voestalpine Wire Germany GmbH

Grenzstraße 45, 03238 Finsterwalde, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Cottbus HRB 162
Vorher
Drahtwerk und Stahlhandel Finsterwalde GmbHvoestalpine Draht Finsterwalde GmbH
Eingetragen
1.8.2005
Branche
Herstellung von Drahtwaren, Ketten und FedernHerstellung von elektrischem InstallationsmaterialHerstellung von kaltgezogenem Draht
Gegenstand
Die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von Drähten und Drahtprodukten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
André Hanke
seit 12.6.2023
Prokura
Rajko Haubold
seit 25.1.2022
Prokura
Steffen Dibow
seit 13.10.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Voestalpine Wire Rod Austria GmbHAUT
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

voestalpine Wire Technology GmbH
Austria
2.600.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

voestalpine Wire Germany GmbH

Finsterwalde

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

Bilanz

AKTIVA

31.3.2024 31.3.2023
EUR EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 153.252,67 216.180,75
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 3.246.832,27 3.407.404,52
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.437.897,17 3.616.972,06
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.461.449,60 1.056.842,07
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.068.041,48 12.214.220,52 3.313.553,04 11.394.771,69
12.367.473,19 11.610.952,44
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.363.775,50 5.684.297,25
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 2.522.167,55 2.856.588,81
3. Fertige Erzeugnisse 6.728.223,83 14.614.166,88 7.691.193,06 16.232.079,12
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.363.171,82 1.969.861,65
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 80.326,76 38.843,48
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.066.846,89 2.510.345,47 941.400,52 2.950.105,65
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.238,20 470,75
17.125.750,55 19.182.655,52
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 112.148,64 121.351,44
29.605.372,38 30.914.959,40

PASSIVA

31.3.2024 31.3.2023
EUR EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 2.600.000,00 2.600.000,00
II. Kapitalrücklage 5.580.000,00 5.580.000,00
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 9.977,91 9.977,91
IV. Bilanzverlust -4.602.022,70 3.587.955,21 -902.315,83 7.287.662,08
B. SONDERPOSTEN FÜR INVESTITIONSZUSCHÜSSE ZUM ANLAGEVERMÖGEN 237.056,18 254.165,46
C. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.398.332,00 2.351.215,00
2. Steuerrückstellungen 220.458,00 220.458,00
3. Sonstige Rückstellungen 1.388.998,27 4.007.788,27 1.662.479,02 4.234.152,02
D. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.125.314,97 5.348.418,68
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 14.708.258,33 11.257.893,43
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.938.999,42 21.772.572,72 2.532.667,73 19.138.979,84
- davon aus Steuern EUR 1.464.871,26 (i. Vj. EUR 1.885.425,30)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 10.846,00 (i. Vj. EUR 7.446,91)
29.605.372,38 30.914.959,40

Gewinn- und Verlustrechnung

2023/24 2022/23
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 91.524.620,13 105.032.591,86
2. Verminderung bzw. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -1.297.390,49 1.915.180,44
3. Sonstige betriebliche Erträge 747.943,62 1.266.693,47
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -70.827.029,73 -83.052.991,22
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -4.764.332,65 -75.591.362,38 -7.622.776,08 -90.675.767,30
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -8.886.683,81 -8.357.022,05
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.932.948,26 -2.010.605,44
- davon für Altersversorgung EUR 85.884,64 (i. Vj. EUR 294.389,44) -10.819.632,07 -10.367.627,49
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.214.049,09 -1.140.800,60
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.448.347,00 -6.701.177,78
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 46,41 216,46
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0,00 (i. Vj. EUR 216,46)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -593.015,50 -248.059,00
- davon aus Aufzinsung EUR 43.632,00 (i. Vj. EUR 39.334,00)
- davon an verbundene Unternehmen EUR 549.416,50 (i. Vj. EUR 207.820,00)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 21.976,43 47.214,40
11. Ergebnis nach Steuern -3.669.209,94 -871.535,54
12. Sonstige Steuern -30.496,93 -30.780,29
13. Jahresfehlbetrag/-überschuss -3.699.706,87 -902.315,83
14. Gewinn-/Verlustvortrag aus dem Vorjahr -902.315,83 2.000.000,00
15. Entnahmen aus anderen Gewinnrücklagen 0,00 0,00
16. Dividendenausschüttung 0,00 -2.000.000,00
17. Bilanzverlust -4.602.022,70 -902.315,83

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024

I. Allgemeines

Die voestalpine Wire Germany GmbH mit Sitz in Finsterwalde ist im Handelsregister des Amtsgerichts Cottbus unter der HRB 162 CB eingetragen.

Die voestalpine Wire Germany GmbH, Finsterwalde, ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023/2024 wurde nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) erstellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Die Darstellung der Bilanz sowie die Bilanzierung sind unverändert zum Vorjahr. Soweit vorhanden, werden Bewertungsänderungen mit ihrem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erläutert.

Die Geschäftsführung geht unverändert von der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit im Sinne des § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aus. Ein entwicklungsbeeinträchtigendes Absatzmarktrisiko besteht insbesondere aufgrund des schwachen bis negativen wirtschaftlichen Wachstums im Hauptabsatzmarkt der Gesellschaft, was zu einem schwächeren Umsatz im Geschäftsjahr und somit auch zu einem Jahresfehlbetrag führte. Diesbezüglich verweisen wir auf unsere Erläuterungen im Lagebericht unter 3.1.2 Risikobericht.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige und - soweit geboten - außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet.

Die in den Jahren 1995 bis 2008 gewährten Investitionszuschüsse des Landes Brandenburg wurden erfolgsneutral als Anschaffungskostenminderung erfasst und von den Anlagenzugängen abgesetzt.

Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen und fallweise (Technische Anlagen und Maschinen) nach der degressiven Methode vorgenommen. Es werden betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern in Anlehnung an die steuerlichen Abschreibungstabellen zugrunde gelegt. Seit dem 1. Januar 2004 werden entsprechend den veränderten steuerlichen Regelungen sämtliche Zugänge pro rata temporis abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis EUR 800 werden sofort in voller Höhe abgeschrieben.

