. Operative Mutter- und Tochtergesellschaften Stammsitz der Engelmann Sensor GmbH ist Wiesloch-Baiertal. Muttergesellschaft der Engelmann Sensor GmbH ist die Engelmann Management GmbH. Die Engelmann Metering (Xuzhou) ist eine 100% Tochtergesellschaft der Engelmann Sensor GmbH mit Sitz in Suining/Xuzhou, China. 1.3. Ziele und Strategie Engelmann verfolgt eine langfristige Wachstumsstrategie im globalen Submetering, um kontinuierlich die gute Marktposition als innovativster und führender Hersteller von Messgeräten im Submetering und Anbieter von offenen und interoperablen AMR (Automatic Meter Reading) - Fernauslesesystemen weltweit auszubauen. Der Aufbau von sicheren und einfachen Systemen zum Datenmanagement und zur Bereitstellung der Verbrauchsdaten an die Nutzer soll substanziell dazu beitragen, unsere nationalen und globalen Ziele für Einsparungen im Energieverbrauch und bei den CO 2 -Emissionen zu erreichen. Das oberste Ziel ist es, mit höherem Geschäftsvolumen und wachsender Profitabilität aktiv an der Konsolidierung des Herstellermarktes im Bereich der Verbrauchsdatenmessung teilzunehmen und das Unternehmen gegenüber dem Wettbewerb internationaler Konzerne und zunehmender Globalisierungstendenzen konkurrenzfähig zu halten. Als ein führender Spezialist für die Ermittlung von Verbrauchswerten bei thermischer Energie konzentriert sich Engelmann auf folgende strategische Ziele: 1. Lösungsorientierung. Zusammenfassung von Produkten und Dienstleistungen zu Systemen und Unterstützung offener Systemstandards (OMS - Open Metering System) zur Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben im Rahmen der Interoperabilität der Verbrauchserfassungssysteme. 2. Kundenorientierung. Angebot von anwendungsfreundlichen Produkten und Systemen zur Beherrschung des zunehmend komplexen Umfelds der Kunden. 3. Partnerschaften. Auswahl strategischer Partner zur Erschließung von Wachstumsfeldern und zur Komplettierung des Komponentenangebots als Systemanbieter. 1.4. Steuerungssystem Zur Beurteilung der Wachstumsstrategie stehen neben den bisherigen finanziellen Steuerungsgrößen Umsatz und EBITDA zusätzlich weitere finanzielle Steuerungsgrößen wie Rohertragsmarge, Cash Conversion Rate und Working Capital im Mittelpunkt. Für eine effiziente Leistungserbringung werden auch Größen zur Messung der Produktivität und Personalintensität sowie Kennzahlen zur Durchlaufzeit, Liefertreue und Qualität einbezogen. In einer differenzierten Berichtssystematik werden Soll-Ist-Analysen durchgeführt und Leistungskennzahlen sowie Abweichungen in einem etablierten KPI-System automatisiert erstellt und tagesgenau analysiert. 1.5. Forschung und Entwicklung Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten des Unternehmens richten sich an zwei strategischen Zielen aus: o Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit für die bestehenden Geschäftsfelder und Pflege und Weiterentwicklung des dazu notwendigen Produkt- und Dienstleistungsportfolios o Innovationen und Erschließung neuer und verwandter Produkte und Applikationen mit dem Ziel, Produkte mit Alleinstellungsmerkmalen und hohem Kundennutzen zu entwickeln Auch das Portfolio der unterschiedlichen Kommunikationsmöglichkeiten der Sensoren und Geräte im AMR wird stetig weiter ausgebaut. Die Aktivitäten betrafen Neuentwicklungen im Bereich der Kommunikationsmodule für Wärmezähler und Rechenwerke als auch die Erstellung und Verbesserung von Softwaretools und Cloud-Applikationen zur Verwaltung von Gateways und zur Datenbereitstellung. Ein Alleinstellungsmerkmal ist hier die Ausstattung der SensoStar-Wärmemengenzähler mit batteriebetriebenem NB-IoT-Funk. Damit erweitert Engelmann seine Kompetenz im Bereich der Funkfernauslesung und seine Systemfähigkeit. In den kommenden Jahren werden Projekte zur Vereinfachung des Aufbaus von AMR-Strukturen, der Loslösung von proprietären Applikationen beim Heizkostenverteiler, der Verbesserung von Gateways und IoT-Funktionalitäten Priorität haben. Die Besetzung der Innovationsführerschaft in der Ultraschall-Metrologie für thermische Energie und Wasser wird weiterhin den Schwerpunkt der Entwicklungstätigkeit bestimmen. Das Unternehmen wird sich durch eigene Produktentwicklung und Fertigung zunehmend unabhängig von Fremdprodukten machen und damit nicht nur Lücken im Submetering-Produktportfolio schließen, sondern wird auch margenstärker. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Der sparsame Umgang mit Energie hat national und weltweit eine zunehmende Bedeutung. Die Notwendigkeit zur Erreichung der Effizienz- und Einsparziele weltweit wird durch den voranschreitenden Klimawandel immer dringlicher. Damit nimmt der Fokus auf den persönlichen CO 2 -Verbrauch im Gebäudebereich zu, da dieser regionsabhängig durch das Heizen oder Kühlen einen hohen Anteil am Gesamt-CO 2 -Fußabdruck des Gebäudesektors darstellt. Deutlich wird dies durch die Einführung von direkten, steigenden Abgaben auf die CO 2 -Emissionen der verbrauchten Energieträger zur Erzeugung der thermischen Energie. Infolgedessen sind die Energieverbrauchsmessung und die einfache Datenübermittlung per Fernauslesung im Submetering als Ausgangspunkt zur Schaffung von Transparenz hinsichtlich des energetischen Verhaltens des einzelnen Verbrauchers elementar. Die Politik sieht darin einen Weg, um