Lokbest GmbH
Selbe AdresseEinzelhandel mit sonstigen Nahrungs- und Genussmitteln
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 37.00% | |
| 37.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
LUSINI Group GmbH (vormals: E. M. Group Holding AG)WertingenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022GRUNDLAGEN DES KONZERNS KONZERNSTRUKTUR Im Jahr 2022 wurde die Umbenennung der EM Group zur LUSINI Group komplett vollzogen. Durch Gesellschaftsvertrag vom November 2022 ist die LUSINI Group GmbH entstanden durch formwechselnde Umwandlung der E. M. Group Holding AG. Die LUSINI Group ist eine international agierende Handels- und Dienstleistungsgruppe im Omnichannel-Sektor für Gastronomie- und Hotelbedarf und zählt zu den führenden Unternehmen der Branche im Non-Food-Bereich in Europa. Ziel der Unternehmensgruppe ist die optimale, vollumfängliche Beratung und Ausstattung von Hotellerie und Gastronomie sowie von Endkunden im weltweiten Kontext. Die LUSINI Group GmbH ist mit eigenen Niederlassungen in Deutschland, Frankreich, Österreich, der Schweiz, Spanien, Schweden, Italien, Kroatien sowie den Niederlanden tätig. In Norwegen, Dänemark, Luxemburg und Belgien tritt die LUSINI Group als Internet Pure Player auf und vermarktet ausschließlich online. Märkte, in welchen keine Niederlassung oder Onlineplattform unterhalten wird, werden professionell und systematisch durch eine eigene Exportgesellschaft betreut. Um ein konzerneinheitliches Handeln zu gewährleisten, übernimmt die LUSINI Group GmbH als Muttergesellschaft zentral für ihre Tochtergesellschaften Beratungs- und Dienstleistungen in den Bereichen Personalwesen, Interne Revision, Unterstützung im Rahmen des Risikomanagements, Datenschutz und IT-Sicherheit, Zentraleinkauf sowie Versicherungen und Markenrecht. Das Portfolio des Konzerns setzt sich im Wesentlichen aus folgenden Geschäftsbereichen zusammen:
KONZERNSTRATEGIE Die LUSINI Group als international tätiges Unternehmen baut ihren Erfolg auf den Säulen Kompetenz, Prozesseffizienz, Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit, Wachstum und Unabhängigkeit auf. Den Grundstein bildet der Business Plan des Unternehmens, der die wichtigsten strategischen Ziele vereint und die Bestandteile Finanzen, Kunden, Prozesse und Ressourcen umfasst. Die Vision "Jeder fühlt sich bei seinem Gastgeber wirklich wohl. Für die Mitarbeiter sind wir die berufliche Heimat - ein Ort, an dem mit Lust, Freude und Professionalität gearbeitet wird." steht hierbei im Fokus des unternehmerischen Handelns. Die Unternehmensziele sind klar beschrieben und kommuniziert. Die konzerneinheitliche Vision, Strategie und Wertevorstellungen stellen den Weg dar, wie diese Ziele erreicht werden. Die Strategie der LUSINI Group zielt auf ein langfristiges profitables Wachstum und Unabhängigkeit. Diese Strategie wird in Projekten und Maßnahmen kontinuierlich umgesetzt. Dabei hat sich die LUSINI Group bewusst für New Work Ansätze entschieden. Die Mitarbeiter werden frühzeitig in operative sowie strategische Projekte eingebunden, um damit nicht nur ein modernes Arbeiten und ein erhöhtes Involvement zu erreichen, sondern sich auch zu einer adaptiven, selbstlernenden Organisation zu entwickeln. Diese Mitwirkung