Trinkgut Fachdiscount GmbHLiquidiert

47441 Moers, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Kleve HRB 12032
Vorher
Fressnapf Tierbedarf GmbH
Eingetragen
20.2.2003
Branche
Großhandel mit GetränkenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und SpirituosenGroßhandel mit Tabakwaren
Gegenstand
Der Groß- und Einzelhandel mit Getränken und der Handel mit Waren aller Art. Die Gesellschaft ist befugt, alle Geschäfte durchzuführen oder Maßnahmen vorzunehmen, die den Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar zu fördern geeignet sind, Zweigniederlassungen im Inund Ausland zu errichten, sich an Unternehmen jeglicher Art zu beteiligen oder diese zu erwerben und Organschaftsverhältnisse - sei es als Oberoder Untergesellschaft - einzugehen.

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Kerkenhoff
seit 1.3.2016
Geschäftsführer
Dirk Neuhaus
seit 8.3.2013
Geschäftsführer
Stephan Steves
seit 8.3.2013
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

EDEKA Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr mit beschränkter Haftung

Moers

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Amtsgericht Kleve, HRB 5463

Bilanz zum 31. Dezember 2016

AKTIVA

31.12.2016 31.12.2015
EUR EUR
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 42.914.985,56 47.568.009,41
2. Geschäfts- oder Firmenwert 39.095.082,42 47.210.069,00
  82.010.067,98 94.778.078,41
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 184.633.213,68 183.024.379,41
2. technische Anlagen und Maschinen 28.638.804,78 28.108.568,01
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 124.475.110,73 125.865.050,57
4. andere Anlagen, Einbauten in fremde Grundstücke 56.225.714,96 59.332.592,71
5. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 16.409.263,20 12.433.593,73
  410.382.107,35 408.764.184,43
III. Finanzanlagen    
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 618.316,50
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 2.510.000,00 2.510.000,00
3. Beteiligungen 1.448.483,22 1.448.483,22
4. sonstige Ausleihungen 809.417,18 1.904.922,95
  4.767.900,40 6.481.722,67
  497.160.075,73 510.023.985,51
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.849.000,00 4.020.000,00
2. unfertige Erzeugnisse 771.000,00 415.000,00
3. fertige Erzeugnisse und Waren 185.103.000,00 184.978.000,00
4. geleistete Anzahlungen 119.000,00 1.408.000,00
  190.842.000,00 190.821.000,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 117.241.517,05 78.977.374,95
davon mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr EUR 14.460.590,58 (Vj. EUR 14.258.468,07)    
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 156.455,18
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 52.052.708,98 46.513.772,19
davon gegen Gesellschafter EUR 52.052.708,98 (Vj. EUR 46.513.772,19)    
4. sonstige Vermögensgegenstände 101.606.620,14 83.218.344,49
  270.900.846,17 208.865.946,81
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 70.048.106,06 134.956.514,92
  531.790.952,23 534.643.461,73
C. Rechnungsabgrenzungsposten 18.855.140,43 13.903.286,38
D. Aktive latente Steuern 17.531.906,79 17.354.564,05
  1.065.338.075,18 1.075.925.297,67

PASSIVA

   
  31.12.2016 31.12.2015
  EUR EUR
A. Eigenkapital    
I. gezeichnetes Kapital 20.451.675,25 20.451.675,25
II. Kapitalrücklage 10.225.837,62 10.225.837,62
III. Gewinnrücklagen    
1. andere Gewinnrücklagen 197.276.582,42 174.574.706,14
IV. Jahresüberschuss 34.596.741,17 23.928.976,80
V. Nicht beherrschende Anteile 20.272.244,28 19.228.847,01
VI. Kapital stiller Gesellschafter 1.000.000,00 1.000.000,00
  283.823.080,74 249.410.042,82
B. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 18.584.836,00 19.230.305,00
2. Steuerrückstellungen 11.729.033,13 9.253.621,38
3. sonstige Rückstellungen 98.969.162,70 103.354.004,76
  129.283.031,83 131.837.931,14
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 255.624.965,66 343.353.365,65
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 17.795.385,55 (Vj. EUR 17.728.399,99)    
davon mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr EUR 237.829.580,11 (Vj. EUR 325.624.965,66)    
davon mit einer Restlaufzeit von über fünf Jahren EUR 36.730.000,00 (Vj. EUR 39.004.894,10)    
davon gesichert durch Buchgrundschulden EUR 50.624.965,66 (Vj. EUR 53.303.365,65)    
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 142.609.390,47 112.306.654,66
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 142.609.390,47 (Vj. EUR 112.306.654,66)    
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 230.874.678,43 223.082.801,81
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 190.174.678,43 (Vj. EUR 182.982.801,81)    
davon mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr EUR 40.700.000,00 (Vj. EUR 40.100.000,00)    
davon mit einer Restlaufzeit von über fünf Jahren EUR 40.700.000,00 (Vj. EUR 40.100.000,00)    
davon gegenüber Gesellschaftern EUR 230.874.678,43 (Vj. EUR 223.082.801,81)    
4. sonstige Verbindlichkeiten 23.122.928,05 15.934.501,59
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 23.122.928,05 (Vj. EUR 15.934.501,59)    
davon aus Steuern EUR 6.198.683,61 (Vj. EUR 2.580.300,60)    
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 1.454.152,91 (Vj. EUR 2.181.433,21)    
  652.231.962,61 694.677.323,71
  1.065.338.075,18 1.075.925.297,67

Gewinn- und Verlustrechnung für 2016

2016 2015
EUR EUR
1. Umsatzerlöse    
a) Umsatzerlöse aus Warengeschäft 4.345.948.674,49 4.255.994.086,42
b) Umsatz Sonstige 181.830.618,67 175.930.224,35
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 531.000,00 -172.957,43
3. sonstige betriebliche Erträge 52.320.163,20 53.878.527,28
  4.580.630.456,36 4.485.629.880,62
4. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 3.653.611.695,91 3.587.237.249,00
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 193.977.520,53 198.913.976,49
5. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 281.685.581,14 274.438.401,53
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 58.953.941,06 57.588.076,40
davon für Altersversorgung EUR 1.398.365,29 (Vj. EUR 2.452.445,88)    
6. Abschreibungen    
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 70.261.728,65 74.276.817,60
davon außerplanmäßig EUR 0,00 (Vj. EUR 4.322.323,51)    
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 259.139.749,83 248.931.301,55
8. Erträge aus assoziierten Unternehmen 150.600,00 150.600,00
9. Erträge aus Beteiligungen 79.357,57 554.380,90
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.615.077,70 5.426.722,80
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen 238.805,00 5.263.295,00
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 7.901.002,48 11.679.318,35
davon Aufwendungen aus der Aufzinsung EUR 952.972,85 (Vj. EUR 929.499,83)    
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 19.045.514,03 15.446.246,32
davon Ertrag/Aufwand aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern EUR -177.342,74 (Vj. EUR 3.206.545,99)    
14. Ergebnis nach Steuern 37.659.953,00 17.986.902,08
15. sonstige Steuern 1.288.565,49 -7.580.155,82
16. Jahresüberschuss vor Dritten 36.371.387,51 25.567.057,90
17. Nicht beherrschende Anteile 1.774.646,34 1.638.081,10
18. Jahresüberschuss 34.596.741,17 23.928.976,80

Konzernanhang für 2016

Allgemeine Hinweise

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 wurde gemäß §§ 290 bis 314 HGB aufgestellt.

Die Regelungen des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) wurden ab dem 1. Januar 2016 vollumfänglich angewendet.

Die Gesellschaft hat von dem Wahlrecht gem. Artikel 75 Abs. 2 EGHGB Gebrauch gemacht und die Vorjahreszahlen an die Neudefinition der Umsatzerlöse gem. § 298 Abs. 1 i.V.m. § 277 Abs. 1 HGB angepasst, so dass eine Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen gegeben ist. Entsprechend ergaben sich auch Änderungen bei den sonstigen betrieblichen Erträgen und infolge der Ausweisänderung Umgliederungen bei korrespondierenden Aufwendungen von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in die Aufwendungen für bezogene Leistungen und Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren.

Aufgrund § 314 Abs. 3 HGB wurde unter Berücksichtigung des Datenschutzes im Konzernabschluss auf die Angabe der Organbezüge verzichtet.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung der einbezogenen Tochterunternehmen erfolgte bei Unternehmenserwerben bis zum 31.12.2009 nach der Buchwertmethode auf den Zeitpunkt des Anteilserwerbs. Ab dem 01.01.2010 wird bei den Erstkonsolidierungen von Gesellschaften die Neubewertungsmethode angewendet.

Alle Forderungen, Verbindlichkeiten und Rückstellungen sowie entsprechende Rechnungsabgrenzungsposten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet.

Bei Lieferungen von Vermögensgegenständen zwischen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden Zwischenergebnisse grundsätzlich eliminiert, sofern diese noch nicht durch Weiterveräußerung an Dritte realisiert sind.

Im Konzernabschluss werden aufgrund von Konsolidierungsmaßnahmen entsprechende latente Steuereffekte - soweit sich die abweichende Steuer in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleicht - mit dem zukünftig zu erwartenden Steuersatz von 30 % (bzw. von 15,4 % bei Personengesellschaften, die Zweckgesellschaften sind) einbezogen. Dies gilt auch für aus den Einzelabschlüssen übernommene latente Steuern gemäß § 274 HGB.

Die bei den einbezogenen Unternehmen seit der Konzernzugehörigkeit gebildeten Rücklagen werden als andere Gewinnrücklagen ausgewiesen.

Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis umfasst 21 (Vorjahr 21) Gesellschaften.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren mit Ausnahme der aufgrund des BilRUG und des Gesetzes zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften erforderlichen Änderungen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird - soweit abnutzbar - um planmäßige lineare Abschreibungen bzw. außerplanmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 410,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst; ihr Abgang im Folgejahr wird unterstellt.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und die Ausleihungen zu Anschaffungskosten angesetzt bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden mit Hilfe der Buchwertmethode angesetzt. Der Wertansatz der Beteiligungen und der Unterschiedsbetrag werden zu dem Zeitpunkt ermittelt, zu dem das Unternehmen assoziiertes Unternehmen geworden ist. In den Folgejahren werden die Beteiligungsansätze um die anteiligen Eigenkapitalveränderungen, um Veränderungen des Unterschiedsbetrages und um auf die Beteiligung entfallende Gewinnausschüttungen fortgeschrieben.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

Fertige und unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkostenzuschläge für Fertigungs- und Verwaltungskosten nach § 298 Abs. 1 i.V.m. § 255 Abs. 2 HGB.

Erkennbare Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten sind durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Die liquiden Mittel und die Rechnungsabgrenzungsposten sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Ausgaben, die Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen, sind als aktive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen.

Sofern sich bei der Ermittlung der Steuerauswirkungen von temporären und quasi permanenten Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen unter Berücksichtigung von in den nächsten fünf Jahren zu erwartenden nutzbaren steuerlichen Verlustvorträgen ein aktiver Steuerabgrenzungsposten ergibt, wird von dem Wahlrecht der Aktivierung dieser Steuerentlastung Gebrauch gemacht. Die sich ergebenen Steuerbe- und -entlastungen werden dabei verrechnet angesetzt. Eine Abzinsung dieser Beträge erfolgt nicht.

Mit den anderen Gewinnrücklagen werden die Zwischenergebnisse aus Vorjahren nach Abzug der darauf entfallenden latenten Steuer verrechnet.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der "Projected-Unit-Credit-Methode" unter Verwendung der "Richttafeln 2005 G" ermittelt. Die Abzinsung erfolgt pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (4,00 %). Die Fluktuation wurde mit einer Rate von 0,0 % berücksichtigt. Die künftige Anpassung der Versorgungsbezüge wurde mit 2,0 % p.a. eingerechnet. Im Vorjahr erfolgte abweichend entsprechend der noch in 2015 geltenden gesetzlichen Regelung die Abzinsung mit dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre.

Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich zur Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, werden mit diesen Schulden verrechnet; entsprechend wird mit zugehörigen Aufwendungen und Erträgen verfahren.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Bei der Ermittlung der Kosten- und Preissteigerungen wurde angelehnt an betriebsinterne Erfahrungen von einer durchschnittlichen Inflationsrate von 2 % ausgegangen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Marktzinssatz abgezinst. Bei dem verwendeten Abzinsungssatz handelt es sich um den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre. Änderungen des Abzinsungssatzes zwischen zwei Bilanzstichtagen werden im operativen Ergebnis ausgewiesen. Bei der Ermittlung des Aufzinsungsaufwandes wird angenommen, dass die Änderung des Zinssatzes zum Ende der Periode eingetreten ist.

Rückstellungen für Betriebsjubiläen werden für 10-, 25-, 40- und 50-jährige Jubiläen gebildet und nach § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

Die Rückstellungen für drohende Verluste aus Mietverhältnissen werden einzeln mit einem Erfolgsbeitrag aus der Belieferung an die die Objekte betreibenden Einzelhändler von unverändert 3,0 % des Umsatzes auf Basis von Vollkosten berechnet.

Bei der passivierten Rückstellung für Kosten der Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen wird wegen Unwesentlichkeit für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von einer Berücksichtigung künftiger Preissteigerungen abgesehen.

Risiken aus Haftungsverhältnissen werden auf Basis von Einzelfällen berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen passiviert.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres in diesem Anhang als Anlage beigefügten Anlagenspiegel dargestellt.

Die Bandbreiten der Nutzungsdauern der Anlagenklassen gestalten sich wie nachfolgend aufgeführt:

Jahre
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2-18
Geschäfts- oder Firmenwert 10-15
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10-33
Technische Anlagen und Maschinen 3-13
Betriebs- und Geschäftsausstattung 2-28
Andere Anlagen, Einbauten in fremde Grundstücke 2-33

Der Geschäfts- oder Firmenwert stammt mit TEUR 15.039 (Vorjahr TEUR 17.381) aus den einbezogenen Einzelabschlüssen und resultiert aus im Rahmen der Übernahme von Einzelhandelsstandorten gezahlten Aufgeldern. Zudem wird aus dem Erwerb der Beteiligung an der Trinkgut Deutsche Getränke-Holding GmbH, Moers, ein Geschäfts- oder Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von TEUR 24.056 (Vorjahr TEUR 29.829) ausgewiesen. Die Abschreibung der Firmenwerte erfolgt linear über eine Nutzungsdauer von 10 bis 15 Jahren. Diese Nutzungsdauer berücksichtigt die diesen Einzelhandelsstandorten zuzurechnende Mietvertragsdauer und spiegelt damit den tatsächlichen Werteverzehr des Geschäfts- oder Firmenwertes zutreffend wieder.

Angaben zum Anteilsbesitz

Betelligungsverhältnis vom Unternehmen Anteil am Gesellschaftskapital
lfd. Nr. Firma Sitz lfd. Nr. %
  Einbezogene Konzernunternehmen      
1 EDEKA Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr mit beschränkter Haftung Moers    
2 Neukauf Handelsgesellschaft mit beschränkter Haftung * Moers 1 100
3 Schnellkauf Handelsgesellschaft mbH * Moers 1 100
4 Fleischhof Rasting Gesellschaft mit beschränker Haftung * Moers 17 100
5 Büsch GmbH * Moers 1 100
6 Confiserie Otto Bittner GmbH * Moers 5 100
7 Getränkelogistik Maxxum GmbH * Moers 14 100
8 Trinkgut Getränkeeinzelhandel GmbH * Moers 14 100
9 EDEKA Grundstücksgesellschaft Herzogenrath mbH & Co. KG * Moers 1 94
10 Feinkostvertrieb RR GmbH * Moers 4 100
11 allfrisch Unterstützungskasse e.V. Moers    
12 BACKGENUSS GmbH * Straelen 5 100
13 Rhein-Ruhr Immobilien AG Straelen    
14 Trinkgut Deutsche Getränke-Holding GmbH * Moers 1 100
15 EBS European Beverage Services AG i.L. Rorschach, Schweiz 14 100
16 t-log trinklogistik GmbH * Moers 1 100
17 Udo Täubrich Betreuungs GmbH * Moers 14 100
18 Trinkgut Fachdiscount GmbH * Moers 14 100
19 trinkgut Markenvertrieb GmbH * Moers 14 100
20 Traugott Simon Brau- und Vertriebsgesellschaft mbH * Köln 19 100
21 Manganit Gründstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietung KG Mainz 16 89

*) Die Gesellschaft macht vor dem Hintergrund der Einbeziehung in den Konzernabschluss von Erleichterungen der §§ 264 Abs. 3 HGB bzw. 264 b HGB Gebrauch.

Mit den Unternehmen 2,3, 5 und 16 bestehen Ergebnisabführungsverträge sowie Beherrschungsverträge. Mit dem Unternehmen 14 besteht ein Beherrschungsvertrag.