hieraus zur Ableitung von Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und zum Nachweis ihrer Wirksamkeit im Gebäudebereich zu gelangen. Dieser Weg wurde mit der Verabschiedung der neuen Heizkostenverordnung im November 2021 von der Bundesregierung manifestiert. Für die Verbindung von Metering und Submetering bedeutet dies, dass die Möglichkeit zur Durchleitung von Submetering-Daten durch das Smart-Meter-Gateway (SMGW) ab 2031 gegeben sein soll. Es ist zu erwarten, dass dies den wettbewerblichen Messstellenbetrieb und die Entstehung von Multi-Metering-Angeboten unterstützen wird. Für den Roll-Out der AMR-Systeme im Submetering bedeutet dies, dass ab Januar 2022 dem einzelnen Wohnungsnutzer monatlich seine Verbrauchsdaten zur Verfügung gestellt werden müssen, wenn die verbauten Messgeräte fernauslesbar sind. Globale, europäische und nationale Energie- und Klimaziele, Gesetze, Regularien und Vorschriften flankieren den Einsatz präziser Messtechnik und fördern so das Marktwachstum für Energiedienstleistungen in Industrie- und Schwellenländern. Mit Anpassung der EU-Energieeffizienzrichtlinie 2012/27/EG dürfen zukünftig im Bereich des Submeterings ausschließlich fernauslesbare Messgeräte neu verbaut werden bzw. sind alle Verbrauchsmessgeräte bis 2027 auf Fernauslesbarkeit umzurüsten. Die weiteren Rahmenbedingungen haben sich im Kernmarkt Deutschland im Geschäftsjahr 2021/22 für das Unternehmen in erster Linie durch Anpassungen im Mess- und Eichgesetz (MessEG) und nachfolgend in der Mess- und Eichverordnung (MessEV) geändert. Mit der Verlängerung der Eichfrist für Wärmemengenzähler und Warmwasserzähler um ein Jahr, haben sich die eichrechtlichen Vorgaben dieser Messgeräte an die Eichfristen für Kaltwasserzähler angepasst und reduzieren mittelfristig das jährliche Austauschvolumen der Zähler für Wärmemengen und Warmwasser rechnerisch um 16,7%. Der Effekt dieser Eichfristverlängerung hätte im Jahr 2022 zu einem deutlichen Einbruch beim Regelaustausch von Wärmezählern und Kaltwasserzählern führen können, dieser blieb jedoch aus. Gründe hierfür sind u.a. bei den Messdienstleistern vorgehaltene Montagekapazitäten, eingeschwungene Regeltauschzyklen mit weiteren Messgeräten im System und Überkompensation durch die Notwendigkeit, fernauslesbare Messgeräte zu installieren. Mit dem Auslassen dieser Eichfristverlängerung für im Feld befindliche Geräte in 2022 findet nun der normale, jetzt 6-jährige, Regeltausch auf den Bestand ab dem Jahr 2023 statt. Zusammengefasst ist der Markt für Energiedienstleistungen - nach wie vor - durch vier wesentliche Trends geprägt: 1. Marktwachstum. Der Bedarf an Geräten für das Submetering wächst weltweit durch das Bestreben einer Reduzierung des Energieverbrauchs durch das Herstellen von zeitnahen Informationen zum Verbrauchsverhalten. Bedingt durch den politischen Willen zeigen sich unterschiedliche Wachstumsraten in Regionen und Ländern. 2. Digitalisierung. Energiedienstleistungen umfassen zunehmend Datenübertragungs- und Kommunikationssysteme und sind damit Gegenstand einer umfassenden Digitalisierung. 3. Produktkonvergenz. Die Branche zeigt einen Trend hin einer zunehmenden Auflösung der Trennungen zwischen Energiemedien, Technologien und Dienstleistungen - Verschmelzung von Metering und Submetering, hinzu kommen auch neue Gebäudedatenmanagementkonzepte, die auf die Integration aller Zähler in Gebäuden zielen. 4. Wettbewerb. Die Wettbewerbsintensität der Branche steigt stetig durch die Internationalisierung der Anbieterstruktur und durch den Eintritt branchenfremder Anbieter - insbesondere bei Kommunikationslösungen und bei Standardprodukten. 2.2. Geschäftsverlauf Marktentwicklung Deutschland als derzeit größter Einzelmarkt entwickelt sich trotz gesunkener Bauleistung weiterhin stabil mit einem geschätzten Wachstum von 3-5 % pro Jahr. Auf dieser Basis hat sich der Umsatz des Unternehmens in Deutschland im abgelaufenen Geschäftsjahr gut entwickelt. So konnten weiter Marktanteile im Kundensegment Messdienstleister, OEM-Produkte und Wohnungswirtschaft hinzugewonnen werden. Auch die europäischen Exportmärkte entwickeln sich grundsätzlich weiter positiv. Besonderes Marktpotential aufgrund der Erstausrüstung im Rahmen der EED-Umsetzung weisen derzeit Frankreich und Spanien, sowie wegen hohem Wettbewerb auf etwas niedrigerem Niveau, auch Polen auf. Die Marktentwicklung in den einzelnen Ländern wird allerdings stark durch die nationale Umsetzung der EED beeinflusst und führt daher zu unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Spanien zeigte sich durch besondere politische Incentivierung zur Installation von Wärmeverbrauchszählern in Gebäuden außerordentlich dynamisch im Wachstum. Auch Italien hat sich, nach einem Rückstau im Rahmen von Projektverschiebungen durch die Covid-Pandemie, deutlich in der Nachfrage erholt. Außerhalb der EU bleiben die attraktiven Märkte der Ukraine und Russland durch den anhaltenden Konflikt nicht erreichbar, während die Türkei im Rahmen der Währungskursentwicklung schwierige Marktbedingungen setzt. Marktentwicklungspotential wird mit Produkten zur Messung des thermischen Energieverbrauchs im niedrigen Temperaturbereich zur Messung von verbrauchter Kühlungsenergie gesehen. Hier zeigen insbesondere Länder wie Indien oder die VAE erste Ansätze. In 2022 wurde die