Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 1796
Eingetragen
16.9.1974
Branche
Herstellung von Düngemitteln und StickstoffverbindungenHerstellung von feuerfesten keramischen Werkstoffen und WarenHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von Härtemittelerzeugnissen und Wärmeübertragungssalzen aller Art sowie von sonstigen chemischen Produkten, die Entwicklung, die Anwendung und der Vertrieb von Verfahren zur thermischen und chemischen Behandlung von Metallen und anderen Stoffen, insbesondere unter Verwendung von Härtesalzen, die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von Anlagen zur Anwendung der vorgenannten Verfahren sowie die Erbringung von Dienstleistungen mit solchen Anlagen. Vermietung und Verpachtung produktionsnaher Grundstücke und Gebäude.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Alexander Ott
seit 27.7.2022
Geschäftsführer

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Durferrit GmbH

Mannheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.11.2022 bis zum 31.10.2023

BILANZ ZUM 31. OKTOBER 2023

DURFERRIT GMBH, MANNHEIM

AKTIVA

31.10.2023
EUR
31.10.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 14.740.546,15 15.024.996,68
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.329,00 9.437,00
II. Sachanlagen 8.995.238,72 9.272.581,25
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.956.602,57 8.220.990,57
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 959.015,00 1.031.103,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 79.621,15 20.487,68
III. Finanzanlagen 5.742.978,43 5.742.978,43
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.742.978,43 5.742.978,43
B. UMLAUFVERMÖGEN 26.915.104,22 18.127.921,54
I. Vorräte 682.476,70 1.248.115,70
1. Vorräte 3.654.476,70 2.574.547,70
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -2.972.000,00 -1.326.432,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 18.525.525,98 7.680.548,73
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 7.707.101,54 9.199.257,11
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 113.635,32 87.762,51
41.769.285,69 33.240.680,73

PASSIVA

31.10.2023
EUR
31.10.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 10.552.035,45 13.186.963,51
I. Gezeichnetes Kapital 3.068.000,00 3.068.000,00
II. Kapitalrücklage 4.054.409,91 4.054.409,91
III. Gewinnvortrag 1.457.416,47 3.886.737,99
IV. Jahresüberschuss 1.972.209,07 2.177.815,61
B. RÜCKSTELLUNGEN 14.370.000,00 14.500.000,00
C. VERBINDLICHKEITEN 16.846.983,57 5.553.450,55
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.070.000,00 2.760.000,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 13.760.743,29 1.935.780,90
3. Übrige Verbindlichkeiten 1.016.240,28 857.669,65
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 266,67 266,67
41.769.285,69 33.240.680,73

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/23

2022/23
EUR
2021/22
EUR
1. Rohergebnis 13.125.172,69 15.769.903,48
2. Personalaufwand 4.401.610,15 5.674.274,59
a) Löhne und Gehälter 3.593.158,33 3.336.831,89
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 808.451,82 2.337.442,70
- Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung: EUR 154.301,90 (Vorjahr: EUR 1.718.746,76)
3. Abschreibungen 409.235,57 477.418,91
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 409.235,57 477.418,91
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.568.985,30 5.741.388,11
5. Betriebsergebnis 2.745.341,67 3.876.821,87
6. Erträge aus Beteiligungen 20.709,05 43.485,68
- davon an verbundenen Unternehmen: EUR 20.709,05 (Vorjahr: EUR 43.485,68)
7. Ergebnis aus Gewinnabführungsverträgen 302.721,01 88.589,80
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 121.828,47 10.484,84
- davon von verbundenen Unternehmen: EUR 7.304,32 (Vorjahr: EUR 884,67)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 278.404,00 204.705,64
- davon von verbundenen Unternehmen: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00)
10. Finanzergebnis 166.854,53 -62.145,32
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 887.520,88 1.584.061,69
12. Ergebnis nach Steuern 2.024.675,32 2.230.614,86
13. Sonstige Steuern 52.466,25 52.799,25
14. Jahresüberschuss 1.972.209,07 2.177.815,61

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/23

DURFERRIT GMBH MANNHEIM

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS UND ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Durferrit GmbH hat ihren Sitz in Mannheim. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter HRB 1796 eingetragen.

