Stadtsparkasse FreudenbergLiquidiert
Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ulrich Kaßburg seit 15.1.2009 | Vorstandsmitglied |
Martin Lucke seit 21.8.2003 | Vorstandsmitglied |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Stadtsparkasse FreudenbergFreudenbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013Lagebericht 2013A. Grundlagen der SparkasseDie Stadtsparkasse Freudenberg ist gemäß § 1 SpkG eine Anstalt des öffentlichen Rechts. Sie ist Mitglied des Sparkassenverbands Westfalen-Lippe (SVWL), Münster, und über diesen dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband e. V., Berlin und Bonn, angeschlossen. Sie ist beim Amtsgericht Siegen unter der Nummer A 6121 im Handelsregister eingetragen. Träger der Sparkasse ist die Stadt Freudenberg, die ebenfalls Mitglied des SVWL ist. Satzungsgebiet der Sparkasse sind das Gebiet der Stadt Freudenberg, des Kreises Siegen-Wittgenstein sowie die angrenzenden Kreise Altenkirchen und Olpe. Die Sparkasse ist Mitglied im bundesweiten Haftungsverbund der Sparkassen-Finanzgruppe. Das aus Sparkassen, Landesbanken und Landesbausparkassen bestehende überregionale Sicherungssystem stellt sicher, dass im Bedarfsfall ausreichend Mittel zur Verfügung stehen, um die Forderungen der Kunden und auch das Institut selbst zu schützen. Die Sparkasse ist ein regionales Wirtschaftsunternehmen mit der Aufgabe, die geld- und kreditwirtschaftliche Versorgung der Bevölkerung und der Wirtschaft insbesondere im satzungsrechtlichen Geschäftsgebiet sicherzustellen. Daneben ist das soziale und kulturelle Engagement der Sparkasse zu nennen. Im Rahmen der Geschäftsstrategie sind die Grundsätze unserer geschäftspolitischen Ausrichtung zusammengefasst und in die operativen Planungen eingearbeitet. Die übergeordneten Ziele werden im Lagebericht im Folgenden dargestellt. Durch die zielorientierte Bearbeitung der strategischen Geschäftsfelder soll die Aufgabenerfüllung der Sparkasse über die Ausschöpfung von Ertragspotenzialen sowie Kostensenkungen sichergestellt werden. Darüber hinaus hat der Vorstand die Risikostrategie überprüft und den veränderten Rahmenbedingungen angepasst. Die Strategien wurden mit dem Verwaltungsrat der Sparkasse erörtert und innerhalb des Hauses kommuniziert. B. Wirtschaftsbericht1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen im Jahr 2013 Wirtschaftsentwicklung Im Herbst 2013 zeigt sich die Konjunktur in Deutschland moderat aufwärts gerichtet. Die Weltwirtschaft expandiert aktuell wieder etwas kräftiger und die Unsicherheit im Zusammenhang mit der Krise im Euro-Raum hat deutlich abgenommen. In diesem Umfeld kommen die binnenwirtschaftlichen Rahmenbedingungen wieder mehr zum Tragen. Vor allem die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt und die ausgesprochen günstigen Finanzierungsbedingungen regen die Konjunktur an. Im zweiten Quartal dieses Jahres stieg die gesamtwirtschaftliche Produktion in Deutschland um 0,7% im Vergleich zum Vorquartal an. Dieser kräftige Zuwachs ist allerdings im Wesentlichen auf Nachholeffekte zurückzuführen. Denn im ersten Vierteljahr war die wirtschaftliche Entwicklung durch die ungewöhnlich kalte Witterung beeinträchtigt worden. Im dritten Quartal ist das Expansionstempo daher auf 0,3% gegenüber dem Vorquartal zurückgegangen. Die breit angelegte Verbesserung der Stimmungsindikatoren in Deutschland und der Anstieg der Auftragseingänge signalisieren jedoch, dass die Grundtendenz aufwärts gerichtet bleibt. Hauptstütze der deutschen Konjunktur war der private Verbrauch, der von der robusten Lage auf dem Arbeitsmarkt und merklichen Lohnzuwächsen gespeist wurde. Bei einer verhaltenen Inflationsrate verliehen die Einkommenszuwächse der Konsumnachfrage Auftrieb. Auch die Erwerbstätigkeit wurde ausgeweitet, was wiederum die Einkommenserwartungen verbesserte. So nahm die Sparquote aufgrund der rückläufigen Unsicherheit und niedriger Zinsen ab. Insgesamt wurde damit der Konsum der Privathaushalte stimuliert. Nach 0,8% im Vorjahr dürfte er im Jahr 2013 um 1,0% zulegen. Der regionale Arbeitsmarkt bleibt erfreulich stabil. Im Januar 2014 ist die Arbeitslosenquote mit 5,7% saisonbedingt geringfügig angestiegen. Sie liegt nur 0,2 Prozentpunkte über dem Vorjahr. Der Euroschuldenkrise sind zwar offensichtlich die gröbsten Zähne gezogen, vorbei ist sie aber längst noch nicht. Die Reformansätze in einigen europäischen Ländern zeigen erste positive Wirkungen, müssen aber fortgesetzt werden. Zinsentwicklung Die Europäische Zentralbank hat den Zinssatz für Hauptrefinanzierungsgeschäfte zunächst im Mai und zuletzt im November 2013 um jeweils 25 Basispunkte auf 0,25% gesenkt. Die unkonventionellen geldpolitischen Maßnahmen bleiben weitgehend unverändert in Kraft. Insbesondere die Vollzuteilung der Refinanzierungsoperationen, die sicherstellt, dass Geschäftsbanken eine ausreichende Menge an Liquidität erhalten, wird bis mindestens Juni 2015 fortgesetzt. 2. Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen im Jahr 2013 Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) Am 14. Dezember 2012 hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) die vierte Novelle der MaRisk veröffentlicht. Fristgerecht zum 31. Dezember 2013 wurden die neuen Anforderungen - mit Ausnahme der Einführung eines Liquiditätskostenverrechnungssystems - umgesetzt. CRD IV-Paket - Regelwerk zur Umsetzung von Basel III Unter der Bezeichnung CRD IV-Paket erfolgt in Europa die Umsetzung von Basel III. Die Richtlinie CRD IV (Capital Requirements Directive IV), die Verordnung CRR (Capital Requirements Regulation) sowie das CRD IV-Umsetzungsgesetz sind zum 1. Januar 2014 in Kraft getreten und bis zum Jahr 2019 in Stufen umzusetzen. Die Stadtsparkasse Freudenberg verfolgt sukzessive die Umsetzung der neuen Regeln für das Eigenkapital, die Erweiterung der Risikobetrachtung, den Kapitalpuffer, die Verschuldungskennziffer (Leverage Ratio) sowie die Liquiditätsregeln. Single Euro Payments Area (SEPA) Ab dem 1. Februar 2014 sollte der einheitliche europäische Zahlungsverkehr SEPA den bisherigen deutschen Überweisungs- und Lastschriftverkehr ersetzen. Auf Vorschlag der Europäischen Kommission wird den Vereinen und Unternehmen, die die Umstellung nicht rechtzeitig vollzogen haben, eine Übergangsfrist bis zum 1. August 2014 eingeräumt. Der einschneidende Veränderungsprozess für Kunden und für die Stadtsparkasse erforderte eine erhebliche Vorarbeit, mit der in 2012 begonnen wurde und die in 2013 intensiv - insbesondere mit Kommunikationsmaßnahmen gegenüber den Kunden - fortgesetzt wurde. Sparkassengesetz Nordrhein-Westfalen Mit Wirkung vom 27. Juli 2013 ist ein neues Sparkassengesetz NRW in Kraft getreten. Die Veränderungen beziehen sich auf den Wegfall der WestLB AG als Sparkassenzentralbank und auf weitere formelle Anpassungen. Wesentliche Auswirkungen auf die operative Geschäftstätigkeit der Sparkasse haben sich nicht ergeben. 3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs 3.1. Bilanzsumme und Geschäftsvolumen Die Bilanzsumme verringerte sich im Jahr 2013 um 6,6 Mio. EUR bzw. 2,2% auf 295,3 Mio. EUR und damit mehr als erwartet. Das aus Kundenaktiva, Kundenpassiva, Eventualverbindlichkeiten, unwiderruflichen Kreditzusagen und den Kundenbeständen im Wertpapiergeschäft bestehende Geschäftsvolumen erhöhte sich dagegen um 9,4 Mio. EUR oder 2,1% auf 462,3 Mio. EUR. 3.2. Kreditgeschäft Insgesamt verlief die Entwicklung der Forderungen an Kunden (einschl. Avale) gemessen an bilanziellen Werten mit einem Anstieg von 3,5% oberhalb der Planung von +0,7%. Die Darlehenszusagen belaufen sich im Jahr 2013 auf 47,0 Mio. EUR. Die Darlehenszusagen zur Finanzierung des Wohnungsbaus erhöhten sich im Gesamtjahr um 42,2% auf 15,5 Mio. EUR. Der Strukturanteil der Kundenforderungen an der Stichtagsbilanzsumme erhöhte sich auf 67,7% (Vorjahr 63,4%). Das Kreditvolumen mit Privatpersonen blieb gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Das zugesagte Kreditvolumen an private Haushalte weist einen Anstieg von 13,8% auf 19,0 Mio. EUR aus. Im Kreditgeschäft mit Unternehmen und Selbstständigen verringerte sich das Kreditvolumen um 4,5 Mio. EUR. Die Darlehenszusagen stiegen um 11,4% auf 16,1 Mio. EUR. Das Kreditvolumen an öffentliche Haushalte ist auf 12,8 Mio. EUR gestiegen. 3.3. Wertpapiereigenanlagen Zum Bilanzstichtag verminderte sich der Bestand an Wertpapiereigenanlagen gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 9,3 Mio. EUR auf 81,0 Mio. EUR. Hierbei war insbesondere der Rückgang der Schuldverschreibungen und anderer festverzinslicher Wertpapiere aufgrund von Fälligkeiten maßgeblich. Die Bestände von Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren wurden um 4,0 Mio. EUR auf 5,0 Mio. EUR erhöht. 3.4. Beteiligungen/Anteilsbesitz Der Anteilsbesitz der Sparkasse per 31.12.2013 von 4,5 Mio. EUR entfiel im Wesentlichen mit 3,0 Mio. EUR auf die Beteiligung am SVWL und mit 0,6 Mio. EUR auf die indirekte Beteiligung an der Landesbank Berlin Holding AG. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Mio. EUR resultiert aus Abschreibungen auf die Beteiligung an der Landesbank Berlin Holding AG. 3.5. Geldanlagen von Kunden Der für 2013 erwartete Rückgang der Kundengeldanlagen von 1,5% fiel mit 1,0% nicht so stark aus. Innerhalb des Kundengeldvermögens wurden 2013 die höher verzinsten Sichteinlagen von den Kunden bevorzugt. Aktuell verfügt die Sparkasse über einen bilanziellen Einlagenbestand von 200,4 Mio. EUR. Die Spareinlagen haben sich um 1,1 Mio. EUR erhöht, während die Sparkassenbriefe um 2,0 Mio. EUR zurückgegangen sind. Innerhalb der Termineinlagen wurden Bestände zugunsten der Sichteinlagen umgeschichtet. Insgesamt ist der zusammengefasste Bestand um 2,1 Mio. EUR zurückgegangen. 3.6. Interbankengeschäft Die Forderungen an Kreditinstitute verringerten sich um 4,2 Mio. EUR auf 2,9 Mio. EUR. Der Bestand setzt sich hauptsächlich aus bei Kreditinstituten unterhaltenen Liquiditätsreserven, kurzfristigen Geldanlagen und Schuldscheinforderungen zusammen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verminderten sich um 4,8 Mio. EUR auf 65,8 Mio. EUR. Bei diesen Beständen handelt es sich im Wesentlichen um langfristige Weiterleitungsdarlehen und Sparkassenbriefe. 3.7. Dienstleistungsgeschäft Das Wertpapiergeschäft wurde im Jahr 2013 maßgeblich von dem allgemeinen niedrigen Zinsniveau geprägt. Der Absatzschwerpunkt lag im Jahr 2013 im Bereich der festverzinslichen Wertpapiere (u. a. Zuwachs- und Zinsmarktanleihen), wobei Aktien bzw. aktienorientierte Anlagen ebenfalls von den Kunden verstärkt nachgefragt wurden. Das Wertpapiergeschäft konnte gegenüber dem Vorjahr ausgebaut werden. Im Jahr 2013 wurden insgesamt 286 Bausparverträge mit einem Vertragsvolumen von 5,4 Mio. EUR abgeschlossen. Mit diesem Vertriebsergebnis liegen wir annähernd auf dem Niveau von 2012. Der Absatz von Lebensversicherungen konnte im Jahr 2013 leicht gesteigert werden, während die Anzahl an Sachversicherungen hinter dem Vorjahresergebnis zurückblieb. Die Anzahl der Immobilienvermittlungen war gegenüber dem Vorjahr stark rückläufig. Insgesamt blieb das Dienstleistungsgeschäft im Jahre 2013 innerhalb unserer Erwartungen. 3.8. Investitionen Wesentliche Investitionen wurden im Jahr 2013 nicht durchgeführt. 3.9. Personalbericht Im Jahr 2013 beschäftigte die Sparkasse im Jahresdurchschnitt einschließlich der Aushilfen 82 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr 79), davon 23 Teilzeitkräfte und 10 Auszubildende. Um auch in den kommenden Jahren auf gut qualifizierte Nachwuchskräfte zurückgreifen zu können, hält die Sparkasse ihre überdurchschnittliche Ausbildungsquote von 12,2% auf hohem Niveau und nimmt damit ihre Verantwortung als wichtiger Ausbildungsbetrieb in der Region in besonderem Maße wahr. Auch im Jahr 2013 war es Ziel der Sparkasse, das bestehende hohe Qualifikationsniveau in allen Unternehmensbereichen zu sichern und weiter auszubauen. So wurden 98 TEUR (Vorjahr 131 TEUR) in Aus- und Fortbildungsmaßnahmen investiert. Schwerpunkte bildeten neben hausinternen Nachwuchs- und Förderprogrammen zahlreiche Schulungen und Trainings zur weiteren Stärkung der Beratungs- und Betreuungskompetenz sowie einer ziel- und leistungsorientierten Führungsarbeit. Das Ziel, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu ermöglichen, wurde auch im Jahr 2013 konsequent verfolgt. Darüber hinaus haben verschiedene Maßnahmen zur Gesundheitsförderung im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements großen Anklang gefunden. 4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der Lage 4.1. Vermögenslage Die zum Jahresende ausgewiesenen Gewinnrücklagen erhöhten sich durch die Zuführung des Bilanzgewinns 2012. Insgesamt weist die Sparkasse inklusive des Bilanzgewinns 2013 vor Gewinnverwendung ein Eigenkapital von 15,3 Mio. EUR (Vorjahr 15,0 Mio. EUR) aus. Neben den Gewinnrücklagen verfügt die Sparkasse über umfangreiche weitere Eigenkapitalbestandteile. Der Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB wurde um 0,1 Mio. EUR auf 6,1 Mio. EUR erhöht. Die Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB wurden ebenfalls um 0,2 Mio. EUR auf 2,2 Mio. EUR erhöht. Hierin enthalten ist eine zusätzliche Vorsorge zur Absicherung des Risikos, das die Sparkasse während der voraussichtlich langfristigen Abwicklungsdauer der "Ersten Abwicklungsanstalt" von 25 Jahren trägt. Die Eigenkapitalanforderungen des KWG wurden jederzeit eingehalten. Das Verhältnis der angerechneten Eigenmittel, bezogen auf die Gesamtsumme aus den Anrechnungsbeträgen für Adressenausfall-, operationelle und Marktrisiken, übertrifft am 31.12.2013 mit 14,1% den vorgeschriebenen Mindestwert von 8,0% nach den neuen regulatorischen Vorgaben der CRR (Capital Requirements Regulation) und den als Mindestgröße festgelegten Zielwert von 9,3% deutlich. Die Sparkasse weist damit eine angemessene Kapitalbasis auf. 4.2. Finanzlage Die Zahlungsbereitschaft der Sparkasse war im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund einer angemessenen Liquiditätsvorsorge jederzeit gegeben. Die Liquiditätskennziffer der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht wurde stets eingehalten. Die Liquiditätskennziffer lag im Berichtsjahr durchgängig über dem in der Risikostrategie festgelegten Mindestwert von 1,30 und betrug zum 31.12.2013 1,46. Zur Erfüllung der Mindestreservevorschriften wurden Guthaben bei der Deutschen Bundesbank geführt. Die Kredit- und Dispositionslinien bei der Deutschen Bundesbank und der Helaba wurden teilweise in Anspruch genommen. Ein Spitzenausgleich erfolgte durch Tagesgeldaufnahmen bzw. Tagesgeldanlagen bei anderen Kreditinstituten. 4.3. Ertragslage Zur Analyse der Ertragslage wird für interne Zwecke und für den überbetrieblichen Vergleich der bundeseinheitliche Betriebsvergleich der Sparkassenorganisation eingesetzt. Zur Ermittlung eines Betriebsergebnisses vor Bewertung werden die Erträge und Aufwendungen um periodenfremde und außergewöhnliche Posten bereinigt, die in der internen Darstellung dem neutralen Ergebnis zugerechnet werden. Auf dieser Basis beträgt das Betriebsergebnis vor Bewertung 0,75% (Vorjahr 0,91%) der durchschnittlichen Bilanzsumme des Jahres 2013 und lag damit im Rahmen der Planung. Im Vergleich mit den Sparkassen im SVWL wird ein unterdurchschnittlicher Wert erzielt. Dies gilt auch für die Zielgrößen Cost-Income-Ratio (Verhältnis von Aufwendungen und Erträgen) sowie der Eigenkapitalrentabilität. Die Eigenkapitalrentabilität vor Steuern (bezogen auf das offen ausgewiesene Kapital zum Jahresbeginn) lag mit 4,0% unter dem Vorjahreswert von 6,3%. Das Verhältnis von Aufwendungen und Erträgen veränderte sich von 69,8% auf 74,7%. Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Gewinn- und Verlustrechnung laut Jahresabschluss sind in der folgenden Tabelle aufgeführt. Die Erträge und Aufwendungen sind nicht um periodenfremde und außergewöhnliche Posten bereinigt.
