Postbank Service GmbHLiquidiert
Kruppstraße 2, 45128 Essen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Manfred Räbiger seit 25.7.2016 | Geschäftsführer |
Thomas Marienfeld seit 25.7.2016 | Geschäftsführer |
Heiko Fischer seit 18.12.2012 | Geschäftsführer |
Michael Weber seit 18.12.2012 | Prokura |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Postbank Service GmbHEssenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017Postbank Service GmbH1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen1.1 Grundlagen der Gesellschaft Die Postbank Service GmbH ist eine 100 %ige Tochter der Deutsche Postbank AG, Bonn, welche Teil des Konzerns Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main, ist. In einer Reihe von Maßnahmen hat die Deutsche Bank am 5. März 2017 im Rahmen ihrer Strategie angekündigt, die Postbank mittelfristig mit dem Privat- und Geschäftskundengeschäft sowie dem Geschäft mit vermögenden Kunden der Deutschen Bank zusammenlegen zu wollen. Die strategische Neupositionierung und das klare Bekenntnis zum Heimatmarkt haben das Ziel, einen Marktführer im Privat- und Firmenkundengeschäft in Deutschland zu formen und die gemeinsamen Größenvorteile zu nutzen. Ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag besteht aktuell nicht. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. 1.2 Gegenstand, Produkte und Dienstleistungen der Postbank Service GmbH Die Postbank Service GmbH hat zum 01.01.2013 ihre operative Geschäftstätigkeit aufgenommen und folgende Dienstleistungen von der Deutsche Postbank AG, Bonn übernommen: (a) Kontoführungsprozesse, Privatkunden Giro und Spar (Konto & Kunde)
(b) Wertpapierabwicklungsprozesse, Wertpapierservice (Backoffice Brokerage)
Die Postbank Service GmbH ist mit der operativen Abwicklung der Geschäftsprozesse für die Deutsche Postbank AG in den oben genannten Bereichen beauftragt. Weitere, marktorientierte Aktivitäten betreibt die Gesellschaft nicht, sie tritt im Außenverhältnis nicht als Dienstleister gegenüber externen Kunden auf. Aufgrund verändernder gesetzlicher und regulatorischer Vorgaben sowie umfassender Änderungsverlangen durch die Deutsche Postbank AG und die Postbank Service GmbH ergab sich die Notwendigkeit der Anpassung des Outsourcingvertrags, welcher zum 01.12.2017 in Kraft getreten ist. Ein Exklusivvertrag mit der Deutschen Postbank AG besteht demnach nicht mehr. Unternehmen im Deutsche Postbank AG Konzern, d.h. die Deutsche Postbank AG sowie sämtliche mit der Postbank i.S.d. §§15 ff. Akt.G unmittelbar oder mittelbar zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses oder zukünftig verbundenen Unternehmen, sind berechtigt unter Bezugnahme auf den Outsourcingvertrag, eine Beauftragung durch oder für das jeweilige Konzernunternehmen vorzunehmen. Vertragspartner der Postbank Service GmbH und damit "Auftraggeber" im Sinne des Vertrags ist jeweils das Konzernunternehmen, welches den Auftrag tätigt bzw. in dessen Namen die Leistung beauftragt wird. Als Vertragspartner und Auftraggeber ist das jeweilige Konzernunternehmen berechtigt, die sich aus diesem Vertrag ergebenden Rechte unmittelbar gegen die Postbank Service GmbH geltend zu machen. Im Interesse einer Optimierung der Ressourcennutzung und Kostenstruktur hat die Postbank Service GmbH mit der BHW Kreditgesellschaft GmbH im Rahmen eines Workload Balancing am 15.09.2017 einen befristeten Dienstleistungsrahmenvertrag geschlossen. Gegenstand des Dienstleistungsrahmenvertrags ist die Erbringung von Dienstleistungen im Sinne einer Verlagerung von Kredit-Prozessen von der BHW KSG GmbH in die Postbank Service GmbH ohne Exklusivrechte durch die BHW KSG GmbH. Dadurch übernahm die Kontoführung im September 2017 zunächst im Rahmen einer Schulungs- und Einarbeitungsphase die Qualitätssicherung der Ratenkredite-Grünfälle aus den Postbank-Filialen sowie den Zusageprozess der Postbank Ratenkreditanträge von der BHW KSG GmbH. Hauptsächlich werden die Aufträge an den Standorten Essen und Hamburg bearbeitet. Die Aufwendungen für die Einarbeitungsphase in 2017 werden nicht mit der BHW KSG abgerechnet sondern sind in der Abrechnung mit der Deutsche Postbank AG enthalten. Darüber hinaus ist in mehreren Service Level Agreements (SLA) die Erbringung von Leistungen der Querschnittsfunktionen (z. B. Rechnungswesen, Controlling, Immobilienmanagement) und IT-Funktionen durch die Deutsche Postbank AG bzw. deren Tochterunternehmen vereinbart. Die operativen Tätigkeiten werden an den Standorten in Essen (Sitz der Gesellschaft), Hamburg, Köln und München vorgenommen. In geringem Umfang werden auch Tätigkeiten an Postbank-Standorten in Berlin, Leipzig, Frankfurt a.M. und Bonn durchgeführt. 2. Wirtschaftsbericht2.1 Gesamtwirtschaftliche und Branchenbezogene Rahmenbedingungen Volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen Das Wachstum der Weltwirtschaft hat sich im Jahr 2017 verstärkt. Dies war auf eine breit angelegte Zunahme der konjunkturellen Dynamik zurückzuführen. In den Industrieländern erhöhte sich der durchschnittliche Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts (BIP) auf 2,3 %. In den aufstrebenden Märkten stieg das Wachstum auf 4,7 %. Diese Belebung resultierte nicht zuletzt aus der Überwindung der zum Teil schweren Rezessionen in einigen großen Schwellenländern. Insgesamt wuchs die globale Wirtschaftsleistung kaufkraftbereinigt um 3,7 % nach einem Plus von 3,2 % im Vorjahr, während der Internationale Währungsfonds (IWF) zu Jahresbeginn eine Beschleunigung auf 3,4 % erwartet hatte. Die wirtschaftliche Entwicklung in Europa verlief wesentlich positiver, als von uns erwartet. Das BIP wuchs weit stärker, als zu Berichtsjahresbeginn mit 1,4 % prognostiziert. Der Aufschwung der deutschen Wirtschaft hat 2017 deutlich an Kraft und Breite gewonnen. Nachhaltige Impulse kamen erneut von der Binnennachfrage. Der private Verbrauch stieg um 2,0 % und damit ähnlich stark wie im Vorjahr, obwohl die Inflationsrate deutlich von 0,5 % auf 1,8 % anzog. Er profitierte dabei von dem weiterhin historisch niedrigen Zinsniveau und von einem beschleunigten Anstieg der verfügbaren Einkommen. Dieser ermöglichte es den privaten Haushalten auch, trotz Mehrkonsums und Preissteigerungen, ihre Sparquote weitgehend konstant zu halten. Insgesamt wuchs das BIP 2017 um 2,2 % und damit spürbar stärker als im Vorjahr. Vor dem Hintergrund des soliden Aufschwungs entwickelte sich der deutsche Arbeitsmarkt positiv. Die Zahl der Arbeitslosen fiel im Jahresdurchschnitt um 158.000 auf 2,53 Millionen, was zu einem Rückgang der Arbeitslosenquote von 6,1 % auf 5,7 % führte. Gleichzeitig erhöhte sich die Zahl der Erwerbstätigen um 659.000 auf 44,29 Millionen. Zusammenfassend betrachtet, verlief die gesamtwirtschaftliche Entwicklung 2017 wesentlich positiver, als von uns zum Zeitpunkt des letzten Geschäftsberichts erwartet. Branchensituation Banken Als Dienstleister ist die Postbank Service von der Branchensituation des auftraggebenden Instituts abhängig. Die weiterhin andauernde Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB), regulatorische Erfordernisse sowie die Lösung des Problems notleidender Kredite bei italienischen Banken und einem spanischen Institut waren die dominierenden Themen 2017 für den europäischen Bankensektor. Die Deutsche Bundesbank hat gemeinsam mit der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) bis Ende Juni 2017 rund 1.500 kleinere und mittelgroße deutsche Finanzinstitute einem Stresstest unterzogen. Die Testergebnisse wurden Ende August 2017 veröffentlicht, insgesamt war das Fazit positiv. Kleine und mittelgroße Institute verfügen fast ausnahmslos über eine gute Widerstandsfähigkeit. Die durchschnittliche harte Kernkapitalquote nach Stress lag bei 13,3 %. Lediglich rund 4,5 % der Institute konnten die aufsichtsrechtlichen Kapitalanforderungen nicht erfüllen. Parallel zu diesem Stresstest führte die EZB ebenfalls europaweit eine Befragung zur Ertragskraft bei Banken durch, die zwar nicht ihrer direkten Kontrolle unterliegen, die aber aus anderen Gründen aufsichtsrechtliche Bedeutung haben. Das Volumen der an inländische Unternehmen und Privatpersonen in Deutschland ausgereichten Kredite wurde in den ersten drei Quartalen des Jahres 2017 um 3,1 % auf 2.589 Mrd. € ausgeweitet. Damit hat sich das Kreditwachstum gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum beschleunigt. In der insgesamt spürbaren Belebung des Kreditgeschäfts spiegelt sich vor allem die Fortsetzung des konjunkturellen Aufschwungs wider. Die Zahl der Insolvenzen in Deutschland sank zwischen Januar und Oktober des Jahres 2017 im Vergleich mit dem entsprechenden Vorjahreswert deutlich um 5,9 %. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen gab dabei kräftig um 7,2 % nach. Der hier bereits in den Vorjahren zu registrierende positive Trend setzte sich damit fort. Der konjunkturelle Aufschwung sowie das sehr niedrige Zinsniveau dürften hierzu beigetragen haben. Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen (einschließlich der Insolvenzen ehemals Selbstständiger sowie sonstiger Insolvenzen) fiel um weitere 5,6 %, nachdem es bereits in den Vorjahren zu spürbaren Rückgängen gekommen war. Die weitere Zunahme der Erwerbstätigkeit dürfte sich hier erneut positiv ausgewirkt haben. Der DAX erreichte im Gesamtjahr 2017 einen Kursanstieg von 12,5 %. 2.2 Geschäftsverlauf Entwicklung Produktion Im Geschäftsjahr stand im ersten Quartal der Abschluss des Projektes Digitale Kontowelt (DKW) zum 31.03.2017 mit einem frühzeitigen Rückbauplan für die ab der 2. Jahreshälfte 2016 eingesetzten Zeitarbeitskräfte und dem externen Dienstleister arvato sowie die planmäßige Reintegration aller Tätigkeiten zum 01. April 2017 im Fokus. Des Weiteren startete das Projekt "Robotics Process Automation (RPA oder "Robotics"). Im Rahmen des Projekts wurden in der Postbank Service GmbH Kontoführungs-Prozesse für die künftige Bearbeitung mittels der Robotics Lösung konzipiert, entwickelt und nach erfolgreichem Test in der Produktion eingeführt. Eine Robotics-Lösung ist der Einsatz von Informationstechnologie (Robotics) zur Reduzierung von manuellen Tätigkeiten und zur Integration bestehender maschineller Teilprozesse zu einem Gesamtprozess. In 2017 wurden die Robotics-Prozesse "Vollmachten bearbeiten" und "Namensänderungen" erfolgreich umgesetzt. Weiterhin gab es in 2017 erhebliche regulatorische Anforderungen, die zu umfangreichen Anpassungen in der Postbank führten und damit auch Auswirkungen auf die Postbank Service GmbH haben. Dazu zählen unter anderem die Umsetzung der Richtlinien über Konten- und Zahlungsdienste (PAD/PSD), die eine Änderung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGBs) zur Folge hatte sowie die Umsetzung der EU-Datenschutzverordnung. Das Backoffice Brokerageerfasste im März 2017 ca. 6.300 Kundenaufträge zu Kapitalmaßnahmen u.a. zur Kapitalerhöhung Deutsche Bank (WKN 514000). Am 20.03.2017 wurde die Kapitalerhöhung gegen Bareinzahlung Deutsche Bank AG (WKN 514000) veröffentlicht. Das Angebot konnte bis zum 03.04.2017 angenommen werden. Insgesamt wurden 13.119 Kunden angeschrieben, davon nahmen 6.083 Kunden das Angebot an. Am 01.06.2017 wurde die Dividendenausschüttung Deutsche Telekom AG in bar oder in Form von Aktien mit Bezugs- und Übertragungserklärung veröffentlicht. Das Angebot konnte von den Aktionären bis zum 14.06.2017 angenommen werden. Es wurden über 36.000 Kunden angeschrieben, davon nahmen ca. 3.400 Kunden das Angebot an. Das Backoffice Brokerage war im Jahr 2017 an den Vorbereitungen und der Einführung der Themen Investmentsteuergesetz, MiFID II, Neues Online Brokerage und Kundendatenschnittstelle beteiligt. Dieses geschah in Form von Workshops und Testaktivitäten bis hin zur Produktionseinführung. Im Berichtsjahr reduzierten sich die Eingangsmengen insgesamt von 9,6 Mio. Transaktionen in 2016 auf ca. 7,5 Mio. in 2017. Dieser signifikante Rückgang resultierte unter anderem aus der Einführung neuer End-to-End-Verfahren zur Auftragsbearbeitung der Debitkarte und Dispositionskredite sowie aus den im Zuge der "Digitalen Kontowelt" (DKW) stark reduzierten Vertriebsaktivitäten der Postbank in 2016, welche erhebliche Auswirkungen auf die Bearbeitungsmengen auch in 2017 hatten. Wichtige Ereignisse 2017 Seit dem 1. April 2017 wurde die Geschäftsführung der Postbank Service GmbH um Frau Ilona Kartz erweitert. Gleichzeitig wurde auch der Geschäftsverteilungsplan angepasst. Unter der Leitung von Ilona Kartz wurde eine einheitliche Querschnittsstruktur über die drei Servicegesellschaften Postbank Service GmbH, BCB AG und BHW KSG GmbH eingeführt. Beweggründe für die Maßnahme sind im Wesentlichen die fachliche und funktionale Verstärkung der Zusammenarbeit über die Servicegesellschaften hinweg sowie die Umsetzung von einheitlichen Vorgehensweisen und Ergebnistypen in den jeweiligen Servicegesellschaften. Im Rahmen der Umsetzung sind zum 1. Dezember 2017 vier neue Querschnitts-Abteilungen entstanden, Kostenmanagement, Business- und Dienstleistungsmanagement, Key Account Management und Performancemanagement. 2.3 Finanz-, Ertrags- und Vermögenslage 2.3. 1 Finanzlage Die Postbank Service GmbH verfügte am Jahresende über liquide Mittel (Guthaben bei Kreditinstituten) in Höhe von 21.571,1 T € (Vorjahr: 14.673,3 T €). Die Liquidität der Gesellschaft war im Berichtsjahr jederzeit gewährleistet und bietet einen ausreichenden Finanzierungsspielraum. Kreditaufnahmen waren nicht erforderlich. Im Rahmen der Integration der Deutsche Postbank AG in die Deutsche Bank hat sich die Deutsche Postbank AG gegenüber der Postbank Service GmbH verpflichtet, schuldbefreiend die Verpflichtungen aus den zum 31.12.2017 aufgelegten freiwilligen Vorruhestands- und Abfindungsangeboten der Gesellschaft in Höhe von 5,6 Mio. € zu übernehmen. 2.3. 2 Ertragslage Umsatzerlöse Für den Berichtszeitraum weist die Gewinn- und Verlustrechnung der Gesellschaft insgesamt Erlöse in Höhe von 103.608,5 T € aus (Vorjahr: 110.890,1 T €). Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr resultiert vor allem aus geringeren Kosten bei einem gleichbleibenden Gewinnaufschlag. Die Postbank Service GmbH erhält gemäß Dienstleistungsvertrag von der Deutsche Postbank AG eine Vergütung nach dem Prinzip "Vollkosten plus Gewinnaufschlag". Zusätzlich zu den Vollkosten der Gesellschaft wird eine Marge in Höhe von 7,6 % in Ansatz gebracht. Die Zahlung durch die Deutsche Postbank AG an die Postbank Service GmbH erfolgt als monatliche, vorschüssige Abschlagszahlung. Die Postbank Service GmbH und die Deutsche Postbank AG erstellen (in der Regel quartalsweise) einen Forecast, nach welchem die monatliche Abschlagszahlung gegebenenfalls angepasst wird. Zum 31. Dezember eines Jahres erfolgt eine Abrechnung der durch die Deutsche Postbank AG geleisteten Abschlagszahlungen auf Basis der tatsächlichen Kostenentwicklung. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge von 253,9 T € (Vorjahr: 238,6 T €) betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für Bonus, Belohnungen und Personalleihe in Höhe von 232,8 T € (Vorjahr: 216,3 T €). Personalaufwand Der Personalaufwand mit insgesamt 30.200,1 T € war im Geschäftsjahr 2017 leicht steigend (Vorjahr: 29.760,8 T €). Dies ist insbesondere auf die höheren Rückstellungen für Vorruhestandsverpflichtungen zurückzuführen. Im Berichtszeitraum waren durchschnittlich 488 (VJ: 512) Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, darunter 7 leitende Angestellte, beschäftigt. Die Zahl der durch die Deutsche Postbank AG an die Postbank Service GmbH zugewiesenen Beamten lag durchschnittlich bei 573 (VJ: 585). Die Mitarbeiter werden im Wesentlichen an vier Standorten (siehe Tabelle) beschäftigt. Die Gesamtmitarbeiterzahl ist zum Stichtag im Vergleich zum Vorjahr um 75 auf 1013 (Vorjahr: 1088) reduziert. Dies resultierte zum großen Teil aus angenommenen Vorruhestandsangeboten. Die Aufteilung der Mitarbeiter nach Standorten und Services ergibt sich wie folgt (Durchschnittswerte 01.01.2017-31.12.2017).
Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultieren im Wesentlichen aus den Kosten für die von der Postbank AG zugewiesenen Beamten (in 2017 durchschnittlich 12 FTE weniger als im Vorjahr) und dem IT-Aufwand incl. der Telekommunikations-Kosten. Die Serviceleistungen innerhalb des Konzerns beinhalten Zahlungen für Service Level Agreements zur Erbringung von Leistungen der Querschnittsfunktionen (z. B. Rechnungswesen, Controlling, Immobilienmanagement). Jahresüberschuss Die Postbank Service GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2017 einen Jahresüberschuss in Höhe von 4.975,2 T € (Vorjahr: 4.885,2 T €). Das Ergebnis entspricht den Erwartungen der Geschäftsführung. 2.3.3 Vermögenslage Bilanzsumme Die Bilanzsumme in Höhe von 21.849,6 T € ist um 6.654,5 T € gestiegen (Vorjahr: um 3.049,5 T € gestiegen). Die Zunahme resultiert auf der Aktivseite im Wesentlichen aus dem Anstieg der Guthaben bei Kreditinstituten, der teilweise durch den Rückgang der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen kompensiert wird. Auf der Passivseite sind insbesondere die Steuerrückstellungen und die Verbindlichkeiten (davon insbesondere gegenüber verbundenen Unternehmen) gestiegen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen von 176,3 T € (Vorjahr: 431,0 T €) gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen im Wesentlichen gegenüber der Postbank AGPostbank AG und resultieren aus einer nachträglichen Korrektur der Cost-plus Spitzabrechnung zum Jahresende. Der Rückgang um 254,7 T € resultiert aus der im Vorjahr höheren Forderung aus der Spitzabrechnung. Guthaben bei Kreditinstituten Die Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von 21.571,1 T € (Vorjahr: 14.673,3 T €) wird auf einem Konto innerhalb der Postbank-Gruppe geführt. Die Liquidität reicht aus, um alle Verbindlichkeiten und Rückstellungen zu decken. Im Geschäftsjahr 2017 wurden wie auch im Vorjahr keine Zinsen für die konzerninterne Anlage von liquiden Mitteln erwirtschaftet. Die Verwahrgebühren aus Bankguthaben von 74,7 T € (Vorjahr: 23,0 T €) werden atypisch im Zinsertrag ausgewiesen. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt zum Bilanzstichtag unverändert 25,0 T €, ist voll eingezahlt und wird zu 100 % von der Deutsche Postbank AG, Bonn, gehalten. Ferner besteht eine Kapitalrücklage von 100 T €. Rückstellungen Die Rückstellungen sind um 1.628,0 T € auf 10.241,7 T € angestiegen. Dies resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Steuerrückstellungen (4.014,5 T €; Vorjahr: 2.307,3 T €). Die sonstigen Rückstellungen sind geringfügig um 79,2 T € zurückgegangen. Im Wesentlichen waren dies die Rückstellungen für Vorruhestand (+ 587,9 T €), Überstunden (- 108,6 T €) und ausstehende Eingangsrechnungen (- 552,6 T €). Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten stiegen um 4.936,5 T € und belaufen sich am Bilanzstichtag auf 6.507,7 T € (Vorjahr: 1.571,2 T €). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf Verbindlichkeiten aus der Cost-plus Spitzabrechnung gegenüber der Gesellschafterin, Deutsche Postbank AG, in Höhe von 5.767,5 T € (Vorjahr: 0 T €) zurückzuführen. 2.4 Steuerungsrelevante Leistungsindikatoren (LI) Die Postbank Service GmbH ist innerhalb des Vorstandbereichs IT und Operations (IO) der Postbank Bestandteil des etablierten servicebereichsübergreifenden Gremiums "Management Meeting Operations" (MMO). Neben dem Gremium MMO ist die Postbank Service GmbH sowohl in das Steuerungs- und Berichtswesen der Postbank als auch ergänzend in zusätzliche ressortinterne und ressortübergreifende Steuerungsprozesse eingebunden. Aufgrund der Vereinbarung zur Vergütung der Dienstleistungen durch die Deutsche Postbank AG nach dem Prinzip "Vollkosten plus Gewinnaufschlag" ist gewährleistet, dass die Gesellschaft einen Jahresüberschuss erzielt. Die Unternehmenssteuerung der Postbank Service GmbH erfolgt anhand finanzieller und nichtfinanzieller Leistungsindikatoren auf Grundlage von Zielvorgaben für den Verwaltungsaufwand, den Personalbestand zum Jahresende (in FTE für Angestellte und Beamte) sowie anhand von Qualitätskriterien (Servicelevel) für die zu erbringenden Dienstleistungen. Der Verwaltungsaufwand setzt sich aus Personalaufwand und den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zusammen. Finanzielle Leistungsindikatoren Der Verwaltungsaufwand wird monatlich anhand eines Kostenstellenreports der Plan- und Ist-Kosten dokumentiert. Außerdem werden Abweichungsanalysen durchgeführt und ein rollierender Forecast auf die Entwicklung der Kosten bis zum Jahresende erstellt. Die Gesamtsicht auf die Kosten wird durch eine entsprechende GuV-Planung abgedeckt. Der Verwaltungsaufwand in Höhe von 97 Mio. € (Vorjahr: 103,8 Mio. €) ist um 6,6 % (Vorjahr: 8,1 %) wie prognostiziert moderat zurückgegangen. Dabei hat sich der Personalaufwand aufgrund zusätzlicher Rückstellungen für Vorruhestandsverpflichtungen gegenüber dem Vorjahr entgegen der Prognose um 1,4 % erhöht. Der Sachaufwand wurde mit einem moderaten Rückgang prognostiziert. Durch striktes Kostenmanagement und effizientem Einsatz von Zeitarbeitskräften und den Serviceleistungen innerhalb des Konzern wurden die Kosten gegenüber dem Vorjahr spürbar um 10 % reduziert. Nicht Finanzielle Leistungsindikatoren Der Personalbestand der Postbank Service GmbH hat sich im Geschäftsjahr um 8 % auf 919,4 FTE zum Stichtag reduziert. Dies entspricht einem Rückgang um 80,1 FTE. Damit hat die Gesellschaft die Zielvorgabe des Konzerns mit 921 FTE erreicht. In den SLA-Vereinbarungen mit der Deutsche Postbank AG ist grundsätzlich ein SOLL-Service-Level für die Produkte von 95 % vereinbart (bei zwei Produkten liegt die Anforderung bei 80 %). D.h. die Zielvorgabe lautet z.B., dass 95 % aller im Rahmen der abgestimmten Planmengen eingegangenen Aufträge in der vereinbarten Bearbeitungszeit abgearbeitet werden. Die Einhaltung dieser Forderung wird mittels Qualitätsreport je Prozess kontrolliert und gegenüber der Geschäftsführung sowie dem Leistungsnehmer regelmäßig berichtet. Die "Best-Effort"-Regelung erlaubt der Postbank Service GmbH gegenüber der Deutsche Postbank AG, Kundenaufträge - abweichend zum SLA - schnellstmöglich und im Rahmen der zur Verfügung stehenden Ressourcen nach besten Möglichkeiten zu bedienen. Die Kontoführung hat im Geschäftsjahr aufgrund von insgesamt leicht rückläufigen Mengeneingängen in 8 Monaten (Februar bis September) bei 27 von 27 SLA's den SOLL-Service-Level erreicht. Durch Überschreitung der Planmengen in den Prozessen der Pfändung und Insolvenz und die daraus resultierende Repriorisierung von Prozessen konnte im Januar ein Service Level nicht gehalten werden. Im Rahmen von Tarifverhandlungen kam es in der Postbank Service GmbH zu streikbedingten Personalausfällen. Parallel verzeichnete die Kontoführung einen Mengenanstieg u.a. durch Kundenreaktionen zum AGB-Mailing und steigenden Eingängen in den Prozessen Pfändung und Insolvenz. Daher wurden im Oktober bei 5 SLA`s, im November bei 4 SLA`s und im Dezember bei 3 SLA's von insgesamt 27 SLA's der SOLL-Service-Level nicht