HDI Pensionskasse AG
Charles-de-Gaulle-Platz 1, 50679 Köln, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sebastian Wolfgang Dr. Stock seit 6.5.2026 | Vorstandsmitglied |
Andreas Wedde seit 16.3.2026 | Prokura |
Kevin Püster seit 26.8.2025 | Prokura |
Stephan Dr. Müller seit 18.7.2023 | Prokura |
Dirk Egert seit 18.7.2023 | Prokura |
Henning Dr. Kuschewitz seit 3.1.2023 | Prokura |
Klaus Paul Schulze Zurmussen seit 6.12.2022 | Vorstandsmitglied |
Martina Schalk seit 21.6.2022 | Prokura |
Stefan Dinges seit 11.3.2020 | Prokura |
Achim Cramer seit 11.3.2020 | Prokura |
Robert Leopold seit 27.7.2018 | Prokura |
Heiko Dr. Schmitz-Elvenich seit 27.7.2018 | Prokura |
Fabian von Löbbecke seit 28.6.2017 | Vorstandsmitglied |
Thomas Prieß seit 28.6.2017 | Prokura |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
HDI Pensionskasse AGKölnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023HDI Pensionskasse AG auf einen Blick.
1) Annual Premium Equivalent (laufende
Neugeschäftsbeiträge + 1/10 der
Neugeschäfts-Einmalbeiträge)
Lagebericht.Geschäftstätigkeit, Organisation und StrukturUnternehmenspolitischer HintergrundDie HDI Pensionskasse AG ist Teil des Talanx-Geschäftsbereichs Privat- und Firmenversicherung Deutschland (im Folgenden HDI Deutschland). Der Sitz der Gesellschaft ist Köln. Gegenstand unserer Gesellschaft ist die Durchführung betrieblicher Altersversorgung im Wege einer überbetrieblichen Pensionskasse. HDI hat die betriebliche Altersversorgung strategisch neu ausgerichtet. Dies hat insbesondere zur Folge, dass die Schwestergesellschaft HDI Lebensversicherung AG das vertrieblich akquirierte Neugeschäft von kapitaleffizienten Produkten übernimmt. Die HDI Pensionskasse AG hat den Vertrieb eingestellt. Unser Versicherungsbestand enthält aufgeschobene Rentenversicherungen sowohl in der Form der beitragsorientierten Leistungszusage als auch in der Form der Beitragszusage mit Mindestleistung sowie Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherungen und selbständige Berufsunfähigkeitsversicherungen. Dienstleistungen im KonzernverbundDie HDI Pensionskasse AG beschäftigt keine eigenen Mitarbeiter. Anfallende Aufgaben werden von Konzerngesellschaften auf Basis von Dienstleistungs- und Ausgliederungsverträgen für die HDI Pensionskasse AG übernommen. Die Einbindung der HDI Pensionskasse AG in eine große Versicherungsgruppe ermöglicht gesellschaftsübergreifend organisierte Funktionen und damit die sinnvolle Nutzung von Synergien und Ressourcen. Hierdurch können die Kostenvorteile einer einheitlichen Bearbeitung im Konzern genutzt und bessere Konditionen bei Dienstleistern erreicht werden. Wesentliche Dienstleistungen übergreifend tätiger Funktionsbereiche wie z. B. Finanzen, Personal, IT, Betrieb und Vertrieb werden durch die HDI AG für die Inlandsgesellschaften des Talanx Konzerns erbracht, also auch für die HDI Pensionskasse AG. Darüber hinaus nutzt die HDI Pensionskasse AG die zentralen Dienstleistungen der Ampega Asset Management GmbH, die die Vermögensverwaltung für die Versicherungsgesellschaften im Konzern betreibt. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenVolkswirtschaftliche EntwicklungDie rückläufige, aber immer noch erhöhte Inflation, anhaltende geopolitische Spannungen und die Folgen der restriktiveren Geldpolitik der meisten Notenbanken haben die globale Konjunkturdynamik im Jahr 2023 gebremst, ohne jedoch die Weltwirtschaft in eine Rezession zu stürzen. War schon das Weltwirtschaftswachstum im Jahr 2022 (+3,5 %) durch den Beginn des russischen Kriegs gegen die Ukraine und die im Zuge dessen explodierenden Preise für Energie- und Nahrungsmittelrohstoffe belastet, ist die Weltwirtschaft im Jahr 2023 nur noch um 3,1 % gegenüber dem Vorjahr gewachsen. In Deutschland ging die Schwäche insbesondere von der (energieintensiven) Industrie aus. Hier signalisiert der Einkaufsmanagerindex bereits seit 18 Monaten eine anhaltende Kontraktion, sodass die Industrieproduktion inzwischen gut 10 % unter ihrem Prä-Covid-Niveau liegt. Die privaten Haushalte verringerten ihren Konsum angesichts eines begrenzten Reallohnwachstums im Vorjahresvergleich deutlich. Hingegen überraschten die Ausrüstungsinvestitionen trotz eines unsicheren geopolitischen Umfelds und gestiegener Zinsen positiv, während der Zinsanstieg die Bauinvestitionen erneut bremste. Das schwächere globale Konjunkturumfeld sorgte zudem für sinkende Exporte, sodass das deutsche BIP 2023 im Jahresvergleich um 0,3 % sank. Damit blieb das Wachstum nicht nur deutlich hinter dem Vorjahr, sondern auch hinter demjenigen der Eurozone insgesamt (voraussichtlich 0,5 %) zurück. Die US-Wirtschaft überraschte 2023 mit hoher Resilienz: Trotz eines nahezu beispiellosen Zinserhöhungszyklus der Fed (elf Leitzinserhöhungen seit März 2022) und der daraus resultierenden Verwerfungen im Bankensektor im Frühjahr zeigte sich die US-Wirtschaft robust und wuchs im Jahresvergleich um voraussichtlich 2,5 %. Basis dieser Entwicklung waren neben dem anhaltend robusten Arbeitsmarkt (mit einer Arbeitslosenquote in Höhe von 3,6 %) der steigende private und staatliche Konsum sowie die rückläufige Inflation, die von ihrem Hoch bei 9,1 % im Juni 2022 auf zuletzt 3,4 % im Dezember 2023 gesunken ist. Das Wachstum der Schwellen- und Entwicklungsländer blieb 2023 hinter dem Durchschnitt der letzten Jahre zurück, wobei sich hier ein differenziertes Bild zeigt. Auch wenn das Wachstum in Osteuropa durch den anhaltenden Russland-Ukraine Krieg weiterhin belastet war, legte dieses doch im Vergleich zum Vorjahr zu. Das Wachstum in Lateinamerika hingegen verlangsamte sich. Chinas wirtschaftlicher Erholung fehlte im ersten Jahr nach dem Ende der Covid-Beschränkungen weiterhin das Momentum. Während das chinesische BIP zum Jahresauftakt kräftig um 2,1 % gegenüber dem Vorquartal gestiegen war, flachte das Wachstum in den folgenden Quartalen deutlich ab. Verantwortlich hierfür waren sowohl die weiterhin ungelösten Verwerfungen im Immobiliensektor, die für eine deutliche Stimmungseintrübung sorgten und den privaten Konsum belasteten, als auch das Abflauen der Weltkonjunktur. Im Jahresvergleich wuchs das chinesische BIP um voraussichtlich 5,2 % und lag damit knapp über dem Wachstumsziel der Regierung von 5 %. Der Inflationsdruck ließ 2023 weltweit nach. Lag die Inflationsrate in der Eurozone 2022 noch bei 8,4 %, verringerte diese sich im Jahresdurchschnitt 2023 auf 5,5 %. Die Inflationsdynamik nahm dabei über das Jahr ab. So lag die jährliche Inflationsrate im ersten Quartal noch bei 8,0 %, im vierten Quartal bei nur noch 2,7 %. In den USA zeigte sich ein ähnliches Bild, wenn auch auf etwas niedrigerem Niveau. Die Inflationsrate fiel im Jahresschnitt von 8,0 % im Jahr 2022 auf 4,1 % im Jahr 2023. Zu Jahresbeginn strafften sowohl die Fed als auch die EZB ihre Geldpolitik und erhöhten ihre Leitzinsen bis zum dritten Quartal in vier Schritten von 4,5 % auf 5,5 % im Falle der Fed (obere Grenze) bzw. in sechs Schritten von 2 % auf 4 % im Falle der EZB (Einlagensatz). Einhergehend mit dem abnehmenden Inflationsdruck in der zweiten Jahreshälfte erfolgten keine weiteren Zinsschritte. KapitalmärkteDie internationalen Kapitalmärkte konnten sich in dem schwierigen Umfeld immer noch erhöhter Inflation, Sorgen vor einer bevorstehenden Rezession und aggressiver Zinserhöhungszyklen vieler Zentralbanken im Jahresverlauf 2023 gut behaupten. Beflügelt durch eine Jahresendrallye schlossen Aktien aus den USA (S&P 500: + 24,2 %) vor den Industrieländern insgesamt (MSCI World: +21,8 %) sowie vor Europa (EURO STOXX 50: +19,2 %). Die asiatischen Aktienmärkte blieben mit leichten Kursgewinnen deutlich hinter dieser Entwicklung zurück (MSCI ASIA EX JAPAN: 3,6 %), wobei chinesische Aktien kräftige Abschläge hinnehmen mussten (MSCI CHINA: -13,2 %). Nachdem die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen im vergangenen Jahr mit kräftigen Steigerungen auf das schnell restriktiver werdende geldpolitische Umfeld reagiert hatten, bewegten sie sich in der ersten Jahreshälfte weitestgehend seitwärts, bevor sie bis ins vierte Quartal hinein angesichts neuer Sorgen vor einem restriktiveren Kurs der Notenbanken kräftig anstiegen. Im Zuge abnehmender Inflationsdynamik und damit verbundener Hoffnungen auf Zinssenkungen im Jahr 2024, fielen die Renditen der Staatsanleihen zum Jahresende wieder. Ende 2023 lag die Rendite zehnjähriger US-Treasuries bei 3,88 % (+0,01 Prozentpunkte), die zehnjähriger Bunds bei 2,02 % (-0,55 Prozentpunkte). Auch der Ölpreis (Brent) stieg in der Spitze deutlich von 86 USD auf 97 USD je Barrel, lag jedoch zum Jahresende mit 77 USD je Barrel unter dem Jahreseinstiegskurs. Der Euro kletterte auf Jahressicht um 3,1 % auf 1,10 USD. Deutsche VersicherungswirtschaftDie Ausführungen zu den Versicherungsmärkten stützen sich auf Veröffentlichungen des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) und beinhalten vorläufige Daten. Nach dem stabilen Verlauf der Vorjahre hatte die deutsche Versicherungswirtschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 einen leichten Anstieg ihrer Beitragseinnahmen zu verzeichnen. Laut Hochrechnung erhöhten sie sich um 0,6 % auf 224,7 Mrd. EUR. Die Schaden- und Unfallversicherer dürften im Jahr 2023 ein Beitragswachstum von 6,7 % auf 84,5 Mrd. EUR erreicht haben. Die Unternehmen der privaten Krankenversicherung lassen Beiträge in Höhe von 48,2 Mrd. EUR und damit ein Wachstum von 2,3 % erwarten. Lebensversicherer, Pensionskassen und Pensionsfonds hatten insgesamt um 5,2 % auf 92,0 Mrd. EUR sinkende Beitragseinnahmen zu verzeichnen. Dabei stagnierte das Geschäft gegen laufenden Beitrag bei 66,3 Mrd. EUR, während das Geschäft gegen Einmalbeitrag um 16,1 % auf 25,7 Mrd. EUR nachgab. Ein heterogenes Bild ergab sich im Bereich der betrieblichen Altersversorgung: Während sich die Beitragseinnahmen der Pensionsfonds nach dem sehr starken Vorjahreswachstum auf 1,0 Mrd. EUR normalisierten (Vorjahreszeitraum: 2,2 Mrd. EUR; -53,4 %), sanken die der Pensionskassen um 5,1 % auf 1,9 Mrd. EUR. Rechtliche und regulatorische RahmenbedingungenAufsichtsrechtliche AnforderungenVersicherungsunternehmen (Erst- und Rückversicherungsgesellschaften), Pensionsfonds und Kapitalverwaltungsgesellschaften unterliegen weltweit einer umfassenden Rechts- und Finanzaufsicht durch Aufsichtsbehörden. In der Bundesrepublik Deutschland obliegt diese Aufgabe der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Hinzu kommen umfassende rechtliche Vorgaben für die Geschäftstätigkeit. In den vergangenen Jahren haben sich die regulatorischen Rahmenbedingungen weiter verschärft, was zu einer zunehmenden Komplexität geführt hat. Dieser Trend setzte sich 2023 fort. Richtlinie über den VersicherungsvertriebDer Vertrieb von Versicherungsprodukten ist umfangreichen rechtlichen Vorgaben unterworfen. Bei der Zusammenarbeit mit Vermittlern haben die Erstversicherer neben den gesetzlichen Vorgaben die Anforderungen des BaFin-Rundschreibens 11/2018 zur Zusammenarbeit mit Versicherungsvermittlern sowie zum Risikomanagement im Vertrieb zu beachten. Mindestanforderungen an die GeschäftsorganisationDie BaFin hat am 30. Dezember 2020 das Rundschreiben "Aufsichtsrechtliche Mindestanforderungen an die Geschäftsorganisation von Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung (MaGo für EbAV)" veröffentlicht. Darin legt die Aufsichtsbehörde dar, wie die von ihr beaufsichtigten Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung (EbAV) ihre Geschäftsorganisation gemäß §§ 23 ff. und §§ 234a ff. Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) ausgestalten sollen. Die HDI Pensionskasse AG profitiert von der Einbindung in die Governance Strukturen der HDI Deutschland AG und hat die Anforderungen dieses Rundschreibens bereits im Geschäftsjahr 2021 fristgerecht umgesetzt. Ebenfalls im Dezember 2020 hat die BaFin ein weiteres Rundschreiben "Aufsichtsrechtliche Mindestanforderungen an die eigene Risikobeurteilung (ERB) von Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung" veröffentlicht und darin die Anforderungen des § 234d VAG konkretisiert. Insbesondere legt das Rundschreiben fest, wann die EbAV der BaFin erstmals einen Bericht zur eigenen Risikobeurteilung vorlegen müssen. Als wesentlicher Inhalt einer ERB wird die Beurteilung des gesamten Finanzierungsbedarfs sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit den Risiken für die Versorgungsberechtigten in Bezug auf ihre Altersversorgungsleistungen festgelegt. Im Geschäftsjahr 2021 hat unsere Gesellschaft diesen Prozess zur eigenen Risikobeurteilung erstmals erfolgreich durchlaufen und den zugehörigen Bericht fristgerecht vorgelegt. DigitalisierungIn den letzten Jahren hat die Digitalisierung zunehmend an Bedeutung gewonnen. Damit einher geht ein Übergang zu digitalen, datenbasierten Geschäftsmodellen; sich hieraus ergebende rechtliche Fragen und Herausforderungen mit dem Fokus auf der IT-Sicherheit spielen auch bei den Unternehmen des Talanx Konzerns eine immer wichtigere Rolle. Mit dem Rundschreiben 10/2018 zu den Versicherungsaufsichtlichen Anforderungen an die IT (VAIT) hat die BaFin Hinweise zur Auslegung der Vorschriften über die Geschäftsorganisation im Versicherungsaufsichtsgesetz gegeben, soweit sie sich auf die technisch-organisatorische Ausstattung der Unternehmen beziehen. Gleiches gilt hinsichtlich des Rundschreibens 11/2019 zu den Kapitalverwaltungsaufsichtlichen Anforderungen an die IT (KAIT). Diese Rundschreiben werden laufend angepasst und erweitert. Ferner hat die Behörde Orientierungshilfen zu Auslagerungen an Cloud-Anbieter veröffentlicht. Weiterhin gab im Jahr 2023 auf Ebene der EU und in Deutschland regulatorische Initiativen für die Entwicklung, den Einsatz und die Nutzung von künstlicher Intelligenz, die auch die Versicherungswirtschaft betreffen und deren Entwicklung und konkrete Auswirkung auf den Talanx Konzern beobachtet wird. Durch den Digital Operational Resilience Act (DORA) der EU gibt es in diesem Zusammenhang neue Anforderungen, die unter anderem Versicherungsunternehmen ab Januar 2025 erfüllen müssen. Hierdurch soll der europäische Finanzmarkt gegenüber Cyberrisiken und Angriffe auf die Informations- und Kommunikationstechnologie gestärkt werden. Die weitere Entwicklung und die konkrete Auswirkung auf den Talanx Konzern werden beobachtet. Wenn möglich, nimmt der Talanx Konzern über seine Interessenverbände Stellung zu den geplanten Vorhaben und bereitet die Umsetzung der jeweils aktuellen regulatorischen Anforderungen vor. DatenschutzDie Versicherungsunternehmen des Talanx Konzerns verarbeiten bei der Antrags-, Vertrags- und Leistungsabwicklung umfangreiche personenbezogene Daten. Zur Gewährleistung der datenschutzrechtlichen Anforderungen, wie der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und des Bundesdatenschutzgesetzes, ist das Datenschutzmanagementsystem auf die Beachtung und Kontrolle der Vorgaben ausgerichtet. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind für einen sorgsamen Umgang mit den Daten sensibilisiert (Schulungen) und werden auf die Einhaltung der Datenschutzanforderungen schriftlich verpflichtet. Für prozessunabhängige Datenschutzanforderungen, wie z. B. Beauftragung von Dienstleistern, sind zentrale Verfahren zu beachten. Gleiches gilt für die Datenschutzrechte der Kunden, Aktionäre und Beschäftigten. Die Einhaltung geltenden Rechts ist für die Gesellschaften des Talanx Konzerns Voraussetzung für eine dauerhaft erfolgreiche Geschäftstätigkeit. Der Konzern widmet der Anpassung des Geschäfts und seiner Produkte an die gesetzlichen sowie aufsichts- und steuerrechtlichen Rahmenbedingungen große Aufmerksamkeit. Die hierfür installierten Mechanismen gewährleisten, dass künftige Rechtsentwicklungen und ihre Auswirkungen auf die eigene Geschäftstätigkeit frühzeitig identifiziert und bewertet werden, damit wir die erforderlichen Anpassungen rechtzeitig vornehmen können. ZinszusatzreserveDas in der Deckungsrückstellungsverordnung (§ 5 Abs. 4 DeckRV) und in § 341f Abs. 2 HGB verankerte gesetzliche Verfahren zur Neubewertung der Deckungsrückstellung in Abhängigkeit vom aktuellen Zinsniveau und der Zinsentwicklung der zurückliegenden 10 Jahre zielt darauf ab, frühzeitig und stufenweise die Sicherheitsmargen in der Deckungsrückstellung durch die Bildung einer Zinszusatzreserve (ZZR) anzuheben. Das Ausmaß dieser Reservestärkung hängt unter anderem davon ab, ob und wie weit ein gesetzlich festgelegter Referenzzinssatz jeweils den Rechnungszins eines einzelnen Versicherungsvertrags unterschreitet. Für das Geschäftsjahr 2023 ergibt sich trotz des deutlich gestiegenen Zinsniveaus aus dem gesetzlich vorgeschriebenen Verfahren der sogenannten "Korridormethode" ein gegenüber dem Vorjahr unveränderter Referenzzins von 1,57 %. Die Reservestärkung betrifft derzeit den Bestand der Versicherungsverträge mit einem Rechnungszins von mindestens 1,75 %. Auf Grund der sinkenden Restlaufzeiten im Bestand ergibt sich gegenüber dem Vorjahr, trotz des gleichbleibenden Referenzzinses, eine insgesamt rückläufige Zinszusatzreserve. Im aufsichtsrechtlichen Altbestand wird ein geschäftsplanmäßig genehmigter abweichender Referenzzinssatz von 1,72 % verwendet. Geschäftsverlauf und LageThemen des BerichtsjahresZukunftssicherung des Geschäftsbereichs HDI Deutschland Der Geschäftsbereich HDI Deutschland führt auch in diesem Berichtsjahr das strategische Programm GO25 fort. Es erfolgten Anpassungen an geänderte Rahmenbedingungen und Marktentwicklungen und das strategische Programm wurde entsprechend nachgeschärft und ergänzt. Zudem liegt in der Programmausrichtung ein stärkeres Gewicht auf den für die Umsetzung verantwortlichen Ressorts. Der Ausbau der Stärken im Geschäft mit kleinen und mittelgroßen Unternehmen sowie der als Partner von Banken und Vertriebspartnern sind vorangetrieben worden. Neben dem Ausbau von profitablem Neugeschäft, der Steigerung der Kostendisziplin und der Optimierung des Underwritings ist das strategische Programm mit weiteren übergreifenden Schwerpunkten konkretisiert bzw. erweitert worden. Um die Kunden- und Vertriebspartner-Zentrierung zu erhöhen, wird programmübergreifend ein besonders starker Fokus auf die Service- und Prozess-Exzellenz gesetzt, in dem unter anderem die Effizienz in den Bereichen Versicherungsbetrieb sowie der Schadenbearbeitung gesteigert werden soll. Dabei werden im Hinblick auf die Sicherstellung der Zukunftsfähigkeit neue Einsatzmöglichkeiten wie GenAI (Generative künstliche Intelligenz) geprüft und die Weiterentwicklung des Nachhaltigkeitsmanagements forciert. Das strategische Programm GO25 trägt damit zur Verbesserung der Eigenkapitalrendite bei und stärkt den Geschäftsbereich HDI Deutschland als stabilen Ergebnislieferanten. Das Vorantreiben der Digitalisierungsthemen und -vorhaben prägt zusammen mit der Modernisierung der IT-Infrastruktur weiterhin die Ausrichtung der Geschäftsaktivitäten. Dies folgt der IT-Strategie des Geschäftsbereichs HDI Deutschland, die - auf der Grundlage von Vorgaben der Talanx AG sowie der Geschäftsstrategie für Privat- und Firmenversicherung Deutschland - gesamthaft alle wesentlichen IT-Aspekte für die Risikoträger-Gesellschaften umfasst. Agile Methoden und agil organisierte Umsetzungen nach dem Scaled Agile Framework (SAFe) haben sich bei der HDI Pensionskasse AG bewährt. Verbunden mit einem kulturellen Wandel und als wesentlicher Teil der Transformation erfolgte die Einführung der agilen Liefer- bzw. Change-Organisation für große Teile des Geschäftsbereichs Privat- und Firmenversicherung Deutschland. Das risikoträgerübergreifende Leben-Betriebsmodell wird im Rahmen des 2020 gestarteten Programms Harbour umgesetzt. Im Berichtsjahr lag der Schwerpunkt der Programm-Aktivitäten weiterhin auf Maßnahmen zur Automatisierung und Digitalisierung und dem Ausbau der Kunden- und Vertriebsorientierung. Damit leistet das Programm Harbour einen wesentlichen Beitrag zur Steigerung der Kunden- und Vertriebspartnerzufriedenheit und der Verbesserung der Kostensituation im Geschäftsbereich HDI Deutschland. NachhaltigkeitAls international tätiger Versicherungskonzern und langfristig orientierter Investor hat sich der Talanx Konzern bereits seit langem einer verantwortungsvollen, auf nachhaltige Wertschöpfung ausgelegten Unternehmensführung verschrieben. Die Nachhaltigkeitsstrategie stellt daher einen integralen Bestandteil der Konzernstrategie dar. Diese basiert auf der gezielten Umsetzung von ESG-spezifischen Aspekten (kurz: ESG für Environment, Social, Governance) in der Kapitalanlage, der Versicherungstechnik, den eigenen Betriebsstätten sowie im Rahmen des sozialen Engagements. Mit den im November 2021 veröffentlichten strategischen Maßnahmen hat der Talanx Konzern eine Weiterentwicklung seiner Nachhaltigkeitsstrategie bekannt gegeben und Nachhaltigkeit noch stärker im Geschäftsmodell verankert. Bei der Entwicklung der Konzernstrategie 2025 wurden die Ziele und Prioritäten bestätigt und weiter geschärft, so wurde u. a. ein einheitliches strategisches Fundament für das soziale und gesellschaftliche Engagement des Konzerns geschaffen. Neben dem bereits bestehenden Netto-Null-Ziel für den weltweiten Betrieb bis spätestens 2030 (inklusive Kompensation) verpflichtet sich der Konzern im Einklang mit den Zielen des Pariser Klimaschutzabkommens, auch in der Versicherungstechnik sowie der Kapitalanlage dazu, bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen. 1 Seit 2023 enthält die Nachhaltigkeitsstrategie eine deutlich geschärfte Positionierung zu fossilen Energieträgern in der Versicherungstechnik. Die HDI Pensionskasse AG bietet mit ihrer Altersversorgung ein Finanzprodukt im Sinne der Offenlegungsverordnung an. Unter Artikel 8 bzw. Artikel 9 der Offenlegungsverordnung werden für Finanzprodukte vorvertragliche Informationen hinsichtlich ökologischer oder sozialer Merkmale sowie über nachhaltige Investitionen verlangt. Unsere Gesellschaft bietet aktuell keine Finanzprodukte an, die unter Artikel 8 oder Artikel 9 der Offenlegungsverordnung fallen. Aus diesem Grund ist für Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung ab 1.1.2022 gemäß Artikel 7 der Taxonomie-Verordnung folgende formell erforderliche Erklärung abzugeben: "Die diesem Finanzprodukt zugrundeliegenden Investitionen berücksichtigen nicht die EU-Kriterien für ökologisch nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten." LeistungsindikatorenUnsere Gesellschaft hat für das Geschäftsjahr 2023 ausschließlich finanzielle Steuerungsgrößen bzw. finanziell bedeutsame Leistungsindikatoren festgelegt. Diese betreffen unter anderem die Neugeschäftsbeiträge, die gebuchten Bruttobeiträge, die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle, das Ergebnis aus Kapitalanlagen sowie den Rohüberschuss. Die Entwicklung dieser und weiterer Kennzahlen wird in den nachfolgenden Kapiteln näher erläutert. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren gemäß § 289c Abs. 3 Nr. 5 HGB, die für die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft von Bedeutung sind, sind derzeit in Entwicklung. Für weiterführende Erläuterungen insbesondere zu den Aspekten Umweltbelange, Arbeitnehmerbelange, Sozialbelange, Achtung der Menschenrechte sowie Bekämpfung von Korruption und Bestechung wird auf die Nichtfinanzielle Konzernerklärung der Talanx AG verwiesen. ErtragslageNeugeschäftDie Neugeschäftsbeiträge unserer Gesellschaft verminderten sich um 24,0 % auf 2.774 (3.649) TEUR. Die laufenden Neugeschäftsbeiträge wiesen einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 23,8 % auf 2.586 (3.395) TEUR aus, die Einmalbeiträge gingen ebenfalls um 26,1 % zurück und lagen bei 188 (254) TEUR. Hieraus errechnet sich ein Annual Premium Equivalent (laufende Neugeschäftsbeiträge zzgl. 1/10 der Neugeschäfts-Einmalbeiträge) von 2.605 (3.421) TEUR. Ebenso sank die Beitragssumme des Neugeschäfts deutlich auf 5.570 (11.356) TEUR. VersicherungsbestandDer Jahresbeitrag aller am Bilanzstichtag im Bestand unserer Gesellschaft befindlichen Versicherungen hat sich im Berichtsjahr im Zuge der erfolgten Bestandsabgänge um 6,8 % auf 68.388 (73.390) TEUR vermindert. Die Versicherungssumme sank auf 2.514.861 (2.610.805) TEUR. Eine ausführliche Erläuterung der Bewegung und der Struktur des Versicherungsbestandes wird in Anlage 1 zum Lagebericht auf den Seiten 22 ff. gegeben. Eine vollständige Darstellung der von unserer Gesellschaft betriebenen Versicherungsarten befindet sich in der Anlage 3 zum Lagebericht auf Seite 25. BeiträgeDie gebuchten Bruttobeiträge verminderten sich infolge anhaltend hoher Abläufe erwartungsgemäß um 7,0 % auf 70.616 (75.971) TEUR. Die verdienten Beiträge für eigene Rechnung reduzierten sich auf 56.614 (63.995) TEUR. Die Beiträge aus der Rückstellung für Beitragsrückerstattung lagen mit 2.330 TEUR leicht unter dem Vorjahresniveau von 2.359 TEUR. LeistungenDie Bruttozahlungen für Versicherungsfälle stiegen im Berichtsjahr um 13,3 % auf 77.589 (68.468) TEUR deutlich an. Nach Abzug der Schadenregulierungskosten entfielen auf Zahlungen für Abläufe 40.958 (35.642) TEUR, auf Rückkäufe 22.975 (20.106) TEUR, auf Rentenleistungen 10.279 (9.200) TEUR und auf Todesfälle 2.923 (3.078) TEUR. Unter Einbezug der ausgezahlten Überschussanteile und Bewertungsreserven betrugen die ausgezahlten Leistungen 77.642 (68.575) TEUR. Zusätzlich zu den Auszahlungen ist die Entwicklung der Leistungsverpflichtungen zu berücksichtigen. Trotz der börsenbedingt guten Entwicklung der fondsgebundenen Produkte verringerte sich der Zuwachs der Leistungsverpflichtungen aufgrund des rückläufigen Versicherungsbestands von 74.228 TEUR im Vorjahr auf 44.060 TEUR. Die gesamten Leistungen zugunsten unserer Versicherungsnehmer beliefen sich somit auf 121.702 (142.803) TEUR. Aufwendungen für den VersicherungsbetriebDie Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb verminderten sich um 14,9 % auf 1.721 (2.022) TEUR. Die Abschlussaufwendungen reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr auf 125 (210) TEUR. Bezogen auf die ebenfalls gesunkene Beitragssumme des Neugeschäfts ergab sich ein deutlich höherer Abschlusskostensatz in Höhe von 2,2 (1,9) %. Die Verwaltungsaufwendungen unserer Gesellschaft gingen im Geschäftsjahr deutlich auf 1.597 (1.812) TEUR zurück. Entsprechend blieb der Verwaltungskostensatz bei rückläufigen Beiträgen bei 2,3 (2,4) %. Erträge und Aufwendungen aus
Kapitalanlagen
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| TEUR | ||
| Eingefordertes Kapital | ||
| Gezeichnetes Kapital | 5.000 | |
| Kapitalrücklage | 34.170 | |
| Gewinnrücklagen | ||
| a) gesetzliche Rücklage | 362 | |
| b) andere Gewinnrücklagen | 74 | |
| 435 | ||
| Gewinnvortrag | 5.279 | |
| Summe | 44.884 |
Liquiditätslage
Die Liquidität unserer Gesellschaft war zu jeder Zeit gesichert. Zum Bilanzstichtag waren liquide Mittel in Form von laufenden Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von 25.436 (1.704) TEUR verfügbar.
Vermögenslage
Kapitalanlagen
Entwicklung der Kapitalanlagen 1 im Detail
| TEUR | 31.12.2023 | 31.12.2022 | Änderung |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 56.608 | 55.208 | 1.400 |
| Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 20.952 | 25.851 | -4.900 |
| Beteiligungen | 450 | 450 | 0 |
| Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 3.518 | 3.732 | -215 |
| Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 296.004 | 297.668 | -1.664 |
| Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 1.118.787 | 1.093.594 | 25.193 |
| Sonstige Ausleihungen | 763.502 | 777.195 | -13.693 |
| Summe | 2.259.820 | 2.253.699 | 6.122 |
1) ohne Kapitalanlagen für Rechnung und
Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen
Das Volumen der Kapitalanlagen der Gesellschaft stieg 2023 um 6.122 TEUR und betrug zum Jahresende 2.259.820 (2.253.699) TEUR. Die Kapitalanlagen wurden vorrangig in direkt gehaltene festverzinsliche Kapitalanlagen investiert. Deren Anteil lag zum Ende des Berichtsjahres bei 84,4 (84,3) % der gesamten Kapitalanlagen. Investitionen erfolgten vor allem in Inhaberschuldverschreibungen guter Bonität. Das durchschnittliche Rating der festverzinslichen Wertpapiere lag zum Bilanzstichtag bei AA (AA+). Aktien wurden zum Bilanzstichtag nur in marginalem Umfang gehalten.
Die Marktwerte der Kapitalanlagen beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 1.914.903 (1.835.699) TEUR. Die Bewertungsdifferenzen betrugen auf -344.918 (-418.000) TEUR.
Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen
Der entsprechende Kapitalanlagebestand belief sich zum Bilanzstichtag auf 105.372 (96.681) TEUR und verzeichnete damit einen Zuwachs von 9,0 %.
Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage
Die Unternehmensleitung der HDI Pensionskasse AG bewertet den Geschäftsverlauf des Berichtsjahres vor dem Hintergrund des unverändert schwierigen Marktumfelds als herausfordernd. Die Beiträge aus dem eingestellten Neugeschäft bewegen sich weiterhin auf niedrigem Niveau. Erwartungsgemäß ist die Entwicklung der Bruttobeiträge durch Abgänge geprägt und daher gegenüber dem Vorjahr erneut rückläufig.
Entsprechend unserer Planungen gab das Kapitalanlageergebnis bei nahezu unveränderten laufenden Erträgen durch den starken Rückgang des außerordentlichen Ergebnisses erheblich nach. Entgegen unserer Prognose erhöhten sich die Aufwendungen für Versicherungsfälle aufgrund einer Sondermaßnahme zur Auflösung von Kleinstverträgen. Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb sanken erwartungsgemäß deutlich gegenüber dem Vorjahr. Auf Basis eines plangemäß gesunkenen Rohüberschusses wurde ein gegenüber dem Vorjahr reduzierter Jahresüberschuss dargestellt. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts ist die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft als stabil zu beurteilen.
Beziehungen zu verbundenen Unternehmen
In dem vom Vorstand nach § 312 AktG zu erstellenden Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen wurde abschließend erklärt, dass unsere Gesellschaft nach den Umständen, die ihr in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft mit einem verbundenen Unternehmen eine angemessene Gegenleistung erhielt. Berichtspflichtige Maßnahmen lagen im Berichtsjahr nicht vor.
Risikobericht
Zusammenfassende Darstellung der Risikolage
Im Risikomanagement der Gesellschaft werden die Risiken für die Gesellschaft regelmäßig untersucht. Die etablierten Risikomanagementsysteme und Kontrollinstanzen unterstützen eine frühzeitige Identifikation, Bewertung und Steuerung der Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft haben können.
Insgesamt ist die Risikolage der Gesellschaft wegen der langjährig extrem niedrigen Kapitalmarktzinsen in Verbindung mit der Höhe der in den Versicherungsverträgen eingegangenen Zinsgarantien trotz des inzwischen gestiegenen Zinsniveaus als potenziell angespannt einzuschätzen, erscheint aber unter Berücksichtigung der geplanten Maßnahmen beherrschbar.
Die Gesellschaft hat vor dem Hintergrund des Zinsrisikos frühzeitig ein Maßnahmenpaket entwickelt, welches fortlaufend überprüft und ggf. aktualisiert wird.
In den Planungsrechnungen der Gesellschaft ist die konsequente Umsetzung dieses Maßnahmenpaketes berücksichtigt.
Die Aufsichtsbehörde fordert von allen deutschen Pensionskassen einmal jährlich Prognoserechnungen auf Basis eines branchenweit einheitlich vorgegebenen Seitwärtsszenarios ein. Die letzte derartige Prognoserechnung erfolgte zum Stichtag 30.9.2023. Darüber hinaus hat die Gesellschaft ihre Unternehmensplanung auf den Zeitraum von 2024 bis 2028 aktualisiert.
In jedem betrachteten Jahr können sowohl in dieser Unternehmensplanung als auch in dem Seitwärtsszenario der Prognoserechnung mit konservativen Neu- und Wiederanlageprämissen die handelsbilanziellen Anforderungen an das Unternehmen sichergestellt werden. Unter den getroffenen Prämissen können die Anforderungen der Mindestzuführung durchgängig erfüllt werden.
Fallen die Kapitalerträge deutlich niedriger aus, als in den vorgenannten Hochrechnungen unterstellt, so kann dies zu einer starken Belastung für die Ertragslage der Gesellschaft führen. Gegebenenfalls müssen weitere Maßnahmen getroffen werden, um die Einhaltung der Solvabilitätsanforderungen und die dauerhafte Erfüllbarkeit der Verpflichtungen aus den Versicherungsverträgen sicherzustellen, da aus den Zinsgarantien in diesem Fall auf lange Sicht erhebliche Verluste entstehen können.
Unter den Prämissen der genannten Hochrechnungen und unter Berücksichtigung ihrer Risikosituation sieht sich die Gesellschaft derzeit in der Lage, alle Verpflichtungen aus den bestehenden Versicherungsverträgen zu erfüllen.
Bestandsgefährdende Risiken, d. h. wesentliche Risiken mit existenziellem Verlustpotenzial für die Gesellschaft, können sich insbesondere dann ergeben, wenn sich systemische Risiken wie z. B. eine Kreditkrise, weitgehende Zahlungsausfälle am Anleihemarkt oder ein Kollaps des Finanzsystems realisieren.
Auch da die Gesellschaft umfangreiche Maßnahmen trifft, um dem Zinsrisiko zu begegnen, zeichnen sich aktuell keine bestandsgefährdenden Risiken unternehmensspezifischer Natur ab.
Das Risikoprofil der Gesellschaft ist stark geprägt von Marktrisiken.
Gegenüber dem Vorjahr bestehen unverändert wesentliche geopolitische und wirtschaftliche Unsicherheiten unter anderem aufgrund des Nahostkonflikts und des Krieges in der Ukraine, möglicher Engpässe z. B. in der Energieversorgung oder bei Lieferketten, weiterhin hoher Inflationsraten und von Rezessionsrisiken. Auch wenn im Laufe des Berichtsjahres ein Zinsrückgang festzustellen war, liegt das Zinsniveau zum Bilanzstichtag weiterhin deutlich oberhalb der langjährigen Niedrigzinsphase.
Die aufsichtsrechtlichen Kapitalanforderungen werden von der Gesellschaft erfüllt. Einer Solvenzanforderung von 79.636 TEUR stehen anrechenbare Eigenmittel in Höhe von 116.273 TEUR gegenüber; mithin beträgt die Solvenzquote 146 %. In den genannten Eigenmitteln sind aufsichtsrechtlich zu genehmigende Eigenmittel B in Höhe von 27.762 TEUR enthalten.
Grundlagen des Risikomanagements
Das Risikomanagement der Gesellschaft erfüllt die Anforderungen des deutschen Aktiengesetzes (§ 91 Abs. 2 AktG). Mit dem vorliegenden Bericht kommt die Gesellschaft ihrer Verpflichtung zu einer Berichterstattung über die wesentlichen Risiken der voraussichtlichen Entwicklung nach (§ 289 Abs. 1 HGB).
Risikomanagementsystem
Basis des Risikomanagements ist die jährlich durch den Vorstand verabschiedete Risikostrategie, die sich aus der Geschäftsstrategie ableitet. Sie ist verbindlicher, integraler Bestandteil des unternehmerischen Handelns. Zur Umsetzung und Überwachung der Risikostrategie bedient sich die Gesellschaft eines Internen Steuerungs- und Kontrollsystems. Das Risikoverständnis ist ganzheitlich, d. h. es umfasst Chancen und Risiken, wobei der Fokus der Betrachtungen auf negativen Zielabweichungen, und somit. Risiken im engeren Sinn, liegt. Risikostrategische Ziele sind dabei insbesondere die Einhaltung der festgelegten Risikotoleranz und des Risikobudgets.
Das Risikomanagement der Gesellschaft ist in das Risikomanagement des Geschäftsbereichs HDI Deutschland sowie des Talanx Konzerns eingegliedert und berücksichtigt die Konzernrichtlinien. Zur Quantifizierung von Risiken wird ein Risikomodell eingesetzt. Der betrachtete Zeithorizont des Modells beträgt ein Kalenderjahr.
Das Risikomanagementsystem der Gesellschaft wird laufend weiterentwickelt und damit den jeweiligen sachlichen und gesetzlichen Erfordernissen sowie den Konzernvorgaben angepasst. Das Risikomanagementsystem ist mit dem zentralen Steuerungssystem der Gesellschaft eng verzahnt.
Die Bewertung der wesentlichen quantifizierbaren Risiken der Gesellschaft erfolgt regelmäßig mit Hilfe des Risikomodells. Dabei werden diese Risiken systematisch analysiert und mit Risikokapital hinterlegt. Zusätzlich werden wesentliche, sich aus Zielabweichungen ergebende strategische Risiken, Projektrisiken, Reputationsrisiken und Emerging Risks betrachtet. Die erfassten Risiken werden durch abgestimmte Maßnahmen gesteuert sowie die quantifizierbaren Risiken durch ein Limit- und Schwellenwertsystem überwacht. Der Vorstand der Gesellschaft wird im Rahmen der Risikoberichterstattung vom Risikomanagement regelmäßig über die aktuelle Risikosituation informiert. Bei akuten Risiken ist eine Sofortberichterstattung an den Vorstand gewährleistet.
Als einen wesentlichen Teil des Risikomanagementsystems führt das Unternehmen entsprechend den aufsichtsrechtlichen Anforderungen mindestens alle drei Jahre eine eigene Risikobeurteilung (ERB) durch, in der unter anderem der gesamte Finanzierungsbedarf analysiert wird.
Im Kapitalanlagebereich umfasst das Risikomanagementsystem spezifische Instrumentarien zur laufenden Überwachung aktueller Risikopositionen und der Risikotragfähigkeit. Sämtliche Kapitalanlagen stehen unter ständiger Beobachtung und Analyse durch den Geschäftsbereich Kapitalanlagen und das operative Kapitalanlagecontrolling. Mit Hilfe von Szenarioanalysen und Stresstests werden die Auswirkungen von Kapitalmarktschwankungen simuliert, um bei Bedarf frühzeitig auf diese reagieren zu können. Darüber hinaus stellt eine umfangreiche Berichterstattung die erforderliche Transparenz aller die Kapitalanlagen betreffenden Entwicklungen sicher.
Für Handels- und Abwicklungstätigkeiten im Kapitalanlagebereich bedient sich die Gesellschaft der Dienstleistung der Ampega Asset Management GmbH.
Risikoorganisation
Die Aufbauorganisation im Risikomanagement der Gesellschaft gewährleistet eine Funktionstrennung zwischen aktiver Risikoübernahme und unabhängiger Risikoüberwachung. Zentrale Organe sind neben dem Gesamtvorstand der Gesellschaft die Schlüsselfunktionen gemäß § 7 Nr. 9 VAG - nämlich Unabhängige Risikocontrollingfunktion, Compliance-Funktion, Interne Revision, Versicherungsmathematische Funktion - sowie die Risikoverantwortlichen.
Der Gesamtvorstand trägt die nicht delegierbare Verantwortung für die Umsetzung und Weiterentwicklung des Risikomanagements in der Gesellschaft. Er legt die Risikostrategie fest und trifft hieraus abgeleitete wesentliche Risikomanagemententscheidungen.
Die Unabhängige Risikocontrollingfunktion ist auf Basis der geltenden Ausgliederungsvereinbarungen auf die HDI AG ausgegliedert und wird von einer organisatorischen Einheit unter Leitung des Chief Risk Officer wahrgenommen. Dadurch wird Know-how gebündelt und eine effiziente Nutzung der Ressourcen sichergestellt. Innerhalb der Gesellschaft ist ein Ausgliederungsbeauftragter benannt, der die Ausgliederung überwacht.
Die Unabhängige Risikocontrollingfunktion ist primär für die Identifikation, Bewertung und Analyse des Risikoprofils sowie für die Überwachung von Limiten und Maßnahmen zur Risikobegrenzung auf aggregierter Ebene zuständig. Diese Aufgabe wird durch den Chief Risk Officer mit Unterstützung des Risikomanagements und des Risikokomitees des Geschäftsbereichs HDI Deutschland wahrgenommen. Das Risikokomitee spricht dabei Empfehlungen an den Gesamtvorstand aus.
Risikoverantwortliche sind für die Identifikation und Bewertung der wesentlichen Risiken ihres Verantwortungsbereiches zuständig. Zudem sind sie verantwortlich für Vorschläge zur Risikominderung und für die Umsetzung geeigneter Risikosteuerungsmaßnahmen. Der Austausch von Erkenntnissen zwischen Risikoverantwortlichen und Unabhängiger Risikocontrollingfunktion findet im Rahmen von regelmäßigen Risikosteuerungskreis-Sitzungen statt.
Die Interne Revision ist für die prozessunabhängige Prüfung der Geschäftsbereiche, insbesondere auch des Risikomanagements, verantwortlich. Die Leitung der Internen Revision ist zum Zwecke der Diskussion risikorelevanter Themen als Gast im Risikokomitee vertreten.
Die Gesellschaft ist in die Compliance-Organisation des Geschäftsbereichs HDI Deutschland eingebunden, um eine ordnungsmäßige Geschäftsorganisation zu unterstützen, welche die Einhaltung der gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Anforderungen gewährleistet. Compliance entsendet einen Vertreter in das Risikokomitee.
Die Versicherungsmathematische Funktion trägt im Rahmen ihrer gesetzlichen Aufgaben zur wirksamen Umsetzung des Risikomanagementsystems bei, insbesondere hinsichtlich der Koordinierung der Berechnung der versicherungstechnischen Rückstellungen sowie der Angemessenheit der Zeichnungs- und Annahmepolitik und der Rückversicherungsvereinbarungen. Auch die Versicherungsmathematische Funktion ist im Risikokomitee vertreten.
Auch die Funktionen der Internen Revision, Compliance und Versicherungsmathematischen Funktion sind an die HDI AG ausgegliedert.
Risiken der künftigen Entwicklung
Die Risikolage der Gesellschaft wird anhand der nachfolgend beschriebenen Risikokategorien erörtert.
Versicherungstechnische Risiken
Das versicherungstechnische Risiko bezeichnet die Gefahr, dass bedingt durch Zufall, Irrtum oder Änderung der tatsächliche Aufwand für Schäden und Leistungen vom erwarteten Aufwand abweicht.
Biometrische Risiken
Biometrische Risiken beschreiben die Gefahr eines Verlusts oder einer nachteiligen Veränderung des Werts der Versicherungsverbindlichkeiten aufgrund von Änderungen in den biometrischen Rechnungsgrundlagen.
Das Langlebigkeitsrisiko beschreibt das biometrische Risiko aus Veränderung der Sterblichkeitsrate, wenn der Rückgang der Sterblichkeitsrate zu einem Anstieg des Werts der Versicherungsverbindlichkeiten führt.
Ein Invaliditäts-/Morbiditätsrisiko beschreibt das biometrische Risiko, das sich aus Veränderungen der Höhe, im Trend oder bei der Volatilität von Invaliditäts-, Krankheits- oder Morbiditätsraten ergibt.
Das Katastrophenrisiko resultiert aus einer wesentlichen Ungewissheit in Bezug auf die Annahmen über extreme oder außergewöhnliche Ereignisse.
Den biometrischen Risiken wird dadurch entgegengewirkt, dass zur Berechnung der Beiträge und der versicherungstechnischen Rückstellungen vorsichtig bemessene biometrische Rechnungsgrundlagen mit geeigneten Sicherungszuschlägen verwendet werden, deren Angemessenheit regelmäßig überprüft wird. So überwacht und bewertet z. B. der Verantwortliche Aktuar im Rahmen der Erstellung seines Erläuterungsberichts gemäß § 141 Abs. 5 Satz 1 Nr. 2 VAG die Angemessenheit der für die Berechnung der Deckungsrückstellung verwendeten biometrischen Rechnungsgrundlagen.
Zudem werden bei Bedarf biometrische Risiken mit geeigneten Rückversicherungsverträgen begrenzt. Der Umfang der Rückversicherung wird regelmäßig überprüft.
Stornorisiken
Das Stornorisiko beschreibt die Gefahr eines Verlusts oder einer nachteiligen Veränderung des Werts der Versicherungsverbindlichkeiten, die sich aus Veränderungen in der Höhe oder bei der Volatilität der Storno-, Kündigungs-, Verlängerungs- und Rückkaufsraten von Versicherungsverträgen ergibt.
Das Stornorisiko ist für die Gesellschaft als Einrichtung der betrieblichen Altersvorsorge von begrenzter Bedeutung.
Kostenrisiken
Das Kostenrisiko beschreibt die Gefahr eines Verlusts oder einer nachteiligen Veränderung des Werts der Versicherungsverbindlichkeiten, die sich aus Veränderungen in der Höhe, im Trend oder bei der Volatilität der bei der Verwaltung von Versicherungsverträgen angefallenen Kosten ergibt.
Der Kostenverlauf wird durch Betriebskosten und Provisionen bestimmt, denen angemessen vorsichtige Kostenzuschläge in den Beiträgen gegenüberstehen. Die Produktkalkulation stützt sich dabei auf eine adäquate Kostenrechnung.
Marktrisiken
Das Marktrisiko bezeichnet die Gefahr, die sich aus Schwankungen in der Höhe oder in der Volatilität von Finanzmarktdaten ergibt, die den Wert der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten beeinflussen.
Die Gesellschaft verfügt über detaillierte Kapitalanlagerichtlinien, die das Anlageuniversum, besondere Qualitätsmerkmale, Emittentenlimite und Anlagegrenzen festlegen. Diese orientieren sich an den gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Anforderungen sowie den internen Richtlinien der Gesellschaft, sodass eine möglichst große Sicherheit und Rentabilität bei jederzeitiger Liquidität unter Wahrung angemessener Mischung und Streuung erreicht werden. Zudem wird eine klare Funktionstrennung zwischen operativer Steuerung des Kapitalanlagerisikos und Risikocontrolling sichergestellt.
Im Rahmen des Monatsreportings werden parametrische Stresstests berechnet, aus denen sich ableiten lässt, wie sensitiv das Portfolio auf wesentliche Veränderungen der Marktdaten reagiert.
Aktien- und Beteiligungsrisiken
Das Aktienrisiko bezeichnet das Risiko aus Änderungen des Aktienkursniveaus. Eine mögliche Änderung wirkt auf die Bewertung von Aktien sowie auf Vermögenspositionen, die im Risikomodell wie Aktien modelliert werden, insbesondere auf etwaige Beteiligungen der Gesellschaft.
Das Aktienrisiko besitzt aufgrund der niedrigen Aktienquote der Gesellschaft nur ein begrenztes Gefahrenpotenzial.
Im Sinne einer Sensitivitätsanalyse sind im Folgenden prozentuale Veränderungen des Marktwerts der Kapitalanlagen bei einem hypothetischen Wertverlust / Wertzuwachs der Aktienanlagen angegeben (Berechnung zum Bilanzstichtag):
| Angenommene Veränderung der Aktienanlagen: |
-10
% |
+10
% |
| Prozentuale Veränderung des Marktwerts der Kapitalanlagen: | 0,0 % | 0,0 % |
Zinsrisiken
Das Zinsrisiko beschreibt die Sensitivität von Vermögenswerten, Verbindlichkeiten und Finanzinstrumenten in Bezug auf Veränderungen in der Zinskurve oder auf die Volatilität der Zinssätze.
