SBH Südost GmbHLiquidiert

33098 Paderborn, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Paderborn HRB 11809
Eingetragen
2.2.2015
Branche
Postsekundärer, nicht tertiärer Unterricht in Schulen des SozialwesensEinrichtungen des tertiären Bildungsbereichs a. n. g.Allgemeine und politische Erwachsenenbildung
Gegenstand
Zweck der Gesellschaft ist es, die Berufsausbildung, die berufliche Fortbildung und Umschulung zu fördern, als Träger von Aus-, Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen aufzutreten und als Einrichtung der Freien Wohlfahrtspflege notleidende und gefährdete Menschen im Sinne des § 53 AO, die keine Arbeit finden können, zu unterstützen, sowie die Beschaffung von Mitteln für die Verwirklichung der Förderung von Bildung Wissenschaft und Forschung sowie der Mildtätigkeit durch die steuerbegünstigte Stiftung Bildung und Handwerk. Die Satzungszwecke werden verwirklicht insbesondere durch die Integration von gesellschaftlichen Gruppen in das Berufsleben und den Arbeitsmarkt. Die Gesellschaft verwirklicht ihre wohlfahrtspflegerischen Zwecke durch die Sorge für erwerbsfähige Hilfebedürftigen, die Ihren Lebensunterhalt und ihre Eingliederung in Arbeit nicht aus eigenen Mitteln und Kräften sichern können. Zu ihren Aufgaben gehört auch die Vermittlung und Schaffung im Interesse der Allgemeinheit liegender, zusätzlicher Arbeitsgelegenheiten, die Betreuung von Arbeitssuchtenden und der mit ihnen in Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen sowie die Erbringung sonstiger Leistungen zur Eingliederung Erwerbsfähiger in reguläre Beschäftigung und Gemeinwohlarbeit. Die Gesellschaft kann als Träger der Jugendhilfe auftreten. Die Satzungszwecke werden außerdem verwirklicht durch die Zusammenarbeit mit staatlichen Institutionen, den Trägern der öffentlichen und Freien Wohlfahrtspflege, Schulen und Verbänden sowie der Wirtschaft in allen Fragen der beruflichen Ausbildung, Fortbildung, Umschulung und Integration in das Arbeitsleben, sowie durch die Förderung der Hilfe für politisch, rassisch oder religiös Verfolgte, für Flüchtlinge, Vertriebene, Aussiedler, Spätaussiedler, Kriegsopfer, Kriegshinterbliebene, Kriegsbeschädigte und Kriegsgefangene, Zivilbeschädigte und Behinderte sowie Hilfe für Opfer von Straftaten; ebenso durch die Förderung des Andenkens an Verfolgte, Kriegs- und Katastrophenopfer sowie die Förderung des Suchdienstes für Vermisste

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Uwe Gärtner
seit 27.1.2021
Prokura
Geschäftsführer
Wilfried Göbel
seit 9.3.2020
Geschäftsführer
Silvia Babin
seit 25.10.2017
Prokura
Marion Schubert
seit 25.10.2017
Prokura
Ines Dr. Benhold
seit 25.10.2017
Prokura
Bratyslawa Wirbul
seit 25.10.2017
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SBH Südost GmbH

Paderborn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Gemeinnützige Zwecke der Körperschaft

Die SBH Südost GmbH (im Folgenden SBH Südost), mit Unternehmenssitz in Paderborn, ist eine rechtlich sowie wirtschaftlich eigenständige, gemeinnützige GmbH, deren Tätigkeit darauf gerichtet ist, die Allgemeinheit auf materiellem, geistigem oder sittlichem Gebiet selbstlos zu fördern. Die Gesellschaft gehört zur ebenfalls gemeinnützigen Stiftung Bildung & Handwerk mit Unternehmenssitz in Paderborn und ist seit ihrer Gründung auf dem Gebiet der beruflichen Bildung für Jugendliche und Erwachsene sowie der Förderung des Wohlfahrtswesens tätig. Das Gebiet, in welchem die SBH Südost GmbH im Jahr 2020 ihre Aktivitäten entfaltet, erstreckt sich über die Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen

Gegenstand der Gesellschaft ist es, die Berufsausbildung, die berufliche Fortbildung sowie Umschulung zu fördern und als Träger von Aus-, Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen aufzutreten. Im Rahmen des Gesellschaftszwecks fördert die Gesellschaft die Integration von gesellschaftlichen Gruppen in das Berufsleben und den Arbeitsmarkt durch geeignete Maßnahmen. Sie verwirklicht ihre wohlfahrtspflegerischen Zwecke durch die Sorge für erwerbsfähige Hilfsbedürftige, die ihren Lebensunterhalt und ihre Eingliederung in Arbeit nicht aus eigenen Mitteln und Kräften sichern können.

Zu den Aufgaben der Gesellschaft gehört auch die Zusammenarbeit mit staatlichen Institutionen, den Trägern der öffentlichen und freien Wohlfahrtspflege, Schulen und Verbänden sowie der Wirtschaft in allen Fragen der beruflichen Ausbildung, Fortbildung, Umschulung, Verbundausbildung und Integration in das Arbeitsleben. Sie kann zudem als Träger der freien Jugendhilfe auftreten.

Ebenso leistet die Gesellschaft einen wichtigen Beitrag zur Integration von Flüchtlingen in die Gesellschaft und damit in den Arbeitsmarkt, dies insbesondere durch Coachingangebote, (berufsorientierte) Sprachvermittlung und weitergehende Qualifizierungsangebote.

Der überwiegende Anteil der Bildungsmaßnahmen wird weiterhin durch die Bundesagentur für Arbeit (BA) und die Jobcenter finanziert. Zusätzliche finanzielle Mittel werden aus dem Europäischen Sozialfond (ESF) sowie Bundes- und Landesmitteln für Projekte bezogen. Weitere Kostenträger sind das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, die Deutsche Rentenversicherung (DRV), Berufsgenossenschaften, Unfallkassen, der Berufsförderungsdienst der Bundeswehr (BFD). Zunehmend wird die SBH Südost von Wirtschaftsunternehmen im Rahmen von Verbundausbildung und betrieblicher Qualifizierung Angebote direkt beauftragt.

