Auto-Entwicklungsring Sachsen GmbH

Crimmitschauer Straße 59, 08058 Zwickau, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Chemnitz HRB 14770
Eingetragen
2.10.1997
Branche
Herstellung elektrischer und elektronischer Ausrüstungsgegenstände für KraftwagenHerstellung von Personenkraftwagen und PersonenkraftwagenmotorenHerstellung von Nutzkraftwagen und Nutzkraftwagenmotoren
Gegenstand
Durchführung technischer Entwicklungen auf dem Sektor des Fahrzeugbaues im Komplex von der Vorentwicklung über die Entwurfsphase, den Prototypenbau, die Versuchsdurchführung bis zum Serienanlauf sowie Herstellung von Fahrzeugkleinserien, Baugruppen und Teilen sowie Handel mit Hard- und Software.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Annette Wagner
seit 27.4.2021
Prokura
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Auto-Entwicklungsring Sachsen GmbH

Zwickau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Gegenstand der Firma Auto-Entwicklungsring Sachsen GmbH (AES GmbH) ist die Durchführung technischer Entwicklungen auf dem Sektor des Fahrzeugbaues im Komplex von der Vorentwicklung über die Entwurfsphase, den Prototypenbau, die Versuchsdurchführung bis zum Serienlauf sowie Herstellung von Fahrzeugkleinserien, Baugruppen und Teilen sowie der Handel mit Hard- und Software.

Die AES GmbH übernimmt dabei v.a. als Engineering-Partner der Automobilindustrie umfangreiche Entwicklungsaufgaben von der Konzeptentwicklung über den Aufbau von Prototypenfahrzeugen und der Komponenten- und Gesamtfahrzeugerprobung bis hin zur Technischen Dokumentation.

1.2. Forschung und Entwicklung

Der Umfang an Forschungsprojekten beschränkt sich auf einen sehr geringen Umfang und ist im Personaleinsatz eher geringfügig. Hingegen nimmt der Umfang an Eigenentwicklungen, beispielsweise im Bereich Brennstoffzellensystem, inzwischen einen größeren Stellenwert ein als bisher.

Das Hauptgeschäft besteht bei der AES GmbH aus kundenbezogenen Produktentwicklungen sowie Test- und Versuchsumfängen. Darin inbegriffen sind Tätigkeiten beim Kunden vor Ort in Form von Aufgaben des Projektmanagements bzw. in Form von Resident-Tätigkeiten.

Das Geschäftsmodell der Arbeitnehmerüberlassung wird von der AES GmbH nicht bedient.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft erholte sich 2023 langsam von den negativen Ereignissen der vergangenen Jahre. Die Corona-Pandemie hatte Nachfrageschocks und weitreichende Störungen der Lieferketten hinterlassen, während der Krieg in der Ukraine die Rohstoff- und Energiepreise massiv in die Höhe trieb. Diese Entwicklungen führten zu einer hohen Inflation, die viele Volkswirtschaften unter Druck setzte.

Gleichzeitig belasteten steigende Zinssätze die wirtschaftliche Dynamik erheblich. Unternehmen reduzierten ihre zuvor angelegten Sicherheitslager, was die Güternachfrage und den globalen Handel deutlich dämpfte. Die gestiegenen Finanzierungskosten führten außerdem zu einem spürbaren Rückgang der Investitionen. Insgesamt blieben sowohl die Konjunktur als auch die Handelsströme weltweit hinter den Erwartungen zurück.

Das weltweite Wirtschaftswachstum betrug 2023 ca. 3,0 %. In der Europäischen Union (EU) ist das Bruttoinlandsprodukt ca. 0,4 % angestiegen, in Deutschland dagegen um 0,3 % zurückgegangen. Deutschland war 2023 damit die einzige Industrienation mit rückläufiger Wirtschaftsleistung.

