Plukon Brenz GmbH
Am Brenzer Kanal 2, 19306 Brenz, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jürgen Bernd Sperveslage seit 25.7.2022 | Prokura |
Frank Grundl seit 16.6.2022 | Geschäftsführer |
Rainer Dullweber seit 25.1.2022 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Plukon Brenz GmbHBrenzJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
Anhang für 2023der Plukon Brenz GmbH, BrenzA. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der Plukon Brenz GmbH, Brenz, wird nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Bestimmungen der §§ 242-256a und §§ 264-288 HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren angewendet. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. B. Registerinformationen Die Gesellschaft ist unter der Firma Plukon Brenz GmbH mit Sitz in Brenz im Handelsregister des Amtsgerichts Schwerin unter der Nummer HRB 11009 eingetragen. C. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze maßgebend: 1. Aktiva Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Die gewöhnliche Nutzungsdauer beträgt 3 bis 5 Jahre. Die Abschreibungen auf Zugänge des immateriellen Anlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vornahme der planmäßigen Abschreibungen erfolgt unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode. Die gewöhnliche Nutzungsdauer beträgt für Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 20 bis 30 Jahre, für Technische Anlagen und Maschinen 3 bis 15 Jahre und für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10 Jahre. Geringwertige Anlagengegenstände mit einem Einzelanschaffungswert von bis zu EUR 250,00 werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Anlagengegenstände mit einem Anschaffungswert von über EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 werden in einen Sammelposten eingestellt und über 5 Jahre mit jeweils 20 % p. a. abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden auf Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten bewertet. Sie enthalten neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten und Fertigungslöhnen auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Bewertung einbezogen. Waren werden zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Es wird verlustfrei bewertet und dem strengen Niederstwertprinzip Rechnung getragen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Einzelwertberichtigungen und das allgemeine Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. 2. Passiva Die Posten des Eigenkapitals sind zum Nennwert angesetzt. Die Sonderposten wurden entsprechend dem Abschreibungsverlauf der begünstigten Anlagegüter aufgelöst. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Plukon Brenz GmbH, Brenz, ist in den ertragssteuerlichen Organkreis der Plukon Gudensberg GmbH, Gudensberg, einbezogen. Latente Steuern auf temporäre oder quasi-permanente Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden auf Ebene des Organträgers ermittelt und bei Passivüberhang - nach Saldierung - auch dort bilanziert. D. Angaben und Erläuterungen zu den einzelnen Posten I. Aktiva Einzelposten des Anlagevermögens Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres für die Einzelposten des Anlagevermögens ergeben sich aus dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen TEUR 3.252 Forderungen aus dem Cash-Pooling (Vj.: TEUR 3.126) und TEUR 3.572 (Vj.: TEUR 3.310) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie TEUR 378 (Vj.: TEUR 321) Forderungen aus sonstigen Verrechnungen. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 232 (Vj.: TEUR 65) enthalten. II. Passiva Sonderposten für Investitionszuwendungen und Sonderposten mit Rücklagenanteil Im Sonderposten für Investitionszuwendungen werden zum einen Investitionszulagen gemäß § 2 InvZulG und zum anderen Investitionszuschüsse aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" ausgewiesen, wobei die ertragsmäßige Berücksichtigung der Investitionszulagen zeitanteilig über die Auflösung entsprechend dem Abschreibungsverlauf der begünstigten Investitionsobjekte erfolgt. Der Sonderposten mit Rücklageanteil betrifft die Sonderabschreibungen nach dem Fördergebietsgesetz. Aus Gründen der Bilanzklarheit erfolgt der passivische Aus- weis (Stellungnahme HFA 1/1984 des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V.). Der Sonderposten mit Rücklagenanteil wird nach Ende des Begünstigungszeitraumes entsprechend der Restnutzungsdauer der begünstigten Wirtschaftsgüter aufgelöst. Das Beibehaltungswahlrecht nach Art. 67 Abs. 3 Satz 1 EGHGB wurde ausgeübt. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen ausstehende Eingangsrechnungen mit TEUR 1.119 (Vj.: TEUR 1.036), Urlaubsansprüche und Freizeitausgleich mit TEUR 497 (Vj.: TEUR 430), Mitarbeiter-Boni mit TEUR 50 (Vj. TEUR 26) sowie Jahresabschlusskosten mit TEUR 26 (Vj.: TEUR 24). Verbindlichkeiten
*) davon gegenüber Gesellschaftern: TEUR
1.722 (Vj.: TEUR 481)
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit TEUR 7.500 (Vj.: TEUR 7.500) ein Darlehen sowie mit TEUR 1.467 (Vj.: TEUR 3.405) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie mit TEUR 1.722 (Vj.: TEUR 481) Verbindlichkeiten aus der Gewinnabführung an den Gesellschafter. E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen:
Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2023 entfallen wie im Vorjahr im Wesentlichen auf das Inland. Im Vorjahr wurden TEUR 419 sonstige betriebliche Erträge als sonstige Umsatzerlöse ausgewiesen. Dabei handelte es sich um Intercompany-Weiterbelastungen für Initiative Tierwohl Entgelte. Es erfolgte eine entsprechende Korrektur der Vorjahreswerte in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie im Anhang und Lagebericht des Geschäftsjahres 2023. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Intercompany-Weiterberechnungen in Höhe von TEUR 1.372 (Vj.: TEUR 1.030) sowie Erträge aus der Auflösung passivischer Sonderposten in Höhe von TEUR 76 (Vj.: TEUR 174). Neben Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 46 (Vj.: TEUR 0) fielen weitere periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 48 (Vj.: TEUR 63) an. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für Vertriebskosten in Höhe von TEUR 1.111 (Vj.: TEUR 1.352), Aufwendungen für Verwaltungskosten in Höhe von TEUR 1.299 (Vj.: TEUR 993), Aufwendungen für sonstige Intercompany-Weiterberechnungen in Höhe von TEUR 992 (Vj.: TEUR 1.459) und Aufwendungen für Reparatur und Instandhaltung in Höhe von TEUR 4.738 (Vj.: TEUR 4.844) Im Geschäftsjahr 2023 gab es periodenfremden Aufwendungen i.H.v. TEUR 32 (Vj.: TEUR 80). F. Sonstige Angaben 1. Haftungsverhältnisse Zwischen der Bankiva B.V., Wezep, Niederlande, und einem Bankenkonsortium besteht eine Kreditvereinbarung, in der das Bankenkonsortium der Bankiva B.V. und ihren Tochtergesellschaften einen Finanzierungsrahmen über maximal TEUR 450.000 zur Verfügung stellt. Der Finanzierungsrahmen wurde am 31. Dezember 2023 mit EUR 170 Mio. in Anspruch genommen. Gemäß der Vereinbarung haften alle Unternehmen der Gruppe für die erhaltenen Kredite gesamtschuldnerisch. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus der Bürgschaft für die Verbindlichkeiten von verbundenen Unternehmen gegenüber Kreditinstituten wird in Anbetracht der wirtschaftlichen Verhältnisse der betreffenden Unternehmen als gering eingeschätzt. 2. Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen Über die in der Bilanz ausgewiesenen Schuldposten hinaus bestehen langfristige sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und sonstigen Verträgen mit folgenden Belastungen: Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen:
3. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt Im Durchschnitt des Geschäftsjahres waren folgende Mitarbeiter beschäftigt:
4. Organe der Gesellschaft Geschäftsführer sind bzw. waren die Herren Frank Grundl, Diera-Zehren OT Nieschütz, Geschäftsführer Rainer Dullweber, Barßel, Geschäftsführer Die Geschäftsführer sind bzw. waren alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. 5. Konzernverhältnisse Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Plukon Food Group Deutschland GmbH & Co. KG, Visbek, einbezogen (kleinster Kreis von Unternehmen). Es erfolgt keine Veröffentlichung dieses Konzernabschlusses im Unternehmensregister, da dieser seinerseits in den Konzernabschluss der Plukon Food Group B.V., Wezep, Niederlande, einbezogen wird, der in deutscher Sprache im Unternehmensregister offengelegt wird. Der Konzernabschluss der Plukon Food Group B.V., Wezep, Niederlande, wird wiederum in den Konzernabschluss der Bankiva B.V., Wezep, Niederlande, als oberstes Mutterunternehmen einbezogen (größter Kreis von Unternehmen), welcher im niederländischen Handelsregister offengelegt wird. Die Gesellschaft nimmt die Befreiungsvorschriften nach § 291 Abs. 2 HGB in Anspruch. Die Befreiung ist durch den Konzernabschluss der Bankiva B.V., Wezep, Niederlande gegeben. 6. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die wesentliche finanzielle Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, sind nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten. 7. Honorar des Abschlussprüfers Die Gesellschaft nimmt die Befreiungsvorschrift gem. § 285 Nr. 17 letzter Satzteil HGB in Anspruch, da die Honorarangaben im Konzernabschluss der Bankiva B.V., Wezep, Niederlande, enthalten sind.
Brenz, 18. Dezember 2024 Rainer Dullweber Frank Grundl Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Lagebericht für 20231. Grundlage des Unternehmens Geschäftstätigkeit Die Plukon Brenz GmbH hat ihren Sitz in Brenz (Mecklenburg-Vorpommern) und betreibt hier auf eigenem Grund und Boden eine Hähnchenschlachterei mit Weiterverarbeitung für Industriekunden, Lebensmitteleinzelhandel und Großverbraucherkunden. Die Gesellschaft schlachtet und verarbeitet Hähnchen. Die geschlachteten Tiere werden zu einem kleinen Teil als ganze Hähnchen verkauft. Der größte Teil wird weiterverarbeitet bzw. teilzerlegt frisch oder in geringem Umfang tiefgefroren vermarktet. Ferner werden in geringem Umfang von Schwesterunternehmen Geflügelfleischprodukte zugekauft, um vom Produktionsstandort Brenz aus, dass komplette Sortiment für die Kundschaft anbieten zu können. Gegenüber Retailkunden tritt als Vermarktungsgesellschaft, wie im Vorjahr 2022, die Plukon GmbH auf. Nicht-Retailkunden werden von der Gesellschaft direkt fakturiert und vor Ort komplett betreut. Die Beschaffung der Lebendtiere erfolgt ausschließlich über die Plukon Agri Deutschland GmbH, Visbek. Die Plukon Agri Deutschland GmbH ist die zentrale Einkaufsgesellschaft von Lebendtieren für sämtliche zur Plukon Food Group Deutschland gehörenden Schlachtbetriebe. Durch langfristige Liefer- und Abnahmeverträge der Plukon Agri Deutschland GmbH mit landwirtschaftlichen Erzeugern ist die Belieferung mit der Lebendware gesichert. Die Gesellschaft gehört zur Plukon Food Group Deutschland GmbH & Co. KG, Visbek. Am 26. November 2019 wurde zwischen der Plukon Gudensberg GmbH als Organträger und der Plukon Brenz GmbH ein Ergebnisabführungsvertrag geschlossen. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Verbraucherpreise in Deutschland erhöhten sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9% gegenüber 2022 und damit niedriger als im Vorjahr (2022: +6,9%). Bei näherer Betrachtung der Inflationsrate nach Monaten ist ein Rückgang der Inflationsrate in der zweiten Jahreshälfte 2023 festzustellen. Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich im Jahr 2023 gegenüber 2022 um 12,4 %. Im Jahr 2022 lag die Preissteigerung bei +13,4%. Im Jahresdurchschnitt 2023 waren fast alle Nahrungsmittelgruppen von Preissteigerungen betroffen. Besonders stark verteuerten sich Brot und Getreideerzeugnisse (+16,4 %), Molkereiprodukte und Eier sowie Zucker, Marmelade, Honig und andere Süßwaren (jeweils +15,7 %). Auch andere Nahrungsmittelgruppen wie Fisch, Fischwaren und Meeresfrüchte (+14,7 %) oder Gemüse (+13,3 %) wurden 2023 gegenüber 2022 überdurchschnittlich teurer. Fleisch und Fleischwaren verteuerten sich um +8,3 %. Im Jahresdurchschnitt 2023 verbilligten sich hingegen Speisefette und Speiseöle (-3,5%, darunter Butter: -17,8%). Die Fleischproduktion in Deutschland ist im Jahr 2023 erneut deutlich gesunken. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, produzierten die gewerblichen Schlachtunternehmen 2023 nach vorläufigen Ergebnissen 6,8 Millionen Tonnen Fleisch. Das waren 4,0 % oder 280.200 Tonnen weniger als im Vorjahr. Damit sank die inländische Fleischproduktion seit ihrem Höchststand im Jahr 2016 (8,25 Millionen Tonnen) im siebten Jahr in Folge. Insgesamt wurden 2023 in den Schlachtbetrieben 47,9 Millionen Schweine, Rinder, Schafe, Ziegen und Pferde sowie 702,2 Millionen Hühner, Puten und Enten geschlachtet. Die Menge an erzeugtem Geflügelfleisch stieg im Jahr 2023 gegenüber 2022 um 1,4 % auf 1,6 Millionen Tonnen. Grund für den Anstieg ist insbesondere die um 1,1 % auf 1,1 Millionen Tonnen gestiegene Erzeugung von Jungmasthühnerfleisch. Die Produktion von Putenfleisch (Truthahnfleisch) stieg um 2,7 % auf 417.000 Tonnen. Im Jahr 2018 hat der Lebensmitteleinzelhandel die Stufe II der "Initiative Tierwohl" eingeführt. Im Rahmen dieses vom Lebensmitteleinzelhandel vorangetriebenen Projektes an geänderte Haltungsstandards mit dem Konzept "Initiative Tierwohl" wurde die sonst übliche gesetzlich erlaubte Besatzdichte reduziert. Für Tiere der Haltungsform "Initiative Tierwohl" gilt seit April 2018 das Nämlichkeitsprinzip. Im Bereich des gesellschaftlichen Umfeldes sind Änderungen in den Bereichen Tierwohl und Nachhaltigkeit in der Nutztierhaltung im Jahr 2023 deutlich stärker umgesetzt worden. Neben der "Initiative Tierwohl", welche man als Standard im Lebensmitteleinzelhandel ansehen kann, gibt es unterschiedliche Haltungsformen, welche sich mit mehr Tierschutz/Tierwohl beschäftigen. Der Markt, aber auch jeder einzelne Marktteilnehmer, stellt sich der gesellschaftlichen Herausforderung und ist mit unterschiedlichen Haltungssystemen am Markt vertreten. Sollte der Markt andere neue Haltungsformen wünschen, sieht sich die Branche aufgrund der unterschiedlichsten Bezugsquellen sowohl national wie auch international in der Lage, sich den Herausforderungen zu stellen. 2.2 Darstellung des Geschäftsverlaufs Allgemein Das Geschäftsjahr 2023 war entlang der gesamten Wertschöpfungskette von durchschnittlich höheren Preisen geprägt. Während der andauernde Russland-Ukraine-Krieg keine größeren Probleme in Bezug auf den Futtermittelpreis bereitete, so waren die Preissteigerungen bei anderen Betriebsmitteln maßgeblich für die Entwicklung des Geschäftes. Die Gesellschaft hat das Marktgeschehen sehr eng beobachtet und auf Entwicklungen umgehend reagiert. Auch entstanden der Gesellschaft deutlich höhere Kosten für Personal. Für die Gesellschaft bedeutete das im abgelaufenen Geschäftsjahr, dass in allen Bereichen eine erhöhte Aufmerksamkeit notwendig war, um auf die Markveränderungen reagieren zu können. So konnte aufgrund von kürzeren Kontraktlaufzeiten mit den Kunden jederzeit eine angepasste Preisstrategie verhandelt werden. Die von der Geschäftsführung installierten Instrumentarien haben sich bewährt und ließen die Gesellschaft auf Marktverschiebungen 2023 mit einer positiven Entwicklung reagieren. Schlachttiere Die Kapazitäten an Hähnchenfleisch waren im Geschäftsjahresverlauf 2023 konstant. Trotz einzelner Ausbrüche der Geflügelgrippe H5N1 hatte diese keinen wesentlichen Einfluss auf die Angebotsmenge im Jahr 2023. Die Importmengen an Filetprodukten sind auf dem geringen Niveau 2022 geblieben, diese geringere Menge an Filet-Importen resultierte aus der erhöhten Nachfrage nach deutschen Produkten. Ferner stieg die Inlandsnachfrage nach deutschen Hähnchen aufgrund der Selbstverpflichtung des Handels auch Tiefkühlprodukte mit Fleisch aus dem Ursprungsland Deutschland einzusetzen. Im Geschäftsjahr 2023 fielen die Auszahlungspreise für lebende Tiere im Jahresverlauf um ca. -14 %. Auf der Erzeugerseite konnten trotz gestiegener Kosten im Bereich der Betriebsmittel sowie der Energie als Kostentreiber der Erzeugung, bei gesunkenen Futtermittelpreisen, kostendeckende Erträge erzielt werden. Trotz der volatilen Auszahlungspreise hatten unsere Vertragsmäster unserer Ansicht nach keine wirtschaftlichen Probleme im Betriebszweig der Hähnchenhaltung. Die Versorgung mit ausreichend lebender Ware war jederzeit sichergestellt. Die oben beschriebenen Kosten führten bei der Gesellschaft insgesamt zu sinkenden Einkaufspreisen für den Rohstoff Fleisch. Haltungsstufen Mit einer Kennzeichnung "Tierhaltung" informiert der Lebensmitteleinzelhandel seit sechs Jahren seine Kunden über die Haltungsform der abgepackten Fleischprodukte. Dabei wird zwischen der Stufe 1: "Stallhaltung", 2 "StallhaltungPlus", 3 "Außenklima" und 4 "Premium" unterschieden. Haltungsstufe 1 Tiere aus der Haltungsstufe 1 werden in der Gesellschaft nur noch in sehr geringem Umfang geschlachtet und verarbeitet. Plukon hat sich in Deutschland bewusst dazu entschieden, Tiere aus anderen Haltungsformen bevorzugt zu schlachten und zu verarbeiten. Haltungsstufe 2 Im Jahr 2018 hat der Lebensmitteleinzelhandel die Stufe II der "Initiative Tierwohl" eingeführt. Im Rahmen dieses vom Lebensmitteleinzelhandel vorangetriebenen Projektes an geänderte Haltungsstandards mit dem Konzept "Initiative Tierwohl" wurde die sonst übliche gesetzlich erlaubte Besatzdichte reduziert. Für Tiere der Haltungsform "Initiative Tierwohl" gilt seit April 2018 das Nämlichkeitsprinzip. In unserem Unternehmen führte dieses strenge Nämlichkeitsprinzip zu nicht unerheblichen Kosten, welche nicht durch Mehrerlöse der "Initiative Tierwohl" gegenüber dem Lebensmitteleinzelhandel ausgeglichen werden konnten. Sämtliche Modifikationen der Initiative Tierwohl wurden wie gefordert umgesetzt. Haltungsstufe 3 Im Jahr 2023 wurde in der Öffentlichkeit weiterhin über die Haltungsformen diskutiert. Sämtliche großen Retailer beabsichtigen mehr Tiere aus der Haltungsstufe 3 zu vermarkten. Die deutschen Plukon-Gesellschaften waren in der Lage, sämtliche Kundenanfragen mit Tieren aus dieser Haltungsstufe zu beliefern. Das Tierhaltungskonzept "Fairmast", welche Plukon seit Jahren den Kunden anbietet, konnte die Tiere der Haltungsstufe 3 bedienen. Unsere Mengenverfügbarkeit wurde im Jahresverlauf planmäßig verbessert und ausgebaut. Die Tiere der Haltungsstufe 3 wurden innerhalb des Konzerns aus Storkow zugekauft. Haltungsstufe 4 Im Jahr 2023 wurde in der Öffentlichkeit sehr stark über die Haltungsformen diskutiert. Auch hier waren die deutschen Plukon-Gesellschaften in der Lage, die vermehrten Kundenanfragen der Haltungsstufe 4 zu bedienen. Unsere Mengenverfügbarkeiten wurden verbessert und ausgebaut. Die Plukon Brenz GmbH schlachtet am Standort Brenz ausschließlich Tiere, welche über heimische Vertragspartner via der Plukon Agri Deutschland GmbH angeliefert werden. Sofern möglich, sollen sämtliche Tiere aus der Region Mecklenburg-Vorpommern stammen. Allgemeine Beschaffungskosten In der Berichtsperiode 2023 stiegen die Frachtraten der Spediteure erwartungsgemäß zwischen 8 und 10 Prozentpunkten. Wesentlicher Faktor waren dabei die deutlich gestiegenen Treibstoff- und Lohnkosten im Jahresverlauf 2023. Die Kosten der anderen Beschaffungsbereiche für Hilfs- und Betriebsstoffe verzeichneten zum Teil deutliche Kostensteigerungen im Jahresverlauf (8-10 %). Einzelne ungeplante Abweichungen lassen sich erklären. Im Jahre 2021 wurde das Kostpreisplus-Modell eingeführt. Nach diesem Modell erhalten die Intercompany-Zulieferbetriebe immer den normalisierten Kostpreis zuzüglich eines Aufschlages. Retailabsatz In einigen Wochen des Geschäftsjahres 2023 stieg der Umsatz unerwartet an. In diesen Wochen konnten die Bestellungen nur bedingt ausgeliefert werden. Es gab geringe Fehlmengen bei der Auslieferung. Teilweise gab es aber auch Wochen, in denen der Absatz deutlich unter der üblichen saisonalen Erwartung lag. Insgesamt lag der Retailabsatz im Frischebereich unter den Planungen. Dies lag an dem verringerten Bestellvolumen aufgrund von weniger zugeordneten Zentrallägern gegenüber dem Vorjahr 2022. Der Absatz von Tiefkühlprodukten sank ggü. dem Vorjahr um ca. 12%. Der Geschäftsverlauf unterlag den erwarteten Schwankungen und die bestellten Mengen konnten ausgeliefert werden. Der Absatzrückgang im Tiefkühlbereich ist durch den starken Wettbewerb und den damit einhergehenden Preisdruck begründet. In den eher kalten Monaten des Geschäftsjahres 2023 lag die Absatzmenge über dem Jahresdurchschnitt. In den Sommermonaten lag die Nachfrage nach Tiefkühlprodukten eher unter dem Jahresdurchschnitt. Aufgrund der gestiegenen und zum Teil volatilen Beschaffungspreise in sämtlichen Bereichen wurden mit dem Kunden zeitnahe Verhandlungen geführt und einvernehmlich verhandelt. Großverbraucher, Gastronomie, Export, Industrie Der Absatz im Bereich Großverbraucher, Gastronomie und Export verlief wie erwartet, auf einem höheren Niveau ggü. dem Vorjahr 2022 und entsprach den geplanten Absatzmengen. Notwendige Preisanpassungen konnten kurzfristig mit den Kunden verhandelt werden. Das im Vorjahr 2022 prognostizierte Umsatzwachstum konnte erreicht werden. Die angestrebte Verbesserung des Ergebnisses mit einem erzielten Ergebnis vor Gewinnabführung von TEUR 1.722 wurde erreicht Im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrages wurde das positive Ergebnis an die Plukon Gudensberg GmbH abgeführt. Im Jahresverlauf 2023 wurden sämtliche geplanten größeren Investitionen planmäßig abgeschlossen. Das Investitionsvolumen lag im abgelaufenen Wirtschaftsjahr bei ca. TEUR 2.543. 2.3 Ertragslage Die folgenden finanziellen Leistungsindikatoren geben einen Überblick über den Verlauf des Geschäftsjahres, wobei die Umsatzerlöse und das Betriebsergebnis die für die interne Steuerung verwendeten bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren darstellen. Die Umsatzerlöse setzen sich im Wesentlichen wie folgt zusammen:
Die Umsatzerlöse stiegen wegen positiver Produktmixeffekte gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.171 auf TEUR 115.071. Im Vorjahr wurden TEUR 419 sonstige betriebliche Erträge als sonstige Umsatzerlöse ausgewiesen. Dabei handelte es sich um Intercompany- Weiterbelastungen für Initiative Tierwohl Entgelte. Es erfolgte eine entsprechende Korrektur der Vorjahreswerte in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie im Anhang und Lagebericht des Geschäftsjahres 2023. Des Weiteren entwickelte sich das Geschäftsjahr wie folgt:
Der Materialaufwand sinkt aufgrund der sinkenden Mengen um TEUR 4.093 auf TEUR 84.661 (Vj. TEUR 88.754) ab. Die Materialaufwandsquote bezogen auf die Gesamtleistung liegt mit 73,6 % unter Vorjahresniveau (77,4 %). Der Personalaufwand steigt um TEUR 2.023 von TEUR 13.302 auf TEUR 15.325. Die Veränderung resultiert aus der Lohnerhöhung aus dem Tarifvertrag. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen steigen um TEUR 465 von TEUR 11.673 auf TEUR 12.139. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus der Energiepreiserhöhung. Das Ergebnis vor Gewinnabführung von TEUR 1.722 (Vj. TEUR 481) wird vollständig im Rahmen eines Ergebnisabführungsvertrags mit der Gesellschafterin, der Plukon Gudensberg GmbH abgeführt. 2.4. Vermögenslage Nachfolgende Aufstellung verdeutlicht die wesentlichen Veränderungen der Vermögens- und Kapitalstruktur:
Die Eigenkapitalquote (Relation des Eigenkapitals zur Bilanzsumme) sank von 36,8 % im Vorjahr auf 36,0 % zum 31. Dezember 2023. Die Bilanzsumme belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf EUR 26,8 Mio. (Vj. EUR 26,1 Mio.). Dies entspricht einem Anstieg um TEUR 648. Der Anstieg der Bilanzsumme resultiert auf der Aktivseite im Wesentlichen aus den gestiegenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Auf der Passivseite resultiert die Veränderung im Wesentlichen aus gestiegenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bei gegenläufiger Entwicklung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Gesellschaft hat alle geplanten Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen planmäßig und erfolgreich durchgeführt. Insgesamt wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr ca. EUR 2,5 Mio. investiert. Es wurde insbesondere in die technischen Anlagen und Maschinen investiert. 2.5. Finanzlage Die Gesellschaft ist in ein grenzüberschreitendes Zero-Balancing im Konzern eingebunden. Der Finanzmittelfonds (liquide Mittel abzüglich kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus dem Cash-Pooling) der Plukon Brenz GmbH hat sich von TEUR 3.126 im Vorjahr um TEUR 133 auf TEUR 3.269 in 2023 erhöht. Sofern erforderlich standen dem Unternehmen im Rahmen der vorhandenen Konzernfinanzierung ausreichende Finanzmittel zur Verfügung. Insgesamt ist die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des abgelaufenen Geschäftsjahres als geordnet anzusehen. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1. Prognosebericht Die Geschäftsführung geht davon aus, dass europaweit, aber auch global gesehen, der Konsum von Hähnchenfleisch weiterwachsen und eine zentrale Rolle in der Proteinversorgung der Menschen einnehmen wird. Nach unserer Einschätzung wird der Konsum von Geflügelfleisch in Deutschland in 2024 auch weiterhin wachsen. Hähnchenfleisch ist mittlerweile etabliert und als vollwertiges Pendant zu Rind- und Schweinefleisch angesehen und kann hier als Substitution gesehen werden. Mittelfristig gehen wir von einer Verknappung des Geflügelfleisches aus deutscher Herkunft aus. Mit der weiteren Abnahme der Besatzdichte pro Quadratmeter werden sich die Tierzahlen reduzieren. Aufgrund der in der Bevölkerung vorhandenen ablehnenden Haltung zur Massentierhaltung und der hohen Anforderungen im Genehmigungsrecht wird sich das Angebot an deutschem Geflügelfleisch kaum erhöhen. Die vom Handel aktuell diskutierten Haltungsstufen 3 und 4 werden zusätzlich das Mengenangebot verknappen. Hier bleibt jedoch abzuwarten, ob der Konsument bereit ist, für diese neuen Konzepte mehr zu zahlen, als er es im Moment gewohnt ist. Die im Verhältnis zu anderen Tierarten günstigeren Produktionskosten von Geflügelfleisch und daher auch der günstigere Preis für den Konsumenten wird den Konsum von Geflügelfleisch fördern. Generell hat der Bereich Tierwohl und Nachhaltigkeit in der Nutztierhaltung in Deutschland einen sehr hohen Stellenwert in allen sozialen Schichten. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass diese Themen ebenso wie die GMO-Freiheit politisch weiter ausgebaut werden. Im Bereich der Beschaffung von Frachtraten gehen wir im Jahr 2024 von weiteren Steigerungen der Kosten aus. Die Versorgungssicherheit steht im Vordergrund. Geforderte Aufschläge der Spediteure müssen teilweise trotz bestehender Vereinbarungen akzeptiert werden, da ansonsten keine Auslieferung der Waren sichergestellt werden kann. Das Unternehmen geht jedoch davon aus, dass sich sämtliche Kunden mit der veränderten Situation arrangieren werden und Preisanpassungen von unseren Kunden partnerschaftlich diskutiert und akzeptiert werden. Durch die Einbindung in die Plukon Food Group sehen wir eine gute nachhaltige Vermarktungsmöglichkeit der Produkte im Inlands-, aber auch im Exportbereich als gewährleistet. Für das Jahr 2024 rechnen wir mit einer weiter steigenden Kostenstruktur für das Unternehmen. Die Personalkosten als auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden steigen oder aber auf einem erhöhten Niveau stagnieren. Aufgrund der o. g. Erwartungen plant die Geschäftsführung für 2024 mit deutlich höheren Umsatzerlösen und mit einem deutlich höheren Betriebsergebnis. Für das Geschäftsjahr 2025 rechnet die Geschäftsführung mit Umsatzerlösen und einem Betriebsergebnis auf dem Niveau von 2024. 3.2 Chancen- und Risikobericht Das Risikomanagement basiert auf einem periodischen Berichtswesen, das alle wesentlichen Kennzahlen wie beispielsweise das Betriebsergebnis (EBIT) beinhaltet, sowie auf periodischen Vergleichen und Analysen der finanziellen Entwicklung des Unternehmens. Die Abweichungsanalysen dienen der Geschäftsführung als Instrument der Unternehmenssteuerung. Regelmäßige Orientierungsgespräche mit den Verantwortlichen zur Umsatz- und Kostenentwicklung ermöglichen es, die Geschäftsführung und die Gesellschafterin über die wirtschaftliche Entwicklung vollständig zu informieren und gegebenenfalls notwendige Maßnahmen einzuleiten. Das Unternehmen ist auf Grund der Einbindung in die Plukon Food Group in der Lage, bei Eintritt der oben beschriebenen Risiken kurzfristig zu reagieren sowie Maßnahmen zur Kostenanpassung einzuleiten. Die nachfolgenden Risiken sind in der Reihenfolge ihrer Bedeutung dargestellt. Russland-Ukraine-Konflikt Die Auswirkungen des Russland-Ukraine-Konflikts können die Plukon-Gruppe in erster Linie im Bereich der Beschaffung treffen. Gegebenenfalls könnten Rohware, Verpackungsmaterialien und Handelswaren nicht in ausreichender Menge oder nicht zum richtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehen. Ferner wird das Preisrisiko der Beschaffung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen deutlich im Vordergrund stehen. In den Bereichen Produktion und Logistik besteht das Risiko, dass es zu Verzögerungen in der Bereitstellung von Personal kommen kann. Die Geschäftsführung hat Maßnahmen ergriffen, um diese Risiken zu minimieren. Daneben werden in der deutschen Geflügelbranche vor allem zwei Themen entscheidenden Einfluss auf die zukünftige Geschäftsentwicklung haben - zum einen die anhaltende Mediendiskussion um Tierwohl und Tierhaltung - zum anderen der verstärkt auftretende Wettbewerb mit anderen europäischen Ländern. Hier ist insbesondere Polen zu nennen. Verstärkt auftretender internationaler Wettbewerb mit anderen Ländern In Polen ist die Geflügelerzeugung preislich günstiger, dadurch ist dort seit Jahren ein immenses Wachstum der Geflügelwirtschaft vorhanden. Der Selbstversorgungsgrad in Polen liegt bei deutlich über 100 %. Natürlich werden immer mehr Absatzkanäle auch nach Deutschland erschlossen, insbesondere im Convenience Bereich. Sollte der Handel von der "Tierwohl-Hähnchenfleisch"-Strategie abweichen, könnte es zu einem verschärften Wettbewerb bei Hähnchenfleisch aus Deutschland und "preisgünstigem normalen Hähnchenfleisch" aus Polen kommen. Kurzfristig sehen wir dies jedoch als geringes Risiko an. Die nachfolgenden Chancen sind in der Reihenfolge ihrer Bedeutung dargestellt. Marktwachstum Der Geflügelkonsum hat in den vergangenen Jahren stetig zugenommen. Es wird von einem moderaten Wachstum von etwa 1 % in der gesamten Geflügelbranche ausgegangen. Das Wachstum ist aber nur durch Verdrängung der anderen Fleischarten möglich. Der Wettbewerb innerhalb der Branche wird auf dem bestehenden hohen Niveau bleiben, es wird vor allem in Polen mehr Geflügelfleisch produziert und damit auch international angeboten. Das Unternehmen ist durch das gewählte Initiative-Tierwohl-Konzept aber ausreichend durch die Anbieter aus dem EU-Ausland geschützt. Zusätzlich hebt sich die Gesellschaft gegenüber Mitbewerbern dadurch ab, dass sie in der Lage ist, ausreichend Tiere der Haltungsform 3 anbieten zu können. Neben den normalen in unseren Umsatz- und Beschaffungsmärkten liegenden Unsicherheiten sind uns über das oben Erwähnte hinaus keine Risiken bekannt. Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden, sind uns derzeit ebenfalls nicht bekannt. Einbindung in den Plukon-Konzern Durch die angestrebte ständige Verbesserung der Produktionsrahmenbedingungen gehen wir von einer stetigen Steigerung der Produktionsqualität aus. Durch die vom Unternehmen vorgegebenen hohen Qualitätsansprüche an die Endprodukte, sehen wir eine Chance uns von Wettbewerbern abzuheben. Ebenso ist es der Plukon Brenz GmbH aufgrund ihrer Einbindung in die Rohstoffbeschaffungsstrategie der deutschen Schwesterbetriebe möglich, den aufkommenden Trend "Fleisch aus regionaler Produktion" zu bedienen. Hier erwarten wir deutliche Vorteile gegenüber Mitbewerbern aufgrund der möglichen Belieferung mit Rohstoffen durch Schwesterbetriebe.
Brenz, 18. Dezember 2024 Plukon Brenz GmbH Rainer Dullweber, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Plukon Brenz GmbH, Brenz Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Plukon Brenz GmbH, Brenz, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Plukon Brenz GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bremen, den 16. Januar 2025 KPMG
AG
Schadeck, Wirtschaftsprüfer Kurt, Wirtschaftsprüfer |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Nachrichten & Medien
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen