Deufol Nord GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
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ELGA Berkefeld GmbHCelleJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2007 bis zum 31.12.2007BESTÄTIGUNGSVERMERKWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der ELGA Berkefeld GmbH, Celle, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2007 bis zum 31. Dezember 2007 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hannover, 07. März 2008 Ernst
& Young AG
Rothert-Schnell, Wirtschaftsprüfer Lüpkes, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2007Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar 2007 bis 31. Dezember 2007
Anhang für das Geschäftsjahr 20071. Anwendung der gesetzlichen Vorschriften, allgemeine AngabenDer Jahresabschluss wurde aufgrund der §§ 242 ff., 264 ff. HGB sowie unter Berücksichtigung der einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. 2. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeFür die Erstellung des Jahresabschlusses wurden unverändert folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze angewandt: Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben, bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag. Der Geschäftswert wird entsprechend den steuerrechtlichen Vorschriften über einen Zeitraum von 15 Jahren abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert, bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 410 werden im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Herstellungskosten werden unter Verwendung von Gemeinkostenzuschlagssätzen in Höhe der steuerlichen Mindestanforderungen ermittelt. Risiken aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit oder aus anderen Gründen werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind auf Grund der besseren Aussagekraft offen von den Vorräten abgesetzt worden. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Fremdwährungsforderungen werden zum historischen Kurs oder zum niedrigeren Stichtagskurs umgerechnet. Allen risikobehafteten Posten wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Es wird eine Pauschalwertberichtigung auf Forderungen in Höhe von 1 % gebildet. Die Rückstellungen für Pensionen werden in steuerlich zulässiger Höhe ausgewiesen. Den nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Teilwerten liegt ein Rechnungszinsfuß von 6 % zugrunde. Für die Pensionsverpflichtungen werden die "Richttafeln 2005 G" von Dr. Klaus Heubeck angewendet. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Verbindlichkeiten sind zum Rückzahlungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten sind zum historischen Kurs oder zum höheren Stichtagskurs umgerechnet. 3. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem als Anlage 1 beigefügten Anlagespiegel zu entnehmen. Anteilsbesitz Die Angaben zum Anteilsbesitz sind in der nachstehenden Tabelle dargestellt.
* Kurs 1 € = 4,85 AED; Angaben per
31.12.2006
Die Anteile an der ELGA Berkefeld Middle East LLC, Dubai, wurden auf Grund der nachhaltigen Verlustsituation im Vorjahr auf EUR 1 Erinnerungswert abgeschrieben. Das Jahresergebnis des Vorjahres war maßgeblich durch einen Gesellschafter-Forderungsverzicht in Höhe von TEUR 592 beeinflusst. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen den Lieferungs- und Leistungsverkehr (TEUR 1.846; Vj. TEUR 1.016), sonstige Verrechnungen (TEUR 0; Vj. TEUR 189) sowie an die Muttergesellschaft gewährte Darlehen in Höhe von TEUR 1.118 (Vj. TEUR 3.664). Kapitalrücklage Es handelt sich um eine Kapitalrücklage gem. §272 Abs. 2 Nr. 4 HGB Sonstige Rückstellungen Der Posten enthält im Wesentlichen Rückstellungen für Personalverpflichtungen (TEUR 1.987; Vj. TEUR 1.663), für noch nicht abgerechnete auftragsbezogene Leistungen (TEUR 1.238; Vj. TEUR 1.987) sowie für Gewährleistung (TEUR 1.208; Vj. TEUR 1.637). Bei der Berechnung der Gewährleistungsrückstellung werden neben einer auf Erfahrungswerten beruhenden Pauschale in Höhe von bis zu 2,49 % eines Jahresumsatzes auch projektbezogene Rückstellungen gebildet. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten der Gesellschaft haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen den Lieferungs- und Leistungsverkehr (TEUR 905; Vj. TEUR 1.110) sowie im Vorjahr sonstige Verrechnungen in Höhe von TEUR 258. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die Umsatzerlöse (vor Erlösschmälerungen) betreffen mit TEUR 38.595 (Vj. TEUR 41.313) Inlandsumsätze. Die Auslandsumsätze in Höhe von TEUR 19.037 (Vj. TEUR 16.010) wurden im Wesentlichen im außereuropäischen Ausland erzielt. Der Gesamtumsatz ergibt sich nach Abzug der Erlösschmälerungen in Höhe von TEUR 263 (Vj. TEUR 230). Gegliedert nach intern gebildeten Business Units ergibt sich die nachfolgend dargestellte Entwicklung. In den sonstigen Lieferungen und Leistungen sind im Wesentlichen die Leistungen für die VWS Aquafab Deutschland (TEUR 6.333; Vj. TEUR 6.049), sowie die Leistungsverrechnungen mit RWO (TEUR 1.401; Vj. TEUR 1.091) enthalten. Umsatzerlöse nach Business Units in TEUR
Sonstige betriebliche Erträge Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Erträge aus Kostenumlagen an verbundene Unternehmen (TEUR 1.484; Vj. TEUR 607), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 874; Vj. TEUR 437), Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen (TEUR 175; Vj. 213), Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (TEUR 145; Vj. TEUR 82) sowie im Vorjahr erhaltene Zuschüsse für das Forschungsprojekt "Ballastwasser" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung in Höhe von TEUR 215 enthalten. Die periodenfremden Erträge belaufen sich auf TEUR 1.197 (Vj. TEUR 1.021); es handelt sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 874; Vj. TEUR 437) und Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen (TEUR 175; Vj. TEUR 213). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für die Inanspruchnahme von Dienstleistungen und Leiharbeitern (TEUR 3.733; Vj. TEUR 2.810), Kostenweiterbelastungen von verbundenen Unternehmen (TEUR 1.758; Vj. TEUR 1.655), Fracht- und Verpackungsaufwendungen (TEUR 1.611; Vj. TEUR 2.065), Reisekosten (TEUR 949; Vj. TEUR 1.627), Prüfungs-, Rechts- und Beratungskosten (TEUR 798; Vj. TEUR 499), Mieten (TEUR 1.191; Vj. TEUR 1.194), Abschreibungen auf Forderungen (TEUR 373; Vj. TEUR 789), zu erbringende Gewährleistungen (TEUR 78; Vj. TEUR 297) sowie Vermittlungsprovisionen (TEUR 255; Vj. TEUR 438). Die periodenfremden Aufwendungen betragen TEUR 373 (Vj. TEUR 789); es handelt sich hierbei wie im Vorjahr ausschließlich um Abschreibungen auf Forderungen. Erträge aus Beteiligungen Es handelt sich um den auf Grund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführten Jahresgewinn der RWO GmbH, Bremen. Abschreibungen auf Beteiligungen Es handelt sich im Vorjahr um die Abschreibung der Beteiligung an der ELGA Berkefeld Middle East LLC, Dubai, auf Grund der nachhaltigen Verlustsituation auf EUR 1 Erinnerungswert. 5. Sonstige AngabenHaftungsverhältnisse Die Gesellschaft nimmt gemeinsam mit der RWO GmbH bei der Europe Arab Bank plc LC-/Avalkredite bis zu einer Höhe von insgesamt TEUR 6.250 in Anspruch (Vj. TEUR 6.250). Die Gesellschaften haften gemeinsam für die Erfüllung dieser Verpflichtung. Die Haftung erstreckt sich auch auf frühere Aval-Inanspruchnahmen der Bollmann-Filter GmbH, Itzehoe (TEUR 298; Vj. TEUR 492). Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum 31. Dezember 2007 bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen (TEUR 1.030) sowie aus dem Bestellobligo für Vorräte (TEUR 3.311) für das Geschäftsjahr 2008 sowie insgesamt TEUR 2.835 (davon TEUR 188 Bestellobligo) für die vier nachfolgenden und TEUR 1.999 für weitere vier Geschäftsjahre. Mitarbeiter Unsere Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2007 durchschnittlich 18 gewerbliche Arbeitnehmer (Vorjahr 15) und 234 Angestellte (Vorjahr 225). Mitglieder der Geschäftsführung Im Geschäftsjahr 2007 waren folgende Herren zu Geschäftsführern bestellt;
Einer der durchgängig verantwortlichen Geschäftsführer erhält seine Bezüge von verbundenen Unternehmen. Die Bezüge der übrigen Geschäftsführer beliefen sich im Geschäftsjahr 2007 auf zusammen TEUR 277. Konzernverhältnisse Die ELGA Berkefeld GmbH ist ein Tochterunternehmen der VWS Deutschland Holding GmbH, Celle. Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Veolia Environnement S.A., Paris/Frankreich, (größter Kreis von Unternehmen) und in den Konzernabschluss der Veolia Water Solutions & Technologies S.A., Saint-Maurice/Frankreich, (kleinster Kreis von Unternehmen) einbezogen. Die Konzernabschlüsse können jeweils am Sitz der Gesellschaft eingesehen werden. Der Konzernabschluss der Veolia Environnement S.A. wird im Übrigen im Internet veröffentlicht.
Celle, den 04. März 2008 ELGA Berkefeld GmbH Dr. lan R. Stewart Ulrich Jauss Wilfried Hasselmann Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2007
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2007I. Geschäft und Rahmenbedingungen1. Geschäft Die Geschäftstätigkeit unseres Unternehmens erstreckt sich im Wesentlichen auf die Planung und Errichtung von Anlagen zur Aufbereitung von Wasser und Abwasser im industriellen, kommunalen, gewerblichen und privaten Bereich im In- und Ausland einschließlich der Konstruktion, Herstellung, Lieferung und Montage sämtlicher hierfür erforderlicher Teile und Ersatzteile sowie des Handels mit diesen und mit Betriebsmitteln sowie auf die Erbringung von Entwicklungs- und Serviceleistungen auf dem Gebiet der Wasser- und Abwasseraufbereitung und auf die Beteiligung an Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art. Das Geschäft war bis Ende 2006 in die Geschäftsfelder "Engineered Systems", "Standard Products", "Service & Consumables", "Labwater" und "Pharmaceutical Solutions" gegliedert. Im Zuge einer Neuausrichtung unseres Geschäftes mit Fokus auf die Bedürfnisse unserer Kunden wurde in 2007 eine Umstrukturierung auf eine neue Organisation vorgenommen und folgende neue Geschäftsfelder gebildet: Industry, Beverage, Commercial, Labwater, Emergency Equipment und Pharma. Alle Geschäftsfelder verkaufen "Engineered Systems", "Standard Products" und "Service & Consumables". Unverändert wird diese Struktur ergänzt durch ein weiteres, in einer separaten Beteiligungsgesellschaft geführtes Geschäft "Maritime Solutions". Diese unter der Bezeichnung "Process Water" zusammengefassten Aktivitäten bündeln das Geschäft im mittleren Spezial- und Standard-Anlagen-Bereich für Wasseraufbereitungslösungen jeglicher Art einschließlich Reinstwasser- und pharmazeutischer Systeme des französischen Veolia Water Solutions & Technologies Konzerns (VWS Konzern) in Deutschland. Unter den bekannten und renommierten Marken "ELGA" bzw. " Berkefeld" fokussieren wir uns im Industrie- und Gewerbebereich national sowie international sowohl auf Kunden der Getränke- und der Trinkwasserindustrie als auch auf Prozess- und Abwasseranwendungen in vielen anderen Bereichen. Auf dem Gebiet "Labwater" gehören vornehmlich Labore, Krankenhäuser und Forschungseinrichtungen zu unserem Kundenkreis. Speziallösungen für die Pharmaindustrie werden durch unser Geschäftsfeld "Pharma" vertrieben. Unser "Standardbereich" stellt sowohl Standard- als auch kundenspezifisch angepasste Aufbereitungssysteme auf den Gebieten Schwimmbad- und Haustechnik sowie kompetente Servicedienstleistungen bereit. Mobile Trinkwasserlösungen für Militär- und Hilfsorganisationen werden ebenfalls bei Bedarf nach individuellen Kundenanforderungen konzipiert. Sofern es um maritime Anwendungen geht, ist unsere Tochtergesellschaft RWO GmbH (RWO) in Bremen der kompetente Ansprechpartner in allen Fragen der Ver- und Entsorgung mit und von Wasser auf Schiffen und Offshore-Plattformen weltweit. Wesentliche Forschungsaktivitäten betreffen das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie geförderte Forschungsprojekt "Ballastwasser", das wie auch in Vorjahren in Zusammenarbeit mit RWO durchgeführt wurde und in 2007 mit dem Schlussbericht