Als assoziiertes Unternehmen wird die RM Großmarkt GmbH, Melsungen, in den Konzernabschluss einbezogen. Der Kapitalanteil an dieser Gesellschaft beträgt 25,1 %, ebenso die Stimmrechte. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Einzelabschluss dieser Gesellschaft entsprechen denen im Konzernabschluss.

Als Zweckgesellschaften gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB werden die Gesellschaften Nr. 11,13 und 21 einbezogen. Die Unternehmen Nr. 22 bis 24 werden wegen untergeordneter Bedeutung (§ 296 Abs. 2 HGB) seit 2015 nicht im Rahmen der Vollkonsolidierung (§§ 300 - 307 HGB) berücksichtigt. Dies wirkt sich nicht wesentlich auf die Vergleichbarkeit mit Vorjahreszahlen aus.

Anteil am Gesellschaftskapital Beteiligungsverhältnis vom Unternehmen
Lfd. Nr. Name und Sitz des Unternehmens % Lfd. Nr.
  Nicht einbezogene Konzernunternehmen    
22 Trinkgut Roßmann KG i.L., Koblenz 50,7 18
23 Trinkgut Haasner KG, Lehrte 50,7 18
24 Trinkgut Stölting KG, Osterode am Harz 50,7 18

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Zum Bilanzstichtag bestanden keine valutierende Kredite (Vj. TEUR 1.068) gegenüber Aufsichtsratsmitgliedern.

Die Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr resultieren im Wesentlichen aus Forderungen mit Darlehenscharakter gegenüber Kaufleuten.

Rechnungsabgrenzungsposten

Hierin enthalten sind hauptsächlich Baukostenzuschüsse in Höhe von TEUR 14.462. Zudem werden im Voraus geleistete Mietzahlungen über TEUR 1.692 ausgewiesen.

Latente Steuern

Der Berechnung wird grundsätzlich ein Steuersatz von insgesamt 30 % (bzw. von 15,4 % bei Personengesellschaften, die Zweckgesellschaften sind) Ertragssteuern zugrunde gelegt. Die ausgewiesenen aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 17.532 (Vorjahr TEUR 17.355) werden im Wesentlichen für Unterschiedsbeträge zwischen handels- und steuerbilanziellen Wertansätzen der sonstigen Rückstellungen gebildet. Gesetzliche Ausschüttungssperren aus den Einzelabschlüssen belaufen sich auf TEUR 16.280.

Die aktiven latenten Steuern entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt:

TEUR
Stand 1. Januar 2016 17.355
Zuführung 177
Stand 31. Dezember 2016 17.532

Gezeichnetes Kapital

Das Stammkapital des Mutterunternehmens beträgt DM 40.000.000,00.

Rücklagen

Die Rücklagen entwickelten sich im Berichtsjahr wie folgt:

Einstellung in die Rücklagen
1. Januar 2016 aus Bilanzgewinn Vorjahr 31. Dezember 2016
EUR EUR EUR
Kapitalrücklage 10.225.837,62 0,00 10.225.837,62
Andere Gewinnrücklagen 174.574.706,14 22.701.876,28 197.276.582,42
  184.800.543,76 22.701.876,28 207.502.420,04

Der Betrag, der am Stichtag zur Ausschüttung an die Gesellschafter zur Verfügung steht, beträgt TEUR 25.467.

Pensionsrückstellungen

Bei der Bewertung wurden erwartete Anpassungen der Versorgungsbezüge mit 2,0 % berücksichtigt. Bei Fluktuation wurde eine Rate von 0 % zugrunde gelegt. Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Geschäftsführer betragen TEUR 2.083. Die laufenden Bezüge ehemaliger Geschäftsführer für das Geschäftsjahr 2016 belaufen sich auf TEUR 226.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 864.

Das ausschließlich der Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen dienende, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogene und rückgedeckte Vermögen der allfrisch Unterstützungskasse e.V. (Deckungsvermögen i.S.d. § 298 Abs. 1 i.V.m. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wird mit seinem beizulegenden Zeitwert (der auch den Anschaffungskosten entspricht) in Höhe von TEUR 18.079 mit den Rückstellungen verrechnet. Der Erfüllungsbetrag der zugehörigen Rückstellungen entspricht dem Aktivwert des rückgedeckten Vermögens. Es handelt sich um eine kongruent rückgedeckte Direktzusage mit Verpfändung der Rückdeckungsversicherung.

Weitere ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 298 Abs. 1 i.V.m. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) werden ebenfalls mit ihrem beizulegenden Zeitwert (der auch den Anschaffungskosten entspricht) in Höhe von TEUR 771 mit den Rückstellungen verrechnet. Der Erfüllungsbetrag der zugehörigen Rückstellungen entspricht dem Aktivwert der zugrunde liegenden Rückdeckungsversicherung. Es handelt sich um eine kongruent rückgedeckte Direktzusage mit Verpfändung der Rückdeckungsversicherung. Im Geschäftsjahr 2016 wurden Zinsaufwendungen und Zinserträge von TEUR 2 verrechnet.

Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen entfallen mit TEUR 4.989 auf Körperschaftsteuer, mit TEUR 274 auf Solidaritätszuschläge sowie in Höhe von TEUR 5.828 auf Gewerbesteuer, die im Rahmen der steuerlichen Außenprüfung der Berichtsgesellschaft für die Veranlagungszeiträume 2008 - 2016 voraussichtlich festgesetzt werden. Zudem sind TEUR 638 für Umsatzsteuer-Nachzahlungen zurückgestellt.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten insbesondere Rückstellungen für drohende Verluste, ungewisse Verbindlichkeiten, Mietnebenkosten und Wiederherstellungsverpflichtungen aus Mietverträgen (TEUR 42.449), Personalverbindlichkeiten (TEUR 17.040), Haftungsverbindlichkeiten (TEUR 5.708), ausstehende Rechnungen (TEUR 26.026) und Rücknahmeverpflichtungen für Eigenleergut (TEUR 7.605). Die Zuführung zu den Sonstigen Rückstellungen erfolgt nach der Nettomethode.

Verbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 255.625 sind TEUR 50.625 durch Buchgrundschulden besichert. Sie betreffen in Höhe von TEUR 36.730 Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über fünf Jahren.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen unterliegen branchenüblichen Sicherheiten.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von TEUR 230.875 betreffen in Höhe von TEUR 40.700 Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über fünf Jahren. TEUR 190.175 resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse aus dem Warengeschäft setzen sich wie folgt zusammen:

2016 2015
Mio. EUR Mio. EUR
Großhandelsumsätze 3.024,7 2.947,4
Einzelhandelsumsätze 741,7 749,0
Herstellungsumsätze 579,5 559,6
  4.345,9 4.256,0

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 23.047, die hauptsächlich aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 13.595) und Erträgen aus Wertaufholungen (TEUR 4.395) resultieren.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 8.887 enthalten. Sie betreffen im Wesentlichen Zuführungen zu den Mietrückstellungen.

Abschreibungen auf Finanzanlagen

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen (TEUR 239) erfolgten wegen voraussichtlich dauerhafter Wertminderung.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ist ein Steuerertrag von TEUR 177 (Vj. Aufwand TEUR 3.207) aus latenten Steuern enthalten.

Steuerliche Überleitungsrechnung

Ergebnis vor Ertragsteuern gemäß Konzernabschluss 55.417  
erwarteter Ertragsteueraufwand 16.625 30,00%
Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz -3.597  
steuerfreie Erträge -6.864  
gewerbesteuerliche Hinzurechnungen 5.512  
gewerbesteuerliche Kürzungen -404  
Steueraufwand Vorjahre 6.454  
latente Steuern 233  
übrige Effekte 1.086  
Ertragsteueraufwand gemäß Konzernabschluss 19.046 34,37%

Sonstige Steuern

Die sonstigen Steuern resultieren im Wesentlichen aus KFZ- und Grundsteuern.

Ergebnisverwendungsvorschlag des Mutterunternehmens

Das Bilanzergebnis aus:

EUR
Jahresüberschuss 34.000.201,34
Gewinnvortrag 5.583,03
  34.005.784,37

soll wie folgt verwendet werden:

EUR
Ausschüttung an die Gesellschafter 1.227.100,52
Einstellung in die Gewinnrücklagen 32.770.000,00
Vortrag auf neue Rechnung 8.683,85
  34.005.784,37

Der Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge des Mutterunternehmens aus der Aktivierung latenter Steuern (TEUR 13.942) und der Änderung des Abzinsungssatzes bei Berechnung der Pensionsrückstellungen (TEUR 666) beträgt TEUR 14.608.