Das Zinsrisiko ist vor allem im Hinblick auf die Zinsverpflichtungen aus Versicherungsverträgen von Bedeutung. Dementsprechend wird es insbesondere durch regelmäßige Asset-Liability-Analysen, kontinuierliche Beobachtung der Kapitalanlagen und -märkte sowie Ergreifen entsprechender Maßnahmen gesteuert. Bei Bedarf kommen auch geeignete Kapitalmarktinstrumente zum Einsatz. Darüber hinaus können die zusätzlich zum Garantiezins gezahlten Überschussbeteiligungen der Kapitalmarktlage angepasst werden.
Die bei Vertragsabschluss von bestimmten Produkten garantierte Mindestverzinsung muss dauerhaft erwirtschaftet werden. Das Zinsgarantierisiko besteht darin den garantierten Zins möglicherweise nicht erzielen zu können. Hierin liegt aufgrund der bestehenden Zinsgarantien weiterhin ein bedeutendes Risiko von deutschen Versorgungseinrichtungen wie z. B. Lebensversicherungen und Pensionskassen.
Zudem ist es nur schwer möglich, die Zinsverpflichtungen der Verträge fristenkongruent zu bedecken. Aufgrund der sehr langlaufenden versicherungstechnischen Verpflichtungen ist häufig die Zinsbindung der Aktivseite kürzer als diejenige der Verpflichtungsseite (sogenannter Durations- oder Asset-Liability-Mismatch).
Durch den deutlichen Zinsanstieg seit 2022 haben sich die Marktwerte der Kapitalanlagen deutlich reduziert, was die Bedeckung der versicherungstechnischen Passiva nach Marktwerten schmälert. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass rein zinsinduzierte Unterdeckungen nach Marktwerten bei bis zur Endfälligkeit gehaltenen Finanzinstrumenten des Anlagevermögens aufsichtsrechtlich weiterhin als unproblematisch eingestuft werden. Derzeit wird kein erhöhtes Risiko gesehen, dass die betroffenen Finanzinstrumente nicht bis zur Endfälligkeit gehalten werden könnten. Die Bedeckung der versicherungstechnischen Passiva nach Buchwerten wie auch nach Marktwerten wird intensiv überwacht.
Zeitweise Unterdeckungen des Sicherungsvermögens nach Marktwerten wurden der Aufsichtsbehörde gemeldet; die Bedeckung nach Buchwerten war jederzeit gegeben.
Im Sinne einer Sensitivitätsanalyse sind im Folgenden prozentuale Veränderungen des Marktwerts der Kapitalanlagen bei einer hypothetischen Verringerung / Erhöhung der Zinsen angegeben (Parallelverschiebung der Zinskurve, Berechnung zum Bilanzstichtag):
| Angenommene Verschiebung der Zinskurve: | -50bp | +50bp |
| Prozentuale Veränderung des Marktwerts der Kapitalanlagen: | 6,2 % | -5,7 % |
Währungsrisiken
Das Währungsrisiko beschreibt die Sensitivität von Vermögenswerten, Verbindlichkeiten und Finanzinstrumenten in Bezug auf Veränderungen in der Höhe oder bei der Volatilität der Wechselkurse.
Das Währungsrisiko spielt bei der Gesellschaft nur eine untergeordnete Rolle, da die Kapitalanlage nur in Euro erfolgt.
Immobilienrisiken
Das Immobilienrisiko steht für das Risiko aus Schwankungen des Werts der in der Kapitalanlage gehaltenen Immobilien. Hierbei werden sowohl Immobilien im engeren Sinne (z. B. Grundstücke und Gebäude) als auch Immobilienfonds berücksichtigt.
Im Fall von direkten Investitionen in Immobilien werden auf Objekt- und Portfolio-Ebene regelmäßig die Rendite und weitere wesentliche Performance-Kennzahlen (z. B. Leerstände oder Rückstände) gemessen. Bei indirekten Immobilieninvestitionen wird das Risiko durch regelmäßige Beobachtung der Fondsentwicklung und -performance kontrolliert.
Bis zum Jahresende 2023 sind anlageklassentypisch deutliche Marktwertreduzierungen festzustellen.
Im Sinne einer Sensitivitätsanalyse sind im Folgenden prozentuale Veränderungen des Marktwerts der Kapitalanlagen bei einem hypothetischen Wertverlust der Immobilienanlagen angegeben (Berechnung zum Bilanzstichtag):
| Angenommene Veränderung der Immobilienanlagen: |
-10
% |
| Prozentuale Veränderung des Marktwerts der Kapitalanlagen: | -0,6 % |
Kreditrisiken aus der Kapitalanlage
Kreditrisiken beschreiben allgemein die Risiken eines Verlustes oder nachteiliger Veränderungen der Finanzlage, die sich aus Fluktuationen bei der Bonität von Wertpapieremittenten, Gegenparteien und anderen Schuldnern ergeben, gegen welche die Gesellschaft Forderungen hat. Sie treten in Form von Gegenparteiausfallrisiken, Spread-Risiken oder Marktrisikokonzentrationen auf.
Die Gesellschaft führt regelmäßig Bonitätsprüfungen der vorhandenen Schuldner durch. Bonitätsrisiken unter Investmentgrade und ohne Rating werden in allenfalls begrenztem Umfang eingegangen.
Zur Steuerung des Ausfall- bzw. Bonitätsrisikos werden Ratingkategorien und Sicherungsinstrumente berücksichtigt. Die Bonität der Schuldner wird laufend überwacht. Wesentlicher Anhaltspunkt für die Investitionsentscheidung durch das Portfolio-Management sind die durch externe Agenturen wie Standard & Poor's, Moody's, Fitch oder Scope Analysis vergebenen Ratingklassen.
Bonitätsstruktur der festverzinslichen Kapitalanlagen 1
|
Marktwert
Mio. EUR |
Anteil
% |
|
| AAA | 776,4 | 44,2 |
| AA | 506,7 | 28,9 |
| A | 277,5 | 15,8 |
| BBB | 151,5 | 8,6 |
| < BBB | 9,9 | 0,6 |
| ohne Rating | 33,6 | 1,9 |
| Emittentenrisiko | 1.755,5 | 100,0 |
Zur Minderung des Konzentrationsrisikos wird eine breite Mischung und Streuung der Anlagen beachtet. Abhängigkeiten von einzelnen Schuldnern werden möglichst vermieden.
Gliederung der festverzinslichen Kapitalanlagen 1) nach Art der Emittenten
|
Marktwert
Mio. EUR |
Anteil
% |
|
| Staats- und Kommunalanleihen | 816,2 | 46,5 |
| Gedeckte Schuldverschreibungen | 426,8 | 24,3 |
| Industrieanleihen | 226,5 | 12,9 |
| Erstrangige Schuldverschreibungen von Finanzinstituten | 137,4 | 7,8 |
| Nachrangige Schuldverschreibungen von Finanzinstituten | 34,4 | 2,0 |
| Hypotheken und Policendarlehen | 43,7 | 2,5 |
| Verbundene Unternehmen | 15,0 | 0,9 |
| ABS 2) | 55,4 | 3,2 |
| Summe | 1.755,5 | 100,0 |
1) inkl. Rentenfonds
2) Ein Asset Backed Security (ABS) ist ein
forderungsbesichertes Wertpapier, bei dem die
Zahlungsansprüche des Inhabers durch einen Bestand an
Forderungen besichert werden. Fast alle Forderungsarten
können die Basis für ein forderungsbesichertes
Wertpapier sein, sofern sie bestimmte Bedingungen
erfüllen. Je nach Art der zur Besicherung verwendeten
Forderungen, wird das besicherte Wertpapier einer
bestimmten Produktgruppe zugeordnet, beispielsweise als CLO
(Collateralized Loan Obligation) für Bankkredite oder
als CBO (Collateralized Bond Obligation) für
Unternehmensanleihen. Werden Hypotheken zur Besicherung
verwendet, handelt es sich um ein Mortgage Backed Security
(MBS).
Infrastrukturanlagerisiken
Risiken aus Infrastrukturanlagen beziehen sich auf Wertänderungen und Schwankungen in den Erträgen entsprechender Infrastrukturanlagen. Ihre Steuerung erfolgt über sorgfältige Due-Diligence-Prüfungen im Vorfeld sowie laufende Monitoring-Maßnahmen. Hierfür wird spezialisiertes Know-how vorgehalten.
Derivate und strukturierte Produkte
Sofern Derivatgeschäfte zur Ertragsvermehrung, Erwerbsvorbereitung und Absicherung von Beständen sowie Geschäfte mit strukturierten Produkten getätigt werden, werden sie im Rahmen der internen Richtlinien der Gesellschaft abgeschlossen. Derivatpositionen und -transaktionen werden im Reporting detailliert aufgeführt. Auf der einen Seite sind Derivate wegen ihrer sehr niedrigen Transaktionskosten und ihrer sehr hohen Marktliquidität und -transparenz effiziente und flexible Instrumente zur Portfoliosteuerung. Auf der anderen Seite gehen mit dem Einsatz von Derivaten auch zusätzliche Risiken einher, die detailliert überwacht und zielgerecht gesteuert werden.
Zur Absicherung des Wiederanlagerisikos hält die Gesellschaft Vorkäufe.
Strukturierte Produkte waren zum 31.12.2023 mit einem Gesamtbuchwert von 250,9 (217,4) Mio. EUR im Direktbestand.
Value at Risk
Ein wichtiges Element der Steuerung von Marktrisiken ist die regelmäßige Überwachung geeigneter Kennziffern, so z. B. des Value at Risk (VaR), der einen mit vorgegebener Wahrscheinlichkeit innerhalb eines definierten Zeitraums maximal zu erwartenden Verlust abbildet. Der VaR wird in Prozent der Marktwerte der betrachteten Kapitalanlagen gemessen.
Zur Messung der Kreditrisiken in der Kapitalanlage wird unter Berücksichtigung von emittentenspezifischen Merkmalen, Portfoliokonzentrationen und Korrelationen ein Credit-VaR ermittelt, der sich auf einen Zeitraum von einem Jahr bezieht. Der Credit-VaR zum 31.12.2023 betrug 4,34 %.
Der ALM-VaR berücksichtigt neben den Kapitalanlagen auch die prognostizierten Cashflows der versicherungstechnischen Verpflichtungen. Der ALM-VaR für einen Zeitraum von zehn Tagen zum 31.12.2023 betrug 2,94 %.
Gegenparteiausfallrisiken
Das Gegenparteiausfallrisiko deckt risikomindernde Verträge wie z. B. Rückversicherungsvereinbarungen oder Verbriefungen sowie Forderungen gegen Vermittler und alle sonstigen Kreditrisiken ab, soweit sie nicht anderweitig in der Risikomessung berücksichtigt werden.
Informationen zu Ausfallrisiken in der Kapitalanlage finden sich oben unter dem Stichwort der Kreditrisiken.
Risiken aus dem Ausfall von Forderungen gegen Rückversicherer
Beim Risiko des Ausfalls von Forderungen gegen Rückversicherer handelt es sich um die Möglichkeit des Ausfalls von Anteilen der Rückversicherer an Versicherungsverbindlichkeiten abzüglich Rückversicherungsdepots oder anderer Sicherheiten.
Zur Risikominderung wird die Bonität der Rückversicherungspartner bei der Auswahl der Vertragspartner berücksichtigt und im Vertragsverlauf überwacht. Der Ausfall von Forderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft ist aufgrund der günstigen Bonitätseinschätzung der Rückversicherungspartner nur ein geringes Risiko.
Es bestehen keine Forderungen gegenüber Rückversicherern zum Bilanzstichtag.
Liquiditätsrisiken
Das Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko, dass die Gesellschaft nicht in der Lage ist, Anlagen und andere Vermögenswerte zu realisieren, um ihren finanziellen Verpflichtungen bei Fälligkeit nachzukommen. So können z. B. wegen der Illiquidität von Märkten Bestände nicht oder nur mit Verzögerungen veräußert werden oder offene Positionen nicht oder nur mit Kursabschlägen geschlossen werden.
Zur Überwachung der Liquiditätsrisiken ist jede Wertpapiergattung mit einem Liquiditätskennzeichen versehen, das den Grad der Liquidierbarkeit des Titels zu marktgerechten Preisen angibt. Diese Kennzeichen werden vom Risikocontrolling der Ampega Asset Management GmbH regelmäßig überprüft, unter Berücksichtigung von Marktdaten und einer Einschätzung des Portfolio-Managements plausibilisiert und, falls angezeigt, modifiziert. Die Daten fließen anschließend in das standardisierte Berichtswesen an den Finanzvorstand der Gesellschaft ein.
Die Liquiditätsstruktur zum Bilanzstichtag stellt sich folgendermaßen dar:
|
Liquiditätsstruktur der Kapitalanlagen zum
31.12.2023
in % |
|
| 0 - Bargeld und vergleichbares | 2 % |
| 1-3 - ohne nennenswerten Abschlag veräußerbar | 19 % |
| 4-6 - mit Abschlag veräußerbar | 57 % |
| 7-9 - schwer/nicht veräußerbar | 22 % |
| Summe | 100 % |
Den Liquiditätsrisiken wird durch eine kontinuierliche Abstimmung der Fälligkeiten der Kapitalanlagen und der finanziellen Verpflichtungen begegnet. Es existieren individuelle Mindestlimite für den Bestand an Papieren mit hoher Liquidität sowie Höchstlimite für den Bestand an Papieren mit geringer Liquidität. Insbesondere die Mindestlimite leiten sich aus dem zeitlichen Charakter der versicherungstechnischen Zahlungsverpflichtungen ab. Durch eine hinreichend liquide Anlagestruktur wird sichergestellt, dass die Gesellschaft jederzeit in der Lage ist, die erforderlichen Auszahlungen zu leisten. Durch die gestiegenen Zinsen und die damit verbundene Marktwertreduktion der Kapitalanlagen ist das Liquiditätsmanagement nochmals in einen stärkeren Fokus gerückt. Auf Basis der Liquiditätsplanung war zum Bilanzstichtag kein erhöhtes Risiko absehbar, dass zur Sicherstellung der Liquidität Anlagen aus dem Anlagevermögen heraus oder mit Verlusten verkauft werden müssten.
Operationelle Risiken
Das operationelle Risiko bezeichnet das Verlustrisiko, das sich aus der Unangemessenheit bzw. dem Versagen von internen Prozessen, Mitarbeitern oder Systemen wie auch durch externe Ereignisse ergibt.
Risiken aus Business Continuity und IT Service Continuity
Risiken aus Business Continuity und IT Service Continuity bezeichnen das Risiko, dass der Geschäftsbetrieb aufgrund von natürlichen oder von Menschen verursachten Gefahren bedroht, geschädigt oder gestört wird. Hierzu zählen sowohl Verluste als auch Mehrkosten durch den Ausfall von bzw. aufgrund technischer Probleme in den IT-Systemen wie auch durch Zerstörung oder Beschädigung der Gebäude bzw. gebäudeweiten Versorgungseinrichtungen oder durch weitere Beeinträchtigungen der Arbeitsumgebung.
Risiken aus Störungen der Gebäudeinfrastruktur reduziert die Gesellschaft mit wirksamen Risikosteuerungsmaßnahmen u. a. durch die Einhaltung von Sicherheits- und Wartungsvorschriften sowie Brandschutzmaßnahmen sowie auch durch die flächendeckende Möglichkeit des mobilen Arbeitens. Um Risiken aus einer Unterbrechung des Geschäftsbetriebs aufgrund von Krisen oder Notfällen zu begegnen, ist in der Gesellschaft ein Krisenmanagement etabliert, das im Falle einer Störung eine schnellstmögliche Rückkehr in den Normalbetrieb sicherstellt. Der Notfallvorsorge wird mittels eines Notfallhandbuchs, der Durchführung von Business-Impact-Analysen zur Ermittlung der Kritikalität von Geschäftsprozessen, der Einrichtung eines Krisenstabs und Notfallteams Rechnung getragen.
Das Risiko des Ausfalls der IT-Infrastruktur wird durch regelmäßige Kontrollen, redundante Systeme, Backup- und Recovery-Verfahren sowie Rufbereitschaft verringert. Gezielte Investitionen in die Sicherheit und Verfügbarkeit der Informationstechnologie erhalten und steigern das bestehende hohe Sicherheitsniveau.
Risiken aus Prozessen
Prozessrisiken beschreiben das Verlustrisiko, das sich aus der Unangemessenheit oder dem Versagen von internen Prozessen ergibt, einschließlich der Schwächen in der Datenqualität.
Die Gesellschaft hat ein internes Kontrollsystem (IKS) eingerichtet, durch das insbesondere Prozessrisiken systematisch identifiziert und mit Kontrollmaßnahmen versehen werden. Die Notwendigkeit, Vollständigkeit und Wirksamkeit der Kontrollmaßnahmen wird im Rahmen von regelmäßigen Prozessreviews durch den jeweiligen Prozessverantwortlichen bewertet. Die Interne Revision beurteilt in regelmäßigen Abständen von ihrem objektiven Standpunkt aus, inwiefern die Kontrollen angemessen und wirksam sind.
Eine Migration, innerhalb des Geschäftsbereichs HDI Deutschland, von Bestandsverträgen in ein aktuelles Bestandsführungssystem stellt diverse Anforderungen an die Prozesse und Ressourcen, denen mit umfangreichen Maßnahmen und sorgfältiger Planung begegnet wird.
Compliance-, Rechts- und Steuer-Risiken
Compliance-, Rechts- und Steuer-Risiken beschreiben das Risiko der Nichteinhaltung der gesetzlichen oder aufsichtsrechtlichen Vorschriften und unternehmensinternen Richtlinien, welches zu Klagen oder behördlichen Verfahren führen könnte. Compliance-Risiken beinhalten rechtliche Risiken, Risiken aus Änderungen der Gesetzgebung einschließlich der Änderungen der Steuergesetzgebung und der gesetzlichen Meldepflichten. Rechtliche Risiken liegen in Verträgen und allgemeinen rechtlichen Rahmenbedingungen wie z. B. geschäftsspezifischen Unwägbarkeiten des Wirtschafts- und Steuerrechts.
Die Entwicklung der rechtlichen Anforderungen zur Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten aus den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung in der Geschäftstätigkeit, zum Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken und zur Offenlegung relevanter Nachhaltigkeitsinformationen wird intensiv verfolgt.
Mögliche Entwicklungen der höchstrichterlichen Rechtsprechung oder gesetzliche Änderungen, insbesondere gesellschaftsrechtlicher, produktrechtlicher oder steuerlicher Natur, werden frühzeitig identifiziert und eng überwacht.
Fraud-Risiken
Fraud-Risiken beinhalten das Risiko aus der vorsätzlichen Verletzung der Gesetze oder Regeln durch eigene Mitarbeiter (interne Fraud-Risiken) und/oder durch Dritte (externe Fraud-Risiken), um einen persönlichen Vorteil zu erlangen. Gemeint sind Fraud-Risiken im weiteren Sinne, sodass nicht nur Betrug, sondern auch weitere Vermögensdelikte mit eingeschlossen sind.
Dem Risiko von dolosen Handlungen begegnet die Gesellschaft durch Regelungen und interne Kontrollen in den Fachbereichen. So unterliegen Zahlungsströme und Verpflichtungserklärungen strengen Vollmachts- und Berechtigungsregelungen. Funktionstrennungen in den Arbeitsabläufen, das Vier-Augen-Prinzip bei wichtigen Entscheidungen und Stichproben bei serienhaften Geschäftsvorfällen erschweren dolose Handlungen. Darüber hinaus prüft die Interne Revision unternehmensweit Systeme, Prozesse und Einzelfälle.
Personelle Risiken
Personelle Risiken bezeichnen das Risiko, welches sich aus unzureichender Ausstattung oder durch unzulängliches Verhalten der Mitarbeiter ergibt. Entsprechend qualifizierte Mitarbeiter sind für das Geschäft mit starker Kundenorientierung sowie die Umsetzung wichtiger Projekte notwendig.
Zur Minderung von personellen Risiken legt die Gesellschaft großen Wert auf Aus- und Fortbildung. So können sich die Mitarbeiter durch individuelle Entwicklungspläne und angemessene Qualifizierungsangebote auf die aktuellen Marktanforderungen einstellen. Moderne Führungsinstrumente und adäquate monetäre ebenso wie nicht monetäre Anreizsysteme fördern einen hohen Einsatz der Mitarbeiter. Auch Maßnahmen zur Gesundheitsförderung der Mitarbeiter sowie Prozessdokumentationen und Vertretungsregelungen tragen dazu bei, Personalrisiken zu reduzieren.
Informations- und IT-Sicherheitsrisiken
Die Informations- und IT-Sicherheitsrisiken beschreiben die Risiken, die die Vollständigkeit, Vertraulichkeit oder Verfügbarkeit der Informationen oder IT-Systeme potenziell gefährden können. Die Verfügbarkeit der Anwendungen, die Sicherheit und Vertraulichkeit und die Integrität der verwendeten Daten sind von entscheidender Bedeutung für die Gesellschaft.
Sicherheit im IT-Bereich wird bei der Gesellschaft durch Zugangskontrollen, Zugriffsberechtigungssysteme und Sicherungssysteme für Programme und Datenhaltung gewährleistet. Bei der Verbindung interner und externer Netzwerke ist eine schützende Firewall-Technik installiert, die regelmäßig überprüft und ständig weiterentwickelt wird.
Um bei allen Mitarbeitern ein gutes Grundverständnis dafür zu erreichen, Bedrohungen abzuwenden und Sicherheit von Informationen zu gewährleisten, werden zielgruppenorientierte Awareness- und Trainingsmaßnahmen zur Informationssicherheit durchgeführt. Das vorhandene Information Security Management System ist nach ISO 27001 zertifiziert.
Outsourcing-Risiken
Outsourcing-Risiken bezeichnen das Risiko, das sich aus dem Outsourcing der Funktionen oder Versicherungstätigkeiten ergibt - entweder direkt oder durch weiteres Outsourcing -, die sonst vom Unternehmen selbst ausgeübt werden könnten. Es wird unterschieden nach Fremdvergabe von Aufgaben bis zum Vertrieb und der Fremdvergabe von Vertriebsleistungen.
Risiken aus ausgegliederten Funktionen oder Dienstleistungen sind grundsätzlich in den Risikomanagement-Prozess eingebunden und werden identifiziert, bewertet, gesteuert und überwacht, auch wenn die Dienstleistung konzernintern erfolgt. Zudem werden vor Ausgliederung von Tätigkeiten/Bereichen initiale Risikoanalysen durchgeführt.
Die Gesellschaft lässt sich erforderliche Auskunfts- und Weisungsbefugnisse von dem Dienstleister vertraglich zusichern. Hierdurch wird der Vorstand berechtigt, jederzeit Einzelweisungen zu erteilen. Damit ist der Vorstand in der Lage, Einfluss auf die ausgegliederten Bereiche zu nehmen.
Zudem wird eine angemessene und fortlaufende Kontrolle und Beurteilung der Dienstleister durch diverse Beurteilungsmaßnahmen gewährleistet (u. a. Definition von Produktkatalogen einschließlich Service-Level-Agreements und Durchführung von Kundenzufriedenheitsbefragungen zur Überprüfung der Einhaltung der vereinbarten Leistungs- und Qualitätskriterien).
Andere wesentliche Risiken
Strategische Risiken
Strategische Risiken beschreiben Risiken aus strategischen Geschäftsentscheidungen. Zum strategischen Risiko zählt auch das Risiko, das sich daraus ergibt, dass Geschäftsentscheidungen nicht einem geänderten Wirtschaftsumfeld angepasst werden.
Die Gesellschaft überprüft ihre Geschäfts- und Risikostrategie mindestens jährlich u. a. auf Konsistenz und passt Prozesse und Strukturen im Bedarfsfall an. Strategischen Risiken wird im Rahmen der Planungs- und Steuerungsprozesse begegnet.
Projektrisiken
Projektrisiken beschreiben Risiken einer Gefährdung des vorgesehenen Ablaufs oder einer Nichterreichung der Ziele von Projekten (inklusive strategischer sowie IT-bezogener Projekte).
Projektrisiken und ihre Auswirkungen werden im Rahmen des Projektmanagements systematisch erhoben. Der Fortschritt der Projekte wird regelmäßig überprüft und bewertet. Es kommen im Unternehmen verbindlich eingerichtete Prozesse und Maßnahmen zur Kontrolle und Steuerung des Projektportfolios wie auch von Einzelprojekten zum Einsatz. Dadurch wird sichergestellt, dass rechtzeitig Gegensteuerungsmaßnahmen getroffen werden können, wenn sich bezüglich der Erreichung der Zeit- und Qualitätsziele Schwierigkeiten abzeichnen sollten.
Reputationsrisiken
Reputationsrisiken beschreiben Risiken aus einer möglichen Beschädigung des Rufes des Unternehmens infolge einer negativen Wahrnehmung in der Öffentlichkeit.
Reputationsrisiken werden intensiv beobachtet. Zur Verringerung von Reputationsrisiken ist ein professionelles Beschwerdemanagement installiert. Darüber hinaus wird die Gefahr von Reputationsrisiken durch die Qualitätsanforderungen an die Produkte, ein ständiges Qualitätsmanagement der wesentlichen Geschäftsprozesse sowie durch strenge Datenschutz- und Compliance-Richtlinien begrenzt. Das Kommunikationsmanagement im Krisenfall ist geregelt.
Emerging Risks
Emerging Risks sind neue oder sich entwickelnde zukünftige Risiken, deren Risikogehalt noch nicht zuverlässig bekannt ist und deren potenzielle Auswirkungen nur schwer beurteilt werden können. Häufig liegen diesen Risiken Trends bzw. strukturelle, langfristige Entwicklungen zugrunde, die mittelbare Auswirkungen auf das gesellschaftliche, technologische, ökologische, politische oder ökonomische Umfeld haben.
Die Emerging Risks werden im Rahmen eines konzernweit abgestimmten Verfahrens im Risikomanagement der Gesellschaft jährlich identifiziert und gesteuert. Die Ergebnisse und Erkenntnisse des Emerging-Risk-Prozesses gehen in die Risikoberichterstattung und den Risikomanagementprozess ein, sodass mögliche Vulnerabilitäten frühzeitig erkannt und ggf. durch Risikominderungsmaßnahmen begrenzt werden können.
Nachhaltigkeitsrisiken
Nachhaltigkeitsrisiken sind Ereignisse oder Bedingungen aus den Bereichen Umwelt, Soziales oder Unternehmensführung (kurz: ESG für Environment, Social, Governance), deren Eintreten tatsächlich oder potenziell erhebliche negative Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage sowie auf die Reputation der Gesellschaft haben kann. Dies schließt klimabezogene Risiken in Form von physischen Risiken sowie Transitionsrisiken im Zusammenhang mit Umstellungsprozessen ein.
Nachhaltigkeitsrisiken können sich als Meta-Risiko in allen Risikokategorien materialisieren, die Gesellschaft überwacht diese Risiken daher im Rahmen ihres Risikomanagementsystems. Darüber hinaus berücksichtigt die Gesellschaft Nachhaltigkeitsaspekte in ihrer Geschäftstätigkeit, z. B. im Rahmen der Kapitalanlage.
Prognose- und Chancenbericht
Unsere nachstehenden Ausführungen stützen sich auf fundierte Experteneinschätzungen Dritter sowie auf die von uns als schlüssig erachteten Planungen und Prognosen; dennoch handelt es sich um unsere subjektive Einschätzung. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass die tatsächlichen Entwicklungen von der hier wiedergegebenen erwarteten Entwicklung abweichen werden.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die Weltwirtschaft hat sich 2023 in einem Umfeld immer noch erhöhter Inflationsraten, einer deutlich restriktiveren Geldpolitik rund um den Globus sowie bestehender (Ukraine) und neuer (Israel) geopolitischer Konflikte weiter abgekühlt. Obwohl die meisten Notenbanken angesichts zuletzt rückläufiger Inflationsraten ihren Zinsgipfel voraussichtlich bereits erreicht haben, dürften die Nachwehen der immensen geldpolitischen Straffung die Konjunktur noch weit bis ins Jahr 2024 belasten. Die Industrieländer sollten dabei die Talsohle im ersten Halbjahr 2024 durchschreiten, während die Schwellen- und Entwicklungsländer bereits ab dem Frühjahr wieder kräftiger wachsen könnten.
In Deutschland und der Eurozone dürfte sich die weitgehende Stagnation des Vorjahres bis in den Sommer hinein fortsetzen. Die sinkende Inflation sollte dann in Verbindung mit einem kräftigen Lohnwachstum angesichts enger Arbeitsmärkte zu realen Einkommenssteigerungen führen und dem privaten Konsum Auftrieb geben. Auch sollten es diese Entwicklungen der EZB erlauben, ab dem zweiten Quartal einen behutsamen Zinssenkungszyklus zu beginnen. Im zweiten Halbjahr dürfte darüber hinaus eine Belebung der Weltwirtschaft Exporten und Investitionen Auftrieb geben. Waren wir schon zuvor davon ausgegangen, dass die Energiekosten in Europa nicht mehr auf ihr Niveau vor Ausbruch des Ukraine-Kriegs zurückfallen und damit eine dauerhafte Belastung für Unternehmen und private Haushalte darstellen werden, ist mit dem Konflikt zwischen der Hamas und Israel und der einhergehenden Störung der Lieferwege durch das Rote Meer ein weiterer Risikofaktor hinzugekommen.
Anders als in Europa ist die US-Wirtschaft bis ins vierte Quartal 2023 hinein kräftig gewachsen. Hier dürfte nun der Hochpunkt erreicht sein: Wir rechnen im ersten Halbjahr 2024 mit einer Schrumpfung der Wirtschaftsleistung. Das erhöhte Zinsniveau bremst nicht nur Kreditvergabe und Investitionen, sondern belastet zunehmend auch den Arbeitsmarkt, sodass die kräftigen Lohnsteigerungen des Vorjahres keine Fortsetzung finden dürften. Gegenwind für den privaten Konsum gibt es auch durch die Wiederaufnahme der zeitweise ausgesetzten Rückzahlungen für Studiendarlehen. Jedoch dürften die Unternehmen nach ihren Covid-Erfahrungen eine breit angelegte Freisetzung von Arbeitskräften scheuen, wodurch ein kräftiger Nachfrageeinbruch vermieden werden sollte. Erste Zinssenkungen der Fed ab dem Frühjahr sowie eine Belebung der Weltwirtschaft versprechen zudem Rückenwind für das zweite Halbjahr.
Ein wesentliches Abwärtsrisiko für unseren Ausblick sehen wir insbesondere darin, dass die Notenbanken in Sorge vor einer Rückkehr der Inflation die geldpolitische Straffung zu weit treiben könnten und damit für eine schwerere Rezession sorgen. In einem Jahr, in dem nicht nur in den USA, sondern für gut die Hälfte der Weltbevölkerung Wahlen anstehen, sehen wir eine erhöhte Gefahr des Aufflammens (geo-)politischer Konflikte (insbesondere China/Taiwan/USA). Hinzu kommen strukturelle Risiken wie der Klimawandel, die Stabilität der chinesischen Wirtschaft angesichts der andauernden Krise im Immobiliensektor oder die hohe öffentliche und private Verschuldung vieler Volkswirtschaften nach dem Ende des Niedrigzinsumfelds.
Kapitalmärkte
Der Rückgang der Inflationsraten in den USA und der Eurozone in Richtung der Notenbankziele sollte es Fed und EZB erlauben, ihren Fokus von der Inflationsbekämpfung auf die Konjunkturunterstützung zu richten und ab dem Frühjahr mit Zinssenkungen zu beginnen. Der US-Leitzins sollte bis zum Jahresende von 5,50 % auf 4,00 % sinken, der EZB-Einlagensatz von 4,00 % auf 3,25 %, wobei beide Notenbanken den Abbau ihrer Anleihebestände fortsetzen sollten.
Die parallele Rallye an den Renten- und Aktienmärkten zum Jahresende 2023 dürfte die bevorstehenden Zinssenkungen von EZB und Fed bereits zu einem guten Teil vorweggenommen haben, sodass sich die Renditen von Bundesanleihen und US-Treasuries Ende 2024 im Bereich ihrer aktuellen Niveaus bewegen sollten. Risiken sehen wir insbesondere in einer erhöhten Emissionstätigkeit bei zugleich sinkender Aufnahme von Staatspapieren durch die Notenbanken. Für Aktien sehen wir 2024 allenfalls begrenztes Kurspotenzial, da angesichts der konjunkturellen Schwäche nicht mit größeren Gewinnsteigerungen zu rechnen ist. Da wir keine schwerere Rezession erwarten, sollten Aktien- und Unternehmensanleihekurse jedoch von größeren Rückschlägen verschont bleiben.
Künftige Branchensituation
Das makroökonomische Umfeld ist weiterhin durch erhebliche Risikofaktoren geprägt. Sowohl für den nationalen als auch den internationalen Versicherungsmarkt wird insbesondere die weitere Inflationsentwicklung maßgebend sein. Unsere Prognosen sind daher mit mehr als der üblichen Unsicherheit behaftet.
Deutsche Versicherungswirtschaft
Für 2024 erwarten wir eine deutliche Verbesserung der Gesamtlage. Für den deutschen Versicherungsmarkt rechnen wir mit einer deutlichen Steigerung des Beitragswachstums im Vergleich zum Jahr 2023.
Lebensversicherung
Für die deutsche Lebensversicherung erwarten wir auch für 2024 aus dem makroökonomischen Umfeld keine bedeutenden positiven Impulse für die Entwicklung und gehen daher nur von einer im Vorjahresvergleich geringfügigen Steigerung der Beitragseinnahmen aus.
Chancen aus der Entwicklung der Rahmenbedingungen
Finanzmarktsituation
Nach einer langen Phase sehr geringer Inflation in der Eurozone ist diese im Jahr 2022 rapide gestiegen und verharrte auch im Jahr 2023 deutlich über dem Inflationsziel der Europäische Zentralbank. Damit verfestigten sich die Zinsen auf einem deutlich erhöhten Niveau, jedoch mit hoher Volalität. Diese Situation ist für uns als Versicherer herausfordernd, bietet aber auch Chancen. Insbesondere profitieren wir aufgrund des steigenden Zinsniveaus von höheren Zinserträgen. Der erhöhten Volatilität der Inflation hingegen begegnen wir gegebenenfalls durch die vermehrte Nutzung von inflationsgebundenen Finanzinstrumenten. Im deutschen Lebensversicherungsgeschäft führt dies mittlerweile zu einem Abbau der Zinszusatzreserve, die in den vergangenen Jahren als Risikovorsorge aufgrund des niedrigen bzw. negativen Zinsniveaus gebildet wurde.
Sollten sich unsere Zinserträge weiterhin kontinuierlich verbessern, könnte sich dies positiv auf die Kapitalanlagerendite und die Ertragslage auswirken und dazu führen, dass wir unsere Prognosen übertreffen.
Digitalisierung
Kaum eine Entwicklung verändert die Versicherungsbranche so nachhaltig wie die Digitalisierung: Geschäftsprozesse und -modelle werden mittels Nutzung von IT-Systemen grundlegend neu gestaltet. Diese Entwicklung ist insbesondere für die Wettbewerbsfähigkeit von Versicherungsunternehmen entscheidend. Hierdurch ergeben sich neue Möglichkeiten bei der Kommunikation mit Kunden, der Abwicklung von Versicherungsfällen, der Auswertung von Daten und der Erschließung neuer Geschäftsfelder. Wir führen zahlreiche Projekte durch, um den digitalen Wandel zu gestalten. Hierzu zählt auch Mehrwert schaffen durch künstliche Intelligenz (KI). Schon jetzt zeichnen sich deutliche Vorteile für Kunden und Mitarbeiter ab, allen voran Zeitersparnis durch optimierte Prozesse unter Beachtung geltender Datenschutz- und Compliance-Vorgaben. Die fortlaufende Untersuchung potenzieller weiterer Use Cases ist fester Bestandteil der Unternehmensstrategie.
Sollten die Digitalisierungsprojekte im Konzern schneller umgesetzt werden als derzeit erwartet und von den Kunden angenommen werden, könnte sich dies positiv auf die Beitragsentwicklung und die Ertragslage auswirken und dazu führen, dass wir unsere Prognose übertreffen.
Wissensmanagement
Wissens- und Innovationsmanagement gewinnen auch in der Versicherungsbranche zunehmend an Bedeutung. Um den gezielten Austausch von Wissen und Innovation zu fördern, haben wir ein Best Practice Lab in unserem Konzern eingerichtet: Experten auf internationaler Ebene tauschen sich in Excellence-Teams zu Fachthemen aus und entwickeln gemeinsam neue Lösungen, u. a. zu den Themen Pricing, Vertrieb, Marketing, Schaden, Betrugsmanagement, Kundenservice-Center und Digitalisierung. Die Ergebnisse und Lösungen des Best Practice Lab stellen wir unseren Gesellschaften zur Verfügung, damit diese ihre Prozesse und Methoden permanent verbessern können.
Sollten wir mit unserem Best Practice Lab schneller neue Lösungen und Ideen generieren und umsetzen als derzeit erwartet, könnte sich dies positiv auf die Beitragsentwicklung und die Ertragslage auswirken und dazu führen, dass wir unsere Prognose übertreffen.
Agilität
Veränderungen in der globalisierten Welt im Informationszeitalter vollziehen sich in immer höherem Tempo. Die Welt ist geprägt von Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Mehrdeutigkeit (Englisch VUCA - Volatility, Uncertainty, Complexity and Ambiguity). Um als Versicherungsunternehmen mit der Veränderungsgeschwindigkeit mithalten zu können, ist der Wandel hin zu einer agilen Organisation notwendig. Eine agile Organisation zu sein bedeutet für uns eine lernende Organisation zu sein, die den Nutzen der Kunden in den Mittelpunkt stellt, um den Gewinn des Unternehmens zu steigern. Aus diesem Grund setzen wir auf interdisziplinäre und kreative Teams, offene und direkte Kommunikation, flache Hierarchien sowie eine gelebte Fehlerkultur. Durch zahlreiche Initiativen unterstützen wir den Wandel unseres Unternehmens hin zu einer agilen Organisation. Wir gestalten unsere Arbeitsplätze so, dass Kommunikationswege verkürzt werden und der bereichsübergreifende Austausch gefördert wird. Mit Hilfe unseres Agility Campus lernen unsere Mitarbeiter agile Methoden kennen und werden befähigt, eigenständig neue Lösungen zu entwickeln. In unseren Teams werden Daily-Stand-up-Meetings abgehalten, um die Selbststeuerung der Teams zu verbessern. Des Weiteren setzen wir auf hybrides Arbeiten und bieten unseren Mitarbeitern an, bis zu 60 % der Arbeit mobil, d. h. außerhalb des Büros, zu erledigen. Dies ermöglicht unseren Mitarbeitern eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, während gleichzeitig der gemeinsame direkte Austausch unter Kollegen erhalten bleibt. Agilität bietet Chancen für Kunden, Mitarbeiter und Investoren. Kunden können von neuen Versicherungslösungen profitieren, die gezielt auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind. Mitarbeiter haben durch agiles Arbeiten mehr Gestaltungsmöglichkeiten und können an neuen Herausforderungen wachsen. Zu guter Letzt profitieren Investoren von einem steigenden Unternehmensgewinn, wenn die Kunden zufrieden sind und die Mitarbeiter ihr Potenzial voll ausschöpfen können.
Sollte der Wandel hin zu einer agilen Organisation schneller umgesetzt werden als erwartet, könnte sich dies positiv auf die Ertragslage auswirken und dazu führen, dass wir unsere Prognosen übertreffen.
Entwicklung der HDI Pensionskasse AG
Im aktuellen wirtschaftlichen Umfeld bleibt die Vorsorge und Absicherung von persönlichen Risiken weiterhin von großer Bedeutung. Aufgrund der aktuellen geopolitischen und geoökonomischen Konfrontationen ergeben sich vielfältige Auswirkungen sowohl auf die Volkswirtschaft als auch auf die Finanzdienstleistungsbranche. Die prognostizierte Entwicklung bzw. das erwartete Wachstum des Bruttoinlandsprodukts fällt daher sowohl für 2023 als auch für 2024 deutlich geringer aus als in den Vorjahren. Durch die hohe Inflation steigen die erforderlichen Renten und der Absicherungsbedarf der eigenen Arbeitskraft. Politische Eingriffe in die geförderte und private Altersvorsorge sind möglich. Zusätzlich bestehen Herausforderungen in der zunehmenden Bedeutung von Nachhaltigkeit und Digitalisierung in der Versicherungswirtschaft.
Bis zum 31.12.2024 werden die im Programm Harbour erarbeiteten und mit den Arbeitnehmervertretern verhandelten Maßnahmen schrittweise umgesetzt. Sie wirken sich auf eine Harmonisierung und Modernisierung von Strukturen und Arbeitsprozessen auf Basis eines gemeinsamen IT-Bestandsführungssystems aus. Damit leistet das neue Betriebsmodell einen wesentlichen Beitrag zur Steigerung der Kunden- und Vertriebspartnerzufriedenheit und der Verbesserung der Kostensituation im Geschäftsbereich.
Ausblick der HDI Pensionskasse AG
Im Hinblick auf die weiterhin insgesamt schwierigen Rahmenbedingungen und das eingestellte Neugeschäft planen wir Neugeschäftsbeiträge aufgrund von Dynamiken auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres. Bei den Bruttobeiträgen erwarten wir eine durch Abläufe geprägte, rückläufige Entwicklung.
Aufgrund des entfallenden Finanzierungsbedarfs für die Zinszusatzreserve wird das Ergebnis weitgehend durch das laufende Kapitalergebnis geprägt, bei dem wir einen leichten Zuwachs erwarten. Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb werden nach unserer Einschätzung aufgrund sinkender Gewinnbeteiligung in der Rückversicherung deutlich steigen, während bei den Aufwendungen für Versicherungsfälle von einem moderaten Rückgang auszugehen ist. Nach unseren derzeitigen Planungen wird die Gesellschaft auch auf Basis eines sinkenden Rohüberschusses für das Geschäftsjahr 2024 weiterhin ein positives Ergebnis darstellen können.
Köln, den 19. Februar 2024
Der Vorstand
Stefan Klimpel
Fabian von Löbbecke
Klaus Schulze Zurmussen
Bewegung des Bestandes an Pensionsversicherungen (ohne sonstige Versicherungen) im Geschäftsjahr 2023
| Anwärter | Invaliden- und Altersrenten | Hinterbliebenenrenten | ||||
|
Männer
Anzahl |
Frauen
Anzahl |
Männer
Anzahl |
Frauen
Anzahl |
Summe der Jahresrenten
TEUR |
Witwen
Anzahl |
|
| I. Bestand am Anfang des Geschäftsjahres | 101.947 | 88.227 | 4.663 | 2.853 | 9.281 | 53 |
| II. Zugang während des Geschäftsjahres | ||||||
| 1. Neuzugang an Anwärtern, Zugang an Rentnern | 15 | 51 | 434 | 250 | 789 | 7 |
| 2. sonstiger Zugang | 0 | 0 | 131 | 88 | 770 | 0 |
| 3. gesamter Zugang | 15 | 51 | 565 | 338 | 1.559 | 7 |
| III. Abgang während des Geschäftsjahres | ||||||
| 1. Tod | 218 | 104 | 12 | 6 | 90 | 0 |
| 2. Beginn der Altersrente | 419 | 249 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 3. Berufs- und Erwerbsunfähigkeit (Invalidität) | 15 | 2 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 4. Reaktivierung, Wiederheirat, Ablauf | 2.548 | 2.097 | 22 | 8 | 119 | 3 |
| 5. Ausscheiden unter Zahlung von Rückkaufswerten, Rückgewährbeträgen und Austrittsvergütungen | 2.644 | 3.040 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 6. Ausscheiden ohne Zahlung von Rückkaufswerten, Rückgewährbeträgen und Austrittsvergütungen | 95 | 118 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 7. sonstiger Abgang | 62 | 43 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 8. gesamter Abgang | 6.000 | 5.653 | 34 | 14 | 209 | 3 |
| IV. Bestand am Ende des Geschäftsjahres | 95.961 | 82.624 | 5.194 | 3.177 | 10.631 | 57 |
| davon: | ||||||
| 1. beitragsfreie Anwartschaften | 54.423 | 55.603 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 2. in Rückdeckung gegeben | 909 | 777 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Hinterbliebenenrenten | |||||
| Summe der Jahresrenten | |||||
|
Witwer
Anzahl |
Waisen
Anzahl |
Witwen
TEUR |
Witwer
TEUR |
Waisen
TEUR |
|
| I. Bestand am Anfang des Geschäftsjahres | 14 | 0 | 36 | 7 | 0 |
| II. Zugang während des Geschäftsjahres | |||||
| 1. Neuzugang an Anwärtern, Zugang an Rentnern | 7 | 0 | 5 | 2 | 0 |
| 2. sonstiger Zugang | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 3. gesamter Zugang | 7 | 0 | 5 | 2 | 0 |
| III. Abgang während des Geschäftsjahres | |||||
| 1. Tod | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 2. Beginn der Altersrente | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 3. Berufs- und Erwerbsunfähigkeit (Invalidität) | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 4. Reaktivierung, Wiederheirat, Ablauf | 6 | 0 | 1 | 1 | 0 |
| 5. Ausscheiden unter Zahlung von Rückkaufswerten, Rückgewährbeträgen und Austrittsvergütungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 6. Ausscheiden ohne Zahlung von Rückkaufswerten, Rückgewährbeträgen und Austrittsvergütungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 7. sonstiger Abgang | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 8. gesamter Abgang | 6 | 0 | 1 | 1 | 0 |
| IV. Bestand am Ende des Geschäftsjahres | 15 | 0 | 40 | 9 | 0 |
| davon: | |||||
| 1. beitragsfreie Anwartschaften | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 2. in Rückdeckung gegeben | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Bewegung des Bestandes an Zusatzversicherungen im Geschäftsjahr 2023
| Unfall-Zusatzversicherungen | Sonstige Zusatzversicherungen | |||
| Anzahl der Versicherungen |
Versicherungssumme
TEUR |
Anzahl der Versicherungen |
Versicherungssumme
TEUR |
|
| 1. Bestand am Anfang des Geschäftsjahres | 0 | 0 | 25.694 | 345.162 |
| 2. Bestand am Ende des Geschäftsjahres | 0 | 0 | 23.567 | 326.301 |
| davon in Rückdeckung gegeben | 0 | 0 | 1.581 | 69.026 |
Versicherungsarten
Folgende Versicherungsarten sind im Geschäftsjahr 2023 betrieben worden:
Rentenversicherung
| ― |
konventionelle Rentenversicherung |
| ― |
fondsgebundene Rentenversicherung |
Berufsunfähigkeitsversicherung
Zusatzversicherung
| ― |
Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung |
| ― |
sonstige Zusatzversicherung |
Bilanz zum 31.12.2023
Aktiva
| TEUR | 31.12.2023 | ||
| A. Kapitalanlagen | |||
| I. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen | |||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 56.608 | ||
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 20.952 | ||
| 3. Beteiligungen | 450 | ||
| 4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 3.518 | ||
| 81.528 | |||
| II. Sonstige Kapitalanlagen | |||
| 1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | |||
| 2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 296.004 | ||
| 3. Sonstige Ausleihungen | 1.118.787 | ||
| a) Namensschuldverschreibungen | 453.503 | ||
| b) Schuldscheinforderungen und Darlehen | 307.660 | ||
| c) Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine | 12 | ||
| d) übrige Ausleihungen | 2.328 | ||
| 763.502 | |||
| 2.178.293 | |||
| B. Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | |||
| C. Forderungen | |||
| I. Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft an: | |||
| - davon an verbundene Unternehmen: 0 (0) TEUR | |||
| - davon an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht: 0 (0) TEUR | |||
| 1. Versicherungsnehmer | |||
| a) fällige Ansprüche | 3.748 | ||
| b) noch nicht fällige Ansprüche | 20 | ||
| 2. Versicherungsvermittler | 2.299 | ||
| 6.068 | |||
| II. Sonstige Forderungen | 12.210 | ||
| - davon an verbundene Unternehmen: 1.438 (19) TEUR | |||
| - davon an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht: 0 (0) TEUR | |||
| D. Sonstige Vermögensgegenstände | |||
| I. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand | 25.436 | ||
| II. Andere Vermögensgegenstände | 2.099 | ||
| E. Rechnungsabgrenzungsposten | |||
| Abgegrenzte Zinsen und Mieten | |||
| Summe der Aktiva | |||
| TEUR | 31.12.2023 | 31.12.2022 |
| A. Kapitalanlagen | ||
| I. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 55.208 | |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 25.851 | |
| 3. Beteiligungen | 450 | |
| 4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 3.732 | |
| 85.242 | ||
| II. Sonstige Kapitalanlagen | ||
| 1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 297.668 | |
| 2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 1.093.594 | |
| 3. Sonstige Ausleihungen | ||
| a) Namensschuldverschreibungen | 467.369 | |
| b) Schuldscheinforderungen und Darlehen | 307.486 | |
| c) Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine | 12 | |
| d) übrige Ausleihungen | 2.328 | |
| 777.195 | ||
| 2.168.457 | ||
| 2.259.820 | 2.253.699 | |
| B. Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | 105.372 | 96.681 |
| C. Forderungen | ||
| I. Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft an: | ||
| - davon an verbundene Unternehmen: 0 (0) TEUR | ||
| - davon an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht: 0 (0) TEUR | ||
| 1. Versicherungsnehmer | ||
| a) fällige Ansprüche | 3.820 | |
| b) noch nicht fällige Ansprüche | 31 | |
| 2. Versicherungsvermittler | 2.318 | |
| 6.169 | ||
| II. Sonstige Forderungen | 10.160 | |
| - davon an verbundene Unternehmen: 1.438 (19) TEUR | ||
| - davon an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht: 0 (0) TEUR | ||
| 18.278 | 16.329 | |
| D. Sonstige Vermögensgegenstände | ||
| I. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand | 1.704 | |
| II. Andere Vermögensgegenstände | 1.142 | |
| 27.535 | 2.846 | |
| E. Rechnungsabgrenzungsposten | ||
| Abgegrenzte Zinsen und Mieten | 17.903 | 17.087 |
| Summe der Aktiva | 2.428.908 | 2.386.643 |
Ich bestätige hiermit entsprechend § 128 (5) VAG, dass die im Vermögensverzeichnis aufgeführten Vermögensanlagen den gesetzlichen und aufsichtsbehördlichen Anforderungen gemäß angelegt und vorschriftsmäßig sichergestellt sind.
