Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 202590
Eingetragen
20.12.2012
Branche
Herstellung von SportgerätenGroßhandel mit Sportartikeln und -zubehörErbringung von Dienstleistungen des Sports a. n. g.
Gegenstand
Herstellung von Mode- und Sportartikeln jeglicher Art sowie der Handel mit solchen Artikeln

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (18)

NameAnteil
R***** S*****
6.60%
I*** D*******
6.60%
J****** D***** P*****
6.41%

Ungelöste Beteiligungen (8)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Vice AcquiCo GmbH
Germany
41.411 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Vice Sporting Goods GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

Vice Sporting Goods GmbH

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die Vice Sporting Goods GmbH mit Sitz in München ist ein international tätiger Multichannel-Anbieter von hochwertigen Golfbällen und Golfaccessoires der eigenen Marke "Vice Golf". Mit seinem Direktvertriebsmodell über das Internet war das Unternehmen weltweit Vorreiter in der Branche. Seit der Unternehmensgründung 2012 wurde die marktführende Stellung im Direktvertrieb ausgebaut und gefestigt. Am Standort München sind alle Kernfunktionen des Unternehmens gebündelt.

Hauptaugenmerk bezüglich der angebotenen Produkte liegt auf dem Vertrieb qualitativ hochwertiger Golfbälle zu einem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Ergänzend bietet die Vice Sporting Goods GmbH den Service einer Personalisierung von Golfbällen mittels Drucktechnik an.

Im Jahr 2020 hat die Gesellschaft ihre Vertriebskanäle erweitert und bietet seine Produkte neben dem eigenen Onlineshop auch in großen US-Einzelhandelsketten sowie ausgesuchten Pro Shops auf Golfplätzen in Nordamerika und Europa an.

Das Unternehmen wickelt seine Verkäufe an Endkunden und Teile des B2B-Geschäfts in Nordamerika über die Tochtergesellschaft Vice Sporting Goods Inc. mit Sitz in New York City, USA ab. Zu den Aufgaben der Tochtergesellschaft gehört außerdem die Social Media Content Creation und das Community Management.

Seit dem Jahr 2022 vertreibt das Unternehmen neben Golfbällen und Golfaccessoires ebenfalls Bekleidung unter der Marke Vice Golf.

2. Forschung und Entwicklung

Die Vice Sporting Goods GmbH betreibt keine Forschung im eigentlichen Sinne.

Die Entwicklungstätigkeit teilt sich in zwei Bereiche auf. Gegenstand ist zum einen die Entwicklung neuartiger Produkte. Zum anderen richtet sich die Entwicklungstätigkeit auf die Schaffung innovativer Angebote, Verkaufs- und Abwicklungsprozesse.

Zum Stichtag 31. Dezember 2022 arbeiten zwei Mitarbeiter dediziert an der Entwicklung neuer Produkte. Die Produktentwicklung wird hierbei durch externe Partner unterstützt. Produkttests werden nach internen Qualitätsrichtlinien sowie durch ein externes Testlabor in den USA durchgeführt.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Berichtsjahr ist die Branchenentwicklung weiterhin durch die Nachläufe der Covid-19 Pandemie und dem damit verbundenen gestiegenen Interesse am Golfsport geprägt. Nach dem Rekordjahr 2021 lag die die Anzahl der gespielten Golfrunden im Kernmarkt USA 3,7% unter dem Vorjahr (Quelle: Golf Datatech). Dieser Rückgang ist insbesondere auf schlechteres Wetter mit erhöhten Niederschlägen in den Regionen mit vielen Golfplätzen zurückzuführen.

Vice Sporting Goods profitiert nachhaltig davon, dass sich das Kaufverhalten für Golfbälle während der Covid-19 Pandemie stark hin zu Online-Händlern entwickelt hat. Vice Golf ist als Marktführer im Online-Direktvertrieb diesbezüglich besonders gut positioniert.

2. Geschäftsverlauf und Lage

a) Ertragslage

Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
T€ T€ T€ %
Umsatzerlöse 72.238 54.091 18.147 33,5
Materialaufwand 42.394 29.623 12.771 43,1
Personalaufwand 2.220 2.364 -144 -6,1
Sonstiger betrieblicher Aufwand 18.470 12.996 5.474 42,1
EBIT 11.591 10.062 1.529 15,2
EBIT (ohne Kursgewinne/-verluste) 11.573 9.842 1.731 17,2
Jahresüberschuss 7.997 6.701 1.296 19,3

Der Umsatz konnte gegenüber dem Vorjahr um 33,5% gesteigert werden. Maßgeblichen Anteil daran hat der Export in Drittländer und hier besonders wesentlich in die USA.

Die Materialaufwendungen sind um 43,1% und damit im Vergleich zu den Umsatzerlösen überproportional gestiegen. Dies ist auf den höheren Anteil an Offline-Umsätzen zurückzuführen, die einer niedrigeren Rohertragsmarge unterliegen.

Im Geschäftsjahr waren wie im Vorjahr durchschnittlich 27 Mitarbeiter beschäftigt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 42,1% gestiegen. Grund hierfür sind insbesondere um T€ 1.678 gestiegene Fremdwährungsverluste sowie um T€ 2.307 erhöhte Aufwendungen für Marketing.

Das Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) hat sich trotz des stark gestiegenen Umsatzzuwachses verhältnismäßig nur gering um T€ 1.529 auf T€ 11.591 erhöht. Hauptgrund dafür sind gestiegene Kosten für Warenbeschaffung und Marketing sowie deutlich erhöhte Fremdwährungsverluste. Das EBIT ohne Währungsgewinne/-verluste ist dagegen um T€ 1.731 auf T€ 11.573 gestiegen. Diese Effekte sind auch die Hauptgründe für den im Verhältnis zur Umsatzsteigerung geringen Anstieg des Jahresüberschusses um 19,3% auf T€ 7.997.

Die Steuerquote (Ertragsteuern / Ergebnis vor Steuern) ist infolge steuerlicher Sondereffekte in der Steuerbilanz von 33,3% im Vorjahr auf 30,8% gefallen.

b) Vermögenslage

Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
Aktiva T€ T€ T€ %
Anlagevermögen 1.577 48 1.529 >100,0
Vorräte 15.215 8.783 6.432 73,2
Forderungen 13.637 8.916 4.721 52,9
Liquide Mittel 7.282 8.711 -1.429 -16,4
ARAP 164 31 133 >100,0
Passiva
Eigenkapital 17.481 9.484 7.997 84,3
Rückstellungen 7.329 4.076 3.253 79,8
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 942 89 854 >100,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen u. Leistung. 11.472 11.796 -324 -2,7
Sonstige Verbindlichkeiten 583 1.047 -463 -44,3
PRAP 68 0 68 100,0
Bilanzsumme 37.875 26.490 11.385 43,0

Das Anlagevermögen zeigt im Vorjahresvergleich, mit Ausnahme eines ausgereichten mittelfristigen Darlehens in Höhe von TEUR 1.517, nur geringfügige Änderungen.

Die Vorratsbestände haben sich gegenüber dem Vorjahr um 73,2% erhöht. Die Erhöhung beruht auf umfangreichen Bestell- und Liefervorgängen zum Ende des Geschäftsjahres.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände erhöhten sich stichtagsbedingt und aufgrund des deutlich gestiegenen Geschäftsvolumens sowie vorübergehend verlängerter Zahlungsziele im B2B-Geschäft um 52,9%. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich um 2,7%. Unverändert zum Vorjahr sind in den Forderungen T€ 2.930 (davon T€ 468 wertberichtigt) bzw. in den Verbindlichkeiten T€ 2.731 offene Rechnungen im Zusammenhang mit der einmaligen Vermittlung von Atemschutzmasken im Geschäftsjahr 2020 enthalten.

Der Anstieg der Rückstellungen um 79,8% ist überwiegend auf höhere Steuerrückstellungen im Zusammenhang mit der noch ausstehenden Veranlagung für das Vorjahr zurückzuführen.

c) Finanzlage

Die Eigenkapitalausstattung ist adäquat und die Gesellschaft hat aus der operativen Geschäftstätigkeit ausreichende Zahlungsmittelzuflüsse erzielt, mit denen das Umlaufvermögen finanziert werden kann. Die Eigenkapitalquote ist aufgrund des Jahresüberschusses und der im Vergleich zum Eigenkapital unterproportional gestiegenen Bilanzsumme auf 46,2% gestiegen.

Der Netto-Cashflow bzw. die Veränderung der liquiden Mittel und Kontokorrentkredite ist im Geschäftsjahr trotz der positiven Entwicklung des Kerngeschäfts negativ (T€ -2.371). Dies ist im Wesentlichen auf die vorübergehend verlängerten Zahlungsziele im B2B-Geschäft zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich um T€ 853 auf T€ 942, da über den Bilanzstichtag kurzfristig ein Kontokorrentkredit in Höhe von T€ 942 in Anspruch genommen wurde. Vice Sporting Goods verfügt zum 31. Dezember 2022 über Kreditlinien in Höhe von T€ 4.000.

Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Zur Liquiditätssteuerung gehört weiterhin das Factoring bei ausgewählten Debitoren.

Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr überwiegend in neues Personal und verbesserte IT-Systeme investiert.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt der Fokus auf der Umsatzentwicklung, dem EBIT (Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern) sowie dem Netto-Cashflow (Veränderung der liquiden Mittel und Kontokorrentkredite zur Vorperiode). Die Darstellung und Analyse der finanziellen Leistungsindikatoren erfolgt innerhalb der Abschnitte über die Ertrags- bzw. Finanzlage und im Prognosebericht.

4. Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als sehr gut ein.

Die Geschäftsleitung fühlt sich mit der Erweiterung der Vertriebskanäle durch den positiven Geschäftsverlauf bestätigt. Die Positionierung als Multichannel-Anbieter hat sich sowohl auf den Umsatz als auch auf das Ergebnis positiv ausgewirkt. Die Geschäftsführung erwartet, dass sich diese Entwicklung fortsetzt.

III. Chancen- und Risikobericht

Durch ein weiter professionalisiertes Marketing sowie der Erweiterung und Erneuerung des Produktsortiments ist zu erwarten, dass die positive Umsatzentwicklung anhält.

Weitere Chancen ergeben sich durch die angestrebte Vermarkung neuer Produktgruppen sowie der Erschließung neuer internationaler Märkte, vor allem in Asien.

Die Vice Sporting Goods GmbH ist mit internationalen Patenten und aufgrund der Vorreiterstellung im Online-Direktvertrieb sehr gut gegen Wettbewerber geschützt. Zudem sichert das Unternehmen seine Marktstellung laufend durch neue Patente und Geschmacksmuster für neuartige Produkte ab.

Aufgrund des hohen Umsatzanteils in Fremdwährungen, insbesondere US-Dollar, unterliegt die Vice Sporting Goods GmbH einem immanenten Wechselkursrisiko. Die Gesellschaft hat bereits Maßnahmen getroffen, um den Geldfluss entlang der Wertschöpfungskette so zu optimieren, dass die Wechselkursrisiken möglichst geringgehalten werden.

Ein weiteres Risiko ergibt sich aus der gesamtwirtschaftlichen Lage, insbesondere im Kernmarkt USA. Eine mögliche Rezession könnte Auswirkungen auf das Kaufverhalten der Kunden der Vice Sporting Goods haben.

Im B2B-Geschäft ist die Gesellschaft durch eine Kreditversicherung gegen Forderungsausfall bis zu einer Höhe von 3.700 Tsd. USD abgesichert.

In der Beschaffung ergeben sich Risiken durch Lieferengpässe. Diese können zum einen durch vorübergehende Werkschließungen aufgrund Covid-19 entstehen. Zum anderen führt die weltweit gesteigerte Produktion von Golfbällen zu einer erhöhten Nachfrage nach bestimmten Rohstoffen für die Herstellung der Produkte. Die Gesellschaft wirkt dem Beschaffungsrisiko mit einer Diversifikation der Hersteller in verschiedenen Ländern entgegen. Zudem wurde die Einkaufsplanung langfristiger und flexibler gestaltet.

Der Ukrainekonflikt hat keinerlei Auswirkungen auf das Geschäft der Vice Sporting Goods, da weder in der Lieferkette noch auf Kundenseite Beziehungen nach Russland oder in die Ukraine bestehen.

Die gestiegenen Energiepreise könnten sich zwischenzeitlich negativ auf die Logistikkosten auswirken. Da Vice Sporting Goods hauptsächlich Golfbälle vertreibt, die im Vergleich mit anderen Konsumgütern ein relatives hohes Gewicht auf wenig Volumen aufweisen, ist der Preiseffekt auf das einzelne Produkt gerechnet jedoch nicht signifikant. Sonstige Kosten entwickeln sich im Rahmen der aktuellen Inflation. Vice Sporting Goods berücksichtigt Preissteigerungen in der Finanzplanung und ist gut aufgestellt, um diese über die Wertschöpfung auszugleichen.

Aus der Vermittlung der Atemschutzmasken im Geschäftsjahr 2020 verbleibt weiterhin ein wesentliches, aber eingrenzbares Prozessrisiko. Ein Urteil bzw. ein Vergleich wird für 2023 erwartet. Die monetären Risiken der Klage sind ebenfalls überschaubar: Sie bestehen lediglich in den Gerichts- und Anwaltskosten (rd. 70 Tsd. EUR). Die noch offenen Zahlungsansprüche der beiden Lieferanten entstehen erst bei einer Verurteilung der Bundesrepublik Deutschland zur Zahlung der Masken. Sollte der Klage nicht statt gegeben werden, erlöschen auch die Zahlungsansprüche der Lieferanten. Die Vice Sporting Goods GmbH hätte in diesem Fall sogar einen Anspruch auf Schadensersatz aus entgangenem Gewinn gegen die Lieferanten (sollte das Gericht die Mangelhaftigkeit der Masken bestätigen). Zudem bestünde ein Recht der Vice Sporting Goods GmbH auf Nachlieferung (sollte das Gericht ein Fixgeschäft verneinen). Hierfür könnten zum Teil die noch im Lager der Vice Sporting Goods GmbH befindlichen 140 Tsd. FFP2 Masken genommen werden. Im Moment sieht es sehr danach aus, dass die Vice Sporting Goods GmbH nach Abschluss eines Vergleichs von ihrem Nachlieferungsanspruch Gebrauch machen kann.

IV. Prognosebericht

Die Vice Sporting Goods GmbH wird an ihrer nachhaltigen Unternehmensstrategie als internationaler Multichannel-Anbieter für hochqualitative Produkte der Marke Vice Golf festhalten und ihre Position am Markt weiter stärken.

Der weitere Ausbau der Aktivitäten der Vice Sporting Goods, Inc. in den USA wird die Marktpräsenz in dem bedeutsamsten regionalen Markt künftig weiter positiv beeinflussen und stärken. Durch Synergieeffekte im Rahmen der Lieferketten erwarten wir weitere Effizienzsteigerungen.

Für das Geschäftsjahr 2023 und darüber hinaus ist mit einem anhaltenden Zulauf zum Golfsport und einem stabilen Online-Handel zu rechnen. Somit erwartet Vice Sporting Goods ein starkes Umsatzwachstum, insbesondere im Online-Bereich. Zudem rechnet Vice Sporting Goods mit einer anhaltend hohen Profitabilität, insbesondere aufgrund verbesserter Effizienz in Versand und Logistik. Dementsprechend wird bei den finanziellen Leistungsindikatoren EBIT und Netto-Cash-Flow eine moderate Steigerung im oberen einstelligen Prozentbereich erwartet.

 

München, den 16. Mai 2023

Ingo Düllmann

Rainer Stöckl

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 1.576.780,84 48.476,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 10.706,00 4.149,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.706,00 4.149,00
II. Sachanlagen 48.931,00 43.827,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.296,00
2. technische Anlagen und Maschinen 3.862,00 4.456,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 37.773,00 39.371,00
III. Finanzanlagen 1.517.143,84 500,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 500,00 500,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.516.643,84
B. Umlaufvermögen 36.134.446,44 26.410.725,90
I. Vorräte 15.215.467,93 8.783.268,90
1. fertige Erzeugnisse und Waren 15.014.324,21 7.533.277,20
2. geleistete Anzahlungen 201.143,72 1.249.991,70
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 13.637.311,75 8.916.363,69
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.975.286,86 6.489.134,06
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 9.688.790,35 932.695,49
3. sonstige Vermögensgegenstände 973.234,54 1.494.534,14
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten 7.281.666,76 8.711.093,31
C. Rechnungsabgrenzungsposten 163.988,00 31.205,00
Aktiva 37.875.215,28 26.490.406,90

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 17.481.102,26 9.483.614,35
I. eingefordertes Kapital 28.911,00 28.911,00
1. Gezeichnetes Kapital 41.411,00 41.411,00
2. nicht eingeforderte ausstehende Einlagen -12.500,00 -12.500,00
II. Kapitalrücklage 1.513.302,48 1.513.302,48
III. Bilanzgewinn 15.938.888,78 7.941.400,87
B. Rückstellungen 7.328.777,77 4.075.565,55
1. Steuerrückstellungen 5.712.102,99 3.050.282,91
2. sonstige Rückstellungen 1.616.674,78 1.025.282,64
C. Verbindlichkeiten 12.997.226,20 12.931.227,00
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 941.781,44 88.915,20
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.472.072,01 11.795.681,56
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 45.686,32
4. sonstige Verbindlichkeiten 537.686,43 1.046.630,24
davon aus Steuern 207.242,29 424.101,14
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 6.816,02 3.664,42
D. Rechnungsabgrenzungsposten 68.109,05
Passiva 37.875.215,28 26.490.406,90

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Umsatzerlöse 72.238.039,03 54.091.119,64
2. sonstige betriebliche Erträge 2.671.530,30 982.330,40
3. Materialaufwand 42.394.391,32 29.623.421,08
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 41.468.804,71 28.684.129,38
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 925.586,61 939.291,70
4. Personalaufwand 2.219.621,26 2.363.523,57
a) Löhne und Gehälter 1.919.411,77 2.053.401,45
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 300.209,49 310.122,12
davon für Altersversorgung 180,00 180,00
5. Abschreibungen 233.714,95 28.772,17
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 33.714,95 28.772,17
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 200.000,00
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 18.469.526,74 12.996.221,81
7. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 16.643,84
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.038,58 39.875,71
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 47.213,57 57.859,31
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.565.296,00 3.342.823,92
11. Ergebnis nach Steuern 7.997.487,91 6.700.703,89
12. sonstige Steuern 44,04
13. Jahresüberschuss 7.997.487,91 6.700.659,85
14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 7.941.400,87 1.240.741,02
15. Bilanzgewinn 15.938.888,78 7.941.400,87

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

Vice Sporting Goods GmbH, München

Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Vice Sporting Goods GmbH hat ihren Sitz in München. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 202590 eingetragen.

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Gesellschaft.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Bewegliche Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu € 800,00 wurden sofort abgeschrieben.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert dauerhaft über dem Wert der Vermögensgegenstände liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wurde dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen.

Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert bilanziert. Bei zweifelhaften Forderungen wurden Einzelwertberichtigungen vorgenommen.

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen sowie die im Bereich der flüssigen Mittel ausgewiesenen Bestände in Fremdwährung werden zum Kurs am Tag der Einbuchung erfasst und mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Die restlichen flüssigen Mittel werden zum Nennwert bilanziert.

Rechnungsabgrenzungsposten werden gebildet, soweit Zahlungen vor dem Bilanzstichtag Ertrag oder Aufwand für das folgende Geschäftsjahr darstellen.

Die Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten und etwaige drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Bewertung erfolgte in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags, wobei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr laufzeitentsprechend abgezinst wurden.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Kurzfristige Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauten, werden zu den jeweiligen Kursen am Entstehungstag umgerechnet. Zum Bilanzstichtag erfolgt eine Bewertung zum Devisenkassamittelkurs.

Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist am Ende des Anhangs im Anlagespiegel dargestellt.

Die Gesellschaft hält 100% der Anteile an der Vice Sporting Goods Inc., Delaware, USA. Zum 31.12.2022 beträgt das Eigenkapital der Tochtergesellschaft TUSD 2.175. Der Jahresüberschuss im Geschäftsjahr 2022 beläuft sich auf TUSD 1.215.

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen bestehen gegenüber der Gesellschafterin.

Umlaufvermögen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 7.982 (Vj.: T€ 830) sowie Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von

T€ 1.530 (Vj.: T€ 0).

Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Frachtkosten in Höhe von T€ 788 enthalten.

Verbindlichkeiten

Alle Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten besteht eine Raum-Sicherungsübereignung des Warenlagers mit wechselndem Bestand. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen bestehen gegenüber der Gesellschafterin.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereich und geographisch bestimmten Märkten

Umsatzerlöse werden in Höhe von T€ 61.789 im US-Markt, in Höhe von T€ 3.172 in weiteren Drittländern, in Höhe von T€ 3.552 in anderen EU-Ländern sowie in Höhe von T€ 3.725 im Inland erzielt. Dabei werden T€ 8.188 mit privaten Endkunden und T€ 64.049 mit Geschäftskunden umgesetzt.

Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung

Die "sonstigen betriebliche Aufwendungen" enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 2.402 (Vj. T€ 725). Die "sonstigen betrieblichen Erträge" enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 2.536 (Vj. T€ 944).

Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagvermögens

Die Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens beinhalten ausschließlich Erträge aus verbundenen Unternehmen.

Sonstige Pflichtangaben

Honorar des Abschlussprüfers

Die Angaben zum Gesamthonorar des Abschlussprüfers sind im Konzernanhang der Vice Holdco GmbH, München, angegeben.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 27 Mitarbeiter beschäftigt, davon im Bereich Finance und Management 15 Mitarbeiter und im Bereich Sales und Marketing 12 Mitarbeiter.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage notwendig sind, bestehen nicht.

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung im abgelaufenen Geschäftsjahr bzw. bis heute obliegt:

- Herr Ingo Düllmann, München, Geschäftsführung im Bereich Marketing und Vertrieb

- Herr Rainer Stöckl, München, Geschäftsführung im Bereich Finanzen

Hinsichtlich der Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

Konzernzugehörigkeit

Die Vice AcquiCo GmbH, München, ist das Mutterunternehmen der Gesellschaft, das den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt.

Die Vice Sporting Goods GmbH wurde in den Konzernabschluss der Vice HoldCo GmbH, München, einbezogen. Die Vice HoldCo GmbH stellt den Konzernabschluss für den kleinsten als auch den größten Konzernkreis auf.

 

München, den 16.05.2023

Rainer Stöckl

Ingo Düllmann

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 41.402,00 11.390,00 0,00 52.792,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 41.402,00 11.390,00 0,00 52.792,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 7.358,30 0,00 7.358,30
2. technische Anlagen und Maschinen 7.726,52 0,00 0,00 7.726,52
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 132.780,97 26.627,65 0,00 159.408,62
Summe Sachanlagen 140.507,49 33.985,95 0,00 174.493,44
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 500,00 0,00 0,00 500,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 1.516.643,84 0,00 1.516.643,84
Summe Finanzanlagen 500,00 1.516.643,84 0,00 1.517.143,84
Summe Anlagevermögen 182.409,49 1.562.019,79 0,00 1.744.429,28
kumulierte Abschreibung 01.01.2022
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 37.253,00 4.833,00 0,00 42.086,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 37.253,00 4.833,00 0,00 42.086,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 62,30 0,00 62,30
2. technische Anlagen und Maschinen 3.270,52 594,00 0,00 3.864,52
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 93.409,97 28.225,65 0,00 121.635,62
Summe Sachanlagen 96.680,49 28.881,95 0,00 125.562,44
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 133.933,49 33.714,95 0,00 167.648,44
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2022
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2021
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.706,00 4.149,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 10.706,00 4.149,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.296,00 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 3.862,00 4.456,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 37.773,00 39.371,00
Summe Sachanlagen 48.931,00 43.827,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 500,00 500,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.516.643,84 0,00
Summe Finanzanlagen 1.517.143,84 500,00
Summe Anlagevermögen 1.576.780,84 48.476,00

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 17.07.2023 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Vice Sporting Goods GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Vice Sporting Goods GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Vice Sporting Goods GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 16. Mai 2023

PKF Industrie- und Verkehrstreuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hirschmann, Wirtschaftsprüfer

Sauerhammer, Wirtschaftsprüfer

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