ISS Evantec GmbHLiquidiert

85609 Aschheim, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 69358
Vorher
Dekonta Gebäude- und Industriedienste GmbHEVANTEC GmbH
Eingetragen
6.8.1982
Branche
Sonstige Überlassung von ArbeitskräftenDekontaminierung von Nuklearanlagen und -standortenIngenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
Gegenstand
Entsorgungs-, Strahlenschutz-, Dekontaminierungs-, Werkstoffprüfungsund Reinigungsarbeiten sowie technische und kaufmännische Dienstleistungen, ferner Arbeitnehmerüberlassung.

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Frank Merry
seit 4.10.2017
Prokura
Ulf Kannengießer
seit 23.8.2017
Prokura
Julie Roemsing
seit 24.1.2017
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

EVANTEC GmbH

Aschheim

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 und Lagebericht

Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August bis 31. Dezember 2015

Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr zum 31. Dezember 2015

1. Grundlagen der Gesellschaft

Unternehmenszweck der EVANTEC GmbH ("EVANTEC") ist die Erbringung von Dienstleistungen für Kraftwerks-, Industrie- und Gewerbeimmobilienkunden. Das Leistungsportfolio enthält Services im Bereich Strahlenschutz, Dekontamination und Entsorgung sowie technische und infrastrukturelle Dienstleistungen, ferner die Arbeitnehmerüberlassung. Die EVANTEC bietet ihre Leistungen deutschlandweit flächendeckend an.

Am 27. Februar 2015 wurde die EVANTEC, bisher als Tochtergesellschaft der E.ON Facility Management GmbH in den E.ON Konzern eingebunden, an die EVANTEC Holding GmbH mit Sitz in München veräußert. Der Verkauf erfolgte mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. August 2014.

Seit der Veräußerung agiert die EVANTEC am Markt als eigenständiges Unternehmen.

Im Berichtsjahr wurde das Geschäftsjahr der EVANTEC umgestellt. Das Geschäftsjahr der Gesellschaft entspricht wieder dem Kalenderjahr. Für die Zeit vom 1. August 2015 bis zum 31. Dezember 2015 wurde ein Rumpfgeschäftsjahr gebildet.

Im Rumpfgeschäftsjahr beschäftigte die Gesellschaft 1.063 Mitarbeiter mit insgesamt 27 Führungskräften. Die Frauenquote im Führungskreis beträgt 22,2 %.

2. Wirtschaftsbericht

Geschäft und Rahmenbedingungen

Die EVANTEC erzielte im Rumpfgeschäftsjahr 2015 rund 75 Prozent ihres Umsatzes mit Dienstleistungen für Unternehmen der Energiewirtschaft.

Im Jahr 2011 hat der Deutsche Bundestag mit Beschluss zum vorzeitigen Ausstieg aus der Kernenergie die Energiewende in Deutschland eingeleitet. Seit diesem Zeitpunkt ist das Marktumfeld von einem tiefgreifenden Wandel geprägt. Vor allem in der deutschen Kernenergiebranche sind seither große Unsicherheiten bezüglich Organisation und Dauer von Betriebs-, Nachbetriebs- und Rückbauphasen der einzelnen Kernkraftwerke zu beobachten. Die Marktsituation für Dienstleistungsunternehmen in diesem Bereich ist durch stark zurückgehende Auftragsvolumina seitens der Kraftwerksbetreiber und die damit verbundene Planungsunsicherheit sowie einen anhaltend hohen Wettbewerbs-, Preis- und Kostendruck gekennzeichnet. Durch die Regierungsentscheidung zum Kernkraftwerksausstieg ist das Geschäft in der deutschen Kernenergie mittelfristig endlich.

Die EVANTEC stellt sich dieser Entwicklung. Auf die veränderten Rahmenparameter wurde frühzeitig reagiert und es wurden notwendige Restrukturierungen eingeleitet. Die konsequente Umsetzung hält bis heute an. Langfristig legt die EVANTEC neben internen Maßnahmen (Kostenreduktion, Effizienzsteigerung, Optimierung von Strukturen und Prozessen, Schließung bzw. Reorganisation von unrentablen Geschäftsbereichen) einen starken Fokus auf die Weiterentwicklung der Geschäftsfelder des technisch infrastrukturellen Services und möchte diesen Bereich deutlich ausbauen.

Der Umsatz mit Dienstleistungen für Kunden außerhalb des Energiesektors lag im Rumpfgeschäftsjahr 2015 bei rund 25 Prozent.

Der Markt für Facility-Services im Gewerbekunden- und Industriekundenbereich zeigte sich auch im abgelaufenen Geschäftsjahr robust, wenngleich das Marktumfeld von einem zunehmenden Verdrängungswettbewerb und einer stärker werdenden Konsolidierung der Branche geprägt ist.

Organisatorisch war die EVANTEC auch im Rumpfgeschäftsjahr im Wesentlichen mit der Reorganisation des Unternehmens nach Verkauf und der Umsetzung der neuen Gesellschafter- und Führungsstruktur der EVANTEC beschäftigt.

Der prognostizierte Umsatz von € 22 Mio. und der positive operative EBIT von € 0,0 - 0,3 Mio. konnte im Rumpfgeschäftsjahr übertroffen werden.

Die Tochtergesellschaft HEUREKA-Gamma AG ("HEUREKA") fungiert als Vertriebsgesellschaft der EVANTEC im Geschäftsbereich Kerntechnische Services in der Schweiz. Die HEUREKA hat das Geschäftsjahr 2015 mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen. Die Finanzierungssituation der Gesellschaft blieb zur Vorberichtsperiode unverändert.

Im Einzelnen stellt sich die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage wie folgt dar:

Finanzlage

Die in Anlehnung an den Deutschen Rechnungslegungsstandard Nr. 2 (DRS 2) zur Analyse der Entwicklung der finanziellen Verhältnisse der Gesellschaft erstellte Kapitalflussrechnung, ergibt sich für das Rumpfgeschäftsjahr zum 31. Dezember 2015 ein Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von T€ 7.190 (Vorjahr: T€ 304). Bei einem Cashflow aus der Investitionstätigkeit von T€ -7.034 (Vorjahr: T€ 55) und einem Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit von T€ 0 (Vorjahr: T€ 4.935) hat sich der Finanzmittelfonds im Vergleich zum Vorjahr um T€ 156 erhöht.

