Stammdaten

Register
Amtsgericht Bochum HRB 14019
Eingetragen
23.7.2012
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehörEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 t
Gegenstand
ist in Bochum der Handel mit und die Reparatur von Kraftfahrzeugen aller Art, der Verkauf von Kraftfahrzeugzubehör und Accessoires sowie der Verkauf und die Vermittlung von Finanzdienstleistungen im Zusammenhang mit dem Autohandel und die Vermittlung von Versicherungen.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
51.00%
49.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AHAG Bochum GmbH

Bochum

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

AKTIVA

Vj.
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte sowie Lizenzen 2.661,00 6
2. Geschäfts- oder Firmenwert 97.295,00 130
99.956,00 136
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 73.414,00 100
2. technische Anlagen und Maschinen 41.429,00 46
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 98.011,00 62
4. Vorführfahrzeuge 1.181.936,00 1.002
1.394.790,00 1.210
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 7.131.189,30 8.531
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.613.349,05 2.282
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 326.631,14 289
C. Rechnungsabgrenzungsposten 90.967,63 15
12.656.883,12 12.463

PASSIVA

Vj.
T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25
II. Kapitalrücklage 2.225.000,00 2.225
III. Verlustvortrag - 684.744,20 - 2.169
IV. Jahresüberschuss 195.387,42 1.484
1.760.643,22 1.565
B. Rückstellungen 702.833,75 661
C. Verbindlichkeiten 10.193.406,15 10.237
12.656.883,12 12.463

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

Vorjahr
T€
1. Rohergebnis 6.291.818,50 7.044
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.778.738,44 2.544
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 461.472,29 407
3.240.210,73
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 200.741,25 267
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.059.722,28 2.143
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 14.992,89 16
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 461.392,62 208
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 115.358,94 0
8. Ergebnis nach Steuern 229.385,57 1.491
9. sonstige Steuern -33.998,15 6
10. Jahresüberschuss 195.387,42 1.485

ANHANG für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die AHAG Bochum GmbH, Porschestraße 4, 44809 Bochum ist beim Amtsgericht Bochum unter HRB 14019 eingetragen.

Die Gesellschaft weist zum 31.12.2023 die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.

Für das Geschäftsjahr 2023 hat die Gesellschaft den Jahresabschluss bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang sowie den Lagebericht entsprechend den Vorschriften für Kapitalgesellschaften gemäß § 264 ff. HGB aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde im Berichtsjahr nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

II. Angaben zu Bilanzierungs- u. Bewertungsmethoden

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen, Grundstücksrechte nicht mit Grundstückslasten verrechnet worden.

Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen. Aufwendungen für die Gründung des Unternehmens und für die Beschaffung des Eigenkapitals sowie für immaterielle Vermögensgegenstände, die nicht entgeltlich erworben wurden, wurden nicht bilanziert. Rückstellungen wurden nur im Rahmen des § 249 HGB und Rechnungsabgrenzungsposten nur nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet. Haftungsverhältnisse i. S. v. § 251 HGB sind nachfolgend gesondert angegeben.

Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- u. Bewertungsmethoden angewandt:

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorhergehenden Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Einzelne Positionen wurden wie folgt bewertet:

Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten oder Herstellungskosten abzüglich Anschaffungskostenminderungen (Skonti, Boni etc.) sowie abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet.

Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes.

Die Abschreibungen werden beim beweglichen Anlagevermögen linear vorgenommen. Der Vorführfahrzeugbestand wird linear über 6 Jahre abgeschrieben.

Im Berichtsjahr erworbene geringwertige Wirtschaftsgüter (Anschaffungs- oder Herstellungskosten zwischen € 250 und € 1.000) werden entsprechend § 6 Abs. 2a EStG (= sogenannte Pool-Abschreibung) über 5 Jahre linear aufgelöst.

