Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 105628
Eingetragen
1.9.2000
Branche
Verlegen von ComputerspielenBeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Gegenstand der Gesellschaft sind (i) der Betrieb von Spieleportalen im Internet sowie die dazugehörige Vermarktung von Werbeflachen, der Handel mit Computerspielen, Konsolenspielen und jeweils dazugehörigem Zubehör sowie die Entwicklung, der Betrieb und die Vermarktung von Online-Spielen im Internet sowie von Spielen für mobile Endgeräte (u.a. Smartphones/Tablets) und alle sonstigen hiermit zusammenhangenden Geschäfte; (ii) der Erwerb, das Halten, die Verwaltung und die Verwertung eigenen und fremden Vermögens, namentlich der Erwerb, das Halten, die Verwaltung und die Verwertung von Beteiligungen an in- und ausländischen Tochtergesellschaften und Unternehmen; sowie (iii) die Verwaltung, Finanzierung, unternehmerische Führung, Übernahme der Geschäftsführung und Vertretung von solchen Tochtergesellschaften und Unternehmen und die Erbringung von Management-, Beratungs- und sonstigen Dienstleistungen an solche Tochtergesellschaften und Unternehmen. Die Gesellschaft kann sich auf einen oder mehrere der in Satz 1 genannten Gegenstände beschränken. Sie kann sich auch auf die Tätigkeit einer geschäftsleitenden Holdinggesellschaft und/oder die sonstige Verwaltung eigenen Vermögens beschränken.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Wolfgang Klaus Duhr
seit 3.9.2025
Vorstandsmitglied

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

gamigo AG

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für 2023

I. Grundlagen

A. Geschäftstätigkeit

Die gamigo AG ist ein führendes Games-Unternehmen in Europa und Nordamerika. gamigo veröffentlichte bereits im Jahr 2000 das erste vollständig deutschsprachig lokalisierte Massively Multiplayer Online Game (MMOG). Heute besteht das Portfolio insbesondere aus dem Premium MMO Game Fiesta.

Die gamigo AG, mit Sitz in Hamburg/Deutschland, ist die Muttergesellschaft der gamigo Gruppe. Sie übernimmt in dieser Funktion neben dem eigenen operativen Geschäft einige zentrale Management- und Verwaltungsfunktionen für die Gruppengesellschaften von Hamburg aus. Die gamigo AG gehört zur MGI - Media and Games Invest SE, Schweden (MGI).

B. Geschäftsbereiche und -organisation

Die gamigo AG ist im Bereich Games tätig. Hier werden Online-Spiele für Endkunden bereitgestellt, betreut, betrieben und intern weiterentwickelt. Sie vermarktet ihre Produkte weltweit, wobei jedoch der Schwerpunkt in Europa sowie Nordamerika liegt. Die Spiele werden für bestimmte regionale Territorien meist exklusiv lizensiert.

Die MMO Games Umsätze entfallen auf die sogenannten Free-to-play Massively Multiplayer Online Games (MMOG's) der gamigo AG. Free-to-play bedeutet, dass die Konsumenten grundsätzlich kostenlos spielen, jedoch kostenpflichtige Güter (sogenannte "Items") erwerben können, die den Spielspaß erhöhen und/oder schnellere Erfolge ermöglichen, insbesondere durch neue Ausstattungen oder neue Funktionen für die Spielfiguren. MMOG bedeutet, dass sich auf einem Spielfeld bzw. einer Serverumgebung oft mehrere tausend Spieler treffen und miteinander in Interaktion treten. Aufgrund der großen Anzahl von Mitspielern, die zu den unterschiedlichsten Zeiten dem Spiel nachgehen und häufig durch feste Spielergemeinschaften (sog. "Gilden" bzw. "Clans") miteinander verbunden sind, spielen die Nutzer ein Spiel meist über mehrere Monate oder sogar Jahre.

Die gamigo AG hält in ihrer Funktion als Holdinggesellschaft Beteiligungen an verschiedenen Gesellschaften.

Die Neukundengewinnung für die von der gamigo AG angebotenen Spiele erfolgt über Maßnahmen im eigenen Kundenbestand (z.B. E-Mail, Cross-Selling) sowie auf eigenen Portalen wie z.B. gamigo.com. Zusätzlich werden die eigenen Spiele über den programmatischen Werbezweig der Muttergesellschaft MGI - Media and Games Invest SE beworben. Zusätzlich arbeitet die gamigo AG beim Vertrieb ihrer Spiele mit mehreren Kundengewinnungs- und Vertriebskanälen Dritter zusammen.

C. Ziele und Strategien

Die gamigo AG hat sich zum Ziel gesetzt, über ihre verbundenen Unternehmen ihren Marktanteil in Europa und Nordamerika im Bereich Online-Spiele-Publishing weiter auszubauen. Die gamigo AG verfügt über viel Erfahrung und fundiertes Wissen hinsichtlich des lokalen und regulatorischen Umfeldes zahlreicher internationaler Märkte im Game Publishing und Online-Marketing-Bereich sowie Mobile- und Online Payment.

D. Steuerungssystem

Die Geschäftsführung steuert das Unternehmen anhand einer Reihe von Kenngrößen. Das Steuerungssystem umfasst sowohl finanzielle Kennzahlen als auch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren, die die Performance des Unternehmens und die Geschäftstätigkeit widerspiegeln. Neben unternehmensinternen Kennzahlen werden regelmäßig externe Indikatoren, wie z. B. die Entwicklung erfolgreicher Spiele von Wettbewerbern sowie Marktdaten zum Konsumverhalten und der wirtschaftlichen Entwicklung wie zum Beispiel die Inflationserwartung der Zielregionen zur Steuerung und Planung, herangezogen.

Als wichtigste finanzielle Indikatoren werden Umsatz, EBITDA, Liquidität und Investitionen genutzt. Die Parameter stellen sicher, dass unternehmensweit ausgewogene Entscheidungen im Spannungsfeld von Liquidität, Profitabilität und Wachstum getroffen werden.

Etablierte Monatsberichte enthalten alle relevanten Kennzahlen und Soll-Ist-Vergleiche sowie Vergleiche mit vorangegangenen Perioden. Sie stellen eine wichtige Diskussionsgrundlage für Vorstands- und Managemententscheidungen dar. Darüber hinaus erfolgt auf der Basis aktueller Soll-Ist-Vergleiche eine regelmäßige Aktualisierung der rollierenden Planung für sämtliche Unternehmensbereiche. Diese dient als Frühwarnsystem für eventuelle Abweichungen und ermöglicht eine frühzeitige Korrektur. Darüber hinaus werden Backend und BI Systeme weltweit vereinheitlicht, um in allen Tochtergesellschaften die gleichen KPI's auswertbar zu machen.