Der Zinsüberschuss ist in Folge des allgemein niedrigen Zinsniveaus gegenüber dem Vorjahr um 0,7 Mio. EUR auf 7,3 Mio. EUR zurückgegangen. Der Rückgang des Zinsertrags konnte dabei nicht durch verringerte Zinsaufwendungen kompensiert werden. Der Provisionsüberschuss lag insbesondere aufgrund geringerer Erträge aus der Vermittlung von Immobilien, aus Avalkrediten und sonstigen Geschäften um 0,1 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert. Der Anstieg der Personalaufwendungen um 4,3% auf 4,8 Mio. EUR ist insbesondere auf die Tariferhöhung im Jahr 2013 zurückzuführen. Die anderen Verwaltungsaufwendungen blieben mit 1,9 Mio. EUR nahezu konstant. Die höheren sonstigen betrieblichen Aufwendungen entfallen größtenteils auf einen Aufwandsersatzanspruch für die Beteiligung an der Landesbank Berlin AG sowie auf Abschreibungen auf Anteile an Lebensversicherungsfonds. Der Aufwand aus Bewertung und Risikovorsorge hat sich gegenüber dem Vorjahr von 2,3 Mio. EUR auf 1,3 Mio. EUR verringert. Insbesondere war aufgrund der guten konjunkturellen Lage der Unternehmen im Geschäftsgebiet ein geringerer Wertberichtigungsbedarf vorzunehmen. Der Jahresüberschuss liegt mit 0,3 Mio. EUR auf Vorjahresniveau. Insgesamt sind der Geschäftsverlauf im Jahr 2013, die Lage sowie die Geschäftsentwicklung der Sparkasse im Geschäftsjahr als zufriedenstellend zu beurteilen. C. NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten. D. Prognose-, Chancen- und Risikobericht1. Ziele und Strategien des Risikomanagements Risiken werden eingegangen, wenn Chancen und Risiken in einem angemessenen Verhältnis stehen. Dies geschieht nach geschäftspolitischen und betriebswirtschaftlichen Vorgaben und unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit der Sparkasse. Zur Risikosteuerung besteht ein umfassendes Risikomanagementsystem. Der Vorstand hat in der Allgemeinen Risikostrategie und den untergeordneten Teilrisikostrategien die Rahmengrundsätze des Risikomanagements und die risikopolitische Ausrichtung der Sparkasse im Rahmen eines festgelegten Strategieprozesses überprüft und den aktuellen Rahmenbedingungen angepasst. Für die bedeutendsten Risikokategorien der Sparkasse, Adressenausfallrisiken, Marktpreisrisiken, Liquiditätsrisiko und operationelle Risiken wurden die Risikostrategien aktualisiert. Alle Geschäftsbereiche verfolgen die Zielsetzung, bei den eingegangenen Risiken die Wahrscheinlichkeit der Realisation eines Vermögensverlustes zu minimieren. Dies wird durch frühzeitiges Erkennen von Gefahrensituationen und rechtzeitige Gegenmaßnahmen sichergestellt. Das Risikomanagementsystem wird laufend weiterentwickelt. Aus der Risikodeckungsmasse wird ein Risikobudget zur Abdeckung der potenziellen Risiken bereitgestellt. Die eingegangenen Einzelrisiken werden im Rahmen der GuV-orientierten Risikotragfähigkeitsrechnung dem Risikobudget gegenübergestellt und eine Auslastungsquote ermittelt. Die Gesamtsumme der Einzelrisiken ist auf die Höhe des Risikobudgets limitiert und wird ebenso wie die Risikodeckungsmasse laufend überprüft. Begrenzt werden die eingegangenen Risiken durch den Umfang des bereitgestellten Risikodeckungspotenzials und des hieraus abgeleiteten gesamten Risikolimits. Darüber hinaus werden aus dem Risikobudget Einzellimite für einzelne Risikoarten bzw. -gruppen in der Risikotragfähigkeit abgeleitet. Daneben existieren für einzelne Risiken ergänzende Risiko- und Volumenlimite. Der Verwaltungsrat der Sparkasse nimmt die Entwicklung der Risikolage regelmäßig zur Kenntnis. 2. Risikomanagementsystem Zur Identifizierung, Bewertung und Steuerung der Risiken hat der Vorstand ein Risikomanagement-und -überwachungssystem eingerichtet. Das vorrangige Ziel des Risikomanagementprozesses besteht darin, mögliche Risiken transparent und damit steuerbar zu machen. Das Risikomanagement umfasst die Verfahren zur Identifizierung und Bewertung der Risiken, die Festlegung von geeigneten Steuerungsmaßnahmen sowie die notwendigen Kontrollprozesse. Für das Kreditgeschäft und für die Handelsgeschäfte ist die in den MaRisk geforderte Funktionstrennung bis in die Ebene des Vorstands - mit Ausnahme der Erleichterungen im Handelsgeschäft - umgesetzt. Risikobehaftete Geschäfte werden nur getätigt, sofern deren Risikogehalt von allen damit befassten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beurteilt werden kann. Bevor Geschäfte mit neuen Produkten oder auf neuen Märkten regelmäßig abgeschlossen werden, ist im Rahmen einer Testphase das Risikopotenzial dieser Geschäfte zu bewerten und sind die für die Abwicklung notwendigen Prozesse in Arbeitsanweisungen festzulegen. Die Innenrevision prüft in regelmäßigen Abständen das Risikomanagementsystem. Zielsetzung der Prüfungen ist insbesondere die ordnungsgemäße Handhabung der festgelegten Regelungen sowie die Feststellung von Schwachstellen im Risikomanagementsystem und die Überwachung der Umsetzung notwendiger Anpassungen. 3. Risikomanagementprozess Aus dem Gesamtsystem hat unser Haus einen Managementprozess zur Erkennung und Bewertung von Risiken (strategische, jährliche Risikoinventur) sowie zur Messung, Steuerung und Kontrolle von Risiken (operative, dauerhafte Tätigkeiten) abgeleitet. Anhand von Risikoindikatoren erfolgen eine systematische Ermittlung der Risiken sowie deren Einordnung in einen Risikokatalog. Die Risikomessung erfolgt für die in die Risikotragfähigkeitsrechnung einbezogenen wesentlichen Risiken. In der handelsrechtlichen Sichtweise werden die Risiken danach gemessen, ob und in welcher Höhe ihr Eintritt Auswirkungen auf den Jahresüberschuss der Sparkasse hat. Die Ermittlung der Risiken in der periodischen Sichtweise erfolgt auf den Planungshorizont von jeweils einem Jahr. Als Risiko wird in dieser Sichtweise eine negative Abweichung von den Planwerten verstanden. Daneben werden die aufsichtsrechtlich vorgegebenen Relationen als strenge Nebenbedingung regelmäßig ermittelt und überwacht. Unter Berücksichtigung der laufenden Ergebnisprognose sowie der vorhandenen Reserven wird ein Risikobudget festgelegt. Auf das Risikobudget werden alle wesentlichen Risiken der Sparkasse angerechnet. Mit Hilfe der handelsrechtlichen Betrachtung wird gewährleistet, dass die Auslastung des Risikobudgets jederzeit sowohl aus dem handelsrechtlichen Ergebnis als auch aus vorhandenem Vermögen der Sparkasse getragen werden kann. Die Sparkasse führt in der handelsrechtlichen Sichtweise ab Mitte des Jahres darüber hinaus auch eine Risikotragfähigkeitsrechnung für das Folgejahr durch. Neben der Risikotragfähigkeitsrechnung werden regelmäßig Stressszenarien berechnet, bei denen die Anfälligkeit der Sparkasse gegenüber unwahrscheinlichen, aber plausiblen Ereignissen analysiert wird. Dabei wird auch das Szenario eines schweren konjunkturellen Abschwungs analysiert sowie ein inverser Stresstest durchgeführt. Die Stresstests berücksichtigen dabei auch Risikokonzentrationen innerhalb (Intra-Risikokonzentrationen) und zwischen einzelnen Risikoarten (Inter-Risikokonzentrationen). Diversifikationseffekte, die das Gesamtrisiko mindern würden, werden nicht berücksichtigt. Über die eingegangenen Risiken wird dem Gesamtvorstand der Sparkasse regelmäßig schriftlich berichtet. Eine Ad-hoc-Berichterstattung ist bei Risikoereignissen von wesentlicher Bedeutung vorgesehen. Die zur Steuerung bzw. Verringerung von Risiken einzusetzenden Instrumente sind vom Vorstand festgelegt worden. Die Bearbeitungs- und Kontrollprozesse sind umfassend in Arbeitsanweisungen beschrieben. Die durchgeführten Maßnahmen zur Steuerung bzw. Verringerung der Risiken werden regelmäßig überprüft. Verbesserungsmöglichkeiten fließen in den Risikomanagementprozess ein. Die Innenrevision gewährleistet die unabhängige Prüfung und Beurteilung sämtlicher Aktivitäten und Prozesse der Sparkasse sowie von ihr ausgelagerter Bereiche. Sie achtet dabei insbesondere auf die Angemessenheit und Wirksamkeit des Risikomanagements und berichtet unmittelbar dem Vorstand. 4. Aufgabenzuordnung im Rahmen des Risikomanagementsystems Für alle Teilschritte des Risikomanagements sind Verantwortlichkeiten festgelegt worden. Die mindestens jährlich durchzuführende Bewertung der Risiken nach einheitlichen Bewertungsmaßstäben (Risikoinventur) erfolgt durch den internen Risikoausschuss. Zu den Aufgaben der Risikocontrolling-Funktion gehören die Analyse und Quantifizierung der Risiken, die Überwachung der Einhaltung der vom Vorstand festgelegten Limite und die Risikoberichterstattung. Daneben ist sie auch für die Fortentwicklung des Risikomanagementsystems und die Abstimmung der gesamten Aktivitäten im Risikomanagement verantwortlich. Das Risikomanagementsystem ist in der Allgemeinen Risikostrategie sowie in einem Risikohandbuch dokumentiert. 5. Strukturierte Darstellung der wesentlichen Risikoarten 5.1. Adressenausfallrisiken im Kreditgeschäft Unter dem Adressenausfallrisiko im Kreditgeschäft verstehen wir die Gefahr, dass ein Kreditnehmer die ihm gewährten Kredite nicht bzw. nur eingeschränkt oder nicht vollständig vertragsgemäß zurückzahlen kann oder will. Zur Steuerung der Adressenausfallrisiken hat der Vorstand der Sparkasse eine gesonderte Adressenausfallrisikostrategie festgelegt, die jährlich überprüft wird. Im Rahmen dieser Strategie werden Ziele zur Verbesserung der Risikoposition festgelegt, die schwerpunktmäßig Bonitätsbegrenzungen und Strukturvorgaben für das Kreditneugeschäft betreffen. Grundlage jeder Kreditentscheidung ist eine detaillierte Bonitätsbeurteilung der Kreditnehmer. Im risikorelevanten Kreditgeschäft gemäß MaRisk ist ein zweites Kreditvotum durch den vom Markt unabhängigen Marktfolgebereich notwendig. Zum 31.12.2013 wurden etwa 47,6% der zum Jahresende ausgelegten Kreditmittel an Unternehmen und wirtschaftlich selbstständige Privatpersonen vergeben, 46,3% an wirtschaftlich unselbstständige und sonstige Privatpersonen. Die Verteilung der Forderungsarten stellt sich wie folgt dar:
Tabelle in Anlehnung an § 327 Absatz 2 Nummer 3 SolvV Die Größenklassenstruktur zeigt insgesamt eine breite Streuung des Ausleihgeschäfts. 9,9% des Gesamtkreditvolumens im Sinne des § 19 Abs. 1 KWG entfallen auf Kreditengagements mit einem Kreditvolumen von mehr als 2,4 Mio. EUR, 10,9% liegen zwischen 1,20 und 2,4 Mio. EUR, 12,3% zwischen 0,72 und 1,20 Mio. EUR und 66,9% haben ein Kreditvolumen unter 0,72 Mio. EUR. Das Länderrisiko, das sich aus unsicheren politischen, wirtschaftlichen und sozialen Verhältnissen eines anderen Landes ergeben kann, ist für die Sparkasse von untergeordneter Bedeutung. Für die Risikoklassifizierung setzen wir die von der Sparkassen-Finanzgruppe entwickelten Rating-und Scoringverfahren ein. Mit diesen Verfahren werden die einzelnen Kreditnehmer zur Preisfindung und zur Steuerung des Gesamtkreditportfolios entsprechend ihren individuellen Ausfallwahrscheinlichkeiten einzelnen Risikoklassen zugeordnet. Auf dieser Basis ermittelt die Sparkasse die Adressenausfallrisiken im Kreditgeschäft. Die Abschirmung der Adressenausfallrisiken ist im Rahmen unserer Risikotragfähigkeitsrechnung durch das zugewiesene Risikodeckungspotenzial sichergestellt. Zur Steuerung des Gesamtkreditportfolios werden die gerateten Kreditnehmer einzelnen Risikoklassen zugeordnet. Das Gesamtrisiko unseres Kreditportfolios wird auf der Grundlage der Risikoklassifizierungsverfahren ermittelt. Den einzelnen Risikoklassen werden jeweils vom DSGV validierte Ausfallwahrscheinlichkeiten zugeordnet. Die Verlustverteilung des Kreditportfolios wird in einen "erwarteten Verlust" und einen "unerwarteten Verlust" unterteilt. Der "erwartete Verlust" als statistischer Erwartungswert wird im Rahmen der Kalkulation als Risikoprämie in Abhängigkeit von der ermittelten Ratingstufe und den Sicherheiten berücksichtigt. Der "unerwartete Verlust" (ausgedrückt als Value-at-Risk) spiegelt die möglichen Verluste wider, die unter Berücksichtigung eines Konfidenzniveaus von 95% innerhalb der nächsten zwölf Monate voraussichtlich nicht überschritten werden. Mit Hilfe dieser Informationen werden auch die Veränderungen des Kreditportfolios analysiert. Zum 31.12.2013 weisen 50,8% des Gesamtkreditvolumens ein Rating aus dem Investmentgradebereich auf, 21,8% haben eine Ratingnote zwischen BB+ bis BB-, 10,9% liegen im Bereich von B+ bis B- und 16,5% im Bereich von CCC bis D. Zur frühzeitigen Identifizierung der Kreditnehmer, bei deren Engagements sich erhöhte Risiken abzuzeichnen beginnen, setzen wir das "OSPlus-Frühwarnsystem" ein. Im Rahmen dieses Verfahrens sind quantitative und qualitative Indikatoren festgelegt worden, die eine Früherkennung von Kreditrisiken ermöglichen. Soweit einzelne Kreditengagements festgelegte Kriterien aufweisen, die auf erhöhte Risiken hindeuten, werden diese Kreditengagements einer gesonderten Beobachtung unterzogen (Intensivbetreuung). Kritische Kreditengagements werden von spezialisierten Mitarbeitern auf der Grundlage eines Sanierungs- bzw. Abwicklungskonzeptes betreut (Problemkredite). Risikovorsorgemaßnahmen sind für alle Engagements vorgesehen, bei denen nach umfassender Prüfung der wirtschaftlichen Verhältnisse der Kreditnehmer davon ausgegangen werden kann, dass es voraussichtlich nicht mehr möglich sein wird, alle fälligen Zins- und Tilgungszahlungen gemäß den vertraglich vereinbarten Kreditbedingungen zu vereinnahmen. Bei der Bemessung der Risikovorsorgemaßnahmen werden die voraussichtlichen Realisationswerte der gestellten Sicherheiten berücksichtigt. Der Vorstand wird vierteljährlich über die Entwicklung der Strukturmerkmale des Kreditportfolios, die Einhaltung der Limite und die Entwicklung der notwendigen Vorsorgemaßnahmen für Einzelrisiken schriftlich unterrichtet. Eine ad-hoc-Berichterstattung ergänzt bei Bedarf das standardisierte Verfahren. Die Kreditstruktur und ihre Entwicklung im Jahr 2013 sind durch die Vorgaben aus der Adressenausfallrisikostrategie gekennzeichnet. Entwicklung der Risikovorsorge:
Konzentrationen bestehen im Kreditportfolio in folgendem Bereich: Bei den Kreditsicherheiten haben wir eine Konzentration im Bereich der Grundschulden auf Objekte im Ausleihbezirk. Bei der Bewertung legen wir vorsichtige Maßstäbe an, sodass sich in Verbindung mit der guten Ortskenntnis nur überschaubare Bewertungsrisiken ergeben. Diese Konzentration ist systembedingt und damit strategiekonform. Insgesamt ist unser Kreditportfolio sowohl nach Branchen und Größenklassen als auch nach Ratinggruppen diversifiziert. Die Adressenausfallrisiken haben sich in 2013 gemessen an den Risikovorsorgebeständen leicht vermindert. Das Bewertungsergebnis Kreditgeschäft hat sich in 2013 gegenüber dem Vorjahr verbessert. Die Adressenausfallrisiken im Kreditgeschäft bewegten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr innerhalb der vorgegebenen und auf die Risikotragfähigkeit der Sparkasse abgestimmten Grenzen. Im Hinblick auf den geringen Umfang der Auslandskredite ist das Länderrisiko aus dem Kreditgeschäft ohne Bedeutung. 5.2. Adressenausfallrisiken der Beteiligungen Unter dem Adressenausfallrisiko aus Beteiligungen verstehen wir die Gefahr einer bonitätsbedingten Wertminderung des Unternehmenswertes. Die Adressenausfallrisiken der Beteiligungen werden gesondert untersucht. Zur Überwachung der wirtschaftlichen Entwicklung der Beteiligungsunternehmen werden jährlich die Jahresabschlüsse ausgewertet und beurteilt. Die Risiken aus Beteiligungen beziehen wir in unser Risikomanagement ein. Aus der Beteiligung am SVWL resultieren Risiken hinsichtlich der weiteren Wertentwicklungen der Beteiligungen des SVWL, die wir in unser Risikomanagement einbeziehen. Außerdem haftet die Sparkasse entsprechend ihres Anteils am Stammkapital des SVWL für unerwartete Risiken aus dem Auslagerungsportfolio "Erste Abwicklungsanstalt" (EAA), in das strategisch nicht notwendige Vermögenswerte der ehemaligen WestLB AG zwecks Abwicklung übertragen wurden und stellt dazu Teile ihres Jahresüberschusses in eine zweckgebundene Ansparrücklage ein. Die Erwerbsgesellschaft des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes als Eigentümerin der Landesbank Berlin Holding AG (LBBH) hat eine weitere Wertminderung ihrer Beteiligung an der LBBH festgestellt. Entsprechend unserer Unterbeteiligung haben wir diese Wertminderung bei der Bewertung unserer Beteiligung an der Erwerbsgesellschaft berücksichtigt. 5.3. Adressenausfallrisiken und Marktpreisrisiken aus Handelsgeschäften Zu den Handelsgeschäften zählen wir alle in den MaRisk festgelegten Geschäftsarten. 5.3.1. Adressenausfallrisiken aus Handelsgeschäften Unter dem Adressenausfallrisiko aus Handelsgeschäften verstehen wir die Gefahr von Bonitätsverschlechterungen oder des Ausfalls eines Emittenten oder eines Referenzschuldners. Für die Limitierung des Adressenausfallrisikos aus Eigenanlagegeschäften setzt die Sparkasse individuelle Emittenten- und Volumenlimite fest. Darüber hinaus existiert ein übergreifendes Limit für die Adressenausfallrisiken aus Handelsgeschäften. Hierbei werden externe Ratings und die damit verbundenen Ausfallwahrscheinlichkeiten berücksichtigt. Der Bestand der Wertpapiere entfällt im Wesentlichen auf Schuldverschreibungen und Anleihen (75,9 Mio. EUR), Schuldscheindarlehen an Kreditinstitute (2,6 Mio. EUR) sowie sonstige Investmentfonds (5,0 Mio. EUR). Das Adressenausfallrisiko aus Handelsgeschäften wird über Mindestratings und Limite für einzelne Emittenten begrenzt. Das Limitsystem dient u. a. der Steuerung von Konzentrationsrisiken. In der internen Steuerung wird zur Berechnung des Adressenausfallrisikos das GuV-Kreditrisikomodell eingesetzt. Die von der Sparkasse direkt angelegten verzinslichen Wertpapiere verteilen sich auf folgende Ratingstufen:
Bei den Wertpapieren ohne Rating handelt es sich überwiegend um Anteile an Investmentfonds. Darüber hinaus wird der Geschäftsumfang durch die vom Vorstand vorgegebene Marktpreisrisikostrategie begrenzt. Konzentrationen bestehen hinsichtlich der Forderungen an Landesbanken, die zum Jahresende 67,2 Mio. EUR ergaben. Diese Konzentration ergibt sich als Folge der Mitgliedschaft in der Sparkassenorganisation. Zu berücksichtigen sind dabei auch der Haftungsverbund sowie unsere Beteiligungen, die größtenteils auf Gesellschaften der Sparkassenorganisation entfallen. Die Adressenausfallrisiken aus Handelsgeschäften bewegten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr innerhalb der vorgegebenen und auf die Risikotragfähigkeit der Sparkasse abgestimmten Grenzen. Ein wesentliches Länderrisiko aus dem Handelsgeschäft bestand 2013 nicht. 5.3.2. Marktpreisrisiken aus Handelsgeschäften Marktpreisrisiken beschreiben die Gefahren negativer Entwicklungen der Geld- und Kapitalmärkte für die Sparkasse. Diese ergeben sich aus Veränderungen der Marktpreise von z. B. Wertpapieren, Währungen, Immobilien und Rohstoffen sowie aus Schwankungen der Zinssätze. Zur Steuerung der Marktpreisrisiken hat der Vorstand der Sparkasse eine gesonderte Marktpreisrisikostrategie festgelegt, die mindestens jährlich überprüft wird. Der Bestand der bilanzwirksamen Handelsgeschäfte hat sich zum Bilanzstichtag wie folgt entwickelt:
Die Ermittlung der Marktpreisrisiken der bewertungsrelevanten Handelsgeschäfte (Position 2 und 3) erfolgt anhand von Overnight- und Value-at-Risk-Szenarien, letztere mit einer fest vorgegebenen Haltedauer von 10 Tagen (seit dem 31.12.2013 wurde die Haltedauer auf 63 Tage erhöht). Darüber hinaus wird eine laufend aktualisierte Bewertung zu Marktpreisen (Mark-to-Market) durchgeführt. Der Risikoermittlung liegt eine historische Simulation zugrunde, die es erlaubt, den Wert des Portfolios mit unterschiedlichen Eintrittswahrscheinlichkeiten zu berechnen. Im Normalfall werden die Risiken mit einer 95%-igen Eintrittswahrscheinlichkeit berechnet. Die historische Simulation stützt sich jeweils auf die vergangenen 250 Handelstage. Es wird eine 10-tägige Haltedauer (seit 31.12.2013 63-tägig) unterstellt. Darüber hinaus wird der Wert des Portfolios unter Zugrundelegung unterschiedlicher Annahmen über die künftige Zinsentwicklung simuliert, wobei eines der Szenarien einen um 100 BP (Basispunkte) Ad-hoc-Zinsanstieg darstellt. Diese vierteljährlich durchgeführten Simulationen zeigen mögliche Auswirkungen auf das Jahresergebnis der Sparkasse, so dass ggf. Steuerungsmaßnahmen ergriffen werden können. Im Rahmen der Überwachung der Marktpreisrisiken aus Handelsgeschäften werden sowohl das bereits erzielte Handelsergebnis als auch das Verlustrisiko berücksichtigt. Die angewandten Risikoparameter werden mindestens vierteljährlich einem Backtesting unterzogen, um deren Vorhersagekraft einschätzen zu können. Zu den Marktpreisrisiken zählen wir im Zuge der Finanzmarktkrise das Spreadrisiko. In einer Szenario-analyse werden die Auswirkungen einer Ausweitung der Spreads bei den festverzinslichen Wertpapieren dargestellt. Die Überwachung des Marktpreisrisikos wird im Vorstandsreferat mit Hilfe des Systems WPBilanz unter strenger Beachtung der Funktionstrennung zum Handel wahrgenommen. Es wird täglich geprüft, ob sich die Adressenausfall-, Marktpreis- sowie Spreadrisiken innerhalb der vorgegebenen handelsrechtlichen Limite bewegen. Darüber hinaus werden in der Risikotragfähigkeitsberechnung Einzellimite als Teilbeträge des Risikobudgets vergeben. Bei Überschreitung von Limiten bzw. der vordefinierten Frühwarngrenzen ist vorgesehen, dass der Gesamtvorstand über Maßnahmen entscheidet. Der Gesamtvorstand wird wöchentlich über die Ergebnisse und die Risikosituation informiert. Die Wertveränderungen aus Marktpreisrisiken an den Kapitalmärkten bewegten sich bis auf eine Überschreitung an einem Tag unter den von uns vorgegebenen und auf die Risikotragfähigkeit der Sparkasse abgestimmten Limiten. 5.4. Zinsänderungsrisiken Unter dem Zinsänderungsrisiko wird in der periodisch orientierten Sichtweise die negative Abweichung des Zinsüberschusses von einem zuvor erwarteten Wert verstanden. Vierteljährlich wird anhand einer periodenorientierten Rechnung das Zinsänderungsrisiko ermittelt. Dabei wird die Zinsspanne für verschiedene künftige Zinsentwicklungen simuliert. Anhand dieser Berechnungen werden für die Sparkasse besonders belastende bzw. günstige Konstellationen ermittelt. Als Risikobetrag stellen wir die negative Abweichung des Zinsüberschusses nach einer ad-hoc-Veränderung der Zinsen um +/- 100 BP in die Risikotragfähigkeitsberechnung ein. Die Messung von Zinsänderungsrisiken erfolgt mittels der integrierten Zinsbuchsteuerung. Die Abschreibungsrisiken für festverzinsliche Wertpapiere berücksichtigen wir in den Marktpreisrisiken aus Handelsgeschäften. Auf Basis des Rundschreibens 11/2011 der BaFin vom 09.11.2011 (Zinsänderungsrisiken im Anlagebuch; Ermittlung der Auswirkungen einer plötzlichen und unerwarteten Zinsänderung) haben wir zum Stichtag 31.12.2013 die barwertige Auswirkung einer Ad-hoc-Parallelverschiebung der Zinsstrukturkurve um +/- 200 Basispunkte errechnet. Die Verminderung des Barwertes gemessen an den regulatorischen Eigenmitteln betrug 17,9% und lag damit unterhalb der Meldeschwelle von 20%. Vor dem Hintergrund der Kapitalausstattung und der damit verbundenen Risikotragfähigkeit halten wir das Zinsänderungsrisiko für nicht unbedeutend, aber tragbar.
