B & U Vertriebs GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Werkzeugmaschinen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Isabelle de Melo seit 29.4.2004 | Geschäftsführer |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
PrivatAir GmbHDüsseldorfJahresabschluss zum 31. Dezember 2015Lagebericht FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2015PrivatAir GmbH, DüsseldorfI. Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf Gesamtwirtschaftliche Lage Die weltwirtschaftliche Expansion war im Verlauf des Jahres 2015 sehr moderat. Nachdem die Weltproduktion im zweiten Halbjahr 2014 etwas an Schwung gewonnen hatte, verlangsamte sich die Expansion zu Beginn des Jahres auf eine Quartalsrate von rund 0,7 Prozent und blieb im Jahresverlauf recht moderat. Der Welthandel entwickelt sich nach wie vor schwach: Er hat zwar den im Frühjahr vor allem aus einem starken Rückgang in den asiatischen Schwellenländern herrührenden Rückschlag im Verlauf der Sommermonate wieder wettgemacht, stagniert aber seither. Im Dezember 2015 war er lediglich 0,6 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Dieser Anstieg ist im Vergleich zum mit Kaufkraftparitäten gewichteten globalen Bruttoinlandsprodukt, das im vierten Quartal immer noch knapp 3 Prozent über seinem Vorjahreswert lag, sehr gering (Quelle: ifw Kiel, Kieler Konjunkturbericht Nr. 15 2016/Q1). Die wirtschaftliche Expansion im Euroraum hat sich zuletzt verlangsamt. Nachdem das Bruttoinlandsprodukt in der ersten Jahreshälfte 2015 mit etwas kräftigeren Raten zugelegt hatte, expandierte es im dritten und vierten Quartal nur um jeweils 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Allerdings hat die gesamtwirtschaftliche Produktion inzwischen das elfte Quartal in Folge zugelegt. Die Wirtschaftsleistung des Euroraums wird voraussichtlich im laufenden Quartal erstmals das Vorkrisenniveau (aus dem ersten Quartal 2008) überschreiten. Im Euroraum erhöhten sich im vierten Quartal die privaten Investitionen im Vergleich zum Vorquartal um 1,3 Prozent, was einem Expansionsbeitrag von drei Zehnteln entspricht, während der Außenhandel aufgrund einer wiederum sehr verhaltenen Exportentwicklung den Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts rechnerisch dämpfte. Im Euroraum lagen die Verbraucherpreise aufgrund der rückläufigen Energiepreise wieder unter ihrem Vorjahresniveau (Quelle: ifw Kiel, Kieler Konjunkturbericht Nr. 16 2016/Q1). In Deutschland fasst der Aufschwung nach der jüngsten Schwächephase wieder Tritt. Die deutsche Konjunktur hat im Verlauf des Jahres 2015 nach einem dynamischen Auftakt an Schwung verloren. Im Ergebnis verharrte das Expansionstempo des Bruttoinlandsproduktes mit einem Wert von 1,7 Prozent in etwa auf dem Niveau des vorvergangenen Jahres, in kalenderbereinigter Rechnung verringerte es sich sogar geringfügig. Die zuletzt langsamere Gangart dürfte indes temporären externen Einflüssen geschuldet sein und noch keinen Wendepunkt im Konjunkturzyklus markieren. Belastend wirkten im letzten Halbjahr neben aufflammendem geopolitischem Störfeuer nicht zuletzt die Folgen des massiven Preisrückgangs bei Rohstoffen, die neben angebotsseitigen Faktoren auch die Sorge über die Entwicklung in wichtigen Schwellenländern widerspiegelten. Diese Turbulenzen strahlten auch auf die Finanzmärkte ab, wo sich die erhöhte Unsicherheit in größerer Volatilität und kräftigen Kurseinbrüchen an den Aktienmärkten niederschlug (Quelle: ifw Kiel, Kieler Konjunkturbericht Nr. 17 2016/Q1). Die Geldpolitik setzt auf weitere Lockerung. Das im März 2015 begonnene Anleihekaufprogramm des Eurosystems im Umfang von monatlich 60 Mrd. Euro soll mindestens bis März 2017 fortgesetzt werden. Auch für den Leitzins, der zurzeit bei nur 0,05 Prozent liegt, und den Einlagezins, welcher im Dezember auf -0,3 Prozent gesenkt wurde, kündigte die EZB an, diese auf absehbare Zeit auf ihrem niedrigem Niveau zu belassen oder sogar weiter zu reduzieren. Die Finanzierungsbedingungen für Unternehmen bleiben günstig. Zwar stiegen die Renditen von Unternehmensanleihen zuletzt wieder etwas. Sie lagen im Februar mit 2,8 Prozent bei Anleihen mittlerer Restlaufzeit von über drei Jahren im historischen Vergleich allerdings weiterhin auf sehr niedrigem Niveau. Der Zinsanstieg um 0,6 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahresmonat wurde von Bundesanleihen nicht nachvollzogen; ihre Renditen fielen sogar auf einen neuen Tiefstand von zuletzt 0,1 Prozent. Damit erhöhte sich der Spread zwischen Staats- und Unternehmenspapieren zuletzt wieder (Quelle: ifw Kiel, Kieler Konjunkturbericht Nr. 17 2016/Q1). Die Ausfuhren profitierten im Jahr 2015 von der lebhaften Konjunktur in den Vereinigten Staaten und der Erholung im Euroraum, aber auch von einer deutlichen Abwertung des effektiven Wechselkurses. In der zweiten Jahreshälfte verloren die Ausfuhren allerdings an Schwung und waren im vierten Quartal gar leicht rückläufig. Dies war nicht zuletzt auf eine nachlassende Nachfrage aus den Schwellenländern zurückzuführen, aber auch im Euroraum und in den Vereinigten Staaten verlangsamte sich die konjunkturelle Dynamik. Insbesondere belastete wohl auch eine erhöhte Unsicherheit in wichtigen Absatzmärkten, die sich in einer recht hohen Volatilität der Aktienindizes widergespiegelt hat, die deutschen Ausfuhren. Nichtsdestotrotz expandierten die Ausfuhren im Jahr 2015 mit 5,4 Prozent kräftiger als im Jahr zuvor mit 4,0 Prozent. Die Zunahme bei den Importen fiel mit 5,8 Prozent sogar noch deutlicher aus. Zuletzt neigten die Importe allerdings zur Schwäche und nahmen im vierten Quartal lediglich um 0,5 Prozent zu (Quelle: ifw Kiel, Kieler Konjunkturbericht Nr. 17 2016/Q1). Zum Jahresende hat sich die Konjunktur in den Vereinigten Staaten etwas verlangsamt. Das Bruttoinlandsprodukt stieg im vierten Quartal um 0,3 Prozent, etwas langsamer als im Vorquartal, als die Wirtschaft noch mit 0,5 Prozent expandiert war. Neben sinkenden Exporten (-0,8 Prozent) zeigte sich auch der private Verbrauch zuletzt etwas schwächer (0,5 Prozent nach 0,7 Prozent im dritten Quartal). Die Lagerinvestitionen wiesen erneut einen negativen Expansionsbeitrag aus; im Vergleich zum Vorquartal war dieser jedoch etwas geringer. Insgesamt legte die gesamtwirtschaftliche Produktion im Jahr 2015 damit wie 2014 um 2,4 Prozent zu. Gestützt wurde die Aktivität im Gesamtjahr vor allem von einem starken Zuwachs des privaten Verbrauchs (Quelle: ifw Kiel, Kieler Konjunkturbericht Nr. 15 2016/Q1). Der Ölpreis sank nach der Jahreswende 2015/2016 auf den niedrigsten Stand seit 12 Jahren. Im zweiten Halbjahr 2014 fiel er drastisch von mehr als 100 Dollar, die in den drei Jahren zuvor gezahlt werden mussten, auf rund 50 US-Dollar je Barrel der Sorte Brent. Um die Jahreswende 2015/16 kam es zu einem neuerlichen Preisrutsch. Für ein Barrel Rohöl mussten Mitte Januar weniger als 30 Dollar gezahlt werden, sowenig wie zuletzt im Jahre 2003. Die Aktienkurse sind zu Jahresbeginn auf breiter Front zurückgegangen. Die ersten Wochen des Jahres 2016 waren geprägt von erheblicher Nervosität an den Finanzmärkten. Die Aktienkurse gingen in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften auf breiter Front deutlich zurück. Verglichen mit ihrem Hochstand Mitte November 2015 waren sie Mitte Februar 2016 in den Vereinigten Staaten um 10 Prozent, in Japan um 15 Prozent und im Euroraum sogar um 20 Prozent gesunken (Quelle: ifw Kiel, Kieler Konjunkturbericht Nr. 15 2016/Q1). Der Euro hat im Verlauf des Jahres 2015 gegenüber dem USD eine starke Abwertung erfahren. Nachdem er von Januar bis März 2015 bis auf 1,050 EUR/USD abfiel, erholte er sich in den folgenden Monaten und pendelte sich zum Jahresende bei 1,086 EUR/USD ein. Der Kurs EUR/CHF notierte indes zum Jahresanfang 2015 bei 1,202 EUR/CHF nach 1,230 EUR/CHF zum Jahresanfang 2014. Nachdem die Schweizer Nationalbank im Januar 2015 überraschend die Untergrenze von 1,20 Franken je Euro, die sie seit dem Sommer 2011 verteidigt hatte, aufgab, näherte sich der Franken im Vergleich zum Euro in der Folge sprunghaft der Parität. Ab Juli 2015 setzte eine leichte Aufwertung des Euros gegenüber dem Schweizer Franken ein, wodurch zum Jahresende ein Kurs von 1,088 EUR/CHF erreicht werden konnte. Dieser Trend setzte sich in den ersten Monaten des Jahres 2016 fort. Branchenentwicklung Passagierverkehr in 2015 auf Wachstumskurs Das globale Wirtschaftswachstum wirkte sich im Berichtsjahr auch auf die weltweite Nachfrage nach Flugreisen aus. Die weltweit verkauften Passagierkilometer stiegen nach Berechnungen der IATA (International Air Transport Association) im Jahr 2015 um 6,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In der regionalen Betrachtung zeigte sich in 2015 erneut ein differenziertes Bild. Die europäischen Fluggesellschaften verzeichneten 2015 nach Informationen des internationalen Branchenverbands IATA ein Absatzwachstum von 5,1 Prozent. Der Absatz der deutschen Airlines wuchs nach Angaben des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) dabei nur unterproportional um 1,9 Prozent. Die Airlines aus dem asiatisch pazifischen Raum setzten um 8,6 Prozent, die nordamerikanischen Fluggesellschaften um 4,3 Prozent mehr ab. Die lateinamerikanischen Airlines steigerten ihre verkauften Passagierkilometer um 6,7 Prozent, der Luftverkehr in Afrika wuchs lediglich um 2,9 Prozent. Unverändert weisen die Fluggesellschaften aus dem Mittleren Osten ein sehr hohes Wachstum auf, es betrug im Jahr 2015 10,0 Prozent. Langfristig ist die Luftfahrt unverändert eine Wachstumsindustrie mit einer durchschnittlichen Wachstumsrate der verkauften Passagierkilometer von rund 6 Prozent im Zeitraum 2011 bis 2015. Luftfrachtverkehr legte erneut geringer als der Passagierverkehr zu Die weltweit transportierte Luftfracht wuchs um 2,2 Prozent. Der Absatz der Fluggesellschaften aus dem Mittleren Osten wuchs auch hier mit 11,3 Prozent am stärksten, gefolgt von den Airlines aus Lateinamerika (+ 6,0 Prozent), Asien/Pazifik (+ 2,3 Prozent) und Afrika (+ 1,2 Prozent). Schwächer entwickelten sich die Frachtfluggesellschaften in Europa mit einem Rückgang um 0,1 Prozent. Der Absatz der nordamerikanischen Fluggesellschaften stagnierte bei einem Wachstum von 0,1 Prozent. Bedingt durch das Wachstum im internationalen Luftverkehr stieg auch die Nachfrage nach nachgelagerten Dienstleistungen für Wartungs , Reparatur und Überholungsleistungen sowie Catering (Quelle: IATA Annual Review 2016). Weltweite Airline Industrie erzielt in 2015 einen starken Ergebnisanstieg Laut IATA erwirtschaftete die Airline Industrie in 2015 weltweit einen Nettogewinn von 33,0 Mrd. USD. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum (17,3 Mrd. USD) fällt der Gewinn damit signifikant höher aus. Die Ergebnissituation der Fluggesellschaften in Europa verbesserte sich ebenfalls. Hier ist in 2015 ein Nettogewinn von 6,9 Mrd. USD erwirtschaftet worden. Airlines in Nordamerika verzeichnen mit 19,4 Mrd. USD erneut den höchsten Nettogewinn aller Regionen (Quelle: IATA Annual Review 2016). Geschäftstätigkeiten und Geschäftsverlauf Die PrivatAir GmbH ist im Wesentlichen in zwei Geschäftsfeldern aktiv. Im Geschäftsfeld "Linienflüge" ist die PrivatAir GmbH als Tochtergesellschaft der PrivatAir S.A., Genf/Schweiz, in Deutschland tätig, da nur die PrivatAir GmbH über die notwendigen Lizenzen verfügt Flüge nach Deutschland und aus Deutschland heraus vornehmen zu können. Für diese Zwecke schließt die Muttergesellschaft PrivatAir S.A., Genf/Schweiz, die entsprechenden Kundenverträge und Flugzeugleasingverträge ab, die im Innenverhältnis an die PrivatAir GmbH weitergereicht werden. Das heißt die PrivatAir GmbH führt die Kundenaufträge für die PrivatAir GmbH als Nachunternehmer durch und least für diesen Zweck die Flugzeuge von der PrivatAir S.A., Genf/Schweiz. Die Ausstattung und Wartung der Flugzeuge geschieht auf eigene Rechnung. Das für die Linienflüge nötige Kerosin wird üblicherweise durch den Auftraggeber gestellt. Die Flüge werden im Auftrag der Lufthansa durchgeführt. Im Geschäftsfeld "Aircraft Management" tätigt die Gesellschaft Full Service Management für Flugzeuge einschliesslich Wartung mit unserem zertifizierten Instandhaltungsbetrieb oder individuelle Leistungen wie Beratung, Flugplanung oder Crew Services. Darin enthalten sind auch die Geschäfte aus der Bereitstellung von Flugbegleitpersonal an die PrivatAir S.A., Genf/Schweiz., da die Gesellschaft aufgrund sinkender Auslastungen über freies Flugbegleitpersonal verfügt. Aufgrund der im Geschäftsfeld "Linienflüge" bestehenden auslastungsunabhängiger Charterverträge, welche ausschließlich mit dem Mutterunternehmen abgeschlossen wurden, sind konjunkturelle Abhängigkeiten nur eingeschränkt vorhanden. Die Gesellschaft schließt regelmäßig langfristige Kontrakte, welche konjunkturunabhängig fix vergütet werden. Ende 2013 und Mitte 2014 liefen insgesamt drei mit der Muttergesellschaft über mehrere Jahre geschlossene Verträge aus. Zwei Kontrakte wurden nicht prolongiert. Ein Vertrag wurde in 2014 um ein Jahr und in 2015 um zwei weitere Jahre verlängert. Insgesamt führte diese Entwicklung zu einem deutlich verminderten Geschäftsumfang im Geschäftsjahr 2015. Für einen neuen Kontrakt mit einem Kunden aus dem Nahen Osten wurden in 2016 zwei neue Flugzeuge hinzugefügt. Die Umsatzerlöse gingen um ca. 29 Prozent zurück. Das Ergebnis nach Steuern verschlechterte sich aus diesem Grund um TEUR 6.761 auf TEUR 9.428. II. Wirtschaftsbericht Unternehmenssteuerung Die Steuerungs- und Kontrollprozesse der Gesellschaft basieren auf einer alljährlich stattfindenden und gegebenenfalls angepassten Mittelfristplanung. Diese bezieht auch die Investitionsschwerpunkte ein. Aus der Mittelfristplanung werden entsprechende Budgetziele abgeleitet. Diese Budgetziele fließen in die operative Planung der Gesellschaft ein und werden mit den Zielen und Maßnahmen auf der Arbeitsebene verknüpft. Eine wichtige Rolle für die operative Planung sowie für die operativen Entscheidungen spielt das Risiko und Chancenmanagement. Aus aktuellen Ergebnissen und Entwicklungen werden Vorausberechnungen (Forecasts) abgeleitet. Auf Basis einer Datenanalyse werden Abweichungen von den operativen Zielen frühzeitig erkannt und Gegenmaßnahmen eingeleitet. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Das operative Geschäft der PrivatAir GmbH wird über ausgewählte finanzielle Kennzahlen gesteuert. Als Steuerungsgrößen dienen Umsatz und Ergebnis und der operative Cash Flow. Als weitere Ertragskennziffern werden auf Gruppenebene (d. h. für alle konsolidierten Gesellschaften) u.a. EBITDA, EBIT sowie die Eigenkapitalrendite hinzugezogen.
Die für 2015 erwarteten Umsatzerlöse konnten leicht übertroffen werden, welches auf die gute Entwicklung des Geschäftsfeldes Aircraft Management zurückzuführen ist. Das geplante Jahresergebnis wurde deutlich verfehlt, was auf den deutlichen Anstieg der Materialaufwendungen zurückzuführen ist. Dies ist auf Wartungsarbeiten zurückzuführen, die in diesem Jahr angefallen sind. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren zur aktiven Steuerung der Gesellschaft werden bisher nicht genutzt. Das Management sieht solche auch nicht als mögliche Steuerungsgröße an. Die PrivatAir GmbH bekennt sich zu ihrer unternehmerischen Verantwortung, die sich auf drei Themengebiete fokussiert: Ökonomische, ökologische und soziale Nachhaltigkeit. Die PrivatAir GmbH hat die entsprechenden Ziele in ihren Unternehmenswerten und Führungsprinzipien verankert. Schon seit Jahren ergreift die PrivatAir GmbH Maßnahmen, um die Umweltauswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit so weit wie möglich zu reduzieren. Im Geschäftsjahr 2015 stand, wie schon in den Vorjahren, insbesondere das Thema Treibstoffeffizienz im Fokus. Die Gesellschaft ist in einer personalintensiven Dienstleistungsbranche tätig und fühlt sich ihren Mitarbeitern gegenüber auch deshalb besonders verpflichtet. Wichtig sind vor allem Stärkung des Mitarbeiterengagements sowie Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität als Arbeitgeber. Vermögens , Finanz und Ertragslage Vermögenslage Im Geschäftsjahr 2015 gab es keine wesentlichen Zugänge im Anlagevermögen. Die Bilanzsumme ist um TEUR -6.504 (30 Prozent) auf TEUR 15.425 (Vorjahr TEUR 21.929) gesunken. Die Summe des Anlagevermögens ist abschreibungsbedingt um TEUR 9 auf TEUR 2 (Vorjahr TEUR 11) gesunken. Das Umlaufvermögen sank im Berichtsjahr um TEUR 10.078 auf TEUR 11.809 (Vorjahr TEUR 21.887). Die Minderung des Umlaufvermögens korrespondiert mit der Entwicklung der Forderungen gegen die Muttergesellschaft. Diese sanken um TEUR 10.636 auf TEUR 10.283 (Vorjahr TEUR 20.919). Die Forderungen resultieren im Wesentlichen aus der Personalüberlassung an die PrivatAir S.A.,Genf/Schweiz, und aus dem Geschäftsfeld "Linienflügen". Die sonstigen Vermögensgegenstände sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 222 auf TEUR 909 (Vorjahr TEUR 687) gestiegen, was im Wesentlichen auf einen Anstieg der gezahlten Kautionen zurückzuführen ist (+ TEUR 224). Die Gesellschaft hat dem Mutterunternehmen im vorherigen Geschäftsjahr ein Darlehen über TEUR 5.000 gewährt, welches mit einem Rangrücktritt versehen wurde. Es wurde durch Umqualifizierung ausgegeben. Das Darlehen hat eine feste Laufzeit bis Januar 2017. Die übrigen Forderungen gegen die Muttergesellschaft sind täglich fällig, haben jedoch eine erwartete Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Forderungen gegenüber der Mutter sollen in den kommenden Jahren sukzessive zurückgezahlt werden. Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt TEUR 25. Aufgrund der anhaltenden Verlustsituation der Gesellschaft weist die Bilanz zum 31. Dezember 2015 erstmalig einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 3.328 aus. Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von insgesamt TEUR 2.374 (Vorjahr TEUR 2.063) berücksichtigen Verpflichtungen aus dem Personalbereich in Höhe von TEUR 463 (Vorjahr TEUR 440), für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 1.387 (Vorjahr TEUR 1.450), für Garantien in Höhe von 504 (Vorjahr TEUR 0), für Rechts, Beratungs und Jahresabschlusskosten in Höhe von TEUR 7 (Vorjahr TEUR 135) sowie für Archivierung und weitere ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 12 (Vorjahr TEUR 37). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind aufgrund der im Berichtsjahr zurückgegangenen Geschäftstätigkeit gegenüber dem Vorjahr stichtagsbedingt um TEUR 1.225 auf TEUR 1.302 (Vorjahr TEUR 2.527) gestiegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Muttergesellschaft im Rahmen eines Gesellschafterdarlehens betragen TEUR 11.396 (Vorjahr TEUR 11.034), sind mit einem Rangrücktritt versehen und haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr. Das Darlehen wurde zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen. Die Erhöhung des Darlehns resultiert aus der Fremdwährungsumrechnung, da die Rückzahlung in Schweizer Franken erfolgen muss. Die übrigen Verbindlichkeiten sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 148 auf TEUR 224 (Vorjahr TEUR 76) gestiegen. Die Verbindlichkeiten haben insgesamt eine Laufzeit bis zu einem Jahr. Finanzlage Die Liquidität war stichtagsbezogen höher als im Vorjahr. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt TEUR 996 (Vorjahr TEUR -120), was eine Veränderung gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.116 bedeutet. Demgegenüber steht ein Cashflow aus Finanzierungstätigkeit mit TEUR -718 (Vorjahr TEUR 0) Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit beträgt TEUR 0 (Vorjahr 147). Wesentliche sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen insbesondere aus den Leasingverträgen für die von der Gesellschaft im Berichtsjahr eingesetzten Flugzeuge. Im Geschäftsjahr 2016 erwartet die Gesellschaft sinkende Umsätze, weitere Verluste und damit einhergehend einen negativen Cash Flow. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Umsätze der PrivatAir GmbH zum größten Teil mit der Muttergesellschaft als Leistungsempfänger generiert werden. Trotzdem sieht die Geschäftsführung die Finanzlage als gesichert an. Dies liegt unter anderem an der besonderen Stellung, die die GmbH in der PrivatAir Gruppe einnimmt, welche von der Geschäftsführung der Muttergesellschaft für das Deutschland Geschäft als unverzichtbar erachtet wird. Dementsprechend hat die PrivatAir S.A., Genf/Schweiz, zur Sicherstellung der Liquidität gegenüber der PrivatAir GmbH eine harte Patronatserklärung mit einer Laufzeit bis zum 24. Dezember 2017 abgegeben. Im Rahmen dieser Zusage stellt die PrivatAir S.A., Genf/Schweiz, sicher, dass die Gesellschaft jederzeit mit ausreichender Liquidität ausgestattet sein wird, um die Geschäftstätigkeit aufrecht zu erhalten. Darüber hinaus tritt die PrivatAir S.A., Genf/Schweiz, mit allen ihr zustehenden Forderungen gegen die Gesellschaft im Rang hinter allen gegenwärtigen und künftigen Forderungen zurück. Des Weiteren hat die Gesellschaft nahezu kein gebundenes Anlagevermögen. Flugzeuge werden nach Bedarf geleast. Die Laufzeit der Leasingkontrakte wird dabei an die Laufzeit der gezeichneten Bewirtschaftungskontrakte angepasst. Ertragslage Die Geschäftsführung hat in 2015 für die GmbH keine eigenständige detaillierte Planung entwickelt. Sie sieht die GmbH als Teil der PrivatAir Gruppe. Diese hat lediglich für die gesamte Gruppe einen Forecast entwickelt und diesen dann zu Analysezwecken auf die einzelnen, bestehenden Verträge heruntergerechnet. Ein Abgleich zwischen Planzahlen und tatsächlichen Zahlen ist nicht möglich. Die Geschäftsführung beschränkt sich daher darauf, die Unterschiede zum Vorjahr herauszustellen und einen Ausblick auf die erwarteten Entwicklungen der kommenden Jahre zu geben. Die Umsatzerlöse haben sich im Jahr 2015 gegenüber dem Vorjahr um 29 Prozent auf TEUR 20.628 (Vorjahr TEUR 29.068) vermindert. Im Geschäftsfeld Linienflüge kam es durch den Rückzug eines der Hauptkunden zu einem Rückgang der Umsatzerlöse um 39 Prozent auf TEUR 10.425 (Vorjahr TEUR 17.371). In 2015 sind keine Kontrakte hinzugekommen. Das Geschäftsfeld "Aircraft Management" verzeichnete indes im Vergleich zum Vorjahr stabile Umsätze in Höhe von TEUR 10.204 (Vorjahr TEUR 11.693). Im Vergleich zum Vorjahr wurde sowohl die Frequentierung als auch die Anzahl der durch die GmbH angeflogenen Ziele vermindert, wodurch im Bereich Personal Überkapazitäten vorhanden waren. Diese wurden zum großen Teil durch die Überlassung der Arbeitnehmer an die Muttergesellschaft genutzt. Aufgrund der hohen Personalkosten in der Schweiz aber auch der erwarteten neuen Kundenaufträge wurde auf eine Anpassung der Mitarbeiteranpassung an das verringerte Geschäftsvolumen verzichtet. Der Mitarbeiterstamm verringerte sich nur um 23 Mitarbeiter (14 Prozent). Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um TEUR 672 auf TEUR 712 (Vorjahr TEUR 40) gesunken. Die Position beinhaltet im Wesentlichen Erträge aus Kommissionen und anderen Erlösen. Die Materialaufwendungen und die Aufwendungen für bezogene Leistungen sind um TEUR 1.930 auf TEUR 12.958 (Vorjahr TEUR 11.028) gestiegen. Die hohe Schwankung resultiert im Wesentlichen aus nicht jährlich anfallenden Wartungsarbeiten z.B. Checks und damit verbundenen Kosten. Im Geschäftsjahr 2015 sind im Gegensatz zum Vorjahr entsprechende Wartungsarbeiten für die bestehenden Leasingmaschinen angefallen und haben maßgeblich zur überproportionalen Entwicklung der Materialaufwendungen im Vergleich zu den Umsatzerlösen beigetragen. Der Personalaufwand ist, begründet durch den Rückgang der durchgeführten Linienflüge, um TEUR 1.282 auf TEUR 6.845 (TEUR 8.127) gesunken. Als Ergebnis dieser Entwicklung ist die Anzahl der Mitarbeiter um 23 auf 138 gesunken. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten mit TEUR 1.429 Verwaltungsaufwand, mit TEUR 60 Vertriebsaufwand, mit TEUR 7.979 Betriebsaufwand und mit TEUR 762 übrige Aufwendungen. Der Verwaltungsaufwand ist gegenüber dem Vorjahr um 15 Prozent auf TEUR 1.429 (Vorjahr TEUR 1.243) gestiegen. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Versicherungsbeiträgen (TEUR 70) und Gebühren (TEUR 20). Der Betriebsaufwand sank in 2015 um TEUR 1.730 auf TEUR 7.634 (Vorjahr TEUR 9.364). Der Rückgang korrespondiert mit dem rückläufigen Geschäft aus Linienflügen. Wesentlich beeinflusst wurde die Position durch den Rückgang von Leasingbeiträgen (TEUR 1.093) sowie Wartungskosten (TEUR 612). Der Vertriebsaufwand liegt mit TEUR 60 um TEUR 158 unter dem Vorjahresniveau (TEUR 218). Die übrigen Aufwendungen resultieren aus Verlusten aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 714 (Vorjahr: TEUR 206) sowie Forderungsverlusten. Die Abschreibungen verringerten sich um TEUR 1.271 auf TEUR 9 (Vorjahr TEUR 1.280). Die Zinsaufwendungen gegenüber der Muttergesellschaft betragen TEUR 718 (Vorjahr TEUR 483). Das Geschäftsjahr schließt mit einem Verlust nach Ertragsteuern in Höhe von TEUR 9.428 (Vorjahr TEUR 2.687). Die Gesellschaft plant für das kommende Geschäftsjahr mit weiteren Verlusten in Höhe von TEUR 4.132. Die Entwicklung der Vermögens, Finanz und Ertragslage der Gesellschaft entspricht den Erwartungen der Geschäftsführung und resultiert im Wesentlichen aus den prognostizierten Umsatzrückgängen im Geschäftsjahr 2015. Die wirtschaftlich schwierige Lage der Gesellschaft wird aus den unten genannten Gründen derzeit aber nicht als bestandsgefährdend eingestuft. III. Chancen und Risikobericht Das Kerngeschäft der PrivatAir GmbH ist differenzierten Risiken ausgesetzt. Der Umgang mit diesen Geschäftsrisiken ist wesentlicher Bestandteil der unternehmerischen Führung der PrivatAir GmbH. Die Grundsätze der Risikovorsorge werden durch die Geschäftsleitung der PrivatAir Gruppe festgelegt und verabschiedet. Zur frühzeitigen Erkennung, zur Bewertung und zum richtigen Umgang mit bestehenden geschäftlichen Risiken setzt die GmbH wirksame Planungs-, Berichts- und Kontrollsysteme ein. Das Risikomanagement der PrivatAir GmbH wird durch im Grundsatz einheitliche und auf die verschiedenen Geschäftsfelder abgestimmte Vorschriften gewährleistet. Ein regelmäßiges Berichtswesen sowie die fortlaufende Überprüfung und Überwachung der aktuellen Projekte und der Entwicklungsprozesse ergänzen dieses System der Risikovorsorge. Die bestehende Risikostruktur wird ständig weiter verbessert. Entwicklung des Branchenumfelds Nach einem Branchengewinn für die weltweite Luftverkehrsindustrie von 33,0 Mrd. USD im Jahr 2015 erwartet die IATA für 2016 einen Anstieg auf 36,3 Mrd. USD. Der Anstieg soll dabei insbesondere durch das niedrige Ölpreisniveau erreicht werden, welches die Kostenseite der Airlines spürbar entlasten dürfte. Mit Ausnahme von Afrika wird in allen Regionen der Welt eine Steigerung der Ergebnisse erwartet, wenngleich in einem unterschiedlichen Ausmaß. Erneut werden die Airlines in Nordamerika mit einem für 2016 prognostizierten Gewinn in Höhe von 19,2 Mrd. USD den größten Anteil am Anstieg des Branchengewinns haben. Für europäische Fluggesellschaften wird ein Gewinn von 8,5 Mrd. USD, für Fluggesellschaften im Raum Asien/Pazifik ein Gewinn von 6,6 Mrd. USD erwartet. Fluggesellschaften aus dem Mittleren Osten und Lateinamerika werden ihre Gewinne auf 1,7 Mrd. USD beziehungsweise 0,4 Mrd. USD anheben können. Für Fluggesellschaften aus Afrika wird 2016 ein Verlust von 0,1 Mrd. USD prognostiziert. Insgesamt ergibt sich daher für die PrivatAir GmbH grundsätzlich ein günstiges Branchenumfeld. Trotzdem plant die Gesellschaft im kommenden Jahr zunächst mit nur wenigen neuen Kontrakten im Bereich Linienflüge und damit auch mit rückläufigen Umsätzen. Dies ist durch den Umstand begründet, dass ein Hauptkunde der Gruppe in den vergangenen Jahren damit begonnen hat, die von der PrivatAir GmbH bewirtschafteten Flugstrecken wieder selbst zu bewirtschaften. Die Geschäftsführung der PrivatAir Gruppe ist jedoch zuversichtlich in den kommenden Jahren neue langfristige Kontrakte zeichnen zu können, die dann von der PrivatAir GmbH als Nachunternehmer der PrivatAir S.A., Genf/Schweiz, bedient werden sollen. Erste langfristige Kontrakte im arabischen Raum sind im Jahr 2016 angelaufen. Entsprechend plant die Geschäftsführung der PrivatAir GmbH mittelfristig wieder mit stabilen Umsätzen bei reduzierten Kosten aufgrund der durchgeführten Kostenreduktionsmaß- nahmen und freiwerdender Ressourcen für PrivatAir Gruppenkontrakte. Die Muttergesellschaft wird weiterhin für etwaige künftige Verluste einstehen und Unterstützung leisten. Des Weiteren wird zum Zwecke der korrekten Kostenverteilung innerhalb der Gruppe das Transferpreissystem zusammen mit den Behörden überarbeitet. Die PrivatAir GmbH wird auch in den kommenden Jahren von der Muttergesellschaft gestützt. Dies bedeutet, dass die Mutter der Gesellschaft die notwendige Liquidität zur Verfügung stellt, solange und sofern die PrivatAir GmbH dies nicht selbst erwirtschaftet. Allgemeine Geschäftsrisiken Die PrivatAir GmbH ist im Rahmen der zivilen Luftfahrt den branchentypischen Risiken ausgesetzt. Darunter ist zum einen das Risiko zu verstehen, den Flugbetrieb aus technischen oder externen Gründen nicht regelmäßig abwickeln zu können. Im Rahmen operationeller Risiken wirken sich im Wesentlichen, neben Änderungen in Gesetzen und nationalen/internationalen Regelwerken, auch politische Umwälzungen in den angeflogenen Ländern aus. Die PrivatAir GmbH ist sich dieser Risiken bewusst und hat in diversen Bereichen Strukturen implementiert, um diese besser erkennen und auf sie reagieren zu können. Des Weiteren hat die PrivatAir GmbH ein umfassendes Qualitätsmanagementsystem implementiert. Diese Risiken sind aber hinsichtlich ihrer möglichen Ausprägung so vielfältig, dass eine systematische Darstellung nicht sinnhaft ist. Eine Reaktion auf solche Ereignisse und Entwicklungen erfolgt fallweise und individuell. Darüber hinaus zählt auch das Flugunfallrisiko mit der Gefahr von Sach- und Personenschäden zu den Flug und technischen Betriebsrisiken. Bedrohungen, die das Unfallrisiko beeinflussen werden wie folgt unterteilt: Umweltfaktoren (zum Beispiel Wetter), technische Faktoren (wie Triebwerksausfälle), Organisationsfaktoren (etwa Fehler bei der Personalauswahl) und auch der Faktor Mensch. Um diese Risiken zu minimieren hat die PrivatAir Gruppe für die Bereiche Technik und Human Resources hohe Qualitätsstandards festgelegt, die über ein QM System überwacht werden. Die flugzeugbezogenen Wartungs, Reparatur und Überholungsleistungen werden von zertifizierten Wartungsbetrieben durchgeführt und durch die entsprechenden Abteilungen der PrivatAir Gruppe überwacht. Vor dem Hintergrund der weltweiten Geschäftstätigkeit der Muttergesellschaft bzw. der Deutsche Lufthansa AG ist die PrivatAir GmbH trotz mittelfristiger Verträge regionalen und gesamtwirtschaftlichen Veränderungen in starkem Maße ausgesetzt. Von großer Bedeutung ist dafür das Wachstum des Bruttoinlandproduktes in den verschiedenen Wirtschaftsregionen der Welt. Hiervon hängt auch das Wachstum der Luftverkehrsnachfrage ab. Für die Gesellschaft besteht ein Risiko eines weiteren Rückgangs der Umsatzerlöse. Dieser bedingt eine verschlechterte Finanz und Liquiditätslage der Gesellschaft. Anhaltende Verluste und eine weitere Verschlechterung der Finanz und Liquiditätslage können mittelfristig ein bestandgefährdendes Risiko darstellen. Die Geschäftsführung reagiert auf dieses Risiko mit einer Reihe von Maßnahmen. Darunter fällt die Kostenreduktion, die Umstrukturierung von Prozessen und Abteilungen sowie die Nutzung der Überkapazitäten im Bereich Personal durch andere Gesellschaften der PrivatAir Gruppe. Letztlich wird der wirtschaftliche "TurnAround" der Gesellschaft aber maßgeblich von der Unterstützung durch die PrivatAir S.A. abhängen. Diese wird planmäßig ab dem vierten Quartal 2016 positive Ergebnisse erzielen. Trotzdem wird die Fortführung der Geschäftstätigkeiten der PrivatAir GmbH in den nächsten Jahren davon abhängen, ob die PrivatAir S.A. ihren Verpflichtungen aus der bestehenden Patronatserklärung nachkommen kann und die geplanten Anpassungs und Restrukturierungsmaßnahmen erfolgreich umgesetzten sowie die prognostizierten Umsatzsteigerungen realisiert werden können. Prognosebericht Die Aufteilung des Geschäfts innerhalb der PrivatAir Gruppe hängt von einzelnen Verträgen und der Vorteilhaftigkeit aus organisatorischer, rechtlicher und wirtschaftlicher Sicht ab. In 2016 wurden zwei neue Flugzeuge im Rahmen eines Wet-Leasing-Vertrages über die Muttergesellschaft PrivatAir SA eingeführt. Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2015 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von TEUR 3.328 aus. Das geplante Jahresergebnis in 2016 beträgt TEUR 4.132. Jedwede Defizite des operativen Cashflows werden durch die PrivatAir SA gedeckt. Ursächlich hierfür ist die Verringerung des Geschäftsvolumens bei einer Kostenstruktur, bei der in 2016 erste Veränderungen greifen. Risiken aus der Entwicklung der Treibstoffpreise sind für die PrivatAir GmbH nicht vorhanden, da im Linienverkehr eine Beistellung des Treibstoffes durch den Auftraggeber erfolgt. Risiken aus Leasingverpflichtungen sind, neben einem allgemeinen Wechselkursrisiko, zurzeit nicht zu erkennen. Die Laufzeiten der Leasingverträge für Flugzeuge sind in der Regel fristenkongruent mit den Laufzeiten der Flugkontrakte. Investitionen Für 2016 sind keine Investitionen von besonderer Bedeutung geplant. Personal Für das Wachstum und die Entwicklung der PrivatAir GmbH sind das Engagement und die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter von entscheidender Bedeutung. Um die hohe Qualität der Leistungen zu gewährleisten, wurde ein umfassendes System der Mitarbeiteraus- und -weiterbildung installiert. Dieses System wird ständig weiterentwickelt. So sieht sich die PrivatAir GmbH auch zukünftig in der Lage, die qualitativ hochwertigen Dienstleistungen für Ihre Kunden zu erbringen. Der Personalbestand wird auch zukünftig an die Geschäftsentwicklung angepasst werden müssen. Für die Geschäftsjahre 2016 rechnen wir mit einer Reduzierung der Mitarbeiterzahl. Finanzierung Zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2015 stellt sich die Finanz und Liquiditätslage angespannt dar. Die anhaltenden Verluste der GmbH und die damit verbundene Umstrukturierung werden diese Problematik in den kommenden Monaten noch verstärken. Insgesamt rechnet die PrivatAir Gruppe jedoch mittelfristig mit steigenden Geschäftsvolumina im Deutschlandgeschäft. Da die PrivatAir GmbH im Rahmen der Planung der Muttergesellschaft eine wichtige Position einnimmt, sieht die Geschäftsführung die Existenz der Gesellschaft nicht bedroht. Die Gesellschaft ist als Inhaberin der notwendigen Lizenzen für Flüge ab und nach Deutschland für die PrivatAir Gruppe insgesamt ein notwendiger Bestandteil der Strategie der Gruppe. Die Mutter wird, soweit und sofern die PrivatAir GmbH dies nicht alleine schafft, die für die GmbH notwendige Liquidität zur Verfügung stellen. Das Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 8.000 wurde mit einer nicht abgesicherten Wechselkursgarantie abgeschlossen. Im Rahmen dieser Wechselkursgarantie hat sich die PrivatAir GmbH dazu verpflichtet, einen festen Schweizer Franken Betrag zurückzuzahlen. Insoweit besteht ein latentes Risiko in der Aufwertung des Schweizer Franken gegenüber dem Euro. Weitere lang und mittelfristige Verbindlichkeiten bestehen nicht. Die aus dem Leasing eingegangenen Verpflichtungen sind in ihrer Laufzeit an die damit abgewickelten Projekte gebunden. IV. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag haben sich über die bereits genannten Ereignisse keine berichtspflichtigen Vorgänge ereignet.
Düsseldorf, den 30. September 2016 PrivatAir GmbH gez. Dave Parkyn Bilanz zum 31. DEZEMBER 2015PRIVATAIR GMBH, DÜSSELDORFAKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2015
Anhang für das Geschäftsjahr 2015PrivatAir GmbH, DüsseldorfI. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft (§ 267 Abs. 2 HGB) auf. Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt worden. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. II. Angaben zu Bilanzierungs,- Bewertungs- und Ausweismethoden Das Sachanlagevermögen wird mit Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die betriebliche Nutzungsdauer für technische Anlagen und Maschinen liegt bei fünf Jahren. Es handelt sich hierbei um Einbauten, die in die geleasten Flugzeuge eingebracht wurden. Die Abschreibung der Anlagen und Ausstattungen erfolgt über die Laufzeit der abgeschlossenen Leasingverträge. Die betriebliche Nutzungsdauer für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung liegt zwischen drei und zehn Jahren. Die Gesellschaft wendet die lineare Abschreibungsmethode auf Anlagenzugänge (im Zugangsjahr zeitanteilig) an. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis EUR 410,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bilanziert. Wertberichtigungen waren insoweit nicht erforderlich. Flüssige Mittel werden zu Nennwerten bilanziert. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das Eigenkapital wird zum Nennwert bewertet. Bei der Bemessung der Steuer- und sonstigen Rückstellungen wurden erkennbare Risiken und ungewisse Verpflichtungen berücksichtigt. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Sofern ausreichend objektive Hinweise vorlagen, wurden zukünftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Für zukünftige Aufwendungen aus der Erfüllung gesetzlicher oder vertraglicher Aufbewahrungspflichten für Geschäftsunterlagen wurden entsprechende Rückstellungen in Höhe des jeweiligen Erfüllungsbetrages gebildet. Bei der Ermittlung wurde eine durchschnittliche Restaufbewahrungsdauer von 5,5 Jahren zugrunde gelegt. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Für Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger findet § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB und § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB keine Anwendung. Bei Forderungen, Verbindlichkeiten und Devisenbeständen werden Erträge und Verluste aus Kursänderungen zum Bilanzstichtag ergebniswirksam berücksichtigt. Die Umsatzerlöse enthalten Dienstleistungen aus Charterverträgen mit Fluggesellschaften, aus Wartungsleistungen und sonstigen Service-Leistungen. Darüber hinaus generiert die Gesellschaft Umsätze aus der Personalgestellung (Flugbegleitpersonal). Die Umsatzerlöse aus diesen Dienstleistungen werden gemäß den vertraglichen Vereinbarungen nach Leistungserbringung periodengerecht nach dem Realisationsprinzip erfasst. Betriebswirtschaftliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam erfasst. Zinsaufwendungen und -erträge werden entsprechend ihrer Entstehung ergebniswirksam erfasst. III. Angaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2015 ist im beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in vollem Umfang gegen die Alleingesellschafterin. Sie stammen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. In 2014 wurde im Wege einer Umwidmung ein Darlehen in Höhe von TEUR 5.000 an die Muttergesellschaft ausgereicht. Das Darlehen hat eine Restlaufzeit bis Januar 2017. Die übrigen Forderungen gegen die Mutter in Höhe von TEUR 5.283 (Vorjahr TEUR 15.919) sind täglich fällig, haben aber eine erwartete Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen im Voraus bezahlte Steuern in Höhe von TEUR 158, Umsatzsteuerforderungen in Höhe von TEUR 95 und Kautionen in Höhe von TEUR 300 3. Eigenkapital Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt TEUR 25. Die Gewinnrücklage in Höhe von TEUR 56 wurde im Geschäftsjahr 2010 aufgrund der erstmaligen Anwendung des BilMoG gebildet. 4. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten:
5. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in vollem Umfang gegenüber der Schweizer Muttergesellschaft, der PrivatAir S.A. (Alleingesellschafterin), betreffen die Finanzierung und sind mit einem Rangrücktritt versehen. Das in EUR nomierte Darlehen ist mit einem in Schweizer Franken festgelegten Betrag zu tilgen. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 40 (Vorjahr: TEUR 50). Verbindlichkeiten aus Steuern sind in 2015 Höhe von TEUR 142 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit sind die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst.
IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 714 (Vorjahr TEUR 2016) enthalten 2. Zinsaufwendungen Die Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 718 (Vorjahr 483) betreffen vollumfänglich die Gesellschafterin der PrivatAir GmbH. V. Sonstige Angaben 1. Beschäftigte im Jahresdurchschnitt Die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl gemäß § 267 Abs. 5 HGB beträgt: Angestellte 138 (Vorjahr: 161) 2. Geschäftsführer Der Geschäftsführung gehörte im Zeitraum vom 1. Januar 2015 bis zum 31. März 2015 an: Herr Bart Slager, Chief Financial Officer, Genf/Schweiz Herr Slager war von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit Herr Slager wurde mit Wirkung zum 31. März 2015 als Geschäftsführer abberufen. Ab dem 1. April 2015 ist Herr Dave Parkyn, Chief Executive Officer der PrivatAir S.A., Genf/Schweiz neuer und einziger Geschäftsführer der PrivatAir GmbH Herr Parkyn ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Zum Prokuristen der Gesellschaft im Berichtsjahr war bestellt: Herr Gregory Thomas, Genf/Schweiz Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung verzichtet. 3. Konzernzugehörigkeit Die PrivatAir GmbH, Düsseldorf, wird in den Konzernabschluss der PrivatAir S.A., Genf/Schweiz, einbezogen (größter und kleinster Konsolidierungskreis). 4. Sonstiges Bedeutende finanzielle Verpflichtungen im Sinne von § 285 Nr. 3 und 3a HGB ergeben sich aus dem mit der Muttergesellschaft PrivatAir S.A. abgeschlossenen Leasingvertrag für ein genutztes Flugzeug. Die zu entrichtenden Beträge sind teilweise in US-Dollar fällig. Die Verpflichtungen wurden zum Stichtagskurs mit 1,0926 EUR/USD umgerechnet. Leasingverträge
Mietverträge
Der Mietvertrag betrifft einen am Flughafen angemieteten Büroraum. Der Vorteil dieses Vertrags liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern das Objekt nicht mehr vollständig genutzt werden könnte, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Im Geschäftsjahr sind Aufwendungen für Honorare des Abschlussprüfers für Abschlussprüfung (TEUR 8) angefallen.
Düsseldorf, den 8. November 2016 PrivatAir GmbH gez. Dave Parkyn
Zur Fristwahrung erfolgt die Veröffentlichung vor Feststellung durch die Gesellschafter Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB. Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der PrivatAir GmbH, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Ver¬antwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buch¬führung und über den Lagebericht abzugeben. Mit Ausnahme des im folgenden Absatz dargestellten Prüfungshemmnisses haben wir unsere Jahresab-schlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung vermittelten Bil¬des der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit er¬kannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäfts¬tätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungs-legungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung und Jahresabschluss überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurtei¬lung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäfts¬führung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung mit der im nachfolgenden Absatz dargestellten Ausnahme eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat mit Ausnahme der folgenden Einschränkung zu keinen Einwendungen geführt: Die Private Air GmbH wird lt. Planungsunterlagen im Geschäftsjahr 2016 voraussichtlich einen Verlust in Höhe von TEUR 2.015 aus einem Vertrag als Nachunternehmer für das Mutterunternehmen erwirtschaften. Trotzdem weist der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 keine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften aus. Der Nachweis, dass aus den bestehenden Vertragsverpflich¬tungen keine Verluste drohen, konnte nicht erbracht werden. Es ist daher nicht ausgeschlossen, dass der Jahresabschluss insoweit fehlerhaft ist. Mit dieser Einschränkung entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Mit der genannten Einschränkung steht der La¬gebericht in Einklang mit einem den gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, vermit¬telt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Ohne diese Beurteilung weiter einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen der Geschäftsführung im Lagebericht Abschnitt III. und IV. hin, dass der Bestand der Gesellschaft gefährdet ist. Der Fortbe¬stand wird wesentlich davon abhängig sein, ob die PrivatAir S.A., Genf/Schweiz, ihren Verpflichtungen aus der bestehenden harten Patronatserklärung nachkommen kann und die von der Geschäftsführung der PrivatAir S.A. sowie von der PrivatAir GmbH geplanten Restrukturierungsmaßnahmen erfolgreich umgesetzt und die prognostizierten Steigerungen von Umsatz und Ergebnis aufgrund neuer Aufträge erreicht werden können.
Düsseldorf, den 8. November 2016 Deloitte
GmbH
Kalvelage, Wirtschaftsprüfer Wiemers, Wirtschaftsprüfer |
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