Utopia Fulfillment GmbH
Selbe AdresseErbringung von Logistikdienstleistungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Axelle Emiel Marguerite Thierry Nyst seit 5.1.2026 | Geschäftsführer |
Philip Eduard Y. Maes seit 11.10.2021 | Geschäftsführer |
Jan Coerts seit 11.10.2021 | Geschäftsführer |
Dirk Vogt seit 11.10.2021 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Pittsburgh Corning Europe NV | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Deutsche Foamglas GmbHHildenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Inhaltsverzeichnis Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 1. Bilanz zum 31. Dezember 2023 2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 3. Anhang für das Geschäftsjahr 2023 Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2023 BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231 Grundlagen des Unternehmens 1.1 Geschäftsmodell Die Deutsche FOAMGLAS ® GmbH ist eine 100%ige Tochter der Pittsburgh Corning Europe NV, Tessenderlo, Belgien, die zur Owens Corning Gruppe gehört. Owens Corning Corporation, USA (NYSE: OC), entwickelt, produziert und vermarktet Dämmstoffe, Bedachungen und Glasfaserverbundwerkstoffe. Pittsburgh Corning, die seit 2017 zur Owens Corning Gruppe gehört, ist der weltweit führende Hersteller von Schaumglasdämmstoffen und vertreibt seine nachhaltigen und leistungsstarken Produkte unter dem Markennamen FOAMGLAS ®. Als reine Handelsgesellschaft vertreibt die Deutsche FOAMGLAS ® GmbH den in den Produktionsstätten des Konzerns in Tessenderlo, Belgien, und Klasterec, Tschechien, hergestellten Dämmstoff FOAMGLAS ® auf dem deutschen Markt. Das Sortiment wird ergänzt um Zubehör für die Verarbeitung des Dämmstoffes. Sitz der Gesellschaft ist Hilden. Durch die stabile Produktion in den Werken in Tessenderlo und Klasterec kann für den Vertrieb in Deutschland jederzeit ausreichend Waren bereitgestellt werden. FOAMGLAS ® ist die weltweit führende Marke für Wärmedämmung aus Schaumglas. Es ist ein hochleistungsfähiger, zuverlässiger, langlebiger und umweltfreundlicher Dämmstoff, der für die gesamte Gebäudehülle inkl. Innendämmung geeignet ist. Dank seiner hervorragenden Eigenschaften wird FOAMGLAS ® in allen Gebäudegrößen eingesetzt, vom Einfamilienhaus bis zum Hochhaus. Die Gebäudearten umfassen Schwimmbäder, Museen, Flughäfen, Wohnungsbau einschließlich Sozialwohnungen, Rechenzentren, Bürogebäude ebenso wie Schulen, Krankenhäuser, Parkhäuser, Kellereien und Industrieanlagen. Die Deutsche FOAMGLAS ® GmbH setzt sich zusammen aus Fachleuten, die im Wissen um die Einzigartigkeit der Produkte hoch motiviert und engagiert für ihre Kunden tätig sind. Dabei werden Ingenieure und Architekten besonders intensiv betreut, weil diese sich schon in der Planungsphase mit der Wahl der geeigneten Produkte auseinandersetzen. Die Deutsche FOAMGLAS ® GmbH hat sich auf dem deutschen Markt als einer der führenden Anbieter von Wärmedämmsystemen etablieren können. 1.2 Ziele und Strategien Der Vertrieb der Gesellschaft ist in zwei Tätigkeitsbereiche gegliedert, zum einen der Verkauf im Bereich der Hochbauanwendungen und zum anderen im Bereich der Industrie-Anwendungen. Ziel des Unternehmens ist vorrangig die Kundenzufriedenheit. Mittels eines deutschlandweiten Netzes technisch auf dem neuesten Stand geschulter Außendienstmitarbeiter wird eine gezielte Marktbearbeitung des in den letzten Jahren zunehmend enger werdenden Dämmstoffmarktes und dadurch die Stabilisierung des erreichten eigenen Marktanteils sichergestellt. Durch die Fokussierung auf die Entwicklung neuer Anwendungen und die Erschließung neuer Einsatzmöglichkeiten sowie die Verbesserung des Produktes soll versucht werden, ein moderates Wachstum zu generieren. Die Gesellschaft verfügt im Vertrieb über einen Stamm Mitarbeiter mit der dazu notwendigen ingenieurtechnischen Ausbildung, so dass die Kunden des Unternehmens jederzeit kompetent beraten und zeitnah beliefert werden können. Die Beratung der Kunden durch ingenieurtechnische Informationen in Bezug auf die Einsatzgebiete des Materials FOAMGLAS ® sowie die Anleitung zur Verarbeitung des Materials gehören zur Verkaufsstrategie der Gesellschaft. 1.3 Forschung & Entwicklung Die Deutsche FOAMGLAS ® GmbH ist im Zusammenhang mit Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in die Gesamtstruktur des Konzerns Pittsburgh Corning Europe NV eingebunden. Im Rahmen von Projektgruppen beteiligt sich die Gesellschaft an der Entwicklung neuer Anwendungen für das Produkt FOAMGLAS ® und an Maßnahmen zur Verbesserung der Stabilität der Produktion und der Qualität der Produkte. Die Kosten für die Forschung und Entwicklung werden dabei im Wesentlichen von der Konzernmutter getragen. Im Unternehmen selbst gibt es insofern kein eigenständiges Personal bzw. angefallene Aufwendungen. 