Die Vorräte werden mit den Anschaffungskosten bzw. - bzgl. der Gebrauchtfahrzeugbestände - grundsätzlich mit dem niedrigeren Schwacke-EK-Wert am 31.12. bewertet. Von der BMW AG zugekaufte Dienstwagen wurden mit 95 % des Verkaufs- bzw. Auszeichnungspreises am 31.12. bewertet, sofern dieser niedriger war, als die Anschaffungskosten.

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung zu Forderungen Rechnung getragen.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert angesetzt.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

Die Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag gebildet.

III. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung und Gliederung der einzelnen Posten des Sachanlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel ersichtlich, ebenso wie die Abschreibungen des Geschäftsjahres. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird über 15 Jahre abgeschrieben.

In der Position "Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände" sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen i. H. v. € 373.745,15 (31.12.2022 = T€ 195) enthalten.

Die sonstigen Rückstellungen wurden insbesondere für Abschluss- und Prüfungskosten, nicht genommenen Urlaub, Gewährleistungsprüfungen durch die BMW AG sowie für Gewährleistung-Eigengarantien gebildet.

Anlagenspiegel zum 31.12.2023

AHAG Bochum GmbH, Porschestraße 4, 44809 Bochum

AHK historisch Zugänge Geschäftsjahr Abgänge Geschäftsjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 45.953,83 0,00 1.613,58
2. Geschäfts- und Firmenwert 481.278,00 0,00 0,00
Zwischensumme 527.231,83 0,00 1.613,58
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 274.467,39 0,00 3.540,59
2. technische Anlagen und Maschinen 357.787,09 489.268,18 485.081,29
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 383.615,91 73.027,26 58.688,51
4. Vorführfahrzeuge 1.021.561,76 2.811.601,63 2.700.307,31
Zwischensumme 2.037.432,15 3.373.897,07 3.247.617,70
Endsumme 2.564.663,98 3.373.897,07 3.249.231,28
Umbuchungen Geschäftsjahr Zuschreibungen Geschäftsjahr Abschreibungen kumuliert
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00 41.679,25
2. Geschäfts- und Firmenwert 0,00 0,00 383.983,00
Zwischensumme 0,00 0,00 425.662,25
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 197.512,80
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00 194.132,98
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 0,00 299.943,66
4. Vorführfahrzeuge 0,00 0,00 77.332,08
Zwischensumme 0,00 0,00 768.921,52
Endsumme 0,00 0,00 1.194.583,77
Buchwert 31.12.2023 Buchwert 01.01.2023 Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.661,00 6.056,00 2.828,00
2. Geschäfts- und Firmenwert 97.295,00 130.154,00 32.859,00
Zwischensumme 99.956,00 136.210,00 35.687,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 73.414,00 100.087,00 26.670,00
2. technische Anlagen und Maschinen 167.841,00 158.637,00 23.775,91
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 98.011,00 62.269,00 37.276,26
4. Vorführfahrzeuge 1.055.524,00 889.045,00 77.332,08
Zwischensumme 1.394.790,00 1.210.038,00 165.054,25
Endsumme 1.494.746,00 1.346.248,00 200.741,25

Zu der Position "Verbindlichkeiten" ergeben sich folgende Davon-Vermerke:

davon gegenüber Kreditinstituten: € 8.631.625,73 (31.12.2022 = T€ 9.467);

davon gegenüber verbundenen Unternehmen: € 487.906,85 (31.12.2022: T€ 59);

davon mit einer Restlaufzeit bis 1 Jahr: € 1.561.780,42 (31.12.2022 = T€ 770);

davon aus Steuern: € 438.973,80 (31.12.2022 = T€ 93).

Die bilanzierten Verbindlichkeiten sind durch die Sicherungsübereignung der finanzierten Gegenstände, Grundschulden, Sicherungsübereignung der Vorräte, Abtretung von Forderungen sowie durch Eigentumsvorbehalt gesichert.

IV. Sonstige Angaben

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen mit Mietaufwendungen von jährlich € 413.250.

