Suiker Unie GmbHLiquidiert

17389 Anklam, Deutschland

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stralsund HRB 1183
Vorher
Danisco Sugar GmbH
Eingetragen
25.7.1990
Branche
Großhandel mit Zucker, Süßwaren und BackwarenHerstellung von ZuckerHerstellung von Stärke und Stärkeerzeugnissen
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von Zucker und Nebenerzeugnissen einschließlich Hilfsund Nebengeschäften sowie alle hiermit unmittelbar oder mittelbar im Zusammenhang stehenden Tätigkeiten.

Historie

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Management

NameRolle
Siegfried Czarske
seit 9.2.2010
Prokura
Kerstin Schünemann
seit 9.2.2010
Prokura
Matthias Sauer
seit 8.1.2010
Geschäftsführer
Albertus Jan Markusse
seit 16.3.2009
Geschäftsführer
Volker Hoffmann
seit 19.9.2006
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

Suiker Unie GmbH

Anklam

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

1.1. Geschäftstätigkeit

Zu den in der Suiker Unie GmbH ausgeführten Haupttätigkeiten zählen die Produktion und der Vertrieb von aus Zuckerrüben gewonnenem Weißzucker sowie von Nebenerzeugnissen wie Dicksaft zur Herstellung von Bioethanol, Melasse, Rübenschnitzel und Pellets. Die Zuckerproduktion ist ein saisonales Geschäft. Die Produktionsphase liegt im Zeitraum von Mitte September bis Mitte Januar.

Um ihren Geschäftserfolg auf eine breitere Basis zu stellen, hat die Suiker Unie GmbH im Geschäftsjahr 2006/07 die Anklam Bioethanol GmbH gegründet.

1.2. Rahmenbedingungen

Am 1. Juli 2006 begann nach einer grundsätzlichen Reform eine neue Zuckermarktordnungsperiode.

Mit der Reform war von der EU der Verzicht von 6 Millionen Tonnen Zuckerquote angestrebt worden, um nach vier Jahren ein Marktgleichgewicht zu gewährleisten, das zu etwa 15 % auf Zuckerimporten basieren sollte.

Derzeitig besteht in der EU aufgrund ausbleibender Importmengen ein erhebliches Defizit.

Die geringe Produktion innerhalb der EU hat aktuell zu einem Versorgungsengpass geführt, da die globale Bilanz durch schlechte Ernten und eine kontinuierlich steigende Nachfrage zu sehr hohen Weltmarktpreisen geführt hat.

Die EU stellt daher zurzeit verschiedene Überlegungen an in den kommenden Jahren die Versorgung der Zuckerverwender sicher zu stellen.

Eine Möglichkeit ist, eine begrenzte Verwendung von Nichtquotenzucker im Binnenmarkt zu ermöglichen und eine weitere Möglichkeit besteht in der Erleichterung der Einfuhren von Drittlandszucker.

Die zugewiesene Quote für die Suiker Unie GmbH für das Zuckerwirtschaftsjahr betrug unverändert 111.921,4 t.

1.3. Produktion

Am 20. September 2010 erfolgte der Start der Rübenverarbeitungskampagne, zu einem ähnlichen Termin wie 2009.

Der Witterungsverlauf speziell im August mit extrem ergiebigen Niederschlägen und wenig Sonne wirkte sich ungünstig bzw. verzögernd auf die Rübenvegetation aus, was sich bei den im Vorfeld durchgeführten Proberodungen in Form von unterdurchschnittlichen Massen und Zuckergehalten pro Hektar zeigte. Bekannt ist, dass in den sonnigen Herbstmonaten Ertragszuwächse normal sind. Der Kampagneanfang konnte jedoch nicht weiter nach hinten verlegt werden, was die Landwirte zum Teil sehr gern gesehen hätten, weil die Zuckerbestände nahezu abgebaut waren und mit Neuproduktion die Lieferverfügbarkeit für unsere Zuckerkunden sichergestellt werden musste.

Unter guten äußeren Bedingungen gelang ein sehr guter Kampagnestart und innerhalb kürzester Zeit konnte neuer Zucker in das Silo gefahren bzw. ausgeliefert werden.

Die Zuwächse (Erträge) im Verlauf des Herbstes waren bis zu den einzelnen Rodeterminen überdurchschnittlich im Vergleich zu den 5 Jahren zuvor. Zwar wurde nicht die gleiche Menge an Zucker und Dicksaft produziert, aber dennoch war die Rübenkampagne mit 114 Tagen vergleichbar lang wie 2009 (122 Tage). Die Zuckerfabrik war bis zum 23. Dezember voll ausgelastet. Danach musste bis zum Kampagneende vor allem durch logistische Probleme (Rübentransport) zeitweise eine erhebliche Minderung der täglichen Verarbeitungsleistung auf z. T. 8.000 anstatt 10.500 - 11.000 t in Kauf genommen werden. In den letzten Tagen ab 8. Januar 2011 konnte die Verarbeitungsleistung aus technologischen Gründen nicht gehalten werden, da die Rüben erheblich frostgeschädigt waren. Trotzdem lag die durchschnittliche Verarbeitungsleistung an Zuckerrüben bei 10.738 t/d und damit um 138 Tonnen höher als 2009/10. Während der gesamten Kampagne wurden ausnahmslos hochqualitative Produkte hergestellt, die allesamt der jeweiligen Spezifikation entsprachen.

In der gesamten Rübenkampagne, die am 12. Januar 2011 endete, wurden insgesamt 185.861 t Weißzucker inkl. Weißzucker im Dicksaft erzeugt:

Tonnen
Zuckerproduktion
Kristallin in Rübenkampagne 83.663
Ww im Dicksaft 28.258
Zuckerquote ZWJ 10/11 111.921
Nichtquotenzucker 73.940

Die Dicksaftkampagne, in der die zur Quotenerfüllung notwendige Weißzuckermenge aus Dicksaft produziert wird, beginnt planmäßig im April 2011 und somit im folgenden Geschäftsjahr.

1.4. Beschaffung

Die Rübenaussaat erfolgte 2010 unter guten Bedingungen; mittleres Aussaatdatum (50 % der Flächen ausgesät) war der 11. April. Niedrige Temperaturen verzögerten das Auflaufen der Rüben. Die Feldaufgänge waren jedoch sehr gut (hohe Bestandesdichten). Der Reihenschluss war etwas später als im Durchschnitt der letzten Jahre. Ansteigende Temperaturen im Juni beschleunigten das Rübenwachstum. Hitze und Trockenheit im Juli sorgten insbesondere auf leichten Standorten für Trockenstress. Hohe Niederschlagsmengen im August führten nachfolgend zu hohen Ertragszuwächsen. Die Zuckergehalte der zu Beginn der Kampagne angelieferten Rüben waren dagegen sehr niedrig. Hohe Sonneneinstrahlung und kühle Nächte im Oktober ließen den Zuckergehalt ansteigen.

Überdurchschnittlich viel Regen im Herbst erschwerte die Rübenernte, die Reinigung und den Transport der Rüben. Ab Ende November war es sehr kalt. Die Temperaturen bewegten sich bis ca. eine Woche vor Kampagneende zwischen 0 und -15°C, für den Erhalt der Rübenqualität optimale Bedingungen. Die Reinigungs- und Abfuhrbedingungen waren aufgrund der Witterungsverhältnisse (Schnee, Wind, Eis) oftmals problematisch. Auch der Fabrikbetrieb war durch Frost- und Schneeeinwirkung beeinträchtigt.

Der Erntefläche betrug im Jahr 2010 ca. 21.300 ha. Es wurde ein durchschnittlicher Ertrag von 55,0 t/ha realisiert, der Zuckergehalt lag bei 17,2 %. Das entspricht einem Zuckerertrag von 9,5 t/ha.

2. Analyse des Geschäftsverlauf

2.1. Überblick über den Geschäftsverlauf

Im ersten vollem Geschäftsjahr der Zugehörigkeit zur niederländischen Muttergesellschaft Royal Cosun U.A., Breda/Niederlande, konnte ein sehr gutes Ergebnis erzielt werden. Insgesamt kann man die Integration in den neuen Mutterkonzern als erfolgreich abgeschlossen ansehen.

Im Geschäftsjahr 2010 konnte ein Jahresüberschuss in Höhe von EUR 13,1 Mio erwirtschaftet werden. Aufgrund eines bestehenden Ergebnisabführungsvertrages mit dem Mutterunternehmen Cosun Germany GmbH wird der Jahresüberschuss abgeführt.

Dennoch änderte sich die Eigenkapitalquote aufgrund der Dividendenausschüttung sowie einer Rückzahlung aus der Kapitalrücklage. Die Eigenkapitalquote verringerte sich von 54,7 % auf 30,1 %.

2.2. Ertragslage

Die gesamten Umsatzerlöse lagen im Geschäftsjahr 2010 mit EUR 89,5 Mio um EUR 23,8 Mio unter denen im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Das entspricht einem Umsatzrückgang von 21,0 %.

Der Haupteinflussfaktor ist hier die Absenkung des Referenzpreises im Oktober 2009 auf 404,40 EUR/t, von der im Vergleich zum Vorjahr das gesamte Jahr betroffen gewesen ist.

Der Anteil des Umsatzes von Überquotenzucker am Gesamtumsatz hat sich von 17,4 % auf 22,1 % erhöht. Überquotenzucker wird zum einen als Industriezucker in Form von Dicksaft an die Tochtergesellschaft zur Herstellung von Bioethanol verkauft und zum anderen auf den Weltmarkt exportiert.

Das Jahr 2010 war für den Bereich Futtermittel sehr interessant. Anfang des Jahres waren die Lager noch sehr gut gefüllt und die Nachfrage nach Futtermitteln war sehr gering. Verkäufe fanden nicht statt.

Das hatte Auswirkungen auf die Verkaufspreise, die weiter nachgaben. Ab Juni änderte sich die Situation und Lagerbestände konnten abgebaut werden. In der zweiten Jahreshälfte festigten sich die Preise bei allen Produkten bei zunehmender Nachfrage. Zum Jahresende sind fast alle Produzenten ausverkauft und alternativen Ware ist nicht mehr zu verkaufen. Das bestimmt die Preise für 2011, wo wir erwarten, von deutlichen Preisanstiegen profitieren zu können.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stieg im Geschäftsjahr um TEUR 5.124 auf TEUR 13.588.

Die positive Entwicklung des Ergebnisses bei gesunkenen Umsatzerlösen ist wesentlich beeinflusst durch den Einmaleffekt, der aus dem verkürzten Geschäftsjahr des Vorjahres resultiert.

Den um 23,5 % gestiegenen Umsatzerlösen, bezogen auf das Geschäftsjahr 2010 im Vergleich zum Rumpfgeschäftsjahr 2009, steht ein Anstieg der Herstellungskosten in Höhe von 16,5 % gegenüber.

Damit konnten wir die die Bruttomarge vom Umsatz (Bruttoergebnis vom Umsatz/Umsatzerlöse * 100) von 14,1 % auf 19,0 % gesteigert werden.

Weiterhin konnten relative Einsparungen bezogen auf den Vergleichszeitraum von 12 Monaten bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erzielt werden, insbesondere bei Frachtaufwendungen für Fertigerzeugnisse, Rechts- und Beratungskosten sowie Vertriebskosten.

Jedoch sind die Personalkosten angestiegen. Die Relation der Personalkosten zu den Umsatzerlösen hat sich im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum von 6,6 % auf 8,7 % erhöht. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem Umsatzrückgang um 21,0 %. Weiterhin hatte sich die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter von 136 in 2009 auf 146 in 2010 leicht erhöht. Ebenfalls sind die Löhne und Gehälter um 2,8 % angestiegen.

Des Weiteren wurde erstmalig seit Beginn des Ergebnisabführungsvertrages von der Anklam Bioethanol GmbH ein Gewinn von TEUR 1.907 an die Suiker Unie GmbH abgeführt.

Bei sonstigen Steuern von TEUR 149 sowie außerordentliche Aufwendungen von TEUR 290, welche ausschließlich die Umstellung auf das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) betreffen, haben wir ein Ergebnis vor Gewinnabführung von TEUR 13.149 erzielen können.

2.3. Finanzlage

Der Liquiditätsstatus der Zuckerfabrik hat sich gegenüber dem Vorjahr verschlechtert.

Kennzeichnend für das Jahr war die Auszahlung einer Dividende an die Muttergesellschaft in Höhe von TEUR 6.235 sowie einer Rückzahlung aus der Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 27.000 und die damit verbundene Kreditaufnahme beim Konzern.

Aufgrund der Gewinnabführung laut Ergebnisabführungsvertrag besteht zum Jahresende eine kurzfristige Verbindlichkeit gegenüber der Muttergesellschaft.

Die Eigenkapitalquote verringerte sich aufgrund der Dividendenauszahlung von 54,7 % auf 30,1 %.

Der zum Bau der Bioethanolanlage ausgereichte Kredit wurde durch die Anklam Bioethanol GmbH im Geschäftsjahr voll zurückgezahlt. Aus der Abführung des Gewinns der Anklam Bioethanol GmbH entstand eine kurzfristige Forderung gegenüber der Tochtergesellschaft.

Der Finanzierungsbedarf für Investitionen konnte aus dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit gedeckt werden. Die Finanzierung der Gesellschaft ist durch die Einbeziehung in das konzerninterne Cash-Pooling der Koninklijke Coöperatie Cosun U.A., Breda/Niederlande, sichergestellt und erfolgt ausschließlich konzernintern.

2.4. Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist im Geschäftsjahr um TEUR 7.996 und damit um 6,4 % im Vergleich zum Vorjahr gesunken.

Die Anlagequote (definiert als Anlagevermögen dividiert durch das Gesamtvermögen) sank trotz verringerter Bilanzsumme aufgrund des um TEUR 5.297 verringerten Anlagevermögens um 1,3 Prozentpunkte auf 46,0 %. Der Rückgang des Anlagevermögens resultiert dadurch, dass planmäßige Abschreibungen sowie Anlagenabgänge zu Buchwerten die Investitionen des Geschäftsjahres übersteigen.

Die in diesem Wirtschaftsjahr getätigten Investitionen in Höhe von EUR 2,1 Mio umfassten wie im Vorjahr verschiedener Projekte zur Qualitäts- und Produktionssicherheit, Projekte zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit, sowie ein neues Berichtssystem für produktionsrelevante Daten/Kenngrößen (Laborinformationssystem - LIMS). Dieses LIMS wird auch die Basis sein für ein angestrebtes einheitliches Reportingsystem auf Konzernebene mit seiner Business-Sparte Suiker Unie.

Für die laufende Instandsetzung zur Sicherung der Einsatzbereitschaft der Produktionsanlagen wurden EUR 4,3 Mio eingesetzt.

Das Vorratsvermögen stieg um TEUR 9.361 (22,1 %) verursacht durch die Zunahme der fertigen Erzeugnisse und Waren. Dieser Anstieg ist begründet in der Bewertung der Vorräte gegenüber dem Vorjahr (achtmonatiges Rumpfgeschäftsjahr).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind um TEUR 11.422 auf TEUR 11.244 zurückgegangen und resultieren neben dem Rückgang von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 2.281 und dem Rückgang der sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 1.619 hauptsächlich aus dem Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um TEUR 7.523.

Die liquiden Mittel sanken um TEUR 638 (72,9 %) auf TEUR 237. Diese Veränderung ist stichtagsbezogen und begründet durch unterwegs befindliche Schecks.

Die Sonderposten haben sich um TEUR 668 auf TEUR 4.174 verringert und betreffen mit TEUR 461 Sonderposten für unentgeltlich ausgegebene Schadstoffemissionsrechte sowie mit TEUR 3.713 Sonderposten für Investitionszuschüsse und -zulagen zum Anlagevermögen.

Die Rückstellungen sind leicht um TEUR 208 auf TEUR 10.559 angestiegen. Der Anstieg ist hauptsächlich in der Umstellung der Pensions- und Jubiläumsrückstellungen auf das neue BilMoG zu sehen.

Die Verbindlichkeiten sind um 61,9 % gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 67.210 angestiegen. Sowohl die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen als auch die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich erhöht. Die Auszahlung der Dividende ist der Grund für die Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 18.900 auf TEUR 38.492.

2.5. Qualitäts- und Umweltmanagement

Im März 2009 erfolgte der Eigentümerwechsel von Danisco Sugar zu Suiker Unie. Damit standen einige Datenbanken als Werkzeug des Qualitäts- und Umweltmanagements nicht mehr zur Verfügung und mussten eigenständig weiter bzw. neu entwickelt werden. Es wurde gemeinsam mit der Suiker Unie in den Niederlanden geprüft ein einheitliches System für das Qualitäts- und Umweltmanagement Suiker Unie zu finden. In 2011 wird jetzt ein Online-Qualitätsmanagment-System für ganz Suiker Unie eingeführt.

Ende November 2010 erfolgte ein Überprüfungsaudit für ISO 9001:2008, ISO 14001:2004 und ISO 22000:2005. Die gefundenen, ausschließlich als "geringfügig" eingestuften Abweichungen wurde bis Anfang 2011durch Korrekturmaßnahmen dem Prüfer untersetzt. Wir warten derzeitig auf die Bestätigung der Zertifizierung, deren Gültigkeit noch bis 2012 bzw. 2013 gegeben ist.

Das QS-Zertifikat der akkreditierten Zertifizierungsstelle hat eine Gültigkeit bis zum 10. Dezember 2011.

