BS Zwei GmbH
90mKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
is Industrial Services AGNürnbergJahresabschluss zum 31. Dezember 2009IS
INDUSTRIAL SERVICES AG, NÜRNBERG
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2009
TEUR |
2008
TEUR |
Veränderung
TEUR |
| Umsatz | 4.935 | 8.176 | -3.241 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern | 1.162 | 1.155 | 7 |
| Finanzergebnis | -7 | -94 | 87 |
| Neutrales Ergebnis | -1.628 | -403 | -1.225 |
| Jahresergebnis | -473 | 643 | -1.116 |
Im Geschäftsjahr 2006 war für die Finanzierung des Wachstums in der Unternehmensgruppe und für die Finanzierung des mit Abwicklungsschwierigkeiten behafteten Projektgeschäfts der österreichischen Tochtergesellschaft die Aufnahme weiterer Fremdmittel erforderlich gewesen. Die Rückführung dieser Mittel musste durch die Zahlungsverweigerung der Auftraggeber für die im Folgenden genannten Großprojekte modifiziert werden. Diese Fremdmittel wurden im Geschäftsjahr 2009 weiter reduziert und im Januar 2010 vollständig zurückgeführt. Dennoch sind im Rahmen der im Berichtsjahr verbliebenen Finanzierungen aus 2006, die im Wesentlichen durch die Hausbanken des Unternehmens getragen wurden, zusätzliche Aufwendungen in Höhe von T€ 82 für Finanzierungsentgelte angefallen, nachdem bis 2009 keine Liquiditätszuflüsse aus den problembehafteten Projekten erfolgt waren. In den Vorjahren seit 2006 musste insgesamt ein Betrag in Höhe von T€ 410 für Beratungshonorare und Finanzierungsentgelte aufgewendet werden.
Nachdem die is Industrial Services AG als Konzernmuttergesellschaft im Rahmen ihrer Holdingfunktion auch die Finanzierung des Beteiligungsbereichs trägt, wurden in den letzten Jahren teilweise hohe Wertberichtigungen auf Beteiligungsengagements gebildet. Im Berichtsjahr 2009 mussten aufgrund der konjunkturbedingten Ergebnissituation bei zwei Beteiligungsunternehmen Wertberichtigungen in beträchtlicher Höhe vorgenommen werden.
Im Berichtsjahr 2009 haben wir der is Industrial Services GmbH, Österreich Forderungen in Höhe von T€ 500 gegen einen Besserungsschein erlassen, nachdem im Vorjahr 2008 bereits Forderungen in Höhe von T€ 300, ebenfalls gegen Besserungsschein, erlassen wurden. Darüber hinaus wurde auf die Forderungen gegen dieses Beteiligungsunternehmen eine Wertberichtigung über T€ 592 gebildet. Die Entscheidung für die Stützung der Tochtergesellschaft in 2009 und die Anpassung der aktivischen Wertansätze resultiert aus der negativen wirtschaftlichen Entwicklung dieses Unternehmens, die ausschließlich auf die konjunkturelle Entwicklung zurückzuführen ist. Das Unternehmen war im Berichtsjahr weiterhin durch die bereits in der Berichterstattung der Vorjahre ausführlich beschriebenen beiden Themenkomplexe EM Stadien 2008 Klagenfurt, Innsbruck und Salzburg sowie Alpine Bau Deutschland AG belastet. In beiden Fällen machte die Gesellschaft Forderungen gegen die Auftraggeber in Höhe von T€ 3.741 (ohne Umsatzsteuer) zzgl. Zinsen und Kosten gerichtlich geltend. Das Verfahren gegen die ARGEn EM 2008 Stadien konnte im Dezember 2009 verglichen werden. Der Zahlungseingang aus dem Vergleich erfolgte im Januar 2010.
Im Berichtsjahr 2009 haben wir dem Beteiligungsunternehmen art4tech AG advertising Forderungen in Höhe von T€ 300 erlassen. Dieser Verzicht wurde gegen eine Besserungsabrede gewährt. Über diese Maßnahme hinaus erfolgt eine Wertberichtigung des Beteiligungsansatzes sowie eine Teilwertberichtigung der bestehenden Forderungen in Höhe von insgesamt T€ 150. Diese Neujustierung der Bewertungsansätze war notwendig geworden, da das Beteiligungsengagement im Berichtsjahr 2010 aufgrund der wirtschaftlichen Gesamtlage in seinem Absatzgebiet die Umsatz- und Ertragsziele signifikant verfehlt hat.
Wir haben mit den bestehenden Bilanzierungsansätzen den Risiken aller Beteiligungsengagements per 31.12.2009 in ausreichendem Maße Rechnung getragen. So werden die Ergebnisentwicklungen dieser Gesellschaften in der Konzernmuttergesellschaft im Berichtsjahr 2009 in der erforderlichen Größenordnung berücksichtigt. Insbesondere bei der Tochtergesellschaft is Industrial Services GmbH, Österreich bestehen aufgrund der verbliebenen problembehafteten Großprojekte weitere Ungewissheiten, die in der Zukunft zu Ertragsbelastungen führen können (siehe hierzu Punkt 6. Investitionen und Punkt C. Risiken der zukünftigen Entwicklung).
Das Ergebnis der is Industrial Services AG ohne die dargestellten außerordentlichen Effekte in Höhe von T€ 1.628 hat sich im Geschäftsjahr 2009 zufrieden stellend entwickelt. Das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) hat sich von T€ 1.155 um T€ 7 auf T€ 1.162 verbessert, so dass das Unternehmen eine EBIT-Marge von 23,5% gegenüber 14,1% im Geschäftsjahr 2008 erwirtschaftet. Ab dem Berichtsjahr 2010 sind die Erträge aus der Gewinnabführung der is Industrie Software GmbH mit T€ 735 im Ergebnis der Gesellschaft enthalten. Darüber hinaus wurde im Berichtsjahr ein Beteiligungsertrag in Höhe von T€ 1.180 realisiert.
4. Produktion
Kernbereich des Unternehmens ist die Planung, Projektierung, Dokumentation, Realisierung und Inbetriebsetzung von Maschinen, Anlagen und Steuerungen in den oben genannten Technologien und Branchen. Diese Dienstleistungen bieten wir sowohl in der Form der Personaldienstleistung als auch in Form der Projektdienstleistung an.
Die strategische Ausrichtung als Ingenieurdienstleistungsunternehmen wird durch die Technologiebereiche Maschinenbau, Elektro- und Energietechnik, Automatisierungstechnik und Gebäudetechnik sichergestellt. Diese Technologiebereiche sind bei der is Industrial Services AG und ihren Landesgesellschaften angesiedelt und bilden im Rahmen der so genannten Engineering-group die Engineeringkompetenz der Gesellschaft. Die Tochtergesellschaften is@web GmbH Knowledge Management, art4tech AG advertising sowie Next Version GmbH bilden als Communication-group die Querschnittsfunktionen der Unternehmensgruppe für die Bereiche Informationstechnologie und Softwareentwicklung, Unternehmenskommunikation, Mitarbeiterqualifikation und Personalentwicklung ab und stellen diese auch für unternehmensexterne Kunden zur Verfügung.
Die Internationalisierung unserer Geschäftstätigkeit erfolgt über bestehende und zukünftige Beteiligungsgesellschaften des Unternehmens. Damit geht die zunehmende Sensibilisierung aller Vertriebseinheiten auf international geprägte Aufgabenstellungen einher, die geschaffenen Strukturen für unsere international ausgerichteten Kunden nutzbar zu machen und somit deutliche Umsatz- und Ertragszuwächse zu generieren. Ungeachtet der internationalen Ausrichtung gilt das Augenmerk der is Industrial Services AG dem Markt in Deutschland und seinen regionalen Teilmärkten, die über die Vertriebsstandorte bedient werden. Wir sehen hierin die stabile Basis für das angestrebte, auch internationale, Wachstum unserer Unternehmensgruppe.
Das Kompetenzcenter Elektro- und Energietechnik konnte im Berichtsjahr in technologischer Hinsicht seine Stellung am Markt behaupten. Die Schwerpunkte Energieerzeugung und -verteilung sowie Antriebstechnik und Schaltanlagen mussten einen Einbruch in der Nachfrage hinnehmen, die in 2009 zu einer deutlichen Reduzierung des Umsatzvolumens geführt hat. Die grundsätzlich erfolgreiche Positionierung dieses Kompetenzcenters basiert auf der konsequenten Fokussierung auf die technologischen Anforderungen des Marktes.
Bei der Produktion nutzt die is Industrial Services AG jeweils die modernste Generation der CAD und CAE Technologie in der Elektrotechnik und im Maschinen- und Anlagenbau. Unsere Produktionsanlagen in Form von Hardware haben eine durchschnittliche Einsatzdauer in einem technischen Büro von rd. 2,56 Jahren. Die CAD- und CAE- Software wird durch laufende Updates aktuell gehalten. Durch diese Verfahrensweise wird das technologische Rationalisierungspotential permanent genutzt und für unsere Kunden verfügbar gemacht.
Das Kompetenzcenter Personnel Services setzt auch in der Nachfragekrise 2009 unsere technologiegeprägte Differenzierungsstrategie erfolgreich um und kann sich somit vom Mitbewerb deutlich abgrenzen. Die notwendige Personalausstattung mit sehr gut qualifizierten Mitarbeitern ist vorhanden. Der Rückgang des Umsatzes und der damit verbundene Rückgang der Mitarbeiterstärke ist nach Einschätzung der Geschäftsleitung ausschließlich auf externe Marktfaktoren der Wirtschaftskrise zu-rückzuführen. Grundsätzlich besteht ein nachgewiesener Zusammenhang zwischen der Qualifikation eines Mitarbeiters und dem wirtschaftlichen Erfolg, den wir mit diesem Mitarbeiter realisieren können. Dies spiegelt sich in der Dauer möglicher Einsätze, in der Höhe des erzielbaren Preises und der Stundeneffizienz mindestens in Höhe der Kalkulationsansätze wider.
Die is Industrial Services AG arbeitet mit einem nach DIN EN ISO 9001 : 2000 zertifizierten Qualitätsmanagementsystem. Die Zertifizierung erfolgte im Wege der Matrix-Zertifizierung, die die Zertifizierung der meisten unserer Tochtergesellschaften mit beinhaltete. Das im März 2010 durchgeführte Audit wurde erfolgreich abgeschlossen.
Dem Vertrieb und den Geschäftsbereichen steht das COIS-System (Company Organization and Information System) der Unternehmensgruppe zur Verfügung. Das System versetzt uns in die Lage, die Abläufe unseres dezentral organisierten Unternehmens und unserer Unternehmensgruppe effizient zu steuern. Durch das Prinzip der Datenerfassung am Ursprung eines Geschäftsvorfalls und durch die Bearbeitung der jeweiligen Vorgänge durch automatisierte Prozessschritte ergeben sich deutliche Ra-tionalisierungsvorteile, durch die die Verwaltungsquote im Unternehmen und in der Unternehmensgruppe deutlich gesenkt werden wird. Somit entstehen auch bei dem angestrebten Wachstum in der is Industrial Services AG und in der [is group] keine nennenswerten zusätzlichen Strukturkosten.
5. Beschaffung
Als Dienstleistungsunternehmen sehen wir in der Gewinnung neuer ausreichend qualifizierter Mitarbeiter, die neben den notwendigen Kenntnissen in Technologie, Projektabwicklung und -management auch über eine ausreichende soziale Kompetenz und ausreichende Flexibilität verfügen, einen möglicherweise limitierenden Faktor für den Ausbau unseres Geschäftes. In der Wirtschaft werden weitaus mehr Ingenieure und Informatiker benötigt, als durch den Abschluss eines Studiums dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Diese Situation wurde durch die konjunkturelle Entwicklung in 2009 temporär entschärft. Sie wird sich aber keinesfalls auflösen, so dass wir bereits ab dem zweiten Halbjahr 2010 mit einem spürbaren Rückgang der Verfügbarkeit geeigneter Mitarbeiter rechnen. Wir versuchen dieser Entwicklung entgegen zu steuern, indem wir frühzeitig mit in Deutschland immatrikulierten Studenten aus den europäischen, osteuropäischen, südafrikanischen und südamerikanischen Ländern in Kontakt treten. Durch Informationsveranstaltungen und Betriebspraktika während sowie durch Festanstellungen nach Beendigung der (Fach-) Hochschulausbildung soll eine frühzeitige Bindung an das Unternehmen erfolgen, um das langfristige Wachstum und die Internationalisierung abzusichern.
Als einen Erfolgsfaktor sehen wir die Attraktivität unseres Unternehmens als Arbeitgeber für unsere Mitarbeiter an. Hier setzen wir bereits bei der Mitarbeitersuche und dem Umgang mit möglichen neuen Mitarbeitern und ihren Bewerbungen an. Durch die kontinuierliche Analyse und Verbesserungen unserer Prozesse sorgen wir dafür, dass Bewerber frühzeitig auf uns aufmerksam werden. Eine schnelle und zielgerichtete Bearbeitung einer Bewerbung sorgt für zügige Entscheidungen, mit der wir uns deutlich von anderen Arbeitgebern absetzen. Darüber hinaus führt die Unternehmensentwicklung zu einer gesteigerten technologischen Attraktivität der zu besetzenden Arbeitsplätze.
Wir verfolgen grundsätzlich die Strategie, den Personalbestand nur soweit dem Nachfrageniveau mit fachgerechtem Personal anzupassen, als dass daraus ein langfristig qualifiziertes Wachstum ohne auslastungsbedingte Veränderungen des Personalbestands realisiert werden kann. Dies setzt voraus, dass die Anforderungen des Marktes durch entsprechendes Personal erfüllt werden können. Andererseits stellt die richtig gewählte Mitarbeiterqualifikation die Voraussetzung für die kontinuierliche Auslastung unserer Ressourcen dar, so dass wir die derzeitige Erhöhung des Angebotes an qualifizierten Bewerbern nutzen, um weniger qualifizierte Mitarbeiter, die mittelfristig weniger nachgefragt werden, zu ersetzen. Durch die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise und dem damit verbundenen Nachfragerückgang mussten die Personalkapazitäten über das übliche Maß hinaus angepasst werden, um die Umsatzverluste auf der Aufwandsseite anpassen zu können und somit den Bestand der verbleibenden Arbeitsplätze zu gewährleisten.
Das durchschnittliche Bruttogehalt hat sich per 31. Dezember 2009 gegenüber dem Jahresende 2008 um -8,5% reduziert. Der entsprechende Veränderungswert für das Geschäftsjahr 2008 beträgt +10,1%. Für das laufende Geschäftsjahr gehen wir von einer Steigerung der durchschnittlichen Bruttogehälter in Höhe von rd. 3,00% aus. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts ist eine Veränderung des Gehaltsniveaus gegenüber dem Jahresende 2009 von rd. +2,6% eingetreten. Gegenüber dem Vergleichszeitpunkt des Vorjahres ergibt sich eine Reduzierung von -4,1%. Wir gehen davon aus, dass aktuelle Ressourcenverfügbarkeit weitgehend stabile Ressourcenkosten zur Folge haben wird.
6. Investitionen
Das aktivierte Investitionsvolumen in 2009 beträgt rd. T€ 1.765 und liegt über dem Niveau des Vorjahres (T€ 602).
Hiervon wurde in den Bereich Immaterielle Vermögensgegenstände rd. T€ 329 (VJ: T€ 286) investiert. In diesem Betrag sind die Erweiterungen der Systeme COIS, MC und MIS inklusive der Anbindungen an Internet, Intranet und Extranet sowie die Anschaffungen von allgemeiner Software für die Kompetenzcenter und die Verwaltung enthalten.
Im Bereich des Immobilienvermögens wurden zwei Büroeinheiten am Standort der Un-ternehmenszentrale in Nürnberg erworben, die zu einem Zugang zum Anlagevermögen in Höhe von rd. T€ 382 (VJ: T€ 120) geführt hat. Die geleisteten Anzahlungen in Höhe von T€ 52 aus dem Geschäftsjahr 2008 wurden in das Immobilienvermögen umgebucht.
Ein Investitionsvolumen in Höhe von rd. T€ 165 (VJ: T€ 140) entfällt auf den Bereich Betriebs- und Geschäftsausstattung. Hierbei handelt es sich in erster Linie um Ersatzinvestitionen. Abgänge sind im Bereich Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von rd. T€ 3 (VJ: rd. T€ 11) zu verzeichnen.
Für das Geschäftsjahr 2010 stehen folgende Investitionen in das Sachanlagevermögen an:
Weitere Modifikation des COIS-Systems für die is Industrial Services AG und deren Tochtergesellschaften in Form von Software und deren Anpassung;
Zyklische Ersatzinvestitionen für alle Verwaltungsbereiche und alle Technischen Büros in Form von Hard- und Software;
Im Berichtsjahr 2009 erfolgten Investitionen in das Finanzanlagevermögen in Höhe von T€ 889, die im Zusammenhang mit dem Erwerb der Anteile an dem Beteiligungsunternehmen is Industrie Software GmbH erfolgt sind. Die Gesellschaft hat im November 2009 mit dem außen stehenden Gesellschafter die Übernahme seiner Anteile vereinbart. Die Gesellschaft ist seitdem die alleinige Gesellschafterin dieses verbundenen Unternehmens. Darüber hinaus hat die Gesellschaft die Anteile des außenstehenden Gesellschafters der is Industrial Services s.r.o., Tschechien übernommen. Aufgrund der Ertragslage der Gesellschaft erfolgte die Übernahme zu einem symbolischen Kaufpreis.
Per 31. Dezember 2009 bestanden folgende Beteiligungen:
Engineering-Group:
is Industrie Software GmbH, Nürnberg, Deutschland
Stammkapital: EUR 55.000
Beteiligungshöhe: 100%
is Industrial Services GmbH, Salzburg, Österreich
Stammkapital: EUR 350.000
Beteiligungshöhe: 75%
Außenstehende Gesellschafter: Eduard Mohr, 25%, Geschäftsführer
is Industrial Services AG, Zürich, Schweiz
Grundkapital: CHF 150.000
Beteiligungshöhe: 52%
Außenstehende Gesellschafter: Walter Steiner, 24%, Geschäftsführer
Beat Hiller, 24%, Geschäftsführer
is Industrial Services s.r.o., Prag, Tschechische Republik
Stammkapital: CZ 1.700.000
Beteiligungshöhe: 100%
Global Engineering Services, Inc., Atlanta, Georgia, USA
Stammkapital: USD 100.000
Beteiligungshöhe: 100%
Communication-Group
Next Version GmbH, Nürnberg, Deutschland
Stammkapital: EUR 55.000
Beteiligungshöhe: 100%
is Industrie Software GmbH, Salzburg, Österreich
Stammkapital: EUR 100.000
Beteiligungshöhe: 100%
art4tech AG advertising, Nürnberg, Deutschland
Grundkapital: EUR 55.000
Beteiligungshöhe: 100%
is@web GmbH Knowledge Management, Nürnberg, Deutschland
Stammkapital: EUR 55.000
Beteiligungshöhe: 100%
Gemäß der strategischen Aufstellung der [is group] vertreiben die einzelnen Landesgesellschaften das vollständige Dienstleistungsangebot der Unternehmensgruppe. Diese Vertriebsverantwortung wird von der is Industrial Services AG, Nürnberg, für Deutschland, von is Industrial Services GmbH, Salzburg, für Österreich, der is Industrial Services AG, Zürich für die Schweiz und durch die is Industrial Services s.r.o., Prag für die Tschechische Republik sowie durch die Global Engineering Services, Inc., Atlanta für den nordamerikanischen Markt wahrgenommen. Hierbei steigt die regionale Abdeckung in den jeweiligen Ländern mit der Dauer der Aktivitäten und der Größe der jeweiligen Landesgesellschaft.
Die is Industrie Software GmbH, Deutschland und die is@web GmbH Knowledge Management, Deutschland decken die Bereiche technische Softwareentwicklung, Softwareentwicklung für Webtechnologie und für Content Management sowie für Betriebsorganisationssoftware und Datenintegration ab.
Die Next Version GmbH, Deutschland firmierte bis August 2009 als knowledge upload GmbH. Diese Gesellschaft soll zukünftig die Aus- und Weiterbildung und die Personalentwicklung innerhalb der [is group] verantworten. Das technisch orientierte Bildungsangebot richtet sich auch an den Kundenkreis der Unternehmen der Engineering-Group. Aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung in 2009 wurde die Aufnahme der operativen Geschäftstätigkeit verschoben.
Die is Industrie Software GmbH, Österreich ist aus der Verschmelzung der Next Version GmbH, Österreich auf die sport-is GmbH, Österreich entstanden. Die Gesellschaft soll mittelfristig den Bereich Softwareentwicklung in Österreich als Landesgesellschaft der is Industrie Software GmbH, Deutschland wahrnehmen.
Die art4tech AG advertising, Deutschland ist als Werbeagentur tätig und verantwortet den werblichen Auftritt der [is group]. Somit werden Werbeleistungen, die bisher von fremden Agenturen erbracht wurden, innerhalb der [is group] realisiert. Darüber hinaus bedient die Gesellschaft Kunden außerhalb der Unternehmensgruppe unter dem technologischen Fokus.
Alle Tochtergesellschaften sind in ein einheitliches Vertriebs- und Marketingkonzept integriert. Alle wesentlichen Verwaltungs- und Organisationsaufgaben sowie das Finanz- und Rechnungswesen werden zentral über die Konzernmuttergesellschaft sichergestellt.
Die is Industrie Software GmbH, Deutschland musste im Berichtsjahr 2009 einen un-terdurchschnittlichen Umsatzrückgang hinnehmen. Der Umsatz fiel um 12,3 % geringer aus als im Geschäftsjahr 2008. Die Gesellschaft beendete das Geschäftsjahr 2009 mit einem gegenüber Vorjahr nahezu unveränderten operativen Ergebnis. Das Jahresergebnis vor Gewinnabführung beträgt rd. T€ 737. Der Beginn des Geschäftsjahrs 2010 ist im Rahmen der Erwartungen verlaufen.
Die is Industrial Services GmbH, Salzburg, Österreich hat im Berichtsjahr ein Umsatzvolumen realisiert, das rd. 36,1% unter dem Vorjahr lag. Der Umsatzrückgang steht in unmittelbarem Zusammenhang mit der weltweiten Wirtschaftskrise, von denen der Kundenkreis des Tochterunternehmens seit Januar 2009 betroffen war. Die Rentabilität des Unternehmens hat sich durch den reduzierten Geschäftsumfang der Gesellschaft deutlich verschlechtert und ist negativ. Auch wenn dem Unternehmen eine schnelle Anpassung der aufwandstragenden Strukturen gelungen ist, führen Aufwandsremanzen zu Belastungen, die nicht vollständig abgefedert werden konnten. Darüber hinaus führen Einmaleffekte zu Ertragsbelastungen. Der durch die weiterhin hohen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verursachte Finanzbedarf dokumentiert sich in einer großen Belastung des Unternehmens durch das Finanzergebnis. Das Jahresergebnis der Tochtergesellschaft ist mit -T€ 592 (VJ: T€ 50) deutlich negativ. In diesem Ergebnis ist die Gutschrift der Muttergesellschaft auf einen Teil ihrer Forderungen aus dem Vertrag "Übernahme administrativer Tätigkeiten" sowie aus Zinsen auf Verrechnungskonten in Höhe von T€ 500 (VJ: T€ 300) enthalten. Die Gutschrift wurde, wie bereits im Geschäftsjahr 2008, unter Besserungsabrede erteilt.
Im laufenden Geschäftsjahr 2010 entwickelt sich die Gesellschaft auf niedrigem Niveau mit geringen Abweichungen von den Planvorgaben. Die Anfragesituation zeigt, dass diese Abweichungen im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres ausgeglichen werden können.
Die is Industrial Services AG, Zürich, Schweiz hat das Berichtsjahr 2009 mit einer Umsatzreduktion von 10,4% auf TCHF 3.679 abgeschlossen. Das Jahresergebnis ist mit TCHF -74 negativ, nachdem die in 2008 geschaffenen Aufwandsstrukturen nicht innerhalb des erforderlichen Zeitraums durch entsprechendes Geschäftsvolumen kompensiert werden konnten. Im Vorjahr hatte das Unternehmen bereits ein negatives Ergebnis in Höhe von -TCHF 155 realisieren müssen, so dass die Eigenkapitalaus-stattung keinesfalls den Erwartungen des Mehrheitsgesellschafters entspricht. Das Unternehmen hat sich in einem regionalen Markt als Anbieter für Verkehrsleittechnik / Verkehrstelematik und Kommunikationstechnik etabliert. Die nachhaltige Übertragung dieser Kompetenz auf das Marktgebiet der gesamten Unternehmensgruppe steht noch aus. Im laufenden Geschäftsjahr 2010 liegt die Entwicklung noch unter den Erwartungen.
Die is Industrial Services s.r.o., Prag, Tschechische Republik, ist im Krisenjahr 2009 mit einem Umsatzverlust von rd. 70,0% konfrontiert worden. Das Ergebnis ist stark negativ, nachdem die zu Beginn des Geschäftsjahres sich abzeichnende Entwicklung nicht eingetreten war. Die Mehrheitsgesellschafterin hat zum Ende des Geschäftsjahres die Konsequenzen aus der Entwicklung gezogen und die Leitung der Gesellschaft direkt zur Muttergesellschaft übertragen. Hiermit waren umfangreiche Kostenmaß-nahmen verbunden. Im laufenden Geschäftsjahr 2010 zeigt sich eine positive Entwicklung, die die Grundlage für die zu erwartenden Planerfüllung darstellt.
Die Global Engineering Services, Inc., USA konnte die Kapazitäten im Berichtsjahr im Rahmen der bestehenden Verträge auslasten. Die Kostenanpassungen in der Vergangenheit haben bewirkt, dass im Geschäftsjahr 2009 lediglich ein geringfügiger Verlust eingetreten ist. Die gesamtwirtschaftliche Lage im Markt der Gesellschaft hat dazu geführt, dass das Unternehmen in seiner gegenwärtigen Form weitergeführt werden wird, ohne besondere Aktivitäten zum Ausbau des Geschäftsumfangs zu ergreifen. Für das laufende Geschäftsjahr 2010 wurde keine Planung erstellt. Es werden selektive Umsätze aus Projekten mit den Gesellschaften aus dem Konzernverbund erwartet. Sofern diese nicht realisiert werden können, ergibt sich wiederum ein leicht negatives Ergebnis aus der minimalen Administration der Gesellschaft.
Die art4tech AG advertising, Deutschland hat im Geschäftsjahr 2009 ein deutlich negatives Ergebnis erwirtschaftet. Die Umsätze haben sich gegenüber dem Vorjahr um 38,7% auf T€ 397 reduziert. Das operative Jahresergebnis ist deutlich negativ, so dass die is Industrial Services AG einen Forderungsverzicht in Höhe von T€ 300 ausgesprochen hat. Dieser Verzicht wurde gegen Besserungsabrede ausgesprochen. Unter Berücksichtigung dieses Verzichtes ergibt sich noch ein negatives Ergebnis in Höhe von -T€ 46. Für das laufende Geschäftsjahr 2010 rechnen wir mit einer nachhaltigen Steigerung mit Kunden außerhalb der Unternehmensgruppe und mit einem ausgeglichenen Ergebnis.
Die is@web GmbH Knowledge Management, Deutschland hat in 2009 nahezu ausschließlich Aufgaben für die [is group] erfüllt, nachdem der geplante Aufbau eines konzernexternen Kundenkreises nicht gelungen ist. Der Umsatz liegt im Berichtsjahr bei T€ 970 gegenüber T€ 1.079 im Vorjahr. Es wurde ein positives Ergebnis erwirtschaftet. Ab dem Geschäftsjahr 2008 wurde von der Gesellschaft die IT-Abteilung der is Industrial Services AG vollständig übernommen. Im Geschäftsjahr 2010 ist die Ausweitung des Geschäftsumfangs auf Kunden außerhalb der [is group] vorgesehen. Hierbei sollen neben Entwicklungsdienstleistungen auch die eigenen Softwareprodukte der [is group] vermarktet werden. Zu Beginn des laufenden Geschäftsjahres 2010 werden die Grundlagen zur Erreichung der Planvorgaben geschaffen.
Die Tochtergesellschaften der is Industrial Services AG übernehmen eine wichtige Funktion innerhalb der technologisch ausgerichteten Firmengruppe. Die Landesgesellschaften werden von den Kunden in dem jeweiligen Land als inländische Gesellschaft mit internationalem Hintergrund wahrgenommen, während die Gesellschaften mit einer speziellen Produktpalette ein eigenes Profil unter dem Dach der Marke "is" entwickeln können. Hieraus ergibt sich eine Konstellation, die je nach Bedarf einen gemeinsamen oder getrennten Marktauftritt unter der grundsätzlichen Aussage der Dachmarke erlaubt. Die gemeinsame Nutzung der Kundenkontakte aller Gruppengesellschaften und die Kenntnisse über Technologien und Zusammenhänge unterstützen das Wachstum aller Gesellschaften der [is group].
Das Engagement unserer Gesellschaft in den Beteiligungsbereich ist für jede Gesellschaft mit Meilensteinen für einzelne Zielsetzungen versehen, die eng an das Beteiligungscontrolling geknüpft sind. Sofern die anvisierten Wachstums- und Ertragsziele nicht realisiert werden können, steht das jeweilige Beteiligungsengagement zur Disposition, um die Ertragslage und die Liquidität der Unternehmensgruppe nicht zu gefährden und die Ressourcenallokation in ertragreiche Aktivitäten sicherzustellen.
7. Finanzierungsmaßnahmen und -vorhaben
Die is Industrial Services AG und ihre Beteiligungsgesellschaften befinden sich in einer über die nächsten Jahre angelegten kontinuierlichen Wachstumsphase, die zu einer anhaltenden Ertragssteigerung aus dem operativen Geschäft führen soll. Diese Entwicklung wurde durch die Finanz- und Wirtschaftskrise vehement unterbrochen. Die Finanzierungsmaßnahmen sind in der Vergangenheit an den Anforderungen dieser Wachstumsstrategie ausgerichtet worden. Unverändert müssen alle Finanzie-rungsmaßnahmen auch die Folgen, die durch die weiterhin hohe Mittelbindung bei der is Industrial Services GmbH, Österreich in Bezug auf die hohen Forderungsbestände eingetreten sind, berücksichtigen.
Grundsätzlich basiert die Finanzierung der Gesellschaft und der gesamten Unternehmensgruppe auf einer ausreichenden Eigenkapitalbasis, die sich aus einem Grundkapital in ausreichender Höhe und nachrangigen Finanzierungsbausteinen zusammensetzt. Die unterschiedlichen Maßnahmen zur Stärkung der Ertragskraft bilden die Grundlage für eine weitere Stärkung der Eigenmittel. Die Quote eigener Mittel und mit Nachrangabreden versehener Finanzierungsbausteine am Gesamtkapital soll nach der Zielsetzung des Vorstandes dauerhaft mindestens 30% betragen. Hierzu ist es erforderlich, dass die Erträge aus dem operativen Geschäft dauerhaft die entsprechende Größenordnung erreichen und nicht durch außerordentliche Effekte insbesondere aus dem Beteiligungsbereich belastet werden.
Die angestrebte Entwicklung des Eigenkapitals wurde durch das Jahresergebnis 2009 unterbrochen, nachdem die Ertragslage der Gesellschaft in 2007 und 2008 zu einer deutlichen Verbesserung der Eigenkapitalausstattung geführt hatte. Die Aktionäre der Gesellschaft haben im Berichtsjahr 2009 eine Barkapitalerhöhung durchgeführt und das Grundkapital der Aktiengesellschaft um T€ 305 auf T€ 900 erhöht.
Die nachrangigen Finanzierungen in Höhe von T€ 1.100 bestehen in Form einer stillen Beteiligung durch die BayBG Bayerische Beteiligungsgesellschaft mbH, München, in Form eines Mezzanindarlehens der UniCredit Bank AG und der KfW Kreditanstalt für Wiederaufbau. Das Aktienkapital der Gesellschaft wird von den Vorständen der Gesellschaft gehalten und befindet sich im Privatbesitz.
Zur weiteren Stärkung der Eigenkapitalausstattung hat der Vorstand die Emission von Genussrechten beschlossen und im zweiten Halbjahr des Berichtsjahres 2009 vorbereitet. Das Volumen der Genussrechtsemission beträgt T€ 3.000. Die Genussrechte werden seit Dezember 2009 öffentlich zum Erwerb angeboten, nachdem die erforderlichen Genehmigungen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BAFIN) erteilt worden ist. Parallel zu der Zeichnung von Genussrechten bietet das Unterneh-men auch den Erwerb von Teilschuldverschreibungen an. Das Emissionsvolumen beträgt T€ 2.800. Die erforderlichen Genehmigungen der BAFIN zum öffentlichen Angebot dieser Vermögensanlage liegen ebenfalls vor. Die Teilschuldverschreibungen werden ebenfalls seit Dezember 2009 zur Zeichnung angeboten. Die aktive Ansprache möglicher Investoren erfolgt seit Beginn des laufenden Geschäftsjahres. Der mögliche Platzierungserfolg kann aufgrund der individuellen Situation der Unterneh-mensgruppe und hohen Verunsicherung möglicher Anleger durch die Finanzmarktkrise nicht abgeschätzt werden. Wir stellen aktuell selektives Interesse fest und konnten erste Platzierungen tätigen.
Die Zielsetzung der Emission der Genussrechte ist die Erhöhung des wirtschaftlichen Eigenkapitals der Gesellschaft, durch die auch eine Substituierung der bestehenden nachrangigen Finanzierungsbausteine erfolgen kann. Bezüglich der Verwendung der zufließenden Mittel verfolgen wir die Zielsetzung der nahezu vollständigen Ablösung aller Bankverbindlichkeiten durch die beiden Finanzierungsbausteine Genussrecht und Schuldverschreibung zur Auflösung der bestehenden Abhängigkeiten durch die aktuelle Finanzierungsstruktur. Die zufließenden Mittel würden darüber hinaus Spielraum für die diskutierten Kapitalerhöhungen bei verbundenen Unternehmen bieten. Neben der individuellen Zielsetzung des Konzerns muss die Entwicklung auf dem Bankenmarkt beobachtet werden. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass es durch die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise zu einer Verknappung von Kreditmitteln kommen wird, nach dem die absolute Anzahl an möglichen Bankpartnern in den letzten Jahren weiter abgenommen hat. Die Anzahl der Bankengruppen, mit der die is Industrial Services AG - Gruppe zusammenarbeitet, hat sich durch Fusionen in den letzten Jahren halbiert. Zuletzt hatte die Commerzbank AG die Dresdner Bank AG übernommen.
Die laufende Unternehmensfinanzierung der [is group] erfolgt unverändert über die Hausbanken, mit denen im Januar 2010 die Finanzierung der Finanzierungsanforderungen der Geschäftsjahre 2010 und 2011 unter Einbindung der LfA Förderbank Bayern verhandelt worden ist. Der Bankenkreis besteht aktuell aus der UniCredit Bank AG und der Commerzbank AG, nachdem die Dresdner Bank AG mit der Commerzbank AG fusioniert wurde. Die hohen Forderungen der österreichischen Tochtergesellschaft binden einen hohen Betrag, der in der bestehenden Finanzierung enthalten ist. Aufgrund der absoluten Höhe des Finanzierungsbedarfs gegenüber des normalen Volumens der Betriebsmittelfinanzierung wurde hinsichtlich der Kreditsicherheiten und der Rückführungsmodalitäten mit allen Banken eine einheitliche Vereinbarung getroffen, die bis auf weiteres Bestand hat.
Die Finanzierung der Tochtergesellschaften erfolgt zum überwiegenden Teil aus den Kreditfazilitäten der Konzernmuttergesellschaft. Die Landesgesellschaften in Österreich und in der Schweiz verfügen über eigene Kreditlinien bei den Banken in den jeweiligen Ländern. Grundsätzlich sollen alle Landesgesellschaften eigene Finanzierungsmöglichkeiten aufbauen, wobei eine Abdeckung von Liquiditätsspitzen aus dem Konzern im Rahmen eines Cash-Management-Systems erfolgen kann. Die Landes-gesellschaft in Österreich benötigt naturgemäß eine permanente Unterstützung durch die Konzernmuttergesellschaft für die Finanzierung der Forderungen gegen die Alpine Deutschland Bau AG. Diese Unterstützung dokumentiert sich bei der is Industrial Services AG in den Forderungen gegen die österreichische Gesellschaft in Höhe von rd. T€ 2.459.
Grundsätzlich werden bankenunabhängige Finanzierungsmöglichkeiten eine immer größere Bedeutung erlangen. In den Jahren 2008 und 2009 wurden Immobilienfinanzierungen durch so genannte Mietkaufvarianten direkt über die Verkäufer dargestellt. Ebenso hat die is Industrial Services AG ein Mitarbeitersparprogramm aufgelegt, das aufgrund des guten Erfolges einen Beitrag zur laufenden Unternehmensfinanzierung in nicht zu unterschätzender Größenordnung leistet. Eine Finanzierung über Leasing kommt insbesondere im Bereich des Fuhrparks der [is group] zum Einsatz.
Das Unternehmen versucht durch ein konsequentes Kredit- und Forderungsmanagement, die Bindung seiner Finanzmittel auf ein geringes Maß zu reduzieren. Bestehende Währungsrisiken werden in ausreichenden Abständen ermittelt und gegebenenfalls abgesichert. Derivative Finanzinstrumente werden gegenwärtig ausschließlich zur Zinssicherung ohne Risiko für das Unternehmen eingesetzt.
8. Personal- und Sozialbereich
Die is Industrial Services AG hat im Jahresdurchschnitt 2009 95 Mitarbeiter beschäftigt. Im Vorjahr 2008 betrug der Mitarbeiterbestand im Jahresdurchschnitt 138. Zum 31. Dezember 2009 waren 80 Mitarbeiter beschäftigt. Zum Jahresende 2008 waren 137 Mitarbeiter beschäftigt. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts beschäftigt die Gesellschaft 84 Mitarbeiter. Die [is group] hat im Jahresdurchschnitt 2009 273 Mitarbeiter beschäftigt. Im Vorjahr 2008 betrug der Mitarbeiterbestand der [is group] 367. Zum 31. Dezember 2009 waren 235 Mitarbeiter in der [is group] beschäftigt. Zum Jahresende 2008 waren 380 Mitarbeiter beschäftigt.
Die Mitarbeiter in unserem Unternehmen verfügen zum überwiegenden Teil über ein Ingenieurstudium, ein Informatikstudium und / oder eine Ausbildung an einer Technikerschule sowie in vielen Fällen einer Vielzahl von Zusatzqualifikationen.
Die Belegschaft der is Industrial Services AG setzt sich aus rd. 85,1 % männlichen und rd. 14,9% weiblichen Angestellten zusammen. Im Berichtsjahr wurden in unserer Hauptverwaltung drei Auszubildende für das Berufsbild "Kaufleute für Bürokommunikation" beschäftigt. Im Geschäftsjahr 2010 werden weiterhin drei Ausbildungsplätze zur Verfügung gestellt.
Die is Industrial Services AG ist Mitglied im Arbeitgeberverband mittelständischer Personaldienstleister (AMP) und wendet den Tarifvertrag zwischen dem Arbeitgeberverband und der Tarifgemeinschaft Christliche Gewerkschaften Zeitarbeit und PSA an.
Alle Mitarbeiter verfügen unabhängig von der Anwendung des vorgenannten Tarifvertrags über eine flexible Arbeitszeitregelung. Besondere Vergütungsregelungen in Form von Gewinnbeteiligungen oder Bonifikationen existieren im Managementbereich. In der Breite bietet die is Industrial Services AG ihren Mitarbeitern Sozialleistungen über den gesetzlichen Rahmen hinaus. Zur Durchführung der gesetzlich vorgeschriebenen Altersversorgung haben wir eine entsprechende Vereinbarung mit der Allianz Pensionskasse AG, München geschlossen, in der zusätzliche Altersvorsorge über Entgeltumwandlung erfolgen kann.
Die Kenntnisse und Fähigkeiten unserer Mitarbeiter werden laufend durch Ausbildungen und Schulungen vertieft und so auf dem aktuellen Stand der Technik gehalten. Die Ausbildungen und Schulungen erfolgen über direkte Ausbildungen durch interne und externe Anbieter oder durch Training on the Job. Letztere Ausbildungsmethode wird von uns bevorzugt, da hier nicht nur Technologie- und Toolkenntnisse, sondern auch auf unsere Anforderungen zugeschnittene Kenntnisse in Projektorganisation und -management sowie im Qualitätsmanagement vermittelt werden.
9. Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009 konnte die anstehende Nachfolgeregelung bei dem Beteiligungsengagement is Industrie Software GmbH gelöst werden. Die is Industrial Services AG hat den 49% Anteil des außen stehenden Gesellschafters erworben und ist Alleingesellschafterin dieses Unternehmens. Der Erwerb wurde durch einen Beherrschungs- und Ergebnisübernahmevertrag flankiert, um die Gesellschaft in die Muttergesellschaft einzugliedern.
B. Darstellung der Lage
1. Vermögenslage
Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens haben sich in 2009 von T€ 427 auf T€ 480 erhöht, dies entspricht einer Erhöhung von T€ 53 oder 12,4%. Diese Erhöhung resultiert aus die Abschreibungen in Höhe von T€ 277 (VJ: T€ 204) überschreitenden Investitionen in Höhe von T€ 329 (VJ: T€ 286).
Im Vergleich zum 31. Dezember 2008 hat sich das Sachanlagevermögen von T€ 2.649 auf T€ 3.007 erhöht. Dies entspricht einer Steigerung von T€ 358 oder 13,5%. Die Investitionen in Höhe von T€ 546 entfallen mit T€ 382 auf die Erweiterung der Büroflächen am Standort der Unternehmenszentrale in Nürnberg. Die zusätzlichen Büroflächen werden im Eigentum der Gesellschaft gehalten. Weitere T€ 164 betreffen den Bereich Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Abschreibung auf das Sach-anlagevermögen betrug im Geschäftsjahr 2009 T€ 186.
Das Finanzanlagevermögen hat sich im Geschäftsjahr 2009 von T€ 244 auf T€ 1.076 deutlich erhöht. Die Steigerung beträgt T€ 832 und ist im Zusammenhang mit dem Erwerb der Anteile an der is Industrie Software GmbH angefallen (siehe Punkt A.6. Investitionen).
Die Gesamtinvestitionen in das Anlagevermögen (T€ 1.765) liegen mit T€ 1.302 über den Normalabschreibungen (T€ 463) des Geschäftsjahres. Das Anlagevermögen repräsentiert 58,7% des Vermögens der Gesellschaft. Der entsprechende Wert des Vorjahres lautet 41,2%.
Das Umlaufvermögen hat sich per 31. Dezember 2009 gegenüber dem Jahresende 2008 von T€ 4.720 um TEUR 1.514 auf T€ 3.206 vermindert. Diese Veränderung resultiert im Wesentlichen aus der Verminderung des Bestandes an Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen um T€ 1.077. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich ebenfalls deutlich um T€ 454 vermindert. Dies ist auf den Umsatzrückgang zurückzuführen. Der Bestand der in Arbeit befindlichen Aufträge hat sich auf um T€ 27 erhöht. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich um T€ 2 vermindert.
Das Umlaufvermögen und die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten repräsentieren 41,3% (im Vorjahr: 58,8%) des Vermögens der Gesellschaft. Die Gesamtaktiva verminderten sich von T€ 8.040 um T€ 271 auf T€ 7.769. Dies entspricht einer Reduktion von 3,4%.
Im Rahmen der Analyse der Vermögensstruktur wurde der Aktivierungswert der Rückdeckungsversicherung für Pensionszusagen in Höhe von T€ 377 mit den Rückstellungen für Pensionen verrechnet. Zudem wird der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag passivisch ausgewiesen. Hieraus erklärt sich die unterschiedliche Höhe der Gesamtaktiva und der Bilanzsumme.
2. Finanzlage
Die Eigenmittel bestehend aus Grundkapital, Rücklagen und Bilanzverlust sowie der Einlage des Stillen Gesellschafters betragen zum Ende des Berichtsjahres T€ 406 und haben sich somit gegenüber dem Vorjahr von T€ 574 um T€ 168 reduziert. Unter Hinzurechnung der mit Nachrangabrede versehenen Mezzanindarlehen in Höhe T€ 600 ergibt sich zum Ende des Berichtsjahres ein bilanzanalytisches Eigenkapital in Höhe von T€ 1.006 gegenüber T€ 1.174 zum 31. Dezember 2008. Die analytische Eigenkapitalquote hat sich leicht reduziert und liegt bei 12,8% (im Vorjahr: 14,6%).
Als langfristige Finanzierungsmittel stehen uns neben Pensionsrückstellungen, die im Berichtsjahr mit T€ 174 gegenüber dem Vorjahr um T€ 1 erhöht sind, mittel- und langfristige Bankdarlehen und sonstige mittel- und langfristige Verbindlichkeiten zur Verfügung. Das mittel- und langfristige Fremdkapital repräsentiert demnach 28,6% des Gesamtkapitals. Dieser Wert lag per 31. Dezember 2008 bei 13,8%.
Das kurzfristige Fremdkapital hat sich gegenüber 2008 von T€ 5.755 um T€ -1.217 auf T€ 4.538 reduziert. Im Bereich Sonstige Rückstellungen ist eine Erhöhung um T€ 41 zu verzeichnen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind von T€ 226 um T€ 42 auf T€ 184 gesunken.
Die Position Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zeigt eine deutliche Verminderung von T€ 1.467 um T€ 1.351 auf T€ 116, während bei den sonstigen Verbindlichkeiten inkl. Rechnungsabgrenzungsposten eine Erhöhung von T€ 1.285 um T€ 403 auf T€ 1.688 eingetreten ist.
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich von T€ 2.275 um T€ 268 auf TEUR 2.007 reduziert. Die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten in der genannten Höhe beinhalten die Tilgungsleistungen für 2010 (Restlaufzeit < 1 Jahr) auf langfristige Bankdarlehen mit einem Betrag in Höhe von TEUR 433 (VJ: TEUR 489). Das kurzfristige Fremdkapital repräsentiert 58,6% des Gesamtkapitals.
Im Rahmen der Analyse der Kapitalstruktur wurde der Aktivierungswert der Rückdeckungsversicherung für Pensionszusage in Höhe von TEUR 377 mit den Rückstellungen für Pensionen verrechnet. Zudem wird der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag passivisch ausgewiesen. Hieraus erklärt sich die unterschiedliche Höhe des Gesamtkapitals und der Bilanzsumme.
Die Finanzierungsstruktur des Unternehmens zeigt sich weniger stabil als in den Vorjahren. Das Gesamtkapital der Gesellschaft ist im Berichtszeitraum von T€ 8.040 um T€ 271 auf T€ 7.769 gesunken. Das negative Jahresergebnis 2009 führt zu einer Verschlechterung des analytischen Eigenkapitals, deren Effekt durch die durchgeführte Kapitalerhöhung weitgehend abgefangen worden ist. Das Quote des analytischen Eigenkapitals hat sich von 14,6% auf 12,8% reduziert. Der Anteil der kurzfristigen Finanzierungsmittel hat sich gegenüber dem Vorjahr von 71,6% auf 58,6% des Gesamtkapitals vermindert, während die mittel- und langfristigen Finanzierungsmittel nunmehr einen Anteil von 28,6% des Gesamtkapitals repräsentieren.
Die Finanzierungsmittel der is Industrial Services AG dienen der gesamten Unternehmensgruppe, sofern einzelne Gesellschaften nicht oder nicht über ausreichende eigene Kreditfazilitäten verfügen. Dieser Umstand spiegelt sich in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen wider.
Die horizontalen Bilanzstrukturkennzahlen stellen sich gegenüber dem Vorjahr ebenso leicht verändert dar. Die Anlagendeckung durch Eigenkapital, d.h. inklusive Einlage des stillen Gesellschafters, und mittel- und langfristige Finanzierungsmittel beträgt per 31. Dezember 2009 70,8% gegenüber dem Jahresende 2008 mit 68,8%. Das Working Capital Ratio aus Umlaufvermögen und kurzfristigem Fremdkapital nimmt per 31. Dezember 2009 wie auch zum Jahresende 2008 einen negativen Wert an.
Bei der analytischen Betrachtung der Bilanzstrukturkennziffern kann davon ausgegangen werden, dass der überwiegende Teil der Rückstellungen für nicht genommenen Urlaub und Gleitzeit langfristigen Charakter hat. Diese berechtigte Annahme führt dazu, dass die oben genannte Kennzahl positiv beeinflusst wird.
Die Kapitalflussrechnung des Unternehmens zeigt folgendes Bild:
|
|
2009
TEUR |
2008
TEUR |
Veränderung
TEUR |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 281 | 775 | -494 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -1.762 | -496 | -1.266 |
| Free Cashflow | -1.481 | 279 | -1.760 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 1.381 | 82 | 1.299 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes | -100 | 361 | -461 |
3. Ertragslage
Die Ertragslage des Unternehmens zeigt sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich verändert. Die Veränderungen ergeben sich sowohl aus den zusätzlichen Ergebniskomponenten als auch aus den bereits beschriebenen außerordentlichen Effekten aus dem Beteiligungsbereich.
Bei einer Umsatzreduzierung von 39,6% und einem Rückgang des Rohergebnisses um 39,0% verminderte sich das Vorsteuerergebnis (EBT) um T€ 1.131 auf -T€ 473 (im Vorjahr: +T€ 658). Das Jahresergebnis verminderte sich um T€ 1.116 auf -T€ 473 (im Vorjahr: +T€ 643). Das neutrale Ergebnis hat sich von -T€ 403 um -T€ 1.225 auf -T€ 1.628 verschlechtert. In dieser Position finden die vorgenannten Effekte aus dem Beteiligungsbereich ihren Niederschlag (siehe Punkt A 3. Geschäftsergebnis.). Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) beträgt -T€ 290 (im Vorjahr: +T€ 1.530) und hat sich um T€ 1.820 gegenüber dem Geschäftsjahr 2008 vermindert. Das Betriebs- und Beteiligungsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erhöhte sich leicht gegenüber dem Vorjahr um T€ 7 auf +T€ 1.162 (im Vorjahr: +T€ 1.155). Dies entspricht einer deutlich verbesserten EBIT-Marge von 23,5% (VJ: 14,1%). Das operative Ergebnis inklusive der erstmalig vorhandenen Beteiligungserträge im Zusammenhang mit der is Industrie Software GmbH hat sich somit gegenüber dem Vorjahr deutlich nahezu konstant gehalten, nachdem bereits in den beiden Vorjahren jeweils eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr erreicht werden konnte.
Die Betriebsleistung, die neben den Umsatzerlösen die Veränderungen des Bestandes an unfertigen Leistungen enthält, hat sich im Berichtsjahr um -39,2% gegenüber dem Vorjahr reduziert (im Vorjahr +10,2%). Die Veränderungen des Bestandes an unfertigen Leistungen betragen +T€ 45 (im Vorjahr: -T€ 23) gegenüber dem Vorjahr.
Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um T€ 660 auf T€ 2.075 vermindert. Diese Reduktion resultiert zum überwiegenden Teil aus der Verminderung der Erlöse aus den Umlagen im Verbundbereich, da die Verbundunternehmen ebenfalls signifikante krisenbedingte Umsatzeinbußen hinnehmen mussten. Die Umlagen dienen zum Ausgleich der für die Konzerntöchter angefallenen Aufwendungen und beinhalten darüber hinaus das Äquivalent für die Nutzung der Markenrechte der is Industrial Services AG. Diese Erträge haben ordentlichen Charakter.
Die Abschreibungen haben sich im Berichtsjahr von T€ 374 um T€ 89 auf T€ 463 erhöht. Der Hauptkostenfaktor Personalaufwand ist um -22,5% gesunken. Die Betrieblichen Aufwendungen des Unternehmens wurden insgesamt um 21,5% reduziert. In den Betrieblichen Aufwendungen sind die Aufwendungen, die an Verbundunternehmen weiterbelastet worden sind, enthalten.
Das Beteiligungsergebnis resultiert aus der Übernahme der außenstehenden Anteile der is Industrie Software GmbH. Die Tochtergesellschaft hat im Berichtsjahr die Gewinnrücklagen an die Muttergesellschaft ausgeschüttet und das Jahresergebnis an die Muttergesellschaft abgeführt.
Die Rendite des Jahresergebnisses auf das in den letzten zwei Jahren durchschnittlich eingesetzte Gesamtkapital ist negativ (im Vorjahr: +8,5%). Das bilanzanalytische Eigenkapital rentierte im Vorjahr mit 54,8%. Die Umsatzrendite lag im Vorjahr bei 7,9%, während das EBITDA im Vorjahr 18,7% der Betriebsleistung betrug. Diese Werte sind für das Berichtsjahr negativ. Das EBIT beträgt im Berichtsjahr 2009 23,5% (im Vorjahr: 14,1%) der Betriebsleistung.
C. Voraussichtliche Entwicklung mit Hinweisen auf wesentliche Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
Die is Industrial Services AG hat neben der operativen Geschäftstätigkeit die Holdingfunktion für den Verbundbereich übernommen. Somit ist die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft durch die Entwicklung dieser beiden Bereiche bestimmt. Die Gesellschaft ist durch die bestehenden Strukturkosten zur Sicherstellung der Holdingfunktionen auf die Verrechnung ihrer Leistungen in den Verbundbereich und in der Folge auf den Liquiditätszufluss für diese Verrechnungen angewiesen.
Dies bedeutet, dass für die is Industrial Services AG ein Ertragsrisiko in Höhe der dann nicht realisierten Verwaltungsumlagen besteht, sofern die geplanten Umsatzvolumina bei den Tochtergesellschaften nicht erreicht werden. Diese Erträge sind Bestandteil der Finanzierung der bereits vorhandenen Strukturkosten. Mit steigenden Umsatzvolumina in der [is group] vermindert sich dieses Ertragsrisiko, da die Strukturkosten stark unterproportional zur Umsatzsteigerung wachsen, sofern der Break-Even nachhaltig überschritten wird. Hieraus ergibt sich für die is Industrial Services AG eine entsprechende Ertragschance. Für den Fall, dass die Gesellschaft selbst ihre angestrebten Umsatzvolumina nicht erreicht, ergeben sich hieraus Ertragsrisiken aus dem eigenen operativen Geschäft. Das Umsatzvolumen wird von dem Mitarbeiterbestand und der Kapazitätsauslastung bestimmt.
Zur Reduzierung der Ertragsrisiken der Gesellschaft hat der Vorstand die Integration der in der Vergangenheit erfolgreich operierenden Tochtergesellschaft is Industrie Software GmbH, Deutschland begonnen. Nach der Übernahme der Anteile des außenstehenden Gesellschafters wurde ein Beherrschungs- und Ergebnisübernahmevertrag geschlossen und somit eine körperschaftliche Organschaft begründet. Somit erreicht der Vorstand die Zusammenfassung der Erträge aus dem gesamten Deutschlandgeschäft der Engineering-Group.
Die Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 / 2009 hat zu dramatischen Umsatzeinbrüchen geführt, die entsprechende Anpassungen des Mitarbeiterbestandes sowie der Strukturaufwendungen nach sich gezogen haben. Zielsetzung des laufenden Geschäftsjahres 2010 muss es somit sein, einen Teil des Verlustes an Mitarbeitern und des Umsatzverlustes auszugleichen. Das Unternehmen plant im laufenden Geschäftsjahr 2010 einen Umsatz von rd. T€ 5.200 bis T€ 6.300 realisieren zu können. Hierbei rechnen wir mit einem positiven Ergebnis aus dem operativen Geschäft der Gesellschaft. Wir rechnen unserer Unternehmensgruppe in der jetzigen verhaltenen wirtschaftlichen Aufschwungphase besondere Chancen aus, da der Bedarf an unseren Dienstleistungen stetig steigt, unsere Kunden aber nur bedingt eigene Kapazitäten aufbauen und verstärkt auf Dienstleistungsunternehmen zur Flexibilisierung ihrer Kostenstrukturen zurückgreifen.
Die Umsatz- und Ertragsplanung der is Industrial Services AG und der Verbundgesellschaften werden unter konservativen Planungsansätzen erstellt und in verschiedenen Szenarien gerechnet. Die Entwicklung von Anfragen, Angeboten und Auftragseingang unterliegt einer permanenten Beobachtung. Durch die Anpassung der Strukturaufwendungen wurde für die Unternehmensgruppe der Break-Even-Umsatz gegenüber dem Vorjahr deutlich reduziert. Sofern die Zielerreichung nicht realisiert werden könnte und die unteren Planwerte unterschritten werden würden, wäre eine nochmalige Anpassung der Strukturaufwendungen erforderlich. Allerdings hat die Entwicklung des Berichtsjahres 2009 gezeigt, dass die Strukturaufwendungen nur bedingt reduziert werden können. Seit dem zweiten Quartal 2009 wurden umfangreiche Kostensenkungen bis hin zur Reduzierung der Vergütung des Managements in Höhe von über 20% durchgeführt. Eine weitgehende Veränderung der Kostenstruktur kann nur durch eine signifikante Veränderung des Konzernaufbaus unter Veränderung des Geschäftsmodells erreicht werden. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts entwickelt sich der Geschäftsumfang der Gesellschaft im unteren Drittel der Erwartungen. Die Indikatoren weisen darauf hin, dass sich der Geschäftsumfang in den nächsten Wochen deutlich ausbauen lässt. Sofern Umsatz und Ertrag das obere Ende der Planungsszenarien erreichen, ergibt sich bei der is Industrial Services AG und ihren Tochtergesellschaften ein deutlicher Ertragszuwachs, da die dann positive Entwicklung auf Basis verminderter Strukturaufwendungen realisiert worden wäre.
Die Liquiditätslage der is Industrial Services AG hat sich zum Ende 2009 aufgrund der Umsatz- und Ergebnissituation der Gesellschaft und ihres Beteiligungsbereiches verschlechtert, nachdem zunächst der Umsatzrückgang eine Freisetzung der gebundenen Mittel im Forderungsbestand bewirkt hatte und der Gesellschaft durch die Kapitalmaßnahmen der Gesellschafter liquide Mittel zugeflossen waren. Der Vorstand hat frühzeitig die Liquiditätsanforderungen der Gesellschaft und der Unternehmensgruppe, die insbesondere mit dem geplanten Wachstum in 2010 entstehen, ermittelt und mit den finanzierenden Banken die Bereitstellung der erforderlichen Kreditlinien erfolgreich verhandelt. Auf Basis der untersten Planungsvariante für die Geschäftsjahre 2010 und 2011 ergibt sich die vollständige Finanzierung der Gesellschaft. Die Steuerung der Zahlungsfähigkeit erfolgt über eine detaillierte Liquiditätsplanung für alle Gesellschaften der Unternehmensgruppe. Die Liquiditätsentwicklung wird somit über einen ausreichenden Planungshorizont prognostiziert, so dass bei Abweichung der erwarteten Entwicklung frühzeitig Maßnahmen ergriffen werden können.
Für die is Industrial Services AG besteht grundsätzlich ein zweidimensionales Liquiditätsrisiko. Dieses besteht einerseits darin, dass die vorhandenen Kreditfazilitäten zur Finanzierung des Wachstums aufgrund einer flachen Wachstumskurve und der damit verbundenen Verlängerung der Vorfinanzierungszeiträume nicht ausreichend sein könnten. Andererseits besteht das Liquiditätsrisiko in der Situation, dass die prognostizierten Ergebnisse nicht oder nicht in ausreichender Höhe eintreten und die einge-gangenen Verpflichtungen nicht oder nur zeitversetzt erfüllt werden können.
Unser Unternehmen hat der is Industrial Services GmbH, Österreich umfangreiche Liquidität zur Verfügung gestellt, die zur Finanzierung der nicht bezahlten Forderungen aus dem Themenbereich Wettbewerbsprojekte (Alpine Bau Deutschland AG) benötigt worden sind. Das Gerichtsverfahren gegen die ARGEn EM 2008 Stadien, das die Tochtergesellschaft zuletzt belastete, konnte im Dezember 2009 im Vergleichswege abgeschlossen werden. Hieraus flossen im Januar 2010 T€ 1.100 exklusive Mehrwertsteuer an das Tochterunternehmen. Dies führte zu einer Reduzierung des Kapitalbedarfs in der Unternehmensgruppe für 2010 und 2011. Zur Realisierung der Forderung in Höhe von T€ 1.904 gegenüber Alpine Bau Deutschland AG musste Klage erhoben werden. Dieses Gerichtsverfahren weist komplexe technische und juristische Fragestellungen auf, so dass keine sichere Annahme über den Ausgang des Verfahrens prognostiziert werden kann. Die österreichische Landesgesellschaft hat für diesen Streitfall eine umfangreiche Wertberichtigung gebildet, die alle gegenwärtig erkennbaren Risiken ausreichend abbildet.
Darüber hinaus ist die is Industrial Services GmbH, Österreich Beklagte in einem Gerichtsverfahren, in dem sie sich mit einer Forderung von T€ 2.000 konfrontiert sieht. Es handelt sich hierbei um ein Bauvorhaben, an dem die Gesellschaft im Rahmen einer Planungsgemeinschaft als Planungsgesellschaft für den Bereich Technische Gebäudeausstattung verantwortlich war. Der Endkunde hat gegenüber unserem Auftraggeber erhebliche Mängel geltend gemacht, für die nun die Planungsgemeinschaft in Regress genommen werden soll. Mit Blick auf die bisherige Entwicklung des Gerichtsprozesses ist davon auszugehen, dass es der klagenden Partei schwer fallen wird, Planungsmängel in der behaupteten Höhe kausal und schlüssig zu begründen. Für die geltend gemachten Forderungen besteht teilweise Versicherungsschutz. Aus dem zugrunde liegenden Auftrag steht der is Industrial Services GmbH, Österreich noch eine Forderung in Höhe von T€ 631 zu. Es wurde eine Risikovorsorge in Form einer Einzelwertberichtigung auf die Forderung getroffen, die zum jetzigen Zeitpunkt als ausreichend angesehen werden kann.
Vor dem Hintergrund der oben geschilderten Sachverhalte sowie mit Blick auf die Geschäftsentwicklung der Beteiligungsgesellschaft kann zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts nicht ausgeschlossen werden, dass im laufenden Geschäftsjahr 2010 und in den Folgejahren weitere Teilwertberichtigungen auf unsere Forderungen gegen dieses Beteiligungsengagement in Erwägung gezogen werden müssen. Die Werthaltigkeit unserer Forderung und die Fähigkeit der Tochtergesellschaft, die Verbindlichkeiten zurückzuführen, hängen neben der Geschäftsentwicklung der Gesellschaft zu einem erheblichen Teil von dem Ausgang der vorgenannten Prozesse ab. Eine deutlich geringere Erfolgsquote als gegenwärtig angenommen würde die Finanz- und Liquiditätslage der is Industrial Services AG und der österreichischen Tochter belasten, sofern bis zum Eintritt dieser negativen Entwicklung nicht eine ausreichende Eigenmittelsubstanz in beiden Unternehmen vorhanden sein sollte. Die Umsatz- und Ertragsentwicklung der österreichischen Gesellschaft entwickelt sich im laufenden Geschäftsjahr am unteren Ende des Erwartungskorridors.
Die Ergebnisentwicklung der letzten Jahre führte bei der is Industrial Services AG zu einer deutlichen Minderung des Eigenkapitals inklusive der qualifiziert nachrangigen Finanzierungsbausteine. Das gegenwärtige Eigenkapital per 31. Dezember 2009 könnte vor dem Hintergrund der oben beschriebenen Risiken gegebenenfalls keine ausreichende Haftbasis darstellen, sofern es nicht gelingt, das Eigenkapital durch thesaurierte Gewinne oder Mittelzufluss von außen (siehe Punkt A.7. Finanzierungs-maßnahmen und -vorhaben) in ausreichender Höhe zu stärken bzw. gleichwertige Maßnahmen zu treffen.
Die operativen Risiken werden im Rahmen unserer Betriebsorganisation, die sich auf das COIS-System, das Qualitätsmanagementsystem und das Business Intelligence System stützt, transparent gemacht. Somit soll auf alle Entwicklungen frühzeitig und adäquat reagiert werden können. Alle Beteiligungsgesellschaften sind durch ein umfangreiches Beteiligungscontrolling in die Steuerungsmechanismen der is Industrial Services AG eingebunden, die kurzfristige Maßnahmen im Falle negativer Entwicklungen ermöglichen. Derartige Maßnahmen waren im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009 bei der is Industrial Services s.r.o. und der art4tech AG erforderlich. In beiden Fällen wurden die Geschäftsführer ihrer Verantwortung enthoben und durch Manager aus der Unternehmensgruppe ersetzt. Aus heutiger Sicht waren diese Maßnahmen erfolgreich.
D. Sonstige Angaben
1. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres
Die Gesellschaft konnte im 1. Quartal 2010 die erforderlichen Vereinbarungen über die Finanzierung der Unternehmensgruppe mit den Hausbanken unter Einbindung der LfA Förderbank Bayern abschließen. Dies war mit einer deutlichen Veränderung der Besicherung der Kreditfazilitäten verbunden (siehe Punkt A. 7. Finanzierungsmaßnahmen und - vorhaben). In diesem Zusammenhang wurden die Laufzeiten der nachrangigen Finanzierungsbausteine modifiziert.
Darüber hinaus sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2009 keine weiteren berichtswürdigen Ereignisse eingetreten.
2. Verwendung von Finanzinstrumenten
Derivative Finanzinstrumente werden in der is Industrial Services AG ausschließlich zur Zinssicherung ohne Risiko für das Unternehmen eingesetzt. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts besteht ein Instrument (Zins-Cap) zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos aus steigenden Geldbeschaffungskosten für einen Teilbetrag der Betriebsmittelfinanzierung.
3. Bestehende Zweigniederlassungen
Die is Industrial Services AG ist zum Zeitpunkt der Fertigstellung des Jahresabschlusses mit unselbständigen Niederlassungen an folgenden Standorten vertreten.
Mannheim
Stuttgart
Die Zweigniederlassungen stellen den Vertriebsstandort in den jeweiligen Regionen dar.
A K T I V A
| 31.12.2009
EUR |
31.12.2008
EUR |
|
| A. ANLAGEVERMÖGEN | 4.562.964,70 | 3.319.836,26 |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | 479.638,07 | 427.201,07 |
| II. Sachanlagen | 3.006.978,74 | 2.649.112,90 |
| III. Finanzanlagen | 1.076.347,89 | 243.522,29 |
| B. UMLAUFVERMÖGEN | 3.544.466,32 | 5.005.821,88 |
| I. Vorräte | 97.000,00 | 70.100,00 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 3.446.666,64 | 4.935.451,90 |
| III. Kassenbestand, Bankguthaben | 799,68 | 269,98 |
| C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN | 38.441,73 | 47.385,11 |
| D. NICHT DURCH EIGENKAPITAL GEDECKTER FEHLBETRAG | 93.779,29 | 0,00 |
| 8.239.652,04 | 8.373.043,25 |
P A S S I V A
| 31.12.2009
EUR |
31.12.2008
EUR |
|
| A. EIGENKAPITAL | 0,00 | 73.775,47 |
| I. Gezeichnetes Kapital | 900.000,00 | 595.000,00 |
| II. Kapitalrücklage | 180.789,57 | 180.789,57 |
| III. Gewinnrücklagen | 50.475,19 | 50.475,19 |
| IV. Bilanzverlust | -1.225.044,05 | -752.489,29 |
| V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag | 93.779,29 | 0,00 |
| B. EINLAGE DES STILLEN GESELLSCHAFTERS | 651.956,00 | 621.300,00 |
| C. RÜCKSTELLUNGEN | 1.096.412,00 | 1.010.265,00 |
| D. VERBINDLICHKEITEN | 6.491.284,04 | 6.667.702,78 |
| 8.239.652,04 | 8.373.043,25 |
| 2009
EUR |
2008
EUR |
|
| 1. Rohergebnis | 7.031.771,17 | 10.656.944,36 |
| 2. Personalaufwand | -4.892.595,58 | -6.306.664,24 |
| a) Löhne und Gehälter | -4.142.866,62 | -5.350.862,89 |
| b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | -749.728,96 | -955.801,35 |
| - davon für Altersversorgung: EUR 45.577,00 (Vorjahr: EUR 43.202,00) | ||
| 3. Abschreibungen | -1.949.913,72 | -373.556,00 |
| a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -462.913,72 | -373.556,00 |
| b) Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten | -1.487.000,00 | 0,00 |
| 4. sonstige betriebliche Aufwendungen | -2.509.932,50 | -3.172.252,95 |
| 5. Erträge aus Beteiligungen | 1.179.987,34 | 0,00 |
| - davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 1.179.987,34 (Vorjahr: EUR 0,00) | ||
| 6. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen | 736.697,83 | 0,00 |
| 7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 407.087,04 | 309.743,32 |
| - davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 406.901,49 (Vorjahr: EUR 307.164,71) | ||
| 8. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | -56.200,00 | -1.200,00 |
| 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -414.483,87 | -453.819,73 |
| - davon an verbundene Unternehmen: EUR 44.156,22 (Vorjahr: EUR 64.920,88) | ||
| 10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | -467.582,29 | 659.194,76 |
| 11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag/erstattete Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -862,32 | 5.228,63 |
| 12. sonstige Steuern | -4.110,15 | -6.630,15 |
| 13. aufgrund eines Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne | 0,00 | -15.000,00 |
| 14. Jahresfehlbetrag/-überschuss | -472.554,76 | 642.793,24 |
| 15. Verlustvortrag aus dem Vorjahr | -752.489,29 | -1.395.282,53 |
| 16. Bilanzverlust | -1.225.044,05 | -752.489,29 |
I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2009 die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt.
Die Gesellschaft weist Finanzverbindlichkeiten aus, die mit Rangrücktritten versehen sind. Diese Positionen in Höhe von TEUR 1.100 sind neben dem ausgewiesenen Eigenkapital dem wirtschaftlichen Eigenkapital der Gesellschaft zuzurechnen.
II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die Bewertung erfolgte nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Bewertungsvorschriften.
Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden, soweit entgeltlich erworben, mit den Anschaffungskosten bewertet und planmäßig abgeschrieben.
Die Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, bewertet. Die Abschreibung der Betriebsgebäude erfolgte linear. Soweit steuerlich zulässig, wurde degressiv abgeschrieben mit Übergang zur linearen Abschreibungsmethode, sobald diese zu höheren Abschreibungen führt.
Für Zugänge von Wirtschaftsgütern mit Anschaffungskosten von EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 wird ein Sammelposten gebildet. Dieser Sammelposten wird in jedem Geschäftsjahr mit einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst (§ 6 Abs. 2a EStG).
Anteile an verbundenen Unternehmen wurden zu den Anschaffungskosten angesetzt; bei ausländischen Währungen wurde der Kurs des Anschaffungszeitpunktes zugrunde gelegt.
Die unfertigen Leistungen wurden mit Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die angefallenen Einzelkosten und angemessene Teile der nach Richtlinie 33 EStR steuerrechtlich aktivierungspflichtigen Gemeinkosten. Kosten der allgemeinen Verwaltung, freiwillig soziale Aufwendungen und die betriebliche Altersversorgung wurden nicht mit in die Herstellungskosten einbezogen.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Absetzungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch die Pauschalwertberichtigung zu Forderungen ausreichend Rechnung getragen.
Die Pensionsrückstellungen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung der Richttafeln 2005 G nach dem Teilwert passiviert.
Der Umfang der sonstigen Rückstellungen richtet sich nach dem voraussichtlichen Bedarf. Sie decken alle erkennbaren Risiken angemessen und ausreichend ab.
Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Rückzahlungsbetrag bewertet, sofern aufgrund handelsrechtlicher Vorschriften eine Abzinsung nicht vorgeschrieben ist.
Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgte bei den Forderungen mit dem Briefkurs am Entstehungstag bzw. mit dem ungünstigeren Kurs am Abschlussstichtag sowie bei den Verbindlichkeiten mit dem Geldkurs am Entstehungstag bzw. mit dem höheren Kurs am Abschlussstichtag.
III. Angaben zur Bilanz
Anlagevermögen
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in einem Anlagenspiegel dargestellt.
Finanzanlagen
Derivative Finanzinstrumente werden in Form eines Zins - Caps zum Management von Zinsänderungschancen und -risiken bei variabel verzinslichen Finanzverbindlichkeiten eingesetzt. Die Bewertung der Finanzinstrumente erfolgte nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Bewertungsvorschriften.
Anteilsbesitz
Die Aufstellung des Anteilsbesitzes ist als Anlage dargestellt.
Vorräte
Die Vorräte haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 27 (38,4%) erhöht.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Unter den Forderungen werden Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 2.593 (VJ: TEUR 3.670) ausgewiesen. Auf einen Teil der Forderungen gegen verbundene Unternehmen wurde eine Einzelwertberichtigung gebildet.
Die sonstigen Vermögensgegenstände sind im Wesentlichen der Anspruch aus den Rückdeckungsversicherungen, Forderungen gegen Arbeitnehmer, sowie sonstige Forderungen aus der laufenden Geschäftstätigkeit.
In den Forderungen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 382 (Vorjahr: TEUR 338) enthalten.
Rechnungsabgrenzungsposten
Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten sonstige Ausgaben, soweit sie Aufwand nach dem 31. Dezember 2009 darstellen.
Grundkapital
Das Grundkapital der Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2009 von EUR 595.000,- um EUR 305.000,- erhöht und beträgt zum Ende des Geschäftsjahres 2009 EUR 900.000,-.
Anzahl der Aktien: Stück 900.000
Art und Nennbetrag: auf den Namen lautende Stückaktien zu 1 EURO
Nominal: EUR 900.000,-
Rückstellungen
Die Pensionsrückstellungen entsprechen den vereinbarten Regelungen. Die Passivierung erfolgte anhand der Barwerte aus den Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck mit einem Rechnungszinsfuß von 6 % p.a.
In den sonstigen Rückstellungen sind für alle erkennbaren, der Höhe oder Art nach ungewissen Verpflichtungen entsprechende Rückstellungen eingestellt. Die gebildeten Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken angemessen und ausreichend ab. Sie beinhalten Vorsorgen vor allem für Personalaufwendungen, sonstige betriebliche Aufwendungen, interne Kosten für Erstellung des Jahresabschlusses und des Konzernjahresabschlusses, sowie externe Kosten der Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie externe Kosten der freiwilligen Prüfung des Konzernjahresabschlusses und des Konzernlageberichts.
Verbindlichkeiten
In den Verbindlichkeiten sind enthalten:
|
|
31.12.2009
TEUR |
31.12.2008
TEUR |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 3.657 | 3.551 |
| Verbindlichkeit gegenüber verbundenen Unternehmen | 116 | 1.467 |
| 3.773 | 5.018 |
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr:
|
|
31.12.2009
TEUR |
31.12.2008
TEUR |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 2.607 | 2.625 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 116 | 1.467 |
| 2.723 | 4.092 |
Von den Verbindlichkeiten haben TEUR 4.511 (Vorjahr: TEUR 5.540) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und TEUR 561 (Vorjahr: TEUR 161) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.
Von den Verbindlichkeiten sind TEUR 3.657 (Vorjahr: TEUR 3.551) durch Grundpfandrechte und andere Sicherheiten abgesichert.
IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten insbesondere Erträge aus Umlagen, Sachleistungen und Vermietungen an die Tochtergesellschaften, Sachleistungen an Arbeitnehmer, Erhöhung der Rückdeckungsversicherungen, Mieteinnahmen sowie Versicherungsentschädigungen.
Abschreibungen
Die Abschreibungen auf das Umlaufvermögen enthalten mit TEUR 1.487 (VJ: TEUR 0) den üblichen Umfang übersteigende Wertberichtigungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen.
sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im wesentlichen Raum-, Verwaltungs- und Vertriebskosten und Aufsichtsratsvergütungen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind außerordentliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 82 (VJ: TEUR 105) enthalten.
sonstige Steuern
Die sonstigen Steuern umfassen Kfz-Steuern.
V. Sonstige Angaben
Mitarbeiter (Durchschnitt) gem. § 267 Abs. 5 HGB
| 2009 | |
| Angestellte | 95 |
| 95 |
Vorstand
Dipl.-Ing. Peter Dinstühler, Nürnberg; Vorsitzender des Vorstandes
Dipl. Bankbetriebswirt Martin Auer, Nürnberg
Aufsichtsrat
Dipl.-Ing. Hubert Essl, Herzogenaurach; Pensionär der Siemens AG; Vorsitzender des Aufsichtsrates
Dipl.-Ing. Gerhard Wahl, Erlangen; Pensionär der Siemens AG, Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates
Dr. Rolf Müller, Nürnberg, Rechtsanwalt, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer in Nürnberg
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates haben im Geschäftsjahr 2009 EUR 29.672,32 (VJ: EUR 28.515,46) betragen.
Geschäfte mit nahestehenden Personen
Das Unternehmen unterhält eine Vielzahl von Geschäftsbeziehungen, vereinzelt auch zu nahe stehenden Unternehmen und Personen. Zu den nahe stehenden Unternehmen zählen insbesondere die in der Aufstellung des Anteilsbesitzes aufgeführten Tochterunternehmen und Beteiligungen. Als nahestehende Personen werden die Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen der Gesellschaft und deren nahe Familienangehörige definiert. Alle wesentlichen Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen werden zu marktüblichen Bedingungen abgewickelt, soweit sie nicht nachfolgend aufgeführt sind. Sofern in Ausnahmefällen Geschäfte mit nahestehenden Personen abgewickelt werden, erfolgen auch diese zu marktüblichen Bedingungen.
Forderungsverzicht gegen Besserungsschein gegenüber einem Tochterunternehmen in Höhe von TEUR 500
Forderungsverzicht gegen Besserungsschein gegenüber einem weiteren Tochterunternehmen in Höhe von TEUR 300
Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
• Haftungsverhältnisse
Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen: TEUR 771 (VJ: TEUR 624)
• Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Verbindlichkeiten aus Leasing- und Mietverträgen: TEUR 486 (VJ: TEUR 778)
Rechte aus Besserungsscheinen
Die Gesellschaft hat verbundenen Unternehmen Forderungen gegen Besserungsabreden erlassen. Insgesamt stehen dem Unternehmen Rechte aus fünf Besserungsscheinen in Höhe von TEUR 1.658 zu. Im Geschäftsjahr wurden zwei Besserungsvereinbarungen über insgesamt TEUR 800 getroffen.
Konzernzugehörigkeit
Die is Industrial Services AG, Nürnberg, stellt als Mutterunternehmen zum 31. Dezember 2009 einen freiwilligen Konzernabschluss auf.
Ergebnisverwendung
Ausgehend von einem Jahresfehlbetrag von EUR 472.554,76 ergibt sich folgende Ergebnis-verwendung:
Einstellung in die gesetzliche Rücklage: EUR 0,00
Einstellung in andere Gewinnrücklage: EUR 0,00
Bilanzverlust: EUR 1.225.044,05
Nürnberg, den 20. April 2010
is Industrial Services AG
Der vom Vorstand und Aufsichtsrat festgestellte Jahresabschluss ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 28. April 2010 genehmigt worden.
Aufstellung des Anteilsbesitzes der is Industrial Services AG
zum 31. Dezember 2009
|
Gezeichnetes
Kapital/Festkapital |
||||||
| Name und Sitz der Gesellschaft | Beteiligungsanteil gem.
§16 AktG
unmittelbar |
Beteiligungsanteil gem. §16 AktG
mittelbar |
||||
| Währung | nominal | % | % | Pos. | Eigenkapital
des letzten Geschäftsjahres 1) TEUR |
|
| Verbundene Unternehmen | ||||||
| I. Inland | ||||||
| 1. is Industrie Software GmbH, Nürnberg | EUR | 55.000 | 100,0 | 0,0 | - | 103 |
| 2. is@web GmbH Knowledge Management, Nürnberg | EUR | 55.000 | 100,0 | 0,0 | - | 84 |
| 3. Next Version GmbH, Nürnberg | EUR | 55.000 | 100,0 | 0,0 | - | -1 |
| 4. art4tech AG advertising, Nürnberg | EUR | 55.000 | 100,0 | 0,0 | - | -95 |
| II. Ausland | ||||||
| 5. is Austria GmbH, Salzburg/Österreich | EUR | 350.000 | 75,0 | 0,0 | -1.565 | |
| 6. is Industrie Software GmbH, Salzburg/Österreich | EUR | 100.000 | 100,0 | 0,0 | - | -2 |
| 7. is USA Inc., Atlanta/USA | USD | 100.000 | 100,0 | 0,0 | - | -1.133 |
| 8. is Tschechien s.r.o., Prag/Tschechien | CZK | 1.700.000 | 100,0 | 0,0 | - | -134 |
| 9. is Schweiz AG, Zürich/Schweiz | CHF | 150.000 | 52,0 | 0,0 | - | -262 |
| Name und Sitz der Gesellschaft | |
| Ergebnis
des letzten Geschäftsjahres 1) TEUR |
|
| Verbundene Unternehmen | |
| I. Inland | |
| 1. is Industrie Software GmbH, Nürnberg | |
| 2. is@web GmbH Knowledge Management, Nürnberg | 7 |
| 3. Next Version GmbH, Nürnberg | -4 |
| 4. art4tech AG advertising, Nürnberg | -46 |
| II. Ausland | |
| 5. is Austria GmbH, Salzburg/Österreich | -592 |
| 6. is Industrie Software GmbH, Salzburg/Österreich | -13 |
| 7. is USA Inc., Atlanta/USA | -3 |
| 8. is Tschechien s.r.o., Prag/Tschechien | -142 |
| 9. is Schweiz AG, Zürich/Schweiz | -50 |
1) Die Umrechnung von Fremdwährungsbeträgen erfolgte zum Mittelkurs zum 31. Dezember 2009.
Zwischen der is AG und der is Industrie Software GmbH, Nürnberg besteht seit dem Geschäftsjahr 2009 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.
Der Jahresabschluss der is Industrial Services, Zürich/Schweiz, erfolgt nach schweizerischem Handelsrecht.
Die Jahresabschlüsse der is Industrial Services GmbH, Salzburg/Österreich und der is Industrie Software GmbH, Salzburg / Österreich wurden nach österreichischem Handelsrecht erstellt.
Der Jahresabschluss der Global Engineering Services, Inc., Atlanta/USA wurde nach US-GAAP aufgestellt.
|
ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
|
|||||
| 01.01.2009 | Zugänge | Umbuchungen | Abgänge | 31.12.2009 | |
| EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
|
| A. Anlagevermögen | |||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 1.349.192,28 | 329.237,45 | 0,00 | 0,00 | 1.678.429,73 |
| II. Sachanlagen | |||||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 2.629.011,30 | 382.116,32 | 52.217,25 | 0,00 | 3.063.344,87 |
| andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.751.708,78 | 165.036,70 | 0,00 | -264.976,85 | 1.651.768,63 |
| geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 52.500,16 | 0,00 | -52.217,25 | -282,91 | 0,00 |
| 4.433.220,24 | 547.153,02 | 0,00 | -265.259,76 | 4.715.113,50 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 469.852,77 | 888.275,60 | 0,00 | 0,00 | 1.358.128,37 |
| Beteiligungen | 0,00 | 750,00 | 0,00 | 0,00 | 750,00 |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | 6.000,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 6.000,00 |
| 475.852,77 | 889.025,60 | 0,00 | 0,00 | 1.364.878,37 | |
| 6.258.265,29 | 1.765.416,07 | 0,00 | -265.259,76 | 7.758.421,60 | |
|
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
|
||||
| 01.01.2009 | Zugänge | Abgänge | 31.12.2009 | |
| EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
|
| A. Anlagevermögen | ||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 921.991,21 | 276.800,45 | 0,00 | 1.198.791,66 |
| II. Sachanlagen | ||||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 380.194,73 | 55.106,57 | 0,00 | 435.301,30 |
| andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.403.912,61 | 131.006,70 | -262.085,85 | 1.272.833,46 |
| geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 1.784.107,34 | 186.113,27 | -262.085,85 | 1.708.134,76 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 228.330,48 | 55.000,00 | 0,00 | 283.330,48 |
| Beteiligungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | 4.000,00 | 1.200,00 | 0,00 | 5.200,00 |
| 232.330,48 | 56.200,00 | 0,00 | 288.530,48 | |
| 2.938.429,03 | 519.113,72 | -262.085,85 | 3.195.456,90 | |
|
NETTOBUCHWERTE
|
||
| 31.12.2009 | 31.12.2008 | |
| EUR
|
EUR
|
|
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 479.638,07 | 427.201,07 |
| II. Sachanlagen | ||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 2.628.043,57 | 2.248.816,57 |
| andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 378.935,17 | 347.796,17 |
| geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 52.500,16 |
| 3.006.978,74 | 2.649.112,90 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 1.074.797,89 | 241.522,29 |
| Beteiligungen | 750,00 | 0,00 |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | 800,00 | 2.000,00 |
| 1.076.347,89 | 243.522,29 | |
| 4.562.964,70 | 3.319.836,26 | |
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der IS INDUSTRIAL SERVICES AG, NÜRNBERG, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2009 bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat mit Ausnahme der im folgenden Absatz dargestellten Beanstandungen zu keinen Einwendungen geführt: Entgegen § 285 Nr. 9 lit. a) HGB wurden im Anhang die Gesamtbezüge des Vorstands nicht angegeben.
Mit dieser Einschränkung entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar.
Ohne diese Beurteilung einzuschränken weisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht hin. Dort ist im Abschnitt C. Voraussichtliche Entwicklung mit Hinweisen auf wesentliche Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung ausgeführt, dass bei der Tochtergesellschaft is Industrial Services GmbH, Salzburg/Österreich, bilanzierte Forderungen in Höhe von TEUR 1.771 (ohne Umsatzsteuer) aufgrund laufender Rechtsstreitigkeiten mit erhöhter Unsicherheit behaftet sind und Ansprüche von TEUR 1.605 in laufenden Rechtsstreitigkeiten gegen die Tochtergesellschaft geltend gemacht werden, die bei ihrer (teilweisen) Uneinbringlichkeit der Forderungen bzw. Begründetheit der Ansprüche zu einer Bestandsgefährdung der Gesellschaft führen können.
Nürnberg, den 28. April 2010
Dr. Peter Hußmann Roland Freund
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
Der vorliegende Jahresabschluss wurde in gesetzlich zulässigem Maß zum Zweck der Publizität verkürzt. Der beigefügte Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss.
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