Marktentwicklung in Indien mit Partnern initiiert und erhielt hohe Resonanz im Anwendungsfeld des Einsatzes von Kältezählern, zunächst im gewerblichen und industriellen Umfeld, um die Energieeffizienz der Gebäude transparent zu machen. Der klimatische Wandel, der sich gerade in Regionen wie Indien zeigt, wird die Notwendigkeit von klaren CO 2 -Einsparzielen und damit zunächst die Messung von Energieverbräuchen und die dortige Regulatorik beschleunigen. Insgesamt wurde die Marktentwicklung nicht durch ein höheres Preisniveau beeinträchtigt. Durch höhere Beschaffungskosten notwendige Preisanpassungen konnten bei allen Produkten- und allen Kundengruppen etabliert werden. Kunden und Produkte Die unterschiedlichen Geschäftsmodelle unserer Kunden und die Entwicklung einzelner Märkte verlangen eine stetige Anpassung der vertrieblichen Aktivitäten. Die Betreuung der Kunden erfolgt sowohl in Rahmen eines Key-Account-Ansatzes als auch eines regional abgestimmten Flächenvertriebs. Vor dem Hintergrund der Fernauslesbarkeit der Messgräte steigen sowohl der Bedarf als auch die Anforderungen an die im Markt etablierten AMR-Systeme. Hier kommt dem Aufbau und dem Betreiben der Systeme sowie der teilweise gesetzlich geforderten Interoperabilität der Messgeräte eine große Bedeutung zu. Auch Produkte für das Management der Datensammler (Gateways) im Feld sowie die Bereitstellung der Zählerdaten über Cloud-Plattformen erfahren deutlichen Zulauf. Zusätzlich führen die in den Märkten und Segmenten unterschiedlichen Datenübertragungstechniken zu einer Vielzahl von Produktvariationen bei Gateways und bei der Kommunikation von Zählern. Generell richtet sich die Kommunikation mehr in Richtung "IoT - Internet-of-Things" aus, günstige Angebote der Netzbetreiber bei NB-IoT-Übertragungen unterstützen dies. Bei der Technik der Durchflusssensorik der Zähler zeichnet sich eine Verschiebung von mechanisch-drehenden zu statischen, dem Ultraschallprinzip folgenden, Volumenstrommesseinheiten ab. Diese Entwicklungen wurden technologisch von Engelmann begleitet, in Teilen angeführt, und führen zu einer steigenden Bindung und Neugewinnung von Kunden. So standen Neuentwicklungen hinsichtlich der Durchflussmessung sowie Erweiterungen des Portfolios des Wärmemengenzählers SensoStar im Vordergrund. Engelmann stellt weder umweltbedenkliche Produkte her, noch werden in der Produktion umweltbelastende Stoffe oder Prozesse eingesetzt. Innovationsmanagement Engelmann wendet zur strukturierten Umsetzung von Ideen bis zu Markteinführung einen systematischen Gate-Prozess an. Ferner werden agile Methoden innerhalb der Entwicklungsprozesse angewendet. Dabei werden die wichtigen Zielsetzungen einer Verkürzung der "Time-to-Market" und die Absicherung der Qualität und Kundenorientierung für neu entwickelte Produkte und Dienstleistungen erreicht. Wertschöpfungsprozess und Prozessoptimierung Die in den Vorjahren erfolgreiche Etablierung eines Produktions- und Managementsystems zur Steuerung der Produktion und Logistik sowie die kontinuierliche Optimierung der Produktionsprozesse hin zu einer kundenneutralen Vorfertigung führen uneingeschränkt zu einer verbesserten Auslastung der Kapazitäten und einer höheren Ausbringung. Konsequenter Einsatz von Lean-Management-Methoden vereinfachte den Materialfluss und die Versorgungslogistik. Letztlich konnten damit die Produktivität, schnelle Lieferfähigkeit und Flexibilität der Produktion sowie die Liefertreue von Engelmann weiter gesteigert werden. Diese am Markt spürbaren Leistungsverbesserungen der Gesamtorganisation führten zu steigendem Zuspruch der anspruchsvollen Kunden. Auf der Lieferantenseite bleibt der strategische Ansatz des Risikomanagements bestehender Lieferverbindungen und des "Dual Sourcing" unverändert im Fokus, soweit sich dieser aus technologischer und wirtschaftlicher Perspektive realisieren lässt. Engelmann baut auf ein regionales Sourcing unter Vermeidung von Single-Source-Abhängigkeiten. Unabhängig hiervon ist die Lieferfähigkeit von wesentlichen Komponenten auch weiterhin durch die Nutzung von Rahmenverträgen mit Lieferanten abgesichert, auch wenn die eingeschränkte Verfügbarkeit von elektronischen Bauteilen und intergierten Schaltkreisen (IC) zu Herausforderungen in den Wertschöpfungsprozessen führten. Durch flexibles und effektives Agieren im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten die Auswirkungen auf den Leistungsprozess minimiert und die Lieferfähigkeit gewährleistet werden. Hierbei mussten Beschaffungen für Komponenten zum Teil mit deutlich höheren Bezugspreisen realisiert werden. Dies setzte sich nun bereits im dritten Jahr fort, hat sich zum Ende des Kalenderjahre 2023 aber entspannt. Für das folgende Jahr werden keine weiteren Engpässe erwartet. Sind die Pandemie bedingten Verwerfungen am Beschaffungsmarkt nahezu verschwunden, führen das gestiegene Zinsniveau, die höheren Energie- und Erzeugerpreise und der beschleunigte Fachkräftemangel zu einem höheren Kostenniveau im Bereich der Finanzierung, Fremdwährung, Logistik, Fertigung und Personal sowohl in den eigenen als auch vorgelagerten Wertschöpfungsprozessen. Als Maßnahme zur Absenkung der Kosteneinflüsse und der Transformation zu nachhaltigeren Wertschöpfungsprozessen wurde die Erzeugung regenerativen Stroms, die Einführung von Wertstoffkreisläufen sowie eine Regionalisierung des Lieferantenportfolios in konkreten Projekten geprüft und umgesetzt. Insbesondere die Einführung der Kreislaufwirtschaft für den kompakten Wärmezähler SensoStar wurde von den Kunden sehr geschätzt und führt zu steigender Kundenbindung und einer deutlichen Reduzierung von Ressourceneinsatz in der Herstellung in den kommenden Jahren. Prozessqualität und -management Die Erhöhung der Effizienz und Produktivität stehen weiterhin im Mittelpunkt der Prozessoptimierungen. Grundlage der Optimierungen sind die Leitgedanken und Konzepte des Lean Management, kontinuierlicher Verbesserungsprozesse und agiler Methoden, deren Vorteile zu einer schnellen Gestaltungs- und Umsetzungsoptimierung führen sollen. Die Verbesserungsprojekte werden hinsichtlich ihrer Lösung und der erreichten Verbesserungen dokumentiert und gemessen, um die Nachhaltigkeit der KVP-Projekte abzusichern. Im Rahmen der ISO 9001:2015 werden Unternehmensprozesse definiert und weiterentwickelt. Die im Rahmen der ISO 9001:2015 durchgeführten internen Audits stellten keine Abweichungen fest. Auch die externe Zertifizierung wurde ohne Abweichung bestanden. Informationstechnologie Die eingeführten bzw. verwendeten Software-Tools zur Überwachung und Steuerung der Unternehmensziele wurden kontinuierlich angepasst bzw. weiterentwickelt. Auch sind im abgelaufenen Geschäftsjahr die Projekte zur Optimierung von Funktionen im ERP-System abgeschlossen und die Einführung eines neuen MES-Systems weiter fortgesetzt worden. Aufgrund der mobil arbeitenden Mitarbeiter wird die IT-Infrastruktur kontinuierlich erweitert und den technischen Anforderungen aktualisiert und angepasst. Zusätzlich wurde mit der Einführung eines Dokumentmanagementsystems der Weg zum papierlosen Büro beschritten. Investitionen Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Investitionen im Wert von rund. EUR 2,6 Mio. getätigt. Die Investitionen entfielen sowohl auf die Aktivierung von Eigenleistungen im Rahmen von Produktentwicklungen als auch Informationstechnologie, insbesondere für die Entwicklung einer eigenen Produktline Hauswasserzähler, sowie auf die üblichen Erweiterungs- und Ersatzinvestitionen in Werkzeuge, Maschinen, Prüfstände und sonstige Büro- und Geschäftsausstattung. Personal Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl hat sich im Geschäftsjahr 2023/24 um 9 Mitarbeiter auf 143 erhöht. Die Erhöhung ist im Wesentlichen durch eine Erhöhung der Mitarbeiter im Bereich der Fertigung als auch im Bereich der Entwicklung begründet. 2.3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 2.3.1. Ertragslage Der Umsatz und die Betriebsleistung konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr um 17,3 % bzw. 14,5 % gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Vor dem Hintergrund weiterhin dynamischer wirtschaftlicher Rahmenbedingungen und der erwarteten anspruchsvollen Umsatzentwicklung für das Geschäftsjahr 2023/2024 konnte die Prognose des Vorjahres damit in Bezug auf die Umsatzentwicklung übertroffen werden. Wie in den Vorjahren entfällt der wesentliche Umsatzanteil auf den Verkauf von Kompaktwärmemengenzählern. Diese sind im GJ 2023/2024 weiterhin für mehr als 65% der Umsatzerlöse verantwortlich und werden sowohl in Deutschland als auch im Ausland abgesetzt. Das Betriebsergebnis ist mit 16.541 TEUR gegenüber dem Vorjahr um 2.882 TEUR gestiegen. So haben sich im abgeschlossenen Geschäftsjahr der Material- und Personalaufwand um 11 % bis 16 %, - der sonstige betriebliche Aufwand um rund 22 % sowie die planmäßigen Abschreibungen um rund 10 % erhöht. Dieser Entwicklung steht eine Erhöhung der Absatzmenge, eine Veränderung des Produkt-/Kundenmix sowie auch eine Anpassung der Absatzpreise gegenüber. Im Ergebnis dessen stieg die Relation des Betriebsergebnisses zur Betriebsleistung um 1,3 %-Punkte. Auch im kommenden Geschäftsjahr werden die Auswirkungen aus den weltweiten Konflikten, die anhaltende Inflationsbekämpfung, die konjunkturellen Entwicklungen in den Absatzmärkten und deren damit verbundenen Auswirkungen auf Verfügbarkeiten von Ressourcen und Kapazitäten, deren Kosten sowie die Zinsentwicklung eine Herausforderung für die Umsatz- und Aufwandsentwicklung bleiben. Ungeachtet dessen gehen wir im Geschäftsjahr 2024/2025 von einer Erhöhung des absoluten Betriebsergebnisses im oberen, einstelligen %-Bereich aus. Im Rahmen dieser Erwartung wird mit einer Umsatzsteigerung im oberen einstelligen Bereich bei gleichzeitig verbesserter Materialeinsatzquote gerechnet. Vor dem Hintergrund von Neueinstellungen sowie weiterhin anhaltenden höheren Lohnerwartungen in vielen Branchen, werden sowohl der Personalaufwand als auch der sonstige betriebliche Aufwand weiter absolut steigen, sollten aber in Relation zur Leistung auf gleichem Niveau bleiben. Die Abschreibungen für in den letzten Jahren getätigte Investitionen werden das Betriebsergebnis in höherem Umfang wie im Vorjahr belasten. Auf Basis dieser Einschätzung erwarten wir auch eine Erhöhung des Jahresergebnisses vor Ergebnisabführung für das Geschäftsjahr 2024/2025. 2.3.2. Finanzlage Das Periodenergebnis (zuzüglich Zinsaufwand) konnte gegenüber dem Vorjahr um 3.006 TEUR auf 16.662 TEUR gesteigert werden. Dennoch führten die Zunahme von Vorräten sowie Forderungen aus Lieferung und Leistung und die Reduzierung insbesondere der Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung zum Bilanzstichtag zu einer Reduzierung des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit um -5.391 TEUR auf 13.573 TEUR. Die erhöhten Investitionen von -2.632 TEUR sowie die Reduzierung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (vor Ergebnisabführung) in Höhe von -13.463 TEUR führten im Ergebnis zu einer Abnahme der liquiden Mittel um -2.521 TEUR auf 6.353 TEUR. Ungeachtet der Abnahme der Zahlungsmittelbestände beurteilen wir die Finanzlage des Unternehmens als stabil. Alle bestehenden finanziellen vertraglichen Verpflichtungen wurden ohne Einschränkung innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele erfüllt. Für das Geschäftsjahr 2024/2025 sind im Wesentlichen weitere Investitionen in die Verbesserung der Produktionstechnologie sowie in die Erweiterung des Produktportfolios vorgesehen. Die Investitionen können aus den bestehenden Barmitteln oder über entsprechende Finanzierungspartner realisiert werden. Aufgrund der sich abgesenkten Inflationsrate im Euro-Raum rechnen wir nicht mit weiteren Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank. Eine signifikante Auswirkung auf die aktuelle Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit der Gesellschaft sehen wir auf dem aktuellen Zinsniveau nicht. Ungeachtet dessen kann ein im zweistelligen %-Bereich liegendes Zinsniveau zu einer Veränderung der Finanzlage führen. Im Rahmen der derzeitig erwarteten Geschäftsentwicklung und der aktuellen Rahmenbedingungen kann von einer Erhaltung der guten Finanzlage für das Geschäftsjahr 2024/2025 ausgegangen werden. Begründet wird dies durch ein weiterhin steigendes Umsatzniveau in Verbindung mit einem verbesserten Jahresergebnis sowie einer an den Beschaffungsmärkten orientierten sensiblen Steuerung von Vorräten. 2.3.3. Vermögenslage Die Vermögenslage des Unternehmens ist auch im abgelaufenen Geschäftsjahr stabil. So ist die Bilanzsumme um 4,3 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Das Anlagevermögen erhöhte sich durch Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände bzw. Investitionen und Vorauszahlungen auf technische Anlage in Summe um 26,5 %. Dagegen haben sich die Bestandteile des Umlaufvermögens in Summe um -2 % reduziert. Während Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die zur Umsatz- und Leistungserbringung notwendigen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zunahmen, haben sich vor allem die Barmittelbestände vermindert. Auch führte die Reduzierung der Forderungen an verbundenen Unternehmen, insbesondere gegenüber der Muttergesellschaft, zu einer Abnahme des Umlaufvermögens. Auf der Passivseite reduzieren sich die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung während die Ergebnisabführung zu einer Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen führen. Mit dem unveränderten Eigenkapital und einer steigenden Bilanzsumme, sinkt die Eigenkapitalquote von 29,4 % auf 28,2 % im abgelaufenen Geschäftsjahr. Auch für das nächste Jahr wird mit einem Rückgang der Quote gerechnet, da sich mit einer steigenden Bilanzsumme als Folge der ausgeweiteten Geschäftstätigkeit und einem sich durch den Gewinnabführungsvertrag unveränderten Eigenkapital die Relation absenken wird. 2.4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Entwicklung Die Ausführungen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Geschäftsjahr 2023/24 zeigen eine positive Entwicklung gegenüber dem Vorjahr in einem weiterhin durch Herausforderungen gekennzeichneten wirtschaftlichen Umfeld auf. Wesentliche Gründe hierfür liegen in der positiven Absatzentwicklung im europäischen Markt bei einem leicht gesunkenen Aufwandsanteil. Trotz der bestehenden Herausforderungen auf der Beschaffungsseite sowie dem gestiegenen Zinsniveau und einer gestiegenen Lohnerwartung, werden Maßnahmen zur Verbesserung des Preisniveaus als auch der Liefer- und Wertschöpfungskette auch im kommenden Jahr zu positiven Impulsen für die Rohertragsentwicklung führen. Der Verlauf für das Jahr 2023/24 zeigt eine positive Marktentwicklung und gute Marktposition für das Unternehmen auf. Wir beurteilen die wirtschaftliche Lage im abgelaufenen Geschäftsjahr daher als gut. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1. Prognosebericht Auch zwei Jahre nach dem Ende der behördlichen Maßnahmen im Rahmen der Pandemie weltweit, werden die externen Einflussfaktoren für unternehmerische Tätigkeiten nicht weniger. So wird die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung weiterhin geprägt durch die seit Anfang 2022 in Europa deutlich angestiegene Inflation und den gestiegenen weltweiten Rezessionstendenzen. Auch blieben die geopolitischen Entwicklungen in Bezug auf Sanktionierungen, Versorgungssicherheit und Preisentwicklung bei Ressourcen eine Herausforderung. Trotz dieser Herausforderungen bleibt das globale Streben nach einem nachhaltigen und schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen wie Energie und Wasser auch künftig im Fokus. Der Bedarf am Einsatz und damit die weltweite Nachfrage nach Produkten zur verbrauchsabhängigen Messung dieser Ressourcenverwendung, der fairen Kostenverteilung sowie der Information darüber wächst. Ziel ist die Sensibilisierung der Verbraucher für