Köln, den 16. Februar 2024
Der Treuhänder
Lutz Krannich
Passiva
| TEUR | 31.12.2023 | 31.12.2022 | ||
| A. Eigenkapital | ||||
| I. Eingefordertes Kapital | ||||
| Gezeichnetes Kapital | 5.000 | 5.000 | ||
| II. Kapitalrücklage | 34.170 | 34.170 | ||
| III. Gewinnrücklagen | ||||
| 1. gesetzliche Rücklage | 362 | 362 | ||
| 2. andere Gewinnrücklagen | 74 | 74 | ||
| 435 | 435 | |||
| IV. Bilanzgewinn | 5.279 | 4.629 | ||
| - davon Gewinnvortrag: 4.629 (3.379) TEUR | ||||
| 44.884 | 44.234 | |||
| B. Versicherungstechnische Rückstellungen | ||||
| I. Beitragsüberträge | ||||
| 1. Bruttobetrag | 5.710 | 6.063 | ||
| 2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft | 721 | 737 | ||
| 4.989 | 5.326 | |||
| II. Deckungsrückstellung | ||||
| 1. Bruttobetrag | 2.195.153 | 2.162.855 | ||
| 2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft | 301.494 | 299.897 | ||
| 1.893.659 | 1.862.958 | |||
| III. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | ||||
| 1. Bruttobetrag | 5.419 | 4.691 | ||
| 2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft | 319 | 282 | ||
| 5.100 | 4.409 | |||
| IV. Rückstellung für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung | ||||
| 1. Bruttobetrag | 46.415 | 43.963 | ||
| 2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft | 0 | 0 | ||
| 46.415 | 43.963 | |||
| 1.950.163 | 1.916.656 | |||
| C. Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird | ||||
| Deckungsrückstellung | ||||
| 1. Bruttobetrag | 105.372 | 96.681 | ||
| 2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft | 0 | 0 | ||
| 105.372 | 96.681 | |||
| D. Andere Rückstellungen | ||||
| I. Steuerrückstellungen | 3.558 | 2.114 | ||
| II. Sonstige Rückstellungen | 596 | 544 | ||
| 4.154 | 2.658 | |||
| E. Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft | 302.215 | 300.634 | ||
| F. Andere Verbindlichkeiten | ||||
| I. Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft | ||||
| - davon gegenüber verbundenen Unternehmen: 2 (0) TEUR | ||||
| - davon gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht: 0 (0) TEUR | ||||
| 1. gegenüber Versicherungsnehmern | 16.504 | 12.532 | ||
| - davon verzinslich angesammelte Überschussanteile: 4.732 (4.851) TEUR | ||||
| 2. gegenüber Versicherungsvermittlern | 1.693 | 2.180 | ||
| 18.197 | 14.713 | |||
| II. Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft | 583 | 808 | ||
| - davon gegenüber verbundenen Unternehmen: 133 (151) TEUR | ||||
| - davon gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht: 0 (0) TEUR | ||||
| III. Sonstige Verbindlichkeiten | 3.340 | 10.258 | ||
| - davon aus Steuern: 0 (0) TEUR | ||||
| - davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 0 (0) TEUR | ||||
| - davon gegenüber verbundenen Unternehmen: 83 (9.206) TEUR | ||||
| - davon gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht: 0 (0) TEUR | ||||
| 22.120 | 25.779 | |||
| Summe der Passiva | 2.428.908 | 2.386.643 | ||
Es wird bestätigt, dass die in der Bilanz unter den Posten B.II. und C. der Passiva eingestellte Deckungsrückstellung unter Beachtung des § 341f HGB sowie unter Beachtung der auf Grund des § 235 Absatz 1 Satz 1 Nummer 4 bis 7 VAG erlassenen Rechtsverordnung berechnet worden ist; für den Altbestand im Sinne des § 336 in Verbindung mit § 234 Absatz 6 Satz 1, auch in Verbindung mit § 233 Absatz 5 Satz 2, VAG ist die Deckungsrückstellung nach dem zuletzt am 20. Dezember 2023 genehmigten Geschäftsplan berechnet worden.
Köln, den 16. Februar 2024
Der Verantwortliche Aktuar
Frank Hahn
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1.1. bis 31.12.2023
| TEUR | 2023 | 2022 | ||
| I. Versicherungstechnische Rechnung | ||||
| 1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung | ||||
| a) Gebuchte Bruttobeiträge | 70.616 | 75.971 | ||
| b) Abgegebene Rückversicherungsbeiträge | -14.338 | -12.322 | ||
| 56.277 | 63.649 | |||
| c) Veränderung der Bruttobeitragsüberträge | 353 | 344 | ||
| d) Veränderung des Anteils der Rückversicherer an den Bruttobeitragsüberträgen | -16 | 3 | ||
| 337 | 347 | |||
| 56.614 | 63.995 | |||
| 2. Beiträge aus der Brutto-Rückstellung für Beitragsrückerstattung | 2.330 | 2.359 | ||
| 3. Erträge aus Kapitalanlagen | 53.024 | 92.454 | ||
| - davon aus verbundenen Unternehmen: 6.026 (5.012) TEUR | ||||
| 4. Nicht realisierte Gewinne aus Kapitalanlagen | 8.677 | 156 | ||
| 5. Sonstige versicherungstechnische Erträge für eigene Rechnung | 22 | 3 | ||
| 6. Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung | ||||
| a) Zahlungen für Versicherungsfälle | ||||
| aa) Bruttobetrag | -77.589 | -68.468 | ||
| bb) Anteil der Rückversicherer | 11.434 | 10.650 | ||
| -66.155 | -57.818 | |||
| b) Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | ||||
| aa) Bruttobetrag | -728 | 218 | ||
| bb) Anteil der Rückversicherer | 37 | -67 | ||
| -691 | 151 | |||
| -66.846 | -57.667 | |||
| 7. Veränderung der übrigen versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen | ||||
| Deckungsrückstellung | ||||
| a) Bruttobetrag | -40.988 | -69.009 | ||
| b) Anteil der Rückversicherer | 6.351 | 7.084 | ||
| -34.637 | -61.925 | |||
| 8. Aufwendungen für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattungen für eigene Rechnung | -5.070 | -8.147 | ||
| 9. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung | 1.178 | -1.669 | ||
| 10. Aufwendungen für Kapitalanlagen | -3.612 | -8.559 | ||
| 11. Nicht realisierte Verluste aus Kapitalanlagen | -94 | -11.530 | ||
| 12. Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen für eigene Rechnung | -8.508 | -8.381 | ||
| 13. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung | 3.078 | 1.088 | ||
| II. Nichtversicherungstechnische Rechnung | ||||
| 1. Sonstige Erträge | 2.131 | 2.080 | ||
| 2. Sonstige Aufwendungen | -1.853 | -1.850 | ||
| 3. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit | 3.356 | 1.318 | ||
| 4. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -2.706 | -69 | ||
| 5. Jahresüberschuss | 650 | 1.250 | ||
| 6. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 4.629 | 3.379 | ||
| 7. Bilanzgewinn | 5.279 | 4.629 | ||
Anmerkung: Aufwandsposten sind mit einem Minuszeichen vor dem entsprechenden Betrag gekennzeichnet.
Anhang
Angaben zur Gesellschaft
Die HDI Pensionskasse AG mit Sitz in Köln wird beim Amtsgericht Köln unter der Handelsregisternummer HRB 82614 geführt.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Jahresabschluss und Lagebericht der Gesellschaft werden nach den für Versicherungsunternehmen geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des Aktiengesetzes (AktG), des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) sowie den relevanten Verordnungen, insbesondere RechVersV, in ihrer zum Bilanzstichtag gültigen Fassung aufgestellt.
Aktiva
Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten vermindert um eventuelle Abschreibungen nach dem gemilderten Niederstwertprinzip (§ 341b Abs. 1 Satz 2 HGB in Verbindung mit § 253 Abs. 1 Satz 1, Abs. 3 Satz 5 HGB) bilanziert.
Ausleihungen an verbundene Unternehmen sowie an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, werden gemäß § 341c Abs. 3 HGB mit den fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert. Dabei werden die Kapitalanlagen bei Erwerb mit dem Kaufkurs angesetzt. Der Unterschiedsbetrag zum Rückzahlungsbetrag wird unter Anwendung der Effektivzinsmethode amortisiert. Notwendige Abschreibungen werden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip vorgenommen.
Anteile oder Aktien an Investmentvermögen, andere nicht festverzinsliche Wertpapiere sowie Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere werden, sofern sie nach den Grundsätzen des Umlaufvermögens geführt werden, nach dem strengen Niederstwertprinzip zu Anschaffungskosten oder den darunterliegenden Börsen- oder Marktwerten am Bilanzstichtag angesetzt. Das Wertaufholungsgebot wird beachtet (§ 341b Abs. 2 HGB in Verbindung mit §§ 255 Abs. 1 und 253 Abs. 1 Satz 1, Abs. 4 sowie Abs. 5 HGB). Wertpapiere, die dazu bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen, werden nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet (§ 341b Abs. 2 zweiter Halbsatz HGB in Verbindung mit § 253 Abs. 1 Satz 1, Abs. 3 Satz 5 HGB). Dauerhafte Wertminderungen werden erfolgswirksam abgeschrieben. Zur Beurteilung des Vorliegens einer dauerhaften Wertminderung in Bezug auf Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere, die wie Anlagevermögen bilanziert werden, werden Bonitätsprüfungen der Emittenten sowie die Entwicklungen der Ratings hinzugezogen. Zur Feststellung des Vorliegens einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung insbesondere öffentlich gehandelter Anteile oder Aktien an Investmentvermögen werden die vom Versicherungsfachausschuss des IDW empfohlenen Aufgreifkriterium verwendet. Demzufolge kann eine dauerhafte Wertminderung immer dann vorliegen, wenn der Zeitwert eines Wertpapiers in den dem Bilanzstichtag vorangehenden sechs Monaten permanent um mehr als 20 % unter dem Buchwert liegt sowie für den Fall, dass der Durchschnittswert der täglichen Börsenkurse in den letzten 12 Monaten um mehr als 10 % unter dem Buchwert liegt. Sofern die notwendigen Informationen für eine Durchschau (look-through-approach) vorliegen, richtet sich die Beurteilung der voraussichtlichen Dauerhaftigkeit einer Wertminderung für Anteile oder Aktien an Investmentvermögen bei einer zum Abschlussstichtag vorliegenden stillen Last auf dem Investmentanteil nach den im Fonds gehaltenen Vermögensgegenständen. Bei über oder unter pari erworbenen Wertpapieren wird der Differenzbetrag mit Hilfe der Effektivzinsmethode über die Laufzeit amortisiert.
Namensschuldverschreibungen, Schuldscheinforderungen und Darlehen, übrige Ausleihungen sowie Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert (§ 341c Abs. 3 HGB). Dabei werden die Kapitalanlagen bei Erwerb mit dem Anschaffungskurs angesetzt. Der Unterschiedsbetrag zum Rückzahlungsbetrag wird unter Anwendung der Effektivzinsmethode amortisiert. Notwendige Abschreibungen werden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip vorgenommen (§ 341b Abs. 2 zweiter Halbsatz HGB in Verbindung mit § 253 Abs. 1 Satz 1, Abs. 3 Satz 5 HGB).
Es befinden sich strukturierte Produkte in der Anlageform von Inhaberschuldverschreibungen, Namensschuldverschreibungen, Schuldscheinforderungen und Darlehen sowie Ausleihungen an verbundene Unternehmen im Bestand. Sie werden entsprechend dem Bilanzposten, in dem sie geführt werden, angesetzt und bewertet. Bei den im Bestand befindlichen strukturierten Produkten handelt es sich um Finanzinstrumente, bei denen das Basisinstrument in Form eines Fixed-Income Kassainstrumentes mit einem oder mehreren Derivaten vertraglich zu einer Einheit verbunden ist. Die Bilanzierung erfolgt, sofern die Voraussetzungen nach IDW RS HFA 22 vorliegen, einheitlich zu fortgeführten Anschaffungskosten nach den Vorschriften der wie Anlagevermögen bilanzierten Kapitalanlagen gemäß dem gemilderten Niederstwertprinzip (§ 341b Abs. 1 Satz 2 HGB in Verbindung mit § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB).
Zur Absicherung des Wiederanlagerisikos hat die Gesellschaft Zinstermingeschäfte (Vorkäufe) abgeschlossen. Diese Vorkäufe stellen bilanzunwirksame schwebende Geschäfte dar, die mit der Barwertmethode auf Basis von Zinsstrukturkurven bewertet werden. Für Vorkäufe und damit abgesicherte Grundgeschäfte werden keine Bewertungseinheiten gebildet. Da eine "Buy and hold"-Strategie für die den Vorkäufen zu Grunde liegenden Grundgeschäfte verfolgt wird und diese wie Anlagevermögen bilanziert werden, wird auf die Bildung einer Drohverlustrückstellung im Falle negativer Wertentwicklungen bei nicht dauerhafter Wertminderung verzichtet. Die prospektive Effektivität der Sicherungsbeziehung wird mit der Critical Term Match Methode und die retrospektive Effektivität mit der Dollar-Offset-Methode nachgewiesen.
Im Rahmen des Wertaufholungsgebots (§ 253 Abs. 5 Satz 1 HGB) werden auf Vermögensgegenstände, die in früheren Jahren abgeschrieben wurden, erfolgswirksame Zuschreibungen bis zur Höhe der fortgeführten Anschaffungswerte oder auf einen niedrigeren Verkehrs- oder Börsenwert vorgenommen, wenn die Gründe für die dauerhafte Wertminderung entfallen sind und eine Werterholung eingetreten ist.
Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen werden gemäß § 341d HGB in Verbindung mit § 56 RechVersV mit den Rücknahmepreisen am Bewertungsstichtag bilanziert. Als Bewertungsstichtag gilt grundsätzlich der letzte Werktag des Berichtsjahres.
Die Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft werden mit den Nominalbeträgen angesetzt. Der bei der Pauschalwertberichtigung zur Anwendung kommende Satz wird auf Basis von Erfahrungswerten (Ausfälle in der Vergangenheit) ermittelt.
Alle übrigen Aktivposten werden mit den Nominalbeträgen angesetzt.
Passiva
Das gezeichnete Kapital, die Kapitalrücklage und die Gewinnrücklagen im Eigenkapital werden zum Nennwert angesetzt.
Die Beitragsüberträge für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft werden für jede Versicherung einzeln gerechnet und unter Berücksichtigung des Beginnmonats und der Zahlweise auf den Bilanztermin abgegrenzt. Die steuerlichen Bestimmungen werden beachtet.
Die Deckungsrückstellung für den Altbestand im Sinne von § 336 VAG in Verbindung mit § 234 Abs. 6 Satz 1 und § 233 Abs. 5 Satz 2 VAG ist nach dem zuletzt genehmigten Geschäftsplan berechnet worden. Das Zinsumfeld der vergangenen Jahre und das aufgrund der Methodik zur Ermittlung des gesetzlichen Referenzsatzes absehbar anhaltende Erfordernis einer Reservestärkung machen es notwendig, auch für das Geschäftsjahr 2023 weiterhin Sicherheitsmargen im aufsichtsrechtlichen Altbestand zu berücksichtigen. Dazu wird eine geschäftsplanmäßig genehmigte Reservestärkung nach der Methode des § 5 Abs. 4 DeckRV mit einem Referenzzinssatz von 1,72 % berücksichtigt.
Die Deckungsrückstellung für den Neubestand wird unter Beachtung des § 341f HGB sowie der aufgrund des § 235 Abs. 1 VAG erlassenen Rechtsverordnung berechnet.
Gemäß zweier Verlautbarungen der BaFin vom 16.10.2015 und 3.11.2015 akzeptiert die Aufsichtsbehörde den Ansatz von Storno und Kapitalabfindung bei der Berechnung der Zinszusatzreserve ab dem Geschäftsjahr 2015 auch für solche Versicherungen, die keine nachreservierten Rentenversicherungen sind. Die Gesellschaft nutzt diese Möglichkeit. Es wird jedoch nicht die von der BaFin erstmals für das Jahr 2016 grundsätzlich eingeführte Möglichkeit genutzt, Sicherheitsmargen bezüglich Biometrie und Kosten anzupassen.
Für Tarife mit geschlechtsunabhängigen Rechnungsgrundlagen ("Unisex-Tarife") untersucht die Gesellschaft regelmäßig die tatsächlichen Mischungsverhältnisse der Geschlechter im Bestand, um festzustellen, ob die geschlechtsunabhängig berechnete Deckungsrückstellung als angemessen angesehen werden kann. Dabei werden die Hinweise der Deutschen Aktuarvereinigung und des Instituts der Wirtschaftsprüfer beachtet. Die Deckungsrückstellung für die Unisex-Tarife im Bestand enthält eine angemessene Sicherheitsmarge bezüglich des Geschlechtermischungsverhältnisses.
Die Deckungsrückstellungen werden für jede Versicherung einzeln gerechnet und unter Berücksichtigung des Beginnmonats auf den Bilanztermin abgegrenzt.
Angabe zu den bei der Ermittlung der Deckungsrückstellung verwendeten Methoden und Berechnungsgrundlagen gemäß § 52 Nr. 2a RechVersV zur Ermittlung maßgeblicher Teilbestände (97 %) der Deckungsrückstellung:
| Versicherungsbestand | Tarifgeneration | Ausscheideordnung | Zinssatz 4) |
| Rentenversicherungen | |||
| 2017 | DAV 2004 R modPK Unisex 5) | 0,90 % | |
| GSt 87/93 mod Unisex | 0,90 % | ||
| 2015 | DAV 2004 R modPK Unisex 5) | 1,25 % | |
| GSt 87/93 mod Unisex | 1,25 % | ||
| 2013 | DAV 2004 R modPK Unisex 5) | 1,75 % | |
| GSt 87/93 mod Unisex | 1,75 % | ||
| 2012 | DAV 2004 R modPK 5) | 1,75 % | |
| GSt 87/93 mod | 1,75 % | ||
| 2012 | DAV 2004 T | 1,75 % | |
| 2007, 2008 | DAV 2004 R modPK 5) | 2,25 % | |
| GSt 87/93 mod | 2,25 % | ||
| 2007, 2008 | DAV 2004 T | 2,25 % | |
| 2005, 2006 | DAV 2004 R modPK 5) | 2,75 % | |
| GSt 87/93 mod | 2,75 % | ||
| 2005, 2006 | DAV 2004 T | 2,75 % | |
| 2000, 2002 | DAV 2004 R-B19 modPK 1) | 3,25 % | |
| GSt 87/93 mod | 3,25 % | ||
| Berufsunfähigkeitsversicherungen | |||
| 2013 | DAV 1997 I Unisex 2) | 1,75 % | |
| GSt 87/93 mod Unisex | 1,75 % | ||
| 2012 | DAV 1997 I 2) | 1,75 % | |
| GSt 87/93 mod | 1,75 % | ||
| 2007, 2008, 2009 | DAV 1997 I 2) | 2,25 % | |
| GSt 87/93 mod 3) | 2,25 % | ||
| 2005, 2006 | DAV 1997 I 2) | 2,75 % | |
| GSt 87/93 mod 3) | 2,75 % | ||
| 2002 | DAV 1997 I 2) | 3,25 % | |
| GSt 87/93 mod 3) | 3,25 % |
1) Die Sterbetafel DAV 2004 R-B19 modPK entsteht
aus der Sterbetafel DAV 2004 R-B19 durch die Multiplikation
der Sterbewahrscheinlichkeiten mit dem Faktor 0,70 für
die Anwartschaftszeit und 1,00 für die
Rentenbezugszeit.
2) z. T. modifiziert um Zu- und Abschläge
für Risikogruppen
3) bei den Tarifen KDE abweichend DAV1994T
4) Von der Reservestärkung aufgrund der
Neubewertung der Deckungsrückstellung in
Abhängigkeit vom aktuellen Zinsniveau sind genau die
Versicherungsverträge im Altbestand mit einem
Rechnungszins von 3,25 %, 2,75 % oder 2,25 % sowie im
Neubestand mit einem Rechnungszins von größer
gleich 1,75 % betroffen. Im Rahmen der Neubewertung werden
1,72 % für den Altbestand und 1,57 % für den
Neubestand als Referenzzinssatz berücksichtigt.
5) Die Sterbetafel DAV 2004 R modPK (bzw. die
entsprechende Unisex-Sterbetafel) entsteht aus der
Sterbetafel DAV 2004 R (bzw. der entsprechenden
Unisex-Sterbetafel) durch die Multiplikation der
Sterbewahrscheinlichkeiten mit dem Faktor 0,80 für die
Anwartschaftszeit und 1,00 für die Rentenbezugszeit.
Erläuterungen
Die Deutsche Aktuarvereinigung (DAV) hat Mitte 2004 neue Sterbetafeln für Rentenversicherungen veröffentlicht und Richtlinien zu ihrer Anwendung beschlossen. Der Einschätzung der DAV für das Erlebensfall- und Langlebigkeitsrisiko folgend und aktuelle Bestandsuntersuchungen zum Erlebensfall- und Langlebigkeitsrisiko berücksichtigend, erfolgt für den bis 2004 abgeschlossenen Rentenversicherungsbestand eine Reservestärkung auf der Basis der Sterbetafel DAV 2004 R-B19 modPK unter Berücksichtigung von Storno- und Kapitalabfindungswahrscheinlichkeiten. Die Sterbetafel DAV 2004 R-B19 modPK entsteht aus der Sterbetafel DAV 2004 R-B19 durch die Multiplikation der Sterbewahrscheinlichkeiten mit dem Faktor 0,70 für die Anwartschaftszeit und 1,00 für die Rentenbezugszeit. Für ab 2005 abgeschlossene Rentenversicherungen erfolgt eine Reservestärkung auf der Basis der Sterbetafel DAV 2004 R modPK (bzw. der entsprechenden Unisex-Sterbetafel). Die Sterbetafel DAV 2004 R modPK (bzw. die entsprechende Unisex-Sterbetafel) entsteht aus der Sterbetafel DAV 2004 R (bzw. der entsprechenden Unisex-Sterbetafel) durch die Multiplikation der Sterbewahrscheinlichkeiten mit dem Faktor 0,80 für die Anwartschaftszeit und 1,00 für die Rentenbezugszeit.
Die Deckungsrückstellung für das selbst abgeschlossene Geschäft wird einzelvertraglich nach der prospektiven Methode unter Berücksichtigung implizit angesetzter Kosten berechnet. Dies geschieht für den Neubestand nach anerkannten versicherungsmathematischen Methoden. Für den Altbestand im Sinne von § 2 Nr. 2 b der Verordnung über die Mindestbeitragsrückerstattung in der Lebensversicherung erfolgt dies nach den genehmigten geltenden Geschäftsplänen.
Bei beitragsfreien Versicherungen und Versicherungen mit abgekürzter Beitragszahlungsdauer wird zusätzlich eine Verwaltungskostenrückstellung für beitragsfreie Zeiten gebildet. Ihre Höhe richtet sich nach den hierfür kalkulatorisch angesetzten Zuschlägen, da diese nach heutigem Kenntnisstand ausreichend bemessen sind. Für beitragspflichtige Versicherungen ist aufgrund der vorsichtigen Prämienkalkulation eine Verwaltungskostenrückstellung grundsätzlich nicht erforderlich. Die gesetzlichen Anforderungen an Mindestwerte für Rückkaufswerte und beitragsfreie Versicherungssummen sind berücksichtigt.
Die Zillmerung der Versicherungen des Altbestands erfolgt nach den genehmigten geltenden Geschäftsplänen. Versicherungen des Neubestands mit einem Versicherungsbeginn bis 2014 werden mit bis zu 40 ‰ der Beitragssumme gezillmert, Versicherungen des Neubestands mit einem Versicherungsbeginn ab 2015 mit bis zu 25 ‰ der Beitragssumme.
Für zugewiesene Rentenzuwächse berechnet sich die Deckungsrückstellung grundsätzlich mit den Ausscheideordnungen und Zinssätzen, die auch bei der Deckungsrückstellung der entsprechenden garantierten Leistung verwendet werden. Bei Leistungserhöhungen aus der laufenden Gewinnbeteiligung konventioneller Rentenversicherungen der Tarifgeneration 2015 und 2017 beträgt davon abweichend der Rechnungszinssatz 0 %.
Für dynamische Anpassungen berechnet sich die Deckungsrückstellung grundsätzlich mit den gleichen Rechnungsgrundlagen, die auch für die Grundversicherung verwendet werden.
Die Angabe gemäß § 28 Abs. 8 Nr. 4 RechVersV erfolgt auf der Seite 50.
Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle sowie Rückkäufe, Rückgewährbeträge und Austrittsvergütungen wird für die in Frage kommenden Versicherungen einzeln ermittelt. Aufwendungen für die Regulierung von Versicherungsleistungen werden in steuerlich zulässiger Höhe berücksichtigt.
Für Versicherungsfälle, die bis zum 31. Dezember eingetreten, aber zu diesem Zeitpunkt dem Unternehmen noch nicht bekannt sind, erfolgt eine Ermittlung einer Schadenrückstellung für unbekannte Spätschäden auf Basis von Vergangenheitsdaten.
Die Deckungsrückstellung zu Versicherungen, bei denen das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird, folgt dem Aktivwert (vgl. hierzu auch die Erläuterungen zur Aktivseite auf Seite 33).
Für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft werden die Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen entsprechend den vertraglichen Regelungen nach geeigneten Schätzverfahren ermittelt.
Bei der Berechnung der Rückstellung für Altersteilzeit wurden alle Mitarbeiter berücksichtigt, die die Altersteilzeit in Anspruch genommen haben. Die Berechnungen wurden mit Hilfe der modifizierten HEUBECK-RICHTTAFELN 2018 G durchgeführt, wie sie für die Bewertung der Pensionsverpflichtungen zum Ansatz kommen. Es wurde die Ausscheideordnung der Aktiven zu Grunde gelegt. Dabei wurde unter der Annahme einer mittleren Restlaufzeit von zwei Jahren ein auf Basis der Marktverhältnisse zum 30.09.2023 prognostizierter Stichtagszins zum 31.12.2023 von 1,05 % (0,52 %) angesetzt. Als Gehaltstrend wurden 3,50 % (3,50 %) angenommen. Die Rückstellung ist gemäß § 253 HGB mit ihrem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Sie setzt sich zusammen aus der Rückstellung für rückständiges Arbeitsentgelt, der Rückstellung für Aufstockungsbeträge, der Rückstellung für den zusätzlichen Arbeitgeberbeitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung und der Rückstellung für Abfindung.
Die übrigen Rückstellungen werden nach dem Grundsatz vorsichtiger kaufmännischer Bewertung mit ihrem voraussichtlich notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und, soweit die erwarteten Laufzeiten mehr als ein Jahr betragen, gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem von der Bundesbank gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) veröffentlichten durchschnittlichen Zinssatz (Stichtagszins zum 31.12.2023) der letzten sieben Jahre abgezinst.
Passive latente Steuern aufgrund handels- und steuerrechtlich voneinander abweichender Bewertungsgrundsätze werden mit aktiven latenten Steuern aus Bewertungsdifferenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz verrechnet.
Etwaige über den Saldierungsbereich hinausgehende aktive Steuerlatenzen werden in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit einem Körperschaftsteuersatz (inkl. Solidaritätszuschlag) von 15,825 % und einem Gewerbesteuersatz von 16,625 %.
Die effektive Steuerquote liegt aufgrund von steuerlichen Bewertungsunterschieden und außerbilanziellen steuerlichen Hinzurechnungen weit über der nominellen Steuerquote.
Alle übrigen Passivposten werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet.
Einführung der globalen Mindestbesteuerung
Die HDI Pensionskasse AG fällt vor dem Hintergrund der Gruppenzugehörigkeit zum HDI V.a.G. in den Anwendungsbereich der ab dem 30.12.2023 geltenden Mindeststeuer-Regeln. Da die Rechtsvorschriften im Berichtsjahr jedoch noch nicht in Kraft getreten waren, resultiert keine tatsächliche Ertragsteuerbelastung aus diesen Vorschriften. Für die Bilanzierung latenter Steueransprüche und -verbindlichkeiten wendet die Gesellschaft die Ausnahmeregelung gemäß § 274 Abs. 3 Nr. 1 HGB an.
Die Gruppenträgerin HDI V.a.G. ist derzeit dabei, eine Einschätzung hinsichtlich der Auswirkungen des Mindestbesteuerungsrichtlinie-Umsetzungsgesetzes nach Inkrafttreten der Gesetzgebung zu treffen. Die Ersteinschätzung ergab, dass für das Steuerhoheitsgebiet Deutschland eine effektive Steuerquote von mehr als 15 % erwartet wird, sodass zurzeit von keinem durch das Mindeststeuergesetz verursachten Ergänzungssteuerbetrag auf Ebene der Gesellschaft ausgegangen wird.
Beteiligungsgeschäft
Bei Mitversicherungsverträgen werden die von den federführenden Gesellschaften übernommenen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung - ihrem wirtschaftlichen Charakter folgend - für unseren Anteil den entsprechenden Jahresabschlussposten zugeordnet. Für einige Verträge wird die anteilige Deckungsrückstellung nach einem Näherungsverfahren berechnet. Für diese Verträge stehen zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses entsprechend den Mitteilungen der Konsortialführer nur unterjährige Werte zur Verfügung, die nach anerkannten versicherungsmathematischen Methoden auf den 31.12.2023 fortgeschrieben werden.
Währungsumrechnung
Soweit die Bilanzposten oder Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Beträge in ausländischer Währung enthalten, werden sie zu den amtlich fixierten Mittelkursen vom 31.12.2023 bzw. zu Transaktionskursen umgerechnet. Eine Ausnahme bilden die Anteile an verbundenen Unternehmen, die zu fortgeführten historischen Kursen angesetzt werden.
Hinweis:
Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit des Abschlusses, werden die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und der Anhang in Tausend Euro aufgestellt. Die einzelnen Posten, Zwischen- und Endsummen werden kaufmännisch gerundet. Die Addition der Einzelwerte kann daher von den Zwischen- und Endsummen um Rundungsdifferenzen abweichen.
Erläuterungen zur Bilanz - Aktiva
Entwicklung des Aktivpostens A.I. bis II. im Geschäftsjahr 2023
| TEUR | Bilanzwerte Vorjahr | Zugänge | Umbuchungen | Abgänge | Zuschreibungen | bschreibungen |
| A. Kapitalanlagen | ||||||
| I. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen | ||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 55.208 | 3.100 | 0 | -1.700 | 0 | 0 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 25.851 | 0 | 0 | -4.900 | 0 | 0 |
| 3. Beteiligungen | 450 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 3.732 | 0 | 0 | -215 | 0 | 0 |
| Summe A.I. | 85.242 | 3.100 | 0 | -6.815 | 0 | 0 |
| II. Sonstige Kapitalanlagen | ||||||
| 1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 297.668 | 4.025 | 0 | -4.288 | 0 | -1.400 |
| 2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 1.093.594 | 57.848 | 0 | -32.655 | 0 | 0 |
| 3. Sonstige Ausleihungen | ||||||
| a) Namensschuldverschreibungen | 467.369 | 13.009 | 0 | -26.876 | 0 | 0 |
| b) Schuldscheinforderungen und Darlehen | 307.486 | 2.473 | 0 | -2.299 | 0 | 0 |
| c) Darlehen und Vorauszahlung auf Versicherungsscheine | 12 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| d) übrige Ausleihungen | 2.328 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe A.II. | 2.168.457 | 77.355 | 0 | -66.118 | 0 | -1.400 |
| Summe | 2.253.699 | 80.455 | 0 | -72.933 | 0 | -1.400 |
| TEUR | Bilanzwerte Geschäftsjahr |
| A. Kapitalanlagen | |
| I. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen | |
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 56.608 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 20.952 |
| 3. Beteiligungen | 450 |
| 4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 3.518 |
| Summe A.I. | 81.528 |
| II. Sonstige Kapitalanlagen | |
| 1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 296.004 |
| 2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 1.118.787 |
| 3. Sonstige Ausleihungen | |
| a) Namensschuldverschreibungen | 453.503 |
| b) Schuldscheinforderungen und Darlehen | 307.660 |
| c) Darlehen und Vorauszahlung auf Versicherungsscheine | 12 |
| d) übrige Ausleihungen | 2.328 |
| Summe A.II. | 2.178.293 |
| Summe | 2.259.820 |
Zu A. Kapitalanlagen
Ermittlung der Zeitwerte der Kapitalanlagen
Die Ermittlung der Zeitwerte der Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen erfolgt je nach Gesellschaftszweck und -größe unterschiedlich. Bei der Ermittlung der Zeitwerte der Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden die mit dem Ertragswertverfahren bewerteten Unternehmen standardmäßig mit dem Barwert der künftigen ausschüttbaren finanziellen Überschüsse (Ertragswert) angesetzt. Für Gesellschaften, die nicht am Kapitalmarkt gehandelte Eigenkapitalinstrumente zeichnen (Investitionsvehikel für Private Equity- und Real Estate Fonds), erfolgt die Bewertung analog zu vergleichbaren Instrumenten, die direkt gehalten werden, mit Hilfe des Net-Asset-Value-Verfahrens.
Die Zeitwerte der Ausleihungen an verbundene Unternehmen sowie an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, der Namensschuldverschreibungen, der Schuldscheinforderungen und Darlehen, der übrigen Ausleihungen sowie Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine werden über ein Barwertverfahren mit Hilfe von produkt- und ratingspezifischen Renditekurven ermittelt. Bei den verwendeten Spread-Aufschlägen werden spezielle Ausgestaltungen wie z. B. Einlagensicherung, Gewährträgerhaftung oder Nachrangigkeit berücksichtigt. Ausleihungen an verbundene Unternehmen sowie an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, werden teilweise zum Buchkurs angesetzt. Die Zeitwertermittlung bei Zero-Namensschuldverschreibungen beruht auf eigenen Berechnungen der Gesellschaft nach finanzmathematischen Methoden. Als Zeitwert der als Genussrecht ausgewiesenen Beiträge zum gesetzlichen Sicherungsfonds für Lebensversicherer wird der von der Protektor Lebensversicherungs-AG mitgeteilte Wert angesetzt.
Die Ermittlung des beizulegenden Wertes erfolgt für wie Anlagevermögen bilanzierte, öffentlich gehandelte Aktien und Aktienfonds mittels des EPS-Verfahrens (EPS = earnings per share), eines Ertragswertverfahrens je Aktie auf Basis der von unabhängigen Analysten geschätzten jährlichen Gewinnerwartungen oder der darüberliegenden Marktwerte. Sofern der EPS-Wert über 120 % des Marktwertes liegt, erfolgt eine Deckelung bei diesen 120 %.
Bei der Ermittlung des beizulegenden Wertes für wie Anlagevermögen bilanzierte, über Spezialfonds gehaltene Rententitel werden die Renten zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt, sofern sich keine Indizien für eine voraussichtlich dauernde Wertminderung ergeben. Hierzu wird die Bonität des Emittenten sowie die Entwicklung der Ratings herangezogen. Bei Default-Titeln und Titeln, deren Marktwert kleiner 50 % des Nominals ist, wird grundsätzlich der niedrigere Marktwert herangezogen.
Die Zeitwertermittlung der sonstigen Kapitalanlagen erfolgt grundsätzlich auf Basis des Freiverkehrswertes gemäß § 36 RechPensV i.V.m. § 56 RechVersV. Für Kapitalanlagen, die einen Markt- oder Börsenpreis haben (Anteile oder Aktien an Investmentvermögen, andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere), gilt als Zeitwert der Wert zum Bilanzstichtag bzw. zum letzten diesem Zeitpunkt vorausgehenden Tag, für den ein Markt- oder Börsenpreis feststellbar war. In Fällen, in denen keine Börsennotierungen vorliegen, werden Renditekurse auf Basis an Finanzmärkten etablierter Preisbildungsverfahren eingesetzt. Kapitalanlagen werden höchstens mit ihrem voraussichtlich realisierbaren Wert unter Berücksichtigung des Grundsatzes der Vorsicht bewertet.
Die Zeitwertermittlung der im Bestand befindlichen Private Equity- und Real Estate Fonds erfolgt auf Basis des letzten durch den General Partner gemeldeten Net Asset Value (Capital Account), der bis zum Stichtag im Hinblick auf zwischenzeitlich erfolgte Abrufe und Ausschüttungen fortgeschrieben wird.
Kapitalanlagen
| TEUR | Buchwerte | Zeitwerte | Saldo |
| I. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen | |||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 56.608 | 61.481 | 4.872 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 20.952 | 19.000 | -1.952 |
| 3. Beteiligungen | 450 | 930 | 480 |
| 4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 3.518 | 3.518 | 0 |
| II. Sonstige Kapitalanlagen | |||
| 1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 296.004 | 313.094 | 17.090 |
| 2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 1.118.787 | 906.480 | -212.307 |
| 3. Sonstige Ausleihungen | |||
| a) Namensschuldverschreibungen | 453.503 | 385.452 | -68.051 |
| b) Schuldscheinforderungen und Darlehen | 307.660 | 222.719 | -84.941 |
| c) Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine | 12 | 12 | 0 |
| d) übrige Ausleihungen | 2.328 | 2.218 | -109 |
| Summe | 2.259.820 | 1.914.903 | -344.918 |
Unter Berücksichtigung nur der anspruchsberechtigten Verträge betrug die Gesamtsumme der Buchwerte der in die Überschussbeteiligung (an Bewertungsreserven) einzubeziehenden Kapitalanlagen entsprechend § 54 RechVersV zum Stichtag 1.814.803 (1.798.414) TEUR. Der Zeitwert dieser Anlagen belief sich auf 1.537.809 (1.464.857) TEUR, so dass sich ein Saldo von -276.994 (-333.557) TEUR ergab. Für mehr Informationen zur Beteiligung an Bewertungsreserven verweisen wir auf unsere Ausführungen im Kapitel zur Überschussbeteiligung.
Bei folgenden zu Anschaffungskosten bilanzierten Kapitalanlagen liegen die Zeitwerte unter den Buchwerten:
Kapitalanlagen mit stillen Lasten
| TEUR | Buchwerte | Zeitwerte | Saldo |
| Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 17.000 | 15.048 | -1.952 |
| Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 259.582 | 245.605 | -13.977 |
| Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 922.909 | 701.193 | -221.716 |
| Sonstige Ausleihungen | 706.329 | 550.578 | -155.751 |
| Summe | 1.905.819 | 1.512.425 | -393.394 |
Hierbei wurden unter Anwendung von § 341b Absatz 2 HGB durch die Widmung als Anlagevermögen Abschreibungen in Höhe von 235.692 (287.440) TEUR vermieden. Es handelt sich hierbei nach unserer Einschätzung um vorübergehende Wertminderungen. Zur Feststellung des Vorliegens einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung der nicht festverzinslichen Wertpapiere wird das vom Versicherungsfachausschuss des IDW empfohlene 20 %-Aufgreifkriterium verwendet. Zur Beurteilung des Vorliegens einer dauerhaften Wertminderung in Bezug auf festverzinsliche Wertpapiere werden Bonitätsprüfungen der Emittenten sowie die Entwicklungen der Ratings hinzugezogen. Die stillen Lasten wurden gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB nicht außerplanmäßig abgeschrieben, da diese im Wesentlichen zinsinduziert sind und somit nicht als dauerhaft eingeschätzt werden. Aufgrund der Bonität der Emittenten ist nicht mit Zahlungsausfällen zu rechnen.
Zu A.I. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
Die für die Gesellschaft wesentlichen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind nachfolgend aufgeführt. Auf die Darstellung von Gesellschaften von untergeordneter wirtschaftlicher Bedeutung ohne wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wurde verzichtet (§ 286 Nr. 3 S.1 HGB).
|
Name und Sitz der Gesellschaft
TEUR |
Eigenkapital 1) | Ergebnis 1) | Anteil am Kapital 2) |
| Inland: | |||
| Infrastruktur Ludwigsau GmbH & Co. KG, Köln 3) | 23.204 | 3.389 | 100,0 % |
| Infrastruktur Windpark Vier Fichten GbR, Bremen 3) | -1 | -2 | 41,7 % |
| Talanx Infrastructure France 2 GmbH, Köln 3) | 92.627 | 3.062 | 100,0 % |
| Talanx Infrastructure Portugal GmbH, Köln 3) | 739 | -4 | 70,0 % |
| TD Real Assets GmbH & Co. KG, Köln | 565.039 | 26.311 | 10,0 % |
| Windfarm Bellheim GmbH & Co. KG, Köln 3) | 45.508 | 6.440 | 85,0 % |
| Windpark Mittleres Mecklenburg GmbH & Co. KG, Köln 3) | 14.228 | 6.420 | 100,0 % |
| Windpark Parchim GmbH & Co. KG, Köln 3) | 13.787 | 3.123 | 51,0 % |
| Windpark Rehain GmbH & Co. KG, Köln 3) | 24.580 | 1.998 | 100,0 % |
| Windpark Sandstruth GmbH & Co. KG, Köln 3) | 5.772 | 1.442 | 100,0 % |
| Ausland: | |||
| CEF BKR03 NL B.V., Amsterdam 3) | 18.127 | 185 | 0,5 % |
| EIP Gas Transit Switzerland SCS, Luxemburg 4) | 159.858 | 6.131 | 1,2 % |
| EIP Wind Power Central Norway SCS, Luxemburg 3) | 124.183 | -69.539 | 10,9 % |
| Ferme Eolienne du Confolentais SNC, Toulouse 3) | 16.662 | 662 | 100,0 % |
| Iberia Termosolar 1, S.L.U., Sevilla 3) | 4.397 | 599 | 33,4 % |
| Infrastorm Co-Invest 1 SCA, Luxemburg 3) | 11.472 | -63 | 45,0 % |
| Le Chemin de La Milaine S.N.C., Lille 3) | 18.040 | 1.200 | 100,0 % |
| Le Louveng S.A.S., Lille 3) | 14.525 | 681 | 100,0 % |
| Les Vents de Malet S.N.C., Lille 3) | 18.622 | 1.503 | 100,0 % |
1) Vor Ergebnisabführung und
Ausschüttung, Angaben basierend auf dem letzten
vorliegenden testierten Jahresabschluss
2) Die Anteilsquote ergibt sich aus der Addition
aller direkt und indirekt gehaltenen Anteile nach
Maßgabe des § 16 Abs. 2 und 4 AktG
3) Indirekte Beteiligung, Beteiligungsquote
gemäß § 16 Abs. 2 und 4 AktG
4) Angaben zu Eigenkapital und Jahresergebnis
betreffen das Geschäftsjahr vom 30.6.2022 bis
30.6.2023
Zu A.II. Sonstige Kapitalanlagen
Der Posten A.II.1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere beinhaltet nachfolgend aufgeführte Anteile an inländischen Investmentvermögen, an denen unsere Gesellschaft jeweils über 10 % der Anteile hält. Es bestehen keine Einschränkungen hinsichtlich der Möglichkeit der täglichen Rückgabe.
| TEUR | Buchwerte | Zeitwerte | Saldo | Ausschüttung |
| Rentenfonds: | ||||
| HPK-Corporate | 81.843 | 77.754 | -4.089 | 1.300 |
| Mischfonds: | ||||
| HPK Alternative Investment Beteiligungen | 45.799 | 45.502 | -297 | 0 |
| Anteil an Investment KG: | ||||
| HPK Köln offene Investment GmbH & Co. KG | 3.769 | 31.805 | 28.036 | 2.698 |
| Summe | 131.412 | 155.062 | 23.650 | 3.998 |
Zu B. Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen
| 31.12.2023 | 31.12.2022 | |||||
| EUR | Anzahl der Anteileinheiten | Wert pro Anteil | Tageswert des Anlagestocks | Anzahl der Anteileinheiten | Wert pro Anteil | Tageswert des Anlagestocks |
| 1000plus Deutschland | 577.908,159 | 71,19 | 41.141.282 | 577.462,140 | 64,63 | 37.321.378 |
| AB SICAV I - Sust.Glob.The.Ptf | 8.638,379 | 104,89 | 906.048 | 8.618,022 | 94,69 | 816.028 |
| AB SICAV I-Int.Health Ca. Ptf. | 93,902 | 501,65 | 47.106 | 94,606 | 474,84 | 44.923 |
| Ampega EurozonePlus Aktienfon. | 2.314,077 | 126,74 | 293.286 | 2.341,750 | 112,28 | 262.932 |
| Ampega ISP Dynamik | 40,098 | 134,55 | 5.395 | 39,643 | 123,84 | 4.909 |
| Amundi Prime Global ETF | 303,904 | 28,81 | 8.755 | 302,993 | 24,31 | 7.364 |
| Amundi Prime USA ETF | 204,852 | 32,73 | 6.704 | 203,971 | 26,67 | 5.440 |
| Basket 100 | 75,803 | 245,99 | 18.647 | 73,748 | 224,95 | 16.590 |
| Basket 20 | 182,881 | 138,17 | 25.269 | 182,819 | 130,60 | 23.876 |
| Basket 40 ESG | 292,602 | 155,74 | 45.570 | 286,605 | 148,29 | 42.501 |
| Basket 60 | 515,355 | 182,05 | 93.820 | 507,420 | 167,31 | 84.896 |
| Basket 80 | 248,520 | 213,66 | 53.099 | 244,490 | 195,55 | 47.810 |
| BGF USD Short DuratBond | 1.504,417 | 65,95 | 99.214 | 1.486,998 | 60,67 | 90.223 |
| BGF-Emerging Europe Fund A2 | 113,951 | 0,01 | 1 | 108,943 | 53,60 | 5.839 |
| BSF - BR Mgd Idx Ptf Growth | 508,413 | 145,90 | 74.177 | 501,979 | 129,47 | 64.991 |
| BSF - BR Mgd Idx Ptf Moderate | 220,982 | 120,96 | 26.730 | 244,116 | 111,57 | 27.236 |
| Dimensional Euro Infl. Linked | 143,458 | 13,69 | 1.964 | 143,590 | 12,98 | 1.864 |
| Dimensional Global Core Equity | 91,432 | 40,52 | 3.705 | 0,756 | 35,09 | 27 |
| Dimensional Global Small Comp. | 111,902 | 32,29 | 3.613 | |||
| DWS ESG Akkumula LC | 60,876 | 1.805,39 | 109.905 | 61,184 | 1.515,56 | 92.728 |
| DWS ESG Akkumula TFC | 18,605 | 1.865,92 | 34.715 | 14,353 | 1.556,23 | 22.337 |
| DWS ESG Qi LowVol Eur NC | 22,162 | 327,44 | 7.257 | 33,484 | 297,34 | 9.956 |
| DWS Euro Bond Fund LD | 81.609,146 | 15,56 | 1.269.838 | 83.166,277 | 14,87 | 1.236.683 |
| DWS Funds-Global Protect 80 | 19,110 | 148,56 | 2.839 | |||
| DWS German Equities Typ O | 1.542,162 | 502,30 | 774.628 | 1.663,824 | 427,43 | 711.168 |
| DWS Top Dividende LD | 1,202 | 130,33 | 157 | 1,161 | 133,36 | 155 |
| DWS.Inv.-Top Dividend LD | 4.133,348 | 177,69 | 734.455 | 4.022,438 | 181,45 | 729.871 |
| Fidelity European A Acc EUR | 1.276,389 | 23,74 | 30.301 | 1.258,094 | 20,08 | 25.263 |
| Fidelity European Growth A | 406,641 | 17,50 | 7.116 | 378,095 | 15,37 | 5.811 |
| FT ICAV-FTSE India U.ETF USD | 3,108 | 35,77 | 111 | |||
| FvS Bond Opportunities EUR I | 69,416 | 139,42 | 9.678 | 90,602 | 131,26 | 11.892 |
| FvS Multi Asset Balanced I | 20,880 | 175,14 | 3.657 | 20,857 | 162,63 | 3.392 |
| FvS Multi Asset Defensive I | 0,327 | 139,91 | 46 | 0,328 | 132,28 | 43 |
| FvS Multi Asset Growth I | 78,754 | 205,95 | 16.219 | 56,981 | 188,02 | 10.714 |
| HSBC GIF Indian Equity A Dis | 21,521 | 249,82 | 5.376 | 21,338 | 215,02 | 4.588 |
| I-AM ETFs-Portfolio Select EUR | 69.434,826 | 68,79 | 4.776.422 | 69.482,660 | 61,41 | 4.266.930 |
| I-AM ETFs-Portfolio Select P1 | 62.825,678 | 70,16 | 4.407.850 | 64.877,254 | 62,54 | 4.057.423 |
| Invesco Fds-Invesco Paci. EQ A | 127,273 | 71,79 | 9.136 | 125,214 | 65,01 | 8.140 |
| Invesco Global Eq.Income A USD | 14.833,741 | 96,75 | 1.435.185 | 15.337,061 | 78,54 | 1.204.551 |
| Zwischensumme | 56.486.438 | 51.273.311 | ||||
| iShares Core DAX UCITS ETF DE | 106,152 | 140,24 | 14.887 | 94,355 | 117,40 | 11.077 |
| iShares Core EUR Corp.Bd. ETF | 129,147 | 120,59 | 15.573 | 125,926 | 115,17 | 14.503 |
| iShares Core MSCI EM IMI ETF | 664,418 | 28,75 | 19.101 | 613,166 | 26,82 | 16.444 |
| iShares Core MSCI Europe ETF | 550,975 | 72,18 | 39.769 | 249,665 | 62,34 | 15.564 |
| iShares Core MSCI Pac exJP ETF | 25,866 | 157,02 | 4.061 | 25,666 | 153,64 | 3.943 |
| iShares Core MSCI World ETF | 1.898,032 | 82,26 | 156.132 | 1.650,840 | 68,48 | 113.046 |
| iShares Core S&P 500 ETF | 135,694 | 454,04 | 61.611 | 126,516 | 370,73 | 46.903 |
| iShares Dev. Property Yld ETF | 221,410 | 21,32 | 4.720 | 205,139 | 20,81 | 4.268 |
| iShares Healthcare Innov. ETF | 723,256 | 6,82 | 4.932 | 699,614 | 6,84 | 4.785 |
| iShares MSCI Europe SRI ETF | 18,794 | 64,34 | 1.209 | |||
| iShares S&P500 Inform.Tec. ETF | 462,732 | 22,37 | 10.349 | 1,666 | 14,51 | 24 |
| iShsII-Gl.Clean Energy U.ETF | 1.036,258 | 8,19 | 8.484 | 1.006,416 | 10,64 | 10.708 |
| iShsII-MSCI Wld Q.Dv.ESG U.ETF | 1.022,284 | 5,81 | 5.942 | |||
| M&G Inv. M&G Global Themes A | 596,051 | 52,00 | 30.997 | 729,594 | 47,94 | 34.975 |
| M&G(Lux)1-Gl.Themes A Acc.EUR | 470,543 | 15,55 | 7.318 | |||
| MFK Chance | 339.729,007 | 66,72 | 22.666.719 | 345.727,579 | 61,52 | 21.269.161 |
| MFK Chance Bertelsmann | 42.261,467 | 65,27 | 2.758.406 | 42.472,385 | 60,57 | 2.572.552 |
| MFK Sicherheit | 104.126,308 | 38,12 | 3.969.295 | 105.441,123 | 36,10 | 3.806.425 |
| MFK Substanz | 372,524 | 124,55 | 46.398 | 374,551 | 116,28 | 43.553 |
| MFK Top Mix Strategie | 20.829,912 | 56,71 | 1.181.264 | 20.540,260 | 52,33 | 1.074.872 |
| MFK Total Return | 1.525,325 | 26,09 | 39.796 | 1.525,865 | 25,17 | 38.406 |
| MFK Wachstum | 209.468,959 | 50,56 | 10.590.751 | 211.543,060 | 46,97 | 9.936.178 |
| MFK Zukunft ESG | 50.258,697 | 51,12 | 2.569.225 | 51.972,995 | 44,81 | 2.328.910 |
| Postbank Balanced | 10,327 | 54,34 | 561 | 11,750 | 50,86 | 598 |
| Postbank Europa P | 13,715 | 52,62 | 722 | 13,449 | 47,59 | 640 |
| Postbank Triselect | 8,495 | 47,89 | 407 | 8,412 | 45,35 | 381 |
| SEB EuroCompanies | 440,983 | 72,04 | 31.768 | 426,511 | 61,91 | 26.405 |
| SEB Global Equal Opportunity C | 222,932 | 75,09 | 16.740 | 218,494 | 69,65 | 15.217 |
| Templeton Growth EUR A acc | 211.231,860 | 20,55 | 4.340.815 | 213.012,563 | 17,70 | 3.770.322 |
| terrAssisi Renten I AMI P | 209,601 | 94,13 | 19.730 | 205,690 | 90,48 | 18.611 |
| UBS(L)FS-MSCI EMU Soc.Resp ETF | 53,174 | 109,52 | 5.824 | 51,515 | 99,18 | 5.109 |
| UBS(L)FS-MSCI USA SR ETF | 25,272 | 181,00 | 4.574 | |||
| UBS(L)FS-MSCI Wl. Soc.Resp.ETF | 33,606 | 131,38 | 4.415 | 29,045 | 106,50 | 3.093 |
| Warburg Classic Vermögensmang. | 1.643,104 | 23,50 | 38.613 | 1.624,216 | 21,64 | 35.148 |
| Warburg Value Fund A | 513,067 | 412,12 | 211.445 | 503,045 | 365,89 | 184.059 |
| Xtrackers Euro Stoxx 50 ETF 1C | 37,235 | 74,53 | 2.775 | 37,207 | 60,84 | 2.264 |
| Summe | 105.371.765 | 96.681.457 | ||||
Zu D. II. Andere Vermögensgegenstände
Es bestehen in den verzinslichen angesammelten Überschussanteilen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren in Höhe von 3.465 TEUR.
Erläuterungen zur Bilanz - Passiva
Zu A.I. Eingefordertes Kapital
Das als "Gezeichnetes Kapital" ausgewiesene Grundkapital beträgt 5.000 (5.000) TEUR und ist eingeteilt in 5.000 auf den Namen lautende Aktien im Nennwert à 1.000 EUR.
Zu B.II. Deckungsrückstellung
Der Ertrag aus der Auflösung der Zinszusatzreserve belief sich im Berichtsjahr auf 5.357 TEUR nach einem Aufwand im Vorjahr von 28.205 TEUR. Zum Bilanzstichtag weist die Gesellschaft einen Stand der Zinszusatzreserve von 306.677 (312.034) TEUR aus.
Zu B.IV. Rückstellung für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung (RfB)
| TEUR | |
| Stand 1.1.2023 | 43.963 |
| Entnahme für Gewinnanteile an Versicherungsnehmer | -2.618 |
| Zuweisungen aus dem Überschuss des Geschäftsjahres | 5.070 |
| Stand 31.12.2023 | 46.415 |
Bei der Entnahme für Gewinnanteile des Geschäftsjahres 2023 wurde keine Direktgutschrift berücksichtigt. Die Zuweisung aus dem Überschuss des Geschäftsjahres ist ausschließlich erfolgsabhängig.
Zusammensetzung der RfB
| TEUR | |
| RfB, die auf bereits festgelegte, aber noch nicht zugeteilte Beträge entfällt | 2.789 |
| a) laufende Gewinnanteile | 2.230 |
| b) Schlussgewinnanteile und Schlusszahlungen | 560 |
| c) Beträge für die Mindestbeteiligung an Bewertungsreserven | 0 |
| d) Beträge zur Beteiligung an Bewertungsreserven, jedoch ohne Beträge nach c) | 0 |
| RfB, die auf den Teil des Schlussgewinnanteilfonds entfällt, der | |
| e) für die Finanzierung von Gewinnrenten zurückgestellt wird, jedoch ohne Beträge nach a) | 59 |
| f) für die Finanzierung von Schlussgewinnanteilen und Schlusszahlungen zurückgestellt wird, jedoch ohne Beträge nach den Buchstaben b) und e) | 8.179 |
| g) für die Finanzierung der Mindestbeteiligung an den Bewertungsreserven zurückgestellt wird, jedoch ohne Beträge nach c) | 0 |
| h) ungebundener Teil der RfB (ohne a) bis g)) | 35.388 |
| Summe | 46.415 |
Für das Jahr 2023 wurden die auf den Seiten 63 bis 67 genannten Überschussanteilsätze festgesetzt. Bei der Festlegung der laufenden Überschussanteile wurde keine Direktgutschrift berücksichtigt.
Die Teilrückstellung des sogenannten Schlussgewinnanteilfonds gemäß f) wird prospektiv und einzelvertraglich gerechnet und enthält für jedes zurückgelegte Versicherungsjahr die mit 0,6 % diskontierten anteiligen Schlussgewinnanteile. Dabei wird mit "anteilig" der Anteil der bereits zurückgelegten Versicherungsdauer an der gesamten Versicherungsdauer bzw. der gesamten Aufschubzeit bei Rentenversicherungen bezeichnet. Hiervon abweichend wird für kapitalbildende Versicherungen ohne Schlussgewinnkonto der anteilige Endwert nach Maßgabe des zeitlichen Verlaufs der Entstehung der Erträge der Kapitalanlagen ermittelt. Die zum 31.12.2023 nach dem § 28 RechVersV in der Fassung vom 19.12.2018 ermittelten Werte des Schlussgewinnanteilfonds werden nach Berücksichtigung der festgelegten Schlussgewinnanteile und Bestandsveränderungen dabei nicht unterschritten. Für Versicherungen mit Schlussgewinnkonto enthält der Schlussgewinnanteilfonds grundsätzlich das jeweilige Schlussgewinnkonto, sofern positiv. Sterbe- und Stornowahrscheinlichkeiten werden nicht angesetzt. Für im Folgejahr vorzeitig fällig werdende Schlussgewinnanteile werden entsprechende Abzüge gemacht, die als Schlussgewinnanteile festgelegt werden.
Zu D.II. Sonstige Rückstellungen
| TEUR | 31.12.2023 | 31.12.2022 |
| a) zu zahlende Steuerzinsen | 179 | 253 |
| b) Rückstellung für Jahresabschlusskosten | 169 | 136 |
| c) zu zahlende Kosten und Gebühren | 105 | 94 |
| d) übrige Personalverpflichtungen | 83 | 61 |
| e) Beraterkosten | 60 | 0 |
| Summe | 596 | 544 |
Zu E. Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft
Die Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft sind die Verbindlichkeiten gegenüber Rückversicherern, die bezüglich der deponierten versicherungstechnischen Rückstellungen als Sicherheit einbehalten werden. Sie folgen von der Höhe bzw. Laufzeit her der Entwicklung der rückversicherten deponierten versicherungstechnischen Rückstellungen bis zum entsprechenden Ende der jeweiligen Rückversicherungsverträge.
Zu F. Andere Verbindlichkeiten
Es bestehen in den verzinslichen angesammelten Überschussanteilen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren in Höhe von 3.465 TEUR.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Zu I. Versicherungstechnische Rechnung
Zu I.1.a) Gebuchte Bruttobeiträge
| TEUR | 2023 | 2022 |
| Einzelversicherungen | 28.329 | 29.664 |
| Kollektivversicherungen | 42.287 | 46.307 |
| laufende Beiträge | 70.428 | 75.717 |
| Einmalbeiträge | 188 | 254 |
| Pensionsversicherungen | 68.792 | 74.019 |
| Zusatzversicherungen | 1.823 | 1.952 |
| aus Verträgen: | ||
| ohne Gewinnbeteiligung | 0 | 0 |
| mit Gewinnbeteiligung | 60.794 | 65.502 |
| bei denen das Kapitalanlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird | 9.822 | 10.469 |
| Summe | 70.616 | 75.971 |
Zu I.3. Erträge aus Kapitalanlagen
| TEUR | 2023 | 2022 |
| a) Erträge aus Beteiligungen | ||
| - davon aus verbundenen Unternehmen: 2.500 (1.000) TEUR | 2.520 | 1.013 |
| b) Erträge aus anderen Kapitalanlagen | 44.946 | 43.560 |
| - davon aus verbundenen Unternehmen: 3.526 (4.013) TEUR | ||
| c) Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen | 5.558 | 47.881 |
| Summe | 53.024 | 92.454 |
| - davon: Erträge aus Kapitalanlagen, die auf Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen entfallen | ||
| laufende Kapitalerträge | 49 | 40 |
| Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen | 1.239 | 92 |
| Summe | 1.287 | 132 |
Zu I.7. Veränderung der übrigen versicherungstechnischen Rückstellungen
bb) Anteil der Rückversicherer
In der Veränderung der Deckungsrückstellung sind Zahlungen für Portefeuille-Ein-/Austritte in Höhe von -4.754 (-7.078) TEUR enthalten.
Zu I.9. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung
| TEUR | 2023 | 2022 |
| a) Abschlussaufwendungen | 125 | 210 |
| b) Verwaltungsaufwendungen | 1.597 | 1.812 |
| Summe | 1.721 | 2.022 |
| c) davon ab: | ||
| Erhaltene Provisionen und Gewinnbeteiligungen aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft | -2.900 | -353 |
| Summe | -1.178 | 1.669 |
Rückversicherungssaldo für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft 1
| TEUR | 2023 | 2022 |
| Verdiente Beiträge | -14.354 | -12.319 |
| Aufwendungen für Versicherungsfälle | 11.471 | 10.583 |
| Veränderung der Deckungsrückstellung | 6.351 | 7.084 |
| Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb | 2.900 | 353 |
| Saldo | 6.368 | 5.701 |
Zu I.10. Aufwendungen für Kapitalanlagen
| TEUR | 2023 | 2022 |
| a) Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen und sonstige Aufwendungen für Kapitalanlagen | 1.885 | 2.042 |
| b) Abschreibungen auf Kapitalanlagen | 1.400 | 3.701 |
| c) Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen | 326 | 2.816 |
| Summe | 3.612 | 8.559 |
| - davon: Aufwendungen aus Kapitalanlagen, die auf Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen entfallen | ||
| Verwaltungsaufwendungen | 130 | 131 |
| Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen | 268 | 2.026 |
| Summe | 398 | 2.157 |
Die Abschreibungen auf Kapitalanlagen enthalten außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 277 Abs. 3 Satz 1 HGB von 1.400 (3.701) TEUR.
Zu II. Nichtversicherungstechnische Rechnung
Zu 1. Sonstige Erträge
Die sonstigen Erträge beinhalten insbesondere Erträge aus Provisionen in Höhe von 1.264 (1.277) TEUR, Erträge aus Dienstleistungen in Höhe von 513 (518) TEUR, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 70 (304) EUR und Zinserträge in Höhe von 191 (120) TEUR. Ebenfalls enthalten sind Währungskursgewinne in geringer Höhe. Zinsen aus der Abzinsung von Rückstellungen sind wie im Vorjahr nicht angefallen.
Zu 2. Sonstige Aufwendungen
Die sonstigen Aufwendungen enthalten hauptsächlich Aufwendungen für das Unternehmen als Ganzes in Höhe von 908 (1.123) TEUR. Des Weiteren entfallen davon auf Aufwendungen für erbrachte Dienstleistungen 513 (518) TEUR und auf Zinsaufwendungen 85 (45) TEUR. In den sonstigen Aufwendungen sind auch Währungskursverluste in Höhe von 493 (954) EUR sowie Zinsen aus der Aufzinsung von Rückstellungen von 140 (122) EUR enthalten.
Zu 4. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen mit 2.233 (2.238) TEUR laufenden Steueraufwand des Geschäftsjahres. Weiterhin werden Aufwendungen für Vorjahre in Höhe von 474 (-2.169) TEUR ausgewiesen.
Sonstige Angaben
Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die Gesellschaft ist gemäß §§ 221 ff. VAG Mitglied des Sicherungsfonds für die Lebensversicherer. Der Sicherungsfonds erhebt auf Grundlage der Verordnung über die Finanzierung des Sicherungsfonds für die Lebensversicherer jährliche Beiträge von maximal 0,2 ‰ der Summe der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen, bis ein Sicherungsvermögen von 1 ‰ der Summe der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen aufgebaut ist. Im Geschäftsjahr wurden keine Beiträge gezahlt.
Der Sicherungsfonds kann darüber hinaus Sonderbeiträge in Höhe von weiteren 1 ‰ der Summe der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen erheben; dies entspricht einer Verpflichtung von 2.334 TEUR. Falls die Mittel des Sicherungsfonds bei einem Sanierungsfall nicht ausreichen, werden dem Sicherungsfonds finanzielle Mittel in Höhe von 1 % der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen unter Anrechnung der bereits geleisteten Beiträge zur Verfügung gestellt. Die Gesamtverpflichtung beträgt 21.079 TEUR.
Im Rahmen der Aktiv-Passiv-Steuerung hat unsere Gesellschaft zur Anpassung zukünftiger Liquiditätsströme in den Vorjahren Vorkäufe mit einem Abrechnungsbetrag von insgesamt 19.628 TEUR getätigt. Es wurden festverzinsliche Wertpapiere (u. a. Namenszerobonds) mit Wertstellungen in den Jahren 2025 und 2026 geordert. Der beizulegende Zeitwert der Vorkäufe betrug am Bilanzstichtag -6.333 TEUR.
Bei den Vorkäufen handelt es sich um bilanzunwirksame schwebende Geschäfte. Die den Vorkäufen zugrundeliegenden Anleihen (Underlyings) sollen ab ihrem Zugangszeitpunkt bis zur Endfälligkeit gehalten, und wie Anlagevermögen bilanziert werden.
Für unsere Gesellschaft bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus offenen Einzahlungsverpflichtungen ("Commitment") in Höhe von 37.443 TEUR, welche aus einem Investitionsprogramm mit einem Zeichnungsvolumen von insgesamt 58.338 TEUR resultieren. Darin enthalten sind offene Resteinzahlungsverpflichtungen in Höhe von 8.210 TEUR an verbundene und assoziierte Unternehmen aus einem Zeichnungsvolumen von 50.000 TEUR.
Der Gesamtbetrag der finanziellen Verpflichtungen beträgt 78.150 TEUR.
Beteiligungen an unserer Gesellschaft
Die HDI Deutschland AG, Hannover, hat uns mitgeteilt, dass ihr unmittelbar eine Mehrheitsbeteiligung an der HDI Pensionskasse AG, Köln, (Mitteilung gemäß § 20 Abs. 4 AktG) sowie gleichzeitig unmittelbar mehr als der vierte Teil der Aktien an der HDI Pensionskasse AG, Köln, (Mitteilungen gemäß § 20 Abs. 1 und 3 AktG) gehört.
Konzernabschluss
Die Gesellschaft ist Konzerngesellschaft des HDI V.a.G., Hannover, sowie der Talanx AG, Hannover. Der HDI V.a.G. (Mutterunternehmen des HDI-Konzerns) stellt nach § 341i HGB in Verbindung mit § 290 HGB einen Konzernabschluss auf (größter Kreis), in den die Gesellschaft einbezogen wird. Für die Talanx AG als Mutterunternehmen des Talanx Konzerns ergibt sich daneben die Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses aus § 341i HGB in Verbindung mit § 290 HGB (kleinster Kreis), welcher auf der Grundlage von § 315e Absatz 1 HGB gemäß Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt wird. Die Konzernabschlüsse werden im Bundesanzeiger bekanntgegeben.
In Anwendung der §§ 291, 292 HGB ist die Gesellschaft daher von der Aufstellung eines eigenen Konzernabschlusses und eines eigenen Konzernlageberichtes befreit.
Gesamthonorare des Abschlussprüfers
Die Vergütung des Abschlussprüfers ist - unterteilt nach Aufwendungen für Prüfungsleistungen und andere Bestätigungsleistungen - anteilig in den Konzernabschlüssen des HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie V.a.G. und der Talanx AG enthalten.
Der Abschlussprüfer hat den Jahresabschluss und Lagebericht zum 31.12.2023, das nach International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellte Berichtspaket geprüft und andere Bestätigungsleistungen erbracht.
Provisionen und sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter, Personalaufwendungen
| TEUR | 2023 | 2022 |
| 1. Provisionen der Versicherungsvertreter im Sinne des § 92 HGB für das selbst abgeschlossene Geschäft | 252 | 279 |
| 2. Sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter im Sinne des § 92 HGB | 0 | 0 |
| 3. Löhne und Gehälter | 74 | 79 |
| 4. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung | 4 | 1 |
| 5. Aufwendungen für Altersversorgung | 0 | 0 |
| Summe | 330 | 359 |
Nahestehende Unternehmen und Personen
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen wurden zu marktüblichen Bedingungen vorgenommen.
Mitarbeiter
Die HDI Pensionskasse AG beschäftigt keine eigenen Mitarbeiter.
Organe der Gesellschaft
AUFSICHTSRAT
Mitglied
Sven Lixenfeld
Vorsitzender
Mitglied des Vorstands der HDI Deutschland AG Düsseldorf
Nicolas Sebastian Heine
stellv. Vorsitzender
Leitender Angestellter der HDI AG Leverkusen
Lars Dormann
(seit 27.10.2023)
Leitender Angestellter der HDI AG
Troisdorf
Nadine Lorenz
(bis 27.10.2023)
Köln
VORSTAND
| Mitglied | Vorstandsressorts |
| Stefan Klimpel | ■ Mathematik |
| (seit 1.4.2023) Köln | ■ Vermögensanlage und -verwaltung |
| ■ Rückversicherung | |
| Fabian von Löbbecke | ■ Vertrieb und Marketing |
| Köln | ■ Produktmanagement |
| ■ Underwriting und Kundenservice | |
| ■ Geldwäschebekämpfung | |
| Klaus Schulze Zurmussen | ■ Risikomanagement |
| Köln | ■ Versicherungsmathematische Funktion |
| ■ Compliance | |
| ■ Revision | |
| ■ Recht | |
| ■ Controlling | |
| ■ IT | |
| ■ Aktuarielles Controlling | |
| ■ Rechnungswesen, Bilanzierung und Steuern | |
| ■ Datenschutz | |
| Dr. Michael Pannenberg | |
| (bis 31.3.2023) | |
| Köln |
Organbezüge
Die Gesamtbezüge der im Berichtsjahr aktiven Vorstandsmitglieder für ihre Tätigkeit in unserer Gesellschaft betrugen 51 (33) TEUR. Sofern sie auch Organe anderer Gesellschaften des Talanx Konzerns sind, erhielten die Vorstandsmitglieder darüber hinaus Bezüge für ihre Tätigkeit in diesen Gesellschaften. Im Rahmen des anteilsbasierten Vergütungssystems wurden dem Vorstand für das Berichtsjahr 206 (206) virtuelle Aktien aus dem Talanx-Performance-Share-Programms mit einem Zeitwert in Höhe von 9 (8) TEUR zugeteilt.
Für ihre frühere Tätigkeit in unserer Gesellschaft erhielten ehemalige Vorstandsmitglieder oder deren Hinterbliebene Bezüge von 4 (3) TEUR.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten für die Tätigkeit in unserer Gesellschaft keine Bezüge.
Nachtragsbericht
Nach dem Bilanzstichtag keine Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten, die die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage unserer Gesellschaft nachhaltig beeinflussen würden.
Gewinnverwendung
Insgesamt wird ein Jahresüberschuss von 650 (1.250) TEUR ausgewiesen. Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags ergibt sich ein Bilanzgewinn von 5.279 (4.629) TEUR, welcher der Hauptversammlung zur Beschlussfassung zur Verfügung steht.
Gewinnverwendungsvorschlag
Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.
Köln, den 19. Februar 2024
Der Vorstand
Stefan Klimpel
Fabian von Löbbecke
Klaus Schulze Zurmussen
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers.
An die HDI Pensionskasse Aktiengesellschaft, Köln
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der HDI Pensionskasse AG, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HDI Pensionskasse AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― |
entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und |
| ― |
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.
Die sonstigen Informationen umfassen den Geschäftsbericht - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses, des geprüften Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
| ― |
wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| ― |
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― |
identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| ― |
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben |
| ― |
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| ― |
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| ― |
beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
| ― |
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. |
| ― |
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 28. Februar 2024
PricewaterhouseCoopers
GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Christian Sack, Wirtschaftsprüfer
ppa. Michael Zangl, Wirtschaftsprüfer
Überschussbeteiligung
Beteiligung an den Bewertungsreserven
Die Beteiligung der Versicherungsnehmer an den Bewertungsreserven erfolgt gemäß § 153 des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG). Bewertungsreserven aus direkt oder indirekt gehaltenen festverzinslichen Anlagen und Zinsabsicherungsgeschäften sind dabei nur insoweit zu berücksichtigen, als sie einen etwaigen Sicherungsbedarf aus den Versicherungsverträgen mit Zinsgarantie gemäß § 139 des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) überschreiten.
Nach § 153 Abs. 3 VVG hat der Versicherer die Bewertungsreserven mindestens einmal jährlich zu ermitteln und unter Berücksichtigung der geltenden aufsichtsrechtlichen Regelungen den einzelnen Versicherungsverträgen nach einem verursachungsorientierten Verfahren rechnerisch zuzuordnen. Die Höhe der Bewertungsreserven der HDI Pensionskasse AG wird monatlich ermittelt - jeweils zum Handelsschluss des ersten Börsentages eines jeden Kalendermonats (Bewertungsstichtage). Die Bewertungsstichtage der Geschäftsjahre 2023 und 2024 können Sie der nachfolgenden Tabelle entnehmen:
| Bewertungsstichtage | |
| 2023 | 2024 |
| 2.1.2023 | 2.1.2024 |
| 1.2.2023 | 1.2.2024 |
| 1.3.2023 | 1.3.2024 |
| 3.4.2023 | 2.4.2024 |
| 2.5.2023 | 2.5.2024 |
| 1.6.2023 | 3.6.2024 |
| 3.7.2023 | 1.7.2024 |
| 1.8.2023 | 1.8.2024 |
| 1.9.2023 | 2.9.2024 |
| 2.10.2023 | 1.10.2024 |
| 1.11.2023 | 1.11.2024 |
| 1.12.2023 | 2.12.2024 |
Bei Beendigung des Vertrags ist der zum Bewertungsstichtag des Vormonats ermittelte Betrag maßgeblich.
Bei Rentenversicherungen in der Anwartschaft erfolgt die Zuteilung nach § 153 Abs. 4 VVG zum Rentenbeginn; auch hier wird der Betrag zum Bewertungsstichtag des Vormonats ermittelt.
Bei fälligen Renten werden die Bewertungsreserven anteilig zum Ende jedes Versicherungsjahres zugeteilt und zur Erhöhung der versicherten Leistungen verwendet oder bar ausgezahlt. Sie beruhen auf den Bewertungsreserven zum Bewertungsstichtag 2.10.2023.
Überschussbeteiligung der Versicherten
Im Folgenden sind die Überschussanteilsätze bzw. die Erhöhung der Anwartschaft auf Schlussüberschussanteile bei Erleben des Ablaufs für die überschussberechtigten Versicherungen in Euro dargestellt, die am 31.12.2023 im Bestand waren. Grundsätzlich gelten diese für Zuteilungen ab dem 1.1.2024.
Für aufgeschobene Rentenversicherungen mit planmäßigem Rentenbeginn bis zum 1.3.2024 sowie für Versicherungen im Rentenbezug mit Versicherungsstichtag 1.1. bis 1.3. sind für die Überschusszuteilungen im Jahr 2024 die Überschussanteilsätze des Jahres 2023 maßgebend.
Die Darstellung der Überschussanteilsätze ist folgendermaßen gegliedert:
I. Rentenversicherungen einschließlich fondsgebundener Versicherungen jeweils vor Rentenbeginn
II. Berufsunfähigkeitsversicherungen als Haupt- oder Zusatzversicherung jeweils vor Rentenbeginn
III. Versicherungen im Rentenbezug
Die Vorjahreswerte sind, sofern sie sich von den Werten für 2023 unterscheiden, in Klammern angegeben.
Der Hamburger Bestand umfasst alle Versicherungen, die nach den Tarifen KDE abgeschlossen wurden.
Der Hamelner Bestand umfasst alle Versicherungen, die am 31.12.2013 zum Bestand der PB Pensionskasse AG gehörten.
Der Kölner Bestand umfasst die anderen Versicherungen.
Die Versicherungen des Hamburger Bestandes werden folgenden Tarifgenerationen zugeordnet:
| Tarifgeneration | Bestandsuntergruppen, Gewinnverbände |
| 2007 | Bestandsuntergruppen, die mit "12" enden |
| 2006 | Bestandsuntergruppen, die mit "11" enden |
| 2005 | Gewinnverbände, die mit "09" oder "10" enden |
| 2002 | Sonstige Gewinnverbände |
Die Versicherungen des Hamelner Bestandes werden folgenden Tarifgenerationen zugeordnet:
| Tarifgeneration | Bestandsuntergruppen, Gewinnverbände, Abrechnungsverbände |
| 2012 | Gewinnverband 4 der Bestandsgruppe K sowie der Bestandsgruppe F |
| 2008 | Gewinnverbände 3.1 sowie 3.2 der Bestandsgruppe K sowie der Bestandsgruppe F |
| 2007 | Gewinnverband 2.1 der Bestandsgruppe K sowie der Bestandsgruppe F |
| 2006 | Gewinnverband 1.1 der Bestandsgruppe K sowie der Bestandsgruppe F |
| 2005 | Abrechnungsverbände K und F |
| 2002 | Abrechnungsverband C (Tarif BPR1C) |
Mindestbeteiligung an den Bewertungsreserven
Der Anteilsatz der Mindestbeteiligung an den Bewertungsreserven an der Summe aus Schlussüberschussbeteiligung und Mindestbeteiligung ist auf 0 % (5 % im Hamburger und Kölner Bestand) festgesetzt.
I. Rentenversicherungen einschließlich fondsgebundener Versicherungen jeweils vor Rentenbeginn
1. Zinsüberschussanteile
Den Rentenversicherungen und fondsgebundenen Rentenversicherungen werden laufende Zinsüberschussanteile zugeteilt, die sich aus den nachfolgend angegebenen %-Sätzen als Anteil des Deckungskapitals der Stammversicherung und als Anteil des Deckungskapitals des Rentenzuwachses ergeben.
| Bestand | Tarifgeneration |
Satz
in % |
| alle 1) | alle | 0 |
Bei verzinslicher Ansammlung ist die laufende Gesamtverzinsung des Ansammlungsguthabens folgender Tabelle zu entnehmen:
| Bestand | Tarifgeneration | Satz 1) |
| Hamburg | 2007 | 2,25 |
| 2005-2006 | 2,75 | |
| 2002 | 3,25 | |
| Hameln | alle | 0 |
1) in % des Ansammlungsguthabens
2. Kosten- und Risikoüberschussanteile
Es werden keine Kosten- und Risikoüberschussanteile zugeteilt.
3. Schlussüberschussanteile
Folgende jährliche Erhöhungen der Schlussüberschussanwartschaften werden zugeteilt:
| Bestand | Tarifgeneration |
Satz
in % |
Bezugsgröße | |
| Hamburg | Rentenversicherung | alle 7) | 0 | Jahresrente |
| Fondsgebundene Versicherungen 1) | alle 8) | 0 | Deckungskapital 4) | |
| Hameln | 2006-2012 | 0 | wie LÜA 5) | |
| 0 | Beitragssumme 6) | |||
| 2005 | 0 | wie LÜA 5) | ||
| 0 (0,03) | Beitragssumme 6) | |||
| Köln | AVmG-Versicherungen 1) | 2017 | 0 | wie LÜA 2) |
| 0 (0,074) | SÜB 3) | |||
| vor 2017 | 0 | wie LÜA 2) | ||
| 0 | SÜB 3) | |||
| sonstige Versicherungen | alle | 0 | wie LÜA 2) | |
| 0 | SÜB 3) |
1) monatliche Zuteilung
2) Bezugsgröße wie für laufende
Zinsüberschussanteile
3) erreichte Schlussüberschussbeteiligung
nur für nicht fondsgebundene Versicherungen
4) Garantie-Deckungskapital zum vereinbarten
Rentenbeginn
5) Bezugsgröße wie für laufende
Zinsüberschussanteile inkl. Ansammlungsguthaben; der
zinsabhängige Schlussüberschussanteil ergibt sich
als Differenz zwischen dem Wert bei Hochrechnung des
konventionellen Vertragsteils mit einem um diesen
Schlussüberschusssatz erhöhten deklarierten
Gesamtzinssatz (Rechnungszinssatz einschließlich
Zinsüberschusssatz) und dem Wert bei Hochrechnung mit
dem deklarierten Gesamtzinssatz.
6) für jedes voll zurückgelegte
beitragspflichtige Versicherungsjahr
7) Zum 1.1.2024 wird für Versicherungen der
Tarifgenerationen 2002 und 2005 - mit Ausnahme von bis zum
1.3.2024 ablaufenden Versicherungen - die erreichte
Schlussüberschussbeteiligung im Abrechnungsverband
R-PK um 3,2 % (nach 3,6 % im Vorjahr) und im
Abrechnungsverband GR-PK um 3,0 % (nach 3,4 % im Vorjahr)
reduziert.
8) Zum 1.1.2024 wird für Versicherungen im
Abrechnungsverband FLV-PK - mit Ausnahme von bis zum
1.3.2024 ablaufenden Versicherungen -die erreichte
Schlussüberschussbeteiligung um 3,5 % (nach 3,9 % im
Vorjahr) reduziert.
II. Berufsunfähigkeitsversicherungen vor Rentenbeginn
1. Laufende Überschussanteile
Die hier beschriebenen Versicherungen kommen in der Ausprägung der Zusatz- und Hauptversicherung vor. Es werden die in der folgenden Tabelle genannten Überschussanteilsätze zugeteilt:
| Bestand | Tarifgeneration | Risikogruppe | Beitragsüberschussanteil (Form A) 1) |
| Hamburg | 25 | ||
| Hameln | 5 | ||
| Köln | RG 2016, TG 2009 4) | - | |
| RG 2016, TG 2008 4) | - | ||
| RG 2016, TG 2006-2007 4) | A | 38 | |
| sonst | 25 | ||
| RG 2016, TG 2002-2005 4) | A | 38 | |
| sonst | 25 | ||
| 2015 | - | ||
| 2012-2013 | A1 | - | |
| sonst | - | ||
| 2009 | - | ||
| 2008 | - | ||
| 2002-2007 | A | 38 | |
| sonst | 25 |
| Bestand | Bonus (Form B) 2) | Überschussanteil zur Erhöhung der Leistungen der Rentenversicherung (Form G bzw. übergreifender Bonus) 3) |
| Hamburg | - | 0 |
| Hameln | - | - |
| Köln | 75 | 43 |
| 43 | 30 | |
| 82 | 45 | |
| 43 | 30 | |
| 82 | 0 | |
| 43 | 0 | |
| 43 | 30 | |
| 56 | 0 | |
| 43 | 0 | |
| 75 | 0 | |
| 43 | 0 | |
| 82 | 0 | |
| 43 | 0 |
1) in % des Bruttobeitrags; im Kölner
Bestand erhalten beitragsfrei gestellte selbständige
BU-Versicherungen sowie Bausteine zur Erhöhung der
versicherten Leistung abweichend 45 % (Risikogruppe A) bzw.
30 % (sonstige Risikogruppen)
2) in % der versicherten Leistung
3) in % des gewinnberechtigten Beitrags
4) BUZ zu Hauptversicherungs-Bausteinen aus
SL-Tarifen und dynamischen Anpassungen zu Versicherungen
gegen laufende Beitragszahlung mit den ab 1.11.2016
geltenden Rechnungsgrundlagen
Für beitragsfreie Kölner Versicherungen gilt die folgende Tabelle:
| Tarifgeneration |
Satz
1)
in % |
| alle | 0 |
Bei verzinslicher Ansammlung ist die laufende Gesamtverzinsung des Ansammlungsguthabens folgender Tabelle zu entnehmen:
| Bestand | Tarifgeneration | Satz 1) |
| Hamburg | 2007 | 2,25 |
| 2005-2006 | 2,75 | |
| 2002 | 3,25 |
1) in % des Ansammlungsguthabens
2. Schlussüberschussanteile
Es werden keine Erhöhungen der Schlussüberschussbeteiligung zugeteilt.
III. Versicherungen im Rentenbezug
Fällige Renten- und Berufsunfähigkeitsversicherungen (außer Renten mit Überschussverwendungsform S im Kölner Bestand) werden keine Überschussanteile zugeteilt und aus der Beteiligung an Bewertungsreserven 0 % des Deckungskapitals.
Für Rentenversicherungen mit der Überschussverwendungsform S im Kölner Bestand wird die Berechnung des Rentengewinnanteils in der folgenden Tabelle dargestellt und erläutert:
| Bestand | Tarifgeneration | Rentenbeginn | Rentengewinnanteil ab | |
| dem ersten Rentenbezugsjahr 1) | Beginn eines neuen Rentenbezugsjahrs 2) | |||
| Köln | 2007, 2008 | ab 1.4.2014 | 0 | 0 |
| 1.4.2012-31.3.2013 | 0,33 | 0 | ||
| 1.4.2011-31.3.2012 | 0,51 | 0 | ||
| vor 1.4.2011 | 0,90 | 0 | ||
| 2005, 2006 | ab 1.4.2013 | 0 | 0 | |
| 1.4.2012-31.3.2013 | 0,03 | 0 | ||
| vor 1.4.2011 | 0,60 | 0 | ||
| 2002 | ab 1.4.2012 | 0 | 0 | |
| 1.4.2007-31.3.2012 | 0,30 | 0 | ||
| 1.4.2006-31.3.2007 | 0,03 | 0 | ||
| vor 1.4.2004 | 0,27 | 0 | ||
1) in % des 1,05-Fachen des Deckungskapitals
2) in % der Vorjahresrente ggf.
einschließlich Rentengewinnanteil, aus der
Beteiligung an den Bewertungsreserven 0 % des
Deckungskapitals.
Bericht des Aufsichtsrats.
Der Aufsichtsrat hat den Vorstand der HDI Pensionskasse AG im Berichtsjahr auf der Basis ausführlicher schriftlicher und mündlicher Berichte des Vorstands regelmäßig überwacht. Der Aufsichtsrat trat insgesamt zu zwei ordentlichen Sitzungen zusammen, um sich über die Geschäftsentwicklung und Lage des Unternehmens zu informieren und um die anstehenden Beschlüsse zu fassen. Weiter hat sich der Aufsichtsrat durch regelmäßige Vorlage von Unterlagen über die Lage und die strategische Ausrichtung der Gesellschaft, den Geschäftsverlauf sowie das Risikomanagement unterrichten lassen. Die einzelnen Themen hat er intensiv hinterfragt, diskutiert und - soweit nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung erforderlich - nach eingehender Prüfung und Beratung ein Votum abgegeben.
Darüber hinaus erfolgte im Umlaufverfahren außerhalb einer Sitzung eine Beschlussfassung über ein kurzfristig zwischen den Sitzungen zu behandelndes Thema.
Schwerpunkte der Beratungen im Plenum
Der Aufsichtsrat wurde auch in 2023 über die Lage der Gesellschaft insbesondere hinsichtlich der Finanz-, Kapitalanlagen-und Solvabilitätsentwicklung regelmäßig unterrichtet. Vor allem durch den Ukraine-Krieg und dessen Auswirkungen wie Wirtschaftssanktionen, Lieferengpässe, Energieknappheit, und die weiterhin hohe Inflation war eine detaillierte Berichterstattung zur Lage, potenziellen oder ergriffenen Maßnahmen und der langfristigen Entwicklung geboten. In den Sitzungen wurde intensiv der Stabilisierungsplan für die Gesellschaft vorgestellt und die einzelnen Maßnahmenpakete erläutert. Der Aufsichtsrat konnte sich ein umfassendes Bild über das Handeln des Vorstands in der aktuellen Lage und die damit verbundene Planung machen.
Für den Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland wurde das strategische Programm GO25 weiterentwickelt und die Geschäftsbereichsstrategie Anfang 2023 nachgeschärft. Diese bündelt sich nun in fünf Ressortstrategien, darunter u. a. Ertragskraft Leben - weiterhin als eindeutige Positionierung für die Gesellschaften des Geschäftsbereichs - mit dem Ziel, nachhaltig zu wachsen.
Die in der agilen Lieferorganisation - Agile@HD - gebündelten Einheiten und die agilen Zusammenarbeitsmodelle wurden in 2023 - wo erforderlich - nachjustiert sowie deren Prozesse weiterentwickelt und in kontinuierliche Regelprozesse überführt.
Im Rahmen der jährlichen Abfrage der Selbsteinschätzung durch die Mitglieder des Aufsichtsrats wurde in der Aufsichtsratssitzung am 27. Oktober 2023 über die Ergebnisse berichtet, welche zufriedenstellend ausgefallen sind. Der Aufsichtsrat hat für die nächste Selbsteinschätzung Mitte 2024 bislang keine Anpassung der Themenfelder beschlossen.
Angepasst an die sich aus Gesetz und der Arbeitspraxis ergebenden für den Aufsichtsrat relevanten Themen wurden im Geschäftsjahr 2023 erneut digitale Weiterbildungsangebote durchgeführt. Die Schulungen sind zudem aufgezeichnet worden und stehen den Aufsichtsratsmitgliedern auch in digitaler Form zum Selbststudium im Nachgang zur Verfügung. Für das Geschäftsjahr 2023 wurden drei Themen ausgewählt und durch interne sowie externe Referenten geschult. Die ausgewählten Schulungsthemen waren ein Update zu IFRS17, IT-Betriebssicherheit und eine durch PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft durchgeführte Weiterbildung zum Thema Nachhaltigkeit. Schwerpunkte waren dabei u.a. die Nachhaltigkeitsregulatorik für Versicherungsunternehmen, insbesondere die neuen Anforderungen aus der Offenlegungs-Verordnung sowie künftige Aspekte zur Nachhaltigkeitsberichterstattung im Zuge von CSRD (Corporate Sustainability Reporting Directive) und der daraus resultierenden Rechte und Pflichten für den Aufsichtsrat.
Aufgrund der steigenden Bedeutung hat sich der Aufsichtsrat zudem in der Herbstsitzung 2023 mit den aktuellen Entwicklungen zur Nachhaltigkeit, speziell zu den Themen Environmental, Social, Governance (ESG)-Regulatorik, ESG-Strategie des Geschäftsbereichs Privat- und Firmenversicherung Deutschland, Aufbau einer Governance und nachhaltigen Kapitalanlagen befasst und sich diese erläutern lassen.
Der Aufsichtsrat wurde auch in 2023 über die Lage der Gesellschaft insbesondere hinsichtlich der Finanz-, Kapitalanlagen-und Solvabilitätsentwicklung regelmäßig unterrichtet. Im Rahmen der Berichterstattung wurde den aktuellen Entwicklungen der wirtschaftlichen, finanziellen und politischen Entwicklungen im Jahr 2023 Rechnung getragen. Insbesondere aufgrund der veränderten Zinsentwicklung wurden auch die entsprechenden Auswirkungen und eventuelle daraus resultierende Maßnahmen für die Gesellschaften erläutert.
Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat zustimmungspflichtige Geschäfte vorgelegt, der Aufsichtsrat hat die nach Satzung oder Geschäftsordnung notwendigen Zustimmungen in jedem Fall erteilt.
In den Quartalsberichten gem. § 90 AktG wurden unter anderem die Erlös-, die Gesamtkosten, die Liquiditätsentwicklung sowie laufende Projekte dargestellt und erläutert.
Der Aufsichtsratsvorsitzende wurde darüber hinaus durch den Vorstand laufend über wichtige Entwicklungen und anstehende Entscheidungen unterrichtet.
Der Gesamtvorstand entscheidet gemäß der ihm durch die Geschäftsordnung übertragenen Aufgaben über die Erstellung und jährliche Überprüfung der Geschäfts- und Risikostrategie. Der Aufsichtsrat hat die Risikostrategie für das Geschäftsjahr 2023 im Rahmen der Sitzung vom 2. März 2023 erörtert. Die Aktualisierung der Risikostrategie wurde in der Sitzung vom 27. Oktober 2023 erörtert und zur Kenntnis genommen.
Ferner wurde der Aufsichtsrat in den Sitzungen über den aktuellen Stand zum Risikomanagement informiert, er hat sich von der Leistungsfähigkeit des Risikomanagementsystems überzeugt. Dem Aufsichtsrat wurden zudem die vierteljährlichen Risikoberichte der Gesellschaft zur umfänglichen Information zugeleitet. Bei Bedarf erhielt der Aufsichtsrat detaillierte Informationen insbesondere zur Risikolage der Gesellschaft sowie zu den seitens des Vorstands zur Stabilisierung geplanten und ergriffenen Maßnahmen.
Insgesamt wird damit den aufsichtsbehördlichen Anforderungen an das Risikomanagement im Rahmen einer guten und verantwortungsbewussten Unternehmensführung und -überwachung entsprochen.
Ergänzend wurde der Aufsichtsrat in den Sitzungen neben dem Risikomanagement auch über den aktuellen Stand der weiteren Governance-Funktionen Versicherungsmathematische Funktion, Compliance und Revision informiert und hat sich somit von der Leistungsfähigkeit aller Governance-Funktionen überzeugt.
Der Aufsichtsrat sah sich zu Prüfungsmaßnahmen nach § 111 Abs. 2 AktG im Geschäftsjahr 2023 nicht veranlasst.
Der Aufsichtsrat konnte sich davon überzeugen, dass der Vorstand seine operativen Schwerpunkte zutreffend gesetzt und geeignete Maßnahmen ergriffen hat. Insgesamt hat der Aufsichtsrat im Rahmen seiner gesetzlichen und satzungsgemäßen Zuständigkeiten an den Entscheidungen des Vorstands mitgewirkt und sich von der Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Unternehmensführung überzeugt.
Jahresabschlussprüfung
Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Gesellschaft sowie der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers haben dem Aufsichtsrat vorgelegen. Der vom Vorstand vorgelegte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 sowie der Lagebericht sind unter Einbeziehung der Buchführung von der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, geprüft worden.
Die Prüfung hat keinen Anlass zu Beanstandungen gegeben; in dem erteilten uneingeschränkten Bestätigungsvermerk wird erklärt, dass der Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Versicherungsunternehmen geltenden handelsrechtlichen Vorschriften entspricht und unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 vermittelt. Der Lagebericht vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Der Abschlussprüfer erklärt gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB, dass die Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Die Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern zur Sitzung zugeleitet.
Der Abschlussprüfer war in der Aufsichtsratssitzung am 1. März 2024 über die Beratung des Jahresabschlusses und des Lageberichts anwesend, hat über die Durchführung und Qualität der Prüfung berichtet und stand dem Aufsichtsrat für ergänzende Auskünfte zum Jahresabschluss und Lagebericht wie auch zum Prüfungsbericht zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss erörtert und auch den Prüfungsbericht des Abschlussprüfers geprüft und zu einzelnen Punkten Nachfragen an den Abschlussprüfer gerichtet. Der Aufsichtsrat ist zu dem Ergebnis gekommen, dass der Prüfungsbericht in Übereinstimmung mit den §§ 317 und 321 HGB steht und keinen Bedenken begegnet. Weiter ist der Aufsichtsrat zu dem Ergebnis gekommen, dass der Lagebericht die Anforderungen des § 289 HGB erfüllt und in Übereinstimmung mit den Aussagen der Berichte an den Aufsichtsrat gemäß § 90 AktG steht. Der Lagebericht steht auch in Einklang mit der eigenen Einschätzung des Aufsichtsrats hinsichtlich der Lage der Gesellschaft. Dem Lagebericht und insbesondere den dort getroffenen Aussagen zur weiteren Unternehmensentwicklung stimmt der Aufsichtsrat zu.
Zudem hat der Aufsichtsrat die Qualität der Abschlussprüfung anhand der vorgelegten Berichterstattung geprüft.
Nach dem abschließenden Ergebnis der vom Aufsichtsrat selbst vorgenommenen Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sind Einwendungen nicht zu erheben, so dass der Aufsichtsrat sich dem Urteil des Abschlussprüfers angeschlossen und den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss am 1. März 2024 gebilligt hat. Damit ist der Jahresabschluss festgestellt.
Der vom Vorstand auf Grundlage des § 312 AktG erstellte Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen wurde gleichfalls von der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, geprüft und mit folgendem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen:
"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass:
1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."
Der Aufsichtsrat hat den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen wie auch den entsprechenden Prüfungsbericht des Abschlussprüfers geprüft. Dabei ist er, auch anhand einer Plausibilitätsprüfung, zum gleichen Ergebnis wie der Abschlussprüfer gekommen. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen keine Einwendungen zu erheben.
Der Aufsichtsrat hat den Vorschlag des Vorstands an die Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft. Der Aufsichtsrat ist dabei zu dem Ergebnis gekommen, dass der Gewinnverwendungsvorschlag die Liquidität, Solvabilität und Finanzplanung der Gesellschaft sowie die Aktionärsinteressen angemessen berücksichtigt, so dass sich der Aufsichtsrat dem Vorschlag des Vorstands zur Gewinnverwendung anschließt.
Der Aufsichtsrat hat ferner den Bericht des Verantwortlichen Aktuars über die wesentlichen Ergebnisse seines Erläuterungsberichts 2023 zur versicherungsmathematischen Bestätigung nach Aussprache ohne Beanstandung entgegengenommen.
Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat
In der Aufsichtsratssitzung vom 26. Oktober 2022 wurde außer Herrn Klaus Schulze Zurmussen auch Herr Stefan Klimpel mit Wirkung zum 1. April 2023 in den Vorstand der Gesellschaft bestellt.
Herr Dr. Michael Pannenberg hat sein Mandat als Vorstand der Gesellschaft mit Wirkung zum Ablauf des 31. März 2023 niedergelegt.
Herr Fabian von Löbbecke wurde in der Sitzung vom 27. Oktober 2023 vom Aufsichtsrat mit Wirkung ab 1. Januar 2024 wiederbestellt.
Frau Nadine Lorenz hat mit Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung am 27. Oktober 2023 ihr Mandat im Aufsichtsrat niedergelegt. Als ihr Nachfolger wählte die ordentliche Hauptversammlung am selben Tag Herrn Lars Dormann für eine volle Amtsperiode in den Aufsichtsrat.
Dank an Vorstand und Mitarbeiter
Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz und die im Geschäftsjahr 2023 erfolgreich geleistete Arbeit.
Köln, den 29. Februar 2024
Der Aufsichtsrat
Sven Lixenfeld, Vorsitzender
Nicolas Sebastian Heine, stellv. Vorsitzender
Lars Dormann
Gewinnverwendung
Die ordentliche Hauptversammlung der HDI Pensionskasse AG vom 29.02.2024 hat beschlossen, den Bilanzgewinn in Höhe von 5.279 TEUR auf neue Rechnung vorzutragen.
Köln, im April 2024
Der Vorstand
Nachrichten & Medien
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Organisationen an dieser Adresse
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
45 nahegelegene Organisationen
HDI AI USD Beteiligungs-GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
HD Real Assets GmbH & Co. KG
Selbe AdresseTalanx Infrastructure France 2 GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Zenit BV GmbH
Selbe AdresseVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
GRETA Regulated Assets Holding GmbH & Co. KG
Selbe AdresseHDI AI EUR Beteiligungs-GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
ZG Zenit Grundstücksgesellschaft mbH
Selbe AdresseKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
HLV New Real Estate GmbH & Co. KG
Selbe AdresseGRETA Komplementär GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
cor F 25. GmbH & Co. KG
Selbe AdresseTalanx Infrastructure France 1 GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Talanx Infrastructure Portugal 2 GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Talanx lnfrastructure Portugal GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
TD-Sach Private Equity GmbH & Co. KG
Selbe AdresseTD-BA Private Equity GmbH & Co. KG
Selbe AdresseHDI Pensionsmanagement AG
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit aktivem Versicherungsgeschäft
Sustainable Timber Asia GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Leben Köln offene Investment GmbH & Co. KG 3
Selbe AdresseLebensversicherung
HDI Lebensversicherung AG
Selbe AdresseTätigkeiten von Versicherungsvertreterinnen und -vertretern
PB Pensionskasse Aktiengesellschaft
Selbe AdresseMit Versicherungsdienstleistungen und Pensionskassen verbundene Tätigkeiten a. n. g.
Infrastruktur Ludwigsau GmbH & Co. KG
Selbe AdresseTD Real Assets GmbH & Co. KG
Selbe AdresseAmpega Asset Management GmbH
Selbe AdresseVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
HPK Köln offene Investment GmbH & Co. KG
Selbe AdresseWindpark Parchim GmbH & Co. KG
Selbe AdresseAmpega Investment GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Windpark Mittleres Mecklenburg GmbH & Co. KG
Selbe AdresseIVEC Institutional Venture and Equity Capital GmbH
Selbe AdresseWagniskapital-Beteiligungsgesellschaften
Leben Köln offene Investment GmbH & Co. KG 5
Selbe AdresseWagniskapital-Beteiligungsgesellschaften
PB Leben offene Investment GmbH & Co. KG 2
Selbe AdresseWagniskapital-Beteiligungsgesellschaften
WP Berngerode GmbH & Co. KG
Selbe AdressePB Leben offene Investment GmbH & Co. KG 3
Selbe AdresseWagniskapital-Beteiligungsgesellschaften
TAM AI Komplementär GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
NL Leben offene Investment GmbH & Co. KG
Selbe AdresseWindpark Vier Fichten GmbH & Co. KG
Selbe AdresseWindpark Rehain GmbH & Co. KG
Selbe AdresseWP Mörsdorf Nord GmbH & Co. KG
Selbe AdresseTalanx Direct Infrastructure 1 GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
TARGO Leben offene Investment GmbH & Co. KG
Selbe AdresseLeben Köln offene Investment GmbH & Co. KG 1
Selbe AdresseLebensversicherung
NL PK offene Investment GmbH & Co. KG
Selbe AdresseWindpark Sandstruth GmbH & Co. KG
Selbe AdresseWindfarm Bellheim GmbH & Co. KG
Selbe Adressemertus 313. GmbH
Selbe AdresseVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen