WUN Pellets GmbH
Am Energiepark 3, 95632 Wunsiedel, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Wolf-Christian Küspert seit 15.8.2025 | Geschäftsführer |
Marco Krasser seit 19.9.2017 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (10)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 30.00% | |
Stadt Dingolfing | 12.55% |
| 12.55% | |
| 12.01% | |
| 9.90% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
4 Gesellschafter
GmbH-Struktur
3 von 4 angezeigt
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
WUN Pellets GmbHWunsiedelJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1. Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb eines Pelletwerkes zur Produktion von Holzpellets unter Ausnutzung der Abwärme von Erdgas-BHKWs. Seit der Inbetriebnahme der Anlagen in 2018 produziert die WUN Pellets GmbH als Lohnfertiger Pellets. Darüber hinaus erzielt die Gesellschaft Umsätze aus der Stromvermarktung des nicht zur Produktion benötigten Stroms der BHKWs bzw. aus garantierten Bonifikationen nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) für den eigenerzeugten Strom. Ziele und Strategien Die WUN Pellets GmbH agiert innerhalb eines langfristigen Pelletsliefer- und Abnahmevertrags als Lohnfertiger, der das beigestellte Rohmaterial zu Pellets verarbeitet. Die langfristige Vertragskonstellation ermöglicht hiermit eine sehr gute Planbarkeit des Geschäftes. Die Strategie der WUN Pellets GmbH ist somit die langfristige Sicherstellung einer kostenoptimierten Pelletsproduktion in Zusammenspiel mit der Generierung von Stromerlösen und Ausnutzung von Strompreisschwankungen. Die Gesellschaft erarbeitet derzeit Lösungen für die Energieversorgung nach Auslaufen der bestehenden Liefervereinbarungen Ende 2024. Dabei befindet man sich in weit fortgeschritten Gesprächen mit dem Großabnehmer hinsichtlich einer langfristigen Prolongation des bestehenden Liefervertrages unter Berücksichtigung des zu erwartenden Energiepreisniveaus. Darüber hinaus arbeitet die Unternehmensleitung konsequent an Optimierungsmaßnahmen der Energieerzeugung in Zusammenspiel mit der Produktion. Erste indikative Ergebnisse der Maßnahmen zeigen ein deutliches Optimierungspotential auf. Risikomanagementziele und -methoden Die WUN Pellets GmbH sichert sich durch die langjährige Partnerschaft mit dem Gesellschafter BayWa AG die Abnahme der gesamten Produktionsmenge. Schwankungen bei den Rohstoffpreisen sind durch die Rohstoffbeistellung ebenfalls nicht relevant. Bonitätsrisiken des Abnehmers sind nach heutigem Stand nicht erkennbar. Die Energiebeschaffungsrisiken werden durch langfristige Verträge sowie die Eigenerzeugung der benötigten elektrischen Energie reduziert. Das Risikomanagement ist somit insbesondere auf die Erfüllung der Lieferverpflichtungen sowie auf die Optimierung der Erträge aus Stromeinspeisungen ausgelegt. Die Unternehmensplanung wird monatlich / quartalsweise kontrolliert. Hiermit werden bei Abweichungen zur Unternehmensplanung zeitnahe Gegenmaßnahmen ermöglicht. Eine Kennzahlenanalyse erfolgt monatlich. Hiermit sollen Produktions- und Liquiditätsrisiken rechtzeitig erkannt und Gegenmaßnahmen zeitnah eingesteuert werden. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen waren nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2023 um 0,3% niedriger als im Vorjahr 2022. Der kalenderbereinigte Rückgang der Wirtschaftsleistung betrug 0,1%. Dabei wirkten sich ein weiterhin erhöhtes Preisniveau und steigende Finanzierungskosten und Zinsen dämpfend auf die Inlandskonjunktur aus. Der für das Unternehmen relevante Markt der inländischen Holzpelletproduktion lag im Jahr 2023 mit 3,709 Mio. t rund 3,9 % über dem Vorjahreswert von 3,569 Mio. t. Der Jahresdurchschnittspreis sank im Rahmen der allgemeinen Beruhigung der Energiemärkte von 519 EUR/t auf 390 EUR/t, lag damit aber immer noch deutlich über dem Wert des Jahres 2021 (241 EUR/t). Trotz des deutlichen Preisrückganges war weiterhin eine Ausweitung der Pelletproduktionskapazitäten in Deutschland zu verzeichnen. So stieg die Produktionskapazitäten von Pellets gegenüber dem Jahr 2021 (vor Beginn der kriegsbedingten Energiepreisverwerfungen ab dem Jahr 2022) von 3,625 Mio. t auf 4,1 Mio. t in 2023 (+13%). Für 2024 geht man von einer weiteren Kapazitätserweiterung auf insgesamt 4,3 Mio. t aus. Dem gegenüber entwickelte sich der inländische Verbrauch von 2,9 Mio. t in 2021 auf 3,4 Mio. t in 2023 (+17%) stärker als der Kapazitätsaufbau. Für 2024 ist eine weitere Verbrauchssteigerung auf 3,6 Mio. t geplant. 2.2. Geschäftsverlauf Das Jahr 2023 schloss mit einer Produktionsmenge von 146,4 tsd. Tonnen deutlich über dem Vorjahr (129,6 tsd. Tonnen) und leicht unter dem Planansatz von 150 tsd. Tonnen ab. Die Planunterschreitung war im Wesentlichen begründet durch technische Ausfälle während des Jahres, die zu einer temporären Verringerung der Produktionskapazitäten führten. Der durchschnittliche Marktwert für Stromeinspeisevergütungen an dem für das Unternehmen relevanten Strom Spot-Markt verringerte seine Volatilität gegenüber dem Vorjahr deutlich. Lag die Bandbreite der Marktwerte im Jahr 2022 noch von 12,88 Ct/kWh (Februar 2022) bis 46,52 Ct/kWh, verlief das Jahr 2023 mit einer Bandbreite von 6,85 Ct/kWh bis 12,88 Ct/kWh deutlich weniger volatil. Dadurch konnte das Unternehmen im Jahr 2023 weniger von den gestiegenen Marktpreisen profitieren als im Vorjahr. Die vergütete Stromeinspeisemenge lag im Berichtsjahr mit rund 4 % unter dem Vorjahr und unterschritt den Planansatz um knapp 10 %. Der Geschäftsverlauf war, trotzt der schwierigen Bedingungen während des Jahres auf Grund von technischen Ausfällen, zufriedenstellend. 2.3. Ertragslage Die Umsatzerlöse verringerten sich um 4,7% auf 15.387 TEUR (Vorjahr 16.146 TEUR). Durch die erhöhten Produktionsmengen stieg insbesondere die Produktionsvergütung auf 8.821 TEUR (Vorjahr 7.294 TEUR). Die Pelletsproduktionsmenge stieg deutlich auf 146,4 tsd. Tonnen (Vorjahr 129,6 tsd. Tonnen). Während des Geschäftsjahres waren ausreichend Produktionskapazitäten, sowohl anlagenseitig als auch personell, vorhanden. Die Umsatzerlöse aus Einspeisevergütungen und vermiedenen Netznutzungsentgelten gingen um 28,0 % auf 6.280 TEUR (Vorjahr 8.724 TEUR) zurück. Neben einer etwas geringeren Einspeisemenge von 51,5 Mio. kWh (Vorjahr 54,0 Mio. kWh) war die Beruhigung der Energiemärkte und die damit einhergehenden gesunkenen Einspeisevergütungen wesentliche Faktoren für den Umsatzrückgang. Des Weiteren hat die Gesellschaft gemäß der Vereinbarung vom 22.12.2023 zwischen der SWW Wunsiedel GmbH und der WUN Pellets GmbH im Geschäftsjahr 2023 erstmalig auf die Wirkungen des Begrenzungsbescheids für Zwecke der KWK-Vergütung verzichtet, mit der Folge, dass im Jahr 2023 kein Eigenversorgungsbonus beansprucht werden konnte. Der Materialaufwand erhöhte sich in Folge der gestiegenen Produktionsleistung um rund 19,8% auf 9.306 TEUR (Vorjahr 7.767 TEUR). Darüber hinaus war insbesondere im 1. Halbjahr ein deutlicher Anstieg des Preisniveaus für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, wie z. B. Stärke, zu verzeichnen. Zur weiteren Diversifizierung der Energieversorgung wurde im Rahmen einer Wärmeliefervereinbarung mit der SWW Wunsiedel GmbH Prozesswärme i. H. v. 493 TEUR (Vorjahr 317 TEUR) bezogen. Die