2. Projektentwicklung

Im Rahmen der Verwirklichung der steuerbegünstigten, satzungsmäßigen Qualifizierungszwecke entwickelt die Gesellschaft Projekte und Maßnahmen zur Förderung der Bildung nach den Bedürfnissen der Betroffenen. Es können weiter- bzw. neuentwickelte Bildungsangebote sein. Darüber hinaus führt die Stiftung Bildung & Handwerk für alle Tochtergesellschaften zugängliche Entwicklungen zur technischen und inhaltlichen Weiterentwicklung vorhandener Projekte sowie Neueinführungen durch.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 führte zu einem gravierenden Einbruch der Wirtschaftsleistung und zu einem signifikanten Anstieg der Arbeitslosigkeit als Folge v.a. der Maßnahmen zur Pandemieeindämmung. Gleichwohl zeigt sich auch, dass der Arbeitsmarkt insgesamt stabile Entwicklungen aufweist. Die Erwerbstätigkeit in Deutschland reagiert auf konjunkturelle Schwankungen robuster als noch vor der Weltwirtschaftskrise 2009. Das lässt sich u.a. auf den Fachkräftemangel zurückführen, der es für Unternehmen nahelegt, Personal auch in konjunkturell schwächeren Phasen zu halten.(https://www.iab-forum.de/iab-prognose- 021-arbeitsmarkt-auf-dem-weg-aus-der-krise/)

Zusätzlich zum Absinken des betrieblichen Arbeitskräftebedarfs im Zuge der Pandemie ist folgende Entwicklung bedeutsam: Zwischen März und Juni 2020 haben sich 523.000 Menschen aus dem deutschen Arbeitsmarkt zurückgezogen. Viele Personen stellen aufgrund der schlechten Arbeitsmarktlage die Arbeitssuche ein - darunter befinden sich auch viele geringfügig Beschäftigte. Perspektivisch ist allerdings für die Zeit nach der Rezession eine erhöhte Erwerbsbeteiligung erforderlich. Ansonsten drohen gravierende Engpässe, v.a. auch aufgrund des ohnehin zu verzeichnenden demografischen Wandels. Zwar zählen auch Kurzarbeiter * innen, deren Zahl im Zuge der Pandemie zunahm, zum Erwerbspersonenpotenzial, allerdings können Firmen, die Kurzarbeit angemeldet haben, Neueinstellungen vornehmen. Diese geringere Personalnachfrage bedeutet für Erwerbslose eine Verschlechterung ihrer Ausgangssituation bei der Arbeitssuche.

Der Zuzug von Arbeitskräften ist deutlich gesunken, so dass auch in diesem Bereich keine Vergrößerung des Erwerbspersonenpotenzials zu erwarten ist. (https://www.iab-forum.de/rueckzug-vom-arbeitsmarkt- das-angebot-an-arbeitskraeften-sinkt-seit-beginn-der-corona-krise-stark/)

Bezogen auf die Anzahl der Teilnehmer * innen in ausgewählten arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen setzt sich ebenfalls der Trend der vergangenen Jahre fort und wir konnten erneut ein moderates Wachstum verzeichnen.

In diesem Zusammenhang ist zu bemerken, dass wir aufgrund einer kurzfristigen Umstellung unserer Beratungs- und Bildungsdienstleistungen auf Distanzlernen bzw. -beratung einen Großteil unserer Angebote im geförderten Bereich in alternativer Form weiterführen konnten.

Im Bundeshaushalt 2020, der zum ersten Mal seit sieben Jahren aufgrund der Corona-Krise mit einem Defizit abschloss, waren für "Aktive Arbeitsmarktpolitik" bei diversen Haushaltsstellen insgesamt 5,23 Milliarden Euro veranschlagt (Ausgaben-Soll).

(https://www.bundesfinanzministerium.de/Monatsberichte/2021/01/Inhalte/Kapitel-3-Analysen/3-3-abschluss- bundeshaushalt-2020-pdf.pdf?__blob=publicationFile&v=4)

Im Bereich der Integrationskurse ist im ersten Halbjahr 2020 ein signifikanter Einbruch bei der Zahl der ausgestellten Teilnahmeberechtigungen zu verzeichnen. Der Trend aus den Vorjahren setzt sich, bedingt durch die Pandemie, fort. Analog dazu ist auch eine deutliche Absenkung der tatsächlichen Kurseintritte zu beobachten.

Da berufsbezogene Sprachkurse (DeuFöV) v.a. aufbauend auf die Förderung im Integrationskurs stattfinden, sind - auch im Rahmen der Corona-Pandemie - dort ebenfalls rückläufige Zahlen zu vermerken. Doch auch vor der Corona-Krise konnten die Berufssprachkurse, die im Laufe der Zeit stärker in den Vordergrund traten, die rückläufigen Integrationskursteilnahmen nicht kompensieren.

Im Bereich der Personalkosten führte die fünfte Mindestlohnverordnung in der Weiterbildungsbranche zu einem erneuten Lohnanstieg auf 16,19 € (Gruppe 1) oder 16,39 (Gruppe 2). Erfreulich ist hier die längere Laufzeit der Verordnung bis zum 31.12.2023, da die Lohnkostenentwicklung für die nächsten Jahre absehbarer geworden ist. Zusätzlich führte der Fachkräftemangel in einigen Professionen sowie der Mindesthonorarsatz bei Integrationskurslehrkräften zu einer erheblichen Kostensteigerung.

Das Preisniveau selbst hat sich über die öffentliche Vergabe und den Bundesdurchschnittskostensatz nachhaltig auf einem niedrigen Niveau eingependelt. Durchsetzbare Preissteigerungen werden durch höhere Lohnkosten und Mietkosten nahezu aufgebraucht. Einzig im Bereich der frei akquirierten Angebote über den Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein für besondere Zielgruppen konnten auskömmlichere Preise erzielt werden. Für die Branche erfreulich war die lang ausstehende Erhöhung des B-DKS für den Rechtskreis § 81 SGB III (FBW), wohingegen die Festlegungen für den Rechtskreis § 45 SGB III (AVGS) die Rahmenbedingungen eher verschlechterten.

Im Bereich der Arbeitsmarktdienstleistungen ist mit der erstmaligen Ausschreibung des Produktes Assistierte Ausbildung flexibel (AsAflex) seit Längerem ein neues arbeitsmarktpolitisches Instrument implementiert worden.

Das Thema der digitalen Transformation, insbesondere auch die Entwicklung von zeitgemäßen Angeboten des Online-Lernens bleibt eine zentrale Aufgabe. Durch die Erfahrungen, die diesbezüglich im Zuge der Pandemie aufgebaut wurden und v.a. auch durch die breite Beteiligung von Mitarbeiter * innen in diesem Prozess, konnten 2020 zusätzliche Ressourcen und Kompetenzen in diesem Bereich aufgebaut werden.

Mit der Nationalen Weiterbildungsstrategie des BMAS und BMBF erhält das Thema berufliche Qualifizierung eine verstärkte Öffentlichkeit. Hier wird es perspektivisch darum gehen, dass wir uns als Partner vor Ort in der Entwicklung und Etablierung einer Weiterbildungskultur engagieren, die es ermöglicht Beschäftigungsfähigkeit angesichts der vielfältigen Veränderungen zu sichern. 2020 ist es uns gelungen, Kooperationsprojekte mit Unternehmen umzusetzen, die der Fachkräftesicherung dienen. Auf diese Erfahrungen können wir auch künftig im Kontext unserer Qualifizierungsberatung für Unternehmen und Beschäftigte aufbauen.

Die Nationale Weiterbildungsstrategie und auch das Qualifizierungschancengesetz/ Arbeit-von-morgen-Gesetz folgt einem präventiven Ansatz. Qualifizierung soll frühzeitig und nicht erst dann, wenn Arbeitslosigkeit droht bzw. bereits vorliegt, erfolgen. Auch wird es künftig nicht nur um formale Abschlüsse gehen. Die Reflexion von Kompetenzen und die selbstbestimmte Gestaltung der Berufsbiografie wird zunehmend wichtiger. Daraus erwachsen Herausforderungen für die berufliche Bildung. Gefragt sind Beratungs- und Bildungskonzepte die die Menschen auf den Umgang mit Unsicherheit ebenso vorbereiten wie auf das Lernen und die Bewältigung neuer Herausforderungen in ihrer Lebens- und Arbeitswelt.

Bereits 2020 starteten erste Projekte zur Implementierung von Weiterbildungsverbünden. Regionale Wirtschafts- und Innovationsnetzwerke bekommen für die Steigerung der Weiterbildungsbeteiligung eine zunehmende Bedeutung. https://www.bmas.de/DE/Arbeit/Aus-und-Weiterbildung/Weiterbildung/ Nationale-Weiterbildungsstrategie/nationale-weiterbildungsstrategie.html

2. Satzungsmäßige Tätigkeit

Der Einstieg in das Geschäftsjahr 2020 fand mit einem mäßigen Auftragsvorlauf aus dem Vorjahr statt.

Auch in diesem Jahr konzentrierte sich die Haupttätigkeit auf den Bereich der beruflichen Bildungsmaßnahmen, der Grundversorgung für sozial benachteiligte Jugendliche im Bereich der Berufsvorbereitung und der kooperativen und integrativen außerbetrieblichen Berufsausbildung sowie der ausbildungsbegleitenden Hilfen und Maßnahmen der Berufsorientierung für Schüler. Maßnahmen für die Deutsche Rentenversicherung und für Berufsgenossenschaften, die schon in den vergangenen Jahren im Angebotsportfolio waren, konnten erfolgreich ausgebaut werden. Der Bereich der Verbundausbildung wurde in 2020 moderat ausgebaut.

3. Lage

a) Ertragslage

Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2020 beliefen sich auf 23.776 T€. Das Jahresergebnis im Geschäftsjahr 2020 lag bei 148 T€.

Insgesamt war das Geschäftsjahr 2020 geprägt von:

einer in allen Lebensbereichen dominierenden COVID19 Pandemie inklusive der damit einhergehenden wirtschaftlichen Auswirkungen (Schließungen, Kurzarbeit, Hygieneverordnungen, mobiles Arbeiten, Verlagerung von Arbeitsschwerpunkten)

umfangreichen Stabilisierungsbemühungen in allen Wirtschaftsbereichen

einer zu Beginn des Jahres mäßigen Auftragslage im Bereich der ausgeschriebenen Arbeitsmarktdienstleistungen sowie im Bereich der Angebote über den Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein, wobei die Neukundenakquise sehr stark rückläufig war und an manchen Standorten komplett zum Erliegen kam

der Möglichkeit, viele der etablierten Produkte in alternativer Lernform weiter anbieten zu können, wobei die Aktivitäten im Bereich des Firmenkundengeschäfts, der Berufsorientierung und der Sprachvermittlung pandemiebedingt immer wieder eingestellt werden musste.

Trotz intensiver Akquise sowie Investition im Bereich der alternativen Lernangebote gelang es uns 2020 nicht, das Umsatzniveau aus dem Vorjahr zu erreichen. Im Bereich der zu erzielenden Rendite konnten wir die Ergebnisse der Vorjahre trotz konsequentem Kostenmanagement und dem Ausbau alternativer Lernformen nicht erreichen.

Wie schon in den Vorjahren verteilen sich die Umsätze stark auf unterschiedliche Marktsegmente. In den einzelnen Produktbereichen wiederum verteilen sich die Umsätze auf eine Vielzahl von Einzelaufträgen mit teils sehr kurzen Laufzeiten.

Durch den Produktwandel hin zu kurz angelegten Qualifizierungsangeboten sowie durch die Kontaktreduzierung im Rahmen der Pandemie und den ausbleibenden Beratungsgesprächen resultiert eine deutlich geringere Auftragsbindung für die Folgejahre. Weiterhin führt die beschriebene Stückelung der Umsätze und der Umsatzarten zu einem weiter steigenden Aufwand in der Bewältigung der Verwaltungsaufgaben im Rahmen der Angebotsdurchführung sowie der Abrechnung.

Der Trend zur Veränderung unserer Angebote der letzten Jahre weg von den klassischen Ausschreibungen im Jugendbereich hin zu den Maßnahmen nach § 45 SGB mit der Schwerpunktzielgruppe der schwer vermittelbaren SGB II Kunden sowie zu Angeboten im Bereich der Verbundausbildung hat sich weiter fortgesetzt. Der Trend zu kleinteiligen, individuell nach Wünschen der Bedarfsträger ausgestalteten Vergaben, hat sich ebenfalls verstärkt.

Ausbildung

Im Produktgruppenbereich Ausbildung ist ein Umsatzrückgang von 71 T€ zu verzeichnen. Zwar können wir unseren Umsatz im Bereich der Verbundausbildung und der Berufsfachschulen weiter ausbauen, verlieren aber bedingt durch die Pandemie und den vorübergehenden Schulschließungen erheblich Umsatz in den Bereichen Berufsorientierung.

Weiterbildung

Im Bereich Weiterbildung verloren wir insgesamt 1.105 T€ Umsatz im Vergleich zum Vorjahr. Pandemiebedingt haben wir sowohl im Bereich der Fort- und Weiterbildungen als auch im Bereich der Umschulungen deutliche Umsatzeinbußen zu verzeichnen. Einzig der Bereich der Onlineschulungen für Industriemeister entwickelte sich positiv zum Vorjahr.

Vermittlung (Arbeitsmarkt-Integration)

Der Bereich der reinen Vermittlungsmaßnahmen spielt für unser Unternehmen mit einem geringeren Jahresumsatz weiterhin eine eher untergeordnete Rolle. Dies ist einerseits durch das rückläufige Ausschreibungsverhalten der Regionalen Einkaufszentren für solche Maßnahmen bedingt, andererseits haben sich die finanziellen Rahmenbedingungen in diesem Segment so verschlechtert, dass wir für die verbleibenden Ausschreibungen kein wirtschaftliches Angebot abgeben können. Im Bereich der Arbeitsgelegenheiten konnten wir die Anzahl der Projekte aufrechterhalten, verloren aber durch pandemiebedingte Standortschließungen Umsätze in Höhe von 87 T€.

Integration-Reha

Erfreulich sind die nur geringfügigen Umsatzverluste in Höhe von 151 T€ bei den Integrations- und Reha-Maßnahmen. Mit 4.700 T€ Umsatz hat sich dieser Produktbereich in den letzten Jahren als wichtige Säule in unserem Portfolio entwickelt. Insbesondere der Bereich der ambulanten Dienste hat sich gegenüber den Vorjahren sehr positiv entwickelt. Mussten wir im Bereich Jugendliche Reha erneut Umsatzeinbußen hinnehmen, gelang es im Bereich Erwachsene Reha weitere Kunden für uns zu gewinnen.

Migration

Der Bereich Sprache ist mit einem Gesamtumsatz von 1.107 T€ weiterhin ein wichtiges Standbein der SBH Südost. Aufgrund der stärkeren Ausrichtung der Bedarfsträger auf ausgeschriebe Maßnahmen sowie durch den deutlichen Rückgang der Zuwanderung haben wir zusätzlich bedingt durch die Corona-Pandemie und den damit einhergehenden Kurseinstellungen im Gegensatz zu 2019 einen erneuten Umsatzverlust von 433 T€ zu verzeichnen. Für die kommenden Jahre prognostizieren wir weitere Umsatzeinbußen.

Projekte

Bei den Projektumsätzen haben wir einen Umsatzverlust in Höhe von 1.005 T€ zu verzeichnen. Dies ist durch ein aktiv verhaltenes Beteiligen an Projektaufrufen einerseits und des pandemiebedingten Aussetzens von Angeboten andererseits bedingt.

Zusammengefasst haben wir unsere Marktposition 2020 trotz Pandemie durch ein schnelles Wechseln auf alternative Lernformen stabilisieren können. Dennoch waren gerade die in den letzten Jahren aufgebauten Produktbereiche Verbundausbildung und Unternehmenskooperation stark von der Pandemie betroffen, da alternative Lernformen nur bedingt in der praktischen Ausbildung möglich waren.

Der Materialaufwand reduzierte sich überproportional zum Umsatz, welches auf die vermehrte Umsetzung im Online-Bereich zurückzuführen ist.

Darüber hinaus konnten auch die Kosten der Honorarkräfte reduziert werden. Die Materialeinsatzquote verminderte sich von 10,0 % auf 8,5 %.

Nicht zuletzt auf Grund der deutlichen Reduzierung der Honoraraufwendungen entwickelten sich die Personalkosten leicht unterproportional zum Umsatz. Die Einsatzquote erhöhte sich von 64,2 % auf 66,6 %.

Darüber hinaus konnte ein Großteil der operativen Kosten in Folge der Corona-Pandemie und der Umstellung auf Online-Aktivitäten eingespart werden. Ausnahmen bilden hier die Aufwandsbereiche, die die EDV-Kosten der Umstellung beinhalten. Diese sind entsprechend angestiegen.

b) Finanzlage

Unsere Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Die Kapitalstruktur der Gesellschaft ist ausgewogen. Die Eigenkapitalquote liegt deutlich über dem Branchendurchschnitt.

Das Fremdkapital beinhaltet im Wesentlichen kurzfristige Verbindlichkeiten. Langfristige Verbindlichkeiten bestehen ausschließlich gegenüber der Gesellschafterin in Form eines Darlehens.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (inklusive erhaltene Anzahlungen) betragen 5,2 % der Bilanzsumme. Sämtliche Verbindlichkeiten können stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden.

Steuern und Sozialabgaben werden laufend und fristgerecht entrichtet. Entsprechende Bestätigungen der Finanzbehörden und Sozialversicherungsträger, wie sie für die Beteiligung an öffentlichen Ausschreibungen benötigt werden, liegen vor.

Für die Investitionen wird weiterhin insbesondere die Bedeutung der beiden Instrumente Cash-Pool und Leasing / Mietverträge mit der Muttergesellschaft Stiftung Bildung & Handwerk im Vordergrund stehen.

Die Liquidität war und ist durch die mit der Stiftung Bildung & Handwerk vorgenommene Cash-Pool-Vereinbarung stets gegeben gewesen. Die Stiftung Bildung & Handwerk hat auch in diesem Jahr der Gesellschaft eine Kontokorrent- und Avallinie eingeräumt. Die Kontokorrentlinie ist durch die Gesellschaft nicht in Anspruch genommen worden, die Avallinie wurde zur Absicherung von EU-Projekten und für Mietbürgschaften anteilig in Anspruch genommen.

Wesentliche Einzelpositionen im Rahmen unserer Investitionstätigkeiten beziehen sich, neben dem Aufbau und der Einrichtung neuer Standorte, auf den Ersatz von EDV-Ausstattungen und Ausstattungen im Bereich der Bildungsangebote in Werkbereichen sowie dem Ausbau der Verbundausbildung und dem Wechsel hin zu alternativen Lernformen. Zusätzlich haben wir Investitionen im Bereich der Digitalisierung realisiert, um unsere Angebote zukunftsfähig zu gestalten.

In 2020 hat die Gesellschaft Zuschüsse im Rahmen des SodEG von 2.082 T€ vereinnahmt, welche jedoch im Rahmen der Schlussrechnung im Wesentichen zurückzuzahlen sind.

c) Vermögenslage

Die Vermögenslage der Gesellschaft spiegelt eine ausreichende Vermögensbindung wider, die sich gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert hat. Die Gesellschaft weist weiterhin ein positives Eigenkapital aus. Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten halten wir aufgrund unserer Erfahrungen im Finanzierungsbereich stabil.

In dem Bildungssegment, das auch anerkannte Abschlüsse vor IHK bzw. Handwerkskammern einschließt, ist die Ausstattung auf dem Stand der zeitgemäßen Entwicklung zu halten. Somit wird bei dem Ersatz und der Erweiterung der Ausstattung neben dem technischen Verschleiß auch der technologische Fortschritt berücksichtigt. Aus Gründen der Flexibilität im Falle von Marktveränderungen führt die SBH Südost ihre Umsätze in angemieteten Räumen und Gebäuden durch und least eine Vielzahl von Ausstattungsgegenständen.

Besonders hervorzuheben sind in 2020 umfangreiche Investitionen für:

EDV Hard- und Software (Austausch und Erweiterung)

Werbekosten zum Ausbau der Aktivitäten im frei akquirierbaren Segment (FbW, AVGS, Firmenkunden, Aufstiegsfortbildung)

Aufbau neuer oder Erweiterung bestehender Standorte

Umzugs- und Rückbaukosten

4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Umsätze sowie die Kennzahlen Material- und Personaleinsatzquote heran.

Der Umsatz beträgt 23.776 T€ und ist damit um ca. 12 %-Punkte gesunken. Die Materialeinsatzquote hat sich von 10,0 % auf 8,5 % verringert und die Personaleinsatzquote hat sich von 64,2 % auf 66,6 % erhöht.

5. Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir grundsätzlich als positiv ein. Unter den gegebenen Umständen der Corona-Pandemie sind wir mit der betrieblichen Entwicklung zufrieden. Unsere letztjährige Prognose hat sich im Wesentlichen bestätigt.

III. Prognosebericht

Am 30.01.2020 hat die Weltgesundheitsorganisation WHO den internationalen Gesundheitsnotstand aufgrund des Ausbruchs des Coronavirus ausgerufen. Seit dem 11.03.2020 stuft die WHO die Verbreitung des Coronavirus nunmehr als Pandemie ein. Andauernde Einschränkungen aufgrund des Coronavirus könnten negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in 2021 haben.

Der voranschreitende Nachfrageeinbruch der vergangenen Jahre im Bereich der beruflichen Weiterbildung ist seit 2013 gestoppt und wir können trotz guter Arbeitsmarktprognosen in den letzten Jahren mit einem hohen Bedarf an Bildungsdienstleistungen rechnen. Wie viele Wirtschaftsbereiche ist aber auch der Weiterbildungsbereich stark durch die Covid-19-Krise betroffen.

Mussten wir ab dem 16.03.2020 nacheinander erst alle Standorte schließen und für viele unserer Mitarbeiter * innen Kurzarbeit anmelden, konnten wir ab dem Tag der Schließung daran arbeiten, unsere Angebote in alternativen Lernformen durchzuführen und zur finanziellen Absicherung SodEG-Anträge bei den Kostenträgern stellen.

Es ist sowohl gewünscht als auch möglich, viele Angebote nach und nach wieder im Regelbetrieb durchzuführen, aufgrund der Hygiene- und Abstandsregelungen erfolgen aber immer noch viele Angebote in Hybridform (Integrationskurse, Weiterbildungen, Umschulungen etc.) oder müssen ganz ausgesetzt bleiben (Berufsorientierung). Nicht kalkulierbar ist der weitere Verlauf der Covid-19 Entwicklung mit drohenden lokalen Lock-downs. Bereits jetzt bekannt ist jedoch, dass zwar bestehende Kursangebote größtenteils weitergeführt werden können, neue Projekte im Bereich FbW und AVGS jedoch nur vereinzelt starten können, da große Teile der Verwaltung weiterhin kaum Beratungen in Präsenz anbieten.

Kurzfristig belastet uns die Coronakrise sehr stark durch Umsatzausfälle, zusätzliche Kosten im Bereich der Digitalisierung sowie der Einhaltung der Hygienerichtlinien und der Einführung von Corona-Tests für unsere Belegschaft. Hilfe erhalten wir im Rahmen von Kurzarbeit sowie durch Leistungen aus dem SodEG.

Mittelfristig wird die Coronakrise mit all ihren wirtschaftlichen Auswirkungen trotz Initiierung unterschiedlichster Rettungsschirme zu einer deutlichen Erhöhung der Arbeitslosenzahlen führen. Erfahrungsgemäß steigt in solchen Phasen der Bedarf an Weiterbildungsdienstleistungen, um den Betroffenen schnellstmöglich eine neue Perspektive auf dem Arbeitsmarkt zu erarbeiten.

Neben der Bewältigung der Auswirkungen der Coronakrise wird Schwerpunkt der nächsten Jahre neben dem Qualifizierungs- und Integrationsbereich für zugewanderte Menschen der Bereich der Aktivierung, Heranführung und Qualifizierung von an- und ungelernten langzeitarbeitslosen Menschen sein. Darüber hinaus werden unversorgte Jugendlichen und junge Erwachsene ohne verwertbaren Berufsabschluss verstärkt von den Bildungsausgaben profitieren. Mittel- und Langfristig wird die Entwicklung hin zur Industrie 4.0 und zu einer zunehmend durch Digitalisierung geprägten Arbeitswelt weitere Qualifizierungsbedarfe, insbesondere von Beschäftigten, aufwerfen. Hier knüpft insbesondere das Arbeit von morgen Gesetz an, durch welches zusätzliche Mittel für die Qualifizierung Beschäftigter zur Verfügung gestellt werden, wenn auch die Umsetzung erst noch in den nächsten Jahren erprobt werden muss.

Im Sprachbereich wird der Bedarf an klassischen Integrationskursen und Angeboten zum berufsbezogenen Spracherwerb in den nächsten Jahren weiterhin deutlich abnehmen. Hier wird es darum gehen, abschlussorientierte Weiterbildungen zu entwickeln, die eine nachhaltige Integration zugewanderter Menschen sicherstellen.

Die wichtigsten Zielgruppen unserer Branche werden daher für die kommenden Jahre einerseits die Gruppe der Langzeitarbeitslosen und die Gruppe der Zuwanderer sein, andererseits rücken aufgrund der Entwicklung im Bereich Digitalisierung und Fachkräftemangel immer mehr Personen in den Vordergrund, welche sich berufsbegleitend weiterbilden.

Um diesen Trend hin zur berufsbegleitenden Qualifizierung aktiv aufzunehmen beschäftigen wir uns neben einer Kooperation zur Durchführung von Seminaren im virtuellen Klassenraum SBH weit mit den Veränderungen, welche für unsere Branche mit der digitalen Transformation einhergehen. Hier werden projektorientiert unternehmensübergreifende Entwicklungswerkstätten für unterschiedlichste Marktthemen weitergeführt.

Bedingt durch die Coronakrise, der damit einhergehenden aktuellen Marktentwicklung im Bereich der Arbeitsmarktdienstleistungen, den Einstieg in den Bereichen Aufstiegsqualifizierung sowie durch die Neuaufstellung im Rahmen der Digitalisierung gehen wir 2021 bei einem Umsatzanstieg von einer verhalten positiven Gewinnerwartung klar über dem Ergebnis des aktuellen Jahres aus.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Aufgrund der langfristigen demografischen Entwicklung, der aktuell durch die Coronakrise stark beeinflussten Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt sowie der voranschreitenden digitalen Transformation müssen wir 2021 weiterhin erheblich in neue Produktfelder und technischer Ausstattung sowie Personal investieren, um langfristig erfolgreich am Markt agieren zu können. Dies geht mit den entsprechenden Entwicklungs-, Akquise- und Implementierungskosten einher. Durch die Coronakrise bedingt werden wir einen Teil unseres Umsatzes komplett verlieren und müssen dennoch verstärkt im Bereich der Digitalisierung investieren, um alternative Lehrgangsdurchführung anbieten zu können. Gerade im Bereich der Digitalisierung werden Risiken und Chancen gleichermaßen stecken. Chancen durch die Notwendigkeit lebenslangen Lernens sowie durch das Entstehen neuer Märkte, Risiken jedoch durch den Zusammenbruch von Teilmärkten durch digitalisierte Bildungsangebote. (MOOCS, OERs etc.). Auch ist davon auszugehen, dass nach der Coronakrise entwickelte alternative Lernformate unser klassisches Geschäft ersetzen werden. Darüber hinaus wird sich zukünftig berufliche Weiterbildung zunehmend an Beschäftigte wenden und teilweise in die betrieblichen Abläufe integriert werden.

Durch die aktuelle Lohnentwicklung im Bereich der beruflichen Bildung (Mindestlohnverordnung, hoher Fachkräftebedarf) wird es in vielen Regionen schwierig werden, geeignetes Fachpersonal für die Durchführung möglicher Kurse zu gewinnen. Die Personalkosten werden daher 2021 erneut überproportional steigen und die Möglichkeit zur Schaffung von Rücklagen und Gewinnen trotz positiver Marktentwicklung stark einschränken. Besondere Bedarfe zeichnen sich in den Berufsgruppen Erzieher, Sozialpädagogen, Psychologen sowie Lehrkräfte für hochqualifizierende Weiterbildungsangebote ab. Hier wird es 2021 in vielen Regionen weiterhin nicht mehr möglich sein, die Stellen zum Mindestlohn zu besetzen. Teilweise werden wir Produkte trotz Nachfrage aufgrund der angespannten Bewerbersituation nicht anbieten können.

Die in den Vorjahren vorbereiteten Anpassungen in den Hauptkostenpositionen Personal und Raum sind weitestgehend vollzogen. Hier wird der zukünftige Schwerpunkt weiter darin liegen, diese Kostenpositionen bei regional rückläufigen Märkten zeitnah anzupassen. Im Bereich der Befristung von Verträgen drohen uns zukünftig höhere Risiken. Im Personalbereich wird die Quote der unbefristet Beschäftigten wegen des Fachkräftemangels in den nächsten Jahren steigen müssen. Zudem werden wir zum Aufbau neuer Produktbereiche in zusätzliches Personal investieren. Bei der Anmietung von Objekten lassen sich Vermieter aufgrund der positiven Entwicklung bei der Vermietung von Gewerbeflächen nicht auf passgenaue Anmietungen ein. Zudem müssen wir aufgrund der Gewerberaumknappheit in Ballungsgebieten mit weiteren Steigerungen im Bereich der Raumkosten rechnen.

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken nicht erkennbar.

Die Gesellschaft hat keine Währungsrisiken.

Die Liquiditätslage ist ausreichend; es sind keine Engpässe zu erwarten. Im Rahmen der Unternehmensgruppe kann auf die vertraglich gesicherte Möglichkeit der Cash-Pool-Inanspruchnahme zurückgegriffen werden.

2. Chancenbericht

Nach der Neuorganisation der Flächenunternehmen in 2015/2016 mit den einhergehenden Konsolidierungsbemühungen und der aktiven Marktbearbeitung sowie der Verbesserung interner Abläufe steht das Thema Bildung für einen zunehmend durch Digitalisierung geprägten Arbeitsmarkt, der Bereich Unternehmenskooperationen zur Durchführung von Weiterbildungsangeboten sowie unsere Aktivitäten in der frühkindlichen Erziehung für 2021 im besonderen Fokus. Daneben sehen wir weitere Marktpotenziale in Onlineangeboten sowie Angeboten in alternativer Lernform.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Die Gesellschaft verfügt über ein effizientes Mahnwesen; offene Forderungen werden durch abgestufte außergerichtliche und gerichtliche Aktivitäten gezielt eingetrieben. Außergerichtliche Forderungsausfälle sind die Ausnahme.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Finanzmanagement verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird ein fortlaufender Liquiditätsplan erstellt, der permanent an aktuelle Änderungen angepasst wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfalls- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

VI. Bericht über Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.

 

Paderborn, 4. Juni 2021

gez. Wilfried Göbel, Geschäftsführer

gez. Michael H. Lutter, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. Anlagevermögen 4.813.578,92 5.180.889,96
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 5.808,00 9.978,00
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 5.808,00 9.978,00
II. Sachanlagen 4.397.031,41 4.762.313,41
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.579.511,41 3.947.379,41
2. technische Anlagen und Maschinen 361.242,00 275.041,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 456.278,00 483.368,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 56.525,00
III. Finanzanlagen 410.739,51 408.598,55
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 127.828,20 127.828,20
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 282.911,31 278.730,35
3. sonstige Finanzanlagen 0,00 2.040,00
B. Umlaufvermögen 4.825.790,30 3.643.714,58
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.666.181,60 3.486.583,31
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 30.352,97 4.670,98
2. sonstige Vermögensgegenstände 4.635.828,63 3.481.912,33
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 159.608,70 157.131,27
C. Rechnungsabgrenzungsposten 19.222,89 27.204,05
Bilanzsumme, Summe Aktiva 9.658.592,11 8.851.808,59

Passiva

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. Eigenkapital 2.222.424,34 3.533.444,78
I. gezeichnetes Kapital 430.050,00 430.050,00
II. Gewinnrücklagen 1.792.200,00 3.103.300,00
III. Bilanzgewinn 174,34 94,78
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 2.472.069,56 2.651.924,56
C. Rückstellungen 1.413.925,26 989.946,29
D. Verbindlichkeiten 3.364.407,67 1.571.990,22
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 158,63 151,94
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 82.345,86 30.490,45
3. sonstige Verbindlichkeiten 3.281.903,18 1.541.347,83
E. Rechnungsabgrenzungsposten 185.765,28 104.502,74
Bilanzsumme, Summe Passiva 9.658.592,11 8.851.808,59

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1.1.2019 - 31.12.2019
EUR
1. Rohergebnis 22.325.810,86 24.686.847,43
2. Personalaufwand 15.829.233,39 17.332.920,24
a) Löhne und Gehälter 13.051.468,53 14.257.417,47
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.777.764,86 3.075.502,77
3. Abschreibungen 649.590,63 642.548,71
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 649.590,63 642.548,71
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.688.100,75 5.918.081,47
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7.063,88 4.913,53
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 11.172,55 20.537,77
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 256,36 98,11
8. Ergebnis nach Steuern 154.521,06 777.574,66
9. sonstige Steuern 7.041,50 7.341,00
10. Jahresüberschuss 147.479,56 770.233,66

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die SBH Südost GmbH hat ihren Sitz in Paderborn. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Paderborn unter HRB 11809 eingetragen.

Das Geschäftsjahr der Gesellschaft läuft vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 267 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Im Berichtsjahr wurden die Weiterberechnungen von Lieferungen und Leistungen von Gesellschaften im SBH-Verbund in Höhe von TEuro 149 zur besseren Darstellung der Ertragslage erstmals vollständig im Materialaufwand als Fremdleistungen ausgewiesen. Im Vorjahr sind diese Positionen teilweise in Höhe von TEuro 51 unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Bereich der verschiedenen betrieblichen Kosten enthalten.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB.

Der Jahresabschluss des Geschäftsjahres entspricht in Ausweis und in der Bewertung der Vermögensgegenstände und der Schuldposten den gesetzlichen Vorschriften. Sofern in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung Posten zusammengefasst sind, sind diese Positionen im Anhang erläutert.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu den Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend steuerlicher Höchstsätze linear vorgenommen.

Zugänge zu Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um Abschreibungen aktiviert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer auf der Grundlage steuerlich anerkannter Höchstsätze linear abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von Euro 800,00 des Geschäftsjahres werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Bei den Finanzanlagen werden Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Positionen ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Das gezeichnete Kapital entspricht dem Ausweis lt. Handelsregister.

Der Sonderposten enthält Zuschüsse, die periodengerecht zur betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der geförderten Vermögensgegenstände aufgelöst werden. Es wird das Beibehaltungswahlrecht nach Art. 67 Abs. 3 EGHGB in Anspruch genommen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Bei der Bewertung von Rückstellungen werden, soweit sie erwartet werden, Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB).

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Im Rahmen der langfristigen Bildungsmaßnahmen wird unterstellt, dass es sich um Dauerschuldverhältnisse handelt. Entsprechend werden maßnahmebezogen und entsprechend der Teilnehmerzahlen die Erlöse - unabhängig vom Zahlungsfluss - monatlich nach der wirtschaftlichen Verursachung erfasst.

Soweit die Maßnahmen im Rahmen von Projekten durchgeführt werden, gelten die Grundsätze zur Bewertung von teilfertigen Arbeiten. Umsätze werden erst im Zeitpunkt der vorliegenden Endabrechnung realisiert.

IV. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

1. Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte sind aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen im Rahmen des Finanzanlagevermögens mit einem Anteilsbesitz von mindestens 20 % setzen sich wie folgt zusammen:

Unternehmen Sitz Beteiligung Eigenkapital
in Euro
Jahresergebnis
in Euro
Deutsche Technologieschule Pärnu Pärnu, Estland 100 % 504.197,00 2.915,00

2. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestanden ebenso wie im Vorjahr zum Bilanzstichtag nicht. Im Berichtsjahr bestehen Forderungen gegenüber Gesellschafter in Höhe von TEuro 1.923 (Vorjahr: TEuro 7), die sich aus Cashpoolforderungen zusammensetzen, die als sonstige Vermögensgegenstände ausgewiesen werden.

Darüber hinaus bestehen Verbindlichkeiten gegen Gesellschafter in Höhe von TEuro 487 (Vorjahr: TEuro 731), die sich aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEuro 49) sowie und einer Darlehensschuld (TEuro 438) ergeben, die als sonstige Verbindlichkeit ausgewiesen wird.

3. Eigenkapital

Der Jahresabschluss wurde nach teilweiser Gewinnverwendung aufgestellt. In den Bilanzgewinn wurde ein Gewinnvortrag von Euro 94,78 (Vorjahr: Euro 261,12) einbezogen.

4. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten in 2020 auch erhaltene SodEG-Zuschüsse, die im Rahmen der Schlussabrechnung zurückzuzahlen sind.

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten bestehen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr in Höhe von TEuro 2.342 (Vorjahr: TEuro 578), zwischen 1-5 Jahren in Höhe von TEuro 80 (Vorjahr: TEuro 60) und von mehr als 5 Jahren in Höhe von TEuro 358 (Vorjahr: TEuro 372). Die Restlaufzeiten der übrigen Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr sämtlich unter einem Jahr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuern in Höhe von TEuro 143 (Vorjahr: TEuro 163).

5. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft im Wesentlichen vorausgezahlte Lehrgangsgebühren sowie Projektgelder für das Folgejahr.

6. Außergewöhnliche Erträge

Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr Corona-Hilfen in Höhe von TEuro 338 erhalten.

7. Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Zuschüsse und Zulagen

Die Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Zuschüsse und Zulagen belaufen sich auf TEuro 180 (Vorjahr: TEuro 181).

8. Personalaufwand

Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEuro 19 (Vorjahr: TEuro 22) sowie für Aufhebungsvereinbarungen in Höhe von TEuro 372 (Vorjahr: TEuro 0) enthalten.

9. Sonstige Erträge aus verbundenen Unternehmen

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten TEuro 6 (Vorjahr: TEuro 5) aus verbundenen Unternehmen.

10. Sonstige Aufwendungen an verbundene Unternehmen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten TEuro 11 (Vorjahr: TEuro 18) aus verbundenen Unternehmen.

V. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen aus der Anmietung diverser Objekte sowie geleasten Fahrzeugen und Geräten. Die Mietverträge haben variable Laufzeiten. Die finanziellen Verpflichtungen betragen insgesamt TEuro 8.112, davon bestehen finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEuro 776.

Zweckbindungsfristen

Zum Stichtag war für TEuro 845 die Bindungsfrist noch nicht abgelaufen.

VI. Sonstige Pflichtangaben

Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2020 durchschnittlich 451 (Vj. 480) Mitarbeiter. Es handelt sich insgesamt um Angestellte.

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Herr Wilfried Göbel, Kaufmann, Berlin (ab 3. März 2020; HR-Eintrag: 9. März 2020)

Herr Michael H. Lutter, Diplom-Betriebswirt, Paderborn (ab 1. Januar 2021; HR-Eintrag: 14. Januar 2021)

Herr Walter Jürgen Wilke, Diplom-Ingenieurpädagoge, Niemberg (bis 31. Dezember 2020; HR-Eintrag: 14. Januar 2021)

Herr Peter Gödde, Assessor, Bad Wünnenberg (bis 31. Dezember 2020; HR-Eintrag: 14. Januar 2021)

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Ergebnisverwendung

Mit Gesellschafterbeschluss vom 4. Juni 2021 wurde beschlossen aus dem Jahresüberschuss 2020 in Höhe von Euro 147.479,56 sowie den Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von Euro 94,78 zunächst Euro 695.000 aus der freien Rücklage zu entnehmen und anschließend Euro 842.400,00 als Zuwendung an die Gesellschafterin in die Rücklagen einzustellen. Der Restbetrag (Bilanzgewinn) in Höhe von Euro 174,34 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Nachtragsbericht

Die weiteren Auswirkungen der nach dem Bilanzstichtag unverändert bestehenden COVID19-Krise sind derzeit nicht vollumfänglich abzusehen. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres, die nicht im Abschluss berücksichtigt wurden, haben sich nicht ergeben.

 

Paderborn, 4. Juni 2021

gez. Wilfried Göbel, Geschäftsführung

gez. Michael H. Lutter, Geschäftsführung

Anlagespiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2020
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
Stand 31.12.2020
Euro
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 122.621,28 3.337,16 2.853,02 0,00 123.105,42
2. Geschäfts- oder Firmenwert 20.000,00 0,00 0,00 0,00 20.000,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 142.621,28 3.337,16 2.853,02 0,00 143.105,42
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.399.298,23 7.396,33 704,08 0,00 8.405.990,48
2. technische Anlagen und Maschinen 1.780.649,90 94.852,97 71.059,85 56.525,00 1.860.968,02
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.530.744,69 175.081,17 256.360,06 0,00 4.449.465,80
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 56.525,00 0,00 0,00 -56.525,00 0,00
Summe Sachanlagen 14.767.217,82 277.330,47 328.123,99 0,00 14.716.424,30
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 127.828,20 0,00 0,00 0,00 127.828,20
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 278.730,35 4.180,96 0,00 0,00 282.911,31
3. Genossenschaftsanteile 2.040,00 0,00 2.040,00 0,00 0,00
Summe Finanzlagen 408.598,55 4.180,96 2.040,00 0,00 410.739,51
Summe Anlagevermögen 15.318.437,65 284.848,59 333.017,01 0,00 15.270.269,23
Abschreibungen Buchwert Buchwert
Stand 01.01.2020
Euro
Geschäftsjahr
Euro
Abgänge
Euro
Stand 31.12.2020
Euro
Stand 31.12.2020
Euro
Stand 31.12.2019
Euro
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 112.643,28 7.507,16 2.853,02 117.297,42 5.808,00 9.978,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 20.000,00 0,00 0,00 20.000,00 0,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 132.643,28 7.507,16 2.853,02 137.297,42 5.808,00 9.978,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.451.918,82 375.264,33 704,08 4.826.479,07 3.579.511,41 3.947.379,41
2. technische Anlagen und Maschinen 1.505.608,90 65.176,97 71.059,85 1.499.726,02 361.242,00 275.041,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.047.376,69 201.642,17 255.831,06 3.993.187,80 456.278,00 483.368,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 56.525,00
Summe Sachanlagen 10.004.904,41 642.083,47 327.594,99 10.319.392,89 4.397.031,41 4.762.313,41
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 127.828,20 127.828,20
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 282.911,31 278.730,35
3. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 2.040,00
Summe Finanzlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 410.739,51 408.598,55
Summe Anlagevermögen 10.137.547,69 649.590,63 330.448,01 10.456.690,31 4.813.578,92 5.180.889,96

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 05.08.2021 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Die Gesellschaft hat von den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 327 HGB Gebrauch gemacht. Wir weisen darauf hin, dass sich der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers auf den vollständigen Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020 bezieht.

"An die SBH Südost GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SBH Südost GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SBH Südost GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vetreter verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Paderborn, 6. Juli 2021

HWP Hinrichs & Partner mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Karsten Röhrich, Wirtschaftsprüfer

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