2.6. Personal- und Sozialbereich

Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten stieg planmäßig im Jahr 2010 um 10 Mitarbeiter an, davon vier Auszubildende bzw. 1 Praktikanten.

So konnten im Rahmen der mittel- und langfristigen Personalplanung nach einer mehrjährigen Pause wieder selbst ausgebildete Facharbeiter übernommen werden. Die Ausbildung in technischen Berufen wird fortgesetzt.

Die Erhaltung, Wiederherstellung und Stärkung der Gesundheit besitzen eine wichtige Bedeutung für jeden einzelnen Beschäftigten genauso wie auch für das Unternehmen. Deswegen ist Zuckerfabrik im letzten Jahr Mitglied im Netzwerk KMU-Kompetenz geworden. Die Mitglieder des Netzwerks arbeiten gemeinsam daran die Gesundheit ihrer Beschäftigten zu fördern und das Mitarbeiterengagement zu steigern.

Es gibt nur eine sehr geringe Fluktuation und der Krankenstand liegt auf einem konstant niedrigen Niveau.

Die Entwicklung der Mitarbeiter stellt sich im Jahresdurchschnitt wie folgt dar:

2010 Vorjahr
Gewerbliche Arbeitnehmer 83 81
Angestellte Arbeitnehmer 41 38
Auszubildende/Praktikanten 11 6
Befristete Arbeitnehmer 1 1
Kampagnekräfte 10 10
146 136

Alle Mitarbeiter, die die Möglichkeit der Altersteilzeit nutzen konnten, haben sich für das Blockzeitmodell entschieden. Derzeitig befinden sich fünf Mitarbeiter in der Altersteilzeit, davon einer in der Freizeitphase.

2.7. Arbeitssicherheit

Trotz zusätzlicher Maßnahmen zur Erhöhung der Arbeitssicherheit konnte die Zahl der meldepflichtigen Unfälle im Vergleich zum Vorjahr nur um einen Unfall gesenkt werden.

Hinzu kamen in 2010 zwei Wegeunfälle mit einer erheblichen Anzahl an Ausfalltagen.

2008/2009 2009 2010
Meldepflichtige Unfälle 2 5 4

In Auswertung der Unfallursachen wurde hauptsächlich unüberlegtes Handeln und nicht sachgerechte Benutzung von persönlicher Schutzausrüstung der Mitarbeiter festgestellt.

Das Thema Arbeitssicherheit hat für die Unternehmensleitung oberste Priorität. Jegliche Vorfälle und Ereignisse, auch die nichtmeldepflichtigen Unfälle werden unter Einbeziehung der Verunfallten durch die Geschäftsleitung ausgewertet, um die Ursachen zu ergründen und gezielte Präventivmaßnahmen zu ergreifen. Denn die Zielstellung lautet weiterhin: Null Arbeitsunfälle.

Zur Umsetzung dieses Ziels ist in Zukunft geplant, ein Arbeitsschutzmanagement einzuführen.

2.8. Zusammenfassung zur Geschäftslage und zum -verlauf

Insgesamt ist das Geschäftsjahr 2010 positiv zu bewerten. Das Gesamtergebnis lag deutlich über dem Budget, was sich bereits zur Hälfte des Geschäftsjahres abzeichnete.

Die Zahlen und Erläuterungen vermitteln ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

3. Chancen und Risikobericht

3.1. Risikomanagement

Die Suiker Unie GmbH Anklam arbeitet innerhalb der Cosun Royal U.A. mit einem Management-System. Mit Hilfe des Risikomanagementsystems werden bestehende Risiken frühestmöglich aufgedeckt und durch geeignete Maßnahmen geschäftliche Einbußen begrenzt sowie die Bestandsgefährdung des Unternehmens vermieden. Gleichzeitig dient das Risikomanagementsystem auch zur Identifizierung von Chancen für das Unternehmen.

Die Suiker Unie GmbH ist in das Berichts- und Controllingsystem der Cosun Royal U.A. integriert. Durch das Controlling wird ferner die Erreichung der Geschäftsziele überwacht. Die Geschäftsleitung wird durch ein umfangreiches Berichtswesen regelmäßig und gegebenenfalls ad-hoc informiert.

Die Suiker Unie GmbH ist eingebunden in das IT-Netz des Cosun-Konzerns und unterliegt damit den Cosun Standards und Richtlinien. Die Optimierung und Aufrechterhaltung des IT-System wird durch den Einsatz qualifizierter Experten und technologische Sicherungsmaßnahmen gewährleistet. Risiken aus unberechtigten Datenzugriff, Datenmissbrauch und Datenverlust wird durch Maßnahmen technischer und organisatorischer Art entgegengewirkt.

Durch Einhaltung und regelmäßige Überprüfung des Alarm- und Gefahrenabwehrplans werden Betriebsrisiken auf ein Minimum reduziert. Durch Einbindung in das Versicherungskonzepts des Cosun-Konzerns sind Risiken mit Sach-, Maschinenausfall- und Haftpflichtversicherungen abgesichert.

3.2. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Wesentliche Chancen zukünftiger Entwicklung werden in den verschieden Verwertungsmöglichkeiten wie Export und auf dem Konsumzuckermarkt gesehen.

Ein neuer Ansatzpunkt für die Zukunft ist der Verkauf von Melasse an das Ethanolwerk. Die Melasse wird dort als zusätzlicher Rohstoff zur Herstellung von Bioethanol genutzt werden.

Die EU regelt die Verfügbarkeit von Zucker über die Zuckermarktordnung. Die derzeitige Zuckermarktordnung ist bis 2014/15 gültig. Diese sichert der Zuckerfabrik jährliche eine Zuckerquote von 111.921,4 t zu.

Nach der umfangreichen Umstrukturierung der Zuckerindustrie in den letzten Jahren beläuft sich die Selbstversorgung aus eigener Produktion in der EU auf ca. 85 %. Die fehlende Menge soll vom Weltmarkt nach bestehenden EU-Regelungen abgabenfrei bzw. mit beschränkten Abgaben importiert werden. Vorrangig handelt es sich hierbei um Lieferungen aus den sog. AKP- und LDC- Länder.

Der global gestiegene Zuckerverbrauch sowie geringere Produktionsmengen bewirkten einen starken Preisanstieg auf dem Weltmarkt, der sich zeitweise weit über dem europäischen Marktpreis platzierte.

Die geplanten EU-Importe fielen stark zurück und es zeigte sich in einigen europäischen Gebieten ein Zuckermangel, der zu verstärkten Nachfragen auf dem Binnenmarkt führte.

Um das Defizit für 2011 abzubauen hat die EU 500.000 t überschüssigen Zucker als Quotenzucker für den Binnenmarkt freigegeben. Weiterhin wird ein Vorschlag für ein zollfreies Importkontingent für Weltmarktzucker in Höhe von 300.000 t erwartet.

Die Rohstoffversorgung ist für die Zuckererzeugung mit neu abgeschlossenen langfristigen Verträgen bis 2014 abgesichert. Zusätzlich wurde den Rübenanbauern ein weiteres Angebot für den Anbau weiterer 50.000 t Zuckerrüben unterbreitet.

Aufgrund unterschiedlicher Erträge kommt es durch Aufgabe des Rübenanbaus durch einige Landwirtschaftsbetriebe zu Verschiebungen zu Anbauern mit höheren Erträgen. Die Zahl der Rübenanbauer verringert sich damit und liegt jetzt bei ca. 400.

Der Produktionsprozess zur Gewinnung von Zucker ist energieintensiv. Durch Abschluss eines mehrjährigen Gasliefervertrages konnte für 40 % des Bedarfs eine Festpreismenge ausgehandelt werden. Der restliche Bedarf ist weiterhin an den Ölpreis gebunden. Aufgrund der derzeitigen Entwicklung ist mit einem Anstieg der Energiekosten zu rechnen.

Durch die finanzielle Einbindung in den Royal Cosum Konzern werden kurz- und mittelfristig keine finanziellen Risiken für die Gesellschaft gesehen.

4. Nachtragsbericht

Es haben sich keine besonderen Ereignisse nach Schluss des Geschäftsjahres ergeben.

5. Prognosebericht

Der Verkauf von Quotenzucker erfolgt an langjährige Kunden im Inland bzw. an Neukunden innerhalb des EU-Marktes. Aufgrund umfangreicher Anfragen auf dem Binnenmarkt für zusätzliche Liefermengen bis zum 30. September erwarten wir ein ansteigendes Preisniveau, das sich auch auf das neue Zuckerwirtschaftsjahr 2011/12 auswirken wird.

Der verbleibende über Quote produzierte Zucker wird an industrielle Verbraucher geliefert bzw. auf dem Weltmarkt exportiert.

Der Verkauf der Futtermittel erfolgt an regionale Milcherzeuger und an Kraftfuttermischwerke im In- und Ausland, zu denen langjährige Kundenbindungen bestehen. Ein Teil der Melassemengen wird an Hefeproduzenten im Inland geliefert. Wir erwarten für das Jahr 2011 ein höheres Preisniveau als 2010, da sich der Getreidemarkt weiter auf hohem Niveau befindet und damit die Futtermittelpreise positiv beeinflusst.

Begründet durch die Entwicklung des Ölpreises und die Bindung des Gaspreises an den Ölpreis wird für das kommende Jahr ein Anstieg der Energiekosten erwartet.

Aufgrund der neu abgeschlossenen langfristigen Verträge für den Zuckerrübeneinkauf mit nahezu unveränderten Konditionen kommt es zu keinen zusätzlichen Kosten für die Rohstoffbeschaffung.

Die Ölpreisentwicklung übt dagegen Druck auf die Transportkosten aus. Hier wird mit höheren Kosten als im Vorjahr gerechnet.

Die Instandhaltungszeit zwischen den Kampagnen wird wie im Vorjahr wieder kurz. Um alle notwendigen Vorbereitungen zu den jeweiligen Kampagnen durchführen zu können, muss auch 2011 vermehrt auf Fremdressourcen zurückgegriffen werden.

Für das Geschäftsjahr 2011 wird unter den genannten Bedingungen mit einer Steigerung der Umsatzerlöse auf ca. EUR 90,5 Mio gerechnet. In der Folge wird für das Jahr 2012 ein moderater Rückgang auf ca. EUR 90,1 Mio erwartet.

Da sich die positiven und negativen Entwicklungen in etwa ausgleichen werden, wird aus heutiger Sicht davon ausgegangen, dass für das Wirtschaftsjahr 2011 ein Ergebnis wie 2010 in Höhe von EUR 6,2 Mio erreicht werden kann. Für 2012 rechnen wir unter Berücksichtigung der genannten Faktoren ein Ergebnis von EUR 6,6 Mio.

 

Anklam, 30. Juni 2011

Sauer

Markusse

Bilanz zum 31. Dezember 2010

Aktiva

31.12.2010
EUR
31.12.2009
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.167.925,00 3.200.708,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15.099.924,13 16.500.527,18
2. Technische Anlagen und Maschinen 27.326.027,00 30.956.825,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 801.038,00 972.366,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 60.000,00 121.461,14
43.286.989,13 48.551.179,32
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 7.500.000,00 7.500.000,00
53.954.914,13 59.251.887,32
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.195.714,82 1.986.781,74
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 48.134.572,76 39.349.587,48
3. CO 2 Emissionsrechte 1.464.306,36 1.097.381,40
51.794.593,94 42.433.750,62
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
--sämtlich mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr--
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.140.546,87 5.421.276,05
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.417.728,69 12.940.541,97
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.686.152,42 4.304.788,27
11.244.427,98 22.666.606,29
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 236.833,90 874.732,77
63.275.855,82 65.975.089,68
117.230.769,95 125.226.977,00