Das Zinsänderungsrisiko der Sparkasse lag im Jahr 2013 innerhalb der vorgegebenen Limite. 5.5. Liquiditätsrisiko Das Liquiditätsrisiko bezeichnet die Gefahr, dass Zahlungsverpflichtungen im Zeitpunkt ihrer Fälligkeit nicht oder nicht vollständig erfüllt werden können (Liquiditätsrisiko im engeren Sinne), zusätzliche Refinanzierungsmittel nur zu erhöhten Marktzinsen beschafft werden können (Refinanzierungsrisiko) oder vorhandene Vermögenswerte nur mit Preisabschlägen verwertet werden können (Marktliquiditätsrisiko). Das Liquiditätsrisiko wird durch eine angemessene Liquiditätsvorsorge und eine ausgewogene Strukturierung der Fälligkeiten der Aktiva und Passiva gesteuert. Zur regelmäßigen Überwachung der Liquidität werden vierteljährlich die Zahlungsmittel und Zahlungsverpflichtungen der Sparkasse mit Fälligkeit innerhalb der nächsten Jahre in der Liquiditätsübersicht gegenübergestellt. Zusätzlich wird die Streuung der Liquiditätsquellen mindestens vierteljährlich überprüft und werden die Liquiditätsressourcen der Sparkasse in der Liquiditätsliste erfasst. Die durch § 11 KWG in Verbindung mit der Liquiditätsverordnung und den MaRisk vorgegebenen Anforderungen über eine ausreichende Liquidität wurden zu jedem Zeitpunkt eingehalten. Im Hinblick auf die Ausstattung mit liquiden Mitteln, die erwarteten Liquiditätszuflüsse sowie die Kredit-und Refinanzierungsmöglichkeiten ist dies auch für die Zukunft gewährleistet. Die Liquiditätskennzahl (Quotient aus den liquiden Aktiva und den Liquiditätsabflüssen für den folgenden Monat) lag stets deutlich über dem erforderlichen Mindestwert von 1,0. Ferner werden zur Erfüllung der Mindestreservevorschriften entsprechende Guthaben bei der Deutschen Bundesbank unterhalten. Um mögliche Liquiditätsengpässe frühzeitig erkennen zu können, hat die Sparkasse ein Frühwarnsystem eingerichtet, welches Gefahrenquellen identifiziert und das Einleiten entsprechender Gegensteuerungsmaßnahmen ermöglicht. Die Zahlungsfähigkeit der Sparkasse war im Geschäftsjahr jederzeit gegeben. 5.6. Operationelle Risiken Zur Steuerung der betrieblichen Risiken dienen Arbeitsanweisungen, Kontrollen und automatisierte Sicherheitsmaßnahmen. Eventuelle Schadensfälle sind zum Teil durch Versicherungen gedeckt. Rechtliche Risiken werden durch die sorgfältige Prüfung der Vertragsgrundlagen und den Einsatz von Standardverträgen reduziert. Verhaltensrisiken, die durch Betrug, Irrtum oder Fahrlässigkeit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern oder Dritten hervorgerufen werden, begegnet die Sparkasse mit angemessenen Kontrollsystemen, deren Funktionsfähigkeit laufend von den Führungskräften der jeweiligen Betriebsstellen überwacht und von der Innenrevision geprüft wird. Für technische Risiken hat die Sparkasse Notfallkonzepte entwickelt, die die Funktionsfähigkeit des Betriebsablaufs auch bei unvorhersehbaren Ereignissen sicherstellen. Die Sparkasse setzt zudem eine vom DSGV empfohlene Schadensfalldatenbank ein, in der Schadensfälle systematisch erfasst und regelmäßig ausgewertet werden. Es ist geregelt, dass bedeutende Schadensfälle im Sinne der MaRisk ad-hoc berichtet und unverzüglich analysiert werden. Das operationelle Risiko wurde nach der Risikoinventur vom 18.12.2013 als wesentliches Risiko eingestuft und seit dem 31.12.2013 mit Risikodeckungspotenzial limitiert. 6. Gesamtbeurteilung der Risikolage Die Sparkasse nimmt am Risikomonitoring des SVWL teil. Die Erhebung erfolgt dreimal jährlich. Dabei werden die wichtigsten Risikomesszahlen auf Verbandsebene ausgewertet und die Entwicklungen beobachtet. Jede Sparkasse wird insgesamt bewertet und einer von drei Monitoringstufen zugeordnet. Die Sparkasse ist zum 31.12.2013 der besten Bewertungsstufe zugeordnet. Die Risikotragfähigkeitsberechnungen zeigen ein angemessenes Verhältnis zwischen eingegangenen Risiken und vorhandener Risikodeckungsmasse. Die Risikotragfähigkeit war und ist in der handelsrechtlichen Betrachtung gegeben. Die aus der Risikotragfähigkeit abgeleiteten Limite für die wesentlichen Risiken wurden im Jahr 2013 eingehalten. Risiken der künftigen Entwicklung, die für die Sparkasse bestandsgefährdend sein können, sind nach der Risikoinventur nicht erkennbar. Hinsichtlich der Erfüllung der aufsichtsrechtlichen Eigenmittelanforderungen verweisen wir auf die Darstellung in Abschnitt B. 4.1. Vermögenslage. Insgesamt beurteilen wir unsere Risikolage unter Würdigung und Abschirmung aller Risiken als ausgewogen. 7. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken (Prognosebericht) Die nachfolgenden Einschätzungen haben Prognosecharakter. Insofern können die tatsächlichen künftigen Ergebnisse gegebenenfalls deutlich von den zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts getroffenen Erwartungen über die voraussichtlichen Entwicklungen abweichen. 7.1. Geschäftsentwicklung Für das Jahr 2014 deutet sich ein Anstieg der Weltproduktion mit einer Zuwachsrate von 3,0% an. Gedämpft wird die Expansion in den Industrieländern jedoch von der Entwicklung im Euro-Raum. Hier dürfte die Binnennachfrage im Jahr 2014 noch schwach bleiben, aber langsam wieder zunehmen. Ein starker Aufschwung ist derzeit nicht zu erkennen. Für den Euroraum erwarten wir für 2014 einen leichten Zuwachs der Wirtschaftsleistung von 1,1%, während das Expansionstempo in Deutschland weiter zunehmen wird. Hier ist mit einem Anstieg des realen Bruttoinlandsprodukts von 1,6% zu rechnen. Infolge des Arbeitsplatzaufbaus und der höheren Tariflohnsteigerungen erwarten wir einen Anstieg der privaten Konsumausgaben in Höhe von 1,4%. Für die Bruttoanlageinvestitionen rechnen wir mit einem Zuwachs von 4,9% aufgrund einer steigenden Investitionsdynamik. Die Arbeitslosenquote dürfte leicht auf 6,8% fallen. Im Bereich der IHK Siegen sind die Unternehmen für 2014 sehr zuversichtlich gestimmt. Der Konjunkturklimaindex steigt von 115 auf 122 Punkte an. Der regionale Arbeitsmarkt bleibt mit einer Arbeitslosenquote von 5,7% stabil. Im Kreditgeschäft rechnen wir mit einem moderaten Zugang im Kreditgeschäft. Der Anteil der bilanziellen Forderungen an Kunden an der Bilanzsumme wird sich nicht wesentlich verändern. Im gewerblichen Kreditgeschäft und auch im Kreditgeschäft mit Privatkunden gehen wir von einem Wachstum von rd. 1,0% aus. Im Einlagengeschäft setzt sich der über Konditionen geführte Wettbewerb fort. Insbesondere kurzfristige Geldanlagen werden im Interesse der Kunden liegen. Insgesamt erwarten wir für 2014 einen moderaten Anstieg der Kundeneinlagen von 1,0%. Bei der Bilanzsumme erwarten wir aufgrund der vorgenannten Entwicklungen im Kredit- und Einlagengeschäft sowie aufgrund von Interbankengeschäften für das Jahr 2014 einen Anstieg auf ca. 307 Mio. EUR. Im Dienstleistungsgeschäft gehen wir für 2014 von anziehenden Vermittlungen von Produkten der Verbundpartner aus. Als Risiken im Sinne des Prognoseberichts werden künftige Entwicklungen oder Ereignisse gesehen, die zu einer für die Sparkasse negativen Prognose- bzw. Zielabweichung führen können. Die Risiken liegen - neben den in der Risikoberichterstattung dargestellten unternehmerischen und banküblichen Gefahren - hauptsächlich in einem Nachlassen der weltwirtschaftlichen Dynamik, insbesondere aufgrund von Krisenszenarien. In unserer Prognoseberichterstattung unterstellen wir, dass es zu keiner Zuspitzung der Krise im Euro-Raum kommt und damit nicht zu Turbulenzen an den Geld-und Kapitalmärkten. Als Chancen im Sinne des Prognoseberichts werden künftige Entwicklungen oder Ereignisse gesehen, die zu einer für die Sparkasse positiven Prognose- bzw. Zielabweichung führen können. Chancen sehen wir vor allem in einer besser als erwartet laufenden Konjunktur aufgrund einer schnellen Erholung von der EU-Staatenkrise. Dies könnte zu einer Abkehr der Niedrigzinspolitik führen und damit tendenziell zu einem Anstieg des Zinsüberschusses. Weiterhin sehen wir Chancen im Zinsbuch bei einer steileren Zinsstrukturkurve und einem anhaltenden relativ geringen Zinsniveau des Geldmarktes. 7.2. Finanzlage Für das Jahr 2014 sind keine größeren Investitionen geplant, die die Finanzlage der Sparkasse beeinflussen könnten. Nach unseren Planungen wird die Liquiditätskennziffer durchgängig über dem in der Risikostrategie festgelegten Mindestwert von 1,30 liegen. 