ihren jeweiligen Ressourcenverbrauch, welches unser Geschäft weiterhin positiv beeinflussen wird. Vor diesem Hintergrund und der Annahme, dass die derzeitige Entwicklung keine grundsätzlichen Änderungen an den gesetzlichen oder markttypischen Rahmenbedingungen verursacht, wird auch für die kommenden Jahre grundsätzlich von einer positiven Marktentwicklung für Produkte und Systemanwendungen zur Messung des thermischen Energieverbrauchs und dessen Kommunikation zum Verbraucher ausgegangen. Das langfristige Wachstum für Engelmann wird sich über die Ausweitung der Produkt- und Kundenbasis in den bestehenden Märkten realisieren, ferner werden neue Märkte im Mittleren Osten, Indien, im südostasiatischen Raum, Japan und in Nordamerika adressiert. Die Umsetzung der Energieeffizienz-Richtlinie der Europäischen Union führt zu einer Veränderung der Kommunikationstechnologie der Geräte. Verursacht durch unterschiedliche nationale regulatorische Bestimmungen werden sich regionale Unterschiede in der zeitlichen Umsetzung der EU-Richtlinien ergeben. Der Ausbau von Marktanteilen in den reifen europäischen Märkten und international wird durch intensive Vertriebsaktivität und eine strukturierte Marktbearbeitung einerseits direkt aktiv betrieben, anderseits werden verschiedene Partnerschaften auf- und ausgebaut. Erste Erfolge haben sich in neuen außereuropäischen Märkten bereits in diesem Jahr eingestellt und werden auch für die kommenden Jahre erwartet. In Kanada bspw. wurden im vergangenen Geschäftsjahr die Zulassungen für den Verkauf von Engelmann-Wärmezählern erreicht. Auch die kontinuierliche Erweiterung des Produktprogramms im Rahmen der Wachstumsstrategie hin zu höherwertigen Anwendungen und Dienstleistungen im Bereich der AMR-Systeme sowie der Ausbau der Kompetenzen im Bereich Wasser unterstützen diese Bestrebungen. Im kommenden Geschäftsjahr 2024/25 wird sich die positive Umsatzentwicklung fortsetzten, die sowohl durch einen Anstieg der Absatzmengen als auch der Preise getragen wird. Gleichzeitig werden die Aufwendungen weiterhin absolut steigen, jedoch in der Relation zur Leistung leicht sinken. In Verbindung mit möglichen preispolitischen Maßnahmen wird auf dieser Basis mit einer Steigerung des E-BITDA im mittleren, einstelligen %-Bereich für das kommende Geschäftsjahr gerechnet. 3.2. Chancen- & Risikobericht Markt Der wesentliche Umsatz des Unternehmens wird in dem seit Jahren stabilen und regulierten Markt für Wärmemengenzählung in Europa (Zulassungs- und Eichpflicht der Produkte) erzielt. Als größter Markt in Europa ist der Kernmarkt Deutschland seit Jahren im Fokus aller europäischen Hersteller. Zusätzlich zeigen neue Hersteller mit dem Fokus auf preisgünstigen Produkten - im Wesentlichen chinesischen und osteuropäischen Ursprungs - Tendenzen in den Markt vorzustoßen. In den vergangenen Jahren ist dieses bereits in den osteuropäischen Schwellenländern zu beobachten. Bislang blieb dies in den qualitätsgetriebenen Märkten mit langen Standzeiten der Sensoren - sei es durch Eichfristen oder offener Nutzung bis zum Lebenszeitende der Batterie - jedoch wenig erfolgreich. Wachstumschancen sieht das Unternehmen auch für die nächsten Jahre in ausgewählten internationalen Märkten. Die Schwerpunkte liegen dabei im europäischen Ausland, insbesondere Spanien, sowie in Frankreich aufgrund der politischen Signale zur nationalen Umsetzung der EED-Richtlinien. Gleichwohl zeigt sich der Umfang der Marktentwicklung von der Geschwindigkeit der Änderung im regulatorischen Umfeld abhängig. Hierdurch treten Maßnahmen zur Markdurchdringungen in gesättigten Märkten in den Vordergrund, die in der Regel zu Lasten der Profitabilität gehen. Ein besonderer Treiber ist auch die zunehmende Klimaerwärmung, die in Märkten wie dem Subkontinent Indien und auch China zu wachsendem Fokus auf Effizienzmessung - d.h. Kälteverbrauchsmessung - bei der Klimatisierung von Gebäuden führt. Weitere Treiber zum Einsatz von Metering und Submetering in diesen Regionen sind neue Konzepte zu zentraler Versorgung mit Kälte. Diese sind effizienter, um die städtische Erwärmung durch dezentrale Kühleinheiten zu vermeiden und bieten bei Neubauprojekten große Chancen, moderne Stadtentwicklung zu begleiten. Generelle Risiken bestehen immer durch Änderungen der regulatorischen Vorgaben. Eine Verlängerung vorgeschriebener Eichfristen für die Wärmezähler oder die Angleichung von Eichfristen im Submetering könnten zu Umsatzverschiebungen und Absatzeinbußen führen. Kunden Engelmann zielt darauf ab, national wie international neue Kunden zu gewinnen. Je nach Erfolg, Art und Umfang der Markterschließung können Umsatz und Ergebnis erheblich hieraus profitieren. Im Rahmen dieser vertrieblichen Ausweitung soll die Diversifikation nach Kunden und Regionen kontinuierlich verbessert werden. Obwohl mit einzelnen Kunden in der Regel eine jahrelange Geschäftsbeziehung besteht, können Absatzschwankungen bei einzelnen Kunden aufgrund markt- und kundenindividueller Entwicklungen nicht ausgeschlossen werden. Einzelne dieser Kunden sind im Rahmen von hochdotierten Unternehmensverkaufsprozessen unter großem Druck, ihre eigenen Margen in einem gesellschaftlich und politisch stark beobachteten Markt zu halten und zu verbessern. Hier bedarf es intensiver Anstrengungen des Key Account Managements bei