FALKEN Group Personalberatung GmbH
Selbe AdresseVermittlung von Arbeitskräften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Duncan Thurston Russell Walker seit 12.4.2022 | Geschäftsführer |
Georg Thomas Höß seit 7.10.2021 | Prokura |
Moritz Polter seit 18.6.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
ITV Studios Holding B.V. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ITV Studios Germany Holding GmbHKölnKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzernkapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Der Finanzmittelfonds am Ende der Periode setzt sich wie folgt zusammen:
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 20211. Grundlagen, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Das Mutterunternehmen Die ITV Studios Germany Holding GmbH, Köln, ist eine kleine Kapitalgesellschaft, die beim Amtsgericht Köln unter der Nummer HRB 64339 registriert ist und aufgrund der Überschreitung der Größenkriterien nach § 293 HGB einen Konzernabschluss erstellt. Der Konzernabschluss wurde gemäß der §§ 290 ff. HGB aufgestellt und berücksichtigt die Vorschriften zur Rechnungslegung des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB). Das Geschäftsjahr dieses Konzernabschlusses entspricht dem Geschäftsjahr des Mutterunternehmens, der ITV Studios Germany Holding GmbH, und damit dem Kalenderjahr. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Konsolidierungskreis Im Vorfeld der Verschmelzung der vom Mutterunternehmen mit Wirkung zum 3. Dezember 2021 übernommenen Anteile der Talpa Germany Holding B.V. und deren Beteiligungsgesellschaften hat die ITV Studios Germany Holding GmbH im Geschäftsjahr 2021 die Gesellschaft Bildergarten Entertainment GmbH (vormals: Altstadt-see 470. V V GmbH) mit einem Stammkapital von 25 TEUR erworben und 100 % der Einlage übernommen. Die Bildergarten Entertainment GmbH & Co. KG, Berlin hat ihre Anteile an der ITV Studios Germany Fiction GmbH durch Kaufvertrag vom 16. September 2021 an die ITV Studios Germany GmbH verkauft. Die Vermögensgegenstände und Schulden der ITV Studios Germany Fiction GmbH wurden im Konzernabschluss zum Erwerbszeitpunktzeitpunkt, dem 16. September 2021, übernommen. Die Talpa Germany Holding B.V. ist als übertragender Rechtsträger nach Maßgabe des Verschmelzungsplans vom 3. Dezember 2021 sowie der Zustimmungsbeschlüsse ihrer Gesellschafterversammlung vom 3. Dezember 2021 mit der Bildergarten Entertainment GmbH mit Sitz in Berlin als aufnehmender Gesellschaft verschmolzen worden. Die Verschmelzung wurde am 8. Dezember 2021 in das Handelsregister Köln eingetragen. Die Bildergarten Entertainment Verwaltungs GmbH mit Sitz in Berlin ist als übertragender Rechtsträger nach Maßgabe des Verschmelzungsplans vom 3. Dezember 2021 sowie der Zustimmungsbeschlüsse ihrer Gesellschafterversammlung vom 3. Dezember 2021 mit der Bildergarten Entertainment GmbH mit Sitz in Berlin verschmolzen. Die Verschmelzung wurde am 15. Dezember 2021 in das Handelsregister Köln eingetragen. Da somit die Bildergarten Entertainment Verwaltungs GmbH als persönlich haftender Gesellschafter aus der Bildergarten Entertainment GmbH & Co. KG, Berlin, austrat, ging ebenfalls das Handelsgeschäft der Bildergarten Entertainment GmbH & Co. KG auf die Bildergarten Entertainment GmbH im Wege der Gesamtrechtsnachfolge (Anwachsung) auf die Bildergarten Entertainment GmbH zum 3. Dezember 2021, über. Nach den beschriebenen Umstrukturierungen wurde die Bildergarten Entertainment GmbH mit Wirkung zum 3. Dezember 2021 erstmals in den Konzernabschluss der ITV Studios Germany Holding GmbH einbezogen. Aufgrund dieser Erstkonsolidierung sind die Angaben des Vorjahreszeitraums 2020 nur eingeschränkt mit denen des Geschäftsjahres 2021 vergleichbar. Die wirtschaftlichen Auswirkungen dieser konsolidierungskreisbedingten Veränderungen sind unter den Ausführungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung bei den einzelnen Posten im Lagebericht näher erläutert. Der Konsolidierungskreis des Konzernabschlusses umfasst zum 31. Dezember 2021 neben der ITV Studios Germany Holding GmbH in Köln als Muttergesellschaft die folgenden Gesellschaften (einbezogene Tochtergesellschaften):
An der Imago TV Film- und Fernsehproduktion GmbH hält die ITV Studios Germany Holding GmbH 90% des Kapitals. An den anderen aufgeführten Gesellschaften hält die ITV Studios Germany Holding GmbH direkt oder indirekt jeweils 100 % des Kapitals. Konsolidierungsmethoden Die Vermögensgegenstände und Schulden der einbezogenen Gesellschaften werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen in den Konzernabschluss übernommen und gegebenenfalls an die konzerneinheitlich angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze des Mutterunternehmens angepasst. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB. Dabei werden die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden Anteil am Eigenkapital verrechnet. Das Eigenkapital ergibt sich dabei als Differenz der - zu Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt bzw. zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss bewerteten - Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten der Tochterunternehmen. Ein aus der Kapitalkonsolidierung verbleibender aktivischer Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und grundsätzlich gemäß § 309 Abs. 1 HGB über die voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Der sich aus der Erstkonsolidierung der Bildergarten Entertainment GmbH im Geschäftsjahr 2021 ergebende Unterschiedsbetrag Höhe von TEUR 21.513, resultierend aus dem negativen Eigenkapital der per 3. Dezember 2021 übernommenen Bildergarten Entertainment GmbH, wurde vollumfänglich abgeschrieben. Passivische Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung sind nicht entstanden. Beim Erwerb weiterer Anteile an Tochterunternehmen (Aufstockung von Anteilen an Tochterunternehmen) wird die Transaktion als Kapitalvorgang (gemäß DRS 23.175) abgebildet. Dabei werden die Vermögengegenstände und Schulden nicht neu bewertet, sondern die Anschaffungskosten der weiteren Anteile werden mit dem hierauf entfallenden Anteil anderer Gesellschaften am Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbes verrechnet. Sofern sich nach dieser Verrechnung ein Unterschiedsbetrag ergibt, wird dieser erfolgsneutral mit dem Konzerneigenkapital (Konzerngewinnvortrag) verrechnet. Ausleihungen und andere Forderungen, Rückstellungen, Verbindlichkeiten und entsprechende Rechnungsabgrenzungsposten sowie Aufwendungen und Erträge zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden eliminiert. Zwischengewinneliminierungen waren hieraus nicht erforderlich. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt entsprechend den Aufstellungs-, Konsolidierungs- und Bewertungsgrundsätzen der § 290 ff. HGB. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden gegenüber dem Vorjahr beibehalten. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet und linear über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben. Software und Lizenzen werden über 3 Jahre abgeschrieben. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht aktiviert. Insofern macht die ITV Studios Germany Holding GmbH von dem Wahlrecht zur Aktivierung nach § 298 Abs. 1 i.V.m. § 248 Abs. 2 HGB keinen Gebrauch. Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten aktiviert und, soweit abnutzbar, planmäßig über die Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Für Vermögensgegenstände der "Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung" werden Nutzungsdauern von 3 bis 13 Jahren zugrunde gelegt. In den Vorräten sind unfertige Produktionen mit ihren Herstellungskosten ausgewiesen. In die Bewertung der unfertigen Produktionen zu Herstellungskosten werden alle nach § 255 Abs. 2 HGB aktivierungspflichtigen Bestandteile einbezogen, d. h. überwiegend die Material- und Fertigungseinzelkosten. Der Ansatz erfolgt unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Uneinbringliche Forderungen werden ausgebucht. Die flüssigen Mittel (Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten) werden zum Nennbetrag bewertet. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind in Höhe der am Stichtag abzugrenzenden Beträge angesetzt. Latente Steuern werden für sich in folgenden Geschäftsjahren voraussichtlich abbauende Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie für steuerliche Verlustvorträge ermittelt. Eine sich ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer, eine sich ergebende Steuerentlastung als aktive latente Steuer angesetzt. Die sich ergebenden aktiven und passiven latenten Steuern werden saldiert angesetzt. Aus dem im Rahmen der Erstkonsolidierung der Bildergarten Entertainment GmbH übernommene Firmenwert und den unterschiedlichen Bilanzansätzen zwischen der Handelsbilanz (Firmenwert TEUR 0) und der Steuerbilanz (Firmenwert TEUR 18.042) resultiert unter Berücksichtigung eines Steuersatzes von 30,72% eine latente Steuerposition in Höhe von TEUR 5.542. Der Wertansatz der Steuerrückstellungen und der sonstigen Rückstellungen erfolgt mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag und berücksichtigt alle ungewissen Verpflichtungen und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften sowie erkennbare Risiken, denen wir ausreichend Rechnung getragen haben. Sofern einzelne sonstige Rückstellungen eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bis zur Erfüllung haben, wurden diese unter Verwendung der von der Deutschen Bundesbank nach den Vorgaben der Rückstellungsabzinsungsverordnung ermittelten Zinssätze diskontiert. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Umrechnung von Beträgen, die auf fremde Währung lauten oder ursprünglich auf fremde Währung lauteten, erfolgt auf der Basis des Kurses zum Transaktionszeitpunkt. Im Konzernabschluss erfolgt die Bewertung unter Beachtung des Imparitätsprinzips bzw. soweit die Restlaufzeit weniger als ein Jahr beträgt mit dem Devisenkassamittelkurs. 2. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Hinsichtlich der Details zur Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr verweisen wir auf die Darstellung im Konzernanlagenspiegel. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind ausnahmslos innerhalb eines Jahres fällig. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Diese betreffen mit TEUR 19.464 (Vorjahr: TEUR 9.602) kurzfristige Darlehensforderungen aus kurzfristigen Finanzmittelanlagen einschließlich Zinsforderungen sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 614 (Vorjahr: TEUR 192). Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 1.203 enthalten im Wesentlichen Rückforderungen aus der Gewerbesteuer- und Körperschaftsteuervorauszahlungen für Vorjahre. Des Weiteren sind Kautionen in Höhe von TEUR 195 (Vorjahr: TEUR 79) enthalten; davon TEUR 107 mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr. Eigenkapital Das Konzerneigenkapital (TEUR 0; Vorjahr TEUR 13.475) setzt sich aus dem Gezeichneten Kapital, dem Konzernverlustvortrag, dem Konzernverlust und den nicht beherrschenden Anteilen zusammen. Das Gezeichnete Kapital beträgt TEUR 8.973 (Vorjahr: TEUR 8.973). Zum 31.Dezember 2021 ergab sich ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von TEUR 3.503. Die nicht beherrschenden Anteile enthalten sowohl die Minderheitenanteile am Kapital als auch an den Jahresergebnissen. Hinsichtlich der Entwicklung des Konzerneigenkapitals verweisen wir auf den Konzerneigenkapitalspiegel. Rückstellungen Die Steuerrückstellungen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 735 (Vorjahr: TEUR 2.044). Sonstige Rückstellungen enthalten Rückstellungen für Personalaufwendungen wie Urlaubsvergütungen, Schwerbehindertenausgleichsabgaben, Berufsgenossenschaftsbeiträge und sonstige Sozial- und Personalkosten in Höhe von TEUR 2.582 (Vorjahr: TEUR 982). Darüber hinaus betrifft ein wesentlicher Posten der sonstigen Rückstellungen ausstehende Rechnungen für Fernsehauftragsproduktionen (TEUR 3.167 Vorjahr: TEUR 3.775). Diese haben ihre wirtschaftliche Verursachung im Geschäftsjahr oder in früheren Geschäftsjahren und betreffen bezogene Leistungen für Fernsehauftragsproduktionen, die bereits an Sender geliefert und/oder ausgestrahlt wurden, sowie bezogene Leistungen für unfertige Produktionen. Die Bemessung dieser Rückstellungen erfolgt auf Basis der Projektkalkulationen und Beauftragungen von an der Produktion beteiligten Unternehmen und unterliegt zum Teil Schätzungen hinsichtlich des Umfangs der in früheren Jahren bezogenen Leistungen und damit der Höhe der noch zu erwartenden ausstehenden Rechnungen. Darüber hinaus sind auch Rückstellungen für Archivierungskosten sowie Jahresabschlusskosten enthalten. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 37.720 zum Stichtag sind analog zum Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. 3. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 103.290 (Vorjahr: TEUR 80.006) betreffen mit TEUR 101.759 (Vorjahr: TEUR 75.960) Inlandserlöse für Fernsehproduktionen und mit TEUR 1.531 (Vorjahr: TEUR 4.045) Umsatzerlöse aus Fernsehproduktionen im Ausland. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 1.105 (Vorjahr: TEUR 861) sowie weitere periodenfremde Erträge von TEUR 814 Vorjahr: TEUR 1.325). Personalaufwand Die durchschnittliche Zahl (Durchschnitt zwölf Monate) der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer (ohne Auszubildende) beträgt 632 (Vorjahr 367).
Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten u.a. periodenfremde Aufwendungen von TEUR 219 (Vorjahr: TEUR 1.043 sowie Aufwendungen aus der Währungsumrechnung TEUR 191 (Vorjahr: TEUR 100). Gewinnverwendung Die Geschäftsführung des Mutterunternehmens wird den Gesellschaftern des Mutterunternehmens vorschlagen, das Jahresergebnis des Mutterunternehmens von TEUR 7.397 auf neue Rechnung vorzutragen. 4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen, Haftungsverhältnisse Aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen ergibt sich ein Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 7.163 für die Geschäftsjahre 2022 bis 2026. Auf das Geschäftsjahr 2022 entfallen TEUR 1.638. 5. Aufwendungen und Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder von außergewöhnlicher Bedeutung Im Berichtsjahr ergaben sich folgende Aufwendungen und Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung identifiziert:
6. Nachtragsbericht Im Geschäftsjahr 2022 beschloss die alleinige Gesellschafterin des Mutterunternehmens, die ITV Studios Holding BV, eine Kapitalerhöhung ohne Ausgabe neuer Anteile in Höhe von TEUR 31.719 in die Kapitalrücklage beim Konzernmutterunternehmen ITV Studios Germany Holding GmbH gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB einzulegen. Diese Maßnahme ist für die Rückzahlung der bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestimmt. Die Verbindlichkeiten wurden im November 2022 vollständig zurückgeführt. Im Geschäftsjahr 2022 erwarb der Konzern den Minderheitenanteil an der Imago TV Film- und Fernsehproduktion GmbH. Seit dem Erwerb hält die ITV Studios Germany GmbH 100 % des Kapitals der Gesellschaft. 7. Sonstige Erläuterungen Konzernzugehörigkeit Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die ITV plc London/Vereinigtes Königreich. Der Konzernabschluss wird im Companies House unter der Nummer 04967001 veröffentlicht. Honorar des Abschlussprüfers Das Honorar des Abschlussprüfers im Konzern betrifft Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von TEUR 138. Offenlegung von Jahresabschlüssen von einbezogenen Tochtergesellschaften Folgende in den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen der ITV Studios Germany Holding GmbH machen von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB insofern Gebrauch, als eine Prüfung und Offenlegung der Jahresabschlüsse und Lageberichte sowie die Aufstellung von Anhang und Lagebericht unterbleibt:
Geschäftsleitung Die Geschäfte des Mutterunternehmens werden durch folgende Personen geführt:
Es wird von der Schutzklausel des § 314 Abs. 3 HGB in analoger Anwendung Gebrauch gemacht, da nur zwei der Geschäftsführer (Christiane Ruff und Jan Richters) Bezüge des Mutterunternehmens beziehen.
Köln, den 23. Juni 2023 Martin Borowski Jan Richters Duncan Walker Lisa Perrin Konzernanlagenspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Passiva
Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 20211. Grundlagen des Konzerns Der ITV Studios Konzern in Deutschland besteht aus der ITV Studios Germany Holding GmbH (nachfolgend "ITV Studios Holding" genannt) als Mutterunternehmen und den Tochtergesellschaften:
An der Imago TV Film- und Fernsehproduktion GmbH hält die ITV Studios Germany Holding GmbH 90 % des Kapitals. An den anderen aufgeführten Gesellschaften hält die ITV Studios Germany Holding GmbH direkt oder indirekt jeweils 100 % des Kapitals. Der ITV Studios Konzern in Deutschland in seiner derzeitigen Form ist das Ergebnis des Erwerbs der ITV Fiction und der Verschmelzung der in 2021 durch das Mutterunternehmen erworbenen Talpa Germany Holding B. V. sowie deren Tochterunternehmen auf die im Geschäftsjahr 2021 von ITV Studios Holding erworbene Bildergarten Entertainment. Diese Verschmelzung und die in der Folge dadurch bewirkte Anwachsung der Bildergarten Entertainment GmbH & Co. KG, Berlin (vormals Talpa Germany GmbH & Co. KG, Berlin) auf die Bildergarten Entertainment wurden durch die Eintragung in das Handelsregister im Dezember 2021 rechtlich vollzogen. Die Vermögensgegenstände und Schulden der Bildergarten-Gruppe wurden im Rahmen der Erstkonsolidierung zum 3. Dezember 2021 erstmals in den Konzernabschluss des ITV Studios Konzerns übernommen. Die nachfolgend öfters erwähnte "Bildergarten-Gruppe" umfasst die Bildergarten Entertainment, die Infotainment, die Fiction GmbH sowie die auf die Bildergarten Entertainment GmbH verschmolzenen Talpa Germany Holding B. V. und Bildergarten Entertainment Verwaltungs GmbH. Zweigniederlassungen Der Hauptsitz der ITV Studios Holding und der ITV Studios Produktion befindet sich in der Agrippastraße 87-93 in 50676 Köln. Die Bildergarten Entertainment sowie die Infotainment haben ihren Sitz gemeinsam in der Genthiner Straße 5 in 10785 Berlin, wo ebenfalls die ITV Fiction ansässig ist. Zudem begründet die Bildergarten Entertainment eine Zweigniederlassung am Hohenzollernring 103 in 50672 Köln. Der Firmensitz der Windlight befindet sich in der Rumfordstraße 21a, 80469 München. Die Imago hat ihren Hauptsitz in der Keplerstraße 4-6 in 10589 Berlin. Des Weiteren hat die Imago einen Produktions- und Redaktionsstandort in der Turmstraße 76 in 10551 Berlin. Auch die ITV Studios Produktion unterhält ein weiteres Produktionsbüro in Berlin (10785), in der Genthiner Straße 5. Es besteht außerdem eine Zweigniederlassung der ITV Studios Produktion in der Schweiz, in der Schärenmoosstraße 105 in 8052 Zürich. Dieser Standort wurde eingerichtet, um den Anforderungen des Schweizer Radio und Fernsehens für die lokale Produktion von "Factual Entertainment Formaten" gerecht zu werden. Geschäftsmodell des Konzerns Kerngeschäft des ITV Studios-Konzerns in Deutschland sind Auftragsproduktionen verschiedener Genres für eine Vielzahl von deutschen privaten und öffentlich-rechtlichen TV-Sendern, Streamingdiensten sowie privatwirtschaftlichen Unternehmen. Hinzu kommen einige Produktionen für das deutschsprachige Ausland. Es werden sowohl Formate des Mutterkonzerns, Eigenentwicklungen sowie sogenannte Drittformate für den deutschsprachigen Fernsehmarkt produziert. Schwerpunkt bei den Genres ist der Entertainmentbereich mit einer Vielzahl von Reality-, Factual-, Show- und Quizformaten, aber auch einige fiktionale Formate konnte der ITV Studios-Konzern erfolgreich auf dem deutschen Markt platzieren. Steuerungssystem Durch Einbindung in das Steuerungssystem der Geschäftssparte "ITV Studios", dies gilt ebenso für die neu einbezogene Bildergarten-Gruppe, der ITV plc sollen sowohl Transparenz als auch die für den Gesamtkonzern relevanten Ziele erreicht werden. Ein Gesamtbild über die weltweiten Aktivitäten von ITV plc ergibt sich aus dem von ITV plc veröffentlichten Konzernabschluss, der unter dem im Konzernanhang genannten Register eingesehen werden kann. Wesentliche Größen zur Steuerung der Konzernesellschaften bilden die finanziellen und nicht finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz, Ergebnis vor Steuern, die produzierten Sendestunden und die Veränderung dieser Werte aufgrund von Zeiteffekten oder permanenten Varianzen, wie beispielsweise durch Neubeauftragungen. Die Analyse des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit hat nicht nur für den ITV Studios-Konzern in Deutschland, sondern auch für unser Mutterhaus an Bedeutung gewonnen. Forschung und Entwicklung Auch zukünftig stehen die Entwicklung neuer Formate sowie die Erhaltung langlaufender Produktionen für das Fernsehen im Fokus des Unternehmens. Durch die Nutzung des Formatangebots der ITV plc, von Drittanbietern sowie die Entwicklung eigener Formate und deren Produktion soll unsere Marktstellung in Deutschland gefestigt werden. 2. Wirtschaftsbericht Allgemeine Wirtschaftsentwicklung Die wirtschaftliche Entwicklung 2021 in Deutschland war von deutlichen Erholungstendenzen im Vergleich zum Vorjahr geprägt: Im Jahr 2021 stieg das Bruttoinlandsprodukt um 2,7 Prozent, nachdem es ein Jahr zuvor durch die Covid-Pandemie um 4,6 Prozent eingebrochen war. Nach einer Schätzung des Statistischen Bundesamtes erzielte beispielsweise der Einzelhandel in der Bundesrepublik einen neuen Rekordumsatz. Die Inflationsrate erhöhte sich zum Ende des Jahres noch einmal leicht auf 5,3 Prozent und stieg damit auf den höchsten Wert seit 1992. Die Jahresteuerungsrate belief sich insgesamt auf 3,1 Prozent und die Zahl der Unternehmensinsolvenzen blieb zwischen Januar und Oktober auf einem niedrigen Niveau und sank um 14 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Parallel dazu erholte sich auch die Weltwirtschaft nach einem schwierigen Sommer. Die Weltkonjunktur blieb aber von Lieferengpässen bei wichtigen Vorleistungsgütern und Rohstoffen und dem damit einhergehenden Preisdruck betroffen. Aus Deutschland wurden Waren im Wert von fast 1,4 Billionen Euro exportiert und Waren im Wert von 1,2 Billionen Euro importiert. Damit stiegen die Exporte gegenüber dem Vorjahr um 14,0 Prozent und die Importe um 17,1 Prozent. Die Außenhandelsbilanz schloss das Jahr 2021 mit einem Überschuss von 173,3 Milliarden Euro ab. Damit sank der deutsche Exportüberschuss im fünften Jahr in Folge. 2020 hatte der Saldo in der Außenhandelsbilanz noch 180,4 Milliarden Euro betragen. 1 Werbe- und TV-Markt Im Vergleich zu anderen Branchen konnten sich die Medien deutlich stabilisieren. Der Spitzenverband der in Deutschland ZAW kommt zu folgenden Ergebnissen: "Nach dem pandemiebedingten, deutlichen Rückgang im ersten Corona-Jahr 2020 stiegen die Nettoerlöse der Medien 2021 um 8,8 Prozent auf 25,9 Mrd. Euro. Damit konnte das Vorkrisenjahr 2019 nicht nur eingeholt, sondern leicht übertroffen werden. Neben der digitalen Werbung konnten vor allem TV/Bewegtbild, die Außenwerbung, die Zeitungen und das Kino deutliche Zuwächse erzielen, während sich die Printwerbung insgesamt mit einem leichten Plus stabilisierte." Während bei den weiteren Formen kommerzieller Kommunikation Sponsoring um deutliche 10 Prozent gestiegen sei, litten die Werbeartikel, Kataloge sowie weitere Werbedrucke weiter, teilweise deutlich. Von der wachsenden Online- und E-Commerce-Nutzung und den daraus resultierenden Budgetshifts in den digitalen Werbemarkt hat besonders die Online-Werbung profitiert, was sich bereits schon vorher abgezeichnet hatte: "Im Rezessionsjahr 2020 war sie stark gewachsen und mit diesem Wachstum der einzige Lichtblick unter den Werbeträgern." 2 Die Netto-Werbeerlöse bei den TV-Sendern beziffert der ZAW auf insgesamt 4.341 Millionen Euro, das ist ein Plus von 8,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr und nur knapp unter dem Ergebnis von 2019. Die privaten TV-Veranstalter kamen dabei auf 3.956, die ARD auf 209 sowie das ZDF auf 176 Millionen Euro. Die Netto-Werbeerlöse im Bereich Bewegtbild beliefen sich auf 5.487 Millionen Euro. Insgesamt blieb lineares TV das von der deutschen Bevölkerung am meisten genutzte Bewegtbildangebot, während Streamingdienste bei den Internetquellen vorne lagen. 3
1 https://www.bmwk.
de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/Wirtschaftliche-Lage/2022/20220114-die-
wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-januar-2022.html
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/02ZPD22_052_51.html
TV-Produzenten profitieren von Pandemie Durch die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen stieg 2021 die Nutzung audiovisueller Medien in Deutschland zum zweiten Mal in Folge und erreichte damit einen Rekordstand: Die ab 14-Jährigen in Deutschland verbrachten erstmals durchschnittlich 10 Stunden pro Tag mit dem Konsum audiovisueller Medien. Für 2020 liegen für das Bundesland Nordrhein-Westfalen konkrete Zahlen vor, die Tendenzen für das Jahr 2021 vermuten lassen. Demnach entstanden nahezu die Hälfte (46 Prozent) der 720.000 deutschlandweit produzierten Programmminuten im bevölkerungsreichsten Bundesland. Obwohl die Gesamtzahl an produzierten Minuten gegenüber dem Vorjahr gesunken ist, konnte NRW seinen Anteil steigern. Das ist insofern bemerkenswert, da hier vor allem Studioproduktionen (Entertainment und Show) realisiert wurden. 4 Ebenfalls bemerkenswert ist, dass diese Steigerung für das erste Corona-Jahr festgestellt wurde, in dem die Branche noch neue pandemiebedingte Produktionsbedingungen erproben und etablieren musste. Daher dürfte für das zweite Corona Jahr 2021 der Umfang vor allem an Studioproduktionen weiter gestiegen sein, da nun der Umgang mit coronabedingten Maßnahmen bereits besser trainiert war und bei solchen Produktionen Corona-Risiken leichter minimiert werden konnten. Geschäftsverlauf Zum 3. Dezember 2021 wurde die Bildergarten-Gruppe erstmalig in den ITV Studios Holding Konzern einbezogen. Daher lässt ein Gesamtvergleich zum Vorjahr nur bedingt Schlüsse auf den Geschäftsverlauf zu. Folglich betrachten wir die Geschäftsverläufe der ITV Studios-Gruppe und der Bildergarten-Gruppe zunächst getrennt voneinander. Des Weiteren führten Veränderungen im inhaltlich-redaktionellen Produktionsbereich als auch in der Struktur des Portfolios, nicht zuletzt durch den Merger, zu der Notwendigkeit, die Formatkategorien anzupassen. Wir betrachten fortfolgend die Bereiche "Reality", "Quiz+Show", "Factual", "Scripted" sowie "Music". Diese Reorganisation ergab sich auch als Folge der Etablierung neuer Führungsbereiche, die durch den Merger und der Veränderungen der Relevanz innerhalb der Bereiche aufkam. ITV Studios-Gruppe ohne Bildergarten-Gruppe Die Umsatzerlöse der ITV Studios Gruppe in Deutschland erhöhten sich im Geschäftsjahr 2021 um 16,6 Prozent und lagen folglich unterhalb der Prognose des Vorjahres, in der ein möglicher Anstieg von 20-25 Prozent in Aussicht gestellt wurde. Im Wesentlichen trugen Neubeauftragungen, aber auch Volumensteigerungen in den Bereichen "Reality", "Quiz+Show", "Factual" und "Scripted" zum Wachstum bei, welche jedoch etwas geringer ausfielen, als erwartet.
3 https://zaw.de/fernsehwerbung/
Das Umsatzvolumen und das der produzierten Sendestunden im Bereich "Reality" hat sich aufgrund der Produktion einer zweiten jährlichen Staffel von "Love Island" für RTL2, die Neubeauftragung von "Mein Date, mein bester Freund & Ich" für SAT.1 und "How Fake is your Love" für ProSieben erhöht. Weitaus geringer hingegen war der Umfang von "Ich bin ein Star, holt mich hier raus" für RTL, was auf die Produktion einer Studioshow in heimischen Gefilden anstatt einer umfangreicheren Sendung im australischen Dschungel und der Nichtbeauftragung der diversen Spin-offs des Vorjahres zurückzuführen war. Ein deutliches Interesse der Zuschauer und somit auch der beauftragenden Sender war an Quizformaten (Bereich "Quiz&Show") zu verzeichnen. Mit einem erhöhten Produktionsaufkommen und folglich höheren Umsätzen bei den Formaten "Buchstaben Battle" und "5 Gold Rings" für SAT.1, als auch bei "Gefragt - Gejagt" für die ARD, haben wir dem gezollt. Motor der positiven Umsatzentwicklung im Bereich "Factual" waren die große Anzahl von Produktionen und Neubeauftragungen der Imago für 12 verschiedene Fernsehsender, so etwa von "Mein Zuhause richtig schön - der Eva Brenner Plan" für das ZDF. Auf insgesamt geringerem Niveau konnten im Bereich "Scripted" moderate Umsatzzuwächse verzeichnet werden. Mit einem größeren Produktionsaufwand und dem hieraus resultierenden höheren Umsatz hat die Serie "Nix Festes" für ZDFneo einen umsatzschwächeren TV Movie des Vorjahres ersetzen können. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Anteil von Neubeauftragungen, die im Verhältnis zum Umsatz annähernd gleich hohe Aufwendungen für bezogene Leistungen auslösten. Aus diesem Grunde liegt das anteilige Ergebnis vor Steuern der ITV Studios Gruppe (ohne die Bildergarten-Gruppe) von lediglich 9,8 Prozent (bezogen auf den Umsatz) auf Vorjahresniveau. Die Bestände an zum Jahresende noch unfertigen Leistungen erhöhten sich um 93,7 Prozent, insbesondere dank "Reality" und "Scripted" Produktionen, die sich zum Ende des Jahres 2021 in Arbeit befanden und in 2022 erfolgswirksam realisiert wurden, so "Ich bin ein Star, holt mich hier raus", als Auslandsproduktion (wenngleich, da Australien aufgrund der dortigen Corona-Regelungen noch nicht wieder als Produktionsort zur Verfügung stand, ausnahmsweise in Südafrika) und "Ein Schritt zum Abgrund" für die ARD. Die anteilige Gesamtleistung (Umsatz zuzüglich Bestandsveränderung) konnte in Folge um 29,7 Prozent auf EUR 100,2 Mio. gesteigert werden. Die bezogenen Leistungen für Produktionen erhöhten sich um insgesamt 33,9 Prozent auf EUR 58,3 Mio. und liegen somit im Verhältnis zur Gesamtleistung etwas über dem Vorjahr. Der Personalaufwand hingegen, der um 29,7 Prozent auf EUR 30,9 Mio. anstieg, entwickelte sich proportional im Verhältnis zur Entwicklung der Gesamtleistung. Aufgrund der Anmietung weiterer Büroräume für die ITV Studios Produktion und der Holding am Hauptsitz der ITV Studios Gruppe und eines Umzugs innerhalb von Berlin sind die Raum-, Reparatur- und Instandhaltungskosten überproportional gestiegen. Weiterhin wirkten sich die hiermit einhergehenden Umbauten auf die verschiedenen betrieblichen Kosten aus, wie auch höhere Aufwendungen für Anwälte, die im Rahmen des Mergers tätig waren, und für Wirtschaftsprüfer. Das anteilige Ergebnis vor Steuern verharrte mit EUR 9,2 Mio. (Vorjahr: EUR 9,2 Mio.) auf Vorjahresniveau infolge der zum Umsatz überproportional gestiegenen sonstigen Aufwendungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit einschließlich der Kosten für bezogene Leistungen für Produktionen. Nach Abzug von Steuern und des auf Minderheiten entfallenden Ergebnisses verbleibt ein Konzerngewinn der ITV Studios-Gruppe von EUR 6,0 Mio. (Vorjahr: EUR 6,2 Mio.). Bildergarten-Gruppe Eine Auswahl aus den Genres "Music Formats", "Quiz+Show", und "Factual" brachte die Bildergarten-Gruppe mit ihrer Einbeziehung in den Konzern ab Dezember 2021 ein. Dazu zählen Formate wie "The Voice of Germany" für ProSieben und SAT.1, "Let's Love" für RTL2, "Ein Herz für Kinder" für das ZDF, und eine Anzahl von weiteren Produktionen. Gesamtkonzern ITV Studios Die erstmalig zum 3. Dezember 2021 in den Konzern einbezogene Bildergarten-Gruppe resultierte aus der Verschmelzung der Talpa Germany Holding B.V. mit der Bildergarten Entertainment GmbH als aufnehmende Gesellschaft. Diese Verschmelzung führte zu einem Verschmelzungsverlust von EUR 21,5 Mio. Im Rahmen der Kapitalkonsolidierung der Bildergarten-Gruppe führte dieser Verschmelzungsverlust zu einem entsprechend hohen aktivischen Unterschiedsbetrag, der im Konzern unmittelbar in voller Höhe abgeschrieben wurde, und damit maßgeblich den Konzernverlust vor Steuern von EUR 13,8 Mio. und nach Abzug dieser und des auf Minderheiten entfallenden Ergebnisses von EUR 16,8 Mio. hervorgerufen hat. Ohne die Berücksichtigung des Verschmelzungsverlusts ergibt sich ein positives Konzernergebnis vor Steuern von EUR 7,7 Mio. und nach Steuern sowie ein auf Minderheiten entfallendes Ergebnis von EUR 4,7 Mio. Zur Entwicklung im Einzelnen ITV Studios Gruppe ohne Bildergarten-Gruppe Im Geschäftsjahr 2021 hat sich das Volumen an produzierten Fernsehstunden von 795 auf 797 geringfügig erhöht und liegt damit auf Vorjahresniveau. Die Entwicklung lag unter der Prognose des Vorjahres, die von einer Erhöhung zwischen 3 und 10 Prozent ausging. Ursächlich für die stabile Entwicklung der produzierten Fernsehstunden sind höhere Ausstrahlungsvolumina in den Bereichen "Quiz+Show" und "Reality", die kürzere Sendezeiten im Bereich "Factual" ausgleichen konnten. Um 16 Prozent reduzierte sich der Produktionsumfang an Sendestunden bei den "Factual" Formaten, jedoch auf einem Stundenniveau von 49 % zur Gesamtstundenleistung. "Quiz+Show" gewannen 24 Prozent zu dem Stundenvolumen des Vorjahres hinzu, "Reality 14 Prozentpunkte. "Scripted" Produktionen konnten sich auf insgesamt sehr geringem Niveau verbessern und legten um 35 Prozent zu. 699 Stunden wurden aufgrund von Wiederbeauftragungen bestehender Formate produziert (im Vorjahr 685 Stunden), 98 Stunden entfielen auf Neubeauftragungen (im Vorjahr 110 Stunden). Erneut erhöhte sich im Bereich "Quiz+Show" die Anzahl der produzierten Sendestunden bei den wiederkehrenden Formaten, insbesondere durch die Fortführung von Neubeauftragungen aus dem Vorjahr. Das geringere Produktionsvolumen der "Factual"-Formate ließ hingegen auch die Sendestundenzahl an Neubeauftragungen in diesem Segment sinken. Formate aus dem englischen Mutterhaus, der ITV plc und ihrer Töchter, haben mit 515 Stunden den größten Anteil an den von uns produzierten Fernsehstunden. Das Volumen entspricht dem des Vorjahres. Eigene, selbst entwickelte Formate hatten mit 261 Stunden ebenfalls einen wesentlichen Anteil am Produktionsumfang (im Vorjahr 256 Stunden). Drittformate nehmen mit 21 produzierten Stunden eine untergeordnete Position ein (im Vorjahr 24 Stunden). "Quiz+Show" Formate Mit einem Volumen von zusammen 214 Stunden waren das "Buchstaben Battle" und "5 Gold Rings" die präsentesten Produktionen in diesem Genre und maßgeblich für die Zuwächse von insgesamt 24 %. "Das Quizduell" für den ARD, "Gefragt -Gejagt" und "Grill den Henssler" für VOX konnten sich zusammen nicht auf dem Niveau des Vorjahres halten. "Factual" Formate Nach wie vor zählen in diesem Segment die langlaufenden "Daytime"- oder auch "Access Primetime"-Formate, wie "Das perfekte Dinner" und "Mein Kind, Dein Kind" für VOX, zu den volumenstärksten. Auch internationale Produktionen, wie "Mini Beiz, dini Beiz" für das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) trugen, wenn auch im geringeren Umfang als im Vorjahr', zu dem Gesamtvolumen bei. Mit "Vier Hochzeiten und eine Traumreise" für VOX wurde ein langjährig produziertes Format neben weiteren Hochzeitsformaten nicht wiederbeauftragt, was zu dem um 16% reduzierten Stundenvolumen beitrug. "Reality" Formate Bedingt durch die Produktion zweier Staffeln von "Love Island" für RTL 2, aber auch den Beauftragungen von "How Fake is your Love?" für ProSieben und "Mein Date, mein bester Freund & Ich" für SAT.1, legte das Stundenvolumen in dieser Kategorie um 14 % zu. "Scripted/Drama" Produktionen Erneut wurden mit "Nix Festes" für das ZDF und "Die Tänzerin und der Gangster - Liebe auf Umwegen" für SAT.1 zwei Produktionen fertiggestellt, die im Vergleich zum Vorjahr ein um eine Stunde höheres Stundenvolumen aufweisen. Bildergarten-Gruppe Im Dezember 2021 wurden den Fernsehsendern 39 Stunden an produziertem Bildmaterial geliefert, 29 Stunden davon "Let's Love" für RTL2. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des ITV Studios Konzerns Auf Grund der Erstkonsolidierung der Bildergarten-Gruppe zum 3. Dezember 2021 sind die Angaben zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage im Geschäftsjahr 2021 nur eingeschränkt mit denen des Vorjahreskonzernabschlusses 2020 vergleichbar. Ertragslage Im Geschäftsjahr 2021 erzielte der ITV Studios Konzern in Deutschland ein negatives Ergebnis vor Steuern in Höhe von EUR -13,8 Mio. (Vorjahr: EUR 9,2 Mio.), was insbesondere auf die erstmalige Konsolidierung der Bildergarten-Gruppe zum 3. Dezember 2021 zurückzuführen ist, die das Konzernergebnis mit EUR 21,5 Mio. aufgrund des aus der Kapitalkonsolidierung resultierenden und sofort abgeschriebenen aktivischen Unterschiedsbetrages belastet hat. Der abgeschriebene Unterschiedsbetrag resultierte aus einem entsprechend hohen negativen Eigenkapital der Bildergarten Entertainment GmbH infolge des hohen Verlustes aus der Verschmelzung mit der Talpa Germany Holding BV zum 1. Januar 2021. Das Konzernergebnis reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 23,0 Mio. auf EUR - 16,8 Mio. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag liegen mit EUR 3,0 Mio. auf Vorjahresniveau. Der Konzernumsatz beläuft sich auf EUR 103,3 Mio. (Vorjahr: EUR 80,0 Mio.). Dies entspricht einem Umsatzzuwachs von 29,1 Prozent aufgrund der im Abschnitt Geschäftsverlauf dargestellten Entwicklungen bei den einzelnen Formaten sowie der erstmaligen Einbeziehung der Bildergarten-Gruppe. EUR 10,0 Mio. der Umsatzerlöse im Geschäftsjahr entfielen auf die zugegangenen Bildergartengesellschaften. Die Gesamtleistung nahm um 39,3 Prozent von EUR 77,3 Mio. auf EUR 107,7 Mio. zu. Die Bestände, die sich im Vorjahr um EUR 2,7 Mio. vermindert hatten, erhöhten sich im Jahr 2021 um EUR 4,4 Mio. Der Aufwand für die bezogenen Leistungen für Produktionen (Produktionsaufwand) erhöhte sich um 54,3 Prozent auf EUR 67,1 Mio. Ursächlich für diesen Anstieg sind nicht unmaßgeblich die Auswirkungen der Erstkonsolidierungen der Bildergarten-Gruppe mit EUR 8,9 Mio. im zurückliegenden Geschäftsjahr. Die Produktionsaufwandsquote in Höhe von 62,3 Prozent liegt über dem Niveau des Vorjahres von 56,3 %, was im Wesentlichen auf ein gegenüber dem Vorjahr verändertes Produktionsportfolio zurückzuführen ist. Der Personalaufwand stieg um 32,0 Prozent. EUR 0,5 Mio. des Anstiegs entfallen auf die im Geschäftsjahr zugegangene Bildergarten-Gruppe. Die Personalaufwandsquote sank hingegen im Vergleich zum Vorjahr geringfügig aufgrund des verminderten Personalbedarfs aufgrund des veränderten Produktionsportfolios. Es wurden vermehrt Fremdleistungen für die Produktionen zugekauft. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von EUR 2,0 Mio. auf EUR 3,5 Mio. gestiegen. Davon betreffen EUR 0,3 Mio. die Bildergarten-Gruppe. Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr (EUR 1,6 Mio.) auf EUR 2,7 Mio. Sie beinhalten neben den Auflösungen von Rückstellungen weitere periodenfremde Erträge, Versicherungsentschädigungen sowie Erträge aus der Kursbewertung von Fremdwährungen. Mit EUR 0,9 Mio. resultiert die Erhöhung aus der erstmaligen Einbeziehung der Bildergarten-Gruppe. Finanzlage Nachfolgend werden die in der Konzernkapitalflussrechnung dargestellten Cash-Flows aus der laufenden Geschäftstätigkeit, aus Investitionstätigkeit sowie aus Finanzierungstätigkeit analysiert. Insgesamt wurde ein Konzernjahresfehlbetrag einschließlich der Ergebnisanteile nicht beherrschender Anteile vor Minderheitenanteilen von EUR 16,8 Mio. realisiert (Vorjahr: Konzernjahresüberschuss von EUR 6,2 Mio.). Insbesondere der zahlungsunwirksam sofort abgeschriebene aktivische Unterschiedsbetrag resultierend aus der Erstkonsolidierung der Bildergarten-Gruppe in Höhe von EUR 21,5 Mio. beeinflusste den Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von insgesamt EUR 9,9 Mio. (Vorjahr: EUR 8,2 Mio.). Die Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr sind im Wesentlichen durch den um den zahlungsunwirksamen Zugang der Bildergarten-Gruppe, den bereinigten Rückgang der Rückstellungen um EUM 3,1 Mio., dem Anstieg der Verbindlichkeiten von EUR 17,4 Mio. sowie der um EUR 2,1 Mio. gestiegenen Ertragsteuerzahlungen begründet. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit war im Vergleich zum Vorjahr um EUR 7,1 Mio. rückläufig. Im Wesentlichen bedingt durch Auszahlungen im Rahmen der kurzfristigen Finanzmitteldisposition (Vorjahr: EUR 2,2 Mio.). Durch die positive Entwicklung des operativen Cash-Flows konnte im Vorjahr eine Gewinnausschüttung in Höhe von EUR 7,0 Mio. vorgenommen werden, was zu einem negativen Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit und zum Rückgang der Bank- und Kassenbestände (Finanzmittelbestand) am Ende der Vorjahresperiode um EUR 1,0 Mio. auf EUR 2,0 Mio. führte. Im Geschäftsjahr 2021 erfolgte keine Gewinnausschüttung an die Gesellschafterin. Das Finanzmanagement ist geprägt durch die Anlage von kurzfristig zur Verfügung stehenden Finanzmitteln und einer Cash-Flow Planung. Durch die kurzfristig abrufbaren Finanzmittel ist die Liquidität nach den Liquiditätsplanungen des Konzerns ausreichend sichergestellt. Bankfinanzierungen sind dadurch nicht erforderlich. Durch die stabile Liquiditätssituation war der Konzern in der Lage alle seine Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Vermögenslage Die Aktiva stiegen um EUR 37,7 Mio. auf EUR 62,5 Mio. Wesentliche Anstiege infolge der Erstkonsolidierung der Bildergarten-Gruppe sind in den Posten Vorräte (EUR 5,8 Mio.), Forderungen gegen verbundene Unternehmen (EUR 4,7 Mio.) sowie der latenten Steuern (EUR 5,5 Mio.) zu verzeichnen. Die immateriellen Vermögensgegenstände stiegen leicht von EUR 0,015 Mio. im Vorjahr auf EUR 0,08 Mio. Davon entfielen EUR 0,1 Mio. auf die Bildergarten-Gruppe. Das Sachanlagevermögen stieg von EUR 0,7 Mio. im Vorjahr auf EUR 1,3 Mio., was unter anderem auf den Zugang durch die Bildergarten-Gruppe in Höhe von EUR 0,5 Mio. zurückzuführen ist. Des Weiteren wurden Investitionen von EUR 0,6 Mio. im Geschäftsjahr getätigt. Diese Investitionen des Geschäftsjahres betrafen Investitionen in Betriebs- und Geschäftsausstattung. Das Umlaufvermögen beträgt zum 31.Dezember 2021 EUR 51,5 Mio. (Vorjahr: EUR 23,8 Mio.). Hiervon entfallen EUR 15,3 Mio. auf die zugegangene Bildergarten-Gruppe. Die Vorräte sind im Berichtszeitraum auf EUR 19,9 Mio. gestiegen (Vorjahr: EUR 7,3 Mio.). Der Anstieg ist im Wesentlichen durch den Zugang der Bildergarten-Gruppe in Höhe von EUR 5,8 Mio. sowie den höheren Bestandswert an noch nicht abgeschlossenen Produktionen begründet. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind auf EUR 5,9 Mio. angestiegen (Vorjahr: EUR 3,9 Mio.). Die Zunahme ist in Höhe von EUR 3,5 Mio. auf den Zugang der Bildergarten-Gruppe zurückzuführen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen steigen von EUR 9,8 Mio. auf EUR 19,5 Mio., was im Wesentlichen durch den Zugang der Bildergarten-Gruppe in Höhe von EUR 5,2 Mio. sowie der kurzfristigen Forderungen aus einem Rahmenkreditvertrag mit der ITV plc in Höhe von EUR 4,2 Mio. begründet ist. Der Anstieg der sonstigen Vermögensgegenstände von EUR 0,9 Mio. auf EUR 1,2 Mio. ist ebenfalls im Wesentlichen auf die erstmals konsolidierte Bildergarten-Gruppe in Höhe von EUR 0,3 Mio. zurückzuführen. Die Kassen- und Bankbestände in Höhe von EUR 5,1 Mio. (Vorjahr: EUR 2,0 Mio.) sind um EUR 3,1 Mio. angestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf konsolidierungskreisbedingte Veränderungen des Finanzmittelfonds durch den Zugang der Bildergartengesellschaften in Höhe von EUR 2,7 Mio. zurückzuführen. Es besteht ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von EUR 3,5 Mio. Dieser ist im Wesentlichen durch die Abschreibung des im Rahmen der Erstkonsolidierung der Bildergarten Entertainment GmbH entstandenen aktivischen Unterschiedsbetrages aus der Kapitalkonsolidierung begründet. Die Passivseite der Bilanz setzt sich aus Eigenkapital von EUR 0 Mio. (Vorjahr: EUR 13,4 Mio.) und Schulden von EUR 62,5 Mio. (Vorjahr: EUR 11,4 Mio.) zusammen. Die Rückstellungen von EUR 7,4 Mio. (Vorjahr: EUR 7,5 Mio.) sind auf einem vergleichbaren Niveau des Vorjahres. Im Geschäftsjahr entfallen hiervon jedoch EUR 3,4 Mio. auf die zugegangene Bildergarten-Gruppe, so dass es bei der Konzernstruktur des Vorjahres einen Rückgang der Steuerrückstellungen von EUR 1,8 Mio. sowie einen Rückgang der sonstigen Rückstellungen von EUR 1,7 Mio. im Geschäftsjahr zu verzeichnen gibt. Die Entwicklung ist im Wesentlichen auf niedrigere zu erwartende Steuerverpflichtungen sowie geringere ausstehende Rechnungen zurückzuführen. Innerhalb der Verbindlichkeiten stellen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 37,7 Mio. (Vorjahr: EUR 0,3 Mio.) sowie die erhaltenen Anzahlungen mit EUR 14,1 Mio. (Vorjahr: EUR 3,0 Mio.) den wesentlichen Teil der Verbindlichkeiten dar. Im Geschäftsjahr entfallen EUR 37,4 Mio. auf die zugegangene Bildergarten-Gruppe. Die unfertigen Produktionen sind zu 72,3 Prozent (Vorjahr 41,9 Prozent) durch erhaltene Anzahlungen gedeckt. Die Zunahme resultiert durch eine Verschiebung zu einem gestiegenen Volumen an vorfinanzierten Projekten im Portfolio. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich von EUR 0,3 Mio. auf EUR 2,5 Mio. angestiegen, was im Wesentlichen durch den Zugang der Bildergarten-Gruppe in Höhe von EUR 2,3 Mio. begründet ist. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind im Geschäftsjahr wesentlich auf EUR 37,7 Mio. angestiegen (Vorjahr: EUR 0,3 Mio.). Der Anstieg ist auf die Übernahme von kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bei der zugegangenen Bildergarten-Gruppe in Höhe von EUR 37,5 Mio. zurückzuführen. Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 0,8 Mio. (Vorjahr: EUR 0,4 Mio.) erhöhten sich aufgrund des Zugangs der Bildergarten-Gruppe um EUR 0,1 Mio. Hierin sind im Wesentlichen Umsatzsteuerverbindlichkeiten sowie Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer enthalten. Gesamtaussage zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage: Insgesamt wurde die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gruppe im Geschäftsjahr 2021 maßgeblich durch die Integration der Geschäftsbetriebe der zum 3. Dezember 2021 erstmalig in den Konzernabschluss einbezogenen Bildergarten-Gruppe geprägt. Neubeauftragungen, aber auch Volumensteigerungen in den Bereichen "Reality", "Quiz+Show" und "Scripted", konnten das geringere Produktionsvolumen im Bereich "Factual" mehr als ausgleichen und führten zu einem deutlichen Wachstum des Umsatzes und zu einer leichten Steigerung bei den Sendestunden. Hinzu addieren sich die Formate der Bildergarten-Gruppe, die im Dezember erfolgswirksam fertiggestellt werden konnten. In Anbetracht der im Jahr 2021 immer noch durch die Pandemie erschwerten Produktionsbedingungen sind ein um 29,1 Prozent (16,6 Prozent ohne den Umsatz der Bildergarten-Gruppe im Dezember 2021) gestiegener Umsatz und ein um 5,2 Prozent erweitertes Volumen an produzierten Sendestunden (0,3 Prozent ohne die gelieferten Sendestunden der Bildergarten-Gruppe im Dezember) als eine hervorragende Leistung zu betrachten. Kernaufgaben des Jahres 2022 waren, die Bildergartengesellschaften für das ganze Geschäftsjahr in den Konzern zu integrieren und die Voraussetzungen für das Verschmelzen der Imago in die ITV Studios Produktion im Jahr 2023 zu schaffen. Des Weiteren ist eine große Anzahl an Wiederbeauftragungen unserer Formate zu sichern und für Fernsehsendungen Ersatz zu schaffen, die nicht mehr bestellt werden, insbesondere in den Bereichen "Quiz+Show" und "Factual". Geplant ist eine größere Zahl an Produktionen im Bereich "Scripted" und ein umfangreicheres Volumen der Produktionen rund um das Format "Ich bin ein Star - holt mich hier raus", welches wieder im Ausland produziert werden wird. Ergänzend kommen im "Reality" Genre weitere neue Formate für Fernsehsender als auch Streamingdienste hinzu. Auch bei der Bildergarten-Gruppe planen wir wieder mit einem großen Anteil von langlaufenden Produktionen, überwiegend im Bereich "Music", aber auch bei den "Show" und "Factual" Formaten. Zum Jahresende 2021 befand sich bereits ein erheblicher Teil der geplanten neuen Formate in Produktion. Durch intensive Entwicklungstätigkeiten und den konsequenten Neuerwerb von internationalen Produktionsunternehmen seitens der ITV plc und folglich den Zugriff des ITV Studios Konzerns in Deutschland auf den erweiterten Formatkatalog des Mutterhauses, besteht die Möglichkeit, weitere attraktive Neuformate an die Fernsehsender zu veräußern und somit das Produktionsvolumen zu erhöhen. Durch ein teilweises Zusammenführen von Verwaltungsbereichen und Büros, die Etablierung eines Teams in der ITV Studios Holding, sowie Kooperationen in der Produktionsorganisation der konzerneigenen Gesellschaften in Deutschland, sollen unter der Federführung der ITV Studios Holding Synergien geschaffen werden. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Die nachfolgend beschriebenen Risiken und Chancen werden als Nettorisiken beschrieben und haben Auswirkungen auf die finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren, die als niedrig, mittel oder hoch eingestuft werden können. Sie sind in der Reihenfolge ihrer Bedeutung für den Konzern aufgeführt, beginnend mit den bedeutsamsten Risiken bzw. Chancen. Risiken der künftigen Entwicklung Allgemein Die ITV Studios Konzerngesellschaften in Deutschland sind in das Risiko-Management der ITV plc integriert und berichten regelmäßig in standardisierter Form über die Risikolage. Eine Risikoberichterstattung erfolgte im "ITV plc Annual Report and Accounts for the year ended 31 December 2020". Es werden regelmäßig interne Reviews durchgeführt und kontinuierlich an einer Reduzierung von operativen Risiken gearbeitet. Es bestehen folgende wesentliche Risikobereiche: Personal Immer schwieriger wird es, hochqualifiziertes Personal zu finden und im Unternehmen zu halten. Dem wirkt ITV mit Maßnahmen zur Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit entgegen. Weiterhin ist als Risiko zu nennen, dass langjährige Mitarbeiter einen neuen Wirkungskreis suchen und dann Projekte sowie Kontakte mitnehmen. Das Risiko kann in diesem Bereich als hoch eingestuft werden und kann zu Kostensteigerungen im Personalbereich führen oder zu Umsatzminderungen bei Projektverlusten. Allgemeine konjunkturelle Risiken Die konjunkturelle Entwicklung der Weltmärkte und in Deutschland hat Einfluss auf die Höhe der Werbeausgaben der Unternehmen. Wie bereits in Vorjahren zu beobachten, könnten Unternehmen gezwungen sein, ihre Werbeausgaben zu senken, was wiederum die Ertragskraft der Sender mindern würde. Folgen würde weiterer Preisdruck auf die zu produzierenden Formate und damit ein negativer Einfluss auf die Entwicklung der Ertrags- und Finanzlage bei den Produzenten. Das Risiko wird vor dem Hintergrund der aktuellen Wirtschaftsprognosen für kommende Geschäftsjahre als mittel eingeschätzt. Formatschutz Ein stetiges Risiko ist die steigende Anzahl von Formatkopien oder Formaten, die in Anlehnung an unsere Erfolgssendungen entwickelt werden. Diese Formate könnten attraktive Sendeplätze einnehmen, die dann für andere Formate blockiert sind. Risikominimierungsmaßnahmen sind in diesem Bereich kaum möglich. Das Risiko, das ebenfalls Einfluss auf die Ertrags- und Finanzlage des Konzerns hat, wird von uns auf der Basis von Erfahrungen aus Vorjahren als mittleres Risiko beurteilt. Andererseits wirkt auch hier unsere kontinuierliche Entwicklungstätigkeit an bestehenden und neuen Formaten dem Risiko entgegen. Produktionszyklus Formate, die über einen längeren Zeitraum im Fernsehen zu sehen sind, bleiben für den Zuschauer nur dann attraktiv, wenn man diese ständig weiterentwickelt. Zu viele Wiederholungen in den Früh-/Spätstunden und am Wochenende können zu einer Sättigung des Zuschauers führen und nehmen gleichzeitig den Sendeplatz für neue Formate weg. Ausgeschlossen ist es nicht, dass von den deutschen ITV Studios Konzerngesellschaften produzierten Fernsehsendungen in den nächsten Jahren am Ende ihres Produktlebenszyklus ankommen und daher nicht oder nicht mehr im gleichen Umfang beauftragt werden. Dies kann sich negativ auf die Ertragslage auswirken. Zurzeit ist hier ein mittleres Risiko zu sehen. Um die dann freigewordenen Sendeplätze neu zu besetzen bzw. Zuschauer- und Umsatzanteile stabil zu halten, bedarf es der stetigen Entwicklung von Nachfolgeprodukten und der Fortentwicklung der bestehenden Formate. Sender Die steigende Anzahl von Eigenformaten der Sender und Einsparungen bei den Budgets der Auftragsproduktionen wird das Marktvolumen für unabhängige Produzenten voraussichtlich weiter einschränken und könnte Einfluss auf die Preisentwicklung haben. Auch aus diesem Risiko könnte sich negativer Einfluss auf die Entwicklung der Ertrags- und Finanzlage ergeben. Durch unsere kontinuierliche Entwicklung attraktiver Formate kann das Risiko minimiert werden. Das Risiko wird von uns als mittel klassifiziert. Marktrisiken Zu den Marktrisiken gehören die Risiken aus Wechselkursschwankungen, insbesondere derer, die sich aus dem Wechselkursverhältnis des Euro gegenüber dem Australischen Dollar, dem südafrikanischen Rand und dem Schweizer Franken ergeben. Durch die Muttergesellschaft festgelegte Verfahren zur Anwendung von Finanzmitteln führen zwar zu einer Planungssicherheit bei beauftragten Produktionen, können aber eine Volatilität der Performance bei Folgebeauftragungen nicht verhindern. Dieses Risiko kann als mittel bis gering eingestuft werden. Liquiditätsrisiken Im Rahmen einer Darlehensvereinbarung werden der ITV plc freie Barmittel zur Verfügung gestellt, welche kurzfristig wieder abgerufen werden können. Ein Risiko besteht grundsätzlich darin, diese nicht in dem fixierten Zeitraum zurückzuerhalten und dann eigene Verpflichtungen nicht decken zu können. Da jedoch noch hinreichend Reserven vorgehalten werden, hiermit auch mögliche Zahlungsverzüge von Kunden abgedeckt werden können und wir uns im ständigen Abgleich mit der Treasury-Abteilung in UK befinden, wird das Risiko für die Finanzlage von uns als gering klassifiziert. Kreditrisiken Die ITV Studios Konzerngesellschaften in Deutschland finanzieren sich nicht außerhalb des Konzerns und unterliegen somit keinen wesentlichen Kreditrisiken. Es erfolgen keine kurzfristigen Kreditfinanzierungen und folglich sind wir auch nicht mit Zinsrisiken konfrontiert. Abschließend ist nochmals anzumerken, dass wir aufgrund der Konzernzugehörigkeit zur börsennotierten ITV plc in deren Risikomanagementsystem integriert sind. Es bestehen lediglich branchenübliche Risiken und keine Anhaltspunkte für bestandsgefährdende Risiken. Gesamtaussage zur Risikolage Aus heutiger Sicht sind der Geschäftsführung der ITV Studios Holding GmbH keine Risiken bekannt, die einzeln oder in Wechselwirkung mit anderen Risiken zu einer dauerhaften und bestandsgefährdenden Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der ITV Studios Konzerngesellschaften in Deutschland führen könnten. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Währungsrisiken im Rahmen von Auftragsproduktionen, die im Ausland oder für das Ausland produziert werden, werden bei Bedarf über Sicherungsgeschäfte (Hedging) durch die Muttergesellschaft gedeckt. Damit sind die Risiken in diesem Bereich ebenfalls als gering einzustufen. Dem Zahlungsausfallrisiko von Forderungen wird durch vertraglich festgelegte Zahlungskonditionen und ein Debitorenmanagement (Mahnwesen) begegnet. Auch in diesem Bereich ist das Risiko als gering einzustufen. Chancen für unsere künftige Entwicklung Die Bindung eines festen Mitarbeiterstammes sowie Impulse von neuen Kollegen in den ITV Studios Konzerngesellschaften führen zu großem Einsatz und frischer Kreativität. Beides sind Faktoren, die für die Produktion einer Fernsehsendung und der Entwicklung neuer Formate unerlässlich sind und daher als hohe Chance eingestuft werden können. Dies kann sich im Endeffekt sehr positiv auf unsere Leistungsindikatoren und damit insgesamt positiv auf die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken. Neben der Neuentwicklung langlaufender Produktionen gelingt es unserer firmeneigenen Castingabteilung außerdem immer wieder, besondere Menschen zu finden, die vor der Kamera unterhaltsam agieren und den Zuschauer ansprechen. Zuschaueranteile zu gewinnen ist für die Kundenbindung und damit für die Ertragslage ein wichtiger Erfolgsfaktor und wird in der Eintrittswahrscheinlichkeit als mittlere Chance bewertet. Daher versuchen wir weiterhin besondere Talente zu finden, zu binden und zu fördern. Die adaptierten erfolgreichen Formate unseres Mutterhauses, Formate von Drittanbietern und auch diverse Eigenentwicklungen werden auch in den kommenden Jahren für eine Vielzahl von Kunden von Interesse sein. Hauptaugenmerk liegt im deutschen Fernsehgebiet, jedoch bieten Länder wie die Schweiz und Österreich neue, wenn auch nur geringe bis mittlere Chancen in einem weiteren Wirkungskreis. Um die vielfältigen Wünsche und Budgetvorstellungen unserer Konzernobergesellschaft in Großbritannien abdecken zu können, werden wir unsere Angebotspalette kontinuierlich ausbauen. Immer wieder sollen Trends gesetzt werden, die zum Ausbau unseres Programmportfolios beitragen. Prognosebericht Im Geschäftsjahr 2022 wurde die deutsche Wirtschaft von verschiedenen Faktoren beeinflusst, die das Wachstum verlangsamten. Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg um 1,9 Prozent, verglichen mit 2,7 Prozent im Jahr 2021. Die Verlangsamung des Wachstums war auf Faktoren wie den Krieg in der Ukraine, hohe Inflationsraten, anhaltende Corona-Einschränkungen und gestörte Lieferketten zurückzuführen. Renommierte Wirtschaftsforschungsinstitute haben im Rahmen ihrer Gemeinschaftsdiagnose im April 2023 ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum im Jahr 2023 auf 0,3 Prozent erhöht, während sie im Herbst 2022 noch einen Rückgang von 0,4 Prozent erwartet hatten. Der Konjunkturrückgang im Winterhalbjahr 2022/2023 scheint hier weniger gravierend ausgefallen zu sein als ursprünglich befürchtet, was auf einen geringeren Rückgang der Kaufkraft aufgrund sinkender Energiepreise zurückzuführen ist. Die hohe Inflation und steigende Energiepreise belasteten die Kaufkraft der privaten Haushalte in Deutschland und dämpften den privaten Konsum. Die Inflationsrate werde nur langsam von 6,9 % in 2022 auf 6,0 Prozent in 2023 zurückgehen. Staatliche Entlastungsmaßnahmen und voraussichtlich hohe Lohnsteigerungen stärken die inländische Nachfrage und halten den Inflationsdruck hoch. Der deutsche Arbeitsmarkt zeigte sich 2022 insgesamt stabil, wobei die Arbeitslosenquote im Jahresdurchschnitt um 0,4 Prozentpunkte auf 5,3 Prozent sank. Ab der Jahresmitte 2022 führte die Erfassung ukrainischer Geflüchteter jedoch zu einem Anstieg im weiteren Jahresverlauf. Die Beschäftigungszahlen sollen weiterwachsen, von 45,6 Millionen im Jahr 2022 auf 45,9 Millionen im Jahr 2023. Die Arbeitslosenzahlen werden nach der gemeinsamen Prognose 2023 vorübergehend von 2,42 auf 2,48 Millionen ansteigen, da ukrainische Flüchtlinge nicht sofort in den Arbeitsmarkt integriert werden können. Im Bereich der Werbung verzeichneten die von Nielsen ausgewerteten deutschen Werbeträger im Jahr 2022 Brutto-Umsätze von 36,71 Milliarden Euro, was einem Rückgang von 3,4 Prozent gegenüber den 38,02 Milliarden Euro des Vorjahres entspricht. Fernsehsender beanspruchten mit 17,16 Milliarden Euro den größten Anteil des Werbekuchens (46,7 Prozent), lagen jedoch 5,5 Prozent unter dem Vorjahres-Vergleichswert. Zeitungen verzeichneten einen Rückgang von 4,5 Prozent und Online-Vermarkter einen Rückgang von 3,9 Prozent. Die europäischen TV-Werbemärkte entwickelten sich im Jahr 2022 uneinheitlich, wobei Deutschland eine stark rückläufige Entwicklung verzeichnete. Im Gegensatz dazu erlebten die Streaming-Märkte in Deutschland ein starkes Wachstum. Frühe Entwicklungen in 2023 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum lassen erwarten, dass sich in 2023 keine Erholung der angespannten Gesamtmarktsituation einstellen wird. Unter Berücksichtigung des aktuellen Entwicklungsstands, der laufenden Fernsehproduktionsaufträge und der vollständigen 12-monatigen Umsatzerfassung der zum Konzern zugegangenen Bildergarten-Gesellschaften prognostizieren wir für 2022 eine beträchtliche Umsatzsteigerung im mittleren zweistelligen Prozentbereich. Für 2023 erwarten wir, unter Annahme des Ausbleibens von Sondereffekten, wie des Zugangs von weiteren Unternehmen, ein moderates Wachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Bezüglich des Ergebnisses vor Steuern rechnen wir für 2022 mit einem signifikanten Anstieg auf einen Betrag im mittleren siebenstelligen Bereich. Für 2023 prognostizieren wir ein moderat positives Wachstum des Ergebnisses vor Steuern im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Aufgrund der hohen Sendedauer der an Volumen abnehmenden "Quiz+Show" sowie "Factual" Formate, erwarten wir einen Rückgang der produzierten Sendestunden in der Höhe von ca. 10 bis 15 Prozent. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit wird sich in 2022 voraussichtlich aufgrund der Ergebnisentwicklung ebenfalls moderat positiv entwickeln.
Köln, 23. Juni 2023 Martin Borowski Jan Richters Lisa Perrin Duncan Walker BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die ITV Studios Germany Holding GmbH, Köln Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der ITV Studios Germany Holding GmbH, Köln, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der ITV Studios Germany Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 28. Juni 2023 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Hans-Peter Kreibich, Wirtschaftsprüfer ppa. Markus Flender, Wirtschaftsprüfer |
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