Neben rein finanziellen Steuerungsgrößen hat gamigo auch eine Reihe von Performance-Kennzahlen definiert, die nicht unmittelbar finanziell messbar sind. Bei gamigo sind insbesondere die Anzahl der neu registrierten Spieler (Registered New Users), die aktiven Spieler (Daily Active Users) und der durchschnittliche Umsatz pro Spieler (Average Revenue Per User) wichtige Steuerungsgrößen. Ein wichtiges Ziel ist es, die Kundenzufriedenheit u. a. durch die Betreuung und Optimierung der Spiele sowie durch die Erweiterung des Ingame-Angebots zu steigern und somit ein nachhaltiges und langlebiges Produktportfolio bereitzustellen.

Steuerung und Planung greifen eng ineinander. Die Planung wird auf Basis der strategischen und operativen Unternehmensziele erstellt, wobei im Fokus der konzernweiten Planungsprozesse wie zuvor erläutert, der Gesamtumsatz, EBITDA und Investitionen stehen. Die einzelnen Planungsprozesse sind systematisch abgestimmt und im Zeitablauf festgelegt. Dies ist von grundlegender Bedeutung für die wirksame Steuerung der definierten Zielgrößen, aber auch für die Erhebung von Chancen und Risiken.

E. Forschung und Entwicklung

Die gamigo AG betreibt keine aktive Forschung. Allerdings wird substanziell in die inhaltliche Weiterentwicklung des Spiels Fiesta Online investiert. Der Umfang der Entwicklung schlägt sich in den Aktivierten Eigenleistungen nieder. Ohne diese Weiterentwicklungen würde der Kundenstamm nach und nach erodieren.

Die gamigo AG geht davon aus, dass neue Technologien in Zukunft weiterhin eine wichtige Rolle im Games- und Advertising-Bereich spielen werden. Um zu gegebener Zeit hier den Anschluss zu halten bzw. eine führende Rolle einzunehmen, investiert das Unternehmen schon jetzt u.a. in Bereiche wie Programmatic Advertising.

II. Wirtschaftsbericht

A. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Weltbank prognostiziert, dass das weltweite Wirtschaftswachstum im Jahr 2024 gedämpft bleiben wird, mit einer Prognose von 2,4 %, was das dritte aufeinanderfolgende Jahr der Verlangsamung wäre. Dies ist auf straffe Geldpolitik und restriktivere Kreditbedingungen zurückzuführen, wobei zahlreiche Risiken bestehen, von eskalierenden Konflikten im Nahen Osten bis hin zu finanziellen Belastungen, einer schwächelnden chinesischen Wirtschaft und klimabedingten Katastrophen. Das Wachstum in Europa und Zentralasien (ECA) wird voraussichtlich in 2024 auf 2,4 % moderat zurückgehen und sich dann im Jahr 2025 auf 2,7 % erhöhen. Dies wird durch eine Stärkung der inländischen Nachfrage und eine allmähliche Erholung im Euroraum unterstützt. 1

B. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

I. Markt

Die relevantesten Märkte von gamigo sind die Märkte für PC-Client-Games und Browserspiele.

Wachstum und Trends des weltweiten Videospielmarktes

Laut Newzoo soll der Spielemarkt insgesamt ein stetiges Wachstum von 2023 bis 2026 erreichen. Im Jahr 2023 wird die Anzahl der Spieler weltweit voraussichtlich 3,38 Milliarden erreichen, was einem jährlichen Anstieg von +6,3 % entspricht. Die globalen Spieleeinnahmen sollen $184,0 Milliarden erreichen, wobei das Wachstum im Vergleich zum Vorjahr bei +0,6 % liegt. Bei der Aufschlüsselung der Spieleeinnahmen pro Segment für 2023 wird erwartet, dass der mobile Bereich den größten Anteil an den Einnahmen ausmachen wird. Gleichzeitig wird erwartet, dass Konsolenspiele ein bedeutender Treiber für das Wachstum sein werden. Eine wichtige Entwicklung, ist der Einsatz von generativer Kl in der Spieleentwicklung. Diese Technologie verändert zunehmend die Art und Weise, wie Spiele entwickelt und erlebt werden. Ein weiterer Fokus liegt auf dem Einfluss von transmedialem Storytelling auf die Spielerbindung und die Entwicklung des Live-Spiel-Zuschauerinteresses. Diese Entwicklung zeigt, wie Spiele zunehmend zu einem integralen Bestandteil verschiedener Medienformen werden und neue Möglichkeiten für die Interaktion mit dem Publikum bieten. 2

1 World Bank Group; Global Economic Prospects, January 2024; https://openknowledge.worldbank.org/server/api/core/bitstreams/08b387d9-cc44-496e- 8e78-e311c88185d7/content

II. Wettbewerb

Der Wettbewerb im Games-Sektor ist aufgrund des relativ fragmentierten und in der Vergangenheit stark gewachsenen Marktes hoch. Der Return on Investment ist hoch, wenn man ein erfolgreiches Spiel entwickelt, aber die Erfolgswahrscheinlichkeiten sind gering.

Es gibt wenige sehr große und viele kleinere Marktteilnehmer. Die großen Entwickler haben große Portfolios mit starken Spielen und deutlichen Skaleneffekten bei der Entwicklung und Vermarktung von Spielen. Die kleineren Studios haben typischerweise nur wenige Spiele, von denen ihr Überleben abhängt. Die gamigo Gruppe ist heute einer der größeren Publisher auf dem europäischen und nordamerikanischen Markt mit einem gut diversifizierten Portfolio an Spielen und mit einem geringeren Risikoprofil im Vergleich zu Peers, die auf den Erfolg einzelner Spieltitel angewiesen sind.

Zu den direkten Konkurrenten von gamigo im Bereich des Online-Spiele-Publishings gehören Unternehmen, die etwas kleiner sind als die größten AAA-Spieleentwickler und -Publisher, aber wie gamigo über einen relevanten Marktanteil verfügen. In diesem Umfeld zählen Unternehmen wie Gameforge, Travian, Stillfront, Embracer, IDC Games und Wargaming zu den umsatzstärksten Unternehmen.