Die EVANTEC hat sich im Rumpfgeschäftsjahr 2015 selbst finanziert, verfügt jedoch unverändert zum Vorjahr über einen Darlehensstock von € 11,1 Mio. Mit Verkauf der Gesellschaft im Vorjahr gewährte die EVANTEC Holding GmbH der EVANTEC ein Rahmendarlehen von insgesamt € 11,1 Mio., deren Einzeldarlehen Laufzeiten von drei bis zehn Jahren mit festen Zinssätzen aufweisen und leistete eine Gesellschaftereinlage in die Kapitalrücklage in Höhe von € 2,0 Mio. Das Gesellschafterdarlehen ist mit einem Rangrücktritt durch die Muttergesellschaft in Höhe von € 4,1 Mio. zum 31. Dezember 2015 versehen. Im Oktober 2015 wurde der Muttergesellschaft von der Gesellschaft ein Darlehen in Höhe von € 7,0 Mio. gewährt, das zum Bilanzstichtag in voller Höhe abgerufen ist. Das Darlehen hat eine Laufzeit von einem Jahr, ist jedoch von beiden Vertragspartnern mit einer Frist von 30 Kalendertagen kündbar und wird mit einem Zinssatz von 3,5 % verzinst.

Nach Ansicht der Geschäftsführung ist auf Basis der Ertrags- und Finanzplanung die Finanzierung der Gesellschaft bis zum 31. Dezember 2017 sichergestellt.

Die Investitionen im abgelaufenen Geschäftsjahr betrugen T€ 39 (Vorjahr: T€ 157).

Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 10,8 % verringert. Ursächlich hierfür waren im Rumpfgeschäftsjahr 2015 auf der Aktivseite im Wesentlichen die Abnahme der Vorräte sowie der Forderungen aus Lieferung und Leistungen bei gleichzeitig zunehmenden Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Die Passivseite beeinflusste die Bilanzsumme vor allem durch eine Abnahme der sonstigen Rückstellungen, der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen und der sonstigen Verbindlichkeiten. Auf beide Seiten wirkte sich die negative Entwicklung des Eigenkapitals entsprechend zum Bilanzstichtag aus.

Das Anlagevermögen entwickelte sich mit einer Reduzierung um T€ 154 rückläufig im Vergleich zum Vorjahr. Die Abnahme auf der Aktivseite resultierte somit vor allem aus dem Rückgang der Forderungen aus Lieferung und Leistungen um insgesamt T€ 8.260 und aus der Verringerung der unfertigen Leistungen des Vorratsvermögens um T€ 1.362 aufgrund Fertigstellung und Realisierung wesentlicher Projektaufträge bis Jahresende. Gegenläufig wirkte sich die Erhöhung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um insgesamt T€ 5.704, insbesondere bedingt durch die im Rumpfgeschäftsjahr erfolgte Darlehensgewährung der EVANTEC an die Muttergesellschaft in Höhe von T€ 7.000, aus.

Die Passivseite hat sich vor allem durch rückläufige sonstige Rückstellungen um T€ 1.551 im Wesentlichen verursacht durch verringerte Urlaubsrückstellungen wegen vermehrtem Urlaubsabbau bis zum Jahresende und durch niedrigere Rückstellungen für Sondereffekte im Vergleich zum Vorjahr reduziert. Zusätzlich war die Passivseite im Vorjahresvergleich durch die Abnahme der sonstigen Verbindlichkeiten um T€ 1.215, insbesondere bedingt durch eine geringere Umsatzsteuerzahllast gegenüber dem Finanzamt sowie eine insgesamt niedrigere Personalverpflichtung der Gesellschaft zum Bilanzstichtag, gekennzeichnet. Zudem wirkte sich der Rückgang der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen um T€ 1.135 aufgrund Beendigung von Projektaufträgen zum Jahresende 2015 reduzierend aus.

Umsatzentwicklung

Die Umsätze im Rumpfgeschäftsjahr zum 31. Dezember 2015 sind im Vergleich zum Vorjahr (1. August 2014 bis 31. Juli 2015) aufgrund des im Vergleich zum Geschäftsjahr 2014/2015 um 7 Monate kürzeren Berichtsjahres gesunken.

Alle Werte in T€

Kerntechnische Services Technische Infrastrukturelle Services Oberflächentechnik/Korrosionsschutz
Umsatz 2015 4.774 20.187 837
Umsatz 2014/15 13.981 44.987 1.531

Sonstige Umsätze in Höhe von T€ 2 (Vorjahr: T€ 5) wurden außerhalb der Geschäftsbereiche erzielt.

Ertragslage

Die für das Unternehmen bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind der Umsatz und das operative EBIT. Der operative EBIT umfasst den um Sonder- und. Einmaleffekte sowie periodenfremde Sachverhalte bereinigten EBIT.

Aufgrund des Rumpfgeschäftsjahres 2015 ist eine Vergleichbarkeit der Ertragslage mit dem abweichenden Geschäftsjahr im Vorjahr nicht gewährleistet.

Die Ertragslage des Unternehmens im Rumpfgeschäftsjahr 2015 ist durch eine Verbesserung des Jahresergebnisses um T€ 6.486 auf T€ -153 geprägt.

Bei niedrigeren Umsatzerlösen im abgelaufenen Rumpfgeschäftsjahr um rund 57,4 % auf T€ 25.800 (Vorjahr: T€ 60.504) und niedrigeren Materialaufwendungen von T€ 6.048 (Vorjahr: T€ 14.844) hat sich das Rohergebnis des Rumpfgeschäftsjahres zum 31. Dezember 2015 von T€ 47.640 auf T€ 18.609 aufgrund des im Vergleich zum Vorjahr kürzeren Berichtsjahres verschlechtert. Das Rohergebnis ist durch die Bestandsminderung von T€ -1.380 aus nicht abgerechneten Leistungen im Rahmen der langfristigen Auftragsfertigung (Vorjahr: T€ 546)sowie den sonstigen betrieblichen Erträgen von T€ 236 beeinflusst. Das Verhältnis Materialaufwand zu Umsatzerlöse zeigt einen Rückgang um 1,1 %-Punkte auf 23,4 % im Vergleich zum Vorjahr.

Bei rückläufigen Mitarbeiterzahlen von 1.063 Mitarbeiter hat sich der Personalaufwand um T€ 24.911 auf T€ 15.233 im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der kürzeren Berichtsperiode verringert. Unter Berücksichtigung der um insgesamt T€ 334 gesunkenen Abschreibungen, der sonstigen betrieblichen Aufwendungen von T€ 3.135 sowie des höheren negativen Zinsergebnisses von T€ -159, ergibt sich ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von T€ -102 (Vorjahr: T€ -2.116), das sich um T€ 2.014 im Vergleich zum Vorjahr verbessert hat.