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Mietobligo Leasing
TEUR TEUR
< 1 Jahr 202.993 793
> 1 Jahr und < 5 Jahre 666.229 1.211
> 5 Jahre 712.063 0
  1.581.285 2.004
davon gegenüber Gesellschaftern 6.660  

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen insgesamt TEUR 1.583.289.

Diverse Einzelhandelsobjekte, die vom Konzern angemietet und überwiegend an selbständige EDEKA-Kaufleute und trinkgut-Partner untervermietet sind, sind in Form langfristiger Mietverträge ausgestaltet, bei denen der Vermieter wirtschaftlicher Eigentümer des Vermögens bleibt. Hierdurch ergibt sich im Vergleich zum Eigentumserwerb für den Konzern ein Liquiditätsvorteil. Außerdem entfällt für den Konzern das Verwertungsrisiko. Jedoch verbleibt die Chance zukünftiger Wertsteigerungen beim rechtlichen Eigentümer. Darüber hinaus enthalten diese Pacht- und Mietverpflichtungen für die Logistikstandorte sowie Leasingverpflichtungen für Firmenfahrzeuge. Für etwaige Risiken aus den Miet- und Leasingverträgen werden Rückstellungen gebildet.

Ein über das geschäftsübliche Maß hinausgehendes Bestellobligo besteht nicht.

Haftungsverhältnisse

Es bestehen insgesamt Haftungsverhältnisse in Höhe von TEUR 190.151 (Vj. TEUR 189.052), davon aus Bürgschaften in Höhe von TEUR 189.621 (Vj. TEUR 189.052) sowie aus Gewährleistungsverträgen in Höhe von TEUR 530 (Vj. TEUR 0).

Für die risikobehafteten Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften werden entsprechende Rückstellungen gebildet.

Die Haftungsverhältnisse betreffen in Höhe von TEUR 18.458 Aufsichtsratsmitglieder der Gesellschaft.

Aufgrund des guten Informationsstandes über die Finanzierungsverhältnisse der den Haftungsverhältnissen zugrundeliegenden Darlehensnehmern gehen wir bei den hier ausgewiesenen Haftungsverhältnissen von einem sehr geringen Risiko aus.

Geschäftsführung

Thomas Kerkenhoff (ab 1. Februar 2016) IT/EDV, Logistik/Organisation, Vertrieb/Expansion/Bau/Technik/Einrichtung Getränkefachmärkte, Regieeinzelhandel Getränkefachmärkte
Dirk Neuhaus Warenwirtschaft, Vertrieb/Expansion/Bau/Technik/Einrichtung Vollsortiment, Regieeinzelhandel Vollsortiment, Fleisch- und Wurstproduktion und -handel
Stephan Steves Finanzen und Controlling, Personal, Backwarenproduktion- und vertrieb, Betriebswirtschaft/Controlling selbstständiger Einzelhandel

Die Geschäftsführer sind von den Regelungen des § 181 BGB befreit.

Mitglieder des Aufsichtsrates

Oliver Czajkowski Vorsitzender
Reiner Schenke stellvertr. Vorsitzender
Jörg Blondrath (ausgeschieden zum 24. Mai 2016)
Hans-Jürgen Borgmann  
Manfred Burkowski  
Alexander Elskamp  
Dirk Endt (ab 24. Mai 2016)
Jürgen Engels (ausgeschieden zum 24. Mai 2016)
Norbert Gorecki  
Rolf Harbring  
Konrad Kreuzberg  
Heinrich Nientied  

Die Mitglieder des Aufsichtsrates sind selbstständige Einzelhandelskaufleute.

Arbeitnehmervertreter

Werner Lawrenz freigestelltes Betriebsratsmitglied
Süleyman Cihan freigestelltes Betriebsratsmitglied
Peter Schneider freigestelltes Betriebsratsmitglied (ausgeschieden zum 27. Juni 2016)

Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen

Aufwand Ertrag
TEUR TEUR
Warengeschäft 474.007 262.657
Mietgeschäft 41.704 17.309
sonstige Dienstleistungen 42.967 587
Finanzgeschäfte 606 518
  559.284 281.071

Arbeitnehmer

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer:

Anzahl
Kaufmännische Arbeitnehmer 6.071
Gewerbliche Arbeitnehmer 5.161
  11.232

Daneben wurden im Geschäftsjahr durchschnittlich 317 Auszubildende beschäftigt.

Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr angefallene Gesamthonorar beläuft sich

für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 373.

für andere Bestätigungsleistungen TEUR 3.

Gesellschafterstruktur

An der Gesellschaft zu je 25,0 % beteiligt sind die EDEKA Duisburg eingetragene Genossenschaft, Moers, und die EDEKA Essen eG, Moers. Die EDEKA Zentralhandelsgesellschaft mbH, Hamburg, hält 50,0 % der Anteile. Die EDEKA Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr mit beschränkter Haftung, Moers, erstellt für ihre Tochtergesellschaften einen befreienden Konzernabschluss nach § 291 HGB. Dieser Konzernabschluss kann im Bundesanzeiger eingesehen werden. Die EDEKA Duisburg eingetragene Genossenschaft, Moers, und die EDEKA Essen eG, Moers, stellen einen freiwilligen gemeinsamen Gruppenabschluss auf, in den sie den Konzernabschluss der EDEKA Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr mit beschränkter Haftung, Moers, einbeziehen.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

 

Moers, 31. März 2017

EDEKA Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr mit beschränkter Haftung, Moers

T. Kerkenhoff

D. Neuhaus

S. Steves

Entwicklung des Anlagevermögens 2016

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2016 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2016
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 152.899.944,20 5.910.999,55 249348,05 35.082,72 158.596.678,42
2. Geschäfts- oder Firmenwert 94.086.244,42 * 0,00 26.947,37 0,00 94.059.297,05
  246.986.188,62 5.910.999,55 276.295,42 35.082,72 252.655.975,47
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 202.761.930,39 5.685.921,87 2.633.976,39 2.781.216,22 208.595.092,09
2. Technische Anlagen und Maschinen 63.502.618,81 4.410.806,51 1.023.254,10 1.824.423,53 68.714.594,75
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 376372.508,54 33.672.750,31 11.722398,33 1.944.791,62 400.267.652,14
4. Andere Anlagen, Einbauten in fremde Grundstücke 113.503.419,33 2.096.914,05 568.722,35 264.781,33 115.296392,36
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 12.433.593,73 11.544.140,39 714.678,50 -6.853.792,42 16.409.263,20
  768.574.070,80 57.410.533,13 16.663.029,67 -38.579,72 809.282.994,54
III. Finanzanlagen          
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 4.644.211,50 120.015,37 4.608.428,40 -155.798,47 0,00
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 2.510.000,00 0,00 0,00 0,00 2.510.000,00
3. Beteiligungen 1.448.483,22 0,00 0,00 0,00 1.448.483,22
4. Sonstige Ausleihungen 3.142322,95 2.818,89 1349.838,13 159.295,47 1.954.599,18
  11.745.017,67 122.834,26 5.958.266,53 3.497,00 5.913.082,40
  1.027305.277,09 63.444366,94 22.897.591,62 0,00 1.067.852.052,41
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2016 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2016
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 105331.934,79 10.599.106,12 249348,05 0,00 115.681.692,86
2. Geschäfts- oder Firmenwert 46.876.175,42 ** 8.114.986,58 *** 26.947,37 0,00 54.964.214,63
  152.208.110,21 18.714.092,70 276.295,42 0,00 170.645.907,49
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 19.737.550,98 4.229.612,74 5.285,31 0,00 23.961.878,41
2. Technische Anlagen und Maschinen 35394.050,80 5.679.624,22 997.885,05 0,00 40.075.789,97
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 250.507.457,97 36.169.825,86 10.884.742,42 0,00 275.792.541,41
4. Andere Anlagen, Einbauten in fremde Grundstücke 54.170.826,62 5.468.573,13 568.722,35 0,00 59.070.677,40
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  359.809.886,37 51.547.635,95 12.456.635,13 0,00 398.900.887,19
III. Finanzanlagen          
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 4.025.895,00 6.747,00 3.999.851,00 -32.791,00 65.582,00
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 1.237.400,00 232.058,00 357.067,00 32.791,00 1.079.600,00
  5.263.295,00 238.805,00 4356.918,00 0,00 1.145.182,00
  517.281.291,58 70.500.533,65 17.089.848,55 0,00 570.691.976,68
Buchwerte
31.12.2016 31.12.2015
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 42.914.985,56 47.568.009,41
2. Geschäfts- oder Firmenwert 39.095.082,42 47.210.069,00
  82.010.067,98 94.778.078,41
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 184.633.213,68 183.024379,41
2. Technische Anlagen und Maschinen 28.638.804,78 28.108.568,01
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 124.475.110,73 125.865.050,57
4. Andere Anlagen, Einbauten in fremde Grundstücke 56.225.714,96 59332.592,71
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 16.409.263,20 12.433.593,73
  410382.107,35 408.764.184,43
III. Finanzanlagen    
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen -65.582,00 618316,50
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 2.510.000,00 2.510.000,00
3. Beteiligungen 1.448.483,22 1.448.483,22
4. Sonstige Ausleihungen 874.999,18 1.904.922,95
  4.767.900,40 6.481.722,67
  497.160.075,73 510.023.985,51

