Stammdaten

Register
Amtsgericht Fulda HRB 1887
Vorher
ÜVG Regio-GmbHÜWAG Bus GmbH
Eingetragen
12.2.2001
Branche
Betrieb von Bahnhöfen für den Personenverkehr einschließlich OmnibusbahnhöfenPersonenbeförderung im Linienverkehr auf der StraßePersonenbeförderung im Gelegenheitsverkehr auf der Straße
Gegenstand
Durchführung von öffentlichem Personennahverkehr einschließlich Gelegenheitsverkehr, ferner den Verkehrsbetrieb ergänzende Dienstleistungen und Kfz-Werkstattbetrieb

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Philipp Enders
seit 18.1.2023
Prokura
Uwe Salzbrunn
seit 22.4.2010
Prokura
Geschäftsführer
Thomas Lang
seit 16.8.2005
Geschäftsführer
Michael Schneider
seit 16.8.2005
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (5)

NameAnteil
Landkreis Fulda
40.91%
Stadt Fulda
22.88%
Stadt Fulda
18.02%
17.46%
Landkreis Hersfeld-Rotenburg
0.73%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
500.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

RhönEnergie Bus GmbH

Fulda

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Geschäftsentwicklung

Gegenstand des Unternehmens ist die Durchführung von öffentlichem Personennahverkehr und Gelegenheitsverkehr mit Kraftomnibussen. Der Sitz der Gesellschaft ist Fulda, Löherstraße 52.

Die RhönEnergie Bus GmbH verfügt über 61 Linienkonzessionen nach § 42 Personenbeförderungsgesetz (PBefG) und betreibt Verkehre für folgende Auftraggeber:

RhönEnergie Fulda GmbH

Magistrat der Stadt Fulda

Landkreis Fulda

Landkreis Hersfeld-Rotenburg

Stadtwerke Hünfeld GmbH

Nordhessischer Verkehrsverbund (Verkehrsverbund und Fördergesellschaft Nordhessen mbH)

Wirtschaftsbetriebe Bad Hersfeld GmbH (Stadtverkehr Bad Hersfeld)

Lokale Nahverkehrsgesellschaft Fulda mbH

Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV)

Weiterhin führt die RhönEnergie Bus GmbH Ausflugsfahrten nach § 48 PBefG sowie Verkehre mit Mietomnibussen und Mietwagen nach § 49 PBefG durch.

Die Umsatzerlöse sind von 25.254 Tsd. € im Jahr 2022 auf 26.485 Tsd. € im Jahr 2023 gestiegen.

Zum 31. Dezember 2023 beschäftigte die RhönEnergie Bus GmbH 185 Mitarbeiter. Der Fuhrpark umfasste 167 Busse (davon 56 Gelenkbusse). Zusätzlich waren als Leasingfahrzeuge 12 Linienbusse im Einsatz.

Die Geschäftsführung beurteilt die Geschäftsentwicklung positiv.

Vermögenslage

Der Buchwert der Sachanlagen zum 31. Dezember 2023 betrug 16.418 Tsd. € (Vorjahr: 17.278 Tsd. €).

Das Eigenkapital setzte sich aus dem gezeichneten Kapital von 500 Tsd. € (Vorjahr: 500 Tsd. €), der Kapitalrücklage von 300 Tsd. € (Vorjahr: 300 Tsd. €), den Gewinnrücklagen von 2.604 Tsd. € (Vorjahr 2.354 Tsd. €) und dem Jahresüberschuss in Höhe von 1.276 Tsd. € zusammen (Vorjahr 869 Tsd. €).

Die Eigenkapitalquote in 2023 betrug 24,1 % (Vorjahr: 20,7 %).

Die Bilanzsumme ist von 19.401 Tsd. € um 37 Tsd. € auf 19.438 Tsd. € gestiegen.

Finanzlage

Die Kassen- und Bankguthaben zum 31. Dezember 2023 beliefen sich auf insgesamt 1.774 Tsd. € (Vorjahr: 296 Tsd. €).