Die im Rumpfgeschäftsjahr 2015 anfallenden Sondereffekte belaufen sich auf T€ -49 und spiegeln sich im außerordentlichen Ergebnis der Gesellschaft wider. Hierin enthalten sind außerordentliche Aufwendungen für Personalanpassungsmaßnahmen wegen Schließung eines Standortes nach Auftragsverlust im Berichtsjahr.

Originäre Steuern fallen aufgrund des Jahresfehlbetrages bei der Gesellschaft zum Bilanzstichtag nicht an. Der Jahresfehlbetrag beträgt T€ -153 im Vergleich zum Vorjahresfehlbetrag von T€ -6.639. Das Geschäftsergebnis zum 31. Dezember 2015 ist durch aperiodische Effekte von insgesamt T€ 110 begünstigt. Das um die periodenfremden und außerordentlichen Effekte bereinigte Ergebnis ist demnach leicht positiv bei T€ 5 (Vorjahr: T€ -1.969). Der operative EBIT der Gesellschaft beträgt T€ 838.

Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse, Bestandsveränderungen, aktivierte Eigenleistungen und sonstige betriebliche Erträge) der Gesellschaft beträgt somit im Rumpfgeschäftsjahr 2015 € 24,7 Mio. (Vorjahr: € 62,5 Mio.). Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit hat sich im Vergleich zum Vorjahr um € 2,0 Mio. auf € -0,1 Mio. verbessert. Dies entspricht einer Umsatzrendite von ca. -0,4 %.

Der Geschäftsverlauf und die Lage der Gesellschaft waren im Berichtsjahr durch ein schwieriges Marktumfeld im Bereich der Kraftwerksdienstleistungen gekennzeichnet, auf das konsequent reagiert werden musste. Unter Beachtung der schwierigen Gesamtsituation konnte die Ertragskraft des Unternehmens zufriedenstellend weiterentwickelt werden.

3. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag zum 31. Dezember 2015 bestehen nicht.

4. Chancen- und Risikobericht

Die Geschäftsaktivitäten der EVANTEC sind diversen qualitativen und quantitativen Risiken ausgesetzt. Qualitative Risiken sind Marktrisiken, Personalrisiken, Absatz- und Beschaffungsrisiken. Zu den quantitativen Risiken zählen interne Risiken hinsichtlich der Umsatz-, Ergebnis- und Liquiditätsentwicklung. Das Ergreifen von geeigneten Maßnahmen zur Minimierung von möglichen Risiken ist eine wesentliche Voraussetzung für die langfristige Sicherung des wirtschaftlichen Erfolgs der EVANTEC.

Ein Risikofrüherkennungs- und Risikowarnsystems ist im Unternehmen etabliert. Über die hierbei identifizierten Risiken wird dem Aufsichtsrat Bericht erstattet. Soweit Risiken sich unterjährig konkretisieren sollten, werden seitens der Geschäftsführung sofort entsprechende Gegenmaßnahmen ergriffen. Das Risikofrüherkennungs- und Risikowarnsystem der EVANTEC dient jedoch nicht primär der Steuerung des Unternehmens.

Chancen

Die konsequente Umsetzung der angestoßenen Restrukturierungsmaßnahmen (Kostenreduktion, Effizienzsteigerung, Optimierung von Strukturen und Prozessen, Schließung bzw. Reorganisation von unrentablen Geschäftsbereichen) sowie die Bemühungen der Gesellschaft, die Abhängigkeit vom Energiesektor zu reduzieren, sollen sich positiv auf das Geschäft der EVANTEC auswirken und können mittelfristig zu Wachstum führen.

Im Bereich Kerntechnische Services sieht die Gesellschaft im Ausbau der Geschäftstätigkeit mit Kunden außerhalb des E.ON Konzerns sowie der weiteren Erschließung des Schweizer Energiemarktes (über die Vertriebsgesellschaft HEUREKA) gute Chancen für zusätzliches Geschäftspotential. Die Geschäftsführung räumt diesem Ziel eine hohe Bedeutung ein.

Im Geschäftsbereich Technische Infrastrukturelle Services soll der insgesamt stabile Trend der Facility-Management-Branche genutzt werden, um die Bestandskunden stärker an das Unternehmen zu binden und das Neukundengeschäft weiter auszubauen. Dieses Ziel wird im Unternehmen mittelfristig von hoher Bedeutung sein.

Ein steigender Umsatzanteil mit Kunden im Bereich Gewerbeimmobilien und Industrie soll schrittweise die Abhängigkeit des Unternehmens vom Energiesektor reduzieren.

Die HEUREKA wurde erfolgreich restrukturiert. Sie soll sich zukünftig auf den Bereich Kerntechnische Services konzentrieren und dabei Vertriebsaufgaben für Leistungen der EVANTEC übernehmen. Durch die enge Zusammenarbeit mit der HEUREKA wird auch für die EVANTEC ein positiver Ergebnisbeitrag erwartet. Ein positives Jahresergebnis der HEUREKA ist als Mindestziel definiert, das dauerhaft zu erzielen ist. Diesem Ziel räumt die Geschäftsführung eine hohe Bedeutung ein.

Risiken

Es bestehen laufende allgemeine Risiken, die sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken können.

Die EVANTEC verfügt derzeit über ein Gesellschafterdarlehen der EVANTEC Holding GmbH (Muttergesellschaft) in Höhe von € 11,4 Mio. inklusive Zinsen. Der Darlehensrahmenvertrag wurde im Zuge des Verkaufs der EVANTEC nach Kündigung des bestehenden Darlehens durch die Altgesellschafterin E.ON Facility Management GmbH im April 2015 mit dem neuen Gesellschafter, der EVANTEC Holding GmbH, neu geschlossen. Der Darlehensvertrag wurde in Höhe des zum 31. März 2015 mit € 11,1 Mio. bestehenden Darlehensbestandes vereinbart. Der Rahmenvertrag mit der EVANTEC Holding GmbH wurde auf vier Darlehensverträge mit Laufzeiten zwischen drei und zehn Jahren verteilt. Die Zinsen sind fixiert, eine erstmalige Tilgung erfolgt in 2017 Zum 31. Dezember 2015 wurde ein Rangrücktritt der Muttergesellschaft in Höhe von € 4,1 Mio. des Gesellschafterdarlehens vereinbart. Im Gegenzug besteht seit 27. Oktober 2015 ein Darlehen in Höhe von € 7,0 Mio., das mit Datum vom 9. November 2015 von der EVANTEC an die Muttergesellschaft in voller Höhe ausbezahlt wurde und zum Bilanzstichtag vollständig abgerufen ist. Das Darlehen hat eine Laufzeit von einem Jahr, ist jedoch von beiden Vertragspartnern mit einer Frist von 30 Kalendertagen kündbar und mit einem Zinssatz von 3,5 % verzinslich. Abhängig von der geschäftlichen Entwicklung könnte die Gesellschaft auf weitere finanzielle Unterstützung durch die Muttergesellschaft oder externe Kapitalgeber angewiesen sein. Die EVANTEC GmbH verfügt aber über eine positive Finanzplanung bis zum 31. Dezember 2017. Aktuell verfügt die EVANTEC noch über keine Banklinie. Die Steuerung des hohen Liquiditätsrisikos in der EVANTEC ist für die Unternehmensführung von sehr großer Bedeutung.