Vorräte

Beim Vorratsvermögen sind die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren Marktpreisen oder zum beizulegenden Wert bewertet. Der Ansatz der fertigen und unfertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten oder dem niedrigeren Nettoveräußerungswert am Stichtag. Dabei werden in die Herstellungskosten neben den Einzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie der Werteverzehr des Anlagevermögens einbezogen, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Finanzierungskosten, die auf den Zeitraum der Herstellung entfallen, werden in Ausübung des Wahlrechts des § 255 Abs. 3 S. 2 HGB nicht angesetzt.

Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in ausreichendem Umfang vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen abgebildet. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Latente Steuern

Das Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steuern für die sich insgesamt ergebende Steuerentlastung wird entsprechend § 274 Abs. 1 S. 2 HGB nicht ausgeübt. Zu Einzelheiten wird auf die Ausführungen unter den Erläuterungen zur Bilanz verwiesen.

Sonderposten

Die Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse erfolgt entsprechend der Nutzungsdauer der begünstigten Anlagegüter.

Rückstellungen

Die Pensionsverpflichtungen sind nach dem ratierlichen Anwartschaftsbarwertverfahren und auf Grundlage der Heubeck-Richttafeln 2018 G berechnet. Als Rechnungszinssatz wurden 1,83% p.a. (i.Vj.: 1,80%) (10-Jahres-Durchschnitt) zugrunde gelegt. Aus dem Unterschiedsbetrag aus der Bewertung der Rückstellung für Altersversorgungsverpflichtungen zwischen einem Ansatz mit dem 7-Jahres-Durchschnittszinssatz und einem Ansatz mit dem 10-Jahres- Durchschnittszinssatz ergibt sich ein nicht zur Ausschüttung verfügbarer Betrag in Höhe von EUR 10.105 (i.Vj.: EUR 109.189). Die Gesellschaft hat von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, als Abzinsungssatz den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz zu verwenden, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 4,0 % berücksichtigt und etwaige Rentensteigerungen mit 2,5 %. Deckungsvermögen liegt nicht vor.

Die Jubiläumsgeldrückstellung wurde nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren mit einem Zinssatz in Höhe von 1,80 % (i.Vj.: 1,49%) und einer Fluktuationsrate von 0 % (i.Vj.: 0 %) berechnet.

Erfolgsauswirkungen aus einer Änderung des Abzinsungssatzes bei den Pensionsrückstellungen sowie bei den Jubiläumsrückstellungen werden jeweils im Finanzergebnis erfasst.

Die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Künftige Preis- und Kostensteigerungen wurden bei der Ermittlung der Rückstellungen berücksichtigt. Rückstellungen für Gewährleistungen werden auf Basis von Erfahrungswerten zu Gewährleistungsfällen gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet.

III. Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens der Gesellschaft ist dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen.

(2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Im Januar 2021 wurde der Factoringvertrag mit der voestalpine Dienstleistungs- und Finanzierungs GmbH, Düsseldorf, gekündigt und ein neuer Factoringvertrag mit der voestalpine Financial Services B.V. Nieuwe Crailoseweg 8,1222 AB Hil versum Netherlands geschlossen.

Zum Stichtag 31. März 2024 waren Forderungen in Höhe des Nennwertes TEUR 7.328 verkauft (i.Vj.: TEUR 7.795).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 80 (i.Vj.: TEUR 39) resultieren mit TEUR 80 (i.Vj.: TEUR 39) aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr.

(3) Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 2.600 wie im Vorjahr.

(4) Kapitalrücklage/ Andere Gewinnrücklagen/ Bilanzverlust

Die Kapitalrücklage weist unverändert einen Betrag von TEUR 5.580 aus. Die anderen Gewinnrücklagen betragen TEUR 10 (i. Vj. TEUR 10).

Das Geschäftsjahr 2023/2024 wurde mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 3.626 abgeschlossen. Gemäß Ergebnisverwendungsbeschluss für das Vorjahr wurde der Bilanzverlust in Höhe von TEUR 902 auf neue Rechnung vorgetragen.

(5) Sonderposten

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen beinhaltet Investitionszulagen des Landes Brandenburg und Zuschüsse aus Österreich für die Gleisanlagen auf dem Firmengelände.

(6) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betragen TEUR 1.389 (i.Vj.: TEUR 1.662). Sie beinhalten im Wesentlichen ausstehende Rechnungen TEUR 381 (i.Vj.: TEUR 560), Gewährleistungen TEUR 255 (i.Vj.: TEUR 251), noch nicht genommener Urlaub TEUR 269 (i.Vj.: TEUR 280), Jubiläumsgeldverpflichtungen TEUR 147 (i.Vj. TEUR 145), Jahresabschlussprämien TEUR 100 (i.Vj.: TEUR 67), Zeitsalden TEUR 79 (i.Vj.: TEUR 80), Sonstige TEUR 160 (i.Vj.: TEUR 117) sowie unterlassene Instandhaltung TEUR 0 (i.Vj: TEUR 163).

(7) Verbindlichkeiten

Die Zusammensetzung und die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten zeigt die nachfolgende Übersicht:

bis ein Jahr ein bis fünf Jahre über fünf Jahre 31.3.2024
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.090 0 0 5.090
(5.348) (0) (0) (5.348)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 14.708 0 0 14.708
(11.258) (0) (0) (11.258)
Sonstige Verbindlichkeiten 1.974 0 0 1.974
(2.532) (0) (0) (2.532)
21.772 0 0 21.772
(19.138) (0) (0) (19.138)

Die Vorjahreszahlen sind in Klammern gesetzt.

Für die Verbindlichkeiten gelten die branchenüblichen Eigentumsvorbehalte.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 14.708 (i.Vj.: TEUR 11.258) resultieren mit TEUR 3.069 (i.Vj.: TEUR 6.368) aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr und mit TEUR 11.640 (i.Vj.: TEUR 4.890) aus Finanzverbindlichkeiten. Darin enthalten sind Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 2.923 (i.Vj.: TEUR 6.175), welche aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr stammen.