Abschreibungen stiegen durch die abgeschlossenen Investitionen auf 2.337 TEUR (Vorjahr 2.211 TEUR). Sonstige betriebliche Aufwendungen wurden in Höhe von 1.170 TEUR (Vorjahr 801 TEUR) gebucht. Die Erhöhung resultierte insbesondere aus steigenden Versicherungsprämien durch höhere Deckungssummen und allgemeinen Prämiensteigerungen sowie Zuführungen zu den sonstigen Rückstellungen (300 TEUR). Das Finanzergebnis lag im Zuge der weitgehend fremdfinanzierten Investitionen bei -457 TEUR (Vorjahr -527 TEUR). Das Ergebnis vor Steuern (EBT) belief sich auf 1.987 TEUR (Vorjahr 4.757 TEUR) und der Jahresüberschuss betrug 1.276 TEUR (Vorjahr 3.363 TEUR) und liegt damit unter dem Planergebnis von 1.706 TEUR. Die Ertragslage ist, trotzt der schwierigen Bedingungen während des Jahres auf Grund von technischen Ausfällen, zufriedenstellend. 2.4. Finanzlage Die Investition wurde neben dem Eigenkapital der Gesellschafter durch langfristige Bankdarlehen im Rahmen einer Projektfinanzierung finanziert. Investitionen des Jahres 2023 in Höhe von 631 TEUR, im Wesentlichen in die Fertigstellung der zweiten Nassvermahlung sowie in eine Fassaden PV, wurden durch Eigenmittel vorfinanziert und sollen in 2024 durch entsprechende Bankdarlehen abgelöst werden. Insgesamt stellt sich die Finanzlage wie folgt dar:
Zins- und Tilgungszahlungen wurden im Geschäftsjahr plangemäß geleistet. Verbindlichkeiten wurden innerhalb der vereinbarten Zahlungs-/Skontofristen gezahlt. Ein Kennzahlenmonitoring erfolgt monatlich. Somit können Abweichungen und Liquiditätsengpässe zeitnah erkannt und Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Durch vereinbarte Abschlagszahlungen für die Produktion der Pellets sowie monatliche Einzahlungen aus der Stromeinspeisung finden regelmäßige und ausreichende Einzahlungen statt um die laufenden Auszahlungen zu decken. Die Liquidität war im Geschäftsjahr jederzeit gewährleistet. 2.5. Vermögenslage Das Anlagevermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr von 27.449 TEUR auf 25.743 TEUR verringert. Die Veränderung enthält zum einen die Reduzierung der Sachanlagen aufgrund der planmäßigen Abschreibungen sowie zum anderen die Investitionen in Höhe von 631 TEUR. Wesentliche Investitionen sind die Fertigstellung einer Nassvermahlung mit 172 TEUR und einer Photovoltaikanlage mit 179 TEUR. Das Vorratsvermögen - im Wesentlichen geringe Mengen an Roh- und Betriebsstoffen sowie Emissionszertifikate zur Teilnahme am europäischen EUA-Handel, beträgt 1.589 TEUR (Vorjahr 2.372 TEUR). Der Rückgang resultiert insbesondere aus dem Verbrauch von CO 2 Emissionszertifikaten. In 2023 wurden zum Liefertermin Dezember 2024 weitere EUA-Zertifikate auf Termin zugekauft. Im Forderungsbereich werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - i. W. aus Stromeinspeisungen - i. H. v. 1.643 TEUR (Vorjahr 3.219 TEUR) ausgewiesen. Die Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 228 TEUR (Vorjahr 37 TEUR) resultieren insbesondere aus Forderungen gegenüber dem Betriebsführer. Die sonstigen Forderungen belaufen sich auf 477 TEUR (Vorjahr 382 TEUR) und betreffen im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche. Die Bankguthaben i. H. v. 753 TEUR (Vorjahr 1.983 TEUR) resultieren aus vertraglich vereinbarten Kapitalrücklagekonten der Kreditfinanzierungen. Dies dient dem finanzierenden Kreditinstitut als verpfändete Sicherheit und ist nicht frei verfügbar. Das Eigenkapital verringerte sich um 724 TEUR 12.247 TEUR (Vorjahr 12.971 TEUR), die Eigenkapitalquote stieg dagegen auf 40,1 % (Vorjahr 36,5 %). Die Rückstellungen betragen 1.587 TEUR (Vorjahr 2.624 TEUR). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verringerten sich insb. durch Tilgungsleistungen auf 15.025 TEUR (Vorjahr 17.710 TEUR). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 813 TEUR (Vorjahr 475 TEUR), Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern werden in Höhe von 636 TEUR (Vorjahr 1.472 TEUR) ausgewiesen und resultieren vor allem aus Gaslieferungen in Höhe von 426 TEUR (Vorjahr 938 TEUR) und durch Verbindlichkeiten aus zu hohen Abschlagszahlungen des Abnehmers auf Grund der gefallenen Produktionsmenge in Höhe von 165 TEUR (Vorjahr 470 TEUR). Sonstige Verbindlichkeiten (i. W. Steuerverbindlichkeiten) bestehen in Höhe von 223 TEUR (Vorjahr 285 TEUR). 2.6. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Für die interne Unternehmenssteuerung werden im Wesentlichen Ergebniskennzahlen, nämlich Rohertrag und Vorsteuerergebnis, sowie Produktionsmenge und eingespeiste Strommenge herangezogen. 3. Prognosebericht Die WUN Pellets GmbH hat sich am Markt als zuverlässiger Anbieter für qualitativ hochwertige Holzpellets etabliert. Mit einem modernen und zukunftsorientierten Produktionsstandort, der auch weitere Expansionsmöglichkeiten zulässt, sieht sich die Gesellschaft für das prognostizierte Marktwachstum gut aufgestellt. Dazu kommt eine konsequente, risikominimierende Absicherungsstrategie in Form von langfristigen Einkaufspreissicherungen, aber auch eine stringente Absicherungsstrategie der Einspeisevergütungen in Form von preisgesicherten Lieferverträgen, die Risiken minimiert, aber dennoch Chancen für Zusatzerträge bietet. Für 2024 werden Umsatzerlöse von 16,3 Mio. EUR, ein Rohergebnis von 5,8 Mio. EUR und ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 2,2 Mio. EUR erwartet. Die Pelletproduktion geht dabei von einer Produktionsmenge von 150 TEUR aus, während die Stromeinspeisemenge mit rund 8% über dem Jahr 2023 angenommen wird. Im ersten Halbjahr 2024 wurde mit dem Hauptauftraggeber eine langfristige Verlängerung des Produktions- und Abnahmevertrages vereinbart. 4. Chancen- und Risikobericht Eine Quantifizierung der Risiken für interne Steuerungszwecke erfolgt aufgrund der Rolle als Lohnfertiger nicht, daher wird auch hier darauf verzichtet. Risiken Risiko aus Geschäftsmodell Aufgrund der Rohstoffbeistellung sowie des Absatzes von bzw. an einen zentralen Geschäftspartner besteht ein Risiko aus dieser Konzentration. Dem wird durch die Gesellschafterstellung der BayWa AG, dem nachhaltigen Commitment sowie der langfristigen vertraglichen Bindung begegnet. Branchenspezifische Risiken Die Risiken liegen im Wesentlichen auf dem Beschaffungsmarkt für Erdgas als Brennstoff sowie in der hohen Preisvolatilität der damit notwendigen CO 2 - Emissionszertifikate. Als Gegenmaßnahmen wurden die Gasbezugspreise bis 2024 kontrahiert, sowie die benötigten CO 2 -Zertifikate bis ca. Mitte 2025 bereits beschafft bzw. auf Termin gesichert. Damit ist eine hohe Planungssicherheit in der Beschaffung gesichert. Für die Jahre 2025 ff. liegen die Risiken in einem deutlich gestiegenen Beschaffungspreis für Erdgas, der nicht oder nur in Teilen weitergegeben werden kann. Diesem Risiko begegnet das Unternehmen, indem mit dem Hauptabnehmer bereits Gespräche über eine Verlängerung und Neugestaltung des bestehenden Produktions- und Liefervertrages begonnen und weit fortgeschritten sind. Zudem wird das Anfang 2024 deutlich gefallene Preisniveau der Erdgasmärkte für erste Tranchenzukäufe für 2025 ff. genutzt. Weitere Risiken liegen in den Witterungsbedingungen. In einem warmen Winter werden weniger Pellets benötigt. Außerdem unterliegt die Produktion witterungsbedingten Schwankungen, wodurch die jährliche Produktionsleistung variieren kann. Durch vertraglich vereinbarte Mindestabnahmemengen wird diesem Risiko zu einem nennenswerten Anteil begegnet. Es existieren Risiken, die vom Gesetzgeber ausgehen. Sollten weitere, zentrale Fördermechanismen in Bezug auf KWK wegfallen, kann dies zur Unwirtschaftlichkeit solcher Anlagen führen. Derzeit bestehen jedoch keine Anhaltspunkte, welche die Förderung durch das KWKG in Frage stellen. Das Risiko ist somit gering. Für Unternehmen, die wie die WUN Pellets GmbH zur Teilnahme am Emissionszertifikathandel verpflichtet sind, stellt ein steigender Zertifikatspreis ein wirtschaftliches Risiko dar. Die Gesellschaft hat durch den Bestandsaufbau von Zertifikaten sowie durch Termingeschäfte ihren prognostizierten Bedarf am Emissionszertifikaten bis, aus heutiger Sicht, 2024 abgesichert und eine stabile Kalkulationsgrundlage geschaffen. Die Marktpreisentwicklung wird laufend beobachtet und gegen die vorhandenen Planungsszenarien gespiegelt. Ertragsorientierte Risiken Die abgeschlossene Absatzvereinbarung mit fixer Preisentwicklung und Mindestabnahmemengen eliminiert das Ertragsrisiko für den Pellet-Absatz größtenteils. Die Einspeisevergütung für Strom wird sich am Börsenpreis orientieren. Sollte der erzielbare Strompreis deutlich unter einen in Relation zum Gaspreis stehenden Wert fallen, wird dies eine Reduktion des Ergebnisses zur Folge haben. Der Marktpreis wird laufend beobachtet und ggf. werden Absicherungen durch Termingeschäfte vorgenommen. Finanzwirtschaftliche Risiken Die Gesellschaft wird laut Planung solide Ergebnisse erwirtschaften. Für den Fall, dass der operative Cashflow nicht ausreichen sollte, um alle finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen, wurden Tilgungsbänder und eine Kapitaldienstreserve für die Darlehen vereinbart. Chancen Die grundsätzlichen Chancen der Gesellschaft bestehen in einem höheren Pelletabsatz. Die Kapazität der Pelletproduktion liegt ca. 10% über der kontrahierten Mindestabnahmemenge. Weiterhin profitiert die Gesellschaft bei der Einspeisung der Reststrommengen von steigenden Strompreisen, vor allem, da der Gaspreis und der Bedarf an CO 2 -Emissionszertifikaten bis einschließlich 2024 bzw. Mitte 2025 gesichert werden konnte. Regelungen und Gesetze, die KWK-Anlagen stärken, wirken sich positiv auf die Planungssicherheit und Ertragslage der Gesellschaft aus. Über eine netzdienlichere Fahrweise der Anlagen können im Rahmen der notwendigen Produktionsparameter Mehrerlöse generiert werden. Gesamtaussage Die Gesellschaft sieht sich im Wesentlichen regulatorischen und Branchen-Risiken ausgesetzt, da sie die operativen Risiken durch langfristig fixierte Verträge für Absatz und Energiebezug minimiert hat. Die noch im Vorjahr herrschenden starken Einflüsse der kriegerischen Ereignisse in Europa auf die Energiepreise haben sich im Berichtsjahr deutlich beruhigt. 5. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den in der Gesellschaft bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen und Verbindlichkeiten, Guthaben bei Kreditinstituten sowie Bankdarlehen mit überwiegenden langen Zinsfestschreibungen. In 2023 wurde ein Termingeschäft zum Erwerb von EUA-Zertifikaten mit Liefertermin im Dezember 2024 abgeschlossen. Für die Beurteilung der Lage oder voraussichtlichen Entwicklung sind dabei die Termingeschäfte von Belang. Die Termingeschäfte wurden zur Absicherung von steigenden Preisen der Emissionsberechtigungen bzw. fallenden Strommarktpreisen im Zusammenhang mit der Direktvermarktung der Überschusseinspeisung abgeschlossen. Die Zahlungsströme sind dadurch fixiert und die Risiken hieraus eliminiert. Die Ausfall- und Liquiditätsrisiken sind äußerst gering. Falls sich die Preise entgegen der Erwartung entwickeln, können hier Verluste in Form entgangener Gewinne eintreten.