Die starke Fokussierung der EVANTEC auf den Energiesektor führt zu einer hohen Abhängigkeit des Unternehmens von dieser Branche und einem entsprechend hohen Risiko. Ferner stellt die generelle Unsicherheit im Energiesektor verbunden mit Kostensenkungsprogrammen des Hauptkunden E.ON für die EVANTEC ein hohes Umsatzrisiko dar. Eine weitere Reduzierung des Auftragsvolumens in den kerntechnischen Anlagen und eine negative Preisentwicklung infolge der 2011 eingeleiteten Energiewende und des starken Wettbewerbs können zukünftig nicht ausgeschlossen werden und das Geschäft der EVANTEC weiter beeinträchtigen. Insgesamt stellt die Endlichkeit der Kernenergie in Deutschland die EVANTEC langfristig vor große Herausforderungen. Maßnahmen zur Gegensteuerung dieser Effekte und daraus entstehenden Umsatzrisiken stehen im besonderen Fokus der Geschäftsführung und sind für die Gesellschaft von sehr hoher Bedeutung.

Hoch dynamische Branchen wie das Facility Management stellen hohe Anforderungen an die Fähigkeit der Unternehmen, die Kapazitäten schnell und effizient den schwankenden Bedürfnissen anzupassen. Mit Hilfe flexibler Arbeitszeitmodelle ist die EVANTEC in der Lage, Schwankungen auszugleichen. Qualifiziertes Personal zu finden und langfristig an das Unternehmen zu binden, ist im Bereich Facility Management schwierig, weil die Nachfrage nach bestens ausgebildeten Fachkräften sehr hoch ist. Die Gefahr des Know-How-Verlustes und das damit verbundene Risiko ist hoch. Die EVANTEC begegnet mit Nachdruck dieser Entwicklung mit attraktiven Mitarbeiterbindungsprogrammen, einer gezielten Personalbeschaffung und der Förderung einer nachhaltigen Unternehmenskultur.

Im Geschäftsbereich Kerntechnische Services entfällt für einzelne Standorte und spezifische kerntechnische Dienstleistungen aufgrund der kundenseitigen Sparmaßnahmen die Möglichkeit zur Weiterbeschäftigung der mit diesen Arbeiten betreuten Mitarbeiter. Alternative Einsatzmöglichkeiten der Mitarbeiter sind nicht oder nur in sehr begrenztem Umfang vorhanden. Hinreichende Risikovorsorgen sind gebildet. Weitere Risiken werden als gering eingeschätzt. Auf Basis des am 17. Dezember 2015 geschlossenen Interessenausgleichs und Sozialplans wird der Großteil der Kosten im ersten Halbjahr 2016 zahlungswirksam.

Im Geschäftsbereich Technische Infrastrukturelle Services besteht aufgrund der hohen Wettbewerbsintensität das hohe Risiko, einzelne Objekte und damit Marktanteile zu verlieren. Die EVANTEC wirkt diesem Risiko entgegen, indem sie die Qualität der Dienstleistungen kontinuierlich steigert und ihre Vertriebsstrukturen ausbaut. Das Risiko ist von hoher Bedeutung für die Geschäftsführung.

Dem Ausfallrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen begegnet die Gesellschaft durch ein aktives Forderungsmanagement. Nicht beinflussbare Risiken sowie Schadenersatzansprüche aus der Auftragsabwicklung sind durch hinreichende Versicherungen abgedeckt. Einzelwertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen sind zum 31. Dezember 2015 in Höhe von T€ 232 gebildet (Vorjahr: T€ 236). Die Risiken schätzen wir als gering ein.

Rechtsstreitigkeiten bestehen im Wesentlichen mit Blick auf die eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen, bei Gewährleistungsthemen sowie im Zusammenhang mit Mängelbeseitigungen. Die Kosten hierfür werden angemessen im Jahresabschluss berücksichtigt. Das Risiko aus Rechtsstreitigkeiten bewerten wir als gering.

Die steuerliche Betriebsprüfung für den Veranlagungszeitraum 2008 bis 2011 hat im Juli 2013 begonnen und dauert aktuell an. Die Lohnsteueraußenprüfung für den Veranlagungszeitraum 2013 bis 2015 hat im Mai 2016 begonnen und ist noch nicht beendet. Wesentliche Risiken für die Gesellschaft sind zum Zeitpunkt der Berichterstattung nicht erkennbar, könnten sich hieraus aber ergeben.

Zudem könnte sich eine negative Ergebnisentwicklung der Tochtergesellschaft HEUREKA auf die Ergebnissituation der EVANTEC belastend auswirken. Das gewährte Darlehen an die HEUREKA ist derzeit mit einem Rangrücktritt von TCHF 2.350 versehen. Das Risiko bewerten wir als gering.

Bestandsgefährdende Risiken liegen nicht vor.

5. Prognosebericht

Die EVANTEC erbringt schwerpunktmäßig Dienstleistungen für Kunden im Bereich der Energieerzeugung. Der Umsatz mit Kunden außerhalb des Energiesektors liegt bei rund 25 Prozent. Das Marktumfeld unserer Kunden im Energiesektor unterscheidet sich fundamental von jenen Kunden im Gewerbeimmobilien- und Industriebereich, deren Geschäftsmodell unabhängig vom Energiesektor ist.

Der Energiesektor befindet sich aufgrund der Energiewende in einem radikalen Umbruch. Die politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen verändern sich schneller und umfassender als jemals zuvor. Die Marktsituation für Dienstleistungsunternehmen in diesem Bereich ist durch stark zurückgehende Auftragsvolumina seitens der Kraftwerksbetreiber und die damit verbundene Planungsunsicherheit sowie einen anhaltend hohen Wettbewerbs-, Preis- und Kostendruck gekennzeichnet. Dieser Trend wird in den kommenden Jahren anhalten und sich teilweise noch verstärken.

Vor diesem Hintergrund wird die EVANTEC die eingeleiteten Maßnahmen der Restrukturierung (Kostenreduktion, Effizienzsteigerung, Optimierung von Strukturen und Prozessen, Schließung bzw. Reorganisation von unrentablen Geschäftsbereichen) auch in der kommenden Berichtsperiode und darüber hinaus konsequent vorantreiben mit dem Ziel, die Abhängigkeit des Unternehmens vom Energiesektor schrittweise weiter zu reduzieren.

Der Markt für Dienstleistungen im Bereich Gewerbeimmobilien und Industrie zeichnet sich durch ein hohes Maß an Robustheit aus. Trotz eines sich intensivierenden Verdrängungswettbewerbs und einer voranschreitenden Marktkonsolidierung ist auch zukünftig mit einem moderat wachsenden Marktvolumen zu rechnen. Der weitere Ausbau des bestehenden Dienstleistungsangebots der EVANTEC in diesem Bereich sowie die Sicherung der bestehenden Kunden bzw. die Gewinnung neuer Kunden haben in den kommenden Jahren Priorität. Ziel ist es, die EVANTEC breiter aufzustellen - weg von einem spezialisierten Nischenanbieter mit starkem Energiefokus hin zu einem branchenübergreifenden Anbieter qualitativ hochwertiger Dienstleistungen mit bestens ausgebildeten Fachkräften im Bereich Facility Management.

Das Geschäftsmodell der EVANTEC als Dienstleistungsunternehmen im Bereich Facility Management ist nicht kapitalintensiv. Die Investitionstätigkeit der Gesellschaft wird sich nach aktueller Planung im Wesentlichen auf die regulären Ersatzbeschaffungen beschränken. Die Mittel hierfür werden von der Gesellschaft aufgebracht.

Im Geschäftsbereich Kerntechnische Services wird das Unternehmen die eingeleiteten Maßnahmen der Restrukturierung konsequent fortsetzen. Die Abhängigkeit von der Energiewirtschaft soll weiter reduziert werden. Für das Geschäftsjahr 2016 rechnet die EVANTEC mit Umsätzen von rd. € 7 Mio.

Der Geschäftsbereich Technische Infrastrukturelle Services wird weiter in den Fokus rücken mit dem Ziel, Bestandskunden zu halten und neue Kunden an das Unternehmen zu binden. Die strukturellen und personellen Voraussetzungen dafür werden schrittweise geschaffen. Für das Geschäftsjahr 2016 wird ein Umsatz von ca. € 37 Mio. prognostiziert.

Das Strahl- und Beschichtungswerk ist mit einem Umsatzvolumen von rd. € 2 Mio. im Geschäftsjahr 2016 in den Unternehmensplanungen berücksichtigt.

Für das Geschäftsjahr 2016 wird mit Umsätzen in Höhe von rd. € 46 Mio. und einem operativen EBIT von € -0,2 Mio. gerechnet.

 

Aschheim, den 30. Mai 2016

EVANTEC GmbH

Felix Frohn-Bernau, Geschäftsführer

Bernd Schell, Geschäftsführer

Dr. Falco Federmann, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2015

AKTIVA

31.12.2015 31.07.2015
Euro Euro Euro TEuro
A. ANLAGEVERMÖGEN        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 40.468,54 51
2. Geschäfts- oder Firmenwert 44.246,77     47
    84.715,31   98
II. Sachanlagen        
1. Bauten auf fremdem Grundstück 99.182,65     105
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.162.911,37     1.235
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 464.958,78     528
4. Anlagen im Bau 32.101,20     32
    1.759.154,00   1.900
III. Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen   2.250,00   2
      1.846.119,31 2.000
B. UMLAUFVERMÖGEN        
I. Vorräte        
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 169.449,80     152
2. Unfertige Leistungen 286.877,00     1.667
    456.326,80   1.819
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände        
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.628.705,58     13.889
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 8.596.107,40     2.892
3. Sonstige Vermögensgegenstände 890.756,36     304
    15.115.569,34   17.085
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten   7.178.358,31   7.022
      22.750.254,45 25.926
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN   62.303,90 62.303,90 328
D. NICHT DURCH EIGENKAPITAL GEDECKTER FEHLBETRAG   3.657.281,56 3.657.281,56 3.504
      28.315.959,22 31.758

PASSIVA

       
  31.12.2015 31.07.2015
  Euro Euro Euro TEuro
A. EIGENKAPITAL        
I. Gezeichnetes Kapital 520.000,00     520
II. Kapitalrücklage 2.511.291,88     2.511
III. Verlustvortrag -6.535.159,03     104
IV. Jahresfehlbetrag -153.414,41     -6.639
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 3.657.281,56 0,00   3.504
      0,00 0
B. RÜCKSTELLUNGEN        
Sonstige Rückstellungen 9.630.421,37 9.630.421,37   11.181
      9.630.421,37 11.181
C. VERBINDLICHKEITEN        
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00     1.135
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.062.597,35     3.770
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen 11.394.699,52     11.229
davon mit einer RLZ bis zu einem Jahr € 11.283,73 (Vj. T€ 0,0)        
davon gegenüber Gesellschaftern € 11.383.415,79 (Vj. T€ 11.227,2)        
4. Sonstige Verbindlichkeiten 3.228.240,98     4.443
davon aus Steuern € 1.785.839,32 (Vj. T€ 2.486,8)        
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 1.384,59 (Vj. T€ 112,9)   18.685.537,85    
      18.685.537,85 20.577
      28.315.959,22 31.758

Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August bis 31. Dezember 2015

2015 01.08.2014 - 31.07.2015
Euro TEuro
Umsatzerlöse   25.800.203,35   60.504
Verminderung (Vj. Erhöhung) des Bestands an unfertigen Leistungen   -1.379.567,00   546
Sonstige betriebliche Erträge   236.131,47   1.433
davon aus der Währungsumrechnung (€ 1.653,25; Vj. T€ 650,9)        
    24.656.767,82   62.483
Materialaufwand: Aufwendungen für        
a) Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -1.796.952,13   -4.493  
b) bezogene Leistungen -4.250.765,93   -10.351  
    -6.047.718,06   -14.844
Personalaufwand: Aufwendungen für        
a) Löhne und Gehälter -12.575.667,06   -33.099  
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -2.657.093,53   -7.045  
davon für Altersversorgung (€ 820,07; Vj. T€ 20,3)   -15.232.760,59   -40.144
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -184.143,32 -518
Sonstige betriebliche Aufwendungen   -3.134.764,17   -8.969
davon aus der Währungsumrechnung (€ 10.508,31; Vj. T€ 8,3)        
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 34.387,53   3  
davon aus verbundenen Unternehmen (€ 34232,88; Vj. T€ 1,8)        
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -193.834,57   -127  
davon an verbundene Unternehmen (€ 156.202,70; Vj. T€ 127,2)        
    -159.447,04   -124
Ergebnis der gewöhnlichen        
Geschäftstätigkeit   -102.065,36   -2.116
Außerordentliche Erträge 0,00   190  
Außerordentliche Aufwendungen -48.500,00 -48.500,00 -4.705 -4.515
Außerordentliches Ergebnis   -48.500,00   -4.515
Sonstige Steuern   -2.849,05   -8
Jahresfehlbetrag   -153.414,41   -6.639

Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr 2015

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden unverändert übernommen.

Mit Änderung des Geschäftsjahres in 2015 stellt der Jahresabschluss der EVANTEC GmbH vom 1. August bis zum 31. Dezember 2015 ein Rumpfgeschäftsjahr dar.

Immaterielle Vermögensgegenstände und Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Skonti und Rabatte angesetzt. Es wurden planmäßige lineare Abschreibungen in Abhängigkeit der wirtschaftlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Die Berechnung der Abschreibung auf Zugänge erfolgt pro rata temporis. Die Nutzungsdauern betragen für immaterielle Vermögensgegenstände zwischen 3 bis 15 Jahre und für Gegenstände des Sachanlagevermögens zwischen 2 bis 13 Jahre.

Der Firmenwert, der auf Erwerbsvorgänge vor dem 1. Januar 2010 zurückzuführen ist, wird unter Beibehaltung der steuerlichen Nutzungsdauer über 15 Jahren abgeschrieben.

Aufgrund untergeordneter Bedeutung werden abnutzbare Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten zwischen € 150 und € 1.000 in einen Sammelposten gebucht und linear über fünf Jahre abgeschrieben. Abnutzbare Vermögensgegenstände, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten € 150 nicht übersteigen, werden im Zugangsjahr voll aufwandswirksam berücksichtigt.

Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgen bei technischer oder wirtschaftlicher Wertminderung.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe erfolgt zu den durchschnittlichen Anschaffungskosten oder zu den niedrigeren letzten Einstandspreisen.

Die unfertigen Leistungen werden mit den Herstellungskosten aktiviert. Grundlage hierfür sind die Einzelkalkulationen. Sie beruhen auf der internen Kostenrechnung und enthalten Material- und Fertigungseinzelkosten sowie anteilige Material-, Fertigungs- und Verwaltungsgemeinkosten.

Die unfertigen Leistungen sind verlustfrei nach den Verhältnissen am Absatzmarkt bewertet.

Die Forderungen sind zu Nennwerten angesetzt. Dem Ausfallrisiko wurde durch individuelle Wertberichtigungen in Einzelfällen und durch eine pauschale Wertberichtigung Rechnung getragen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände und die flüssigen Mittel sind zu Nominalwerten angesetzt.

Fremdwährungsumrechnungen werden im Wesentlichen im Rahmen der Leistungsbeziehungen mit der Schweizer Tochtergesellschaft HEUREKA-Gamma AG vorgenommen. Die Anschaffungskosten sind aus Vereinfachungsgründen zum Monatsdurchschnittswert bewertet. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet: Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Aktive latente Steuern sind nicht aktiviert. Es wurde das Ansatzwahlrecht nach § 274 (1) HGB ausgeübt.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung aller erkennbaren Risiken in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrages gebildet worden.

Die Verbindlichkeiten werden zum jeweiligen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde unter Zugrundelegung des Gesamtkostenverfahrens aufgestellt.

Erläuterungen zur Bilanz

AKTIVA

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist auf der folgenden Seite (Anlagenspiegel) dargestellt.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Unter dem Posten Geschäfts- und Firmenwert ist der Firmenwert des in 2008 an die EVANTEC GmbH übergegangen Unternehmens Wittmann VTA (€ 138.186,77) vermindert um die Abschreibungen enthalten.

Finanzanlagen

In den Finanzanlagen sind folgende Beteiligungen enthalten:

HEUREKA-Gamma AG, Rheinfelden/Schweiz    
Eigenkapital zum 31.12.2015 CHF -1.799.998,31
Beteiligungsquote 100%    
Ergebnis zum 31.12.2015 CHF 118.805,79
Arbeitsgemeinschaft EFM-S, Heidelberg    
Eigenkapital zum 31.12.2014 5.000,00
Beteiligungsquote 45%    
Ergebnis zum 31.12.2014 0,00
Arbeitsgemeinschaft CE-D, München    
Eigenkapital zum 31.12.2013 0,00
Beteiligungsquote 60%    
Ergebnis zum 31.12.2013 1.487,78

Der Beteiligungsbuchwert der HEUREKA-Gamma AG ist seit dem Geschäftsjahr 2013 in voller Höhe abgeschrieben.