Den fälligen Zahlungsverpflichtungen konnte die Gesellschaft uneingeschränkt nachkommen. Die fälligen Lieferantenrechnungen wurden unter Ausnutzung von Skonto bezahlt. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft sehen wir auch für die zukünftige Geschäftsentwicklung als gewährleistet an.

Beschränkungen, welche die Verfügbarkeit von Kapital beeinflussen können, sind nicht vorhanden.

Ertragslage

Die Gesellschaft schloss das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 1.276 Tsd. € (Vorjahr: 869 Tsd. €) ab.

Im Geschäftsjahr 2023 betrugen die Umsatzerlöse 26.485 Tsd. € (Vorjahr: 25.254 Tsd. €). Sie beinhalteten die Fahrleistungen (25.327 Tsd. €) und sonstige Dienstleistungen (1.158 Tsd. €).

Der Materialaufwand betrug 8.815 Tsd. € (Vorjahr: 8.864 Tsd. €) und beinhaltete im Wesentlichen Aufwendungen für Kraftstoffe, Reparaturen, Kfz-Ersatzteile und Aufwendungen für Verkehrsdienstleistungen.

Der Personalaufwand betrug 9.115 Tsd. € (Vorjahr: 8.696 Tsd. €) und die Abschreibungen 3.296 Tsd. € (Vorjahr: 3.114 Tsd. €).

Wichtige Aktivitäten des Geschäftsjahres 2023

In der Zeit vom 27. April 2023 bis 08. Oktober 2023 fand in Fulda die Landesgartenschau statt. Neben der Kapazitätsausweitung im Linienverkehr hat die RhönEnergie Bus GmbH Pendelverkehre im Auftrag des Veranstalters durchgeführt.

Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2023 ist die RhönEnergie Bus GmbH Betreiber des Bürgerbus Kirchheim. Im Auftrag des Landkreises Hersfeld-Rotenburg werden auf der Linie 76 mit zwei Kleinbussen die Ortsteile der Gemeinde Kirchheim bedient sowie die Anbindung an die Stadt Bad Hersfeld sichergestellt.

Die geplanten Investitionen in weitere Busse mit batterieelektrischem Antrieb konnten nicht vorgenommen werden, da die RhönEnergie Bus GmbH keine Förderzusage vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) erhalten hat.

Ausblick, Chancen und Risiken

Die RhönEnergie Bus GmbH plant das Dienstleistungsportfolio im Bereich ÖPNV weiter auszubauen.

Dazu hat sich die RhönEnergie Bus GmbH Ende 2023 an der Ausschreibung der Bestandsverkehre im Stadtverkehr Bad Hersfeld beteiligt. Diese Verkehrsleistungen wurden in Form von zwei Linienbündel europaweit ausgeschrieben. Die RhönEnergie Bus GmbH hat sich im Rahmen der Vergabeverfahren erfolgreich durchsetzen können und beide Ausschreibungen gewonnen.

Für die RhönEnergie Bus GmbH war es im abgelaufenen Jahr 2023 sehr herausfordernd die Fahrdienste mit entsprechend geschultem Fahrpersonal auf allen Linien zu besetzen. Diese Situation wird sich auch nicht grundsätzlich ändern, zumal die ÖPNV-Aufgabenträger hinsichtlich der angestrebten Verkehrswende eine deutliche Ausweitung des öffentlichen Nahverkehrsangebot planen und teilweise bereits beschlossen haben.

Ein besonderes Augenmerk gilt perspektivisch der Finanzierung des ÖPNV. Im Spagat zwischen steigenden Treibstoffkosten, einer bundesweiten Neuaufstellung der Fahrkartenstrukturen (9 €-Tickets, 49 €-Tickets) und politischen Ausbauzielen für den ÖPNV einerseits sowie ungeklärten und unzureichenden Finanzierungen für die sich abzeichnenden Lücken andererseits stehen für die RhönEnergie Bus GmbH mehr Frage- als Ausrufezeichen.

Die RhönEnergie Bus GmbH steht wie der Großteil der ÖPNV-Anbieter im Jahr 2024 vor einer Vielzahl operativ-prozessualen und grundlegend-strategischen Herausforderungen. Die in den vergangenen Jahren begonnene strategische Ausrichtung muss nicht fundamental angepasst, sondern nur moderat justiert werden. Die Belegschaft ist eingespielt und reagiert professionell auf permanente Veränderungen.