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Firma Durferrit GmbH zum 31. Oktober 2023 wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Form der Darstellung der Bilanz wurde nach den Vorschriften des § 265 Abs. 1 HGB gewählt.

Das Anlagevermögen wurde in Form eines Anlagenspiegels dargestellt.

Im Berichtsjahr wurde wie im Vorjahr bei den erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen vom Wahlrecht gem. § 268 Abs. 5 HGB Gebrauch gemacht. Demnach werden die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen unter dem Posten "Vorräte" ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten mit den zugehörigen Restlaufzeiten und der Besicherung sind in einem Verbindlichkeitenspiegel dargestellt.

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden orientieren sich grundsätzlich an den steuerrechtlichen Vorschriften sowie der §§ 246 - 256 HGB und den ergänzenden Regelungen für Kapitalgesellschaften der §§ 264 ff. HGB.

Bewertungsmethoden

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde grundsätzlich zu Anschaffungs- / Herstellungskosten angesetzt und dabei um planmäßige Abschreibungen vermindert. Diese Vermögensgegenstände werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen auf der Grundlage steuerlich anerkannter Höchstsätze vermindert.

Geringwertige Wirtschaftsgüter im Einzelwert bis 800,00 EUR wurden gem. § 6 Abs. 2 EStG im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben.

Das Finanzanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten bewertet.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Herstellungskosten der unfertigen Erzeugnisse und Leistungen sowie der fertigen Erzeugnisse enthalten das Fertigungsmaterial, die Fertigungskosten, die Materialgemeinkosten einschließlich Abschreibungen sowie die aktivierungsfähigen Aufwendungen für soziale Einrichtungen, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung, soweit sie den Material- und Fertigungsbereich betreffen. Das Prinzip der verlustfreien Bewertung wird beachtet. Den Bestandsrisiken aus verminderter Verwertbarkeit und erhöhten Lagerreichweiten wird durch Abwertungen entsprochen.

Die Gesellschaft macht von Ihrem Wahlrecht gemäß § 268 Abs. 5 HGB Gebrauch, wonach erhaltene Anzahlungen von den unfertigen Erzeugnissen offen abgesetzt werden können.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert angesetzt. Für erkennbare Bonitäts- und Länderrisiken sind Wertberichtigungen in ausreichendem Umfang gebildet. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt, wobei die Pauschalwertberichtigung mit 1 % berechnet wurde.

Rückstellungen für Pensionen werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB). Sie werden pauschal mit einem einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 S. 1 HGB).

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zum Devisenkassamittelkurs des Abschlussstichtages angesetzt. Buchverluste aus Kursschwankungen werden zum Bilanzstichtag berücksichtigt.

II. ERLÄUTERUNGEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ UND DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Die Aufgliederung der Anlageposten und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2022/23 ist im Anschluss an die Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:

Name Sitz Anteil am Kapital Eigenkapital 100
%
Ergebnis letztes GJ 100
%
Durferrit South Africa (Pty.) Ltd. Chloorkop, Südafrika 90 % 193 TEUR 21 TEUR

Die Währungsumrechnung in EUR erfolgte mit einem Wechselkurs von 6,345 Rand/EUR, dies entsprach dem Wechselkurs bei Gründung. Das obige Buchkapital sowie das Ergebnis des letzten Geschäftsjahres wurde mit einem Wechselkurs von 20,1390 Rand/EUR umgerechnet.

Name Sitz Anteil am Kapital Eigenkapital Ergebnis letztes GJ
Durferrit Deutschland GmbH Mannheim, Deutschland 100% 5.697 TEUR Ergebnisabführungsvertrag

Mit Einbringungsvertrag vom 03. November 2008 brachte die Gesellschaft die gesamte Produktion (einschließlich des Einkaufs von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und von Handelswaren) im Wege einer freiwilligen Leistung in die Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in die dafür in 2008 neu gegründete (Bargründung) 100 %-ige Tochtergesellschaft Durferrit Deutschland GmbH ein. Die Tochtergesellschaft stellt auf der Basis eines Lohnfertigungsvertrages diejenigen Salze und Hilfsstoffe her, die die Gesellschaft bisher in Eigenregie hergestellt und vertrieben hat. Ein Ergebnisabführungsvertrag (Eintragung im Handelsregister der Organgesellschaft vom 23.09.2009) wurde abgeschlossen.

Zum Bilanzstichtag wurden die Forderungen und Verbindlichkeiten bei Gleichwertigkeit verrechnet.

Die flüssigen Mittel betreffen Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten.

In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Versicherungsbeiträge sowie weitere diverse Aufwandsvorauszahlungen für das Folgejahr enthalten.

Das Stammkapital ist im Vergleich zum 31. Oktober 2022 unverändert.

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 3.068.000 EUR und wird in voller Höhe von Centre Stéphanois de Recherches Méchaniques Hydromechanique et Frottement - HEF - gehalten.

Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde nach der versicherungsmathematischen Teilwertmethode gebildet. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt:

pauschale durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren

durchschnittlicher Marktzins der vergangenen zehn Jahre von 1,82 % (im Vorjahr: 1,78 %), der von der Deutschen Bundesbank bekanntgemacht wurde

Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,50 % p.a.

Rentensteigerungen von 2,00 % p.a.

Sterbetafeln nach Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln 2018 G".

Im Geschäftsjahr 2010/2011 wurde im Rahmen der erstmaligen Anwendung des BilMoG ein verteilungsfähiger Zuführungsbetrag aufgrund Bewertungsänderungen nach dem Wahlrecht von Art. 67 Abs. 1 EGHGB in Höhe von 1.239.030 EUR auf 15 Jahre verteilt. Der Zuführungsbetrag pro Jahr beträgt 82.602 EUR. Zum 31.10.2023 wurden bereits 1.073.826 EUR zugeführt, der Zuführungsbetrag der Folgejahre beträgt 165.204 EUR.

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahren (1,69 %; im Vorjahr: 1,42 %) ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 181.909 Euro (im Vorjahr: 526.210 Euro). Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt.

Die Laufzeitangaben für die Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

Davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag 31.10.2023
EUR
bis zu einem Jahr
EUR
zwischen einem und fünf Jahre
EUR
von mehr als fünf Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.070.000,00 690.000,00 1.380.000,00 0,00
Vorjahreswerte 2.760.000,00 690.000,00 2.070.000,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 13.760.743,29 9.560.743,29 4.200.000,00 0,00
Vorjahreswerte 1.935.780,90 1.935.780,90 0,00 0,00
Übrige Verbindlichkeiten 1.016.240,28 1.016.240,28 0,00 0,00
Vorjahreswerte 857.669,65 857.669,65 0,00 0,00
16.846.983,57 11.266.983,57 5.580.000,00 0,00
Vorjahreswerte 5.553.450,55 3.483.450,55 2.070.000,00 0,00

Aus Miet- und Leasingverträgen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 147 TEUR mit folgenden Fälligkeiten:

1. Jahr 50 TEUR
2. Jahr bis Ende der Laufzeit 97 TEUR
Summe 147 TEUR

Die Abschreibungen enthalten planmäßige Abschreibungen.

Der GuV-Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" enthält Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von 181.416 EUR (Vorjahr: 168.213 EUR).

Der GuV-Posten "sonstige betriebliche Erträge" enthält Erträge aus der Währungsumrechung in Höhe von 327.762 EUR (Vorjahr: 1.689.205 EUR).

Der GuV-Posten "sonstige betriebliche Aufwendungen" enthält Aufwendungen aus der Währungsumrechung in Höhe von 856.046 EUR (Vorjahr: 531.382 EUR).

III. ERGÄNZENDE ANGABEN

Im Jahresdurchschnitt waren im Unternehmen 48 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 46), davon 47 Angestellte und 1 Arbeiter.

Der Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2022/2023 war:

Herr Dr. Matthias Kremer, Chemiker/Geschäftsführer, Wiesbaden (bis 31.10.2023)

Herr Alexander Ott, Bachelor of Science/Geschäftsführer, Haßloch

Bezüge der Mitglieder der Unternehmensorgane (Geschäftsführer):

Die Angabe unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB in Verbindung mit § 285 Nr. 9 HGB.

Konzernzugehörigkeit:

Die Durferrit GmbH, Mannheim, wird in den Konzernabschluss der H.E.F. Groupe Andrézieux / Frankreich, einbezogen. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft in Andrézieux/Frankreich erhältlich. Mutterunternehmen im Sinne des § 285 Nr. 14 HGB, das den Konzernabschluss für den größten Konsolidierungskreis aufstellt, ist H.E.F Groupe, Andrézieux/Frankreich.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag:

Seit Beginn des Geschäftsjahres 2022/2023 haben sich keine wesentlichen Änderungen der Unternehmenssituation oder des Branchenumfelds ergeben.

Ergebnisverwendungsvorschlag bzw. -beschluss:

Der Jahresüberschuss in Höhe von 1.972.209,07 EUR wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Mannheim, 14. Dezember 2023

Alexander Ott

Sonstige Berichtsbestandteile:

Die Gesellschafterversammlung hat den Jahresabschluss unter dem Datum vom 14.03.2024 festgestellt. Das Jahresergebnis wird auf neue Rechnung vorgetragen.

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Nov. 2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Okt. 2023
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.170.902,84 0,00 0,00 1.170.902,84
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 17.561.147,44 0,00 0,00 17.561.147,44
Technische Anlagen und Maschinen 277.235,39 0,00 0,00 277.235,39
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.091.469,35 67.523,57 -8.044,79 4.150.948,13
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 20.487,68 59.133,47 0,00 79.621,15
21.950.339,86 126.657,04 -8.044,79 22.068.952,11
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.742.978,43 0,00 0,00 5.742.978,43
28.864.221,13 126.657,04 -8.044,79 28.982.833,38
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
1. Nov. 2022
EUR
Zuführungen
EUR
Auflösungen
EUR
31. Okt. 2023
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.161.465,84 7.108,00 0,00 1.168.573,84
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.340.156,87 264.388,00 0,00 9.604.544,87
Technische Anlagen und Maschinen 277.235,39 0,00 0,00 277.235,39
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.060.366,35 137.739,57 -6.172,79 3.191.933,13
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
12.677.758,61 402.127,57 -6.172,79 13.073.713,39
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
13.839.224,45 409.235,57 -6.172,79 14.242.287,23
NETTOBUCHWERTE
31. Okt. 2023
EUR
31. Okt. 2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.329,00 9.437,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.956.602,57 8.220.990,57
Technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 959.015,00 1.031.103,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 79.621,15 20.487,68
8.995.238,72 9.272.581,25
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.742.978,43 5.742.978,43
14.740.546,15 15.024.996,68

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 vom 01.11.2022 - 31.10.2023

DURFERRIT GMBH, MANNHEIM

I. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell

Schwerpunkt der Unternehmenstätigkeit der Durferrit GmbH sind Entwicklung und Vertrieb von Härtemittelerzeugnissen und Wärmeübertragungssalzen aller Art. Es werden Verfahren zur thermischen Behandlung von Metallen und anderen Stoffen, insbesondere unter Verwendung von Härtesalzen entwickelt. Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Anlagen zur Anwendung der vorgenannten Verfahren sowie Vermietung und Verpachtung von produktionsnahen Grundstücken und Gebäude runden die Tätigkeit der Durferrit GmbH ab.

Die Durferrit GmbH vermarktet ihre Produkte weltweit. Im Inland wird dies mit eigenen Außendienstmitarbeitern bewältigt, im Ausland mittels Handelsvertretungen.

Seit August 2001 gehört die Durferrit GmbH zur französischen H.E.F.-Gruppe, die vor allem Dienstleistungen auf dem Gebiet Wärmebehandlung und Oberflächentechnik anbietet.

Forschung und Entwicklung

Die überwiegenden Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung sind vor einigen Jahren zur Konzernmutter nach Frankreich verlagert worden.

II. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Laut aktuellen Prognosen soll das globale Bruttoinlandsprodukt in 2023 um rund 3% gegenüber dem Vorjahr wachsen. Für das Jahr 2024 geht man von einem weltweiten Wachstum von rund 2,9% aus. Für Europa geht die EU-Kommission von einem Wirtschaftswachstum von ca. 0,8%, für 2024 aus. Trotz des geringen Wachstums wird erwartet, dass sich die Inflation weiter abschwächt. Jedoch sind verlässliche Prognosen im aktuellen zins-politischen Umfeld und angesichts bestehender geopolitischer Risiken außerordentlich unsicher.

Geschäftsverlauf

Die schwache wirtschaftliche Entwicklung im EU-Raum beeinflusste auch die Geschäftsentwicklung der Durferrit; hier ist der größte Absatzmarkt. Insgesamt lag der Umsatz leicht über Vorjahresniveau, die geplanten Umsatzziele konnten jedoch nicht erreicht werden.

Im Geschäftsbereich Salze erhöhte sich der Umsatz leicht im Vergleich zu Vorjahr. In Deutschland erhöhte sich der Umsatz wegen einiger Sondergeschäfte um etwa 20%, der Umsatz im europäischen Ausland war nahezu unverändert. Dem gegenüber gab es im übrigen Ausland ein Rückgang des Umsatzes um 20%.

Im Geschäftsbereich Anlagen ist weiterhin eine geringe Nachfrage nach Investitionsgüter im klassischen Anlagenbereich zu verzeichnen. Insgesamt hat sich der Umsatz gegenüber dem Vorjahr erhöht, die geplanten Umsatzziele konnten nicht erreicht werden. Der Großauftrag aus dem letzten Geschäftsjahr wird sich erst im kommenden Jahr im Umsatz wiederspiegeln.

Die nachfolgenden Darstellungen zeigen die Aufteilung der Umsätze nach Geschäftsbereichen bzw. Regionen:

UMSATZANTEILE NACH GESCHÄFTSBEREICHEN bzw. REGIONEN
Anlagenbau 2%
Ersatzteile 3%
Salze Inland 21%
Salte Ausland 71%
Mieterlöse 3%
Deutschland 28,0%
Übriges Europa 68,0%
Asien 7,0%
Amerika 5,0%
Australien 2,0%

Investitionen und Abschreibungen

Die Investitionen der Durferrit für Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände lagen bei 127 T€ (Vorjahr: 56 T€). Es handelt sich im Wesentlichen um Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen.

Den Investitionen standen insgesamt Abschreibungen für Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 409 T€ gegenüber.

Mitarbeiter

Zum 31.10.2023 beschäftigte Durferrit insgesamt 49 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr 47).

Ertragslage

Das Rohergebnis reduzierte sich im Geschäftsjahr 2022/2023 wegen höherer Materialaufwendungen von 15.770 T€ im Vorjahr auf numehr 13.125 T€.

Bei den Betriebsausgaben gab es einen Rückgang von Provisionszahlungen im Geschäftsbereich Salze. Die Personalaufwendungen sind vor allem durch geringere Aufwendungen für die Altersversorgung gesunken. Durch Wechselkursveränderungen im Bereich EUR/USD ergab sich ein saldiertes negatives Ergebnis in Höhe von 528 T€.

Daraus resultiert für das Geschäftsjahr 2022/2023 ein Gesamt-EBIT von 2.714 T€ (Vorjahr: 3.867 T€).

Die Durferrit South Africa (pty) Ltd., an der Durferrit zu 90% beteiligt ist, erzielte im Geschäftsjahr 2022/2023 einen Jahresüberschuss von 427.000 Rand.

Finanzlage

Die Bilanzsumme der Durferrit erhöhte sich zum Bilanzstichtag um 8.529 T€ auf 41.769 T€ (Vorjahr: 33.241).

Die langfristigen Vermögenswerte sowie die immateriellen Vermögenswerte reduzierten sich um 242 T€ von 16.145 T€ auf 15.903 T€.

Die kurzfristigen Vermögensgegenstände betrugen zum Ende des Geschäftsjahres 25.866 T€, dies bedeutet einen Anstieg von 8.770 T€ im Vergleich zum Vorjahr.

Beim Umlaufvermögen erhöhten sich die Vorräte um 1.080 T€ auf 3.654 T€. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände erhöhten sich um 10.871 T€. Diese Erhöhung resultiert vor allem wegen Zahlungen innerhalb der HEF-Gruppe für Lieferungen im Bereich Salze.

Erhaltene Anzahlungen, welche ebenfalls bei den kurzfristigen Vermögenswerten mit ausgewiesen werden, beliefen sich auf 2.972 T€.

Die liquiden Mittel reduzierten sich um 1.492 T€ auf nunmehr 7.707 T€.

Auf der Passivseite betrug das Eigenkapital zum Ende des Geschäftsjahres 2022/2023 10.552 T€ (Vorjahr: 13.187 T€). Der Rückgang ist im Wesentlichen durch eine höhere Gewinnausschüttung an den Gesellschafter begründet.

Das langfristige Fremdkapital reduzierte sich um 644 T€ auf nunmehr 12.236 T€, das kurzfristige Fremdkapital erhöhte sich um 11.807 T€ auf 18.981 T€. Die Erhöhung resultiert von erhaltenen Zahlungen innerhalb der HEF-Gruppe.

Bilanz Durferrit GmbH (Kurzfassung) 31.10.2022
TEUR
31.10.2023
TEUR
Veränderung
%
Langfristige Vermögenswerte 16.145 15.903 -1,5
Kurzfristige Vermögenswerte 17.096 25.866 51,3
Vermögenswerte 33.241 41.769 25,7
Eigenkapital 13.187 10.552 -20,0
Langfristiges Fremdkapital 12.880 12.236 -5,0
Kurzfristiges Fremdkapital 7.174 18.981 164,6
Eigen- und Fremdkapital 33.241 41.769 25,7

Finanzielle Leistungsindikatoren

Durferrit erhält für die Unternehmenssteuerung vielfältige Informationen. Dies sind die Gesamtkapitalrendite und der Cash-Flow, Berichte der inländischen Verkaufsabteilung und der Vertretungen im Ausland sowie Auswertungen aus dem internen Kontrollsystem. Auf monatlicher Basis liegen Detaildaten und Kennzahlen über Absatz, Umsatz, Erträge, Kosten, etc. vor.

Neben den geschilderten Kontroll- und Überwachungssysteme bestätigt die vorhandene Zertifizierung nach DIN ISO 9001:2015 die Qualität dieser Instrumente.

Nachstehend sind Veränderungen wichtiger Bilanz- und Finanzkennzahlen der Durferrit zusammengefasst:

Bilanz- und Finanzkennzahlen 2022 2023
Cash-Flow Jahresergebnis zzgl. Abschreibungen 2.655 2.381
Gesamtkapitalrendite (%) (Gewinn + Steuern + Fremdkapitalzinsen) / Gesamtkapital 11,6 7,2
Anlagenintensität (%) Anlagevermögen / Gesamtvermögen 45,2 35,3
Abschreibungsquote (%) Abschreibungen / Sachanlagevermögen 2,2 1,9
Eigenkapitalquote (%) Eigenkapital / Bilanzsumme 39,7 25,3

Gesamtaussage

Das Geschäftsjahr 2022/2023 war durch Preissteigerungen bei Rohstoffen und Energie beeinflusst. Diese Kostensteigerungen wurden nicht komplett an die Kunden weitergegeben. Daraus gab es beim EBIT gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang um 1.153 T€.

Die Eigenkapitalquote reduzierte sich wegen der verlängerten Bilanzsumme und höherer Gewinnausschüttungen auf 25,3% (Vorjahr: 39,7%).

Insgesamt und unter Berücksichtigung der marktgegebenen Randbedingungen sind wir jedoch mit der wirtschaftlichen Lage der Durferrit zufrieden.

III. Prognosebericht

Bei unserer Prognose für 2023 hatte wir eine Umsatzsteigerung im Blick. Diese konnte insgesamt um 2,0 % gesteigert werden. Aufgrund höheren Materialpreisen und gestiegenen Energiekosten lag das Ergebnis mit 1.972 T€ unter Plan.

Eine verlässliche Prognose für die weitere wirtschaftliche Entwicklung ist wegen der bestehenden geopolitischer Risiken weiterhin kaum möglich. Wir rechnen weiterhin mit hohen Preisen für Energie und Rohstoffe.

Insgesamt sind wir noch zuversichtlich und gehen für kommende Geschäftsjahr von einem leicht steigenden Umsatz aus. Beim Ergebnis erwarten wir jedoch einen Rückgang.

Die Geschäftsführung sieht keine bestandsgefährdenden Risiken, welche den Fortbestand der Durferrit nachhaltig beeinflussen können.

IV. Chancen- und Risikobericht

Als international tätiges Unternehmen verfügt Durferrit über ein Risikomanagementsystem, das die frühzeitige Erkennung und Analyse von Chancen und Risiken sicherstellt und die Ergreifung entsprechender Maßnahmen bestmöglich unterstützt.

Die Chancen der zukünftigen Entwicklung der Gesellschaft mit ihrem Angebot von Härtemittelerzeugnissen und Wärmeübertragungssalzen einschließlich der Entwicklung von Kundenprozessen zur Nutzung dieser Techniken liegen vor allem in den langjährigen und vielfältigen Kundenbeziehungen, die ständig ausgebaut werden. So haben wir, auch aufgrund unserer Kundennähe, die Möglichkeit, an neuen Anforderungen von Beginn an teilzunehmen.

Mit unserer Geschäftstätigkeit sind folgende Hauptrisiken verbunden:

Absatzmarktrisiken

Eine Gefahr von Absatzrisiken aufgrund einer schwachen Konjunktur bzw. politischen Änderungen in einzelnen Ländern bzw. Regionen ist aufgrund einer Vielzahl von Kunden weltweit minimiert und eine Abhängigkeit von einzelnen Kunden nicht gegeben.

Beschaffungsmarktrisiken

Durch regelmäßiges Beobachten der Beschaffungsmärkte werden Risiken beim Bezug von Rohstoffen und Handelswaren reduziert.

Soweit möglich versuchen wir, bei der Beschaffung Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten zu vermeiden.

Schadensrisiken

Um die finanziellen Auswirkungen eines möglichen Schadens gering zu halten bzw. ganz auszuschließen, haben wir - soweit verfügbar und wirtschaftlich vertretbar - Versicherungen abgeschlossen. Umfang und Höhe der Versicherungen werden laufend überprüft.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Als ein weltweit tätiges Unternehmen ist Durferrit Währungs-, Zins- und Preisrisiken ausgesetzt. Wenn nötig werden Finanzinstrumente wie Devisentermingeschäfte, Zins- und Währungsswaps eingesetzt, um eventuelle Risiken abzusichern.

Rechtliche Risiken

Um möglichen Risiken zu begegnen, die aus den unterschiedlichsten steuerlichen, wettbewerbs- und patentrechtlichen Regelungen und Gesetzen entstehen können, stützen wir unsere Entscheidungen auf entsprechende rechtliche Beratung.

 

Mannheim, im Dezember 2023

A. Ott

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Durferrit GmbH, Mannheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Durferrit GmbH, Mannheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Oktober 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. November 2022 bis zum 31. Oktober 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Durferrit GmbH, Mannheim, für das Geschäftsjahr vom 1. November 2022 bis zum 31. Oktober 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Oktober 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. November 2022 bis zum 31. Oktober 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Waiblingen, 14. Dezember 2023

AHB-GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jochen Heubach, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

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