Im Zeitraum vom 01.01. - 31.12.2023 waren durchschnittlich 59 (Vj. = 60)

Mitarbeiter beschäftigt:

2023 2022
- Angestellte 38 38
- Gewerbliche Arbeitnehmer 14 15
- Auszubildende 7 7
59 60

In diesem Zeitraum erfolgte die Geschäftsführung durch Frau Caroline Pieper-Gladen u. Herrn Dr. Christoph Pieper.

Das Jahresergebnis 2023 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Die AHAG Bochum GmbH wird in den Konzernabschluss der AHAG Holding GmbH, Gelsenkirchen einbezogen.

Der offengelegte Konzernabschluss ist im elektronischen Bundesanzeiger einsehbar.

V. Besondere Vorgänge nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und im Jahresabschluss per 31.12.2023 nicht berücksichtigt sind, haben sich nicht ereignet.

 

Bochum, 31. März 2024

AHAG Bochum GmbH

gez. Caroline Pieper-Gladen

gez. Dr. Christoph Pieper

LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2023

I. Darstellung des Geschäftsverlaufs

Die deutsche Wirtschaft sah sich im Jahr 2023 mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert. Eine Erholung vom signifikanten Einbruch im Corona-Jahr 2020 setzte sich nicht wie im Vorjahr weiter fort. Die Bundesregierung hatte Anfang 2023 noch mit einem moderaten Wachstum geplant, korrigierte diese Prognose aber im Herbst 2023. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging um 0,3% gegenüber dem Vorjahr zurück. Deutschland verharrte das gesamte Jahr im Krisenmodus. Dies hatte gleichermaßen Auswirkungen auf Verbraucher wie auch auf Unternehmungen.

Insbesondere der private Konsum ging im Jahr 2023 aufgrund der nachwirkenden Kaufkraftverluste und der Kaufzurückhaltung preisbereinigt um 0,8% zurück und fiel damit als Konjunkturstütze aus. Die mit 6,9% im Jahresdurchschnitt 2022 für deutsche Verhältnisse hohe Inflationsrate erreichte im Januar 2023 mit 8,7% neue Höhen. Über das gesamte Jahr lag die Inflationsrate im Jahresschnitt bei 5,9%.

Der andauernde Krieg in der Ukraine hatte Auswirkungen auf die Lebensmittel- und Energiepreise. Für großen Diskussionen sorgte im April 2023 das vom Bundeskabinett beschlossene Gebäudeenergiegesetz (GEG), in der Öffentlichkeit besser bekannt als Habecks Heizungsgesetz. Die Umstellung der Heizungen auf erneuerbare Energien soll vor allem dazu beitragen, die im Bundes- Klimaschutzgesetz (KSG) verankerten Ziele zu erreichen.

Politisch wurde um dieses neue Gesetz hart gerungen. Ein Großteil der Immobilienbesitzer fühlte sich angesichts der hohen anstehenden Investitionen überfordert. Die CDU blockierte das Gesetzgebungsverfahren erfolgreich im Juli 2023 allerdings nur zeitweise durch ein Eilverfahren beim Bundesverfassungsgericht. Nach ausführlicher Beratung passiert das GEG dann am 29.09.2023 den Bundesrat. Somit muss ab dem 01.01.2024 beim Einbau neuer Heizungen ein Anteil von mindestens 65% erneuerbarer Energien eingesetzt werden. Die Regierung sichert hierfür umfangreiche Förderungen zu.

Auch die Unternehmungen litten im Jahr 2023 unter den hohen Energiepreisen. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) propagierte Transferzahlungen an mittelständische und große Unternehmen, die in ihrer Wettbewerbsfähigkeit gefährdet seien. Firmen in Deutschland zahlten für Strom das Dreifache des Durchschnittspreises der letzten Dekade. 1 Der BDI forderte daher eine dauerhaft sichere Versorgung mit Energie zu international wettbewerbsfähigen Preisen, denn der Strompreis spielt bei Investitionsentscheidungen der Unternehmen eine wesentliche Rolle.