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft entwickelte sich im Kalenderjahr 2023 mit einem Wachstum von 3,1 Prozent etwas besser als noch vor einem Jahr prognostiziert. Historisch betrachtet war das Jahr 2023 jedoch - die Rezessionsjahre ausgenommen - eines der wachstumsschwächsten der letzten drei Jahrzehnte. Nur im Jahr 2019 war der Zuwachs mit +2,8 Prozent geringer. In den USA (+2,5 Prozent) sowie in mehreren großen Schwellen- und Entwicklungsländern fiel das Bruttoinlandsprodukt 2023 höher aus als zunächst erwartet. Im Falle der USA trug die Dynamik des Konsums entscheidend dazu bei. Im Euro-Raum hingegen verhielten sich die Verbraucher angesichts hoher Inflationsraten und Energiekosten weiterhin zurückhaltend. Zudem litten der private Konsum und die Unternehmensinvestitionen unter den deutlich gestiegenen Finanzierungskosten. Das Wachstum im Euro-Raum war zusammen mit dem im Vereinigten Königreich mit jeweils +0,5 Prozent das schwächste unter den großen entwickelten Volkswirtschaften. Die direkten und indirekten negativen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sind in Europa nach wie vor am deutlichsten zu spüren. Während sich das Wachstumstempo in den entwickelten Volkswirtschaften - mit Ausnahme der USA - im abgelaufenen Berichtsjahr gegenüber 2022 deutlich verlangsamte, konnte die Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer ihre Dynamik mit +4,1 Prozent beibehalten. Überraschend robust zeigte sich die russische Wirtschaft trotz der Sanktionen (+3 Prozent). In China belasteten der Immobiliensektor, geopolitische Verstimmungen mit den USA und der EU sowie schwache Industrieinvestitionen die konjunkturelle Erholung. Das gesamtwirtschaftliche Wachstum lag für Asien (China und Indien) laut Internationalem Währungsfonds (IWF) bei +5,2 Prozent. Die pandemiebedingten Störungen der Wertschöpfungsketten nahmen im Verlauf des Jahres 2023 sukzessive ab. Die Nationalbanken hielten weitgehend an ihrer restriktiven Geldpolitik fest, wodurch sich die Kreditkosten in mehreren Ländern im Laufe des Berichtsjahres weiter erhöhten. Die Inflationsraten gingen im Jahresverlauf in den meisten Ländern zwar zurück, lagen aber zumeist noch deutlich über dem Zielniveau. Die globale Inflationsrate lag bei geschätzt +6,8 Prozent. Der globaleWarenhandel wuchs im Gesamtjahr 2023 nur um geschätzte +0,4 Prozent. Und auch die Industrieproduktion entwickelte sich 2023 mit real +0,8 Prozent sehr schwach. In den entwickelten Volkswirtschaften ging sie um -1,3 Prozent zurück. Nur in den USA konnte ein Rückgang der Industrieproduktion vermieden werden. Die Schwellen- und Entwicklungsländer erreichten dagegen einen Zuwachs von +2,7 Prozent, wobei China (+4,1 Prozent) und die osteuropäischen Länder einschließlich der GUS (+3,4 Prozent) überdurchschnittlich zulegten. 1 In Deutschland lag das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Zudem dämpften die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstigere Finanzierungsbedingungen aufgrund der gestiegenen Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 Prozent zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 Prozent des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 Prozent). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders negativ auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten so die Wirtschaft im vergangenen Jahr. Der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,7 Prozent). Das lag vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - wurde dagegen preisbereinigt deutlich mehr investiert als im Jahr 2022 (+3,0 Prozent). Dazu trug vor allem der Anstieg der gewerblichen Pkw-Neuzulassungen bei, der durch den bis August 2023 geltenden Umweltbonus für Elektroautos im Firmenwagenbereich verstärkt wurde. Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,0 Prozent) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -1,8 Prozent). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte. Im Baugewerbe machte sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel vor allem die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war insbesondere der Hochbau betroffen. Dagegen konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt erreichte das Baugewerbe preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2% Prozent. Die Bauinvestitionen jedoch sanken aufgrund der hohen Bauzinsen und -kosten preisbereinigt im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 Prozent, was vor allem den Wohnungsbau bremste. 2 Bezogen auf das die Gesellschaft interessierende Bauhauptgewerbe geht der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) für das Jahr 2023 von einem realen Umsatzrückgang von 5,2 % aus. 3 Trotz vorgenannter (negativer) Konjunkturdaten aus dem Baugewerbe bzw. Bauhauptgewerbe und einem immer enger werdenden Marktumfeld, insbesondere durch den Markteintritt neuer Wettbewerber, konnte die Deutsche FOAMGLAS ® GmbH mit ihren Aktivitäten dennoch im Geschäftsjahr 2023 sowohl Umsatz als auch Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr steigern. Aufgrund hervorstechender Eigenschaften des Produkts, wie Brandsicherheit, findet der Dämmstoff FOAMGLAS ® häufig Anwendung in öffentlichen Bauten und weniger im privaten Bereich, was zur Folge hat, dass die Anzahl potenzieller Absatzchancen geringer wird. Während sich der Bereich Hochbau im Wesentlichen auf Anwendungen im Bereich Dächer, Wände, Böden und Wärmebrückendämmung für öffentliche Bauten, Flughäfen, Museen, Einkaufszentren sowie große Appartementkomplexe konzentriert, fokussiert der Bereich Industrie u.a. auf Anwendungen für Rohrleitungen, Lagertanks, Schiffe sowie Wassereindämmung. Es ist jedoch festzustellen, dass sich nach Würdigung aller Umstände die schwierigen Bedingungen im Vergleich zu den Vorjahren nicht geändert haben. Dennoch war es für die Gesellschaft ein Geschäftsjahr, das zu einer soliden Umsatz- und Ergebnissteigerung in 2023 führte.
1 IMF World Economic Outlook Update January
2024; cpd World Trade Monitor (November 2023)
2 Statistischen Bundesamt - Destatis
Pressemitteilung vom 15. Januar 2024
2.2 Geschäftsverlauf Im Vergleich zum Vorjahr konnte die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 - bei stets guter Auftragslage - einen Zuwachs der Umsatzerlöse (inklusive Erlösschmälerungen) von insgesamt TEUR 52.987 (2022) auf TEUR 56.072, d. h. von 5,8 % erzielen, wobei das Kerngeschäft auf dem deutschen Markt, d.h. der Verkauf der eigenen FOAMGLAS ® -Produkte im Bereich der Hochbau- und Industrie-Anwendungen (vor Erlösschmälerungen) von TEUR 50.530 (2022) auf TEUR 52.107 stieg. Der Anstieg der Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 ist im Vorjahresvergleich ausschließlich durch höhere Absatzpreise bedingt, während die Absatzmengen aufgrund der angespannten Lage in der Bauindustrie um rund 10 % zurückgegangen sind. Ebenfalls gestiegen sind preisbedingt die Umsatzerlöse (vor Erlösschmälerungen) bei den Handelswaren Dritter (Zubehör) von TEUR 4.978 in 2022 auf TEUR 6.848. Insgesamt betrachtet, sieht sich die Gesellschaft auf einem guten Weg, auch in zukünftigen Perioden das erreichte Niveau zu halten und sogar auszubauen. Durch laufende Maßnahmen, wie angemessene Lagerhaltung und Versorgungswirtschaft bei den produzierenden Konzerngesellschaften, Qualitäts- und Umweltmanagement, Marketingverbesserung sowie Pflege ständiger Kontakte mit den wichtigsten Kunden und Lieferanten, soll die Marktpräsenz des Unternehmens gestärkt werden. Das Geschäftsjahr 2023 endete für die Deutsche FOAMGLAS ® GmbH mit einem Jahresüberschuss von TEUR 2.353 (2022: TEUR 1.767).
3 HDB (Hauptverband der deutschen Bauindustrie),
Baukonjukturelle Lage vom 26. Februar 2024
2.3 Lage 2.3.1 Ertragslage Der Gesamtumsatz des Unternehmens liegt mit TEUR 56.072 um TEUR 3.085 bzw. 5,8 % über dem Vorjahr. Die Erhöhung ergibt sich dabei aus der Erhöhung der Absatzpreise im Vergleich zum Vorjahr. Einfluss auf die Kostenstruktur haben vor allem die Materialaufwendungen in Höhe von TEUR 39.215 (Vorjahr: TEUR 38.071) und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 7.271 (Vorjahr: TEUR 5.686). Die Materialaufwandsquote war im Verhältnis zu den Umsatzerlösen mit 69,9 % niedriger im Vergleich zum Vorjahr (71,8 %); der Warenbezug erfolgt dabei im Wesentlichen innerhalb des Konzerns. Die Materialaufwandsquote bleibt in der geplanten Bandbreite von 70%. Aufgrund unterschiedlicher Ausgestaltung der Produkt- und Projektkombination werden bei kleineren Projekten erfahrungsgemäß höhere Margen erzielt, während bei größeren Projekten aufgrund von Preisnachlässen diese geringer ausfallen können. Im Verhältnis zu den Umsatzerlösen beträgt die Personalaufwandsquote 12,4 % (Vorjahr: 13,5 %); die leichte Reduzierung im Vergleich zum Vorjahr beruht im Wesentlichen auf gesunkene Personalkosten. Die Mitarbeiter der Gesellschaft sind hochqualifiziert und werden fortlaufend geschult. Im Durchschnitt beschäftigte die Gesellschaft 56 Mitarbeiter (Vorjahr: 60). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber 2022 um TEUR 1.585 gestiegen. Der Anstieg ist im Wesentlichen durch höhere Gewährleistungsaufwendungen bedingt. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) beträgt TEUR 2.875 (Vorjahr: TEUR 2.707). Nach Abschreibungen in Höhe von TEUR 16 (Vorjahr: TEUR 5) wird ein positives operatives Betriebsergebnis (EBIT - earnings before interests and taxes) von TEUR 2.859 (Vorjahr: TEUR 2.702) ausgewiesen. Die Vorjahresprognose ging von einer Stabilisierung des Betriebsergebnisses und der Umsatzrentabilität auf Vorjahresniveau aus, was bezüglich des EBIT u.a. infolge der höheren Umsatzerlöse sowie der geringeren Materialaufwandsquote gegenüber dem Vorjahr übertroffen werden konnte. Die Umsatzrentabilität (bezogen auf das EBIT) liegt mit rund 5 % vollständig auf Vorjahresniveau (ebenfalls rund 5 %). Positive Auswirkungen hat die Erhöhung des Zinsergebnisses (491 TEUR, Vorjahr -66 TEUR). Wesentliche Ursache hierfür ist die höhere Verzinsung der Guthaben bei Kreditinstituten. Abzüglich der Steuern von Einkommen und Ertrag und der sonstigen Steuern schließt die Gesellschaft das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresüberschuss von EUR 2.353 ab. Dieser liegt um TEUR 586 höher als im Vorjahr. Insgesamt betrachtet ist die Ertragslage positiv zu werten und vergleichbar mit dem Vorjahr. 2.3.2 Finanzlage 2.3.2.1 Kapitalstruktur Das Eigenkapital der Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr 2023 aufgrund des hohen Jahresüberschusses und trotz einer im Laufe des Geschäftsjahres 2023 erfolgten Dividendenausschüttung in Höhe von TEUR 1.600 im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Die Eigenkapitalquote beträgt per 31. Dezember 2023 33,2 % (Vorjahr 26,7 %). Langfristige Verpflichtungen bestehen ausschließlich aus Pensionsrückstellungen (TEUR 2.101, Vorjahr TEUR 2.181), denen korrespondierend Finanzanlagen in Höhe von TEUR 1.437 (Vorjahr TEUR 1.533) gegenüberstehen. Die Erhöhung der sonstigen Rückstellungen um TEUR 297 beruht im Wesentlichen auf im Vergleich zum Vorjahr gestiegenen Verpflichtungen für Kundenboni, Gewährleistungen sowie ausstehende Rechnungen. Die Verbindlichkeiten bestehen ausschließlich aus kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, wovon der wesentlichste Anteil dieser Verbindlichkeiten aufgrund des konzerninternen Bezugs von Waren auf verbundene Unternehmen entfällt. Die Verminderung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (-TEUR 2.470) hängt damit zusammen, dass vor der Einführung eines neuen SAP-Abrechnungssystem im Oktober 2023, sämtliche bis dahin offenen Intercompany-Rechnungen ausgeglichen wurden, sodass zum Bilanzstichtag nur Intercompany-Rechnungen aus den Monaten November und Dezember 2023 offen stehen. Die Kapitalstruktur ist insgesamt weiterhin wesentlich durch kurzfristig gebundenes Vermögen und kurzfristig verfügbare Mittel geprägt. 2.3.2.2 Investitionen Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen in Höhe von TEUR 22 in die Betriebs- und Geschäftsausstattung, insbesondere in Ladestationen und Büroeinrichtung für das erneuerte Büro in Hilden, getätigt. 2.3.2.3 Liquidität Die liquiden Mittel der Gesellschaft bestehen aus Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 15.084 (Vorjahr: TEUR 19.273). Die Abnahme der Finanzmittelfonds resultiert dabei hauptsächlich aus der unterjährigen Ausschüttung in Höhe von TEUR 1.600. Daneben ist zu berücksichtigen ist, dass - wie oben bereits dargestellt - aufgrund der im Oktober 2023 erfolgten SAP-Migration nicht nur sämtliche Intercompany-Rechnungen einen Monat früher ausgeglichen wurden, sondern auch sämtliche Lieferantenrechnungen von Dritten, selbst wenn diese noch nicht fällig waren. Ferner wurden unterjährig auch ein Gewährleistungsanspruch ausgeglichen, der ebenfalls zu einem Mittelabfluss führte. Aufgrund dieser Effekte kam es trotz positivem Jahresergebnis zu einem Mittelabfluss aus dem laufenden Geschäft von -2.567 TEUR, der noch durch die Ausschüttung und die Investitionen (22 TEUR) verstärkt wurde, so dass zum Bilanzstichtag die Verminderung der liquiden Mittel zu verzeichnen war. Allen finanziellen Verpflichtungen kam die Deutsche FOAMGLAS ® GmbH zeitnah und innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele nach. Die Aufnahme von Fremdkapital bei Banken war nicht erforderlich. Das Finanzmanagement der Gesellschaft ist zudem darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Gesellschaft rechnet weiterhin damit, künftig ihre finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen zu können. 2.3.3 Vermögenslage Das Vermögen der Gesellschaft umfasst infolge der Geschäftstätigkeit als Vertriebsgesellschaft im Wesentlichen kurzfristig gebundenes Vermögen (Umlaufvermögen). Dieses setzt sich im Wesentlichen aus Guthaben bei Kreditinstituten (71,9 %, Vorjahr 83,1 %) zusammen. Im Einzelnen betrachtet hat sich das Vermögen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt: Die Bilanzsumme verminderte sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.223. Auf der Aktivseite ergab sich hierbei eine Verschiebung zwischen den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte und verbundene Unternehmen, die sich um TEUR 2.066 erhöhten und den Flüssigen Mitteln, die sich um TEUR 4.189 verminderten. Die Erhöhung der Forderungen gegenüber den verbundenen Unternehmen resultiert dabei aus der Endabrechnung für den Warenbezug des Geschäftsjahres und berücksichtigt dabei auch die höheren Aufwendungen aus Gewährleistungen bei der Gesellschaft. Insofern ergab sich eine höhere Forderung gegen Gesellschafter als noch im Vorjahr (+ 3.000 TEUR). Die Veränderungen auf der Passivseite ergaben sich im Wesentlichen aus einem im Vorjahresvergleich höheren Eigenkapital (+TEUR 753), einem erhöhten Rückstellungsbedarf (+EUR 481) sowie insgesamt gesunkenen Verbindlichkeiten (-TEUR 3.457). Die Bilanzstruktur ist ausgewogen. Die Liquidität im Geschäftsjahr 2023 war jederzeit gesichert. Zusammengefasst ist der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Geschäftsjahr stabil zum Vorjahr und insofern als gut zu bezeichnen. 2.4 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren nutzt die Gesellschaft insbesondere die Umsatzrentabilität. Diese bemisst sich auf Basis des operativen Ergebnisses (EBIT) bereinigt um wesentliche Sondereffekte, Zinsen und Steuern. Vor dem Hintergrund eines Umsatzanstieges von 5,8 % liegt die Umsatzrentabilität bezogen auf das EBIT - wie im Vorjahr - bei rund 5,0 %. Das EBIT belief sich dabei auf TEUR 2.859 (Vorjahr: TEUR 2.702). Damit konnte die Prognose, die von einer Stabilisierung des Betriebsergebnisses (EBIT) ausging, übertroffen werden und sie traf hinsichtlich der Umsatzrentabilität auf dem Niveau des Vorjahres genau ein. Ein wichtiger, nicht-finanzieller Leistungsindikator für das Unternehmen ist die Kundenzufriedenheit, die sich direkt in den Umsätzen widerspiegelt. Gerade in einer Phase rückläufiger Bautätigkeit im hochwertigem öffentlichen Bereich versucht die Gesellschaft durch den Einsatz eines hochqualifizierten Stammes von bestens ausgebildeten und auf dem neuesten Stand der Technik geschulten Mitarbeitern, dem Kunden einen größtmöglichen Service zu bieten. In den Jahren der Tätigkeit am Markt hat sich die Deutsche FOAMGLAS ® GmbH einen festen Kundenstamm geschaffen, mit welchem sie auch zukünftig auf partnerschaftlicher Ebene zusammenarbeiten wird. Auch die Akquisition von Neukunden hat einen wichtigen Stellenwert. Durch intensive Beratung auf technischer Ebene sorgen sowohl der Außendienst als auch der Innendienst für eine hohe Marktdurchdringung. Eine Messung der Kennziffer Kundenzufriedenheit für Überwachungszwecke ist allerdings nicht vorgesehen, so dass eine Prognose hierfür nicht abgegeben wird. Die Deutsche FOAMGLAS ® GmbH ist insgesamt ein stabiles Unternehmen mit guten Zukunftschancen. 3 Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1 Prognosebericht Für das Gesamtjahr 2024 prognostiziert der International Monetary Fund (IMF) ein weltwirtschaftliches Wachstum von 3,1 Prozent; das sind 0,2 Prozentpunkte mehr als im Oktober 2023 erwartet wurden. Erstmals seit Längerem hält der IMF Aufwärts- und Abwärtsrisiken für gleichverteilt. So belasten zwar globale Krisen die Weltwirtschaft weiterhin schwer, insbesondere der Krieg in der Ukraine, die Nahostkrise und damit verbunden die Störung der Seewege bzw. der Lieferketten aufgrund der anhaltenden Attacken im Roten Meer. Auf der anderen Seite wird mit einem weiteren Rückgang der weltweiten Inflation, mit fallenden Zinsen seitens der Zentralbanken, einer wirtschaftlichen Erholung Chinas sowie mittelfristig mit Produktivitätssteigerungen durch den Einsatz künstlicher Intelligenz gerechnet, die laut IMF den Weg zur weiteren Erholung der Weltwirtschaft ebnen sollen. Daneben wird eine Erholung wird für das Welthandelsvolumen erwartet, von +0,4 Prozent im Jahr 2023 auf +3,3 Prozent in 2024. Auch wenn dies weiterhin unterhalb des langfristigen Handelswachstums liegt, dürfte die stark in globale Wertschöpfungsketten eingebundene deutsche Wirtschaft hiervon profitieren. 4 Für Deutschland erwartet die Bundesregierung für das Jahr 2024 lediglich eine leichte Zunahme des Bruttoinlandsprodukts um 0,2 %. Daneben rechnet der Sachverständigenrat, der die Bundesregierung berät, mit einem Wachstum von 0,7 % der deutschen Wirtschaft und der OECD mit 0,3 %. Doch selbst diese Annahmen könnten zu optimistisch sein. Der Bundesbank zufolge könnte der deutschen Wirtschaft bereits im laufenden ersten Quartal 2024 erneut ein Minus beim Bruttoinlandsprodukt drohen, was nach einer Schrumpfung um 0,3 % im vierten Quartal 2023 eine technische Rezession bedeuten würde. 5 Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) geht in seiner Prognose von Ende Februar 2024 für das Jahr 2024 von einem realen Umsatzrückgang des Bauhauptgewerbes von rund 3,5 Prozent aus, was im Wesentlichen an den Baupreisen liegt. Während diese in 2023 um etwa 7 Prozent zulegten, wird für 2024 ein Rückgang von 1 Prozent erwartet. 6 Darüber hinaus bleibt es für die Gesellschaft bei der Schwierigkeit aufgrund immer kurzfristigerer Auftragsvergaben an Bauunternehmen und Händler durch die Bauherren, eine verlässliche Prognose für die Zukunft zu erstellen. Zudem verschärft der Eintritt neuer Anbieter von Dämmstoffprodukten und auch von Schaumglas die Wettbewerbssituation auf dem Dämmstoffmarkt weiterhin. Dank eines guten Starts in das Geschäftsjahr 2024, einem guten Auftragsbestand und einiger vielversprechender Großprojekte zeigen die aktuellen Zahlen, nach einem etwas schwächeren Januar 2024, seit Februar 2024 bereits eine positive Entwicklung über Vorjahresniveau und auch die Erwartungen für das Geschäftsjahr 2024 insgesamt bleiben - trotz vorgenannter Prognosen - weiterhin positiv. Langfristige Lieferverträge mit wichtigen Lieferanten und eine angemessene Lagerung bei den Konzernunternehmen, die die Waren für die Gesellschaft produzieren, stellen sicher, dass der Markt immer mit den erforderlichen Waren versorgt werden kann. Zusammenfassend kann eine positive Prognose für die Entwicklung des Unternehmens im Jahr 2024 erstellt werden. Es wird erwartet, dass weitere leichte Kostensteigerungen aufgrund höherer Energie- und Rohstoffkosten im Wesentlichen durch Preisanpassungen unserer Produkte kompensiert werden können. Insgesamt rechnet die Gesellschaft daher weiterhin analog der Vorjahre mit einer Stabilisierung des Betriebsergebnisses (EBIT) und der Umsatzrentabilität auf Vorjahresniveau. Dabei werden die Umsatzerlöse voraussichtlich leicht steigen, um die Kostenerhöhungen abzufangen. Durch gezielte Schulungen des Mitarbeiterstammes, wird das Unternehmen den Beschäftigten die Möglichkeit eröffnen, das Wissen sowohl um technische Belange des Marktes als auch an Techniken des Vertriebes zu festigen und zu erweitern. Zusammenfassend lässt sich eine verhalten positive Prognose für die Entwicklung der Gesellschaft im Jahr 2024 aufstellen.
4 IMF World Economic Outlook Update January
2024; cpd World Trade Monitor, November 2023
3.2 Risikobericht Ziel des Finanz- und Risikomanagements des Unternehmens ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen Risiken jeglicher Art. Dabei ist die Gesellschaft in das Risikomanagement des belgischen Konzerns eingebunden, in der die Risiken insofern europaweit überwacht werden. Eventuelle Risiken, die einen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit haben, können so frühzeitig erkannt und analysiert werden, um darauf angemessen zu reagieren. Das Finanz- und Risikomanagement beruht hauptsächlich auf der Analyse der Plan-Ist-Abweichungen. Eventuell erforderliche Anpassungsmaßnahmen können somit zeitnah durchgeführt werden. Wesentliche Markrisiken für die Entwicklung der Gesellschaft werden hauptsächlich im Preiskampf durch verschärften Wettbewerb und in möglichen Nachfrageeinbrüchen aufgrund der Unsicherheiten bzw. einer weiteren Eskalation im Hinblick auf den aktuellen Krieg in der Ukraine und in Nahost gesehen. Durch die hohen Liquiditätsbestände und die Einbindung in das Cash-Management des Konzerns ergaben sich keinerlei Liquiditätsengpässe. Insgesamt betrachtet werden aus dem aktuellen Krieg in der Ukraine und in Nahost derzeit keine bestandsgefährdenden bzw. entwicklungsbeeinträchtigenden Risiken auf kurz- bis mittelfristige Sicht gesehen. Im Rahmen der operativen Tätigkeit werden durch die Geschäftsleitung der Deutschen FOAMGLAS ® GmbH unter Einbeziehung der Mitarbeiter des Unternehmens, in einem laufenden, nicht formalisierten Prozess sämtliche den Geschäftsverlauf gefährdenden Risiken analysiert und beurteilt. In diese Beurteilung fließen folgende Punkte mit ein: Ertragswirtschaftliche Risiken bestehen vor allem im Verlust von Marktanteilen auf dem Dämmstoffmarkt. Dem soll durch eine ständige Marktbeobachtung und verbesserte Vorschautätigkeit entgegengewirkt werden. Durch eine stetige, strukturelle Anpassung der Verkaufsgebiete soll eine Intensivierung der Marktpräsenz und damit Verbesserung der Auftragslage erreicht werden. Da der Großteil der Zulieferungen von Handelswaren aus dem Konzern erfolgt, besteht im Beschaffungsbereich grundsätzlich ein sehr geringes Risiko von Preissteigerungen und Lieferengpässen, so dass die Gesellschaft keinem besonderen Beschaffungsmarktrisiko ausgesetzt ist. Allerdings kann sich die gegenwärtige Lage aufgrund des aktuellen Kriegs in der Ukraine sowie in Nahost und damit verbunden die Störung der Seewege bzw. der Lieferketten aufgrund der anhaltenden Attacken im Roten Meer indirekt auf die Verfügbarkeit der Waren auswirken, wenn die Konzerngesellschaften selbst nicht mehr in der Lage sind aufgrund von Lieferkettenengpässen zu produzieren. Für Lieferengpässe liegen jedoch derzeit keine Anzeichen vor. Eventuelle Kostensteigerungen durch die Produktion können nach derzeitiger Einschätzung durch eventuelle Preisanpassungen kompensiert werden. Daneben ist durch die extrem hohe Verarbeitungsqualität der Produkte und der konzerninternen Beschaffung auch das Gewährleistungsrisiko so gut wie ausgeschlossen. Für dennoch auftretende Fälle sind Versicherungen abgeschlossen. Dasselbe gilt für Währungsrisiken, die wegen der nahezu ausschließlichen Rechnungstellung in Euro ebenfalls so gut wie ausgeschlossen sind. Finanzwirtschaftliche Risiken bestehen in erster Linie durch mögliche Zahlungsausfälle. Diesen wird durch den restriktiven Einsatz von Kreditprüfungsinstrumenten entgegengewirkt. Eventuell eintretende Forderungsausfälle, die den Unternehmensbestand gefährden könnten, sind durch eine Warenkreditversicherung abgedeckt. Darüber hinaus werden Provisionen sowie Rabatte erst nach vollständiger Bezahlung der Rechnungen gewährt bzw. ausgezahlt. Höhere Zahlungsschwierigkeiten infolge des aktuellen Kriegs in der Ukraine und in Nahost sind derzeit nicht zu sehen. Um zeitnah alle finanziellen Verpflichtungen Rechnung tragen zu können, wird monatlich eine Liquiditätsüberwachung vorgenommen. Die Finanzierung erfolgt fast ausschließlich aus laufenden Einnahmen. Die Beschaffung von Fremdkapital bei Banken ist somit nicht erforderlich. Darüber hinaus werden mögliche steuer-, wettbewerbs- und kartellrechtliche Risiken durch interne und auch externe Experten abgesichert. Im Bereich der IT verfügt die Gesellschaft mit dem eingesetzten Abrechnungssystem SAP über ein auf dem Stand der Technik befindliches Mittel, um alle laufenden Geschäftsprozesse abbilden und eine umfassende Analysetätigkeit durchführen zu können. Das System wird von der Owens Corning Konzernzentrale in Toledo, Ohio, USA, zur Verfügung gestellt und auch dort gewartet. Durch permanente Datensicherungen wird dafür gesorgt, dass die Datensicherheit gewährleistet ist. Ein entscheidender Faktor für die Stabilität des Unternehmens sind die Mitarbeiter. Die Gesellschaft verfügt über einen Stamm erfahrener Mitarbeiter, die auch kurzfristig auftretende Personalengpässe überbrücken können. Das allgemeine Branchenrisiko wurde in den vorherigen Absätzen beschrieben. Durch eine ständige Beobachtung des Dämmstoffmarktes, der technologischen Weiterentwicklung im Bereich der Herstellung von Schaumglas und auch anderer Dämmstoffe sowie die Entwicklung von neuen Anwendungen für den Dämmstoff FOAMGLAS ® trägt der Konzernverbund dafür Sorge, dass die Präsenz des Unternehmens am Markt gewahrt und ausgebaut wird. Der Werkstoff FOAMGLAS® verfügt mit seinen herausragenden Kerneigenschaften über das Potenzial, sich auch in schwierigen Zeiten auf seinem angestammten Marktsegment zu behaupten. Durch ein gezieltes Augenmerk auf Qualität und Kundenzufriedenheit setzt sich die Deutsche FOAMGLAS ® GmbH von anderen direkten Wettbewerbern ab. Nach Beurteilung aller im abgelaufenen Geschäftsjahr eingetretenen Geschäftsvorfälle und der Aussichten für das Jahr 2024, insbesondere unter Berücksichtigung des aktuellen Kriegs in der Ukraine und in Nahost, konnten keine Risiken festgestellt werden, die den Bestand des Unternehmens gefährden beziehungsweise wesentliche Auswirkungen auf die zukünftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten. 3.3 Chancenbericht Die Chancen der Deutschen FOAMGLAS ® GmbH liegen auf dem nach wie vor wachsenden deutschen Markt für Dämmstoffe. Die politische Landschaft und die aktuellen Forderungen für besseren Klimaschutz in Folge des Klimawandels sowie das immer stärker ausgeprägte Bewusstsein für nachhaltiges und umweltbewusstes Bauen kommen den Interessen des Unternehmens stark entgegen. FOAMGLAS ® wird zu 100 % aus fast unbegrenzt natürlich vorkommenden Rohstoffen hergestellt und ist baubiologisch unbedenklich, was auch durch das Siegel "nature plus" deutlich wird. Zusammen mit seiner Langlebigkeit ist das Produkt also geeignet, bei stärkerer Marktdurchdringung einen wichtigen Platz auf dem Dämmstoffmarkt zu behaupten. Unter der Voraussetzung, dass weiter intensiv an der Fortentwicklung der Qualität des Produktes und nach neuen Einsatzgebieten geforscht wird, erscheint dies in der Zukunft als durchaus wahrscheinlich. Abschließend lässt sich somit feststellen, dass es sich bei der Deutschen FOAMGLAS ® GmbH um ein solides Unternehmen handelt, welches sich den Herausforderungen der Zukunft - auch in Zeiten von Krieg und Energiekrise - jederzeit stellen wird. Dieser Bericht enthält Aussagen zur erwarteten gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sowie zum künftigen Unternehmensverlauf. Die Aussagen stellen Einschätzungen dar, die auf Basis der zum gegenwärtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sollten die zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreten oder zusätzliche Risiken eintreten, so kann der tatsächliche Geschäftsverlauf von den derzeitigen Erwartungen abweichen.
Hilden, den 29. Mai 2024 J. Coerts P. Maes X. Notard Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Amtsgericht Düsseldorf HRB 95125I. Allgemeine Angaben Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und der Vertrieb von geschäumten Gläsern, deren Veredelung und der Handel mit Materialien, die beim Einsatz der obengenannten Produkte Verwendung finden. Außerdem werden immaterielle Leistungen vergeben. Sitz der Gesellschaft ist Hilden. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibung der Sachanlagen erfolgt linear und entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern, die sich an den steuerlichen Abschreibungstabellen orientieren. Das unter den Finanzanlagen ausgewiesene Deckungskapital der Rückdeckungsversicherung wurde nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt und mit ihrem Zeitwert aktiviert. Trotz des derzeit höheren Zinsniveaus weichen die Anschaffungskosten nur unwesentlich vom Zeitwert der Finanzanlagen ab. Die Voraussetzungen zur Saldierung mit den Pensionsrückstellungen werden nicht erfüllt. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung ihrer Verwertbarkeit verlustfrei bewertet. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag angesetzt. Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos wurden Wertberichtigungen gebildet. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zu Nennwerten angesetzt. Als Aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das Eigenkapital ist zum Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gemäß der Projected-Unit-Credit-Methode (PuC-Methode) berechnet. Die Abzinsung erfolgt nach § 253 Abs. 6 HGB pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dabei wurde ein Zinssatz von 1,83% (Vorjahr 1,79%) zum Ende des Geschäftsjahres zugrunde gelegt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden - wie im Vorjahr - die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Gehaltstrends wurden nicht unterstellt, weil es sich um individuelle Vereinbarungen handelt, die nicht primär von allgemeinen Entwicklungen abhängig sind. Die Rentendynamik wurde mit 2,25% (Vorjahr 2,25%) unterstellt. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen wurden für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen gebildet. Die Bewertung erfolgte in der Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz zur Steuerbilanz mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz (29,83%) berechnet, sofern sich diese in den Folgegeschäftsjahren voraussichtlich abbauen (temporäre Differenzen). Dabei werden aktive und passive Steuern saldiert. Die wesentlichen Differenzen entstehen dabei aus den unterschiedlichen Bewertungen in den Pensionsrückstellungen. Aus dieser Betrachtung ergab sich zum Bilanzstichtag ein Aktivüberhang, der nicht bilanziert wurde. Insofern wurde das Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht ausgeübt. Forderungen oder Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden im Zeitpunkt ihres Zugangs mit dem historischen Kurs zum Zugangszeitpunkt und am Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. III. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie gegen verbundene Unternehmen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von insgesamt TEUR 3.374 (Vj. TEUR 300). Davon resultieren TEUR 3.079 (Vj. TEUR 277) aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr und TEUR 295 (Vj. TEUR 23) aus dem Finanzverkehr. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen die alleinige Gesellschafterin Pittsburgh Corning Europe NV in Höhe von TEUR 3.079 (Vj. TEUR 79) ausschließlich aus Lieferungen und Leistungen enthalten. Die Sonstigen Vermögensgegenständen von insgesamt TEUR 436 (Vj. TEUR 436) beinhalten wie im Vorjahr treuhänderisch verwalteten Festgelder für die Deckung von Garantiezusagen in Höhe von TEUR 402 (Vj. TEUR 402) sowie Mietkautionen in Höhe von TEUR 34 (Vj. TEUR 34), sämtlich mit Laufzeiten von über einem Jahr. Das im Handelsregister eingetragene Gezeichnete Kapital von EUR 555.000,00 wurde zum Bilanzstichtag zu 100,0 % von der Pittsburgh Corning Europe NV, Tessenderlo, Belgien, gehalten. Der Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 2.353 (Vj. TEUR 1.767) enthält grundsätzlich einen ausschüttungsgesperrten Gewinn in Höhe von EUR 13.077 (Vj. EUR 58.354) (Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB). Dieser resultiert aus dem Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Jahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Jahren. Die Sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.738 (Vj. TEUR 2.441) betreffen Personalrückstellungen (TEUR 1.190; Vj. TEUR 1.413), Rückstellungen für gewährte Boni (TEUR 787; Vj. TEUR 605), Rückstellungen für Gewährleistungen (TEUR 375; Vj. TEUR 166), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (TEUR 331; Vj. TEUR 145), Rückstellungen für Prüfungs-, Beratungs- und Prozesskosten (TEUR 53; Vj. TEUR 110), sowie Rückstellungen für Reisekosten (TEUR 2; Vj. TEUR 2). Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von insgesamt TEUR 7.988 (Vj. TEUR 10.458) und resultieren sämtlich aus Lieferungen und Leistungen. Hierin enthalten sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der alleinigen Gesellschafterin Pittsburgh Corning Europe NV In Höhe von TEUR 7.835 (Vj. TEUR 6.804). IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse ohne Erlösschmälerung betreffen im Wesentlichen mit TEUR 52.107 (Vj. TEUR 50.530) Schaumglasprodukte inklusive Service und mit TEUR 6.848 (Vj. TEUR 4.978) Handelswaren. Die Erlösschmälerungen belaufen sich auf TEUR 2.883 (Vj. TEUR 2.521). Der überwiegende Teil der Umsätze von Lieferungen Foamglas und Zubehör wurde im Inland getätigt. Die Sonstigen betrieblichen Erträge von insgesamt TEUR 225 (Vj. TEUR 607) enthalten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 41; Vj. 59), Erträge aus an verbundene Unternehmen weiterberechneten Kosten (TEUR 20; Vj. TEUR 210), Erträge aus abgeschriebenen Forderungen (TEUR 12; Vj. TEUR 87) sowie Erträge aus der Währungsumrechnung (TEUR 1; Vj. 4). Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen auch Währungsverluste (TEUR 1; Vj. TEUR 7) enthalten. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betragen insgesamt TEUR 996 und betreffen Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer des Veranlagungszeitraums 2023. Sonstige Angaben Der durchschnittliche Personalbestand war wie folgt:
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen (insgesamt T€ 1.651) betreffen Miet- und Leasing Verträge mit folgenden Zahlungsverpflichtungen.
Vorteil der Geschäfte sind flexible Ausgestaltungen der Miet- und Leasingverträge nach Bedarf. Risiken bestehen in der fehlenden Nutzung der Miet- und Leasingobjekte. Geschäftsführer waren:
Die Geschäftsführer haben keine Bezüge von der Gesellschaft direkt erhalten; somit entfallen die Angaben nach § 285 Nr. 9 HGB. Die Managementumlagen, die an die Gesellschaft weiterberechnet werden, enthält Pauschalen, die nicht auf die Geschäftsführerbezüge aufgeteilt werden können. Die Geschäftsführung schlägt grundsätzlich vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen. Für das Geschäftsjahr 2024 ist darüber hinaus eine Dividendenausschüttung in Höhe von TEUR 5.000 geplant. Das Honorar des Abschlussprüfers beläuft sich auf TEUR 53 ausschließlich für die Prüfung. Der Jahresabschluss der Deutsche Foamglas GmbH, Hilden, wird in den Konzernabschluss der Owens Corning Corporation, USA, einbezogen. Sie stellt den kleinsten und größten Konsolidierungskreis, in der die Gesellschaft einbezogen wird, dar. Der Konzernabschluss wird im Rahmen des SEC-Filings (10-k) in den USA offengelegt und ist unter der entity-file-number 1-33100 erhältlich. V. Nachtragsbericht Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag waren nicht zu verzeichnen.
Hilden, den 29. Mai 2024 Die Geschäftsführer: J. Coerts P. Maes X. Notard Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2023Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Deutsche Foamglas GmbH, Hilden Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Deutsche Foamglas GmbH, Hilden, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Deutsche Foamglas GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Erfurt, den 29. Mai 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Andreas Kremser, Wirtschaftsprüfer ppa. Nancy Nowitzki, Wirtschaftsprüferin Die Gesellschafterversammlung der Deutsche Foamglas GmbH hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 am 8. Juli 2024 festgestellt. |
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