(8) Latente Steuern

Aktive latente Steuern ergeben sich aus Differenzen zwischen dem handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Bilanzansatz der Pensionsrückstellung und der Jubiläumsgeldrückstellung sowie aus körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträgen, mit deren Verrechnung innerhalb der nächsten fünf Jahre zu rechnen ist. Aufgrund der unterschiedlichen Erfassung der Investitionszuschüsse in Handels- und Steuerbilanz heben sich die aktiven und passiven latenten Steuern aus der Bilanzierung der Sachanlagen und des Sonderpostens für Investitionszuschüsse für diese Sachanlagen genau auf.

Der sich insgesamt ergebende Überhang aktiver latenter Steuern wurde in Ausübung des Ansatzwahlrechts des § 274 HGB nicht angesetzt.

Bei der Bewertung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 26,68 % zugrunde gelegt.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse wurden auf folgenden Absatzmärkten erwirtschaftet:

1.4.2023 - 31.3.2024 1.4.2022 - 31.3.2023
TEUR TEUR
Bundesrepublik Deutschland 71.368 81.128
Europäische Union 14.24 16.575
Restliches Ausland 5.884 7.330
91.499 105.033

Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen (Sparten):

1.4.2023 - 31.3.2024 1.4.2022 - 31.3.2023
TEUR TEUR
Automobilindustrie 76.219 87.260
Bauindustrie/ Stahlbau 4.026 6.273
Sonstiges 11.254 11.500
91.499 105.033

(2) Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 128 (i.Vj.: TEUR 197) und die Erstattung von Stromsteuer in Höhe von TEUR 204 (i.Vj.: TEUR 217) enthalten. Darüber hinaus ist darin eine Vergütung von Versicherungen in Höhe von TEUR 49 (i.Vj.: TEUR 120) ausgewiesen.

(3) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für Frachtkosten TEUR 2.565 (i.Vj.: TEUR 2.772), sonstige fremde Dienstleistungen TEUR 455 (i.Vj.: TEUR 518), Aufwendungen für Reinigung und Entsorgung TEUR 452 (i.Vj.: TEUR 462) sowie die Konzernumlage TEUR 777 (i.Vj.: TEUR 672).

V. Sonstige Angaben

(1) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es handelt sich um Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen.

TEUR
Verpflichtungen aus Leasingverträgen (Laufzeit bis 2027) insgesamt 28
Verpflichtungen Miete Erbbauzins (Laufzeit bis 2104) jährlich 83

Die Verpflichtungen aus ausgelösten Bestellungen betragen EUR Mio. 13,2, davon gegenüber Konzerngesellschaften EUR Mio. 8,2.

(2) Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte bestehen in Bezug auf die zum Bilanzstichtag bestehenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, für die das Unternehmen Factoringverträge abgeschlossen hat und dadurch Forderungen zum Zweck der Verbesserung der stichtagsbezogenen Liquidität verkauft. Zum 31. März 2024 belief sich das Volumen der verkauften Forderungen auf TEUR 7.328. Zahlungseingänge auf verkaufte Forderungen nimmt die Gesellschaft treuhänderisch entgegen; der entsprechende Betrag in Höhe von TEUR 1.580 ist zum 31. März 2024 unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen.

(3) Personalbestand

Bei den einzelnen Mitarbeitergruppen ergeben sich im Jahresdurchschnitt folgende Beschäftigtenzahlen:

1.4.2023 - 31.3.2024 1.4.2022 - 31.3.2023
Personen Personen
Gewerbliche Arbeitnehmer 122 124
Angestellte (ohne Geschäftsführung) 39 39
161 163
Auszubildende 4 2
165 165

(4) Mitglieder der Geschäftsführung

Steffen Dibow, Luckenwalde, Technischer Geschäftsführer,

Sylvia Holly, Trofaiach/Österreich, Kaufmännische Geschäftsführerin (abberufen mit Wirkung bis zum 30. April 2024),

Gerhard Seereiner, Lorenzen/Österreich, Kaufmännischer Geschäftsführer (bestellt mit Wirkung vom 1. Mai 2024).

(5) Geschäftsführerbezüge

Die Gesellschaft hat unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB auf die Angabe der Organbezüge nach § 285 Satz 1 Nr. 9 a und b) verzichtet.

(6) Mitglieder des Beirats

Dipl.- Ing. Christian Pehmer, voestalpine Wire Rod Austria GmbH, Department, T - Technology, Mitglied des Beirates seit 10.10.2019, Vorsitzender,

Manfred Strecher, Geschäftsführer der voestalpine Wire Rod Austria GmbH, Mitglied des Beirates,

Dipl.- Ing. Martin Reicher, voestalpine Wire Austria GmbH, Department, O - Operations, Mitglied des Beirates.

Im Geschäftsjahr 2023/2024 wurden keine Beiratsvergütungen gezahlt.

(7) Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft ist seit Dezember 2019 ein 100%iges Tochterunternehmen der voestalpine Wire Rod Austria GmbH/ Österreich. Diese ist wiederum ein 100 %iges Tochterunternehmen der voestalpine Metal Engineering GmbH & Co. KG, Leoben/ Österreich. Oberstes Mutterunternehmen ist die voestalpine AG, Linz/ Österreich. Der Konzernabschluss der voestalpine AG, Linz/ Österreich, für den größten und kleinsten Kreis, nach IFRS, in den die voestalpine Wire Germany GmbH, Finsterwalde, einbezogen wird, ist am Sitz der voestalpine AG, Linz/ Österreich, erhältlich.

(8) Abschlussprüferhonorar

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 28. Davon entfallen auf

Abschlussprüfungsleistungen TEUR 28 (inkl. Auslagen)
Andere Bestätigungsleistungen TEUR 0
Steuerberatungsleistungen TEUR 0
sonstige Leistungen TEUR 0

(9) Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den entstandenen Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres auf neue Rechnung vorzutragen.