Durch die permanente Optimierung der Preis- und Erlösseite sowie einer Senkung der Prozesskosten sowie der Steigerung der allgemeinen Prozesseffizienz konnte die RhönEnergie Bus GmbH ihr wirtschaftliches Ergebnis im Jahr 2023 gegenüber dem Planergebnis deutlich verbessern. Das Quartalsergebnis Q1 2024 liegt ebenfalls über dem Planwert, so dass als Prognose für das Jahr 2024 von einem weiterhin guten wirtschaftlichen Verlauf ausgegangen werden kann. Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2024 einen Jahresüberschuss auf Vorjahresniveau.

 

Fulda, 29. März 2024

RhönEnergie Bus GmbH


Dipl. -Kfm. Klaus W. Aschenbrücker Dipl. -Ing. (FH) Thomas Lang

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 16.666.998,55 17.485.059,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 123.649,00 82.436,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 123.649,00 82.436,00
II. Sachanlagen 16.418.349,55 17.277.623,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 73.153,00 78.099,00
2. Fahrzeuge für Personen- und Geschäfts- bzw. Güterverkehr 15.915.929,00 16.720.190,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 426.835,00 479.334,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.432,55 0,00
III. Finanzanlagen 125.000,00 125.000,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 125.000,00 125.000,00
B. Umlaufvermögen 2.705.786,62 1.851.164,15
I. Vorräte 50.100,32 50.261,62
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 50.100,32 50.261,62
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 882.096,72 1.505.342,29
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 217.064,61 388.873,26
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 175.737,15 605.991,22
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 18.020,45 19.065,68
4. sonstige Vermögensgegenstände 471.274,51 491.412,13
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.773.589,58 295.560,24
C. Rechnungsabgrenzungsposten 64.756,60 64.756,60
Summe Aktiva 19.437.541,77 19.400.979,75

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 4.680.165,38 4.022.699,74
I. Gezeichnetes Kapital / Kapitalkonto / Kapitalanteile 500.000,00 500.000,00
II. Kapitalrücklage 300.000,00 300.000,00
III. Gewinnrücklagen/Ergebnisrücklagen 2.603.912,64 2.353.912,64
1. andere Gewinnrücklagen 2.603.912,64 2.353.912,64
IV. Jahresüberschuss 1.276.252,74 868.787,10
B. Rückstellungen 2.092.199,14 2.132.715,89
1. Steuerrückstellungen 57.792,30 22.526,18
2. sonstige Rückstellungen 2.034.406,84 2.110.189,71
C. Verbindlichkeiten 12.665.177,25 13.245.564,12
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 11.105.271,59 11.741.379,83
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 255.404,90 313.691,59
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 759.714,66 638.814,12
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 5.513,27 6.102,81
5. sonstige Verbindlichkeiten 539.272,83 545.575,77
davon aus Steuern 60.752,39 63.742,13
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 4.265,57 3.960,28
Summe Passiva 19.437.541,77 19.400.979,75

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 26.484.668,22 25.253.531,91
2. sonstige betriebliche Erträge 722.924,83 540.956,81
3. Materialaufwand 8.814.530,43 8.864.404,13
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 4.840.989,14 5.036.126,32
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.973.541,29 3.828.277,81
4. Personalaufwand 9.114.593,74 8.695.803,49
a) Löhne und Gehälter 7.374.263,03 7.095.449,57
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.740.330,71 1.600.353,92
davon Aufwendungen für Altersversorgung 154.659,93 103.858,53
5. Abschreibungen 3.295.582,20 3.113.848,04
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.381.517,72 3.996.645,30
7. Erträge aus Beteiligungen 103.505,04 140.037,31
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 53.920,65 0,00
davon sonstige Zinsen und ähnliche Erträge von verbundenen Unternehmen 48.628,65 0,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 94.885,39 70.058,25
davon an verbundene Unternehmen 0,00 73,24
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 371.041,96 313.673,37
11. Ergebnis nach Steuern 1.292.867,30 880.093,45
12. sonstige Steuern 16.614,56 11.306,35
Jahresüberschuss 1.276.252,74 868.787,10