erreicht. Das Backoffice Brokerage hat im Geschäftsjahr in 6 Monaten (Januar, April, Mai, August, September und November) bei 17 von insgesamt 17 SLA's den SOLL-Service-Level erreicht. Aufgrund von Jahresabschlussarbeiten zum Jahresbeginn konnte aus technischen Gründen keine Depots gelöscht werden. Des Weiteren fand im Juni ein Produktversionswechsel im Betriebsprodukt SAP DM statt, sodass zeitweise keine Depotschließungen vorgenommen wurden. Daraus resultierend wurden im Februar und März und im Juni und Juli bei einem von insgesamt 17 SLAs die Zielgröße nicht erreicht. Durch die streikbedingten Personalausfälle und den parallel ansteigenden Mengen u.a. im Prozess Steuerthemen wurden im Backoffice Brokerage im Oktober bei 2 SLA`s und im Dezember bei einem von insgesamt 17 SLA's der SOLL-Service-Level nicht erreicht. Entgegen der Prognose konnten aufgrund neuer regulatorischer Anforderungen, welche zu erhöhten Kundenreaktionen geführt haben sowie den ungeplanten Streikaktivitäten der Mitarbeiter nicht alle SOLL-Service-Level erreicht werden. Eine regelgerechte Verarbeitung war aufgrund Sondervereinbarungen mit der Deutschen Postbank AG auf Basis "Best-Effort" jederzeit sichergestellt. Aufgrund des im Geschäftsjahr neu eingeführten Dienstleistungsrahmenvertrags mit der BHW KSG GmbH werden die SLA-Vereinbarungen in diesem Lagebericht erstmals berichtet. In der SLA-Vereinbarung mit der BHW KSG GmbH werden Planmengen auf Monatsbasis zur Ressourcenplanung und -steuerung vereinbart. Falls die nach einem SLA abzuwickelnde Menge in einer Woche die rechnerisch zu ermittelnde "Wochen-Planmenge" um mehr als 10 % übersteigt, erfolgt die Erfüllung dieses SLA hinsichtlich dieser Spitzenmenge nach bestem Bemühen der Postbank Service GmbH. Gesamtbeurteilung Geschäftslage 2017 Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage hat sich im Geschäftsjahr insgesamt positiv entwickelt. Das Unternehmen befindet sich zum Abschlussstichtag in finanziellen und wirtschaftlich geordneten Verhältnissen und besitzt eine solide Kapitalausstattung. 3. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht3.1 Chancen-/Risikoberichterstattung Chancenmanagement Die Weiterentwicklung der Gesellschaft ist im Wesentlichen von dem Anforderungsprofil, den Abwicklungsvolumina sowie der Aufstellung des Auftraggebers abhängig. Derzeitig und auf absehbare Zeit sind keine bestands- oder existenzgefährdende Risiken sowie Entwicklungen mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erkennbar. Die Postbank Service GmbH wird von der Deutsche Postbank AG nach dem Prinzip "Vollkosten plus Gewinnaufschlag" vergütet. Ein Auftritt am Markt, um so die Erlöse zu steigern, ist nicht vorgesehen. Chancenmanagement kann daher vor allem auf der Sach- und Personalkostenseite betrieben werden. Die Deutsche Postbank AG hat analog zum Deutsche Bank Konzern ebenfalls eine Digitalisierungs- und Automatisierungsstrategie beschlossen. Dabei sollen Prozesse "End-To-End" betrachtet und optimiert sowie "Customer-Self-Services" in stärkerem Maße etabliert werden. In der Postbank Service GmbH wurden in 2017 neue Verfahren zur Auftragsbearbeitung bei Debitkarten und Dispositionskrediten erfolgreich eingeführt. Dadurch werden eine höhere Anzahl von Fallabschlüssen am Point of Contact sowie eine Reduktion von Medienbrüchen und Synergien in der Auftragsbearbeitung ermöglicht. Im zweiten Halbjahr 2017 wurden die ersten Robotics Prozesse erfolgreich eingeführt. Eine Robotics Factory, die sich hauptsächlich auf die Identifizierung von Robotics relevanten Prozessen sowie des Customizing im Rahmen von Design, Erstellung und Dokumentation von Prozessen konzentriert, wurde zwischenzeitlich etabliert. Dadurch wird in der Postbank Service GmbH die Chance erhöht, für 2018 weitere Geschäftsprozesse zu digitalisieren. Hierbei wird ein Schwerpunkt in der Integration des Orinoco-Workflows in die Robotics-Prozesse liegen. In Bezug auf das Neugeschäftsvolumen bei Giro- und Sparkonten sind auf Basis der Planungen der Postbank AG durch Produktinnovationen Giro leichte Zuwächse im Neugeschäft insb. in den Jahren 2018 ff. zu erwarten, wobei das Sparneugeschäft rückläufig sein wird. Im Rahmen der seit Anfang 2018 laufenden Aktion "Wechsel Sparbuch in SparCard" wird eine Erhöhung des betrieblichen Aufwands im Bestandsgeschäft jedoch erwartet. Für den Vertrieb im Wertpapiergeschäft ist in den nächsten Jahren eine deutliche Steigerung des Absatzes geplant. Insbesondere sind hierbei Aktivitäten zu Produktwechseln von Spar- zu Wertpapierprodukten (Konversion) vorhergesehen. Risikomanagement, Ziele und Methoden Die Risikostrategie der Postbank Service GmbH leitet sich aus der Risikostrategie des Postbank-Konzerns ab und steht im Einklang mit übergeordneten Unternehmens- und Geschäftszielen. Die Methodenkompetenz liegt beim Bereich Operationelle Risiken und Geschäftsanalyse (RIS OR) bei der Deutsche Postbank AG. Ein Marktrisiko ist bei der Postbank Service GmbH nicht gegeben, da die Gesellschaft in 2017 ausschließlich für die Deutsche Postbank AG tätig war, die zum Konzern Deutsche Bank AG gehört. Dem Liquiditätsrisiko wird durch ein striktes Cash Management begegnet. Operationelle Risiken werden - in Anlehnung an Basel III - definiert als die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder von externen Ereignissen eintreten. Die Postbank Service GmbH ist im Laufe des Jahres 2013 in das operationelle Risikomanagement der Deutsche Postbank AG eingebunden worden, indem u. a. zentrale (ORM+) und dezentrale (ORM) Operational Risk Manager benannt wurden. Zur Risikoerfassung und Analyse der operationellen Risiken werden die in der Deutsche Postbank AG eingesetzten Systeme und Verfahren eingesetzt. Zweimal jährlich (April und Oktober) werden strukturierte Selbsteinschätzungen durchgeführt. Zu den dabei identifizierten sogenannten Überwachungsfällen werden vom Operational Risk Manager (ORM) Gegenmaßnahmen ergriffen. Der Maßnahmenstatus wird monatlich an den Operational Risk Koordinator (ORM+) berichtet, der die Maßnahmen an das Operational Risk Management weiterleitet. Risikoindikatoren werden erhoben und durch die ORM bzw. ORM+ monatlich in die Datenbank eingegeben. Schäden bzw. Schadenpotentiale werden von den ORM bzw. ORM+ in der Schadenfalldatenbank der Postbank erfasst. Die ORM haben diese Schäden zuvor mittels Excel Template an die ORM+ berichtet. Alle drei Analyseinstrumente sind in das Programm Operational Risk Center (ORC) der Deutsche Postbank AG integriert. Neben den konzerneinheitlichen Maßnahmen und Prüfungen durch die Konzernrevision werden in der Postbank Service GmbH regelmäßig und anlassbezogen Kontrollen durchgeführt. Als weitere Risikoart sind für die Postbank Service GmbH Geschäftsrisiken relevant. Die Ermittlung des Geschäftsrisikos im Postbank-Konzern obliegt zentral dem Bereich Operationelle Risiken und Geschäftsanalyse des Postbank-Konzerns (Abteilung RIS OR). Sollte sich aus den laufenden zentralen Überwachungsprozessen eine Indikation für relevante Geschäftsrisiken ergeben, informiert RIS OR die Geschäftsführung der Postbank Service GmbH. Ferner werden auf Grundlage der monatlichen Geschäftsentwicklung Planabweichungen an die Geschäftsführung der Gesellschaft berichtet sowie regelmäßige Forecasts erstellt, um Risiken für die Geschäftsentwicklung zu erkennen und geeignete Gegenmaßnahmen abzuleiten. Bei der Postbank Service GmbH liegen insbesondere Betriebsrisiken vor, wie etwa der Ausfall von erheblichen Teilen der Belegschaft, der Zerstörung bzw. Nichtnutzbarkeit der zur Geschäftstätigkeit notwendigen Anlagen, Software und Immobilien in hinlänglich großem Ausmaß. Zum Risikomanagement werden die o.g. Forecasts und die Planabweichungsanalysen auf der Grundlage der Nutzung der Schadensfalldatenbank genutzt. 