und der Schlussabrechnung zum Abschluss gebracht werden konnte. Daraus gewonnene Erkenntnisse wurden von RWO in Testanlagen umgesetzt und bereits zu ersten Typenprüfung vorgestellt. Auf Grund von global einzuhaltenden Vorschriften konnten bereits erste Aufträge in 2007 gebucht werden. Organisatorisch ist unser Unternehmen eingebunden in die von Großbritannien aus geleitete Sparte "VWS-2" des international tätigen VWS-Konzerns. Rechtlich ist unser Unternehmen eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der VWS Deutschland Holding GmbH (VWS DH) mit Sitz in Cello. Die heutige Struktur und die Geschäftstätigkeit des Unternehmens sind Ergebnis geschäftspolitischer und gesellschaftsrechtlicher Entscheidungen des VWS Konzerns zur Erschließung insbesondere des deutschen Marktes. 2. Rahmenbedingungen Der Geschäftsverlauf des abgelaufenen Geschäftsjahres war durch eine spürbare gesamtwirtschaftliche konjunkturelle Belebung und deren besondere Auswirkungen auf den Anlagenbau geprägt. Nach der allgemeinen wirtschaftlichen Verunsicherung der vergangenen Jahre wurde eine verstärkte Nachfrage für Neu- und Ersatzinvestitionen insbesondere privater Auftraggeber im Energieversorgungsbereich festgestellt. Investitionen öffentlicher Auftraggeber wurden weiterhin hinausgezögert. Branchenweit kommt es damit noch nicht zu einer zufrieden stellenden Auslastung der verfügbaren Kapazitäten. Der anhaltende Wettbewerbsdruck innerhalb der Branche hat sich zudem unmittelbar in den erzielbaren Preisen niedergeschlagen. Dieser Entwicklung konnte sich auch unser Unternehmen insbesondere in den von der Baukonjunktur abhängigen Geschäftsbereichen nicht entziehen. Es ist jedoch überwiegend gelungen, den erreichten Marktanteil zu festigen. In den Bereichen Industry und Beverage konnte gegenüber den Vorjahren sogar ein deutliches Wachstum im nationalen und internationalen Geschäft erreicht werden. Die gesamtwirtschaftliche wie auch die branchenspezifische Entwicklung haben unserer Einschätzung nach einen wesentlichen Anteil an dem noch nicht zufrieden stellenden Geschäftsverlauf des abgelaufenen Jahres, wobei im Zuge der Neustrukturierung erwartete zusätzliche geschäftliche Impulse und angestrebte Synergieeffekte noch nicht in vollem Umfang zu einer Entlastung geführt haben. II. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft1. Ertragslage Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat unsere Gesellschaft insgesamt einen Verlust in Höhe von 0,4 Mio. EUR (Vj. 1,2 Mio. EUR Verlust) zu verzeichnen. Hiervon entfallen etwa 0,3 Mio. EUR auf den Forderungsverzicht gegenüber unserer Tochtergesellschaft ELGA Berkefeld Middle East LLC zur Stabilisierung der Gesellschaft. Aus der Ergebnisabführung der RWO resultiert dagegen ein Ertrag in Höhe von 0,4 Mio. EUR (Vj. 0,8 Mio. EUR Ertrag). Auftragslage und Umsatz waren in 2007, berücksichtigt man das konjunkturelle Umfeld, insgesamt zufrieden stellend. Dies gilt insbesondere in allen Geschäftsbereichen mit starkem Anteil kundenspezifisch ausgelegter Systeme, wie Beverage und Industy. Im Auftragseingang war über das ganze Jahr eine stabile zunehmende Tendenz festzustellen. Trotz des unverändert intensiven Wettbewerbs konnten dabei im Jahresverlauf sogar Preissteigerungen