1 BDI-Artikel "Strompreiskrise: BDI fordert nachhaltiges Konzept und breit angelegte Entlastung" vom 07.07.2023

Im November 2023 beschloss die Bundesregierung ein "Strompreispaket", das ab Januar 2024 Entlastungen bei der Stromsteuer vorsieht. Doch den Unternehmen und auch den Gewerkschaften ging die Entlastung nicht weit genug. Der von der Industrie geforderte "Industriestrompreis" konnte sich innerhalb der Ampel- Regierung nicht durchsetzen. Das Institut der Deutschen Wirtschaft berichtete bereits von massiven Kapitalabflüssen aus Deutschland und einer schleichenden Deindustrialisierung. 2

Die schlechten Nachrichten für die deutsche Industrie rissen nicht ab. Im November 2023 mussten Unternehmungen auf bereits zugesagte und fest eingeplante Fördergelder verzichten. Das Bundesverfassungsgericht hatte am 15.11.2023 das Zweite Nachtragshaushaltsgesetz 2021 als mit dem Grundgesetz unvereinbar und somit als nichtig eingestuft. Die Bundesregierung durfte demnach nicht zusätzlich die für den Haushalt 2021 als Reaktion auf die Corona-Pandemie vorgesehenen, jedoch nicht unmittelbar benötigten Kredite in Höhe von 60 Milliarden Euro an Unternehmungen auszahlen. Die 60 Milliarden Euro durften explizit nicht dem "Energie und Klimafonds" (EKF) zugeführt und für künftige Haushaltsjahre nutzbar gemacht werden. Das Gericht warf der Regierung vor, mit dieser Umwidmung der Finanzmittel die in Artikel 109 des Grundgesetzes verankerte Schuldenbremse ausgehebelt zu haben. Dadurch wurde für das Jahr 2023 ein Nachtragshaushalt fällig, der Mitte Dezember 2023 verabschiedet wurde.

Unmittelbare Auswirkungen auf die Ergebnissituation der AHAG Group hatte der Anstieg des Zinsniveaus. Nach einer Zinserhöhung des Leitzinses durch die EZB am 21.12.2022 von 2,0% auf 2,5% folgten im Jahr 2023 weitere Erhöhungen zwischen dem 08.02.2023 und dem 14.09.2023 in mehreren Schritten auf 4,5%. Um der hohen Zinsbelastung entgegenzuwirken, wurden die kreditfinanzierten Fahrzeugbestände signifikant reduziert.

In Deutschland wurden im Jahr 2023 deutlich mehr Neuwagen zugelassen als ein Jahr zuvor.

Nach 2,65 Mio. PKW im Vorjahr 2022 wurden im Berichtsjahr nunmehr 2,84 Mio. PKW neu zugelassen. Das entspricht einem Wachstum von 7,3%. Allerdings bewegt sich der Markt noch immer unter Vorkrisenniveau: 2023 wurden 21% weniger Fahrzeuge zugelassen als im Jahr 2019. Vor allem die Zahl der gewerblichen Neuzulassungen legte im letzten Jahr kräftig zu, während etwas weniger private PKW neu zugelassen wurden als 2022. Der Anteil der gewerblichen Neuzulassungen lag bei 67,1%.

2 IW-Kurzbericht 43/2023 vom 28.06.2023

1,38 Mio. PKW und somit 48,5% der neu zugelassenen Fahrzeuge waren mit alternativen Antrieben ausgerüstet (Elektro (BEV), Hybrid, Plug-In-Hybrid, Gas, Wassersoff oder Brennstoffzelle). Das waren 63.693 Einheiten mehr als im Jahr zuvor. Der prozentuale Anteil der PKW mit einem Elektro-Antrieb (BEV) stieg um 11,4%. 3 Mit 524.219 Neuzulassungen betrug ihr Anteil am Gesamtzulassungsvolumen des Berichtszeitraums 18,4 Prozent. 4

Der deutsche Gebrauchtwagenmarkt hat sich im Jahr 2023 positiv entwickelt. Während im Jahr 2022 5,64 Mio. PKW ihren Besitzer wechselten stieg die Zahl im Berichtsjahr 2023 deutlich auf rund 6,03 Mio. 5 Das waren 6,9% mehr als 2022. In den Vorkrisenjahren 2018 und 2019 waren noch jeweils rund 7,2 Millionen PKW- Besitzumschreibungen gezählt worden. Nach der durch Ukraine-Krieg und Corona-Pandemie bedingten Fahrzeugknappheit, hat sich der Gebrauchtwagenmarkt im Verlauf des Jahres 2023 wieder normalisiert. Dennoch blieb das Preisniveau über das gesamte Jahr hoch. Im 4. Quartal war ein leichter Preisrückgang zu verzeichnen, der sich auch im Jahr 2024 fortsetzt. Stark sinken vor allem die Preise für gebrauchte Elektro- und Hybridfahrzeuge.

Die große Mehrheit der Pkw-Halter reagiert verhalten auf die Ausrichtung des Technologiewandels. Bei der Befragung zum DAT-Report 2024 gaben 63% der Pkw-Halter an, dem gewollten Technologiewandel einzig auf Elektromobilität nichts abgewinnen zu können. Sie plädieren für Technologieoffenheit. Nur 19% halten hingegen die Fokussierung auf E-Mobilität für richtig und wichtig. In der Gruppe der Neuwagen- und Gebrauchtwagenkäufer ist der Zuspruch für den Technologiewandel prozentual größer, dennoch bleibt eine Mehrheit überwiegend skeptisch und ablehnend. 6

Der Absatz der von der AHAG Bochum GmbH vertretenen Marken BMW und MINI steigerte sich weltweit um 6,5%. Die Marke BMW belegte weiterhin den ersten Platz im globalen Premiumsegment. Der Absatz vollelektrischer Fahrzeuge wurde mit 376.183 Einheiten gegenüber Vorjahr um 74,4% gesteigert. Damit ist die BMW Group mit ihrem Absatz vollelektrischer Fahrzeuge deutlich stärker gewachsen als der Gesamtmarkt für vollelektrische Fahrzeuge. 7 Auf ihrem Heimatmarkt Deutschland verzeichnete die BMW Group ein Wachstum von 11,7% auf 281.986 Einheiten. Im deutschen Markt steigerte BMW den Absatz um 11,2% und MINI um 14,4%. BMW erreichte einen Marktanteil von 8,2%, MINI von 1,6%. 8

3 Vgl. Pressemitteilung 03/2024 des Kraftfahrt Bundesamtes vom 16.01.2024
4 Vgl. VDA-Pressemeldung vom 04.01.2024
5 Vgl. Zahlen & Fakten 2023, Ausgabe 2024 des Zentralverbandes Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe
6 Vgl. DAT-Report 2024
7 Vgl. BMW Group Presse-Information vom 09.01.2024
8 Vgl. Pressemitteilung 01/2024 des Kraftfahrt Bundesamtes vom 04.01.2024

Der Neufahrzeugabsatz der AHAG Bochum GmbH entwickelte sich mit den Marken BMW, MINI und BMW Motorrad über alle Sparten positiv. Es wurden 2 % mehr neue Automobile (einschließlich Vorführwagen) verkauft. Der Absatz an Gebrauchtfahrzeugen steigerte sich um 9 % und der Verkauf von neuen Motorrädern (einschließlich Vorführmotorräder) um 25 %.

Im Aftersales stiegen die Umsätze sowohl im Service als auch im Ersatzteilvertrieb deutlich überproportional.

II. Darstellung der Lage

1. Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich von T€ 12.463 per 31.12.2022 um T€ 194 = 1,6 % auf T€ 12.657 per 31.12.2023 erhöht.

Der im Anlagevermögen bilanzierte Vorführfahrzeugbestand, die im Vorratsvermögen bilanzierten Neu- und Gebrauchtfahrzeugbestände sowie das Teilelager betragen per 31.12.2023 T€ 8.313 bzw. 65,7 % (31.12.2022 = T€ 9.533 bzw. 76,5 %) der Bilanzsumme.