Engelmann, um die langjährigen guten Beziehungen zu erhalten und weiterhin auszubauen. Um dies zu fokussieren, arbeitet das Unternehmen mit größeren Kunden unter anderem im Rahmen von kundenspezifischen Entwicklungsprojekten eng zusammen. Bedingt durch die geänderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Bereich von Zinsen und der allgemeinen Preissteigerungen kann sich das Insolvenzrisiko bei einzelnen Kunden erhöht haben. Produkte Das Unternehmen erweitert sein Portfolio von Produkten und Systemen kontinuierlich. Neben den eigenen Entwicklungen wird das Produktportfolio im Rahmen von kundenspezifischen Entwicklungsaufträgen verbessert. Zusätzlich führt die Ergänzung des Produktportfolios durch Fremdprodukte zu einer Erweiterung des Lösungsspektrums der Kunden und wird zu wichtigen Impulsen für Umsatz und Ergebnis führen. Im Rahmen der Strategie 2025 hat Engelmann eigene Produktentwicklungen definiert und Erweiterungen des bestehenden Produkt- und Dienstleistungsportfolios beschrieben. Engelmann verfügt über ein zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001. Hinzu kommen die notwendigen Zertifizierungen im Rahmen von Produkt- bzw. Marktzulassungen sowie seitens der Kunden weitere Zertifizierungen und Audits. Bei den zur Herstellung der Geräte verwendeten Materialien ist nach aktuellem Kenntnistand eine Gefährdung für Mensch und Umwelt auszuschließen. Gleichwohl kann nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass unbekannte Fehler oder Defekte in der Verwendung auftreten, die zu Kosten, einer allgemeinen Beeinträchtigung und einem Imageschaden führen. Schadensansprüche von Kunden können in diesem Zusammenhang nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden. Das Unternehmen verfügt für diese Fälle über eine entsprechende Produkthaftpflichtversicherung. Wertschöpfungskette Engelmann ist als wachstumsorientiertes Unternehmen auf die kontinuierliche Weiterentwicklung und entsprechende Investitionen in neue Kompetenzen, Technologien und Kapazitäten angewiesen. Dabei sind technische Risiken wie Fehlentwicklungen oder Umsetzbarkeit nicht auszuschließen, die zu verspä-teten oder geringeren Erlösen, höheren Kosten und negativen Liquiditätseffekten führen können. Gleichwohl sind für ein fertigendes Unternehmen Störungen im Produktionsablauf nie auszuschließen. So können Defekte und Anlagenausfälle, Kapazitätsengpässe, Logistikprobleme, Elementarereignisse, Unfälle, Brände oder schadhafte Werkzeuge den Wertschöpfungsprozess beträchtlich beeinflussen. Durch Qualitäts-, Prozess- und Projektmanagement wird versucht den operativen Risiken in der Fertigung zu begegnen. Engelmann nutzt eine Vielzahl von Lieferanten, um Ausgangsmaterialien, Komponenten und Handelsware zu beschaffen. Allerdings kann nicht ausgeschlossen werden, dass es zu Lieferengpässen oder Materialpreissteigerungen bei einzelnen Materialgruppen kommt. Auch können aufgrund von regulatorischen Anforderungen die Herstellung von Ausgangsmaterialien oder Baugruppen für Lieferanten wirtschaftlich nicht mehr tragbar sein. Sollte es bei signifikanten Preiserhöhungen, Lieferengpässen oder Ausfällen von Lieferanten und der vorübergehenden oder dauerhaften Nichtverfügbarkeit von Rohstoffen und Vorprodukten nicht gelingen, alternative Lösungen zu finden, können sich nachteilige Auswirkungen auf die eigene Lieferfähigkeit und damit den Unternehmenserfolg ergeben. So könnten beispielsweise bestimmte Produkte nicht mehr hergestellt werden oder der Bezug von Alternativen entsprechende Kostennachteile entstehen. Diesem Risiko begegnet Engelmann soweit möglich durch langfristige Lieferbeziehungen, Preisgleitklauseln sowie das Halten von Mindestbeständen an Vorräten intern als auch bei Lieferanten. Investitionen Engelmann investiert kontinuierlich in die Entwicklung zusätzlicher Produkte und Prozesstechnologien, in Kapazitätserweiterungen und Anlagen für die Serienproduktion, sowie in die Erschließung neuer Absatzmärkte. Neben der Mittel zur Optimierung der Produktion sowie Informationstechnologie steht auch der Ausbau der Kapazitäten vor dem Hintergrund der Wachstumsziele im Fokus der Investitionen. Der Mitteleinsatz erfolgt nach Prüfung von Erfolgswahrscheinlichkeiten und Profitabilitätspotentialen der Investition. Ungeachtet dessen ist nicht auszuschließen, dass die Erfolge der Maßnahmen in Bezug auf Umsatz und Ergebnis nicht die gesetzten Ziele erreichen oder ein weiterer Mitteleinsatz nach sich zieht. Die mit Investitionen verbundenen Vorlaufkosten, temporäre Produktivitätsverluste aus Kapazitätserweiterungen bzw. Verzögerungen in der Kapazitätserweiterung können die Profitabilität belasten. Informationstechnologie Engelmann setzt bei nahezu allen geschäftskritischen IT-Anwendungen auf standardisierte Programme sowie qualitativ hochwertige Hard- und Software. Die Datensicherheit ist durch entsprechende standardisierte Verfahren wie der Virtualisierung der Server-Infrastruktur und dem Einsatz üblicher Schutzprogramme gewährleistet. Aufgrund des stetig steigenden Mobilitäts- und Digitalisierungsgrads, erhöht sich die Anzahl von Schnittstellen der Systeme deutlich. Hiermit verbunden erhöht sich die Angriffsfläche einer externen Bedrohung, die vor dem Hintergrund der schnellen technischen Innovationszyklen und einem geringen Bedarf von