Greenyard Fresh Holding DE GmbH & Co. KG
Selbe AdresseGroßhandel mit Obst, Gemüse und Kartoffeln
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sascha Wingen seit 7.8.2024 | Prokura |
Dorit Küster seit 19.7.2021 | Prokura |
Lean Sabani seit 19.7.2021 | Prokura |
Christiane Brede seit 6.10.2020 | Geschäftsführer |
Janka Geestmann seit 23.4.2020 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 0.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Greenyard Fresh Holding DE GmbH & Co. KGBremenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2021 bis zum 31.03.2022Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. April 2021 bis zum 31. März 20221. Allgemein Die Greenyard Fresh Holding DE GmbH & Co. KG, Bremen, eingetragen im Handelsregister unter der Nummer HRA26062HB, ist verpflichtet, gemäß den Vorschriften der §§ 290 ff HGB einen Konzernabschluss aufzustellen. Die Gesellschaft ist Mutterunternehmen im Sinne von § 290 HGB für die folgenden, in den Konzernabschluss einbezogenen, Tochtergesellschaften:
Im Folgenden wird von der Greenyard Fresh Germany Gruppe oder Konzern gesprochen. 2. Grundlagen des Unternehmens Die Greenyard Fresh Germany Gruppe ist ein Teil des börsennotierten Konzerns Greenyard N.V. mit Sitz in Sint-Katelijne-Waver, Belgien. Damit gehört die Greenyard Fresh Germany Gruppe zu einer weltweit aktiven Unternehmensgruppe, die sowohl frisches Obst und Gemüse als auch Konserven und Tiefkühlgerichte vermarktet. Die Greenyard Fresh Germany Gruppe betreibt für ihre Kunden in Deutschland und Österreich 7 Handels- und Dienstleistungszentren sowie eine Beschaffungsorganisation mit vielfältigen Lager- und Logistikleistungen für frisches Obst und Gemüse. Schwerpunkte sind die Beschaffung, die Reifung und die verkaufsfertige Zusammenstellung in handelsüblichen Verpackungen. Zu den Leistungen zählen ebenfalls das Qualitätsmanagement sowie die Rückverfolgbarkeit der Frischeprodukte. Der Konzern versteht sich nicht nur als Dienstleister für frisches Obst und Gemüse, sondern auch als Partner für kreative Verpackungslösungen und Produkte. 3. Wirtschaftsbericht und Branchenentwicklung Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war in Deutschland in 2021 um 2,7 % höher als im Vorjahr. Die Wirtschaftsleistung erhöhte sich in fast allen Wirtschaftsbereichen im Vergleich zum Corona-Jahr 2020, lag allerdings weiterhin unter dem Vorkrisenniveau. Erbracht wurde die Wirtschaftsleistung von etwa genauso vielen Erwerbstätigen wie im Vorjahr. Die privaten Konsumausgaben blieben auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres. Am Arbeitsmarkt zeigte sich eine Veränderung in den Bereichen, in denen die Erwerbstätigen arbeiten. Die Zahlen sanken in den Bereichen Handel, Verkehr und Gastgewerbe. Zuwächse gab es in den Bereichen Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit, Information und Kommunikation sowie Baugewerbe. Diese Bereiche konnten auch ihre Wirtschaftsleistung wieder deutlich steigern. Bei den sonstigen Dienstleistern wie beispielsweise Sport, Kultur, Unterhaltung und Kreativwirtschaft blieben weiterhin stark negativ von der Corona-Pandemie betroffen. (Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressekonferenzen/2022/BIP2021/pm-bip.pdf?_blob=publicationFile) Die Nachfrage privater Haushalte in Deutschland hat sich 2021 nur bedingt normalisiert, da auch der Außer-Haus-Verzehr nicht das Niveau der Jahre vor 2020 erreichte. Nach dem kräftigen Anstieg der Einzelhandelsumsätze mit frischem Obst und Gemüse in 2020 zeichnet sich für 2021 nur noch ein geringfügiges Plus ab. In den ersten beiden Monaten gab es noch beachtliche Zuwächse, da hier mit der Situation vor Corona verglichen wurde. Auch der März brachte noch ein deutliches Plus, vor allem wegen des früheren Osterfestes. Die einkaufstarke Vor-Osterwoche fiel nämlich überwiegend in den März. Ab April waren dann bei wechselnden Werten insgesamt keine Umsatzsteigerungen mehr zu verbuchen, die Einkaufsmengen waren sogar leicht rückläufig. Bei den Einkaufsstätten waren die Verschiebungen 2021 im Vergleich zum Vorjahr geringer. Der Discount wuchs nun schon im dritten Jahr in Folge unterdurchschnittlich und verlor deshalb noch einmal geringfügig Marktanteile. Die Vollsortimenter legten überdurchschnittlich zu, wobei die kleineren Food-Vollsortimenter gegenüber den großen SB-Warenhäusern besser abschnitten. Entgegen dem langjährigen Trend konnten die SB-Warenhäuser ihren Anteil an den Umsätzen mit frischem Obst und Gemüse 2021 aber halten. Nach dem Aufleben im Vorjahr waren die Einkaufsstätten außerhalb des LEH (ohne Online) 2021 nicht mehr erfolgreich und verloren wieder deutlich an Marktanteilen. Hier sanken die Verbraucherausgaben vor allem im Ab-Hof-Verkauf und bei den Fachgeschäften. Ein kaltes Frühjahr mit einer längeren Frostperiode im Februar dürfte eine der Ursachen für dieses Minus gewesen sein. Der Online-Handel mit frischem Obst und Gemüse stieg mit fast 40 % am schnellsten und erreichte damit 1,4 % der gesamten Umsätze dieser Rubrik. Zusätzlich zur Corona-Pandemie waren enorme Kostensteigerungen bei Logistik und Rohstoffen zu verzeichnen. (Quelle: https://dfhv.de/wp-content/uploads/2022/02/DFHV-Jahresbericht-2021.pdf) Die Verbraucher in Deutschland geben im europäischen Vergleich nach wie vor nur einen geringen Teil ihres Einkommens für Lebensmittel aus. Es zeigt sich jedoch eine Zahlungsbereitschaft für höherwertige Produkte bei zunehmender Qualitätsorientierung. Lebensmittel müssen schmecken und das Angebot ist heute hochwertig, sicher, nachhaltig, vielfältig und preiswert. Gesundheit, Convenience und Nachhaltigkeit sind wichtige Trends bei den Verbrauchern. Regionalität, Functional Food, vegetarische und vegane Produkte zeigen weiter Tendenzen auf und erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Die Verbrauchsgewohnheiten verschieben sich mit der zunehmenden Alterung der Bevölkerung und der Zunahme der Single-Haushalte, des geänderten Zusammenspiels von Beruf und Familie sowie mit steigendem Gesundheits- und Umweltbewusstsein. Die Nachfrage nach arbeitssparenden fertigen Vor- und Endprodukten (Convenience), gesundheitsfördernder leichter Kost und nach Außer-Haus-Verzehr und Snacks steigt. Hieraus resultiert beispielsweise die Veränderung von Verpackungsgrößen. 4. Entwicklung des Konzerns im Geschäftsjahr 2021/2022 Rückblickend war das Geschäftsjahr 2021/2022 eine herausfordernde Zeit für die Greenyard Fresh Germany Gruppe. Trotz dieser Herausforderungen war es in vielerlei Hinsicht auch ein erfolgreiches Jahr. Die finanzielle Erholung konnte fortgesetzt werden. Als Unternehmensgruppe der Obst- und Gemüsebranche arbeitet die Greenyard Fresh Germany Gruppe mit einem breiten Netzwerk strategischer Partner und Produzenten zusammen, um ganzjährig für unsere Kunden die richtigen Produkte, in der richtigen Qualität und zum richtigen Zeitpunkt zu beschaffen. Durch unsere langjährige Erfahrung sichert die Greenyard Fresh Germany Gruppe auch in den extremer werdenden Wetterlagen die Versorgung unserer Kunden in Deutschland ab. Mit kundenspezifischen Programmen begleiten unsere Teams vor Ort den gesamten Produktprozess von der Auswahl des Saatgutes bis zur Verladung. Damit sichern wir die langfristigen Beziehungen zu unseren Kunden, und zwar mit konventionellem, nachhaltigem und biologisch erzeugtem Obst und Gemüse weiter ab. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Produktion, Verpackung und Weiterentwicklung von Eigenmarken unserer Kunden. 4.1 Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns 4.1.1 Vermögenslage Auf der Aktivseite zeigt sich ein leichter Anstieg der Bilanzsumme um TEUR 1.328. Das Anlagevermögen ist aufgrund der Abschreibungen in Höhe von TEUR 4.193 und den gegenläufigen Effekt aus Investitionstätigkeiten in Höhe von TEUR 4.168 nahezu auf Vorjahresniveau. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbedingt um TEUR 9.736 zurückgegangen. Gegenläufig sind die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stichtagsbedingt um TEUR 9.782 angestiegen. Auf der Passivseite ist das Eigenkapital ergebnisbedingt um TEUR 2.696 angestiegen. Die sonstigen Rückstellungen sind um TEUR 2.782 rückläufig. Der Rückgang betrifft im Wesentlichen der Verbrauch von Rückstellungen für Prozessrisiken von TEUR 1.000 sowie den rückläufigen Rückstellungen für Rabatte von TEUR 3.243. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbedingt um TEUR 4.400 angestiegen. Ein gegenläufiger Effekt ergibt sich aus dem Rückgang der Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen um TEUR 4.725. Die Anlagenquote bleibt mit 13,5 % (Vorjahr: 13,7 %) annähernd auf Vorjahresniveau. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 31. März 2021 21,4 % und hat sich im Vergleich zum Vorjahr (20,2 %) ergebnisbedingt um 1,2 % Prozentpunkte leicht verbessert. 4.1.2 Finanz- und Liquiditätslage Der Finanzmittelbestand der Greenyard Fresh Germany Gruppe ist mit TEUR 42 positiv (Vorjahr: TEUR 167). Aus der laufenden Geschäftstätigkeit ergibt sich ein Mittelzufluss von TEUR 3.545 (Vorjahr: TEUR 3.327). Aufgrund der Mittelabflüsse durch die getätigten Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von TEUR 4.168 sowie Mittelzuflüsse aus erhaltenen Zinsen ergibt sich im Geschäftsjahr 2021/2022 ein Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit von TEUR 1.759 (Vorjahr: TEUR 922). Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR 1.911 und ist damit um 22,7 % geringer als im Vorjahr (TEUR 2.472). Zusätzlich zu den eigenen Finanzmitteln ist die Greenyard Germany Gruppe an ein Cash Pooling mit der Greenyard Fresh Holding BE N.V., Sint-Katelijne-Waver/Belgien, angebunden. Hieraus resultieren Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 132.121 (Vorjahr TEUR 124,733). Die Zahlungsfähigkeit der Greenyard Fresh Germany Gruppe war während des gesamten Geschäftsjahres 2021/2022 sichergestellt. Die deutschen Greenyard Gesellschaften sind in das Geflecht der Greenyard Gruppe eingebunden und abhängig von der Finanzierung durch den Konzern. Nach Einigung mit einem Bankenkonsortium im März 2021 ist die Finanzierung des Greenyard Konzerns bis zum 31. Dezember 2024 sichergestellt. 4.1.2. Investitionen Im Berichtsjahr wurden Investitionen von insgesamt TEUR 4.168 (Vorjahr TEUR 2.511) getätigt. Diese entfielen im Wesentlichen auf immaterielle Vermögensgegenstände mit TEUR 2.262 (Vorjahr TEUR 1.372). Darüber hinaus fielen Investitionen in technische Anlagen und Maschinen mit TEUR 1.372 (Vorjahr TEUR 635) und auf Betriebs- und Geschäftsausstattung mit TEUR 53 (Vorjahr TEUR 120) vergleichsmäßig nur in geringem Maße an. Die Investitionen im Berichtsjahr betreffen insbesondere die Entwicklung eines neuen Warenwirtschaftssystems. Die Investitionen in die Digitalisierung unserer Läger werden uns über mehrere Jahre begleiten und sind auch im Geschäftsjahr 2022/2023 geplant. Zusätzlich werden kleinere Investitionen zur Aufrechterhaltung betrieblicher Einrichtungen und technischer Anlagen geplant. 4.1.3 Ertragslage Die Umsatzerlöse belaufen sich im Geschäftsjahr 2021/2022 auf TEUR 675.292 (Vorjahr: TEUR 681.750) und damit nahezu auf Vorjahrsniveau. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 3.750 um TEUR 15.749 bzw. 80,8 % auf TEUR 19.499 stark angestiegen. Dieser resultiert im Wesentlichen aus den konzerninternen Weiterbelastungen des übergeordneten Konzerns Greenyard N.V., Sint-Katelijine-Waver, Belgien. Der Materialaufwand im Geschäftsjahr 2021/2022 reduzierte sich um 2,3 % von TEUR 595.472 auf TEUR 581.824, gleichzeitig sank die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) um 1,1 % von 87,3 % auf 86,2 %. Dies ist auf den Rückgang der Umsatzerlöse sowie höhere Verkaufspreise zurückzuführen. Der Rohertrag (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand) beträgt somit TEUR 93.468 (Vorjahr TEUR 86.278) und ist um 8,3 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die Personalaufwendungen steigen um 4,7 %, was vor allem auf einen gestiegenen Anteil der Fixkosten zurückzuführen ist. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um TEUR 7.509 auf TEUR 72.022 angestiegen. Ein Wesentlicher Effekt ergibt sich vor allem aus dem Anstieg der Frachtkosten in Höhe von TEUR 13.323. Gegenläufig wirkte der im Vorjahr entstandene Aufwand aus der Bildung einer Rückstellung für Prozeßrisiken in Höhe von TEUR 4.600. Die Greenyard Fresh Germany Gruppe verzeichnete im aktuellen Berichtsjahr ein positives EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen des Anlagevermögens) in Höhe von TEUR 6.459 (Vorjahr: TEUR -7.125) und schloss das Geschäftsjahr 2021/2022 mit einem Konzernjahresgewinn nach Steuern in Höhe von TEUR 2.696 (Vorjahr TEUR -13.667) ab. Die Ergebnisverbesserung ist im Wesentlichen auf die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Erträge sowie den Wegfall der Aufwendungen für Prozessrisiken zurückzuführen.Darüber hinaus ergaben sich positive Effekte aus dem besseren Ergebnis des Rohertrages. 5. Chancen- und Risikobericht Die Greenyard Fresh Germany Gruppe betreibt ein bewusstes Risikomanagement, das auf der Umsetzung eines internen Kontrollsystems beruht und durch die Förderung einer Unternehmenskultur erreicht wird, in der alle Mitarbeiter befähigt werden, ihre Aufgaben und Verantwortlichkeiten in Übereinstimmung mit den höchsten Standards der Integrität und Professionalität zu erfüllen. Das monatliche Berichtswesen auf Basis der IFRS Ergebnisse mit dem besonderen Fokus auf die Entwicklung der Umsatzerlöse, den Rohertrag und das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen des Anlagevermögens) dient als Frühwarnsystem für die aktuelle Entwicklung. Die Finanzberichtserstattung und -kommunikation des Konzerns umfasst sowohl eine Rückschau auf den abgelaufenen Monat als auch Vorschau auf künftige Perioden. Zusätzlich wird im Rahmen des Abschlussprozesses auch ein umfangreiches Reporting mit finanziellen und operativen Daten erstellt. Der wichtigste Aspekt der Geschäftsleitung ist hierbei die verlässliche Einschätzung der Risikolage des Konzerns, um die möglichen finanziellen Auswirkungen und die erforderlichen Aktionspunkte zu bekommen und regelmäßig zu bewerten. Die Aktivitäten der Greenyard Fresh Gruppe sind einer Reihe von Finanzrisiken ausgesetzt: Marktrisiko (Wechselkurs- und Zinsrisiko), Kreditrisiko und Liquiditätsrisiko. Das allgemeine Risikomanagementprogramm der Gruppe zielt darauf ab, die potenziellen negativen Auswirkungen der finanziellen Risiken auf die finanzielle Leistungsfähigkeit der Gruppe zu minimieren. Chancen ergeben sich vor allem in den Bereichen Qualität, Convenience und vorgereifte Produkte, die weiterhin besonders im Trend liegen. Die Erweiterung der Kernkompetenz der Gruppe (Reifung und Veredelung) auf das Produktfeld der klimakterischen Früchte, ist ein wichtiger Schritt zur Diversifizierung des Angebotes. Die Gruppe hat daher auch im Geschäftsjahr 2020/2021 in Anlagen für die Reifung und Vorverpackung von vorgereifter Ware investiert. Greenyard setzt auf ein Partnerschaftsmodell, in dem die Gruppe vertikal integrierter Partner für den Handel sein will. Langjährige Erfahrung und Wissen können hier dazu beitragen, dass der Anbau nachhaltiger wird, die Qualität besser und die Warenwege effizienter. Klimarelevante Risiken nehmen weltweit zu und erfahren immer mehr Aufmerksamkeit. Die Beschaffung von qualitativ hochwertiger Ware wird hierdurch erschwert. Aufgrund gut aufgebauter Netzwerke zu einer Vielzahl von Beschaffungsmärkten in allen relevanten Anbaugebieten, kann Greenyard sich dem entgegenstellen. Dennoch kann nicht übersehen werden, dass die kurzfristig auftretenden, teilweise heftigen Unwetter in den Anbauregionen nicht in jedem Einzelfall auch kurzfristig durch Alternativbeschaffung ausgeglichen werden können. Währungsrisiken werden nicht aktiv direkt durch den Konzern abgesichert. Eine Bestandsgefährdung geht von ihnen nicht aus, da die Währung Euro sowohl absatz- als auch beschaffungsseitig vorherrscht. Bei bestimmten Fremdwährungsverträgen erfolgt die Absicherung auf der übergeordneten Gruppe (Greenyard N.V., Sint-Katelijine-Waver, Belgien), die ein aktives Finanzrisikomanagement betreibt. Das Risiko von Forderungsausfällen kann aufgrund der Kundenstruktur als relativ gering angesehen werden. Dem Risiko von Forderungsverlusten wird zu dem durch ein straffes Forderungsmanagement entgegengewirkt. Zusätzlich wird diese Vorgehensweise durch eine zielorientierte und transparente Berichterstattung unterstützt. Extreme Wetterlagen werden uns auch in Zukunft bei verschiedenen Produkten Überangebote oder Knappheit bescheren. Dem können wir nur durch langfristige Partnerschaften mit Produzenten und die direkte Verbindung zum Feld entgegenwirken. Die Corona-Pandemie hat weiterhin noch keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit. Mit dem Hinblick auf die Pandemie-Entwicklung des Geschäftsjahres 2022/2023 und den damit verbundenen Auswirkungen auf die Wirtschaft und Gesellschaft sowie auch die Folgen für den Konzern, sieht sich die Geschäftsführung in ihrer Annahme bestätigt, dass die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage gering sind. Sämtliche erstellten Prognosen zur Entwicklung des Geschäftsjahres 2022/2023 wurden mit der genannten Prämisse erstellt. Der Konzern wird dennoch weiterhin die Entwicklung und Ankündigungen der nationalen und internationalen Behörden beobachten und gegebenenfalls Maßnahmen ergreifen. Seit dem 24. Februar 2022 führt Russland Krieg gegen die Ukraine. Auch in Deutschland wird dies aller Voraussicht nach, zunehmend zu Folgen und deutlichen Einschnitten im Wirtschaftsleben und in der Gesellschaft führen. Von einer Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Lage ist daher auszugehen. Die Dynamik und Aktualität der Situation lässt derzeit keine verlässlichen Einschätzungen bezüglich der konkreten Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft zu. Für beide Sachverhalte hat der Konzern ein besonderes Augenmerk auf dem Beschaffungsmarkt und den möglichen Risiken, die auf die Lieferkette Auswirkungen haben können. 6. Prognosenbericht Trotz der weltpolitischen und weltwirtschaftlichen Unsicherheiten verzeichnete die Greenyard Fresh Germany Gruppe im Geschäftsjahr 2021/22 im Vergleich zum Vorjahr ein stabiles Volumen im Obst- und Gemüsesegment. Der hohe Wettbewerbsdruck auf dem Markt führte zu einem zusätzlichen Preisdruck und insgesamt zu einem leichten Rückgang des Gesamtumsatzes. Im Geschäftsjahr 2021/2022 erwirtschaftete die Greenyard Fresh Germany Gruppe einen Umsatz von rund 675 Millionen Euro. Unter Berücksichtigung aller Chancen und Risiken und vor dem Hintergrund des starken Preisdrucks wird für 2022/2023 ein leichter Anstieg der Umsatzerlöse erwartet, getrieben durch die höheren Verkaufspreise als Folge des inflationären gesamtwirtschaftlichen Umfelds, das auch einen enormen Druck auf die Kostenstruktur der Gruppe ausübt. Durch organisatorische Verbesserungen, die Intensivierung der Kundenbeziehungen, die Optimierung der Logistik und weitere Kosteneinsparungen sowie den Wegfall der Sondereffekte aus 2020/2021 weist der Konzern ein gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessertes Konzernergebnis nach Steuern von rund 2,7 Mio. Euro aus. Für das Geschäftsjahr 2022/2023 geht der Konzern trotz der schwierigen Marktbedingungen in Deutschland und der Welt weiterhin von einem Aufwärtstrend aus und erwartet ein Ergebnis auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2021/2022. Der hohe Wettbewerbsdruck, bei weiterhin zu erwartendem sinkendem Volumen im Handel mit frischem Obst und Gemüse, sowie erforderliche Investitionen werden sich weiterhin negativ auf die Ertragslage auswirken. Dennoch glauben wir, dass der eingeleitete Transformationsprozess langfristig zu einer Verbesserung der Ertragslage führen wird.
Bremen, den 3. März 2023 Greenyard Fresh Holding DE GmbH & Co. KG vertreten durch Greenyard Fresh Beteiligungs GmbH Hein Deprez Veerle Deprez Konzernbilanz zum 31. März 2022Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2021 bis 31. März 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis 31. März 20221. Allgemeine Angaben Die Greenyard Fresh Holding DE GmbH & Co. KG, Bremen, eingetragen im Handelsregister unter der Nummer HRA26062HB, ist verpflichtet, gemäß den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB einen Konzernabschluss aufzustellen. Die Greenyard Fresh Holding DE GmbH & Co. KG, Bremen, ist Mutterunternehmen im Sinne von § 290 HGB für die in- und ausländischen Tochtergesellschaften. Die Gliederung der Konzernbilanz erfolgt gemäß § 298 HGB i. V. m. § 266 HGB. Die Konzerngewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Zur Erhöhung der Klarheit der Darstellung des Konzernabschlusses wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke insgesamt im Anhang gemacht. Aus Gründen der Übersichtlichkeit wurden die Beträge im Konzernabschluss auf volle Tausend Euro gerundet. 2. Konsolidierungskreis Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Greenyard Fresh Holding DE GmbH & Co. KG die folgenden vier verbundenen Unternehmen (Tochterunternehmen):
Das verbundene Unternehmen DFM Brasil LTDA, Petrolina/Brasilien, ist nicht konsolidiert, weil die Gesellschaft für die Ermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung ist (§ 296 Abs. 2 HGB). An der Gesellschaft ist die Greenyard Fresh Holding DE GmbH & Co. KG mit 100,0 % am Kapital beteiligt. 3. Konsolidierungsgrundsätze Der Stichtag des Konzernabschlusses und der Abschlussstichtag der einbezogenen Tochtergesellschaften ist der 31. März 2022. Dem Konzernabschluss liegen die Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften zugrunde, die nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB aufgestellt wurden. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß § 301 HGB nach der Neubewertungsmethode durch Verrechnung des Beteiligungsbuchwertes mit dem Eigenkapital. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- und Firmenwert und wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen. Die Erstkonsolidierung wurde auf den 1. Januar 2012 durchgeführt. Nach Wertanpassungen und unter Berücksichtigung latenter Steuern ergaben sich insgesamt aktive Unterschiedsbeträge in Höhe von TEUR 108.658. Die Greenyard Fresh Service GmbH, Bremen und Fresh Solutions GmbH, Bremen wurden erstmalig zum 1. April 2020 konsolidiert. Ein aktiver oder passiver Unterschiedsbetrag hat sich nicht ergeben. Die Verrechnung des Eigenkapitals mit dem Beteiligungsbuchwert erfolgte bei den Tochterunternehmen zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung der Unternehmen (§ 301 Abs. 2 Satz 3 HGB) in den Konzernabschluss. Auf Konzernfremde entfallende Anteile am Eigenkapital und Anteile am Ergebnis der Tochterunternehmen werden unter dem Eigenkapital als "Anteile nicht herrschender Gesellschafter am Konzerneigenkapital" (Konzernfremde) ausgewiesen. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Unternehmen werden aufgerechnet. Die Umsatzerlöse, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises werden verrechnet. 4. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen wenden einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze in den Einzelabschlüssen an. Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer in Anlehnung an die steuerlichen AfA-Tabellen entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer in Anlehnung an die steuerlichen Afa-Tabellen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgabe erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, 800 EUR unterschreiten; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Bei den Finanzanlagen sind die Beteiligungen zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Die Vorräte sind mit den Einstandspreisen unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Für Verderb wurde auf die Waren eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 3 % vorgenommen. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 1 % für Inlandsforderungen und 2 % für Auslandsforderungen auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften und wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d.h. einschließlich zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr werden nicht abgezinst. Rückstellungen für Pensionen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck und unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 1,8 % (Vorjahr: 2,19 %) bewertet. Ergebniseffekte aus Zinssatzänderungen werden im Zinsergebnis ausgewiesen. Der Zinssatz entspricht dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre bei einer Restlaufzeit der Pensionsverpflichtungen von 15 Jahren. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 634 (Vorjahr: TEUR 951). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für unmittelbare Pensionen wurden Lohn- und Gehaltssteigerungen und Rentensteigerungen von jährlich 1,8 % (Vorjahr: 1,8 %) zugrunde gelegt. Für zukünftige Aufwendungen aus der Erfüllung vertraglicher Rückbauverpflichtungen aus Mietverhältnissen wurden entsprechende Rückstellungen in Höhe des jeweiligen Erfüllungsbetrags, d.h. unter Berücksichtigung der voraussichtlich im Erfüllungszeitpunkt geltenden Kostenverhältnisse, gebildet. Bei der Ermittlung der Rückstellungen wurden die (jeweilige) Restmietdauer und voraussichtliche Preis- bzw. Kostensteigerungen zugrunde gelegt. Der Teil der Rückstellungen, welcher auf Ausgaben entfällt, die nach Ablauf des dem Abschlussstichtag folgenden Geschäftsjahres anfallen, wird mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenen Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- und Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung. Aktive und passive Steuerlatenzen werden unsaldiert ausgewiesen. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern, die aus Differenzen in den Jahresabschlüssen der konsolidierten Unternehmen resultieren, unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Auf steuerliche Verlustvorträge werden keine aktiven Steuerabgrenzungen gebildet. 5. Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Berichtsjahr für den Konzern ist im Anlagenspiegel dargestellt. Eine Übersicht über den Anteilsbesitz für den Konzern ist im Abschnitt 2 dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren mit TEUR 132.121 (Vorjahr: TEUR 124.733) aus dem Cashpooling mit der Greenyard Fresh Holding BE N.V., Sint- Katelijne- Waver/Belgien sowie aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 4.007 (Vorjahr: TEUR 1.766). Nach der Übernahme der Unternehmensgruppe wurde ein Vertrag zwischen Greenyard Fresh Holding BE N.V., Sint-Katelijne-Waver/Belgien und den vollkonsolidierten Tochtergesellschaften geschlossen, der die freien Mittel der Gesellschaft auffängt und dem zentralen Cash Management der gesamten Unternehmensgruppe dient. Es besteht vertraglich ein jederzeitiges Zugriffsrecht auf die abgeführten flüssigen Mittel. Eigenkapital Das Kommanditkapital (Hafteinlage) beläuft sich unverändert auf EUR 50.000,00 und das Komplementärkapital unverändert auf EUR 10,00. Sie entsprechen den bei der Muttergesellschaft ausgewiesenen Bilanzposten. Das Konzerneigenkapital umfasst neben den Jahresergebnissen der Muttergesellschaft die Jahresergebnisse der in den Konzern einbezogenen Tochtergesellschaften. Darüber hinaus enthält das Eigenkapital Beträge aus der Verrechnung von Konsolidierungsmaßnahmen. Pensionsrückstellungen Die Pensionsrückstellungen beinhalten zum 31. März 2022 unmittelbare Versorgungszusagen in Höhe von TEUR 9.906 (Vorjahr: TEUR 9.549) für ehemalige Geschäftsführer der Greenyard Fresh Germany GmbH, Bremen, sowie eine Rückstellung für mittelbare Verpflichtungen in Höhe von TEUR 1.448 (Vorjahr: TEUR 1.094). Bei letzterer handelt es sich um den anteiligen Unterdeckungsbetrag der Gustav-Scipio-Stiftung für Pensionslasten gegenüber Betriebsangehörigen der Greenyard Fresh Germany GmbH, Bremen, und deren Hinterbliebenen. Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen betreffen Rückstellungen für Körperschaftssteuer, Gewerbesteuer und sonstige Steuern. Die Bewertung erfolgt in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um die zukünftigen Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Lieferanten-Rechnungen in Höhe von TEUR 21.635 (Vorjahr: TEUR 20.734), Rückvergütungen an Kunden (2.984; Vorjahr: TEUR 6.938), Verpflichtungen im Personalbereich ((TEUR 2.272; Vorjahr: TEUR 2.714), Rückbauverpflichtungen (TEUR 3.357; Vorjahr: TEUR 2.456) sowie Rückstellungen für Prozessrisiken (TEUR 3.600; Vorjahr TEUR 4.600). Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit üblichen Eigentumsvorbehalten besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 21.641 (Vorjahr: TEUR 26.366) aus dem laufenden Verrechnungsverkehr und sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (TEUR 18.678; Vorjahr: TEUR 18.692) haben ebenfalls eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus Steuern in Höhe von TEUR 916 (Vorjahr: TEUR 136) sowie im Rahmen der sozialen Sicherheit von TEUR 9 (Vorjahr: TEUR 81). Factoring Zur Beschaffung liquider Mittel zur Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit werden seit 2011 laufend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Wege eines echten Factorings verkauft. Zum Bilanzstichtag war ein Forderungsbestand im Nominalwert von TEUR 67.734 (Vorjahr: TEUR 71.021) verkauft. 6. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Im Geschäftsjahr wurden Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 675.292 (Vorjahr: TEUR 681.750) erwirtschaftet. Eine Aufgliederung nach § 314 Abs. 1 Nr. 3 HGB entfällt, da eine einheitliche Verkaufsorganisation für die Märkte besteht und die Umsatzerlöse nahezu vollständig auf den inländischen Markt entfallen. Andere aktivierte Eigenleistungen Die anderen aktivierten Eigenleistungen in Höhe von TEUR 301 aus dem Vorjahr betrafen im Wesentlichen die Eigenleistungen der konzerninternen Mitarbeiter für Investitionen in die Digitalisierung der Warenwirtschaft. Im aktuellen Jahr wurden keine anderen Eigenleistungen aktiviert. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten insbesondere Erträge aus konzerninternen Weiterbelastungen in Höhe von TEUR 15.749 (Vorjahr: TEUR 0) und periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 3.517 (Vorjahr: TEUR 2.763). Diese betreffen im Wesentlichen Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen in Höhe von TEUR 26 (Vorjahr: TEUR 1.027), die Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.597 (Vorjahr: TEUR 709) und Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 1.723 (Vorjahr: TEUR 856) ausgewiesen. Darüber hinaus sind in Höhe von TEUR 57 Erträge aus Währungsumrechnung (Vorjahr: TEUR 333) enthalten. Personalaufwand Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 854 (Vorjahr: TEUR 514) enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen Von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen entfallen TEUR 220 (Vorjahr: TEUR 64) auf periodenfremde Aufwendungen. Darüber hinaus sind in Höhe von TEUR 67 Aufwendungen aus Kursveränderungen (Vorjahr: TEUR 218), Rückstellungen für Prozessrisiken in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 4.600) sowie Frachtkosten in Höhe von TEUR 29.487 (Vorjahr: TEUR 16.164) enthalten. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge aus verbundenen Unternehmen belaufen sich auf TEUR 668 (Vorjahr: TEUR 649) und resultieren im Wesentlichen aus Cash-Pool-Forderungen. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten TEUR 1.492 (Vorjahr: TEUR 1.861) Zinsen aus verbundenen Unternehmen. Darüber hinaus resultieren Zinsen in Höhe von TEUR 390 (Vorjahr: TEUR 344) aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Von den Steuern vom Einkommen und Ertrag entfallen TEUR 23 auf periodenfremden Steueraufwand (Vorjahr: TEUR 115 Steuerertrag). Der periodenfremde Steueraufwand betrifft die Geschäftsjahre 2009 bis 2013. ErgebnisverwendungsvorschlagDas Ergebnis der Muttergesellschaft soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. 7. Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds besteht aus den in der Konzernbilanz ausgewiesenen liquiden Mitteln. 8. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse Greenyard N.V hat bei der ING Bank ein Darlehen mit einem ursprünglichen Gesamtvolumen von EUR 375 Mio. aufgenommen. Für diese Darlehen bürgen die Greenyard Fresh Germany GmbH als auch weitere Konzerngesellschaften im Rahmen eines am 22. Oktober 2016 und mit letzter Änderung vom 30. April 2019 abgeschlossenen Globalzessions- und eines Kontenver- pfändungsvertrags. Demnach kann die Greenyard Fresh Germany GmbH als Bürge in Anspruch genommen werden. Das Gesamtvolumen beträgt zum 31. März 2022 EUR 463,6 Mio. (Vorjahr: 463,6 Mio.). Eine Inanspruchnahme ist, wie im Vorjahr, aufgrund bisher vertragskonformen Verhaltens der Greenyard N.V. zurzeit nicht zu erwarten. Die Greenyard Fresh Germany GmbH ist Trägerunternehmen der Gustav-Scipio-Stiftung im Sinne des Betriebsrentengesetzes (BetrAVG). Angesichts der Vermögenslage der Gustav-Scipio-Stiftung und der Zahl der Pensionsberechtigten sind Nachschusszahlungen von der Greenyard Fresh Germany GmbH und einem mithaftenden weiteren Trägerunternehmen zu leisten. Die Nachschusszahlungen der Greenyard Fresh Germany GmbH wurden in Höhe von TEUR 1.448 (Vorjahr: TEUR 1.094) zurückgestellt. Für die von dem weiteren Trägerunternehmen zu leistende Nachschussverpflichtung haftet die Gesellschaft gesamtschuldnerisch in Höhe von TEUR 319 (Vorjahr: TEUR 334). Aufgrund der bekannten Informationen über die wirtschaftliche Lage ist eine Inanspruchnahme nicht als wahrscheinlich anzusehen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den Haftungsverhältnissen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen sowie aus Wartungs- und Lizenzverträgen in Höhe von TEUR 29.706 (Vorjahr: TEUR 34.118) zum Bilanzstichtag. Die Verträge enden zwischen 2022 und 2033. Mitarbeiter Im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2021/2022 wurden in den vollkonsolidierten Unternehmen 566 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 566). Davon waren 309 kaufmännische Mitarbeiter (Vorjahr: 306) und 257 gewerbliche Mitarbeiter (Vorjahr: 260). Abschlussprüferhonorar Das Honorar des Abschlussprüfers im Geschäftsjahr 2021/2022 beträgt TEUR 306 (Vorjahr: TEUR 325) und entfällt vollständig auf Abschlussprüfungsleistungen. Sonstige Leistungen im Sinne des § 14 Satz 1 Nr. 9 Buchst. b) bis d) HGB wurden im Geschäftsjahr 2021/2022 durch den Abschlussprüfer nicht erbracht. Weitere Aufwendungen sind nicht entstanden. Persönlich haftender Gesellschafter Greenyard Fresh Beteiligungs GmbH, Bremen, (Amtsgericht Bremen, HRB 27499 HB) mit einem gezeichneten Kapital von EUR 25.000,00. Geschäftsführung Die Geschäftsführung liegt bei der Greenyard Fresh Beteiligungs GmbH, Bremen. Diese wird vertreten durch:
Auf die Angabe zu den Geschäftsführerbezügen wurde unter Bezugnahme auf § 314 Abs 3 Satz 2 i. V. m. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen belaufen sich zum 31. März 2022 auf TEUR 9.906 (Vorjahr: TEUR 9.549). Im Geschäftsjahr wurden TEUR 342 (Vorjahr: TEUR 298) Pensionszahlungen an ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung geleistet. Nachtragsbericht Aus der in 2020 aufgetretene Corona-Pandemie haben sich noch keine wesentlichen Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit ergeben. Mit dem Hinblick auf das mögliche Aufkommen von neuen Coronavirus-Varianten und deren nachfolgenden Auswirkungen auf den Konzern sind zu diesem Zeitpunkt nicht exakt abschätzbar. Der Konzern wird weiterhin die Entwicklung und Ankündigungen der nationalen und internationalen Behörden beobachten und gegebenenfalls Maßnahmen ergreifen. Seit dem 24. Februar 2022 führt Russland Krieg gegen die Ukraine. Auch in Deutschland wird dies aller Voraussicht nach zunehmend zu Folgen und deutlichen Einschnitten im Wirtschaftsleben und in der Gesellschaft führen. Von einer Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Lage ist daher auszugehen. Die Dynamik und Aktualität der Situation lässt derzeit keine verlässlichen Einschätzungen bezüglich der konkreten Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft zu. Für beide Sachverhalte hat der Konzern ein besonderes Augenmerk auf dem Beschaffungsmarkt und den möglichen Risiken, die auf die Lieferkette Auswirkungen haben können. Der Standort Bremerhaven und die Betriebsreiferei wurden zum 30. Juni 2022 geschlossen. Wesentliche finanzielle Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergaben sich hieraus nicht. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach dem 31. März 2022 nicht ereignet. Konzernverhältnisse Die Kommanditistin der Gesellschaft ist die Greenyard Fresh Investments NL B.V., Ridderkerk, Niederlande, die eine 100 % Tochtergesellschaft der Greenyard Fresh Holding BE N.V., Sint-Katellijine-Waver, Belgien ist, die wiederum ist eine 100 % Tochtergesellschaft der Greenyard N.V., Sint-Katelijine-Waver, Belgien. Die Greenyard N.V., Sint-Katelijine-Waver, Belgien erstellt einen Konzernabschluss nach den Rechnungslegungsvorschriften der IAS/IFRS, der unter www.nbb.be offengelegt ist. Befreiung von den Pflichten zur Aufstellung, Prüfung und Offenlegung des Jahresabschlusses Die folgenden, in den Konzernabschluss, einbezogenen Tochtergesellschaften haben von der Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht: Greenyard Fresh Germany GmbH, Bremen Greenyard Fresh Service GmbH, Bremen Fresh Solutions GmbH, Bremen
Bremen, den 3. März 2023 Greenyard Fresh Holding DE GmbH & Co. KG vertreten durch Greenyard Fresh Beteiligungs GmbH gez. Hein Deprez gez. Veerle Deprez Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis 31. März 2022
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis 31. März 2022
Zusammensetzung des Finanzmittelbestands
Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31. März 2022
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERAn die Error! Reference source not found., Error! Reference source not found. Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Greenyard Fresh Holding DE GmbH & Co. KG, Bremen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. März 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und der Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis zum 31. März 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Greenyard Fresh Holding DE GmbH & Co. KG, Bremen, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis zum 31. März 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hannover, den 8. März 2023 Deloitte
GmbH
Dr. Christian H. Meyer, Wirtschaftsprüfer Ute Billerbeck, Wirtschaftsprüferin |
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