Wunsiedel, 14.05.2024 Geschäftsführung Krasser Kellner Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023Allgemeines Die WUN Pellets GmbH mit Sitz in Wunsiedel ist unter dieser Firma in das Handelsregister beim Amtsgericht Hof unter der Nummer HRB 5789 eingetragen. Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Der Anhang wurde nach den Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Nach § 265 Abs. 5 HGB wurde das Gliederungsschema der Bilanz um die Posten "Erzeugungsanlagen", "Emissionszertifikate", "Forderungen gegen Gesellschafter" sowie "Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter" erweitert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die WUN Pellets GmbH ist ein vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen im Sinne von § 3 Nr. 38 EnWG. Damit hat sie die Vorschriften zur Rechnungslegung und Buchführung gemäß § 6b Abs. 3 EnWG zu beachten. Bei der WUN Pellets GmbH liegen andere Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitätssektors sowie andere Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitätssektors und des Gassektors vor. Aus diesem Grund wird auf die Erstellung eines Tätigkeitsabschlusses verzichtet. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Aktiva Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt, und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Sachanlagen sind mit ihren Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Auf das bewegliche Anlagevermögen wurden für Zugänge ausschließlich lineare Abschreibungen vorgenommen. Für geringwertige Wirtschaftsgüter wurde ein Sammelposten gebildet, der jährlich zu 1/5 aufgelöst wird. Die verwendeten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern betragen:
Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Die Bewertung erfolgt grundsätzlich mit dem gewogenen Durchschnittsverfahren. Sofern der am Bilanzstichtag beizulegende Wert der Vermögensgegenstände des Vorratsvermögens niedriger ist, wird dieser angesetzt. Die für die Pelletproduktion benötigten Emissionszertifikate nach dem TEHG wurden wie im Vorjahr unter den Vorräten ausgewiesen. Unentgeltlich zugeteilte Emissionszertifikate werden grundsätzlich mit einem Erinnerungswert von einem Euro angesetzt. Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte eine unentgeltliche Zuteilung von insgesamt 3.748 Stück. Der Zeitwert der unentgeltlich zugeteilten Emissionszertifikate im Zuteilungszeitpunkt beträgt 290 TEUR (77,25 EUR pro Zertifikat). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennwert oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch Wertberichtigungen Rechnung zu tragen. Im Geschäftsjahr sind keine Wertberichtigungen erforderlich gewesen. Die liquiden Mittel sind mit dem Nennwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Passiva Das gezeichnete Kapital wird zum Nennbetrag bilanziert. Bei den Rückstellungen wurde allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung getragen. Sie sind mit ihrem erwarteten Erfüllungsbetrag angesetzt. In die Bewertung der Rückstellung für abzugebende Emissionszertifikate wurden zunächst die unentgeltlich zugeteilten Emissionszertifikate einbezogen. Die darüber hinausgehende Abgabeverpflichtung wurde mit dem gewogenen Durchschnitt der Anschaffungskosten der Emissionszertifikate bewertet. Abzuzinsende langfristige Rückstellungen bestanden am Abschlussstichtag nicht. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens, einschließlich der kumulierten Abschreibungen, geht aus dem Anlagennachweis für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 hervor. Vorräte Das Vorratsvermögen beinhaltet zum 31. Dezember 2023 Emissionszertifikate zur Teilnahme am europäischen Emissionshandel in Höhe von 1.332 TEUR. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen Gesellschafter betragen 228 TEUR (Vorjahr 37 TEUR). Diese bestehen aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen Steuererstattungsansprüche in Höhe von 400 TEUR (Vorjahr: 298 TEUR sowie noch nicht abzugsfähige Vorsteuer in Höhe von 77 TEUR (Vorjahr: 84 TEUR). Die Steuererstattungsansprüche beinhalten im Wesentlichen die Erstattungen aus der Energie- und Stromsteuer in Höhe von 340 TEUR (Vorjahr: 298 TEUR) sowie Ertragsteuern in Höhe von 60 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR). Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit unter einem Jahr. Liquiditätsrücklage Unter den Guthaben bei Kreditinstituten ist zur Absicherung der Kreditverbindlichkeiten ein Rücklagenkonto in Höhe von 750 TEUR ausgewiesen. Dies dient dem finanzierenden Kreditinstitut als verpfändete Sicherheit und ist nicht frei verfügbar. Die Liquiditätsrücklage wurde im Geschäftsjahr vollständig eingezahlt. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage besteht aus anderen Zuzahlungen der Gesellschafter in das Eigenkapital (§ 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB) in Höhe von 6.667 TEUR. Der Bilanzgewinn beinhaltet 4.105 TEUR aus dem Vorjahresergebnis (Vorjahr: 2.742 TEUR). Steuerrückstellungen Ausgewiesen werden die Rückstellungen für Gewerbesteuer für das Geschäftsjahr 2022 in Höhe von 414 TEUR. Weiterhin ist ausgewiesen die voraussichtliche Körperschaftsteuer inkl. Solidaritätszuschlag für das Geschäftsjahr 2022 in Höhe von 41 TEUR. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden für Urlaubsansprüche (3 TEUR), Prämie (2 TEUR), Jahresabschlussprüfung (12 TEUR), ausstehende Rechnungen (42 TEUR), CO 2 -Zertifikate (772 TEUR) sowie Schadenersatzansprüche (300 TEUR) gebildet. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind vollständig durch dingliche Sicherheiten, Sachsicherheiten sowie durch Abtretung von Forderungen und Rechten besichert. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 223 TEUR (Vorjahr: TEUR 285) im Wesentlichen aus der Umsatzsteuer enthalten. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse werden ab Werk anhand der bei Abholung durch den Kunden gewogenen Masse der Pellets realisiert. Nach dem 31. März des auf die Lieferung folgenden Jahres erfolgt eine Abrechnung für den Zeitraum 1. April bis 31. März. In den Umsatzerlösen befinden sich 3 TEUR periodenfremde Erträge aus der Abrechnung der Vermiedenen Netzentgelte 2022. Des Weiteren sind in den Umsatzerlösen insgesamt 11 TEUR periodenfremde KWK-Zuschlagszahlungen aus der Abrechnung für das Vorjahr enthalten. Gemäß der Vereinbarung vom 22.12.2023 zwischen der SWW Wunsiedel GmbH und der WUN Pellets GmbH, verzichtet die WUN Pellets GmbH im Geschäftsjahr 2023 erstmalig auf die Wirkungen des Begrenzungsbescheids für Zwecke der KWK-Vergütung, mit der Folge, dass im Jahr 2023 kein Eigenversorgungsbonus beansprucht werden kann. Die nach dem Energiefinanzierungsgesetz verbliebenen Umlagen, u. a. KWK-Umlage, werden weiterhin in Anspruch genommen. Es wird auf den Begrenzungsbescheid vom 15.12.2022 verwiesen. Beschäftigtenzahlen und Arbeitnehmergruppen Während des Geschäftsjahres war durchschnittlich ein Angestellter beschäftigt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Mit der WUN Bioenergie GmbH besteht ein Vertrag über die Erbringung von Lagerleistungen. Die gesamten Mietaufwendungen werden