flightright GmbHLiquidiert

Revaler Straße 28, 10245 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Potsdam HRB 25958
Eingetragen
4.8.2011
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Erbringung von Inkassodienstleistungen sowie die in diesem Zusammenhang anfallenden Rechtsdienstleistungen, das Mahnwesen sowie der Erwerb, Verwaltung, Veräu- ßerung und Verwertung von Informationen und Rechten einschließlich des Eingehens aller einschlägigen Geschäfte, die den Betrieb des Unternehmens fördern; die Gesellschaft ist berechtigt, die Stellung als persönlich haftende Gesellschafterin einer GmbH & Co. KG zu übernehmen, deren Gegenstand dem Gegenstand der Gesellschaft entspricht oder sich an solchen oder ähnlichen Unternehmen zu beteiligen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Oskar Maria de Felice
seit 26.9.2022
Prokura
Katharina Dahl
seit 26.9.2022
Prokura
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Flightright GmbH

Potsdam

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

(AMTSGERICHT POTSDAM HRB 25958 P)

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2020

(VORJAHR ZUM VERGLEICH)

AKTIVA

31.12.2020 31.12.2019
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene Rechte und Werte 0,00 1,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.766.931,00 2.173.768,00
1.766.931,00 2.173.769,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 258.526,21 94.741,08
2. Geleistete Anzahlungen 23.431,06 0,00
281.957,27 94.741,08
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 913.537,85 313.537,85
2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 1.500.000,00 1.150.000,00
3. Sonstige Ausleihungen 351.759,04 0,00
2.765.296,89 1.463.537,85
Summe Anlagevermögen 4.814.185,16 3.732.047,93
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 5.188.701,44 4.438.849,67
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 106.095,19 34.492,33
2. Übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.395.096,99 2.402.619,05
1.501.192,18 2.437.111,38
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 9.055.021,41 8.698.517,38
Summe Umlaufvermögen 15.744.915,13 15.574.478,43
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 30.397,34 82.081,97
SUMME AKTIVA 20.589.497,63 19.388.608,33

PASSIVA

31.12.2020 31.12.2019
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 40.000,00 38.208,00
II. Kapitalrücklage 648.295,14 357.128,37
III. Bilanzgewinn 9.039.156,70 6.804.410,35
Summe Eigenkapital 9.727.451,84 7.199.746,72
B. RÜCKSTELLUNGEN 4.767.311,14 4.649.147,97
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 1.161.257,19
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 212.763,21 171.451,21
3. Übrige Verbindlichkeiten 5.788.569,22 6.207.005,24
Summe Verbindlichkeiten 6.001.332,43 7.539.713,64
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 93.402,22 0,00
SUMME PASSIVA 20.589.497,63 19.388.608,33

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020 (VORJAHR ZUM VERGLEICH)

2020 2019
1. Rohergebnis 11.477.092,08 19.916.792,70
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter (3.101.161,03) (5.200.037,09)
b) Soziale Abgaben (571.134,78) (893.457,57)
(3.672.295,81) (6.093.494,66)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen (800.441,05) (708.872,62)
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen (3.949.576,99) (8.551.267,56)
5. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 44.591,67 17.785,84
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 825,05 1.436,33
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (34.101,65) (30.423,30)
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (929.477,19) (1.166.582,96)
9. Ergebnis nach Steuern 2.136.616,11 3.385.373,81
10. Sonstige Steuern (146,00) 1.075,28
11. Jahresüberschuss 2.136.470,11 3.386.449,09
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 6.804.410,35 2.851.647,26
13. Einzug eigene Anteile 0,00 (2.342,00)
14. Entnahmen aus der Kapitalrücklage 98.276,24 568.656,00
15. Bilanzgewinn 9.039.156,70 6.804.410,35

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020

A. ALLGEMEINE ANGABEN

Die Gesellschaft hat Ihren Sitz in Potsdam und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Potsdam unter HRB 25958 P eingetragen.

Die Aufstellung des Jahresabschlusses der Flightright GmbH, Potsdam, erfolgt gemäß dem Handelsgesetzbuch in der jeweils gültigen Fassung.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung haben wir zusammengefasst, um die Klarheit der Darstellung zu verbessern. Im Interesse einer größeren Klarheit und Übersichtlichkeit haben wir auch die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz oder Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Angaben und Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, insgesamt im Anhang aufgeführt.

B. WESENTLICHE BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Bei der Bewertung der einzelnen Positionen werden die folgenden Grundsätze angewendet:

1. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden bei Zugang mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

2. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer bewertet.

Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Soweit zulässig, wird für bewegliche Anlagegüter, die zwischen dem 01. Januar 2020 und dem 31. Dezember 2020 angeschafft oder hergestellt werden, die degressive Abschreibungsmethode angewandt, sofern die lineare Abschreibungsmethode nicht zu einem höheren Jahresabschreibungsbetrag führt. Der Übergang von der degressiven zur linearen Methode erfolgt in dem Jahr, für welches die lineare Methode erstmals zu einem höheren Jahresabschreibungsbetrag führt als die Fortführung der degressiven Methode. Die Abschreibungen auf Neuzugänge werden zeitanteilig vorgenommen.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten über € 250,00 und bis € 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang behandelt.

3. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

4. Die Bewertung unfertiger Leistungen erfolgt zu durchschnittlichen Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips.

5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erkennbare Einzelrisiken durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen berücksichtigt, sowie das allgemeine Ausfallrisiko durch Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

6. Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt.

7. Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Erwartete Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt.

8. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

9. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet (§ 256a HGB).

Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

C. ERLÄUTERUNGEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

I. Erläuterung der Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Aufgliederung der in der Bilanz ausgewiesenen Anlagepositionen und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr sind nachfolgend dargestellt.

ANSCHAFFUNGS-/HERSTELLUNGSKOSTEN
Stand 01.01.2020 Zugang Umbuchung Abgang Stand 31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene Rechte und Werte 118.141,47 0,00 0,00 (118.141,47) 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.347.527,30 350.213,51 0,00 (0,00) 3.697.740,81
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 3.465.668,77 350.213,51 0,00 (118.141,47) 3.697.740,81
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 400.031,42 215.524,54 0,00 (44.220.45) 571.335,51
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 23.431,06 0,00 (0,00) 23.431,06
Summe Sachanlagen 400.031,42 238.955,60 0,00 (44.220,45) 594.766,57
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 313.537,85 600.000,00 0,00 (0,00) 913.537,85
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.150.000,00 350.000,00 0,00 (0,00) 1.500.000,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 351.759,04 0,00 (0,00) 351.759,04
Summe Finanzanlagen 1.463.537,85 1.301.759,04 0,00 (0,00) 2.765.296,89
Anlagevermögen insgesamt 5.329.238,04 1.890.928,15 0,00 (162.361,92) 7.057.804,27
ABSCHREIBUNGEN
Stand 01.01.2020 Zugang Abgang Stand 31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene Rechte und Werte 118.140,47 0,00 (118.140,47) 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.173.759,30 757.050,51 (0,00) 1.930.809,81
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1.291.899,77 757.050,51 (118.140,47) 1.930.809,81
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 305.290,34 43.390,54 (35.871,58) 312.809,30
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 (0,00) 0,00
Summe Sachanlagen 305.290,34 43.390,54 (35.871,58) 312.809,30
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 (0,00) 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 (0,00) 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 (0,00) 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 (0,00) 0,00
Anlagevermögen insgesamt 1.597.190,11 800.441,05 (154.012,05) 2.243.619,11
BUCHWERTE
Stand 31.12.2020 Stand 31.12.2019
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene Rechte und Werte 0,00 1,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.766.931,00 2.173.768,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1.766.931,00 2.173.769,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 258.526,21 94.741,08
2. Geleistete Anzahlungen 23.431,06 0,00
Summe Sachanlagen 281.957,27 94.741,08
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 913.537,85 313.537,85
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.500.000,00 1.150.000,00
3. Sonstige Ausleihungen 351.759,04 0,00
Summe Finanzanlagen 2.765.296,89 1.463.537,85
Anlagevermögen insgesamt 4.814.185,16 3.732.047,93

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von T€ 106 (Vorjahr: T€ 34) und betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 37 (Vorjahr: T€ 10) und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 69 (Vorjahr: T€ 24).

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von T€ 413 (Vorjahr: T€ 413).

3. Flüssige Mittel

Die flüssigen Mittel stehen der Flightright GmbH nicht in voller Höhe von T€ 9.055 (Vorjahr: T€ 8.699) zur Verfügung. Die Position enthält im Kundenauftrag durchzuleitende Gelder in Höhe von T€ 4.737 (Vorjahr: T€ 4.298), die an die Auftraggeber weiterzugeben sind. Zum Abschlussstichtag ist eine Verbindlichkeit in gleicher Höhe passiviert.

4. Eigenkapital

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag von T€ 6.804 enthalten.

5. Sonstigen Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Rechtsdienstleistungen im Zusammenhang mit der Geltendmachung von Fluggastrechten gegenüber den Fluggesellschaften (T€ 2.433), Personalkosten (T€ 334), Rechtsstreitigkeiten (T€ 57) und ausstehende Rechnungen (T€ 29).

6. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig. Sicherheiten sind nicht bestellt. Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen auf solche aus Steuern T€ 57 (Vorjahr: T€ 94) und solche im Rahmen der sozialen Sicherheit T€ 5 (Vorjahr: T€ 2).

II. Erläuterung der Gewinn- und Verlustrechnung

1. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 203 (Vorjahr: T€ 110) enthalten. Diese betreffen Auflösungen von Rückstellungen i.H.v. T€ 123 (Vorjahr: T€ 88) sowie übrige Erträge mit T€ 80 aus der Vereinnahmung einer Vertragsstrafe (Vorjahr: T€ 22).

2. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung gemäß § 277 Abs. 5 S. 2 HGB in einer Höhe von T€ 5 (Vorjahr: T€ 7) enthalten.

3. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens

In der Position "Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens" sind Zinserträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 45 (Vorjahr: T€ 18) enthalten.

III. Ergänzende Angaben

Von den Erleichterungen des § 288 HGB wurde Gebrauch gemacht.

1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen keine Haftungsverhältnisse.

Die zum 31. Dezember 2020 bestehenden sonstigen finanziellen Verpflichtungen gliedern sich wie folgt:

< 1 Jahr 1 -5 Jahre > 5 Jahre
T€ T€ T€
Mietverträge (Immobilien) 621 2.415 1.774

In den sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind keine Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten.

2. Personalstand

Zahl der durchschnittlich Beschäftigten 2020 2019
Angestellte 70,00 118,50

3. Zusammensetzung der Organe

Im Geschäftsjahr waren zu Geschäftsführern bestellt:

Sebastian Legler, Chief Executive Officer, Vorsitzender der Geschäftsführung

Dr. Philipp Kadelbach, Chief Legal Officer

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer wird in Anwendung der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

4. Aufstellung des Anteilsbesitzes

Unternehmen Anteil am Kapital Eigenkapital 31.12.2020 Jahresüberschuss 2020
in % T€ T€
Chevalier GmbH, Berlin 100,00 -1.084 -217
Flightright Hungary Kft, Budapest, Ungarn 100,00 13 2
Flugrecht GmbH, Potsdam 100,00 134 19
Mobilityright GmbH (ehem. Y-Right GmbH), Potsdam 100,00 436 -81

5. Konzernabschluss

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 der Medien Union GmbH Ludwigshafen, Ludwigshafen am Rhein, einbezogen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt.

6. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2020 auf neue Rechnung vorzutragen.

7. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben.

 

Potsdam, den 29. April 2021

FLIGHTRIGHT GMBH, POTSDAM

Dr. Philipp Kadelbach

Sebastian Legler

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 wurde am 07. September 2021 festgestellt.