C. Geschäftsverlauf

Während sich der Spieleumsatz knapp unter Vorjahresniveau bewegte, fiel das EBITDA insbesondere durch massiv gesunkene Währungskursgewinne (-9,5 Mio. EUR) um 8,8 Mio. EUR geringer aus. Gleichzeitig konnte das um Währungseffekte bereinigte EBIT deutlich verbessert werden. Das EBT ist weiterhin erheblich durch die Konzernfinanzierung belastet und lag bedingt durch den negativen Marktwert eines Sicherungsgeschäfts nochmal deutlich unter Vorjahr.

D. Ertragslage, Vermögenslage und Finanzlage

Ertragslage

Die Ertragslage der gamigo AG war im Geschäftsjahr 2023 wie schon im Vorjahr stark von Währungseffekten, Zinsen und Steuern beeinflusst. Während sich die Spieleumsätze leicht unter Vorjahresniveau bewegten, waren die Konzernumlagen bzw. an andere Konzernunternehmen abgerechnete Dienstleistungen deutlich geringer. Gleichzeitig nahmen die Währungskursgewinne, die im Wesentlichen durch die Stichtagskurse vom Jahresende beeinflusst sind, enorm ab, weshalb das EBITDA von TEUR +4.863 auf TEUR -3.912 sank.

Der Gesamtumsatz ist mit TEUR 5.220 gegenüber dem Vorjahr (2022: TEUR 6.210) um ca. 16 % zurückgegangen, wobei dieser insbesondere durch niedrigere Umsätze aus Dienstleistungen und Services innerhalb des gamigo-Konzerns resultiert.

2 Newzoo: Global Games Market Report, 2023, URL: https://newzoo.com/resources/trend-reports/newzoo-global-games-market-report-2023-free-version

Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde in die Erweiterung und Verbesserung von Fiesta Online investiert. Die aktivierten Eigenleistungen bewegten sich mit TEUR 957 (2022: TEUR 1.442) unter Vorjahresniveau.

Die Verringerung der sonstigen betrieblichen Erträge (TEUR 1.228 nach TEUR 11.099 im Vorjahr) sind im Wesentlichen auf die gesunkenen Erträge aus Währungsbewertung von Fremdwährungsdarlehen im Verbundbereich (TEUR 647, Vj. 10.189) zurückzuführen.

Die Aufwendungen für bezogenen Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr mit TEUR 1.300 (Vorjahr: TEUR 1.887) deutlich zurückgegangen. Der Rückgang resultiert hierbei hauptsächlich aus geringeren Serverkosten, gesunkenen Marketingaufwendungen und niedrigeren Paymentkosten.

Die Personalaufwendungen liegen mit TEUR 4.284 mit -29 % unter Vorjahr. In der gamigo AG sind neben dem Management auch die Zentralbereiche (Human Resources, Office Management und IT sowie einige Mitarbeiter aus Legal und Finance) und der Servicebereich (u.a. Customer Care, Community Management und Payment) der gamigo Gruppe angesiedelt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von TEUR 5.733 bewegen sich in etwa auf Vorjahresniveau, wobei sich die Zusammensetzung verändert hat. Während die Rechts- und Beratungskosten sowie die IT- und Telekommunikationskosten deutlich reduziert werden konnten, lagen die zahlungsunwirksamen Aufwendungen deutlich über dem Vorjahr.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen betrugen im Geschäftsjahr TEUR 1.127 (2022: TEUR 3.317).

Wie bereits im Vorjahr belastet das Zinsergebnis das EBT der Gesellschaft mit TEUR -12.230 nach TEUR -8.383 in 2023.

Trotz höherer Erträge aus Gewinnabführung durch die gamigo Publishing GmbH, Hamburg, fiel das Jahresergebnis mit -6,9 Mio. EUR anders als im Vorjahr negativ aus.

Vermögens- und Finanzlage

Unter der Berücksichtigung der Zu- und Abgänge sowie der Abschreibungen sind im Abschluss des Jahres 2023 langfristige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 127.882 ausgewiesen (2022: TEUR 127.872). Die Anlagenintensität ist mit 54 % nach 49 % im Vorjahr leicht gestiegen, was auf die gesunkene Bilanzsumme unter anderem durch geringere Verbindlichkeiten im Verbundbereich zu erklären ist. Darüber hinaus wurde auch im vergangenen Geschäftsjahr in Fiesta Online investiert, um dieses auch künftig attraktiv zu halten.

Zum 31. Dezember 2023 weist die gamigo AG aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 14.717 aus (2022: TEUR 10.831), die im Wesentlichen aus steuerlichen Verlustvorträgen resultieren und mit passiven latenten Steuern aus immateriellen Vermögengegenständen saldiert sind.

Das Umlaufvermögen der gamigo AG ist im Vergleich zum Vorjahr durch eine Verringerung der konzerninternen Forderungen sowie einem Rückgang der Bankguthaben gesunken und beträgt zum Bilanzstichtag in Summe TEUR 93.682 (2022: TEUR 119.598).

Das Eigenkapital der gamigo AG beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 10.129 (Vj. TEUR 17.061). Das Grundkapital und die Kapitalrücklage sind unverändert zum Vorjahr. Die Eigenkapitalquote veränderte sich im Berichtsjahr durch das gesunkene Eigenkapital von 7 % auf 4 %.

Zum 31. Dezember 2023 bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 219.573 (2022: TEUR 239.270). Die weitere Finanzierung ist über die MGI - Media and Games Invest SE, Schweden, sichergestellt. Durch Rückzahlungen verringerten sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 20.031 auf TEUR 187.099.

Der gamigo AG steht neben einer unbesicherten Kreditlinie von der Commerzbank AG in Höhe von TEUR 2.000 eine Kreditlinie in Höhe von TEUR 30.000 von der UniCredit Bank AG zur Verfügung, für die die oberste Muttergesellschaft MGI - Media and Games Invest SE, Schweden, gesamtschuldnerisch mithaftet.

Rückstellungen werden in Höhe von TEUR 6.761 (2022: TEUR 2.033) ausgewiesen und beinhalten im Wesentlichen Drohverlustrückstellungen, Prozesskosten, Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und Personalrückstellungen.

Die gamigo AG erwirtschaftete im Berichtsjahr 2023 ein operatives Ergebnis (EBITDA) in Höhe von TEUR -3.912 (2022: TEUR 4.863). Die gamigo AG steuert über das Working Capital erfolgreich die Liquidität der gamigo-Gruppe.

Liquidität

Die gamigo AG verfügte am 31. Dezember 2023 über einen Bestand an flüssigen Mitteln von insgesamt TEUR 12.674 (Vorjahr: TEUR 32.389).

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

A. Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir für die gamigo AG einen leichten Rückgang der Umsätze. Gleichzeitig wird mit einem Anstieg der Aktivierten Eigenleistungen gerechnet. Während bei den Materialaufwendungen mit einer Erhöhung gerechnet wird, geht man von niedrigeren Personalkosten aus. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden unter Vorjahresniveau liegen, was auf den Wegfall von Sondereffekten zurückzuführen ist. Bei den Abschreibungen wird ein Betrag auf Vorjahresniveau erwartet.

Das Währungsrisiko aufgrund von in Fremdwährung (insbesondere USD und SEK) gewährter und in Anspruch genommener Darlehen ist in der Prognose nicht berücksichtigt. Sollten sich hier große Veränderungen zum vorangegangenen Stichtag ergeben, ist mit entsprechenden Effekten im EBITDA zu rechnen. Aufgrund der in 2023 enthaltenen negativen Währungseffekte wird, ohne Berücksichtigung dieser in der Planung und ohne Berücksichtigung der Ergebnisabführung mit gamigo Publishing GmbH, mit einem etwas besseren EBIT und auch EBT gerechnet.

B. Chancenbericht

Gamigo profitiert von einem insgesamt stabilen Markt für Spiele. Nach der durchgeführten Portfoliobereinigung liegt der Fokus auf dem erfolgreichen Titel Fiesta Online.

C. Risikobericht

Wettbewerbsrisiken

Die gamigo AG betreibt und vermarktet Online-Spiele und ist damit in einem wettbewerbsintensiven Marktumfeld tätig. Die Gesellschaft kann nicht ausschließen, dass weitere Anbieter sich aufgrund der zunehmenden Akzeptanz von Online-Spielen dazu entscheiden, in diesen Teilmarkt einzutreten. Sie könnten damit die Marktanteile der gamigo AG beeinträchtigen. Auch sind die Eintrittsbarrieren für neue Wettbewerber im Bereich der Online-Spiele niedrig. Der steigende Wettbewerb kann zu steigenden Preisen bei dem Erwerb von Lizenzen für die Spiele führen. Die Realisierung der geschilderten Wettbewerbsrisiken kann sich erheblich auf die Geschäftstätigkeit sowie die Akquisechancen der gamigo AG auswirken.

Abhängigkeit von Fach- und Führungskräften

Die Umsetzung der Geschäftsstrategie und Unternehmensziele und damit die Entwicklung der gamigo AG basiert insbesondere auf den Kenntnissen, Fähigkeiten und Erfahrungen der derzeitigen Führungskräfte (Vorstand und weitere Führungskräfte unterhalb des Vorstands). Es besteht das Risiko, dass es der gamigo AG nicht gelingen wird, die Führungskräfte im Unternehmen zu halten oder erforderlichenfalls neue Führungskräfte zu gewinnen.

Die gamigo AG ist des Weiteren auf qualifizierte Fachkräfte angewiesen. Gelingt dies nicht, könnte dies die Wettbewerbsfähigkeit der gamigo AG beeinträchtigen und das Unternehmenswachstum hemmen. gamigo investiert in diverse Programme, um die Mitarbeiterzufriedenheit zu halten und sorgt für ein marktgerechtes Vergütungssystem. Des Weiteren werden die Fort- und Weiterbildung der Arbeitnehmer, unter anderem durch Sprachkurse, gefördert und diverse Benefits wie regelmäßige Teamevents, gesunde Verpflegung am Arbeitsplatz sowie Zulagen zur Altersvorsorge und zum öffentlichen Nahverkehr angeboten.

Risiko von Verlust des Eigenkapitals

Sofern Liquiditätsrückflüsse aus immateriellen Vermögensgegenständen und Beteiligungsgesellschaften nicht im geplanten Maße realisiert werden können, besteht das Risiko, dass durch außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Beteiligungen eine bilanzielle Überschuldung eintritt. Im Falle von wesentlichen Planunterschreitungen wäre die gamigo AG von der Zuführung von weiterem Kapital abhängig, um ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen zu können.

Weiterhin hat die gamigo AG aktive latente Steuern für bestehende Verlustvorträge gebildet. Sofern die geplanten steuerlichen Ergebnisse nicht in der Höhe eintreten, wie vorgesehen oder die steuerliche Strukturierung der gamigo AG keine Nutzung von Verlustvorträgen erlaubt, besteht das Risiko, dass die gebildeten aktiven latenten Steuern aufzulösen sind.

Risiko Zahlungsausfall

Die branchenimmanente Zusammenarbeit mit Payment Providern als Schnittstelle zu den zahlenden Spielern der Online-Games birgt die Gefahr von verspäteten oder ganz ausbleibenden Zahlungen. Wir sehen keine wesentlichen Risiken in Bezug auf mögliche Zahlungsausfälle oder sonstige Liquiditätsrisiken, da wir auch weiterhin mit einer geringen Anzahl von Partnern arbeiten, deren Geschäftsbeziehungen mit uns von dauerhafter Natur sind und deren finanzielle Lage einen Forderungsausfall unwahrscheinlich erscheinen lässt. Um die Risiken so gering wie möglich zu halten, überwachen und steuern wir konsequent unsere Forderungen gegen Payment Service Provider.

Risiko Akquisitionen

Die gamigo AG hat diverse Assets und Unternehmen übernommen und es können auch weitere Akquisitionen folgen. Insbesondere birgt der Integrationsprozess erworbener Gesellschaften in der Regel das Risiko, dass Führungskräfte und Mitarbeiter in Schlüsselpositionen abwandern und bestehende Kunden mit den erworbenen Gesellschaften verloren gehen, die Gesellschaft ihre Marktposition nicht halten oder ausweiten kann oder Synergien nicht realisiert werden können. Zusätzlich birgt jede Akquisition Umsatz- und Kostenrisiken auf Grund nicht richtig eingeschätzter, bei einer Due Diligence nicht festgestellter oder sogar böswillig verschwiegener Verpflichtungen und Risiken.

Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken

Die gamigo AG ist von der Finanzierung durch die oberste Muttergesellschaft, der MGI - Media and Games Invest SE, Schweden, abhängig. Somit besteht ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen der Fähigkeit der MGI - Media and Games Invest SE, sich zu attraktiven Konditionen am Markt zu finanzieren und der Zinsbelastung und Sicherstellung der Liquidität bei der gamigo AG. Der gamigo AG stehen zudem für kurzfristige Brückenfinanzierungen Kreditlinien bei deutschen Kreditinstituten zur Verfügung.

Steuerliche Risiken

Die gamigo AG lässt sich laufend steuerlich beraten, um etwaige Risiken frühzeitig erkennen zu können. Es besteht das Risiko, dass im Rahmen zukünftiger Betriebsprüfungen die steuerliche Behandlung von Geschäftsvorfällen nicht anerkannt wird oder die mit Steuerberatern erstellten Steuererklärungen nicht vollständig und korrekt sind und es dadurch zu Steuernachzahlungen kommt.

Finanzrisiko aus Beteiligungen

Ein Beteiligungsrisiko resultiert grundsätzlich in Zukunft an Verlusten von Tochtergesellschaften und sonstigen Beteiligungsunternehmen, die sich auf die Ertragslage und Liquidität der gamigo AG auswirken könnten.

Währungsrisiken

Da Forderungen und Verbindlichkeiten auch in Fremdwährung bestehen, entstehen für die Gesellschaft Währungsrisiken. Das Risiko wird als moderat angesehen.

IV. Schlusserklärung aus dem Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gem. § 312 AktG

Die Gesellschaft hat bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass diese Rechtsgeschäfte getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden.

 

Hamburg, 6. Juni 2024

Jens Knauber, Vorstand

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1,00 1,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.227.205,49 4.046.690,78
4.227.206,49 4.046.691,78
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 207.790,35 378.478,11
207.790,35 378.478,11
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 122.446.829,37 122.446.829,37
2. Beteiligungen 1.000.000,00 1.000.000,00
123.446.829,37 123.446.829,37
127.881.826,21 127.871.999,26
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 148.300,34 132.168,32
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 80.536.385,07 87.043.886,86
3. Sonstige Vermögensgegenstände 323.395,00 32.245,85
81.008.080,41 87.208.301,03
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 12.673.519,45 32.389.257,98
12.673.519,45 32.389.257,98
C. Rechnungsabgrenzungsposten 182.732,94 64.018,36
D. Aktive latente Steuern 14.717.208,44 10.830.918,32
236.463.367,45 258.364.494,95

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.310.716,00 2.310.716,00
II. Kapitalrücklage 48.153.406,24 48.153.406,24
III. Verlustvortrag -33.402.907,99 -33.633.419,43
IV. Jahresfehlbetrag -6.931.958,35 230.511,44
10.129.255,90 17.061.214,25
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 188.411,58 0,00
2. Sonstige Rückstellungen 6.572.522,20 2.033.473,89
6.760.933,78 2.033.473,89
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 31.999.820,59 31.903.786,66
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 218.579,31 56.052,30
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 187.099.012,56 207.129.882,92
4. Sonstige Verbindlichkeiten 255.765,31 180.084,93
219.573.177,77 239.269.806,81
236.463.367,45 258.364.494,95

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 5.220.243,53 6.209.652,55
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 957.044,28 1.442.309,71
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.227.699,14 11.098.942,22
4. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.300.009,65 1.887.059,30
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.724.064,95 5.231.040,83
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 560.425,23 814.002,47
6. Abschreibungen
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.126.896,70 3.316.790,16
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.732.986,85 5.955.534,66
8. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 6.640.434,55 2.344.319,39
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.925.408,78 2.839.214,58
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 16.155.660,01 11.222.137,58
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -3.697.878,54 -5.013.183,66
12. Ergebnis nach Steuern -6.931.334,57 521.057,11
13. Sonstige Steuern -623,78 -290.545,67
14. Jahresfehlbetrag (Vj. Jahresüberschuss ) -6.931.958,35 230.511,44
15. Verlustvortrag -33.402.907,99 -33.633.419,43
16. Bilanzverlust -40.334.866,34 -33.402.907,99

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die gamigo AG wird im Handelsregister B des Amtsgerichts Hamburg unter der Nummer HRB 105628 geführt. Der Jahresabschluss der gamigo AG ("Gesellschaft") wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB; größenabhängige Erleichterungen werden teilweise in Anspruch genommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 3 HGB aufgestellt. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) aufgestellt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und geleistete Anzahlungen sind zu Anschaffungskosten bilanziert. Sofern die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände der Abnutzung unterliegen, werden diese entsprechend ihrer Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Herstellkosten gemäß § 255 Abs. 2a HGB aktiviert. Die Abschreibung erfolgt linear pro rata temporis über die voraussichtliche Laufzeit der jeweiligen Projekte.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um lineare Abschreibungen vermindert.

Außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden vorgenommen, soweit von einer voraussichtlich dauernden Wertminderung auszugehen ist.

Anlagevermögen Abschreibungsdauer
entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände 5-7 Jahre
selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände 5-7 Jahre
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-10 Jahre

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert, wenn die Wertminderung als voraussichtlich dauerhaft angesehen wird. Zuschreibungen werden bis zu den Anschaffungskosten vorgenommen, wenn die Gründe für eine dauerhafte Wertminderung entfallen sind.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bzw. zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag angesetzt. Bei der Bewertung ist den erkennbaren Risiken durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen worden.

Flüssige Mittel

Die Guthaben bei Kreditinstituten sowie Kassenbestände werden zum Nennwert angesetzt. Kurzfristige Fremdwährungsguthaben und -verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben zum Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag betreffen.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie werden in Höhe des nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen voraussichtlichen Erfüllungsbetrages gebildet.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Latente Steuern

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie für steuerliche Verlustvorträge ermittelt.

Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres aus dem Anlagenspiegel ersichtlich.

Im Geschäftsjahr wurden Herstellungskosten für die Weiterentwicklung von Spielen aktiviert (aktivierte Eigenleistungen). Diese werden als Zugänge bzw. nachträgliche Anschaffungskosten dieser Spiele im Posten "Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten" ausgewiesen, da es sich um ursprünglich von Dritten erworbene Spielelizenzen handelt.

Finanzanlagen

Die Anteile an verbundenen Unternehmen entfallen auf folgende Tochterunternehmen:

Nr. Gesellschaft Kapitalanteil in %
1 gamigo Advertising GmbH, Hamburg 100,0
2 gamigo Publishing GmbH, Hamburg 100,0
3 gamigo Innovation Services GmbH, Hamburg 100,0
4 Kings Holding, Inc., Austin, Texas/USA 100,0

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 148 (Vorjahr: TEUR 132) enthalten im Wesentlichen Forderungen gegen Payment Service Provider. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 6.937 (Vorjahr: TEUR 5.803), Forderungen aus Darlehenszinsen von TEUR 8.770 (Vorjahr: TEUR 5.860), kurzfristige Darlehensforderungen von TEUR 58.189 (Vorjahr: TEUR 73.036) sowie Forderungen aus der Ergebnisabführung der gamigo Publishing GmbH von TEUR 6.640 (Vorjahr: TEUR 2.344). Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Latente Steuern

Zum Bilanzstichtag ergibt sich ein Überhang an aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 14.717 (Vorjahr: TEUR 10.831). Aktive latente Steuern entfallen auf die künftigen Steuervorteile aus steuerlichen Verlustvorträgen zum Bilanzstichtag. Die steuerlichen Verlustvorträge betragen für die Körperschaftsteuer TEUR 60.974 (Vorjahr: TEUR 58.572) und für die Gewerbesteuer TEUR 55.403 (Vorjahr: TEUR 53.176). Es wird davon ausgegangen, dass die körperschaftsteuerlichen Verlustvorträge in Höhe von TEUR 55.910 (Vorjahr: TEUR 43.193) und die gewerbesteuerlichen Verlustvorträge in Höhe von TEUR 55.403 (Vorjahr: TEUR 43.193) innerhalb der nächsten fünf Jahre mit dem steuerlichen Einkommen für diese Jahre verrechnet werden können. Der anzuwendende Steuersatz beträgt für den Standort der Gesellschaft 32,275 %. Passive latente Steuern wurden auf selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände gebildet und mit den aktiven latenten Steuern saldiert.

Eigenkapital

Das Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von TEUR 2.311 (Vorjahr: TEUR 2.311) setzt sich zum Bilanzstichtag aus auf den Namen der Gesellschaft lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Wert in Höhe von jeweils 1,00 EUR zusammen, bestehend aus 1.548.180 Stammaktien und 762.536 Vorzugsaktien mit Stimmrecht.

Genehmigtes Kapital

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 7. Juli 2020 wurde der Vorstand bis zum 7. Juli 2025 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, einmalig oder mehrmalig das Grundkapital um insgesamt bis zu TEUR 1.155 gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von bis zu 1.155.358 neuen, auf den Namen lautende Stammaktien als Stückaktien zu erhöhen.

Den Aktionären steht grundsätzlich ein Bezugsrecht zu. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in den im Ermächtigungsbeschluss genannten Fällen auszuschließen. Von der Ermächtigung ist bisher kein Gebrauch gemacht worden.

Bedingtes Kapital

In diesem Zusammenhang wurde das Grundkapital um bis zu TEUR 1.155 durch Ausgabe von bis zu 1.155.358 neuen auf den Namen lautenden Stammaktien als Stückaktien bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen oder von Optionsscheinen aus Optionsschuldverschreibungen von ihrem Wandlungs- oder Optionsrecht Gebrauch machen. Von der Ermächtigung ist bisher kein Gebrauch gemacht worden.

Die Kapitalrücklage beträgt zum Stichtag unverändert TEUR 48.153.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Angaben in TEUR 2023 2022
Drohverlustrückstellungen 5.132 -
Prozesskosten 719 841
Ausstehende Eingangsrechnungen 368 324
Personalrückstellungen 283 300
Restrukturierung 16 368
Jahresabschluss- und Prüfungskosten 55 200
Sonstige Rückstellungen 6.573 2.033

Die Drohverlustrückstellung wurde für den negativen Marktwert eines Finanzinstruments gebildet.

Verbindlichkeiten

31.12.2023 davon bis 1 Jahr davon 1 bis 5 Jahre davon über 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 32.000 32.000 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 219 219 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 187.099 187.099 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 256 256 0 0
Verbindlichkeiten 219.573 219.573 0 0
31.12.2022 davon bis 1 Jahr davon 1 bis 5 Jahre davon über 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 31.904 31.904 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 56 56 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 207.130 207.130 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 180 180 0 0
Verbindlichkeiten 237.269 237.269 0 0

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultieren aus der Inanspruchnahme von Kreditlinien, wobei für die Kreditlinie über TEUR 30.000 das oberste Mutterunternehmen, die MGI - Media and Games Invest SE, Schweden, gesamtschuldnerisch mithaftet.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 805 (Vorjahr: TEUR 1.822) und Darlehensverbindlichkeiten inkl. Zinsabgrenzungen in Höhe von TEUR 186.294 (Vorjahr: TEUR 205.308).

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern von TEUR 422 (Vorjahr: TEUR 169) und aus sozialer Sicherheit von TEUR 22 (Vorjahr: TEUR 10) enthalten.

Ausschüttungssperre

Der Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge im Sinne des § 268 Abs. 8 HGB beträgt TEUR 24.790 davon entfallen TEUR 17.968 auf die Aktivierung latenter Steuern und TEUR 6.822 auf die Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse im betrachteten Zeitraum teilen sich geografisch wie folgt auf:

Angaben in TEUR 2023 2022
Inland + EU 3.492 3.928
Ausland 1.728 2.282
Summe 5.220 6.210

Sonstige betriebliche Erträge und sonstige betriebliche Aufwendungen

Auf die Währungsumrechnung entfallen Erträge in Höhe von TEUR 647 (Vorjahr: TEUR 10.189). Auf die Währungsumrechnung entfallen Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.654 (Vorjahr: TEUR 687).

Erträge aus Gewinnabführungsverträgen

Die Erträge aus Gewinnabführungsverträge in Höhe von TEUR 6.640 (Vorjahr: TEUR 2.344) betreffen den Ergebnisanteil der gamigo Publishing GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr 2023, welcher durch den Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag vom 19. Juni 2013 von der gamigo AG zu vereinnahmen ist.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge und Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Von den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen von TEUR 3.925 (Vorjahr: TEUR 2.839) entfallen TEUR 3.141 (Vorjahr: TEUR 2.839) auf verbundene Unternehmen. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen von TEUR 16.156 (Vorjahr: TEUR 11.222) entfallen mit TEUR 10.120 (Vorjahr: TEUR 10.289) auf Zinsaufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

5. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Rangrücktrittserklärungen

Die Gesellschaft hat Ansprüche aus einem Darlehensvertrag gegen ihre Tochtergesellschaft gamigo Innovation Services GmbH, für die eine Rangrücktrittserklärung vereinbart wurde. Diese Vereinbarung sieht vor, dass die Gesellschaft mit ihren Forderungen gegen die schuldenden Gesellschaften im Rang hinter die Forderungen aller bestehenden und künftigen Gläubiger der Gesellschaft in der Weise zurücktritt, dass diese die Erfüllung aller Ansprüche nur nach Befriedigung sämtlicher Gesellschaftsgläubiger und nur aus zukünftig erwirtschafteten Jahresüberschüssen der schuldenden Gesellschaften, aus einem etwaigen Liquidationsüberschuss im Falle der Liquidation oder aus anderem freien Vermögen der Gesellschaften verlangen kann, wenn und soweit die Gesellschaft nicht mehr überschuldet ist und durch die Erfüllung der Ansprüche keine Überschuldung eintritt.

Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme des Rangrücktritts ist gering.

Es bestehen Avalkredite in Höhe von TEUR 140, die insbesondere für Kautionen für Mietverträge genutzt werden.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen belaufen sich zum Bilanzstichtag auf insgesamt TEUR 180 (Vorjahr: TEUR 180).

Mitarbeiter

Die gamigo AG beschäftigte im Jahresdurchschnitt 53,5 Mitarbeiter verteilt auf:

Vollzeit 50
Teilzeit 3,5

Beziehung zu verbundenen Unternehmen

Die gamigo AG hält Anteile an folgenden Unternehmen:

Nr. Gesellschaft Kapitalanteil in % Währung JÜ in TLW EK in TLW
1 gamigo Advertising GmbH, Hamburg 100 % EUR 0 -4.023
1.1 diese hält wiederum Anteile an highdigit GmbH, Hamburg 100 % EUR 19 -13
2 gamigo Publishing GmbH, Hamburg 100 % EUR 0 69.650
2.1 diese hält wiederum Anteile an adspree media GmbH, Hamburg 100 % EUR 0 30
2.2 diese hält wiederum Anteile an gamigo Portals GmbH, Hamburg 100 % EUR -23 146
2.3 diese hält wiederum Anteile an Just Digital GmbH, Hamburg 100 % EUR 222 -509
2.4 Diese hält wiederum Anteile an Aeria Games Inc, USA * 100 % USD - -
3 gamigo Innovation Services GmbH, Hamburg 100 % EUR -1.032 -33.326
3.1 diese hält wiederum Anteile an Verve Group Turkey Y.H.A.S, Istanbul, Türkei 100 % TRY 1.578 5.951
4 Kings Holding, Inc., Plano, Texas/USA 100 % USD -9.544 4.914
4.1 diese hält wiederum Anteile an Kingslsle Entertainment Inc., Plano, Texas/USA 100 % USD 15.557 46.844
4.2 Verve Group Inc., Carlsbad, Kalifornien/USA 100 % USD -14.531 -19.385
4.3 VGI CTV, Inc., Carlsbad, Kalifornien/USA 100 % USD 546 3.457
4.4 gamigo Inc., Round Rock, Texas/USA 100 % USD -1.501 8.270
4.5 gamigo US Inc, Round Rock, Texas/USA 100 % USD -2.357 1.905
4.5.1 diese hält wiederum Anteile an gamigo CA Inc. 100 % CAD -209 -1.043

JÜ = Jahresüberschuss 2023 / EK = Eigenkapital zum 31.12.2023

TLW = Tausend Landeswährung

* keine aktuellen Finanzinformationen verfügbar

Die MGI - Media and Games Invest SE, Stockholm, Schweden, erstellt als oberstes Mutterunternehmen der Gesellschaft einen Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis der Konzernunternehmen, in den auch die gamigo AG einbezogen wird.

Die Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethode erfolgt nach den International Financial Reporting Standards (IFRS). Dieser wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Damit ist gamigo AG gemäß § 291 HGB von der Verpflichtung befreit, einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufzustellen.

Organe der Gesellschaft

Jens Knauber, Vorstandsvorsitzender der gamigo AG, Hamburg

Gemäß 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Organbezüge verzichtet.

Aufsichtsrat und Aufsichtsratsvergütung

Der Aufsichtsrat setzte sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt zusammen:

Axel Sartingen (Vorsitzender), Investment Manager bei der Milaco GmbH, Köln

Florian Hörtlehner (stellv. Vorsitzender), Director SER Holdings Cooperation, Wien

Dr. Anton Steyrer, Chief Executive Officer, Trimax Capital SA, London

Die Aufsichtsratsvergütungen betrugen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 20 (Vorjahr: TEUR 20).

Ergebnisverwendung

Der Vorstand und der Aufsichtsrat schlagen vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 6.932 (Vorjahr Jahresüberschuss: TEUR 231) auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Hamburg, den 6. Juni 2024

Jens Knauber, Vorstand

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss am 20. August 2024 festgestellt.

Anlagespiegel zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.267.505,75 0,00 0,00 0,00 2.267.505,75
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.534.791,24 1.128.697,31 0,00 0,00 13.663.488,55
Immaterielle Vermögensgegenstände 14.802.296,99 1.128.697,31 0,00 0,00 15.930.994,30
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 547.359,34 10.049,85 2.698,00 0,00 554.711,19
Sachanlagen 547.359,34 10.049,85 2.698,00 0,00 554.711,19
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 123.354.051,57 0,00 0,00 0,00 123.354.051,57
2. Beteiligungen 1.000.000,00 0,00 0,00 0,00 1.000.000,00
Finanzanlagen 124.354.051,57 0,00 0,00 0,00 124.354.051,57
139.703.707,90 1.138.747,16 2.698,00 0,00 140.839.757,06
kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.267.504,75 0,00 0,00 0,00 2.267.504,75
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.488.100,46 948.182,60 0,00 0,00 9.436.283,06
Immaterielle Vermögensgegenstände 10.755.605,21 948.182,60 0,00 0,00 11.703.787,81
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 168.881,23 178.714,10 674,49 0,00 346.920,84
Sachanlagen 168.881,23 178.714,10 674,49 0,00 346.920,84
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 907.222,20 0,00 0,00 0,00 907.222,20
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Finanzanlagen 907.222,20 0,00 0,00 0,00 907.222,20
11.831.708,64 1.126.896,70 674,49 0,00 12.957.930,85
Buchwert Buchwert
Buchwert 31.12.2023 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1,00 1,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.227.205,49 4.046.690,78
Immaterielle Vermögensgegenstände 4.227.206,49 4.046.691,78
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 207.790,35 378.478,11
Sachanlagen 207.790,35 378.478,11
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 122.446.829,37 122.446.829,37
2. Beteiligungen 1.000.000,00 1.000.000,00
Finanzanlagen 123.446.829,37 123.446.829,37
127.881.826,21 127.871.999,26

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die gamigo AG, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der gamigo AG, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der gamigo AG, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, 11. Juni 2024

MORISON Köln AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Martin Kowol, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Im Geschäftsjahr 2023 hat der Aufsichtsrat der gamigo AG den Vorstand bei der Leitung sowie bei der strategischen Ausrichtung der Gesellschaft regelmäßig beraten und seine Geschäftsführung kontinuierlich überwacht. Dabei haben wir, der Aufsichtsrat, die uns nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben sorgfältig wahrgenommen und uns von der Recht- und Zweckmäßigkeit der Arbeit des Vorstands überzeugt. Wir wurden in sämtliche Entscheidungen, die für die Gesellschaft von wesentlicher Bedeutung waren, eingebunden.

