WEKO-Werkzeugkonstruktions-GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Karsten Barth seit 17.2.2020 | Geschäftsführer |
Marcus Bach seit 4.8.2014 | Geschäftsführer |
Ulrich Hocher seit 12.2.2008 | Geschäftsführer |
Maximilian Freiherr von Waldenfels seit 3.3.2006 | Geschäftsführer |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
FWM Metalltechnik GmbHMarienbergJahresabschluss zum 31. Dezember 2022Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022Das Unternehmen Innerhalb der SCHERDELGruppe hat sich die FWM Metalltechnik GmbH auf den Geschäftsbereich der Oberflächentechnik spezialisiert. Insbesondere die Prozessverfahren Zink-Lamellenbeschichtung im Tauchschleuder- und Spritzverfahren sowie die KTL Pulverbeschichtung gehören zu den Stärken des Unternehmens. Abgerundet wird das Produktportfolio durch die Tätigkeitsfelder Kugelstrahlen, Nassgleitschleifen, Wärmebehandlung und Zwischenstufenvergüten. Damit unterstützt das Unternehmen die Serienproduktion der Muttergesellschaft SCHERDEL Marienberg GmbH wesentlich. Daneben konnte die FWM Metalltechnik GmbH in den letzten Jahren auch ihre Marktposition bei Kunden außerhalb der SCHERDELGruppe ausbauen. Im Berichtsjahr beschäftigte das Unternehmen durchschnittlich 65 Mitarbeiter. Gesamtwirtschaftliche und branchentypische Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die Hoffnungen auf eine nachhaltige Erholung der Weltwirtschaft im Jahr 2022 haben durch die Kriegsereignisse in der Ukraine einen Rückschlag erlitten. Neben der immer noch nicht ausgestandenen Corona-Pandemie wurden die Märkte zusätzlich mit rasant steigenden Preisen für Rohmaterial, Lebensmittel und Energie belastet. Dazu kommt eine große politische Unsicherheit, die sich lähmend auf die Ökonomie auswirkt. Man spricht mittlerweile von einer Multi- oder Polykrise. Die im ersten Halbjahr 2022 stark gestiegenen Energiepreise und die Angst um die Versorgungssicherheit tangierten insbesondere die europäischen Märkte. Nach einem etwas überraschenden Wirtschaftswachstum von 0,3 Prozent im dritten Quartal gegenüber dem zweiten Quartal, hat sich die Dynamik der deutschen Wirtschaft zum Jahresende wieder spürbar abgeschwächt. Vor allem der private Konsum und die Investitionen haben sich im Q4 schwächer entwickelt. Gleichzeitig wird die Industrie weiterhin von großen Unsicherheiten und von hohen Energiepreisen belastet. Laut einer Veröffentlichung des Statistischen Bundesamtes ist im vierten Quartal 2022 das BIP in Deutschland preisbereinigt um 0,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal gesunken. Auf Jahressicht ergibt sich für die deutsche Wirtschaft ein Wachstum von 1,8 Prozent im Jahr 2022. Laut einer vorläufigen Schätzung von Eurostat betrug das Jahreswachstum des BIP im Euroraum 3,5 Prozent. Entwicklung der Automobilmärkte Der PKW-Weltmarkt hat sich im Jahresverlauf 2022 seitwärts bewegt. Zu Jahresbeginn hatte der Verband der Automobilindustrie (VDA) noch einen moderaten Anstieg erwartet. Während sich der chinesische Automarkt besser entwickelte als prognostiziert, blieben die Märkte in den USA und Europa hinter den Erwartungen zurück. Diese hatten deutlich mehr mit den negativen wirtschaftlichen Auswirkungen des Ukraine-Krieges, der Energiekrise und den Lieferengpässen zu kämpfen. Der VDA veröffentlichte folgende Zahlen zu den PKW-Neuzulassungen: Weltweit wird in der Jahresbilanz ein Null-Wachstum ausgewiesen. China schafft aus Jahressicht ein starkes Plus von 10 Prozent. Der Markt in den USA muss einen Rückgang von 8 Prozent verkraften. Das Minus in Europa (EU, EFTA & UK) fällt mit 4 Prozent etwas geringer aus. Der deutsche Automarkt konnte sich zum Jahresende weiter erholen und auf Jahressicht die Neuzulassungszahlen noch mit plus 1 Prozent ins Positive drehen. Zum Ende des dritten Quartals wurde noch ein Minus von 7 Prozent ausgewiesen. Damit konnte man sich auch von den anderen größeren europäischen Märkten etwas abheben, die allesamt Rückgänge zu verzeichnen hatten: Frankreich minus 8 Prozent, Italien minus 10 Prozent, Spanien minus 5 Prozent, Großbritannien minus 2 Prozent. Dennoch bewegt sich auch der deutsche Markt im Vergleich zu Vor-Corona-Zeiten auf niedrigem Niveau. Noch etwas positiver zeigen sich die PKW-Produktionszahlen in Deutschland. Laut den VDA-Veröffentlichungen wurden auf Jahressicht 12 Prozent mehr PKWs hergestellt als im Vorjahr. Hier zeigt sich, dass der Auftragsbestand im Inland zunehmend abgebaut wird, dieser liegt jetzt nur noch 6 Prozent über dem Vorjahr. Die