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Flightright GmbH verhilft seit ihrer Gründung 2010 Fluggästen mit annullierten und verspäteten Flügen rein erfolgsbasiert zu ihrem Recht. Mit der online-basierten Rechtsdienstleistung verbindet Flightright juristische Expertise, effiziente Prozesse und IT-gestützte Automatisierung. Basierend auf der Richtlinie EU261 stehen Passagieren bei verspäteten oder annullierten Flügen in Abhängigkeit von der Flugdistanz 250 bis 600 € pro Passagier zu. Flightright hilft Passagieren bei der Durchsetzung dieser Forderung und erhält eine Provision nach erfolgreicher Durchsetzung gegenüber der Airline. Bei durch die Airline stornierten Flügen hilft Flightright außerdem provisionsbasiert bei der Wiedererlangung der Kosten für das Flugticket. Dabei konnte sich Flightright mit seiner starken Kundenorientierung als klarer Marktführer für Fluggastrechte in den relevanten Segmenten in Deutschland etablieren.

2. Forschung und Entwicklung

Flightright betreibt keine Forschung und Entwicklung.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Branche der Fluggastrechte-Portale wurde 2020 stark von den Auswirkungen der weltweiten COVID-19-Pandemie beeinflusst.

Die Einführung von Einreisesperren und die damit verbundene Annullierung von Flügen bis hin zur kompletten Einstellung des Flugverkehrs durch eine Vielzahl von Airlines führte zu einem drastischen Einbruch des Luftverkehrs.

Der Tiefpunkt war ein Einbrechen des weltweiten Flugverkehrs im April 2020 um 94 %. Bis September erholte sich der Flugverkehr langsam wieder. Für das Gesamtjahr 2020 ist der Luftverkehr jedoch gegenüber dem Vorjahr um zwei Drittel eingebrochen.

Die Flugannullierungen im Zuge der COVID-19-Pandemie sind zum Großteil nicht entschädigungsberechtigt und durch das geringe Flugaufkommen entsteht eine geringere Anzahl an Verspätungen. Die Einschränkungen im Reiseverkehr führten dazu, dass die Nachfrage nach Entschädigungen zu Flugverspätungen einbrach.

Eine Vielzahl der Passagiere sah sich jedoch mit anderen rechtlichen Problemen bei ihren Reisen konfrontiert, wie die geringe Bereitschaft der Airlines, gezahlte Ticketpreise nach einer Stornierung zurück zu erstatten. Daher hat Flightright in 2020 den Bereich Ticketpreisrückerstattung im Kernmarkt Deutschland eingeführt.

2. Geschäftsverlauf und Lage

a) Ertragslage

Die Jahresumsatzerlöse von 12.944 T€ liegen 8.939 T€ unter dem Vorjahreswert, was insbesondere aus dem Rückgang der Fälle infolge der COVID-19 Pandemie resultiert. Den Hauptanteil bildet weiterhin das deutsche B2C Geschäft.

Der Personalaufwand ist um knapp 40 % auf 3.672 T€ gesunken, da durch das geringere Fallvolumen eine geringere Betriebsgröße nötig ist. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen liegen mit 1.744 T€ 27 % unter dem Vorjahresniveau, da die Kosten für die anwaltlich durchgesetzten Fälle niedriger waren als im Vorjahr.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit 3.950 T€ 54 % unter dem Vorjahr. Den Großteil machen hier die Aufwendungen für Marketing aus, die geringer ausgefallen sind als im Vorjahr.

b) Finanzlage

Das Eigenkapital ist absolut und relativ stark gewachsen. Die Eigenkapitalquote steigt auf knapp 47 % aufgrund des hohen Jahresüberschusses. Die Finanzlage kann als stabil bezeichnet werden.

Die Kapitalrücklage steigt durch die Einzahlung einer Gesellschafterin um 291 T€.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sinken aufgrund der außerplanmäßigen Tilgung der Darlehen auf null.

In den Rückstellungen sind Steuerrückstellungen in Höhe von 1.849 T€ und Rückstellungen für fallbezogene Rechtskosten in Höhe von 2.433 T€ enthalten. Der Grund hierfür ist insbesondere ein Anstieg der Anzahl an Fällen, die derzeit vor Gericht sind, sowie höhere Rückstellungen für gerichtliche Fällen von Fluggesellschaften mit erhöhtem Ausfallrisiko.