erstreckt sich bis hin zur gemeinsamen Entwicklung von Unternehmens-, Fachbereichs- und Marktstrategien. Die strategischen Stoßrichtungen sichern nachhaltig Stabilität, Performance und Zukunftssicherheit. So setzt das Unternehmen sowohl auf horizontale wie auch auf laterale Produktdiversifikation. Die Erschließung neuer Märkte im europäischen Ausland ist ein weiterer Baustein für die nachhaltige Wachstumssteigerung, ebenso die Marktdurchdringung und Segmentierung in den bereits erschlossenen Märkten. Neue Technologien zur Digitalisierung im Bereich interner Prozesse erlauben es dem Unternehmen, zielgerichteter und effizienter auf Markt und Kunde zu reagieren. Das Unternehmen hat sich insgesamt einer intensiven Marken-, Image- und Öffentlichkeitsarbeit verschrieben. Eine deutlich verstärkte Öffentlichkeitsarbeit sowohl lokal als auch überregional trägt zu einer erhöhten allgemeinen Wahrnehmung des Unternehmens bei. Dies betrifft ebenfalls das Employer Branding. So baut die LUSINI dem Fachkräftemangel vor und wird damit weiterhin als attraktiver Arbeitgeber der Region wahrgenommen. WIRTSCHAFTLICHES UMFELD GESAMTWIRTSCHAFTLICHES UMFELD Die Weltwirtschaft hat sich im Verlauf des Jahres abgeschwächt. Diese Entwicklung zeigt sich auch beim verhaltenen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (3,3% %/VJ 6,2 %). Die Erholung von den Auswirkungen der Corona-Pandemie ist im Jahr 2022 unter dem Eindruck hoher Energiepreise und großer Unsicherheit wegen dem Ukrainekrieg erst einmal zu Ende gegangen. Bremsend wirkt inzwischen zunehmend auch die Geldpolitik, die zwar recht spät, aber dann ausgesprochen rasch gestrafft wurde und angesichts eines weiterhin hohen Inflationsdrucks wohl noch weiter angezogen werden wird. Die Industrieproduktion zog im Sommer bei nachlassenden Lieferengpässen an. Zum einen erholte sich die Produktion in China, die im Frühjahr 2022 noch unter den Corona-Beschränkungen gelitten hatte. Zum anderen konnten Aufträge, die in den Monaten zuvor aufgelaufen waren, abgearbeitet werden, weil die Anspannungen in den Logistiknetzwerken weltweit spürbar nachließen. So verringerten sich die Container-Frachtraten im Seeverkehr erheblich und lagen auch auf den Routen von Asien nach Europa und nach Nordamerika zuletzt nicht mehr massiv höher als vor der Corona-Krise. Für das Jahr 2023 wird aktuell mit einem Anstieg des Bruttoninlandsprodukts von 2,8 % gerechnet. Dies liegt daran, dass sich die Lage auf den Energiemärkten deutlich entspannt hat. Dank der wieder niedrigeren Rohstoffpreise wird auch von einem Rückgang der Inflation bis zum Ende des Jahres 2023 ausgegangen. Auch im Euroraum hat die Wirtschaft - ähnlich wie die Weltwirtschaft - einen Gang zurückgeschaltet. Dies spiegelt auch die Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes für das Jahr 2022 wider. Dieses ist im laufenden Jahr um 3,5 % gewachsen (VJ Anstieg 5,4 %). Es ist sogar lange davon ausgegangen worden, dass der Euroraum auf eine Rezession zusteuert. Zwar konnte die Erholung von den wirtschaftlichen Beeinträchtigungen der Corona-Pandemie bis zur Jahresmitte 2022 trotz des Ukraine-Krieges zunächst fortgesetzt werden. Der lange anhaltende Energiepreisschock und Gegenwind aus dem weltwirtschaftlichen Umfeld haben die Zuversicht der Unternehmen und insbesondere auch der Verbrauchern deutlich eingetrübt. Allerdings waren bis zum Schlussquartal 2022 die Auftriebskräfte in der Währungsunion offenbar stark genug, um trotz der zwischenzeitlich extrem hohen Energiepreise und des damit verbundenen Kaufkraftentzugs das befürchtete Schrumpfen der Wirtschaftsleistung abzuwenden. Mit den inzwischen auf breiter Front gesunkenen Energiepreisnotierungen - in Verbindung mit nachlassendem Gegenwind aus dem weltwirtschaftlichen Umfeld - dürfte die Konjunktur im Euroraum im Jahr 2023 wieder allmählich Tritt fassen. Dies führt auch dazu, dass Unternehmer und Verbraucher wieder deutlich zuversichtlicher in die Zukunft blicken. Die Wirtschaftsleistung in Deutschland ist im Jahr 2022 insgesamt unter dem des Vorjahres zurückgeblieben. Die Zuwachsrate beträgt 1,8 % (VJ 2,6 %). Maßgeblich für die schwache gesamtwirtschaftliche Entwicklung war die durch den russischen Angriff auf die Ukraine ausgelöste Energiekrise, die die postpandemische Erholung stark gebremst hat. Die hohen Energiepreise und die Inflation belasteten die Kaufkraft der privaten Haushalte und dämpften den privaten Konsum. Das weltwirtschaftliche Umfeld ist schwach und lieferte keine positiven Impulse für die Konjunktur. Die Großhandelspreise für Gas und Strom sind in den letzten Monaten des Jahres 2022 zwar deutlich gesunken - aber befinden sich trotzdem nach wie vor auf hohem Niveau. Der Arbeitsmarkt zeigte sich trotz der wirtschaftlichen Abkühlung robust, auch weil die Unternehmen nach wie vor händeringend nach Fachkräften suchen. Auch im Jahr 2023 schmälert die anhaltend hohe Inflation die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte und führt zu einem Rückgang der Konsumausgaben. Die deutsche Wirtschaft müht sich nach wie vor durch die Energiekrise. Die gesamtwirtschaftliche Produktion wird nur verhalten zulegen. Zum jetzigen Zeitpunkt wird von einem Wirtschaftswachstum von nur 0,2 % für 2023 ausgegangen. Die Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe können sich angesichts nachlassender Lieferengpässe daran machen, ihre zuvor angehäuften Auftragsbestände abzuarbeiten, auch wenn die nach wie vor hohen Energiepreise die energieintensiven Branchen belasten. Die Bauinvestitionen werden aufgrund der schlechteren Finanzierungsbedingungen deutlich sinken. Der Arbeitsmarkt bleibt trotz der wirtschaftlichen Schwächephase robust. Vielmehr zeigen sich zunehmend die Folgen des demographischen Wandels: In den kommenden Jahren wird die Erwerbstätigkeit ihren Zenit überschreiten. Der massive Fachkräftemangel wird in Anbetracht der hohen Inflation zu kräftigen Lohnsteigerungen führen. BRANCHENSPEZIFISCHES UMFELD Der deutsche Einzelhandel verzeichnete im Jahr 2022 Umsätze in Höhe von 631,9 Mrd. €. Dies entspricht einer Erhöhung von 7,2 % gegenüber dem Vorjahr (2021: 589,4 Mrd. €). Damit konnte der Einzelhandel in Deutschland die Umsätze in den vergangenen Jahren kontinuierlich steigern. Für den Online-Handel jedoch endet die Corona-Sonderkonjunktur in 2022. Der Online-Handel hat erstmals in seiner Geschichte ein Jahr mit einem Minus beendet: Die Umsätze sinken dort im Vorjahresvergleich um 2 % auf 85,0 Mrd. € (2021: 86,7 Mrd. €). Es zeigt sich hierdurch aber keine grundlegende Schwäche, sondern eine Normalisierung nach zwei extrem umsatzstarken Jahren, in denen der Online-Handel angesichts des Lockdowns mit Geschäftsschließungen in weiten Teilen des Nonfood-Handels deutlich profitieren konnte. Im stationären Handel hingegen traten wieder Wachstumseffekte ein (+ 8,8 % gegenüber Vorjahr) auf nun 546,9 Mrd. €. Die Lage im deutschen Einzelhandel bleibt 2023 weiterhin herausfordernd. Angesichts der hohen Inflation und Konsumflaute stellen sich die deutschen Einzelhändler in diesem Jahr auf ein schwieriges Geschäft ein. Positive Faktoren aus Sicht des Handels sind die bereits umgesetzten Entlastungen der Privatverbraucher durch die Politik, der nach wie vor stabile Arbeitsmarkt, die hohen Sparguthaben - die dem Konsum zugutekommen könnten - und die zumindest im Nonfoodhandel moderate Preisentwicklung. Für dieses Jahr rechnet der Einzelhandel daher insgesamt mit einem Umsatzplus von 2 %. Dabei ist der Online-Handel der Wachstumstreiber für die gesamte Branche. Die Prognose geht für diesen Teilbereich von einem Plus von 8 % im Vergleich zum Vorjahr aus. Im stationären Handel wird für kommendes Jahr ein Umsatzplus von 1,1 % erwartet. Insgesamt werden sich die Umsätze im Einzelhandel 2023 damit auf 644,5 Mrd. € belaufen. Der deutsche E-Commerce konnte 2022 nicht an die hohen Vorjahresumsätze anknüpfen. Der Umsatz mit Waren im E-Commerce fiel um 8,8 % auf 90,4 Mrd. € nach 99,1 Mrd. € im Vorjahr. Gleichzeitig konnten die Umsätze mit digitalen Dienstleistungen wie Urlaubsbuchungen oder Konzertticketverkäufen nach den Lockdowns der ersten Pandemiejahre deutlich um 39,9 % auf 11,3 Mrd. € aufholen (Vorjahr: 8,0 Mrd. €). Insgesamt wurde ein Branchenumsatz in Höhe von 101,7 Mrd. € (2021: 107,1 Mrd. €) erzielt. Verglichen mit den Umsätzen vor Corona (2019) lag der Onlinehandel mit Waren vergangenes Jahr noch immer 24,5 % im Plus. Dienstleistungen sind mit einem Rückstand von 42,2 % im Vergleich zu 2019 hingegen noch weit davon entfernt, das Niveau der Vor-Corona-Jahre zu erreichen. Der Anteil des E-Commerce mit Waren am gesamten Einzelhandel im engeren Sinn (inkl. Lebensmittel, aber ohne Apotheken-Umsätze) ging 2022 auf 11,8 % zurück (2021: 14,3 %). Betrachtet man nur den Anteil am Non-Food-Handel, liegt der Marktanteil des E-Commerce mit 15,4 % ebenfalls unter den im vergangenen Jahr erzielten rund 20 %. Bei differenzierter Betrachtung zeigt sich, dass die Umsatzentwicklung je nach Warengruppe und Versendertyp auseinanderläuft. Ein absolutes Wachstum von z.T. mehr als 100 Mio. € konnten Warengruppen erzielen, die einen akuten, nicht einfach aufschiebbaren Bedarf decken. Hingegen sparten die Verbraucher an typischen Impulskäufen. Sehr unterschiedlich entwickelten sich auch die Umsätze nach Versendertyp. Zwar waren sämtliche Versendertypen von Rückgängen betroffen. Am deutlichsten spürbar war die Kaufzurückhaltung aber bei den Multichannel-Händlern, deren Online-Verkäufe sich zum Teil wieder ins eigene stationäre Geschäft verlagerten. Deutlich besser als der Markt, aber dennoch rückläufig, waren die Umsätze bei den Online-Pure-Playern und insbesondere bei den Herstellern (Direktvermarktern). Sie konnten in zwei Corona-Jahren und einem Krisenjahr durch den Ukraine-Krieg ihren Anteil am E-Commerce am spürbarsten ausbauen. Für 2023 wird erwartet, dass die Vorteile des digitalen Einkaufens - wie Service, Transparenz und Verfügbarkeit - dazu beitragen, dass der E-Commerce wieder etwas stärker als der Gesamtmarkt wächst. Aktuell wird von einem Wachstum von 4,8 % für den E-Commerce-Bereich mit Waren ausgegangen. Das Gastgewerbe in Deutschland blickt 2022 auf das dritte Verlustjahr in Folge zurück. Die Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe erzielten zwar 44,9 % mehr Umsatz als im Vorjahr, blieben aber immer noch mit - 17,4 % unter dem Niveau des Vorkrisenjahres 2019. Immerhin nähert sich der Umsatz im Gastgewerbe nach den historischen Verlusten in den Corona-Jahren 2020 und 2021 langsam wieder dem Vorkrisenniveau an. Der Verlust im Beherbergungsgewerbe beziffert sich gegenüber 2019 auf - 14,5 % (+ 61,9% gegenüber Vorjahr). Die Gastronomie verzeichnete ein Minus von 17,8 % im Vergleich zu 2019 (+ 36,9 % gegenüber Vorjahr). Die Herausforderungen für die Branche bleiben weiterhin groß: steigende Energie- und Lebensmittelpreise bei gleichzeitig wachsender Preissensibilität der Gäste. Zudem problematisch ist für die Branche, dass die Buchungen in der Gastronomie wie Hotellerie immer kurzfristiger erfolgen, und es an Planungssicherheit fehlt. Gleichwohl haben sich die Übernachtungszahlen in 2022 positiv entwickelt. So wurden 45,3 % mehr Übernachtungen registriert als in 2021. Gegenüber dem Vorkrisenjahr 2019 waren es allerdings immer noch 9,1 % weniger. Nach den beiden harten Corona-Jahren 2020 und 2021 ging es 2022 im Tourismus in Deutschland wieder aufwärts. Die Reiseausgaben verdoppelten sich im Vergleich zum Vorjahr auf 58,6 Mrd. € (2021: 28,8 Mrd. €). Eine überaus positive Entwicklung - trotz Krieg in der Ukraine und hoher Inflation. In den Jahren vor der Corona-Pandemie gab es im Tourismus nur einen Weg: Wachstum. Jahr für Jahr stiegen die Reiseausgaben (vor Abreise gebuchte Leistungen) der Deutschen deutlich bis zuletzt im Jahr 2019 auf 69,5 Mrd. €. Der Tourismus galt als Wachstumsbranche der deutschen Wirtschaft. Umsätze und Gästezahlen blieben in 2022 nach wie vor unter dem Vorkrisenniveau, viele Bereiche waren in den ersten Monaten des Jahres 2022 noch von Coronabeschränkungen betroffen. Im Sommer wurden hingegen teilweise wieder Vorcoronazahlen erreicht, gerade auch im innerdeutschen Tourismus. GESCHÄFTSVERLAUF ENTWICKLUNG DES KONZERNS Das Jahr 2022 war nur noch Anfangs vom Coronavirus COVID 19 geprägt. Weitere Erleichterungen bzw. im Jahresverlauf das komplette Wegfallen von coronabedingten Beschränkungen für die Kernzielgruppe der LUSINI Group (Hotellerie, Gastronomie und Catering) haben sich positiv auf den Geschäftsverlauf ausgewirkt. Die Erholung hat allerdings Mitte des Jahres durch massiv steigende Energiepreise und dem damit verbundenen Inflationsanstieg - im Wesentlichen bedingt durch den Ukrainekrieg - etwas an Fahrt verloren. Erst ab November 2022, als sich abzeichnete, dass es voraussichtlich nicht zu einer Gasmangellage und Stromausfällen kommt und die kontinuierlichen Energiepreissteigerungen nachließen bzw. staatliche Subventionsprogramme installiert wurden, entwickelte sich der Geschäftsverlauf wieder positiver. Des Weiteren ist der Umsatzanstieg 2022 auf die Fokussierung der definierten Wachstumsfelder zurückzuführen. Beim bestehenden Geschäft wird auf individualisiertes Marketing und eine optimierte Nutzung der einzelnen Kanäle gesetzt. Die Außendienst-Teams in der Region DACH haben sich sehr erfolgreich etabliert. Im Home & Living Markt nutzt das B2C-Geschäftsfeld die Abstrahlungseffekte des B2B-Geschäfts. Im Bereich der Internationalisierung ist der Markteintritt Dänemark erfolgreich abgeschlossen worden und weitere Markteintritte sind in Vorbereitung. Im Ergebnis konnten im Jahr 2022 Konzernumsatzerlöse in Höhe von 129.583 T€ erzielt werden. Die Umsatzerlöse liegen um 11.871 T€ über denen des Vorjahres. Das Ergebnis vor Steuern und Teilgewinnabführung liegt im Berichtsjahr bei 3.066 T€ (VJ 9.867 T€). Insgesamt konnten - aufgrund der oben genannten - unerwartet schwierigen Rahmenbedingungen die Prognosen für das Geschäftsjahr 2022 nicht erreicht werden. VERMÖGENS- UND FINANZLAGE Die Bilanzsumme liegt bei 68.363 T€ (VJ: 80.293 T€). Hiervon entfallen 8,8 % (VJ 7,9 %) auf das Anlagevermögen. Die Investitionen in das Anlagevermögen betrugen im Berichtsjahr 1.606 T€; davon entfielen auf den Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände 406 T€ (Weiterentwicklung ERP-System und Shop). Der wesentliche Teil der Investition in Sachanlagen in Höhe von 1.200 T€ stellt Ersatzinvestitionen oder Investitionen in die Showrooms dar. Das Anlagevermögen des Konzerns ist vollständig (305,1 %, VJ 280,3 %) durch das Eigenkapital gedeckt. Das Umlaufvermögen in Höhe von 61.078 T€ (VJ 72.732 T€) setzt sich aus dem Warenbestand in Höhe von 37.097 T€ (VJ 29.749 T€), Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von 8.529 T€ (VJ 9.820 T€) und Bankguthaben in Höhe von 15.452 T€ (VJ 33.164 T€) zusammen. Der Stand des Bankguthabens hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich reduziert, liegt aber immer noch über Normalniveau der letzten Jahre. Im Vorjahr war dieses im Wesentlichen durch die Inanspruchnahme eines Corona Förderdarlehens sowie durch die erhaltenen Zahlungen der Corona Förderprogramme geprägt. Das Eigenkapital beträgt 18.409 T€ (VJ 17.730 T€) und stieg im Vergleich zum Vorjahr um 679 T€. Die Eigenkapitalquote beträgt nun 26,9 % (VJ 22,1 %). Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von - 7.714 T€ sank deutlich gegenüber dem Wert des Vorjahres (13.232 T€) und ist im Wesentlichen durch das Periodenergebnis, die Zunahme des Vorratsbestandes, die Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die hohen Ertragssteuerzahlungen für Vorjahre geprägt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verringerten sich um 7.770 T€ und betragen zum Bilanzstichtag 19.828 T€ (VJ 27.599 T€). Alle langfristigen Darlehen konnten planmäßig getilgt werden. Des Weiteren wurden zwei mittelfristige Betriebsmitteldarlehen in Höhe von insgesamt 5.000 T€ fristgerecht zurückgeführt. Der Konzern verfügt über ausreichende Kreditlinien zur kurzfristigen Beschaffung finanzieller Mittel. Den Zahlungsverpflichtungen konnte jederzeit nachgekommen werden. Durch die Vergabe konzerninterner Darlehen kann die Finanzierungssituation des Konzerns hinsichtlich Zinssatz und zu gebenden Sicherheiten optimiert werden. Ergänzt wird dies durch ein Cash-Pooling innerhalb der Gruppe. Die wirtschaftliche Lage des Konzerns stellt sich zum Bilanzstichtag sehr stabil dar. ERTRAGSLAGE Die Umsatzerlöse der Gruppe erholten sich weiter von 117.711 T€ im VJ um 11.872 T€ (+ 9 %) und konnten im Berichtsjahr auf 129.583 T€ gesteigert werden. Hintergrund sind die bereits oben beschriebenen Effekte bzgl. Coronabeschränkungen. Die Auswirkungen des Ukrainekriegs waren nach einer Phase der merkbaren Kaufzurückhaltung der Kunden Mitte des Jahres in den letzten beiden Monaten 2022 kaum mehr spürbar und die Umsätze entwickelten sich wieder positiv. Die sonstigen betrieblichen Erträge waren um 5.112 T€ rückläufig und lagen 2022 bei 2.828 T€. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf staatliche Fördergelder aus verschiedenen Corona - Hilfsprogrammen zurückzuführen, die die Gesellschaften in Deutschland und in der EU im Vorjahr in Anspruch nehmen konnten. Der Materialaufwand erhöhte sich von 53.447 T€ um 7.801 T€ (+13 %) auf 61.248 T€. Neben umsatzbedingten Mehraufwendungen für Waren sind hier sehr stark gestiegene Beschaffungskosten Seefracht enthalten. Das Rohergebnis des Konzerns entwickelte sich von 72.016 T€ um 853 T€ (-1%) auf 71.163 T€ leicht rückläufig. Der Personalaufwand stieg von 23.540 T€ um 4.068 T€ (+15%) auf 27.608 T€. Gründe hierfür waren coronabedingte Kurzarbeit im Vorjahr, Personalaufbau als Investition in künftiges Unternehmenswachstum sowie umsatzbedingter Mehraufwand im Handling. Die Personalaufwandsquote beträgt 21 % (im Vergleich zu 20% im VJ). Die Abschreibungen verringern sich zum Vorjahr um 911 T€ (- 33 %) und liegen in 2022 bei 1.888 T€. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen auf 37.971 T€ (+ 2.882 T€; + 8 % zu VJ). Die Aufwandsquote zum Umsatz konnte von 30 % im VJ auf 29 % in 2022 reduziert werden. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) lag bei 3.066 T€ (VJ 9.867 T€). Nach Abzug der Ertragsteuern (778 T€) und sonstigen Steuern (36 T€) sowie der Berücksichtigung des bestehenden Teilgewinnabführungsvertrags (1.559 T€) endet das Geschäftsjahr mit einem Konzernjahresüberschuss in Höhe von 693 T€ (VJ 7.680 T€). Im Jahr 2022 ist es der Unternehmensleitung gelungen, trotz aller Schwierigkeiten und Unsicherheiten im Markt (Ukrainekrieg, Gas- bzw. Energiemangellage, Rohstoffpreisanstieg, Inflation) die Umsätze des Unternehmens nach der Coronakrise deutlich zu steigern und die Organisation durch zielgerichtete Investitionen auf weiteres Wachstum auszurichten. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT RISIKOMANAGEMENTSYSTEM In der Unternehmensgruppe findet ein kontinuierlicher strategischer und operativer Planungsprozess statt. Der Erreichungsgrad der hierbei definierten strategischen und operativen Ziele wird durch ein funktionierendes Controlling-System sichergestellt. So wird die Wirtschaftlichkeit, Leistungsfähigkeit und Effizienz der Unternehmensgruppe permanent überwacht. Das Unternehmen hat zur Steuerung von Risiken ein aktives Risk-Management implementiert und eine Risk Map auf Unternehmens- und Konzernebene etabliert. In dieser werden Risiken identifiziert, bewertet und entsprechende