* davon Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung 59.130.379,67
** davon kumulierte Abschreibung aus der Kapitalkonsolidierung 29.301.029,67 €
*** davon Abschreibung lfd. Jahr aus der Kapitalkonsolidierung 5.773.422,58 €

Konzernkapitalflussrechnung

EDEKA Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr mit beschränkter Haftung

2016 IST 2015 VJ Veränderung
(in Mio. €) (in Mio. €) (in Mio. €)
Periodenergebnis (Konzernjahresüberschuss einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter) 36,4 25,6 10,8
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 70,5 79,5 -9,0
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen -5,0 11,3 -16,3
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 0,4 -2,8 3,2
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 67,2 15,2 82,4
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 45,3 43,6 1,7
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -0,2 -0,1 -0,1
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 6,3 6,3 0,0
- Sonstige Beteiligungserträge -0,1 -0,6 0,5
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 19,0 15,4 3,6
-/+Ertragsteuerzahlungen -17,4 -13,5 -3,8
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 88,0 179,9  
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 0,0 1,9 -1,9
-Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -5,9 -8,4 2,5
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 4,2 7,2 -3,0
-Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -57,4 -97,0 39,5
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 1,6 0,9 0,7
-Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -0,1 -7,6 7,5
+ Erhaltene Zinsen 1,6 5,4 -3,8
+ Erhaltene Dividenden 0,1 0,6 -0,5
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -56,0 -97,0 41,0
+ Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von anderen Gesellschaftern 0,0 4,5 -4,5
+ Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 0,0 0,9 -0,9
- Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten -87,7 -50,2 -37,6
- Gezahlte Zinsen -6,9 -10,7 3,8
- Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens -1,2 -1,3 0,0
- Gezahlte Dividenden an andere Gesellschafter -0,7 -0,7 0,0
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -96,6 -57,5 -39,1
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds     -90,0
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 134,5 109,1 25,4
Finanzmittelfonds am Ende des Periode 70,0 134,5 -64,5
Zusammensetzung des Finanzmiftelfonds: 2016 2015 Veränderung
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 70,0 135,0 -64,9
abzgl. im Bilanzausweis der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthaltene, jederzeit fällige Bankverbindlichkeiten sowie andere kurzfristige Kreditaufnahmen, die zur Disposition der Liquiden Mittel gehören 0,0 -0,4 0,4
  70,0 134,5 -64,5

Eigenkapitalspiegel

Konzern EDEKA Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr mit beschränkter Haftung

in EUR
Eigenkapital des Mutterunternehmens
gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Jahresüberschuss Summe
31.12.2014 20.451.675,25 10.225.837,62 162.847.533,53 12.954.273,13 206.479.319,53
Rücklagenbildung aus Ergebnis Vorjahr     11.727.172,61 -11.727.172,61 0,00
Ausschüttung aus Ergebnis Vorjahr       -1.227.100,52 -1.227.100,52
Umbuchungen         0,00
Konzernjahresüberschuss       23.928.976,80 23.928.976,80
Einzahlungen         0,00
31.12.2015 20.451.675,25 10.225.837,62 174.574.706,14 23.928.976,80 229.181.195,81
Rücklagenbildung aus Ergebnis Vorjahr     22.701.876,28 -22.701.876,28 0,00
Ausschüttung aus Ergebnis Vorjahr       -1.227.100,52 -1.227.100,52
Konzernjahresüberschuss       34.596.741,17 34.596.741,17
Übrige         0,00
31.12.2016 20.451.675,25 10.225.837,62 197.276.582,42 34.596.741,17 262.550.836,46
Nicht beherrschende Anteile Kapital stiller Gesellschafter Konzern- Eigenkapital
Kapital Gewinn Summe
31.12.2014 12.571.581,78 1.261.176,46 13.832.758,24 1.000.000,00 221.312.077,77
Rücklagenbildung aus Ergebnis Vorjahr 633.245,81 -633.245,81 0,00   0,00
Ausschüttung aus Ergebnis Vorjahr   -721.000,00 -721.000,00   -1.948.100,52
Umbuchungen -93.069,35 93.069,35 0,00   0,00
Konzernjahresüberschuss   1.638.081,10 1.638.081,10   25.567.057,90
Einzahlungen 4.479.007,67   4.479.007,67   4.479.007,67
31.12.2015 17.590.765,91 1.638.081,10 19.228.847,01 1.000.000,00 249.410.042,82
Rücklagenbildung aus Ergebnis Vorjahr 917.081,10 -917.081,10 0,00   0,00
Ausschüttung aus Ergebnis Vorjahr   -721.000,00 -721.000,00   -1.948.100,52
Konzernjahresüberschuss   1.774.646,34 1.774.646,34   36.371.387,51
Übrige -10.249,07   -10.249,07   -10.249,07
31.12.2016 18.497.597,94 1.774.646,34 20.272.244,28 1.000.000,00 283.823.080,74

Konzernlagebericht 2016

Grundlagen des Unternehmens

Der Konzern der EDEKA Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr mit beschränkter Haftung ist Teil der deutschlandweiten EDEKA-Gruppe, die im Bereich Food Marktführer in Deutschland ist. Im Auftrag ihrer genossenschaftlichen Gesellschafter EDEKA Duisburg eingetragene Genossenschaft und EDEKA Essen eG erfüllt sie deren Förderauftrag, indem sie leistungsstarke Dienstleistungen den selbstständigen Einzelhändlern zur Verfügung stellt und die Existenzgründung von selbstständigen Einzelhändlern intensiv fördert.

Die Geschäftsfelder des Konzerns der EDEKA Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr mit beschränkter Haftung bestehen aus:

Zustellgroßhandel für Lebensmitteleinzelhandels- und für Getränkefachmärkte

Betreiben von Lebensmitteleinzelhandels- und Getränkefachmärkten in Eigenregie

Produktion von Backwaren und Verkauf durch in Eigenregie betriebene Backshops

Zerlegung, Produktion und Handel von Fleisch- und Wurstwaren sowie Fisch

Daneben werden vom Konzern EDEKA Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr mit beschränkter Haftung folgende Leistungen für die selbstständigen Kaufleute angeboten:

Standortplanung, -entwicklung und -sicherung von Lebensmitteleinzelhandelsobjekten und Getränkefachmärkten

An- und Vermietung von Lebensmitteleinzelhandelsobjekten und Getränkefachmärkten

Unterstützung bei Investitionen und Finanzierungen

Serviceleistung für den selbstständigen Einzelhandel, z. B. Aus- und Weiterbildung, IT

Vertriebs-, Betriebs- und Fachberatung

Wesentliche Großhandelsstandorte sind die Vollsortiments- und Frischelager in Moers, Meckenheim und Hamm sowie Getränkelager in Hamm, Oberhausen und Frechen. An den Standorten Meckenheim und Essen wird jeweils ein Fleischwerk betrieben, der Standort der Bäckerei ist Kamp-Lintfort. Der Produktionsstandort der Confiserie befindet sich in Duisburg. Das Absatzgebiet umfasst im Wesentlichen das Bundesland Nordrhein-Westfalen.

Die Geschäftsführung des Konzerns wird von den Geschäftsführern der EDEKA Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr mit beschränkter Haftung wahrgenommen, die in Personalunion Geschäftsführer der Tochtergesellschaften sind. Mitglieder im Aufsichtsrat der EDEKA Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr mit beschränkter Haftung sind selbstständige EDEKA-Kaufleute sowie Arbeitnehmervertreter.