VI. Nachtragsbericht

Nach dem Stichtag haben sich keine wesentlichen Ereignisse ergeben.

 

Finsterwalde, den 2.05.2024

Die Geschäftsführung

Dibow

Seereiner

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 1.4.2023 Zugang Umbuchung Abgang Stand 31.3.2024
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 567.447,16 4.798,25 0,00 0,00 572.245,41
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 17.220.081,35 32.505,34 87.610,78 0,00 17.340.197,47
2. Technische Anlagen und Maschinen 21.531.599,77 715.729,34 1.722.856,85 2.900,30 23.967.285,66
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.824.071,31 623.405,68 15.866,49 28.273,09 5.435.070,39
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.313.553,04 580.822,56 -1.826.334,12 0,00 2.068.041,48
46.889.305,47 1.952.462,92 0,00 31.173,39 48.810.595,00
47.456.752,63 1.957.261,17 0,00 31.173,39 49.382.840,41
Kumulierte Abschreibungen
Stand 1.4.2023 Zugang Abgang Stand 31.3.2024
TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 351.266,41 67.726,33 0,00 418.992,74
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 13.812.676,83 280.688,37 0,00 14.093.365,20
2. Technische Anlagen und Maschinen 17.914.627,71 617.661,08 2.900,30 18.529.388,49
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.767.229,24 247.973,31 41.581,76 3.973.620,79
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
35.494.533,78 1.146.322,76 44.482,06 36.596.374,48
35.845.800,19 1.214.049,09 44.482,06 37.015.367,22
Buchwerte
Stand 31.3.2024 Stand 31.3.2023
TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 153.252,67 216.180,75
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 3.246.832,27 3.407.404,52
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.437.897,17 3.616.972,06
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.461.449,60 1.056.842,07
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.068.041,48 3.313.553,04
12.214.220,52 11.394.771,69
12.367.473,19 11.610.952,44

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024

1. Grundlagen der Gesellschaft

1.1Gegenstand der Unternehmung

Die Gesellschaft produziert und vertreibt hochqualitative Drahtprodukte und Serviceleistungen in den Bereichen

Kaltstauchdraht,

Eisendraht und

Automatenstahldraht

gezogene Profile

Mit umfangreichen Anlagen werden in der voestalpine Wire Germany GmbH optimale Oberflächen in den verschiedensten Ausführungen nach Kundenwunsch produziert.

1.2 Forschung und Entwicklung

Die weitgehenden F&E-Tätigkeiten in der Business Unit Wire sind in Donawitz/Österreich gebündelt. Das Technikum versetzt uns in die Lage, kleine Versuchsmengen entsprechend Kundenspezifikation abzugießen und zu walzen. Alle nachgelagerten Arbeitsgänge, wie Beizen, Ziehen, Glühen und Beschichten werden weiterhin bei uns durchgeführt.

Den Zielen, höchste Kundenzufriedenheit und Kosteneffizienz näheren wir uns damit kontinuierlich.

In der Fertigung haben wir unser Augenmerk in Richtung Prozessoptimierung gelegt. So haben wir das im Geschäftsjahr 2020/21 gestartete Projekt Performance-Improvement-Program in unseren Arbeitsablauf integriert. Ziel dieses Projektes ist es, mit gezielten Initiativen in allen Geschäftsbereichen eine nachhaltige Kostenoptimierung zu erreichen.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Wirtschaftliches Umfeld

Deutschlands Wirtschaftsleistung, unserem wichtigsten Markt, verzeichnete im Jahr 2023 mit -0,1 1 (+1,9) % eine Abschwächung.

Im vergangenen Geschäftsjahr blieb die Entwicklung weiterhin stark von mehreren negativen Faktoren beeinflusst. Neben den übergeordneten geopolitischen Spannungen belasteten auch die Kriegshandlungen in der Ukraine sowie ab dem Herbst im Nahen Osten die Stimmung erheblich. Darüber hinaus stellten globale Lieferkettenprobleme, angespannte Rohstoffmärkte und die immer noch vergleichsweise hohen Energiepreise im langfristigen Vergleich weiterhin Belastungsfaktoren dar, auch wenn sie im Vergleich zu den Spitzenwerten aus 2022 niedriger waren.

1 Quelle: Statistisches Bundesamt Deutschland, Pressemitteilung Nr. 38 vom 30. Januar 2024 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_038_811.html

Trotzdem schwächte sich ihre negative Auswirkung auf die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung ab. Unter diesen Bedingungen blieb eine umfassende Erholung der Weltwirtschaft nach der pandemiebedingten Schwächephase erneut aus.

Die europäische Stahlindustrie leidet prinzipiell an Überkapazitäten, die Märkte sind normalerweise überversorgt und die erzielbaren Margen damit limitiert.

2.2. Geschäftsverlauf und Lage

Die industrielle Produktion verzeichnet über eine geraume Zeit einen Rückgang. Obwohl der Konsum zu Beginn des Geschäftsjahres zunahm, hat die Dynamik gegen Ende des Berichtszeitraums nachgelassen. Gegen Ende des dritten Quartals ging die hohe Inflation schließlich etwas zurück, was dazu führte, dass die Europäische Zentralbank vorläufig den Zinserhöhungszyklus beendete.

Für die voestalpine Wire Germany führte dieses wirtschaftliche Umfeld zu einem rückläufigen Bedarf in den Bereichen Bau, Maschinenbau und Konsumgüter.

Die Nachfrage aus der Automobilindustrie, dem größten Marktsegment im Portfolio der voestalpine Wire Germany, war im Geschäftsjahr 2023/24 robust. Ein Grund dafür war, dass die Automobilhersteller die hohen Auftragsbestände abgearbeitet haben, die aus den Lieferkettenproblemen während und nach der COVID-19-Pandemie resultierten. Diese Auftragsbestände sind mittlerweile jedoch größtenteils abgebaut worden.

