Stammdaten

Register
Amtsgericht Gütersloh HRB 7070
Eingetragen
14.4.2005
Branche
Großhandel mit chemischen ErzeugnissenForschung und Entwicklung im Bereich BiotechnologieHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
die Entwicklung und Verwertung von Verfahren für industrielle Anwendungen, Herstellung und Vertrieb von chemischen, technischen und metallurgischen Erzeugnissen aller Art (einschließlich Handelsware).

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Frank Süenger
seit 20.1.2026
Prokura
Matthias Kester
seit 17.10.2025
Prokura
Sabine Nolte
seit 17.10.2025
Prokura
Caroline Simonne Lind
seit 25.3.2025
Geschäftsführer
Christian Averbeck
seit 3.1.2024
Geschäftsführer
Chin Leng Goh
seit 25.7.2023
Prokura
Denis Peter Bräuer
seit 20.9.2022
Geschäftsführer
Carey James Dorman
seit 20.9.2022
Geschäftsführer
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Compagnie Internationale de Galvanoplastie—CIGALFRA
50.00%
Coventya Holding SASFRA
50.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Coventya International GmbH
Germany
600.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Coventya GmbH

Gütersloh

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Coventya GmbH entwickelt, produziert und vertreibt Spezialchemikalien für die Veredelung von Metall- und Kunststoffoberflächen. Hauptkunden sind Unternehmen der Galvano-Industrie in den Branchen Automobil, Bauwirtschaft und Konsumgüter. Wesentliche Sektoren des Technologieportfolios sind der Korrosionsschutz, der dekorative Bereich und der Edelmetallsektor.

Seit dem 1. September 2021 ist die Coventya-Gruppe Teil von Elements Solutions Inc. (ESI). Elements Solutions Inc. ist ein globales Unternehmen, das Spezialchemikalien für diverse Endmärkte produziert und vertreibt und an der New Yorker Börse gelistet ist.

Forschung und Entwicklung - Lizenzen

Das Geschäftsjahr 2023 war in Forschung und Entwicklung erneut stark von der Integration der Abläufe in die Prozesse der MacDermid Industrial Solutions (MEIS), einer Sparte der Elements Solutions Inc. F&E-Organisation, geprägt.

Die in Vorjahren in den MEIS-Stage-Gate-Prozess überführten Projekte wurden fortgesetzt. Darüber hinaus spielte die Zusammenführung von Stammdaten für Rohstoffe und Formulierungen sowie die Vereinheitlichung von Rohstoffspezifikationen eine wichtige Rolle. Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeiten lag auf der Durchführung von Benchmarking-Projekten zur Zusammenführung der Produktlinien.

Reguläre Entwicklungsprojekte waren weiterhin vor allem durch regulative Vorgaben getrieben. Zur Verbesserung der standortübergreifenden Zusammenarbeit wurden die Projekte in Kooperation mit der ESI-Gruppe durchgeführt.

Um die Fähigkeit der Entwicklungsabteilung zur Beantwortung der Marktanforderungen weiter zu verbessern, wurden zwei neue Stellen geschaffen, von denen eine bereits besetzt werden konnte.

B. Wirtschaftsbericht

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2023 nach wie vor geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine sowie den extremen Energiepreiserhöhungen des Vorjahres. Hinzu kamen weiterhin verschärfte Material- und Lieferengpässe, steigende Preise, beispielsweise für Nahrungsmittel, sowie der Fachkräftemangel.

Der Anstieg des globalen Bruttoinlandsprodukts (BIP) lag 2023 bei rd. 6,3%, während das preisbereinigte BIP in Deutschland 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3% niedriger war als im Vorjahr. Im Jahr 2023 belief sich das BIP auf 4.121,2 Mrd. EUR gegenüber 3.876,0 Mrd. EUR im Jahr 2022. 1

1 Lt. Pressemitteilung Destatis vom 15.1.2024, Nr. 19

Aufgrund dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen ist das BIP 2023 im Vergleich zum Jahr 2022 um 0,3% gesunken. Laut des statistischen Bundesamtes nahm die Wirtschaftsleistung kalenderbereinigt in 2023 um 0,1% ab. Die hohe Inflation in nahezu allen Bereichen und gestiegene Finanzierungs-kosten hatten nach wie vor einen hohen Einfluss auf viele Bereiche der Wirtschaft sowie private Konsumenten und daher auch in wesentlichen Teilen auf die Unternehmen. 2

2 Lt. Pressemitteilung Destatis vom 15.1.2024, Nr. 19

Die gesamtwirtschaftliche Erholung lag für Europa in 2023 bei rd. 0,5 %. 3

3 Lt. Eurostat vom 14.2.2024

Neben einer gedämpften weltwirtschaftlichen Entwicklung als Folge des Ukraine-Kriegs und den Konflikten im Nahen Osten sieht sich die Branche mit politischen Herausforderungen, wie des Ukraine-Konflikts sowie mit den Handelskonflikten der USA mit der EU und mit China sowie mit der EU mit China konfrontiert.

Ein schwieriges Jahr geht für die chemisch-pharmazeutische Industrie zu Ende. Die Hoffnungen auf eine Belebung der Konjunktur haben sich nicht erfüllt. "Wir befinden uns mitten in einem tiefen, langen Tal. Und noch ist unklar, wie lange wir es durchschreiten müssen", kommentiert der Präsident des Verbandes der Chemischen Industrie, Markus Steilemann, die Lage. Ein schneller Aufschwung sei nicht in Sicht.

Für die Branche war 2023 ein schlechtes Jahr. Insgesamt ging die Chemie- und Pharmaproduktion um 8 Prozent zurück. Rechnet man das Pharmageschäft heraus, liegt der Rückgang bei 11 Prozent. Den Unternehmen fehlten zunehmend die Aufträge. Die Kapazitäten der Branche waren mit durchschnittlich rund 77 Prozent nicht ausgelastet. Damit liegt die Produktion seit neun Quartalen unterhalb der wirtschaftlich notwendigen Grundauslastung von 82 Prozent.

