Bruker-Physik GmbHLiquidiert

76275 Ettlingen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 702671
Eingetragen
23.7.2007
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: a) Erwerb, Veräußerung und Verwaltung von Beteiligungen, insbesondere von solchen, die im Bereich NMR und EPR Spektroskopie sowie präklinischer MRI-Geräte tätig sind, b) Erwerb, Veräußerung und Verwaltung von Grundbesitz, c) die Durchführung von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben in neuen Arbeitsgebieten der Physik, Chemie, Medizin, Biologie und Ozeanologie sowie die Übernehme von Planungs- und Beratungsaufgaben in solchen oder benachbarten Gebieten unter Verwendung des eingetragenen Warenzeichens "Bruker", d) die Erbringung von Dienstleistungen, insbesondere von administrativen Dienstleistungen, gegenüber anderen Gesellschaften der Bruker-Gruppe.

Finanzübersicht

Historie

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Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (3)

NameAnteil
Bruker BioSpin CorporationUSA
50.50%
24.75%
24.75%

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Bruker BioSpin Corporation
United States
4.292.500 €
50.50%
Germany
2.103.750 €
24.75%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Bruker-Physik GmbH

Ettlingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für 2023

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Im bisherigen Verlauf des Jahres setzte die Weltwirtschaft ihr moderates Wachstum fort. Dabei haben sich die zuvor deutlichen Unterschiede in der konjunkturellen Dynamik zwischen den fortgeschrittenen Volkswirtschaften verringert. Während das starke Wirtschaftswachstum in den Vereinigten Staaten an Schwung verlor, erholte sich die europäische Wirtschaft nach einer Phase der Stagnation. Gleichzeitig nahm die Produktion in China merklich zu, obwohl viele Indikatoren darauf hinweisen, dass die private Nachfrage im Inland weiterhin verhalten bleibt. Insgesamt verzeichnete der Welthandel wieder ein leichtes Wachstum.

Im Prognosezeitraum wird ein moderates Wachstum der Weltwirtschaft erwartet, angetrieben durch steigende Reallöhne und zunehmenden privaten Konsum in Europa sowie eine allmähliche Lockerung der Geldpolitik. Die Weltproduktion soll 2024 und 2025 um jeweils 3,1 Prozent zunehmen, was eine Aufwärtskorrektur der Prognose für 2024 um 0,3 Prozentpunkte darstellt.

In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften wird die Arbeitslosigkeit in diesem Jahr zwar leicht ansteigen, bleibt jedoch auf historisch niedrigem Niveau. Die Inflation ist zuletzt vor allem aufgrund steigender Preise für Dienstleistungen kaum gesunken. Der erwartete Rückgang in Richtung der Zielmarke von 2 Prozent dürfte sich nur langsam vollziehen, wodurch das Risiko gestiegen ist, dass die Geldpolitik länger restriktiv bleiben muss als bislang angenommen.

Weitere Risiken für die Weltkonjunktur sind vor allem geopolitischer Natur, insbesondere im Zusammenhang mit den Unsicherheiten der US-Präsidentschaftswahlen und dem anhaltenden Krieg in der Ukraine. Eine Verschärfung von Handelskonflikten könnte die weltwirtschaftliche Aktivität erheblich beeinträchtigen 1 .

Branchenentwicklung

Es werden IT-Dienstleistungen zur Verfügung gestellt, welche ausschließlich durch Bruker Gesellschaften in Anspruch genommen werden.

Zum 01.01.2023 wurde die Bruker BioSpin MRI GmbH auf die Bruker BioSpin GmbH verschmolzen. Unmittelbar danach wurde der gesamte Geschäftsbetrieb der Bruker BioSpin GmbH im Wege der Ausgliederung auf die neu gegründete Bruker BioSpin GmbH & Co. KG übertragen. Des Weiteren wurde das gesamte Geschäft der Bruker BioSpin GmbH zum 31.10.2023 in die Bruker BioSpin Holding GmbH ausgegliedert. Die Bruker Physik GmbH hält somit 97% der Anteile an der Bruker BioSpin Holding GmbH. Die verbleibenden 3% werden von der Bruker Invest AG, Schweiz, gehalten.

Mit der Bruker BioSpin GmbH bestand seit dem Jahr 2008 ein Ergebnisabführungsvertrag. Dieser blieb durch die Verschmelzung und Ausgliederung weiterhin bestehen und erlosch vertraglich zum 31.12.2023. Daher trug die Bruker BioSpin Holding GmbH, bedingt durch die Ergebnisabführung, einen Großteil zum Jahresergebnis 2023 der Bruker Physik GmbH bei. Zum 01.01.2024 wurde ein neuer Ergebnisabführungsvertrag zwischen der Bruker BioSpin Holding GmbH und der Bruker Physik GmbH sowie der Bruker Invest AG, Schweiz (Minderheitsgesellschafterin), abgeschlossen.

Die Nachfrage nach unseren Dienstleistungen ist im Vergleich zum Vorjahr um 25,4% gestiegen, da mehr Leistungen in Anspruch genommen wurden. Wie auch im Vorjahr hat sich dies erneut mit einem Anstieg im zweistelligen Prozentbereich sehr solide und positiv entwickelt.

Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Bruker-Physik GmbH ist seit dem Geschäftsjahr 2010 gruppeninterner Anbieter von IT-Dienstleistungen. Dies umfasst die Betreuung der IT-Hard- und Software (insbesondere SAP).

Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Geschäftsverlauf

Mit Umsatzerlösen in Höhe von TEUR 33.731 (Vorjahr: TEUR 26.896) haben wir unsere Prognose für die Umsatzerlöse übertroffen. Dieser Anstieg ist auf die wachsende Nachfrage nach IT-Dienstleistungen zurückzuführen. Hingegen hat sich unsere Prognose beim Jahresüberschuss mit TEUR 8.882 (Vorjahr: TEUR 11.565) nicht erfüllt. Der Ertrag aus der Ergebnisabführung von der Bruker BioSpin Holding GmbH (vormals Bruker BioSpin GmbH) war aufgrund der Umstrukturierungskosten und niedrigeren Umsatzerlösen auf Ebene der Bruker BioSpin GmbH & Co. KG niedriger als geplant.

Der Ergebnisrückgang um TEUR 2.683 lässt sich hauptsächlich dadurch erklären, dass im Vorjahr sonstige betriebliche Erträge in Höhe von TEUR 10.998 durch einen Grundstücksverkauf erzielt wurden. Demgegenüber kam es zu einer deutlich höheren Ergebnisabführung der Bruker BioSpin Holding GmbH in Höhe von TEUR 13.210 (VJ. TEUR 8.969). Die Steuern auf Einkommen und Ertrag sind von TEUR 5.933 auf TEUR 3.742 gesunken.

Im Jahr 2023 konnten wir einen Umsatzanstieg um ca. 6,8 Mio. EUR verzeichnen, was einer Steigerung von 25,4% entspricht. Die Herstellungskosten sind um 23,0% höher ausgefallen und entsprechen somit einer Herstellungskostenquote von 91,6% (VJ. 93,4%). Die Bruttomarge hat sich im Vergleich zum Vorjahr mit 8,4% (VJ. 6,6%) verbessert.

Da die Gesellschaft keine eigene Vertriebs- und Entwicklungsaktivitäten hat, haben sich, wie im Vorjahr, keine Vertriebs- und Entwicklungskosten ergeben.

Weiterhin gab es wie im Vorjahr keine allgemeinen Verwaltungskosten da sämtliche Aufwendungen anteilig konzernintern weiterberechnet wurden.

Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf TEUR 28 (VJ. TEUR 10.998) und bestehen ausschließlich aus Kursgewinnen durch die Umrechnung von Fremdwährungen in Höhe von TEUR 28 (Vorjahr: TEUR 30). Der Rückgang der Erträge ist auf den Veräußerungsgewinn aus dem Grundstücksverkauf im Vorjahr zurückzuführen (VJ. TEUR 10.968).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um TEUR 1.128 erhöht und betragen im Berichtsjahr TEUR 4.533 (VJ. TEUR 3.405). Der Anstieg resultiert ausschließlich aus dem erhöhten Aufwand aus Kursverlusten, hauptsächlich aus der Umrechnung eines CHF-Darlehens.

Das Finanzergebnis ist um TEUR 6.164 auf TEUR 14.296 gestiegen. Dies liegt im Wesentlichen am diesjährigen Ertrag aus Ergebnisabführung der Bruker BioSpin Holding GmbH in Höhe von TEUR 13.210. Im Vorjahr verzeichneten wir hier einen Ertrag aus Ergebnisabführung von TEUR 8.969. Zusätzlich habe sich die Zinserträge um TEUR 1.712 auf TEUR 2.087 erhöht.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind mit TEUR 3.742 um TEUR 2.190 niedriger als im Vorjahr.

Trotz des verbesserten Ertrags aus der Ergebnisabführung ist der Jahresüberschuss im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgegangen. Im Vorjahr hatte der betriebliche Ertrag aus dem Grundstücksverkauf den Jahresüberschuss 2022 deutlich erhöht. Im Berichtsjahr lag der Jahresüberschuss bei TEUR 8.882 (Vorjahr: TEUR 11.565).

Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 16.300 auf TEUR 240.752 erhöht.

Das Anlagevermögen hat sich insgesamt um 1.834 TEUR auf 141.228 TEUR (VJ. TEUR 139.394) erhöht. Dies ist hauptsächlich auf hohe Investitionen in immaterielle Vermögenswerte zurückzuführen.

Die Forderungen aufgrund geleisteter Anzahlungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 534 auf TEUR 732 erhöht. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind insgesamt um TEUR 14.593 auf TEUR 94.596 (VJ. TEUR 80.004) angestiegen. Die Veränderung resultiert hauptsächlich aus den Forderungen aus Ergebnisabführung, welche im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 4.241 auf TEUR 13.210 gestiegen ist. Die Cash-Pool-Forderung stieg auf TEUR 72.082, verglichen mit TEUR 64.932 im Vorjahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind um TEUR 1.068 auf TEUR 1.006 zurückgegangen (VJ. TEUR 1.705) und setzen sich überwiegend mit TEUR 459 aus Forderungen gegenüber Körperschaft-, Gewerbesteuer- und Solidaritätszuschlag zusammen.

Das Eigenkapital hat sich um TEUR 8.882 auf TEUR 118.107 (VJ. TEUR 109.225) erhöht, was ausschließlich auf den Jahresüberschuss 2023 in Höhe von 8.882 TEUR zurückzuführen ist. Der Jahresüberschuss 2022 in Höhe von 11.565 TEUR wurde den Gewinnrücklagen zugeführt.

Die langfristigen Schuldposten (Verbindlichkeiten und Rückstellungen) betragen insgesamt TEUR 77.367 (VJ. TEUR 102.903) und sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 25.536 zurückgegangen. Im Wesentlichen setzen sich diese Schuldposten aus der Aufnahme von Intercompany-Darlehen und Pensionsrückstellungen zusammen. Die Darlehensverbindlichkeiten betragen inklusive entsprechender Zinsverbindlichkeiten insgesamt TEUR 75.626 (VJ. TEUR 101.086) und bestehen gegenüber der Bruker Invest AG. Weiterhin existieren noch Pensionsrückstellungen über TEUR 1.724 (VJ. TEUR 1.801).

Die kurzfristigen Schuldposten (Verbindlichkeiten und Rückstellungen) setzen sich hauptsächlich aus Steuerrückstellungen, sonstigen Rückstellungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Drittkunden, aus Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und sonstigen Verbindlichkeiten zusammen und sind mit TEUR 45.278 gestiegen im Vergleich zum Vorjahr (VJ. TEUR 11.081). Die Veränderungen resultieren insbesondere aus den kurzfristigen Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der Bruker BioSpin AG in Höhe von TEUR 26.962, der Zunahme der Steuerrückstellungen um TEUR 2.038, der sonstigen Rückstellungen um TEUR 524, der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 374 sowie der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 1.493. Dagegen sind die sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 195 gesunken.

Ertragslage

Unsere wesentliche Ergebnisquelle sind unsere IT-Dienstleistungen, welche ausschließlich für andere Bruker-Gesellschaften erbracht werden.

Unser verrechenbares Dienstleistungsangebot resultiert aus erbrachten IT-Dienstleistungen. Im Berichtsjahr lagen wir mit den erzielten TEUR 33.731 um TEUR 6.835 über dem Vorjahresumsatzvolumen, was einer Steigerung von 25,4% entspricht.

Unsere Herstellungskosten sind im Vergleich zum Vorjahr lediglich um TEUR 5.775 gestiegen, was somit eine Verbesserung der Bruttomarge um TEUR 1.060 zur Folge hat.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind gegenüber dem Vorjahr aufgrund des im Jahr 2022 erzielten Veräußerungsgewinns aus dem Grundstücksverkauf erheblich zurückgegangen. Zum Jahresende betragen sie TEUR 28 (VJ: TEUR 10.998)

Der sonstige betriebliche Aufwand beträgt TEUR 4.533 und hat sich aufgrund deutlich gestiegener Fremdwährungsverluste, hauptsächlich für ein in Anspruch genommenes CHF-Darlehen, um TEUR 1.128 erhöht.

Die Zinserträge belaufen sich auf TEUR 2.087 (VJ. TEUR 376) und sind im Geschäftsjahr deutlich gestiegen aufgrund der Erhöhung des Cash-Pooling-Kontostands und der Steigerung des Zinssatzes für das Cash Pooling. Die Zinsaufwendungen sind um TEUR 211 gesunken und betragen im Geschäftsjahr TEUR 1.001 (VJ. TEUR 1.212).

Finanzlage

Unsere Finanzlage ist als sehr stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Es existieren keinerlei Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Seit August 2013 ist die Bruker-Physik GmbH in den Euro-Cash-Pool unserer Unternehmensgruppe eingebunden. Cash-Pool-Führerin ist die Bruker Finance B.V., Rotterdam, Niederlande.

Die Gesellschaft hat für die zwischen der Konzernmuttergesellschaft - Bruker Corporation, Billerica, USA, der Bruker Invest, Schweiz, der Bruker Finance B.V., Niederlande, - und den beteiligten Bankpartnern abgeschlossene Konsortialkreditvereinbarung vom 18. Januar 2024 eine Mithaftungserklärung abgegeben. Der Konsortialkredit hat ein Volumen über 900 Mio. USD und eine Laufzeit bis zum Ende des Jahres 2029. Aufgrund der Marktstellung von Bruker und der Profitabilität des Bruker-Geschäftsmodells ist eine Inanspruchnahme unwahrscheinlich.

Wir sind jederzeit in der Lage sämtliche Verbindlichkeiten und Investitionen aus konzerninternen Mitteln zu finanzieren.

Die Verbindlichkeiten betragen 45,4% (VJ. 46,5%) der Bilanzsumme und bestehen im Wesentlichen gegenüber verbundenen Unternehmen. Sämtliche Verbindlichkeiten können stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden. Aufgrund der Einbindung in den Cash-Pool sind die liquiden Mittel von untergeordneter Bedeutung.

Die Mitarbeiterzahl zum Jahresende 2023 ist von 60 auf 64 gestiegen. Die Anzahl an technischen und kaufmännischen Mitarbeitern ist von 60 auf 64 gestiegen.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind die zuvor dargestellten Umsatzerlöse und das Jahresergebnis nach Steuer. Zusätzlich werden die Kennzahlen Umsatz pro Mitarbeiter und die Eigenkapitalquote analysiert. Da die Service-Transaktionen ausschließlich mit Unternehmen der Bruker-Gruppe stattfinden, wurde von der Erstellung einer Kapitalflussrechnung abgesehen.

Der Umsatz pro Mitarbeiter hat sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund gestiegener Umsatzerlöse trotz einer steigenden durchschnittlichen Mitarbeiterzahl auf TEUR 553 (VJ. TEUR 480) erhöht. Die Eigenkapitalquote beträgt in Berichtsjahr 49,3% (VJ. 48,9%) und ist somit im Vergleich zum Vorjahr um 0,4%-Punkte gestiegen.

Unsere wirtschaftliche Lage hat sich im Vergleich zum Vorjahr verbessert. Das Geschäftsjahr 2023 konnte, u.a. aufgrund der gestiegenen Umsatzerlöse und der positiven Entwicklung der Ergebnisabführung der Bruker Holding BioSpin GmbH, mit einem Jahresüberschuss abschließen.

Prognosebericht

Im Februar 2022 ist der bis dahin schwelende Russland-Ukraine-Konflikt zu einem Krieg eskaliert. Als Folge dessen hat sich die Weltpolitik, wie auch die konjunkturelle Situation deutlich verändert. Es kam zu deutlichen Beeinträchtigungen bei der Materialversorgung, die Energiepreise haben sich um ein vielfaches erhöht und die Inflationsrate in Deutschland hat sich drastisch erhöht. Die Energiepreise haben sich im Laufe des Jahres 2023 wieder etwas erholt, die Inflationsrate ist per Ende Juni 2024, nach einem Höchststand im Oktober 2022 von 10,4%, auf ca. 2,2% zurückgegangen. Der Ukraine-Krieg sowie weitere geopolitische Spannungen in anderen Weltregionen führen zu erheblichen Unsicherheiten bei der Prognose von Umsatz und Jahresergebnis.

Vor dem Hintergrund der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung und obwohl keine nennenswerten neuen IT-Projekte zur Verrechnung anstehen, rechnen wir für das Geschäftsjahr 2024 mit einem mittleren zweistelligen Wachstum bei den Umsatzerlösen und einem niedrigen einstelligen Wachstum beim Jahresergebnis, wobei der Anstieg vor allem auf die vermehrte Inanspruchnahme zusätzlicher Leistungen zurückzuführen ist.

Beteiligungen

Die Bruker BioSpin GmbH war bis Ende 2022 eine 100% Tochtergesellschaft der Bruker Physik GmbH. Von 2019 bis Ende 2022 hielt die Bruker Physik GmbH 89,9% der Anteile an der Bruker BioSpin MRI GmbH, während die restlichen 10,1% im Besitz der Invest AG, Schweiz, waren.

Am 01.01.2023 wurde die Bruker BioSpin MRI GmbH mit der Bruker BioSpin GmbH verschmolzen, woraufhin der gesamte Geschäftsbetrieb der Bruker BioSpin GmbH auf die neu gegründete Bruker BioSpin GmbH & Co. KG ausgegliedert wurde. Zusätzlich wurde am 31.10.2023 die Bruker BioSpin GmbH in die Bruker BioSpin Holding GmbH umgewandelt. Die Bruker Physik GmbH hält nun 97% der Anteile an der Bruker BioSpin Holding GmbH, während die verbleibenden 3% von der Invest AG, Schweiz, gehalten werden.

Seit 2008 bestand ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Bruker BioSpin GmbH, der trotz der Verschmelzung und Ausgliederung bis zum 31.12.2023 fortgeführt und vertraglich zum 31.12.2023 beendet wurde. Im Geschäftsjahr 2023 erzielte die Bruker BioSpin Holding GmbH ein positives abzuführendes Jahresergebnis von TEUR 13.210 (VJ. TEUR 8.969 aus der Gewinnabführung der Bruker BioSpin GmbH). Außerdem hat die Bruker BioSpin GmbH & Co. KG gemäß dem Vorabbeschluss vom 14. Dezember 2023 einen Gewinn in Höhe von TEUR 13.250 an die Bruker BioSpin Holding GmbH abgeführt.

Chancen und Risiken der künftigen Geschäftsentwicklung

Risikobericht

Branchenspezifische Risiken

Die Berichtsgesellschaft ist in ihrer Hauptfunktion als IT-Dienstleister, ausschließlich für Bruker-Gesellschaften, sehr stark von der gruppeninternen Nachfrage an diesen Dienstleistungen abhängig. Falls sich die zukünftigen Geschäftsjahre unserer internen Kunden schlechter darstellen als prognostiziert, könnte es zu Verschiebung oder gar Absagen von IT-Projekten kommen, was sich dann negativ auf unser Umsatzvolumen auswirken würde. Aufgrund des seit Februar 2022 herrschenden Krieges zwischen Russland und der Ukraine haben sich die geopolitischen Risiken insgesamt deutlich erhöht. Als Folge dessen sind die Energie- und Materialpreise deutlich gestiegen. Die Inflationsrate in Deutschland erreichte im Oktober 2022 mit 10,4 % ihren Höchststand. Im Laufe des Jahres 2023 hat sie sich etwas erholt und lag per Ende Juni 2024 bei 2,2%. Eine Verschlechterung der Ertragssituation bei der Bruker BioSpin GmbH & Co. KG hätte aufgrund des mit der Bruker BioSpin Holding GmbH geschlossenen Ergebnisabführungsvertrags auch unmittelbar negativen Einfluss auf das Ergebnis unserer Gesellschaft.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken trotz der beschriebenen Krisensituationen derzeit nicht erkennbar. Da das Unternehmen im Bruker-internen Cash-Pool eingebunden ist, ist die Liquidität auch weiterhin sichergestellt.

Potenzielle Währungsrisiken, besonders bezogen auf das CHF-Darlehen, welche die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, existieren nach wie vor, ganz besonders nach der Entscheidung der Schweizer Nationalbank vom 15. Januar 2015, den Wechselkurs von Schweizer Franken und Euro zu entkoppeln.

Die Liquiditätslage ist zufriedenstellend. Es sind keine Engpässe zu erwarten.

Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben aus dem Cash-Pool. Die Gesellschaft hat ausschließlich andere Bruker-Gesellschaften als Kunden. Mit Forderungsausfällen ist deshalb nicht zu rechnen.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Die Gesellschaft finanziert sich ausschließlich aus eigenen Mitteln.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfallrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

Chancenbericht

Für 2024 erwarten wir eine weiterhin leichte Steigerung der Nachfrage an Dienstleistungen. Bei der Bruker Holding BioSpin GmbH, mit der ein Ergebnisabführungsvertrag besteht, ist allerdings für die kommenden Jahre mit einer Umsatz- und Ergebnisverbesserung zu rechnen, bedingt durch wachsende Investitionen und weitere positive Entwicklungen auf dem Markt.

Gesamtaussage

Trotz der Risiken durch den Russland-Ukraine-Konflikt und die damit verbundenen Herausforderungen bleiben wir optimistisch. Wir gehen davon aus, dass die weltweite Wirtschaftsleistung in den Jahren 2024 und 2025 moderat zunehmen wird, sofern sich die geopolitischen Spannungen nicht verschärfen. In einem anspruchsvollen Wettbewerbsumfeld fühlen wir uns aufgrund unserer finanziellen Stabilität gut gerüstet. Auch wenn wechselnde Wechselkurse eine gewisse Unsicherheit mit sich bringen, sehen wir uns gut vorbereitet. Um weiterhin erfolgreich zu bleiben, legen wir großen Wert auf innerbetriebliche Weiterbildungsmaßnahmen, um einen qualifizierten Mitarbeiterstamm sicherzustellen.

Sollte das Geschäftsjahr 2024 für andere Bruker-Gesellschaften ungünstiger verlaufen als prognostiziert, könnten Projektverschiebungen notwendig werden, was sich negativ auf unser Umsatzvolumen auswirken könnte. Insgesamt sehen wir aber mit Zuversicht in die Zukunft und erkennen keine Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten.

 

Ettlingen, am 04. Dezember 2024

Bruker-Physik GmbH

Dr. Wulf-Ingo Jung

Patrick Minhorst

Dr. Falko Busse

1 Kieler Konjunkturberichte Sommer 2024

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

EUR 31.12.2023
EUR
31.12.2022
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 7.784.677,49 6.178
7.784.677,49 6.178
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.714.833,86 1.909
3. Geleistete Anzahlungen auf Anlagen im Bau 3.004.312,72 2.583
4.719.146,58 4.492
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 128.723.685,18 128.724
Summe des Anlagevermögens 141.227.509,25 139.394
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 94.596.299,75 80.004
2. Sonstige Vermögensgegenstände 1.006.406,10 1.705
3. Geleistete Anzahlungen 732.490,74 199
96.335.196,59 81.908
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 464,49
Summe des Umlaufvermögens 96.335.661,08 81.908
C. Rechnungsabgrenzungsposten 3.188.952,96 1.908
240.752.123,29 223.210

Passiva

EUR 31.12.2023
EUR
31.12.2022
TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 8.500.000,00 8.500
II. Gewinnrücklagen 100.725.160,14 89.160
III. Jahresüberschuss 8.881.715,90 11.565
118.106.876,04 109.225
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.724.122,00 1.801
2. Steuerrückstellungen 6.252.996,00 4.215
3. Sonstige Rückstellungen 4.606.630,57 4.083
12.583.748,57 10.098
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.896.365,32 3.522
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 106.091.744,77 100.096
3. Sonstige Verbindlichkeiten 73.388,59 268
110.061.498,68 103.886
240.752.123,29 223.210

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

2023
EUR
2022
TEUR
1. Umsatzerlöse 33.731.035,50 26.896
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -30.899.218,25 -25.124
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 2.831.817,25 1.772
4. Sonstige betriebliche Erträge 28.478,69 10.998
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 28.478,70 (Vj. TEUR 30)
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.532.543,61 -3.405
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 4.532.525,44 (Vj. TEUR 3.405)
-4.504.064,92 7.593
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.087.391,96 376
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 2.078.432,96 (Vj. TEUR 371)
7. Ertrag aus Ergebnisabführung 13.210.007,45 8.969
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.001.034,99 -1.212
davon an verbundene Unternehmen EUR 966.268,90 (Vj. TEUR 1.154)
14.296.364,42 8.132
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -3.742.400,85 -5.933
10. Ergebnis nach Steuern vom Einkommen und Ertrag 8.881.715,90 11.565
11. Jahresüberschuss 8.881.715,90 11.565

Anhang für 2023

A. Allgemeine Hinweise

Die Bruker-Physik GmbH hat ihren Sitz in Ettlingen und ist beim Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter der Nummer HRB 702671 registriert.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Gemäß §267 Abs. 2 ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Die größenabhängigen Erleichterungen gem. § 288 Abs. 2 HGB wurden in Anspruch genommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, linear über eine Nutzungsdauer von einem bis fünf Jahren abgeschrieben. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung zeitanteilig.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben:

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1-13 Jahre Nutzungsdauer

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. bei dauernden Wertminderungen mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Geleistete Anzahlungen sind zum Nennwert bilanziert.

Wenn notwendig, werden auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert, soweit erforderlich abzüglich angemessener Wertberichtigungen, bilanziert.

Flüssige Mittel wurden zum Nominalwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden handelsrechtlich mit dem Erfüllungsbetrag gemäß § 253 HGB angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem jeweils laufzeitadäquaten Zinssatz gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisations- und das Anschaffungskostenprinzip (§ 252 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Die davon-Vermerke zur Währungsumrechnung in der Gewinn- und Verlustrechnung umfassen sowohl die realisierten als auch die unrealisierten Währungsdifferenzen.

C. Erläuterungen zur Bilanz

I. Aktiva

1. Entwicklung des Anlagevermögens

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

2. Aufstellung des Anteilsbesitzes

Die Zusammensetzung des Anteilsbesitzes ist wie folgt:

Bruker BioSpin Holding GmbH (Vormals: Bruker BioSpin GmbH), Ettlingen

Währung 2023 %-Anteil 31.12.2023 Eigenkapital 2023 Ergebnis vor EAV
TEUR 97 69.695 13.210
Währung 2022 %-Anteil 31.12.2022 Eigenkapital 2022 Ergebnis vor EAV
TEUR 100 54.637 8.969

Bruker BioSpin MRI GmbH, Ettlingen

Währung 2023 %-Anteil 31.12.2023 Eigenkapital 2023 Ergebnis
TEUR 0 0 0
Währung 2022 %-Anteil 31.12.2022 Eigenkapital 2022 Ergebnis
TEUR 89,9 15.059 8.104

Mit der Bruker BioSpin GmbH (umgewandelt in die Bruker BioSpin Holding GmbH) wurde am 19. November 2008 ein Ergebnisabführungsvertrag (EAV) geschlossen. Ein neuer Ergebnisabführungsvertrag zwischen der Bruker BioSpin Holding GmbH und der Bruker-Physik GmbH wurde abgeschlossen, der erstmals mit dem Jahresabschluss 2024 wirksam wird.

3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen umfassen insbesondere Forderungen aus dem Cash-Pooling-Konto mit Bruker Finance BV in Höhe von TEUR 72.082 (Vorjahr: TEUR 64.932). Zudem bestehen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 9.304 (VJ. TEUR 4.529), davon TEUR 0 (VJ. TEUR 1.086) gegenüber der Gesellschafterin Bruker Daltonik GmbH und TEUR 0 (VJ. TEUR 719) gegenüber der Gesellschafterin Bruker Optik Holding GmbH. Darüber hinaus bestehen Gesamtforderungen aus dem Ergebnisabführungsvertrag in Höhe von TEUR 13.210 (VJ. TEUR 10.543).

4. Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände liegen mit TEUR 1.006 (VJ. TEUR 1.705) unter dem Vorjahresniveau, sind innerhalb eines Jahres fällig und bestehen hauptsächlich aus Steuerforderungen in Höhe von 798 (VJ. TEUR 1.577).

II. Passiva

1. Eigenkapital

Das Stammkapital beträgt TEUR 8.500 (VJ. TEUR 8.500) und ist zu 100 % einbezahlt. Darüber hinaus bestehen Gewinnrücklagen von TEUR 100.725 (VJ. TEUR 89.160) sowie ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 8.882 (VJ. TEUR 11.565). Der Jahresüberschuss des Vorjahres wurde in die Gewinnrücklagen eingestellt.

2. Rückstellungen

Die Rückstellungen gliedern sich in Rückstellungen für Pensionen, Steuerrückstellungen und Sonstige Rückstellungen.

Rückstellungen für Pensionen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen beträgt im Berichtsjahr TEUR 1.724 (VJ. TEUR 1.801) und wird nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC-Methode) ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,82 % (VJ. 1,78 %) verwendet. Der Zinssatz wurde zum 31.12.2023 festgestellt. Erwartete Rentensteigerungen wurden weiterhin mit 3,0% (VJ. 3,0 %) berücksichtigt.

Der Berechnung der Pensionsverpflichtungen liegen die Wahrscheinlichkeitswerte nach den "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde.

Steuerrückstellungen und Sonstige Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen betreffen hauptsächlich mit TEUR 2.201 Steueraufwendungen für das Berichtsjahr 2023 und mit TEUR 4.052 vorhergehende Geschäftsjahre.

Die wesentlichen Sonstigen Rückstellungen betreffen:

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Personalrückstellungen 1.750 1.722
Rückstellungen für ausstehende Rechnungen 900 211

In den sonstigen Rückstellungen sind langfristige Rückstellungen von TEUR 16 (VJ. TEUR 16) enthalten.

3. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Es liegen keine Verbindlichkeiten vor, welche durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen insgesamt TEUR 106.092 (VJ. TEUR 100.096) und betreffen fast ausschließlich Verbindlichkeiten aus Ausleihungen mit Restlaufzeiten bis Ende 2024 bzw. Februar 2025. Der Anstieg der Ausleihungen resultiert ausschließlich aus Kursdifferenzen aus der Umrechnung von Fremdwährung.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt von TEUR 73 (VJ. TEUR 72). In diesem Jahr bestehen keine Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer (VJ. TEUR 195). Wie im Vorjahr existieren keine Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit.

Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sowohl im Geschäftsjahr wie auch im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Verbindlichkeitenspiegel

Restlaufzeit ...
(in TEUR)
< 1 Jahr > 1 Jahr Davon > 5 Jahre
Erhaltene Anzahlungen 0
(0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.896
(3.522)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 31.175 74.917
(0) (100.096)
Sonstige Verbindlichkeiten 73
(268)
SUMME 35.144 74.917
(3.790) (100.096)

In Klammern ( ) die Vorjahreswerte.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Geografische Märkte

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach geographischen Märkten wie folgt auf:

2023
TEUR
2022
TEUR
Europa 24.455 22.074
Asien 813 590
Amerika 8.463 4.232
33.731 26.896

Personalaufwand

2023
TEUR
2022
TEUR
Löhne und Gehälter 5.464 4.659
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung, 1.029 913
davon für Altersversorgung (§275 Nr. 6, b) TEUR 132
6.493 5.572

Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 921 gestiegen. Diese Erhöhung resultiert sowohl aus gestiegenen Gehaltskosten und Prämien als auch aus der Erhöhung der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl. Die Zahl der Mitarbeiter hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 5 auf insgesamt 61 erhöht. Die Anzahl der technischen und kaufmännischen Mitarbeiter beträgt nun 61 (VJ. 56). Im Berichtsjahr waren wie im Vorjahr keine Auszubildenden beschäftigt.

Zinsaufwand

Im Zinsaufwand sind u. a. Aufwendungen aus der Abzinsung der Verpflichtungen für Altersversorgungen von TEUR 30 (VJ. TEUR 33), Darlehenszinsen von TEUR 966 (VJ. TEUR 946) für in Anspruch genommene Intercompany Darlehen, Cash-Pool-Zinsen von TEUR 0 (VJ. TEUR 16), Zinsen für noch offene Ergebnisabführung von TEUR 0 (VJ. TEUR 192) und Zinsen für Körperschaft- und Gewerbesteuer von TEUR 4 (VJ. TEUR 24) enthalten.

Zinsertrag

Der Zinsertrag von TEUR 2.087 (VJ. TEUR 376) setzt sich fast ausschließlich aus Cash-Pool-Zinserträgen zusammen. Die Zinsen hierfür betragen insgesamt TEUR 2.078 (VJ.TEUR 371). Der Zinsertrag aus dem Cash-Pooling ist aufgrund des gestiegenen Saldos auf dem Cash-Pooling-Konto sowie der aktuellen Zinssätze gestiegen.

F. Sonstige Angaben

Ausschüttungs-, Abführungs- und Entnahmesperre (vgl. § 253 Abs. 6 HGB)

Bei der Bewertung der unmittelbaren Pensionsverpflichtungen nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,82 % beträgt der Rückstellungsbetrag TEUR 1.724. Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 S. 1 HGB zur Bewertung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre beträgt TEUR 8 und unterliegt gem. § 253 Abs. 6 S. 2 HGB einer Ausschüttungssperre.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat für die zwischen der Konzernmuttergesellschaft - Bruker Corporation, Billerica, USA, der Bruker Invest, Schweiz, der Bruker Finance B.V., Niederlande, - und den beteiligten Bankpartnern abgeschlossene Konsortialkreditvereinbarung vom 18. Januar 2024 eine Mithaftungserklärung abgegeben. Der Konsortialkredit hat ein Volumen über 900 Mio. USD und eine Laufzeit bis zum Ende des Jahres 2029. Aufgrund der Marktstellung von Bruker und der Profitabilität des Bruker-Geschäftsmodells ist eine Inanspruchnahme unwahrscheinlich.

Am 31. Dezember 2023 lagen keine weiteren angabepflichtigen Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 i. V. m. § 268 Abs. 7 HGB vor.

Zum Bilanzstichtag bestanden finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 382 (VJ. TEUR 390), wovon 213 TEUR gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren.

Des Weiteren besteht ein Bestellobligo i. H. v. TEUR 55 (VJ. 90).

Die übrigen sonstigen finanziellen Verpflichtungen liegen im Rahmen des üblichen Geschäftsverkehrs.

Derivative Finanzinstrumente

Die Bruker Corporation in Billerica, USA, hat Aktienoptionen auf Aktien der Bruker Corporation, Billerica, USA, an unsere Mitarbeiter ausgegeben, von denen zum Jahresende 2023 noch 11.390 Stück nicht ausgeübt wurden. Für die ausübbaren Optionen beträgt die Rückstellung zum Bilanzstichtag TEUR 544 (VJ. TEUR 667).

Angaben zur Mindestbesteuerung nach § 285 Nr. 30a HGB

Das sog. Mindestbesteuerungsrichtlinie-Umsetzungsgesetz wurde am 27. Dezember 2023 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und ist am Tag nach der Veröffentlichung, d.h. am 28. Dezember 2023, in Kraft getreten. Kernstück des Gesetzes ist das sog. Mindeststeuergesetz. Flankiert wird dieses durch Anpassungen an anderen Gesetzen, u.a. auch am Handelsgesetzbuch (HGB) und am Einführungsgesetz zum Handelsgesetzbuch (EGHGB). Die Änderungen am HGB sehen bis auf Weiteres eine Ausnahme von der Bilanzierung latenter Steuern im handelsrechtlichen Jahres- und Konzernabschluss für Sachverhalte, die aus in- oder ausländischen Mindeststeuergesetzen resultieren, vor (§§ 274 Abs. 3, 306 Satz 5 HGB). § 285 Nr. 30a HGB verlangt die Angabe des tatsächlichen Steueraufwands oder -ertrags, der sich aus einem entsprechenden Mindeststeuergesetz für das Geschäftsjahr ergibt. Sofern ein solches Gesetz noch nicht in Kraft getreten ist, sind stattdessen die erwarteten Auswirkungen eines solchen Mindeststeuergesetzes auf die Gesellschaft zu erläutern. Für den Konzernabschluss wird in § 314 Abs. 1 Nr. 22a HGB entsprechendes verlangt.

Auf den laufenden Steueraufwand hat die Mindestbesteuerung für 2023 keine Auswirkung, da sie auf das Wirtschaftsjahr zum 31.12.2023 keine Anwendung findet.

Die sich aus der Anwendung des MinStG ergebenden Folgen für die Bruker-Gruppe werden derzeit von der Steuerabteilung in den USA analysiert und aufbereitet.

Geschäftsführung

Zu Geschäftsführern der Bruker-Physik GmbH sind bestellt:

 

Patrick Minhorst, Königsbach-Stein, Dipl.-Betriebswirt, Geschäftsführer Finanzen

 

Dr. Wulf-Ingo Jung, Baden-Baden, Diplom-Physiker, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb

 

Dr. Falko Busse, Ettlingen, Diplom-Physiker, Geschäftsführer Entwicklung

Die Geschäftsführer sind nicht bei der Gesellschaft angestellt und haben im Geschäftsjahr auch keine Bezüge von der Gesellschaft erhalten.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2023 2022
Gewerbliche Mitarbeiter 0 0
Technische und kaufmännische Mitarbeiter 61 56
61 56
Auszubildende 0 0
61 56

Honorar des Abschlussprüfers

Für das Geschäftsjahr 2023 wurde für den Abschlussprüfer ein Gesamthonorar in Höhe von TEUR 25 als Aufwand erfasst. Dieses entfällt ausschließlich auf Abschlussprüferleistungen.

Konzernverhältnisse/ befreiender Konzernabschluss

Die Anteile an der Gesellschaft werden mittelbar zu 100 % von der börsennotierten Bruker Corporation, Billerica, USA, gehalten, welche den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen erstellt, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Dieser Konzernabschluss wird nach US GAAP aufgestellt [§292 (1) Nr. 1d) HGB] und ist im Bundesanzeiger veröffentlicht; materielle Abweichungen zu den EU IFRS sind nicht enthalten. Die Bruker-Physik GmbH ist daher von der Verpflichtung, einen eigenen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufzustellen, befreit.

Ergebnisverwendung / Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Ettlingen, 04. Dezember 2024

Dr. Falko Busse

Dr. Wulf-Ingo Jung

Patrick Minhorst

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
31.12.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 11.476.160,91 3.001.945,38 0,00 837.824,18 15.315.930,47
11.476.160,91 3.001.945,38 0,00 837.824,18 15.315.930,47
II. Sachanlagen
1. Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.300,00 0,00 0,00 0,00 6.300,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.033.505,52 480.976,15 0,00 44.639,02 7.559.120,69
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.583.299,69 1.354.912,27 -51.436,04 -882.463,20 3.004.312,72
9.623.105,21 1.835.888,42 -51.436,04 -837.824,18 10.569.733,41
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 128.723.685,18 0,00 0,00 0,00 128.723.685,18
128.723.685,18 0,00 0,00 0,00 128.723.685,18
149.822.951,30 4.837.833,80 -51.436,04 0,00 154.609.349,06
Kummulierte Abschreibung
31.12.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 5.298.225,05 2.233.027,93 0,00 7.531.252,98
5.298.225,05 2.233.027,93 0,00 7.531.252,98
II. Sachanlagen
1. Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.261,73 38,27 0,00 6.300,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.124.499,28 719.787,55 0,00 5.844.286,83
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
5.130.761,01 719.825,82 0,00 5.850.586,83
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
10.428.986,06 2.952.853,75 0,00 13.381.839,81
Buchwerte
31.12.2022
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 6.177.935,86 7.784.677,49
6.177.935,86 7.784.677,49
II. Sachanlagen
1. Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 38,27 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.909.006,24 1.714.833,86
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.583.299,69 3.004.312,72
4.492.344,20 4.719.146,58
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 128.723.685,18 128.723.685,18
128.723.685,18 128.723.685,18
139.393.965,24 141.227.509,25

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Bruker-Physik GmbH, Ettlingen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Bruker-Physik GmbH, Ettlingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bruker-Physik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 4. Dezember 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Christian Landau, Wirtschaftsprüfer

ppa. Thu Trang Tran, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 05.12.2024 festgestellt.

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