von bis zu 5 % durchgesetzt werden. Wir werten das als Anzeichen dafür, dass der Markt unsere Qualitätsanstrengungen honoriert. Kostenseitig belasteten uns vor allem die hohen Stahlkosten, sowie die weiterhin hohen Frachtpreise. Dem zunehmenden Leistungsumfang durch die Steigerungen im Auftragseingang musste durch Einstellung von zusätzlichen Ingenieurskapazitäten Rechnung getragen werden. Dies drückt sich auch in gestiegenen Personalkosten aus. Durch mehrere Kosteneinsparungsinitiativen ist es uns allerdings gelungen, bereits im laufenden Jahr Synergien und Einsparungen zu erzielen, die sich auch in einer deutlichen Ergebnisverbesserung auswirkten, wenngleich ein ausgeglichenes Ergebnis noch verfehlt wurde. 2. Vermögenslage Der Wert der Unfertigen Erzeugnisse hat sich auf Grund des um über 30 % gestiegenen Auftragsbestandes und eines hohen Anarbeitungsgrades der Aufträge um 52 % erhöht. Die Finanzierung ist überwiegend durch entsprechende Kundenanzahlungen erfolgt, die ebenfalls um ca. 30 % gegenüber dem Vorjahreswert gestiegen sind. Aus der Übernahme der Vermögensgegenstände von der BFA im Rahmen des Asset-Deals in 2004 resultierte ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 781, der planmäßig über 15 Jahre abgeschrieben wird. 3. Finanzlage Die Finanzlage der Gesellschaft ist im Konzernzusammenhang zu sehen. Über den Mutterkonzern stehen uns im Rahmen eines landesweiten Cash-Pools stets die erforderlichen kurzfristigen Mittel sowie darüber hinaus gegebenenfalls benötigte langfristige Darlehen zur Verfügung. Zum Abschlussstichtag wurden der Muttergesellschaft Darlehen in Höhe von TEUR 1.118 gewährt (Vj. TEUR 3.664). Eigene Kreditlinien bei Banken werden ausschließlich für Avale benötigt. Eine uns seit Oktober 2004 direkt eingeräumte Aval/LC-Kreditlinie bei der EuropeArabBank plc, Fil. Frankfurt (vormals ARAB BANK AG), in Höhe von 6,25 Mio. EUR wird von uns gemeinsam mit der RWO GmbH genutzt. Ferner wurde in Erwartung eines guten Wachstums im Bereich der Engineered Systems eine weitere Aval-Linie bei der französischen CIC Bank in Höhe von ca. 10,0 Mio. EUR eingerichtet. Zur Absicherung dieser Linie hat die VWS eine Patronatserklärung gegenüber der CIC-Bank abgegeben. Bei Bedarf stehen darüber hinaus die Konzernkreditlinien mit der Deutschen Bank für weitere Avale zur Verfügung. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr und auch danach jederzeit gegeben. Die Finanzlage unserer Gesellschaft ist in erheblichem Umfang durch die oben beschriebenen strategischen Maßnahmen bestimmt. Nach Veräußerung des Grundstücks im Geschäftsjahr 2005 und einer Einzahlung der Gesellschafterin in die Kapitalrücklage im Geschäftsjahr 2006 wird das langfristig gebundene Vermögen (Anlagevermögen) weitest gehend durch das Eigenkapital finanziert. Von dem gesamten kurzfristig gebundenen Vermögen wird ein gewisser Teil durch langfristige Fremdmittel (Pensionsrückstellungen) und der verbleibende Teil kurzfristig finanziert. Notwendige Betriebsmittel werden uns über eine konzernweite "Cash-Pool-Vereinbarung" jederzeit zur Verfügung gestellt. Aus dem abgeschlossenen Mietvertrag hinsichtlich des Grundstückes ergeben sich langfristige Verpflichtungen in Höhe von 0,5 Mio. EUR jährlich. III. NachtragsberichtDie Klage der Aker MTW Werft GmbH, Wismar gegen unsere Tochtergesellschaft RWO GmbH vor dem Landgericht Schwerin über Schadenersatzforderungen in Höhe von 3,2 Mio. EUR ist durch gerichtlichen Widerrufsvergleich mit Wirkung vom 10. Januar 2008 abgeschlossen. Danach ist RWO zur Erstattung eines Schadens in Höhe von TEUR 450 verpflichtet. RWO hat hierfür in ausreichender Höhe Rückstellungen gebildet. Weitere Vorgänge von wesentlicher Bedeutung hat es nach dem Bilanzstichtag nicht gegeben, die hierzu nennen wären. IV. Risikobericht- und PrognoseErnstzunehmende Risiken der voraussichtlichen Entwicklung sind uns zurzeit nicht bekannt. Allgemeinen Ausfallrisiken, welche darin bestehen, dass unsere Vertragspartner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen und die Gesellschaft durch Forderungsausfälle Verluste erleidet, wird generell durch eine Überprüfung der Kreditwürdigkeit vor Vertragsabschluss und durch den Abschluss von Ausfallversicherungen begegnet. Risiken aus Fremdwährungsschwankungen werden durch die Einbeziehung der "Treasury-Abteilung" der Konzernmutter Veolia Environnement S.A., Paris, nach den entsprechenden intern festgelegten Bestimmungen abgesichert. Zur Einschätzung des Liquiditätsrisikos verfügt die Gesellschaft über kurz- und mittelfristige Liquiditätsplanungen, welche aus der Unternehmensplanung abgeleitet werden. So wird der zukünftige Liquiditätsbedarf im Wesentlichen durch die Erwirtschaftung eines positiven Cash-flows aus der operativen Geschäftstätigkeit gedeckt. Die Finanzierung von möglichen Investitionen ist durch die Einbindung in das konzernweite "Cash-Pooling" gesichert. Mit der Konzentration der deutschen Prozesswasser-Aktivitäten in unserer Gesellschaft und entsprechender Kapitalausstattung hat uns der VWS-Konzern in die Lage versetzt, eine bedeutende Marktposition im Bereich der Wasseraufbereitung aufbauen zu können, die wir durch weitere Konzentrationen von übrigen Unternehmen der deutschen VWS-Gruppe fortsetzten werden. Wir sind zuversichtlich, dass wir diese Chance mit strengem Qualitäts- und Kostenmanagement wahrnehmen werden. Der Restrukturierungsprozess hin zu einem starken und kompetenten Entwickler, Produzenten und Dienstleister in diesem Markt verläuft weiterhin planmäßig und wird durch eine in der Umsetzung befindende Änderung der internen Strukturen unterstützt. Qualitätsverbesserungs- und Kosteneinsparungsprogramme haben in 2007 zu weiteren zufrieden stellenden Ergebnissen geführt. Diesen Prozess weiter voranzutreiben, das ist die uns selbst gestellte Aufgabe für 2008 und 2009. Wir sind zuversichtlich, dass wir im Rahmen unserer Vision 2009 durch unsere Neupositionierung einerseits und durch die sich verbessernden konjunkturellen Aussichten andererseits eine erfolgreiche Entwicklung vor uns haben. Insbesondere ist für die Jahre 2008 bis 2009 eine weitere deutliche Umsatzausweitung insbesondere in den Bereichen Service und Engineered Systems geplant, die dann auch bei verbesserten Margen zu einem positiven Ergebnis unserer Gesellschaft führen wird.
Celle, im März 2008 ELGA Berkefeld GmbH Dr. lan R. Stewart Ulrich Jauss Wilfried Hasselmann
Celle, den 10. Juni 2008 VWS Deutschland Holding GmbH Roger Mudd |
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