Nach einer verhaltenen Entwicklung zu Beginn des Geschäftsjahres 2023/24 wurde die wirtschaftliche Stimmung im weiteren Jahresverlauf zusehends schlechter, intensiviert durch eine Überkapazität der Drahtprodukte am Markt und einer aggressiven Preisgestaltung mancher Marktbegleiter. Ab Mitte des dritten Quartals zeigten sich erste positive Auswirkungen der umgesetzten Maßnahmen zur Kundenentwicklung und konsequenten Kosteneinsparungen. Diese Fortsetzung führte zu positiven Ergebnissen im vierten Quartal.

Im Sommer 2023 erfolgte die turnusmäßige Überprüfung unseres Managementsystems nach IATF 16949, welches wiederum erfolgreich bestanden wurde. Im Berichtszeitraum wurden die Weiterentwicklung des Systems zur Arbeitssicherheit sowie die Intensivierung der betrieblichen Gesundheitsvorsorge vorangetrieben. Das Projekt "Bewusst sicher" wurde mit der Ausbildung der Safety Coaches im März 2024 abgeschlossen. Das Projekt beschäftigte sich explizit mit dem verhaltensbasierten Arbeitsschutz, um den Anteil der Arbeitsunfälle und gefährlicher Situationen, welche auf unbewusstes bzw. bewusstes Fehlverhalten der Beschäftigten zurückzuführen sind, zu reduzieren. In diesem Kontext sind keine technischen Maßnahmen zur Gefahrenabwehr möglich. Im Ergebnis konnte im gleichen Zeitraum des Wirtschaftsjahres 2023/2024 die Zertifizierung nach ISO 45001, ISO 14001 und ISO 50001 erfolgreich durchgeführt werden.

2.3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

2.3.1.Kennzahlenentwicklung

GJ 2023/2024 GJ 2022/2023
Umsatz in EUR Mio. 91,5 105,0
EBIT 2 in EUR Mio. -3,1 -0,7
EBIT-Marge 3 in % -3,4 -0,7
EBITDA 4 in EUR Mio. -1,9 0,4
EBITDA-Marge 5 in % -2,1 0,4
Jahresfehlbetrag in EUR Mio. -3,7 -0,9
Steuerquote in % 0,3 5,1
ROE 6 in % -86,0 -12,0
Eigenkapitalquote in % 12,1 23,6

2 Jahresüberschuss abzgl. Sonstige Steuern abzgl. Steuern abzgl. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
3 EBIT geteilt durch Umsatz
4 EBIT abzgl. Abschreibungen
5 EBITDA geteilt durch Umsatz
6 EBIT geteilt durch Eigenkapital

Die oben genannten finanziellen Leistungsindikatoren geben einen Überblick über den Verlauf des Geschäftsjahres. Die für die interne Unternehmenssteuerung bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren stellen Umsatz und EBIT dar, welche im Rahmen des Group Reportings nach IFRS ermittelt werden. Wesentliche Unterschiede zwischen HGB und IFRS für die bedeutsamen Leistungsindikatoren bestehen nicht.

2.3.2. Ertragslage

Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 13.508 gesunken, was im Wesentlichen auf Preisreduktionen am Absatzmarkt zurückzuführen ist. Dies führte im Folgenden auch zu einer geringeren Absatzmenge im Vergleich zum Vorjahr. Die EBIT-Marge liegt im Geschäftsjahr bei -3,4 % (i. Vj.: -0,7 %). Das Umsatzziel wurde nur mit rd. 76 % erreicht (geplant EUR Mio. 120,5); das EBIT lag gleichermaßen deutlich unter Plan (geplant TEUR 2.963).

Im März 2024 konnten Auftragseingänge in Höhe von TEUR 4.182 verzeichnet werden. Zum Stichtag betrug der Auftragsbestand insgesamt TEUR 32.129.

Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 519 auf TEUR 748 verringert. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus deutlich höheren sonstigen betrieblichen, periodenfremden Erträgen im Vorjahr. Vergleichbare Erträge liegen im aktuellen Geschäftsjahr nicht vor. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 128 (i. Vj.: TEUR 197), die Vergütung von Versicherungen in Höhe von TEUR 49 (i. Vj.: TEUR 120) und die Erstattung von Stromsteuer in Höhe von TEUR 204 (i. Vj.: TEUR 217) enthalten.

Die Materialaufwendungen sanken in Folge des Umsatzrückgangs im Geschäftsjahr überproportional auf TEUR 75.591 (i. Vj.: TEUR 90.676), was im Wesentlichen auf geringere Bezüge von Leistungen zurückzuführen ist.

Die Personalaufwendungen liegen aufgrund von Tarifsteigerungen mit TEUR 10.820 leicht über dem Niveau des Vorjahres (TEUR 10.368) und beinhalten Zahlungen von Kurzarbeitergeld.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für Frachtkosten TEUR 2.565 (i. Vj.: TEUR 2.771), sonstige fremde Dienstleistungen TEUR 455 (i. Vj.: TEUR 519), Konzernumlage TEUR 777 (i.Vj.: TEUR 672) sowie Aufwendungen für Reinigung und Entsorgung TEUR 451 (i. Vj: TEUR 462).

Insgesamt wurde erneut ein Jahresfehlbetrag nach Ertragsteuern in Höhe von TEUR 3.700 (i. Vj.: TEUR 902) erzielt. Das Periodenergebnis bleibt deutlich hinter den Erwartungen für das Geschäftsjahr zurück. Ausschlaggebend sind an dieser Stelle die Umsatzerlöse, welche deutlich hinter der Planung zurückblieben.

2.3.3. Finanz- und Vermögenslage

Die Bilanzsumme beträgt TEUR 29.605(i. Vj.: TEUR 30.915). Davon entfallen TEUR 12.367 (i. Vj: TEUR 11.611) auf das Anlagevermögen und TEUR 17.238 (i. Vj.: TEUR 19.304) auf das Umlaufvermögen und den Rechnungsabgrenzungsposten. Gleichzeitig sind auf der Seite der Mittelherkunft insbesondere die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 3.450 auf TEUR 14.708 gestiegen.