2. Finanzlage

Die Finanzierung des Vorratsvermögens und der Vorführfahrzeuge erfolgt im Wesentlichen über die von der Herstellerbank ausgereichten und bis auf Weiteres gewährten Kontokorrentkredite.

Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten betragen per 31.12.2023 T€ 327 (31.12.2022 = T€ 289).

Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 jederzeit in der Lage ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

3. Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 konnte ein Rohergebnis von T€ 6.292 (Vj. = T€ 7.044) erzielt werden.

Nach Abzug übriger Aufwendungen und Erträge i. H. v. T€ 6.097 (Vj. = T€ 5.559) verbleibt für 2023 ein Jahresüberschuss von T€ 195 (Vj. = T€ 1.485).

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Gesamtkapitalrentabilität beträgt 5,2 % (Vj. = 13,6 %).

Der ROCE errechnet sich mit 7,0 % (Vj. = 14,7 %).

Im Geschäftsjahr 2023 wurden insgesamt 1.365 (Vj. = 1.265) Fahrzeuge verkauft, insbesondere der Marken BMW und MINI.

5. Mitarbeiter

Die Unternehmensstrategie und die damit verbundenen Ziele lassen sich nur dann erreichen, wenn die AHAG Bochum auch im Verbund mit der AHAG Group als attraktiver und verantwortungsvoller Arbeitgeber dauerhaft kompetente und engagierte Mitarbeiter an sich binden kann. Der langjährige Erfolg der AHAG Group ist eng verbunden mit der Kompetenz, Einsatzbereitschaft und Identifikation der Mitarbeiter mit den individuellen und den gesamthaften Unternehmenszielen. Hier gilt es, sukzessive Fähigkeiten und Know-How der Mitarbeiter weiterzuentwickeln. Auch im Jahr 2023 wurde überdurchschnittlich viel in individuelle Trainings der Mitarbeiter investiert. Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein besonderer Schulungsschwerpunkt auf die Ausbildung zum Hochvolttechniker gelegt. Nicht zu vergessen sind die Ausbildung zum Brandschutz- und Ersthelfer, die der Arbeitssicherheit aller Mitarbeiter dienen.

Darüber hinaus spielen gute Arbeitsbedingungen, Entwicklungsperspektiven und attraktive Vergütungsmodelle eine wichtige Rolle. Benefits wie "Jobrad", Zuschüsse zur betrieblichen Altersversorgung Mitarbeiter-Events und Teambuilding-Aktivitäten tragen dazu bei, das Employer Branding der AHAG mittel- und langfristig zu stärken.

Um dem aktuellen Fachkräftemangel in Deutschland entgegenzuwirken, lancierte die AHAG eine Reihe von Initiativen und Programmen zur Personalgewinnung sowie zur Aus- und Weiterbildung. Das Aus- und Weiterbildungskonzept wird kontinuierlich ausgeweitet. Aktuell werden Mechatroniker, Automobil- und Bürokaufleute, IT-Systemadministratoren sowie Fachkräfte für Lagerlogistik ausgebildet. Auf Jobmessen sowie anderen Personalbörsen präsentiert sich die AHAG bei potenziellen Mitarbeitenden als hoch attraktiver Arbeitgeber.

6. Nachhaltigkeit und Umweltschutz

Umweltschutz und der schonende Umgang mit Ressourcen in allen Bereichen der Gesellschaft sind integraler Bestandteil des täglichen Handelns im Unternehmen. Es wird kontinuierlich darauf hingearbeitet, negative Umweltauswirkungen der eigenen Unternehmenstätigkeit zu verringern oder zu vermeiden. Dazu zählen u.a. die kontinuierliche Durchführung interner wie externer Energieaudits und die Umsetzung der daraus abgeleiteten Maßnahmen. Durch das außerordentliche Engagement bei Beratung und Vertrieb von Elektrofahrzeugen leistet die AHAG in der Region einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz.

III. Voraussichtliche Entwicklung mit Hinweisen auf wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Das deutsche BIP wird im Jahr 2024 voraussichtlich um 0,2 % und 2025 um 0,9 % wachsen. Damit befände sich Deutschland in einer Stagnation. Neben dem schwachen BIP-Wachstum vermindert die hohe Inflation die Realeinkommen und Ersparnisse und dämpft damit den privaten Konsum. Allerdings ist in der 2. Jahreshälfte davon auszugehen, dass die Energiepreise abklingen und die Inflationsrate sinken wird. Das dürfte ein leichtes Wachstum der Realeinkommen stützen. Allgemein wird beim nationalen Verbraucherpreisindex in den Jahren 2024 und 2025 mit Steigerungsraten von 2,4 % bzw. 2,1 % gerechnet, nachdem die Inflationsrate im vergangenen Jahr 2023 noch bei 5,9 % lag. 9

Das Vertrauen weiter Teile der Bevölkerung in die Politik der aktuellen Bundesregierung ist erschüttert. Die zunehmende Unsicherheit durch politische ad hoc Entscheidungen wie die abrupte Streichung der Elektroauto-Förderung zum Jahresende 2023, verdirbt potenziellen Kunden die Kauflaune. Unterschiedliche Ansichten der Koalitionspartner führen dazu, dass wichtige Reformen nur zögerlich oder erst gar nicht umgesetzt werden. Dieser Stillstand und die Unsicherheit über wichtige wirtschaftspolitische Weichenstellungen lähmen die Konjunktur und hemmen das langfristige Wachstum, da Investitions- und Konsumausgaben zurückgehalten werden.

Die deutsche Wirtschaft ist nicht zufriedenstellend in das Jahr 2024 gestartet. Im Vorjahresvergleich ist das BIP im 1. Quartal 2024 preis- und kalenderbereinigt um 0,2 % niedriger als im 1. Quartal 2023. Private Konsumausgaben gingen weiter zurück. 10

Das ifo Institut an der Universität München beschreibt die Lage treffend: "Die deutsche Wirtschaft ist wie gelähmt. Im Vergleich zu anderen großen europäischen Ländern fällt Deutschland spürbar ab. Nicht nur dort ist die Stimmung besser und die Unsicherheit niedriger; auch deuten die entsprechenden Indikatoren bereits seit Herbst 2023 auf eine allmähliche Erholung hin." 11

Die zukünftige Entwicklung des Zinssatzes für die Fahrzeug-Einkaufsfinanzierung hat starken Einfluss auf die Finanzierungskosten. Da das Zinsniveau im Berichtszeitraum vergleichsweise hoch ist, ist das Zinsänderungsrisiko für die Gesellschaft von großer Bedeutung. Es wird mit leicht sinkenden Zinsen gerechnet, was dann einen positiven Effekt auf den Geschäftsverlauf hat.

Die Preisentwicklung auf dem für uns wichtigen Gebrauchtwagenmarkt und insbesondere die Entwicklung der Restwerte für Elektrofahrzeuge ist schwer zu prognostizieren. Das Restwertrisiko von Elektrofahrzeugen der ersten Generation steigt durch den technologischen Fortschritt sowie eine wachsende Modellvielfalt an Elektrofahrzeugen.

9 Vgl. Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung: Frühjahrsgutachten 2024 vom 15.05.2024
10 Vgl. Statistisches Bundesamt (Destatis) Pressemitteilung Nr. 173 vom 30.04.2024
11 Ifo Institut: ifo Konjunkturprognose Frühjahr 2024 vom 06.03.2024

Der Automobilhandel leidet wie viele andere Branchen unter dem Fachkräftemangel. Es ist schwierig, den kurz- und mittelfristigen Fachkräftebedarf zu decken. Die AHAG setzt zur Deckung der benötigten Fachkräfte auf eigene Ausbildung. Daher werden auch in diesem Jahr überdurchschnittlich viele kaufmännische und gewerbliche Auszubildende ausgebildet. Entsprechende Maßnahmen sind in Vorbereitung die die Attraktivität des Unternehmens als Arbeitgeber weiter steigern.