Bei unseren Hauptkunden aus der deutschen Automobilindustrie haben sich die branchenwirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Berichtsjahr grundsätzlich positiv entwickelt. Die Umsätze der deutschen Automobilindustrie stiegen 2023 um etwa 11 % auf 564 Milliarden Euro. Dieses Wachstum wurde hauptsächlich durch ein starkes Auslandsgeschäft getragen, wobei der Export von Fahrzeugen und Fahrzeugteilen um 10 % im Vergleich zu 2022 zunahm. In Deutschland stagnierte die Zahl der PKW-Neuzulassungen weitgehend, und der Absatz von Elektrofahrzeugen ging im Vergleich zum Vorjahr um fast 22 % zurück. Die Automobilindustrie investierte weiterhin erheblich in Forschung und Entwicklung, insbesondere in den Bereichen Elektromobilität, Batterietechnik und autonomes Fahren, was für Fahrzeugentwickler neue Chancen bot.

Die Automobilindustrie befindet sich weltweit in einem fundamentalen Transformationsprozess, dessen wesentlicher Bestandteil der Umstieg von konventionellen Antrieben mit Verbrennungsmotoren auf elektrische Fahrzeuge ist. Dieser Strukturwandel hin zur Elektromobilität, die Probleme mit strengeren Abgasmessregeln sowie die immensen Investitionsbedarfe in zukunftsfähige Antriebskonzepte üben weiterhin einen erheblichen Druck auf das Geschäftsmodell der deutschen Autohersteller aus.

2.2. Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2023 verlief in allen wesentlichen Aspekten entsprechend der Planung. Auslastung, Entwicklung der Umsatzerlöse und das erzielte Jahresergebnis liegen im Rahmen der Prognosen und Erwartungen.

Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr war es Ziel unserer - zusammen mit der Schwestergesellschaft FES GmbH Fahrzeug-Entwicklung Sachsen (FES GmbH) durchgeführten - strategischen Bemühungen, einen optimalen Mix aus langfristigen zeit- bzw. personalintensiven Aufträgen sowie kurzfristigen kleineren Projekten zu generieren und somit einen hohen Auslastungsgrad und eine gute Planbarkeit der Kapazitäten zu erzielen.

Außerdem wurden, wie bereits in den vergangenen Jahren, die Aktivitäten hinsichtlich der Erweiterung des Kundenkreises weiter aktiv vorangetrieben. Die Nachhaltigkeit und die Festigung bestehender Auftragsumfänge sowie Neugeschäfte mit Entwicklungslieferanten bleiben weiterhin erklärtes Ziel.

Die Investitionstätigkeit war analog zum Vorjahr unwesentlich. Wesentliche Investitionen werden aus strategischen Gründen nur noch in unserer Schwestergesellschaft FES GmbH getätigt.

Die Finanzierung des Unternehmens erfolgte wie bereits in Vorjahren im Wesentlichen aus den erwirtschafteten eigenen Mitteln. Es bestehen unverändert keine Bankverbindlichkeiten.

Ziel unserer Finanzierungspolitik ist es, jederzeit über ausreichende Liquiditätsreserven zu verfügen, um die Zahlungsverpflichtungen des Unternehmens erfüllen zu können. Die operative Geschäftstätigkeit und die daraus resultierenden Einzahlungen stellen die wesentliche Liquiditätsquelle der Gesellschaft dar.

2.3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung als Kernsteuerungsgrößen die Entwicklung der Umsatzerlöse, der Materialkostenquote, der Personalkostenquote, des Ergebnisses vor Ertragsteuern und der Liquidität heran.

2.4. Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2023 waren bei der AES GmbH durchschnittlich 244 (Vj. 248) Mitarbeiter beschäftigt. Perspektivisch werden weiterhin qualifizierte Fachkräfte zur weiteren Teamverstärkung und Erhöhung der eigenen Leistungsfähigkeit in nahezu allen Bereichen sowie zur Kompensation von altersbedingtem Ausscheiden von Mitarbeitern eingestellt.

Die Rechte und Pflichten zur Mitbestimmung unserer Mitarbeiter werden durch den Betriebsrat aufgenommen und in Regelterminen mit der Geschäftsleitung besprochen und bewertet. Bisher sind sämtliche Angelegenheiten im beiderseitigen Einvernehmen geklärt worden.

2.5. Lage des Unternehmens

2.5.1. Vermögens- und Finanzlage

Unsere Gesellschaft weist weiterhin eine sehr solide Vermögens- und absolut sichere Finanzlage auf. Die Bilanzsumme blieb gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert.

Die Aktivseite der Bilanz ist unverändert geprägt von den umfangreichen Investitionen früherer Jahre. Die Intensität der Sachanlagen hat sich durch die geringe Investitionstätigkeit im Berichtsjahr von 15,1 % auf 13,1 %, vermindert.

Mit T€ 4.630 (Vj. T€ 4.495) zeigten die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände keine wesentliche Veränderung.

Das Working Capital beträgt T€ 26.854 (Vj. T€ 25.913) und bestätigt die hohe Innenfinanzierungskraft der Gesellschaft.

Die Eigenkapitalquote beträgt ausgezeichnete 88,5 % (Vorjahr: 88,2 %). Sie liegt damit weit über dem Branchendurchschnitt und bezeugt die konsequente und erfolgreiche Arbeit der letzten Jahre. Wie in den Vorjahren verblieb der gesamte erwirtschaftete Gewinn im Unternehmen.

Die flüssigen Mittel sind um 3,3 % auf T€ 24.909 (Vj. T€ 24.112) angestiegen. Es bestehen keine Bankverbindlichkeiten. Unsere Finanzlage ist damit weiterhin sehr stabil.

2.5.2. Ertragslage

Die Ertragslage ist von einem Ergebnis vor Ertragsteuern von T€ 498 (Vorjahr: T€ 194) geprägt.

Der Anstieg der Umsatzerlöse um 4,2 % auf T€ 16.341 (Vj. T€ 15.683) spiegelt die höhere Anfrageintensität unserer Kunden wider. Die Materialkostenquote blieb mit 3,3 % konstant.

Der Personalaufwand stieg auslastungsbedingt um 4,7 % auf T€ 13.589 (Vj. 12.980). Die Personalkostenquote blieb mit 83,2 % (Vj. 82,8 %) nahezu konstant.

Die Abschreibungen waren auf Grund der geringen Investitionen weiter leicht rückläufig und verminderten sich um 7,3 % auf T€ 663.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen leicht um 2,4 % auf T€ 1.645, ohne dass es dabei zu wesentlichen Änderungen kam.

2.6. Gesamtaussage

Die Gesellschaft befindet sich weiterhin in einer soliden wirtschaftlichen Position. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zeichnet sich durch Stabilität und ein positives Gesamtbild aus.

3. Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Unternehmens

3.1. Prognosebericht

Wir beurteilen die mittelfristige Entwicklung unseres Unternehmens weiterhin grundsätzlich optimistisch.

Auf Basis der vorläufigen Zahlen erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024, dass sich Umsatz und Ergebnis in etwa auf dem Niveau des Berichtsjahres bewegen.

Auch für das Jahr 2025 rechnen wir mit einer positiven Geschäftsentwicklung sowie einer stabilen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Dabei weisen wir darauf hin, dass die Prognosen aufgrund der unsicheren globalen Rahmenbedingungen mit einer vergleichsweise hohen Unsicherheit behaftet sind.

3.2. Risikobericht

Vorrangiges Ziel unseres Risikomanagements ist es, den Bestand des Unternehmens langfristig zu sichern und unangemessene Einzelrisiken zu vermeiden. Das Risikomanagement ist ein integraler Bestandteil der Planung und wird durch die Geschäftsführung vorgegeben. Im Berichtsjahr waren alle Risiken begrenzt und überschaubar. Auch künftig ist der Bestand des Unternehmens gesichert. Wir versuchen stets, uns vorausschauend den Rahmenbedingungen zu stellen und uns der aktuellen Marktlage anzupassen.

Unser Geschäftsumfeld wird weiterhin maßgeblich von den weltweiten konjunkturellen Bedingungen geprägt. Die Unsicherheit über die künftigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bleibt aufgrund globaler Herausforderungen hoch. Belastend wirken insbesondere die wirtschaftlichen Spannungen zwischen den USA und China, der zunehmende Protektionismus, die anhaltende Ukraine-Krise und die Konflikte im Nahen Osten. Diese Entwicklungen beeinträchtigen die globalen Handelsbeziehungen und stellen unser Unternehmen vor anspruchsvolle Rahmenbedingungen.

Die Prognosen für 2024 sehen ein moderates globales Wirtschaftswachstum von ca. 2,7 bis 3,2 % vor, während für die Europäische Union ein Wachstum von etwa 0,8 bis 1,0 % erwartet wird. Für Deutschland hingegen wird ein schwaches Wachstum nahe 0 % oder sogar ein leichter Rückgang prognostiziert, was die anhaltenden strukturellen Herausforderungen der deutschen Wirtschaft widerspiegelt.

Die branchenwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Automobilindustrie sind unverändert von großer Unsicherheit geprägt. Die Branche steht vor einschneidenden Veränderungen. Konventionelle Antriebe werden durch die Verschärfung der gesetzlichen Rahmenbedingungen zunehmend durch Elektromobilität verdrängt. Die Reduzierung von Kraftstoffverbrauch und Emissionen sind in den Vordergrund gesellschaftspolitischer Diskussionen gerückt. Die Umweltauflagen werden sich somit weiter verschärfen. Dadurch wird sich der Kostendruck auf die Fahrzeugentwicklung erhöhen und von den Herstellern an die Entwicklungspartner weitergegeben. Dies ist insbesondere bei unseren Kunden Audi, VW und Porsche spürbar.

Die Branche investiert weiterhin massiv in Forschung und Entwicklung, insbesondere in den Bereichen Elektromobilität, Batterietechnologie, autonomes Fahren und Digitalisierung. Fahrzeugentwickler profitieren von diesen Investitionen, stehen jedoch vor der Herausforderung, verstärkt innovative Technologien und flexible Lösungen anzubieten, um den wachsenden Anforderungen der Hersteller gerecht zu werden.

Währungsrisiken bestehen aufgrund nationaler Beauftragungen in Euro-Valuta nicht.

Der Wettbewerb um qualifizierte Ingenieure und Facharbeiter ist in unserer Branche nach wie vor hoch. Unser künftiger Erfolg hängt teilweise davon ab, inwiefern es uns dauerhaft gelingt, Ingenieure und anderes Fachpersonal einzustellen, zu integrieren und dauerhaft an das Unternehmen zu binden.

3.3. Chancenbericht

Besonderen Stellenwert bei der Akquise von Neukunden, aber auch bei Bestandskunden nimmt das Thema Elektromobilität mit all seinen Hauptthemengebieten wie Auslegung und Integration von Regelungs- und Steuerungssoftware, Leistungselektronik, Antriebsaggregate, Thermomanagement, sowie Energiespeicher ein. Die AES GmbH hat sich zusammen mit ihrer Schwestergesellschaft FES GmbH diesem zukunftsweisenden Thema bereits 2004 gestellt und kann inzwischen auf weitreichende Erfahrungen in diesem stark wachsenden Bereich der Fahrzeugentwicklung verweisen. Von der Konzepterarbeitung und Grundauslegung des elektrischen Fahrantriebs erstreckt sich unser Leistungsspektrum über die vollständige Entwicklung und Integration aller notwendigen Komponenten bis hin zu Aufbau und Erprobung von Prototypen. Darüber hinaus gewinnen die Bereiche Entwicklung von Hard- und Software sowie Erprobung und Absicherung von Hochvoltspeichern immer mehr an strategischer und wirtschaftlicher Bedeutung für unser Unternehmen. In diesen Bereichen werden wir uns in den nächsten Jahren am stärksten weiterentwickeln. Aber auch mit dem Thema Brennstoffzelle als weitere Antriebskomponente von Elektrofahrzeugen beschäftigen wir uns in zunehmendem Maße, hier insbesondere im Logistik- und Nutzfahrzeugbereich.

Neben den Bereichen Karosserie- und Fahrwerksentwicklung sowie Versuchsbau-Fertigung/und -Montage entwickeln wir zusammen mit der FES GmbH auch komplette Bordnetze für Kraftfahrzeuge. Der Erstellungsprozess reicht dabei von ersten elektrologischen Konzepten über die gesamte Zeichnungs-erstellung bis hin zur Kleinserienfertigung von Leitungssträngen.

Ziel des Unternehmens ist es, sich entsprechend der Kundenanfragen künftig auch zum Lieferanten für Kleinst- und Kleinserien weiterzuentwickeln, um die vorhandenen Arbeitsplätze dauerhaft zu sichern und sich auch perspektivisch markt- und wettbewerbsgerecht aufzustellen.

3.4. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Guthaben bei Kreditinstituten, Forderungen und Verbindlichkeiten. Die Gesellschaft finanzierte sich im Berichtszeitraum im Wesentlichen aus Eigenmitteln.

Derivative Finanzinstrumente waren zum Bilanzstichtag nicht vorhanden.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen und bonitätsstarken Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

Beim Finanzmanagement verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Finanzwirtschaftliche Risiken sind durch die stabile Liquiditätssituation und die weitgehende finanzielle Unabhängigkeit des Unternehmens begrenzt. Durch die seit Jahren bestehende Praxis, erwirtschaftete Gewinne zu thesaurieren, existieren umfangreiche Liquiditätsreserven, die für künftige Investitionen einsetzbar sind.

3.5. Gesamtaussage

Aufgrund der stabilen Finanz- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Unter Beachtung aller derzeit bekannten Gegebenheiten und Fakten liegen keine Risiken vor, welche den Fortbestand unseres Unternehmens in einem absehbaren Zeitraum gefährden.

 

Zwickau, den 29. November 2024

gez. Christian Schwamberger, Geschäftsführer

Bilanz

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.249,00 323,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1.249,00 323,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.327.536,00 4.885.532,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 82.686,00 169.386,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 40.190,00 53.584,00
Summe Sachanlagen 4.450.412,00 5.108.502,00
Summe Anlagevermögen 4.451.661,00 5.108.825,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Geleistete Anzahlungen 167,22 0,00
Summe Vorräte 167,22 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.369.027,10 4.195.579,43
2. Sonstige Vermögensgegenstände 260.723,67 299.506,94
Summe Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.629.750,77 4.495.086,37
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 24.908.622,39 24.112.189,20
Summe Umlaufvermögen 29.538.540,38 28.607.275,57
C. Rechnungsabgrenzungsposten 44.630,75 45.160,75
D. Bilanzsumme Aktiva 34.034.832,13 33.761.261,32

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 51.129,19 51.129,19
II. Gewinnvortrag 29.730.553,41 29.590.581,33
III. Jahresüberschuss 347.984,37 139.972,08
Summe Eigenkapital 30.129.666,97 29.781.682,60
B. Sonderposten für Zuschüsse 1.220.405,00 1.284.912,00
C. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 46.773,00 24.645,73
2. Sonstige Rückstellungen 1.131.842,13 1.076.703,75
Summe Rückstellungen 1.178.615,13 1.101.349,48
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 895.858,81 970.051,48
2. Sonstige Verbindlichkeiten 610.226,22 623.015,76
- davon aus Steuern: 604.279,51 (Vj: 591.899,80)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 5.946,71 (Vj: 31.035,96)
Summe Verbindlichkeiten 1.506.085,03 1.593.067,24
E. Passive latente Steuern 60,00 250,00
F. Bilanzsumme Passiva 34.034.832,13 33.761.261,32