Die Eigenkapitalquote beträgt 12,1 % (i. Vj.: 23,6 %). Die Verringerung der Eigenkapitalquote resultiert aus dem laufenden Verlust in Höhe von TEUR 3.700, welcher gemäß Ergebnisverwendungsvorschlag auf neue Rechnung vorgetragen wird.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind im Geschäftsjahr um TEUR 3.450 auf TEUR 14.708 gestiegen. Der Anstieg dieser Verbindlichkeiten resultiert aus einer Erhöhung konzerninterner Finanzverbindlichkeiten.

Die Gesellschaft ist in das CashPooling-System der voestalpine AG, Linz/ Österreich, eingebunden, so dass sie jederzeit in der Lage war, ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Investitionen

Im Berichtsjahr konnten die genehmigten Investitionen in Höhe von 2.280 TEUR nicht komplett umgesetzt werden. Grund dafür waren u.a. massive Lieferzögerungen der Lieferanten, vornehmlich aufgrund der Verfügbarkeit elektronischer Bauteile, und komplexe Investitionsvorhaben, die sich nicht unter 12 Monaten realisieren ließen. Diese Investitionen in Höhe von 330 TEUR werden im kommenden Wirtschaftsjahr 2024/25 umgesetzt. Investitionsmittel in Höhe von 450 TEUR konnten durch Rationalisierung eingespart werden. Es wurden weiterhin ungeplante Überhänge in Höhe von 470 TEUR aus Investitionsvorhaben des vorigen Wirtschaftsjahres 2022/23 investiert. Insgesamt wurden Investitionen in Höhe von 1.957 TEUR realisiert.

2.3.4 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Mitarbeiter:innen

Mit Stand 31. März 2024 sind 166 Mitarbeiter:innen (inklusive 5 Auszubildenden) beschäftigt. Wir bilden weiterhin junge Menschen aus, um den Bedarf an Fachkräften zu decken.

In diesem Geschäftsjahr haben vier Auszubildende ihre Lehre bei uns begonnen.

Trotz dieses guten Erfolgs werden wir das verstärkte Azubi - Marketing fortführen.

Unsere Mitarbeiter:innen sind flexibel und tragen Beschäftigungsspitzen mit. Entsprechende Arbeitszeitkonten sind eingerichtet.

Wir legen großen Wert auf Aus- und Weiterbildung sowie die Verbesserung von Arbeitsschutz und sicherheit an den Arbeitsplätzen unserer Mitarbeiter.

Auch der Gesundheitsschutz unserer Mitarbeiter:innen liegt uns sehr am Herzen.

Die Zusammenarbeit mit der Betriebsärztin ist sehr intensiv.

Im Berichtsjahr fanden durch unsere Betriebsärztin u.a. eine Darmkrebsvorsorgen und Impfungen statt. Weiterhin stand das Geschäftsjahr ganz im Zeichen der mentalen Gesundheit. Zur Stärkung der Resilienz fanden Impulsvorträge statt und es wurden Leitfäden zum Umgang mit psychischen Belastungen als Handout an die Mitarbeiter gegeben.

Die Betreuung dieser Themen erfolgte durch den Arbeitskreis Gesundheit, welcher aus der Betriebsärztin, der Geschäftsleitung, dem AMB, HR und Betriebsrat besteht.

Auch wurde die Zusatzversicherung, bei der medizinische und gesundheitliche Aufwendungen der Mitarbeiter:innen eingereicht werden können, weitergeführt.

Ziel dieser Aktivitäten ist eine nachhaltige Verbesserung der Gesundheitsquote und die Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit.

Unsere Gesundheitsquote konnten wir im Geschäftsjahr auf Vorjahresniveau halten, wobei es hier zu einer Verschiebung der Gesundheitsquoten innerhalb der Arbeiter:innen und Angestellten:innen gekommen ist. So haben wir uns im Bereich der Angestellten:innen signifikant verbessert und im Bereich der Arbeiter:innen leicht verschlechtert, was mit einer Steigerung der Langzeiterkrankungen in diesem Bereich zusammenhängt.

Die Aus- und Weiterbildungen fanden in diesem Geschäftsjahr weiterhin sowohl in Präsenz als auch Online statt.

Im Berichtsjahr konnten wir 5 Mitarbeiter:innen für diverse Bereiche des Unternehmens erfolgreich rekrutieren und auf den vakanten Arbeitsplätzen einarbeiten. Weiterhin schloss eine kaufmännische Auszubildende ihre Ausbildung mit Erfolg ab und konnte im Bereich Supply Management übernommen werden.

In diesem Geschäftsjahr wurde unsere Unternehmenskultur "High Performing Organization" mit den unseren Werten Qualität, Flexibilität, Innovation und Nachhaltigkeit weiter verankert. Hierfür wurden aus den Reihen der Mitarbeiter:innen Wertebotschafter nominiert und ausgebildet. Sie besprechen und diskutieren nun unsere Werte bei den Wertetreffen mit den restlichen Mitarbeitern. So sollen die Werte den Mitarbeiter:innen nähergebracht und auch von ihnen verinnerlicht werden, um damit einen Beitrag zum Unternehmenserfolg leisten zu können.

Umwelt

Umweltschutz, der verantwortungsvolle und effiziente Umgang mit natürlichen Ressourcen sowie die Sicherheit und die Gesundheit unserer Mitarbeiter gehören festverankert zu unseren Unternehmenszielen. Aus diesem Grund sind wir nach den Standards ISO 14001:2015 und ISO 50001:2011 zertifiziert. Im GJ 2023/2024 konnten wir in etwa 31% des in Finsterwalde verarbeiteten Walzdrahts auf der Schiene antransportieren und auf unserem werkseigenen Bahnhof entladen - Hier konnten wir durch den Einsatz der neuen WD-Waggons die Quote erhöhen. Damit entlasten wir die Umwelt und sparen in großem Maßstab indirekt CO 2 ein.