Erläuterungen zur Bilanz

AKTIVA

Entwicklung des Anlagevermögen

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Vortrag 01.08.2015
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2015
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände          
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 386.599,28 0,00 0,00 0,00 386.599,28
Geschäfts- oder Firmenwert 138.186,77 0,00 0,00 0,00 138.186,77
  524.786,05 0,00 0,00 0,00 524.786,05
Sachanlagen          
Bauten auf fremdem Grundstück 126.070,65 0,00 0,00 0,00 126.070,65
Technische Anlagen und Maschinen 1.949.766,85 0,00 0,00 0,00 1.949.766,85
Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.723.227,12 38.963,73 0,00 39.975,07 2.722.215,78
Anlagen im Bau 32.101,20 0,00 0,00 0,00 32.101,20
  4.831.165,82 38.963,73 0,00 39.975,07 4.830.154,48
Finanzanlagen          
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.166.052,89 0,00 0,00 0,00 1.166.052,89
  1.166.052,89 0,00 0,00 0,00 1.166.052,89
Gesamt 6.522.004,76 38.963,73 0,00 39.975,07 6.520.993,42
Kumulierte Abschreibungen
Vortrag 01.08.2015
EUR
Berichtsjahr
EUR
Umbuchungen Zuschreibungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2015
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände          
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 335.893,74 10.237,00 0,00 0,00 346.130,74
Geschäfts- oder Firmenwert 91.367,00 2.573,00 0,00 0,00 93.940,00
  427.260,74 12.810,00 0,00 0,00 440.070,74
Sachanlagen          
Bauten auf fremdem Grundstück 21.242,00 5.646,00 0,00 0,00 26.888,00
Technische Anlagen und Maschinen 714.163,98 72.691,50 0,00 0,00 786.855,48
Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.195.486,25 92.995,82 0,00 31.225,07 2.257.257,00
Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  2.930.892,23 171.333,32 0,00 31.225,07 3.071.000,48
Finanzanlagen          
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.163.802,89 0,00 0,00 0,00 1.163.802,89
  1.163.802,89 0,00 0,00 0,00 1.163.802,89
Gesamt 4.521.955,86 184.143,32 0,00 31.225,07 4.674.874,11
Buchwerte
Stand 31.12.2015
EUR
Stand 31.07.2015
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände    
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 40.468,54 50.705,54
Geschäfts- oder Firmenwert 44.246,77 46.819,77
  84.715,31 97.525,31
Sachanlagen    
Bauten auf fremdem Grundstück 99.182,65 104.828,65
Technische Anlagen und Maschinen 1.162.911,37 1.235.602,87
Betriebs- und Geschäftsausstattung 464.958,78 527.740,87
Anlagen im Bau 32.101,20 32.101,20
  1.759.154,00 1.900.273,59
Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.250,00 2.250,00
  2.250,00 2.250,00
Gesamt 1.846.119,31 2.000.048,90

Umlaufvermögen

In den Vorräten sind unfertige Leistungen in Höhe von € 286.877,00 für langfristige Auftragsfertigung ausgewiesen.

Insgesamt bestehen Forderungen über ein Jahr in Höhe von € 19.279,17.

Die Darlehensgewährung gegenüber der HEUREKA Gamma AG entspricht CHF 2.438.857,52 brutto, welches in Höhe von CHF 1.760.000,00 wertberichtigt wurde. Für das Darlehen besteht ein Rangrücktritt seitens der Gesellschaft in Höhe von CHF 2.350.000,00.

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen stammen aus

- Darlehensgewährung an Muttergesellschaft (Gesellschafter) 7.034.232,88
(Vorjahr: T€ 0,0)    
- Lieferungen und Leistungen 1.021.388,45
(Vorjahr: T€ 2.242,4)    
- Darlehensgewährung an Tochtergesellschaft 540.486,07
(Vorjahr: T€ 649,4)    

PASSIVA

Eigenkapital

Mit Wirkung zum 1. August 2014 ist die EVANTEC Holding GmbH mit Sitz in München alleinige Gesellschafterin der EVANTEC GmbH.

Am 27. Februar 2015 wurde die EVANTEC GmbH von der bisherigen Gesellschafterin E.ON Facility Management GmbH, München an die EVANTEC Holding GmbH, München veräußert. Seither agiert die EVANTEC GmbH am Markt als eigenständiges Unternehmen.

Das Stammkapital zum 31. Dezember 2015 beträgt € 520.000,00.

Mit Kauf der Gesellschaft wurde eine Kapitaleinlage in Höhe von € 2.000.000,00 durch die EVANTEC Holding GmbH getätigt.

Sonstige Rückstellungen

Für den noch nicht eingebrachten Resturlaub zum 31. Dezember 2015 wurde eine Rückstellung in Höhe von € 869.847,76 (Vorjahr: T€ 1.484,6) gebildet. Bereits eingearbeitete Mehrarbeitszeiten wurden mit € 858.900,29 (Vorjahr: T€ 798,1) zurückgestellt.

Für Sozialplanverpflichtungen wurden Rückstellungen im Wesentlichen für den Standort Stade und die Bereiche Strahlenschutz sowie Service und Rückbau in Höhe von € 5.967.126,34 (Vorjahr: T€ 6.065,4), für Abfindungen € 592.400,00 (Vorjahr: T€ 603,0), für Tantiemeansprüche € 296.998,00 (Vorjahr: T€ 223,5) und für Jubiläen € 286.000,00 (Vorjahr: T€ 149,7) gebildet.

Als Sondereffekte sind Verpflichtungen für laufende Rechtsstreitigkeiten in Höhe von € 124.878,15 (Vorjahr: T€ 260,7) berücksichtigt.

Die übrigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Vorsorgen für Prozesskosten € 295.047,89 (Vorjahr: T€ 399,5) und für Gewährleistungsverpflichtungen in Höhe von € 179.974,00 (Vorjahr: T€ 344,2).

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten von € 7.302.122,06 (Vorjahr: T€ 9.349.485,72) haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr.

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von ein bis fünf Jahren bestehen in Höhe von € 6.281.575,92 (Vorjahr: T€ 6.125,4). Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren bestehen in Höhe von € 5.101.839,87 (Vorjahr: T€ 5.101,8).

In den Verbindlichkeiten sind erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen € 0,00 (Vorjahr: T€ 1.135,2) passiviert, die sich aus erhaltenen Abschlagszahlungen für langfristige Auftragsabwicklung ergeben.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von € 11.394.699,52 enthalten Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von € 11.383.415,79 (Vorjahr: T€ 11.227,2). Diese stammen in voller Höhe aus der Gewährung eines Darlehens durch den Gesellschafter inklusive kapitalisierter Zinsen. Die Darlehensverbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter haben Laufzeiten von drei bis zehn Jahren mit festen Zinssätzen und sind mit einem Rangrücktritt durch den Gesellschafter in Höhe von € 4.100.000,00 versehen.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen berücksichtigt:

- Offene Lohnzahlungen 1.397.867,96
(Vorjahr: T€ 1.773,5)    
- Umsatzsteuer Finanzamt 1.070.689,55
(Vorjahr: T€ 1.735,3)    
- Lohn- und Kirchensteuer 699.242,87
(Vorjahr: T€ 749,0)    
- Kreditorische Debitoren 23.148,67
(Vorjahr: T€ 20,4)    
- Umsatzsteuer Ausland 15.897,26
(Vorjahr: T€ 2,5)    

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von € 25.800.203,35 (Vorjahr: T€ 60.504,3) wurden mit € 24.843.954,08 im Inland und mit € 956.249,27 im Ausland erzielt. In den Umsatzerlösen sind periodenfremde Umsätze von

T€ 60,2 enthalten.