Passiva

31.12.2010
EUR
31.12.2009
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 7.670.000,00 7.670.000,00
II. Kapitalrücklage 8.790.431,68 35.790.431,68
III. Gewinnvortrag 18.827.250,34 25.061.987,34
35.287.682,02 68.522.419,02
B. Sonderposten mit Rücklageanteil
1. Sonderposten für unentgeltlich ausgegebene Schadstoffemissionsrechte 461.330,52 297.817,18
2. Sonderposten für Investitionszuschüsse und -zulagen zum Anlagevermögen 3.712.587,00 4.544.468,00
4.173.917,52 4.842.285,18
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 113.932,00 69.385,00
2. Sonstige Rückstellungen 10.445.376,12 10.281.510,24
10.559.308,12 10.350.895,24
D. Verbindlichkeiten
--sämtliche mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr--
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 22.964.627,68 19.887.181,35
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 38.491.562,12 19.591.613,92
--davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr TEUR 15.992 (i. Vj. TEUR 19.592)--
--davon mit einer Restlaufzeit bis zu fünf Jahren TEUR 22.500 (i. Vj. TEUR 0)--
3. Sonstige Verbindlichkeiten 5.753.672,49 2.032.582,29
--davon aus Steuern TEUR 256 (i. Vj. TEUR 283)--
--davon im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 5 (i. Vj. TEUR 15)--
67.209.862,29 41.511.377,56
117.230.769,95 125.226.977,00

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr
vom 01. Januar bis 31. Dezember 2010

01.01. - 31.12.2010
EUR
01.05. - 31.12.2009
EUR
1. Umsatzerlöse 89.497.549,95 72.489.682,54
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen - 72.524.100,86 - 62.243.750,39
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 16.973.449,09 10.245.932,15
4. Vertriebskosten - 5.607.499,23 - 4.583.924,61
5. Allgemeine Verwaltungskosten - 1.936.094,17 - 1.934.433,21
6. Sonstige betriebliche Erträge 3.923.452,06 2.178.070,53
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen - 559.414,58 - 66.524,90
--davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung TEUR 2 (i. Vj. TEUR 0)--
8. Erträge aus Ergebnisabführung 1.906.700,63 - 672.671,72
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 61.180,19 180.155,15
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 1.174.136,24 - 222.216,58
--davon an verbundene Unternehmen TEUR 1.091 (i. Vj.TEUR 208)--
--davon Aufwendungen aus der Aufzinsung TEUR 75 (i. Vj. TEUR 0)--
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 13.587.637,75 5.124.386,81
12. Außerordentliche Aufwendungen - 290.351,00 0,00
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 - 219.832,85
14. Sonstige Steuern - 148.502,45 8.593,73
15. Auf Grund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn - 13.148.784,30 - 4.913.147,69
16. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2010

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2010
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchung
EUR
31.12.2010
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.906.102,02 613.505,59 0,00 0,00 6.519.607,61
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 48.559.307,43 148.361,72 0,00 2.961,14 48.710.630,29
2. Technische Anlagen und Maschinen 154.858.521,04 1.193.173,74 - 4.542.365,91 118.500,00 151.627.828,87
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.017.111,20 109.123,49 - 47.280,65 0,00 4.078.954,04
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 121.461,14 60.000,00 0,00 - 121.461,14 60.000,00
207.556.400,81 1.510.658,95 - 4.589.646,56 0,00 204.477.413,20
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 7.500.000,00 0,00 0,00 0,00 7.500.000,00
220.962.502,83 2.124.164,54 - 4.589.646,56 0,00 218.497.020,81
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2010
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2010
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.705.394,02 646.288,59 0,00 3.351.682,61
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 32.058.780,25 1.551.925,91 0,00 33.610.706,16
2. Technische Anlagen und Maschinen 123.901.696,04 4.463.339,46 4.063.233,63 124.301.801,87
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.044.745,20 280.451,49 47.280,65 3.277.916,04
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
159.005.221,49 6.295.716,86 4.110.514,28 161.190.424,07
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
161.710.615,51 6.942.005,45 4.110.514,28 164.542.106,68
Buchwerte
31.12.2010
EUR
31.12.2009
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.167.925,00 3.200.708,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15.099.924,13 16.500.527,18
2. Technische Anlagen und Maschinen 27.326.027,00 30.956.825,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 801.038,00 972.366,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 60.000,00 121.461,14
43.286.989,13 48.551.179,32
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 7.500.000,00 7.500.000,00
53.954.914,13 59.251.887,32

Anhang für das Geschäftsjahr 2010

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Suiker Unie GmbH zum 31. Dezember 2010 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Wertansätze in der Bilanz zum 31. Dezember 2010 wurden unverändert übernommen. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Umsatzkostenverfahren beibehalten.

Am 29. Mai 2009 trat das Gesetz zur Modernisierung des Bilanzrechts (Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz) in Kraft. Diese neuen Bilanzierungsregelungen wurden im Geschäftsjahr 2010 erstmalig angewendet. Bei hierauf zurückzuführenden Änderungen der bisherigen Darstellung oder der bisher angewandten Bewertungsmethoden sind gem. Art. 67 Abs. 8 S. 2 2. HS EGHGB die §§ 252 Abs. 1 Nr. 6, 265 Abs. 1 und 284 Abs. 2 Nr. 3 HGB nicht anwendbar. Gem. Art. 67 Abs. 8 S. 2 1. HS EGHGB wurden die Vorjahreszahlen nicht angepasst.

Auf Grund des Rumpfgeschäftsjahres im Vorjahr (1. Mai bis zum 31. Dezember 2009) ist die Vergleichbarkeit der Gewinn- und Verlustrechnung zum Vorjahr nur eingeschränkt gegeben.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung der Immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen. Die den Abschreibungen zugrunde liegenden Nutzungsdauern orientieren sich bei den Immateriellen Vermögensgegenständen und beim Sachanlagevermögen an den amtlichen AfA-Tabellen. Anpassungen wurden vorgenommen, soweit die betriebswirtschaftliche Nutzungsdauer abweicht. Für die im Wirtschaftsjahr zugegangenen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit einem Anschaffungswert über EUR 150 bis zu EUR 1.000 wird ein Sammelposten gebildet, der über einen Zeitraum von 5 Jahren abgeschrieben wird. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Wert bis EUR 150 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet worden.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Reparaturmaterialien erfolgt nach der gewogenen Durchschnittspreismethode unter Beachtung des Niederstwertprinzips.

Als Wertansatz für die Emissionsrechte wurde der Ausgabebetrag gewählt.

Die Fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten auf der Basis von produktionsbezogenen Kosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben Material- und Fertigungseinzelkosten Gemeinkosten in gesetzlich zulässigem Umfang.

Die Waren sind mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die verlustfreie Bewertung der Vorräte ist gewährleistet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten bilanziert. Risiken im Forderungsbestand wird durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Die Pauschalwertberichtigung wurde unverändert mit 1 % angesetzt.

Die liquiden Mittel sind zum Nominalwert angesetzt.

Die Rechnungsabgrenzungsposten werden in Höhe der Ausgaben des Berichtszeitraumes angesetzt, soweit dieser Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellt.

Für die unentgeltlich ausgegebenen Emissionsrechte wurde ein Sonderposten gebildet. Der Sonderposten wurde entsprechend des Verbrauchs der Rechte sowie der Abschreibung erfolgswirksam aufgelöst.

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse und -zulagen zum Anlagevermögen ist mit dem Nominalwert angesetzt. Er wurde für nach dem InvZulG erhaltene Investitionszuschüsse und -zulagen zum Anlagevermögen gebildet und wird entsprechend der Laufzeit der geförderten Gegenstände erfolgswirksam aufgelöst.

Die Pensionsrückstellungen sind nach dem Projected Unit Credit Method unter Berücksichtigung der "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. K. Heubeck berechnet. Dabei wurde ein Rechnungszinsfuß von 5,16 % sowie zukünftige Rentensteigerungen von 2,0 % zugrunde gelegt.

Die sonstigen Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in einer Höhe gebildet, die voraussichtlich die jeweilige Verpflichtung abdeckt.

Die Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen sind nach dem modifizierten Teilwertverfahren unter Berücksichtigung der "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. K. Heubeck berechnet. Dabei wurde ein Rechnungszinsfuß von 5,16 % sowie künftige Gehaltssteigerungen von 2,5 % zugrunde gelegt.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Währungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei Fremdwährungspositionen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird zusätzlich das Niederstwert- bzw. Imparitätsprinzips beachtet.

III. Erläuterungen zu den Posten der Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Aufgliederung des Anlagevermögens und deren Entwicklung ist dem diesem Anhang als Anlage beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen. Die wesentlichen Zugänge des Berichtsjahres betreffen Software, Gebäude, technische Anlagen und Maschinen sowie die Anlagen im Bau.

2. Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Von den TEUR 5.418 (Vorjahr: TEUR 12.941) Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren TEUR 2.986 (Vorjahr: TEUR 7.325) aus Lieferungen und Leistungen und TEUR 2.432 (Vorjahr TEUR 5.616) aus Finanzierung. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind wie im Vorjahr keine Forderungen gegen den Gesellschafter enthalten.

Die sonstigen Vermögensgegenstände resultieren im Wesentlichen aus Forderungen an das Hauptzollamt für die Erstattung der Mineralölsteuer (TEUR 1.605 / Vorjahr: TEUR 726), Forderungen an das Finanzamt für Umsatzsteuer (TEUR 645 / Vorjahr: TEUR 1.608) und aus zuviel gezahlten Vorschüssen für Steuern auf das Ergebnis aufgrund eines noch im Dezember 2009 abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrages (TEUR 59 / Vorjahr: TEUR 1.575).

3. Eigenkapital

Die Posten des Eigenkapitals sind zu Nominalwerten angesetzt.

Das Gezeichnete Kapital beträgt wie im Vorjahr TEUR 7.670.

Die Kapitalrücklage beträgt TEUR 8.790 (Vorjahr: TEUR 35.790) und wurde gebildet aufgrund einer baren Zuzahlung des damaligen Gesellschafters (Danisco Beteiligungsgesellschaft mbH, Anklam) abzüglich einer Rückzahlung in Höhe von TEUR 27.000 im Geschäftsjahr 2010.

Der Gewinnvortrag hat sich auf Grund einer Dividendenzahlung von TEUR 6.235 auf TEUR 18.827 verringert.

4. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ungeklärte Zollnachweisführung im Zuckerterminal Hamburg (TEUR 2.878 / Vorjahr: TEUR 2.878), für Gas, Wasser und Energie (TEUR 2.053 / Vorjahr: TEUR 2.226), für Personal (TEUR 1.728 / Vorjahr: TEUR 1.682), für ausstehende Eingangsrechnungen (TEUR 1.475 / Vorjahr: TEUR 1.471) und für verbrauchte Emissionsrechte (TEUR 1.003 / Vorjahr: TEUR 799).

5. Verbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren TEUR 310 (Vorjahr: TEUR 117) aus Lieferungen und Leistungen und mit TEUR 38.181 (Vorjahr: TEUR 19.475) aus Finanzierung. Sie bestehen mit TEUR 13.149 (Vorjahr: TEUR 4.913) gegenüber dem Gesellschafter.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten als wesentlichen Posten Verbindlichkeiten für Produktionsabgabe (TEUR 1.343 / Vorjahr: TEUR 1.343).

Anteilsbesitz der Suiker Unie GmbH, Anklam

Name, Sitz Anteil am Kapital
%
Eigenkapital
TEUR
Ergebnis des Geschäftsjahres 2010
TEUR
Anklam Bioethanol GmbH, Anklam 100 7.500 1.927 *

* vor Ergebnisabführung

Latente Steuern

Differenzen aus unterschiedlichen Wertansätzen in Handels- und Steuerbilanz, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich umkehren werden, betreffen unterschiedliche Abschreibungsdauern auf erworbene Software, die Rückstellungen für Pensions-, Altersteilzeit- sowie Jubiliäumsverpflichtungen, die Rückstellungen für ungeklärte Zollnachweisführung sowie die Rückstellung für drohende Verluste. Der Steuersatz im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen beträgt 28,1 %. Da die Gesellschaft Organgesellschaft ist, werden latente Steuern nicht angesetzt.

IV. Erläuterungen zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse teilen sich wie folgt nach Produkten bzw. nach Regionen auf:

2010
TEUR
Vorjahr
TEUR
Gliederung nach Produkten
Weißzucker 74.251 65.025
Nebenprodukte 10.514 6.513
Sonstige Umsätze 4.733 952
89.498 72.490
Gliederung nach Regionen
Ausland 17.395 16.753
Inland 72.103 55.737
89.498 72.490

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen periodenfremde Erträge aus der Auflösung der Rückstellungen (TEUR 411).

3. Abschreibungen

Die Abschreibungen beinhalten ausschließlich Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände von TEUR 6.942 (Vorjahr: TEUR 5.162). In Höhe von TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 1) sind Abschreibungen auf geringwertige Anlagegüter bis EUR 150 enthalten.

Für die im Geschäftsjahr zugegangenen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit einem Anschaffungswert über EUR 150 bis zu EUR 1.000 wird ein Sammelposten gebildet, der über einen Zeitraum von 5 Jahren abgeschrieben wird.

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 40.

5. Materialaufwand

Der Materialaufwand setzte sich aus Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren sowie für bezogene Leistungen wie folgt zusammen:

2010
TEUR
Vorjahr
TEUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 60.070 58.237
Aufwendungen für bezogene Leistungen 183 139
60.253 58.376

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe setzten sich im Einzelnen folgendermaßen zusammen:

2010
TEUR
Vorjahr
TEUR
Rohstoffe 44.591 39.885
Bezogene Waren 3.922 10.028
Betriebsstoffe 9.465 6.636
Hilfsstoffe 2.247 1.735
Bezugskosten 69 52
60.294 58.336
abzüglich Lieferantenskonti 224 99
60.070 58.237

Bei den Aufwendungen für bezogene Leistungen (TEUR 183 / Vorjahr: TEUR 139) handelt es sich um zugekaufte Elektroenergie.

6. Personalaufwand

Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

2010
TEUR
Vorjahr
TEUR
Löhne und Gehälter 6.222 4.466
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 1.590 1.075
7.812 5.541

Die Löhne und Gehälter setzen sich im Einzelnen wie folgt zusammen:

2010
TEUR
Vorjahr
TEUR
Löhne 3.836 2.661
Auszubildendenentgelt 102 46
3.938 2.707
Gehälter 2.258 1.734
Jubiläumsaufwendungen 0 12
Abfindungen 26 13
6.222 4.466

In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung sind TEUR 152 (Vorjahr: TEUR 89) für die Altersversorgung enthalten.

7. Außerordentlicher Aufwand

Im außerordentlichen Aufwand sind die im Zusammenhang der Umstellung des BilMoG anfallenden Aufwendungen enthalten betreffen Umstellungseffekte bei den Rückstellungen für Pensionen (TEUR 20), Rückstellungen aus Altersteilzeitverhältnissen (TEUR 25) sowie Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen (TEUR 245).

8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betragen im Vorjahr TEUR 220 und betrafen frühere Veranlagungszeiträume.

V. Sonstige Angaben

1. Aufgliederung der Arbeitnehmerzahlen nach Gruppen

Die nachstehende Darstellung zeigt die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer der Suiker Unie im Berichtszeitraum 2010.

Anzahl
Gewerbliche Arbeitnehmer 83
Angestellte Arbeitnehmer 41
Auszubildende 11
Befristete Arbeitnehmer 1
Kampagnekräfte 10
146

2. Angaben zu den Organen der Gesellschaft

Im Berichtszeitraum gehörten der Geschäftsführung folgende Herren an:

 

Herr Matthias Sauer, Ingenieur,

 

Herr Albert Markusse, Ingenieur.

Bezüglich der im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde die Erleichterungsregel gemäß § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen, da nur einer der Geschäftsführer sein Gehalt von der Gesellschaft bezieht.

3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 312 betreffen Miet- und Leasingverträge.

Die nicht in der Bilanz enthaltenden Geschäfte betreffen die in den sonstigen finanziellen Verpflichtungen enthaltenden Miet- und Leasingverträgen, im Wesentlichen für Pkws und Büroausstattungen. Diese haben jeweils eine unkündbare Laufzeit von 12 bis 60 Monaten.

Es bestehen Haftungsverhältnisse gemäß § 268 Abs. 7 HGB in Verbindung mit § 251 HGB zum 31. Dezember 2010 zu Gunsten der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung in Höhe von TEUR 6.514 aus von uns getätigten Weißzuckerexporten. Das Risiko der Inanspruchnahme wird als gering eingeschätzt, da die Bedingungen für den Weißzuckerexport eingehalten wurden.

4. Cash-Pool-Vereinbarung

Die Gesellschaft ist seit Anfang Mai 2009 in das Cash-Pooling Verfahren des Cosun Konzerns einbezogen.

5. Konzernzugehörigkeit

Die Suiker Unie GmbH ist seit dem 1. März 2009 mittelbar verbundenes Unternehmen der Koninklijke Coöperatie Cosun U.A. mit ihren unmittelbaren und mittelbaren Tochterunternehmen. Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Koninklijke Coöperatie Cosun U.A. Der Abschluss ist unter folgender Adresse erhältlich: Cosunpark 1, 4800 MG Breda.

 

Anklam, 30. Juni 2011

Sauer

Markusse

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss --bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang-- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Suiker Unie GmbH, Anklam, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Suiker Unie GmbH, Anklam. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Düsseldorf, 30. Juni 2011

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Buchwald, Wirtschaftsprüfer

Meurer, Wirtschaftsprüfer

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