AWD.pharma GmbH & Co.KGLiquidiert

01445 Radebeul, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRA 4459
Eingetragen
23.3.2001

Historie

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Gesellschafter

2 Gesellschafter

Kommanditgesellschaft (KG)

Persönlich haftender Gesellschafter
Germany
Persönlich haftender Gesellschafter
Germany

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Konzern- und Jahresabschlüsse

AWD.pharma GmbH & Co. KG

Radebeul

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011 und Lagebericht 2011

Lagebericht

A Geschäftsumfeld und Rahmenbedingungen

Organisatorische und rechtliche Struktur

Die AWD.pharma GmbH & Co. KG, Radebeul (im Folgenden auch: AWD.pharma), bestehend seit dem 23. März 2001, entwickelt und vertreibt qualitativ hochwertige Arzneimittel unter eigenem Warenzeichen. Die AWD.pharma ist seit dem 01.01.2011 nach Verschmelzung der Pliva Pharma Holding B.V., Utrecht, aus die TEVA Deutschland GmbH ein Tochterunternehmen der TEVA Deutschland GmbH, Ulm.

Einzige Komplementärin der AWD.pharma ist, ebenfalls durch Verschmelzung der ehemaligen AWD.pharma Beteiligungsgesellschaft mbH, Radebeul, die Merckle GmbH, Blaubeuren. Kommanditistin ist die TEVA Deutschland GmbH. Die Kommanditeinlage, die zugleich das Haftungskapital darstellt, beträgt € 5,0 Mio.

Die TEVA Deutschland wird in den Konzernabschluss der obersten Muttergesellschaft der TEVA Pharmaceutical Industries Ltd., Petach Tikva, Israel, einbezogen.

Die bereits im Jahr 2010 feststehende Schließung des Standortes Radebeul wurde zum 31.12.2011 beendet. Aus den damit verbundenen Umstrukturierungsmaßnahmen bestehen allerdings noch Verpflichtungen gegenüber ehemaligen Arbeitnehmern sowie Dritten.

Desweiteren wurden zum 01.01.2011 mit Handeslregistereintragung vom 03.05.2011 rückwirkend die beiden ehemaligen Tochtergesellschaften ACCEDO Arzneimittel GmbH, Radebeul, und O.R.C.A. pharm GmbH, Penzberg auf die AWD.pharma verschmolzen.

Mit der zum Ende des Geschäftsjahres 2010 erworbenen CT Arzneimittel GmbH, Ulm, wurde Geschäftsjahr ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen.

Geschäftstätigkeit der TEVA/ ratiopharm Gruppe und der AWD.pharma

Das international ausgerichtete Generikageschäft, die Forschung und Entwicklung innovativer Produkte (Generika und Biosimilars), verbunden mit einer leistungsfähigen und hochmodernen Produktion sind die Standbeine der TEVA/ratiopharm Gruppe. Die TEVA/ratiopharm Gruppe ist eines der größten internationalen Generikaunternehmen mit 9,9 Milliarden produzierten und 11,5 Milliarden verpackten Tabletten im Jahr 2011.

Die Produktion der TEVA/ratiopharm Gruppe verfügt über drei Produktionsstandorte der Merckle GmbH in Deutschland (Ulm, Weiler und Blaubeuren). Die Produktion der herkömmlichen chemischen Produkte ("Feste Arzneimittel", "Halbfeste Arzneiformen" sowie "Flüssige Darreichungsformen") erfolgt überwiegend in Deutschland. Die Herstellung von biopharmazeutischen Wirkstoffen erfolgt ausschließlich am Standort Ulm, während die biopharmazeutischen Endprodukte von einem verbundenen Unternehmen am Standort Weiler produziert werden.

Die TEVA/ratiopharm Gruppe entwickelt und produziert eigene patentfreie Pharmaprodukte und bietet sie preiswert an. Damit kann sie auf dem Markt mit einem besonders intensiven Wettbewerb bestehen. Die Vielzahl gesetzlicher bzw. kollektivvertraglicher Regulierungsmaßnahmen (z.B. Festbeträge, Herstellerabschläge und Zuzahlungsfreistellungen) einerseits und die Rabattverträge andererseits haben den Wettbewerb in den vergangenen Jahren zusätzlich verschärft und zu einer Erosion der Preise geführt.