bis zum vertraglichen Laufzeitende insgesamt noch 1.034 TEUR betragen. Des Weiteren besteht mit der WUN Bioenergie GmbH ein Dienstleistungsvertrag über die technische und kaufmännische Betriebsführung. Das vereinbarte Entgelt beträgt bis zum vertraglichen Laufzeitende voraussichtlich 2.400 TEUR und unterliegt einer jährlichen Anpassung. Darüber hinaus bestehen Verpflichtungen aus dem Gasbezugsvertrag in Höhe von 3.822 TEUR. Auch geschäftsübliche Leasingaufwendungen sind im Geschäftsjahr mit 64 TEUR in der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten. Im laufenden Geschäftsjahr hat sich die WUN Pellets GmbH eine Zuteilung von insgesamt 20.000 Emissionsberechtigungen gesichert. Die Zuteilung dieser Emissionsberechtigungen erfolgt am 16.12.2024. Der Wert pro Emissionsberechtigung betrug im Zeitpunkt der Zusicherung 73,58 EUR pro Zertifikat. Es ergibt sich eine finanzielle Verpflichtung in Höhe von insgesamt 1.472 TEUR. Honorar des Abschlussprüfers Im Geschäftsjahr 2023 wurde für das vom Abschlussprüfer zu berechnende Gesamthonorar 12 TEUR für Abschlussprüfungsleistungen im Aufwand erfasst. Für die Jahresabschlussprüfung 2022 wurde eine Nachberechnung in Höhe von 3 TEUR im Monat April 2023 aufwandserhöhend erfasst. Angaben nach § 6b Abs. 2 EnWG Als wesentliche Geschäfte mit verbundenen Unternehmen oder assoziierten Unternehmen sind nach § 6b Abs. 2 EnWG die technische und kaufmännische Betriebsführung durch die WUN Bioenergie GmbH (1.165 TEUR) sowie Mietverpflichtungen gegenüber der WUN Bioenergie GmbH (94 TEUR), die Vergütung aus dem Verkauf der erzeugten Energiemengen an die SWW Wunsiedel GmbH (2.289 TEUR) sowie der Gasbezug von der GVW GmbH (vormals Gasversorgung Wunsiedel GmbH) (4.506 TEUR) zu nennen. Geschäftsführung Dipl.-Ing. (FH) Marco Krasser, Geschäftsführer SWW Wunsiedel GmbH Betriebswirt (VWA) Reinhold Kellner, Referent Steuerung Kommunen und Kooperationen Bayernwerk Netz GmbH Hinsichtlich der Bezüge der Geschäftsführer wurde von § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Ergänzende Angaben Nachtragsbericht Im ersten Halbjahr 2024 wurde der bestehende Produktions- und Abnahmevertrag mit dem Hauptabnehmer bis 2033 verlängert. Darüber hinaus sind nach dem Bilanzstichtag keine weiteren Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten, welche Auswirkungen auf die Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage bewirken. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung folgende Ergebnisverwendung vor: Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss von EUR 1.276.237,60 auf neue Rechnung vorzutragen.
Wunsiedel, 14.05.2024 Geschäftsführung Krasser Kellner Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die WUN Pellets GmbH, Wunsiedel Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der WUN Pellets GmbH, Wunsiedel, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der WUN Pellets GmbH, Wunsiedel, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DER EINHALTUNG DER RECHNUNGSLEGUNGSPFLICHTEN NACH § 6B ABS. 3 ENWG Prüfungsurteil Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten. Grundlage für das Prüfungsurteil Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Abs. 5 Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG" weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben. Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet. Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.
Nürnberg, den 17. Mai 2024 Rödl
& Partner GmbH
Junger, Wirtschaftsprüfer Leistner, Wirtschaftsprüferin Sonstiger BerichtsteilDer Jahresabschluss wurde am 17.06.2024 festgestellt. |
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