PKW-Produktion der deutschen OEMs im Ausland bekam im Dezember durch Einbrüche in China und den USA einen Dämpfer. Auf Jahressicht wird dennoch ein Plus von 2 Prozent ausgewiesen. Der Markt für die Elektromobilität (BEV, PHEV & FC) hat durch die geänderten Förderbedingungen in Deutschland eine Jahresendrallye erfahren. Die Neuzulassungen für BEV (plus 115 Prozent) und PHEV (plus 113 Prozent) legten im Dezember dreistellig zu. Dieser Vorzugseffekt durch die auslaufenden bzw. reduzierten Förderungen wird sich dann folglich auch auf die Jahresanfangszahlen 2023 auswirken. Der Elektroanteil bei den PKW-Neuzulassungen am Gesamtmarkt liegt laut VDA-Zahlen zum Jahresende bei 31,4 Prozent und hat sich gegenüber dem Vorjahr (26,0 Prozent) weiter gesteigert. Zum 01.01.2023 liegt der geschätzte Bestand an E-Autos in Deutschland inzwischen bei rund 1,87 Mio. Einheiten (davon knapp 1 Mio. BEV). Angaben zum Produktionsbereich Eine der Haupttätigkeiten der FWM Metalltechnik GmbH ist die Oberflächenbeschichtung. Das Produktspektrum wird durch die Tätigkeitsfelder Kugelstrahlen, Nassgleitschleifen, Wärmebehandlung und Zwischenstufenvergüten ergänzt. Mit dem Dienstleistungsangebot werden sowohl SCHERDEL-interne Unternehmen als auch externe Kunden bedient. Auftragslage Mit einem Umsatzzuwachs von 217 TEUR bzw. 2,1 Prozent hat sich die Auftragslage nach dem starken Anstieg in der Vorperiode, aufgrund der Wiederbelebung der Märkte nach der Corona-Pandemie, auf einem stabilen Niveau eingependelt. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Den Zahlungsverpflichtungen konnte jederzeit und uneingeschränkt nachgekommen werden.
Die für das Berichtsjahr prognostizierten leicht verbesserten Umsatzerlöse konnten erreicht werden. Die auf Vorjahresniveau erwarteten Kennzahlen Jahresüberschuss, EBIT und EBITDA wurden aufgrund der zusätzlichen Materialpreisteuerungen nicht erreicht. Die Investitionen befanden sich in etwa auf dem Niveau des Prognosewertes von 170 TEUR. Wichtige Ereignisse des Geschäftsjahres Stop & Go-Betrieb unverändert notwendig Der bedarfsgerechte Stop & Go-Betrieb war auch im Berichtsjahr weiterhin unverändert zur Kundenbelieferung notwendig. Weiterhin machte eine recht volatile Auslastung von Seiten der Kunden dem Geschäftsverlauf im Berichtsjahr immer wieder zu schaffen und führte zu schwierigem Stop & Go Betrieb, wofür die eingesetzten Technologien und Fertigungsprozesse eher grenzwertig sind. Rationalisierungsprojekte Der Schwerpunkt des Jahres 2022 lag in Energieeinsparmaßnahmen auf Grund der explodierenden Energiekosten, hier konnten einige Rationalisierungsprojekte erfolgreich umgesetzt werden. Forschung und Entwicklung Um den Ausbau der Führungsposition im jeweiligen Produktspektrum kontinuierlich voranzutreiben und weitere Marktanteile zu gewinnen, unternimmt die SCHERDELGruppe umfangreiche Forschungs- und Entwicklungs-Aktivitäten. Einen Hauptanteil nimmt dabei die Optimierung der Herstellungsprozesse, die Entwicklung neuer anwendungstechnischer Lösungen aufgrund der steigenden Anforderungen der Kunden und die nachhaltige Grundsatzforschung ein. Hier gilt es, neue Werkstoffe zu finden oder bekannte höher beanspruchen zu können. Im Produktbereich der Elektromobilität ist insbesondere der entwicklungstechnisch sichere Umgang mit Materialen wie beispielsweise Kupfer und Kunststoff ein zunehmend wichtigerer Erfolgsfaktor. Innerhalb der SCHERDELGruppe ist die SCHERDEL INNOTEC Forschungs- und Entwicklungs- GmbH speziell für diese Aufgabenstellungen in den Bereichen Einzelteile, Baugruppen und Systeme zuständig. Durch die SCHERDEL Prototypenbau und Anwendungstechnik GmbH werden dann im Anschluss oft Musterprototypen gefertigt. Die FWM Metalltechnik GmbH erhält insbesondere durch die Geschäftsbereiche Technik und Entwicklung des Mutterunternehmens SCHERDEL Marienberg GmbH Unterstützung im Dienstleistungssegment Oberflächentechnik. Risiken Bedingt durch ihr breites Produktportfolio eröffnen sich der FWM Metalltechnik GmbH weitreichende Chancen am Markt. Diesen stehen jedoch auch immer Risiken gegenüber, die trotz aller getroffenen Vorsorgemaßnahmen aufgrund von unvorhergesehenen oder nicht zu beeinflussenden Ereignissen Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit nehmen können. Um diese frühzeitig identifizieren zu können, besteht eine Reihe interner Warnsysteme. Im Rahmen von kontinuierlichen Gesprächskreisen werden Auswirkungen und Folgen auf die Geschäftstätigkeit rechtzeitig und angemessen bewertet. Risiken werden daher nur unter der