7.3. Ertragslage Die Entwicklung des Betriebsergebnisses vor Bewertung wird insbesondere durch den Zinsüberschuss geprägt. Der Zinsüberschuss wird durch die Zinsentwicklung und die Zinsstruktur am Geld- und Kapitalmarkt maßgeblich beeinflusst. Insofern bleibt das weiterhin niedrige Zinsniveau der maßgebliche Einflussfaktor auf die Ertragslage. Die Sparkasse rechnet damit, dass die Europäische Zentralbank im Verlauf des Jahres 2014 keine Zinserhöhungen vornehmen wird und die Zinsstruktur am langen Ende nur leicht ansteigen wird. Chancen bestehen insbesondere in einer stärkeren Steilheit der Zinsstrukturkurve mit der damit verbundenen Möglichkeit, Erträge aus Fristentransformation zu erzielen. Eine stärkere Verflachung der Zinsstrukturkurve hätte dagegen negative Auswirkungen auf den Zinsüberschuss der Sparkasse. Aufgrund des intensiven Wettbewerbs im Kreditgewerbe in Verbindung mit dem unvermindert niedrigen Zinsniveau erwarten wir eine Einengung der Margen im Kundengeschäft. Aufgrund der vorgenannten Effekte rechnen wir insgesamt für das kommende Jahr mit einem weiteren nennenswerten Druck auf den Zinsüberschuss. Im Provisionsüberschuss gehen wir für das nächste Jahr von einem leichten Anstieg der Erträge, insbesondere aus dem Verbundgeschäft, aus. Die Verwaltungsaufwendungen werden nach unseren Planungen in etwa unverändert bleiben. Im Personalaufwand wird der altersbedingte Rückgang des Personalbestands durch die zu erwartenden Tariferhöhungen ausgeglichen. Potenziale im Sachkostenbereich werden gehoben. Der Sachaufwand wird leicht sinken. Insgesamt erwarten wir für 2014 einen Anstieg der Cost-Income-Ratio auf ca. 80%. Auf Basis des Sparkassen-Betriebsvergleichs planen wir unter den vorgestellten Annahmen für das Jahr 2014 mit einem Betriebsergebnis vor Bewertung von rund 0,50% der jahresdurchschnittlichen Bilanzsumme von ca. 315 Mio. EUR. Durch die Wertaufholung von im Vorjahr vorgenommenen Abschreibungen auf Wertpapiere gehen wir von einem positiven Bewertungsergebnis im Wertpapiergeschäft von rund 0,06% der Durchschnittsbilanzsumme bzw. 0,2 Mio. EUR aus. Das Bewertungsergebnis im Kreditgeschäft ermitteln wir anhand des erwarteten Verlustes aus dem GuV-Kreditrisikomodell in Verbindung mit den tatsächlich eingetretenen Risiken. Wir rechnen am Anfang des Jahres 2014 mit einem Bewertungsaufwand im Kreditgeschäft von zunächst 1,2 Mio. EUR (0,38% der DBS). Den Risiken steht ein ausreichendes Risikodeckungspotenzial gegenüber. Mittels eines aktiven Kreditrisikomanagements werden Risiken frühzeitig erkannt und gesteuert. Die künftige Ertragslage der Sparkasse wird durch die Ansparleistungen für die indirekte Haftung für die "Erste Abwicklungsanstalt" in den nächsten Jahren mit durchschnittlich 0,2 Mio. EUR pro Jahr belastet. Belastungen auf die Ergebnis- und Kapitalentwicklung der Sparkasse können sich aus der Umsetzung des CRR/CRD IV Paketes sowie aus weiteren regulatorischen Maßnahmen ergeben. Bei der prognostizierten Entwicklung der Ertragslage ist eine angemessene Eigenkapitalzuführung gesichert. Das geplante Wachstum im Kreditgeschäft kann mit einer weiterhin ausreichenden Eigenkapitalausstattung dargestellt werden. Jahresbilanz zum 31. Dezember 2013Aktivseite
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013
Anhang 2013VorbemerkungenDer Jahresabschluss zum 31.12.2013 wurde auf der Grundlage des Handelsgesetzbuchs (HGB) unter Beachtung der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) aufgestellt. A. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden werden stetig angewendet. Sofern sich Abweichungen ergeben haben, wird in den jeweiligen Abschnitten darauf hingewiesen. Die Bilanzierung und Bewertung der Vermögensgegenstände, der Verbindlichkeiten und der schwebenden Geschäfte erfolgt gemäß den §§ 246 ff. und §§ 340 ff. HGB. Forderungen Forderungen an Kreditinstitute und Kunden haben wir zum Nennwert bilanziert. Bei der Auszahlung von Darlehen einbehaltene Disagien werden kapitalanteilig auf die Laufzeit der Darlehen bzw. eine kürzere Zinsbindungsdauer verteilt. Von Dritten erworbene Schuldscheindarlehen, die dem Geldanlagezweck dienen, werden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Erkennbaren Risiken aus Forderungen und Schuldscheindarlehen wurde durch deren Bewertung nach den Grundsätzen kaufmännischer Vorsicht ausreichend Rechnung getragen. Für latente Risiken im Forderungsbestand bestehen Pauschalwertberichtigungen und Vorsorgereserven. Wertpapiere Die Wertpapiere werden zu den Anschaffungskosten bewertet, soweit die beizulegenden Werte am Bilanzstichtag nicht niedriger sind (strenges Niederstwertprinzip). Unsere Wertpapiere haben wir daraufhin untersucht, ob zum Bilanzstichtag ein aktiver Markt besteht oder der Markt als inaktiv anzusehen ist. Für die an einem aktiven Markt gehandelten Wertpapiere wurde der Börsen-/Marktpreis zum Abschlussstichtag verwendet. Die Märkte für einen Anteil von EUR 20 Mio (Nominalwerte) unseres zinsbezogenen Wertpapierbestands waren zum Bilanzstichtag als nicht aktiv anzusehen. In diesen Fällen haben wir ein Bewertungsmodell verwendet. Der beizulegende Wert wurde auf der Grundlage eines Discounted Cashflow Verfahrens (DCF Modell) ermittelt. Die aus den verzinslichen Wertpapieren erwarteten Cashflows werden mit einem laufzeit- und risikoadäquaten Zinssatz auf den Bewertungsstichtag abgezinst. Die durch das DCF-Modell ermittelten Werte wichen bei drei Wertpapieren nicht nennenswert von den in unserem System eingestellten indikativen Kursen ab. Daher haben wir für die Bewertung die indikativen Kurse der verzinslichen Wertpapiere herangezogen. Lediglich bei einem Wertpapier (EUR 5 Mio nominal) wurde der mit dem DCF-Modell berechnete Kurs als Bewertungskurs herangezogen. Hier ergab sich eine Abschreibung von TEUR 3. Für Investmentfondsanteile haben wir als beizulegenden Wert den investmentrechtlichen Rücknahmepreis angesetzt. Die unternehmensindividuelle Festsetzung wesentlicher Bewertungsparameter ist mit Ermessensentscheidungen verbunden, die trotz sachgerechter Ermessensausübung im Vergleich mit aktiven Märkten zu deutlich höheren Schätzunsicherheiten führen. Bei der Bewertung unserer Wertpapiere haben wir die Anforderungen aus dem Rechnungslegungshinweis des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) e. V. "Umwidmung und Bewertung von Forderungen und Wertpapieren nach HGB" (IDW RH HFA 1.014) beachtet. Strukturierte Schuldscheindarlehen Wir halten am Bilanzstichtag ein zinsstrukturiertes Schuldscheindarlehen in Höhe von EUR 2,0 Mio (Buchwert) im Bestand. Die variable Verzinsung des kapitalgarantierten strukturierten Schuldscheindarlehens ist gekoppelt an die Differenz zwischen zwei Referenz-Swap-Sätzen. Für die ersten fünf Jahre wird ein garantierter Kupon gezahlt. Das Schuldscheindarlehen wurde zum Anschaffungs- bzw. Nominalwert bilanziert. Anteilsbesitz Anteile an verbundenen Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bzw. zum beizulegenden Wert bilanziert. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden vorgenommen. Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen Die immateriellen Anlagewerte und die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer, bilanziert. Aus Vereinfachungsgründen werden in Anlehnung an die steuerlichen Regelungen Vermögensgegenstände von geringerem Wert (bis EUR 150) sofort als Sachaufwand erfasst und geringwertige Vermögensgegenstände (bis EUR 1.000) in einen Sammelposten eingestellt, der über einen Zeitraum von fünf Jahren gewinnmindernd aufgelöst wird. Wir haben die entgeltlich erworbene Software nach den Vorgaben der IDW-Stellungnahme zur Rechnungslegung "Bilanzierung von Software beim Anwender" (IDW RS HFA 11) unter dem Bilanzposten "Immaterielle Anlagewerte" ausgewiesen. Die Gebäude werden linear abgeschrieben. Für Bauten auf fremdem Grund und Boden sowie Einbauten in gemieteten Gebäuden wird die Vertragsdauer zugrunde gelegt, wenn sie kürzer ist als die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung einschließlich Betriebsvorrichtungen werden linear abgeschrieben. Im Jahr der Anschaffung wird die zeitanteilige Jahresabschreibung verrechnet. Gemäß Artikel 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB führen wir für die bisher nach steuerrechtlichen Vorschriften bewerteten Vermögensgegenstände, die zu Beginn des Geschäftsjahres 2010 vorhanden waren, die Wertansätze unter Anwendung der für sie bis zum Inkrafttreten des BilMoG geltenden Vorschriften fort. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Vermögensgegenständen über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag bewertet. Aufgewendete Disagien werden in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten, erhaltene Agioerträge in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt und über die Laufzeit planmäßig abgeschrieben bzw. vereinnahmt. Rückstellungen Die Rückstellungen werden in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist; sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Ersterfassung erfolgt nach der Nettomethode. Rückstellungen mit einer Ursprungslaufzeit von einem Jahr oder weniger werden nicht abgezinst. Die übrigen Rückstellungen werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem der Restlaufzeit entsprechenden Zinssatz der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst. Die Pensionsrückstellungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf der Grundlage der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck entsprechend dem Teilwertverfahren ermittelt. Pensionsrückstellungen und Rückstellungen für Beihilfen werden mit einem einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden Rechnungszins von 4,91 % abgezinst. Bei den Pensionsrückstellungen werden künftige jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 1 % unterstellt. Diese Parameter haben sich auch auf die Ermittlung der Rückstellungen für Beihilfen ausgewirkt. Altersteilzeitverträge wurden in der Vergangenheit auf der Grundlage des Altersteilzeitgesetzes und des Tarifvertrags zur Regelung der Altersteilzeit abgeschlossen. Bei den hierfür gebildeten Rückstellungen werden künftige Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2 % angenommen. Die durchschnittliche Restlaufzeit der Verträge beträgt 4 Jahre. Die Abzinsung erfolgt mit dem der durchschnittlichen Restlaufzeit der Verträge entsprechenden Zinssatz von 3,84 %. Zum Bilanzstichtag 31.12.2013 wurde gegenüber dem Vorjahr die Methode zur Ermittlung von Rückstellungen für Spareinlagen mit steigendem Zins (Zuwachssparen) insofern geändert, als nun ein Fluktuationsabschlag für vorzeitige Vertragsauflösungen der Kunden Berücksichtigung findet. Die Änderung hat sich mit TEUR 50 ergebniserhöhend ausgewirkt. Bei der Ermittlung der Rückstellungen und den damit in Zusammenhang stehenden Erträgen und Aufwendungen haben wir unterstellt, dass eine Änderung des Abzinsungssatzes erst zum Ende der Periode eintritt. Entsprechendes gilt für eine Veränderung des Verpflichtungsumfangs bzw. des zweckentsprechenden Verbrauchs. Erfolge aus der Änderung des Abzinsungssatzes zwischen zwei Abschlussstichtagen oder Zinseffekte einer geänderten Schätzung der Restlaufzeit werden in der jeweils betroffenen Position ausgewiesen. Bewertung des Zinsbuchs Wir haben die gesamte Zinsposition des Bankbuchs nach den Vorgaben der IDW-Stellungnahme RS BFA 3 im Rahmen einer periodenorientierten Berechnung untersucht. Das Bankbuch umfasst - entsprechend dem internen Risikomanagement - alle bilanziellen und außerbilanziellen zinsbezogenen Finanzinstrumente außerhalb des Handelsbestands. Bei der Beurteilung werden alle Zinserträge aus zinsbezogenen Finanzinstrumenten des Bankbuchs sowie die voraussichtlich noch zu deren Erwirtschaftung erforderlichen Aufwendungen (Refinanzierungskosten, Standard-Risikokosten, Verwaltungskosten) berücksichtigt. Die Diskontierung erfolgt auf Basis der Zinsstrukturkurve am Abschlussstichtag. Die Berechnungen zeigen keinen Verpflichtungsüberschuss. Eine Rückstellung gemäß § 249 Abs. 1 Satz 1, 2. Alternative HGB ist nicht zu bilden. Währungsumrechnung Die Währungsumrechnung erfolgt nach § 256a HGB bzw. § 340h HGB. Der Gesamtbetrag der auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände beträgt TEUR 31. Aus der Währungsumrechnung ergeben sich einschließlich realisierter Erträge bzw. Aufwendungen Sonstige betriebliche Erträge von TEUR 12 und Sonstige betriebliche Aufwendungen von TEUR 2. B. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZForderungen an die bzw. Verbindlichkeiten gegenüber der eigene (n) Girozentrale Forderungen an die bzw. Verbindlichkeiten gegenüber der Helaba, Frankfurt am Main, als Girozentrale sind in den folgenden Bilanzposten enthalten:
Wertpapiere Die in den folgenden Bilanzposten enthaltenen Wertpapiere sind nach börsennotierten und nicht börsennotierten Papieren wie folgt aufzuteilen:
Finanzinstrumente des Handelsbestands Der zum 31.12.2013 vorgenommene Risikozuschlag gemäß § 340e Abs. 3 Satz 1 HGB betrug TEUR 10. Anteilsbesitz Unter den Beteiligungen und Anteilen an verbundenen Unternehmen wird der Anteil an folgendem Unternehmen, an dem die Sparkasse mit mindestens 20 % beteiligt ist und das nicht von untergeordneter Bedeutung ist, ausgewiesen:
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2013 (in TEUR)
Die Sachanlagen entfallen mit TEUR 1.692 auf Grundstücke und Bauten, die von der Sparkasse im Rahmen ihrer eigenen Tätigkeit genutzt werden. Treuhandgeschäfte Das Treuhandvermögen und die Treuhandverbindlichkeiten betreffen jeweils in voller Höhe die Forderungen an Kunden bzw. die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Rechnungsabgrenzungsposten In den Rechnungsabgrenzungsposten sind enthalten:
Nachrangige Vermögensgegenstände Nachrangige Vermögensgegenstände sind in folgenden Aktivposten enthalten:
Verpflichtungen gemäß Artikel 28 EGHGB Die Stadtsparkasse Freudenberg ist aufgrund des Tarifvertrags über die zusätzliche Altersvorsorge der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes verpflichtet, für ihre Beschäftigten eine zu einer Betriebsrente führende Versicherung bei einer Zusatzversorgungskasse abzuschließen. Sie ist deshalb Mitglied der Kommunale Versorgungskasse Westfalen-Lippe (kvw-Zusatzversorgung). Trägerin der kvw-Zusatzversorgung ist die Kommunale Versorgungskasse Westfalen-Lippe (kvw). Diese ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Die kvw-Zusatzversorgung ist eine rechtlich unselbstständige aber finanziell eigenverantwortliche Sonderkasse der kvw. Aufgabe der kvw-Zusatzversorgung ist es, den Beschäftigten ihrer Mitglieder neben der gesetzlichen Rente eine zusätzliche Versorgung im Alter, bei Erwerbsminderung und für die Hinterbliebenen zu gewähren. Die gezahlten Renten werden jeweils am 01.07. eines Jahres um 1,0 % angepasst. Die Finanzierung der Leistungen der kvw-Zusatzversorgung erfolgt nach dem Abschnittsdeckungsverfahren. Die Höhe der Einzahlungen wird deshalb alle drei Jahre nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Dabei wird ein unendlicher Deckungsabschnitt in den Blick genommen, der es ermöglicht, die Entwicklung der Auszahlungsverpflichtungen langfristig abzuschätzen und die erforderlichen Umlage- und Sanierungsgeldeinnahmen zu ermitteln. Der Hebesatz beträgt derzeit 7,5 %. Die an die kvw-Zusatzversorgung geleisteten Zahlungen der Sparkasse betrugen im Jahr 2013 TEUR 255. Wenn ein Mitglied die kvw-Zusatzversorgung verlassen will, ist eine nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelte Ausgleichszahlung für die bei der kvw-Zusatzversorgung verbleibenden Zahlungsverpflichtungen erforderlich. Im Falle des Austritts der Sparkasse zum 31.12.2012 hätte die Ausgleichszahlung EUR 5,8 Mio betragen. Eine Angabe zu einer möglichen Ausgleichszahlung zum 31.12.2013 kann von der kvw-Zusatzversorgung erst im dritten Quartal 2014 gemacht werden, da die entsprechenden versicherungsmathematischen Berechnungen zur Ermittlung des Ausgleichsbetrages erst durchgeführt werden können, wenn alle Jahresmeldungen der Mitglieder vorliegen und verarbeitet sind. Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten entfallen überwiegend auf einen Anteil an der Haftung für eine zusätzliche Fremdfinanzierung zum Erwerb der Landesbank Berlin Holding AG (LBBH) durch eine Zweckgesellschaft der Sparkassenorganisation. Im Jahr 2007 hat die Sparkassenorganisation die Anteile des Landes Berlin und von Minderheitsaktionären erworben. Wir haben uns anteilig an dem Erwerb der LBBH mit einer direkten Kapitaleinlage und der Übernahme der Haftung für eine zusätzliche Fremdfinanzierung des Kaufpreises beteiligt. Der Gesamtbetrag ist unter dem Bilanzposten Beteiligungen aktiviert. Verbindlichkeiten, für die Vermögensgegenstände als Sicherheit übertragen sind Für Verbindlichkeiten gegenüber der NRW.BANK sind aus Weiterleitungsdarlehen zum Bilanzstichtag Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 18.638 an diese als Sicherheit übertragen. Nachrangige Verbindlichkeiten Folgende nachrangige Verbindlichkeiten übersteigen 10 % des Gesamtbetrags der nachrangigen Verbindlichkeiten:
Für von der Sparkasse zum Zwecke der Anerkennung als haftendes Eigenkapital eingegangene nachrangige Verbindlichkeiten sind im Geschäftsjahr insgesamt Aufwendungen von TEUR 53 angefallen. Die von der Sparkasse eingegangenen nachrangigen Verbindlichkeiten können im Falle der Insolvenz oder der Liquidation der Sparkasse erst nach Befriedigung aller nicht nachrangigen Gläubiger zurückerstattet werden. Sie sind für beide Vertragsparteien während der Laufzeit unkündbar. Eine Umwandlungsmöglichkeit in Kapital oder andere Schuldformen besteht nicht. Fristengliederung (in TEUR)
Anteilige Zinsen werden nach § 11 Satz 3 RechKredV nicht in die Fristengliederung einbezogen. C. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGProvisionserträge TEUR 713 der Provisionserträge entfallen auf für Dritte erbrachte Dienstleistungen für Verwaltung und Vermittlung, insbesondere die Vermittlung von Produkten der Verbundpartner (Versicherungen, Bausparverträge, Immobilien, Investmentzertifikate, Leasingverträge) und die Verwaltung von Treuhandkrediten. D. SONSTIGE ANGABENKonzernrechnungslegung Ein Konzernabschluss wurde nicht aufgestellt, da das verbundene Unternehmen von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ist. Latente Steuern Nennenswerte Unterschiedsbeträge entfallen auf folgende Bilanzpositionen:
Der Berechnung wurden ein Körperschaftsteuersatz (einschließlich Solidaritätszuschlag) von 15,8 % und ein Gewerbesteuersatz von 14,7 % zugrunde gelegt. Mit Ausnahme der Differenzen bei den Personengesellschaften, für die lediglich der Körperschaftsteuersatz (einschließlich Solidaritätszuschlag) relevant ist, macht der gesamte Ertragsteuersatz bei den übrigen Unterschieden 30,5 % aus. Saldiert ergibt sich ein Überhang aktiver latenter Steuern, für den das Aktivierungswahlrecht nicht genutzt wurde. Der Unterschied zwischen dem ausgewiesenen, auf der Grundlage der steuerlichen Regelungen ermittelten Steueraufwand und dem aus der handelsrechtlichen Gewinn- und Verlustrechnung erwarteten Steueraufwand ist im Wesentlichen auf Veränderungen der Vorsorgereserven und steuerlich nicht berücksichtigte Abschreibungen zurückzuführen. Nicht aus der Bilanz ersichtliche Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Sparkasse ist dem bundesweiten Sicherungssystem der deutschen Sparkassenorganisation angeschlossen, das elf regionale Sparkassenstützungsfonds durch einen überregionalen Ausgleich miteinander verknüpft. Zwischen diesen und den Sicherungseinrichtungen der Landesbanken und Landesbausparkassen besteht ein Haftungsverbund. Durch diese Verknüpfung steht im Stützungsfall das gesamte Sicherungsvolumen der Sparkassen-Finanzgruppe zur Verfügung. Das Sicherungssystem basiert auf dem Prinzip der Institutssicherung. Im Bedarfsfall entscheiden die Gremien der zuständigen Sicherungseinrichtungen darüber, ob und in welchem Umfang Stützungsleistungen zugunsten eines Instituts erbracht und an welche Auflagen diese ggf. geknüpft werden. Auf der Grundlage des verbindlichen Protokolls vom 24.11.2009 wurde mit Statut vom 11.12.2009 zur weiteren Stabilisierung der WestLB AG, Düsseldorf, die Erste Abwicklungsanstalt (EAA) gemäß § 8a Finanzmarktstabilisierungsfondsgesetz errichtet. Der Sparkassenverband Westfalen-Lippe (SVWL), Münster, ist entsprechend seinem Anteil an der EAA von 25,03 % verpflichtet, liquiditätswirksame Verluste der EAA, die nicht durch das Eigenkapital der EAA ausgeglichen werden können, bis zu einem Höchstbetrag von EUR 2,25 Mrd. zu übernehmen. Indirekt besteht für die Sparkasse entsprechend ihrem Anteil am Verband eine aus künftigen Gewinnen zu erfüllende Verpflichtung, die nicht zu einer Belastung des am Bilanzstichtag vorhandenen Vermögens führt. Daher besteht zum Bilanzstichtag nicht die Notwendigkeit zur Bildung einer Rückstellung. Für die mit der Auslagerung des Portfolios der WestLB AG auf die EAA verbundene indirekte Verlustausgleichspflicht wird die Sparkasse beginnend mit dem Jahr 2010 in einem Zeitraum von 25 Jahren Beträge aus künftigen Gewinnen bis zu einer Gesamthöhe von EUR 4,9 Mio in den Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB ansparen; davon wurden im Jahr 2013 EUR 0,2 Mio dotiert (Gesamtbetrag zum 31.12.2013: EUR 0,7 Mio). Nach Ablauf von 7 Jahren findet unter Einbeziehung aller Beteiligten eine Überprüfung des Vorsorgebedarfs statt. Sofern künftig aufgrund der Verpflichtung eine Inanspruchnahme droht, werden wir in entsprechender Höhe eine Rückstellung bilden. Die Sparkasse ist nach § 32 SpkG des Landes Nordrhein-Westfalen Mitglied des Sparkassenverbandes Westfalen-Lippe (SVWL). Der Anteil der Sparkasse am Stammkapital des Verbands beträgt zum Bilanzstichtag 0,24 %. Der Verband ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und hat die Aufgabe, das Sparkassenwesen bei den Mitgliedssparkassen zu fördern, Prüfungen bei den Mitgliedssparkassen durchzuführen und die Aufsichtsbehörde gutachterlich zu beraten. Zu diesem Zweckwerden auch Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen des Finanzsektors gehalten. Für die Verbindlichkeiten und sonstigen Verpflichtungen des Verbandes, die zum Bilanzstichtag im Wesentlichen auf eine vom Verband begebene Anleihe über EUR 750 Mio entfallen, haften sämtliche Mitgliedssparkassen. Am 17.07.2013 hat die Verbandsversammlung des SVWL eine bislang noch nicht eingeforderte Stammkapitalerhöhung beim Verband zur Rückzahlung der Anleihe im September 2014 beschlossen. Nach den Verhältnissen zum Bilanzstichtag entfällt davon auf die Sparkasse ein Anteil von rund EUR 1,8 Mio. Die endgültige Festsetzung des auf die Sparkasse entfallenden Anteils durch den Verbandsverwaltungsrat des SVWL soll im Jahr 2014 erfolgen. Der Verband erhebt nach § 23 der Satzung des Verbands eine Umlage von den Mitgliedssparkassen, soweit seine sonstigen Einnahmen die Geschäftskosten nicht decken. Angabe des vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechneten Gesamthonorars gemäß § 285 Nr. 17 HGB
Gesamtbezüge der Mitglieder der Sparkassenorgane Die Mitglieder des Vorstands erhielten im Geschäftsjahr Gesamtbezüge in Höhe von TEUR 368. Die Mitglieder des Verwaltungsrats erhielten im Geschäftsjahr Gesamtbezüge in Höhe von TEUR 19. Bezüge und Altersversorgung der Mitglieder des Vorstands Für die Verträge mit den Mitgliedern des Vorstands ist der Verwaltungsrat zuständig. Er orientiert sich dabei an den Empfehlungen der nordrhein-westfälischen Sparkassenverbände zu den Anstellungsbedingungen für Vorstandsmitglieder und Stellvertreter. Mit den Mitgliedern des Vorstands bestehen auf fünf Jahre befristete Dienstverträge. Neben den festen Bezügen (Grundgehalt und Allgemeine Zulage von 15 %) kann den Mitgliedern des Vorstands als variable Vergütung eine Leistungszulage von bis zu TEUR 6 gewährt werden. Die Leistungszulage wird jährlich durch den Verwaltungsrat auf der Grundlage des Zielerreichungsgrades der erfolgsorientierten Vergütung (EOV) der Mitarbeiter festgelegt. Die festen Gehaltsansprüche werden jährlich um 1% erhöht.
Die sonstigen Vergütungen betreffen im Wesentlichen Sachbezüge aus der privaten Nutzung von Dienstfahrzeugen.
Im Falle der regulären Beendigung ihrer Tätigkeit haben die im Geschäftsjahr bei der Sparkasse tätigen Mitglieder des Vorstands Anspruch auf Ruhegehaltszahlungen. Der Anspruch auf Ruhegeld von Herrn Lucke beträgt 55 % der festen Bezüge. Der Anspruch von Herrn Kaßburg beträgt 35 % und erhöht sich bei Verlängerung des Vertrages um jeweils 5 % bis zu einem Höchstbetrag von 50 %. Im Falle einer Nichtverlängerung des Dienstvertrages von Herrn Kaßburg entsteht ein Anspruch auf Ruhegehaltszahlungen mit seinem Ausscheiden, sofern die Nichtverlängerung nicht von Herrn Kaßburg zu vertreten ist. Der Anspruch beträgt derzeit 35% der festen Bezüge. Bezüge der Mitglieder des Verwaltungsrats Den Mitgliedern des Verwaltungsrats, des Hauptausschusses und des Risikoausschusses der Sparkasse wird ein Sitzungsgeld von EUR 160 je Sitzung gezahlt; die Vorsitzenden erhalten jeweils den doppelten Betrag. Erfolgsbezogene Anteile, Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung sowie Ansprüche bei vorzeitiger oder regulärer Beendigung der Tätigkeit bestehen nicht. In Abhängigkeit von der Sitzungshäufigkeit und -teilnahme ergaben sich im Geschäftsjahr 2013 folgende Bezüge der einzelnen Mitglieder der zuvor genannten Gremien:
Pensionsrückstellungen und -zahlungen für bzw. an frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene An frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene wurden TEUR 118 gezahlt; die Pensionsrückstellungen für diesen Personenkreis betrugen am 31.12.2013 TEUR 1.453. Kreditgewährungen an den Vorstand und den Verwaltungsrat Die Sparkasse hatte Mitgliedern des Vorstands zum 31.12.2013 Kredite in Höhe von TEUR 610 und Mitgliedern des Verwaltungsrats in Höhe von TEUR 487 gewährt. Mitarbeiter/innen Im Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt:
Verwaltungsrat
Stellvertreter nach § 11 Abs. 3 Satz 1 SpkG NRW Jörg Michael Schrader Kämmerer der Stadt Freudenberg Vorstand
Freudenberg, 30.04.2014 Der Vorstand Lucke Kaßburg BestätigungsvermerkWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Stadtsparkasse Freudenberg für das Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis 31.12.2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Sparkasse. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Sparkasse sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Sparkasse. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Sparkasse und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Münster, 08.05.2014 Sparkassenverband
Westfalen-Lippe
Grobbel, Wirtschaftsprüfer Bericht des VerwaltungsratesDer Verwaltungsrat hat den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss am 22.05.2014 gemäß § 15 Abs. 2 d) SpkG NW festgestellt und den Lagebericht gebilligt. Beschluss des Rates der Stadt FreudenbergDer Rat der Stadt Freudenberg hat -entsprechend des Vorschlages des Verwaltungsrates gemäß § 24 Abs. 4 Satz 2 SpkG NW- beschlossen, den Bilanzgewinn 2013 in Höhe von 253.388,53 € gemäß § 25 Abs. 1 c) SpkG NW der Sicherheitsrücklage zuzuführen.
Freudenberg, 03.07.2014 Eckhard Günther, Bürgermeister |
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