Die Hersteller anorganischer Grundstoffe sowie von Seifen, Reinigungsmitteln und Kosmetika drosselten ihre Produktion um 10 Prozent. In der Fein- und Spezialchemie lag der Produktionsrückgang bei 4 Prozent. Auch die Pharmasparte hatte nach dem Impfstoffboom mit schlechten Standortbedingungen zu kämpfen und büßte 3 Prozent ein.

Mit rund 230 Milliarden Euro lag der Branchenumsatz 12 Prozent niedriger als im Vorjahr. Besonders kräftig fiel der Rückgang im Inlandsgeschäft aus. Die Verkäufe sanken um 16 Prozent auf 86 Milliarden Euro. Der Auslandsumsatz lag mit 144 Milliarden Euro 10 Prozent niedriger als im Vorjahr. Zum Umsatzrückgang haben auch rückläufige Chemikalienpreise beigetragen. Die Erzeugerpreise für chemisch-pharmazeutische Produkte waren 2023 durchschnittlich rund 1 Prozent günstiger als im Vorjahr.

Zum Jahresende 2023 herrschte in der Branche weiterhin Rezessionsstimmung. Sowohl die aktuelle Geschäftslage als auch die Erwartungen für die kommenden Monate waren negativ. Damit dürften weiter Aufträge im Chemiegeschäft fehlen. Der VCI geht deshalb für das kommende Jahr nicht davon aus, dass die Chemieproduktion wieder ansteigt. Beim Branchenumsatz wird ein Minus von 3 Prozent erwartet.

Diese Prognose bestätigen auch die Ergebnisse der aktuellen Mitgliederumfrage: Die Unternehmen rechnen kurzfristig nicht mit einem Aufschwung. 45 Prozent rechnen frühestens 2025 mit einer Besserung. 4

4 VCI Jahresbilanz 2023 vom 15. Dezember 2023

Wie sich die gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Folgewirkungen des Ukraine-Kriegs und im Nahen Osten auf die Branche und unser Geschäft auswirken, kann schwer kalkuliert und geplant werden. Aktuell ergeben sich neben signifikant gestiegenen Energie- und Finanzierungskosten aber keine weiteren direkten Auswirkungen auf die Gesellschaft.

Nachhaltige neue rechtliche und wirtschaftliche Einflussfaktoren, auch aufgrund von Änderungen der aktuellen Gesetzgebung, bestanden in 2023 für die Gesellschaft nicht.

2. Geschäftsverlauf

Durch die allgemeine wirtschaftliche Lage und die damit verbundenen Preiserhöhungen bei vielen Rohstoffen wurden die Verkaufspreise den Umständen entsprechend angepasst. Die Preise für Edelmetalle reduzierten sich hingegen leicht gegenüber 2022. Der Produktmix änderte sich ebenfalls leicht. Der Umsatz erhöhte sich dadurch im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von TEUR 33.720 auf TEUR 34.972. Der darin enthaltene Umsatz mit Gesellschaften der Gruppe reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 29,6 % von TEUR 8.152 auf TEUR 5.736. Für Tätigkeiten von Mitarbeitern für andere bzw. zentrale Konzerngesellschaften wurden weitere Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 1.099 erstmalig erzielt.

Kerngeschäft und Hauptmärkte sind weiterhin im Wesentlichen unverändert. Die Automobilindustrie bleibt weiterhin mit Abstand der größte Abnehmermarkt.

Das wirtschaftliche Umfeld für Coventya war in 2023 von moderaten Eintrübungen im Bereich der Absatzmengen geprägt, die sich bereits im zweiten Halbjahr von 2022 angedeutet haben. Die Nachfrage nach unseren Verfahren ist dennoch grundsätzlich hoch. Insgesamt konnten wir im Geschäftsjahr 2023 trotz eines moderaten Mengenrückgangs unsere Umsatzerlöse aus Produktverkäufen in Folge von Preiserhöhungen, auch als Folge der Weitergabe von Rohstoffpreiserhöhungen, und Änderungen des Produktmixes nahezu stabil halten und mussten nur leichte absolute Umsatzrückgänge nach Eliminierung von Sondereffekten verzeichnen. In Folge der Verschmelzung mit der MICROGLEIT sind die Umsatzerlöse aus Produktverkäufen gegenüber dem Vorjahr in EUR sogar leicht gestiegen.

3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die folgenden Leistungsindikatoren geben einen Überblick über den Verlauf des abgelaufenen Geschäftsjahres, wobei Umsatzerlöse und EBITDA die für die interne Steuerung der Gesellschaft verwendeten bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren darstellen.

Ertragslage

Der Umsatz gegenüber Dritten ist in dem Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 10 % von TEUR 24.879 auf TEUR 27.452 in Folge von Preiserhöhungen und Änderungen des Produktmixes sowie der Verschmelzung gestiegen, wohingegen sich der mengenmäßige Absatz insgesamt um rd. 7,5 % reduzierte. Grund dafür sind die notwendigen Preisanpassungen, um die gestiegenen Beschaffungskosten zumindest teilweise zu kompensieren.

Das Rohergebnis (Umsatzerlöse plus Bestandsveränderung und sonstige betriebliche Erträge minus Materialaufwand) erhöhte sich im Berichtszeitraum deutlich um 15,9 % auf TEUR 15.482 gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Rohergebnismarge erhöhte sich im Berichtszeitraum um 4 %-Punkte auf 44 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum, nach einem Rückgang von 7 %-Punkten im Vorjahr.

Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zum Umsatz plus Bestandsveränderung) hat sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 61 % auf 57 % reduziert.

Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand in Relation zum Umsatz plus Bestandsveränderung) hat sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 14 % leicht auf 15 % erhöht. Dies resultiert trotz des gestiegenen Umsatzes, aus einer Erhöhung der durchschnittlichen Mitarbeiteranzahl auch als Folge der Verschmelzung, aus inflationsbedingten Lohnsteigerungen und höheren Bonusaufwendungen als im Vorjahr.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind insgesamt um ca. 6 % zum Vorjahreszeitraum auf TEUR 6.147 gestiegen. Im Wesentlichen ergab sich der Anstieg aus höheren Reparatur- und Instandhaltungsaufwendungen sowie inflationsbedingten Kostensteigerungen in einigen Positionen. Die Aufwendungen sind auch leicht durch die Verschmelzung angestiegen.

