Stammdaten

Register
Amtsgericht Coburg HRB 4405
Eingetragen
15.1.2008
Branche
Einzelhandel mit WohnmöbelnKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenGroßhandel mit Möbeln, Teppichen, Lampen und Leuchten
Gegenstand
Der Kauf und der Verkauf von Einrichtungsgegenständen sowie von Life-Style-Produkten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Nicki Kirchner
seit 25.8.2009
Geschäftsführer
Maximilian Kirchner
seit 15.1.2008
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
50.00%
50.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Maximilian Kirchner
96489 Niederfüllbach
25.000 €
50.00%
Nicki Kirchner
96237 Ebersdorf b. Coburg
25.000 €
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

DeLife GmbH

Ebersdorf bei Coburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/2023

Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

Die DELIFE GmbH verkauft seit 2008 Möbel & Wohnaccessoires über verschiedene digitale und stationäre Absatzkanäle. Der Fokus liegt dabei auf Modulsystemen im Kastenmöbel, Esstisch und Polstermöbel Bereich. Die Ware wird weltweit bezogen und lagernd vor Ort gehalten. Über eigene Multishops und diverse Marktplätze werden diese an Endkunden in Europa offeriert und direkt versendet. Durch ein B2B Modell werden seit 2022 auch Geschäftskunden weltweit mit einbezogen.

Zweigniederlassungsbericht

Zweigniederlassungen bestehen nicht.

Forschung und Entwicklung

Ein großer Erfolg von DELIFE sind die eigenen Designs und Entwicklungen. Der Hauptteil des Sortiments kommt aus der eigenen Designschmiede. Auch der Qualitätsstandard spielt eine erhebliche Rolle und die eigene QS-Abteilung entwickelt und verbessert die Produkte stetig weiter.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland war im Jahr 2023 von den Folgen der globalen Krisen geprägt. Trotz der jüngsten Rückgänge blieben die Preise auf allen Wirtschaftsstufen weiterhin hoch und dämpften die Konjunktur. Zusätzlich verschlechterten sich die Finanzierungsbedingungen aufgrund steigender Zinsen, und die Nachfrage sowohl im In- als auch im Ausland nahm ab. Somit konnte sich die deutsche Wirtschaft noch nicht wieder vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 erholen.

(Quelle: https://www.handelsdaten.de/branchen/gesamtwirtschaftliche-rahmenbedingungen)

Im Jahr 2023 ist die deutsche Wirtschaftsleistung zurückgegangen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank laut einer ersten Schätzung des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden 2023 um 0,3 % zum Vorjahr. "Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken". Die nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur in Deutschland. "Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland"

(Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 19 vom 15. Januar 2024).

Die Rahmenbedingungen waren 2023 für die Möbelbranche sehr herausfordernd. Nach einem guten Jahr 2022 mit fast 10,0 % Umsatzwachstum, verliert die Branche 2023, trotz deutlicher Preissteigerungen 3,6 % und liegt damit bei EUR 22,6 Mrd. Grund für den Einbruch: Die Ausgabenverschiebungen der Konsument/innen durch die weiterhin sehr hohen Energiepreise und Lebenshaltungskosten. Hinzu kommt, dass Möbel durch höhere Produktionskosten für Rohstoffe, Energie und Transport teurer wurden.

(BVDM Handelsverband Möbel und Küchen, Pressmeldung vom 22.02.20; https://de.statista.com/outlook/cmo/moebel/weltweit)

Ein Bereich, der zum langfristigen Wachstum des Möbelmarktes beitragen wird, ist die demographische Gruppe der Millennials. Da sich Millionen von Millennials darauf vorbereiten, in den nächsten Jahren ihre erste eigene Wohnung zu kaufen, bietet sich den Möbelhändlern die Gelegenheit, Marktanteile zu gewinnen, indem sie ihr Kaufverhalten und ihre Vorlieben genau beobachten. Millennials neigen dazu, bei ihren Kaufentscheidungen Funktionalität, Nachhaltigkeit und Erschwinglichkeit zu bevorzugen, was bedeutet, dass Einzelhändler, die innovative, umweltfreundliche und kostengünstige Produkte anbieten können, in diesem Marktsegment wahrscheinlich erfolgreich sein werden.

Während der Möbelmarkt in den letzten beiden Jahren mit einigen Herausforderungen konfrontiert war, glauben wir, dass die langfristigen Aussichten positiv bleiben. Die anhaltende Nachfrage nach komfortablen und funktionalen Wohnräumen, gepaart mit dem potenziellen Wachstum der Millennials, stellt eine vielversprechende Gelegenheit für Möbelhändler dar, die in der Lage sind, sich an die veränderten Verbraucherpräferenzen anzupassen und qualitativ hochwertige Produkte zu wettbewerbsfähigen Preisen anzubieten.

Der Möbelmarkt in Deutschland ist grundsätzlich eher durch Konstanz als Dynamik gekennzeichnet. Seit Jahren lassen sich hierzulande kontinuierlich wachsende Umsätze mit Möbeln verzeichnen. Grund dafür sind die gleichwohl steigenden steigenden Konsumausgaben der Deutschen für Möbel und weitere Einrichtungsgegenstände - bis auf das Rekordniveau von insgesamt rund EUR 46 Mrd. im Jahr 2020. Pro Kopf betragen die Ausgaben mehr als EUR 420 jährlich. Rund ein Drittel der Deutschen legt Wert darauf, dass sich diese Ausgabenbereitschaft auch in der Einrichtung und Möblierung erkennen lässt.

Der Markt für Möbel wird hauptsächlich durch Konsumausgaben angetrieben. Konsumausgaben hängen von mehreren Faktoren ab, wie zum Beispiel dem Pro-Kopf-Einkommen, dem Grad der Haushaltsverschuldungen und den Erwartungen der Verbraucher. Die stetige Zunahme des verfügbaren Einkommens, die konsequent steigenden Lebensstandards und die konstante Nachfrage nach Möbeln sind verantwortlich für das kontinuierliche Wachstum dieses Marktes. Die zunehmende Nutzung von Internet und Smartphones hat nicht nur das Konsumentenverhalten verändert, sondern auch die Vertriebskanallandschaft im Einzelhandel grundlegend umgestaltet. Konsumenten haben den Onlinehandel angenommen - und der Markt für Möbel wächst hier mit am schnellsten.

Die folgenden Trends prägen zurzeit den Markt: Augmented-Reality-Apps, künstliche Intelligenz, generative Gestaltung, umweltfreundliche Materialien und integrierte Technologien. Von in 3D gedruckten Möbeln bis hin zu smarter Beleuchtung - der Markt für Möbel wird gerade durch Innovationen hinsichtlich Design, Produktion und Material bestimmt.

Das Segment Wohnzimmermöbel wird besonders durch den Konsumentenbedarf an Komfort vorangetrieben und beinhaltet Sitze, Sofas sowie Teilsegmente für Wohnzimmermöbel. Das Segment beinhaltet Möbel für Wohnzimmer, Salons, Lounges und Lobbys. Die USA generieren mit einem prognostizierten Marktvolumen von EUR 244 Mrd. im Jahr 2024 den höchsten Umsatz.

(https://de.statista.com/outlook/cmo/moebel/weltweit)

Geschäftsverlauf

DELIFE hatte während der Pandemie sein Sortiment sukzessive erweitert. Die Bezugsquellen wurden auf viele Länder weltweit verteilt, um nicht in die Abhängigkeit von Lieferengpässen zu geraten.

Der Umsatz sank um 22 % im Vergleich zum Vorjahr. Neben der allgemeinen wirtschaftlichen Branchenentwicklung lag dies vor allem daran, dass Bezugskosten weiter auf hohem Niveau geblieben sind und somit auch die Verkaufspreise nicht verringert werden konnten. Da hohe Investitionen getätigt wurden um das Geschäft weiter auszubauen konnten auch die Fixkosten nicht abgebaut werden. Das Jahresergebnis in Höhe von TEUR 1.687 liegt daher unter der ursprünglichen Planung. Der Marketingaufwand hat sich aufgrund des Verdrängungsmarktes weiterhin leicht erhöht. Beim Materialeinsatz kam es zu einem starken Rückgang, da auf starke Rabattierungen weitestgehend verzichtet wurde.

Die Inszenierung von stationären DELIFE Wohnwelten und digitalen Inspirationen auf der Website wurde im eigenen Store auf 3.000 qm und dem Fotostudio im Haus kontinuierlich ausgebaut.

Darstellung der Lage

Vermögenslage

Das Anlagevermögen hat sich im Berichtsjahr aufgrund von Investitionen in die Geschäftsausstattung, diverser großer IT-Projekte und unter Berücksichtigung der Abschreibungen um TEUR 207 auf TEUR 702 erhöht.

Das Umlaufvermögen ist um 4,16 % leicht gesunken, hier fanden jedoch folgende größere Verschiebung statt: Die Vorräte haben sich auf TEUR 7.924 verringert und betragen 51 % der Bilanzsumme. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um 67 % gesunken und betragen TEUR 411. Dagegen ist das Bankguthaben von TEUR 3.914 auf TEUR 6.210 gestiegen.

Die Bilanzsumme beträgt zum Jahresstichtag TEUR 15.398 und ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 416 gesunken.

Die Verbindlichkeiten haben sich auf TEUR 1.634 und damit um 59 % reduziert. Dies ist im Wesentlichen auf einen Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 2.148 auf TEUR 907 zurückzuführen.

Finanzlage

Zum Bilanzstichtag bestehen flüssige Mittel in Höhe von TEUR 6.210. Die operative Geschäftstätigkeit wird komplett mit Eigenmitteln finanziert. Die Liquidität war und ist jederzeit gesichert. Es gibt keine mittel-/langfristige Verbindlichkeiten.

Ertragslage

Die Umsätze der DELIFE GmbH sind im Vergleich zum Vorjahr um 22 % zurückgegangen.

Die Personalkosten sind dabei um 14 % auf TEUR 5.278 gestiegen. Grund hierfür sind vor allem Neueinstellungen im Bereich Einkauf und IT, da in ein neues Einkaufs- und Lagersystem investiert wurde. Auch wurden der Bereich Design & Entwicklung ausgebaut um sich mit der eigenen Brand mit dem USPs "live unique" sowie "designed & developed in Germany" weiter abzugrenzen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringern sich von TEUR 13.016 auf TEUR 10.564. Ursachen hierfür ist ein Rückgang der variablen Kosten direktproportional zum Umsatz in den Hauptbereichen der Ausgangsfrachten, dem Verpackungsmaterial, den Verkaufsprovisionen und den Fremdarbeiten.

DELIFE schloss das Geschäftsjahr mit einem Jahresüberschuss von TEUR 1.687 ab, was einer Minderung im Vergleich zum Vorjahr um 33 % entspricht. Hohe Investitionskosten in laufende IT-Projekte und neue Designausrichtungen, um die Wettbewerbsfähigkeit weiter auszubauen wurden der Gewinnmaximierung vorgezogen.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wichtige Leistungsindikatoren stellen für uns das Working Capital und die Liquiditätskennziffern dar.

Die Liquidität 1. Grades (Flüssige Mittel / kurzfristige Verbindlichkeiten) lag im aktuellen Geschäftsjahr bei 135 %. Im abgelaufenen Jahr lag die Quote bei 58 %.

Das gleiche gilt für die Liquidität 2. Grades ((Flüssige Mittel + Forderungen) / kurzfristige Verbindlichkeiten). Im Berichtsjahr lag die Quote bei 144 %, im Vorjahr bei 77 %.

Die Liquidität 1. und 2. Grades hat sich weiter positiv entwickelt. Die flüssigen Mittel haben sich auf TEUR 6.210 erhöht, was auf die Verschiebung im Umlaufvermögen zurück zu führen ist.

Das Working Capital (Umlaufvermögen - kurzfristige Verbindlichkeiten) konnte von TEUR 8.554 auf TEUR 10.023 gesteigert werden.

Die Working Capital Ratio (Working Capital / kurzfristige Verbindlichkeiten) erhöhte sich von 128 % auf 218 %. DELIFE fokussiert eine Ratio in Höhe von mindestens 100 %, um weiterhin die kurzfristigen Verbindlichkeiten jederzeit decken zu können.

5. Gesamtaussage

Die Geschäftsleitung ist zufrieden mit dem Geschäftsjahr. Trotz schwieriger wirtschaftlicher Lage in Europa und besonders dem Rückgang in der deutschen Branche konnte ein positiver Jahresüberschuss erzielt werden. Der Umsatzrückgang zum Vorjahr ist speziell auf den E-Commerce Bereich zurückzuführen. Während man sich während Corona in die eigenen Wände zurückgezogen und das Heim renoviert hat, wird nach Corona wieder mehr stationär eingekauft, Großinvestitionen aufgrund der unsicheren Lage und der hohen Zinsen aufgeschoben und Geld lieber dort ausgegeben, wo während Corona gespart werden musste (z.B. Urlaub).

DELIFE hat bewusst die Entscheidung getroffen trotz Umsatzeinbußen weiterhin verstärkt in den Logistikausbau (Warenverfügbarkeit), den Markenauftritt (neues CI) und die IT-Systemen (neues ERP und Shopsystem) zu investieren, um seinen Wettbewerbsvorteil weiter auszubauen und um sich auch nach dem allgemeinen wirtschaftlichen Abschwung weiter von der Konkurrenz abzugrenzen.

Die Ware von DELIFE wird immer hochwertiger. Durch die neue internationale CI-Ausrichtung wurde beschlossen, Rabattaktionen nicht mehr zu fokussieren sondern den Schritt weiter vom Händler zum Designer zu gehen. Mit designed & developed in Germany wurde der Fokus auf Inspiration und Qualität zu einem erschwinglichen Preis gelegt. Erste Erfolge konnten im niedrigen Wareneinsatz in diesem Geschäftsjahr verzeichnet werden.

III. Prognosebericht

Durch die allgemeine unsichere Wirtschaftslage und den hohen Zinsen, die nur langsam sinken wird es auch 2024 ein schwieriges Geschäftsjahr werden. Die Bevölkerung wird größere Investitionen meiden bzw. aufschieben. Da weniger Eigenheime und Mietwohnungen gebaut wurden, wird auch der Möbelhandel in Deutschland und Europa leiden und es wird mit einem weiteren leichten Umsatzrückgang gerechnet werden.

Die Kosten, insbesondere für Beschaffung, Versand und Marketing werden im Gegenzug zwar nicht weiter steigen, sich aber weiterhin auf hohem Niveau halten. Da DELIFE auch weiter in Ausbau von Logistik, IT und CI investieren wird, wird auch 2024 mit einem weiteren leichten Rückgang im Gesamtergebnis gerechnet.

IV. Chancen- und Risikobericht

Es ist davon auszugehen, dass sich der Konsum in 2024 weiter abschwächt und sogar rückläufig werden könnte. Durch den niedrigen Fixkostenanteil ist dieses Risiko für DELIFE überschaubar. Der Wareneinsatz und die variablen Kosten machen den größten Kostenblock aus, der sich bei DELIFE überwiegend durch Kontrahierungs- und Kommunikationspolitik steuern lässt. Bei anhaltender Konsumschwäche werden erstmal keine weiteren Großprojekte mehr aufgenommen, wodurch sich der Kostenanteil schnell reduzieren lässt. Auch wurden 2024 alle Läger auf zwei Standorte in unmittelbarer Nähe zentralisiert, wodurch sowohl Miet- als auch Personalkosten für Umfuhr gespart werden können.

Die Verknappung der Wertschöpfungskette hat im Jahr 2024 zwar entspannt, jedoch blieben die Containerkosten und damit die Bezugsnebenkosten aufgrund Piraterie (Israel Konflikt) weiter auf hohem Niveau. Damit ist auch zu rechnen. DELIFE kann auf solche Situationen mit seiner VK-Preispolitik schnell reagieren (Wettbewerbsvorteil gegenüber dem stationären Handel und auch manchen Onlinehändler mit weiterhin starreren Prozessen). Dies gilt sowohl bei Preiserhöhungen durch Verknappung der Wertschöpfungskette oder Erhöhung der Bezugsnebenkosten als auch bei Preisminderungen, die in 2023 auch erfolgten. DELIFE ist an keine mittel-/langfristigen Preisverpflichtungen gebunden und kann die Verkaufspreise je nach Preissituation bei der Beschaffung kurzfristig anpassen.

Die unsichere Lage weltweit ist im ständigen Wandel. DELIFE bezieht seine Waren weltweit nach eigenen Designs und hat in vielen Ländern vor Ort eigene Teams für Qualität und Abwicklung. Somit kann DELIFE bei einem regionalen Konflikt sein Sourcing auf andere Länder fokussieren. Auch die Bevorratung im Headquarter bei Coburg auf 45.000 qm hat den Vorteil, dass die Verfügbarkeit jederzeit gewährleistet ist und kurzfristige Preiserhöhungen bei den Bezugskosten ausgesessen werden können.

Die zukünftige internationale Vertriebsausrichtung, insbesondere im B2B Bereich, minimiert das Risiko von nationalen Umsatzeinbrüchen. Durch die neue CI-Ausrichtung, eigene Designs und hohe Qualität wird die DELIFE Ware einzigartiger und weniger vergleichbar. Damit wird das Warensortiment nicht mehr dem direkten Preisdruck der Konkurrenz ausgesetzt und ist daher nicht vom direkten Preiskampf abhängig.

 

Ebersdorf, 16. September. 2024

gez. Maximilian Kirchner

gez. Nicki Kirchner

Die Geschäftsführung

BILANZ ZUM 30. JUNI 2023

DELIFE GMBH, EBERSDORF

AKTIVA

30.6.2023
EUR
30.6.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 701.175,55 493.746,65
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 463.289,87 230.855,97
II. Sachanlagen 237.885,68 262.890,68
B. UMLAUFVERMÖGEN 14.620.171,01 15.254.576,93
I. Vorräte 7.923.712,02 8.906.661,78
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 486.268,87 2.434.402,98
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 6.210.190,12 3.913.512,17
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 76.534,38 65.088,82
15.397.880,94 15.813.412,40

PASSIVA

30.6.2023
EUR
30.6.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 10.800.266,91 9.112.986,75
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Bilanzgewinn 10.750.266,91 9.062.986,75
B. RÜCKSTELLUNGEN 2.964.000,00 2.710.595,00
C. VERBINDLICHKEITEN 1.633.614,03 3.989.830,65
15.397.880,94 15.813.412,40

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/23

2022/23
EUR
2021/22
EUR
1. Rohergebnis 18.453.089,86 21.376.247,14
2. Personalaufwand -5.278.247,37 -4.630.027,59
a) Löhne und Gehälter -4.251.659,36 -3.830.328,99
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.026.588,01 -799.698,60
- davon für Altersversorgung: EUR 49.233,40 (Vorjahr: EUR 48.428,94)
3. Abschreibungen -206.355,61 -156.436,56
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -10.563.642,48 -13.015.951,11
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.126,88 661,75
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -931,79 -109,57
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -718.294,33 -1.068.807,03
8. Ergebnis nach Steuern 1.689.745,16 2.505.577,03
9. Sonstige Steuern -2.465,00 -2.099,00
10. Jahresüberschuss 1.687.280,16 2.503.478,03
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 9.062.986,75 6.559.508,72
12. Bilanzgewinn 10.750.266,91 9.062.986,75

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/23

DELIFE GMBH, EBERSDORF

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Die Firma der Gesellschaft lautet DELIFE GmbH. Der Sitz befindet sich in 96237 Ebersdorf. Die Gesellschaft ist im Handelsregister unter HRB 4405 beim Registergericht Coburg eingetragen.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Der Jahresabschluss zum 30. Juni 2023 wurde nach den deutschen handelsrechlichen Vorschriften der §§ 242 ff. HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gliederung entspricht dem § 266 Abs. 2 und Abs. 3 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert.

II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden ausschließlich linear und auch bei unterjährigen Zugängen stets zeitanteilig vorgenommen. Lag der am Bilanzstichtag beilzulegende Wert dauerhaft niedriger, so wurde eine außerplanmäßige Abschreibung auf diesen Wert vorgenommen. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht aktiviert.

Sachanlagen werden mit den um planmäßige Abschreibungen verminderten Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen werden die Einzelkosten (Fertigungsmaterial und Fertigungslöhne), die Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie die durch die Fertigung veranlassten Abschreibungen einbezogen. Lag der am Bilanzstichtag beizulegende Wert dauerhaft niedriger, so wurde eine außerplanmäßige Abschreibung auf diesen Wert vorgenommen.

"Geringwertige Wirtschaftsgüter", d.h. selbständig nutzbare bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, deren Anschafftungs-/Herstellungskosten mehr als EUR 250,- und bis EUR 800,- betragen, werden im Jahr des Zugangs als Aufwand behandelt.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

Gebrauchte Vermögensgegenstände werden mit einer geringeren Nutzungsdauer und damit einem höheren Abschreibungssatz angesetzt.

Waren werden der Angabe gemäß mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten oder mit den niedrigeren Verkaufspreisen bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Zweifelhafte Forderungen werden auf den niedrigeren beizulegenden Wert zum Stichtag einzeln wertberichtigt. Uneinbringliche Forderungen werden voll abgeschrieben. Das allgemeine Forderungsrisiko wird ausreichend durch Pauschalwertberichtigungen in anerkannter Höhe unter Berücksichtigung von Erfahrungswerten der Vergangenheit berücksichtigt.

Kassenbestände und Bankguthaben werden zu Nominalwerten angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungen werden mit dem Nennwert angesetzt.

Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten sowie für Gewährleistungen ohne rechtliche Verpflichtungen werden in Höhe des Betrags gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung der Verpflichtung notwendig ist. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungwisse Verbindlichkeiten in ausreichender Höhe. Die Rückstellungsbeträge beinhalten die künftigen Preissteigerungen und werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Geschäftsjahre abgezinst, wenn die zugrundeliegenden Verbindlichkeiten eine Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr besitzen.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

III. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist aus dem diesem Anhang beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich. Darin sind, ausgehend von den gesamten Anschaffungs- und Herstellungskosten, die Zugänge, Abgänge und Abschreibungen des Geschäftsjahres sowie die Abschreibungen in ihrer gesamten Höhe gesondert aufgeführt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Zum Bilanzstichtag bestehen keine Forderungen gegen Gesellschafter (i.Vj. TEUR 0).

Von den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 0 (i.Vj. TEUR 0) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Eigenkapital

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag vor Ausschüttung in Höhe von EUR 9.062.986,75 (i.Vj. EUR 6.559.508,72) enthalten.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 844 (i.Vj. TEUR 952) beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für den Personalbereich sowie für Tantiemen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.634 haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr (i.Vj. TEUR 3.990).

Für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen für Mietverträge in Höhe von TEUR 1.588 p.a. und Leasingverpflichtungen in Höhe von TEUR 35 p.a., die für die Beurteilung der Finanzlage bedeutend sind.

IV. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währumgsumrechung in Höhe von TEUR 105 (i. Vj. TEUR 285) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 140 (i.Vj. TEUR 208) enthalten.

V. SONSTIGE ANGABEN

Beschäftigungsanzahl

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 120 (i.Vj. 102) Mitarbeiter beschäftigt. Davon waren 42 Arbeiter und 69 Angestellte sowie 10 Azubis und geringfügig Beschäftigte.

Angaben zu den Mitgliedern der Geschäftsführung

Mitglieder der Geschäftsführung sind:

Maximilian Kirchner, Rödental, Geschäftsführer

Nicki Kirchner, Ebersdorf, Geschäftsführer

Für die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wendet die Gesellschaft die Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB an.

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Der Beginn des Ukraine-Krieges Anfang 2022 hat zu deutlichen Preis- und Kostensteigerungen geführt, welche die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zwar beeinflussen, aber nicht existenzbedrohend sind.

Infolge des erstarkenden Israel Palestina Konflikts ist die aktuelle wirtschaftliche Situaltion nach wie vor von großen Unsicherheiten geprägt. Vor allem die Angriffe der Huti-Rebellen bilden ein Risiko für die Lieferketten und sorgen für steigende Einkaufspreise. Über die Dauer des Krieges und dessen weiteren Auswirkungen sind aktuell keine verlässlichen Aussagen möglich.

Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss zum 30. Juni 2023 beträgt EUR 1.687.280,16 Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 10.750.266,91 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Ebersdorf, den 16. September 2024

gez. Maximilian Kirchner

gez. Nicki Kirchner

Die Geschäftsführung

Datum der Feststellung:

Die Feststellung des Jahresabschlusses zum 30.06.2023 erfolgte in der Gesellschafterversammlung am 18.09.2024.

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jul. 2022
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
30. Jun. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 333.116,31 253.265,79 0,00 0,00 586.382,10
Geleistete Anzahlungen 0,00 72.273,90 0,00 0,00 72.273,90
333.116,31 325.539,69 0,00 0,00 658.656,00
II. SACHANLAGEN
Technische Anlagen und Maschinen 3.616,20 0,00 0,00 0,00 3.616,20
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 589.459,18 88.247,82 0,00 11.950,00 665.757,00
593.075,38 88.247,82 0,00 11.950,00 669.373,20
926.191,69 413.787,51 0,00 11.950,00 1.328.029,20
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jul. 2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
30. Jun. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 102.260,34 93.105,79 0,00 195.366,13
Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
102.260,34 93.105,79 0,00 195.366,13
II. SACHANLAGEN
Technische Anlagen und Maschinen 3.615,20 0,00 0,00 3.615,20
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 326.569,50 113.249,82 11.947,00 427.872,32
330.184,70 113.249,82 11.947,00 431.487,52
432.445,04 206.355,61 11.947,00 626.853,65
NETTOBUCHWERTE
30. Jun. 2023
EUR
30. Jun. 2022
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 391.015,97 230.855,97
Geleistete Anzahlungen 72.273,90 0,00
463.289,87 230.855,97
II. SACHANLAGEN
Technische Anlagen und Maschinen 1,00 1,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 237.884,68 262.889,68
237.885,68 262.890,68
701.175,55 493.746,65

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die DELIFE GmbH, Ebersdorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der DELIFE GmbH, Ebersdorf, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DELIFE GmbH, Ebersdorf für das Geschäftsjahr vom 01. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolosen Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Kulmbach, den 16. September 2024

C.P.A. Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Dr. Mehnert, Wirtschaftsprüfer

gez. Magiera, Wirtschaftsprüfer

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