Umsatzaufteilung nach Geschäftsbereichen:

Alle Werte in T€

Kerntechnische Services Operative und Technische Infrastrukturelle Services Oberflächentechnik/ Korrosionsschutz
Umsatz 2015 4.774 20.187 837
Umsatz 2014/15 13.981 44.987 1.531

Sonstige Umsätze in Höhe von T€ 2 (Vorjahr T€ 5) wurden außerhalb der Geschäftsbereiche erzielt.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge von insgesamt T€ 99,0 enthalten. Sie stammen im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 51,4), aus der Auflösung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen (T€ 26,0) sowie aus Schadenersatzansprüche (T€ 21,4). Ferner sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 1,7 (Vorjahr: T€ 650,9) enthalten.

Materialaufwand

Im Materialaufwand sind periodenfremde Aufwendungen für Materialien und Fremdleistungen aus Abgrenzungen im Vorjahr in Höhe von T€ 28,2 enthalten.

Personalaufwand

Im Personalaufwand sind periodenfremde Lohn- und Gehaltsaufwendungen in Höhe von T€ 0,2 enthalten.

Abschreibungen

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen betreffen mit € 184.143,32 ausschließlich planmäßige Abschreibungen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 20,8 enthalten, die vor allem Gewährleistungsaufwendungen (T€ 10,0) enthalten. Ferner sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 10,5 (Vorjahr: T€ 8,3) enthalten.

Außerordentliches Ergebnis

Das außerordentliche Ergebnis von € -48.500,00 besteht ausschließlich aus außerordentlichen Aufwendungen.

Die außerordentlichen Aufwendungen beinhalten Personalfreisetzungskosten für die Komplettschließung eines konventionellen Kraftwerks in Höhe von € 48.500,00 wegen Auftragsverlustes.

Steuer vom Einkommen und vom Ertrag

Aufgrund des aktuellen Geschäftsjahresverlustes ergeben sich hieraus keine Steuerauswirkungen weder auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit noch auf das außerordentliche Ergebnis.

Latente Steuern

Zum Bilanzstichtag bestehen aktive latente Steuern in Höhe von T€ 466,2 und passive latente Steuern in Höhe von T€ 3,3. Die latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus der unterschiedlichen Bewertung der Rückstellung für Urlaube und Mehrarbeitszeiten nach Handels- und Steuerrecht. Bei der Ermittlung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 30% zugrunde gelegt. Der steuerliche Verlustvortrag zum 31. Dezember 2015 beträgt T€ 153,4.

Sonstige Pflichtangaben

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt wurden 1.063 (Vorjahr: 1.088) Mitarbeiter beschäftigt. Davon waren

- 808 (Vorjahr: 828) gewerbliche Arbeitnehmer
- 180 (Vorjahr: 186) Angestellte
- 75 (Vorjahr: 74) geringfügig Beschäftigte

Geschäftsführer

Rechtsanwalt Felix Frohn-Bernau

Geschäftsführer

(bestellt am 01.04.2015)

Dipl. Betriebswirt Bernd Schell

Geschäftsführer / CEO

(bestellt am 27.11.2015)

Dipl. Kaufmann Jens Biermann

Geschäftsführer

(bestellt am 07.10.2015, abbestellt am 29.02.2016)

Dip. Kaufmann Dr. Falco Federmann

Geschäftsführer / CFO

(bestellt am 24.11.2015)

Wirtschaftsingenieur Stefan Wunderlich

Geschäftsführer / CEO

(bestellt am 01.04.2015, abbestellt am 07.10.2015)

Dipl. Kaufmann Jan Günzel

Geschäftsführer

(abbestellt am 13.05.2015)

Aufsichtsrat

Christian Daumann Geschäftsführer
Vorsitzender des Aufsichtsrats (bestellt am 01.04.2015) palero capital GmbH, München
Andreas Rauh Director M&A
Mitglied des Aufsichtsrats palero capital GmbH, München
(bestellt am 01.04.2015)  
Rainer Henning Betriebsratsvorsitzender Nord
Arbeitnehmervertreter EVANTEC GmbH, München
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats  

Den Aufsichtsratsmitgliedern wurden zum 31. Dezember 2015 Bezüge von insgesamt € 3.000,00 gewährt.

Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wurde gemäß § 286 (4) HGB unterlassen, da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhält.

Honorar der Abschlussprüfung

Für die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2015 sind Kosten in Höhe von € 34.000,00 berücksichtigt.

Marktunübliche Geschäfte mit nahestehenden Personen

Das Darlehen vom Gesellschafter inklusive kapitalisierter Zinsen in Höhe von T€ 11.383,4 wird ohne Sicherheiten gewährt. Ebenso wurde das Darlehen an die EVANTEC Holding GmbH (T€ 7.034,2) und das Darlehen an die HEUREKA-Gamma AG (T€ 540,5) ohne Sicherheiten gewährt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Für die in Aschheim, Riem, Hannover, Norderstedt, Regensburg, Berlin und Grenzach-Wyhlen angemieteten Büroräume und Hallen fallen jährliche Mietaufwendungen in Höhe von derzeit T€ 647,6 an. Darin sind keine Mietaufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten.

Verpflichtungen aus Leasingverträgen bestehen für die Jahre 2015 - 2020 in Höhe von T€ 793,9.

Konzernabschluss

Unsere Gesellschaft wird in den Konzernabschuss der palero invest S.à.r.l. Luxembourg einbezogen. Die palero invest S.à.r.l. Luxembourg erstellt ihren Konzernabschluss nach Luxembourg GAAP (LuxGAAP). Der Konzernabschluss ist beim Handels- und Geschäftsregister (Registre de Commerce et des Société - RC´S) hinterlegt und es wird im Amtsblatt bekanntgegeben, dass die Hinterlegung erfolgt ist.

Die EVANTEC GmbH ist nach § 291 HGB von der Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts befreit. Der befreiende Konzernabschluss und Konzernlagebericht wird von der palero invest S.à.r.l. Luxembourg aufgestellt.

 

Aschheim, den 30. Mai 2016

EVANTEC GmbH

Felix Frohn-Bernau, Geschäftsführer

Bernd Schell, Geschäftsführer

Dr. Falco Federmann, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der EVANTEC GmbH, Aschheim, Landkreis München, für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

München, den 27. Juni 2016

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Maurer, Wirtschaftsprüfer

Bergler, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 der EVANTEC GmbH wurde am 28. Juni 2016 durch den Aufsichtsrat gebilligt.

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 5. Juli 2016 durch die Gesellschafterversammlung.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

100 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.