ATTENTIUM Capital Management AG

Wittekindstraße 9, 49074 Osnabrück, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Osnabrück HRB 214644
Eingetragen
14.4.2020
Branche
FondsmanagementManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenMit Versicherungsdienstleistungen und Pensionskassen verbundene Tätigkeiten a. n. g.
Gegenstand
Ausführung von Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Vermögensbetreuung, der Vermögensverwaltung und der Depotanalyse einschließlich aller damit zusammenhängender Geschäfts mit Ausnahme von Bankgeschäften

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Silke Mantaj
seit 21.10.2024
Prokura
Tamara Stork
seit 8.9.2022
Prokura
Claudia Dohn
seit 8.9.2022
Prokura
Manfred Stock
seit 6.1.2021
Prokura
Oliver Kampmeyer
seit 6.1.2021
Vorstandsmitglied
Manuela Gerigk
seit 13.8.2020
Prokura
Guido Sickmann
seit 14.4.2020
Prokura
Thorsten Göbel
seit 14.4.2020
Vorstandsmitglied
Thomas Hans
seit 14.4.2020
Vorstandsmitglied
Stephan Lohmann
seit 14.4.2020
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
ATTENTIUM Capital Management GmbH
Germany
50.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ATTENTIUM Capital Management AG

Osnabrück

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
Spareinlagen 32.282,73 67.090,74
2. Sonstige Verbindlichkeiten 132.594,87 94.536,57
3. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 0,00 7.921,40
b) Steuerrückstellungen 198.089,93 60.473,79
c) andere Rückstellungen 381.317,00 414.920,00
579.406,93 483.315,19
4. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
b) Kapitalrücklagen 1.363.797,69 1.363.797,69
c) Gewinnrücklagen
andere Gewinnrücklagen 540.000,00 540.000,00
d) Bilanzgewinn 1.385.243,12 1.427.190,24
5. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 693,34
4.083.325,34 4.026.623,77

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
1. Forderungen an Kreditinstitute
täglich fällig 1.946.205,91 1.964.697,49
2. Forderungen an Kunden 951.993,06 865.023,61
3. Immaterielle Anlagewerte
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 27.189,15 44.322,15
4. Sachanlagen 226.827,56 252.511,06
5. Finanzanlagen 874.710,14 874.710,14
6. Sonstige Vermögensgegenstände 5.066,82 8.006,93
7. Rechnungsabgrenzungsposten 27.440,21 17.352,39
8. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 23.892,49 0,00
4.083.325,34 4.026.623,77

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR
1. Zinserträge 14.986,02 247,14
2. Zinsaufwendungen -5.398,00 -8.599,76
3. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 24.167,05 10.852,50
4. Provisionserträge 3.806.284,93 3.856.484,09
5. Provisionsaufwendungen -37.277,05 -37.200,88
3.802.762,95 3.821.783,09
6. Sonstige betriebliche Erträge 158.800,81 527.264,75
7. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwendungen
aa) Löhne und Gehälter -1.581.240,23 -1.724.443,95
ab) soziale Abgabe und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -265.890,36 -295.171,16
-1.847.130,59 -2.019.615,11
- darunter für Altersversorgung: 51.511,53 EUR (69.954,91 EUR)
b) andere Verwaltungsaufwendungen -1.096.250,80 -1.203.473,38
1.018.182,37 1.125.959,35
8. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen -61.612,82 -72.261,21
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.921,87 -20.833,50
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -294.135,70 -322.919,63
11. Ergebnis nach Steuern 659.511,98 709.945,01
12. Sonstige Steuern -1.459,10 -1.143,84
13. Jahresüberschuss 658.052,88 708.801,17
14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 727.190,24 718.389,07
15. Einstellungen in Gewinnrücklagen 0,00 0,00
16. Bilanzgewinn 1.385.243,12 1.427.190,24

Anhang zum 31. Dezember 2023

Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die ATTENTIUM Capital Management AG mit Sitz in Osnabrück ist im Handelsregister des Amtsgerichts Osnabrück unter der Registernummer HRB 214644 eingetragen.

Das bisherige Stammkapital der ATTENTIUM Management GmbH von 26.000,00 EUR wurde mit Vertrag vom 9. März 2020 um 24.000,00 EUR auf 50.000,00 EUR erhöht.

Mit Verschmelzungsvertrag vom 18. August 2022 wurde die Schwestergesellschaft DVAM Vermögensverwaltung GmbH, Detmold, mit Wirkung zum 1. Januar 2022 auf die Gesellschaft verschmolzen.

Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Die Gesellschaft gilt als groß im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB in Verbindung mit § 340a Abs. 1 HGB.

Der Jahresabschluss der ATTENTIUM Capital Management AG für das Geschäftsjahr 2023 ist nach den für Finanzdienstleistungsinstitute geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 340 ff. HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) und den sie ergänzenden Bestimmungen der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzleistungsinstitute (RechKredV) i.d.F. vom 11. Dezember 1998 (zuletzt geändert durch Art. 8 XIII v. Juli 2015) aufgestellt worden.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Gliederung der Bilanz ist Formblatt 1, für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung das Formblatt 3 (Staffelform) gemäß § 2 Abs. 1 RechKredV zur Anwendung gekommen.

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgt nach den Bewertungsvorschriften gemäß §§ 252 ff. HGB, sofern nicht die Sondervorschriften gemäß §§ 340e ff. HGB zur Anwendung kommen.

Forderungen an Kreditinstitute sowie Forderungen an Kunden sind mit dem Nominalbetrag angesetzt.

Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere wurden dem Anlagebestand (Anlagevermögen) zugeordnet und mit den Anschaffungskosten bewertet. Von dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen bei nur vorübergehender Wertminderung vorzunehmen, wurde kein Gebrauch gemacht, da es sich nur um kurzfristige Wertschwankungen handelt.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Geringwertige Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten bis zu 800,00 EUR sind in Anlehnung an die steuerlichen Vorschriften im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben worden.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Pensionsrückstellungen werden ab 2010 unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze mittels Barwertverfahren mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Für die Berechnung der Pensionsrückstellungen wurden als biometrische Rechnungsgrundlagen die "Richttafeln 2018 G" von Dr. Klaus Heubeck verwendet. Im Berichtsjahr wird pauschal ein von der Deutschen Bundesbank vorgegebener durchschnittlicher Marktzinssatz (bei 15jähriger Restlaufzeit) von 1,82 % (Vj.: 1,78 %) bei der Bewertung zugrunde gelegt. Die künftigen Rentensteigerungen wurden mit 2,0 % (Vj.: 2,0 %) berücksichtigt.

Das mit den Pensionsverpflichtungen verrechnete Deckungsvermögen wurde zu Zeitwerten bewertet, so dass bilanziell nur die Nettoverpflichtung ausgewiesen wird.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Marktzins abgezinst worden; kurzfristige Verbindlichkeiten bis zu einem Jahr wurden nicht abgezinst.

Latente Steuern wurden auf die Bewertungsunterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz gebildet. Dabei wurde der Steuersatz verwendet, der bei der voraussichtlichen Umkehrung der temporären Bewertungsunterschiede anwendbar ist. Ein Aktivüberhang der latenten Steuern wird in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs.1 Satz 2 HGB nicht angesetzt.

Angaben zur Bilanz

Die Forderungen an Kreditinstitute (1.946 TEUR; Vj.: 1.965 TEUR) bestehen gegen vier Kreditinstitute. Sie enthalten täglich fällige Forderungen im Sinne von § 8 RechKredV in Höhe von 1.946 TEUR (Vj.: 1.965 TEUR) auf Kontokorrentkonten.

Die Forderungen an Kunden (952 TEUR; Vj.: 865 TEUR) stammen aus der Abrechnung von Verwaltungsgebühren (823 TEUR; Vj.: 749 TEUR), Dienstleistungsentgelten (18 TEUR; Vj.: 9 TEUR) und Provisionserlösen (111 TEUR; Vj.: 107 TEUR). Sie sind innerhalb eines Monats fällig.