Im Bereich Energie konnten wir trotz ähnlicher Produktionsauslastung, im Vergleich zum Vorjahr, folgende Ergebnisse im Energieverbrauch erzielen (bezogen auf fakturierte Menge):

Tatsächlicher Gasverbrauch: + 0,43%
Tatsächlicher Stromverbrauch: - 1,08%
Tatsächlicher Dieselverbrauch: - 4,41%

Gründe für die Einsparungen sind vornehmlich effizientere Auslastung aber auch gezielte Maßnahmen im Bereich der Produktion - Abschalten veralteter Maschinen (Maschine 1 / Maschine 50) - Strom, etc.

Im GJ 2023/2024 waren keine Umweltverstöße zu verzeichnen.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Risikomanagement, Risikobericht und Chancen

3.1.1 Risikomanagement

Das Unternehmen ist in das konzernweite Risikomanagement eingebunden. Die Strukturierung von Risiken, Eintrittswahrscheinlichkeiten und zu erwartender Schäden unterliegen einer einheitlichen Betrachtung. Damit werden potenzielle Risiken frühzeitig erkannt, bewertet und geeignete Vorsorgemaßnahmen eingeleitet.

Das operative Risikomanagement unterliegt einem rollierenden jährlichen Monitoring. Die erkannten Risiken müssen sich den Kriterien "beschreibbar", "bewertbar" und "beherrschbar" stellen. Wir dokumentieren Risiken in den Gruppen Betriebs-, Umwelt-, Technologie-, Markt- und IT-Risiken.

3.1.2 Risikobericht

Die jährliche Bewertung mit Stichtag 31. Januar 2024 hat folgendes Bild ergeben:

Wir konnten insgesamt 29 Risiken definieren. Entsprechend dieser Auswertung wurden 40 Maßnahmen zur Risikoverringerung definiert. Diese Maßnahmen zielen auf die Senkung der Schadenshöhe und/oder Verringerung der Eintrittswahrscheinlichkeit ab. Wobei gewisse Maßnahmen für mehrere Risiken wirksam sein können. Drei der Maßnahmen (8 %) sind vollständig umgesetzt. Alle anderen Maßnahmen sind entweder teilweise in Umsetzung oder als laufende Maßnahmen definiert, die regelmäßig wiederholt werden.

Als wesentliche Risiken mit hohem Schaden wurden Überkapazitäten, Mengenrückgang in den Hauptabsatzmärkten und bei der Automobilindustrie sowie die Wettbewerbsfähigkeit durch eine Preis-Kostenschere von Energie und Fertigungshilfsstoffen identifiziert. Dahinter folgt ein Restrisiko hinsichtlich Wirtschafts-Cyberkriminalität. Änderungen in der Gewerbe- und Umweltgesetzgebung, das Elementarrisiko Brand und ein möglicher Ausfall beziehungsweise die Stabilität kritischer IT-Systemen/Infrastruktur bergen ebenfalls ein geringes Risiko.

Die Finanzierungsrisiken sichern wir mit folgenden Managementmethoden ab:

Liquiditätsrisiko

Zur Steuerung des Liquiditätsbedarfs und Minimierung des Liquiditätsrisikos erstellen wir eine revolvierende Finanzplanung. Wir nehmen am konzerninternen CashPooling teil. Ein Factoring-Vertrag besteht mit der voestalpine Financial Services B.V. Hilversum, Niederlande.

Bonitätsrisiko/ Forderungsausfälle

Alle Kunden werden grundsätzlich im Rahmen von Kreditversicherungen versichert. Sollte im Einzelfall eine Versicherung nicht möglich sein, bestehen wir auf bankmäßige Sicherheiten (Bankgarantie, Vorauskasse). In begründeten Einzelfällen erfolgt auch eine Belieferung ohne Deckung durch die Versicherung. Die aktuelle Situation wird quartalsweise an den Beirat berichtet. Seitens des Beirats gibt es einen verbindlichen Beschluss über die maximale Höhe der ungesicherten Außenstände.

Währungsrisiko

Nichtzutreffend, da wir ausschließlich in EUR fakturieren.

Zinsrisiko

Die Zinsrisikobeurteilung erfolgt in der voestalpine AG. Die Strategie zielt auf eine Vermeidung von Risiken, die sich aus Zinsschwankungen ergeben.

Weitere Risiken ergeben sich für die Gesellschaft wie folgt:

Absatzmarktrisiken

Die wirtschaftlichen Bedingungen im nationalen sowie internationalen Umfeld liefern die Grundlagen für die jeweiligen Absatzmärkte.

Phasen von Angebotsknappheit mit steigenden Preisen wechseln sich mit Phasen ab, in denen durch Kapazitätsausweitungen die Preise und Margen sinken. Auf unseren Hauptabsatzmärkten sehen wir aktuell das Risiko von bestehenden Überkapazitäten, die zu Preis- und Mengenrückgängen führen durch den aggressiven Wettbewerb.

Das größte Marktsegment der Gesellschaft ist die Automobilindustrie. Deren Entwicklung sowohl in positiver wie auch in negativer Weise führt auch zu Effekten in der eigenen Ertragslage. Ein Mengenrückgang in der Automobilindustrie hat damit unmittelbare negative Konsequenzen auf den Absatz eigener Produkte und damit auf die Ertragslage der Gesellschaft.

Durch Anpassungen im Geschäftsmodell, wie z.B. die Erhöhung der Wertschöpfung und Steigerung der Produktionsmengen durch die Weiterentwicklung des Kundenstamms durch die Wirbelstromprüfung und Steigerung der Effektivität im kontinuierlichen Verbesserungsprozess wird den Absatzmarktrisiken entgegengewirkt.

Risiko durch Preis-/Kostenschere bei Energie und Fertigungshilfsstoffen

Ausgelöst durch geopolitische Verwerfungen, speziell durch den Ukraine-Krieg sind Kosten für Energie und Fertigungshilfsstoffe überproportional gestiegen und rücken somit verstärkt in den Fokus. Diesem Risiko begegnen wir, indem wir uns Mengen sowohl für Elektroenergie als auch für Erdgas zu günstigen Preisen sichern Speziell zur Deckung des Bedarfs an Elektroenergie prüfen wir den Bau einer Photovoltaikanlage, die aktuell ca. 30 % unseres Energiebedarfs abdecken würde.

Durch Abschluss von langfristigen Verträgen agieren wir auch auf dem Markt für Fertigungshilfsstoffe, wie z.B. Wasserstoff und Stickstoff. Ebenso wird der Fokus auf deren Einsparung bzw. Substitution gelegt.

Cyberkriminalität

Die IT-Systeme, die in sämtlichen Bereichen eingesetzt werden, sind von grundlegender Bedeutung. Die Verfügbarkeit dieser Systeme beeinflusst direkt die Funktionalität der Geschäftsprozesse und somit die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs. Die IT-Sicherheit wird durch ein zentrales Team, das Security Operations Center in Linz, gesteuert und überwacht. Zusätzlich wird die Sicherheit durch ein restriktives Berechtigungskonzept bezüglich der Vergabe von Zugriffsberechtigungen auf Systeme und Informationen sowie das Vorhalten von Backup-Versionen der kritischen Datenbestände erhöht.

Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz

Die Koordination bezüglich des Lieferkettensorgfaltsgesetzes wird konzernweit von einem Projektteam geleitet. Aufgrund unserer MitarbeiterInnenzahl betrifft uns dieses Gesetz derzeit nicht unmittelbar. Die Herkunft aller Rohstoffquellen, von denen die voestalpine Wire Germany GmbH ihre Rohstoffe bezieht, ist bekannt. Dadurch besteht eine transparente Lieferkette.

Die Geschäftsführung schätzt insgesamt ein, dass Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden würden, nicht bestehen.

3.1.3 Chancen

Es wird erwartet, dass sich die Märkte für Personenkraftwagen im Geschäftsjahr 2024/25 in den verschiedenen Regionen uneinheitlich, aber größtenteils leicht positiv entwickeln werden. Wir erkennen Möglichkeiten im wachsenden Bereich der Mobilität, dem steigenden Bedarf an Energie - insbesondere erneuerbarer Energien - sowie durch die Digitalisierung und Vernetzung der Gesellschaft.

Die F&E-Struktur und das stetig wachsende Fachwissen ermöglichen es der voestalpine Wire Germany GmbH, ihren Kunden maßgeschneiderte Lösungen anzubieten, die auf ihre spezifischen Anforderungen zugeschnitten sind. Dadurch und durch die integrierte Wertschöpfungskette grenzen wir uns von anderen Anbietern ab. Voestalpine Wire Germany wird die Diversifikationsinitiative auf nicht-automobile Branchen sowohl innerhalb als auch außerhalb des Hauptmarktes Deutschland weiterverfolgen und ausbauen.

3.2 Prognosebericht und Ausblick

Der Ausblick für das Geschäftsjahr 2024/25 bleibt für die zinsbeeinflussten Segmente Construction, Mechanical Engineering und White Goods zurückhaltend. Obwohl die Inflation langsam zurückgeht, liegt sie in vielen Bereichen immer noch über den Zielwerten der Zentralbanken, was eine schnelle und deutliche Senkung der Zinssätze unwahrscheinlich macht. Dies könnte zu anhaltender Schwäche in der Kaufkraft und der Investitionstätigkeit führen. Insbesondere in Europa und Deutschland dürfte die wirtschaftliche Performance weiterhin vergleichsweise schwach sein. Hier ist die Verbraucherpreisinflation höher als beispielsweise in den USA, was entsprechend negative Auswirkungen auf den Privatkonsum haben könnte.

Es ist zu erwarten, dass sich die Märkte für Pkw im Jahr 2024 in den einzelnen Regionen uneinheitlich, aber überwiegend positiv entwickeln werden. Für den deutschen Pkw-Markt wird für das Geschäftsjahr 2024/25 davon ausgegangen, dass das Volumen der Neuzulassungen leicht über dem Vorjahresniveau liegen wird. Auf den Pkw-Märkten in Zentral- und Osteuropa wird die Zahl der Verkäufe den Wert des Berichtzeitraumes insgesamt voraussichtlich deutlich übertreffen - vorbehaltlich der weiteren Entwicklung des Russland-Ukraine-Konflikts.

Das Budget für 2024/2025 basiert auf einem Mengenzuwachs im Bereich Kaltstauchdraht gegenüber dem Berichtsjahr 2023/2024.

Ein wesentlicher Beitrag zum Mengenwachstum kommt von der Weiterentwicklung des Kundenstamms durch die Wirbelstromprüfung im Durchlaufverfahren. Diese Technologie unterstützt unser Programm "100% geprüfter Draht".

Die Steigerung der Effektivität im Rahmen des Kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (KVP) sowie Maßnahmen zur Reduzierung des spezifischen Energieverbrauchs, beispielsweise durch die vermehrte Nutzung von frequenzgesteuerten Motoren, tragen ebenso zur Steigerung der Ergebnisse bei. Zusätzlich wird durch die Nutzung von grünem Strom, der auf unserem Gelände erzeugt werden soll, ein Beitrag zur Reduzierung von CO 2 -Emissionen und zur Erhöhung der Unabhängigkeit auf dem Energiemarkt geleistet.

Die Verbesserung der Arbeitsbedingungen bleibt weiterhin ein wichtiger Beitrag zur Bindung qualifizierten Fachpersonals.

Somit erwarten wir im kommenden Wirtschaftsjahr Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 104.000, ein EBIT in Höhe von TEUR 500 und einen Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 179. Es wird damit gerechnet, dass sich die Ertragslage mittelfristig verbessern wird. Infolgedessen sollte sich auch die Eigenkapitalquote wieder leicht erhöhen.

 

Finsterwalde, den 2. Mai 2024

Dibow

Seereiner

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die voestalpine Wire Germany GmbH, Finsterwalde

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der voestalpine Wire Germany GmbH, Finsterwalde - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der voestalpine Wire Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES BEIRATS FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 7. Mai 2024

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jakob, Wirtschaftsprüferin

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