Eine aktives Forderungsmanagement minimiert Ausfall- und Liquiditätsrisiken. Mögliche Forderungsausfälle versuchen wir durch gezielte Bonitätsprüfungen auszuschließen. Hier bedienen wir uns der Creditreform. Ein regelmäßiger Austausch zwischen den Führungskräften, der Buchhaltung und der Geschäftsführung findet statt.

Weitere wesentliche oder überraschend eintretende, unternehmensrelevante Risiken sehen wir nicht.

Die Geschäftsentwicklung in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2024 war nicht zufriedenstellend. Die Nachfrage nach Automobilen aller von uns vertretenen Marken war zurückhaltend. Entsprechend ist es uns bei einem starken Intrabrand-Wettbewerb nicht im gewünschten Umfang gelungen, auskömmliche Verkaufspreise bei unseren Kunden durchzusetzen.

Im Jahr 2024 erhoffen wir uns ein starkes Interesse am neuen BMW 5er Touring, der mit verschiedenen Motorisierungen auch als vollelektrischer BMW i5 Touring am 25.05.2024 in unseren Autohäusern eingeführt wird. Im Laufe des Jahres folgen weitere Motorisierungen, unter anderem auch zwei Plug-in Hybridversionen.

Ende des Jahres debütiert der neue BMW X3 in vierter Generation. Die Modelle der 1er, 2er, 3er und 4er Reihe werden im Laufe des Jahres teilweise überarbeitet. Bereits im Frühjahr wurde der neue BMW X2 eingeführt, den es nun ebenfalls in einer vollelektrischen Variante gibt.

Die Erneuerung der MINI-Familie begann mit dem MINI Countryman im März 2024. Der neue MINI Cooper in seiner fünften Modellgeneration wurde in der Einstiegsversion C und leistungsstärkeren Version S am 07.02.2024 vorgestellt. Der vollelektrisch betriebene MINI SE wird im Sommer 2024 verfügbar sein. Im November 2024 kommt das neue elektrifizierte Crossover-Modell MINI Aceman in den Markt.

Ab dem 01.10.2024 wird der Vertrieb der Marke MINI auch in Deutschland und Österreich auf das Agentur-Modell umgestellt. Kunden erhalten dann für jedes Modell einen bundesweit einheitlichen Preis. Verkäufer des Fahrzeugs ist die BMW AG. Je verkauftem Fahrzeug erhält der Händler eine feste Vergütung. Durch die vollständige Digitalisierung des Kaufprozesses wird es auch möglich sein, zwischen dem klassischen Verkauf im Autohaus und einem reinen Online-Kauf über die MINI-Website zu wählen - die Preise sind in beiden Fällen identisch.

Die anspruchsvollen ökonomischen Rahmenbedingungen wirken sich direkt auf die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage der AHAG Bochum GmbH aus. Darüber hinaus nimmt der Wettbewerbsdruck in der Automobilbranche zu. Für das aktuelle Geschäftsjahr 2024 gehen wir daher von einer Geschäftsentwicklung aus, die leicht unter der des Vorjahres liegt. Diese ist aufgrund der volatilen politischen und ökonomischen Lage mit einer gewissen Unsicherheit verbunden. Mittel und langfristig erwarten wir aufgrund der starken Marktposition und des attraktiven Markenportfolios der AHAG eine nachhaltig positive Entwicklung.

 

Bochum, 31. März 2024

AHAG Bochum GmbH

gez. Caroline Pieper-Gladen

gez. Dr. Christoph Pieper

Der zur Offenlegung bestimmte und nach § 327 HGB verkürzte Jahresabschluss zum 31.12.2023 entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die AHAG Bochum GmbH, Bochum

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der AHAG Bochum GmbH, Bochum, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AHAG Bochum GmbH, Bochum, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften im Sinne des § 264 HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grunds- ätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften im Sinne des § 264 HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Gelsenkirchen, 06. September 2024

QBS Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Gelsenkirchen

Hubertus Brüning-Sudhoff, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

6 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.