Anhang

Allgemeine Darstellung

Pflichtangaben zum Jahresabschluss gemäß § 264 Abs. 1a HGB

Allgemeine Grundsätze

Der Jahresabschluss der RhönEnergie Bus GmbH ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der aktuell anzuwendenden Fassung und des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen gilt die Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 als mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Der Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Bilanz und der Anlagenspiegel ist entsprechend der Verordnung über die Gliederung des Jahresabschlusses von Verkehrsunternehmen vom 13. Juli 1988 um "Fahrzeuge für Personenverkehr" erweitert.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden:

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und linear abgeschrieben.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Eine Wahlrecht nach § 255 II HGB wurde nicht genutzt.

Die Vermögensgegenstände werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 250 € werden als Sofortaufwand gebucht. Vermögensgegenstände zwischen 251 € und 1.000 € werden als Jahressammelposten aktiviert und über fünf Jahre linear abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bewertet.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert oder dem beizulegenden niedrigeren Wert bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken sind angemessen berücksichtigt, dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Bankinstituten sind zum Nominalwerten angesetzt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in angemessenem Umfang; sie sind in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. 

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens und der Abschreibungen im Geschäftsjahr 2023 zeigt der als Anlage zum Anhang beigefügte Anlagenspiegel.

Vorräte

Es handelt sich im Wesentlichen um Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2023 31.12.2022
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 217.064,61 388.873,26
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 175.737,15 605.991,22
- davon gegen Gesellschafter (85.964,75) (463.042,03)
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 18.020,45 19.065,68
Sonstige Vermögensgegenstände 471.274,51 491.412,13
882.096,72 1.505.342,29

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen T€ 123 Lieferungen und Leistungen.

Bei den Forderungen gegenüber Beteiligungsunternehmen handelt es sich um Forderungen an beteiligte Unternehmen der RhönEnergie Gruppe und diese betreffen Lieferungen und Leistungen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks

Es handelt sich im Wesentlichen um Guthaben bei der Sparkasse Fulda.

Rechnungsabgrenzungsposten

Im Geschäftsjahr 2022 wurde ein Rechnungsabgrenzungsposten über den Wartungsvertrag für Ladeinfrastruktur bis zum Jahr 2026 mit EvoBus GmbH gebildet. Die Auflösung findet anteilig in den Jahren 2024-2026 statt.

Eigenkapital

31.12.2023 31.12.2022
Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
Kapitalrücklage 300.000,00 300.000,00
Gewinnrücklagen/ andere Gewinnrücklagen 2.603.912,64 2.353.912,64
Jahresüberschuss 1.276.252,74 868.787,10
4.680.165,38 4.022.699,74

Rückstellungen

31.12.2023 31.12.2022
Steuerrückstellungen 57.792,30 22.526,18
Sonstige Rückstellungen
- Instandhaltungsrückstellung 0,00 305.900,12
- Einnahmen-Aufteilung 1.284.047,24 988.047,24
- ausstehende Lieferantenrechnung 274.520,05 279.106,89
- Personal 335.753,32 387.029,66
- Berufsgenossenschaft 36.601,23 36.048,10
- Jahresabschlusskosten 84.225,00 79.725,00
- sonstige Rückstellungen 19.260,00 34.332,70
2.034.406,84 2.110.189,71
2.092.199,14 2.132.715,89

Verbindlichkeiten

31.12.2023 31.12.2022
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 11.105.271,59 11.741.379,83
- davon mit Restlaufzeit bis 1 Jahr (2.139.790,32) (1.986.479,47)
- davon mit Restlaufzeit größer 1 Jahr (8.965.481,27) (9.754.900,36)
- davon mit Restlaufzeit größer Jahres (1.770.397,98) (1.714.952,30)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 255.404,90 313.691,59
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 759.714,66 638.814,12
- davon gegenüber Gesellschaftern (291.767,54) (359.718,83)
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 5.513,27 6.102,81
Sonstige Verbindlichkeiten 539.272,83 545.575,77
- davon aus Steuern (60.752,39) (63.742,13)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (4.265,67) (3.960,28)
12.665.177,25 13.245.564,12

Als Sicherheiten für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens (Fahrzeugbestand) sicherungsübereignet.

