Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 132441
Eingetragen
1.7.2014
Branche
Bauträger für WohngebäudeVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für DritteVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Projektentwicklung, Projektsteuerung, Bebauung und Bewirtschaftung von Grundstücken mit überwiegend öffentlicher bzw. gewerblicher Nutzung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Martin Sowinski
seit 30.1.2025
Geschäftsführer
Vanessa Reps
seit 29.2.2024
Prokura
Ulrich Glaser
seit 2.9.2021
Prokura
Ralf Engelhardt
seit 27.6.2017
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Freie und Hansestadt Hamburg, vertreten durch die Finanzbehörde
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
HGV Hamburger Gesellschaft für Vermögens- und Beteiligungsmanagement mbH
Germany
3.768.832 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

HGV Hamburger Gesellschaft für Vermögens- und Beteiligungsmanagement mbH

Hamburg

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Zusammengefasster Lagebericht und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022

1. Grundlagen und Geschäftsmodell

1.1 Überblick über die Beteiligungen

1.2 Unternehmensziele/-steuerung

2. Wirtschaftsbericht des HGV-Konzerns

2.1 Rahmenbedingungen

2.1.1 Generelles wirtschaftliches Umfeld

2.1.2 Wirtschaftliches Umfeld der Konzernbereiche und Tochterunternehmen

2.2 Ertragslage

2.2.1 Überblick

2.2.2 Entwicklung der Konzernbereiche

2.3 Vermögenslage

2.4 Finanzlage

2.5 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

2.6 Unternehmensziele und öffentliches Interesse

2.6.1 Fachpolitische Ziele

2.6.2 Umwelt und Nachhaltigkeit

3. Wirtschaftsbericht der HGV

3.1 Ertragslage (Jahresabschluss)

3.2 Vermögens- und Finanzlage (Jahresabschluss)

3.3 Zielerreichung

3.4 Erklärung zur Unternehmensführung

4. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

4.1 Überblick über das Risikomanagementsystem

4.2 Betriebliche Risiken und Chancen der HGV

4.3 Trends, Risiken und Chancen der Beteiligungen der HGV

4.4 Zusammenfassung und Prognose

Übersicht über die unmittelbaren Beteiligungen der HGV

Grundlagen und Geschäftsmodell

1.1 Überblick über die Beteiligungen

In der HGV Hamburger Gesellschaft für Vermögens- und Beteiligungsmanagement mbH (HGV) sind ein großer Teil der hamburgischen öffentlichen Unternehmen und weitere Beteiligungen gebündelt. Außerdem ist die HGV Eigentümerin der meisten von Polizei und Feuerwehr genutzten Immobilien. Darüber hinaus hat die HGV seit dem Jahr 2016 im Auftrag der Finanzbehörde die Geschäftsbesorgung des Sondervermögens Schulimmobilien übernommen.

Die wesentlichen Beteiligungen der HGV lassen sich in folgende Bereiche einteilen (eine vollständige Übersicht enthält das Schaubild am Ende des Lageberichts):

Gegenüber dem Vorjahr hat sich der Beteiligungsbestand der HGV zum Bilanzstichtag 31.12.2022 nicht verändert.

1.2 Unternehmensziele/-steuerung

Alleinige Gesellschafterin der HGV ist die Freie und Hansestadt Hamburg (FHH). Nach ihrem Zielbild hat die HGV insbesondere

gesellschaftsrechtliche Verbundmaßnahmen mit dem Ziel des Ergebnispoolings durchzuführen,

die für die einzelnen öffentlichen Unternehmen vorgegebenen Ziele durchzusetzen,

ihre Immobilien wirtschaftlich optimal zu nutzen und weiterzuentwickeln sowie

sonstige öffentliche Interessen nach Vorgaben des Senats zu berücksichtigen.

Im Vordergrund der Geschäftstätigkeit der öffentlichen Unternehmen steht die Erfüllung ihrer öffentlichen Aufgaben, ohne allerdings das Ziel einer möglichst hohen Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit zu vernachlässigen. Dadurch tragen sie zur Sicherung der Lebensqualität der Hamburger Bevölkerung und zur Zukunftsfähigkeit Hamburgs bei. 1

Die fachliche und finanzwirtschaftliche Steuerung obliegt primär der jeweils zuständigen Fachbehörde der FHH. Die HGV konzentriert sich auf die Pooling-Funktionen sowie die Steuerungs- und Gestaltungsaufgaben einer Holding. Dabei ist das wirtschaftliche Ergebnis der HGV mit dem Kernhaushalt verbunden, indem dieser im Falle negativer Jahresergebnisse der HGV Zuschüsse zum Verlustausgleich leistet oder im Falle positiver Jahresergebnisse eine Zuschreibung auf die Beteiligung an der HGV vornimmt.

1 Dieser Absatz ist lageberichtsfremd und unterliegt nicht der Abschlussprüfung.

Vor dem Hintergrund einer wirtschaftlichen und sparsamen Aufgabenerfüllung hat die HGV folgende wesentliche Handlungsfelder:

Die Wirtschaftsführung der Konzerngesellschaften in Erfüllung der Vorgaben der FHH ist zu überwachen, da das Ergebnis der HGV maßgeblich von ihrem Beteiligungsergebnis abhängt. Die Einhaltung der einzelnen Wirtschaftspläne bildet daher eine wichtige Basis dafür, dass die HGV selbst ihr geplantes Ergebnis einhalten kann.

Durch das Ergebnispooling im Rahmen des kommunalen Querverbunds werden die Körperschaft-und Gewerbesteuerzahlungen auf Ebene der Holding optimiert.

Das Konzernclearing der HGV dient der Minimierung von Finanzierungskosten und der Sicherung der Liquidität im HGV-Verbund.

Darüber hinaus beeinflusst das Ergebnis des Immobilienbereichs das Jahresergebnis der HGV.

Die Betriebsführung und Überwachung der Beteiligungsunternehmen erfolgt weitgehend dezentral auf der Basis von Zielbildern und Unternehmenskonzepten durch die jeweiligen Geschäftsführungen bzw. Vorstände, Aufsichtsräte und sonstigen Kontrollinstanzen (z. B. Rechnungshof).

Die wichtigsten Grundsätze zur Führung, Überwachung und Prüfung der hamburgischen öffentlichen Unternehmen sind im Hamburger Corporate Governance Kodex (HCGK) zusammengefasst. Eine Entsprechenserklärung zum HCGK ist von den Unternehmen jährlich abzugeben. Da die Holdingfunktion der HGV diverse Ausnahmeregelungen notwendig machen würde, ist die HGV selbst vom HCGK ausgenommen. Sie erfüllt aber grundsätzlich die Anforderungen des HCGK.

Als mitbestimmtes Konzernunternehmen unterliegt die HGV dem Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst.

Wirtschaftsbericht des HGV-Konzerns

2.1 Rahmenbedingungen

2.1.1 Generelles wirtschaftliches Umfeld

Die meisten Konzernunternehmen sind ausschließlich oder überwiegend im Großraum Hamburg tätig. Insofern hat insbesondere die Entwicklung der Metropolregion Hamburg mit ihren rd. 5,4 Mio. Einwohnern einen wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftliche Situation der Konzerngesellschaften. Das Bevölkerungswachstum in Hamburg hält laut Statistikamt Nord weiterhin an. Ende 2021 hatte die Hamburger Einwohnerzahl mit 1,85 Mio. um weitere 0,1 % gegenüber dem Vorjahr zugelegt. Auch für die nächsten Jahre wird weiteres Bevölkerungswachstum erwartet, aktuellen Berechnungen zufolge soll im Jahr 2031 erstmals die Grenze von 2 Mio. Personen übertroffen werden.

Mehrere Konzernunternehmen - darunter die Hamburger Hafen und Logistik Aktiengesellschaft (HHLA) und die Flughafen Hamburg GmbH (FHG) - haben auch bundes-, europa- bzw. weltweite Geschäftsaktivitäten.

Das Jahr 2022 war vom weiteren Andauern der globalen Corona-Pandemie gekennzeichnet, wenn auch die Einschränkungen zur Pandemiebekämpfung im Jahresverlauf in vielen Ländern deutlich reduziert wurden. Die bis Ende 2022 anhaltende Null-Covid-Politik in China führte dort allerdings zu Einschränkungen bei Produktion und Außenhandel. Ende Februar 2022 kam es zu einem Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine mit der Folge von Verwerfungen insbesondere auf den Energiemärkten. In den meisten Regionen der Welt setzte sich die wirtschaftliche Erholung im Jahr 2022 fort, wenn auch auf gegenüber 2021 abgeschwächtem Niveau.

Die Weltwirtschaft konnte sich im Jahr 2022 erholen. Das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg nach Berechnungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) um 3,4 % - nach einem Plus im Jahr 2021 von 6,2 %. Der Euroraum verzeichnete im Jahr 2022 ein Plus von 3,5 % (2021: 5,3 %).

In Deutschland ist das BIP im Jahr 2022 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes um 1,8 % gewachsen (2021: 2,6 %) und lag damit erstmals wieder um 0,7 % über dem Vor-Corona-Niveau von 2019. Die Erholung zeigte sich nach der Reduzierung von Schutzmaßnahmen besonders stark im Verkehr und Gastgewerbe. Das Verarbeitende Gewerbe stagnierte nahezu infolge gestörter Lieferketten und hoher Energiepreise. Rückläufig entwickelte sich neben dem Handel auch das Baugewerbe durch Material- und Fachkräftemangel, hohe Baukosten und schlechtere Finanzierungskonditionen.

Auf der Nachfrageseite stützten 2022 besonders die privaten Konsumausgaben mit einem Plus von 4,6 % gegenüber dem Vorjahr. Die Konsumausgaben des Staates erhöhten sich nach zwei von Corona geprägten Jahren lediglich moderat um 1,1 %. Im Außenhandel exportierte Deutschland 2022 preisbereinigt 3,2 % mehr Waren und Dienstleistungen, während die Importe mit 6,7 % deutlich stärker zulegten. In jeweiligen Preisen stiegen die Exporte gegenüber dem Vorjahr um 14,3 % und die Importe insbesondere infolge der kriegsbedingt gestiegenen Energiepreise um 24,3 %, womit der Exportüberschuss im Jahr 2022 erneut rückläufig war.

Der Arbeitsmarkt zeigte sich trotz anhaltender Pandemie- und Kriegsfolgen auch im Jahr 2022 weiterhin stabil. Die Erwerbstätigenzahl lag mit 45,6 Mio. um 0,6 Mio. oder 1,3 % über dem Vorjahr und erreichte damit ein neues Allzeithoch. Der Beschäftigungsaufbau fand insbesondere bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und in den Dienstleistungsbereichen statt. Die Arbeitslosigkeit sank im Jahr 2022 um rd. 195.000 auf 2,418 Mio. Personen und lag im Jahresdurchschnitt bei einer Quote von 5,3 % und damit 0,4 Prozentpunkte unter dem Vorjahr. Allerdings wirkte der Zustrom Geflüchteter aus der Ukraine dem insbesondere im ersten Halbjahr 2022 positiven Trend entgegen. Auch 2022 stützte der Einsatz von Kurzarbeit, diese war jedoch gegenüber dem Vorjahr erneut stark rückläufig.

Der Verbraucherpreisindex für Deutschland legte im Jahresdurchschnitt 2022 gegenüber dem Vorjahr um 6,9 % zu (2021: 3,1 %). Die Ursachen der hohen Preiszuwächse insbesondere seit dem Ukrainekrieg liegen in einem deutlichen Anstieg der Preise insbesondere für Energie und Nahrungsmittel. Preisdämpfend wirkten Entlastungsmaßnahmen wie der Tankrabatt, das 9-Euro-Ticket, der Wegfall der EEGUmlage, die Senkung der Mehrwertsteuer auf Gas und Fernwärme sowie die Übernahme der Gas- und Wärmerechnung für Dezember 2022 durch den Bund.

Nach jahrelanger Niedrigzinsphase stiegen die Zinsen im Jahr 2022 spürbar an. Nachdem Ende 2021 zunächst durch die US-Notenbank und Anfang 2022 auch in Großbritannien die Leitzinsen erhöht worden waren, erhöhte auch die Europäische Zentralbank EZB in der zweiten Jahreshälfte 2022 in vier Schritten die Leitzinsen - gefolgt von vier weiteren Schritten im ersten Halbjahr 2023.

Hamburgs Wirtschaft hat sich im Jahr 2022 deutlich besser als der Bundestrend entwickelt. Der Anstieg des realen BIP betrug nach vorläufigen Berechnungen 4,5 % (2021: 2,0 %). Wesentlicher Treiber war die Entwicklung im Hamburger Dienstleistungsbereich mit einem Zuwachs von 5,3 %. Auch das Verarbeitende Gewerbe in Hamburg legte mit einem Plus von 1,5 % im Jahr 2022 stärker zu als der stagnierende Bundestrend dieses Sektors. Das Hamburger Baugewerbe verzeichnete 2022 einen Rückgang um 1,2 %, der damit aber milder verlief als auf Bundesebene insgesamt.

In dem für Hamburg wichtigen Tourismusbereich gab es im Jahr 2022 nach dem pandemiebedingten Einbruch der Vorjahre wieder einen deutlichen Aufwärtstrend. Die Zahl der Gäste hat sich mit einem Zuwachs von 105,2 % auf 6,82 Mio. mehr als verdoppelt. Die Übernachtungen legten um 94,6 % auf 14,71 Mio. zu. Trotz dieser deutlichen Erholung liegen diese Zahlen noch etwas unter dem Vorkrisenniveau von 2019.

Der Hamburger Arbeitsmarkt erholte sich im Jahr 2022 mit einem Rückgang von 0,7 Prozentpunkten bei der Arbeitslosenquote etwas stärker als der gesamtdeutsche Arbeitsmarkt. Allerdings lag die Hamburger Arbeitslosenquote mit 6,8 % (2021: 7,5 %) weiterhin oberhalb des Bundesdurchschnitts. Gleichzeitig stieg die Zahl der Erwerbstätigen in Hamburg 2022 um 2,1 % oder 27.200 gegenüber dem Vorjahr auf 1,319 Mio. und lag damit noch oberhalb des positiven Bundestrends.

2.1.2 Wirtschaftliches Umfeld der Konzernbereiche und Tochterunternehmen

Öffentlicher Personennahverkehr

Die Fahrgastzahlen im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Deutschland haben sich im Jahr 2022 erholt. Nach Angaben des Branchenverbands VDV konnten die ÖPNV-Fahrgastzahlen mit rd. 9,3 Mrd. Fahrten zwar gegenüber 2021 gesteigert werden, liegen damit aber noch unter dem bisherigen Rekordjahr 2019 mit rd. 10,4 Mrd. Fahrten und somit im bundesweiten Durchschnitt bei etwa 90 % des Vorpandemieniveaus. Eine deutschlandweit durchgeführte, repräsentative Marktforschung zum 9-Euro-Ticket hat laut VDV ergeben, dass fast 30 % der gewonnenen Neukunden den ÖPNV zwischen September und November 2022 weiterhin genutzt haben. Allerdings hat die Befragung auch gezeigt, dass die Häufigkeit von Autofahrten bei den Befragten wieder auf dem alten Niveau liegt.

Im Gebiet des Hamburger Verkehrsverbunds (hvv) stieg die Anzahl der Linienfahrgäste im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr nach vorläufiger Schätzung um 38 %. Damit lagen die Fahrgastzahlen jedoch noch um 17 % unterhalb des Vorkrisenjahres 2019. Die hvv-Einnahmen lagen 2022 nach vorläufigen Berechnungen um 6 % unter dem Vorjahr und um 30 % unter den Einnahmen von 2019. Diese Zahlen spiegeln allerdings nur die Einnahmen aus Ticketverkäufen im Verbund wider und beinhalten keine Kompensationsleistungen von Bund und Ländern. Zusätzlich wurde auch im Jahr 2022 den anhaltenden pandemiebedingten Einnahmeverlusten durch neuerliche staatliche Zuschüsse ("ÖPNV-Rettungsschirm") an die Verkehrsunternehmen begegnet. Darüber hinaus leisteten Bund und Länder Zahlungen zur Kompensation der Einnahmenausfälle durch das von Juni bis August 2022 angebotene 9-Euro-Ticket. Vor diesen Hintergrund spielte die zum 01.01.2022 vorgenommene Fahrpreiserhöhung im hvv um durchschnittlich 1,3 % wirtschaftlich eine zu vernachlässigende Rolle.

Bei der Busbeschaffung hat die FHH den Hamburger Verkehrsunternehmen den Auftrag erteilt, ab 2020 ausschließlich lokal emissionsfreie Busse zu beschaffen. Die komplette Flotte soll bis zum Anfang der Dreißigerjahre umgestellt sein. Vor diesem Hintergrund werden schon seit einigen Jahren verschiedene Modelle emissionsfreier Busse beschafft, getestet und in Betrieb genommen. Weitere Bestellungen sind erfolgt und Ausschreibungen für Folgejahre vorbereitet. Neben der Umstellung der Fahrzeugflotte werden auch sukzessive Betriebshöfe mit Ladeeinrichtungen und Werkstätten mit Dacharbeitsplätzen zur Wartung der elektrischen Dachkomponenten der E-Busse ausgerüstet und das Personal entsprechend qualifiziert.

Die Hamburger Verkehrspolitik hat zudem einen strategischen Paradigmenwechsel vollzogen. Verankert im Klimaplan und im Klimaschutzgesetz des Hamburger Senats erweitern die Hamburger Verkehrsunternehmen ihre Leistung statt wie bisher nachfrageorientiert zukünftig durch eine Ausweitung des Angebots. Dazu gehören längere Betriebszeiten, kürzere Fahrtzeiten, Taktverdichtungen und größere Fahrzeuge ebenso wie neue oder verlängerte Linien. Mit dieser Attraktivitätssteigerung des ÖPNV sollen CO 2-Emissionen reduziert und die Mobilitätswende unterstützt werden. Ziel ist es, auch bei weiterem Bevölkerungsanstieg in Hamburg den privaten Pkw-Verkehr zu reduzieren und eine Verlagerung hin zum ÖPNV, Rad- und Fußverkehr unter Einbindung von On-Demand- und Sharing-Services zu erreichen.

Das Ziel von mehr Mobilität bei weniger CO 2-Emissionen soll mit der Vision des sogenannten HamburgTakts im ÖPNV umgesetzt werden. Dabei soll jeder Fahrgast überall in Hamburg binnen fünf Minuten ein adäquates öffentliches Verkehrsmittel angeboten bekommen. Das macht den Fahrplan obsolet und den Umstieg vom privaten Pkw auf öffentliche Verkehrsmittel attraktiv. Der Anteil des ÖPNV an allen Mobilitätsformen (sogenannter Modal Split) soll bei steigender Gesamtverkehrsleistung bis zum Jahr 2030 von 22 % (2017) auf 30 % steigen. Bei den Hamburger Verkehrsunternehmen wird die Umsetzung dieses Paradigmenwechsels im nächsten Jahrzehnt mit einem deutlichen Anstieg der Personal-, Material-, Energie- und Kapitalkosten verbunden sein.

Aufgrund der pandemie- und kriegsbedingten Auswirkungen auf die Nachfrage und auch die Kosten der Angebotsbereitstellung und des geplanten Ausbaus des ÖPNV in Hamburg soll verstärkt auf die Defizitentwicklung der Hamburger Verkehrsunternehmen geachtet werden.

Ver- und Entsorgung

Die Geschäftsentwicklung der Hamburger Wasserwerke Gesellschaft mit beschränkter Haftung (HWW) wird zu einem großen Teil durch die Bevölkerungsentwicklung in Hamburg und der Metropolregion, das Verbrauchsverhalten der Kunden und die meteorologischen Rahmenbedingungen geprägt. Die gesamte den Kunden gelieferte und abgerechnete Wassermenge unterschritt 2022 den Vorjahreswert um rd. und 1,4 Mio. m 3. Die Wasserlieferung an Gemeinden außerhalb Hamburgs sank 2022 gegenüber dem Vorjahr um rund 0,5 Mio. m 3. In Summe lag die gesamte Wasserabsatzmenge der HWW an Kunden im Jahr 2022 mit rd. 114,5 Mio. m 3 vor allem in Folge eines geänderten Verbrauchsverhaltens unter dem Vorjahr (2021: rd. 116,0 Mio. m 3). Der rechnerische Wasserverlust blieb mit 3,8 % gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Die Geschäftsentwicklung der Energienetzgesellschaften wird maßgeblich durch energiepolitische und bei Stromnetz Hamburg GmbH (SNH) und Gasnetz Hamburg GmbH (GNH) als Betreibern von Verteilungsnetzen auch regulatorische Rahmenbedingungen bestimmt. Zunehmend beeinflussen auch die politischen und gesetzlichen Rahmenbedingungen zum Klimaschutz als wichtige Einflussgrößen die Energiewirtschaft, sowie seit Februar 2022 auch der russische Angriffskrieg auf die Ukraine.

Für die Regulierung der Verteilungsnetze von SNH und GNH ist auf Bundesebene die Bundesnetzagentur (BNetzA) zuständig. Hohe Bedeutung für die Erlössituation kommt unter den regulierten Rahmenbedingungen der Verzinsung des betriebsnotwendigen Eigenkapitals zu, die auf das kalkulatorische Anlagevermögen bezogen ist. Die Höhe der Eigenkapitalzinssätze wird durch die BNetzA für die jeweilige Regulierungsperiode festgelegt. Für die Stromnetzbetreiber war das Geschäftsjahr 2021 das Kostenbasisjahr für die ab 2024 beginnende 4. Regulierungsperiode. Bei der GNH war bereits das Jahr 2020 das Kostenbasisjahr zur Festlegung der Erlösobergrenze für die 4. Regulierungsperiode, die ab 2023 beginnt.

Wie in den Vorjahren war die Absatzlage der Stromnetz-, der Gasnetz- und der Wärmegesellschaft wesentlich von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und ihren Auswirkungen auf den Energiebedarf von Industrie und Gewerbe beeinflusst. Der Aufruf der Bundesregierung zur Einsparung von Gas und die kriegsbedingt hohen Energiepreise haben zusätzlich zu den in 2022 milderen Temperaturen die Gas-Absatzmengen in Hamburg um 21 % reduziert. Das Jahr 2022 war das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, mit einer milden Heizperiode zu Jahresbeginn und einem sehr trockenen Sommer. Aufgrund der Energiekrise ist die Stromabgabe in Hamburg im Jahr 2022 um 8,2 % auf 10.439 GWh gesunken. Der Fernwärmeabsatz der Hamburger Energiewerke GmbH (HEnW) verringerte sich infolge der gegenüber dem Vorjahr wärmeren Witterung sowie der Energiesparmaßnahmen der Kunden um 9,4 % auf 3.944 GWh (2021: 4.351 GWh).

Die HEnW war zusätzlich zu diesen Mengeneffekten extremen Marktpreisentwicklungen im Wärme-und Stromgeschäft ausgesetzt. Sowohl die Preise für Strom als auch für Steinkohle und Gas haben vor dem Hintergrund der durch den Krieg in der Ukraine ausgelösten Turbulenzen an den Energiemärkten einen massiven Anstieg erfahren, erreichten bis zum Spätsommer absolute Höchststände und lagen trotz einer gewissen Entspannung auch zum Jahresende 2022 noch auf einem deutlich höheren Niveau als vor der Krise. Der Wärmeumsatz erhöhte sich trotz des Mengenrückgangs um 33,0 % infolge gestiegener Wärmepreise, die aufgrund der rohstoffbezogenen Preisindizes deutlich über dem Vorjahresniveau lagen. Während sich die Umsätze aus der Vermarktung der eigenen Stromerzeugung an der Strombörse überwiegend preisbedingt mehr als verdoppelten, ging der Umsatz aus dem Endkundengeschäft mit Strom um 4,4 % zurück. Der Umsatz aus dem Endkundengeschäft mit Gas ist mengen-und preisbedingt um 74,2 % angestiegen, was insbesondere auch auf die in 2022 begonnene Belieferung eines Großkunden (FHH) zurückzuführen ist.

Bei der SNH und der GNH standen den Auswirkungen der Energiekrise als Folge des russischen Angriffskriegs in Form von geringeren Strom- und Gasmengen positive regulatorische Effekte gegenüber, so dass die operativen Betriebsergebnisse der SNH und der GNH nur wenig beeinflusst wurden. Allerdings haben die Auswirkungen des Kriegs auf den Kapitalmarkt bei der GNH zu einem hohen Kursverlust des Deckungsvermögens für Pensionsverpflichtungen (CTA-Vermögen) geführt, der das Ergebnis 2022 der GNH stark belastete. Diese Kursverluste können über das Regulierungskonto mit einem Zeitverzug von zwei Jahren in die Erlösobergrenze eingerechnet und so kompensiert werden. Gegenläufig zum CTA-Vermögen haben sich Entlastungen bei den Pensionsverpflichtungen ergeben.

Die Hamburg Verkehrsanlagen GmbH (HHVA) ist die Betreiberin der Straßenbeleuchtung und Verkehrssignalanlagen auf dem Hamburger Stadtgebiet und übernimmt auch die entsprechenden Planungs- und Bauaufgaben. Hauptauftraggeber der HHVA ist der städtische Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG). Aufgrund der Intensivierung der Grundinstandsetzung und des Straßenbaus sind die Umsatzerlöse 2022 im Vergleich zum Vorjahr weiter gestiegen, lagen aber aufgrund von Projektverschiebungen leicht unter dem Plan.

Immobilien und Stadtentwicklung

Im Baugewerbe, das vergleichsweise gut durch die Corona-Krise gekommen war, führten Material- und Fachkräftemangel, hohe Baukosten und schlechtere Finanzierungsbedingungen 2022 zu einem Rückgang der Bruttowertschöpfung gegenüber dem Vorjahr (-2,3 %). Die Immobiliendienstleister erzielten im Jahr 2022 eine Bruttowertschöpfung von 348,8 Mrd. EUR (2021: 342,0 Mrd. EUR). Der Anteil der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft an der gesamtdeutschen Bruttowertschöpfung sank damit leicht auf 10,0 % (2021: 10,7 %).

Die SAGA als kommunales Hamburger Wohnungsunternehmen steht für eine sichere und sozial verantwortliche Versorgung breiter Bevölkerungsschichten mit Wohnraum und den sozialen Ausgleich in den Quartieren. Die ohnehin bestehende Anspannung auf dem Hamburger Wohnungsmarkt hat sich durch den Flüchtlingszustrom aus der Ukraine weiter verstärkt.

Die SAGA ist daher unverändert intensiv bestrebt, das Angebot an Wohnraum auszuweiten. Die Baubeginne im Planungshorizont 2023 bis 2027 beruhen auf den drei Säulen Abriss/Neubau, Nachverdichtung auf eigenen Grundstücken und der Realisierung auf angekauften Grundstücken. Das Segment Abriss/Neubau wird zukünftig einen zunehmend bedeutsameren Stellenwert bei der Erreichung der Neubau- sowie auch der energetischen Ziele einnehmen. Vor dem Hintergrund der Klimaschutzstrategie beabsichtigt die SAGA durch gezielte Maßnahmen im Zuge des SAGA-Klimaschutzprogramms "Fit für 2030", ihr Immobilienportfolio entsprechend energetisch zu modernisieren und zukunftsweisend auszurichten.

Als gewerbliche Immobiliengesellschaft der Stadt FHH ist die Sprinkenhof GmbH (Sprinkenhof) für die Bewirtschaftung und Verwaltung von Immobilien mit überwiegend gewerblicher Nutzung sowie die Projektentwicklung und Realisierung von Neubau- und Sanierungsvorhaben zuständig. Der Büromarkt Hamburg ist unverändert von hoher Nachfrage gekennzeichnet und konnte im Jahr 2022 mit einem Plus von 15 % beim Jahresflächenumsatz gegenüber dem Vorjahr ein sehr gutes Ergebnis verbuchen. In diesem Umfeld verzeichnet auch die Sprinkenhof eine rege Nachfrage und konnte die Leerstandsquote ohne planungsbetroffenen Leerstand in 2022 auf 0,24 % senken (2021: 0,73 %).

Verkehr und Logistik

Der Hamburger Hafen ist als am weitesten östlich gelegener Nordseehafen wichtiger Verkehrsknotenpunkt für den gesamten Ostseeraum und den Hinterlandtransport nach Mittel- und Osteuropa. Zudem hat er sich aufgrund der langjährigen Handelsbeziehungen mit Fernost als bedeutende europäische Container-Drehscheibe etabliert.

Der weltweite Containerumschlag sank 2022 nach Schätzungen des Marktforschungsinstituts Drewry um 0,5 % - nach einem Wachstum um 7,1 % im Vorjahr. In Nordwesteuropa verzeichnete der Containerumschlag im Jahr 2022 ein Minus von 3,6 % (2021: Zuwachs 7,2 %). Dabei sank das Umschlagvolumen im Hamburger Hafen mit 8,3 Mio. Standardcontainern (TEU) im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr um 5,1 %. Unverändert führt China mit Abstand die Rangfolge der Containermengen im Hamburger Hafen an, gefolgt von den USA, wenn auch beide 2022 mit rückläufigen Mengen. Zuwächse hingegen gab es u.a. beim Containerumschlag mit Polen und Finnland. Russland stürzte von Rang 4 im Vorjahr auf Platz 27 in 2022 ab. Damit befindet sich Hamburg nach Rotterdam und Antwerpen weiterhin auf Rang drei der größten europäischen Containerhäfen, die allesamt 2022 erneut Umschlagsrückgänge zu verzeichnen hatten. Während der Containerumschlag des zweitplatzierten Antwerpens 2022 ein Minus von 5,2 % aufwies, wurden im Rotterdamer Hafen 5,5 % weniger Standardcontainer über die Kaikante bewegt.

Die HHLA verzeichnete im Jahr 2022 mit einem Containerumschlag von insgesamt rd. 6,4 Mio. TEU gegenüber dem Vorjahr ein Minus von 7,9 %. In Hamburg sank der Umschlag an den Containerterminals der HHLA um 4,1 % auf 6,1 Mio. TEU. An den internationalen Terminals der HHLA haben sich die Umschlagsmengen 2022 mit 326 TTEU nahezu halbiert. Ursächlich hierfür war der starke Rückgang der Ladungsmengen am Terminal in Odessa (CTO) infolge des Ukrainekriegs. Das Umschlagswachstum des Containerterminals TK Estonia und zusätzliche Umschlagmengen bei PLT Italy konnten den Mengenrückgang des CTO bei weitem nicht kompensieren. Der Containertransport legte nur geringfügig um 0,2 % auf 1,7 Mio. TEU zu.

Der internationale Warenverkehr erholte sich im Jahr 2022 nach Angaben des IWF aus dem April 2023 weiter, lag aber mit einem Zuwachs von 5,1 % deutlich unter dem Vorjahresanstieg (2021: 10,4 %). Die Frachtraten im internationalen Containertransport, die sich nach vielen schwachen Jahren seit 2020 deutlich erholt haben, blieben auch im Jahr 2022 deutlich über Vor-Pandemie-Niveau, zeigten aber im Jahresverlauf insbesondere an den Spotmärkten eine rückläufige Tendenz. Die Bunkerpreise legten im Jahr 2022 zu.

Die Hapag-Lloyd AG (HL) ist nach Erkenntnissen der HGV die größte deutsche Containerlinienreederei und gehört zu den weltweit führenden Containerlinienreedereien mit globaler Marktabdeckung. Zum 31.12.2022 verfügte HL über 251 Schiffe (2021: 253) mit einer Transportkapazität von ca. 1,8 Mio. TEU sowie ein globales Netzwerk von 119 Diensten (2021: 126 Dienste). HL schloss das Geschäftsjahr 2022 mit einem auf Basis internationaler Rechnungslegung (IFRS) festgestellten, gegenüber dem Vorjahr sehr deutlich positiveren Konzernergebnis von 17.043 Mio. EUR (2021: 9.085,0 Mio. EUR) ab. Diese trotz einer nahezu unveränderten Transportmenge historisch positive Entwicklung ist deutlich auf eine Erhöhung der Frachtraten infolge einer coronabedingt starken Nachfrage nach Konsumgütern aus Asien zurückzuführen. Die hohe Nachfrage nach Containertransporten in Verbindung mit den fortwährenden COVID-19-Restriktionen führte zu einer nachhaltigen Störung der globalen Lieferketten und folglich zu operativen Herausforderungen, die sich in verlängerten Umlaufzeiten für Schiffe und Container widerspiegelten. Hierdurch kam es zu einer Knappheit an verfügbarer Transportkapazität. In 2022 stieg die durchschnittliche Frachtrate um rd. 43,0 % auf 2.863 USD/TEU (2021: 2.003 USD/TEU). Infolgedessen erhöhten sich die Umsatzerlöse um rd. 55,0 % auf rd. 34,5 Mrd. EUR (2021: 22,3 Mrd. EUR). HL erzielte somit auf Basis dieser Einflussfaktoren im Geschäftsjahr 2022 auch infolge eines stärkeren USD/EUR-Wechselkurses ein gegenüber dem Vorjahr sehr deutlich verbessertes, historisch gutes operatives Ergebnis.

Die Belastungen der Corona-Pandemie haben nach dem ersten Quartal 2022 auch für die Luftfahrtbranche spürbar abgenommen, zeitgleich gab es aber durch den Angriff Russlands auf die Ukraine am 24.02.2022 neue geopolitische Unsicherheiten sowie insbesondere stark steigende Energiepreise. Ungeachtet der Energiekrise, hoher Inflation und Materialengpässe erreichte die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland ein Rekordniveau. Bei gleichzeitig teilweise hohen Tarifabschlüssen war damit eine hohe Kaufkraft der Bürger vorhanden. Die deutschen Verkehrsflughäfen konnten gemäß Statistik des Flughafenverbands ADV im Jahr 2022 wichtige Schritte auf dem Weg der Verkehrserholung verzeichnen und mit rund 66 % des Vor-Corona-Passagierniveaus 2019 die Fluggastmengen insgesamt mehr als verdoppeln (im Vorjahr noch 31,4 % von 2019). Während die ersten Monate des Jahres dabei noch durch die Pandemie geprägt waren (im ersten Quartal 43,3 % der Fluggäste von 2019), erholte sich der Verkehr ab April/Mai deutlich. Zwischen Juli und Oktober wurden die verkehrsstärksten Monate mit bis zu rund 75 % der 2019er-Passagiermengen ausgewiesen.

Vor diesem Hintergrund konnte auch der Hamburger Flughafen im Jahr 2022 mit rund 11,1 Mio. Passagieren (+109 % gegenüber Vorjahr) seine Fluggastmenge signifikant steigern. Dies entspricht rd. 64 % des Vor-Corona-Niveaus 2019 und damit etwa auch dem Durchschnitt aller deutschen Flughäfen. Dabei ist insbesondere die Nachfrage durch Privatreisende vor dem Hintergrund auch eines Nachholbedarfs aus Reisebeschränkungen während der Pandemiejahre stark gestiegen. Deutliche Zuwächse wurden auf touristischen Destinationen erreicht.

Sonstige Beteiligungen

Die sonstigen Beteiligungen der HGV standen überwiegend unter dem Einfluss der noch nicht überwundenen Corona-Pandemie und des Ukraine-Kriegs sowie der im Jahresverlauf zwar positiven, aber schwächer als erhofft erholten realwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland und Europa.

Die nationalen und internationalen Messen in Deutschland wurden von den Pandemie-Eindämmungsmaßnahmen hart getroffen. Nach vorläufigen Berechnungen des Ausstellungs- und Messe-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft (AUMA) fanden in 2022 in Deutschland lediglich 280 Messen statt (2020: 119 Messen, 2019: 351 Messen), 130 Messen wurden abgesagt. Die Branche erwartet frühestens 2024 eine Erholung, nachdem zwei Jahre mit Messeverboten, Reiserestriktionen und sich ständig ändernden Regeln die Aussteller und Besucher massiv verunsichert hatten.

Diese branchenweiten Herausforderungen durch die Corona-Pandemie spürte auch die Hamburg Messe und Congress GmbH (HMC) in ihrem Geschäftsbetrieb in 2022. Entgegen den Planannahmen wurden in den ersten drei Monaten 2022, abgesehen von der Nordstil Winter, keine Veranstaltungen durchgeführt. Die Veranstaltungen aus dem ersten Quartal konnten jedoch fast alle in die nachfolgenden Quartale verschoben werden, so dass 12 der 14 geplanten Veranstaltungen durchgeführt wurden. Das Congress Center Hamburg (CCH) konnte nach dem von der Corona-Pandemie beeinflussten ersten Quartal ab dem zweiten Quartal 43 Veranstaltungen durchführen. Zudem wurde von Anfang März bis Mitte April sowie auch im vierten Quartal 2022 aufgrund des Ukraine-Kriegs eine temporäre Flüchtlingsunterkunft auf dem Messegelände eingerichtet. Das Jahr 2022 verlief damit deutlich positiver als das Referenzjahr 2020 zu Beginn der Corona-Pandemie, konnte aber das Ergebnisniveau des turnusgleichen Geschäftsjahrs 2018 noch nicht wieder erreichen.

Die HGV ist über die Galintis GmbH & Co. KG (Galintis), an der sie einen Anteil von 45,45 % hält, an der Airbus SE (Airbus) beteiligt. Die Galintis hält zusammen mit der Kreditanstalt für Wiederaufbau AöR (KfW) über eine weitere Beteiligungsgesellschaft (Gesellschaft zur Beteiligungsverwaltung GZBV mbH & Co. KG) die deutsche Beteiligung an Airbus (11,0 %). Damit hält die HGV indirekt einen Anteil von 0,78 % an Airbus.

2.2 Ertragslage

Von den 25 unmittelbaren Beteiligungen der HGV sind 18 in den Konzernabschluss 2022 einbezogen. Darüber hinaus wurden weitere 47 Gesellschaften vollkonsolidiert, bei denen der HGV am Bilanzstichtag mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zustand, insgesamt also 65 Gesellschaften (2021: 60; siehe Übersicht 1 im Anhang). Gegenüber 2021 wurden die CL EUROPORT s.r.o., Pilsen/Tschechien, CL EUROPORT Sp. z o.o., Malaszewicze/Polen, METRANS DYKO Rail Repair Shop s.r.o., Prag/Tschechien, HHLA Next GmbH und HOCHBAHN U5 Projekt GmbH erstmals in den Konzernabschluss einbezogen.

2.2.1 Überblick

Die Konzernumsatzerlöse haben sich um rd. 21,2 % bzw. 1.140,9 Mio. EUR auf 6.531,9 Mio. EUR (2021: 5.391,0 Mio. EUR) erhöht. Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse inkl. Bestandsveränderungen, andere aktivierte Eigenleistungen und sonstige betriebliche Erträge) stieg um rd. 1.156,8 Mio. EUR auf 7.347,7 Mio. EUR (2021: 6.190,9 Mio. EUR). Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge ergab sich insbesondere aus dem Fortfall des vorjährigen Gesellschafterzuschusses für die HGV.

Die stärkste Veränderung der konsolidierten Umsatzerlöse ergab sich gemäß nachfolgender Tabelle aus der Zunahme um 664,0 Mio. EUR im Bereich Ver- und Entsorgung. Weitere Zunahmen erfolgten in den Bereichen Verkehr und Logistik sowie Immobilien und Stadtentwicklung i. H. v. 227,0 Mio. EUR bzw. 98,0 Mio. EUR. Eine geringere Steigerung der Umsatzerlöse ergab sich in den Bereichen Sonstige i. H. v. 80,3 Mio. EUR und ÖPNV i. H. v. 71,6 Mio. EUR.

Das Wachstum im Bereich Ver- und Entsorgung resultierte vor allem aus der Steigerung bei der HEnW (+ 454,0 Mio. EUR) sowie der SNH (+ 106,2 Mio. EUR) und der GNH (+ 67,8 Mio. EUR). Im Teilbereich Hafen erhöhten sich gleichfalls die Umsatzerlöse (+ 108,8 Mio. EUR) vorwiegend beim Containerumschlag und beim Flughafen (+ 118,2 Mio. EUR) infolge der Wiedererholung der Passagiermengen nach der Corona-Pandemie. Bei Immobilien und Stadtentwicklung stiegen insbesondere bei der SAGA die Umsatzerlöse (+ 59,3 Mio. EUR) infolge von Mietanpassungen sowie Folge- und Neuvermietungen. Bei der Sprinkenhof (+ 27,9 Mio. EUR) erhöhten sich die Umsatzerlöse insbesondere aufgrund von Verkaufserlösen von Bauprojekten aus der Generalübernehmertätigkeit. Die gestiegenen Umsatzerlöse im Bereich Sonstige resultierten vornehmlich aus höheren Erlösen aus einer höheren Veranstaltungszahl der HMC (+ 80,6 Mio. EUR), die durch die Wiederinbetriebnahme des CCH befördert wurde. Die Steigerung im Bereich ÖPNV war überwiegend der Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN) (+ 51,2 Mio. EUR) und der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein GmbH (VHH) (+ 11,7 Mio. EUR) zuzuschreiben. Während sich bei der HOCHBAHN Abgeltungszahlungen für das 9-Euro-Ticket und höhere Verkehrseinnahmen positiv auswirkten, stiegen bei der VHH die Erlöse infolge von Preisindexierungen der Verkehrsverträge, Leistungsausweitungen in den Umlandverkehren und höheren Einnahmen aus Schienenersatzverkehren.

Umsatzstärkster Konzernbereich mit einem Anteil von 40,2 % (2021: 36,3 %) war wie im Vorjahr der Bereich Ver- und Entsorgung.

Konsolidierte Umsätze im HGV-Konzern 1

Konzernbereiche 2022 - Mio. EUR - Anteil am Konzernumsatz 2022 - in % - 2021 - Mio. EUR -
Ver- und Entsorgung 2.623,0 40,2% 1.959,0
Verkehr und Logistik 1.829,7 28,0% 1.602,7
•Hafen 1.564,5 24,0% 1.455,7
•Flughafen 265,2 4,0% 147,0
Immobilien und Stadtentwicklung 1.352,5 20,7% 1.254,5
Öffentlicher Personennahverkehr 616,7 9,4% 545,1
Sonstige 110,0 1,7% 29,7
Insgesamt 6.531,9 100,0% 5.391,0

Die übrigen Erträge, die sich aus der Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen und geringeren sonstigen betrieblichen Erträge zusammensetzen, sind gegenüber dem Vorjahr per saldo lediglich um 15,9 Mio. EUR auf 815,8 Mio. EUR angestiegen (2021: 799,9 Mio. EUR). Dabei war die Abnahme der sonstigen betrieblichen Erträge (- 159,6 Mio. EUR) im Wesentlichen auf den vorjährigen Gesellschafterzuschuss an die HGV (109,0 Mio. EUR) zurückzuführen. Die Zunahme des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen (+ 136,1 Mio. EUR) ergab sich im Wesentlichen aus einem höheren Bestand an unfertigen Leistungen der SAGA (+ 105,5 Mio. EUR).

Die betrieblichen Aufwendungen 2 erhöhten sich um 1.273,5 Mio. EUR auf 6.961,3 Mio. EUR (2021: 5.687,8 Mio. EUR). Diese Steigerung ergab sich im Wesentlichen aus der Erhöhung des Materialaufwands (+ 898,0 Mio. EUR), des Personalaufwands (+ 242,4 Mio. EUR), der Abschreibungen (+ 66,5 Mio. EUR) und des sonstigen betrieblichen Aufwands (+ 69,0 Mio. EUR), denen leicht geringere Konzessionsabgaben gegenüberstanden (- 2,4 Mio. EUR). Der Anstieg des Materialaufwands resultierte hauptsächlich aus einem höheren Materialaufwand der Netzgesellschaften: HEnW (+ 330,4 Mio. EUR), SNH (+ 71,9 Mio. EUR) und GNH (+ 75,0 Mio. EUR). Der Personalaufwand erhöhte sich insbesondere infolge höherer Mitarbeiterzahlen und Tariferhöhungen bei verschiedenen Unternehmen, insbesondere der HOCHBAHN (+ 33,8 Mio. EUR) und der VHH (+ 20,0 Mio. EUR) sowie der SNH (+ 49,2 Mio. EUR) und der HEnW (+ 41,8 Mio. EUR). Die höheren Abschreibungen ergaben sich aus Zugängen u. a. bei der HOCHBAHN (+ 18,6 Mio. EUR), der SNH (+ 9,5 Mio. EUR) und der HEnW (+ 4,5 Mio. EUR) sowie höheren Abschreibungen auf das Umlaufvermögen bei der Sprinkenhof (+ 14,5 Mio. EUR). Der sonstige betriebliche Aufwand stieg im Wesentlichen bei der HEnW (+ 17,5 Mio. EUR), der HOCHBAHN (+ 10,3 Mio. EUR) und bei der HWW (+ 6,3 Mio. EUR). Die geringeren Konzessionsabgaben ergaben sich insbesondere bei der SNH (- 2,5 Mio. EUR), denen leicht höhere Abgaben der HWW (0,2 Mio. EUR) gegenüberstanden.

Das Beteiligungsergebnis des Konzerns 3 stieg um 784,5 Mio. EUR auf 885,0 Mio. EUR (2021: 100,5 Mio. EUR). Ursächlich hierfür war im Wesentlichen die höhere Dividendenzahlung der HL.

Das negative Finanzergebnis verbesserte sich um 121,3 Mio. EUR auf -299,7 Mio. EUR (2021: -421,0 Mio. EUR) infolge geringerer Zinsaufwendungen bei verschiedenen Unternehmen.

Die Zunahme des Ertragsteueraufwands gegenüber dem Vorjahr um 282,2 Mio. EUR auf 312,2 Mio. EUR (2021: 30,0 Mio. EUR) ergab sich insbesondere aus einem höheren Steueraufwand der HGV infolge der außerordentlich hohen Dividende der HL. Das Konzernjahresergebnis fiel somit um 516,6 Mio. EUR höher aus als im Vorjahr und betrug rd. 640,0 Mio. EUR (2021: 123,3 Mio. EUR). Die Zunahme erklärt sich wesentlich durch die Dividende der HL.

1 Differenzen in den Summen ergeben sich durch Runden der Einzelwerte.
2 Unter die betrieblichen Aufwendungen werden neben dem Material-, Personal- und sonstigen betrieblichen Aufwand auch die Konzessionsabgaben und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wie auch Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten, subsumiert.
3 Im Beteiligungsergebnis werden die Erträge aus den Gesellschaften und Beteiligungen erfasst, die nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden: unmittelbare und mittelbare Beteiligungen der HGV von untergeordneter Bedeutung (zum Beispiel P + R), assoziierte Unternehmen (Beteiligungen zwischen 20 % und 50 %, z.B. GBS) sowie Unternehmensbeteiligungen unterhalb von 20 % (zum Beispiel HL). Es ergibt sich als Saldo aus Erträgen aus Gewinnabführungsverträgen und Beteiligungen, Aufwendungen aus Verlustübernahmen sowie Aufwendungen bzw. Erträgen aus assoziierten Unternehmen.

Die Gewinnanteile anderer Gesellschafter, zu denen neben der FHH bei der SAGA insbesondere die HL als Mitgesellschafterin der HHLA Container Terminal Altenwerder GmbH (HHLA CTA) und HAP bei der FHG zählen, lagen insbesondere infolge eines geringeren Verlustes der FHG mit einer Zunahme um 75,5 Mio. EUR auf 84,7 Mio. EUR (2021: 9,2 Mio. EUR) wieder auf dem Niveau früherer Geschäftsjahre.

Das allein der HGV zuzurechnende Jahresergebnis - vermindert um Anteile Dritter - ist um 441,1 Mio. EUR auf 555,2 Mio. EUR (2021: 114,1 Mio. EUR) angestiegen.

Unter Berücksichtigung des Verlustvortrags von 1.220,5 Mio. EUR (2021: 1.182,7 Mio. EUR) und der Einstellungen in die Gewinnrücklagen i. H. v. 80,0 Mio. EUR im Wesentlichen durch die SAGA ergab sich für das Geschäftsjahr 2022 damit ein Konzernbilanzverlust von 745,3 Mio. EUR (2021: 1.220,5 Mio. EUR).

2.2.2 Entwicklung der Konzernbereiche

Im Folgenden wird die Geschäftsentwicklung 2022 der direkten, größtenteils in den Konzernabschluss einbezogenen Beteiligungsunternehmen der HGV dargestellt. Abweichend von der Konzernbetrachtung werden deren Ergebnisse dabei aus Sicht des Einzelunternehmens beschrieben.

Öffentlicher Personennahverkehr

Die HOCHBAHN, eine 100 %ige Tochtergesellschaft der HGV, ist eines der führenden Nahverkehrsunternehmen in Deutschland und erbringt als größter Partner rd. die Hälfte der Verkehrsleistungen im hvv. Mit Wirkung zum 27.11.2019 hatte die FHH der HOCHBAHN im Rahmen einer Direktvergabe die Erlaubnis zur Erbringung von Busverkehrsleistungen für weitere zehn Jahre und von Verkehrsdienstleistungen mit U-Bahnen für weitere 22,5 Jahre erteilt.

In den Betriebszweigen U-Bahn und Bus wurde nach vorläufigen Erkenntnissen 2022 eine Gesamtanzahl von 326,5 Mio. Fahrgästen befördert (2021: 242,9 Mio.). Damit ist die Verkehrsleistung der HOCHBAHN insbesondere wegen der 2022 rückläufigen Einschränkungen infolge der Corona-Pandemie sowie zusätzlicher Nachfrage in den Sommermonaten durch das 9-Euro-Ticket um rd. 34,4 % gegenüber 2021 gestiegen.

Die Umsatzerlöse der HOCHBAHN sind mit 492,8 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr um 53,9 Mio. EUR gestiegen (2021: 438,9 Mio. EUR). Darin enthalten sind vereinnahmte Abgeltungszahlungen der öffentlichen Hand i. H. v. 60,0 Mio. EUR für die Mindereinnahmen aus dem 9-Euro-Ticket im Sommer 2022. Dabei wurde für die Umsatzermittlung im Jahr 2022 ein erwarteter hvv-Anteil der HOCHBAHN i. H. v. 48,77 % (vorjährige Prognose 48,08 %) angesetzt. Die Gesamtleistung verbesserte sich um 50,7 Mio. EUR oder 8,1 % auf 675,9 Mio. EUR (2021: 625,2 Mio. EUR). Dabei wurden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen auch im Jahr 2022 Sondermittel aus dem sog. ÖPNV-Rettungsschirm i. H. v. insgesamt 101,5 Mio. EUR vereinnahmt.

Stärker als die Gesamtleistung erhöhte sich die Aufwandsseite: Neben deutlichen Anstiegen beim Personalaufwand (tarifvertragliche Entgeltsteigerungen) und beim Materialaufwand (insbesondere höhere Dieselkosten) legten auch die Abschreibungen (umfangreiche Investitionen u. a. in die Fahrzeugflotte und deren Elektrifizierung) zu. Trotz einer Verbesserung des Zinsergebnisses stieg der Jahresfehlbetrag bei der HOCHBAHN im Jahr 2022 per saldo gegenüber dem Vorjahr um rd. 11,5 Mio. EUR auf 162,0 Mio. EUR (2021: 150,5 Mio. EUR).

Nach Übernahme dieses Verlusts durch die HGV ergab sich im Teilkonzern, in den mit der HOCHBAHN U5 Projekt GmbH nunmehr sieben Tochtergesellschaften einbezogen werden, im Geschäftsjahr 2022 ein Konzernjahresüberschuss i. H. v. 8,4 Mio. EUR (2021: 0,7 Mio. EUR).

Der Kostendeckungsgrad der HOCHBAHN lag 2022 mit 80,9 % geringfügig oberhalb dem des Vorjahres (2021: 80,8 %).

Die VHH, an der die HGV zu 94,2 % und die VHH Beteiligungsgesellschaft mbH mit 5,8 % beteiligt sind, betreibt ÖPNV mit Bussen im Rahmen des hvv. Ihr Verkehrsgebiet liegt jeweils etwa zur Hälfte in Hamburg und im Hamburger Umland (Kreise Pinneberg, Segeberg, Stormarn und Herzogtum Lauenburg).

Die VHH steigerte im Jahr 2022 ihre Fahrleistung um rd. 3 % auf 43,0 Mio. Fahrplankilometer. Dabei lag die Ausweitung hauptsächlich in den Bereichen konzessionierter Linienverkehre in Schleswig-Holstein sowie Gelegenheitsverkehre. Die Umsatzerlöse der VHH lagen 2022 mit 132,1 Mio. EUR um 12,5 Mio. EUR über dem Vorjahresniveau (2021: 119,6 Mio. EUR). Darin enthalten sind vereinnahmte Abgeltungszahlungen der öffentlichen Hand i. H. v. 8,2 Mio. EUR für die Mindereinnahmen aus dem 9-Euro-Ticket. Ursache für den Umsatzanstieg gegenüber dem Vorjahr sind im Wesentlichen Leistungsausweitungen in Umlandkreisen, Preisanpassungen bei den Verkehrsverträgen gemäß Index sowie deutlich höhere Einnahmen aus geleisteten Schienenersatzverkehren. Die sonstigen betrieblichen Erträge legten geringfügig auf 20,1 Mio. EUR zu.

Neben deutlichen Anstiegen des Personalaufwands (Rückstellungszuführung für inflationsbedingte Rentenanpassung, Erhöhung der Tabellenentgelte sowie Einstellung zusätzlichen Personals) und des Materialaufwands (u. a. höhere Dieselkosten sowie Fremdvergaben von Busleistungen) kam es 2022 auch zu einem investitionsbedingten Zuwachs bei den Abschreibungen. Die Verbesserung des Beteiligungs-/Finanzergebnisses, zu dem neben einem Jahresüberschuss der RRH Reisering Hamburg GmbH i. H. v. 104 TEUR (2021: Jahresfehlbetrag 960 TEUR) auch zinssatzbedingte Entlastungen bei der Zuführung zu Pensionsrückstellungen beitrugen, konnte den Aufwandsanstieg bei weitem nicht kompensieren. Insgesamt erhöhte sich der Verlustausgleich durch die HGV sehr deutlich um 21,8 Mio. EUR auf 74,5 Mio. EUR (2021: 52,7 Mio. EUR). Der Kostendeckungsgrad der VHH verminderte sich im Jahr 2022 auf 67,2 % (2021: 72,5 %).

Die HADAG Seetouristik und Fährdienst Aktiengesellschaft (HADAG), eine 100 %ige Tochtergesellschaft der HOCHBAHN, führt den Hafenfähr- und Berufsverkehr im Hamburger Hafen und auf der Elbe sowie Hafenrund-, Sonder- und Charterfahrten durch.

Die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Auflagen hatten auch in 2022 durch die Auswirkungen auf die ÖPNV-Nachfrage und die Durchführung des HADAG-Betriebs einen spürbaren Einfluss auf den Geschäftsverlauf. Die Umsatzerlöse lagen insbesondere durch hvv-Einnahmezuscheidungen für Vorjahre, höhere Fahrteinnahmen aus dem Musical-Shuttle sowie höhere Touristikeinnahmen um 1,8 Mio. EUR über dem Vorjahr. Positiv wirkte sich auch die Ausgleichszahlung aus dem ÖPNV-Rettungsschirm (427 TEUR) aus.

Die Instandhaltungskosten der Schiffe, die im Jahr 2022 durch die Großinstandsetzungen zweier Schiffe geprägt waren, lagen mit 7,0 Mio. EUR rund 2,5 Mio. EUR über dem Vorjahr. Des Weiteren stiegen die Dieselkosten im Vergleich zum Vorjahr um 2,4 Mio. EUR an. Insgesamt lag das Jahresergebnis mit -12,6 Mio. EUR um 2,9 Mio. EUR unterhalb des Vorjahresergebnisses (2021: -9,7 Mio. EUR). Dieser Fehlbetrag ist gemäß dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag von der HGV zu übernehmen.

Die P + R-Betriebsgesellschaft mbH (P+R), eine 100 %ige, nicht konsolidierte Tochtergesellschaft der HGV, betreibt in Hamburg 34 P+R-Anlagen mit rd. 8.164 Stellplätzen, das gebührenpflichtige Parkhaus Hagenbecks Tierpark mit rd. 500 Stellplätzen sowie an 89 Haltestellen Bike-and-Ride (B+R)-Anlagen mit ca. 12.400 Fahrradstellplätzen. Seit 2015 erfolgt zusätzlich die schrittweise Übernahme der bisher bezirklichen P+R-Anlagen. Seit Mitte 2014 wird schrittweise eine Entgeltpflicht zur Nutzung der P+R-Anlagen eingeführt.

Die Umsatzerlöse stiegen im Zuge der rückläufigen Kontaktbeschränkungen im Jahr 2022 um rd. 30 % auf rd. 3,6 Mio. EUR (2021: 2,8 Mio. EUR). Steigerungen auf der Aufwandsseite waren insbesondere beim Materialaufwand zu verzeichnen, die jedoch die Erlössteigerungen nicht vollständig aufzehrten. Insgesamt weist die Gesellschaft daher im Jahr 2022 einen Jahresfehlbetrag aus, der mit 404 TEUR gegenüber dem Vorjahr mehr als halbiert werden konnte (2021: 958 TEUR). Die HGV wird den entstandenen Fehlbetrag gemäß Ergebnisabführungsvertrag ausgleichen.

Ver- und Entsorgung

Die HWW, eine 100 %ige Tochtergesellschaft der HGV, versorgt Hamburg und 16 Umlandkommunen sowie zusätzliche Weiterverteiler mit Wasser.

In Summe lag die gesamte Wasserabsatzmenge der HWW an Kunden im Jahr 2022 mit rund 114,5 Mio. m 3 vor allem in Folge eines geänderten Verbrauchsverhaltens unter dem Vorjahr (2021: rund 116,0 Mio. m 3). Der rechnerische Wasserverlust blieb mit 3,8 % gegenüber dem Vorjahr unverändert und war damit im Benchmarking mit den großen deutschen Wasserversorgern weiterhin sehr gering.

Zum 01.01.2022 waren sowohl der mengenabhängige Wasserpreis von 1,79 EUR/m 3 auf 1,80 EUR/m 3 als auch der mengenunabhängige Grundpreis angehoben worden, woraus sich für den Durchschnittshaushalt eine moderate Preissteigerung im Vergleich zum Vorjahr ergab. Die hierdurch bedingten Mehrumsätze waren erforderlich, um absehbaren Kostensteigerungen begegnen zu können.

Im Jahr 2022 wurden Umsatzerlöse von 295,4 Mio. EUR erzielt, die um rd. 7,0 Mio. EUR über dem Vorjahr lagen (2021: 288,3 Mio. EUR). Der Anstieg ist hauptsächlich auf höhere Erstattungen bei Projektkooperationen für städtische Baumaßnahmen sowie auf periodenfremde Effekte bei den konzerninternen Leistungen zurückzuführen, während der Preiseffekt aus der Anpassung der Wasserpreise das rückläufige Verbrauchsverhalten der Kunden in etwa kompensierte. Deutlichen Zuwächsen beim Personal- und beim Materialaufwand wirkten zinssatzbedingte Entlastungen bei den Zuführungen zu Pensionsrückstellungen entgegen. Der mit 28,8 Mio. EUR über Plan, aber durch einen Grundstücksverkauf im Jahr 2021 unter dem Vorjahr liegende Jahresüberschuss 2022 (2021: 39,3 Mio. EUR) wird an die HGV abgeführt.

Die Bäderland Hamburg GmbH (BLH), eine 100 %ige Tochtergesellschaft der HGV, betreibt 25 Hallen- und Freibäder sowie die Eissporthalle in Farmsen. Zusätzlich hat die BLH drei weitere Freibäder verpachtet.

Nachdem der Beginn des Jahres 2022 pandemiebedingt noch von Beschränkungen beim Badbesuch gekennzeichnet war, führten die zunehmenden Lockerungen im Jahresverlauf auch zu einem spürbaren Anstieg der Besucherzahlen. Je nach Anlage wurden 80 % bis 100 % des Vor-Corona-Niveaus erreicht. Insgesamt waren die Besucherzahlen mit knapp 3,4 Mio. um rd. 0,4 Mio. bzw. 15 % über Plan und haben sich damit gegenüber dem Vorjahr nahezu verdoppelt (2021: 1,7 Mio.). Die Umsatzerlöse lagen im Jahr 2022 mit 28,3 Mio. EUR ebenfalls erheblich höher als im Vorjahr (2021: 14,0 Mio. EUR). Auf der Aufwandsseite war insbesondere ein Anstieg des Personalaufwands auf 26,4 Mio. EUR (2021: 18,2 Mio. EUR) zu verzeichnen. Ursächlich hierfür waren der erzielte Tarifabschluss sowie der Bezug von Kurzarbeitergeld im Vorjahr. Steigende Energiekosten führten zudem zu einem Anstieg des Materialaufwands.

Der deutliche Rückgang des Betriebsergebnisses um 9,2 Mio. EUR auf -23,6 Mio. EUR (2021: -14,4 Mio. EUR) ist wesentlich auf einen Ertrag aus einem Grundstücksverkauf im Vorjahr zurückzuführen. Entlastungen gegenüber dem Vorjahr ergaben sich zinssatzbedingt bei der Aufzinsung von Rückstellungen. In der Summe der Effekte lag der von der HGV im Jahr 2022 zu übernehmende Fehlbetrag bei 26,0 Mio. EUR und damit deutlich über dem Vorjahr (2021: 19,6 Mio. EUR).

Die Gesellschaft zur Beseitigung von Sonderabfällen mbH (GBS) betreibt eine Sonderabfalldeponie in Rondeshagen, Kreis Herzogtum Lauenburg. Die HGV ist an der GBS mit 50 % beteiligt, weiterer Gesellschafter ist das Land Schleswig-Holstein.

Im Geschäftsjahr 2022 ergab sich ein Jahresfehlbetrag i. H. v. 0,9 Mio. EUR (2021: 0,5 Mio. EUR). Das negative Jahresergebnis ist zurückzuführen auf das Ausbleiben von Deponieerträgen aufgrund der planmäßigen Einstellung des aktiven Deponiebetriebs Ende 2016, während durch die Neuberechnung bei der Nachsorgerückstellung und zu berücksichtigende Zinssatzänderungen weitere Aufwendungen entstanden sind.

Die Antragsunterlagen für die Stilllegung der Gesamtdeponie wurden bei den zuständigen behördlichen Stellen abgegeben. Sofern sich aus zusätzlich geforderten Untersuchungen kein weiterer Handlungsbedarf ergibt, wird mit der endgültigen Stilllegung der Deponie und dem damit verbundenen Übergang in die Nachsorgephase noch vor Ende des Jahres 2023 gerechnet.

Die SNH betreibt innerhalb des Stadtgebiets Hamburg das Stromverteilnetz mit einer Gesamtlänge von rd. 32.939 Kilometern. Sie stellt ihr Netz jedem Nutzer diskriminierungsfrei zur Verfügung und ist verantwortlich für die Sicherheit sowie die Zuverlässigkeit der Stromversorgung. An das Stromnetz sind rd. 1,2 Mio. Kunden angeschlossen, die von über 560 unterschiedlichen Stromlieferanten beliefert werden. Darüber hinaus betreibt die SNH als grundzuständige Messstellenbetreiberin rd. 1,2 Mio. Strommessstellen und ist im Bereich der Elektromobilität Anbieterin von Ladeinfrastruktur. Der 2014 abgeschlossene Konzessionsvertrag mit der FHH hat eine Laufzeit von 20 Jahren und endet am 31.12.2034.

Die Stromabgabe im Verteilnetz der SNH war auch im Geschäftsjahr 2022 mit 10.439 GWh rückläufig (2021: 11.373 GWh). Die gesamten Umsatzerlöse beliefen sich auf 948,4 Mio. EUR und lagen damit um rd. 14 % über dem Vorjahresniveau (2021: 831,9 Mio. EUR). Dabei stiegen erneut die Erlöse aus der Netznutzung i. H. v. 535,8 Mio. EUR um rd. 7,7 % oder 38,5 Mio. EUR (2021: 497,3 Mio. EUR) im Wesentlichen aufgrund einer höheren genehmigten Erlösobergrenze. Den Umsatzerlösen, aktivierten Eigenleistungen und sonstigen betrieblichen Erträgen von insgesamt 1.061,4 Mio. EUR im Jahr 2022 (2021: 928,4 Mio. EUR) standen insbesondere beim Materialaufwand gestiegene operative Aufwendungen von insgesamt 958,1 Mio. EUR gegenüber (2021: 857,0 Mio. EUR). Unter Berücksichtigung des Finanzergebnisses von -12,4 Mio. EUR (2021: -17,7 Mio. EUR) betrug das Ergebnis nach Steuern 90,9 Mio. EUR (2021: 54,0 Mio. EUR).

Die Konzessionsabgabe an die FHH, die sich nach den gelieferten Kilowattstunden und der Verbrauchsstruktur bemisst, verringerte sich 2022 auf 81,5 Mio. EUR (2021: 83,9 Mio. EUR). Das Ergebnis vor Gewinnabführung an die Hamburg Energienetze GmbH (HEG) reduzierte sich im Jahr 2022 auf 89,8 Mio. EUR (2021: 52,8 Mio. EUR).

Die GNH betreibt das Erdgasnetz der FHH auf einer Länge von rd. 7.870 Kilometern. Neben Bau und Betrieb inkl. Wartung und Instandhaltung des Netzes ist die GNH auch für den Ausbau der technischen Infrastruktur und die Bereitstellung der Netzkapazitäten zuständig.

Die GNH hat im Jahr 2022 mit 16.749,2 GWh rd. 21 % weniger Erdgas über ihre Netze verteilt als im Vorjahr (2021: 21.315 GWh). Der Rückgang ist neben der milden Witterung zum großen Teil auf die Einsparbemühungen der Kunden zur Abwendung einer Gasmangellage und die stark gestiegenen Preise zurückzuführen. Die Umsatzerlöse lagen 2022 trotz des spürbaren Mengenrückgangs mit 266,0 Mio. EUR deutlich über Vorjahresniveau (2021: 188,3 Mio. EUR). Ursächlich hierfür sind im Wesentlichen die energiewirtschaftlichen Erlöse im Gasnetz infolge der höheren Energiepreise. Bei den Materialaufwendungen war der deutliche Anstieg auf 151,0 Mio. EUR ebenfalls im Wesentlichen auf den gestiegenen Aufwand in Bezug auf die Mehr- und Mindermengen zurückzuführen (2021: 73,4 Mio. EUR). Der deutliche Rückgang des Finanzergebnisses auf -31,0 Mio. EUR (2021: -16,1 Mio. EUR) ist maßgeblich durch den hohen Kursverlust des Deckungsvermögens für Pensionsverpflichtungen (CTA-Vermögen) geprägt (-22,4 Mio. EUR). Gegenläufig wirkte sich der aufgrund gestiegener Zinsen geringere Aufwand aus Zinssatzänderungen bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen positiv auf das Finanzergebnis aus. Das Ergebnis vor Gewinnabführung belief sich 2022 auf 0,6 Mio. EUR nach Steuern (2021: 16,6 Mio. EUR). Die an die Stadt zu zahlende Konzessionsabgabe betrug 2022 rd. 6,4 Mio. EUR (2021: 6,6 Mio. EUR).

Die HEG schloss das Geschäftsjahr 2022 mit einem über dem Vorjahresniveau liegenden Ergebnis von 59,4 Mio. EUR (2021: 46,9 Mio. EUR) ab, welches an die HGV abgeführt wurde. Der Ergebnisanstieg resultiert aus der höheren Gewinnabführung der SNH, gegenläufig wirkte sich das geringe Jahresergebnis der GNH aus. Ebenso sank im Vergleich zum Vorjahr das Finanzergebnis auf -26,8 Mio. EUR (2021: -20,9 Mio. EUR) im Wesentlichen durch geringere Erträge aus Ausleihungen an SNH und GNH. Verantwortlich für die im Vorjahr hohen Erträge waren die Anfang 2021 an die SNH gewährten und Ende 2021 in eine Eigenkapitaleinlage umgewandelten Gesellschafterdarlehen.

Seit 2019 ist die HGV alleinige Eigentümerin der HEnW. Mit wirtschaftlicher Wirkung zum 01.01.2021 hat die WHH sämtliche Vermögensgegenstände und Schulden der HAMBURG ENERGIE GmbH (HE) im Wege der Verschmelzung übernommen. Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 02.12.2021 wurde die WHH zudem in Hamburger Energiewerke GmbH (HEnW) umfirmiert.

Die HEnW ist in den Segmenten Stromerzeugung und -vertrieb, Gasvertrieb sowie Fernwärmeerzeugung, -netzbetrieb und -vertrieb tätig. Sie bietet Privat- und Geschäftskunden eine Vielzahl von Strom-, Gas- und Wärmeprodukten an. Ergänzend werden technische Anlagen und Produkte im Bereich der Photovoltaik und Solarthermie, Elektromobilität sowie der energetischen Quartierslösungen und Nahwärmenetze angeboten. Die HEnW betreibt das Hamburger Fernwärmenetz und erzeugt in ihren Anlagen Fernwärme, Dampf und Strom aus konventionellen und erneuerbaren Energieträgern. Sie versorgt über das etwa 860 Kilometer lange Netz ca. 11.600 Kundenanlagen mit Wärme und Dampf (Wohnungswirtschaft, Gewerbe- und Industriekunden).

Die HEnW hat im Jahr 2022 3.474 GWh Strom aus der Eigenerzeugung und im Endkundengeschäft vermarktet. Der Absatz lag damit 11,7 % über dem Vorjahr (2021: 3.111 GWh). Der Absatz im Gasvertrieb erhöhte sich insbesondere aufgrund der in 2022 begonnenen Belieferung des Großkunden FHH um 31,1 % auf 1.527 GWh (2021: 1.165 GWh). Der Wärmeabsatz (Dampf und Fernwärme) ging infolge der wärmeren Witterung in der Heizperiode sowie von Energiesparmaßnahmen der Kunden um 9,4 % auf 3.944 GWh zurück (2021: 4.351 GWh). Die Umsatzerlöse inkl. übriger Erträge lagen mit 1.242,7 Mio. EUR deutlich um 54,4 % über dem Vorjahresniveau (2021: 804,6 Mio. EUR), insbesondere aufgrund preisbedingt höherer Fernwärme- sowie mengen- und preisbedingt höherer Strom- und Gaserlöse.

Die Stromerlöse einschließlich der Erlöse aus vermiedener Netznutzung 1 und aus dem Endkundengeschäft stiegen 2022 nochmals deutlich um 52,7 % auf 606,9 Mio. EUR (2021: 397,4 Mio. EUR) an. Mit etwa 31,5 % bzw. 391,1 Mio. EUR machten zudem die Wärmeerlöse auch im Jahr 2022 einen erheblichen Anteil an den Gesamterlösen aus (2021: 294,0 Mio. EUR bzw. 36,5 %). Im Gasvertrieb an Endkunden lagen die Erlöse mit 83,4 Mio. EUR aufgrund des Absatz- und Preisanstiegs deutlich über dem Vorjahr (2021: 47,9 Mio. EUR). Die Aufwendungen einschließlich des Finanzergebnisses beliefen sich auf 1.171,6 Mio. EUR (2021: 797,0 Mio. EUR) - eine Zunahme um 374,6 Mio. EUR. Für den Anstieg war insbesondere der um 331,2 Mio. EUR höhere Materialaufwand verantwortlich. Der Anstieg resultiert aus gestiegenen Brennstoff-, Strombezugs- und CO 2-Kosten sowie höheren Aufwendungen für bezogene Leistungen. Zudem lagen die Aufwendungen für Altersversorgung vorwiegend infolge geänderter versicherungsmathematischer Prämissen um 37,7 Mio. EUR über dem Vorjahreswert, wobei diese Entwicklung durch einen um 21,0 Mio. EUR geringeren Aufzinsungseffekt für Pensions- und sonstige längerfristige Personalrückstellungen teilweise kompensiert wurde. Des Weiteren wurden weitere Rückstellungen in Höhe von 20,1 Mio. EUR für den Rückbau und die Verkehrssicherungspflicht nach Betriebsende des Kraftwerks in Wedel zugeführt. Das Ergebnis 2022 nach Steuern belief sich auf 69,2 Mio. EUR und verbesserte sich erneut deutlich gegenüber dem Vorjahr (2021: 5,9 Mio. EUR). Hierbei wirkten wie im Vorjahr insbesondere deutliche Rohertragsverbesserungen bei gestiegenen Rohstoffund Energiepreisen und gleichzeitiger Absicherung sowie hohe Strompreise bei der Spotvermarktung ergebnisverbessernd.

Die HHVA, ein 100 %iges Tochterunternehmen der HGV, erbringt alle Leistungen zur öffentlichen Außenbeleuchtung und Verkehrstechnik sowie die verkehrstechnische Ausrüstung von Straßentunneln. Die HHVA erzielte 2022 ein leicht unter Plan liegendes positives Jahresergebnis von 2,1 Mio. EUR (2021: 3,3 Mio. EUR), das an die HGV abzuführen ist.

Hauptauftraggeberin der HHVA mit über 90 % der Umsatzerlöse ist die FHH und hier wiederum der LSBG. Die Ausgestaltung und Fortführung der Verträge mit dem LSBG sind von großer wirtschaftlicher Bedeutung für die Gesellschaft. Seit dem 01.01.2019 gelten neue Verträge zwischen HHVA und LSBG (Neuauflage des Bau- und Vertriebsvertrags mit der FHH) mit regelmäßig anzupassenden Vergütungssätzen.

1 https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Beschlusskammern/BK08/BK8_06_Netzentgelte/67_vermNetzentG/BK8_vermNetzentg.html

Immobilien und Stadtentwicklung

Die SAGA ist das größte wohnungswirtschaftliche Unternehmen im Gesamtportfolio der unternehmerischen Beteiligungen der FHH. Die HGV hält 71,97 % der Anteile an der SAGA, die restlichen 28,03 % der Anteile hält die FHH direkt.

Die SAGA bewirtschaftete im Geschäftsjahr 2022 folgende Bestände:

Eigene Wohnungen 137.743
Gewerbeobjekte 1.409
Soziale Einrichtungen 343
Garagen 20.337
Stellplätze 26.450

Der vermietungsbedingte Leerstand belief sich im Jahresmittel unverändert auf 0,3 %. Die Fluktuationsquote ist mit 5,2 % (2021: 5,5 %) leicht gesunken. Damit wurde die Stabilisierung der Leerstands- und Fluktuationsquoten auf sehr niedrigem Niveau wiederum erreicht.

Die Umsatzerlöse der SAGA lagen mit 1.070,7 Mio. EUR um 48,6 Mio. EUR über dem Vorjahreswert (2021: 1.022,1 Mio. EUR). Die um die Umlagen bereinigten Umsatzerlöse aus der Hausbewirtschaftung stiegen um 23,9 Mio. EUR auf 752,1 Mio. EUR. Hierfür ausschlaggebend waren insbesondere Mietanpassungen nicht preisgebundener Wohnungen an die ortsübliche Vergleichsmiete und Folgevermietungen sowie die Vermietung von fertiggestellten Neubauwohnungen.

Mit 236,9 Mio. EUR lagen die Instandhaltungsaufwendungen um 25,2 Mio. EUR über dem Vorjahreswert (2021: 211,7 Mio. EUR). Die Personalaufwendungen legten um 12,4 Mio. EUR auf 72,1 Mio. EUR zu (2021: 59,7 Mio. EUR). Dabei sind insbesondere die Aufwendungen für die Altersversorgung im Vergleich zum Vorjahr um 11,7 Mio. EUR gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit 36,4 Mio. EUR deutlich unter dem Niveau des Vorjahres (2021: 213,3 Mio. EUR), hauptsächlich begründet durch die einmalige Berücksichtigung eines - bilanzierungstechnisch bedingten - Verschmelzungsverlusts i. H. v. 179,8 Mio. EUR im Vorjahr.

Der Jahresüberschuss der SAGA im Geschäftsjahr 2022 lag mit 220,0 Mio. EUR deutlich über dem Vorjahresergebnis (2021: 51,8 Mio. EUR), allerdings unter dem Niveau ohne Berücksichtigung des Verschmelzungsverlusts des Vorjahres (231,7 Mio. EUR).

Kerngeschäftsfelder der Sprinkenhof sind die Bewirtschaftung eigener und von der FHH in die Verwaltung übernommener Immobilien sowie die Bewirtschaftung der von der HGV gepachteten Grundstücke, bebaut mit Polizei- und Feuerwehrgebäuden. Die Projektsteuerung von Neubauten und Sanierungen für städtische Nutzungen ist in den letzten Jahren in zunehmendem Maße hinzugetreten und soll auch als Generalübernehmerleistung für städtische Gesellschaften in Zukunft weiter ausgebaut werden.

Die Umsatzerlöse der Sprinkenhof stiegen im Jahr 2022 gegenüber 2021 um 33,2 Mio. EUR auf 152,7 Mio. EUR, insbesondere weil mehrere Bauvorhaben im städtischen Mieter-Vermieter-Modell abgerechnet wurden. Der Materialaufwand erhöhte sich hauptsächlich im Zusammenhang mit Bauvorhaben im städtischen Mieter-Vermieter-Modell auf 180,6 Mio. EUR (2021: 144,8 Mio. EUR). Der Rückgang der Personalaufwendungen bei steigenden Personaltarifen um 0,4 Mio. EUR auf 23,9 Mio. EUR resultiert insbesondere aus der Ausgliederung des Geschäftsbereiches ISZ auf eine eigenständige, städtische GmbH mit dem Personalabgang von 25 Personen zum 01.01.2022. Im Berichtsjahr sind aufgrund von gesicherten Mehrkostenrisiken in einem Bauvorhaben Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens in Höhe von 14,5 Mio. EUR vorgenommen worden. Das Jahresergebnis fiel infolge mit -5,7 Mio. EUR um 9,5 Mio. EUR erheblich geringer aus als im Vorjahr (2021: Jahresüberschuss 3,8 Mio. EUR).

Die GMH Gebäudemanagement Hamburg GmbH (GMH) erbringt im Auftrag der FHH hauptsächlich Bau- und Bewirtschaftungsleistungen für Schulen im Süden Hamburgs. Mit dem Landesbetrieb SBH Schulbau Hamburg ist die Gesellschaft in einer organisatorischen Gleichordnung unter einheitlicher Geschäftsführung und durch gemeinsame Zentralbereiche verbunden. Die Sparte Universitätsbau gewinnt mit der Umsetzung der Bauprojekte der Universität um die Bundesstraße und weiterer Projekte in Vorbereitung zunehmend an Bedeutung; der Aufbau der Betreuung städtischer Sport- und Sonderimmobilien wird weiter vorangetrieben.

Die Umsatzerlöse stiegen 2022 gegenüber dem Vorjahr um 11,1 Mio. EUR auf 79,6 Mio. EUR - insbesondere wegen des erhöhten abgerechneten Projektvolumens in der Sparte Schulbau. Die Bestandsveränderungen lagen um 20,1 Mio. EUR über dem Vorjahreswert. Der Materialaufwand stieg um 34,9 Mio. EUR sowohl wegen erhöhter Bewirtschaftungs- und Instandhaltungsaufwendungen an Schulgebäuden als auch aus erhöhter Bautätigkeit in den Sparten Schulbau und Hochschulbau. Insgesamt verschlechterte sich das Jahresergebnis 2022 gegenüber dem Vorjahr, insbesondere aufgrund der Wertberichtigung des Projekts MIN-Forum und Informatik i. H. v. 12,4 Mio. EUR, auf einen Jahresfehlbetrag i. H. v. 12,9 Mio. EUR (2021: Jahresüberschuss 1,0 Mio. EUR).

Die HafenCity Hamburg GmbH (HCH), eine 100 %ige Tochtergesellschaft der HGV, verantwortet das Entwicklungsmanagement für die HafenCity, eines der größten innerstädtischen Stadtentwicklungsvorhaben Europas. Nach der Entwicklung der westlichen und zentralen HafenCity in den letzten Jahren stehen für die Zukunft die Bebauung des östlichen Teils der HafenCity, die Entwicklung des Stadtraums Billebogen und des neuen Stadtteils Grasbrook und die Science City in Hamburg-Bahrenfeld im Vordergrund.

Die HCH führt die Geschäfte des für die Entwicklung des Stadtteils HafenCity gebildeten städtischen Sondervermögens "Stadt und Hafen". Ihre Aufwendungen werden im Wesentlichen vom Sondervermögen erstattet. Das Jahresergebnis war 2022 wie im Vorjahr leicht positiv.

Bei der ReGe Hamburg Projekt-Realisierungsgesellschaft mbH (ReGe) handelt es sich um eine nicht konsolidierte Managementgesellschaft, die bei Großprojekten der Infrastruktur Planungs- und Bauherrenaufgaben im Interesse der FHH wahrnimmt. Die wesentlichen Projekte in 2022 waren die Speicherstadt, der Hauptbahnhof, der Cranzer und Neuenfelder Hauptdeich, die Hafenfläche Steinwerder Süd, die ZAL-Erweiterung, die Äußere Erschließung Oberbillwerder, der Bahndurchstich Rothenburgsort, die Realisierung Neuenfelder/Viersielener Wettern, der Wendebecken Moorfleeter Kanal und das Entwicklungsgebiet Finkenwerder 32. Das Geschäftsjahr schloss mit einem Jahresüberschuss von 360 TEUR (2021: 596 TEUR). Seit 2019 besteht zwischen der ReGe und der HGV ein Gewinnabführungsvertrag.

Die Museumsgebäude wurden zum 01.07.2018 von der HGV in die 1. HIM Hamburgische Immobiliengesellschaft für Museen mbH & Co. KG (1. HIM) übertragen. Die Umsätze im Geschäftsjahr 2022 i. H. v. 16,9 Mio. EUR (2021: 16,5 Mio. EUR) resultierten im Wesentlichen aus Vermietungserlösen. Diesen Umsatzerlösen sowie sonstigen betrieblichen Erträgen i. H. v. 3,3 Mio. EUR, insbesondere aus der Auflösung des Sonderpostens für erhaltene Investitionszuschüsse und Zuschüssen aus Mitteln des Hamburger Wirtschaftsstabilisierungsprogramms (HWSP), stehen laufende Aufwendungen, insbesondere Abschreibungen sowie Kosten der Geschäftsbesorgung, von 14,8 Mio. EUR (2021: 7,6 Mio. EUR) gegenüber. Die Regelinstandhaltung verlief überplanmäßig (geplant: 7,6 Mio. EUR, tatsächlich: 9,5 Mio. EUR). Ursächlich hierfür ist insbesondere die Umsetzung ungeplanter Maßnahmen, die durch HWSP-Fördergelder finanziert werden.

Im Ergebnis weist die 1. HIM für das Jahr 2022 einen Jahresüberschuss von 5,6 Mio. EUR (2021: 9,5 Mio. EUR) aus. Dieser Betrag wurde der Kommanditistin auf ihrem Darlehenskonto gutgeschrieben. Darüber hinaus wurden 1,1 Mio. EUR aus den in den Vorjahren angesparten Rücklagen entnommen, um die jährlich vorgesehene Ausschüttung i. H. v. 6,7 Mio. EUR an die HGV für die Refinanzierung des Kaufpreises der Museumsgebäude zu gewährleisten.

Hauptgeschäftsfeld der SGG Städtische Gebäudeeigenreinigung GmbH (SGG), einer 100 %igen Tochtergesellschaft der HGV, ist die Gebäudeinnenreinigung von Bürogebäuden der FHH, Schulen und Sporthallen. Daneben führt sie Qualitätsprüfungen in Objekten der FHH durch.

Ende 2022 hatte die SGG Reinigungsverträge für 146 Objekte mit einer Reinigungsfläche von 924.870 m 2 (2021: 157 Objekte; 978.426 m 2). Die Umsätze sind im Geschäftsjahr 2022 um 1,1 Mio. EUR bzw. 5,7 % auf 17,7 Mio. EUR gesunken. Ursachen hierfür sind u. a. die kalendarisch bedingte Verringerung der Reinigungstage gegenüber dem Vorjahr um drei Tage, Wegfall diverser Zusatz- und Sonderreinigungen im Zuge der Corona-Pandemie und die Verringerung der Reinigungsfläche um rd. 54.000 m 2. Im Ergebnis lag der Gewinn vor Abführung an die HGV bei 300 TEUR (2021: 641 TEUR).

Die im Jahr 2018 entkonsolidierte HGL Hamburger Gesellschaft für Luftverkehrsanlagen mbH (HGL), eine 100 %ige Tochtergesellschaft der HGV, vermietet langfristig Grundstücke und Gebäude, deren Eigentümerin sie ist, an die Airbus Operations GmbH. Die HGL erzielte ein leicht verbessertes Ergebnis vor Übernahme durch die HGV i. H. v. 529 TEUR nach 332 TEUR im Vorjahr.

Verkehr und Logistik

Die HHLA ist die Konzernholding des bedeutendsten Umschlag- und Logistikunternehmens im Hamburger Hafen und eines der führenden Unternehmen der Seehafenverkehrswirtschaft in Europa. Mit seinen Geschäftsfeldern Container, Intermodal (Containertransport im Hinterlandverkehr auf Schiene und Straße sowie Feederverkehr) und Logistik (Lager- und Kontraktlogistik, Spezialgutumschlag sowie Beratung) erbringt der Konzern Dienstleistungen entlang der Transportkette zwischen Überseehafen und europäischem Hinterland. Daneben entwickelt und vermietet das Unternehmen Immobilien.

Von den insgesamt rd. 72,5 Mio. börsennotierten A-Aktien der HHLA, die den Teilkonzern Hafenlogistik mit dem hafenbezogenen Kerngeschäft - bestehend aus Umschlag- und Logistikaktivitäten sowie Hinterlandverkehren - repräsentieren, hält die HGV Ende 2022 rd. 69,3 %.

Die weiteren 2,7 Mio. S-Aktien sind nicht börsennotiert und werden vollständig von der HGV gehalten. Sie vermitteln eine Beteiligung am Teilkonzern Immobilien, der die nicht-hafenumschlagspezifischen Immobilien der HHLA umfasst, d.h. die Immobilien der Hamburger Speicherstadt und der Fischmarkt Hamburg-Altona GmbH am nördlichen Hafenrand. Die HGV ist damit Ende 2022 unverändert zu 70,4 % am gesamten Grundkapital (A- und S-Aktien) der HHLA beteiligt.

Innerhalb des HGV-Konzerns nimmt der HHLA-Teilkonzern mit den in den HGV-Konzernabschluss einbezogenen 28 HHLA-Gesellschaften eine bedeutende Rolle ein. Sein Anteil am Konzernumsatz der HGV, der als Teilbereich Hafen zusammengefasst ist, beträgt 24,0 % (vgl. Übersicht im Abschnitt 2.2.1). Die HHLA hat 2022 einen Containerumschlag in der Höhe von 6,4 Mio. TEU erreicht, welcher damit um 7,9 % unter dem Vorjahr lag. An den Hamburger Terminals sank der Containerumschlag um 4,1 % auf 6,1 Mio. TEU. Die Umsatzerlöse des Segments Container haben sich positiv entwickelt und legten durch einen temporären Anstieg des Lagergeldes infolge anhaltender Schiffsverspätungen um 2,6 % zu. Das Betriebsergebnis EBIT im Segment Container lag mit 157,3 Mio. EUR um 2,0 Mio. EUR über dem Vorjahr.

Das Segment Intermodal zeigte im Jahr 2022 eine unterschiedliche Entwicklung. Mit 1,7 Mio. TEU transportierten die Intermodal-Gesellschaften eine mit dem Vorjahr vergleichbare Gütermenge. Dagegen konnten die Umsatzerlöse mit einem Zuwachs von 14,6 % deutlich stärker zulegen als die Menge. Ursache sind ein höherer Anteil von Bahntransporten und temporäre Preiszuschläge beim Bahntransport zur teilweisen Kompensation der stark gestiegenen Energiepreise. Trotz des Umsatzanstiegs reduzierte sich das EBIT im Segment Intermodal um 8,6 % auf 95,3 Mio. EUR. Die Gründe hierfür liegen in operativen Beeinträchtigungen durch anhaltende Störungen in den Lieferketten, nicht vollständig weitergegebenen Energiepreissteigerungen und einem Einmaleffekt im Vorjahr durch eine im Herbst 2021 rückwirkend gewährte höhere Trassenpreisförderung von 11 Mio. EUR.

Der Teilkonzern Immobilien konnte seinen Kurs einer wertorientierten Bestandsentwicklung der Speicherstadt sowie des Fischereihafenareals fortsetzen. Die Umsatzerlöse lagen mit 44,1 Mio. EUR trotz eines schwierigen wirtschaftlichen Umfelds um 15,9 % über dem Niveau des Vorjahres. Der Umsatzanstieg ist auf gestiegene Erlöse aus Umsatzmietvereinbarungen und höhere Mieterlöse aus neu entwickelten Objekten in der Speicherstadt zurückzuführen. Auch die Tochtergesellschaft Fischmarkt Hamburg-Altona GmbH (FMH) verzeichnete nach pandemiebedingten Rückgängen im Vorjahr eine deutliche Belebung des Umsatzes. Das EBIT des Segments Immobilien stieg um rd. 20,9 % auf 18,4 Mio. EUR (2021: 15,3 Mio. EUR). Der starke EBIT-Anstieg ist vorrangig auf die positive Umsatzentwicklung bei einem reduzierten Instandhaltungsvolumen zurückzuführen.

Der Gesamtumsatz des HHLA-Konzerns 1 stieg 2022 um 7,7 % auf 1.578,4 Mio. EUR (2021: 1.465,4 Mio. EUR). Bei einem zum Vorjahr vergleichbaren Konzernjahresüberschuss von 133,1 Mio. EUR (2021: 132,9 Mio. EUR) reduzierte sich der Anteil der Aktionäre des Mutterunternehmens am Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr um 17,5 % auf 92,7 Mio. EUR (2021: 112,3 Mio. EUR). Die HGV vereinnahmte im Jahr 2022 phasenversetzt für das Geschäftsjahr 2021 von der HHLA 43,3 Mio. EUR an Dividenden (2021 für das Geschäftsjahr 2020: 27,9 Mio. EUR).

1 Die nachfolgenden Angaben zur HHLA beziehen sich auf den (Teil-)Konzernabschluss nach den internationalen Rechnungslegungsgrundsätzen IFRS, den die HHLA als börsennotiertes Unternehmen für die insgesamt 36 inländischen und 27 ausländischen Gesellschaften erstellt. Sie unterscheiden sich von den Daten des Teilbereichs Hafen, die von der HGV auf Basis des nach HGB-Grundsätzen aufgestellten Konzernabschlusses ermittelt werden.

Die FHG betreibt den internationalen Flughafen Hamburg-Fuhlsbüttel und bietet gemeinsam mit sieben Tochtergesellschaften und Beteiligungen alle damit zusammenhängenden Dienstleistungen an. Die HGV ist direkt und mittelbar - über die Zwischengesellschaft FHK Flughafen Hamburg Konsortial-und Service GmbH & Co. oHG (FHK) - zu insgesamt 51 % an der FHG beteiligt. Die FHK bewirtschaftet die von der FHG gemieteten Parkraumflächen.

Die Umsatzerlöse der FHG nahmen im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr um 87,8 Mio. EUR oder rd. 68,2 % auf 216,7 Mio. EUR (2021: 128,9 Mio. EUR) zu. Im Geschäftsbereich Aviation werden um 67,3 Mio. EUR höhere und damit nahezu verdoppelte Erlöse i. H. v. 135,6 Mio. EUR ausgewiesen. Diese Entwicklung folgt damit der gegenüber 2021 ebenfalls verdoppelten Passagiermenge. Zusätzlich kam eine Entgelterhöhung um 5,9 % zum 01.04.2022 hinzu. Die nicht verkehrsbezogenen Umsätze - hauptsächlich Miet- und sonstige Dienstleistungserlöse - stiegen auf 78,3 Mio. EUR (2021: 59,7 Mio. EUR). Der Anteil des Non-Aviation-Segments an den Gesamterlösen verringerte sich im Vergleich zu den Aviation-Erlösen auf 36,2 % (2021: 46,3 %). Die übrigen betrieblichen Erträge sind 2022 gegenüber dem Vorjahr infolge geringeren Kurzarbeitergeldes um 1,2 Mio. EUR auf 7,5 Mio. EUR gesunken.

Der Materialaufwand belief sich auf 81,0 Mio. EUR und lag damit um 20,5 Mio. EUR oder 33,8 % über dem Vorjahr (2021: 60,5 Mio. EUR). Ursächlich hierfür waren höhere Aufwendungen für Instandhaltung und fremde Wachdienste sowie insbesondere deutlich erhöhte Energiekosten. Im Wesentlichen aufgrund eines deutlich geringeren Anteils an Kurzarbeit erhöhte sich der Personalaufwand um 7,9 Mio. EUR auf 61,7 Mio. EUR (2021: 53,8 Mio. EUR). Zusätzlich haben sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen insbesondere infolge höherer Aufwendungen für ein Incentive-Programm zur Förderung des Verkehrswachstums der Airlines (+7,5 Mio. EUR) und geringerer Aufwendungen aus einer Nachschussverpflichtung bei einer Tochtergesellschaft (-4,6 Mio. EUR) per saldo um 2,4 Mio. EUR auf 49,6 Mio. EUR (2021: 47,2 Mio. EUR) erhöht.

Infolge der gestiegenen Passagiermenge und der höheren Umsatzerlöse verbesserte sich das Ergebnis der FHG vor Verlustausgleich durch die FHK im Geschäftsjahr 2022 um 66,8 Mio. EUR auf einen Jahresfehlbetrag i. H. v. 27,2 Mio. EUR (2021: 94,0 Mio. EUR). Der Jahresfehlbetrag wird von der FHK Flughafen Hamburg Konsortial- und Service GmbH & Co. oHG (FHK) auf Grundlage des Ergebnisabführungsvertrags ausgeglichen. Die HGV erhält aus ihrer Beteiligung an der FHK im Jahr 2022 lediglich die Zinsen auf das Gesellschafterdarlehen i. H. v. 13,7 Mio. EUR (2021: 13,7 Mio. EUR Zinsen). Der Verlustausgleich der FHG erfolgt ohne Einsatz von Gesellschaftermitteln im Wege einer Fremdfinanzierung.

Die HGV war zum 31.12.2022 bei der Hapag-Lloyd AG (HL) mit einem Anteil von rd. 13,9 % beteiligt. HL ist weltweit die fünftgrößte Containerreederei und operiert in allen Fahrtgebieten der Containerschifffahrt (Atlantik, Lateinamerika, Fernost, Transpazifik, Australasien). Sie verfügte Ende 2022 über 251 Schiffe mit 1.797 TTEU Containerkapazität.

Das Transportvolumen der HL 1 blieb gegenüber dem Vorjahr mit rd. 11,8 Mio. TEU (2021: 11,9 Mio. TEU) annähernd unverändert. Das Frachtratenniveau stieg dagegen aufgrund einer unerwartet starken Nachfrage in den fünf Fahrtgebieten der HL um rd. 43 % auf 2.863 USD/TEU (2021: 2.003 USD/TEU). Trotz einer nahezu unveränderten Transportmenge führten die außergewöhnlich hohen Frachtraten zu entsprechend deutlich höheren Umsatzerlösen: sie legten um rd. 12,2 Mrd. EUR auf 34,5 Mrd. EUR zu (2021: 22,3 Mrd. EUR). Infolge der weltwirtschaftlich gestörten Lieferketten, die zu erheblichen Verzögerungen bei der Abfertigung von Containern in den Häfen führten, sind die Transportaufwendungen 2022 um 33,0 % auf 13,7 Mrd. EUR gestiegen (2021: 10,3 Mrd. EUR). Das operative Ergebnis (EBITDA) verdoppelte sich nahezu infolge des historisch einmaligen Anstiegs der Frachtraten und der Umsatzerlöse auf 19,4 Mrd. EUR (2021: 10,9 Mrd. EUR). Das EBIT verdoppelte sich nahezu gleichfalls auf 17,5 Mrd. EUR (2021: 9,4 Mrd. EUR), und HL erreichte ein entsprechend höheres Konzernergebnis von 17,0 Mrd. EUR (2021: 9,1 Mrd. EUR). Auf Grundlage des Beschlusses der Hauptversammlung erfolgte für das Geschäftsjahr 2022 eine Dividendenausschüttung i. H. v. 63,0 EUR je Aktie (2021: 35,0 EUR), die bei der HGV zu Dividendeneinnahmen i. H. v. rd. 1.534,9 Mio. EUR führt (2021: 852,7 Mio. EUR). Die Vereinnahmung dieser Dividenden durch die HGV erfolgt phasenversetzt, so dass die infolge der besonderen Effekte der Corona-Pandemie außerordentlich hohe Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2022 bei der HGV im Geschäftsjahr 2023 der HGV erfolgen wird.

1 Die Angaben zur HL beziehen sich auf den Konzernabschluss nach den internationalen Rechnungslegungsgrundsätzen IFRS, den die HL als börsennotiertes Unternehmen für insgesamt 131 mittel- und unmittelbare, in- und ausländische Tochtergesellschaften erstellt.

Sonstige Beteiligungen

Die HMC, eine 100 %ige Tochtergesellschaft der HGV, führt Messen, Ausstellungen, Kongresse und Veranstaltungen auf dem Hamburger Messegelände durch. Aufgrund einer größeren Anzahl an ertragsstarken Veranstaltungen in geraden Jahren stellen sich die Leistungs- und Ergebniszahlen der HMC in geraden Jahren normalerweise erheblich besser dar. Entgegen der Planung wurden in den ersten drei Monaten 2022, abgesehen von der NORDSTIL WINTER, keine Veranstaltungen durchgeführt. Die Veranstaltungen aus dem ersten Quartal konnten jedoch fast alle in die nachfolgenden Quartale des Wirtschaftsjahres verschoben werden.

Die HMC erzielte in 2022 mit 108,7 Mio. EUR den zweithöchsten Umsatz in der Unternehmensgeschichte (2021: 28,0 Mio. EUR, 2020: 20,2 Mio. EUR). Gegenüber dem Referenzjahr 2020, welches stärker durch die Corona-Pandemie beeinflusst wurde, fällt dieser um 88,5 Mio. EUR höher aus. Verglichen mit dem turnusgleichen Jahr 2018 vor der Pandemie fällt der Umsatz um 4,4 Mio. EUR höher aus, was vor allem auf die Wiederinbetriebnahme des CCH zurückzuführen ist. Das Geschäftsjahr 2022 schließt insgesamt mit einem Jahresergebnis vor Verlustübernahme durch die HGV von -15,3 Mio. EUR ab (2021: -48,0 Mio. EUR, 2020: -58,2 Mio. EUR). Die Ergebnisveränderung im Vergleich zum Referenzjahr 2020 ist vor allem auf den pandemiebedingten Ausfall von Veranstaltungen in 2020 zurückzuführen. Im Vergleich zum turnusgleichen Geschäftsjahr 2018 (vor der Pandemie) fällt das Jahresergebnis im Wesentlichen aufgrund von pandemischen Auswirkungen sowie insbesondere inflationsbedingt höheren Aufwendungen für Instandhaltungen und Digitalisierung um 13,7 Mio. EUR geringer aus.

Airbus 1 hat im immer noch durch die Corona-Pandemie deutlich beeinflussten Geschäftsjahr 2021 infolge einer höheren Auslieferungszahl von 611 Verkehrsflugzeugen (2020: 566 Flugzeuge) gestiegene Umsatzerlöse i. H. v. 52,1 Mrd. EUR (2020: 49,9 Mrd. EUR) und ein sehr deutlich gestiegenes operatives Ergebnis i. H. v. 5,3 Mrd. EUR (2020: - 0,5 Mrd. EUR) erzielt. Infolgedessen und unter Berücksichtigung steuerlicher Belastungen erzielte Airbus wieder einen Konzernüberschuss i. H. v. rd. 4.174,0 Mio. EUR (2020: Konzernjahresfehlbetrag 1.169,0 Mio. EUR) und hat folglich im Jahr 2022 wieder eine Dividende i. H. v. 1,50 EUR je Aktie ausschütten können. Die HGV hat daher im Geschäftsjahr 2022 einen Ertrag von rd. 6,5 Mio. EUR aus ihrer Beteiligung an der Galintis vereinnahmt. Im Geschäftsjahr 2022 wurden die Folgen der Corona-Pandemie von Airbus weitgehend überwunden, so dass sich trotz gestiegener Herausforderungen aus weiteren weltwirtschaftlichen Entwicklungen, wie z.B. dem Ukraine-Krieg, in dessen Folge die Inflation, vor allem getrieben durch höhere Energie- und Materialkosten, eine verbesserte wirtschaftliche Lage ergab. Demzufolge hat sich die von der HGV im Geschäftsjahr 2023 zu vereinnahmende Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2022 auf 1,80 EUR je Aktie erhöht.

Die Verwaltungsgesellschaft Finkenwerder mbH (VGF) ist persönlich haftende Gesellschafterin der Projektierungsgesellschaft Finkenwerder mbH & Co. KG (ProFi), die für Zwecke der Luftfahrtindustrie Grundstücke beschafft, baureif herstellt und vermietet. Dazu gehören insbesondere die Werksflächen Mühlenberger Loch. Die VGF erhält neben einer festen Haftungsvergütung die Erstattung ihrer Aufwendungen von der ProFi. Am Vermögen der ProFi und an deren Ergebnis ist sie nicht beteiligt.

1 Die Angaben zu Airbus beziehen sich auf den Konzernabschluss nach den internationalen Rechnungslegungsgrundsätzen IFRS, den Airbus als börsennotiertes Unternehmen erstellt.

2.3 Vermögenslage

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die wesentlichen Vermögenspositionen des HGV-Konzerns und deren Finanzierung zum 31.12.2022 sowie die Veränderungen gegenüber dem Vorjahr.

Zusammengefasste Bilanzposten Konzern 31.12.2022
- Mio. EUR -
31.12.2021
- Mio. EUR -
Veränderung
- Mio. EUR -
Vermögen
Mittel- und langfristig gebundenes Vermögen
- Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 16.222,6 15.436,3 786,3
- Finanzanlagen 1.547,6 1.518,6 29,0
- Aktive latente Steuern 99,4 181,7 -82,3
- Sonstiges (Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und aktiver Unterschiedsbetrag) 23,2 20,6 2,6
17.892,8 17.157,2 735,6
Kurzfristig gebundenes Vermögen (im Wesentlichen Vorräte, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände, flüssige Mittel und Abgrenzungsposten) 3.254,6 2.402,1 852,5
21.147,4 19.559,3 1.588,1
Kapital
Eigenmittel (bereinigt)
- Eigenkapital 4.065,7 3.373,9 691,8
- Passivischer Unterschiedsbetrag 0,0 25,8 -25,8
4.065,7 3.399,7 666,0
Mittel- und langfristiges Fremdkapital
- Sonderposten für Investitionszuschüsse 763,0 624,0 139,0
- Pensionsrückstellungen 2.344,9 2.170,3 174,6
- Verbindlichkeiten 9.948,2 9.711,1 237,1
- Passive latente Steuern 42,8 40,4 2,4
13.098,9 12.545,8 553,1
Kurzfristiges Fremdkapital (Steuerrückstellungen ohne passive latente Steuern, sonstige Rückstellungen, Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten) 3.982,8 3.613,8 369,0
21.147,4 19.559,3 1.588,1

Die Bilanzsumme des HGV-Konzerns erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 1.588,1 Mio. EUR auf 21.147,4 Mio. EUR. Die Veränderung des mittel- und langfristig gebundenen Vermögens um 735,6 Mio. EUR ist im Wesentlichen auf den Anstieg des Sach- und des Finanzanlagevermögens infolge hoher Investitionen der HOCHBAHN (insbesondere Verlängerung der U4 Horner Geest, Neubau der U5 Ost, Investitionen in die Fahrzeugflotte und deren Elektrifizierung) und der SNH (Modernisierung der Netze), der SAGA Unternehmensgruppe (insbesondere Neubauprojekte) und der HEnW (Bau des Energieparks Hafen und des Kraftwerks Dradenau) zurückzuführen. Das kurzfristig gebundene Vermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um 852,5 Mio. EUR erhöht. Ursächlich hierfür sind Steigerungen der Vorräte um 473,8 Mio. EUR insbesondere bei der HEnW (Brennstoffvorräte, CO 2-Zertifikate) und der SAGA (Heiz- und Warmwasserkosten) wie auch der Forderungen um 283,0 Mio. EUR, in denen auch Steueranrechnungsbeträge der HGV infolge der für die Dividende der HL einbehaltenen Kapitalertragsteuer enthalten sind.

Auf der Passivseite war aufgrund des deutlich verbesserten Konzernjahresüberschusses eine Erhöhung des Eigenkapitals um 666,0 Mio. EUR und des mittel- und langfristigen Fremdkapitals um insgesamt 553,1 Mio. EUR festzustellen. Im Wesentlichen ergab sich die Zunahme des Eigenkapitals aus dem infolge der Dividende der HL deutlich gestiegenen Jahresergebnis der HGV und einer Zuzahlung in die Kapitalrücklage der HGV zur Einlage in die Kapitalrücklage der Sprinkenhof. Die Zunahme des mittelund langfristigen Fremdkapitals ergab sich wesentlich aus einer Erhöhung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse um 139,0 Mio. EUR insbesondere bei der HOCHBAHN sowie um 174,6 Mio. EUR höheren Pensionsrückstellungen und einer Erhöhung von Verbindlichkeiten um 237,1 Mio. EUR überwiegend bei der HGV und der SAGA. Das kurzfristige Fremdkapital stieg um insgesamt 369,0 Mio. EUR u.a. aufgrund höherer Rückstellungen der Netzgesellschaften.

Investitionen

Im Berichtsjahr wurden im Konzern laufende Zugänge von immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen von 1.638,2 Mio. EUR (2021: 1.502,7 Mio. EUR) ausgewiesen. Die Entwicklung, differenziert nach Konzernbereichen, ist in nachfolgender Übersicht dargestellt.

Zugänge in Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen der HGV-Konzernbereiche

Konzernbereiche 2022 2021 Veränderung
- Mio. EUR -
Ver- und Entsorgung 683,8 487,3 196,5
Immobilien und Stadtentwicklung 384,1 433,8 -49,7
Öffentlicher Personennahverkehr 372,7 380,3 -7,6
Verkehr und Logistik 189,8 198,6 -8,8
• Hafen 173,3 181,5 -8,2
• Flughafen 16,5 17,1 -0,6
Sonstige 7,8 2,7 5,1
Insgesamt 1.638,2 1.502,7 135,5

Die Zunahme bei den Vermögenszugängen im Konzern entfällt nahezu ausschließlich auf den Bereich Ver- und Entsorgung. Dort stiegen die Investitionen bei der HEnW und der SNH zur Erhaltung und dem Ausbau der Versorgungsnetze sowie der BLH insbesondere für die Modernisierung und Erweiterung der Alsterschwimmhalle.

Im Bereich Immobilien und Stadtentwicklung nahmen die Investitionen gegenüber dem Vorjahr insbesondere aufgrund der Investitionen der SAGA und der Sprinkenhof ab, die gegenüber dem Vorjahr aufgrund stetig knapper Kapazitäten im Baugewerbe und damit einhergehender Kostensteigerungen geringer ausfielen.

Der Umfang der Investitionen in den übrigen Bereichen hat sich nur unwesentlich verändert. So wurde im Bereich ÖPNV weiterhin in den Ausbau der U-Bahn-Infrastruktur und der Beschaffung und Elektrifizierung von Fahrzeugen investiert und im Bereich Verkehr und Logistik überwiegend im Teilbereich Hafen in den Ausbau der Containerterminals und der Erweiterung der intermodalen Transportkapazitäten. Im Teilbereich Flughafen wurden aufgrund der weiterhin bestehenden Verlustsituation weiterhin nur geringe Investitionen getätigt.

2.4 Finanzlage

Zur Beschreibung der Finanzlage des Konzerns im Geschäftsjahr 2022 wird nachfolgend eine nach der indirekten Methode erstellte Kapitalflussrechnung dargestellt. Ausgangspunkt für die Ermittlung des Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist hierbei das Konzernjahresergebnis, aus dem insbesondere die Zinsaufwendungen, die im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit abzubilden sind, sowie die nicht zahlungswirksamen Aufwendungen und Erträge eliminiert werden.

Kapitalflussrechnung

Mio. EUR 2022
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 585,0
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -753,8
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 28,4
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -140,4
Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -2,8
Finanzmittelfonds am 01.01. -154,1
Finanzmittelfonds am 31.12. -297,3

Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt 585,0 Mio. EUR und wird zwar durch infolge nachlassender Corona-Effekte und des Ukraine-Kriegs zunehmende Umsätze beeinflusst, ist aber auch deutlich durch Dividendenausschüttungen und daraus resultierend auch steigende Steuerbelastungen gekennzeichnet.

Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit beträgt 753,8 Mio. EUR und beinhaltet weit überwiegend die laufenden Investitionen der Konzernunternehmen in Sachanlagen.

Der Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit beträgt 28,4 Mio. EUR und setzt sich zusammen aus Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und Aufnahmen von Finanzkrediten (839,3 Mio. EUR), Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und Finanzkrediten (843,7 Mio. EUR), Einzahlungen aus erhaltenen Zuschüssen/Zuwendungen (217,9 Mio. EUR), Zins- und Bürgschaftszahlungen (209,2 Mio. EUR), gezahlten Dividenden an andere Gesellschafter (25,9 Mio. EUR) sowie einer Einzahlung in die Kapitalrücklage eines Beteiligungsunternehmens (50,0 Mio. EUR).

Der Finanzmittelfonds zum 31.12.2022 sank gegenüber dem 01.01.2022 um 143,2 Mio. EUR auf -297,3 Mio. EUR.

2.5 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl in den konsolidierten Konzerngesellschaften ist gegenüber dem Vorjahr um 494 gestiegen. Die Entwicklung im HGV-Konzern ist differenziert nach Bereichen in der nachfolgenden Tabelle dargestellt.

Beschäftigte der HGV-Konzernbereiche

Konzernbereiche 2022 2021 Veränderung
Öffentlicher Personennahverkehr 9.467 9.318 149
Verkehr und Logistik 7.795 7.488 307
• Hafen 6.269 5.907 362
• Flughafen 1.526 1.581 -55
Ver- und Entsorgung 4.477 4.413 64
Immobilien und Stadtentwicklung 2.334 2.357 -23
Sonstige 310 313 -3
Insgesamt 24.383 23.889 494

Der Anstieg der Mitarbeiterzahl ergab sich insbesondere aus Zuwächsen im Bereich Verkehr und Logistik infolge der Erstkonsolidierung von HHLA-Tochtergesellschaften (CL EUROPORT s.r.o., Pilsen/Tschechien, CL EUROPORT Sp. z o.o., Malaszewicze/Polen, METRANS DYKO Rail Repair Shop s.r.o., Prag/Tschechien). Dem stand eine im Zuge von Einsparungsmaßnahmen geplante geringere Mitarbeiterzahl des Flughafens gegenüber. Im Bereich ÖPNV stieg die Beschäftigtenzahl der HOCHBAHN und der VHH im Wesentlichen infolge geplanter Leistungsausweitungen. Leichte Steigerungen der Mitarbeiterzahlen ergaben sich im Bereich Ver- und Entsorgung bei den Netzgesellschaften HEnW und SNH sowie der HHVA und der HWW. Im Bereich Immobilien und Stadtentwicklung sanken die Mitarbeiterzahlen insbesondere bei der SGG infolge des Entfalls der im Zusammenhang mit der CoronaPandemie stehenden Leistungen. Im Bereich Sonstige ergab sich bei der HMC eine leichte Verringerung der Beschäftigtenzahl.

Im Jahr 2022 wurden bei den Konzerngesellschaften 800 Personen ausgebildet (2021: 772 Personen), zum Teil in Kooperation mit überbetrieblichen Ausbildungszentren und Hamburger Berufsakademien. Die Steigerung der Ausbildungszahl ergab sich insbesondere durch eine höhere Zahl an Auszubildenden im HHLA-Teilkonzern und bei der SNH.

2.6 Unternehmensziele und öffentliches Interesse

2.6.1 Fachpolitische Ziele

Hamburg beteiligt sich gemäß § 65 der Landeshaushaltsordnung (LHO) an privatwirtschaftlichen Unternehmen, wenn ein wichtiges staatliches Interesse vorliegt. Diese öffentlichen Unternehmen sichern die Infrastruktur der Stadt und versorgen die Bevölkerung mit Dienstleistungen, die in der gewünschten Form von privater Seite nicht angeboten würden. Auch weitere Interessen, wie die Sicherung von Arbeitsplätzen oder die Stärkung des Wirtschaftsstandorts Hamburg, können im Einzelfall eine staatliche Beteiligung rechtfertigen.

Die Stadt Hamburg verfolgt mit jedem öffentlichen Unternehmen die Erreichung fachspezifischer Ziele. Die für die einzelnen öffentlichen Unternehmen vorgegebenen Ziele finden sich insbesondere in den vom Hamburger Senat verabschiedeten Zielbildern 1, die den Geschäftsleitungen der öffentlichen Unternehmen als Handlungsleitlinien dienen. 2

Sowohl in der Rolle als Gesellschafterin ihrer Konzernunternehmen als auch bei der Wahrnehmung von Aufsichtsratsmandaten bei den meisten der größeren Konzerngesellschaften hat die HGV auch im Jahr 2022 die Verwirklichung der jeweiligen vorgegebenen Ziele und öffentlichen Interessen berücksichtigt. 3

1 Diese finden sich im Internet unter: http://beteiligungsbericht.fb.hamburg.de/Unternehmen.html
2 Dieser Absatz ist lageberichtsfremd und unterliegt nicht der Abschlussprüfung.
3 Dieser Absatz ist lageberichtsfremd und unterliegt nicht der Abschlussprüfung.

2.6.2 Umwelt und Nachhaltigkeit

Neben fachpolitischen Zielen verfolgt die Stadt Hamburg auch unternehmensübergreifende Ziele. Ein wichtiges Ziel ist dabei der Schutz der Umwelt und des Klimas. Mit dem im Dezember 2022 vorgelegten Eckpunktepapier zur Fortschreibung des Hamburger Klimaplans sollen die bisherigen Klimaziele aus dem Jahr 2019 noch ambitionierter werden. Danach soll der örtliche CO 2 Ausstoß bis 2030 um 70 % (statt bisher um 55 %) gegenüber 1990 gesenkt und in Hamburg bis 2045 (bisher 2050) Klimaneutralität erreicht werden. Auch soll ein neues Klimaschutzgesetz erarbeitet werden. Die Unternehmen des HGV-Konzerns unterstützen die Klimaschutzstrategie des Senats durch zahlreiche betriebliche Maßnahmen und Projekte.

Bei der Klimaschutzstrategie des Hamburger Senats spielt der ÖPNV eine wichtige Rolle. Der Anteil des ÖPNV am Modal Split soll bei steigender Gesamtverkehrsleistung bis zum Jahr 2030 von 22 % (2017) auf 30 % steigen und dadurch mehr Mobilität bei weniger CO 2-Emissionen ermöglichen. Die Fahrgastzahlen im ÖPNV haben nach dem zwischenzeitlichen Einbruch inzwischen wieder rd. 90 % des Vor-Pandemie-Niveaus erreicht. Damit leisten die Verkehrsunternehmen einen wichtigen Beitrag zur klimaschonenden Mobilität. Die VHH und die HOCHBAHN erproben alternative Antriebe der Elektromobilität. Seit Beginn des Jahres 2020 werden nur noch lokal emissionsfreie Busse beschafft und sukzessive in den Linienverkehr auf dem Hamburger Stadtgebiet integriert. Die HOCHBAHN hat sich darüber hinaus zum Ziel gesetzt, als Unternehmen bis 2030 klimaneutral unterwegs zu sein. Neben der Batteriebustechnologie wird auch die Weiterentwicklung von Brennstoffzellenbussen erprobt. Im U-Bahn-Bereich wird Bremsenergie zurück ins Stromnetz gespeist und auf energiesparende Weise gefahren. Die HOCHBAHN und die VHH errichten im Zuge der Umstellung auf Elektromobilität auf ihren Betriebshöfen auch neue Werkstätten und die entsprechende Ladeinfrastruktur, schulen ihr Personal im Hinblick auf die geänderten Anforderungen und entwickeln intelligente Systeme für Betriebsleitung und Lademanagement. Um noch mehr Menschen für Bus und Bahn zu gewinnen, werden On-Demand-Verkehre als Zubringer den klassischen ÖPNV zunehmend ergänzen. Dabei sollen die emissionsfreien Fahrzeuge schon bald autonom unterwegs sein.

Die HADAG als Teil der Angebotsoffensive im ÖPNV hat im Jahr 2022 die Beschaffung drei neuer Schiffe auf den Weg gebracht. Bei den geplanten Neubauten handelt es sich um Plug-In-Hybrid-Schiffe, die in den kommenden Jahren in Betrieb genommen werden sollen. Perspektivisch sind diese bereits für einen Betrieb mit Wasserstoff konzipiert. 87 % der auszurüstenden HADAG-Schiffe sind bereits mit einer Abgasnachbehandlungsanlage ausgestattet, entsprechende Systeme sollen in weiteren Schiffen eingebaut werden. Darüber hinaus wird zusammen mit der Hamburg Port Authority ein Gesamtprojekt zur elektrischen Infrastruktur fortgeführt. Zielsetzung ist die mittelfristige Ausrüstung der HADAG-Betriebsanlage mit einer zukunftsfähigen Stromversorgung auch im Hinblick auf zusätzliche Liegeplatzkapazitäten. Nahezu sämtliche ÖPNV-Anleger sind mit dauerhafter Stromversorgung für Fahrgastinformations- und Sicherheitssysteme ausgestattet.

Bei der Nachhaltigkeitsstrategie der HHLA stehen ökologische Transportketten im Mittelpunkt. Hierfür stellt die HHLA hocheffiziente Umschlaganlagen bereit und schafft durch den Ausbau ihrer Anlagen und Netzwerke zentrale Voraussetzungen für eine überproportionale Steigerung des Bahnverkehrs im Hinterland. Die HHLA verfolgt das Klimaschutzziel, die absoluten CO 2-Emissionen bis 2030 gegenüber 2018 zu halbieren und bis 2040 klimaneutral zu werden. Bis zum Berichtsjahr 2022 verringerten sich die CO 2-Emissionen 30,6 % auf 118.241 t (2018: 170.346 t).

Um dieses Ziel umzusetzen, setzt die HHLA auf eine weitere Elektrifizierung und dabei auf den Einsatz von Strom aus erneuerbaren Energien. Der beschaffte Strom aus erneuerbaren Energien betrug im Jahr 2022 190,4 GWh. Dieser wurde u.a. für die Traktion mittels Elektrolokomotiven eingesetzt. Die HHLA hat ein zertifiziertes Energiemanagementsystem. Der Container Terminal Altenwerder in Hamburg ist die weltweit erste zertifiziert klimaneutrale Umschlaganlage für Container. Der Betrieb erfolgt überwiegend elektrifiziert mit Ökostrom. Terminalprozesse, die derzeit noch CO2-Emissionen verursachen, werden sukzessive auf elektrifizierten Betrieb umgestellt. Die unvermeidbaren CO 2-Emissionen in Höhe von 49.457 t (2021: 45.118 t) wurden durch Klimaschutz-Kompensationsprojekte nach GoldStandard ausgeglichen. Im Jahr 2022 wurde die Anzahl von rein elektrisch angetriebenen Pkws im operativen Bereich um weitere 21 auf 117 Fahrzeuge ausgebaut. Zudem wurden am Container Terminal Altenwerder zehn lokal emissionsfreie, batteriebetriebene Automated Guided Vehicles (AGVs) in Betrieb genommen. In Zusammenarbeit mit der Hamburg Port Authority HPA entstehen an den Containerterminals Burchardkai und Tollerort Anlagen zur Landstromversorgung von Containerschiffen. Um die Potenziale von Wasserstoff bei der Dekarbonisierung insbesondere auch im Hafenumschlag und in der Schwergutlogistik auszuloten, hat die HHLA mit dem "Clean Port & Logistics" Innovationscluster eine Plattform gegründet, in der Technologien mit Wasserstoff-Brennstoffzellenantrieb erprobt und zur Marktreife geführt werden sollen. An dem Cluster beteiligen sich mehr als 35 weitere Unternehmen aus aller Welt. Zudem setzt sich die HHLA für Flächenschonung sowie eine Verringerung von Wasserverbrauch und Abfallmengen ein und wirkt in zahlreichen Forschungsprojekten u.a. zu Effizienzsteigerungen und Emissionsminderungen mit.

Für den Flughafen Hamburg haben Umweltaspekte aufgrund der innerstädtischen Lage einen hohen, über die gesetzlichen Vorschriften hinausgehenden Stellenwert. Die FHG betreibt ein aktives, zertifiziertes Umweltmanagement mit den Schwerpunkten Luftreinhaltung, Lärmschutz, Energieeffizienz, Mobilität und Gewässerschutz. Im Jahr 2011 hat sich die FHG nach dem europäischen Standard "Airport Carbon Accreditation" (ACA) zertifizieren lassen und sich damit zu einer Verringerung der CO 2-Emissionen aus dem Gebäude- und Fahrzeugbetrieb verpflichtet. Im Jahr 2022 hat sich der Flughafen Hamburg als erster deutscher Airport für CO 2-neutral erklärt und ist durch die ACA mit dem Level 3+, also der Neutralität, rückwirkend für 2021 zertifiziert worden. Die Bausteine zum CO 2-neutralen Flughafenbetrieb sind: weniger Energieverbrauch, innovative Technologien, Fahrzeuge mit alternativem Antrieb, Naturschutzprojekte und hochwertige Ausgleichszertifikate. Das erklärte Ziel ist es, den Anteil der zugekauften Ausgleichszertifikate weiter schrittweise zu senken, sobald durch eigene Maßnahmen zusätzliche CO 2-Einsparungen erreicht werden. Die Fahrzeugflotte ist bereits nahezu vollständig auf alternative Antriebe und Kraftstoffe umgestellt (inkl. synthetischem Diesel).

Die Hamburg Messe ist Gastgeberin für die globale Leitmesse für Windenergie, WindEnergy Hamburg, und Mitglied im WindEnergy Network. Die HMC bietet aber nicht nur Dritten einen Treffpunkt zum Thema innovative Energiewirtschaft. Sie hat sich auch der "Net Zero Carbon Events"-Initiative angeschlossen, die seit November 2021 auf dem Weltklimagipfel in Glasgow für eine weltweite Zusammenarbeit der Veranstaltungsindustrie steht, um die Herausforderungen der globalen Klimakrise gemeinsam zu bewältigen. Auf der Grundlage eines branchenweiten Fahrplans für Emissionsfreiheit bis 2050 und für Emissionsreduktionen bis 2030 können die Unternehmen der Veranstaltungsbranche ihre jeweils eigenen konkreten Programme ableiten. Die HMC ist aktives Mitglied der Umweltpartner-Partnerschaft Hamburg, die den freiwilligen betrieblichen Umweltschutz in Hamburg fördert. Außerdem leistet die HMC zu sieben der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen Beiträge für verantwortungsvolles, nachhaltiges Wirtschaften. So werden u.a. 100 % Ökostrom genutzt und durch Restfernwärme mit steigendem Anteil regenerativer Energien die negativen Auswirkungen des Energieverbrauchs während der Veranstaltungen vermindert. Die neuen Messehallen verfügen über eine Wärme rückgewinnungsanlage zur Erwärmung der Hallen durch warme Abluft. Neben Abfallvermeidung, -trennung und -recycling werden der Wasserverbrauch reduziert und LED-Beleuchtung eingesetzt. Fahrzeuge werden sukzessive auf Elektroantrieb umgestellt.

Die SAGA hat ihre Nachhaltigkeitsstrategie auf den Dimensionen Ökologie, Soziales, Governance und Ökonomie aufgebaut, einen Index zur Messung des Fortschritts entwickelt und einen Nachhaltigkeitsrat eingerichtet. Zur Erreichung der Hamburger Klimaschutzziele hat die SAGA eine Drei-Säulen-Strategie entwickelt. Diese umfasst a) die Flottenverbrauchs- und Quartiersstrategie, b) die Clusterstrategien für Grüne Wärmeversorgung und Solarisierung sowie c) die energetischen Sanierungen von Gebäuden mit niedrigen Energieeffizienzklassen. Somit werden parallel Maßnahmen zur Reduzierung von Endenergieverbräuchen wie auch Ansätze zur energetischen Verbesserung der Effizienzklassen von Gebäuden ergriffen. Die Verfolgung aller drei Teilstrategien soll die angestrebte Gesamtzielerreichung gewährleisten. Neben der konsequenten Ausrichtung auf die Zielvorgaben zur Reduzierung der CO 2-Emissionen wurden im Jahr 2022 die beschlossenen Energieeinsparverordnungen und die daraus resultierende Pflicht eines hydraulischen Abgleichs bei der SAGA in eine geeignete Projektstruktur und operative Maßnahmenpakete überführt. Darüber hinaus werden im Neubau weitere Ansätze zur Realisierung energetischer Einsparpotenziale durch die Wiederverwendbarkeit von Baustoffen sowie die Berücksichtigung des Energiebedarfs zur Herstellung der Baukonstruktion untersucht, um auch hier einen wesentlichen Beitrag zur Schonung von Ressourcen generieren zu können.

Die BLH hat neue Blockheizkraftwerke in den Bädern Bille-Bad, MidSommerland, Parkbad, Wandsbek und Ohlsdorf installiert. Bäder werden - wo technisch möglich - auf Fernwärme umgestellt, das Bad in Wilhelmsburg wird über ein Nahwärmenetz von einem Biogas-BHKW beheizt. Der eingekaufte Strom ist zu 100 % CO 2-neutral. Zusätzlich startet BLH in Zusammenarbeit mit der HAMBURG ENERGIE Solar GmbH mit dem Ausbau der Dächer mit Photovoltaik-Anlagen. Das Unternehmen setzt auf ein zunehmend automatisiertes Energiemonitoring zur Steuerung des Wasser- und Energieverbrauchs. Nach der Modernisierung relevanter Anlagenkomponenten gewinnt die Betriebsoptimierung an Gewicht. Anlagen zur Steuerung übergeordneter Abhängigkeiten ermöglichen es z.B., die Umwälzmenge der Wasseraufbereitung in Abhängigkeit von der Wasserqualität zu steuern. Zusätzlich führen u.a. Abwasserrecyclinganlagen mit Wärmerückgewinnung und der Einsatz von LED-Beleuchtung zu einer Verringerung des Energieverbrauchs beim Betrieb der Schwimmbäder. Bei allen Baumaßnahmen werden modernste Anlagentechnik installiert und hocheffiziente Gebäudehüllen eingesetzt. So gelingt es, den Energiebedarf von der steigenden Wasserfläche abzukoppeln. Durch den Neubau der Bäder in Ohlsdorf und Wilhelmsburg konnte trotz verdoppelter ganzjährig nutzbarer Wasserfläche der Wärmedarf konstant gehalten bzw. sogar gesenkt werden.

Die HWW verfolgt - eingebunden in den Konzern HAMBURG WASSER - das Ziel, den eigenen Energieverbrauch weiter zu senken und die CO 2-Emissionen auf ein Minimum zu reduzieren. Dieses Ziel wird durch die Nutzung und Eigenerzeugung von Strom und Wärme aus erneuerbaren Energien unterstützt. Große Projekte der Energie-Eigenerzeugung bei HAMBURG WASSER sind unter anderem der Betrieb von Windenergieanlagen, die Produktion und Einspeisung von Biomethan, die energetische Nutzung von Klärgas und Klärschlamm sowie die Produktion von Strom und Wärme in Blockheizkraftwerken. Das Ziel, den Verbrauch an elektrischer Energie des Klärwerks Hamburg zu senken und gleichzeitig den Energiebedarf vollständig durch eigenerzeugte, regenerative Energien zu decken, wird stetig weiterverfolgt. Sowohl die Strom- als auch die Wärmeerzeugung des Klärwerks Hamburg überstiegen in den letzten Jahren konstant dessen Strom- bzw. Wärmeverbrauch. Speziell für die Wasserwerke wird die Verringerung des Energieverbrauchs bei der Grundwasserförderung und -aufbereitung durch die Ausrüstung von Brunnen mit energieeffizienten Brunnen- und Reinwasserpumpen stetig weiterverfolgt. Für die Wasserwerksstandorte werden Konzepte zur regenerativen (Not-)Stromversorgung durch eigene Anlagen erarbeitet, sodass auch im Falle eines längeren Blackouts eine leitungsgebundene Notwasserversorgung auf Basis regenerativer Energien für die Hamburger Bevölkerung möglich wird. Die Stromeigenerzeugungsquote von HAMBURG WASSER lag 2022 bei gut 77 %. Der Fuhrpark wird kontinuierlich erneuert und auf emissionsärmere Fahrzeuge umgestellt. Außerdem werden verstärkt weitere Maßnahmen zur Förderung umweltfreundlicher Mobilität umgesetzt, welche auf dem 2019 erstellten Mobilitätskonzept von HAMBURG WASSER beruhen. HAMBURG WASSER denkt beim Klimaschutz weiter und nimmt neben den bereits seit Jahren in der EMAS-Umwelterklärung berichteten Emissionen aus dem Energieverbrauch (Scope 1 und Scope 2 gemäß Greenhouse Gas Protocol) nun auch vor-und nachgelagerte, indirekte Emissionen des Unternehmens (Scope 3-Emissionen) in den Blick.

Die SNH hat sich als zukunftsorientierter Stromnetzbetrieb das Ziel einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Stromverteilung als wichtige Aufgabe der Daseinsvorsorge gesetzt. Die 2019 verabschiedete Klimaschutzstrategie der SNH sieht CO 2-Reduktionsziele und eine stufenweise Kompensation der CO 2-Emissionen vor. Bis 2040 möchte SNH den Status "Net Zero" erreichen. Auch im Jahr 2022 hat die SNH das Überwachungsaudit für das Umweltmanagementsystem erfolgreich durchlaufen. Das Unternehmen beteiligt sich an Entwicklung und Ausbau intelligenter Energienetze: Die SNH unterstützt das "Norddeutsche Reallabor" gemeinsam mit GNH und HEnW sowie wissenschaftlichen Partnern mit einer integrierten sektorübergreifenden Netzplanung für die Energieträger Strom, Gas und Wärme. Das Projekt "ELBE" (Electrify Buildings for Electric Vehicles) steht für die Aus- und Umrüstung von Gebäuden mit Elektroladestationen. Die SNH als Verteilungsnetzbetreiber unterstützt das Projekt damit, dass die Elektromobilität in Hamburg künftig stets netzverträglich und netzdienlich ausgebaut wird und die allgemeine Versorgungssicherheit gewährleistet ist. Auf Basis des Hamburger Masterplans "Ladeinfrastruktur Elektromobilität" schafft die SNH eine Plattform zur intelligenten Vernetzung von unterschiedlichen Marktakteuren.

Die GNH ist nach den international anerkannten Normen für Umweltmanagement (ISO 14001) und Energiemanagement (ISO 50001) zertifiziert. Unternehmensziel ist es, bis zum Jahr 2025 die Hälfte der betrieblichen CO 2-Emissionen gegenüber 2012 einzusparen und bis 2030 die Klimaneutralität des Unternehmens zu erreichen. Ein aus Beschäftigten jedes Geschäftsbereichs zusammengesetztes "Agiles Klimateam" zur Initiierung und Durchführung von Umwelt- und Energieprojekten befasste sich im Jahr 2022 u. a. mit der Umsetzung der Energiesparverordnungen. Auch engagiert sich die GNH bei der Reduzierung von Methanverlusten im Erdgasnetz. Erdgas unterstützt die Transformationsphase der Substitution fossiler Energieträger durch regenerative Energien und damit den Klimaschutz bei der Bereitstellung von Strom und Wärme. Ein nachhaltig entwickeltes Gasnetz kann zudem klimaneutral erzeugtes Gas, etwa durch Power-to-Gas-Anlagen oder Biogaseinspeisung, zuverlässig zu den Verbrauchsstellen transportieren. Die GNH nutzt die zentrale Position als Netzbetreiberin zwischen Industrie, Gewerbe, Haushaltskunden und Forschung, um die Innovationskraft des Wasserstoffsektors in und um Hamburg zu stärken. In einem Projekt wird die Beimischung von Wasserstoff zum Erdgas untersucht. Außerdem soll ein Hamburger Wasserstoff-Industrienetz (HH-WIN) eine zügige und umfassende Dekarbonisierung auch bei besonders energieintensiven Industriekunden ermöglichen. Dieses Netzwerk soll dazu beitragen, bereits bis 2030 ein gutes Drittel seines fossilen Gasverbrauchs durch klimafreundlichen Wasserstoff zu ersetzen. Ein weiterer Schlüsselfaktor der Energiewende liegt in den Möglichkeiten der Sektorenkopplung.

Strategie der HEnW ist der konsequente Umbau der Hamburger Wärmeversorgung entlang der Kriterien Ökologie, Ökonomie und Versorgungssicherheit. Die qualitative Verbesserung der Fernwärmeversorgung mit dem Ziel einer weitgehenden Dekarbonisierung des Versorgungssystems ist eine wichtige Stellschraube der Hamburger Klimaschutzpolitik. Für die HEnW stehen insbesondere die Weiterentwicklung der Bereiche Erzeugungs- und Speichertechnologien sowie eine deutliche Ausweitung der leitungsgebundenen Fernwärmeversorgung mit Effizienzsteigerung durch die Reduzierung hydraulischer Engpässe im Fokus. Die Entwicklung eines Wärmeversorgungskonzepts der Stadt Hamburg (Energiepark Hafen) sieht vor, das Heizkraftwerk Wedel im Jahr 2026 zu ersetzen und bis spätestens 2029 die Steinkohleverfeuerung am Standort Tiefstack einzustellen. Ein umfassendes Nachfolgekonzept für die Wärmeversorgung der Kunden hat das Ziel, den Primärenergiebedarf deutlich zu reduzieren und perspektivisch Klimaneutralität zu erreichen. Hierbei soll klimaneutrale Wärme aus bestehenden oder neu zu errichtenden Abfallverwertungsanlagen sowie weiteren externen Wärmequellen, wie z. B. industrieller Abwärme und Klärwerksabwärme, in den Einsatz von hocheffizienten und flexiblen gasbasierten KWK-Technologien eingebunden werden. Auch sollen Wärmespeicher, Power-to-Heat-Anlagen und weitere dezentrale Lösungen zur CO 2-Reduzierung beitragen. Der Umweltschutz der HEnW beinhaltet Maßnahmen zum Boden- und Wasserschutz sowie den Emissions- und Schallschutz.

Über die Marke Hamburg Energie werden zahlreiche private und gewerbliche Kunden mit kohle- und atomkraftfreiem Ökostrom und mit Bioerdgas beliefert. Besonders das Segment E-Mobilität wies 2022 deutlich wachsende Kundenzahlen auf. In einer Vielzahl eigener Erzeugungsanlagen in Hamburg und Umgebung wird Ökostrom produziert. Geplant sind ein Ausbau des Photovoltaik-Volumens sowie der Windkraft im Hafen. Neben Erzeugung und Vertrieb von Energieprodukten stehen Projekte zur intelligenten Vernetzung von Energieerzeugern und Verbrauchern sowie zur Speicherung und Steuerung von Energie im Fokus. Im Berichtsjahr konnten beim Projekt Tiefengeothermie in Wilhelmsburg die beiden Bohrungen zur Förderung der Erdwärme erfolgreich durchgeführt werden. Nach dem erforderlichen Einbau von Filterrohren und einer Thermalwasserförderpumpe soll der eigentliche Fördertest erfolgen.

Wirtschaftsbericht der HGV

3.1 Ertragslage (Jahresabschluss)

Der Jahresabschluss 2022 der HGV weist ein Ergebnis vor Gesellschafterzuschuss von rd. 540,8 Mio. EUR aus (2021: - 29,1 Mio. EUR), wodurch sich das Ergebnis um rd. 569,9 Mio. EUR verbessert hat. Grundlage hierfür ist ein Betriebsergebnis vor Sondereffekten i. H. v. 717,6 Mio. EUR (2021: - 109,6 Mio. EUR), das gegenüber dem Vorjahr um 827,2 Mio. EUR gestiegen ist. Ursächlich hierfür wiederum ist im Wesentlichen das bessere Beteiligungsergebnis infolge der insbesondere durch eine deutlich höhere Dividendenausschüttung der HL höheren Beteiligungserträge, die zugleich die gleichfalls gestiegenen Verlustausgleiche überkompensieren konnten. Hinzu kamen Verbesserungen des Finanz- und des Immobilienergebnisses, die gleichfalls eine leichte Verschlechterung des Managementergebnisses mehr als ausgleichen konnten. Der im Doppelhaushalt 2021/2022 genehmigte Gesellschafterzuschuss der FHH für 2022 i. H. v. 126,7 Mio. EUR wurde infolgedessen nicht benötigt.

Unter Berücksichtigung einer geringfügigen Entnahme aus den Gewinnrücklagen von 0,2 Mio. EUR für einen letztmaligen Zuschuss an die BLH ergibt sich ein Bilanzergebnis von 541,0 EUR (2021: 0 EUR).

In der folgenden Tabelle ist das Bilanzergebnis - differenziert nach einzelnen Komponenten - dargestellt. Dabei erfolgt die Zuordnung zu den Bereichen nach wirtschaftlichen Kriterien und insoweit teilweise abweichend von der Gewinn- und Verlustrechnung.

HGV-Ergebnis nach Bereichen a)

Bereich 2022 2021 Veränderung
Mio. EUR
Beteiligungsergebnis b) d) 784,8 -32,8 817,6
Immobilienergebnis c) 12,7 9,0 3,7
Zinsergebnis -75,1 -81,3 6,2
Managementergebnis -4,8 -4,4 -0,4
Betriebsergebnis 717,6 -109,6 827,2
Sonstiges Ergebnis -176,8 80,5 -257,3
Ergebnis vor Gesellschafterzuschuss 540,8 -29,1 569,9
Gesellschafterzuschuss 0,0 109,0 -109,0
Jahresergebnis 540,8 79,9 460,9
Rücklagenentnahme (+) /-einstellung (-) 0,2 -79,9 80,1
Bilanzergebnis 541,0 0,0 541,0

Beteiligungsergebnis

Die Verbesserung des Beteiligungsergebnisses um 817,6 Mio. EUR auf 784,8 Mio. EUR resultiert aus

um 845,6 Mio. EUR höheren Beteiligungserträgen und

um 28,0 Mio. EUR gestiegenen Verlustübernahmen.

a) Differenzen in den Summen ergeben sich durch Runden der Einzelwerte
b) ohne Veräußerungsgewinne und vor Zinsen für die Beteiligungsfinanzierung
c) vor Zinsen für die Immobilienfinanzierung
d) einschließlich der Erträge aus Ausleihungen (Gesellschafterdarlehen) an die FHK

Die Steigerung der Beteiligungserträge auf 1.094,2 Mio. EUR ergibt sich per saldo aus gegenläufigen Effekten bei einzelnen Gesellschaften:

Beteiligungserträge a) b)

Beteiligung 2022 2021 Veränderung
Mio. EUR
1. HIM 6,7 6,7 0,0
FHG/FHK d) 13,7 13,7 0,0
Galintis (Airbus) 6,5 0,0 6,5
GMH 0,0 1,0 -1,0
GWG 0,0 1,3 -1,3
HEG 59,4 46,9 12,5
HEnW 61,7 0,0 61,7
HGL 0,5 0,3 0,2
HHLA A-Aktien 37,7 22,3 15,4
HHLA S-Aktien 5,7 5,7 0,0
HHVA 2,2 3,3 -1,1
HL 852,7 85,3 767,4
HWW 28,8 39,3 -10,5
ReGe 0,4 0,6 -0,2
SAGA 18,0 17,9 0,1
SGG 0,3 0,6 -0,3
Sprinkenhof 0,0 3,8 -3,8
Insgesamt 1.094,3 248,7 845,6

Die größten Effekte resultieren aus den deutlich gestiegenen Gewinnanteilen aus

der HL (+ 767,4 Mio. EUR) aufgrund einer höheren Ausschüttung i. H. v. 35,0 EUR je Aktie (2021: 3,50 EUR je Aktie),

der HEnW (+ 61,7 Mio. EUR), die im zurückliegenden Geschäftsjahr infolge des Ukraine-Kriegs einen deutlichen Anstieg der Preise für Fernwärme und Strom zu verzeichnen hatte, die zu einer deutlichen Steigerung des Jahresergebnisses führten,

der HHLA (+ 15,4 Mio. EUR) auf Basis einer höheren Ausschüttung i. H. v. 0,75 EUR je A-Aktie (2021: 0,45 EUR je A-Aktie),

der HEG (+ 12,6 Mio. EUR) infolge einer höheren Gewinnabführung der SNH (+ 36,9 Mio. EUR) und einer geringeren Gewinnabführung der GNH (- 16,0 Mio. EUR), da die SNH infolge des Ukraine-Kriegs eine geringere Stromeinspeisung, aber zugleich höhere Preise zu verzeichnen hatte, die zu deutlich höheren Umsatzerlösen führten, während bei der GNH eine geringere Zeitwertbewertung des CTA-Vermögens zu einem geringeren Jahresergebnis führte und

der Galintis (+ 6,5 Mio. EUR), die nach einer wieder einsetzenden Dividendenausschüttung der Airbus i. H. v. 1,50 EUR je Aktie auch wieder eine Ausschüttung an die Gesellschafter vornehmen konnte.

Diesen gegenüber standen Verringerungen der Gewinnanteile im Wesentlichen bei

der HWW (- 10,5 Mio. EUR), die trotz leicht gestiegener Umsatzerlöse aufgrund gestiegener Material- und höherer Personalaufwendungen sowie des Fortfalls eines vorjährigen Einmaleffekts (Grundstücksverkauf) ein geringeres Jahresergebnis auswies,

der Sprinkenhof (- 3,8 Mio. EUR), die infolge einer außerplanmäßigen Belastung aus der Sanierung des universitären Gebäudes Philosophenturm statt einer Gewinnabführung einen Verlust ausweist (vgl. auch nachfolgend unter Verlustübernahmen) und

der GWG (- 1,3 Mio. EUR), die nach Verschmelzung auf die SAGA im Geschäftsjahr 2021 letztmalig eine Dividende ausgeschüttet hatte.

Die um 28,0 Mio. EUR höheren Verlustübernahmen (siehe nachfolgende Tabelle) ergaben sich insbesondere aus

höheren Verlustübernahmen bei den Verkehrsunternehmen HOCHBAHN (+ 11,5 Mio. EUR) und VHH (+ 21,8 Mio. EUR), bei denen zwar staatliche Zuschüsse ("ÖPNV-Rettungsschirm") einen erheblichen Teil der coronabedingten Belastungen ausgeglichen haben, die aber Ergebnisverschlechterungen insbesondere infolge höherer Material- und Personalaufwendungen sowie höherer Abschreibungen im Zusammenhang mit Investitionen in die Fahrzeugflotten und Betriebshöfe und deren Elektrifizierung zu verzeichnen hatten,

dem geringeren Verlust der HMC (- 32,6 Mio. EUR), der sich aufgrund der turnusgemäß in geraden Jahren und infolge der Wiederinbetriebnahme des CCH höheren Anzahl an umsatzstarken Veranstaltungen reduzierte,

der GMH (+ 12,9 Mio. EUR, Veränderung insgesamt: + 13,9 Mio. EUR), bei der sich beim Bau des MIN-Forums Mehrkosten ergeben hatten, die dazu führten, dass statt der vorjährigen Gewinnabführung i. H. v. 1,0 Mio. EUR ein Verlustausgleich erforderlich wurde,

dem höheren Verlust der BLH (+ 6,4 Mio. EUR), der infolge höherer Energiekosten und nach Auslaufen des Kurzarbeitergeldes entsprechend höheren Personalkosten angestiegen war und

der Sprinkenhof (+ 5,7 Mio. EUR, Veränderung insgesamt: + 9,5 Mio. EUR), bei der sich bei der Sanierung des universitären Gebäudes Philosophenturm Mehrkosten ergeben hatten, die dazu führten, dass statt der vorjährigen Gewinnabführung i. H. v. 3,8 Mio. EUR ein Verlustausgleich erforderlich wurde.

Verlustübernahmen a) b)

Beteiligung 2022 2021 Veränderung
Mio. EUR
BLH 26,0 19,6 -6,4
GMH 12,9 0,0 -12,9
HADAG 12,6 9,7 -2,9
HMC 15,3 47,9 32,6
HOCHBAHN 162,0 150,5 -11,5
P+R 0,4 1,0 0,6
Sprinkenhof 5,7 0,0 -5,7
VHH 74,5 52,7 -21,8
Insgesamt 309,4 281,4 -28,0

Immobilienergebnis

Das Immobilienergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um 3,7 Mio. EUR auf 12,7 Mio. EUR infolge höherer Erträge aus dem Verkauf der ehemaligen Polizeischüler-Unterkunft in der Sierichstraße und geringerer Aufwendungen durch die Verschiebung von Großprojekten in das Folgejahr verbessert.

Zinsergebnis

Das Zinsergebnis hat sich gegenüber 2021 um rd. 6,2 Mio. EUR auf - 75,1 Mio. EUR aufgrund der im vergangenen Geschäftsjahr noch günstigen Zinskonditionen verringert, die sowohl geringere Zinsaufwendungen wie auch z.T. noch Zinserträge ermöglichten.

Managementergebnis

Das Managementergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um rd. 0,4 Mio. EUR auf - 4,8 Mio. EUR verschlechtert. Höheren Erträgen insbesondere aus der Weiterbelastung von Kosten für das GlasfaserProjekt standen höhere Personalaufwendungen und eine Rückstellung für einen infolge der HL-Dividende absehbar deutlich höheren Beitrag für die Handelskammer gegenüber.

Sonstiges Ergebnis

Die Verringerung des sonstigen Ergebnisses (siehe nachfolgende Tabelle) um 257,3 Mio. EUR auf - 176,8 Mio. EUR ergibt sich im Geschäftsjahr 2022 im Wesentlichen aus der steuerlichen Belastung auf die Dividende der HL.

Sondereffekte a) 2022 2021 Veränderung
Mio. EUR
Veräußerungsgewinne / sonstige betriebliche Erträge 0,0 0,0 0,0
Abschreibungen (-)/Zuschreibungen (+) auf Finanzanlagen 0,0 -0,1 0,1
Steuern (- Aufwand/ + Ertrag) -176,8 80,6 -257,4
Insgesamt -176,8 80,5 -257,3

3.2 Vermögens- und Finanzlage (Jahresabschluss)

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die wesentlichen Vermögenspositionen der HGV und deren Finanzierung zum 31.12.2022 sowie die Veränderungen gegenüber dem Vorjahr.

Zusammengefasste Bilanzposten 31.12.2022
Mio. EUR
31.12.2021
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Vermögen
Mittel- und langfristig gebundenes Vermögen
- Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 244,3 200,3 44,0
- Finanzanlagen 6.259,8 6.219,3 40,5
6.504,1 6.419,6 84,5
Kurzfristig gebundenes Vermögen 839,5 486,0 353,5
7.343,6 6.905,6 438,0
Kapital
Eigenmittel
- Eigenkapital 3.248,3 2.657,5 590,8
- Sonderposten für Investitionszuschüsse 14,2 14,6 -0,4
3.262,5 2.672,1 590,4
Mittel- und langfristiges Fremdkapital 2.756,4 2.908,5 -152,1
6.018,9 5.580,6 438,3
Kurzfristiges Fremdkapital 1.324,7 1.325,0 -0,3
7.343,6 6.905,6 438,0

Die Bilanzsumme der HGV hat sich gegenüber dem Vorjahr um 438,0 Mio. EUR auf 7.343,6 Mio. EUR erhöht. Auf der Aktivseite stiegen die Finanzanlagen um 40,5 Mio. EUR im Wesentlichen als Saldo einer Einlage in die Kapitalrücklage der Sprinkenhof i. H. v. 50 Mio. EUR und der Rückführung eines Gesellschafterdarlehens an die HEG i .H. v. 10 Mio. EUR. Zusätzlich haben sich die Sachanlagen infolge verschiedener Bauprojekte um 44,0 Mio. EUR erhöht. Das kurzfristig gebundene Vermögen stieg um 353,5 Mio. EUR insbesondere infolge der gegenüber dem Vorjahr höheren Forderungen gegenüber den Tochterunternehmen und gegenüber dem Finanzamt infolge der steuerlichen Belastungen der Dividendenausschüttungen insbesondere von HL (Steueranrechnungsbeträge).

Auf der Kapitalseite nahm das Eigenkapital infolge des Bilanzgewinns durch die Dividende der HL um 590,8 Mio. EUR zu. Durch die Nutzung der Liquidität aus der Dividende der HL konnten einige Darlehen zurückgeführt werden, so dass sich das mittel- und langfristige Fremdkapital um 152,1 Mio. EUR reduzierte. Das kurzfristige Fremdkapital verblieb nahezu auf Vorjahresniveau.

Die Eigenkapitalquote der HGV erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr auf 44,2 % (2021: 38,5 %).

Investitionen

Die HGV hat im Geschäftsjahr 2022 Investitionen in Grundstücke und Gebäude der Polizei und Feuerwehr i. H. v. 48,4 Mio. EUR (2021: 26,6 Mio. EUR) getätigt, insbesondere für den Neubau der PolizeiAkademie (rd. 22,6 Mio. EUR), den Neubau der Feuer- und Rettungswache Schnelsen (rd. 4,0 Mio. EUR) und den Erweiterungsbau der Polizeiwache am Ludwig-Rosenberg-Ring (rd. 3,9 Mio. EUR). Das Finanzanlagevermögen hat sich insbesondere infolge der Einlage in die Kapitalrücklage der Sprinkenhof um 40,5 Mio. EUR erhöht.

Finanzmanagement

Die Sicherung einer jederzeit ausreichenden Liquidität und die Optimierung des Einsatzes liquider Mittel sind zentrale Aufgaben des Finanzmanagements. Zu diesem Zweck führt die HGV mit den Beteiligungsunternehmen, mit denen ein Beherrschungs- und/ oder Gewinnabführungsvertrag besteht, ein Konzernclearing durch: Einerseits sind Liquiditätsüberhänge der HGV anzubieten, andererseits gewährt die HGV den Konzerngesellschaften kurzfristige Betriebsmittelkredite. Soweit die HGV Verluste von Konzernunternehmen zu übernehmen hat, werden diese bei Bedarf von der HGV vorfinanziert, so dass die Zahlungsfähigkeit dieser Unternehmen jederzeit gesichert ist.

Soweit die HGV über die verfügbaren Mittel hinaus kurzfristige Finanzmittel benötigt, werden diese durch Inanspruchnahme von Geldhandelslinien bei Kreditinstituten und bei weiteren Institutionen oder bei der FHH (Kasse.Hamburg) aufgenommen. Umgekehrt stellt die HGV der FHH nicht benötigte liquide Mittel kurzfristig zur Verfügung. Mittel- und langfristige Finanzbedarfe werden durch Namensschuldverschreibungen und Schuldscheindarlehen gedeckt.

Zur Beteiligungsfinanzierung werden in der Regel mittel-/langfristige, von der FHH verbürgte Finanzmarkttitel aufgenommen.

Die Zahlungsfähigkeit der HGV war im Geschäftsjahr 2022 zu jedem Zeitpunkt gesichert.

3.3 Zielerreichung

Die im Zielbild der HGV verankerten Unternehmensziele wurden im Abschnitt 1.2 beschrieben. Nachfolgend wird die Erreichung der verschiedenen Ziele im Geschäftsjahr 2022 dargestellt.

Für die meisten öffentlichen Unternehmen hat der Hamburger Senat im Rahmen von Zielbildern Unternehmensziele vorgegeben. Sowohl in der Rolle als Gesellschafterin ihrer Konzernunternehmen als auch bei der Wahrnehmung von Aufsichtsratsmandaten bei den meisten der größeren Konzerngesellschaften hat die HGV im Jahr 2022 die Verwirklichung der jeweiligen vorgegebenen Ziele und öffentlichen Interessen berücksichtigt. 1

Soweit die unmittelbaren und mittelbaren Beteiligungsgesellschaften mit der HGV in einem ertragsteuerlichen Organkreis zusammengefasst sind, werden deren steuerliche Ergebnisse in derzeit zwei getrennten Sparten gepoolt. Im Jahr 2022 wurde die Beteiligung an der HL zur Stärkung der Kapitalkraft und Verbesserung der Liquiditätssituation in der Querverbundsparte 2, insbesondere des Bereichs Verkehr, mit steuerlicher Rückwirkung zum Jahresanfang vollständig dieser Sparte zugeordnet. Das Pooling in der Sparte 2 kommunaler Tätigkeiten führte im Jahr 2022 aufgrund der außergewöhnlich hohen HL-Dividende zu einer Ertragsteuerbelastung von 55,4 Mio. EUR.

Ihren Immobilienbestand hat die HGV an die Betriebsgesellschaft Sprinkenhof verpachtet. Diese zahlt für die von ihr bewirtschafteten Polizei- und Feuerwehrimmobilien eine Pacht an die HGV. Zur Sicherung der Vermögenswerte stärkt die HGV das Instandhaltungsbudget der Betriebsgesellschaft durch eine dauerhafte Pachtabsenkung i. H. v. 5,0 Mio. EUR p.a., um eine nachhaltige Instandhaltung der Gebäudesubstanz zu gewährleisten. Darüber hinaus stellt die HGV im Rahmen eines Mehrjahresprogramms zwischen 3,0 Mio. EUR und 5,0 Mio. EUR p.a. für die Beseitigung von Bauschäden sowie die Durchführung von Grund- und energetischen Sanierungen zur Verfügung.

Zur Optimierung der wirtschaftlichen Nutzung ihres Immobilienportfolios errichtet die HGV auch Neubauten für die Nutzer Polizei und Feuerwehr. Im Polizeibereich werden gegenwärtig die Polizeikommissariate in Altona und Bergedorf sowie die Polizei-Akademie in Alsterdorf erweitert. Darüber hinaus laufen Planungen für den Neubau eines Kommissariats in Neugraben, für das Polizeiausbildungszentrum, für eine Polizei-Einsatz-Zentrale sowie für die Verkehrsstaffel inkl. der Verwahrstelle für beschlagnahmte und sichergestellte Fahrzeuge.

1 Dieser Absatz ist lageberichtsfremd und unterliegt nicht der Abschlussprüfung.

Im Feuerwehrbereich wurden in 2022 die Neubauten für die Rettungswagenstationen Meiendorf und Allermöhe, das Wehrgebäude der Freiwilligen Feuerwehr Allermöhe-Billwerder sowie die energetischen Sanierungen nebst Teilumbauten im Innenbereich am Polizeikommissariat in Osdorf sowie der Löschbootstation in Harburg fertiggestellt. Die Sanierung der Feuer- und Rettungswache in Harburg sowie die Neubaumaßnahmen für die Feuerwehrakademie, die neue Rettungsleitstelle der Feuerwehr und für zwei Freiwillige Feuerwehren in Nienstedten und Kirchwerder werden fortgesetzt. Darüber hinaus laufen Planungen für drei neue Feuer- und Rettungswachen in Finkenwerder, Schnelsen und NeugrabenFischbek sowie für eine Freiwillige Feuerwehr und Rettungswache in Rahlstedt.

3.4 Erklärung zur Unternehmensführung

Da die HGV ein mitbestimmtes Konzernunternehmen ist, hat der Aufsichtsrat für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und in der Geschäftsführung Zielgrößen festzulegen.

In seiner Sitzung am 21.08.2020 hat der Aufsichtsrat der HGV beschlossen, dass der aktuelle Frauenanteil im Aufsichtsrat der HGV von 30 % und in der Geschäftsführung von 50 % bis zum 31.12.2024 nicht unterschritten werden soll.

Mit einem Frauenanteil von 50 % in der Geschäftsführung und über 30 % im Aufsichtsrat der HGV am 31.12.2022 wurden diese Ziele erreicht.

Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

4.1 Überblick über das Risikomanagementsystem

Die HGV hat ein strukturiertes Risiko-Chancen-Managementsystem (RCMS) zur Steuerung und Überwachung des Unternehmens implementiert. Als Bestandteil des RCMS ist ein Risikofrüherkennungssystem eingerichtet, mit dem die vorhandenen und zukünftigen Risiken und Risikoursachen auf Grundlage der entsprechenden Zulieferungen der Beteiligungen und Tochtergesellschaften der HGV erfasst und Eintrittswahrscheinlichkeiten und mögliche Schadenshöhen bewertet und klassifiziert werden. Die Ergebnisse werden in einem jährlichen Risikobericht dargestellt. Zur unterjährigen Überwachung und Vermeidung bzw. Begrenzung der Risiken ist zusätzlich ein internes Kontrollsystem (IKS) implementiert. Die Struktur und Organisation des IKS hat die HGV ausführlich dokumentiert. Beide Berichte werden dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats jährlich vorgelegt.

Die Risiken der HGV entsprechen im Wesentlichen den Risiken ihrer Beteiligungen und Tochtergesellschaften, die ihrerseits umfassende Risikomanagementsysteme eingerichtet haben, deren Ergebnisse in regelmäßigen Berichten festgehalten werden. Die HGV bewertet die Risiken ihrer Beteiligungsunternehmen insbesondere in Bezug auf Ergebnisauswirkungen bei der HGV und ergänzt sie um die HGV-eigenen Risiken. Die Risiken und Chancen der HGV und ihrer Beteiligungen werden in den nachfolgenden Abschnitten näher erläutert und beziehen sich grundsätzlich auf das Folgejahr des Berichtsjahrs.

4.2 Betriebliche Risiken und Chancen der HGV

Finanzierung

Die Mittelbedarfe der HGV werden - soweit sie nicht aus dem operativen Cashflow gedeckt werden können - fremdfinanziert. Finanzierungsrisiken werden aufgrund der guten Bonität der HGV in Anlehnung an die der FHH unverändert zum Vorjahr nicht gesehen.

Die HGV geht in ihrer Finanzplanung für die nächsten Jahre generell von steigenden Zinssätzen aus. Es bestehen die üblichen Zinsänderungsrisiken. Sofern wirtschaftlich sinnvoll, können derivative Finanzinstrumente zur Steuerung des Zinsänderungsrisikos eingesetzt werden. Trotz des im Jahr 2023 zu erwartenden weiteren Anstiegs der Kapitalmarkzinsen geht die HGV davon aus, dass die vorhandenen Finanzierungs- und Umschuldungsbedarfe im Rahmen der veranschlagten Zinssätze abgeschlossen werden können. Aufgrund der aktuell stark ausgeprägten Dynamik am Markt besteht jedoch ein Risiko, dass der veranschlagte Rahmen nicht auskömmlich sein könnte.

Steuern

Für die mit ihr organschaftlich verbundenen Konzernunternehmen unterliegt die HGV als Organträgerin der Ertragsteuerpflicht. Für den Bereich des kommunalen Querverbunds ergaben sich bisher auch nach Inkrafttreten der Unternehmenssteuerreform (Zinsschranke) ab 2008 und den Regelungen zum kommunalen Querverbund (Spartentrennung) ab 2009 Steuerbelastungen nur in sehr geringen Größenordnungen. Für die Querverbund-Sparte ist zudem aufgrund von Angebotsoffensiven im ÖPNV perspektivisch mit noch deutlich erhöhten Verlusten bei den Verkehrsunternehmen zu rechnen. Dennoch ist in dieser Sparte bis einschließlich 2023 aufgrund der außergewöhnlich hohen HL-Dividenden mit einer erheblichen Steuerbelastung zur rechnen. In der Sparte 3 der sonstigen Beteiligungen dürfte ab 2024 eine geringe, aber nachhaltige Steuerbelastung eintreten.

Risiken bestehen weiterhin für die momentan der Betriebsprüfung unterliegenden Jahre 2016 bis 2018 und die folgenden Jahre unverändert zum Vorjahr in der Weise fort, dass die Finanzverwaltung Geschäftsvorfälle anders als die HGV beurteilen könnte. Insbesondere betrifft dies Verlustverrechnungsvorgänge in der nicht dem kommunalen Querverbund zuzuordnenden Sparte, aus der sich eine Nachversteuerung in bis zu zweistelliger Millionenhöhe ergeben könnte.

Immobilien

Im Geschäftsfeld Immobilien stehen der Substanzerhalt und damit die Vermögenssicherung sowie die ordnungsgemäße Abwicklung von Bauvorhaben im Vordergrund. Notwendige Instandhaltungs- und Instandsetzungsmaßnahmen sind weitgehend in Mehrjahresprogrammen erfasst und in der mittelfristigen Finanzplanung veranschlagt. Durch differenzierte Verfahren vergewissert sich die HGV, dass die Abwicklung der Bauvorhaben ordnungsgemäß sowie im Zeit- und Kostenrahmen erfolgt. Wie im Vorjahr kann ein Restrisiko jedoch nicht ausgeschlossen werden.

4.3 Trends, Risiken und Chancen der Beteiligungen der HGV

Die Unternehmen des HGV-Konzerns sind verschiedenen Risiken ausgesetzt, denen sie mittels unternehmensspezifischer Risikomanagementsysteme begegnen. Durch aktive Steuerung vorhandener Risiken bei den Beteiligungen wird das Volumen der Schadensrisiken soweit möglich vermindert. Typische Risiken im operativen Geschäft der Unternehmen liegen in den Bereichen Umfeld/ Branche und Infrastruktur/ IT, zudem können strategische, leistungs-, personal- oder finanzwirtschaftliche Risiken bestehen.

Über die Ergebnisabführungsverträge bzw. Ausschüttungsentscheidungen wirken sich die Ergebnisse der Beteiligungen auf das Ergebnis der HGV aus.

Vor nunmehr drei Jahren, zu Beginn des Jahres 2020, kam es zu einer weltweiten Ausbreitung des Coronavirus. Der in Wellen verlaufenden Pandemie begegneten die Regierungen in Deutschland und auch in vielen anderen Ländern mit wechselnden Maßnahmen von Verschärfungen und Lockerungen. Im Laufe des Jahres 2022 wurden die Eingrenzungsmaßnahmen angesichts milderer Krankheitsverläufe und einer fortschreitenden Immunisierung der Bevölkerung in vielen Ländern zunehmend gelockert, was sich auch in den Wirtschaftsplänen 2023 der Hamburger öffentlichen Unternehmen widerspiegelt. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass etwa durch neue Virusvarianten erneute Kontaktreduzierungen notwendig werden könnten.

Mit dem Überfall Russlands auf die Ukraine am 24.02.2022 ist zu den Pandemiefolgen eine weitere überregionale Krise hinzugetreten. Die Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die damit verbundenen erhöhten Risiken im gesamtwirtschaftlichen Umfeld dauern auch im Jahr 2023 ebenso weiter an wie die hohen Inflationsraten, wenn auch mit leicht rückläufiger Tendenz. Nach mehreren Erhöhungen der Leitzinsen durch verschiedene Zentralbanken in 2022 setzt sich dieser Trend im Jahr 2023 fort. So erhöhte u.a. die EZB im Frühjahr 2023 erneut den Leitzins - in vier Teilschritten auf nunmehr 4,0 %. Die Unternehmen sind dabei weiterhin mit Lieferkettenproblemen und unterschiedlichen Kostensteigerungen konfrontiert.

Auch die Hamburger öffentlichen Unternehmen sind von den Auswirkungen dieser Krisen betroffen, wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß. Krisenbedingte Risiken werden bei den Energiekosten, Lieferketten von Materialien und Produkten für die Wirtschafts- und Bautätigkeit, krankheitsbedingten Personalausfällen, der Verfügbarkeit von Fachkräften sowie der Zinsentwicklung gesehen. Während steigende Energiekosten fast alle Hamburger öffentlichen Unternehmen betreffen, haben manche der Unternehmen zusätzlich die pandemiebedingten Nachfragerückgänge noch nicht vollständig aufholen können. Dies betrifft neben Messen etwa auch den Flug- und öffentlichen Nahverkehr.

Bei den Beschlussfassungen über die Wirtschaftspläne für das Jahr 2023 sind die zum Ende des Jahres 2022 absehbaren Rahmenbedingungen berücksichtigt und entsprechende Erwartungen für Umsatzerlöse, Energie- und Zinsaufwendungen etc. abgebildet worden. Somit wurden gewisse Risiken berücksichtigt, jedoch könnte etwa ein erneuter Lockdown infolge neuer Virusvarianten ungeplante Belastungen auslösen. Hinsichtlich der stark gestiegenen Energiepreise hat die Bundesregierung so genannte Energiepreisbremsen beschlossen, deren konkrete Auswirkungen im Einzelnen allerdings noch nicht feststehen. Für die Hamburger öffentlichen Unternehmen stellt dies eine Chance dar.

Der Wirtschaftsplan 2023 der HGV wurde im Januar 2023 mit einem geplanten positiven Ergebnis vor Gesellschafterzuschuss im oberen dreistelligen Millionenbereich beschlossen, da die in 2023 für das Geschäftsjahr 2022 erwartete Dividende der HL das ansonsten negative Beteiligungsergebnis überkompensieren dürfte. Angesichts der pandemie- und kriegsbedingt außergewöhnlich hohen Planungsunsicherheit kann nicht ausgeschlossen werden, dass bei manchen HGV-Tochtergesellschaften Ergebnisverschlechterungen gegenüber den Wirtschaftsplanungen 2023 eintreten und diese nicht durch zusätzliche staatliche Stützungsmaßnahmen auf Unternehmensebene ausgeglichen werden. Die HGV-Geschäftsführung geht jedoch davon aus, dass die in 2023 für das Geschäftsjahr 2022 vereinnahmte HL-Dividende auch solche Ergebnisverschlechterungen würde auffangen können.

Der hiernach verbleibende Jahresüberschuss 2023 soll als Gewinnvortrag übernommen und zur Deckung eventueller Fehlbeträge in den Folgejahren eingesetzt werden, so dass nach Einschätzung der HGV-Geschäftsführung voraussichtlich auch in den unmittelbar nachfolgenden Jahren kein Gesellschafterzuschuss für die HGV erforderlich werden dürfte.

Im Folgenden werden nach den allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen die Entwicklungstendenzen für die Beteiligungsunternehmen in den einzelnen Konzernbereichen dargestellt. Des Weiteren wird eingegangen auf die neben den üblichen allgemeinen administrativen Risiken (insbesondere Finanz-, Personal-, Sicherheitsrisiken) bestehenden branchenspezifischen Risiken und Chancen, wie sie sich aus der Risikoinventur Anfang 2023 ergeben haben. Die nachfolgende Darstellung umfasst die Beschlusslage von Ende 2022 zu den Wirtschaftsplänen für das Jahr 2023, ggf. ergänzt um aktuelle Einschätzungen in den Fällen, in denen die Folgen der Corona-Pandemie und der Ukraine-Krise bei wichtigen Tochterunternehmen der HGV nennenswerte Planabweichungen erwarten lassen. Bei der HL, der HHLA und der Galintis sind bereits veröffentlichte neue Einschätzungen für das Jahr 2023 berücksichtigt.

Wirtschaftliche Entwicklung

Die Rahmenbedingungen für die Weltwirtschaft für das Jahr 2023 sind trotz anhaltender Auswirkungen der Corona-Pandemie und des Ukrainekriegs insgesamt positiv, allerdings wurden die Wachstumsraten im Laufe des Jahres 2022 nach unten korrigiert. Der IWF erwartet in seiner Prognose vom April 2023 einen globalen Zuwachs von 2,8 %, der überproportional von den Entwicklungs- und Schwellenländern, insbesondere im asiatischen Raum, getragen werden soll. Für den Euroraum wird eine wirtschaftliche Erholung um 0,8 % erwartet, die damit unter dem durchschnittlichen Zuwachs aller entwickelten Staaten von 1,3 % liegen dürfte.

Für den Welthandel hat der IWF seine Erwartung für 2023 gegenüber früheren Einschätzungen auf einen Zuwachs von 2,4 % deutlich ermäßigt. Beim weltweiten Containerumschlag erwartet das Marktforschungsinstitut Drewry für 2023 eine geringe Zuwachsrate von lediglich 0,8 %. Dabei soll das erwartete Mengenwachstum in den Häfen Nordwesteuropas mit 2,1 % höher ausfallen als im Fahrtgebiet China mit leidglich 0,3 %.

Für Deutschland erwartet der IWF für das BIP im Jahr 2023 eine leichte Rezession von -0,1 %, Die Lage auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland und in Hamburg zeigt sich bislang im Jahr 2023 weiterhin robust.

Öffentlicher Personennahverkehr

Die Verkehrsunternehmen sind bei der Nachfrage weiterhin von den Auswirkungen der Corona-Pandemie und bei den Energiekosten von den Folgen des Ukrainekriegs betroffen. Zum 01.01.2023 wurden die Ticketpreise im hvv um durchschnittlich 3,2 % erhöht. Die Auswirkungen des ab Mai 2023 eingeführten Deutschland-Tickets auf Fahrgastzahlen und hvv-Einnahmen sind schwer abschätzbar. Der hvv rechnet für 2023 mit einem Fahrgastzuwachs gegenüber dem Vorjahr von 7 %, womit das Niveau noch immer um 10 % unter dem Vor-Corona-Jahr 2019 liegen würde. Die von Bund und Ländern grundsätzlich zugesagte Kompensation von Mindereinnahmen aus der tiefgreifenden Tarifreform ist in ihrer Umsetzung noch unklar. Weitere ÖPNV-Rettungsschirme zur Abmilderung pandemiebedingter Fahrgastrückgänge sind nicht absehbar.

Jenseits dieser Einflüsse weisen die Verkehrsunternehmen Umfeld- und leistungswirtschaftliche Risiken auf. Neben Verzögerungen bei der Auslieferung bestellter Fahrzeuge würden Einschränkungen bei öffentlichen Zuschüssen zu einer Erhöhung der Kapitalkosten der Unternehmen führen. Insbesondere im Zusammenhang mit den geplanten deutlichen Angebotsausweitungen hat die Nachfrage nach Leistungen des ÖPNV einen hohen Einfluss auf das Geschäft der Verkehrsunternehmen. Angesichts der positiven Prognosen für die Metropolregion Hamburg werden weitere Fahrgastzuwächse erwartet. Neue Mobilitätsformen werden gleichzeitig als Chance und als Risiko eingeschätzt. Chancen werden zudem in der Erschließung neuer Wohngebiete gesehen.

Die HOCHBAHN und die VHH erwarten durch die Angebotsoffensive deutlich steigende Defizite aufgrund hoher Aufwendungen für die Beschaffung von E-Bussen und die Umrüstung von Betriebshöfen (Zinsen und Abschreibungen). Dabei wird eine ausreichende Verfügbarkeit an Flächen für die wachsenden Bedarfe als Risiko gesehen. Ungewöhnlich hohe Krankenquoten im Personalbestand belasten die Leistungsfähigkeit der Verkehrsunternehmen. Zudem wird die erforderliche Einstellung zusätzlichen Fahrpersonals von den Verkehrsunternehmen aufgrund der insgesamt hohen Nachfrage nach Fahrkräften als Risiko eingestuft und in den kommenden Jahren zu erheblich höherem Personalaufwand führen. Gleichzeitig steht die künftige Entwicklung der hvv-Einnahmen nicht nur unter der Unsicherheit, inwieweit die zusätzlichen Angebote von der Bevölkerung genutzt werden, sondern auch unter politischen Vorgaben zur Tarifgestaltung. Bei den Verkehrsunternehmen werden daher die in den nächsten Jahren deutlich ansteigenden Aufwendungen nicht gleichermaßen zu wachsenden Einnahmen und somit zu höheren Verlusten und auch geringeren Kostendeckungsgraden führen. Krisenbedingt erhöhte Risiken werden bei Energie- und Baupreisen sowie Lieferketten gesehen.

Die HADAG geht in ihrer Wirtschaftsplanung davon aus, dass die Corona-Pandemie in 2023 eingedämmt werden kann, die Nachfrage im ÖPNV nach Prognosen des hvv allerdings erst 2025 das VorCorona-Niveau erreichen wird. Für die Sparte Touristik wird von einer vollständigen Erholung auf dem Niveau vor der Pandemie ausgegangen.

Ver- und Entsorgung

Für 2023 erwartet die HWW ein auf dem üblichen Planniveau liegendes Ergebnis. Die Einflüsse der Pandemie auf die Geschäftstätigkeit sind marginal. Um erwartete Kostensteigerungen teilweise ausgleichen zu können, wurde zum 01.01.2023 eine moderate Erhöhung des Wasserpreises vorgenommen. Der Preis liegt damit nunmehr bei 1,85 EUR/m 3. Auch für nachfolgende Jahre werden Ergebnisse auf dem üblichen Niveau erwartet. Dabei werden künftig sinkende erwartete Betriebsergebnisse durch Entlastungen beim Zinsergebnis kompensiert. Übliche Risiken resultieren aus der Wetterabhängigkeit des Geschäftsmodells bei allerdings stabilem Grundverbrauch.

Die BLH rechnet nach den nach Pandemiebeginn angeordneten Besucherbegrenzungen und temporären Schließungen der Bäder mit einem anhaltenden Wiederanstieg der Besucherzahlen. Ausmaß und Tempo der Steigerungen der Gäste werden jedoch als unsicher eingestuft. Zu pandemiebedingten Umsatzeinbußen kommen steigende Energiekosten bei Fernwärme und insbesondere Gas hinzu, denen u.a. durch Absenken der Wassertemperaturen und Schließung von Außenbecken teilweise begegnet wird. Zum 01.01.2023 erfolgte eine moderate Anpassung der Eintrittspreise, um die Kostensteigerungen zumindest abfedern zu können. Risiken bestehen zunehmend in der Verfügbarkeit von Personalressourcen.

Bei der GBS ist der aktive Geschäftsbetrieb eingestellt worden, die Genehmigung des Stilllegungsantrags und damit der Beginn der Nachsorgephase werden im Jahr 2023 erwartet. Die erwarteten Belastungen aus der 30-jährigen Nachsorge der Deponie nach Deponieverordnung durch die GBS sind im Jahresabschluss der GBS abgebildet, weitere Verpflichtungen für die Gesellschafter sind derzeit nicht absehbar.

Die Geschäftsentwicklung der drei Energienetzgesellschaften wird maßgeblich durch die allgemeinen energiepolitischen Rahmenbedingungen und bei den Netzgesellschaften Strom und Gas in besonderem Maße zusätzlich durch das System der Anreizregulierung beeinflusst. Daneben stellen aufgrund der Beschäftigtenzahl und der Bilanzierungsvorschriften für die betriebliche Altersversorgung die Zuführungsbeträge zu Pensionsrückstellungen einen relevanten Kostenblock dar. Hier bestehen Risiken und auf lange Sicht auch Chancen durch die Zinsentwicklung. Ebenfalls Risiken und Chancen resultieren zudem aus der Witterungsabhängigkeit des Gas- und Fernwärmeabsatzes. Weitere Risiken liegen für die Gesellschaften in einer ungünstigen Preisentwicklung auf den Beschaffungsmärkten, u.a. auch für Instandhaltungsmaßnahmen sowie Sanierungs-, Erweiterungs- und Erneuerungsinvestitionen.

Die GNH erwartet, nach dem durch den Kursverlust des CTA-Vermögens stark belasteten Ergebnis in 2022, für 2023 ein deutlich positives Ergebnis. Die für die 4. Regulierungsperiode festgelegten und gegenüber der 3. Regulierungsperiode deutlich abgesenkten Zinssätze für das regulatorische Eigenkapital werden die Ergebnisse der GNH ab 2023 belasten. Positiv auf das Ergebnis wirken sich der genehmigte Kostenantrag für die 4. Regulierungsperiode und die von der GNH initiierten Effizienzmaßnahmen aus. Mit dem zum 01.01.2019 erfolgten Abschluss eines 20-jährigen Konzessionsvertrags mit der FHH ist die Geschäftstätigkeit der GNH langfristig gesichert.

Die SNH geht davon aus, im Geschäftsjahr 2023 infolge eines verbesserten operativen Ergebnisses ein höheres Jahresergebnis als 2022 zu erzielen. Die in 2023 geplanten Anpassungen der handelsrechtlichen Abschreibungszeiten an die längeren kalkulatorischen Nutzungsdauern bei einem großen Teil des Anlagevermögens wirken sich positiv auf das Ergebnis aus. Durch den in 2022 beschlossenen massiven Ausbau des Stromnetzes im Rahmen der Energiewende steigen die Investitionen ab 2023 deutlich an. Weiterhin führen die Einführung eines intelligenten Messwesens und der Austausch wichtiger Anlagen am Lebenszyklusende zu hohen Investitionen. Die Situation auf dem Beschaffungsmarkt ist aufgrund des russischen Angriffskrieges weiterhin angespannt und durch steigende Preise gekennzeichnet. Maßgeblichen Einfluss auf die Erlössituation für die 4. Regulierungsperiode, beginnend ab 2024, haben das Ergebnis der aktuellen Prüfung des Kostenantrags und die sich daraus ergebende Erlösobergrenze. Die von der Bundesnetzagentur für die 4. Regulierungsperiode deutlich abgesenkten Zinssätze für die Verzinsung des betriebsnotwendigen Eigenkapitals werden sich ab 2024 negativ auf die Erlös- und Ergebnisentwicklung auch der SNH auswirken. Die Geschäftstätigkeit der SNH ist durch den bis Ende 2034 geltenden Konzessionsvertrag gesichert.

Für die HEG ist, wie in den Vorjahren auch, im Jahr 2023 neben den geplanten Ergebnisabführungen aus den Beteiligungen an der SNH und der GNH die Entwicklung der Zinskonditionen von wesentlicher Bedeutung. Aufgrund der höheren Ergebnisabführung der Tochtergesellschaften SNH und GNH, welche die steigenden Zinsbelastungen weit überkompensieren dürften, erwartet die HEG für das Geschäftsjahr 2023 vor Ergebnisabführung an die HGV einen Gewinn deutlich über Vorjahresniveau. Ab der 4. Regulierungsperiode ist jedoch zu erwarten, dass die Folgen der abgesenkten Zinssätze über die SNH und die GNH auch auf die Erträge der HEG durchschlagen werden. Durch die steigenden Zinssätze auf dem Kapitalmarkt werden die in den nächsten Jahren anstehenden Refinanzierungen der Anteilserwerbe das Finanzergebnis der HEG weiter belasten. Insofern steigt das Risiko, dass die Finanzierungskosten für die Anteilserwerbe am Strom- und Gasnetz sowie die Eigenkapitalstärkung in die GNH und die SNH nicht mehr vollständig aus den Ergebnisabführungen der beiden Gesellschaften gedeckt werden können.

Die HEnW unterliegt vor allem Risiken aus der Preisentwicklung von Brennstoffen, Strom und CO 2-Zertifikaten sowie aus Absatzmengenschwankungen, die sich beispielsweise beim Wärmeabsatz durch Witterungsverhältnisse und Klimaveränderungen ergeben können. Den Absatz- und Preisrisiken begegnet die HEnW unter anderem mit einer Hedging-Strategie. Hinzu treten Risiken aus der Gestaltung der energiewirtschaftlichen Förderkulisse und der Umsetzung des neuen, ökologischeren Erzeugungskonzepts (Energiepark Hafen an der Dradenau). Hierbei ist unter regulatorischen Gesichtspunkten die 2021 in Kraft getretene Anpassung der KWK-Förderung bedeutsam. Die HEnW rechnet mittelfristig mit deutlich ansteigenden KWK-Erlösen durch den neuen Energiepark.

Die HEnW erwartet im Geschäftsjahr 2023 bei steigenden Umsätzen ein gegenüber 2022 verbessertes Ergebnis, welches aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags an die HGV abzuführen sein wird. Dabei wird das Geschäftsjahr 2023 weiterhin durch die geopolitischen Entwicklungen und deren Auswirkungen auf die Energiemärkte beeinflusst werden, insbesondere durch ein voraussichtlich noch andauerndes erhöhtes Preisniveau an den Energiemärkten.

Der Hamburger Senat hatte am 03.12.2019 seinen Klimaplan und ein neues Klimaschutzgesetz beschlossen, wonach der örtliche CO 2-Ausstoß bis 2030 um 55 % gegenüber 1990 gesenkt und bis 2050 in Hamburg Klimaneutralität erreicht werden soll. Gemäß dem am 14.02.2023 vorgestellten Entwurf zur Änderung des Klimaschutzgesetzes soll der CO 2-Ausstoß noch schneller gesenkt werden. Demnach soll die CO 2-Minderung bis 2030 sogar 70 % betragen und Klimaneutralität bereits im Jahr 2045 erreicht werden. Eine der größten Stellschrauben für den Hamburger Senat liegt dabei im Ausbau und in der qualitativen Verbesserung der Fernwärmeversorgung mit dem Ziel einer auf mittlere Sicht vollständigen Dekarbonisierung. Bedeutende Eckpfeiler dafür sind das Abschalten und der klimafreundliche Ersatz des HKW Wedel sowie die klimafreundliche Umrüstung des HKW Tiefstack mit einer Beendigung der Steinkohleverfeuerung bis spätestens 2030. Die HEnW führt die Entwicklung und Ausgestaltung des künftigen Wärmeversorgungskonzepts der Stadt Hamburg (u.a. Energiepark Hafen und Energiepark Tiefstack) fort. Innerhalb von weniger als zehn Jahren soll hierdurch der Anteil der mit Kohle erzeugten Fernwärme in Hamburg von heute rd. 64 % auf null reduziert werden. Damit leistet die Fernwärme den wichtigsten Einzelbeitrag zur Erreichung der Hamburger Klimaziele bezogen auf die CO 2-Reduktion.

Die HHVA erwartet 2023 ein steigendes Auftragsvolumen und ein gegenüber dem Vorjahr leicht ansteigendes Ergebnis. Risiken ergeben sich für die HHVA insbesondere aus Abweichungen von langfristigen Trendannahmen bei den Pensionszuführungen, als weitere Risiken werden die steigenden Rohstoffpreise und Lieferengpässe infolge des russischen Angriffskriegs und der Fachkräftemangel eingestuft. Die Umsatz- und Auftragsplanungen werden in enger Abstimmung mit den öffentlichen Auftraggebern vorgenommen, so dass Umsatzrückgänge aufgrund ausbleibender Beauftragungen als sehr geringes Risiko angesehen werden.

Immobilien und Stadtentwicklung

Die SAGA plant im Jahr 2023 Gesamtinvestitionen von 747 Mio. EUR (2022: rd. 510 Mio. EUR), darunter 255 Mio. EUR für den Neubau und 311 Mio. EUR für Instandhaltungen inkl. Aufwandsmodernisierungen sowie für den hydraulischen Abgleich. Infolgedessen wird in 2023 ein Jahresergebnis deutlich unter dem des Jahres 2022 erwartet. Ziel ist es, das strukturelle Sanierungsdefizit im Bestand abzubauen und die Hamburger Klimaschutzziele zu erfüllen.

Für die Sprinkenhof wird im Jahr 2023 wieder ein positives Jahresergebnis erwartet, welches jedoch unterhalb des 2021er Ergebnisses liegen wird, da sich bei steigenden Umsätzen infolge weiterer Objektzugänge insbesondere die Abschreibungen und Zinsen erhöhen werden und wegen einer Ausweitung des Projektgeschäfts erhöhte Personal- und IT-Aufwendungen zu verzeichnen sein werden. Risiken bestehen in Baukostenüberschreitungen bei Festpreisprojekten und in möglichen höheren Instandhaltungsaufwendungen bei dem zumeist älteren eigenen Objektbestand.

Die GMH erwartet für 2023 ein positives Ergebnis von 0,6 Mio. EUR. Bedingt durch das schwierige Marktumfeld ist diese Planung risikobehaftet. Die Geschäftstätigkeit der GMH sowie die daraus resultierende Ergebnisentwicklung wird maßgeblich durch die Markt- und Preisdynamik sowie durch Leistungsstörungen als Folgen des Pandemiegeschehens und des Ukrainekriegs beeinflusst. Für 2023 wird eine außerordentliche Entwicklung der Kosten für Bau- und Bewirtschaftungsleistungen erwartet. In der Planung der GMH wird von einer auskömmlichen Anpassung der Entgelte für diese Leistungen ausgegangen. In der Sparte Schulbau wird mit einer Indexierung der Leistungsentgelte für Bau- und Sanierungsmaßnahmen um weitere 14,9 % (nach einer Sonderindexierung um 10 % in 2022) und des Leistungsentgelts für Bewirtschaftungsleistungen um 22 % kalkuliert. Aus den Sparten "Hochschulbau" und "Sport- und Sonderimmobilien" werden in 2023 geringe positive Ergebnisbeiträge erwartet.

Die HCH wird die infrastrukturelle Erschließung der HafenCity und die Grundstücksvergabe planmäßig fortsetzen. Die östlichen Quartiere Baakenhafen, Oberhafen, Elbbrücken, Billebogen und Grasbrook befinden sich noch überwiegend in der Entwicklungs- und Herrichtungsphase; die Entwicklung des Wissenschaftsstandorts Bahrenfeld noch in der Planung. Aufgrund der Erstattung ihrer Aufwendungen durch das Sondervermögen "Stadt und Hafen" ist weiterhin mit ausgeglichenen Ergebnissen der Gesellschaft zu rechnen.

Mit der Projektrealisierungsgesellschaft ReGe besteht ein Gewinnabführungsvertrag. Die Auftragslage der ReGe ist aufgrund bestehender Vereinbarungen für die absehbare Zukunft so weit abgesichert, dass hieraus keine größeren Ergebnisbelastungen zu erwarten sind.

Die 1. HIM erwartet für das Geschäftsjahr 2023 erstmalig ein negatives Ergebnis aufgrund der Baumaßnahmen in der Hamburger Kunsthalle und dem Museum für Hamburgische Geschichte. Die jährlich vorgesehene Ausschüttung i. H. v. 6,7 Mio. EUR an die HGV für die Refinanzierung des Kaufpreises der beteiligungswerterhöhend in die 1. HIM eingelegten Museumsgebäude ist vor dem Hintergrund des hohen Liquiditätsbestands und aufgrund der Rücklagen dennoch nicht gefährdet.

Bei der HGL basiert die Ertragssituation auf Mietverträgen mit ihrem einzigen Kunden, der Airbus Operations GmbH. Für 2023 rechnet die HGV mit einem Jahresüberschuss auf Vorjahresniveau, der in den Folgejahren weiter ansteigen wird. Die Situation wird trotz der aktuellen Absatzprobleme von Airbus infolge der Corona-Pandemie als stabil eingeschätzt.

Verkehr und Logistik

Bei der Ergebnisplanung für die nächsten Jahre gehen die Unternehmen von einer wirtschaftlichen Dynamik aus. Die HHLA und die HL erwarten für 2023 positive Ergebnisse, die jedoch insbesondere bei der HL unter denen des Jahres 2022 liegen dürften. Aufgrund der Abhängigkeit auch von der globalen Wachstums- und Handelsentwicklung ist generell nicht auszuschließen, dass die realen Entwicklungen unterhalb der Planungsprämissen liegen könnten.

Die HHLA weist Risiken bei der Entwicklung des Markt- und Wettbewerbsumfelds auf und ist von der weltwirtschaftlichen Dynamik und der Wettbewerbssituation in den Nordkontinenthäfen abhängig. IT-Sicherheitsrisiken wird mit umfangreichen Schutzmaßnahmen begegnet. Ein weiteres Risiko besteht in der Unsicherheit bei der Umsetzung von Infrastrukturprojekten, die den Umschlag und Transport von Waren beeinträchtigen könnten. Hinzu kommen das Risiko steigender Energiepreise sowie Preiskalkulationsrisiken bei Bauprojekten. Chancen werden u. a. grundsätzlich in den Wachstumspotenzialen der mittel- und osteuropäischen Volkswirtschaften gesehen, wenn diese auch kurzfristig unwahrscheinlich sind. Zudem ist die HHLA u. a. über den inzwischen geschlossenen Containerterminal in Odessa unmittelbar von den Kriegsfolgen in der Ukraine betroffen. Mengenverlagerungsrisiken bestehen durch Etablierung eigener schienengebundener Containertransporte durch Reeder und Logistikunternehmen. Jedoch können ordnungspolitische Maßnahmen im Schienenverkehr dessen Wettbewerbsfähigkeit im intermodalen Wettbewerb steigern.

Für das Jahr 2023 erwartet die HHLA bei hoher Prognoseunsicherheit einen moderaten Anstieg von Containerumschlag und -transport. Das Betriebsergebnis (EBIT) im Teilkonzern Hafenlogistik wird in der Bandbreite von 145 bis 175 Mio. EUR geplant. Beim EBIT des Teilkonzerns Immobilien wird ein deutlicher Rückgang gegenüber dem Vorjahr erwartet. Auf Konzernebene wird mit einem EBIT in der Bandbreite von 160 bis 190 Mio. EUR gerechnet (IFRS).

Da die Ergebnisse der HHLA die HGV ein Jahr verzögert über die Dividendenausschüttung erreichen, ist für die HGV in ihrem Geschäftsjahr 2023 das HHLA-Ergebnis 2022 relevant, in dem die HHLA einen Jahresüberschuss (HGB) i. H. v. 47,2 Mio. EUR (2021: 62,0 Mio. EUR) erzielte. Der Konzernjahresüberschuss (IFRS) lag 2022 bei 133,1 Mio. EUR (2021: 132,9 Mio. EUR). Die HGV erhält im Jahr 2023 nach Beschluss der Hauptversammlung am 15.06.2023 einen Beteiligungsertrag aus der A-Sparte (Teilkonzern Hafenlogistik) und der S-Sparte (Teilkonzern Immobilien) von zusammen 43,6 Mio. EUR (2022: 43,3 Mio. EUR). Für nachfolgende Jahre wird mit mittelfristig steigenden Ausschüttungen gerechnet. Angesichts der Corona-Pandemie und allgemeiner Risiken ist jedoch eine unterplanmäßige Ausschüttung nicht auszuschließen.

Im Geschäftsjahr 2023 rechnet die HL mit einem leicht geringeren Wachstum der Weltwirtschaft und des Welthandelsvolumens als im Vorjahr, das zu einem nur leicht steigenden Wachstum des Transportvolumens und auf Grundlage sich erholender Lieferketten zu einem gegenüber dem Vorjahr deutlich geringeren Niveau der Frachtraten führen wird. Zugleich werden auch steigende Treibstoffkosten erwartet. Auf dieser Grundlage wird von HL eine Normalisierung des operativen Ergebnisses (EBITDA) im Konzern (IFRS) wie auch ein Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) unterhalb des Vorjahresniveaus prognostiziert. Im Geschäftsjahr 2022 erfolgte eine Dividendenausschüttung für das Jahr 2021 von 35,00 EUR je Aktie, die bei der HGV zur Vereinnahmung von rd. 852,7 Mio. EUR führte. Hierüber hinaus hat die HGV nach Beschluss der Hauptversammlung der HL am 03.05.2023 im Geschäftsjahr 2023 bereits eine Dividendenausschüttung i. H. v. rd. 1,5 Mrd. EUR vereinnahmt.

FHG und FHK erwarten für das Geschäftsjahr 2023 einen Anstieg der Passagiermenge auf 13,8 Mio. Passagiere. Dies entspricht etwa 80 % der Passagiermenge des Jahres 2019. Korrespondierend zur Verkehrsentwicklung werden die Umsatzerlöse sowohl im Aviation- wie auch im Non-Aviation-Bereich steigen. Während die Materialaufwendungen und die Personalkosten infolge der zu erwartenden Tariferhöhungen steigen werden, werden sonstige betriebliche Aufwendungen auf Vorjahresniveau erwartet. Das Programm HAM Flex wird im Jahr 2023 mit nachhaltigen Kostensenkungsmaßnahmen fortgesetzt. Vor diesem Hintergrund rechnet die HGV auch für das Jahr 2023 mit einem Jahresfehlbetrag des Flughafens, der jedoch deutlich geringer sein wird als im Geschäftsjahr 2022. Die HGV wird somit 2023 erneut nur Zinsen aus dem Gesellschafterdarlehen an die FHK vereinnahmen.

Sonstige Beteiligungen

Im Wirtschaftsplan der kommenden Geschäftsjahre rechnet die HMC mit einer langsamen Erholung des Geschäftsbetriebs von den Corona-Auswirkungen. In der Folge wird das von der HGV zu übernehmende Defizit schrittweise abgebaut und für 2026 ein positives Jahresergebnis erwartet. Risiken für die geplanten Ergebnisse bestehen vor allem in höheren als in der Planung berücksichtigten Kostensteigerungen bei Energie, der allgemeinen Inflation, den zukünftigen Tarifabschlüssen sowie der wirtschaftlichen Beeinflussung durch den Ukraine-Krieg.

Die Airbus wird der Hauptversammlung 2023 auf Grundlage einer sehr positiven Entwicklung des Unternehmensergebnisses im Geschäftsjahr 2022 voraussichtlich einen Dividendenvorschlag i. H. v. 1,80 EUR je Aktie unterbreiten, wodurch die vorherige Erwartung der HGV, dass nur eine geringe Dividende ausgeschüttet wird, deutlich übertroffen werden würde. Somit wird die HGV im Jahr 2023 voraussichtlich eine gegenüber dem Vorjahr höhere Dividende bzw. Ausschüttung der Galintis vereinnahmen können.

4.4 Zusammenfassung und Prognose

Im Konzernabschluss 2021 der HGV war prognostiziert worden, dass im Jahr 2022 durch die erwarteten Dividenden der HL ein per saldo stark verbessertes Beteiligungsergebnis erzielt wird. Unter Einbeziehung eines geringeren Immobilienergebnisses und eines verbesserten Zinsergebnisses wurde insgesamt ein stark verbessertes Betriebsergebnis erwartet. Ein ausgeglichenes Bilanzergebnis sollte im Jahr 2022 daher ohne Gesellschafterzuschuss erreicht werden.

Die reale Entwicklung im Jahr 2022 hat diesen Erwartungen weitgehend entsprochen. Neben einem stark verbesserten Beteiligungsergebnis trugen ein besseres Zins- wie auch ein deutlich verbessertes Immobilienergebnis zu einem starken Anstieg des Betriebsergebnisses bei. Damit war im Jahr 2022 wie geplant kein Gesellschafterzuschuss zum Ausgleich operativer Verluste notwendig.

Für 2023 ist aus Sicht der Geschäftsführung bei manchen Beteiligungen weiterhin damit zu rechnen, dass die Risiken die Chancen überwiegen. Neben den noch ausklingenden Folgen der Corona-Pandemie führten die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine (Energiepreise, Lieferketten) zu großen Unsicherheiten bei den Wirtschaftsplanungen für 2023. Im ÖPNV sind die Auswirkungen der Einführung des Deutschlandtickets ab Mai 2023 auf Fahrgastzahlen und Ticketeinnahmen ebenso noch nicht absehbar wie die konkrete Umsetzung der grundsätzlich zugesagten Kompensation von Mindereinnahmen aus staatlichen Mitteln. Eventuelle Ergebnisverschlechterungen gegenüber den Planungen werden bei Unternehmen mit Ergebnisabführungsvertrag zur HGV unmittelbar auf das Beteiligungs- und damit auch das Jahresergebnis 2023 im Einzelabschluss der HGV durchschlagen. Bei den Tochterunternehmen ohne Ergebnisabführungsvertrag können Ergebnisverschlechterungen zunächst auf Ebene dieser Tochterunternehmen verbleiben und ggf. dort in Folgejahren aufgeholt werden; dies wird jedoch Eingang in den HGV-Konzernabschluss 2023 finden. Die bei der HL aus dem Geschäftsjahr 2022 in 2023 ausgeschüttete Dividende dürfte jedoch mögliche negative Effekte anderer Beteiligungen weit überwiegen.

Im Bereich der betrieblichen Zukunftsperspektiven abseits des Beteiligungsbereichs überwiegen aufgrund der aktuellen Zinsdynamik die Risiken die Chancen, dass die Zinssätze unter den Planannahmen bleiben. Im Bereich Steuern überwiegen zwar weiterhin die Risiken die Chancen, aber mit geringen Erwartungswerten. Nennenswerte Risiken im Geschäftsbereich Immobilien werden nicht gesehen.

In der mittelfristigen Perspektive zeigen steuerliche Hochrechnungen, die im Zusammenhang mit der Ermittlung von Steuerlatenzen durchgeführt wurden, dass für den Organkreis der HGV bis einschließlich 2023 aufgrund außergewöhnlich hoher HL-Dividenden mit einer erheblichen Ertragsteuerbelastung in der Querverbund-Sparte zu rechnen ist. Ab 2024 ist eine nachhaltige, jedoch geringere Steuerbelastung im niedrigen einstelligen Millionenbereich in der Sparte der sonstigen Beteiligungen als wahrscheinlich anzusehen. Im Bereich Immobilien werden die Programme zur Instandsetzung bzw. Sanierung von Polizei- und Feuerwehrgebäuden fortgeführt. Zudem sind mehrere Neu- bzw. Erweiterungsbauten für die Feuerwehr und die Polizei in Planung bzw. Umsetzung.

Insgesamt geht die Geschäftsführung für 2023 von einem gegenüber 2022 trotz anhaltender Pandemie-und Krisenlage und damit verbundener Erlös- und Aufwandsrisiken durch die erwarteten Dividenden der HL per saldo deutlich verbesserten Beteiligungsergebnis aus. Trotz der Erwartung eines geringeren Immobilienergebnisses (höhere Instandhaltungs- und Sanierungsaufwendungen) und eines geringeren Zinsergebnisses wird insgesamt von einem deutlich verbesserten Betriebsergebnis ausgegangen. Auch im Jahr 2023 wird daher voraussichtlich kein Gesellschafterzuschuss erforderlich sein, um ein ausgeglichenes Bilanzergebnis zu erreichen. Das erwartete positive Ergebnis soll als Gewinnvortrag übernommen werden.

In der Summe der im Konzern erwarteten Effekte wird, insbesondere durch die Dividenden der HL für das Geschäftsjahr 2022, für das Jahr 2023 von einem deutlich höheren Konzernjahresergebnis ausgegangen als im Jahr 2022.

 

Hamburg, den 19.07.2023

HGV Hamburger Gesellschaft für
Vermögens- und Beteiligungsmanagement mbH

Dr. Isabella Niklas, Sprecherin

Oliver Jensen

Übersicht über die unmittelbaren Beteiligungen der HGV

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

in TEUR Anhang 31.12.2022 31.12.2021
A. Anlagevermögen (1)
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 102.065 101.364
2. Geschäfts- oder Firmenwert 238.554 268.276
3. Geleistete Anzahlungen 41.150 381.769 45.371 415.011
II. Sachanlagen (2)
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.845.274 8.560.936
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.844.633 4.651.388
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 544.108 500.222
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.606.863 15.840.878 1.308.728 15.021.274
III. Finanzanlagen (3)
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 80.814 70.330
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 21.469 9.515
3. Beteiligungen 1.422.004 1.418.215
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 490 727
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 19.783 17.317
6. Sonstige Ausleihungen 2.604 2.450
7. Geleistete Anzahlungen auf Finanzanlagen 458 1.547.622 23 1.518.577
17.770.269 16.954.862
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte (4) 1.431.495 964.780
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (5)
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 579.295 406.534
2. Forderungen gegen die Freie und Hansestadt Hamburg 266.356 392.188
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 136.678 114.611
4. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 28.173 32.646
5. Sonstige Vermögensgegenstände 435.870 1.446.372 217.390 1.163.369
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 342.368 248.634
3.220.235 2.376.783
C. Rechnungsabgrenzungsposten
1. Disagio 2.222 2.087
2. Andere Abgrenzungsposten 55.110 43.700
57.332 45.787
D. Aktive latente Steuern (12) 99.364 181.686
E. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung (6) 172 196
21.147.372 19.559.314

Passiva

in TEUR Anhang 31.12.2022 31.12.2021
A. Eigenkapital (7)
I. Gezeichnetes Kapital 215.000 215.000
II. Kapitalrücklage 163.781 113.781
III. Ausgleichsposten aus der Fremdwährungsumrechnung -40.187 -37.213
IV. Gewinnrücklagen
1. Rücklage zur Finanzierung bestehender Beteiligungen 177.172 177.172
2. Andere Gewinnrücklagen 3.171.103 3.348.275 3.060.223 3.237.395
V. Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter (8) 1.124.082 1.065.426
VI. Konzernbilanzverlust -745.255 -1.220.518
4.065.696 3.373.871
B. Passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung 0 25.768
C. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen 763.009 624.001
D. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (9) 2.344.830 2.170.279
2. Steuerrückstellungen 73.712 39.376
3. Sonstige Rückstellungen (10) 1.304.298 980.051
3.722.840 3.189.706
E. Verbindlichkeiten (11)
1. Anleihen 3.782.869 3.572.510
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.698.770 5.659.308
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 438.574 381.993
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 400.151 424.578
5. Verbindlichkeiten gegenüber der Freien und Hansestadt Hamburg 638.249 173.406
6. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 712.289 648.230
7. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 438.258 423.035
8. Sonstige Verbindlichkeiten 400.764 982.468
12.509.924 12.265.528
F. Rechnungsabgrenzungsposten 43.159 40.023
G. Passive latente Steuern (12) 42.744 40.417
21.147.372 19.559.314

Konzerngewinn- und -verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

in TEUR Anhang 2022 2021
1. Umsatzerlöse (13) 6.531.896 5.390.970
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 274.320 138.266
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 191.241 151.777
4. Sonstige betriebliche Erträge (14) 350.267 509.887
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.286.318 776.933
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.153.689 3.440.007 1.765.054 2.541.987
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 1.407.328 1.302.262
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 422.763 1.830.091 285.396 1.587.658
davon für Altersversorgung 154.650 TEUR (i. Vj. 38.255 TEUR)
7. Abschreibungen (15)
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 844.667 805.655
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die üblichen Abschreibungen überschreiten 29.742 874.409 2.274 807.929
8. Konzessionsabgaben 127.621 130.057
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen (16) 689.233 620.203
10. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen (19) 7.132 3.890
11. Aufwendungen aus Verlustübernahmen (19) 935 3.356
12. Erträge aus Beteiligungen (19) 878.845 99.974
davon aus verbundenen Unternehmen 3.211 TEUR (i. Vj. 2.815 TEUR)
13. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 31 36
14. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge (20) 5.473 5.169
davon aus verbundenen Unternehmen 664 TEUR (i. Vj. 301 TEUR)
15. Abschreibungen auf Finanzanlagen (15) 6.424 19.186
16. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (20) 305.203 426.187
davon an verbundene Unternehmen 70.059 TEUR (i. Vj. 73.266 TEUR)
17. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 312.192 30.062
davon aus latenten Steuern Aufwand 82.680 TEUR (i. Vj. Ertrag 110.363 TEUR)
18. Ergebnis nach Steuern 653.090 133.344
19. Sonstige Steuern 13.137 10.030
20. Konzernjahresüberschuss 639.953 123.314
21. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -1.220.518 -1.182.734
22. Einstellung in die Gewinnrücklagen -80.016 -151.949
23. Sonstige Änderungen 0 0
24. Gewinnanteile anderer Gesellschafter (21) -84.674 -9.149
25. Konzernbilanzverlust -745.255 -1.220.518

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022

A Allgemeine Angaben

Die HGV Hamburger Gesellschaft für Vermögens- und Beteiligungsmanagement mbH (HGV) mit Sitz in Hamburg ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter Registernummer HRB 16106 eingetragen.

Der Konzernabschluss zum 31.12.2022 der HGV ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt worden.

Die Vorgaben zur Vereinheitlichung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Konzern Freie und Hansestadt Hamburg (FHH) werden angewendet.

Die Gliederung der Konzernbilanz und der Konzerngewinn- und -verlustrechnung wurde entsprechend den Besonderheiten der einbezogenen Unternehmen erweitert.

In der Konzernbilanz sind Posten zusammengefasst dargestellt, soweit sie Beträge enthalten, die für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes unwesentlich sind. Die zusammengefassten Posten sind im Konzernanhang gesondert ausgewiesen.

Die Konzerngewinn- und -verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

B Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss sind im Wege der Vollkonsolidierung neben der HGV 65 Gesellschaften einbezogen, bei denen der HGV am Bilanzstichtag gemäß § 290 Abs. 2 HGB unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte der Gesellschafter zusteht oder sie bei wirtschaftlicher Betrachtungsweise die Mehrheit der Risiken und Chancen eines Unternehmens trägt (siehe Übersicht 1).

Der Konsolidierungskreis hat sich gegenüber dem Vorjahr durch erstmalige Einbeziehung der folgenden Gesellschaften erweitert:

CL EUROPORT s.r.o., Pilsen/Tschechien

CL EUROPORT Sp. z o.o., Malaszewicze/Polen

METRANS DYKO Rail Repair Shop s.r.o., Prag/Tschechien

HHLA Next GmbH

HOCHBAHN U5 Projekt GmbH.

Die CL EUROPORT s.r.o., Pilsen/Tschechien, und die CL EUROPORT Sp. z o.o., Malaszewicze/Polen, wurden zum 04.01.2022 erstkonsolidiert. Der aktivische Unterschiedsbetrag von 3,0 Mio. EUR wurde als Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt und wird über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Aus der Erstkonsolidierung der METRANS DYKO Rail Repair Shop s.r.o., Prag/Tschechien, zum 01.01.2022 ergab sich ein passiver Unterschiedsbetrag von 5,1 Mio. EUR, der mit den Gewinnrücklagen verrechnet wurde. Die HHLA Next GmbH und die HOCHBAHN U5 Projekt GmbH wurden ebenfalls zum 01.01.2022 erstmalig einbezogen.

Wegen ihrer auch insgesamt untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns wurde von der Einbeziehung von 79 Unternehmen in den Konzernabschluss gemäß § 296 Abs. 2 HGB abgesehen (siehe Übersicht 2).

Für 35 assoziierte Unternehmen wurde wegen ihrer auch insgesamt untergeordneten Bedeutung von der Befreiungsmöglichkeit von der Equity-Bewertung gemäß § 311 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht (siehe Übersicht 3).

C Konsolidierungsgrundsätze

Bei den vollkonsolidierten Tochterunternehmen, für die die Erstkonsolidierung in den Jahren bis 2002 erfolgte, wird die Kapitalkonsolidierung gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a.F. (Buchwertmethode) durchgeführt. Erstkonsolidierungen ab 2003 werden nach der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 HGB a.F. / § 301 Abs. 1 HGB) vorgenommen.

Die Konzernaufrechnung von Wertansätzen der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens erfolgte für Geschäftsjahre bis 2009 auf der Grundlage der Wertansätze zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung des Tochterunternehmens in den Konzernabschluss (§ 302 Abs. 2 HGB a.F.). Für Geschäftsjahre ab 2010 wird die Aufrechnung nach § 301 Abs. 2 Satz 1 HGB auf der Grundlage der Wertansätze zu dem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, durchgeführt.

In Anwendung der Übergangsvorschriften (Art. 27 Abs. 1 EGHGB i. V. m. § 309 Abs. 1 HGB) wurden die zum 01.01.1987 bestehenden Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung mit den anderen Gewinnrücklagen verrechnet oder in diese Rücklagen umgegliedert.

Geschäfts- oder Firmenwerte aus Unternehmenserwerben werden nach § 253 Abs. 3 Satz 4 HGB i. V. m. § 309 Abs. 1 HGB planmäßig über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben. Kann die Nutzungsdauer nicht verlässlich geschätzt werden, erfolgt die Abschreibung linear über zehn Jahre. Der im Rahmen der Erstkonsolidierung der Hamburger Energiewerke GmbH entstandene Geschäfts- oder Firmenwert wird aufgrund der langfristig ausgerichteten Unternehmensstrategie mit einer Nutzungsdauer von 16 Jahren abgeschrieben.

Der passivische Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung gemäß § 301 Abs. 3 HGB (25,8 Mio. EUR) entstand aus der Kapitalkonsolidierung der METRANS a.s., Prag / Tschechische Republik (6,0 Mio. EUR), SC Container Terminal Odessa, Odessa / Ukraine (6,0 Mio. EUR), VHH-Gruppe (5,1 Mio. EUR), HADAG Seetouristik und Fährdienst Aktiengesellschaft (4,1 Mio. EUR), einer inzwischen verschmolzenen HHLA-Gesellschaft (2,3 Mio. EUR) sowie aus Einzelbeträgen unter 1 Mio. EUR von insgesamt 2,3 Mio. EUR. Im Geschäftsjahr wurde dieser gemäß DRS 23 in die Gewinnrücklagen umgegliedert.

Umsatzerlöse, Aufwendungen und Erträge, Ausleihungen und andere Forderungen sowie Verbindlichkeiten zwischen einbezogenen Gesellschaften wurden eliminiert. Zwischenergebnisse wurden nach § 304 Abs. 1 HGB, soweit wesentlich, eliminiert.

D Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wenden einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze an.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt, vermindert um lineare Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer (3 bis 10 Jahre).

Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände werden mit ihrem Nennwert angesetzt.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, teilweise vermindert um Investitions- und Baukostenzuschüsse der öffentlichen Hand und Dritter, angesetzt worden. In den Herstellungskosten sind neben den direkt zurechenbaren Kosten anteilige Material- und Personalgemeinkosten sowie in bestimmten Bereichen Verwaltungsgemeinkosten einschließlich ggf. Fremdkapitalzinsen für die Bauzeit enthalten.

Die Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen entsprechen den steuerlichen Vorschriften, soweit die dort genannten Nutzungsdauern innerhalb der Bandbreite handelsrechtlich zulässiger Nutzungsdauern liegen. Für die einzelnen Anlagengruppen gelten folgende Abschreibungsgrundsätze:

Gebäude und andere Bauten werden überwiegend linear mit einer Nutzungsdauer von 25 bis 50 Jahren, Verwaltungsgebäude teilweise bis zu 80 Jahren abgeschrieben. In geringem Umfang ist in vergangenen Jahren unter Anwendung von Art. 67 Abs. 4 EGHGB von der degressiven Abschreibung nach § 7 Abs. 5 EStG Gebrauch gemacht worden.

Die technischen Anlagen und Maschinen werden unter Zugrundelegung einer Lebensdauer von überwiegend 10 bis 20 Jahren, teilweise bis zu 40 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibung erfolgt für vor dem 01.01.2008 angeschaffte Vermögensgegenstände teilweise nach der degressiven Methode. Die ab 01.01.2008 angeschafften Vermögensgegenstände werden ausschließlich linear abgeschrieben.

Bei anderen Anlagen sowie der Betriebs- und Geschäftsausstattung wird eine Nutzungsdauer von 3 bis 13 Jahren angenommen. Diese Vermögensgegenstände werden grundsätzlich linear abgeschrieben.

Bei geringwertigen Wirtschaftsgütern werden Neuanschaffungen mit Anschaffungskosten zwischen 250 EUR und 1.000 EUR in einem jährlichen Sammelposten zusammengefasst und über fünf Jahre mit jeweils 20 % p.a. - ohne Berücksichtigung unterjähriger Anschaffungszeitpunkte und zwischenzeitlicher Abgänge - abgeschrieben.

Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau werden mit ihrem Nennwert angesetzt.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und Wertpapiere des Anlagevermögens sind grundsätzlich zu Anschaffungskosten angesetzt. Soweit ihnen am Bilanzstichtag ein niedrigerer Wert beizulegen und die Wertminderung voraussichtlich dauerhaft ist, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen (§ 253 Abs. 3 Satz 3 HGB). Das Wertaufholungsgebot des § 253 Abs. 5 Satz 1 HGB wird beachtet.

Beteiligungen an assoziierten Unternehmen sind, soweit von untergeordneter Bedeutung, zu Anschaffungskosten angesetzt. Für wesentliche Beteiligungen an assoziierten Unternehmen wird die Equity-Methode angewendet. Soweit ihnen am Bilanzstichtag ein niedrigerer Wert beizulegen ist und die Wertminderungen voraussichtlich dauerhaft sind, werden außerplanmäßige Abschreibungen nach § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB vorgenommen.

Ausleihungen werden mit dem Nennwert bilanziert bzw., soweit erforderlich, auf den Bilanzstichtag abgezinst.

Geleistete Anzahlungen auf Finanzanlagen werden zum Nennwert angesetzt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu fortgeschriebenen durchschnittlichen Einstandspreisen bewertet.

Die unfertigen Leistungen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten inkl. Nebenkosten angesetzt. Noch nicht abgerechnete Betriebskosten der grundstücksverwaltenden Gesellschaften werden gekürzt um Bewertungsabschläge für Leerstände. Für die übrigen unfertigen Leistungen werden Abschreibungen unter Berücksichtigung der Restkosten und der vereinbarten Angebotspreise vorgenommen.

Die fertigen Leistungen werden zu Herstellungskosten inkl. Nebenkosten angesetzt. Für erkennbare Wertminderungen werden angemessene Wertabschläge vorgenommen. Waren werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Geleistete Anzahlungen auf Vorräte werden zum Nennwert bilanziert.

Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt und, soweit erforderlich, abgezinst. Erkennbaren Risiken wird durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Zum Ausgleich des allgemeinen Kreditrisikos besteht eine Pauschalwertberichtigung. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden die geschätzten Forderungen aus Energie- und Wasserverbräuchen sowie Netznutzung mit den hierfür erhaltenen Abschlagszahlungen verrechnet. Die Schätzung des Verbrauchs erfolgt kundenindividuell auf Grundlage der letzten vorliegenden Abrechnungen oder von Standardverbrauchswerten.

Die flüssigen Mittel werden zum Nennwert am Bilanzstichtag bilanziert.

Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Zahlungen vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, ausgewiesen.

Für zeitliche und quasi-permanente Bewertungsunterschiede zwischen den handelsrechtlichen und den steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, und für solche Differenzen aufgrund von Konsolidierungsvorgängen werden Posten für latente Steuern gebildet (§ 274 Abs. 1 und § 306 HGB). Weiterhin werden steuerliche Verlustvorträge, soweit sie innerhalb der nächsten fünf Jahre höchstwahrscheinlich mit steuerpflichtigem Einkommen verrechnet werden können, berücksichtigt. Es werden aktive latente Steuern gegen passive latente Steuern derselben Steuersubjekte bzw. derselben Steuerarten aufgerechnet. Vom Wahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 i. V. m. § 298 HGB wird Gebrauch gemacht. Dabei werden aktive und passive latente Steuern grundsätzlich unverrechnet angesetzt.

Die Bewertung der latenten Steuern für inländische Gesellschaften erfolgt auf Grundlage des geltenden Körperschaftsteuersatzes einschließlich Solidaritätszuschlag sowie des in Hamburg geltenden Gewerbesteuersatzes mit 32,28 % (Vorjahr: 32,28 %). Bei den ausländischen Gesellschaften werden für die Berechnung der latenten Steuern länderspezifische Steuersätze angewendet. Diese betragen für das Geschäftsjahr zwischen 18,0 % und 27,9 % (Vorjahr: zwischen 18,0 % und 27,9 %).

Finanzanlagen und sonstige Vermögensgegenstände, die Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB sind (Fondsanteile, Rückdeckungsversicherungen, Festgelder und Barmittel), werden mit dem Zeitwert angesetzt und mit den dazugehörigen Verpflichtungen verrechnet. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens wird, soweit es sich um am aktiven Markt gelistetes Vermögen handelt, unter Zuhilfenahme von Börsenkursen und Marktpreisen ermittelt. Sofern es sich nicht um am aktiven Markt gelistetes Vermögen handelt, werden die Werte mithilfe allgemein anerkannter Bewertungsmethoden, wie zum Beispiel des Discounted-Cashflow-Verfahrens bei Immobilienbewertungen, unter Verwendung branchenüblicher Annahmen zum Abschlussstichtag, oder der versicherungsmathematischen Grundsätze, unter Berücksichtigung individualisierter Prämissen, abgeleitet.

Investitionszuschüsse der Gesellschafterin oder von Dritten zum Anlagevermögen werden, vermindert nach Maßgabe der Restnutzungsdauer der damit teilweise finanzierten Vermögensgegenstände, auf der Passivseite der Bilanz als Sonderposten ausgewiesen.

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach der Anwartschaftsbarwertmethode (Projected Unit Credit Method). Der Berechnung liegen die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck und für die Abzinsung ein von der Deutschen Bundesbank vorgegebener pauschaler durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre bei angenommener Restlaufzeit von grundsätzlich 15 Jahren i. H. v. 1,78 % (Vorjahr: 1,87 %) (§ 253 Abs. 2 Satz 2 und 4 HGB) zugrunde. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden langfristig mit 1,9 % bis 3,0 % und erwartete Rentensteigerungen langfristig mit 1,0 % bis 2,5 % berücksichtigt. Der im laufenden Geschäftsjahr entstandene Aufwand / Ertrag aus der Auf- / Abzinsung von Pensionsverpflichtungen wird im Zinsergebnis ausgewiesen. Der Zinsänderungseffekt wird nach IDW RS HFA 30 Tz. 87 ebenfalls im Zinsergebnis erfasst.

Soweit für Pensionsverpflichtungen Deckungsvermögen bestehen, erfolgt die Saldierung der Verpflichtung mit dem Deckungsvermögen. Das Deckungsvermögen wird mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet.

Die übrigen Rückstellungen sind in Höhe der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträge angesetzt. Dabei werden bei Beträgen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr Preis- und Kostensteigerungen von 1,9 % berücksichtigt und Abzinsungen mit den ihren Restlaufzeiten entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätzen der vergangenen sieben Geschäftsjahre (§ 253 Abs. 2 HGB) vorgenommen. Ansprüche von Arbeitnehmern aus Altersteilzeitverträgen und Lebensarbeitszeitkonten werden teilweise durch Fondsanteile, die ausschließlich der Erfüllung dieser Verpflichtungen dienen und dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen sind, insolvenzgesichert. Sie werden nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag oder, soweit es sich um Rentenverpflichtungen handelt, mit ihrem Barwert ausgewiesen.

Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Zahlungen vor dem Bilanzstichtag, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, ausgewiesen.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr sind mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs des Geschäftsvorfalls bewertet, längerfristige Forderungen und Verbindlichkeiten unter Berücksichtigung von Änderungen aus Kursabweichungen zum Bilanzstichtag unter Beachtung des Anschaffungskosten- und Imparitätsprinzips (§ 256a HGB). Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung haben sich nur in geringem Umfang ergeben.

Die Gesellschafterin FHH stellt die oberste Konzernmutter dar. Als verbundene Unternehmen werden insoweit unabhängig von ihrer Rechtsform und ihrem Sitz solche Unternehmen angesehen, auf die die FHH beherrschenden Einfluss i. S. d. § 290 HGB ausüben kann.

E Währungsumrechnung

Die Jahresabschlüsse von acht nicht in Euro bilanzierenden Tochtergesellschaften werden nach der modifizierten Stichtagskursmethode umgerechnet. Die Umrechnung des bei der Erstkonsolidierung aufgerechneten Eigenkapitals wird zum historischen Stichtagsmittelkurs, die der übrigen Bilanzposten zum

Mittelkurs am Bilanzstichtag vorgenommen. Die sich ergebenden Bewertungsdifferenzen zwischen historischem Kurs und Tageskurs werden erfolgsneutral behandelt und in einem gesonderten Ausgleichsposten des Eigenkapitals bzw. unter dem Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter ausgewiesen. Die Umrechnung der Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt zu Jahresdurchschnittskursen. Die Differenzen zwischen den umgerechneten Jahresergebnissen in den Bilanzen und den Gewinn- und Verlustrechnungen werden erfolgsneutral an die Ergebnisse der Gewinn- und Verlustrechnungen angepasst. Dies entspricht den Regelungen des § 308a HGB.

F Erläuterungen zur Konzernbilanz

(1) Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens des Konzerns ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

(2) Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen verteilt sich auf die Unternehmen wie folgt:

in Mio. EUR 31.12.2022 31.12.2021
SAGA-Gruppe 6.409,1 6.307,8
HOCHBAHN-Teilkonzern 2.007,9 1.807,9
SNH 1.817,4 1.617,6
HHLA-Gruppe 1.460,1 1.381,7
HEnW / HES / HESB / BEBC 1.007,7 877,2
Flughafen-Gruppe 622,2 653,7
HWW 637,9 608,6
Sprinkenhof 421,8 381,9
GNH 371,9 373,4
HGV 372,9 333,2
HMC / Molita 237,6 243,4
VHH 187,2 184,3
BLH 174,9 151,5
Übrige 112,3 99,1
15.840,9 15.021,3

Fremdkapitalzinsen wurden bei den Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten i. H. v. 0,2 Mio. EUR und bei den geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau i. H. v. 34 TEUR aktiviert.

(3) Anteilsbesitz

Der Anteilsbesitz ergibt sich aus den Übersichten 1 bis 3.

(4) Vorräte

Die in der Konzernbilanz ausgewiesenen Vorräte betreffen:

in Mio. EUR 31.12.2022 31.12.2021
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 523,1 304,1
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 885,5 641,8
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 2,6 1,1
4. Geleistete Anzahlungen 20,3 17,8
1.431,5 964,8

Unter den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden CO 2-Zertifikate der HEnW i. H. v. 242,6 Mio. EUR (Vorjahr: 167,0 Mio. EUR) ausgewiesen.

(5) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

davon Restlaufzeit
in Mio. EUR Gesamtbetrag bis zu 1 Jahr über 1 Jahr
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 579,3 579,2 0,1
im Vorjahr 406,5 406,5 0,0
2. Forderungen gegen die Freie und Hansestadt Hamburg 266,3 266,2 0,1
im Vorjahr 392,2 390,8 1,4
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 136,7 135,6 1,1
im Vorjahr 114,6 111,8 2,8
4. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 28,2 28,0 0,2
im Vorjahr 32,6 32,6 0,0
5. Sonstige Vermögensgegenstände 435,9 414,4 21,5
im Vorjahr 217,5 201,2 16,3
1.446,4 1.423,4 23,0

Unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden abgegrenzte, noch nicht fakturierte Forderungen i. H. v. 924,5 Mio. EUR (Vorjahr: 756,1 Mio. EUR) ausgewiesen, die mit den vom jeweiligen Schuldner erhaltenen Abschlägen i. H. v. 680,9 Mio. EUR (Vorjahr: 617,6 Mio. EUR) saldiert werden. Der die abgegrenzten Forderungen übersteigende Betrag der erhaltenen Abschläge wird unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Die Forderungen gegen die FHH beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i. H. v. 64,0 Mio. EUR (Vorjahr: 40,3 Mio. EUR) und sonstige Forderungen i. H. v. 202,3 Mio. EUR (Vorjahr: 351,9 Mio. EUR), in denen Forderungen des HOCHBAHN-Teilkonzerns gegen die FHH aus dem Corona-Rettungsschirm i. H. v. 162,6 Mio. EUR und aus der kurzfristigen Anlage liquider Mittel i. H. v. 20,0 Mio. EUR enthalten sind.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Cashpool-Forderungen i. H. v. 0,8 Mio. EUR (Vorjahr: 3,0 Mio. EUR) und Cashpool-Verbindlichkeiten i. H. v. 0,4 Mio. EUR (Vorjahr: 0,2 Mio. EUR) saldiert enthalten, ansonsten resultieren sie im Wesentlichen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, enthalten im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

(6) Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung resultiert aus der Verrechnung von Deckungsvermögen i. H. v. 13,8 Mio. EUR (Vorjahr: 13,5 Mio. EUR) mit Versorgungsverpflichtungen und Verpflichtungen aus Sabbaticalvereinbarungen i. H. v. 13,6 Mio. EUR (Vorjahr: 13,3 Mio. EUR). Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen 14,4 Mio. EUR (Vorjahr: 12,8 Mio. EUR). Daneben führt die Saldierung von weiterem Deckungsvermögen mit arbeitgeberfinanzierten Versorgungsverpflichtungen zu einem Ausweis bei den Pensionsrückstellungen. Wir verweisen auf Textziffer 9.

(7) Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital des Konzerns (215,0 Mio. EUR) ist das Stammkapital der Muttergesellschaft HGV. Alleinige Gesellschafterin ist die Freie und Hansestadt Hamburg.

Die Kapitalrücklage des Konzerns entspricht dem Ausweis im Einzelabschluss der HGV. Sie beträgt 163,8 Mio. EUR (Vorjahr: 113,8 Mio. EUR).

Die Gewinnrücklagen betreffen mit 177,2 Mio. EUR sowohl im Konzern als auch bei der HGV die Rücklage zur Finanzierung bestehender Beteiligungen.

Die anderen Gewinnrücklagen sind im Konzern von 3.060,2 Mio. EUR um 110,9 Mio. EUR auf 3.171,1 Mio. EUR gestiegen, wozu insbesondere die Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen i. H. v. 80,0 Mio. EUR sowie die Umgliederung des passivischen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung beigetragen haben.

(8) Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter

Der Posten beinhaltet die auf die Minderheitsgesellschafter entfallenden Anteile bei in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen:

in Mio. EUR 31.12.2022 31.12.2021
am gezeichneten Kapital 175,4 174,5
an den Rücklagen 1.477,9 1.433,0
am Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung -19,8 -18,4
am Gewinn des Geschäftsjahres und der Vorjahre -81,6 -115,0
1.551,9 1.474,1
abzüglich indirekte Beteiligungen -427,8 -408,7
1.124,1 1.065,4

Die Kürzung um die indirekten Beteiligungen betrifft i. H. v. 236,8 Mio. EUR die auf die HAP Hamburg Airport Partners GmbH & Co. KG, Düsseldorf, (HAP) entfallenden FHG-Anteile.

(9) Pensionsrückstellungen

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag i. H. v. 141,5 Mio. EUR, davon sind 20,0 Mio. EUR für die Ausschüttung gesperrt.

Für Pensionsverpflichtungen gegenüber Leistungsempfängern und Anwärtern, die ihre Ansprüche vor dem 01.01.1987 erworben haben, besteht ein Fehlbetrag für laufende Pensionen und ähnliche Verpflichtungen i. H. v. 21,4 Mio. EUR. In Ausübung des Wahlrechts nach Art. 28 Abs. 1 EGHGB sind diese Verpflichtungen nicht passiviert worden.

Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind teilweise durch Vermögensgegenstände gesichert. Die angesetzten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen und erfüllen die Anforderungen an das Deckungsvermögen. Der beizulegende Zeitwert der Vermögensgegenstände i. H. v. 200,7 Mio. EUR (Vorjahr: 221,6 Mio. EUR) wurde mit Pensionsverpflichtungen i. H. v. 1.243,1 Mio. EUR (Vorjahr: 1.130,0 Mio. EUR) nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen 209,1 Mio. EUR (Vorjahr: 208,9 Mio. EUR). Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen und Aufwendungen aus der Zeitwertbewertung i. H. v. 29,3 Mio. EUR wurden mit Erträgen aus den zugehörigen Aktivwerten i. H. v. 0,2 Mio. EUR verrechnet. Die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert führte zu einem ausschüttungsgesperrten Betrag von 0,2 Mio. EUR.

(10) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen ausstehende Rechnungen, Verpflichtungen aus dem Personalbereich, Wettbewerbsrückstellungen, Abbruchverpflichtungen sowie unterlassene Instandhaltungen. Es sind i. H. v. 3,6 Mio. EUR Rückstellungen gemäß § 249 Abs. 2 HGB a.F., die nach Art. 67 Abs. 3 EGHGB beibehalten wurden, enthalten.

Insolvenzgesicherte Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen und Lebensarbeitszeitkonten mit einem Erfüllungsbetrag von 3,7 Mio. EUR (Vorjahr: 3,4 Mio. EUR) werden nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den Zeitwerten des Deckungsvermögens i. H. v. 2,8 Mio. EUR (Vorjahr: 2,4 Mio. EUR) verrechnet. Die Anschaffungskosten der saldierten Vermögensgegenstände betragen 2,9 Mio. EUR (Vorjahr: 2,5 Mio. EUR). Die zugehörigen Zinsaufwendungen und weiteren Aufwendungen (38 TEUR) und die Zinserträge (2 TEUR) sind entsprechend verrechnet worden. Die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert führte zu einem ausschüttungsgesperrten Betrag von 15 TEUR.

(11) Fristigkeiten und Sicherungen von Verbindlichkeiten

Die Fristigkeiten und Sicherungen der Verbindlichkeiten ergeben sich aus der nachfolgenden Darstellung.

davon
Restlaufzeit
in Mio. EUR Gesamtbetrag bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre gesichert
1. Anleihen 3.782,9 176,9 659,8 2.946,2 0,0
im Vorjahr 3.572,5 12,9 791,5 2.768,1 0,0
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.698,7 469,7 2.169,4 3.059,6 1.787,5 a)
im Vorjahr 5.659,3 431,0 1.944,3 3.284,0 1.584,6 a)
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 438,6 438,2 0,4 0,0 0,0
im Vorjahr 382,0 382,0 0,0 0,0 0,0
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 400,2 388,8 11,3 0,1 0,0
im Vorjahr 424,6 412,0 12,5 0,1 0,0
5. Verbindlichkeiten gegenüber der Freien und Hansestadt Hamburg 638,3 550,3 6,6 81,4 0,0
im Vorjahr 173,4 82,5 5,4 85,5 0,0
6. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 712,3 184,6 452,6 75,1 0,0
im Vorjahr 648,2 219,9 353,2 75,1 0,0
7. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 438,2 56,8 6,5 374,9 0,0
im Vorjahr 423,0 41,3 6,8 374,9 0,0
8. Sonstige Verbindlichkeiten 400,7 296,0 18,6 86,1 81,2 a)
im Vorjahr 982,5 832,9 53,0 96,6 90,7 a)
davon aus Steuern (37,6) (37,6) (0,0) (0,0) 0,0
im Vorjahr (36,9) (36,9) (0,0) (0,0) 0,0
im Rahmen der sozialen Sicherheit (5,5) (5,5) (0,0) (0,0) 0,0
im Vorjahr (4,0) (4,0) (0,0) (0,0) 0,0
12.509,9 2.561,3 3.325,2 6.623,4 1.868,7

a) gesichert durch Grundpfandrechte

Die Verbindlichkeiten gegenüber der FHH beinhalten insbesondere 499,0 Mio. EUR aus Tagesgeldaufnahmen. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Darlehensverbindlichkeiten i. H. v. 611,1 Mio. EUR (Vorjahr: 499,6 Mio. EUR) sowie Cashpool-Verbindlichkeiten i. H. v. 6,0 Mio. EUR (Vorjahr: 8,7 Mio. EUR) enthalten, ansonsten enthalten sie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beinhalten Darlehensverbindlichkeiten i. H. v. 379,4 Mio. EUR (Vorjahr: 379,9 Mio. EUR).

(12) Latente Steuern

Die aktiven latenten Steueransprüche und die passiven latenten Steuerschulden ergeben sich aus temporären Differenzen und Verlustvorträgen wie folgt:

in Mio. EUR Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
Sachanlagen 1,5 25,4
Finanzanlagen 0,2 2,8
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 0,2 0,0
Sonderposten mit Rücklageanteil 0,0 12,6
Rückstellungen 94,1 0,5
Verbindlichkeiten 0,3 1,4
Verlustvorträge 3,1 0,0
99,4 42,7

Es wurden aktive und passive latente Steuern derselben Steuersubjekte aufgerechnet i. H. v. 218,3 Mio. EUR. Vor der Aufrechnung bestehen zum Bilanzstichtag aktive latente Steuern i. H. v. 317,7 Mio EUR und latente Steuerschulden i. H. v. 261,0 Mio. EUR. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die aktiven latenten Steuern um 82,3 Mio. EUR verringert und die latenten Steuerschulden um 2,3 Mio. EUR erhöht.

G Erläuterungen zur Konzerngewinn- und -verlustrechnung

(13) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse setzen sich nach Tätigkeitsbereichen gegliedert wie folgt zusammen:

in Mio. EUR 2022 2021
Öffentlicher Personennahverkehr 616,7 545,1
Ver- und Entsorgung 2.623,0 1.959,0
Immobilien und Stadtentwicklung 1.352,5 1.254,5
Verkehr und Logistik 1.829,7 1.602,7
davon Hafen (1.564,5) (1.455,7)
davon Flughafen (265,2) (147,0)
Sonstige 110,0 29,7
6.531,9 5.391,0

Aufgliederung nach Regionen:

in Mio. EUR 2022 2021
Deutschland 5.916,7 4.844,4
EU ohne Deutschland 608,8 513,9
Übriges Europa 6,4 32,7
6.531,9 5.391,0

(14) Sonstige betriebliche Erträge

in Mio. EUR 2022 2021
Corona-Hilfen 117,8 124,5
Sonstige Zuschüsse 87,5 80,4
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 38,0 58,9
Erträge aus Währungskursdifferenzen 11,4 8,0
Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 5,9 32,8
Zuschreibung auf Ausleihungen 0,1 0,0
Gesellschafterzuschuss der FHH 0,0 109,0
Übrige Erträge 89,6 96,3
350,3 509,9

Die übrigen Erträge enthalten im Wesentlichen Miet- und Pachteinnahmen, Versicherungsentschädigungen sowie Entgelte für Geschäftsbesorgungen.

(15) Abschreibungen

Außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden i. H. v. 0,4 Mio. EUR vorgenommen (Vorjahr: 0,6 Mio. EUR).

Auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens wurden Abschreibungen nach § 253 Abs. 4 HGB i. H. v. 29,7 Mio. EUR (Vorjahr: 2,3 Mio. EUR) vorgenommen.

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen enthalten außerplanmäßige Abschreibungen wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung (§ 253 Abs. 3 Satz 3 HGB) i. H. v. 6,4 Mio. EUR (Vorjahr: 19,2 Mio. EUR).

(16) Sonstige betriebliche Aufwendungen

in Mio. EUR 2022 2021
Fremdleistungen 157,6 140,7
Mieten und Pachten 125,6 116,7
Versicherungsbeiträge 56,3 47,4
IT-Kosten 53,4 47,1
Rechts- und Beratungskosten 51,3 32,8
Sonstige Personalkosten 29,2 18,5
Grundwasserentnahmegebühr 22,0 21,5
Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 16,4 19,0
Verluste aus Wertminderungen oder dem Abgang von Gegenständen des Umlaufvermögens 1,7 0,3
Aufwendungen aus Währungskursdifferenzen 1,0 0,7
Übrige Aufwendungen 174,7 175,5
689,2 620,2

Die Grundwasserentnahmegebühr entfällt ausschließlich auf die HWW.

(17) Außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen

Es wurden im Geschäftsjahr Corona-Hilfen im Rahmen des "ÖPNV-Rettungsschirms" an den HOCHBAHN-Teilkonzern (101,5 Mio. EUR), die VHH (13,0 Mio. EUR) und die HADAG (3,3 Mio. EUR) gezahlt. Von verschiedenen Gesellschaften wurden Erstattungen der Sozialversicherungsbeiträge im Rahmen der Kurzarbeit insgesamt i. H. v. 0,5 Mio. EUR vereinnahmt.

In den Erträgen aus Beteiligungen wurde in 2022 eine Dividende der Hapag-Lloyd Aktiengesellschaft i. H. v. 852,7 Mio. EUR vereinnahmt.

Im Geschäftsjahr sind keine außergewöhnlichen Aufwendungen angefallen.

(18) Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Auf Vorjahre entfallen Erträge von 97,9 Mio. EUR (Vorjahr: 134,0 Mio. EUR). Hierin enthalten sind im Wesentlichen sonstige betriebliche Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen durch den Entfall der Verpflichtung bzw. durch eine tatsächlich geringere Inanspruchnahme und aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens sowie periodenfremde Umsatzerlöse.

Die periodenfremden Aufwendungen von 32,9 Mio. EUR (Vorjahr: 34,3 Mio. EUR) enthalten wie im Vorjahr im Wesentlichen Verluste aus Anlagenabgängen.

Daneben fielen bei den Unternehmen im Versorgungsbereich branchenübliche periodenfremde Erträge und Aufwendungen aus Abrechnungs- und Abgrenzungskorrekturen an, die innerhalb der Umsatzerlöse bzw. Materialaufwendungen erfasst wurden.

(19) Beteiligungsergebnis

in Mio. EUR 2022 2021
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 7,1 3,9
Erträge aus Beteiligungen 878,8 100,0
davon aus verbundenen Unternehmen (3,2) (2,8)
Aufwendungen aus Verlustübernahmen -0,9 -3,4
885,0 100,5

(20) Zinsergebnis

Das Zinsergebnis enthält 0,1 Mio. EUR (Vorjahr: 0,1 Mio. EUR) Zinserträge aus der Aufzinsung von Forderungen und 101,7 Mio. EUR (Vorjahr: 212,9 Mio. EUR) Zinsaufwendungen aus Abzinsungsvorgängen im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Bewertung von Rückstellungen.

(21) Gewinnanteile anderer Gesellschafter

Die Anteile anderer Aktionäre und Gesellschafter am Gewinn des Geschäftsjahres 2022 bzw. 2021 betragen:

in Mio. EUR 2022 2021
HHLA-Gruppe 57,6 61,3
SAGA-Gruppe 48,2 7,9
Flughafen-Gruppe -22,3 -61,0
Übrige Gesellschaften 1,2 0,9
84,7 9,1

H Sonstige Angaben

(22) Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Es besteht ein Finanzierungs-Leasingvertrag für U-Bahn-Fahrzeuge mit einem ausländischen Leasinggeber (Cross-Border-Lease-Vertrag). Aus den Cross-Border-Lease-Transaktionen konnten Barwertvorteile erzielt werden, die in den Vorjahren vollständig ertragswirksam vereinnahmt wurden. Es ergeben sich für den Konzern keine zukünftigen Risiken.

Es wurden in diesem Zusammenhang Zins- und Währungsswapgeschäfte abgeschlossen. Wir verweisen auf Textziffer 25 in diesem Anhang.

(23) Haftungsverhältnisse

in Mio. EUR 31.12.2022 31.12.2021
Bürgschaften 5,5 4,5
Gewährleistungsverpflichtungen 0,0 0,6
5,5 5,1

Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Eventualverbindlichkeiten wird jeweils als gering eingeschätzt. Diese Einschätzung beruht vor allem auf den Bonitätsbeurteilungen der Primärverpflichteten sowie auf Erkenntnissen vergangener Geschäftsjahre.

(24) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich auf 4.565,1 Mio. EUR (davon verbundene Unternehmen 1.658,6 Mio. EUR). Sie ergeben sich aus der üblichen, langfristig angelegten Geschäftspolitik der Konzernunternehmen. Es handelt sich insbesondere um Verpflichtungen aus Leasing-, Miet- und sonstigen Dienstleistungsverträgen (2.087,2 Mio. EUR) sowie das Bestellobligo aus Investitionsaufträgen und Instandhaltungsverpflichtungen (2.099,5 Mio. EUR).

(25) Derivative Finanzinstrumente

Im HGV-Konzern werden von einigen Gesellschaften zum Ausgleich gegenläufiger Wertänderungen oder Zahlungsströme Grundgeschäfte mit Finanzinstrumenten (Micro Hedges) zu Bewertungseinheiten i. S. v. § 254 HGB zusammengefasst. Dabei werden die sich ausgleichenden Wertänderungen aus den abgesicherten Risiken nicht bilanziert (Einfrierungsmethode).

Durch den Abschluss von Zinsswapgeschäften war am Bilanzstichtag im HGV-Konzern ein variabel verzinsliches Kreditvolumen von 150,0 Mio. EUR abgesichert. Für die Bewertung bilden Grund- (Darlehensverbindlichkeit) und Sicherungsgeschäft jeweils eine Bewertungseinheit. Die Marktwerte der Finanzinstrumente betragen zum 31.12.2022 10,4 Mio. EUR, die anhand anerkannter Verfahren ermittelt wurden. Die Geschäfte dienen der Absicherung von Zinsänderungsrisiken.

Es wurde ein Darlehen in NZD (55,0 Mio. EUR) mit variablem Zinssatz abgeschlossen, zu dem entsprechende betrags- und fristenkongruente Zins- und Währungsswaps abgeschlossen wurden. Für die Bewertung bilden auch hier Grund- (Darlehensverbindlichkeit) und Sicherungsgeschäft jeweils eine Bewertungseinheit. Die Marktwerte der Sicherungsinstrumente werden nach der Mark-to-market-Methode bewertet und betragen zum 31.12.2022 -0,8 Mio. EUR. Die Geschäfte dienen der Absicherung von Zins-und Währungskursänderungsrisiken.

Zur Absicherung des Risikos aus Änderungen der Wechselkurse wurden betrags- und fristenkongruente Devisenterminkontrakte (EUR/CZK) für ein Volumen von 976,7 Mio. CZK (40,5 Mio. EUR) abgeschlossen. Die Marktwerte, die anhand anerkannter Verfahren ermittelt wurden, betragen zum Stichtag 2,2 Mio. EUR. Zur Währungsabsicherung im Rahmen der Kohlebeschaffung wurden betrags- und fristenkongruente Devisenterminkontrakte (EUR/USD) für ein Volumen von 189,0 Mio. USD (174,1 Mio. EUR) abschlossen. Die Marktwerte betragen zum Stichtag 3,1 Mio. EUR.

Für die Reduzierung von Marktpreisrisiken aus dem Bezug von Kohle- und Gasprodukten sowie Emissionsrechten und dem Absatz von Strom- und Wärmeprodukten wurden Termingeschäfte abgeschlossen. Für den Stromvertrieb an Endkunden werden Commodity-Derivate (Warenterminkontrakte) auf Basis der strukturierten Strombeschaffung abgeschlossen, deren Wert unmittelbar von den Marktpreisen für Strom abhängt. Die Beschaffungsstrategie ist in erster Linie auf die risikominimierte Eindeckung der zur Versorgung von Endkunden benötigten Energiemengen ausgelegt. Eine Beschaffung von Energiemengen zu Spekulationszwecken ist nicht vorgesehen. Die abgeschlossenen Beschaffungspositionen sind bereits in voller Höhe durch Verkaufskontrakte bzw. Vertriebsprognosen gedeckt und können vertriebsseitig mit einer Gewinnmarge verkauft werden.

Die Sicherungsgeschäfte werden, soweit möglich, commodity- und jahresscheibenscharf als Bewertungseinheiten gemeinsam mit dem jeweiligen Grundgeschäft bilanziell abgebildet. Die einzelnen Absicherungsportfolien werden entsprechend der internen Steuerung unter Berücksichtigung der Homogenität der zugrunde liegenden Risikofaktoren und unter Anwendung der Regelungen des IDW RS ÖFA 3 saldiert und bewertet. Soweit die Deckungsbeitragsrechnung der Frontjahre positive Ergebnisse ausweist, wird von einer Einzelbewertung der in den Absicherungsportfolien enthaltenen Commodities abgesehen.

Die Termingeschäfte wurden zur Absicherung des Absatzes mit einem Volumen von 633,9 Mio. EUR und zur Absicherung der Beschaffung mit einem Volumen von 1.092,8 Mio. EUR abgeschlossen. Der Marktwert dieser Geschäfte beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 2.024,0 Mio. EUR.

(26) Gesamtbezüge des Aufsichtsrats und der Geschäftsführung der HGV

Für den Aufsichtsrat wurden 3 TEUR Sitzungsgelder aufgewendet.

Die Geschäftsführung erhielt 2022 folgende Bezüge:

in EUR Grundgehalt Nebenleistungen Gesamt
Dr. Isabella Niklas 231.511 13.351 244.862
Oliver Jensen 195.148 8.519 203.667
426.659 21.870 448.529

An vier frühere Mitglieder der Geschäftsführung wurden Versorgungsbezüge von 60 TEUR sowie an die Witwe eines verstorbenen ehemaligen Geschäftsführers 3 TEUR Hinterbliebenenbezüge gezahlt. Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern der Geschäftsführung und ihren Hinterbliebenen sind 1.191 TEUR zurückgestellt.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats und der Geschäftsführung sind in der Übersicht der Organe angegeben.

(27) Mitarbeiterzahl

Die Mitarbeiterzahl setzt sich nach Regionen gegliedert wie folgt zusammen:

2022 2021
Deutschland 21.544 21.412
EU ohne Deutschland 2.365 2.002
Übriges Europa 474 475
24.383 23.889

Dabei handelt es sich um 20.512 (Vorjahr: 20.538) Vollzeitbeschäftigte und 3.871 (Vorjahr: 3.351) Teilzeitbeschäftigte.

Im Personalaufwand (1.830,1 Mio. EUR; Vorjahr: 1.587,7 Mio. EUR) sind Aufwendungen für eingesetzte Mitarbeiter der Gesamthafenbetriebs-Gesellschaft mit beschränkter Haftung i. H. v. 73,9 Mio. EUR (Vorjahr: 63,2 Mio. EUR) enthalten.

(28) Corporate Governance

Für die Hamburger Hafen und Logistik Aktiengesellschaft, Hamburg, (HHLA) wurde die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zur Anwendung der Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" durch den Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft abgegeben. Die Erklärung ist auf der Internetseite der HHLA dauerhaft zugänglich gemacht.

(29) Honorare für Abschlussprüfer

Für erbrachte Dienstleistungen des Abschlussprüfers des Konzerns sind folgende Honorare für das Geschäftsjahr 2022 als Aufwand erfasst:

in TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 1.058,6
Andere Bestätigungsleistungen 221,0
Steuerberatungsleistungen 95,0
Sonstige Leistungen 1.466,7
2.841,3

Bei den Tochterunternehmen, die im Anhang ihres Jahresabschlusses keine Angaben zu den Gesamthonoraren mit ihrem Abschlussprüfer machen (Inanspruchnahme der Befreiung des § 285 Nr. 17 HGB) oder ihren Jahresabschluss nicht offenlegen, sind Honorare mit anderen Abschlussprüfern als dem Konzernabschlussprüfer wie folgt enthalten:

in TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 278,3
Andere Bestätigungsleistungen 40,0
Sonstige Leistungen 8,3
326,6

(30) Kapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds setzt sich aus den liquiden Mitteln, den Forderungen und Verbindlichkeiten aus dem Cashpool sowie den jederzeit fälligen Bankverbindlichkeiten wie auch den Verbindlichkeiten gegenüber anderen Kreditgebern zusammen.

Die sonstigen zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträge i. H. v. 31,7 Mio. EUR beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse.

(31) Offenlegung

Die Offenlegung des Konzernabschlusses erfolgt unter HRB 16106 im elektronischen Bundesanzeiger und im elektronischen Unternehmensregister.

Die HGV wird in den nach landesrechtlichen Vorschriften aufgestellten Konzernabschluss der FHH einbezogen.

(32) Nachtragsbericht

Vor nunmehr drei Jahren, zu Beginn des Jahres 2020, kam es zu einer weltweiten Ausbreitung des Coronavirus. Der in Wellen verlaufenden Pandemie begegneten die Regierungen in Deutschland und auch in vielen anderen Ländern mit wechselnden Maßnahmen von Verschärfungen und Lockerungen.

Im Laufe des Jahres 2022 wurden die Eingrenzungsmaßnahmen angesichts milderer Krankheitsverläufe und einer fortschreitenden Immunisierung der Bevölkerung in vielen Ländern zunehmend gelockert, was sich auch in den Wirtschaftsplänen 2023 der Hamburger öffentlichen Unternehmen widerspiegelt. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass etwa durch neue Virusvarianten erneute Kontaktreduzierungen notwendig werden könnten.

Mit dem Überfall Russlands auf die Ukraine am 24.02.2022 ist zu den Pandemiefolgen eine weitere überregionale Krise hinzugetreten. Die Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die damit verbundenen erhöhten Risiken im gesamtwirtschaftlichen Umfeld dauern auch im Jahr 2023 ebenso weiter an wie die hohen Inflationsraten, wenn auch mit leicht rückläufiger Tendenz. Nach mehreren Erhöhungen der Leitzinsen durch verschiedene Zentralbanken in 2022 setzt sich dieser Trend im Jahr 2023 fort. So erhöhte u.a. die EZB im Frühjahr 2023 erneut den Leitzins - in vier Teilschritten auf nunmehr 4,0 %. Die Unternehmen sind dabei weiterhin mit Lieferkettenproblemen und unterschiedlichen Kostensteigerungen konfrontiert.

Auch die Hamburger öffentlichen Unternehmen sind von den Auswirkungen dieser Krisen betroffen, wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß. Krisenbedingte Risiken werden bei den Energiekosten, Lieferketten von Materialien und Produkten für die Wirtschafts- und Bautätigkeit, krankheitsbedingten Personalausfällen, der Verfügbarkeit von Fachkräften sowie der Zinsentwicklung gesehen. Während steigende Energiekosten fast alle Hamburger öffentlichen Unternehmen betreffen, haben manche der Unternehmen zusätzlich die pandemiebedingten Nachfragerückgänge noch nicht vollständig aufholen können. Dies betrifft neben Messen etwa auch den Flug- und öffentlichen Nahverkehr.

Bei den Beschlussfassungen über die Wirtschaftspläne für das Jahr 2023 sind die zum Ende des Jahres 2022 absehbaren Rahmenbedingungen berücksichtigt und entsprechende Erwartungen für Umsatzerlöse, Energie- und Zinsaufwendungen etc. abgebildet worden. Somit wurden gewisse Risiken berücksichtigt, jedoch könnte etwa ein erneuter Lockdown infolge neuer Virusvarianten ungeplante Belastungen auslösen. Hinsichtlich der stark gestiegenen Energiepreise hat die Bundesregierung so genannte Energiepreisbremsen beschlossen, deren konkrete Auswirkungen im Einzelnen allerdings noch nicht feststehen. Für die Hamburger öffentlichen Unternehmen stellt dies eine Chance dar.

Der Wirtschaftsplan 2023 der HGV wurde im Januar 2023 mit einem geplanten positiven Ergebnis vor Gesellschafterzuschuss im oberen dreistelligen Millionenbereich beschlossen, da die in 2023 für das Geschäftsjahr 2022 erwartete Dividende der HL das ansonsten negative Beteiligungsergebnis überkompensieren dürfte. Angesichts der pandemie- und kriegsbedingt außergewöhnlich hohen Planungsunsicherheit kann nicht ausgeschlossen werden, dass bei manchen HGV-Tochtergesellschaften Ergebnisverschlechterungen gegenüber den Wirtschaftsplanungen 2023 eintreten und diese nicht durch zusätzliche staatliche Stützungsmaßnahmen auf Unternehmensebene ausgeglichen werden. Die HGV-Geschäftsführung geht jedoch davon aus, dass die in 2023 für das Geschäftsjahr 2022 vereinnahmte HL-Dividende auch solche Ergebnisverschlechterungen würde auffangen können.

Der hiernach verbleibende Jahresüberschuss 2023 soll als Gewinnvortrag übernommen und zur Deckung eventueller Fehlbeträge in den Folgejahren eingesetzt werden, so dass nach Einschätzung der HGV-Geschäftsführung voraussichtlich auch in den unmittelbar nachfolgenden Jahren kein Gesellschafterzuschuss für die HGV erforderlich werden dürfte.

In der Summe der im Konzern erwarteten Effekte wird für 2023 von einem deutlich höheren Konzernjahresergebnis ausgegangen als im Jahr 2022.

 

Hamburg, den 19.07.2023

HGV Hamburger Gesellschaft für
Vermögens- und Beteiligungsmanagement mbH

Dr. Isabella Niklas, Sprecherin

Oliver Jensen

Entwicklung des Konzernanlagevermögens für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

Anschaffungskosten / Herstellungskosten
in TEUR Stand 01.01.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen Veränderungen Konsolidierungskreis Währungsdifferenzen
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 437.833 17.789 9.014 13.011 447 -567
2. Geschäfts- oder Firmenwert 402.559 503 0 0 3.028 0
3. Geleistete Anzahlungen 45.371 11.674 225 -15.653 0 -17
885.763 29.966 9.239 -2.642 3.475 -584
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.640.527 211.784 23.302 370.293 29.471 -4.557
2. Technische Anlagen und Maschinen 11.298.692 417.477 59.578 181.762 13.912 -6.000
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.310.958 99.125 26.089 16.548 0 11.188
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.325.461 879.926 15.017 -565.961 1.572 -2.174
28.575.638 1.608.312 123.986 2.642 44.955 -1.543
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 89.268 13.490 301 0 -1.829 146
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 9.515 17.963 609 0 0 0
3. Beteiligungen 1.431.107 3.799 0 0 0 -8
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.836 3 90 0 0 -150
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 17.317 2.578 113 0 0 1
6. Sonstige Ausleihungen 2.450 179 25 0 0 0
7. Geleistete Anzahlungen auf Finanzanlagen 23 435 0 0 0 0
1.552.516 38.447 1.138 0 -1.829 -11
Summe 31.013.917 1.676.725 134.363 0 46.601 -2.138
Anschaffungskosten / Herstellungskosten Abschreibungen
in TEUR Stand 31.12.2022 Stand 01.01.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen Veränderungen Konsolidierungskreis
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 459.499 336.469 28.175 7.159 0 445
2. Geschäfts- oder Firmenwert 406.090 134.283 33.253 0 0 0
3. Geleistete Anzahlungen 41.150 0 0 0 0 0
906.739 470.752 61.428 7.159 0 445
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15.224.216 6.079.591 298.323 6.266 2.245 5.908
2. Technische Anlagen und Maschinen 11.846.265 6.647.304 405.981 50.930 -2.265 4.945
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.411.730 810.736 78.547 25.033 0 0
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.623.807 16.733 388 238 20 0
30.106.018 13.554.364 783.239 82.467 0 10.853
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 100.774 18.938 1.022 0 0 0
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 26.869 0 5.400 0 0 0
3. Beteiligungen 1.434.898 12.892 2 0 0 0
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.599 2.109 0 0 0 0
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 19.783 0 0 0 0 0
6. Sonstige Ausleihungen 2.604 0 0 0 0 0
7. Geleistete Anzahlungen auf Finanzanlagen 458 0 0 0 0 0
1.587.985 33.939 6.424 0 0 0
Summe 32.600.742 14.059.055 851.091 89.626 0 11.298
Abschreibungen Buchwert Buchwert des Vorjahres
in TEUR Währungsdifferenzen Stand 31.12.2022 31.12.2022 31.12.2021
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -496 357.434 102.065 101.364
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 167.536 238.554 268.276
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 41.150 45.371
-496 524.970 381.769 415.011
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken -859 6.378.942 8.845.274 8.560.936
2. Technische Anlagen und Maschinen -3.403 7.001.632 4.844.633 4.651.388
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.372 867.622 544.108 500.222
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 41 16.944 1.606.863 1.308.728
-849 14.265.140 15.840.878 15.021.274
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 19.960 80.814 70.330
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 5.400 21.469 9.515
3. Beteiligungen 0 12.894 1.422.004 1.418.215
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 2.109 490 727
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 19.783 17.317
6. Sonstige Ausleihungen 0 0 2.604 2.450
7. Geleistete Anzahlungen auf Finanzanlagen 0 0 458 23
0 40.363 1.547.622 1.518.577
Summe -1.345 14.830.473 17.770.269 16.954.862

Organe der HGV

Aufsichtsrat

(Stand 19.07.2023)

Dr. Andreas Dressel

Senator, Präses der Finanzbehörde,

Vorsitzender

Berthold Bose

Landesbezirksleiter, Gewerkschaft ver.di,

Landesbezirk Hamburg,

Stellvertretender Vorsitzender

Bülent Akbel

Flugzeugabfertiger, GroundSTARS GmbH & Co. KG

Kristin Alheit

Geschäftsführende Vorständin des Paritätischen

Wohlfahrtsverbandes Hamburg

Antonia Aschendorf

Rechtsanwältin

Malte Auer

Stabsbereichsleiter, Hamburger Hochbahn Aktiengesellschaft

Torben Bartels

Betriebsratsvorsitzender,

Hamburger Wasserwerke Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Thies Goldberg

Unternehmensberater

Thies Hansen

Betriebsratsvorsitzender,

Gasnetz Hamburg GmbH

Rolf Hentschel

Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Rechtsanwalt

Silke Kobow

Kaufmännische Angestellte,

Hamburger Hochbahn Aktiengesellschaft

André Kretschmar (seit 14.12.2022)

Fachbereichsleiter, Gewerkschaft ver.di,

Landesbezirk Hamburg

Dr. Melanie Leonhard (seit 17.01.2023)

Senatorin, Präses der Behörde für Wirtschaft und Innovation

Norbert Paulsen

Vorsitzender des Gemeinschaftsbetriebsrats der

Hamburger Hafen und Logistik Aktiengesellschaft

Karen Pein (seit 17.01.2023)

Senatorin, Präses der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen

Michael Pollmann

Staatsrat, Behörde für Umwelt, Klima,

Energie und Agrarwirtschaft

Thomas Scheel

Betriebsratsvorsitzender,

Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein GmbH

Jana Schiedek

Staatsrätin, Behörde für Kultur und Medien

Marlies Schneider-Polich

Zugfahrerin, Hamburger Hochbahn Aktiengesellschaft

Julia Wöhlke

Geschäftsführerin,

Iwan Budnikowsky GmbH & Co. KG

Ausgeschiedene Mitglieder

Natale Fontana (bis 30.09.2022)

Gewerkschaft ver.di, Landesbezirk Hamburg

Dr. Dorothee Stapelfeldt (bis 17.01.2023)

Ehemalige Senatorin der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen

Michael Westhagemann (bis 17.01.2023)

Ehemaliger Senator der Behörde für Wirtschaft und Innovation

Geschäftsführung
Dr. Isabella Niklas (Sprecherin) Oliver Jensen

Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31.12.2022

Übersicht 1: Verbundene Unternehmen, die in den Konzernabschluss einbezogen werden

Name / Sitz (falls nicht in Hamburg) abgekürzter Name Beteiligungsgesellschaft der Anteil am Kapital Eigenkapital Ergebnis 2022
in % TEUR Mio. EUR
Öffentlicher Personennahverkehr
Hamburger Hochbahn Aktiengesellschaft HOCHBAHN HGV 100,0 167.434 GAV g)
FFG Fahrzeugwerkstätten Falkenried GmbH HOCHBAHN 100,0 4.100 GAV g)
HADAG Seetouristik und Fährdienst Aktiengesellschaft HADAG HOCHBAHN 100,0 4.096 GAV g)
HHW Hamburger Hochbahn-Wache GmbH HOCHBAHN 100,0 26 GAV g)
HOCHBAHN Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG HOCHBAHN 100,0 39.572 3,5 g)
HOCHBAHN U5 Projekt GmbH HOCHBAHN 100,0 30 GAV g)
HOCHBAHN Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG BEG HOCHBAHN 100,0 74.015 8,0 g)
HSG Hanseatische Siedlungs-Gesellschaft mbH BEG 100,0 11.245 GAV g)
TEREG Gebäudedienste GmbH TEREG BEG 56,0 1.731 GAV g)
Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein GmbH VHH HGV 94,2 24.218 GAV g)
Reisering Hamburg RRH GmbH VHH 92,0 2.072 GAV g)
Ver- und Entsorgung
Hamburg Energienetze GmbH HEG HGV 100,0 107.510 GAV g)
Stromnetz Hamburg GmbH SNH HGV / HEG 100,0 619.496 GAV
Gasnetz Hamburg GmbH GNH HEG 100,0 82.562 GAV
Hamburger Energiewerke GmbH HEnW HGV 100,0 245.326 GAV
Bioenergie Brunsbüttel Contracting GmbH, Brunsbüttel HEnW 74,9 16.310 2,8
HAMBURG ENERGIE Solar GmbH HES HEnW 100,0 310 0,7
HAMBURG ENERGIE Solar Betriebs GmbH HES 100,0 4.000 GAV
Bäderland Hamburg GmbH HGV 100,0 38.093 GAV
Hamburg Verkehrsanlagen GmbH HGV 100,0 7.577 GAV
Hamburger Wasserwerke Gesellschaft mit beschränkter Haftung HWW HGV 100,0 143.625 GAV g)
Immobilien und Stadtentwicklung
SAGA Siedlungs-Aktiengesellschaft Hamburg SAGA HGV 72,0 2.361.515 220,0
HIG Hamburger Immobilienentwicklungsgesellschaft mbH HIG SAGA 100,0 25 GAV
SAGA Erste Immobiliengesellschaft mbH SAGA 100,0 7.200 GAV
Sprinkenhof GmbH Sprinkenhof HGV 100,0 91.511 GAV g)
1. HIM Hamburgische Immobiliengesellschaft für Museen mbH & Co. KG HGV 100,0 40.990 5,6 g)
GMH Gebäudemanagement Hamburg GmbH GMH HGV 100,0 992 GAV g)
HafenCity Hamburg GmbH HCH HGV 100,0 282 0,0
SGG Städtische Gebäudeeigenreinigung GmbH HGV 100,0 26 GAV g)
Verkehr und Logistik
Hamburger Hafen und Logistik Aktiengesellschaft HHLA HGV 70,4 502.816 47,1
CTD Container-Transport-Dienst GmbH HHLA 100,0 1.256 GAV
Fischmarkt Hamburg-Altona Gesellschaft mit beschränkter Haftung HHLA 100,0 4.518 GAV
HCCR Hamburger Container- und Chassis-Reparatur-Gesellschaft mbH HHLA 100,0 1.942 GAV
HHLA 1. Speicherstadt Immobilien GmbH & Co. KG HHLA 100,0 14.305 2,5
HHLA 2. Speicherstadt Immobilien GmbH & Co. KG HHLA 100,0 69.185 9,4
HHLA Container Terminal Burchardkai GmbH HHLA CTB HHLA 100,0 76.961 GAV
HHLA Container Terminal Tollerort GmbH HHLA CTT HHLA 100,0 34.771 GAV
HHLA International GmbH HHLA Inter HHLA 100,0 8.360 GAV
HHLA Next GmbH HHLA Next HHLA 100,0 28.543 -2,4
HHLA-Personal-Service GmbH HHLA 100,0 45 GAV
METRANS a.s., Prag/Tschechien METRANS CZ HHLA 100,0 365.985 71,9
UNIKAI Lagerei- und Speditionsgesellschaft mbH UNIKAI Lagerei HHLA 51,0 11.442 2,0
HHLA Container Terminal Altenwerder GmbH HHLA CTA HHLA / HL 74,9 162.973 82,5
SCA Service Center Altenwerder GmbH HHLA CTA 100,0 2.160 GAV
Service Center Burchardkai GmbH HHLA CTB 100,0 26 GAV
HHLA Rosshafen Terminal GmbH HHLA CTT 100,0 26.208 GAV
HHLA PLT Italy S.r.l., Triest/Italien HHLA Inter 50,01 19.328 -4,1 b)
HHLA TK Estonia AS, Tallinn/Estland HHLA Inter 100,0 60.612 3,4
SC Container Terminal Odessa, Odessa/Ukraine SC CTO HHLA Inter 100,0 48.497 6,6 b)
METRANS (Danubia) a.s., Dunajská Streda/Slowakei METRANS SK METRANS CZ 100,0 124.350 22,6
METRANS Rail (Deutschland) GmbH, Leipzig METRANS CZ 100,0 9.402 -1,1
METRANS Rail s.r.o., Prag/Tschechien METRANS CZ 100,0 850 0,4
METRANS (Polonia) Sp. z o.o., Warschau/Polen METRANS CZ 100,0 13.785 1,5
CL EUROPORT s.r.o., Pilsen/Tschechien METRANS CZ 100,0 9.281 0,4
CL EUROPORT Sp. z o.o., Malaszewicze/Polen METRANS CZ 100,0 14.483 2,4
METRANS DYKO Rail Repair Shop s.r.o., Prag/Tschechien METRANS CZ 100,0 11.221 1,9
METRANS Konténer Kft., Budapest/Ungarn METRANS SK 100,0 13.938 3,4 b)
FHK Flughafen Hamburg Konsortial- und Service GmbH & Co. oHG FHK HGV 51,0 -251.651 -44,4
Flughafen Hamburg Gesellschaft mit beschränkter Haftung FHG HGV / FHK 51,0 63.760 GAV a)
AIRSYS - Airport Business Information Systems GmbH FHG 100,0 500 GAV
HAM Ground Handling GmbH & Co. KG HAM GH KG FHG 100,0 1.244 0,0
RMH Real Estate Maintenance Hamburg GmbH RMH FHG 100,0 100 GAV
GroundSTARS GmbH & Co. KG HAM GH KG 100,0 3.752 0,0
Sonstige
Hamburg Messe und Congress GmbH HMC HGV 100,0 11.679 GAV g)
MOLITA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Messe Hamburg KG HMC 100,0 -7.288 0,4

GAV = Gewinn- bzw. Ergebnisabführungsvertrag
a) Durchgerechneter Anteil
b) Vorjahreswerte
g) Gesellschaft macht von der Befreiungsmöglichkeit des § 264 Abs. 3 bzw. § 264b HGB Gebrauch

Übersicht 2: Sonstige verbundene Unternehmen

Name / Sitz (falls nicht in Hamburg) abgekürzter Name Beteiligungsgesellschaft der Anteil am Kapital Eigenkapital Ergebnis 2022
in % TEUR TEUR
Öffentlicher Personennahverkehr
P + R-Betriebsgesellschaft mbH HGV 100,0 646 GAV
ATG Alster-Touristik GmbH HOCHBAHN 100,0 3.472 GAV
HOCHBAHN-Verwaltungsgesellschaft mbH HOCHBAHN 100,0 132 4
HSF Hamburger Schnellbahn-Fahrzeug-Gesellschaft mbH HOCHBAHN 100,0 775 GAV
NMS New Mobility Solutions Hamburg GmbH HOCHBAHN 100,0 50 0
hySOLUTIONS GmbH HOCHBAHN / 76,5 25 13
SNH / VHH /
GNH
Zentral-Omnibus-Bahnhof "ZOB" Hamburg Gesellschaft mit HOCHBAHN / 83,6 1.315 23
beschränkter Haftung VHH
HADAG Verkehrsdienste GmbH HADAG 100,0 30 GAV
ABG Ahrensburger Busbetriebsgesellschaft mbH, Ahrensburg VHH 100,0 74 GAV
Orthmann's Reisedienst ORD GmbH VHH 100,0 793 GAV
Ratzeburg-Möllner Verkehrsbetriebe GmbH, Ratzeburg VHH 76,0 2.333 123
HanseGM Gebäudemanagement GmbH SNH / GNH / HEnW 100,0 989 286
Ver- und Entsorgung
CONSULAQUA Hamburg Beratungsgesellschaft mbH CAH HWW 50,1 509 GAV
HAMBURG WASSER Service und Technik Gesellschaft mit beschränkter Haftung HWW 25,0 8.929 831 e)
HAMBURG ENERGIE Geothermie GmbH HEnW 100,0 12.850 -713
KpHG Kommunalpartner Hamburg GmbH HEnW 100,0 5.428 -187
HAMBURG ENERGIE Wind GmbH HEnW 100,0 525 43
Ingenieurbüro Ivers GmbH, Husum CAH 100,0 297 222
Immobilien und Stadtentwicklung
HGL Hamburger Gesellschaft für Luftverkehrsanlagen mbH HGV 100,0 985 GAV
ReGe Hamburg Projekt-Realisierungsgesellschaft mbH HGV 100,0 2.144 GAV
Verwaltungsgesellschaft Finkenwerder mbH HGV 100,0 48 1
CHANCE Beschäftigungsgesellschaft mbH Hamburg SAGA 100,0 1.349 9
HWC Hamburger Wohn Consult Gesellschaft für wohnungswirtschaftliche Beratung mbH SAGA 100,0 130 GAV
IPC ImmoProjekt Consult GmbH SAGA 100,0 130 GAV
Projektgesellschaft Haferblöcken mbH & Co. KG Haferblöcken SAGA / HIG 100,0 54 12
ProQuartier Hamburg Gesellschaft für Sozialmanagement und Projekte mbH SAGA 100,0 200 GAV
SAGA IT-Services GmbH SAGA 100,0 103 GAV
WSH Wohnservice Hamburg Gesellschaft für wohnungswirtschaftliche Dienste mbH SAGA 100,0 130 GAV
Verwaltungsgesellschaft Haferblöcken mbH Haferblöcken 100,0 31 1
GGV Grundstücksgesellschaft Verwaltungsgebäude Neuenfelder Straße mbH Sprinkenhof 100,0 25 GAV
Grundstücksgesellschaft Polizeipräsidium mbH Sprinkenhof 100,0 28 GAV
IVH Immobilienverwaltung für Hamburg GmbH Sprinkenhof 100,0 60 6
IVFL Immobilienverwaltung für Forschung und Lehre GmbH GMH 100,0 35 2
Schulservice Hamburg Gesellschaft für Facility Management mbH GMH 100,0 50 GAV
Billebogen Management GmbH HCH 100,0 35 1
Gesellschaft zur Koordination nachhaltiger Mobilität mbH HCH 100,0 55 2
HafenCity Immobilienbeteiligungsgesellschaft mbH HCH 100,0 24 -1
Science City Hamburg Bahrenfeld GmbH HCH 100,0 97 31
Verkehr und Logistik
Hafen
Bionic Production GmbH, Lüneburg HHLA 85,0 3.167 -2.314 f)
HHLA Immobilien Speicherstadt GmbH HHLA 100,0 121 84 b)
HHLA Sky GmbH HHLA Sky HHLA Next 100,0 3.946 -1.109 b)
GHL Zweite Gesellschaft für Hafen- und Lagereiimmobilien-Verwaltung mbH HHLA 100,0 3.609 GAV b)
HPC Hamburg Port Consulting GmbH HPC HHLA 100,0 1.023 GAV b)
CERP Solution a.s., Prag/Tschechien HHLA 100,0 k.A. k.A.
modility GmbH HHLA Next 100,0 113 -1.315 b)
HHLA Digital Next GmbH HHLA Next 100,0 14 -86 b)
iSAM AG, Mülheim an der Ruhr iSAM HHLA Next 80,0 5.323 836 b)
HHLA Project Logistics LLC, Poti/Georgien HHLA Inter 75,0 1.308 -290 b)
TOO "HHLA Project Logistics Kazakhstan", Almaty/Kasachstan HHLA PL 100,0 k.A. k.A.
HHLA Intermodal Ukraine LLC, Odessa/Ukraine HHLA HIU SC CTO / HHLA Inter 100,0 45 -4 b)
Ukrainian Intermodal Company LLC, Odessa/Ukraine HHLA HIU 100,0 -501 -327 b)
omoqo GmbH HPC 100,0 24 -1 b)
iSAM Asia Pacific Pty Ltd. , Paddington, Queensland/Australien iSAM 100,0 287 285 b)
iSAM Automation Canada Corp., Port Moody, British Columbia/Kanada iSAM 100,0 368 38 b)
iSAM Automation Switzerland AG, Freienbach/Schweiz iSAM 100,0 88 -3 b)
iSAM North America Corp., Mobile, Alabama/USA iSAM 100,0 527 136 b)
METRANS Adria D.O.O., Koper/Slowenien METRANS SK 100,0 1.603 689 b)
METRANS (Danubia) Kft., Győr/Ungarn METRANS SK 100,0 3.399 913 b)
METRANS D.O.O., Rijeka/Kroatien METRANS SK 100,0 19 4 b)
TIP Žilina s.r.o., Dunajská Streda/Slowakei METRANS SK 100,0 -7.202 -2.355 b)
Univer Trans Kft., Budapest/Ungarn METRANS SK 100,0 3.896 933 b)
METRANS Danubia Krems GmbH, Krems an der Donau/Österreich METRANS CZ 100,0 810 230
METRANS ISTANBUL STI, Istanbul/Türkei METRANS CZ 100,0 5 44
METRANS Umschlagsgesellschaft mbH METRANS CZ 100,0 92 90
METRANS Rail Slovakia s.r.o., Dunajská Streda/Slowakei METRANS CZ 100,0 5 0
METRANS Rail Sp. z o.o., Gadki/Polen METRANS CZ 100,0 -34 -56
METRANS Railprofi Austria GmbH, Krems an der Donau/Österreich METRANS CZ 100,0 2.259 2.230
METRANS Szeged Kft., Budapest/Ungarn METRANS CZ 100,0 0 0
METRANS Zalaegerszeg Kft., Budapest/Ungarn METRANS CZ 100,0 0 0
Flughafen
GAC German Airport Consulting GmbH i.L. FHG 100,0 114 -4
HAM Ground Handling Verwaltungs GmbH FHG 100,0 41 1
SAEMS Special Airport Equipment and Maintenance Services GmbH (vormals: SAEMS Special Airport Equipment and Maintenance Services GmbH & Co. KG) SAEMS KG RMH 100,0 25 GAV
SecuServe Aviation Security and Services Hamburg GmbH FHG 100,0 150 GAV
CATS Cleaning and Aircraft Technical Services GmbH & Co. KG CATS KG HAM GH KG 100,0 362 41
GroundSTARS Verwaltungs GmbH HAM GH KG 100,0 71 2
STARS Special Transport and Ramp Services GmbH & Co. KG STARS KG HAM GH KG 100,0 -772 0
Aerotronic-Aviation Electronic Service GmbH CATS KG 100,0 -31 -3
C.A.T.S. Verwaltungs-GmbH CATS KG 100,0 63 2
S.T.A.R.S. Verwaltungs-GmbH STARS KG 100,0 71 2

GAV = Gewinn- bzw. Ergebnisabführungsvertrag
b) Vorjahreswerte
e) Die restlichen Anteile gehören der HSE Hamburger Stadtentwässerung AöR, daher Ausweis als verbundenes Unternehmen
f) Werte per 31.12.2020

Übersicht 3: Sonstige Beteiligungen

Name / Sitz (falls nicht in Hamburg) abgekürzter Name Beteiligungsgesellschaft der Anteil am Kapital
in %
Eigenkapital
TEUR
Ergebnis 2022
TEUR
Öffentlicher Personennahverkehr
Hamburger Verkehrsmittel-Werbung GmbH HOCHBAHN 24,9 205 GAV
BTI BLOHM & TEREG Industriedienstleistungen GmbH TEREG 50,0 60 GAV
MRG Dienstleistungen GmbH TEREG 33,3 727 357 b)
Ver- und Entsorgung
Gesellschaft zur Beseitigung von Sonderabfällen mbH, Rondeshagen OT Groß Weeden HGV 50,0 -3.231 -871
Holsteiner Wasser Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Neumünster HWW 50,0 10.714 2.704 b)
EBE - Elsflether Bioenergie GmbH, Elsfleth HEnW 25,1 13.293 1.157
Hamburg Green Hydrogen GmbH & Co. KG i. G. HEnW 25,1 25 0
Hamburg Green Hydrogen Beteiligungsgesellschaft mbH i. G. HEnW 25,1 25 0
ReTec Zweite Betriebs UG (haftungsbeschränkt) & Co.KG HEnW 20,0 1.211 1.888
Windpark Winsen (Luhe) GmbH & Co. KG, Winsen (Luhe) HEnW 50,0 15.200 4.956
Windpark Winsen (Luhe) Verwaltungs-GmbH, Winsen (Luhe) HEnW 50,0 26 0
Immobilien und Stadtentwicklung
EHO Entwicklungsgesellschaft Hamburger Osten mbH SAGA 33,3 1 0
WoWi Media GmbH & Co. KG SAGA 26,5 2.755 17.812 a)
Grundstücksgesellschaft Alps Hamburg mbH & Co. KG SAGA 50,0 7.963 -25
Grundstücksgesellschaft Alps Hamburg Verwaltungs mbH SAGA 50,0 21 1
Verkehr und Logistik
Hafen
Cuxcargo Hafenbetrieb GmbH & Co. KG, Cuxhaven HHLA 50,0 46 4 b)
Cuxcargo Hafenbetrieb Verwaltungs-GmbH, Cuxhaven HHLA 50,0 12 -1 b)
CuxPort GmbH, Cuxhaven HHLA 25,1 14.964 575 b)
DHU Gesellschaft Datenverarbeitung Hamburger Umschlagsbetriebe mbH HHLA 40,4 1.467 689 b)
Hansaport Hafenbetriebsgesellschaft mit beschränkter Haftung HHLA 49,0 k.A. k.A.
HHLA Frucht- und Kühl-Zentrum GmbH HHLA 51,0 20.451 85 b) d)
HVCC Hamburg Vessel Coordination Center GmbH HHLA 66,0 100 0 b) d)
IPN Inland Port Network GmbH & Co. KG HHLA 50,0 57 -3 b)
IPN Inland Port Network Verwaltungsgesellschaft mbH HHLA 50,0 45 2 b)
Spherie GmbH (vormals: Spherie UG (haftungsbeschränkt)) HHLA Next 22,7 393 19 b)
Ulrich Stein Gesellschaft mit beschränkter Haftung HHLA 51,0 909 306 b) d)
Kombi-Transeuropa Terminal Hamburg GmbH HHLA CTA 50,0 390 73
Third Element Aviation GmbH, Bielefeld HHLA Sky 29,7 356 -11 f)
iSAM HWS Holding GmbH i. L., Mülheim an der Ruhr iSAM 50,0 0 -1 b)
ARS-UNIKAI GmbH UNIKAI Lagerei 50,0 41 5 b)
Umschlagsgesellschaft Königs Wusterhausen mbH, Königs Wusterhausen METRANS CZ 50,0 23 -2
Flughafen
AHS Aviation Handling Services GmbH AHS FHG 27,3 -1.589 -2.905
AHS Hamburg Aviation Handling Services GmbH HAM GH KG / AHS 49,0 -1.093 192
Hapag-Lloyd Aktiengesellschaft HL HGV 13,9 23.678.676 17.565.184 c)
Sonstige
Galintis GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main HGV 45,5 534.115 15.007
HH Tower Betreibergesellschaft mbH HMC 33,3 455 -16

GAV = Gewinn- bzw. Ergebnisabführungsvertrag
a) Durchgerechneter Anteil
b) Vorjahreswerte
c) Werte nach HGB
d) keine Beherrschung
f) Werte per 31.12.2020

Konzernkapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

in TEUR 2022
1. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Jahresergebnis (Konzernjahresüberschuss
einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter) 639.953
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 851.091
Veränderung langfristiger Rückstellungen 75.400
Ergebnis nach DVFA / SG 1.566.444
Veränderung der kurz- und mittelfristigen Rückstellungen 324.240
Sonstige zahlungsunwirksame Erträge/Aufwendungen -31.713
Veränderung der Vorräte, Forderungen sowie anderer Aktiva -618.685
Veränderung der Verbindlichkeiten sowie anderer Passiva 50.897
Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -8.139
Zinsaufwendungen/Zinserträge 299.730
Sonstige Beteiligungserträge -885.042
Aufwendungen/Erträge aus außerordentlichen Posten -105.992
Ertragsteueraufwand/-ertrag 394.858
Auszahlungen aus außerordentlichen Posten -41.030
Ertragsteuerzahlungen -360.522
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 585.046
2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -29.966
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 51.699
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -1.608.312
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 4.377
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -39.020
Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis -17.349
Erhaltene Zinsen 5.401
Erhaltene Dividenden 879.379
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -753.791
3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Einzahlungen von der Gesellschafterin des Mutterunternehmens 50.000
Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und Aufnahme von Finanzkrediten 839.323
Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und Finanzkrediten -843.745
Einzahlungen aus erhaltenen Zuschüssen/Zuwendungen 217.899
Gezahlte Zinsen und ähnliche Aufwendungen -209.232
Gezahlte Dividenden an andere Gesellschafter -25.884
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 28.361
4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -140.384
Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -2.837
Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 26
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode -154.140
Finanzmittelfonds am Ende der Periode -297.335
5. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Liquide Mittel 342.368
Verbindlichkeiten aus Cashpool -505.249
Jederzeit fällige Bankverbindlichkeiten -711
Jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber anderen Kreditgebern -133.743
Finanzmittelfonds am Ende der Periode -297.335

Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2022

Eigenkapital des Mutterunternehmens
in TEUR Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
Stand 31.12.2021 215.000 113.781 3.237.395 -37.213
Kapitalerhöhung 0 50.000 0 0
Einstellung in Rücklagen 0 0 80.016 0
Ausschüttung 0 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0 -2.974
Sonstige Veränderungen
Umgliederung passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung 0 0 25.768 0
Übrige sonstige Veränderungen 0 0 152 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 4.944 0
Konzernjahresüberschuss 0 0 0 0
Stand 31.12.2022 215.000 163.781 3.348.275 -40.187
Eigenkapital des Mutterunternehmens
in TEUR Bilanzverlust Summe
Stand 31.12.2021 -1.220.518 2.308.445
Kapitalerhöhung 0 50.000
Einstellung in Rücklagen -80.016 0
Ausschüttung 0 0
Währungsumrechnung 0 -2.974
Sonstige Veränderungen
Umgliederung passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung 0 25.768
Übrige sonstige Veränderungen 0 152
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 4.944
Konzernjahresüberschuss 555.279 555.279
Stand 31.12.2022 -745.255 2.941.614
Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
in TEUR Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne Summe Summe
Stand 31.12.2021 1.083.855 -18.429 0 1.065.426 3.373.871
Kapitalerhöhung 0 0 0 0 50.000
Einstellung in Rücklagen 0 0 0 0 0
Ausschüttung -25.884 0 0 -25.884 -25.884
Währungsumrechnung 0 -1.322 0 -1.322 -4.296
Sonstige Veränderungen
Umgliederung passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung 0 0 0 0 25.768
Übrige sonstige Veränderungen 143 0 0 143 295
Änderungen des Konsolidierungskreises 1.045 0 0 1.045 5.989
Konzernjahresüberschuss 0 0 84.674 84.674 639.953
Stand 31.12.2022 1.059.159 -19.751 84.674 1.124.082 4.065.696

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die HGV Hamburger Gesellschaft für Vermögens- und Beteiligungsmanagement mbH, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der HGV Hamburger Gesellschaft für Vermögens- und Beteiligungsmanagement mbH, Hamburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der HGV Hamburger Gesellschaft für Vermögens- und Beteiligungsmanagement mbH, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Konzernlageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Konzernlageberichts:

die in Abschnitt "3.4 Erklärung zur Unternehmensführung" des Konzernlageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote)

die in Abschnitten "1.2 Unternehmensziele/-steuerung", "2.6.1 Fachpolitische Ziele" und "3.3 Zielerreichung" enthaltenen als ungeprüft gekennzeichneten Angaben

Die sonstigen Informationen umfassen zudem alle übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses, des geprüften Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zu den inhaltlich geprüften Konzernlageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz-und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 20. Juli 2023

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dirk Burschel, Wirtschaftsprüfer

Christian Eden, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

der HGV Hamburger Gesellschaft für Vermögens- und Beteiligungsmanagement mbH über das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022

Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2022 die Tätigkeit der Geschäftsführung der HGV Hamburger Gesellschaft für Vermögens- und Beteiligungsmanagement mbH regelmäßig im Rahmen der ihm nach Gesetz und Gesellschaftsvertrag zugewiesenen Aufgaben überwacht.

Die Geschäftsführung informierte den Aufsichtsrat in seinen Sitzungen und durch schriftliche und mündliche Berichte über alle wesentlichen Vorgänge sowie die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft und ihrer Beteiligungen.

Sitzungen

Im Geschäftsjahr 2022 fanden zwei Aufsichtsratssitzungen statt. In den beiden ordentlichen Sitzungen am 21. Januar und am 26. August 2022 befasste sich der Aufsichtsrat eingehend mit der laufenden Geschäftsentwicklung und der Ertragslage des HGV-Konzerns. Die Geschäftsführung berichtete jeweils insbesondere über die Ertrags- und Finanzlage sowie über die Entwicklungen in den Geschäftsbereichen Beteiligungen und Immobilien.

Der Prüfungsausschuss trat zwei Mal zusammen. Am 31. Mai 2022 hat er sich mit der Erörterung und Vorprüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts beschäftigt. Schwerpunkt der Sitzung am 14. Juli 2022 war die Vorprüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Ferner hat der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2022 zwei Beschlüsse im schriftlichen Umlaufverfahren gefasst.

Abschlussprüfung

Die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, wurde von der Gesellschafterversammlung am 29. August 2022 zum Abschlussprüfer gewählt. Die Beauftragung wurde gleichfalls am 29. August 2022 vom Aufsichtsratsvorsitzenden vorgenommen. Der Abschlussprüfer hat unter Einbeziehung der Buchführung den von der Geschäftsführung vorgelegten Jahresabschluss und den Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022 der HGV geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen.

Nach umfassender Vorprüfung der Abschlüsse und Berichte in seiner Sitzung im Juli 2023 hat der Prüfungsausschuss keine Einwendungen erhoben und dem Aufsichtsrat die Beschlussempfehlung an die Gesellschafterversammlung zur Feststellung des Jahresabschlusses und zur Billigung des Konzernabschlusses 2022 sowie die Genehmigung des zusammengefassten Lageberichtes empfohlen. Anwesend waren in dieser Sitzung auch Vertreter des Abschlussprüfers, die über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung berichtet haben und für Fragen zur Verfügung standen.

Auf Basis seiner eigenen Prüfung und Erörterung billigt der Aufsichtsrat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss 2022. Er empfiehlt der Gesellschafterversammlung, den von der Geschäftsführung vorgelegten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 festzustellen und den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 zu billigen sowie den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022 zur Kenntnis zu nehmen.

Personelle Veränderungen

Herr Natale Fontana hat sein Mandat niedergelegt. An seiner Stelle hat das Amtsgericht am 14. Dezember 2022 Herrn André Kretschmar zum Mitglied der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat bestellt.

Der Aufsichtsrat dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der HGV und der mit ihr verbundenen Unternehmen sowie der Geschäftsführung für ihren persönlichen Einsatz und die erbrachten Leistungen im Geschäftsjahr 2022.

 

Hamburg, den 25. August 2023

Der Aufsichtsrat

Dr. Andreas Dressel, Vorsitzender

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