Im Geschäftsjahr 2023 hat sich der Aufsichtsrat in insgesamt 4 Sitzungen vom Vorstand eingehend über die Lage und Entwicklung der Gesellschaft sowie wichtige Geschäftsvorfälle unterrichten lassen. Den Berichtspflichten des § 90 AktG wurde dabei entsprochen. Die Sitzungen fanden am 16. März 2023, 19. Mai 2023, 20. November 2023 und 14. Dezember 2023 statt.

Auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen fand ein regelmäßiger Informationsaustausch zwischen Vorstand und Aufsichtsrat statt. Dabei ist der Vorstand seinen sich aus dem Gesetz und der Geschäftsordnung ergebenden Informationspflichten nachgekommen und unterrichtete den Aufsichtsrat regelmäßig, ausführlich und zeitnah in schriftlicher und mündlicher Form über alle für das Unternehmen relevanten Maßnahmen und Ereignisse. Der Aufsichtsrat wurde somit stets über die Geschäftslage und Geschäftsentwicklung, die beabsichtigte Geschäftspolitik, die kurz- und langfristige Unternehmensplanung (einschließlich der Investitions-, Finanz- und Personalplanung) sowie die Rentabilität der Gesellschaft, die organisatorischen Maßnahmen, die Akquise-Aktivitäten, juristische Angelegenheiten und die Lage des Konzerns insgesamt informiert. Dies schloss die Berichterstattung über Tochtergesellschaften mit ein. Darüber hinaus fand ein regelmäßiger Informationsfluss über die Risikolage und das Risikomanagement statt.

Alle Geschäfte und Maßnahmen, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften, wurden auf Grundlage der Berichte von Aufsichtsrat und Vorstand eingehend diskutiert. Der Aufsichtsrat hat unter Abwägung aller relevanten Informationen und nach eingehender Prüfung den Beschlussvorschlägen des Vorstands zugestimmt.

Besetzung des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat besteht aus drei Mitgliedern und setzte sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt zusammen:

Axel Sartingen (Vorsitzender), Diplom-Volkswirt, Köln

Florian Hörtlehner (stellv. Vorsitzender), Investor, Panama City

Dr. Anton Steyrer, Portfoliomanager, London

Besetzung des Vorstandes

Vorstand der gamigo AG ist seit dem 1. März 2021 Jens Knauber.

Prüfung des Jahresabschlusses 2023

Der vom Vorstand aufgestellte Einzelabschluss und Lagebericht der gamigo AG für das Geschäftsjahr 2023 wurden vom Wirtschaftsprüfer Herrn Martin Kowol von der Morison Köln AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Oststraße 11-13, 50996 Köln, geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Jahresabschluss wurde dem Aufsichtsrat erläutert und Fragen wurden geklärt.

Der Aufsichtsrat hat den Einzelabschluss der gamigo AG für das Geschäftsjahr 2023 unter Einbeziehung der den Mitgliedern des Aufsichtsrates vor der Sitzung übersandten Prüfungsberichte des Abschlussprüfers eingehend geprüft.

In der Aufsichtsratssitzung vom 20. August 2024 wurde im Aufsichtsratsplenum der Einzelabschluss und der Lagebericht der gamigo AG sowie der Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Bilanzgewinnes der gamigo AG ausführlich behandelt. Wirtschaftsprüfer Herr Martin Kowol hat an der Aufsichtsratssitzung teilgenommen. Benjamin Hirschmann, Senior Vice President Finance Verve Group, hat an der Aufsichtsratssitzung ebenso teilgenommen.

Herr Kowol erläuterte die wesentlichen Prüfungsergebnisse und stand für Fragen zur Verfügung. Dabei wurden die Abschlussunterlagen eingehend mit dem Vorstand, dem CFO der Gesellschaft, sowie dem Vertreter des Abschlussprüfers diskutiert. Nach der abschließenden Prüfung durch den Aufsichtsrat erhob der Aufsichtsrat keine Einwände gegen den Jahresabschluss und stimmte dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu.

Der Aufsichtsrat hat entsprechend in der Sitzung vom 20. August 2024 den vom Vorstand aufgestellten Abschluss gebilligt. Der Jahresabschluss der gamigo AG ist damit festgestellt.

Prüfung des Abhängigkeitsberichts 2023

Der vom Vorstand aufgestellte Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 wurde vom Wirtschaftsprüfern Herrn Martin Kowol von der Morison Köln AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Oststraße 11-13, 50996 Köln, geprüft. Die Prüfer haben die Richtigkeit aller Angaben festgestellt und festgestellt, dass die Prüfung keinerlei Hinweise darauf ergab, dass die von der Gesellschaft erbrachte Leistungen bei vernünftiger kaufmännischer Beurteilung nicht angemessen erscheinen. Der Vermerk des Abschlussprüfers lautet wie folgt:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1.

die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

2.

bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war"

Nach eigener Prüfung stimmte der Aufsichtsrat in seiner Sitzung vom 20. August 2024 auch dem Ergebnis der Prüfung der Wirtschaftsprüfer bezüglich des Abhängigkeitsberichts des Vorstands gem. § 313 AktG zu. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat sind gegen die im vom Vorstand gem. § 312 AktG aufgestellten Abhängigkeitsbericht enthaltene Schlusserklärung des Vorstandes keine Einwendungen zu erheben.

Danksagung

Der Aufsichtsrat dankt allen Mitarbeitern der gamigo Gruppe für ihren Beitrag im Jahr 2023. Der Aufsichtsrat wünscht dem Vorstand und allen Mitarbeitern für die weitere Unternehmensentwicklung im neuen Geschäftsjahr viel Erfolg.

 

Hamburg, 20.08.2024

Im Namen des Aufsichtsrates

Axel Sartingen, Vorsitzender

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