Die Orientierung der AWD.pharma auf Originalprodukte und proprietäre Produkte in den Indikationen Schmerz, Osteoporose und Herz-Kreislauf wurde im Jahr 2011 fortgeführt. Im Rahmen der Umstrukturierungsmaßnahmen wurde das operative Geschäft der AWD.pharma sowie deren Vertriebs- und Beschaffungswege grundlegend verändert. Beides wird jetzt von innerdeutschen verbundenen Unternehmen im Auftrag der AWD.pharma durchgeführt. Der Vertrieb der AWD Produkte im Inland wird durch die CT Arzneimittel GmbH und Transpharm Logistik GmbH, Ulm, abgewickelt. Die Ratiopharm International vertreibt die AWD Produkte in deren Namen im Ausland. Der Materialeinkauf erfolgt über die Merckle GmbH. Die Verwaltungsfunktionen wie z.B. Geschäftsleitung, Finanzen, IT Service und Personalwesen wurden zum 01.04.2011 ebenfalls durch die Merckle GmbH übernommen. Mit allen Firmen wurden Dienstleistungs- und Lieferverträge geschlossen.

Am 03. November 2011 haben TEVA und der Konsumgüterkonzern Procter & Gamble ihre Partnerschaft zur Vermarktung von frei verkäuflichen Arzneiprodukten (OTC) bekannt gegeben. Zukünftig wird es für alle Märkte außerhalb Nordamerikas ein Joint Venture mit dem Namen "PGT Healthcare" geben. PGT Healthcare, mit Hauptsitz in Genf (Schweiz), vereint die Stärken und Kernkompetenzen der beiden Unternehmen und ermöglicht die Expansion in neue Länder und Bereiche. Das Marketing und den Vertrieb der OTC-Produkte der TEVA/ratiopharm Gruppe in Deutschland sind Teil des Joint Ventures. Davon sind alle Marken (ratiopharm, Teva, CT, AbZ und AWD.pharma) betroffen. Das Geschäft mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln (Rx) bleibt vom Joint Venture unberührt. Ziel des Joint Venture ist weiteres Umsatzwachstum und höhere Absatzzahlen zu erreichen.

B Geschäftsverlauf und Lage

Ertragslage

Das Unternehmen konnte im Jahr 2011 einen Jahresüberschuss von € 61,5 Mio verzeichnen. Hiervon stammen € 25,1 Mio aus dem im Geschäftsjahr erstmals wirksamen Ergebnisabführungsvertrag mit der CT Arzneimittel GmbH.

Die Umsatzerlöse sind mit € 96,6 Mio deutlich unter Vorjahresniveau von € 129,2 Mio gesunken. Preisnachlässe gemäß dem Gesetz zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit in der Arzneimittelversorgung (AVWG) wurden in Höhe von € 13,5 Mio (Vj. € 8,4 Mio) und Skonti in Höhe von € 1,3 Mio (Vj. € 1,8 Mio) gewährt. Gleichzeitig sank der Materialaufwand um € 10,8 Mio.

Im ersten Quartal wurde weiterhin ein Großteil unserer Produkte als Handelsware von verbundenen Unternehmen im Ausland bezogen und der Rest wurde von konzernfremden Lohnherstellern geliefert.

Seit April 2011 werden sämtliche Waren von der Merckle GmbH bezogen. Sämtliche Bestände wurden zu diesem Zeitpunkt zu Buchwerten an die Merckle GmbH verkauft.

Der Personalaufwand sank im Geschäftsjahr um € 43,5 Mio auf € 7,7 Mio. Durch die Standortschließung im Jahr 2011 wurde die zur Erfüllung des Sozialplanes gebildete Restrukturierungsrückstellung, u.a. für Freistellungen und Abfindungen, weitgehend verbraucht.

Bedingt durch die Standortschließung und Änderung der Vertriebsstruktur sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen ebenfalls enorm um € 22,6 Mio auf € 19,6 Mio gesunken.

Aus dem mit der CT Arzneimittel GmbH abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrag entstanden 2011 Erträge in Höhe von € 25,1 Mio.

Aus dem zum Jahresende 2010 bei der TEVA Finance II B.V. aufgenommenen Darlehen zum Kauf der Anteile an der CT Arzneimittel GmbH resultiert der starke Anstieg der Zinsaufwendungen um € 7,0 Mio.

Vermögenslage

Durch die Standortschließung in Radebeul bedingt wurden keine Investitionen in das Sachanlagevermögen vorgenommen. Ein Zugang in Höhe von € 1 Mio im immateriellen Vermögen war aufgrund einer Verpflichtung aus einem früheren Lizenzerwerb nötig.

Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr um € 12,0 Mio auf € 465,8 Mio gestiegen.

Diese Veränderung ist auf die verschiedenen den Geschäftsverlauf neu bestimmenden Faktoren zurückzuführen. Zum einen sanken die Vorräte durch den Verkauf an die Merckle GmbH um € 9,2 Mio. Andererseits stiegen die Forderungen insbesondere gegenüber der CT Arzneimittel GmbH aus dem neuen Leistungsverhältnis um € 12,8 Mio und aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit dieser um weitere € 25,1 Mio.

Durch den hohen Gewinn konnte der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag in Höhe von € 22,6 Mio ausgeglichen werden und das Eigenkapital stieg auf € 43,8 Mio.

Der Jahresfehlbetrag aus dem Geschäftsjahr 2009 in Höhe von € 26,8 Mio wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 18.01.2011 festgesetzt und verblieb lt. Gesellschaftsvertrag im Kapitalkonto, um mit zukünftigen Gewinnen ausgeglichen zu werden. Der Jahresfehlbetrag aus dem Jahr 2010 in Höhe von € 0,8 Mio wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 22.02.2012 festgestellt.

Ein Rückgang der sonstigen Rückstellungen in Höhe von € 33,2 Mio ist vor allem auf die gesunkene Restrukturierungsrückstellung zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten haben sich nur geringfügig geändert.

Finanzlage und Liquiditätsanalyse

Das zur Finanzierung des Kaufs der Beteiligung an der CT Arzneimittel GmbH benötigte, konzerninterne Darlehen in Höhe von € 337,6 Mio wurde um ein Jahr verlängert.

Desweiteren wurde der seit 2009 bestehende Cashpoolvertrag mit der TEVA Deutschland gekündigt.

Seit dem 9. Mai 2011 besteht zwischen der TEVA Health GmbH und den Gesellschaften der TEVA/ratiopharm Gruppe eine Cash-Pool-Vereinbarung aus der bei Bedarf Liquide Mittel abgerufen werden können. Die Höhe ist unbegrenzt. Die AWD.pharma hat derzeitig eine Cashpool-Forderung in Höhe von € 66,5 Mio.

Die aktuelle Überprüfung der Risikosituation ergab, dass die Zukunftsfähigkeit gesichert ist und aufgrund der breiten Basis an Produkten, Kunden und Lieferanten keine Risikokonzentrationen bestehen, die den Fortbestand unserer Gesellschaft gefährden würden.

C Nachtragsbericht

Zum 01.01.2012 hat die AWD.pharma GmbH & Co KG die Beteiligung an der AbZ-Pharma GmbH zu einem Kaufpreis von € 149,0 Mio erworben.

D Prognose und Risikobericht

Chancen und Risiken der zu künftigen Entwicklung

Finanzwirtschaftliche Risiken und Chancen

Risiken aus Schwankungen der Zahlungsströme erkennen wir frühzeitig im Rahmen unserer Liquiditätsplanung, in der die jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeiten und potenziellen Auswirkungen enthalten sind. Währungsrisiken spielen aufgrund der Konzentration auf den Euro-Raum eine untergeordnete Rolle. Gleiches gilt für Zinsrisiken aufgrund der soliden Kapital- und Finanzierungsstruktur der TEVA/ratiopharm Gruppe. Zudem erfolgt ein zentrales Risikomanagement im Konzern-Treasury Israel.

Als Teil des TEVA Konzerns sind wir in ein eigenkapitalstarkes, börsennotiertes und ertragreiches Unternehmen eingegliedert.

Markt- und Produktchancen sowie Markt- und Produktrisiken

Der Generika-Markt ist international durch eine von Konjunktureinflüssen relativ unabhängige und in der Regel kontinuierlich steigende Nachfrage geprägt, unter anderem durch Patentabläufe und zunehmende Alterung der Bevölkerung.

In den letzten Jahren waren die weltweiten Generika-Märkte geprägt durch Wachstum. Dies gilt insbesondere auch für die Märkte in denen die TEVA/ratiopharm Gruppe vertreten ist. Um an diesen Marktchancen zu partizipieren, hat die inländische TEVA Gruppe ihre Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen seit mehreren Jahren stark intensiviert.

Den ständig steigenden Gesundheitskosten in Deutschland treten die Krankenkassen zur Kostendämpfung u.a. mit Rabattverträgen entgegen. Die sogenannten Portfolioverträge der Nachahmerindustrie gewähren den Krankenkassen Nachlässe, die durch eine Mischkalkulation noch wirtschaftlich tragbare Rabatte beinhalteten. Die Krankenkassen versuchen inzwischen mit möglichst großvolumigen Ausschreibungen, insbesondere bei der Generika-Industrie, höhere Rabatte zu realisieren. Um jedoch im Ausschreibungsgeschäft marktanteilswichtige Zuschläge zu erhalten, sind die Größenordnungen der notwendigen Abschläge für die Generika-Industrie durchaus als herausfordernd zu bezeichnen.

Aus Sicht der Geschäftsleitung bestehen für die Geschäftstätigkeit der Unternehmensgruppe und der AWD.pharma folgende Risiken:

Staatliche-regulatorische Ausgestaltungen des öffentlichen Gesundheitswesens in den einzelnen nationalen Märkten können die Geschäftstätigkeit unserer Gesellschaft beeinflussen. Die Änderung von bestehenden oder die Einführung neuer Vorschriften insbesondere mit Bezug auf den Einsatz von Generika können sich nachteilig auf die Geschäftstätigkeit auswirken.

Gesetzliche Regulierungen durch Preissenkungen, Festbeträge oder Bestimmungen zur Rabattgewährung können die Ertragslage der Gruppe unmittelbar negativ beeinflussen, wenn nicht gleichzeitig kompensierende Zuwächse mit Absatz oder Kostensenkungen mit diesen Maßnahmen verbunden sind.

Daneben führen Ausschreibungen von Krankenkassen zu erheblichen Preisnachlässen bei den Generikaanbietern. Ausmaß und Auswirkungen von etwaigen Änderungen sind schwer kalkulierbar, weil sie vom politischen Prozess im jeweiligen Land abhängen und von den Reaktionen der betroffenen Marktteilnehmer wesentlich beeinflusst werden. Risiken bestehen auch beim weiteren Ausbau des Produktportfolios. So können lange dauernde Zulassungsverfahren den Markteintritt von Produkten erheblich verzögern oder auch unmöglich werden lassen. Auch zusätzliche Anforderungen der Zulassungsbehörden können die planmäßige Vermarktung negativ beeinflussen.

Insbesondere bei Generika besteht ein Risiko von Patentverletzungen. Als Folge davon können erhebliche Kosten aus Schadensersatzverpflichtungen oder der vollständigen oder zeitweiligen Untersagung der Vermarktung von Produkten entstehen. Angesichts des intensiven Wettbewerbs im Generika-Markt bestehen auch wettbewerbsbedingte Risiken. Alle marktwirksamen Aktivitäten von Wettbewerbern, insbesondere in Bezug auf Preisstellungen, können den Geschäftserfolg spürbar beeinträchtigen.

Risikomanagement

Die Geschäftsentwicklung der AWD.pharma wird, wie oben dargestellt, insbesondere von rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen, den Veränderungen von Marktpreisen und dem Wettbewerbsumfeld, in dem sich die TEVA/ratiopharm Gruppe und im Speziellen die AWD.pharma bewegt, beeinflusst. Vor diesem Hintergrund wurde ein konzernweites Risikomanagementsystem installiert, das auch für die AWD.pharma gültig ist.

Ausblick

Die Strategie, das internationale Geschäft in Wachstumsmärkten zielstrebig auszubauen, sich in neuen Geschäftsfeldern zu engagieren und in Deutschland selektiv an Ausschreibungen teilzunehmen, zahlt sich für die TEVA/ratiopharm Gruppe weiter aus.

Für die Jahre 2012 und 2013 erwarten wir für die AWD.pharma ein Umsatzwachstum und gehen von weiteren positiven Ergebnissen auf Niveau 2011 aus. Das Umsatzwachstum resultiert insbesondere aus den führenden AWD Produkten wie Katadolon und Buprenorphin.

Wir gehen, bedingt durch die Eingliederung in den TEVA/ratiopharm Konzern auch weiterhin von einer positiven Zukunft und vermehrten Chancen aus.

G. Sonstige Angaben

Personal

AWD.pharma beschäftigte zum 31. Dezember 2011 40 Mitarbeiter (Vj. 258 Mitarbeiter). Im Geschäftsjahresdurchschnitt waren 116 Mitarbeiter (Vj. 268 Mitarbeiter) angestellt.

Der Abbau ist Folge der Standortschließung in Radebeul bei der alle Servicebereiche von den Standorten Ulm beziehungsweise Berlin übernommen wurden.

Umweltschutz

Die gesetzlichen Anforderungen im Bereich Umweltschutz für Vertriebsfirmen werden eingehalten.

 

Radebeul, 31.05.2012

Merckle GmbH

Theo Andriessen, Geschäftsführer

Dr. Sven Dethlefs, Geschäftsführer

Stefan Feltens, Geschäftsführer

Dr. Walther Bühl, Geschäftsführer

Dr. Gerald Huber, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

  31.12.2011 01.01.2011 Pro-Forma-Bilanz 31.12.2010
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 3.324.776,00 4.309.657,00 4.308.825,00
2. Geleistete Anzahlungen 196.919,10 196.919,10 196.919,10
  3.521.695,10 4.506.576,10 4.505.744,10
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 468.502,59 515.568,59 515.568,59
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 198.096,92 471.046,91 467.943,91
  666.599,51 986.615,50 983.512,50
III. Finanzanlagen      
Anteile an verbundenen Unternehmen 337.660.526,71 337.608.235,71 337.682.735,71
  341.848.821,32 343.101.427,31 343.171.992,31
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 0,00 989.637,54 989.637,54
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 0,00 8.173.071,03 8.173.071,03
  0,00 9.162.708,57 9.162.708,57
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 564.719,48 11.486.580,14 11.486.580,14
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 119.403.365,78 64.669.109,92 64.678.149,80
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.057.281,18 2.366.366,51 2.132.212,77
  121.025.366,44 78.522.056,57 78.296.942,71
III. Guthaben bei Kreditinstituten 2.612.014,99 118.354,26 118.354,26
  123.637.381,43 87.803.119,40 87.578.005,54
C. Rechnungsabgrenzungsposten 41.383,82 147.394,68 147.394,68
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 275.580,88 129.906,08 129.906,08
E. Nicht durch Vermögenseinlagen gedeckter Verlustanteil der Kommanditistin 0,00 22.621.945,90 22.621.945,90
  465.803.167,45 453.803.793,37 453.649.244,51

Passiva

     
  31.12.2011 01.01.2011 Pro-Forma-Bilanz 31.12.2010
A. Eigenkapital      
I. Kapitalanteile Kommanditist      
Kapitalkonto 5.000.000,00 5.000.000,00 5.000.000,00
Abzuschreibender Verlust 0,00 -5.000.000,00 -5.000.000,00
  5.000.000,00 0,00 0,00
II. Bilanzgewinn 33.831.119,17 0,00 0,00
  38.831.119,17 0,00 0,00
B. Rückstellungen      
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 10.171.378,37 11.465.411,70 11.465.411,70
2. Steuerrückstellungen 8.460.389,20 237.627,46 237.627,46
3. Sonstige Rückstellungen 23.619.289,24 56.817.194,20 56.807.194,20
  42.251.056,81 68.520.233,36 68.510.233,36
C. Verbindlichkeiten      
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.822.644,35 1.632.242,25 1.580.199,05
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 377.409.022,94 381.436.320,48 381.344.817,88
3. Sonstige Verbindlichkeiten 5.489.324,18 2.214.997,28 2.213.994,22
davon aus Steuern € 5.162.035,20 (Vj. € 2.185.893,00)      
  384.720.991,47 385.283.560,01 385.139.011,15
  465.803.167,45 453.803.793,37 453.649.244,51

Gewinn- und Verlustrechnung

  2011
2010 Pro Forma Zahlen 2010
1. Umsatzerlöse 96.605.052,46 129.201.826,85 129.201.826,85
2. Verminderung des Bestands an fertigen Erzeugnissen 0,00 -392.256,11 -392.256,11
3. Sonstige betriebliche Erträge 16.753.480,13 12.581.904,58 12.471.503,31
(davon Erträge aus Währungsumrechnung € 65.004,71; Vorjahr € 25.168,38)      
4. Materialaufwand      
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 28.838.511,95 37.289.788,29 37.289.788,29
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 0,00 2.376.890,10 2.376.890,10
  28.838.511,95 39.666.678,39 39.666.678,39
5. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter 6.307.555,21 46.371.481,02 46.371.481,02
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.390.377,33 4.826.859,63 4.826.859,63
davon für Altersversorgung € 514.189,37 (Vj. € 1.459.409,98 )      
  7.697.932,54 51.198.340,65 51.198.340,65
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.252.095,99 3.733.145,18 3.727.863,18
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 19.618.921,03 42.259.550,45 42.033.927,98
(davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung € 53.098,99; Vorjahr € 40.191,35)      
8. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 25.109.618,84 0,00 28.997,27
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.148.400,88 357.778,53 357.114,28
davon aus verbundenen Unternehmen € 1.115.270,34 (Vj. € 275.370,28)      
10. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 0,00 195.221,52
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 8.420.482,58 1.385.991,75 1.373.631,04
davon an verbundene Unternehmen € 7.843.198,83 (Vj. € 723.338,71)      
davon aus Aufzinsung € 571.433,00 (Vorjahr 643.245,00)      
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 72.788.608,22 3.505.547,43 3.471.522,84
13. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 2.620.094,42 2.620.094,42
14. Außerordentliches Ergebnis 0,00 2.620.094,42 2.620.094,42
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 11.314.877,06 1.640.369,74 1.606.345,15
16. Sonstige Steuern 20.666,09 58.513,92 58.513,92
17. Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag 61.453.065,07 -813.430,65 -813.430,65
18. Verlustvortrag 22.621.945,90    
19. Einstellung in Kapitalkonto 5.000.000,00    
20. Bilanzgewinn 33.831.119,17    

Anhang

Allgemeine Erläuterungen

Der Jahresabschluss der AWD.pharma GmbH & Co. KG (AWD.pharma) wird nach handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften für große Kapitalgesellschaften erstellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Zum 01.01.2011 wurden die Tochterunternehmen accedo Arzneimittel GmbH und O.R.C.A. pharm GmbH auf die AWD.pharma GmbH & Co. KG verschmolzen. Um die Verständlichkeit des Jahresabschlusses zu erhöhen, haben wir die Vorjahreswerte in der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung durch pro forma auf den 31. Dezember 2010 konsolidierte Werte der nunmehr verschmolzenen Gesellschaften ergänzt.

Die Komplementärin AWD.pharma Beteiligungsgesellschaft mbH wurde zum 01.01.2011 auf die Merckle GmbH verschmolzen.

Die bereits im Jahr 2010 von der Teva Deutschland GmbH erworbene Kommanditistin der AWD.pharma GmbH & Co KG - Pliva Pharma Holding B.V. wurde ebenfalls zum 01.01.2011 auf die Teva Deutschland GmbH verschmolzen.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Anlagevermögen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag bilanziert.

Sachanlagen werden mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet. Planmäßige Abschreibungen werden linear vorgenommen. Die Herstellungskosten beinhalten alle steuerlich aktivierungspflichtigen Kostenbestandteile.

Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Wert € 150 nicht übersteigt, werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Für Wirtschaftsgüter, die einen Wert größer € 150 und kleiner € 1.000 haben, wird seit dem 1. Januar 2008 ein Sammelposten gebildet, der auf 5 Jahre linear abgeschrieben wird.

Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Vorräte

Die Bilanzierung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren erfolgt zu Anschaffungskosten auf der Basis gleitender Durchschnittspreise unter Beachtung des Niederstwertprinzips.

Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips und des Prinzips der verlustfreien Bewertung bilanziert. Material- und Fertigungsgemeinkosten fließen neben den direkt zurechenbaren Kosten in die Herstellungskosten mit ein.

Für nicht gängige Artikel und Überbestände sind jeweils angemessene Wertabschläge vorgenommen worden.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Bewertung erfolgt zum Nominalwert. Durch angemessene Einzelwertberichtigungen und Pauschalwertberichtigungen zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird ausreichend Vorsorge für Ausfallrisiken getroffen.

Flüssige Mittel

Die Bewertung erfolgt zum Nominalwert.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die als aktive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesenen Posten stellen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag dar, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag sind.

Rückstellungen

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method)unter Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat Januar 2012 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 5,14 %.

Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 3,94 % p.a. und auf der Grundlage der Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Die Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersteilzeitverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet:

Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Erläuterung der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Beteiligungen

Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Nennkapital
%
Währung Eigenkapital
in Tausend
Ergebnis des letzten Geschäftsjahres 1 in Tausend
CT Arzneimittel GmbH, Berlin 100,0 1.129 37.666

1 Vor Gewinnabführung bzw. Verlustübernahme (-)

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen zum 31. Dezember 2011 gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 565 (Vorjahr 8.765) sowie Forderungen aus Ergebnisabführung T€ 25.110 (Vorjahr T€ 0), sonstige Forderungen aus Serviceleistungen in Höhe von T€ 27.342 (Vorjahr T€ 3.966) und aus einem Cashpooling Vertrag in Höhe von T€ 66.451 (Vorjahr 51.947).

Liquide Mittel

Die Guthaben bei Kreditinstituten beinhalten mit T€ 2.600 (Vj. T€ 100) flüssige Mittel, für die Verfügungsbeschränkungen bestehen, da sie als Sicherheiten dienen. Der mit der TEVA Deutschland GmbH bestehende Cash Pooling Vertag wurde zum 09.05.2011 durch einen Cashpool Vertrag mit der TEVA Health GmbH ersetzt.

Eigenkapital

Durch Verschmelzung des alleinigen Kommanditistin PLIVA Pharma Holding B.V. Amsterdam/ Niederlande mit der TEVA Deutschland GmbH zum 01.01.2011 übernimmt diese das Nennkapital in Höhe von T€ 5.000.

Die Jahresfehlbeträge der Geschäftsjahre 2009 und 2010 wurden durch den Jahresüberschuss des Jahres 2011 vollständig ausgeglichen.

Rückstellungen

Die Rückstellungen beinhalten insbesondere Rückstellungen für Restrukturierung und Abfindungen in Höhe von T€ 9.699 (Vj. T€ 36.548 TEUR), für ausstehende Rechnungen in Höhe von T€ 5.788 (Vj. T€ 7.244), für Gratifikationen in Höhe von T€ 115 (Vj. T€ 656).

Rückstellungspflichtige Altersteilzeitverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von T€ 307. Diese wurden mit Deckungsvermögen (T€ 582) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Als Deckungsvermögen wurden verpfändete Rückdeckungsversicherung, klassifiziert. Der beizulegende Zeitwert der saldierten Rückdeckungsversicherungsansprüche entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) gemäß den Mitteilungen der Versicherer. Da das Deckungsvermögen die Altersteilzeitverpflichtungen übersteigt erfolgt der Ausweis des verrechneten Betrags auf der Aktivseite der Bilanz im Posten "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung".

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu 1 Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit T€ 339.716 (T€ 337.608) Darlehensverbindlichkeiten und darauf entfallende Zinsen und mit T€ 33.763 (Vj. T€ 34.660) das Verrechnungskonto der Kommanditistin. Die restlichen Verbindlichkeiten betreffen Lieferungen und Leistungen T€ 6.038.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

  T€
  31.12.2011 31.12.2010
Kaufpreisverbindlichkeiten aus dem Erwerb der AbZ Pharma GmbH 149.000  
Verpflichtungen aus Miet-, Pacht-, Leasing- und Serviceverträgen    
fällig im ersten Jahr 727 1.885
davon gegenüber verbundenen Unternehmen (0) (241)
fällig in den darauffolgenden vier Jahren 464 723
davon gegenüber verbundenen Unternehmen (0) (0)
Bestellobligo für Investitionen 0 0
  150.190 2.608

Erläuterung der Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

  2011 2010
Inland 87. 376 106.336
davon Lizenzen 5.837 1.679
davon Lohnarbeiten 52.344 0
davon Erzeugnisse 29.195 104.657
EU 6.595  
Übriges Ausland 2.634 22.865
Gesamt 96.605 129.202

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten mit T€ 16.753 (Vj. T€ 2.775) periodenfremde Erträge, welche vor allem aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren.

Abschreibungen

Die Abschreibungen enthalten keine (Vorjahr T€ 792) außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr bedingt durch die Standortschließung und Umstrukturierung um € 22,6 Mio gesunken.

Sie enthalten u.a. € 11 Mio Sonstige Dienstleistungen u.a. aus Serviceverträgen, € 2 Mio Leiharbeitnehmer, € 3 Mio Mietkosten und Beratungs- und Bürokosten von € 4 Mio.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In den Ertragssteuern ist ausschließlich die von der Gesellschaft geschuldete Gewerbesteuer erfasst.

Mitarbeiterzahl

Durchschnittlich waren 116 (Vj. 268) Angestellte und 9 Auszubildende (Vj. 9) bei der Gesellschaft beschäftigt.

Persönlich haftende Gesellschafterin

Zum 01.01.2011 ist die Merckle GmbH nach Verschmelzung mit der AWD.pharma Beteiligungsgesellschaft persönlich haftende Gesellschafterin ohne Kapitaleinlage.

Geschäftsführung

Als Geschäftsführer der persönlich haftenden Gesellschafterin waren während des Geschäftsjahres 2011 bestellt:

 

Theo J. Andriessen, VP Corporate Governance and EU Taxation, TEVA Pharmaceuticals Europe B.V., Haarlem/Niederlande

 

Dr. Walther Bühl, Leiter Technical Operations, Altdorf

 

Dr. Sven Dethlefs, CEO Teva Health GmbH, Hamburg

 

Thomas Ehmann, Rechtsanwalt, Leiter Personal, Schorndorf

 

Stefan Feltens, CFO Teva Health GmbH (seit 01.05.2011), Ulm

 

Dr. Gerald Huber, Leiter Forschung und Entwicklung, Plüderhausen

 

Stefan Nauth, CFO TEVA Deutschland GmbH (bis 01.05.2011), Erftstadt

 

Gerardus van Odijk, President & CEO Teva Europe, Haarlem/Niederlande

Abschlussprüferhonorar

Das für den Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft als Aufwand erfasste Honorar für Abschlussprüfungsleistungen beträgt im Geschäftsjahr 2011 T€ 64.

K onzernabschluss

Zum 31. Dezember 2011 wird die AWD.pharma GmbH & Co KG in den Konzernabschluss der TEVA Pharmaceutical Industries Ltd., Petach Tikva (Israel) einbezogen, die den größten Konsolidierungskreis darstellt. Der Konzernabschluss ist am Sitz dieser Gesellschaft erhältlich. Den kleinsten Konsolidierungskreis bildet die Gesellschaft selbst mit ihren Tochtergesellschaften.

 

Radebeul, 31.05.2012

Merckle GmbH

Theo Andriessen, Geschäftsführer

Dr. Sven Dethlefs, Geschäftsführer

Stefan Feltens, Geschäftsführer

Dr. Walther Bühl, Geschäftsführer

Dr. Gerald Huber, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens

  Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
  01.01.2011
Zugänge
Abgänge
31.12.2011
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 22.705.488,55 1.000.000,00 377.352,33 23.328.136,22
2. Geleistete Anzahlungen 425.466,65 0,00 228.547,55 196.919,10
  23.130.955,20 1.000.000,00 605.899,88 23.525.055,32
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 785.185,78 0,00 0,00 785.185,78
2. Technische Anlagen und Maschinen 18.255,68 0,00 18.255,68 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.447.929,80 2.372,00 525.013,00 925.288,80
  2.251.371,26 2.372,00 543.268,68 1.710.474,58
III. Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 373.998.340,26 52.291,00 36.390.104,55 337.660.526,71
  399.380.666,72 1.054.663,00 37.539.273,11 362.896.056,61
  Abschreibungen
  01.01.2011
Zugänge
Abgänge
31.12.2011
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 18.396.663,55 1.984.049,00 377.352,33 20.003.360,22
2. Geleistete Anzahlungen 228.547,55 0,00 228.547,55 0,00
  18.625.211,10 1.984.049,00 605.899,88 20.003.360,22
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 269.617,19 47.066,00 0,00 316.683,19
2. Technische Anlagen und Maschinen 18.255,68 0,00 18.255,68 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 979.985,89 220.980,99 473.775,00 727.191,88
  1.267.858,76 268.046,99 492.030,68 1.043.875,07
III. Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 36.315.604,55 0,00 36.315.604,55 0,00
  56.208.674,41 2.252.095,99 37.413.535,11 21.047.235,29
  Restbuchwerte
  31.12.2011
31.12.2010
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 3.324.776,00 4.308.825,00
2. Geleistete Anzahlungen 196.919,10 196.919,10
  3.521.695,10 4.505.744,10
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 468.502,59 515.568,59
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 198.096,92 467.943,91
  666.599,51 983.512,50
III. Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 337.660.526,71 337.682.735,71
  341.848.821,32 343.171.992,31

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der AWD.pharma GmbH & Co. KG, Radebeul, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der geschäftsführenden Komplementär-GmbH der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer der geschäftsführenden Komplementär-GmbH sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

München, den 29. Juni 2012

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Anita Botzenhardt, Wirtschaftsprüfer

ppa. Andreas Thieme, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2011 wurde am 29.06.2012 festgestellt.

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