Die liquiden Mittel beinhalten Fremdgelder in Höhe von 4.737 T€ (Vorjahr 4.298 T€), die Flightright nicht zur freien Verfügung stehen. Die Fremdgelder betreffen im Kundenauftrag durchzuleitende Gelder, die an die Auftraggeber weiterzuleiten sind. Der Betrag ist in gleicher Höhe als Verbindlichkeit gegenüber den Kunden ausgewiesen.

c) Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr von 19.389 T€ auf 20.589 T€ erhöht.

Die wesentlichen Posten der Aktiva sind das Anlagevermögen mit 4.814 T€, die Vorräte mit 5.189 T€, die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit 722 T€ und der Kassen- und Bankbestand mit 9.055 T€.

Im Anlagevermögen gab es folgende wesentliche Veränderungen. Unter anderem lässt die Abschreibung der in 2018 erworbenen Geschäftsbezeichnung "Flugrecht" die immateriellen Vermögensgegenstände um 407 T€ sinken.

Des Weiteren steigen die Anteile und Ausleihungen an verbundenen Unternehmen um 950 T€ durch die Steigerung der Anteile an der Chevalier GmbH auf 100%, Aufstockung der Kapitalrücklage der Mobilityright GmbH zur Finanzierung des Geschäftsaufbaus sowie Erhöhung des Darlehens an die Chevalier GmbH. Durch die Zahlung der Kaution für das neue Büro (Bezug in 2021) steigen die sonstigen Ausleihungen um 352 T€.

Im Umlaufvermögen steigt vor allem der Bestand an geleisteten Anzahlungen an deutsche Anwälte durch die gestiegene Anzahl an offenen Fällen zum Stichtag, die mit Anwälten durchgesetzt werden. Außerdem sinken im Umlaufvermögen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, da im Vergleich zum Stichtag im Vorjahr einzelne Dienstleistungen im Geschäftsjahr gesunken sind und somit das Volumen der Abgrenzung geringer ausfällt.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Unsere für die Steuerung des Unternehmens bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind die Umsätze sowie das EBITDA.

Die Jahresumsatzerlöse von 12.944 T€ liegen 8.939 T€ unter dem Vorjahreswert, was insbesondere aus dem Rückgang der Fälle infolge der COVID-19-Pandemie resultiert. Den Hauptanteil bildet weiterhin das deutsche B2C Geschäft.

Das geplante EBITDA ist gesunken und liegt 26 % unter dem Vorjahreswert. Damit fällt der Rückgang des EBITDA geringer aus als der Rückgang der Erlöse, da gleichzeitig Kosten eingespart werden konnten.

4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Der nichtfinanzielle Leistungsindikator sind die akquirierten Fälle. Im Geschäftsjahr 2020 konnten rund 11% weniger Fälle akquiriert werden als im Vorjahr, inklusive des neuen Produktes Ticketpreisrückerstattung.

5. Gesamtaussage

In 2020 konnte Flightright von der Bearbeitung von Fällen, die Verspätungen und Annullierungen aus dem Jahr 2018 und 2019 betreffen, profitieren und somit trotz eines sehr herausfordernden Marktumfeldes durch Einsparungen zwar einen starken Umsatzrückgang aber eine nur moderat sinkende Ertragslage im Vergleich zum Vorjahr erzielen.

III. Zweigniederlassungsbericht

Flightright besitzt keine Zweigniederlassung.

IV. Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2021 erwartet Flightright aufgrund zunehmender Impfungen einen leichten Anstieg der Reisen zum Sommer. Die Nachfrage ist laut Branchenmedien für Sommerreisen zumindest innerhalb der Europäischen Union hoch. Das Geschäft für Geschäftsreisen wird voraussichtlich auch mittelfristig nicht das Vorkrisenniveau erreichen. Für den Fluggastrechtemarkt erwartet Flightright eine ähnliche Entwicklung wie für den Flugverkehr.

V. Chance- und Risikobericht

1. Risikobericht

Die Entwicklung der COVID-19-Pandemie und die Auswirkungen stellt die Luftfahrtbranche auch in 2021 weiterhin vor große Herausforderungen. Aktuell ist noch nicht abzusehen, wann Flugreisen wieder uneingeschränkt möglich sein werden, oder mit welchen Einschränkungen bei Reisen zu rechnen sein wird. Außerdem bleibt abzuwarten, ob eine langsame Wiederaufnahme des Flugbetriebes zur gleichen Anzahl an Verspätungen führt, da der Luftraum und die operativen Prozesse nicht so belastet sein werden. Außerdem besteht ein hohes Risiko, dass auch die Nachfrage insbesondere bei Geschäftsreisen längerfristig unter dem bisherigen Niveau bleiben wird.

Die temporäre Einstellung des Flugverkehrs bedeutet für alle Airlines ein massives Profitabilitäts- und Liquiditätsproblem. Es ist möglich, dass trotz staatlicher Stützmaßnahmen einige Airlines den Flugbetrieb einstellen und Insolvenz anmelden werden. In diesem Fall würden auch die Fälle im Flightright Portfolio von diesen Airlines wertlos.

Eine Neuordnung der EU-Verordnung für Fluggastrechte hätte Einfluss auf das Geschäft von Flightright. Aktuell gibt es aber aufgrund anderer, dringlicher Themen auf europäischer Ebene keine konkreten Bestrebungen zu einer Änderung.

2. Chancenbericht

Es besteht die Chance, dass die Reisetätigkeit wieder stark zunimmt im Laufe des Jahres 2021, vor allem sobald eine Herdenimmunität erreicht wird, insbesondere durch die Impfungen oder durch spezifische Reiseregelungen, wie z.B. den digitalen europäischen Impfpass. Die Nachfrage nach Urlaubsreisen ist groß und dies kann sich in entsprechenden Flugbuchungen widerspiegeln, sobald Reisen wieder möglich sind. Außerdem könnte es dazu kommen, dass die krisenbedingten Kosteneinsparungen der Airlines die entschädigungsberechtigten Verspätungen und Annullierungen steigen lassen.

Mittelfristig (nach der COVID-19-Pandemie) ist Wachstum insbesondere in den europäischen Märkten außerhalb Deutschlands für Flightright zu erwarten. Hierbei ist insbesondere eine fokussierte Marktbearbeitung eine große Chance. Zudem besteht in allen europäischen Ländern weiterhin Potenzial im Ausbau des Wissens über Fluggastrechte. Dies sieht Flightright als mögliches Wachstumspotenzial an.

Die Effekte aus der COVID-19-Pandemie kann einige Wettbewerber aus dem Markt drängen, wenn diese keine ausreichende Liquidität haben, um den temporären Geschäftsausfall zu überbrücken. Dies bietet für Flightright die Möglichkeit, den Markt zu konsolidieren und bei einer Erholung des Marktes aufgrund der eigenen Liquidität stärker von der Markterholung zu partizipieren als manche Wettbewerber.

Sollte es weiterhin zu einer großen Zahl von Flugannullierungen kommen (z.B. aufgrund von weiteren COVID-19-Reisebeschränkungen oder Ausbrüchen) kann dies das Geschäft im Bereich Ticketpreisrückerstattung stärken.

Durch die Einführung des Produktes Ticketpreisrückerstattung konnte sich Flightright in den Medien als kompetenter Ansprechpartner darstellen sowie die Kundenbasis zufriedener Kunden erweitern auf Kunden, die noch nie von anspruchsberechtigten Flugverspätungen betroffen waren.

3. Gesamtaussage

Die Risiken aus der COVID-19-Pandemie stellen auch für Flightright massive Risiken dar. Gleichzeitig ist eine Erholung im Sommer 2021 möglich und somit bieten sich auch Möglichkeiten einer raschen, teilweisen Erholung des Fluggastrechtegeschäfts.

VI. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Es existiert ein Darlehen an eine Tochtergesellschaft der Flightright GmbH, dessen Rückzahlung von der Entwicklung des Geschäfts des Tochterunternehmens abhängt.

 

Potsdam, den 29. April 2021

Flightright GmbH

Sebastian Legler

Dr. Philipp Kadelbach

Die Geschäftsführung

Für den vollständigen Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 vor der Inanspruchnahme von Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften haben wir folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Flightright GmbH:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Flightright GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Flightright GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie, ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Mannheim, den 29. April 2021

Keiper & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Dr. Guldan, Wirtschaftsprüfer

Schulte, Wirtschaftsprüfer

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