Die Aufwandsquote (sonstige betriebliche Aufwendungen in Relation zum Rohergebnis) hat sich von 44 % im Vorjahreszeitraum auf jetzt 40 % moderat reduziert.

Das EBITDA beträgt TEUR 4.016 (im Vorjahreszeitraum TEUR 2.929). Die positive Veränderung ergibt sich im Wesentlichen aus dem gestiegenen Rohergebnis bei moderat gestiegenen Personalkosten sowie sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen gezahlte Quellensteuern, die verschmolzene Microgleit sowie die Betriebsstätte in Finnland. Aufgrund der steuerlichen Organschaft mit der Coventya International GmbH werden bei dieser Gesellschaft keine weiteren Steuern ausgewiesen.

Finanzlage

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit war deutlich positiv und spiegelt sich in einem deutlichen Anstieg der Forderung aus Cash Pool (+ TEUR 7.046) auf TEUR 8.060 nach nun vollständiger Einbindung in das Cash Pooling der Gruppe wieder. Gegenläufig dotieren auch Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin, im Wesentlichen aus Ergebnisabführungen, in Höhe von TEUR 11.993 (Anstieg von TEUR 3.412).

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich auf TEUR -251 (i. Vj. TEUR -79) und beinhaltet im Wesentlichen Investitionen für Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Die liquiden Mittel reduzierten sich von TEUR 1.836 auf TEUR 0 und in Folge der vollständigen Einbindung in den Cash Pool der Cash Pool-Führerin MacDermid European Holdings B.V.

Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen rechtzeitig zu erfüllen.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich von TEUR 17.031 auf TEUR 20.804 im Geschäftsjahr moderat erhöht.

Die Geschäftstätigkeit der Coventya GmbH erfordert eine geringe Anlagenintensität. Wertschöpfung entsteht aus der Entwicklung neuer Technologien, der ständigen Weiterentwicklung bestehender Technologien, der stabilen Qualität der Produkte und den hohen Servicestandards im Rahmen der Anwendung. Im Berichtsjahr wurden Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 251 getätigt.

Der Wert der Vorräte (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, sowie fertige, unfertige Erzeugnisse und Handelswaren) reduzierten sich trotz eines hohen Preisniveaus um TEUR 1.557 auf TEUR 3.519 in Folge eines intensivierten Working Capital Managements und einer Reduzierung der Vorratsbestände für Rohstoffe, da sich die möglichen Probleme aus Lieferengpässen Ende 2023 bereits deutlich reduzierten hatten.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (ohne IC) reduzierten sich um TEUR 69 auf TEUR 2.505. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen erhöhten sich signifikant um TEUR 6.957 auf TEUR 9.625. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die Cash Pool-Forderungen (+TEUR 7.046) zurückzuführen. Die Flüssigen Mittel reduzierten sich auf nahezu Null durch die nun vollständige Einbindung in den Cash Pool. Die im Rahmen der Verschmelzung übernommenen Flüssigen Mittel von rd. EUR 1,6 Mio wurden ebenfalls in den Cash Pool eingebracht.

Die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich insbesondere in Folge höherer Personalrückstellungen und höherer Rückstellungen für Kundenboni um insgesamt TEUR 434 auf TEUR 1.392.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (ohne IC) wiesen am Jahresende einen Wert in Höhe von TEUR 1.382 aus. Dies ist gegenüber dem Vorjahr eine Verringerung um TEUR 207 und ergibt sich im Wesentlichen stichtagsbedingt.

Im Berichtsjahr ist die Gesellschaft Einbindung in den Cash Pool der Cash Pool-Führerin MacDermid European Holdings B.V. vollständig umgesetzt worden. Dies führte zu einer Ausweisverschiebung gegenüber dem Vorjahr in Höhe von TEUR 1.836 zwischen Bankguthaben und Forderungen gegen verbundene Unternehmen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Konzerngesellschaften haben sich um TEUR 958 auf TEUR 12.023 erhöht. Der Anstieg entfällt im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführungen. Die Finanzverbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin erhöhten sich im Berichtsjahr um TEUR 3.412 auf TEUR 11.993.

Aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrages mit der Coventya International GmbH weist das Eigenkapital im Regenfall ein unverändertes Eigenkapital - wie auch im Vorjahr - aus (i. Vj. einen Wert in Höhe von EUR 3,2 Mio). Durch die erfolgte Verschmelzung mit der Schwestergesellschaft hat sich die Kapitalrücklage um TEUR 2.314 erhöht. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 26,5% entspricht (i. Vj 18,8 %).

4. Sonstige Angaben

Produktion

Für die Produktionseffizienz sind vier Kennzahlen definiert und mit Zielen belegt. Die Kennzahlen definieren das angestrebte Produktionsvolumen, die produzierte Menge pro Arbeitsstunden pro, die Kosten pro produziertes Kilogramm und die Logistikkosten in Relation zu den monatlichen Verkäufen. Der Erfüllungsgrad für das angestrebte Produktionsvolumen liegt unterhalb der Erwartungen, aber oberhalb des Vorjahres. Die produzierte Menge pro notwendiger Arbeitsstunden haben das Ziel übertroffen. Das angestrebte Ziel für die Kosten pro Kilogramm ist hoch angesetzt und verfehlt worden. Zudem zeigt sich das weitere Optimierungen in der Logistik notwendig sind, um die Kosten, die in Relation zu den monatlichen Verkäufen stehen, zu reduzieren.

Beschaffung

Die Rohstoffpreise blieben auch im Jahr 2023 volatil, haben sich aber etwas stabilisiert. Einige Rohstoffe verzeichneten Preisanstiege aufgrund verschiedener Faktoren wie Knappheit, Engpässe in der Lieferkette, Energiekosten, knapper Frachtraum sowie steigende Personalkosten, wobei Edelmetallpreise teilweise auch deutlich sanken. Die Coventya GmbH musste ihre Beschaffungsstrategien anpassen, um mit den schwankenden Preisen umzugehen.