Angriffsressourcen zu einem erhöhten Bedrohungsrisiko führen. Mitarbeiter Für den Erfolg von Engelmann sind Mitarbeiter mit hoher Fachkompetenz und Qualifikation ein tragendes Element. Leistungsfähigkeit, Ausbildungsniveau und Motivation sind hierbei wichtige Faktoren. Über die kontinuierliche Förderung und Nutzung von vorhandenen Talenten und die Gewinnung von notwendigen Fachkräften können die Innovationskraft und somit letztlich die Marktposition verbessert werden. So wird in den nächsten Jahren weiterhin Entwicklungskapazität für die Erweiterung des Produktportfolios, zur AMI-Systemintegration und für kundenspezifische Anpassungen benötigt werden. Auch im Bereich der technischen Unterstützung und der vertrieblichen Marktbearbeitung sind Fach- und Managementkräfte für den Ausbau der Marktposition wichtig. Um dieses abzusichern, will Engelmann sein Ansehen als attraktiver Arbeitgeber ausbauen und die langfristige Bindung von Mitarbeitern erhöhen. Engelmann pflegt hierzu eine Führungskultur, die transparent für alle Mitarbeiter beschrieben ist. Aktive Führungskräfteauswahl aus dem Mitarbeiterstamm und deren Entwicklung im Haus gehören zu den Erfolgsfaktoren der Organisationsentwicklung. Weiterhin soll durch die Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern neben der notwendigen Kapazität auch zusätzliche Expertise und flexible Entwicklungskapazität in die Organisation eingebracht werden. Im Rahmen der laufenden Rekrutierungsmaßnahmen zeigt sich weiterhin der existierende Fachkräftemangel in Deutschland. Wir sehen für die Rekrutierung allerdings auch Chancen durch die Verunsicherung und Verwerfungen in anderen Branchen durch die Corona-Krise, die benötigte Fachkräfte verfügbarer machen. Liquidität Die finanziellen Möglichkeiten spielen für die zukünftige Unternehmensentwicklung eine zentrale Rolle. Mit der guten Liquiditätslage des Unternehmens und der stabilen Gesellschafterstruktur sind die Grundlagen geschaffen, um notwendigen Maßnahmen für die Erreichung der Zielsetzung eines Ausbaus der starken Marktposition im Bereich der thermischen Energiemesssysteme finanziell abzusichern. Dennoch unterliegt das Unternehmen generell auch einem allgemeinen Zahlungsausfallrisiko von Forderungen. Der Forderungsbestand kann Risiken hinsichtlich der Realisierbarkeit von Forderungen in einzelnen Regionen bergen. Diesem Risiko begegnet Engelmann mit einem straffen Forderungsmanagement. Ferner wird das Risiko durch Forderungshöchstgrenzen begrenzt, wobei dem steigenden Anteil von Umsätzen im Ausland durch die Berechnung kundenindividueller Forderungshöchstbeträge Rechnung getragen wird. Zusätzlich werden durch die Möglichkeit von Zahlungen mit Skonto für inländische Kunden die Forderungslaufzeiten verkürzt. Eine Änderung im Zahlungsverhalten von wesentlichen Kunden ist bisher nicht ersichtlich und wird auch derzeit nicht erwartet. Ein gesondertes Risiko stellt die Liquiditätslage der chinesischen Tochtergesellschaften dar. Diese basieren auf Lieferungen von Fertigwaren zum Verkauf als auch für Komponenten zur Fertigung in China. Insgesamt besteht bei Forderungen aus Lieferungen von Fertigwaren eine Abhängigkeit zwischen den Zahlungsmöglichkeiten gegenüber der Muttergesellschaft und dem Zahlungsverhalten der chinesischen Kunden bzw. dem saisonalen und projektbezogenen Geschäftsverlauf. Risikomanagementziele und -methoden Ziel des implementierten Risikomanagements ist es, geschäftsspezifische und insbesondere den Fortbestand des Unternehmens gefährdende Risiken so früh wie möglich zu identifizieren, zu bewerten und durch geeignete Maßnahmen auf ein angemessenes Maß zu reduzieren. Im Rahmen eines ganzheitlichen Risikomanagements werden bei der Betrachtung der Risiken auch die ihnen gegenüberstehenden Chancen berücksichtigt. Die Verantwortungsträger sind in den Prozess der Risikoermittlung und -beurteilung eingebunden. Das Risiko- und Informationssystem gewährleistet, dass sämtliche identifizierte Risiken sorgfältig analysiert und bewertet werden. Nach einer entsprechenden Kategorisierung erfolgt die Einleitung von Gegenmaßnahmen. 4. Sonstige Berichtspflichten 4.1. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Ende des Geschäftsjahres eingetreten sind und wesentliche Auswirkungen auf die Darstellung der Lage der Gesellschaft für das Berichtsjahr haben, sind uns nicht bekannt. 4.2. §289 Abs. 2 Nr. 3 HGB - bestehende Zweigniederlassungen Die Engelmann Sensor GmbH betreibt keine Zweigniederlassungen.
Wiesloch-Baiertal, im Mai 2024 Die Geschäftsführung Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Engelmann Sensor GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Engelmann Sensor GmbH, Wiesloch-Baiertal - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Engelmann Sensor GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und -vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben; - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; - beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt; - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft; - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Mannheim, den 4. Juni 2024 Schäfer
& Partner GmbH
Prof. Dr. Marcus Scholz, Wirtschaftsprüfer Nicole Ehrhardt, Wirtschaftsprüferin Feststellungsdatum 20.06.2024 |
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