Geschäftsverlauf und Lage des Konzerns

Rahmenbedingungen

Die konjunkturelle Lage in Deutschland war auch im Jahr 2016 gekennzeichnet durch ein solides und stetiges Wachstum. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Jahresdurchschnitt 2016 um 1,9 % höher als im Vorjahr. Dieser Effekt ist insbesondere durch die positive Entwicklung der Erwerbstätigkeit mit einer Steigerung von 1,0 % auf 43,5 Mio. Beschäftigte im Vergleich zu 2015 verursacht worden.

Die privaten Konsumausgaben haben sich laut statistischem Bundesamt preisbereinigt um 2,0 % erhöht, wobei der Verbraucherpreisindex um 0,5 %-Punkte im Vergleich zum Vorjahr stieg.

Laut Angaben der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) erhöhte sich der Umsatz im deutschen Lebensmitteleinzelhandel (inkl. Drogerieumsätze) um 2,0 % auf 176,0 Mrd. EUR. Im Bereich der Getränkefachmärkte war laut den Marktforschungsergebnissen der IRI in 2016 ein leichter Umsatzrückgang von 0,8 % zu verzeichnen.

Wirtschaftsbericht

Umsatzentwicklung

Der Konzernumsatz (Ware) der EDEKA Rhein-Ruhr stieg im Geschäftsjahr 2016 um 2,1 % von 4.256,0 Mio. € auf 4.345,9 Mio. €. Maßgeblich für das Umsatzwachstum war, dass die selbstständigen Kaufleute im Vollsortiment ihren Umsatz in 2016 erneut um 5,7 % steigern konnten. Der Umsatz der selbstständigen Kaufleute im Getränkefachmarkt liegt mit einem Umsatzwachstum von 2,6 % ebenfalls über dem Vorjahresniveau. Bei den in Regie geführten Vollsortimentsmärkten sank der Umsatz nominal um 3,0 %, bei den trinkgut-Regieobjekten konnte der Umsatz geringfügig um 0,3 % erhöht werden. Die Backshops der Bäckerei Büsch erwirtschafteten ein Umsatzwachstum von 6,0 %, Rasting erzielte ein Umsatzwachstum von 2,5 %.

Die Entwicklung des Warenumsatzes stellt sich im Zeitablauf wie folgt dar:

2012 2013 2014 2015 2016
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Großhandel 3.662,6 3.760,3 3.847,3 3.976,7 4.064,5
Einzelhandel-Regie 1.157,9 1.008,1 848,1 749,0 741,7
Fleischwerk 431,4 452,0 455,1 462,7 474,2
Bäckerei 80,3 85,9 89,8 96,9 105,3
minus Innenumsatz -1.325,4 -1.225,6 -1.110,0 -1.029,3 -1.039,8
Konzernumsatz (Umsatz) 4.006,8 4.080,7 4.130,3 4.256,0 4.345,9
Entwicklung in % 0,1% 1,8% 1,2% 3,0% 2,1%

Der geplante Warenumsatz für das Geschäftsjahr 2016 lag bei 4.352,7 Mio. €. Damit liegt der aktuelle Konzernumsatz geringfügig unter Plan.

Flächenentwicklung

Die Gesamtverkaufsfläche sank in 2016 um 1,7 % auf 1.135 tqm. Dabei standen 11 Neueröffnungen/Übernahmen mit insgesamt 13.986 qm 42 Schließungen mit insgesamt 36.281 qm gegenüber. Damit ergibt sich ein saldierter Nettoabgang von 19,8 tqm Verkaufsfläche. Die durchschnittliche Verkaufsfläche der Vollsortimentsgeschäfte stieg auf 1.363 qm. Die Verkaufsflächenstruktur hat sich weiter verbessert. Mittlerweile entfallen 87,1 % der Verkaufsfläche bei den Vollsortimentsgeschäften auf Objekte größer 800 qm und 55,6 % auf Objekte größer 1.500 qm.

Die Flächenstruktur zum 31.12. der Geschäftsjahre 2015 bzw. 2016 stellt sich folgendermaßen dar:

2015 2016
Anzahl Märkte 949 918
Fläche in qm 1.155.174 1.135.413
Entw. Fläche 1,3% -1,7%
davon Vollsortiment    
Anzahl 702 677
Fläche in qm 937.597 922.865
Ø-Fläche in qm 1.336 1.363
davon Getränkemärkte    
Anzahl 247 241
Fläche in qm 217.577 212.548
Ø-Fläche in qm 881 882

Spartenentwicklung

Großhandel

Der Großhandelsumsatz ist um 2,2 % auf 4.064,5 Mio. € (Vorjahr: 3.976,7 Mio. €) gestiegen.

Das Ergebnis des Großhandels ist gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Während das Ergebnis aus dem Warengeschäft deutlich über dem des Vorjahres liegt, hat sich sowohl das Zinsergebnis als auch das neutrale Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert.

Regie-Einzelhandel Vollsortiment

Der Bruttoumsatz der in Eigenregie geführten Vollsortimensmärkten ist auf vergleichbarer Fläche um 1,1 % gestiegen. Bei den darin enthaltenen Marktkauf-SB-Warenhäusern ist ein Anstieg um 1,1 % zu verzeichnen. Per 31.12.2016 befinden sich im Regie-Vollsortimentseinzelhandel fünf E-Center mit einer Fläche von 12.144 qm und 22 Marktkauf-SB-Warenhäuser mit einer Fläche von 144.621 qm.

2012 2013 2014 2015 2016
Umsatz in TEUR 739.284 713.402 686.160 690.060 682.382
Fläche in qm 177.484 163.815 161.239 159.063 156.765
Anzahl Objekte 33 29 28 27 27

Das Ergebnis im Regie-Einzelhandel Vollsortiment einschließlich Zentralkosten ist wie im Vorjahr negativ. Der Umsatz auf vergleichbarer Fläche ist etwas gestiegen, sodass eine Verbesserung des Ergebnisses erwirkt werden konnte.

Regie-Einzelhandel Getränke

Die Bruttoumsätze der vergleichbaren Getränkefachmärkte sind um 4,7 % gestiegen.

Per 31.12.2016 werden 32 Märkte mit einer Fläche von 25.887 qm betrieben.

Die Umsatz- und Flächenentwicklungen der Getränkefachmärkte sind der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen:

2012 2013 2014 2015 2016
Nettoumsatz in TEUR 54.468 49.933 55.642 60.149 67.382
Fläche in qm 21.912 20.117 24.170 25.638 25.887
Anzahl Objekte 29 26 31 32 32

Das Ergebnis der Getränkefachmärkte hat sich gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Mio. € auf 1,7 Mio. € verbessert.

Produktionsgesellschaften

Fleischhof Rasting

Der Nettoumsatz der Fleischhof Rasting ist im Geschäftsjahr 2016 von 462,7 Mio. € auf 474,3 Mio. € oder um 2,5 % gestiegen. Die Mengensteigerung lag mit 1,7 % auf dem gleichen Niveau.

Das Umsatzwachstum konnte insbesondere in den Warengruppen Frischfleisch inkl. Geflügel (+ 5,7 Mio. €), Frischfisch (+ 1,8 Mio. €) und Handelsware Wurst (+ 2,0 Mio. €) generiert werden.

Die Umsatz- und Tonnagenentwicklung in TEUR, in t und die Veränderung in % zum Vorjahr stellt sich im Zeitablauf wie folgt dar:

Nettoumsatzentwicklung in TEUR:

2012 2013 2014 2015 2016
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Umsatz 431.395 452.057 455.051 462.737 474.252
Entwicklung in % 5,2% 4,8% 0,7% 1,7% 2,5%

Mengenentwicklung in t:

2012 2013 2014 2015 2016
Menge in t 93.573 98.673 100.251 101.928 103.684
Entwicklung in % 1,0% 5,5% 1,6% 1,7% 1,7%

Das Ergebnis des Fleischhofes Rasting ist trotz der Umsatzentwicklung gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken, ist aber weiterhin stabil auf einem guten Niveau.

Backwarensparte

Die Backwarensparte hat mit ihren in Eigenregie geführten Verkaufsstellen den Bruttoumsatz in 2016 um 6,7 % gesteigert. Bei den vergleichbaren Verkaufsstellen konnte eine Ausweitung von 4,8 % realisiert werden.

Die Nettoumsatzentwicklung und die Entwicklung des Filialbestandes ist der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen:

2012 2013 2014 2015 2016
Umsatz in TEUR 80.106 85.572 89.615 95.972 103.437
Entwicklung in % 7,9% 6,8% 4,7% 7,1% 7,8%
Anzahl Filialen 168 165 177 179 183

Das Ergebnis der Backwarensparte ist im Geschäftsjahr 2016 leicht positiv. Die positive Entwicklung der Büsch GmbH konnte das negative Ergebnis der Confiserie Otto Bittner GmbH überkompensieren.

Diese Ergebnisverbesserung bei der Büsch GmbH wurde erzielt durch Umsatzsteigerung in Verbindung mit entsprechender Rohertragserhöhung und zusätzlicher Senkung der prozentualen Personalkosten im Verhältnis zum Umsatz. Insgesamt konnte das Ergebnis im Jahre 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 3.125 TEUR verbessert werden.

Aufwands- und Ertragsentwicklung

Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren für die interne Steuerung sind der Umsatz, der Rohgewinn sowie die Personalkosten.

Das EBIT ist im Vergleich zum Vorjahr um 14,4 Mio € gestiegen und liegt bei 61,7 Mio. €. Dabei ist das Ergebnis aus dem Warengeschäft beim Großhandel gestiegen, während das der operativen Regie- und Produktionsgesellschaften in der Summe leicht gesunken ist.

Der Jahresüberschuss liegt mit 34,6 Mio. € um 10,7 Mio. € oberhalb des Vorjahres.

2012 2013 2014 2015 2016
Ergebnis TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Ergebnis vor Steuern 35.583 40.991 27.744 31.795 54.931
Jahresüberschuss * 15.785 19.298 12.954 23.929 34.597
* ohne Anteil von Minderheitsgesellschaftern 56% 53% 53% 25% 37%

Investitionen

Die Investitionen liegen mit 63,4 Mio. € (Vorjahr: 113,0 Mio. €) deutlich unter dem Vorjahresvolumen und werden zu 100 % durch den einfachen Cash-Flow finanziert. Wesentliche Investitionen waren der Erwerb von Einzelhandelsstandorten.

Finanzielle Lage

Der einfache Cashflow ist gegenüber dem Vorjahr um 1,8 Mio. € gestiegen und beläuft sich zum 31.12.2016 auf 106,9 Mio. € (Vorjahr 105,1 Mio. €). Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit hat sich gegenüber dem Vorjahr um -92,7 Mio. € vermindert. Ursache hierfür war im Wesentlichen die Feiertags- und Stichtagskonstellation, die zu einer überproportionalen Erhöhung des Forderungsbestandes führte und den Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit entsprechend senkte. Durch Rückführung von Krediten sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zum 31.12.2016 von 343,4 Mio. € auf 255,6 Mio. € gesunken. Die Liquidität war im Berichtsjahr jederzeit sichergestellt.

Bei einer um 10,6 Mio. € gesunkenen Bilanzsumme ist das Eigenkapital von 23,2 % auf 26,6 % gestiegen. Insgesamt weist der Konzern damit eine für ein Handelsunternehmen sehr gute Eigenkapitalquote auf, die für die dauerhafte Finanzierung des Geschäftsbetriebes eine gute Ausgangsbasis darstellt.

Die langfristig gebundenen Vermögensgegenstände sind zu 57,1 % durch das wirtschaftliche Eigenkapital abgedeckt. Für den Differenzbetrag steht ein ausreichender Finanzmittelrahmen zur Verfügung, der bis zum Jahr 2021 abgesichert ist. Zum Bilanzstichtag bestehen zugesagte, aber nicht ausgenutzte Kreditlinien in Höhe von insgesamt T€ 80.000.

Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

31.12.2016 31.12.2015
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 255.624.965,66 343.353.365,65
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 17.795.385,55 (Vj. EUR 17.728.399,99)    
davon mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr EUR 237.829.580,11 (Vj. EUR 325.624.965,66)    
davon mit einer Restlaufzeit von über fünf Jahren EUR 36.730.000,00 (Vj. EUR 39.004.894,10)    
davon gesichert durch Buchgrundschulden EUR 50.624.965,66 (Vj. EUR 53.303.365,65)    
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 142.609.390,47 112.306.654,66
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 142.609.390,47 (Vj. EUR 112.306.654,66)    
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 230.874.678,43 223.082.801,81
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 190.174.678,43 (Vj. EUR 182.982.801,81)    
davon mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr EUR 40.700.000,00 (Vj. EUR 40.100.000,00)    
davon mit einer Restlaufzeit von über fünf Jahren EUR 40.700.000,00 (Vj. EUR 40.100.000,00)    
davon gegenüber Gesellschaftern EUR 230.874.678,43 (Vj. EUR 223.082.801,81)    
Sonstige Verbindlichkeiten 23.122.928,05 15.934.501,59
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 23.122.928,05 (Vj. EUR 15.934.501,59)    
davon aus Steuern EUR 6.198.683,61 (Vj. EUR 2.580.300,60)    
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 1.454.152,91 (Vj. EUR 2.181.433,21)    

Entwicklung wichtiger Finanz- und Bilanzstrukturkennzahlen:

Jahr 2011 2012 2013 2014 2015 2016
Bilanzsumme in T€ 999.900 976.639 924.480 1.043.153 1.075.925 1.065.338
Eigenkapital in T€ 180.270 198.405 208.150 221.312 249.410 283.823
Eigenkapitalquote in % 18,0 20,3 22,5 21,2 23,2 26,6
einfacher Cashflow in T€ 72.187 87.685 89.801 82.287 105.107 106.872

* einfacher Cashflow = Jahresüberschuss +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens

Chancen- und Risikobericht

Der Konzern der EDEKA Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr mit beschränkter Haftung ist als Handelsunternehmen den allgemeinen Unternehmens- und Geschäftsrisiken ausgesetzt. Entsprechend dem Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) identifiziert der Konzern der EDEKA Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr mit beschränkter Haftung systematisch die möglicherweise bestehenden Risiken. Das Risikomanagementsystem wird laufend entsprechend den sich ergebenden Anforderungen weiterentwickelt. Es dient dazu, frühzeitig Risiken zu erkennen, die den Fortbestand oder die Entwicklung des Unternehmens gefährden können und diese zu bewerten, sodass geeigenete Vorsorge- und Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden können. Es erfolgt eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit dem operativen Geschäft.

Zur Überwachung der Risiken und Chancen und zur Zielerreichung des Konzerns der EDEKA Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr mit beschränkter Haftung wurde ein Überwachungsprozess implementiert. Innerhalb dieses Prozesses werden dezidierte Planungen vor allem der operativen Tochtergesellschaften erstellt, die Geschäftsentwicklung analysiert, die Planungen der Unternehmensgruppe geprüft und die Entwicklung verfolgt. Kontinuierliche Ergebnisrechnungen und deren Überwachung dienen dem Management als Grundlage für Entscheidungen bezüglich der Steuerung des Konzerns. Unterstützt werden diese Maßnahmen durch Markt- und Wettbewerbsbeobachtungen sowie durch den Informationsaustausch mit den selbstständigen Kaufleuten.

Der Lebensmitteleinzelhandel zählt zu den am stärksten umkämpften Teilmärkten der deutschen Volkswirtschaft. Ungeachtet dessen zeigte sich der mittelständische Einzelhandel in den vergangenen Jahren als krisensicher und wettbewerbsfähig. Wider den negativen Entwicklungen der internationalen Finanzmärkte wurde das Umsatzwachstum fortgesetzt; der mittelständische Einzelhandel zählte weiterhin zu den Stabilitätsfaktoren der deutschen Wirtschaft.

Durch die Einbindung in die nationale EDEKA-Gruppe, die hohe Sortimentskompetenz und die permanente Optimierung der Geschäftsprozesse kann der Konzern der EDEKA Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr mit beschränkter Haftung den Druck auf die Margen kompensieren und den angeschlossenen Einzelhändlern eine hinreichende Gesamtleistung zur Verfügung stellen.

Entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns der EDEKA Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr mit beschränkter Haftung ist eine zukunftsfähige Flächenstruktur. Um den Vorteil der großen Sortimentstiefe und -breite ausspielen zu können, sind im Vollsortiment Einzelhandelsflächen erforderlich, die oberhalb von 1.500 qm liegen. Dies ist mit der Akquisisation von Neuflächen in den vergangenen Jahren gelungen. Der Konzern hat eine der besten Flächenstrukturen innerhalb der EDEKA­Gruppe. Auch im Vergleich zu Wettbewerbern ist die Flächenstruktur konkurrenzfähig.

Mit dem trinkgut-Konzept verfügt die Unternehmensgruppe über das beste Getränkefachmarktkonzept in ihrem Absatzgebiet. Zusammen mit den weit überdurchschnittlichen Verkaufsflächen bei den Getränkefachmärkten und der Umstellung auf die Eigenlogistik bei den Mehrweggetränken wird die Spitzenposition in der Zukunft gesichert werden.

Der Wettbewerb zwischen den Handelsketten um gute Standorte ist sehr hoch, so dass auch die Mieten für die Objekte gestiegen sind. Ein zusätzliches Risiko stellt die restriktive Handhabung der Baunutzungsverordnung durch die Kommunen dar. Bei der Eigenentwicklung von Standorten können diese frühzeitig projektiert und gemeinsam mit den Kommunen entwickelt werden. Dadurch können sowohl der Standort selbst als auch eine adäquate Miete für den Einzelhandel gesichert werden. Dies ist dem Konzern der EDEKA Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr mit beschränkter Haftung in den vergangenen Jahren gut gelungen. Wir gehen davon aus, dass mit diesem Konzept auch in Zukunft die Flächenstruktur weiter optimiert und eine ausreichende Zahl von neuen Standorten für den Konzern generiert werden.

Insgesamt hat die Überprüfung unserer Risikopositionen keine Anhaltspunkte dafür ergeben, dass der wirtschaftliche Fortbestand des Unternehmens gefährdet ist bzw. dass Risiken vorhanden sind, die eine zukünftige Bestandsgefährdung zur Folge haben können.

Voraussichtliche Entwicklung

In den ersten beiden Monaten 2017 sind die Warenumsätze im Konzern der EDEKA Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr mit beschränkter Haftung um 3,3 % gestiegen. Auf vergleichbarer Fläche haben die selbstständigen EDEKA-Einzelhändler im Bereich Vollsortiment einen Umsatzzuwachs von 1,9 % erzielt. Die Getränkemärkte haben auf vergleichbarer Fläche eine Umsatzsteigerung von 3,1 % im Verhältnis zum Vorjahr zu verbuchen.

Geplant für das Geschäftsjahr 2017 ist ein leicht erhöhter Umsatz aus Warenverkäufen (Plan 2016: 4.353 Mio. EUR). Bei ähnlichen Rohmargen und leicht steigendem Sachaufwand rechnen wir mit einem Konzernjahresüberschuss 2017 auf Vorjahresniveau.

Im Laufe des Geschäftsjahres 2017 wird die aktuell für einige Kunden bereits produktive "Kundenfakturierung" im RWWS vollständig ausgerollt. Zusätzlich wird mit der Aufschaltung der Regie-Märkte auf die RWWS - Filialabrechnung ein Grundstein zur besseren Sortimentssteuerung im Einzelhandelsumfeld gelegt.

Neben den vorgenannten technischen RWWS - Umstellungen erfolgt in 2017 mit der Integration der ehemaligen Kaisers Tengelmann - Filialen in die Schnellkauf Handelsgesellschaft mbH eine Ausweitung des Filialnetzes der EDEKA Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr mit beschränkter Haftung.

Wir gehen davon aus, das sich die positive Entwicklung des Konzerns der EDEKA Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr mit beschränkter Haftung und ihrer angeschlossenen selbstständigen Einzelhändler weiter fortsetzt. Aufgabe ist es, die erhöhte Sortimentstiefe und Warenverfügbarkeit in weiter überdurchschnittliche Umsatzzuwächse und damit verbundene Ertragssteigerungen umzusetzen. Mit einer sowohl im Vollsortiments- als auch im Getränkebereich zukunftsträchtigen Flächenstruktur mit individuell den örtlichen Verhältnissen angepassten Lebensmittel- und Getränkefachmärkten bietet die EDEKA Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr mit beschränkter Haftung den Verbrauchern ein attraktives Angebot, das neben konkurrenzfähigen Preisen auch Vielfalt, Frische, Service und Freundlichkeit beinhaltet. Somit gehen wir davon aus, dass wir auch in 2017 unsere Ziele erreichen werden.

 

Moers, den 31. März 2017

EDEKA Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr mit beschränkter Haftung

T. Kerkenhoff

D. Neuhaus

St.Steves

Bestätigungsvermerk des Konzernabschlussprüfers

Wir haben den von der EDEKA Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr mit beschränkter Haftung, Moers, aufgestellten Konzernabschuss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapltalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDVV) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bel der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und aber das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen Ober mögliche Fehler berücksichtigt.

Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt Insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und steilt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

Den vorstehenden Bericht haben wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Berichterstattung bei Abschlussprüfungen (IDW PS 450) erstattet.

 

Hamburg, den 25. April 2017

UNIVERSA Prüfungs- und Treuhandgesellschaft mbH
Wrirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hübotter, Wirtschaftsprüfer

Mackedanz, Wirtschaftsprüfer

Bericht der Aufsichtsräte

Die Aufsichtsräte haben die ihnen obliegenden Aufgaben für das Geschäftsjahr 2016 wahrgenommen. Die Aufsichtsratsmitglieder der Genossenschaften bilden gleichzeitig den Aufsichtsrat der EDEKA Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr und nehmen an den Gesellschafterversammlungen dieser Gesellschaft teil.

Die Aufsichtsräte haben sich von den Vorständen der Genossenschaften bzw. von der Geschäftsführung des Großhandelsbetriebes regelmäßig über Lage und Entwicklung des Konzerns einschließlich der Großhandelsunternehmen sowie der mit diesem verbundenen Gesellschaften unterrichten lassen. Sie haben sich den Geschäftsverlauf und insbesondere die Geschäftsergebnisse der einzelnen konzernangehörigen Gesellschaften durch schriftliche und mündliche Berichte darlegen lassen und den Geschäftsgang überwacht. Angelegenheiten, die nach Gesetz und Satzung der Mitwirkung des Aufsichtsrates unterliegen, wurden entsprechend im Aufsichtsrat behandelt.

Der Aufsichtsrat der EDEKA Handelsgesellschaft hat die Universa Prüfungs- und Treuhandgesellschaft mbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beauftragt, den Jahresabschluss, den Konzernabschluss sowie die Jahresabschlüsse der Tochtergesellschaften zum 31. Dezember 2016 unter Einbeziehung der Buchführung sowie der Lageberichte zu prüfen.

Die Abschlüsse der Genossenschaften wurden nach Gesetz vom EDEKA Verband kaufmännischer Genossenschaften e.V. geprüft. Der Abschlussprüfer hat an der Aufsichtsratssitzung, in der die Jahresabschlüsse vorgelegt wurden, teilgenommen und dort über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung mündlich berichtet. Allen Abschlüssen wurde der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt.

Die Geschäftsführung hat die Jahresabschlüsse dem Aufsichtsrat vorgelegt. Die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers sowie dessen mündliche Erörterungen wurden zustimmend zur Kenntnis genommen. Die Jahresabschlüsse der EDEKA Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr und er mit ihm verbundenen Unternehmen wurden einschließlich der Ergebnisverwendung gebilligt, sie sind damit festgestellt.

Die Jahresabschlüsse der Genossenschaften wurden vom Aufsichtsrat gebilligt. Den Vorschlägen für die Gewinnverwendungen, die den Vorschriften der Satzungen entsprechen, schließen sich die Aufsichtsräte an. Es wird den Generalversammlungen empfohlen, die Jahresabschlüsse zu genehmigen und den vorgeschlagenen Gewinnverteilungen zuzustimmen.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Aufsichtsrat in seiner Verantwortung als Kontrollorgan in der Doppelfunktion über alle Informationen verfügte und so für die legitimen Interessen der Mitglieder eingetreten ist. So fand der genossenschaftliche Förderauftrag in der EDEKA Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr mit ihren Tochtergesellschaften ausreichend Berücksichtigung.

Der Aufsichtsrat bedankt sich beim Vorstand und allen Mitarbeitern für die in 2016 geleistete Arbeit. Den Mitgliedern gebührt Anerkennung für die konstruktive Zusammenarbeit mit dem Großhandelsbetrieb.

 

Moers, im Mai 2017

Für den Aufsichtsrat der EDEKA Duisburg eG O. Czajkowski, Vorsitzender

Für den Aufsichtsrat der EDEKA Essen eG O. Czajkowski, Vorsitzender

Für den Aufsichtsrat der EDEKA Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr mbH O. Czajkowski, Vorsitzender

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