Ein wesentlicher Einflussfaktor ist die globale wirtschaftliche Erholung nach der COVID-19-Pandemie. Mit der Wiedereröffnung der Wirtschaft in vielen Ländern steigt die Nachfrage nach Rohstoffen. Dies führte zu einem Wettbewerb um begrenzte Ressourcen und beeinflusste die Beschaffungsaktivitäten und sorgte für einen Nachfrageüberhang. Darüber hinaus gab es Engpässe bei der Förderung von Rohstoffen durch Transportunterbrechungen, politische Unruhen, den Ukraine-Krieg und Naturkatastrophen. Trotz der angespannten Lage auf dem Rohstoffmarkt war die Versorgung der Produktion mit Rohstoffen zu jederzeit gewährleistet.

Im Jahr 2023 wurde der Fokus auf Nachhaltigkeit und Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien auch in der Rohstoffbeschaffung verstärkt. Die Coventya GmbH ist weiterhin bestrebt, nachhaltigere Beschaffungsmethoden einzuführen, um Umweltauswirkungen zu minimieren und soziale Standards entlang der Lieferkette zu fördern. Die Einhaltung von ESG-Kriterien gewann an Bedeutung und hatte Auswirkungen auf die Auswahl der Lieferanten und Beschaffungsstrategien.

Personal

In der Coventya GmbH sind zum Bilanzstichtag 63 Mitarbeiter (ohne Geschäftsführung) inklusive Teilzeitkräfte beschäftigt. Ausbildungsverhältnisse bestehen aktuell nicht. Im Vorjahr waren zum Bilanzstichtag 61 Mitarbeiter beschäftigt.

Qualität, Umwelt und Sicherheit

Das letzte Geschäftsjahr war geprägt durch die Neuausrichtung der Organisationsstruktur nach dem Verkauf der Coventya Gruppe im September 2021.

Im Geschäftsjahr 2023 ist weiterhin die Umstrukturierung des Standorts spürbar. Die in 2022 begonnenen neuen Strukturen für die Bereiche Qualität und Arbeitssicherheit sind in der weiteren Implementierung. Das Berichtswesen für die Bereiche erfolgt monatlich an die ESI-Führung.

Zu den neuen Strukturen und Projekten gehört u. a. die wöchentliche Überprüfung der Arbeitsplätze im Bereich der Produktion und Logistik. Hierzu wird gemeinsam mit den Mitarbeitern das Verhalten, die Sauberkeit und Ergonomie am Arbeitsplatz eingesehen.

Seit dem 1. November 2022 ist ein QHSE-Spezialist eingestellt, um die Strukturen, Standards und notwendigen Projekte zu koordinieren. Des Weiteren ist seine Aufgabe, das Qualitätsmanagement zu verwalten und sicherzustellen, dass Reklamationen analysiert und mit Gegenmaßnahmen der Fehler behoben wird.

Der Standort verfügt weiterhin über die Zertifizierung nach der DIN EN ISO 14001: 2015 der ISO 9001 und wird wie bisher, als Betrieb der oberen Klasse nach Störfallverordnung betrieben. Im Jahr 2023 hat es keine meldepflichtigen Umweltvorfälle gegeben.

Gesamtaussage

Das Geschäftsjahr 2023 war weiterhin geprägt durch den Verkauf der Coventya Gruppe an die ESI Inc und die Integration in den Konzern. Alle notwendigen Abteilungen und Strukturen wurden größtenteils an die neuen Erfordernisse angepasst. Das betrifft alle Bereiche der Gesellschaft, wobei zu Beginn die Kundenbetreuung neu organisiert wurde, damit diese weiterhin sichergestellt ist und die Kunden mit den bekannten Produkten in gewohnter Qualität beliefert werden können. Im Laufe des Jahres wurde damit auch in anderen Bereichen begonnen. Der gesamte Prozess wird sich über die nächsten Jahre hinziehen. Für 2024 und 2025 ist die Einführung einer neuen ERP-Software geplant, für die die Coventya GmbH das Pilotprojekt für die ESI-Gruppe durchführt. Go-Live ist für Anfang 2025 geplant.

Der Gesamtumsatz wurde im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von TEUR 33.721 auf TEUR 34.972 leicht erhöht. Obwohl die Umsätze mit Schwestergesellschaften sich von TEUR 8.152 auf TEUR 5.736 signifikant reduzierten, konnte die Umsatzanstiege aus Erlösen mit Dritten (+ TEUR 2.573) und sonstigen Leistungen (+ TEUR 1.101) insgesamt zu einer Umsatzsteigerung von 3,7% führen.

Trotz der bestehenden Unwägbarkeiten aufgrund der Folgeprobleme der Coronapandemie und des Russland/Ukraine-Krieges, hier sei genannt die Volatilität der Rohstoffpreise, die Verfügbarkeit der Rohstoffe und die Lieferengpässe, hat sich der Umsatz mit Drittkunden positiv entwickelt und ist von TEUR 24.879 auf TEUR 27.452 angestiegen.

Die Preiserhöhungen auf dem Rohstoffmarkt konnten im Vorjahr nicht in allen Fällen direkt weitergegeben werden, sodass das Rohergebnis sich im Vorjahr reduziert hatte. Preisanpassungen wurden in 2023 teilweise nachgeholt und haben wieder zu einer Verbesserung des Rohergebnisses im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 15,9 % auf TEUR 15.481 geführt. Preiserückgänge im Bereich einiger Edelmetalle haben dies unterstützt. Die im Vorjahr begonnenen und eingeführten Maßnahmen haben sich als wirkungsvoll erwiesen und wurden im Jahr 2023 weiter erfolgreich umgesetzt.

Im Vorjahr hatte sich der Vorratsbestand aufgrund weiterer Rohstoffpreissteigerungen und der bewussten selektiven Erhöhung von Sicherheitsbeständen für kritische Rohstoffe um TEUR 384 auf TEUR 5.075 leicht erhöht. In Folge einer deutlichen Reduktion der Risiken in Bezug auf Lieferknappheit für den Großteil der Rohstoffe und im Wesentlichen normalisierte Lieferzeiten, konnte der Lagerbestand in 2023 deutlich reduziert werden, um auch die Kapitalbindung der Bestände zu reduzieren. Der Lagerbestand ist weiterhin auf hohem Niveau.

Das bedingt auch unverändert, dass an der Nutzung des externen Lagers festgehalten wird, um die Produkte den Vorgaben entsprechend lagern zu können. Die vor vier Jahren geplante Erweiterung des Lagers in Gütersloh wird im Rahmen der Neustrukturierung noch einmal geprüft.