Bis auf die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben alle Verbindlichkeiten eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Lieferungen und Leistungen. 

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen handelt es sich um Verbindlichkeiten gegenüber beteiligten Unternehmen der RhönEnergie Gruppe und darin betroffene Lieferungen und Leistungen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Jährliche Verpflichtungen bestehen aus Leasing- und Mietverträgen (538 Tsd. €) und aus dem Geschäftsbesorgungsvertrag (284 Tsd. €).

Weiterhin gibt es einen Avalkredit in Höhe von 96.518,20 € bei der Sparkasse Fulda.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

2023 2022
Erlöse aus Fahrleistungen, Beförderung Schwerbehinderter und aus Gelegenheitsverkehr 25.327.403,51 24.080.879,99
sonstige Umsatzerlöse 1.157.264,71 1.172.651,92
26.484.668,22 25.253.531,91

Sonstige betriebliche Erträge

2023 2022
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 499.836,75 367.930,34
Erträge aus Anlagenabgängen 7.053,52 1.980,67
Erträge aus Schadenersatz 195.584,52 113.342,68
sonstige Erträge 20.450,04 57.703,12
722.924,83 540.956,81

Insgesamt haben sich 507 Tsd. € (Vorjahr 370 Tsd. €) periodenfremde Erträge ergeben.

Materialaufwand

2023 2022
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 4.840.989,14 5.036.126,32
Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.973.541,29 3.828.277,81
8.814.530,43 8.864.404,13

Personalaufwand

2023 2022
Löhne und Gehälter 7.374.263,03 7.095.449,57
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 1.740.330,71 1.600.353,92
- davon für Altersversorgung (154.659,93) (103.858,53)
9.114.593,74 8.695.803,49

Abschreibungen

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sind im Einzelnen im Anlagenspiegel der RhönEnergie Bus GmbH dargestellt.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

2023 2022
Mieten und Nebenkosten Gebäude 267.076,54 241.836,84
Mieten für Maschinen und Fahrzeuge 346.121,34 362.213,19
Versicherungen 610.229,10 587.215,37
Fremdleistungen 2.122.935,16 1.973.952,90
Geschäftsbesorgung 372.600,00 389.600,00
Reisekosten / Auslösungen 109.930,99 99.723,51
sonstiges 552.624,59 342.103,49
4.381.517,72 3.996.645,30

Beteiligungs- und Finanzergebnis

2023 2022
Erträge aus Beteiligungen 103.505,04 140.037,31
- davon aus verbundene Unternehmen (103.505,04) (140.037,31)
sonstige Zinsen und ähnlich Erträge 53.920,65 0,00
- davon aus verbundene Unternehmen (48.628,65) (0,00)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 94.885,39 70.058,25
- davon an verbundene Unternehmen (0,00) (73,24)
62.540,30 69.979,06

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten den Steueraufwand für das Jahr 2023.

Sonstige Angaben

Gesellschafter

RhönEnergie Fulda GmbH 100 %

Geschäftsführung


Dipl.-Kfm. Klaus W. Aschenbrücker Dipl.-Ing. (FH) Thomas Lang

Auf die Angaben der Geschäftsführerbezüge wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Beteiligung


Die RhönEnergie Bus GmbH ist mit 25,0 % an der VGF Verkehrsgesellschaft Region Fulda mbH mit Sitz in Fulda beteiligt.
Das Eigenkapital der VGF Verkehrsgesellschaft Region Fulda mbH beträgt 1.211 T€. Das Jahresergebnis 2023 der VGF Verkehrsgesellschaft Region Fulda mbH beträgt 593 T€.

Mitarbeiter

Im Berichtsjahr waren zum 31. Dezember 2023 bei der RhönEnergie Bus GmbH 185 (Vorjahr: 186) Mitarbeiter beschäftigt.