Die Forderungen umfassen Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr: 8 TEUR).

Anlagenspiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Der Posten "Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere" enthält Fondsanteile des MehrWerte AMI Fonds. Es handelt sich um börsenfähige und börsennotierte Fondsanteile. Diese wurden dem Anlagebestand (Anlagevermögen) zugeordnet und die Anteile werden zu den Anschaffungskosten von 875 TEUR bilanziert. Am 31. Dezember 2023 lag der Kurswert von 794 TEUR um 81 TEUR unter dem Buchwert von 875 TEUR. Von dem Wahlrecht einer außerplanmäßigen Abschreibung bei voraussichtlich nicht dauernder Wertminderung wurde kein Gebrauch gemacht.

Als Nutzungsdauer der immateriellen Anlagewerte werden drei bis fünf Jahre zugrunde gelegt.

Das Sachanlagevermögen besteht ausschließlich aus Gegenständen der Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Die Abschreibungen werden auf Grundlage der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Gegenstände, die zwischen 3 und 15 Jahren liegt, nach linearer Methode vorgenommen.

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023

Entwicklung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte
ähnliche Rechte, Werte entgeltl. erworben 312,65 15.057,22 0,00 15.369,87
Software 162.834,13 0,00 0,00 162.834,13
Geschäfts-/Firmenwert 831.160,95 0,00 0,00 831.160,95
994.307,73 15.057,22 0,00 1.009.364,95
Sachanlagen
Geschäfts-/Büroaustattung 442.188,80 1.635,76 18.185,59 425.638,97
Einbauten in fremde Grundstücke 23.096,83 0,00 0,00 23.096,83
Geringwertige Wirtschaftsgüter 101.632,16 2.105,34 1.246,97 102.490,53
566.917,79 3.741,10 19.432,56 551.226,33
Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 874.710,14 0,00 0,00 874.710,14
2.435.935,66 18.798,32 19.432,56 2.435.301,42
kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte
ähnliche Rechte, Werte entgeltl. erworben 0,00 2.510,22 0,00 2.510,22
Software 146.017,63 14.645,00 0,00 160.662,63
Geschäfts-/Firmenwert 803.967,95 15.035,00 0,00 819.002,95
949.985,58 32.190,22 0,00 982.175,80
Sachanlagen
Geschäfts-/Büroaustattung 200.267,74 24.984,26 18.183,59 207.068,41
Einbauten in fremde Grundstücke 12.827,83 2.158,00 0,00 14.985,83
Geringwertige Wirtschaftsgüter 101.311,16 2.280,34 1.246,97 102.344,53
314.406,73 29.422,60 19.430,56 324.398,77
Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
1.264.392,31 61.612,82 19.430,56 1.306.574,57
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte
ähnliche Rechte, Werte entgeltl. erworben 12.859,65 312,65
Software 2.171,50 16.816,50
Geschäfts-/Firmenwert 12.158,00 27.193,00
27.189,15 44.322,15
Sachanlagen
Geschäfts-/Büroaustattung 218.570,56 241.921,06
Einbauten in fremde Grundstücke 8.111,00 10.269,00
Geringwertige Wirtschaftsgüter 146,00 321,00
226.827,56 252.511,06
Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 874.710,14 874.710,14
1.128.726,85 1.171.543,35

Pensionsrückstellungen

Die Pensionsrückstellungen (0 TEUR; Vj.: 8 TEUR) sind aufgrund des versicherungsmathematischen Gutachtens angepasst worden. Sie betreffen Pensionszusagen an zwei ehemalige Geschäftsführer.

Bei den Rückstellungen für Altersvorsorgeverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 7.166,00 EUR.

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden

Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden
Pensionsverpflichtung 287.267,00 307.672,00
Deckungsvermögen -311.159,48 -299.750,60
-23.892,48 7.921,40

Die Zeitwerte der verrechneten Vermögenswerte basieren auf den Kurswerten der Wertpapiere, deren Anschaffungskosten 302 TEUR (Vj.: 302 TEUR) betragen haben. Insgesamt wird in der Bilanz ein aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung ausgewiesen, da es sich um eine nichtversicherungsgebundene Altersversorgungszusage handelt, die keine Leistungskongruenz aufweist. Das Deckungsvermögen ist zur Rückdeckung an die Pensionäre verpfändet, wird jedoch nicht zur Leistungserbringung aufgezerrt.

Für die Pensionsverpflichtungen wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung folgende Ertrags- und Aufwandspositionen miteinander saldiert und als Zinsaufwand ausgewiesen.

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Erträge aus Deckungsvermögen 11.408,89 247,14
Zinsertrag aus Deckungsvermögen 25.803,00 2.718,52
Zinsaufwendungen aus Pensionsverpflichtungen 5.398,00 5.638,00
31.813,89 -8.109,38

Die anderen Rückstellungen (381 TEUR; Vj.: 415 TEUR) umfassen ungewisse Verbindlichkeiten für das abgelaufene Geschäftsjahr. Sie bestehen im Wesentlichen aus Rückstellungen für die Tantiemen/Provisionen (296 TEUR; Vj.: 340 TEUR), Abschluss- und Prüfungskosten (44 TEUR; Vj.: 47 TEUR), Beiträgen (30 TEUR; Vj.: 21 TEUR) Instandhaltungen (4 TEUR; Vj.: 0 TEUR) und Archivierungskosten (7 TEUR; Vj.: 7 TEUR).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern, die zugleich auch verbundene Unternehmen sind in Höhe von 11.242,97 EUR (Vorjahr: 40.137,39 EUR)

Angaben über die Gattung der Aktien

Das Grundkapital von 50.000 EUR ist eingeteilt in:

EUR
Grundkapital
50.000,00 Stück Stammaktien zum Nennwert von je 1,00 EUR 50.000,00

Die Aktien lauten auf den Inhaber.

Die Berechnung der latenten Steuern erfolgte mit einem Steuersatz von 31,23 %. Aktive latente Steuern bestehen für Pensionsrückstellungen in Höhe von 25.759 EUR. Passive latente Steuern ergeben sich nicht.

Vermögenswerte und Schulden in fremder Währung bestanden im Geschäftsjahr nicht.

Sämtliche Verbindlichkeiten sind unbesichert und haben eine Restlaufzeit von weniger als drei Monaten.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3 a) HGB:

TEUR
Verpflichtung aus Leasinggeschäften 152
Verpflichtung aus Mietverträgen (teilweise Laufzeit bis 30.06.2026) 255

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Zinsaufwendungen betreffen im Wesentlichen die Aufzinsung der Pensionsrückstellung (5 TEUR; Vj.: 6 TEUR).

Die Provisionserträge (3.806 TEUR; Vj.: 3.856 TEUR) umfassen die für die Vermögensverwaltung erzielten Gebühren (2.423 TEUR; Vj.: 2.363 TEUR), andere Provisionen aus Advisory und Fondsmanagement (1.015 TEUR; Vj.: 940 TEUR), Erlöse Spezialfonds (303 TEUR, Vj.: 500 TEUR) sowie übrige Erträge (65 TEUR; Vj.: 53 TEUR).

Die sonstigen betrieblichen Erträge (159 TEUR; Vj.: 527 TEUR) umfassen im Wesentlichen neben Erträgen aus Erträge für die KFZ-Nutzung (67 TEUR; Vj.: 51 TEUR), Mieterträge (11 TEUR; Vj.: 50 TEUR) sowie sonstige (81 TEUR; Vj.: 60 TEUR).

Sämtliche Erträge i.S. von § 34 Abs. 2 Nr. 1 RechKredV sind ausschließlich im Inland erzielt worden

Dritten gegenüber wurde im Wesentlichen die Dienstleistung der Finanzportfolioverwaltung erbracht. Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen (2.943 TEUR; Vj.: 3.223 TEUR) umfassen neben dem Personalaufwand (1.847 TEUR; Vj.: 2.020 TEUR) im Wesentlichen Kosten für die betrieblichen Räume (229 TEUR; Vj.: 272 TEUR), Fahrzeugunterhalt (132 TEUR; Vj.: 92 TEUR), Rechts-, Beratungs-, Jahresabschluss- und Prüfungskosten (88 TEUR; Vj.; 121 TEUR) sowie Umlagen (201 TEUR; Vj.: 235 TEUR).

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag entfallen in voller Höhe auf die normale Geschäftstätigkeit.

Angaben in Fortführung des Jahresergebnisses

In Fortführung des Jahresergebnisses erfolgt die nachfolgende Darstellung:

Posten der Ergebnisverwendung EUR
+ Jahresüberschuss 658.052,88
+ Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.427.190,24
- Gewinnausschüttung 700.000,00
Bilanzgewinn 1.385.243,12

Sonstige Angaben

Ausschüttungssperre

Der Gesamtbetrag der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt 2.218 EUR (Vj.: 7 TEUR).

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte durchschnittlich 20 Arbeitnehmer (Vj.: 24).

Namen der Mitglieder der Unternehmensorgane

Der Vorstand setzte sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammen:

Oliver Kampmeyer, Bad Iburg ausgeübter Beruf: Dipl.-Bankbetriebswirt
Thorsten Göbel, Wuppertal ausgeübter Beruf: Dipl.-Kfm.
Thomas Hans, Osnabrück ausgeübter Beruf: Dipl.-Kfm.

Der Aufsichtsrat setzte sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammen:

ausgeübter Beruf:
Prof. Dr. Felix Osterheider, Wallenhorst (Vorsitzender) Honorarprofessor für Kommunikationsberatung an der Hochschule Osnabrück
Renè Riesener, Osnabrück Bankkaufmann
Georg Stegemann, Osnabrück Wirtschaftsprüfer

Das Jahreseinkommen der Vorstandsmitglieder betrug im Geschäftsjahr 480 TEUR.

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates beliefen sich im Geschäftsjahr auf 0 TEUR (Vj.: 0 TEUR).

Zum Bilanzstichtag bestanden keine Kreditverträge mit Mitgliedern des Aufsichtsrats oder des Vorstands.

Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern der Geschäftsführung waren zum Bilanzstichtag 287 TEUR (Vj.: 308 TEUR) zurückgestellt. Nach Saldierung mit dem Deckungsvermögen wird ein aktiver Vermögensgegenstand für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 24 TEUR (Vj.: 0 TEUR) ausgewiesen.

Konzernzugehörigkeit

Die ATTENTIUM Capital Management AG wurde in den Konzernabschluss der ATTENTIUM AG, Osnabrück, einbezogen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Unternehmensregister veröffentlicht.

Abschlussprüferhonorar

Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt 30 TEUR für Abschlussprüfungsleistungen und 44 TEUR für sonstige Leistungen.

Ausgelagerte Prozesse

Die Gesellschaft hat die Funktion der Gehalts- und Finanzbuchhaltung sowie die Erstellung der Handels- und Steuerbilanzen an eine Steuerberatungsgesellschaft sowie die interne Revision ausgelagert. Durch die Auslagerung bestehen effiziente und kostenbewusste Abläufe. Die Verträge haben eine angemessen kurze Kündigungsfrist.

Vorschlag über die Ergebnisverwendung

Die ATTENTIUM Capital Management AG weist für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 einen Bilanzgewinn von 1.385.243,12 EUR aus.

Aus dem im Geschäftsjahr per 31. Dezember 2023 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von 1.385.243,12 EUR wurden durch Beschluss vom 17. Januar 2024 bereits 500.000,00 EUR ausgeschüttet, sodass ein Bilanzgewinn von 885.243,12 EUR (davon Gewinnvortrag: 227.190,24 EUR) verbleibt. Vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung soll der verbleibende Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorgetragen werden. Vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung soll der verbleibende Bilanzgewinn zu 450.000,00 EUR ausgeschüttet und der Restbetrag auf neue Rechnung vorgetragen werden.

 

Osnabrück, den 14. März 2024

Thomas Hans

Thorsten Göbel

Oliver Kampmeyer

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens/Geschäftsmodell

Rechtsform und Organe

Die ATTENTIUM Capital Management AG, nachstehend ACM benannt, betreibt ihr Geschäft in der Rechtsform einer AG, eingetragen beim Handelsregister des Amtsgerichts Osnabrück, HRB 214644.

Trotz aufsichtsrechtlicher und gesellschaftsrechtlicher Zulässigkeit bietet ACM aktuell nur Wertpapierdienstleistungen in den Bereichen Finanzportfolioverwaltung für private Kunden (§ 2 Abs. 2 Nr. 9 WpIG), Anlageberatung für professionelle Kunden (§ 2 Abs. 2 Nr. 4 WpIG) sowie Eigengeschäfte (§ 15 Abs. 3 WpIG). Die Gesellschaft unterliegt seit Mitte 2021 dem Wertpapierinstitutsgesetz (WpIG). Die ausgegebenen Erlaubnisse bleiben davon unberührt.

Grundsätzlich betreibt die ACM keine Eigengeschäfte. Ausnahmen sind die 2005 von der Gesellschaft als Pensionszusage für die ehemaligen Gesellschafter getätigte Geldanlage sowie die Anlage im "MehrWerte Fonds".

Im Berichtsjahr beschäftigte die ACM einen vertraglich gebundenen Vermittler.

Mit Verschmelzungsvertrag vom 18. August 2022 wurde die Schwestergesellschaft DVAM Vermögensverwaltung GmbH, Detmold, mit Wirkung zum 1. Januar 2022 auf die Gesellschaft verschmolzen.

Gesellschafterstruktur

Seit dem 1. Januar 2020 werden sämtliche Aktien von der ATTENTIUM AG, Osnabrück, gehalten.

II. Wirtschaftsbericht

A.Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Konjunktur und Kapitalmarktumfeld

Überwiegend schwache globale Konjunkturperspektiven, sinkende Inflationsraten, aber trotzdem weiterhin restriktive Notenbanken waren die wichtigsten Einflussfaktoren an den internationalen Kapitalmärkten im Jahr 2023. Dass der massive Zinsanstieg seit Mitte 2022 sich über verschiedene Wirkungskanäle zunehmend als Bremsklotz für die Wirtschaft in vielen Regionen erwies, belegten unter anderem die Turbulenzen im Bankensektor seit Mitte März, vor allem in den USA und der Schweiz mit der Folge einiger Pleiten von US-Regionalbanken sowie der Notübernahme der Schweizer Großbank Credit Suisse durch die UBS.

In Deutschland wurde insbesondere die Baukonjunktur maßgeblich negativ beeinflusst, die zuvor bereits unter stark gestiegenen Preisen durch jahrelange Lieferkettenengpässe litt.

Die konjunkturelle Dynamik der größten Volkswirtschaften weltweit blieb zumeist schwach. Einerseits erweckten abnehmende Inflationsraten und steigende Löhne angesichts anhaltend robuster Arbeitsmärkte in vielen Ländern zuletzt die Hoffnung auf eine konjunkturelle Belebung. Andererseits blieben die Erwartungen durch politische Unsicherheitsfaktoren, darunter der Ukrainekrieg, die Spannungen zwischen China und Taiwan, zuletzt der Konflikt im Nahen Osten sowie straffere geld- und finanzpolitische Rahmenbedingungen und eine vielfach abnehmende globale Kooperation getrübt.

Hoffnungen vom Jahresanfang auf eine dynamische weltwirtschaftliche Erholung wurden durch die anhaltende Schwäche der chinesischen Wirtschaft gebremst, die nach dem Ende der Corona-Pandemie nicht an die erwarteten Wachstumsraten anknüpfen konnte. Besonders die Industrie befand sich in der Folge weltweit in einer Rezession mit überwiegend sinkenden Produktionsniveaus. Entsprechend gaben die von S&P Global ermittelten Einkaufsmanagerindizes für das Verarbeitende Gewerbe im Laufe des Jahres deutlich nach und notierten für die größten Volkswirtschaften ausnahmslos unterhalb der Expansionsschwelle von 50 Punkten. In der deutschen Industrie, die schon seit 2021 mit stark schrumpfenden Auftragseingängen konfrontiert ist, waren zuletzt nur zaghafte Anzeichen einer Erholung erkennbar. Auch im Servicesektor sanken die Geschäftserwartungen, wobei Transport- und Logistikdienstleistungen am stärksten nachgaben. Die Nachfrage nach Konsumgütern litt weiterhin unter den stark gestiegenen Preisniveaus.

Vergleichsweise robust entwickelte sich hingegen die US-Volkswirtschaft, vor allem aufgrund eines anhaltend dynamischen privaten Konsums. Am Arbeitsmarkt bestand weiterhin ein deutliches Überangebot an nicht besetzten Stellen, wodurch Lohnsteigerungen unterstützt wurden. Zudem profitierten viele Menschen von noch bestehenden Ersparnissen aus der Coronazeit. Auch in Deutschland stiegen die Löhne nach den geringen Wachstumsraten der Zeit vor der Corona-Pandemie inflationsbedingt wieder stärker an, konnten jedoch die Preissteigerungen der letzten Monate bisher nicht kompensieren.

Die Inflation fiel in der Eurozone stetig auf 2,4 Prozent im November und rückt das angestrebte Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB) von 2,0 Prozent in den Fokus. Die Kernrate der Inflation ohne die stark schwankungsanfälligen Komponenten Energie und Nahrungsmittel ist mit 3,6 Prozent allerdings weiterhin deutlich erhöht, wobei sich der Preisauftrieb in den Sektoren Lebens- und Genussmittel sowie Dienstleistungen zuletzt deutlich verlangsamte. In den USA gab die Inflationsrate auf 3,2 Prozent nach. Die Kernrate schwächte sich auf 4,0 Prozent ab.

Notenbanken

Sowohl die US-Notenbank Fed als auch die EZB haben ihre Leitzinsen nach deutlichen Zinsanhebungen im ersten Halbjahr 2023 zuletzt unverändert belassen. Eine Diskrepanz herrscht zwischen den Notenbanken allerdings bei der Beurteilung der aktuellen Lage. Während die Fed bereits Zinssenkungen für das Jahr 2024 in Aussicht gestellt hat, mahnte EZB-Präsidentin Christine Lagarde zur Vorsicht. Sie unterstrich auch im Dezember noch einmal, dass die geldpolitische Ausrichtung datenabhängig von Sitzung zu Sitzung festgelegt werde und nach wie vor Aufwärtsrisiken für die Verbraucherpreise bestehen. Besonders behält die EZB die laufenden Lohnverhandlungen im Blick, da steigende Löhne bei einer anhaltend hohen Beschäftigung und nachgebender Nachfrage die Lohnstückkosten ansteigen lassen und so für Inflationsdruck sorgen könnten.

Aktien

Der Start in das Jahr 2023 fiel an den meisten Aktienbörsen sehr positiv aus. So legte der deutsche Aktienindex DAX allein im Januar knapp 9 Prozent zu. Im März folgte ein größerer, aber nur zwischenzeitlicher Rücksetzer im Zuge der Unsicherheiten im Bankensektor. Im August erreichte der Index ein zwischenzeitliches Allzeithoch, bevor er durch weitere Leitzinserhöhungen deutlich nachgab. Ab Oktober startete der DAX jedoch eine fulminante Jahresendrallye und notierte Ende Dezember mit einem Kursplus von 20,3 Prozent bei 16.752 Punkten. Europäische Aktien des EURO STOXX 50 und US-Aktien des S&P 500 stiegen ebenfalls deutlich um rund 23,2 sowie 19,5 Prozent. Der US-Technologieaktienindex NASDAQ Composite konnte sogar um knapp 44 Prozent zulegen, nachdem seit dem Frühjahr vor allem große Technologieaktien von Hoffnungen auf künftige Gewinne im Zuge der Nutzung von Künstlicher Intelligenz profitierten. In Asien entwickelten sich die Märkte weniger positiv. So schloss der Hang Seng Index der 50 größten börsennotierten Unternehmen an der Hongkonger Börse mit einem Minus von 10,5 Prozent.

Zinsen

Die Renditen von Staatsanleihen stiegen bis Anfang März überwiegend deutlich an, nachdem eine tiefe Rezession im Winterhalbjahr 2022/2023 vermieden werden konnte und die zunächst noch hartnäckig hohe Inflation die Hoffnung auf zeitnahe Leitzinserhöhungspausen oder gar erste Zinssenkungen im Laufe des Jahres abschwächten. Bis Ende März gaben die Renditen dann jedoch im Zuge des "Bankenbebens" deutlich nach. Die anhaltend restriktive Geldpolitik vieler Notenbanken ließ die Zinsen dann bis Oktober auf die Jahreshöchststände ansteigen, bevor diese aufgrund von stärker als erwartet sinkenden Inflationsraten sowie die Hoffnung auf baldige Zinssenkungen im Laufe des Jahres 2024 wieder nachgaben. Die Rendite einer zehnjährigen Bundesanleihe lag zum Jahresende bei 2,03 Prozent p.a. nach einem zwischenzeitlichen Höchststand von 3,02 Prozent p.a. US-Staatsanleihen mit zehn Jahren Restlaufzeit rentierten bei 3,87 Prozent p.a., während Renditen von Unternehmensanleihen nach einem steilen Anstieg im Jahr 2022 ebenfalls deutlich nachgaben.

Rohstoffe

Der Preis für ein Barrel Rohöl der Nordseesorte Brent gab angesichts eines nur schwachen globalen Wachstums deutlich nach und fiel um rund 7 Prozent auf 77,61 US-Dollar. Weder weitere Beschlüsse der Staaten des Ölkartells OPEC+ zu Förderkürzungen im kommenden Jahr noch geopolitische Unsicherheiten konnten den Trend wesentlich beeinflussen. Im Verlauf des Jahres erreichte der Goldpreis vor dem Hintergrund der restriktiven Zinspolitik und zahlreicher geopolitischer und wirtschaftlicher Turbulenzen ein neues Rekordhoch von 2.145 US-Dollar pro Feinunze Gold. Bis Jahresende gab der Preis auf 2.062 US-Dollar nach und liegt damit gut 13 Prozent über Vorjahresschluss.

Währungen

Der Euro stieg gegenüber dem US-Dollar von 1,06 auf knapp 1,11 EUR/USD, während die Gemeinschaftswährung im Vergleich zum japanischen Yen um über 11 Prozent auf 156,33 EUR/JPY zulegte. Der Schweizer Franken hingegen wertete auf 0,93 EUR/CHF auf.

Quelle: Donner & Reuschel, Hamburg

B.Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf ist im Wesentlichen durch den anhaltenden Russland-Ukraine-Konflikt sowie weitere geopolitische Krisenherde, zuletzt durch den Nahost Konflikt, beruhend auf dem Angriff der Hamas auf Israel, die weiter bestehende Inflation und die Zinspolitik der führenden Notenbanken geprägt. Die im 4. Quartal gestiegenen Erwartungen an das Ende des Zinserhöhungszyklus der FED und der EZB, beruhend auf deutlich rückläufigen Inflationsraten, haben den Märkten sowohl auf der Aktien- als auch auf der Rentenseite wieder Auftrieb gegeben. Dies hatte positive Auswirkungen auf die Wertentwicklung der Depots und somit auf die vereinnahmten Vermögensverwaltungsgebühren. Im Geschäftsjahr 2023 ist er gelungen, gewisse performancebasierte erfolgsabhängige Vergütungen zu realisieren.

1. Ertragslage

Die Provisionserträge der ACM sind im Vergleich zum Vorjahr geringfügig gesunken (-1,3 %).

Insbesondere sind die Umsatzerlöse aus der Verwaltung eines Spezialfonds zurückgegangen (-47,8 %). Die Umsätze aus Vermögensverwaltungsgebühren sind im Vorjahresvergleich um 2,5 % gestiegen.

Der Verwaltungsaufwand beträgt 2023 insgesamt TEUR 2.851 gegenüber TEUR 3.134 im Vorjahr (- 9,0 %). Nach erfolgreicher Verschmelzung der DVAM auf die ACM im Jahre 2022 sind die Verwaltungskosten zunächst gestiegen. Synergetische Effekte wirken auf eine Reduzierung der Verwaltungsaufwands.

Die Aufwands-Ertrags-Relation (cost-income-ratio) hat sich aufgrund der leicht gesunkenen Provisionserträge aber überproportional gesunkenen Verwaltungsaufwendungen im Berichtsjahr mit 74,9 % gegenüber 81,3 % im Vorjahr leicht verbessert.

Im Berichtszeitraum hat sich das Finanzergebnis von T€ 3 im Vorjahr um T€ 31 auf T€ 34 erhöht. Diese Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus den Erträgnisgutschriften für die Wertpapiere des Anlagevermögens sowie der Zinsgutschriften auf das Deckungskapital für Versorgungszusagen.

Das Geschäftsergebnis vor Ertragsteuern betrug in 2023 TEUR 952 gegenüber TEUR 1.032 in 2022. Korrespondierend sinkt auch der Ertragsteueraufwand um TEUR 29 auf TEUR 294 zu TEUR 323 im Vorjahr. Das Ergebnis des Vorjahres war durch außerordentliche Einnahmen in von T€ 330 aus einem Einmalgeschäft positiv beeinflusst.

Der Jahresüberschuss verringerte sich aufgrund der oben dargestellten Entwicklungen von TEUR 709 auf TEUR 658 (- 7,2 %).

2. Finanzlage

Die Finanzlage der Gesellschaft kann weiterhin als stabil erachtet werden. Ihren Zahlungsverpflichtungen konnte die ACM jederzeit auch innerhalb möglicher Skontofristen nachkommen. Die wesentlichen Cashflows stellen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

2023 2022
TEUR TEUR
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 700 1.125
Cashflow aus Investitionstätigkeit -19 86
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -700 1.200

Die Entwicklung der Cashflows entspricht im Wesentlichen der laufenden Liquiditätsplanung.

3. Vermögenslage

Die Vermögenswerte sind mit Ausnahme des Anlagevermögens (T€ 1.129) ausschließlich kurzfristiger Natur.

Die Schulden sind, abgesehen von den Pensionsrückstellungen (T€ 287 vor Verrechnung mit dem Deckungsvermögen) und sonstigen Rückstellungen (TEUR 7), ebenfalls kurzfristig fällig.

Unter den Forderungen an Kreditinstitute werden ausschließlich liquide Mittel ausgewiesen. Diese decken sämtliche Verbindlichkeiten sowie die kurzfristigen Rückstellungen.

C.Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Aktivitäten des Unternehmens fokussieren sich ausschließlich auf das Geschäftsfeld Finanzportfolioverwaltung, die professionelle Advisory Tätigkeit für Kapitalverwaltungsgesellschaften sowie das Portfoliomanagement für Kapitalverwaltungsgesellschaften. Individuell gemanagte Mandate von Privatkunden, Unternehmern und Unternehmen sowie von Stiftungen und Vereinen bilden den Schwerpunkt vor Advisory und Portfoliomanagement für Publikumsfonds- und Spezialfondslösungen von Kapitalverwaltungsgesellschaften.

Die Erlöse hängen wesentlich von der Höhe des verwalteten Vermögens der Mandantschaft ab. Unternehmerische Planungen basieren auf der jeweils erwarteten Vermögenshöhe unter Berücksichtigung der Akquisition neuer Gelder.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren sind z.B. die Steigerung der Kundenzufriedenheit, um zukünftig aufgrund von Weiterempfehlungen neue Mandanten zu gewinnen. Damit stellen die Mitarbeiter der Gesellschaft den wesentlichen nichtfinanziellen Leistungsindikator dar. Der Verlust von Mandanten hat naturgemäß Auswirkungen auf die Höhe des verwalteten Vermögens.

Im Rahmen der Vorbereitung zur Umsetzung der Offenlegungsverordnung beschäftigte sich die ACM mit dem Thema "Nachhaltigkeit". In diesem Themengebiet, welches diverse regulatorische Anforderungen mit sich bringt, orientiert sich die ACM eng an den Empfehlungen des Verbands unabhängiger Vermögensverwalter (VuV). Die abgegebenen Erklärungen ändern in der Handhabung aber ausdrücklich nichts an unserer Bereitschaft, einen Beitrag zu einem nachhaltigeren, ressourceneffizienten Wirtschaften mit dem Ziel zu leisten, insbesondere die Risiken und Auswirkungen des Klimawandels und anderer ökologischer oder sozialer Missstände zu verringern.

D.Nachtragsbericht

Es wird auf etwaige Ausführungen im Anhang verwiesen.

III. Prognosebericht

Vorbemerkung:

Neben der rein betriebswirtschaftlichen Betrachtung für 2024 ist es aktuell aufgrund der weltweiten geopolitischen Unsicherheiten, der Fragestellung über die weiteren inflationären Entwicklungen und die daraus resultierenden Zinsschritte der internationalen Notenbanken und nicht zuletzt der Sorge vor einer weltweiten Rezession schwierig, die möglichen weiteren Entwicklungen in wirtschaftlicher Hinsicht für die Zukunft genau einzuschätzen.

Da dies mit erheblichen Auswirkungen auf die Entwicklung der globalen Kapitalmärkte verbunden ist, ist es in der aktuellen Situation grundsätzlich schwierig, verlässliche Zahlen zu prognostizieren.

Validierung der Vorjahresprognose:

Hinsichtlich der Umsatzerlöse des Jahres 2023 entspricht die Entwicklungen den Erwartungen. Die Umsatzerlöse waren leicht rückläufig, wenngleich die Realisierung performanceabhängiger Vergütungen über unseren Erwartungen lag und die Entwicklung der Umsatzerlöse positive beeinflusst hat. Das Netto-Neuvolumen 2023 lag nach den sehr erfolgreichen Jahren 2020 bis 2022 mit ca. 12 Mio. Euro unterhalb der Planungen.

Prognose des künftigen Geschäftsjahres:

Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die ACM leicht steigende Umsätze. Dies setzt voraus, dass die Akquisitionsziele zur Neukundengewinnung erreicht werden können.

Die Geschäftsleitung hat mit Blick auf die genannten Gegebenheiten und deren möglichen, zum jetzigen Zeitpunkt nicht vorhersehbaren Auswirkungen, grundsätzlich eher konservative Erwartungen für den Jahresverlauf.

Hinsichtlich des verwalteten Kundenvermögens gehen wir auch in Zukunft von einem sich leicht weiter verbessernden Niveau aus. Die neu eingeworbenen Kunden tragen gleichzeitig zur Verjüngung der Kundenstruktur bei und stellen sicher, dass die natürliche Fluktuation ausgeglichen wird.

IV. Chancen- und Risikobericht

A. Risikobericht

Allgemein

Die derzeit marktprägenden Faktoren weltweite geopolitischen Unsicherheiten, Unsicherheit über die grundsätzlichen weiteren inflationären Entwicklungen, gerade auch mit Blick auf Rohstoff- und Energiepreise, die daraus resultierenden Zinsschritte der internationalen Notenbanken und nicht zuletzt der Sorge vor einer weltweiten Rezession werden aus unserer Sicht noch eine geraume Zeit die Entwicklung der Kapitalmärkte begleiten und somit allen Investoren an den Kapitalmärkten mehr Ruhe und unverändert eine gewisse Risikobereitschaft abverlangen, um den Erhalt der Kaufkraft sicherzustellen.

Da jedoch nicht alle Mandanten die notwendige Risikobereitschaft mitbringen, ist es in konservativen Vermögensstrukturen schwierig, einen entsprechenden Mehrwert für die Kunden gegenüber Kontoguthaben zu erzielen, wenngleich sich die Gesamtsituation aufgrund des erwarteten Endes des Zinserhöhungszyklus der Notenbanken hier leicht verbessert hat. Sollte es aufgrund der Marktentwicklung zu Bewertungsabschlägen sämtlicher Anlageklassen kommen, würde sich das von der ACM verwaltete Kundenvolumen, trotz grundsätzlich eher konservativer Ausrichtung, reduzieren.

Die Altersstrukturkurve der ACM-Kunden ist, wie in der gesamten Branche üblich, durch ein relativ hohes Durchschnittsalter gekennzeichnet. Durch die erfolgreiche Akquisition neuer Kunden in den letzten Jahren gelingt es der Gesellschaft, die Altersstruktur insgesamt spürbar zu verjüngen.

Die regulatorischen Anforderungen durch den Gesetzgeber, u.a. im Bereich Compliance und MaRisk und zuletzt auch mit Umsetzungspflichten der EU-Offenlegungsverordnung ist für alle Unternehmen der Größe einer ACM eine Herausforderung und bedarf zukünftig auch weiterhin entsprechender Schulungen der Mitarbeiter sowie effizienter Unternehmensstrukturen, um den Anforderungen gerecht zu werden. Dies ist mit weiter hohen Kosten und hohem Personaleinsatz verbunden.

Zudem trat am 26. Juni 2021 das neue Gesetz zur Beaufsichtigung von Wertpapierinstituten (Wertpapierinstitutsgesetz - WpIG) in Kraft. Hintergrund war die Schaffung eines neuen Aufsichtsrahmens für Wertpapierfirmen (im Sinne von Art. 4 (1) Nr. 1 MiFID).

Das WpIG nimmt eine neue Klassifizierung der Unternehmen vor, die Wertpapierdienstleistungen und sog. Wertpapiernebendienstleistungen erbringen. Über verschiedene Größenkriterien erfolgt eine Einteilung in große, mittlere und kleine Wertpapierinstitute. Die Begriffe Finanzdienstleistungsinstitut bzw. Finanzdienstleistung werden durch Wertpapierinstitut bzw. Wertpapierdienstleistung ersetzt. Auf schriftliche Anfrage der Bundesbank und der BaFin hat sich die ACM aufgrund der Kriterien zunächst als kleines Wertpapierinstitut eingestuft.

Die ACM hat die Umsetzung der neuen gesetzliche Grundlage nach außen, d.h. in allen kundenrelevanten Unterlagen sowie auf der Homepage, fristgerecht zum 26.06.2021 umgesetzt und abgeschlossen. Der interne Anpassungsprozess (Anpassung von Arbeitsanweisungen, Compliance-Handbuch, Organisationshandbuch etc.) erfolgt laufend.

Die Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) in der Fassung vom 18. Oktober 2023 hinsichtlich organisatorischer und prozessualer Abläufe zur Steuerung und Überwachung von Risiken wurden vollständig umgesetzt. Durch eine regelmäßige Berichterstattung wird die Geschäftsleitung zeitnah und umfassend über wesentliche Risiken, einschließlich der daraus resultierenden Risikokonzentration, informiert. Das Risikomanagement basiert auf einer regelmäßigen Risikoinventur sowie einer Schwellenwertanalyse zur Einstufung der Risiken und Festlegung von Meldegrenzen. Ferner werden regelmäßige Stresstests und Worst-Case-Szenarien berechnet und entsprechende Ergebnisse im Rahmen des Risikomanagements verwertet. Die Geschäftsleitung sieht die Gesellschaft den folgenden Risiken ausgesetzt:

a) Adressausfallrisiken

Die Adressausfallrisiken resultieren im Wesentlichen aus Forderungen an Kunden sowie an Kreditinstitute. Adressausfallrisiken aus Forderungen an Kreditinstitute resultieren überwiegend aus Geldanlagen bei verschiedenen Banken und sind somit als sehr gering einzustufen. Adressausfallrisiken aus Forderungen an Kunden ergeben sich aus der kurzfristigen Kreditierung fälliger Vermögensverwaltungsgebühren. Aufgrund der Nutzung des Sepa-Lastschriftverfahrens zum Einzug der Vermögensverwaltungsgebühren sind diese ebenfalls als sehr gering einzustufen.

b) Marktpreisrisiken

Marktpreisrisiken des Handelsbuchs sind nicht vorhanden. Schwankungen der Vermögen in den Depots der Mandanten der Gesellschaft werden IT-gestützt überwacht. Zur Minderung der Risiken aus Kursschwankungen und damit einhergehender Volatilität in den verwalteten Depots, wird grundsätzlich eine den jeweils gewählten Anlagestrategien angepasste risikoadjustierte Anlagepolitik verfolgt.

c) Liquiditätsrisiken

Die Überwachung des Liquiditätsrisikos obliegt der Geschäftsleitung.

Über die finanzielle Lage der Gesellschaft informiert sich die Geschäftsleitung anhand der betriebswirtschaftlichen Auswertungen der mit der Buchführung betrauten Steuerkanzlei, aber auch anhand der unmittelbar aus den Bankkonten täglich ablesbaren Liquiditätsentwicklung. Zudem durch Stresstests sowie über eine kurz- bis mittelfristige Liquiditätsplanung (Cashflow- Prognosen). Mit Blick auf die Finanzlage der Gesellschaft zeigt sich eine deutliche Konzentration bei der Finanzierungstätigkeit. Die Liquiditätsabflüsse in der Finanzierungstätigkeit sind im Wesentlichen durch die Muttergesellschaft gesteuert. Wir gehen davon aus, dass sich dieser Trend auch im Jahr 2024 fortsetzen wird.

d) Operationelle Risiken

Operationelle Risiken bestehen grundsätzlich im Zusammenhang mit den Anlageentscheidungen für Dritte bzw. aus der Anlageberatung (nur professionelle Kunden)

sowie mit dem Einsatz der dafür zur Verfügung stehenden Informationssystemen. Als wesentlicher Risikofaktor ist auch das Reputationsrisiko zu berücksichtigen.

Risiken bestehen daneben grundsätzlich im Rahmen der Auslagerung, d. h., wenn ACM Dritte mit der Wahrnehmung von Dienstleistungen beauftragt, die ansonsten vom Unternehmen selbst erbracht würden (wesentliche Auslagerungen, vertraglich gebundener Vermittler, Revision, Buchführung und IT). Neben dem Reputationsrisiko sind u. a. Schäden durch Fehler der IT, des Steuerberaters oder Nichterkennen von inkorrekten Handlungen durch die Revision denkbar.

Zur Reduzierung der operationellen Risiken werden professionelle Standards eingesetzt, weiterentwickelt und konsequent überwacht. Zur Einhaltung der aufsichtsrechtlichen und gesetzmäßigen Vorgaben werden erfahrene Mitarbeiter eingesetzt und Organisationsrichtlinien erarbeitet sowie externe Berater für branchenspezifische Fragestellungen beauftragt.

e) Personalausstattung

Angemessene Personaldecke; die Abwesenheit oder das Ausscheiden von Mitarbeitern aus dem Backoffice oder der Kundenbetreuung darf nicht zu nachhaltigen Störungen der Betriebsabläufe führen. Hierzu gehören zudem Risiken, die sich aus aufsichtsrechtlichen Neuregelungen (nicht direkt durch ACM zu beeinflussen) ergeben und zu einem erhöhten Anforderungsprofil an die Mitarbeiter sowie einem höheren Arbeitsaufwand bei ACM führen.

f) Risiken aus den IT - Systemen sowie den zugehörigen IT- Prozessen

Im Rahmen des Notfallmanagements liegt bei einem Komplettausfall der Systeme ein Notfallplan vor, welcher eine reibungslose Wiederherstellung innerhalb von max. 3 Tagen gewährleistet.

Im Rahmen einer IT-Risikoanalyse der Gesellschaft werden die potenziellen Risiken aus den IT-Systemen sowie den dazugehörigen Prozessen entsprechend analysiert und bewertet.

Im Austausch mit dem IT-Dienstleister werden regelmäßig Gespräche über die Weiterentwicklung der IT-Infrastruktur geführt und Maßnahmen geplant und festgelegt. Es sind Verantwortlichkeiten für IT-Sicherheit definiert (ISB, Admin, Berichtslinie). Im Rahmen der Corona-Pandemie wurde fast flächendeckend auf mobile Endgeräte in Form von Notebooks übergegangen, um Handlungsfähigkeit im Remote-Status zu gewährleisten.

g) Nicht von ACM beeinflussbare Risiken

Marktschwankungen, politische Entscheidungen (Embargo), Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen (z. B. MiFID II, WpIG, BaFin- und Rechtsanwaltskosten). Hierzu gehören daneben aufsichtsrechtliche Risiken (s. hierzu auch Punkt "Personalausstattung"). Da das Risiko "aufsichtsrechtliche Neuregelungen" nicht greifbar ist, erfolgt eine Einstufung in die Risikokategorie "mittel".

Neben den genannten Risiken bestehen für die ACM grundsätzlich auch Nachhaltigkeitsrisiken, die sich in unterschiedlichen Ausprägungen auf das Geschäftsmodell auswirken können. Neben Nachhaltigkeitsrisiken, die sich aufgrund von inneren und äußeren Einflüssen ergeben können, identifiziert die ACM die wesentlichen Risiken als Strategierisiken, welche unter anderem entstehen können, aus:

Geschäftsstrategien der ACM (Geschäftsfelder, Art und Umfang unseres Leistungsangebots), wenn diese dem Erfordernis nach Nachhaltigkeit nicht entsprechen oder aufgrund hoher Nachhaltigkeitsrisiken nicht marktfähig wären, oder

Anlagestrategien der ACM, wenn diese der Nachfrage nach nachhaltigen Vermögensanlagen nicht entsprechen oder aufgrund hoher Nachhaltigkeitsrisiken der Risikobereitschaft der Kunden nicht gerecht werden würden.

Diese möglichen Nachhaltigkeitsrisiken berühren ggf. unmittelbar das Kerngeschäft der ACM. Die Gesellschaft steuert diese durch diverse Maßnahmen. Die Geschäftsstrategien werden regelmäßig daraufhin überprüft, ob sie der Nachfrage am Markt und den Bedürfnissen der Kundenzielgruppen gerecht werden und somit geeignet sind, den Unternehmenszielen, Ertragsplanungen und Wachstumserwartungen der ACM zu dienen. In diesem Zusammenhang ist zu analysieren, welche Nachhaltigkeitskriterien für die ACM relevant sind und wie diese so eingebunden werden können, dass sie unter Berücksichtigung der gesellschaftlichen Mitverantwortung der ACM zum Geschäftserfolg beitragen können.

Die Anlagestrategien werden regelmäßig daraufhin überprüft, ob sie den gewünschten Rendite- sowie Sicherheitserwartungen und damit den Anlagezielen der jeweiligen Kundenzielgruppe gerecht werden. In diesem Zusammenhang ist die Nachfrage der Kunden nach der Einbeziehung von Nachhaltigkeitskriterien und -risiken zu beachten.

Um einer möglichen wachsenden Nachfrage nach nachhaltigen Vermögensanlagen gerecht zu werden, könnte die ACM-Anlagestrategien mit konkreten Nachhaltigkeitszielen entwickeln, die den jeweils zu definierenden Nachhaltigkeitszielen aus den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung gerecht werden. Die dafür zu erfüllenden Kriterien wären im Einzelfall festzulegen.

B. Chancenbericht

Das Geschäftsmodell der unabhängigen Finanzportfolioverwaltung wird von der Geschäftsleitung unverändert als Wachstumsmodell eingestuft. Durch eine auch weiterhin kontinuierliche transparente und persönliche Betreuung der ACM-Bestandskunden durch die langjährigen und erfahrenen Berater sowie die Pflege und Ausweitung der bestehenden Netzwerke und die damit verbundene Kontaktaufnahme und Ansprache neuer potenzieller Mandanten wird ein weiteres Wachstum der Assets under Management erwartet. Das erzielte Wachstum der Vorjahre - sowohl durch Aufstockung von Bestandskunden als auch durch Akquisition neuer Mandanten - bestätigt die Einschätzung. Mit Blick auf das beschriebene herausfordernde Umfeld nimmt die Geschäftsleitung unverändert wahr, dass vermögende Privatkunden und Institutionen Beratung und Begleitung benötigen und diese auch nachfragen. Mit steigender Komplexität der Finanzmärkte wird eine professionelle Betreuung liquider Vermögenswerte immer wichtiger. Bei einem wachsenden Anteil der Einkommens- bzw. Vermögensmillionäre in der Gesellschaft werden in diesem Segment weiterhin deutliche Wachstumschancen gesehen. Unabhängige Vermögensverwalter wie die ACM können von diesem Trend profitieren und die Geschäfte ausbauen, da Kreditinstitute hierzulande oftmals immer noch primär über transaktions- und damit provisionsgebundene Beratung agieren, die tendenziell in volatilen und herausfordernden Anlagezeiten weiter erodieren sollte.

Der Druck und die Notwendigkeit für unabhängige Finanzportfolioverwalter in die Digitalisierung von Prozessen und Anwendungen zu investieren, nimmt nach Auffassung der Geschäftsleitung weiter stetig zu. Ein digitales Endkundenangebot wird von der heranwachsenden vermögenden Generation mittlerweile als Selbstverständnis vorausgesetzt. Digitalisierung und Optimierung von Geschäftsprozessen erzeugen im Zeitablauf zwar sinkende Kosten, dennoch sind zunächst signifikante Investitionen in die Infrastruktur zu tätigen und höhere Ausgaben durch Lizenzgebühren einzuplanen. Insbesondere bei den Lizenzgebühren und den Kosten der Datenlieferanten ist ein deutlicher Trend nach oben zu erkennen. Neben dem mittlerweile etablierten ACM-Portal als digitalem Zugangskanal für die Mandanten arbeitet die ACM kontinuierlich mit ihren Geschäftspartnern an der digitalen Weiterentwicklung. So wurde zuletzt im Herbst 2023 der Internetauftritt der ACM vollkommen neu gestaltet.

Durch die Verschmelzung der DVAM Vermögensverwaltung GmbH haben sich im Jahr 2023 weitere Synergieeffekte ergeben.

Durch die erfolgreiche Neukundenakquisition in den vergangenen Jahren wurde das Durchschnittsalter der ACM-Mandanten bereits reduziert.

Die ACM steht im Wettbewerb mit zahlreichen anderen Vermögensverwaltern (Banken, Sparkassen, unabhängigen Vermögensverwaltern). Dabei ist in Osnabrück eine gewisse Konzentration im Bereich ,Unabhängige Vermögensverwaltung' zu erkennen. Die Assets under Management der unabhängigen Vermögensverwalter in Osnabrück belaufen sich auf insgesamt ca. 2,7 Mrd. EURO. Da in allen Gesellschaften Mitarbeiter beschäftigt sind, die im Wesentlichen aus hiesigen Banken kommen, ist es schwierig, gute neue Mitarbeiter aus der Region zu gewinnen. Die Marktdurchdringung von unabhängigen Vermögensverwaltern in der Region Osnabrück ist somit höher als in vergleichbaren Städten wie z.B. Münster oder Bielefeld.

Aus diesem Grund wird der Wettbewerb weiterhin über Servicequalität und Vertragskonditionen ausgetragen. Besonders aggressive Konditionsofferten von Mitbewerbern waren im Berichtszeitraum weiterhin nicht zu spüren.

Die hohe Qualität der Dienstleistungen der ACM, die Kundennähe, die individuelle, persönliche und vor allem unabhängige Betreuung reduzieren das Risiko, Kunden aus Unzufriedenheit zu verlieren.

Daher geht ACM davon aus, ein grundsätzlich stabiles Bestandsgeschäft zu haben und auch weiterhin einen Anteil am wachsenden Markt für unabhängige Vermögensverwaltung für sich verbuchen zu können.

C. Gesamtaussage

Das Geschäftsmodell unabhängige Vermögensverwaltung ist weiterhin als ein Wachstumsmarkt zu sehen.

Entscheidend für den zukünftigen Erfolg des Unternehmens ist es, an dieser Entwicklung entsprechend zu partizipieren und die Anzahl der betreuten Kunden sowie das verwaltete Vermögen nachhaltig zu steigern, um zukünftig weiter steigende Kosten aufgrund eines höheren Verwaltungsaufwandes im regulatorischen Bereich ausgleichen und den Ertrag steigern zu können. Die Geschäftsleitung der ACM ist davon überzeugt, dass die stärkere Konzentration der ATTENTIUM-Gruppe auf die Kernkompetenz unabhängige Vermögensverwaltung zu langfristigem und kontinuierlichem Wachstum führt und so die Marktposition weiter gestärkt und ausgebaut werden kann.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den in der Gesellschaft bestehenden Finanzinstrumenten zählen insbesondere Forderungen sowie Guthaben und Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein entsprechendes Debitorenmanagement und ein effizientes Mahnwesen.

Zur Absicherung einer an die ehemaligen Geschäftsführer gewährten Altersvorsorge besteht ein verpfändetes Fondsvermögen bei der MorgenFund GmbH. Das Fondsvermögen in Höhe von TEUR 311 wird mit der bestehenden Verpflichtung in Höhe von TEUR 287 saldiert ausgewiesen.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele und - soweit vereinbart - unter Ausnutzung von Skontoabzügen beglichen.

Derivative Finanzinstrumente werden nicht von der Gesellschaft gehalten.

VI. Sonstige Angaben

Die Vorstandsmitglieder sind nur gemeinsam oder jeweils gemeinsam mit einem Prokuristen zur Vertretung befugt.

VII. Bericht über Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen wurden im Geschäftsjahr in Gütersloh und in Detmold unterhalten. Die Zweigniederlassung Detmold wurde zum 31.12.2023 geschlossen.

VIII. Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht

Der Vorstand erklärt, dass - nach den Umständen, die ihm in dem Zeitpunkt der Vornahme des jeweiligen Rechtsgeschäfts bekannt waren - die Gesellschaft bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat.

Der Vorstand erklärt ferner, dass - nach den Umständen, die im in dem Zeitpunkt, in dem die jeweilige Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, bekannt waren - die Gesellschaft dadurch, dass die Maßnahmen i.S.d. § 312 AktG getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt wurde.

Außer den im Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen genannten Rechtsgeschäften und Maßnahmen sind im Berichtszeitraum keine weiteren berichtspflichtigen Vorgänge erfolgt.

 

Osnabrück, 14. März 2024

Thorsten Göbel

Thomas Hans

Oliver Kampmeyer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die ATTENTIUM Capital Management AG

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ATTENTIUM Capital Management AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ATTENTIUM Capital Management AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Osnabrück, 15. März 2024

HBBN Audit AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. M. Fischer, Wirtschaftsprüfer

gez. T. Hellwig, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates über das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

In den Aufsichtsratssitzungen des Geschäftsjahres sowie in Einzelbesprechungen, die zum Teil auch telefonisch sowie als Videokonferenz geführt wurden, haben wir uns über die Lage der Gesellschaft, über die grundsätzlichen Fragen der Geschäftspolitik sowie über strategische Weiterentwicklungen unterrichten lassen und darüber mit dem Vorstand beraten.

Der Vorstand hat uns umfassend über die Aktivitäten der Gesellschaft und das operative Geschäft informiert. Die wesentlichen Punkte wie Jahresabschluss, Strategie, Effizienzverbesserung und Ausblick des Unternehmens haben Vorstand und Aufsichtsrat intensiv diskutiert. Darüber hinaus hat uns der Vorstand über die Planung des Geschäftsjahres zeitnah und umfassend in Kenntnis gesetzt. Zudem hat uns der Vorstand über die Risikolage und das Risikomanagement der ACM unterrichtet, so dass sich der Aufsichtsrat von der Ordnungsmäßigkeit der Unternehmensführung durch die Geschäftsleitung auch unterjährig informieren konnte. Wesentliche Diskussionspunkte im Austausch zwischen Vorstand und Aufsichtsrat waren die Veränderungen und Auswirkungen für die ACM im Markt der Vermögensverwaltungsgesellschaften u.a. durch die zunehmende Digitalisierung, die weiter ausufernde Regulatorik sowie durch Wettbewerber in den Markt-Regionen. Auch wenn aufgrund der Restrukturierung der Muttergesellschaft mögliche Wachstumsimpulse gefehlt haben, so zeigt die aktuelle Entwicklung der ACM, dass die Konzentration der ATTENTIUM AG auf die Kernkompetenz "unabhängige Vermögensverwaltung" der richtige Schritt gewesen ist und auch im Geschäftsjahr 2023 zu weiterem Wachstum geführt hat. Die in 2022 rechtlich erfolgte Verschmelzung der Schwestergesellschaft DVAM Vermögensverwaltung GmbH auf die ACM AG wurde mit Blick auf die sich daraus ergebenden operativen Umsetzungs- und Anpassungsnotwendigkeiten in 2023 final umgesetzt, was zu weiteren Synergieeffekten geführt hat und die Marktposition der ACM weiter ausbaut und stärkt.

In der Aufsichtsratssitzung am 20.03.2024 hat der Vorstand gemeinsam mit dem Abschlussprüfer, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Thomas Hellwig von der HBBN AG, dem Aufsichtsrat den geprüften Jahresabschluss der ATTENTIUM Capital Management AG vorgestellt und alle diesbezüglichen Fragen des Aufsichtsrates umfassend beantwortet. Der geprüfte Jahresabschluss hat seitens des Wirtschaftsprüfers einen Bestätigungsvermerk ohne Einwendungen erhalten, ebenso wie die für den Zeitraum vom 01.03.2023 bis 29.02.2024 durchgeführte Pflichtprüfung gemäß § 89 Wertpapierhandelsgesetz.

Der Jahresabschluss der ATTENTIUM Capital Management AG schließt mit einem Bilanzgewinn in Höhe von Euro 1.385.243,12. Der Vorstand hat vorgeschlagen, eine Dividende in Höhe von 9,00 Euro je Aktie, mithin Euro 450.000,00 an die Aktionäre auszuschütten und den restlichen Bilanzgewinn in Höhe von Euro 935.243,12 auf neue Rechnung vorzutragen.

Der Aufsichtsrat hat den Abschluss und den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns grundsätzlich einstimmig zustimmend zur Kenntnis genommen und gebilligt. Der Abschluss ist damit festgestellt.

Der Aufsichtsrat ist im vergangenen Geschäftsjahr vom Vorstand jederzeit vertrauensvoll, offen und umfassend informiert worden, sodass er jederzeit über die Situation der ATTENTIUM Capital Management AG Kenntnis hatte. Entsprechend hat der Aufsichtsrat die Arbeit des Vorstandes und insbesondere der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ATTENTIUM Capital Management AG gewürdigt und dankt allen für die erneut erfolgreiche Arbeit.

 

Osnabrück, den 20.03.2024

Für den Aufsichtsrat

Prof. Dr. Felix Osterheider, Aufsichtsratsvorsitzender

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