Die in den letzten Jahren eingerichteten Möglichkeiten, um Corona-konform zu arbeiten, aber auch den Service für unsere Kunden sicherzustellen, wurden weiterentwickelt und sind nun Bestandteil der Abläufe. Je nach Ausprägung der Lage können wir flexibel auf sich ergebende Änderungen reagieren und eine effektive Geschäftstätigkeit gewährleisten.

Auf Grund aller vorgenannten Entwicklungen in diesem Bericht konnte das Ergebnis der Gesellschaft deutlich erhöht werden. Es wurde insgesamt ein EBITDA von TEUR 4.016 erzielt, was aus Sicht der Geschäftsführung ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis ist.

C. Chancen- und Risikobericht

Bereits in 2022 wurde das Verkaufsteam neu organisiert und in das Verkaufsteam der ESI-Gruppe integriert. Durch die ebenfalls neue Führung der Verkaufsteams und der aktiven Einbindung von Anwendungstechnik und Produktmanagement wird der bereits eingeschlagene Weg mit Fokus auf Umsatzerhöhung und Margenverbesserung weiter unterstützt. Somit eröffnen sich durch die Übernahme der Coventya Gruppe durch Element Solutions Inc. (ESI) in 2021 neue Möglichkeiten neue Märkte und Kunden zu erschließen. Dieser Chance wird unverändert eine hohe Bedeutung beigemessen.

Durch die Einbindung in die weltweite Element Solutions Gruppe bieten sich eine Vielzahl von Chan-cen für unser Unternehmen. Insbesondere die Zusammenarbeit im Bereich der Forschung und Ent-wicklung bietet viele Möglichkeiten uns noch besser von unseren Mitbewerbern zu differenzieren.

Auch in diesem Geschäftsjahr wurde festgestellt, dass die in den Vorjahren begonnene Diversifizierung und die Stärkung des Bereiches Dekorativ weiterhin erfolgreich verläuft. Der Umsatzzuwachs in diesem Bereich war überproportional. In diesem Segment fokussiert sich Coventya sowohl auf die Kupfer- und Nickel Elektrolyte als auch auf die Implementierung der innovativen dreiwertigen Verchromungssysteme. Der Chance auf weiteres Umsatzwachstum und Ausbau der Marktanteile im Bereich Dekorativ wird eine mittlere Bedeutung zugeschrieben. Daneben lief auch der traditionelle Korrosionsschutz-Bereich, trotz teilweiser Produktionsstillständen im Bereich der Automobilindustrie, sehr zufriedenstellend.

Die Umstellung der galvanischen Verchromung von Cr-VI-haltigen Verfahren hin zu Cr-III-haltigen Verfahren ist für die Kunden ein wichtiges Thema und wurde im Geschäftsjahr 2023 fortgeführt. Weitere vielversprechende Projekte dazu sind in Arbeit und werden im nächsten Geschäftsjahr abgeschlossen. Die Diversifizierung im Produktsegment trägt dazu bei, die Abhängigkeit von einzelnen Marktsegmenten zu minimieren. Der sich aus der Umstellung auf Cr-III-haltige Verfahren ergebenden Chance, Marktanteile zu sichern und auszubauen, um das Unternehmen für zukünftige Marktanforderungen aufzustellen, wird eine hohe Bedeutung beigemessen.

Nachfolgend sind die wesentlichen Risiken für die Coventya GmbH absteigend nach ihrer Bedeutung angegeben, die das Geschäft der Gesellschaft beeinflussen können:

Die Entwicklung der konjunkturellen Lage und Unsicherheiten in der Weltwirtschaft als Folge des Ukraine-Kriegs, der vielen geopolitischen Spannungen sowie der weiterhin bestehenden Handelskonflikte zwischen den USA und der EU, den USA und China und auch der EU und China sowie weiterhin auch vor allem die Folgewirkungen der Kriege nehmen stets Einfluss auf das Nachfrageverhalten unserer Kunden und stellen somit weiterhin ein nur schwer kalkulierbares Risiko dar. Insbesondere haben die massiv gestiegenen Zins- und Energiekosten in Europe sowie auch die Unsicherheiten in der Bau- und Automobilindustrie, auch als Folgen der vielen geopolitischen Spannungen, einen deutlichen Einfluss auf die Weltwirtschaft und somit auch in Teilen auf unser Geschäft.

Auch beschaffungsseitig kann es infolge der Kriege zu Verzögerungen und Engpässen im Rahmen der Produktion in den Herstellerwerken in Asien kommen. Aktuell gibt es hier nur begrenzte Auswirkungen, und wir schätzen diese Risiken daher weiter als moderat ein. Es können sich infolge reduzierter Energiekosten in Asien aber weitere Verlagerungen von Kundenprojekten ergeben.

Der unverändert hohe Druck auf die Preise durch die OEM's (Original Equipment Manufacturer) und auf die Zahlungsziele lässt auch für das Jahr 2024 erwarten, dass deren Zulieferer und damit direkt auch ein Teil unserer Kunden in der Oberflächentechnik einem harten Preiswettbewerb und eventuellen Liquiditätsproblemen ausgesetzt sein können, welche durch den Krieg in der Ukraine und die Nachwirkungen von deutlich gestiegenen Energie- und Finanzierungskosten voraussichtlich weiter verstärkt werden. Dies wird auch den Druck auf das Zahlungsverhalten erhöhen und damit für uns wieder größere Risiken bergen. Diesen Risiken begegnen wir wie in den Vorjahren mit einer intensiven Bonitäts-Beobachtung der wichtigsten Kunden.

Zins-, Kredit-, Liquiditäts- und sonstigen finanziellen Risiken werden von der Gesellschaft in Überein-stimmung mit den Risikomanagement-Richtlinien der Element Solutions Gruppe zentral gelenkt.

Die Rohstoffpreise und die Preise der Edelmetalle waren in den letzten 2 Jahren deutlich volatiler. In 2024 sind die Preise für Edelmetalle im Vergleich zu 2022 und 2023 wieder deutlich gesunken. Jedoch ist aufgrund des Ukraine Kriegs, der weltweit gestörten Lieferketten, einer Aufweichung der bislang relativ stabilen Währungsparitäten als auch durch die Volatilität bei nahezu allen Edelmetallen, insbesondere bei Palladium, Kupfer und Nickel, im Geschäftsjahr 2025 mit höheren Risiken zu rechnen. Dies wird durch die Unsicherheiten in Folge der Kriege weiter verstärkt.

Inwieweit hier Preisveränderungen auch zukünftig zeitnah an den Markt weitergegeben werden können, hängt nicht zuletzt auch vom Wettbewerb ab. Im Geschäftsjahr 2024 ist nach ungeprüften Zahlen für 9 Monate bereits eine leicht rückläufige Marge zu beobachten. Eine Prognose der Auswirkungen auf die zukünftige Margenentwicklung bleibt aber insgesamt sehr schwierig.

Unwägbar bleibt jedoch der Einfluss auf die Weltkonjunktur der extrem gestiegenen Energiekosten und der volatilen Preise bei Erdöl und Gas.

D. Prognosebericht

Nach der Übernahme der Coventya Gruppe durch Element Solutions Inc. (ESI) in 2021 wurde die Coventya GmbH im Vorjahr erstmalig vollständig in den Budgetprozess der ESI-Gruppe integriert.

Die von den Problemen der Beschaffung und der Preise geprägte Situation, kombiniert mit der hohen Inflation und einer wahrscheinlich schwierigeren allgemeinen Wirtschaftslage, gilt für alle Bereiche der Industrie, sodass eine sichere Planung sehr erschwert wird. Hinzukommen die Risiken, die sich aus dem Russland / Ukraine Krieg und den Konflikten im Nahen Osten ergeben. Es ist sehr schwer eine Vorhersage zu treffen, wie sich die Kombination aller Faktoren auf die weltweite Wirtschaft auswirken werden.

Trotz der Herausforderungen ist die Coventya GmbH gut aufgestellt und für die Zukunft gerüstet.

Die Coventya GmbH erstellt, wie auch die anderen Gesellschaften der Gruppe, ein detailliertes Budget, welche zu einem Gruppenbudget konsolidiert werden.

Basierend auf den Ist-Zahlen der ersten 3. Quartale des Geschäftsjahres 2023, mit besonderem Fokus auf die Entwicklung im vierten Quartal sowie die Generierung neuer Möglichkeiten und Erkenntnis potenzieller Verluste, wurde das Umsatz-Budget für das Geschäftsjahr 2024 Ende 2023 erstellt. Für das Geschäftsjahr 2024 wurde mit einer stabilen Geschäftslage und mit einer Umsatzsteigerung im Automobilsektor und zusätzlichen Distributoren-Geschäften gerechnet. Dies führt zu einer prozentualen Steigerung des Umsatzes von 4-6 %. Dieser Zuwachs resultiert nicht allein aus zugewonnenem Geschäft, sondern beinhaltet insbesondere auch rohstoffpreisbedingte Preiserhöhungen, spezifische Zuschläge und Energiekostenzuschläge.

Die Rohergebnismarge soll um 4,3 %-Punkte erhöht werden. Das EBITDA soll dabei gegenüber dem Wert aus dem Geschäftsjahr 2023 um 5 % erhöht werden.

Die Entwicklung der ersten neun Monate zeigt aber gegenüber den Budgeterwartungen einen Rückgang des Umsatzes von rd. 6,0 %. Dies resultierte vor allem aus hinter den Erwartungen liegenden Erlöse mit Dritten. Nach einem höheren Umsatz im 1. Quartal sind die Umsätze im 2. und 3. Quartal in 2024, auch basierend auf der schwachen Konjunkturlage in Deutschland, rückläufig. Trotz den positiven Entwicklungen bei den Rohstoffkosten und bei den Energiekosten zeigt die Rohergebnismarge dennoch einen leichten Rückgang, so dass das EBITDA in den ersten neun Monaten unterhalb der Erwartungen liegt. Es werden für das Geschäftsjahr 2024 nach geänderten Forecast-Daten nun leicht sinkenden Umsatzerlöse und leicht sinkende Ergebniskennzahlen (Rohergebnis, EBITDA, Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung) erwartet.

Auf die Kontrolle der Kosten und das Identifizieren von Einsparpotenzial wird auch im nächsten Geschäftsjahr in allen Bereichen des Unternehmens geachtet.

Für das Geschäftsjahr 2025 wird mit ebenfalls leicht sinkenden Umsatzerlöse und leicht sinkende Ergebniskennzahlen (Rohergebnis, EBITDA, Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung) gerechnet, insbesondere in Folge der weltweiten Eintrübungen im Automotiv-Bereich und einer weiterhin stagnierenden Bauindustrie.

Der Prognosebericht beruht auf Annahmen. Die tatsächlichen Ergebnisse können daher wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen.

 

Gütersloh, den 18. Dezember 2024

John Edward Capps, Geschäftsführer

Carey James Dorman, Geschäftsführer

Denis Peter Bräuer, Geschäftsführer

Robert Geissler, Geschäftsführer

Christian Averbeck, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 40.073,00 38.578,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.778.434,24 2.893.884,24
2. Technische Anlagen und Maschinen 167.489,00 122.993,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 734.002,38 731.674,38
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 632.107,24 4.312.032,86 640.241,73 4.388.793,35
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 500,00 500,00
4.352.605,86 4.427.871,35
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.267.506,16 2.732.853,79
2. Unfertige Erzeugnisse 0,00 17.500,00
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 2.251.007,50 3.518.513,66 2.325.081,19 5.075.434,98
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.505.494,16 2.574.605,14
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 9.625.312,29 2.667.823,78
3. Sonstige Vermögensgegenstände 666.777,15 12.797.583,60 420.942,43 5.663.371,35
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 12,58 1.836.401,87
16.316.109,84 12.575.208,20
C. Rechnungsabgrenzungsposten 134.859,91 27.799,04
20.803.575,61 17.030.878,59

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 600.000,00 600.000,00
II. Kapitalrücklage 4.913.596,26 2.600.000,00
5.513.596,26 3.200.000,00
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 134.584,00 141.465,00
2. Steuerrückstellungen 106.211,00 0,00
3. Sonstige Rückstellungen 1.392.239,57 958.153,91
1.633.034,57 1.099.618,91
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.382.155,84 1.589.289,24
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 12.023.304,49 11.065.006,91
3. Sonstige Verbindlichkeiten 251.484,45 76.963,53
- davon aus Steuern EUR 106.212,72 (i. Vj. EUR 76.870,52) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 161,89 (i. Vj. EUR 93,01) -
13.656.944,78 12.731.259,68
20.803.575,61 17.030.878,59

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 34.971.911,57 33.720.763,37
2. Erhöhung (i. Vj. Verminderung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 129.192,02 -99.510,18
3. Sonstige betriebliche Erträge 224.815,58 297.703,10
- davon aus Währungsumrechnung EUR 90.767,91 (i. Vj. EUR 74.928,03) -
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 19.510.806,64 20.320.256,65
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 333.511,13 19.844.317,77 241.812,65 20.562.069,30
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.492.163,07 3.824.655,89
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 811.307,66 5.303.470,73 762.368,59 4.587.024,48
- davon für Altersversorgung EUR 32.532,16 (i. Vj. EUR 31.736,69) -
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 364.163,40 346.621,17
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.147.481,81 5.822.610,70
- davon aus Währungsumrechnung EUR 145.862,73 (i. Vj. EUR 173.692,44) -
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.817,28 39,02
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 12.544,18 38.750,56
- davon aus Rückstellungsaufzinsung EUR 1.768,00 (i. Vj. EUR 2.959,00) -
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 171.488,81 61.014,71
11. Ergebnis nach Steuern 3.487.269,75 2.500.904,39
12. Sonstige Steuern 14.818,28 17.834,60
13. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn 3.472.451,47 2.483.069,79
14. Jahresergebnis 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Vorbemerkungen

Sitz der Coventya GmbH ist in Gütersloh. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 7070 im Register beim Amtsgericht Gütersloh eingetragen.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Gliederung des Jahresabschlusses erfolgt nach den Vorschriften der §§ 266 und 275 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Der Jahresabschluss der Coventya GmbH ist nach den Vorschriften des HGB und des GmbHG aufgestellt.

Bei der Bewertung der im Jahresabschluss ausgewiesenen Vermögensgegenstände und Schulden wurden, die auf den vorausgegangenen Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen beibehalten.

Element Solutions Inc., Fort Lauderdale, Florida/USA (ESI Inc.), hat zum 1. September 2021 die Muttergesellschaft der Coventya-Gruppe, die Coventya Holding SAS, Villeneuve-La-Garenne/Frankreich, erworben.

Die Element Solutions Gruppe hat das Kalenderjahr gleich Wirtschaftsjahr.

Mit Verschmelzungsvertrag vom 12. Juli 2023 wurde die Schwestergesellschaft MICROGLEIT Spezialschmierstoffe GmbH, Hohenwart, rückwirkend zum 1. Januar 2023 im Wege der Aufnahme zu Buchwerten auf die Gesellschaft verschmolzen. Die Zahlen des Geschäftsjahres sind dennoch mit denen zum 31. Dezember 2022 größtenteils vergleichbar bzw. nur eingeschränkt nicht vergleichbar.

Im Rahmen der Verschmelzung hat die Coventya GmbH Anlagevermögen von untergeordneter Bedeutung in Höhe von TEUR 66 und Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände von TEUR 815 sowie aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 126 übernommen, Ferner wurden Guthaben gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 1.626 übernommen, die zum Bilanzstichtag das Guthaben aus Cash-Pooling korrespondierend erhöht haben.

Es wurden darüber hinaus sonstige Rückstellungen von TEUR 199 und Verbindlichkeiten von TEUR 123 übernommen. Durch die Seitwärts-Verschmelzung ergab sich ein Verschmelzungsergebnis in Höhe von TEUR 2.314, welches in die Kapitalrücklage eingestellt wurde.

Das Rohergebnis der MICROGLEIT Spezialschmierstoffe GmbH für das Geschäftsjahr 2022 betrug TEUR 2.063. Nach Berücksichtigung von Personalaufwendungen von TEUR 503, Abschreibungen von TEUR 53, betrieblichen Aufwendungen von TEUR 693 und Steuern von TEUR 214 ergab sich ein Gewinn von TEUR 600,

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Als Nutzungsdauer werden fünf bis zehn Jahre zugrunde gelegt.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode auf Basis der nach steuerlichen Grundsätzen ermittelten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Gebäude werden in 15 bis 50 Jahren, technische Anlagen und Maschinen sowie die Betriebs- und Geschäftsausstattung in drei bis 15 Jahren abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben und als Abgang dargestellt.

Das Finanzanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten bewertet; die niedrigeren beizulegenden Werte werden im Wesentlichen nach den Verhältnissen am Beschaffungsmarkt, aber unter Berücksichtigung der Einsatzmöglichkeit der Bestände ermittelt. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden vorgenommen.

Unfertige und fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne sowie angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten. Der in den Herstellungskosten enthaltene Werteverzehr des Anlagevermögens, das der Fertigung der Erzeugnisse dient, wird durch lineare Abschreibung vom Anschaffungswert ermittelt. Für ungängige und technisch veraltete Erzeugnisse werden ausreichende Bewertungsabschläge vorgenommen. Die Erzeugnisse sind verlustfrei bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine aktivisch abgesetzte Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen.

Die Pensionsrückstellung wurde zum 31. Dezember 2023 nach versicherungsmathematischen Methoden auf Basis eines Zinsfußes von 1,83 % (i. Vj. 1,79 %) errechnet. Der Ermittlung des Zinssatzes lag eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde. Gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB wurde bei der Abzinsung der Pensionsrückstellungen der durchschnittliche Marktzinssatz verwendet, der sich aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren ergibt. Der durchschnittliche Marktzinssatz, der sich aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergibt, beträgt 1,76 % (i. Vj. 1,45%). Des Weiteren wird die Pensionsrückstellung unter Verwendung der Richttafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck (RT 2018G) errechnet. Die Ermittlung erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected-Unit-Credit-Methode"). Rententrends werden mit 2,0 % (i. Vj. 2,0 %) berücksichtigt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzaufstellung erkannten Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr werden nicht abgezinst.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

3. Währungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauten und eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr haben, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet.