3.2 Prognosebericht und Ausblick Entwicklung der Wirtschaft Das globale Wachstum dürfte sich im Jahr 2018 nochmals leicht beschleunigen. Die Industrieländer befinden sich in einem soliden, selbsttragenden Aufschwung, der durch die weiterhin expansive Geldpolitik und voraussichtlich auch durch expansive fiskalische Impulse gestützt werden wird. Jedoch dürfte sich das Wachstumstempo hier aufgrund der weiterhin vorhandenen politischen Risiken, aber auch aufgrund allmählich schrumpfender freier Produktionskapazitäten nicht verstärken. Für die Gruppe der aufstrebenden Volkswirtschaften ist dagegen in der Summe ein etwas höheres Wachstum zu erwarten. Hierzu dürfte vor allem eine konjunkturelle Beschleunigung in Ländern beitragen, die noch vor kurzer Zeit mit rezessiven Tendenzen zu kämpfen hatten. Zudem sollte sich in den Regionen, die bereits in der Vergangenheit wachstumsstark waren, der Aufwärtstrend in kaum verändertem Tempo fortsetzen. Der IWF rechnet für 2018 mit einer Zunahme der globalen Wirtschaftsleistung um 3,9 % nach einem Plus von 3,7 % im Jahr 2017. Im Euroraum dürfte sich die robuste konjunkturelle Erholung fortsetzen. Grundlegende Risiken wie ein unkontrollierter Brexit oder die weiterhin bestehende Verschuldungsproblematik im Euroraum sollten die Dynamik nicht wesentlich belasten. Dabei gehen wir davon aus, dass privater Verbrauch und Bruttoanlageinvestitionen ihr Wachstumstempo in etwa halten können. Insgesamt dürfte sich das BIP-Wachstum auf 2,2 % abschwächen. Die deutsche Wirtschaft befand sich zum Jahreswechsel in einem sehr soliden Aufschwung. Die Frühindikatoren wie insbesondere der ifo-Geschäftsklimaindex bewegen sich auf sehr hohen Niveaus und signalisieren damit für sich genommen sogar eine Verstärkung des Wachstumstrends. Wir gehen jedoch davon aus, dass der private Verbrauch zwar weiterhin sehr solide, aber vor dem Hintergrund einer leicht steigenden Inflationsrate etwas schwächer wachsen wird als im Vorjahr. In der Summe rechnen wir für 2018 mit einem leichten Anstieg des BIP-Wachstums auf 2,3 %. In Anbetracht der robusten Konjunktur dürfte die Erwerbstätigkeit im Jahresdurchschnitt nochmals kräftig zunehmen. Im Gegenzug sollte die Zahl der Arbeitslosen weiter sinken. Aufgrund der immer noch expansiven EZB-Geldpolitik dürften die Kapitalmarktzinsen in der EWU niedrig bleiben, obwohl einige Faktoren für einen Renditeanstieg im Jahresverlauf sprechen. Hierzu gehört vor allem die Fortsetzung der robusten konjunkturellen Erholung im Euroraum. Zudem dürften infolge der strafferen US-Geldpolitik die Renditen von US-Staatsanleihen tendenziell steigen, was üblicherweise auch auf den deutschen Markt ausstrahlt. Wir erwarten bis Ende 2018 einen Anstieg der Rendite zehnjähriger Bundesanleihen auf 0,80 %. Bei konstant niedrigen Leitzinsen dürfte die Zinsstrukturkurve damit nochmals etwas steiler werden. Branchensituation Banken Das anhaltend niedrige Zinsniveau im Euroraum dürfte eine Verbesserung des operativen Geschäfts bei deutschen Banken weiterhin erheblich erschweren. Bis Ende 2018 erwarten wir nur einen moderaten Zinsanstieg, sodass eine signifikante Ausweitung der Zinsmarge den meisten Instituten schwerfallen dürfte. Dies gilt vor allem, da im deutschen Privat- und Firmenkundensegment unverändert ein harter Wettbewerb herrscht, der das Zinsergebnis belastet und Steigerungen des Provisionsergebnisses belastet. Wegen der anhaltend schwierigen Rahmenbedingungen auf der Ertragsseite sollte auch 2018 bei vielen Instituten eine weitere Kostenoptimierung auf der Agenda stehen. Viele Banken investieren zudem in die Digitalisierung zahlreicher Prozesse. Die Entscheidung der Briten, die Europäische Union zu verlassen, könnte auch zu einer Belastung deutscher Banken führen. Durch die gestiegene Unsicherheit im Zusammenhang mit den vielen noch ungeklärten Fragen des EU-Austritts erhöht sich das Risiko einer Wachstumsverlangsamung in Großbritannien und bei wichtigen Handelspartnern in Kontinentaleuropa. Dies könnte dazu führen, dass die Notenbanken ihre Niedrigzinspolitik noch für eine längere Zeit fortsetzen. Gleichzeitig sinkt bei einer Wachstumsverlangsamung in der Regel auch das Potenzial für eine Ausweitung der Kreditvergabe, während sich das Risiko von Kreditausfällen erhöhen kann. Ergebnisentwicklung und Finanzziele Die Postbank Service GmbH erbringt hauptsächlich Leistungen für die Deutsche Postbank AG. Aufgrund der Vereinbarung zur Vergütung der Dienstleistungen nach dem Prinzip "Vollkosten plus Gewinnaufschlag" ist gewährleistet, dass die Gesellschaft ein Ergebnis in Höhe des Gewinnaufschlages erzielt. Daher erfolgt die Steuerung des Geschäftsbetriebs im Wesentlichen auf der Grundlage von Zielvorgaben für den Personalbestand und den Verwaltungsaufwand (Personalaufwand und sonstigem betrieblichem Aufwand) sowie anhand von Qualitätskriterien (Servicelevel) für die zu erbringenden Dienstleistungen. Für 2018 werden zunächst ein moderater Rückgang in Personalbestand und ein leichter Rückgang des Verwaltungsaufwands erwartet. Hinsichtlich der Qualität geht die Gesellschaft davon aus, dass bei allen Serviceverträgen die vereinbarten Zielgrößen erreicht werden. Aufgrund nicht absehbarer neuer bzw. geänderter Kundenanforderungen oder regulatorischer Anforderungen sind Veränderungen in den Aufwänden oder Schwankungen bei der Erreichung der vereinbarten Service-Levels jedoch nicht auszuschließen. Für das kommende Geschäftsjahr verbleibt der Margenaufschlag bei 7,6 %. 4. Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGBZur Umsetzung des Gesetztes "Gleichberechtigte Teilhabe von Männern und Frauen an Führungspositionen" im Deutsche Bank Konzern haben der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung der Postbank Service GmbH Zielgrößen für den Frauenanteil im Aufsichtsrat, in der Geschäftsführung und in den Managementebenen sowie Fristen für deren Erreichung festgelegt. Die Umsetzung sollte bis zum 30. Juni 2017 erfolgen. Für den Aufsichtsrat wurde ein Frauenanteil von mindestens 30% beschlossen. Dieser liegt im Geschäftsjahr bei 50 %. Für die Geschäftsführung der Postbank Service GmbH wurde beschlossen, dass mindestens eine Frau in der Geschäftsführung vertreten ist. Mit Eintritt von Ilona Kartz in die Geschäftsführung zum 01.04.2017 ist dies erfolgt. Die für die GF-1-Ebene (Abteilungsleiter) festgelegte Zielgröße von 30 % wurde im Geschäftsjahr erreicht.
Essen, den 24. April 2018 Postbank Service GmbH Die Geschäftsführung Heiko Fischer, Geschäftsführer Manfred Räbiger, Geschäftsführer Thomas Marienfeld, Geschäftsführer Ilona Kartz, Geschäftsführerin Bilanz per 31. Dezember 2017Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017
Anhang für das Geschäftsjahr 2017Postbank Service GmbHA. Allgemeine Angaben zur Gliederung des Jahresabschlusses sowie zu den Bilanzierungs- und BewertungsmethodenI. Angaben zur Gesellschaft und Grundlagen der Erstellung des Jahresabschlusses Die Postbank Service GmbH mit Sitz in Essen wird beim Amtsgericht Essen unter der Handelsregisternummer HRB 24261 geführt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Der Jahresabschluss der Postbank Service GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis 31.12.2017 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes erstellt worden. Die Gesellschaft erfüllt die Merkmale einer großen Kapitalgesellschaft gem. §267 Abs. 3 i.V.m. §267 Abs. 4 HGB. Die Gesellschaft ist daher als große Kapitalgesellschaft zu behandeln. Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB. Die nicht belegten Posten sind gemäß § 265 Abs. 8 HGB nicht aufgeführt worden. Soweit erforderlich, sind die Bezeichnungen dem jeweiligen Posteninhalt angepasst worden. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die nachfolgend aufgeführten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gemäß § 252 und § 253 HGB wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips gem. § 253 Abs. 4 Satz 1 HGB angesetzt. Liquide Mittel Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Latente Steuern Aktive latente Steuern ergeben sich aus Bewertungsdifferenzen bei den langfristigen Rückstellungen. Diese würden sich auf 223 T € (Vorjahr: 806 T €) belaufen. Von dem Wahlrecht nach § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB aktive latente Steuern in der Bilanz auszuweisen wird kein Gebrauch gemacht. Eigenkapital Das Eigenkapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt. Rückstellungen Die Gesellschaft hat Rückstellungen für Vorruhestandsverträge, deren Berechnung ein versicherungsmathematisches Gutachten zugrunde liegt, gebildet. Die Bewertung erfolgt unter Berücksichtigung der Vorschriften des § 253 Abs. 2 HGB. Für die Festlegung des Rechnungszinssatzes bzw. der zugrunde zu legenden Restlaufzeit der Verpflichtungen wird auf den von der Bundesbank zum 31.12.2017 veröffentlichten Zinssatz für eine Restlaufzeit von 2 Jahren abgestellt. Als Rechnungsgrundlage dienen die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Auf dieser Grundlage wurde ein Rechnungszins von 1,33% (Vorjahr: 1,81%) angesetzt. Es wird ein Gehaltstrend von 2,3 % (Vorjahr 2,1 %) verwendet. Als Bewertungsmethode wurde die projizierte Einmalbeitragsmethode (Projected Unit Credit-Methode) benutzt. Die Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden in Höhe ihres Erfüllungsbetrags entsprechend § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden über die individuelle Laufzeit anhand der Zinssätze der Deutschen Bundesbank abgezinst. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie alle ungewissen Verpflichtungen. Sämtliche Rückstellungen sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um den Verpflichtungen nach den Verhältnissen am Bilanzstichtag nachzukommen. Verbindlichkeiten Die bilanzierten Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB angesetzt. Zum 31. Dezember 2017 bestanden keine auf Fremdwährung lautende Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten. III. Angaben über Beteiligungsverhältnisse Die Postbank Service GmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Deutsche Postbank AG, Bonn. Die Postbank Service GmbH wird in den nach International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellten Konzernabschluss der Deutsche Postbank AG, Bonn, einbezogen (kleinste Konsolidierungseinheit). Der Konzernabschluss der Deutsche Postbank AG wird wiederum in den nach International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellten Konzernabschluss der Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main, zum 31.12.2017 einbezogen (größte Konsolidierungseinheit). Die offenlegungspflichtigen Unterlagen werden an den Bundesanzeiger übermittelt und von diesem veröffentlicht. B. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und VerlustrechnungI. Aktivseite der Bilanz Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen im Wesentlichen gegenüber der Gesellschafterin Deutsche Postbank AG in Höhe von 175,9 T € (Vorjahr 430,8 T €) und resultieren aus einer nachträglichen Korrektur der Spitzabrechnung Cost-plus zum Jahresende. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Guthaben bei Kreditinstituten Die Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von 21.571,1 T € (Vorjahr: 14.673,3 T €) werden auf einem Girokonto bei der Deutsche Postbank AG geführt. Rechnungsabgrenzungsposten Die Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 8,4 T € (Vorjahr: 14,9 T €) betreffen Postbankkonzern interne Nutzungsvereinbarungen (SLA) für das Business Recovery Centers BRC Dortmund sowie die Nutzung von Notfallarbeitsplätzen. II. Passivseite der Bilanz Eigenkapital
Das gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt und wird zu 100% von der Deutsche Postbank AG, Bonn, gehalten. Rückstellungen Die Rückstellungen unterteilen sich in Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen. Steuerrückstellungen
Die Steuerrückstellungen betreffen die Jahre 2016 und 2017 in Höhe von 3.944,4 T € (Vorjahr: 2.307,3 T €) und die Betriebsprüfung der Geschäftsjahre 2011 bis 2013 in Höhe von 70,1 T €. Insgesamt wurden in 2017 Steuerrückstellungen in Höhe von 4.014,5 T € gebildet. Sonst ige Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultierten im Wesentlichen mit 5.767,5 T € aus der Spitzabrechnung Cost-plus gegenüber der Gesellschafterin, Deutsche Postbank AG. Bei den sonstigen Verbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um Verbindlichkeiten für noch abzuführende Lohn- und Kirchensteuer Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und sind nicht besichert. III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse in Höhe von 103,6 Mio € (Vorjahr: 110,9 Mio €) sind mit der Deutsche Postbank AG realisiert worden und umfassen die Durchführung der Service-Dienstleistungen für die Deutsche Postbank AG. Die Umsatzerlöse werden nach dem Prinzip Vollkosten plus Gewinnaufschlag (Cost-plus-Verfahren) ermittelt und abgerechnet. Die Umsatzerlöse wurden ausschließlich im Inland erzielt. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge von 235,9 T € (Vorjahr: 238,6 T €) betreffen im Wesentlichen die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von 232,8 T € (Vorjahr: 216,3 T €). Personalaufwand
Der Personalaufwand der Postbank Service GmbH bezieht sich im Jahr 2017 auf durchschnittlich 450 FTE; 489 Köpfe. (Vorjahr: durchschnittlich 475 FTE; 512 Köpfe). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultieren im Wesentlichen aus den Kosten für die von der Postbank AG zugewiesenen Beamten und dem IT-Aufwand inkl. der Telekommunikations-Kosten. Die Kostenerstattung an den Postbank Konzern enthält Zahlungen für Service Level Agreements (SLA's) zur Erbringung von Leistungen der Querschnittsfunktionen (z. B. Rechnungswesen, Controlling, Immobilien). Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Im Geschäftsjahr 2017 wurden wie auch im Vorjahr keine Zinsen für die konzerninterne Anlage von liquiden Mitteln erwirtschaftet. Die Verwahrgebühren aus Bankguthaben von 74,7 T€ (Vorjahr: 23,0 T€) werden atypisch im Zinsertrag ausgewiesen. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Die Zinsen auf Steuernachzahlungen betreffen die Steuernachzahlungen für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer aus der Betriebsprüfung der Jahre 2011 bis 2013. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen die Jahre 2016 und 2017 in Höhe von 1.637,1 T € (Vorjahr: 2.307,3 T €) und die Betriebsprüfung der Geschäftsjahre 2011 bis 2013 in Höhe von 109,9 T €. Der Steueraufwand in 2017 beträgt insgesamt 1.747,0 T €. Sonstige Steuern Der Ertrag aus sonstigen Steuern in Höhe von 17,9 T € (Vorjahr: Aufwand 9,5 T €) betrifft die nachgelagerte Korrektur der Umsatzsteuerverpflichtungen aufgrund der Anwendung des Bankenschlüssels sowie die Umsatzsteuer-Voranmeldung Dezember 2017. Jahresüberschuss Die Postbank Service GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2017 einen Jahresüberschuss in Höhe von 4.975,2 T € (Vorjahr: 4.885,2 T €). Der Jahresüberschuss des Vorjahres wurde per Beschluss an die alleinige Gesellschafterin, Deutsche Postbank AG, ausgeschüttet. IV. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2017 vollständig an die alleinige Gesellschafterin, Deutsche Postbank AG, auszuschütten. V. Nachtragsbericht Vom 31. Dezember 2017 bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses durch die Geschäftsführung am 24. April 2018 haben sich keine angabepflichtigen Vorgänge von besonderer Bedeutung ergeben. VI. Gesamtschuldnerische Haftung Pensionsrückstellungen Die Pensionsverpflichtungen der Mitarbeiter der Postbank Service GmbH werden weiterhin bei der Deutsche Postbank AG bilanziert. Im Zuge eines Schuldbeitritts mit Erfüllungsübernahme der Deutsche Postbank AG besteht eine gesamtschuldnerische Haftung. Laut Gutachten beläuft sich der handelsrechtliche Wert dieser Verpflichtung zum 31.12.2017 auf 20.152,0 T €(Vorjahr: 17.642,9 T €). Die eingegangenen Verpflichtungen aus diesem Haftungsrisiko gegenüber den Mitarbeitern waren nicht zu passivieren, da die zugrunde liegenden Verbindlichkeiten durch das verbundene Unternehmen Deutsche Postbank AG voraussichtlich erfüllt werden können. Die Gesellschaft geht derzeit nicht von einer Inanspruchnahme aus dieser Verpflichtung aus, da die Verpflichtungen auf der Ebene der Deutsche Postbank AG seit 2013 mittels eines Contractual Trust Arrangements (CTA) vollständig ausfinanziert sind. Der Aufwand für die Zuführung zu den Verpflichtungen wird von der Postbank Service GmbH getragen. Er betrug im Geschäftsjahr 2017 1.527,3 T € (Vorjahr: 1.232,8 T €). C. Sonstige AngabenSonstige Verpflichtungen Im Rahmen der Integration der Deutsche Postbank AG in die Deutsche Bank hat sich die Deutsche Postbank AG gegenüber der Postbank Service GmbH verpflichtet, schuldbefreiend die Verpflichtungen aus den zum 31.12.2017 aufgelegten freiwilligen Vorruhestands- und Abfindungsangeboten der Gesellschaft in Höhe von 5,6 Mio. € zu übernehmen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Im Durchschnitt wurden im Geschäftsjahr 01.01. bis 31.12.2017 488 Mitarbeiter (450 FTE) beschäftigt, davon waren 7 leitende Angestellte (Vorjahr: 512 Mitarbeiter, 475 FTE, davon 8 leitende Angestellte). Darüber waren 573 Beamte bzw. 517 FTE im Wege der Zuweisung durch die Deutsche Postbank AG bei der Gesellschaft beschäftigt (Vorjahr: 585 Beamte/ 529 FTE). Honorar des Abschlussprüfers Auf die Angabe des Gesamthonorars des Abschlussprüfers gem. § 285 Nr. 17 HGB wurde verzichtet, da die entsprechende Angabe im Konzernabschluss der Deutsche Postbank AG diese Beträge mit einschließt. Geschäftsführer
Herr Räbiger und Herr Heiko Fischer haben einen Dienstvertrag mit der Deutsche Postbank AG, wogegen Herr Thomas Marienfeld und Herr Heinz Wachter (bis zu seinem Ausscheiden) einen Dienstvertrag mit der Gesellschaft hat/hatte. Frau Kartz hat weiterhin einen Dienstvertrag bei der BCB AG. Die Gesellschaft leistet keine Vergütungszahlungen an Herrn Räbiger, Herrn Fischer und Frau Kartz. Mit Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angaben der Gesamtbezüge der Geschäftsführer verzichtet. Den Mitgliedern der Geschäftsführung wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Kredite bzw. Vorschüsse durch die Gesellschaft gewährt. Aufsichtsrat
* Arbeitnehmervertreter Sämtliche Aufsichtsratsmitglieder erhielten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2017 keine Vergütung. Den Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr durch die Gesellschaft keine Kredite bzw. Vorschüsse gewährt.
Essen, den 24. April 2018 Postbank Service GmbH Die Geschäftsführung Heiko Fischer, Geschäftsführer Manfred Räbiger, Geschäftsführer Thomas Marienfeld, Geschäftsführer Ilona Kartz, Geschäftsführerin Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Postbank Service GmbH, Essen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Postbank Service GmbH, Essen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Postbank Service GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats f ür den Jahres abschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahres abschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 24. April 2018 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Christian F. Rabeling, Wirtschaftsprüfer ppa. Nadine Keuntje, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrats Geschäftsjahr 01.01.-31.12.2017der Postbank Service GmbHDer Aufsichtsrat hat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat die Geschäftsführung der Postbank Service GmbH (nachfolgend: auch Gesellschaft oder PB Service) kontinuierlich überwacht sowie beratend begleitet. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen unmittelbar eingebunden. Im Geschäftsjahr 2017 hat sich der Aufsichtsrat in zwei Sitzungen über die Lage und die strategische Ausrichtung der Gesellschaft, den Geschäftsverlauf, die Planung sowie die Risikolage unterrichten lassen. Die einzelnen Themen hat er intensiv hinterfragt und diskutiert. Soweit aufgrund gesetzlicher Regelungen oder aufgrund von Bestimmungen in den Statuten der Gesellschaft erforderlich, hat der Aufsichtsrat zu den Vorschlägen der Geschäftsführung nach eingehender Prüfung und Beratung ein Votum abgegeben. Darüber hinaus stand die Geschäftsführung mit der Vorsitzenden des Aufsichtsrats in regelmäßigem Kontakt und hat sie über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage, wesentliche Geschäftsvorfälle und anstehende Entscheidungen unterrichtet. Die von der Gesellschafterversammlung zum Abschlussprüfer gewählte PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, hat den Jahresabschluss einschließlich des Lageberichts für das Geschäftsjahr 01.01.-31.12.2017 geprüft und einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Jahresabschluss, der Lagebericht sowie der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vorgelegen und wurden vom Aufsichtsrat geprüft. Die Beratungen fanden in Gegenwart des Abschlussprüfers statt. Der Abschlussprüfer hat über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet und Fragen beantwortet. Der Aufsichtsrat nimmt das Ergebnis der Prüfung des Geschäftsjahrs 01.01.-31.12.2017 nach Einsicht des Berichts des Abschlussprüfers sowie eingehender Diskussionen zustimmend zur Kenntnis. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung hat der Aufsichtsrat keine Einwände und billigt den Jahresabschluss der Postbank Service GmbH. Der Aufsichtsrat folgt dem Vorschlag der Geschäftsführung, den Jahresüberschuss 2017 in Höhe von 4.975.186,50 EUR an die alleinige Gesellschafterin, Deutsche Postbank AG, auszuschütten. In der Besetzung des Aufsichtsrats hat es folgende Veränderungen gegeben: Mit Wirkung zum Ablauf des 31.01.2017 hat Herr Bernd Oletzky sein Mandat als Mitglied und Vorsitzender des Aufsichtsrats niedergelegt. Für ihn wurde am 10.02.2017 Frau Zvezdana Seeger zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt und in der Aufsichtsratssitzung am 16.05.2017 zur Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt. Herr Philip Laucks hat sein Mandat als Mitglied des Aufsichtsrats zum 31.10.2017 niedergelegt. Für ihn wurde mit Wirkung ab 01.11.2017 Herr Manuel Loos zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt. Frau Zvezdana Seeger hat ihr Mandat als Mitglied und Vorsitzende des Aufsichtsrats zum Ablauf des 28.02.2018 niedergelegt. Als Nachfolger für Frau Seeger wurde für den Rest ihrer Amtszeit Herr Karsten Rusch mit Wirkung ab 01.03.2018 zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt. Der Aufsichtsrat hat per Beschlussfassung im Umlaufverfahren Herrn Manuel Loos mit Wirkung ab 01.03.2018 zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt. In der Geschäftsführung haben sich auch Veränderungen ergeben: Mit Ablauf des 31.01.2017 hat Herr Heinz Wachter aufgrund seiner Versetzung in den Ruhestand sein Mandat als Mitglied der Geschäftsführung niedergelegt. Mit Wirkung zum 01.04.2017 wurde Frau Ilona Kartz zur Geschäftsführerin der Postbank Service GmbH bestellt. Der Aufsichtsrat dankt der Geschäftsführung, den Arbeitnehmervertretern sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaft für das Engagement und die erfolgreiche Arbeit im Berichtsjahr.
Bonn, 15.05.2018 Für den Aufsichtsrat Manuel Loos, Vorsitzender des Aufsichtsrats GesellschafterbeschlussPostbank Service GmbHStichwort
Kernaussage Die Geschäftsführung legt der Gesellschafterversammlung den Jahresabschluss zum 31.12.2017, den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017 sowie den Prüfungsbericht des beauftragten Abschlussprüfers PwC vor. PwC hat unter dem Datum vom 24. April 2018 einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 16.05.2018 den Jahresabschluss zur Kenntnis genommen. Der Bericht des Aufsichtsrats zum Geschäftsjahr 2017 ist beigefügt. Der Aufsichtsrat schlägt vor, den Jahresabschluss festzustellen, der Geschäftsführung sowie dem Aufsichtsrat Entlastung zu erteilen sowie den gesamten Jahresüberschuss in Höhe von 4.975.186,50 an die alleinige Gesellschafterin DB Privat- und Firmenkundenbank AG auszuschütten. Zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2018 soll KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft bestellt werden. Beschluss Die DB Privat- und Firmenkunden AG als alleinige Gesellschafterin der Postbank Service GmbH beschließt
Für die alleinige Gesellschafterin DB Privat- und Firmenkunden AG
Bonn, 11.07.2018 Achim Kuhn, Prokurist Alexa Pia Stettner, Prokuristin Anlage Bericht zur Gleichstellung und EntgeltgleichheitPostbank Service GmbHGemäß §§ 21, 22 Entgelttransparenzgesetz hat die Postbank Service GmbH als tarifgebundener Arbeitgeber alle fünf Jahre, erstmals im Jahr 2018, Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern und deren Wirkungen sowie zur Herstellung von Entgeltgleichheit für Frauen und Männer darzustellen und als Anlage zum Lagebericht im Bundesanzeiger zu veröffentlichen. Abweichend vom restlichen Jahresabschluss und Lagebericht ist dafür gemäß der gesetzlichen Vorgabe das Jahr 2016 das relevante Berichtsjahr. Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern Mit einem Frauenanteil von insgesamt knapp 60% verfügt die Postbank Gruppe über sehr gute Voraussetzungen, die Anzahl an weiblichen Führungskräften auch in der Zukunft weiterhin zu erhöhen. Als performanceorientiertes Unternehmen, das seine Marktstellung weiter stärken will, macht sich die Postbank Gruppe dieses Potenzial an sehr gut qualifizierten Mitarbeiterinnen vermehrt für Führungspositionen nutzbar. Durch ein gelebtes Gender Management werden gleiche Karrierechancen für Frauen und Männer geschaffen, denn: Vielfalt fördert die Innovationskraft im Unternehmen. Im Geschäftsjahr 2016 hat die Deutsche Postbank AG als Konzernobergesellschaft für die Postbank Service GmbH insbesondere folgende Aktivitäten zur gezielten Förderung von Frauen durchgeführt bzw. fortgesetzt: Gender Diversity Management Bei der Besetzung von Führungspositionen achtet die Postbank auf die Vielfalt (Diversity) im Unternehmen. Eine angemessene Berücksichtigung von Frauen steht dabei im Vordergrund. Um den Frauenanteil in Führungspositionen deutlich zu erhöhen, rief der Vorstand 2011 das Projekt "Gender Diversity Management" ins Leben. 2012 hat die Postbank sich freiwillig verpflichtet, den Frauenanteil in Führungspositionen bis 2018 auf 25 % zu erhöhen. Talent Management Neben den beiden Talentprogrammen, dem Junior Management Programm und dem Management Programm, besteht das Talent Management der Postbank aus dem Aufbau eines Talentpools durch die Talent Broker der Personalentwicklung. Talente sollen so noch früher identifiziert, gefördert und bankintern sichtbar gemacht werden. Bei der Besetzung von Talent- und Entwicklungsprogrammen ist die Sicherstellung eines entsprechenden Frauenanteils wesentlich. Das "Talent Brokerage" dient unter anderem der Erhöhung der Sichtbarkeit von weiblichen Talenten. Durch einen strukturierten Auswahlprozess werden Treffsicherheit, Transparenz und Fairness bei der Besetzung von Schlüsselpositionen systematisiert und erhöht. Versachlichte Auswahlprozesse Versachlichte und optimierte Auswahlprozesse von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen eine angemessene Objektivität im Bewerbungsprozess sicher. So sichert z.B. der Auswahlprozess für die "Führungsebene 3" die Chancengleichheit von weiblichen und männlichen Talenten, indem für die "Long List" bei der Besetzung auf dieser Ebene ein Frauenanteil von 50 % als Zielwert vorgegeben ist. Women's Development Programm Es handelt sich um ein spezielles Entwicklungsangebot für Frauen. Die 4-tägige Maßnahme richtet sich gezielt an Mitarbeiterinnen mit Führungspotenzial, die noch keine Führungsaufgabe wahrnehmen. Karrierestrategie n für weibliche Führungskräfte Das 3-tägige Training richtet sich an weibliche Führungskräfte, die Karriereambitionen haben. Es dient der Förderung der Visibilität von Frauen mit Inhalten und Übungen wie Körpersprache und Eigenmarketing PB Women Connect Bei PB Women Connect handelt es sich um ein Frauennetzwerk in der Postbank, das den professionellen Austausch engagierter Mitarbeiterinnen fördert. Seit der Gründung im Jahr 2015 haben sich bereits rund 500 Interessentinnen registriert. Women Connect lädt mehrmals jährlich zu Veranstaltungen ein, in deren Rahmen Themen diskutiert werden, die Postbankerinnen aktuell bewegen. Hierzu zählen Aspekte wie transparente Besetzungsverfahren oder Mentoring Mentoring Der Mentoring-Prozess in der Postbank startet mit dem Wunsch des Mentees zur persönlichen Weiterentwicklung. Es folgt die Absprache mit der eigenen Führungskraft und die eigenständige Suche nach einem Mentor. Ist der Mentor gefunden, finden regelmäßige Treffen zwischen Mentor und Mentee statt. Im Weiteren hat die Deutsche Postbank AG als Konzernobergesellschaft für die Postbank Service GmbH im Geschäftsjahr 2016 Aktivitäten zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie forciert und ausgebaut: Beruf und Familie Die Postbank unterstützt ihre Mitarbeiter, Leben und Arbeiten miteinander zu verbinden. Sie macht Angebote zur Bewältigung beruflicher und familiärer Krisen und hilft ihren Beschäftigten, mental und körperlich gesund zu bleiben. Die gute Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben sieht sie als zunehmend wichtiges Unterscheidungsmerkmal im Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter. Ihre familienfreundliche Unternehmenskultur lässt die Postbank regelmäßig von der gemeinnützigen "berufundfamilie gGmbH" überprüfen. Sie bietet Unternehmen ein etabliertes Managementinstrument zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie, das vom Bundesfamilienministerium unterstützt wird. Dieses Instrument nutzt die Postbank zusätzlich zur Weiterentwicklung ihres Diversity Managements, bei dem die Entwicklung von Frauen im Vordergrund steht. Nach der erstmaligen Auditierung und Zertifizierung im Jahr 2011/12 hat audit berufundfamilie 2016 die Zertifizierung der Postbank bestätigt. Mobiles Arbeiten Seit seiner Einführung in 2014 in der Zentrale Bonn erfreut sich das neue Arbeitszeitmodell in der Postbank Gruppe zunehmender Beliebtheit. Über 1200 Beschäftigte verschiedener Gesellschaften praktizieren bereits diese Arbeitsform. Tendenz steigend. Die Mitarbeiter erhalten mit Abschluss einer Ergänzungsvereinbarung zum Arbeitsvertrag die Möglichkeit, durchschnittlich einmal pro Woche von einem Ort Ihrer Wahl zu arbeiten und für sich mehr Eigenverantwortung im Hinblick auf das eigene Zeitmanagement zu erhalten. Neben einer Steigerung der Work-Life Balance können so auch Familie, Pflege und Beruf besser vereinbart werden. Die Mobilflexible Arbeit erhöht die Zufriedenheit und das Wohlbefinden der Mitarbeiter. Weitere positive Effekte sind die Steigerung von Motivation bei gleichzeitiger Reduzierung der Gesundheitsbelastung. pme Familienservice Bei der Koordination von Familie und Beruf unterstützt die Postbank ihre Mitarbeiter in ganz Deutschland zusammen mit dem pme Familienservice. Das umfassende Angebot findet bei den Mitarbeitern großen Anklang. Das Konzept umfasst die Regelbetreuung von Kindern in Kindertagesstätten, einen Back-up-Service für die Notfallbetreuung, Ferienprogramme, Haushaltshilfen und Hausaufgabenbetreuung. Am Standort Bonn betreibt die pme Familienservice GmbH die Kinderkrippe "Bumble Bees" mit Belegplätzen für Kinder von Postbank Mitarbeitern. Zum Dienstleistungsportfolio des pme Familienservice gehören auch pflegenahe Dienstleistungen für ältere Familienmitglieder. Beschäftigte können sich im Intranet sowie in einem Serviceportal des pme Familienservice über sämtliche Angebote informieren. Eltern-Kind-Büros Die Einführung von Elter-Kind-Büros an den Postbank Standorten Bonn und München hat sich bewährt und wird von den Beschäftigten angenommen. Maßnahmen zur Herstellung von Entgeltgleichheit für Frauen und Männer Die Vergütung der Mitarbeiter der Postbank Service GmbH setzt sich im Wesentlichen aus einer Grundvergütung und einer variablen Vergütung zusammen. Die Grundvergütung bemisst sich anhand der Tätigkeit, der Verantwortung sowie Qualifikation und Erfahrung eines Mitarbeiters. Grundlage der Vergütung sind neben der Vergütungsrichtlinie für Leitende Angestellte kollektive Regelungen (Gesamtbetriebsvereinbarung zu Entgeltregelungen für nicht leitende, außertarifliche Arbeitnehmer und Entgelttarifvertrag der Postbank Service GmbH), aus denen sich die Einstufung von Funktionen sowie die darauf basierende Vergütungsfindung und -entwicklung ergeben. Diese Vereinbarungen und Regelungen sorgen für ein Höchstmaß an Transparenz in Vergütungsthemen und bieten somit die Basis für die Entgeltgleichheit zwischen Frauen und Männern. Im Weiteren nimmt die Postbank Service GmbH jährlich zur Überprüfung der Angemessenheit der Vergütungen an externen Vergütungsvergleichen durch renommierte Unternehmensberatungsgesellschaften teil. Statistische Angaben nach § 21 Absatz 2 EntgTransG Im Kalenderjahr 2016 stellt sich die Beschäftigtenstruktur der Postbank Service GmbH wie folgt dar:
Essen, im März 2018 Der Jahresabschluss zum 31.12.2017 wurde am 11.07.2018 festgestellt. |
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