Gewinn- und Verlustrechnung

2023
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse 16.340.839,76 15.682.920,08
2. Sonstige betriebliche Erträge 373.164,34 293.908,57
3. Materialaufwand
a. Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -131.403,36 -119.715,33
b. Aufwendungen für bezogene Leistungen -400.960,81 -396.222,44
Summe Materialaufwand -532.364,17 -515.937,77
4. Personalaufwand
a. Löhne und Gehälter -11.245.942,69 -10.692.813,77
b. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.343.199,57 -2.287.486,31
- davon für Altersversorgung: -119.495,78 (Vj: -118.986,14)
Summe Personalaufwand -13.589.142,26 -12.980.300,08
5. Abschreibungen
a. auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -662.650,63 -714.667,63
Summe Abschreibungen -662.650,63 -714.667,63
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.645.333,91 -1.607.156,92
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 265.349,19 62.503,97
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -150.182,46 -54.367,50
- davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung latenter Steuern: 190,00 (Vj: 350,00)
9. Ergebnis nach Steuern 399.679,86 166.902,72
10. Sonstige Steuern -51.695,49 -26.930,64
11. Jahresüberschuss 347.984,37 139.972,08

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet. Der Jahresabschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang. Die Bilanz ist gemäß § 266 HGB, die Gewinn- und Verlustrechnung nach § 275 HGB zu gliedern.

Die nachfolgenden, zusätzlichen Angaben sind bei der Beurteilung der wirtschaftlichen Lage zu beachten:

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Auto-Entwicklungsring Sachsen GmbH

Firmensitz laut Registergericht: Zwickau

Registereintrag: Handelsregister

Registergericht: Chemnitz

Register-Nr.: HRB 14770

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erfolgen unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu € 800 netto werden im Zugangsjahr in voller Höhe aufwandswirksam in Abzug gebracht.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden jeweils zum Nennwert angesetzt.

Ausgaben vor dem Abschlussstichtag sind, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach dem Abschlussstichtag darstellen, in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Diese wurden in Höhe des nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitabhängigen durchschnittlichen Marktzinssatz, welcher von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Aktive und passive latente Steuern können sich aus temporären Differenzen oder quasipermanenten Differenzen zwischen dem im handelsrechtlichen Abschluss angesetzten Werten für Aktiva und Passiva und den steuerlichen Wertansätzen ergeben. Die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung werden mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen zum Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Entwicklung und Gliederung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel ersichtlich.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben in vollem Umfang eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von 3 TEuro (Vj. 54 TEuro) eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

Eigenkapital

Das Gezeichnete Kapital beträgt DM 100.000,00 und wurde noch nicht auf Euro umgestellt.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Kosten im Zusammenhang mit Gehalts-, Prämien- und Urlaubsansprüchen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten (Vj.-Werte in Klammern):

Art der Verbindlichkeit

alle Angaben in TEuro

gesamt Restlaufzeit < 1 Jahr Restlaufzeit > 1 Jahr Restlaufzeit > 5 Jahre
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

896

(970)

896

(970)

0

(0)

0

(0)

sonstige Verbindlichkeiten

610

(623)

610

(623)

0

(0)

0

(0)

Summe

1.506

(1.593)

1.506

(1.593)

0

(0)

0

(0)

Latente Steuern

Im Berichtsjahr ergaben sich aufgrund unterschiedlicher Bewertungsvorschriften im Handels- und Steuerrecht Differenzen, welche sich in späteren Geschäftsjahren abbauen. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt mit einem Steuersatz von 31 %. Es ergaben sich passivische Differenzen aus unterschiedlicher Bewertung der Sachanlagen in Höhe von 0,2 TEuro. Die sich daraus ergebende latente Steuerbelastung von 0,06 TEuro wurde bilanziert.

Sie entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt:

01.01.2023 Veränderung 31.12.2023
passive latente Steuern in Euro 250 -190 60

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Mietverpflichtungen für Räumlichkeiten i.H.v. 152 TEuro, Leasingverpflichtungen i.H.v. 141 TEuro sowie Mietverpflichtungen für Einrichtungsgegenstände i.H.v. 27 TEuro.

Sonstige Angaben

Anzahl der Mitarbeiter

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter im Berichtsjahr beträgt 244 Angestellte.

Angaben zur Geschäftsführung

Zum Geschäftsführer ist Herr Dipl.-Kfm. Christian Schwamberger bestellt. Er ist nicht von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

Honorar des Abschlussprüfers

Das für den Abschlussprüfer als Aufwand erfasste Honorar im Geschäftsjahr 2023 beträgt für Abschlussprüfungsleistungen 10 TEuro. Andere Bestätigungsleistungen, Steuerberatungsleistungen oder sonstige Leistungen wurden vom Abschlussprüfer nicht erbracht.

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach Schluss des Geschäftsjahrs nicht ergeben.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung beschließt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung:

Euro
Gewinnvortrag

29.730.553,41

Jahresüberschuss

347.984,37

Vortrag auf neue Rechnung 

30.078.537,78

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Zwickau, den 29. November 2024

gez. Christian Schwamberger, Geschäftsführer

Anlagenspiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten

Stand 01.01.2023 EUR
Zugänge EUR
Abgänge EUR
Stand 31.12.2023 EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.263.977,25 953,86 0,00 2.264.931,11
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 2.263.977,25 953,86 0,00 2.264.931,11
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 16.905.865,77 0,00 0,00 16.905.865,77
2. Technische Anlagen und Maschinen 13.383.593,11 0,00 75.170,00 13.308.423,11
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.802.984,32 4.540,77 8.557,03 2.798.968,06
Summe Sachanlagen 33.092.443,20 4.540,77 83.727,03 33.013.256,94
Summe Anlagevermögen 35.356.420,45 5.494,63 83.727,03 35.278.188,05

Abschreibungen

Stand 01.01.2023 EUR
Abschreibungen Berichtsjahr EUR
Änderung der gesamten Abschreibungen i. Z. m. Abgängen EUR
Stand 31.12.2023 EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.263.654,25 27,86 0,00 2.263.682,11
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 2.263.654,25 27,86 0,00 2.263.682,11
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.020.333,77 557.996,00 0,00 12.578.329,77
2. Technische Anlagen und Maschinen 13.214.207,11 86.698,00 75.168,00 13.225.737,11
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.749.400,32 17.928,77 8.551,03 2.758.778,06
Summe Sachanlagen 27.983.941,20 662.622,77 83.719,03 28.562.844,94
Summe Anlagevermögen 30.247.595,45 662.650,63 83.719,03 30.826.527,05

Buchwerte

Buchwert 31.12.2023 EUR
Buchwert 31.12.2022 EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.249,00 323,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1.249,00 323,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.327.536,00 4.885.532,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 82.686,00 169.386,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 40.190,00 53.584,00
Summe Sachanlagen 4.450.412,00 5.108.502,00
Summe Anlagevermögen 4.451.661,00 5.108.825,00

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

An die Auto-Entwicklungsring Sachsen GmbH, Zwickau

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Auto-Entwicklungsring Sachsen GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Auto-Entwicklungsring Sachsen GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.;

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Chemnitz, den 14. Januar 2025

AuditConsult Westsachsen GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Erik Starec

Wirtschaftsprüfer

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Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde in der Gesellschafterversammlung vom 14. Januar 2025 festgestellt.

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