Im Jahresdurchschnitt 2023 waren im Sinne des § 267 HGB 186 (Vorjahr: 185) Mitarbeiter beschäftigt.

Konzernabschluss

Die RhönEnergie Fulda GmbH als Mutterunternehmen erstellt einen Konzernabschluss, in den der Jahresabschluss der RhönEnergie Bus GmbH, Fulda, einbezogen wird und in dem die Angabe zum Honorar des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr. 17 HGB erfolgt. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister veröffentlicht.

Latente Steuern

Aktive latente Steuern auf die handels- und steuerrechtlich voneinander abweichenden Wertansätze der Instandhaltungsrückstellung wurden in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert. Die Bewertung erfolgte mit einem Steuersatz von 30 %.

Vorgänge nach Schluss des Geschäftsjahres

Bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses sind nach Ablauf des Geschäftsjahres 2023 keine Ereignisse eingetreten, die für die Gesellschaft von wesentlicher Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung des Unternehmens führen könnten. 

Ergebnisverwendungsbeschluss

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 1.276.252,74 € als Dividende auszuschütten.

 

Fulda, den 31. März 2024

RöhnEnergie Bus GmbH
Dipl.-Kfm. Klaus W. Aschenbrücker Dipl.-Ing. (FH) Thomas Lang 

Ergebnisverwendungsbeschluss 

Der geprüfte Jahresabschluss wurde in der Gesellschafterversammlung vom 13. Juni 2024 festgestellt. Die Gesellschafterversammlung stimmt dem Vorschlag der Geschäftsführung zur Ergebnisverwendung zu.

sonstige Berichtsbestandteile

Anschaffungs- und Herstellungskosten (Bruttowert)
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen
 
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 160.901,40 81.310,00 531,44 0,00
160.901,40 81.310,00 531,44 0,00
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 83.888,98 0,00 0,00 0,00
2. Fahrzeuge für Personenverkehr 41.345.337,89 2.351.605,42 598.339,44 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.496.025,27 56.201,78 11.149,18 0,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 2.432,55 0,00 0,00
42.925.252,14 2.410.239,75 609.488,62 0,00
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 125.000,00 0,00 0,00 0,00
125.000,00 0,00 0,00 0,00
Anlagevermögen gesamt 43.211.153,54 2.491.549,75 610.020,06 0,00
Kumulierte Abschreibungen
31.12.2023 01.01.2023 Zugänge Abgänge
 
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 241.679,96 78.465,40 40.097,00 531,44
241.679,96 78.465,40 40.097,00 531,44
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 83.888,98 5.789,98 4.946,00 0,00
2. Fahrzeuge für Personenverkehr 43.098.603,87 24.625.147,89 3.141.838,42 584.311,44
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.541.077,87 1.016.691,27 108.700,78 11.149,18
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.432,55 0,00 0,00 0,00
44.726.003,27 25.647.629,14 3.255.485,20 595.460,62
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 125.000,00 0,00 0,00 0,00
125.000,00 0,00 0,00 0,00
Anlagevermögen gesamt 45.092.683,23 25.726.094,54 3.295.582,20 595.992,06
Buchwerte
Umbuchungen 31.12.2023 31.12.2023 31.12.2022
 
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 118.030,96 123.649,00 82.436,00
0,00 118.030,96 123.649,00 82.436,00
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 10.735,98 73.153,00 78.099,00
2. Fahrzeuge für Personenverkehr 0,00 27.182.674,87 15.915.929,00 16.720.190,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 1.114.242,87 426.835,00 479.334,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 2.432,55 0,00
0,00 28.307.653,72 16.418.349,55 17.277.623,00
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 125.000,00 125.000,00
0,00 0,00 125.000,00 125.000,00
Anlagevermögen gesamt 0,00 28.425.684,68 16.666.998,55 17.485.059,00

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die RhönEnergie Bus GmbH, Fulda:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der RhönEnergie Bus GmbH, Fulda, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der RhönEnergie Bus GmbH, Fulda, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. 

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. 

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, 6. Mai 2024


WIKOM AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft


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