Voraussetzung eingegangen, dass ein angemessener Beitrag zur Steigerung des Unternehmenswertes erwartet werden kann. Bei Bedarf werden geeignete Gegenmaßnahmen eingeleitet, um die Unabhängigkeit des Unternehmens zu sichern. Hier ist nicht nur die Führungsebene gefordert. Kontinuierlich werden auch alle Mitarbeiter immer wieder zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit Risiken sensibilisiert, um diese erkennen, vermeiden und bei Bedarf mindern zu können. Vertriebs- und Marktrisiko: Die Automobil- und Automobilzulieferindustrie ist und bleibt der wichtigste Absatzmarkt der FWM Metalltechnik GmbH. Als Entwicklungspartner und als "Global Player" genießt SCHERDEL ein hohes Ansehen sowohl bei unseren etablierten als auch bei unseren neuen Kunden, welches auf Grund einer starken Diversifikation in der Marktbearbeitung entstanden ist. Das Jahr 2022 war von maßgeblich drei herausfordernden Faktoren geprägt:
Die FWM Metalltechnik GmbH setzte 2022 den Transformationsprozess hin zu neuen Antriebstechnologien fort, ohne dabei das traditionelle Kerngeschäft zu vernachlässigen. Die nochmals verstärkten Aktivitäten in der Medizintechnik führten auch in diesem Bereich zu einem weiter steigenden Auftragseingang. Bei den Materialmehrkosten verbuchte SCHERDEL im Jahr 2022 Erfolge mit hohen Kostenbeteiligungen durch die Kunden. Als neue Herausforderung zeigt sich jedoch die Verhandlung weiterer inflationsbedingter Kostensteigerungen. Am allgemeinen Preisauftrieb haben sich die Kunden in der Vergangenheit nicht beteiligt. Die FWM Metalltechnik GmbH hat diese Herausforderung rechtzeitig angenommen und stieg frühzeitig in die Verhandlungen mit den Kunden ein. Die Kunden signalisierten Verhandlungsbereitschaft insbesondere bei Energie- und Personalkostensteigerungen und Schritt für Schritt wurden Preiserhöhungen bei den Kunden durchgesetzt. Eine wichtige Aufgabe bestand 2022 darin, den Prozess der Angebotserstellung und die Inhalte von Angeboten zu überarbeiten. Der neue Angebotsprozess für Baugruppen soll 2023 implementiert werden. Er beinhaltet eine stärkere Beteiligung der Kunden an projektspezifischen Investitionen (Werkzeuge, Vorrichtungen, Maschinen und Anlagen, bauliche Maßnahmen) und eine tiefergehende Risikoabschätzung hinsichtlich Gewährleistung, Produkthaftung und Designspezifikationen sowie eine finanzielle Absicherung bei Margenunterschreitung bzw. Projektabbruch. Zusätzlich werden Angebote künftig Materialpreisgleitklauseln zu Standard- und Sondermaterialien enthalten. Produktrisiko: Ein Großteil des Produktspektrums der FWM Metalltechnik GmbH wird in Großserienproduktion hergestellt und in technologisch anspruchsvollen Erzeugnissen der Kunden verbaut, so dass eine entsprechend hohe Wertschöpfung entsteht. Hieraus können sich Produkthaftungsrisiken ergeben. Ein modernes und klar strukturiertes Qualitätsmanagement ist etabliert, um Risiken zu minimieren. Gleichzeitig erfolgt im Entwicklungsverlauf bereits ein enger Abgleich mit den jeweiligen Kundenanforderungen. Im Rahmen des Projektmanagements werden Standards zur Risikoeinstufung angewendet, um so für wirksame Absicherungsmaßnahmen bereits bei der Planung der Herstellprozesse zu sorgen. Zu den Instrumenten zählen hier neben produktspezifischen Prüfanlagen auch statistische Bewertungsmethoden von Messergebnissen oder Prozessparametern. Sofern sich dennoch Schadensereignisse ergeben sollten, gibt es hierzu klar festgelegte Abläufe, Zuständigkeiten, Methoden und Kompetenzen innerhalb der Organisation. Ein darauf zugeschnittener und angemessener globaler Versicherungsschutz ist vorhanden. Dieser wird kontinuierlich geprüft und entsprechend angepasst. Im Geschäftsbereich Metallumformung sind die Werke sowohl nach DIN EN ISO 9001 als auch IATF 16949 zertifiziert. Risiken können auch durch die Lieferkette eingebracht werden. Auf Grund der geopolitischen Lage ist dort verstärkt eine Flexibilisierung erforderlich. Dieser Situation begegnet die FWM Metalltechnik GmbH mit der Verfeinerung des Auswahlprozesses sowie den Steuerungs- und Überwachungsmechanismen der Lieferleistung der Lieferkette. Beschaffungsrisiko: Das von der FWM Metalltechnik GmbH zur Produktherstellung bezogene Rohmaterial ist grundsätzlich weltweit in ausreichender Kapazität vorhanden. Aufgrund begrenzter Fertigungskapazitäten sind bei direkten Lieferanten für Zulieferungen mit höherwertigen Materialqualitäten Risiken gegeben. Die vergangenen Jahre haben sehr deutlich gezeigt, dass die globalen Lieferketten anfällig gegenüber den unterschiedlichsten Ereignissen (Pandemie, Naturkatastrophen, Kriege und politische Entwicklungen) sind und mehr Flexibilität zur Absicherung notwendig ist. Kritisch zu bewerten ist die zum Teil fehlende Bereitschaft vieler Kunden zum Aufbau alternativer Lieferketten, um Risiken zu reduzieren bzw. zu diversifizieren. Dies kann im Einzelfall zu Versorgungsproblemen führen. Ein von den Produkten ausgehendes Qualitätsrisiko wird durch ein Lieferantenmanagement kontrolliert wie auch reduziert. Dieses wird kontinuierlich weiterentwickelt und verbessert. Darüber hinaus steht ein angemessenes Wareneingangskontrollsystem, das den jeweiligen Normen und Richtlinien der Automobilindustrie entspricht, zur Verfügung. Das Preisrisiko steht unter permanenter Beobachtung und Bewertung. Sowohl Rohstoffspekulationen an den Weltbörsen wie auch die oligopolartige Struktur des Stahlmarktes nehmen erheblichen Einfluss auf die Preisbildung der Rohstoffe, die zwingend zur Stahlerzeugung benötigt werden. Zur Risikoabsicherung baut SCHERDEL kontinuierlich neue und alternative Lieferketten auf. Personalrisiko: Wenn auch Begriffe wie "Demographie" und "Facharbeitermangel" schon seit Jahren durch die Arbeitsmarktwelt schwirren: jetzt sind die Auswirkungen schmerzlich spürbar. "The War of Talents" birgt ungeahnte Gefahren, eröffnet aber auch neue und kreative Wege der Facharbeitergewinnung und Mitarbeiterbindung. Dabei ist es unentbehrlich, neben einem guten Personalcontrolling mit entsprechend aussagekräftigen Leistungsindikatoren, den weisen Blick in die Zukunft nicht aus den Augen zu lassen. Sei es bei der quantitativen Personalplanung, sei es aber auch bei den qualitativen Aspekten: so gaben wir der Akademie mit einigen neuen Schulungsinhalten zur Qualifikation in den Bereichen Automatisierung, Robotik, Elektronik, Digitalisierung einen neuen Touch. Aber auch die Sprachenwelt - bei einer weiter zunehmenden Internationalisierung und Gewinnung von Fachkräften aus dem Ausland - war und ist ein wichtiger Baustein. Bewährt hat sich in diesem Zusammenhang auch unsere Entscheidung zur Eröffnung des SCHERDEL Ausbildungs - und Trainingszentrums (SCHATZ) in 2019, das nun den ersten vollständigen Ausbildungszyklus beenden wird (Ausbildungszeitraum von 3,5 Jahren). Oben genannte Schulungsinhalte sind selbstredend auch Auswirkung und Maßnahme aus der Transformation. Die Arbeitswelt und Arbeitsweisen ändern sich rasant. Die FWM Metalltechnik GmbH arbeitet intensiv mit mehreren Projekten an diesem Thema und versucht die Erkenntnisse daraus bestmöglich auch in die Personalpolitik und -strategie umzusetzen. In einem stetig gesund wachsenden Unternehmen ist es zudem nötig, die unterstützenden Prozesse immer wieder zu überdenken, anzupassen und letztendlich für Führungskräfte, Mitarbeitende und Personaler zu vereinfachen und die Anwendung zu digitalisieren. Ein dazu im Vorjahr sorgfältig ausgewähltes integriertes Personalmanagementsystem befindet sich seit dem vierten Quartal 2022 in der Einführungsphase und soll im Laufe der kommenden Jahre Stück für Stück vorerst im Inland, später dann auch im Ausland ausgerollt werden. Dieses Projekt erfordert neben einem stabilen Projektteam auch große Kenntnisse und Fingerspitzengefühl im Change-Management. Letztendlich gewinnt die Mitarbeiterbindung, -zufriedenheit und -motivation zunehmend an Bedeutung. Regelmäßige Mitarbeiterbefragungen gaben und geben uns dabei eine Orientierung, an welchen Ecken und Kanten wir weiter feilen können. Auf dass wir auch in Zukunft den richtigen Mitarbeitenden mit der richtigen Qualifikation zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort für unsere KollegInnen in Produktion und Zentraleinheiten zur Verfügung stellen können. IT-Risiko: Die Informationsverarbeitung und somit auch die Informationssicherheit sind ein wesentlicher Bestandteil aller Kernprozesse und somit zur Aufgabenerfüllung der FWM Metalltechnik GmbH unerlässlich. Alle wesentlichen strategischen und operativen Funktionen und Aufgaben werden durch Informationstechnik (IT) maßgeblich unterstützt. Funktionierende und sichere IT-Systeme sowie verfügbare und geschützte Daten bilden dabei das Fundament für den erfolgreichen Geschäftsbetrieb. Die Unternehmen der SCHERDELGruppe hängen in hohem Maße von der Qualität der eingesetzten IT-Systeme ab. Sicherheit in der IT ist für die FWM Metalltechnik GmbH kein Selbstzweck, sondern durch Anforderungen der Kunden und gesetzlicher Vorgaben notwendige Voraussetzung für die Aufgabenerfüllung. Da unsere Kernkompetenz in der Entwicklung innovativer Produkte liegt, ist der Schutz dieser Informationen vor unberechtigtem Zugriff und vor unerlaubter Änderung von existenzieller Bedeutung. Kunden aus dem Automotive Umfeld und aus der Medizintechnik fordern zunehmend eine ISO27001 oder TISAX Zertifizierung. Für die Marktposition der Unternehmensgruppe ist somit das eigene ISMS ein wesentlicher Baustein für die strategische Weiterentwicklung. Die Mitarbeiter sind die Basis der aktiven Sicherheitskultur und werden alle eingebunden, geschult und sensibilisiert. Durch den Einsatz qualifizierter interner und externer Experten als auch durch entsprechende technische Maßnahmen werden die Prozesse und IT-Systeme kontinuierlich verbessert. Um die steigende Komplexität im Bereich der IT auch weiterhin handhaben zu können, werden Prozesse und Systeme gruppenweit vereinheitlicht und standardisiert. Diese basieren wiederum auf einem IT-Infrastrukturstandard, der in kritischen Bereichen auf Redundanz und andere Maßnahmen zur Vermeidung von Ausfallzeiten setzt. Durch systematische Prozessüberwachungsmaßnahmen (Monitoring) werden frühzeitig Störungen der IT-Systeme identifiziert. Alle Endgeräte der FWM Metalltechnik GmbH werden rund um die Uhr von einem externen Anbieter auf Schadsoftware und Angriffe überwacht. Betriebsrisiko: Im Rahmen der Arbeitssicherheit und des betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutzes werden umfangreiche Unfallverhütungsmaßnahmen getroffen. Diese werden kontinuierlich aktualisiert und weiterentwickelt. Für die Einhaltung und Kontrolle der Vorschriften sorgen entsprechend implementierte Managementsysteme. Dabei unterstützend wirken Maßnahmen der laufenden Prüfung, Wartung und Instandsetzung von bestehenden Anlagen und Maschinen. Die Durchführung von Umweltaudits, Unterweisungen und Betriebsbegehungen finden kontinuierlich statt, ebenso wie regelmäßig organisierte Sicherheitsveranstaltungen und standardisierte e-Schulungen. Mit dem Unternehmensziel Nachhaltigkeit wird die soziale, ökologische und ökonomische Leistungsfähigkeit der FWM Metalltechnik GmbH sichergestellt und auch fortlaufend verbessert. Ein Hauptaugenmerk liegt dabei auf den Themen Arbeitsbedingungen, Umwelt und Wirtschaftsethik. Die Nachhaltigkeitsbereiche sowie die innovativen Produkte und Prozesse sind sowohl durch Managementsysteme, basierend auf internationalen Normen in den Bereichen Qualität, Umwelt, Energie und Arbeitssicherheit, als auch durch Forschung, Entwicklung und das Ideenmanagement bereits gut etabliert. Insbesondere im internationalen Kontext werden diese verstärkt in die bestehende Managementsysteme eingegliedert. Die Geschäftsgrundsätze und Gesetze (Compliance) werden eingehalten, wobei hier auch die vorgelagerten Stufen der Lieferkette mit einbezogen werden. Durch entsprechende Audits wird die Umsetzung der SCHERDEL-Unternehmens-Ethik-Prinzipien geprüft und deren Einhaltung bestätigt. Finanzrisiko: Die FWM Metalltechnik GmbH legt sehr großen Wert auf die Einhaltung von soliden Finanzierungsstrukturen. Auf Basis einer bewährten und vorausschauenden Finanzierungsstrategie wird die Position bei Kunden, Lieferanten, Banken, Versicherungen und weiteren Geschäftspartnern gefestigt und auch sukzessive ausgebaut. Dabei stellt die Gleichbehandlung aller Partner einen wichtigen Grundsatz dar. Bei verschiedenen nationalen und internationalen, privaten, öffentlich-rechtlichen wie auch genossenschaftlichen Kreditinstituten stehen ausreichende Kreditlinien zur Verfügung, auf die verschiedene Unternehmen der SCHERDELGruppe zugreifen können. Durch eine zentrale Steuerung der Konzernfinanzierung wird sichergestellt, dass alle Firmen in der Gruppe mit ausreichender Liquidität ausgestattet sind und ihren Verpflichtungen nachkommen können. Es wird darauf geachtet, dass keine Abhängigkeiten von einzelnen Finanzierungspartnern entstehen. Standardisierte Methoden und Prozesse zur Überprüfung des jeweiligen Liquiditätsbedarfes dienen dazu, rechtzeitig adäquate Finanzierungsmaßnahmen einleiten zu können. Durch ein ausgewogenes Portfolio an mittel- und langfristigen Finanzierungstranchen sind die mit den zukünftigen Technologien und Wachstum verbundenen Investitionen gedeckt. Die mit Ausbruch des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine verbundenen negativen wirtschaftlichen Auswirkungen konnten durch die vorausschauende Finanzierungsstrategie und den zu Verfügung stehenden Kreditlinien liquiditätsseitig zu jeder Zeit abgefedert werden. Sicherungsgeschäfte werden grundsätzlich nur im engen Zusammenhang mit den entsprechenden Grundgeschäften abgeschlossen. Rechtsrisiko: Insbesondere Gewährleistungsfälle aus Entwicklungs- oder Produktionsmängeln bzw. Vormaterialfehlern lassen sich auch bei hohem Aufwand zur Absicherung nie vollständig ausschließen. Gewährleistungs- und Schadensersatzansprüche in unseren Branchen können signifikanten Einfluss auf die Ergebnisse haben. Wir wollen die rechtlichen Risiken möglichst geringhalten und so weit wie möglich kontrollieren. Im Rahmen des Risikomanagements werden Vorkehrungen getroffen, um Gefährdungen frühzeitig zu entdecken und um Haftungsrisiken zu minimieren. In unserer Stabsstelle Recht entwickeln wir eigene Vertrags- und Klauselstandards, die haftungsoptimiert sind und die durch die Fachabteilungen Eingang in die Vertragsverhandlungen finden. Eine Richtlinie regelt das effektive und effiziente Zusammenwirken von Stabsstelle und Linienfunktion. Die Fachabteilungen werden regelmäßig in rechtlichen Fragen geschult und im Umgang mit Haftungsrisiken sensibilisiert. All dies schafft Risikobewusstsein und trägt dazu bei, dass Rechtsrisiken frühzeitig geprüft, bewertet und entsprechend begrenzt werden können. Durch regelmäßige Berichterstattung an die Geschäftsleitung wird dafür Sorge getragen, dass ein Abgleich von Kunden- und Lieferantenverträgen mit unseren strukturellen präventiven Maßnahmen erfolgt. Großen Wert legt die FWM Metalltechnik GmbH auch auf einen angemessenen, individuell abgestimmten und international ausgeweiteten Versicherungsschutz. Über globale Versicherungskonzepte sind Risiken aus Elementarschäden und daraus resultierender Betriebsunterbrechungen sowie Risiken im Bereich der Automobil- und Zulieferindustrie für mögliche Gewährleistungs-, Produkthaftpflicht-, Rückruf- sowie Umwelthaftpflichtrisiken gedeckt. Über technische Versicherungen werden für die Sparten Maschinen- und Werkzeugbau eventuelle Maschinen- und Montageschäden abgesichert. In regelmäßigen Abständen werden die Sach-, Haftpflicht- und Personenversicherungsportfolios auf Inhalt und Angemessenheit überprüft und adjustiert. Im Jahresabschluss 2022 wurde für Restrisiken in einem adäquaten Umfang bilanzielle Vorsorge getroffen. Fazit: Auch im Jahr 2022 war das Geschäftsumfeld der FWM Metalltechnik GmbH geprägt durch ein herausforderndes Marktumfeld, welches durch zahlreiche externe Effekte beeinflusst wurde. So waren die Nachwirkungen der Corona-Pandemie, besonders in dem für die Gruppe wichtigen Markt China, bedingt durch eine strikte Politik des Staates, nach wie vor spürbar. Darüber hinaus belasteten teilweise erhebliche Teuerungsraten, vor allem im Bereich der Rohstoffe und Energie, die Rentabilität der Geschäftsprozesse und konnten teilweise nur zeitverzögert oder nicht in voller Höhe an den Endkunden weitergeben werden. Der durch den demographischen Wandel mitbeeinflusste Fachkräftemangel hat sich weiter verschärft und die Gruppe auch im Jahr 2022 vor Herausforderungen gestellt. Bedingt durch das dynamische und herausfordernde Umfeld der letzten Jahre wurden sogenannte Taskforces eingerichtet, um schnelle Entscheidungen und koordinierte Umsetzungen von Beschlüssen sicherzustellen. Die Finanzierungstruktur ist weiter sehr stabil und es sind ausreichend Liquiditätsreserven vorhanden, um die benötigten Investitionen in einem sich zunehmend dynamisch entwickelnden Markt sicherzustellen. Vor diesem Hintergrund sind aus aktueller Sicht derzeit neben den benannten Risiken des laufenden Geschäftsbetriebes keine weiteren bekannt, die einen speziellen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nehmen könnten. Aktuell sind deshalb keine Risiken erkennbar, deren Auswirkungen den Fortbestand der FWM Metalltechnik GmbH bedrohen könnten. Das Bewusstsein für das Erkennen und Minimieren von Risiken in allen Unternehmensbereichen wurde durch die besondere Situation nochmals verstärkt. Zukünftige Entwicklung und Chancen Entwicklung der Rahmenbedingungen Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Prognose für das globale Wirtschaftswachstum zuletzt leicht nach unten korrigiert, da der Rückgang der Inflationsraten nicht in dem erwarteten Maße erfolgte und damit die wirtschaftliche Entwicklung weiter gedämpft wird. In der April-Prognose sehen die IWF-Volkswirte jetzt nur noch ein globales Wachstum von 2,8 Prozent für das Jahr 2023 (vorher 2,9 Prozent). Der IWF rechnet für heuer weltweit mit einer Teuerungsrate von durchschnittlich 7 Prozent, das sind 0,4 Prozentpunkte mehr als noch im Januar prognostiziert. Im kommenden Jahr soll diese dann bei 4,9 Prozent liegen (plus 0,6 Prozent). Von der Zielmarke von 2 Prozent, die die Notenbanken aus ökonomischer Sicht für gesund halten, sind diese Werte noch weit entfernt. Der Kampf gegen die Inflation ist deutlich zäher als noch vor einigen Monaten erwartet. Mit Blick auf die bedeutenden einzelnen Länder bzw. Regionen ergibt sich ein differenziertes Bild. Laut den Veröffentlichungen des Institutes für Weltwirtschaft Kiel (IfW) wird für die weltweit größte Volkswirtschaft USA in 2023 ein BIP-Wachstum von nur 0,8 Prozent prognostiziert. Dagegen soll das Wirtschaftswachstum in China 5,2 Prozent betragen. Für den Euroraum wird eine Steigerung des BIP von 1,1 Prozent gesehen. Die deutsche Volkswirtschaft soll im laufenden Jahr um 0,5 Prozent zulegen. Damit liegt die IfW-Prognose etwas höher als die der meisten anderen Institute, die eher einen Wert um die 0 Prozent vorhersagen. Die Einflussfaktoren auf die Konjunktur sind sehr unterschiedlich. Während die deutsche Wirtschaft in den verbrauchernahen Branchen unter der hohen Inflation leidet und schrumpft, wird die Industriekonjunktur das Wachstum eher stützen. Für 2024 sieht man aktuell einen BIP-Zuwachs von 1,4 Prozent. Das ifo Institut sieht den Gipfel der Inflation in Deutschland erreicht. Man rechnet im Jahresdurchschnitt mit einer Inflationsrate von 6,2 Prozent und liegt damit bereits niedriger als im vergangenen Jahr. Durch sinkende Energiepreise und eine allmähliche Auflösung der Lieferschwierigkeiten in der Industrie erwartet man nach und nach eine Normalisierung, so dass man für Ende 2024 eine Inflationsrate von nur noch 2,2 Prozent sieht. Entwicklung der Automobilmärkte Nach den vorliegenden Zahlen des ersten Quartals hat der Verband der Automobilindustrie (VDA) einige Prognoseanpassungen für die Pkw-Neuzulassungszahlen im Jahr 2023 vorgenommen. Die Schätzung für den Weltmarkt mit einem Wachstum von 4 Prozent bleibt unverändert, ebenso wie für die beiden größten Automobilmärkte China (plus 3 Prozent) und USA (plus 4 Prozent). Für den europäischen und deutschen Automarkt ist der VDA jetzt doch etwas zuversichtlicher gestimmt. Beim Markt Europa (EU, EFTA & UK) liegt man im Q1 deutlich im Plus. Daher hat man die Wachstumsprognose von 5 auf 7 Prozent hochgesetzt. Treiber sind insbesondere die Märkte in UK, Italien, Frankreich und Spanien. Auch der Automobilmarkt in Deutschland hatte einen guten Jahresauftakt und soll jetzt auf Jahressicht mit 4 Prozent stärker zulegen als zuletzt erwartet (plus 2 Prozent). Der positive Trend lässt sich auch am Produktionsindex ablesen, der jetzt im Februar den zehnten Monat in Folge gestiegen ist. Auch der Auftragseingangsindex in der Automobilindustrie hat sich im Februar nach längerer Durststrecke wieder mit 1 Prozent leicht erhöht. Das Geschäftsklima der deutschen Autohersteller gemäß dem ifo-Index trübt sich aktuell etwas ein, liegt aber immer noch oberhalb des Referenz-Benchmarks des Verarbeitenden Gewerbes. Die Unternehmen bewerten die aktuelle Geschäftslage unverändert positiv, die Geschäftserwartungen werden dagegen etwas zurückgenommen. Entwicklung der FWM Metalltechnik GmbH 2022 war ein wirtschaftlich schwieriges Jahr, welches in erster Linie durch massive Materialpreissteigerungen geprägt war, welche nur schwer an die Kunden weitergegeben werden konnten. Die Folgen dieser in Höhe und Geschwindigkeit noch nie erlebten Preisanstiege hatten negative Auswirkungen auf die Ertragskraft. Trotz des Krisenumfelds konnte die FWM Metalltechnik GmbH auch zahlreiche Fortschritte im laufenden Transformationsprozess in der Automobilbranche machen. Gerade in den Zukunftsmärkten E-Mobilität und Medizintechnik werden wir in den nächsten Jahren wachsen und damit die Abhängigkeit vom Verbrenner-Motor sukzessive reduzieren. Aber auch unsere Stammprodukte, die nicht abhängig von der Antriebsart sind, bieten uns ein weiteres Wachstumspotenzial. Für 2023 plant die FWM Metalltechnik GmbH mit einem mittelstarken Umsatzanstieg. So wird mit einer Produktionsleistung von 11.497 TEUR geplant. Für Investitionen, deren Finanzierung vollständig über den Cashflow möglich sein wird, ist mit einem Volumen von 95 TEUR ein weiterer Rückgang des Investments im Folgejahr vorgesehen. Im laufenden Geschäftsjahr wird eine teilweise Entspannung der Marktbedingungen erwartet. Bedingt durch diesen Umstand wird eine leichte Verbesserung der Kennzahlen Jahresergebnis, EBIT und EBITDA prognostiziert.
Marktredwitz, den 31. März 2023 Dipl.-Ing. (Univ.) Marcus Bach Assessor (jur.) Maximilian Freiherr von Waldenfels Dipl.-Ing. Ulrich Hocher Karsten Barth BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022AKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022
Anhang für das Geschäftsjahr 2022A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Für den Jahresabschluss der Gesellschaft finden die Rechnungslegungsvorschriften des HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften Anwendung. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches. Für die Gewinn- und Verlustrechnung kommt das Gesamtkostenverfahren zur Anwendung. B. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
C. Angaben und Erläuterungen zu Positionen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung I. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellkosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden linear vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit einem Anschaffungswert bis EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs vollständig als Aufwand gebucht. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgte zu Herstellungskosten (§ 255 HGB). Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert bilanziert. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen worden. Die liquiden Mittel wurden zum Nominalwert angesetzt. Auszahlungen im Berichtsjahr, die Aufwendungen für das nachfolgende Geschäftsjahr darstellen, wurden als aktive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Die Rückstellungen wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Der Bewertung der Rückstellung für Altersteilzeit liegt ein versicherungsmathematisches Gutachten zugrunde (Gehaltstrend 1,50 % p.a.; Zinssatz 1,44 %) Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag berücksichtigt. II. Angaben zu den Positionen der Bilanz Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlageposten mit den historischen Anschaffungskosten und den kumulierten Abschreibungen ist in einem Anlagenspiegel dargestellt, der Bestandteil des Anhangs ist. Sonstige Vermögensgegenstände In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen aus Steuerüberzahlungen und Stromsteuererstattungen enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen. Gesondert anzugebende Bilanzposten nach § 327 HGB
Haftungsverhältnisse Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen: EUR 8.705.113,32 (Vj.: EUR 1.158.495,88) Mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen ist aufgrund der guten Liquiditätslage der Gesellschaften, für die die Haftung eingegangen wurde, nicht zu rechnen. Mitzugehörigkeit zu Bilanzposten
III. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Angaben sind nicht erforderlich. D. Ergänzende Angaben I. Organe Im Geschäftsjahr waren als Geschäftsführer bestellt: Herr Dipl.-Ing. (Univ.) Marcus Bach, Marktredwitz Assessor (jur.) Maximilian Freiherr von Waldenfels, Arzberg Herr Dipl.-Ing. Ulrich Hocher, Callenberg Herr Karsten Barth, Neukirchen/Erzgeb. Herr Marcus Bach und Maximilian Freiherr von Waldenfels sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Herr Marcus Bach ist einzelvertretungsberechtigt. II. Mitarbeiter Die durchschnittliche Anzahl beschäftigter Mitarbeiter betrug:
III. Gesellschafter Gesellschafter des Berichtsunternehmens sind: SCHERDEL Marienberg GmbH zu 85 % C.E.P. Technische Federn S. Scherdel Consulting GmbH zu 15 % IV. Mutterunternehmen Das Berichtsunternehmen ist in einen Unternehmensverbund eingegliedert. Das Mutterunternehmen ist die SCHERDEL Verwaltungs-GmbH mit Sitz in Marktredwitz. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger bekannt gemacht. V. Nachtragsbericht Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2022 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten. VI. Ergebnisverwendung Die Geschäftsleitung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 201.592,51 auf neue Rechnung vorzutragen.
Marktredwitz, den 31. März 2023 Dipl.-Ing. (Univ.) Marcus Bach Assessor (jur.) Maximilian Freiherr von Waldenfels Dipl.-Ing. Ulrich Hocher Karsten Barth Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2022
Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB. Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersAn die FWM Metalltechnik GmbH, Marienberg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der FWM Metalltechnik GmbH, Marienberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der FWM Metalltechnik GmbH, Marienberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Marktredwitz, 28. Juli 2023 KRP
GmbH & Co. KG
Ruckdeschel M.A., Wirtschaftsprüfer Dipl.-Kffr. Rahn, Wirtschaftsprüferin |
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