4. Erläuterungen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

a) Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zu diesem Anhang dargestellt.

b) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit TEUR 1.565 (i. Vj. TEUR 1.654) den Liefer- und Leistungsverkehr und beinhalten keine Forderungen gegen die Gesellschafterin. Forderungen in Höhe von TEUR 8.060 entfallen auf Cashpooling (i. Vj. TEUR 1.014). Der Anstieg ist auch teilweise durch die Verschmelzung beeinflusst. Im Rahmen der Verschmelzung wurden Bankguthaben in Höhe von TEUR 1.626 übernommen, die nun im Wesentlichen am Bilanzstichtag auch das Cash Pooling erhöht haben.

c) Pensionsrückstellung

Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 Satz 3 HGB beträgt TEUR 1 (i. Vj. TEUR 5).

d) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Personalbereich 434 221
Ausstehende Rechnungen, Kundenboni 685 613
Gewährleistungen 64 64
Übrige 209 60
1.392 958

Die Rückstellungen im Personalbereich betreffen im Wesentlichen Gratifikationen und Boni sowie Urlaubsansprüche.

e) Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
a) Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren
Verbindlichkeiten 0 0
b) Restlaufzeit von über 1 bis unter 5 Jahren
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 2.150
c) Restlaufzeit bis zu einem Jahr
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.382 1.589
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 12.023 8.915
Sonstige Verbindlichkeiten 251 77
13.657 9.979

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen mit TEUR 30 (i. Vj. TEUR 297) auf Liefer- und Leistungsbeziehungen und mit TEUR 0 (i. Vj. TEUR 2.187) auf Finanzverbindlichkeiten. Weitere Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 11.993 (i. Vj. TEUR 8.580) betreffen die Gesellschafterin und resultieren aus der Gewinnabführung.

f) Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die Zinserträge enthalten Zinsen mit verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 5 (i. Vj. TEUR 0).

g) Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsaufwendungen enthalten Zinsen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 11 (i. Vj. TEUR 34).

5. Ergänzende Angaben

a) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Form von Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 169, davon sind innerhalb eines Jahres TEUR 93 fällig. Die Verpflichtungen enthalten keine Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Zweck der Service- und Leasingverträge ist die Minimierung des Aufwands für die Verwaltung. Die Miet- und Leasingvereinbarungen werden grundsätzlich zur Optimierung der Finanzierungs-struktur abgeschlossen. Die Vorteile aus den Leasingverträgen bestehen im Liquiditätsvorteil zu Beginn der Leasingverträge. Möglicher Nachteil ist die Verpflichtung zur Leasingzahlung auch bei fehlender betrieblicher Nutzung.

b) Durchschnittliche Arbeitnehmerzahl

Der Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 im Durchschnitt folgende Anzahl an Mitarbeitern:

2023 2022
Arbeiter 18 22
Angestellte 45 37
63 59

In den Zahlen sind sieben (i. Vj. acht) Teilzeitkräfte enthalten, zusätzlich wurden keine (i. Vj. drei) geringfügig Beschäftigte beschäftigt.

c) Geschäftsführung

Der Geschäftsführung gehörten an:

Herr Carey James Dorman, Executive Vice President und Chief Financial Officer der Element Solutions Inc., Miami Beach, Florida, USA

Herr Denis Peter Brauer, Vice President und Corporate Treasurer der Element Solutions Inc., Stamford, USA

Herr John Edward Capps, Executive Vice President, General Counsel und Secretary der Element Solutions Inc., Fort Lauderdale, USA

Herr Robert Geissler, Vice President Europe - Industrial Solutions der MacDermid Performance Solutions, Düsseldorf

Herr Paolo Nibioli, Vice President - Supply Chain - Chemicals der Element Solutions Inc., Mailand, Italien (bis 3. Januar 2024)

Herr Christian Averbeck, Site Manager - Gütersloh, Bad Lippspringe, (seit 3. Januar 2024)

Die Mitglieder der Geschäftsführung erhielten, mit Ausnahme einer Person, für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2023 keine Bezüge.

Auf die Angabe der Bezüge früherer Geschäftsführer und die für diesen Personenkreis gebildete Pensionsrückstellung wird mit Bezug auf die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da nur ein Geschäftsführer von der Gesellschaft Bezüge erhielt.

d) Nachtragsbericht

Vorgänge, die für die Beurteilung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Coventya GmbH von besonderer Bedeutung wären, sind nach dem 31. Dezember 2023 nicht eingetreten.

e) Unternehmensvertrag

Mit der Coventya International GmbH mit Sitz in Gütersloh besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.

f) Mutterunternehmen und Konzernabschluss

Seit dem Erwerb der Muttergesellschaft der Coventya-Gruppe, die Coventya Holding SAS, Villeneuve-La-Garenne/Frankreich, zum 1. September 2021 durch Element Solutions Inc., Fort Lauderdale, Florida/USA (ESI Inc.), gehört die Coventya GmbH zum Konzern der ESI Inc. Die Daten der Gesellschaft fließen in den konsolidierten Konzernabschluss der ESI Inc. ein. ESI Inc. stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschlussstichtag der ESI Inc. ist der 31. Dezember 2023.

Der konsolidierte Konzernabschluss der Element Solutions Inc. ist auf deren Homepage unter https://elementsolutonsinc.com einsehbar. Dieser Konzernabschluss wird bei der United States Securities and Exchange Commission, Washington, D.C., hinterlegt.

 

Gütersloh, den 18. Dezember 2024

Coventya GmbH

Carey James Dorman, Geschäftsführer

Denis Peter Brauer, Geschäftsführer

John Edward Capps, Geschäftsführer

Robert Geissler, Geschäftsführer

Christian Averbeck, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Coventya GmbH, Gütersloh

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Coventya GmbH, Gütersloh, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Coventya GmbH, Gütersloh, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prü-fung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Darstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dortmund, den 18. Dezember 2024

Venohr Karger GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Karger, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 wurde am 17. Februar 2025 festgestellt. / The company's annual financial statements as of 31 December 2023 were adopted on 17 February 2025.

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