Maßnahmen abgeleitet. Alle entscheidungsrelevanten Informationen werden durch ein breitgefächertes Berichtswesen den Entscheidungsträgern der Unternehmensgruppe zur Verfügung gestellt. Alle Unternehmen der Unternehmensgruppe sind in das Berichts-, Überwachungs- und Kontrollsystem einbezogen. Im Rahmen des Konzern Risikokataloges sind alle wesentlichen Risiken hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und des Schadensausmaßes aufgeführt. Sämtliche potenzielle Risiken werden aktiv gemanagt. So werden Fehleinschätzungen von Märkten und neuen Geschäftsfeldern laufend überwacht und Risiken frühzeitig durch Einleitung geeigneter Schritte, wie Restrukturierungsmaßnahmen, minimiert. CHANCEN UND RISIKEN RISIKEN Die Unternehmensgruppe hat weder auf dem Absatz- noch auf dem Beschaffungsmarkt signifikante Abhängigkeitsrisiken. Die Abnehmer- bzw. Kundenstruktur ist breit gestreut. Auf dem Beschaffungsmarkt werden die Vorteile des sich bietenden Weltmarktes konsequent genutzt. Aus der Struktur der Lieferanten und Kunden ergeben sich keine nennenswerten Abhängigkeiten. Der Ausfall eines der größten Lieferanten oder Kunden würde somit zu keinen signifikanten Umsatz- und Ertragseinbußen führen. Durch ein breites Lieferantenspektrum können einzelne Produkte sehr schnell zu anderen Lieferanten verlagert werden. Von den wichtigsten Artikeln wird zudem ein Sicherheitsbestand bevorratet, wodurch der Lieferantenwechsel größtenteils überbrückt werden kann. Erhebliche Beschaffungsrisiken sind daher derzeit bezüglich dieses Sachverhaltes nicht erkennbar. Die noch in 2021 und Anfang 2022 vorhandenen weltweiten Störungen in den Lieferketten als signifikantes Risiko haben sich im Lauf des Jahres zwar deutlich entspannt, die explodierenden Seefrachtkosten haben das Ergebnis allerdings negativ beeinflusst. Seit Ende 2022 hat sich die Lage wieder normalisiert und somit wird für die Zukunft nicht von einem Risiko in diesem Bereich ausgegangen. Bereits seit vielen Jahren wurde ein strategisches Lieferanten- und Beschaffungsmanagement aufgesetzt. Dieses wird konsequent und fortlaufend weiterentwickelt. Ziel ist es, zukünftig weitere Unabhängigkeit zu erlangen und sich mehr den europäischen Beschaffungsmarkt zu fokussieren. Durch konsequentes Analysieren und Beobachten des Rohstoffmarktes und daraus abgeleiteter Maßnahmen konnte die Einkaufspolitik der Unternehmensgruppe weiter verbessert werden. Ein Risiko entsteht für die Unternehmensgruppe in mehrerlei Hinsicht durch den Beginn des Ukrainekriegs im Februar 2022 und der damit zusammenhängenden, explodierenden Preisentwicklung vor allem im Bereich der Energie- und Transportkosten und der generellen Unsicherheiten durch die Auswirkungen der Kriegssituation auf die Weltpolitik und -wirtschaft. Auch der zunehmende Fachkräftemangel stellt für das Unternehmen ein Risiko dar. Diesem wird mit unten genannten Maßnahmen durch ein erfolgreiches Personalmanagement entgegengewirkt. Durch ein dynamisches Verkaufspreissystem, dass das Scannen des Wettbewerbs inkludiert, wird aktiv gegen das Risiko des Verlusts von Marktanteilen gesteuert. SONSTIGE RISIKEN Ebenso sind für weitere Risiken, wie negative Konjunkturentwicklung und Inflation, steigende Zinsen auf den Kapitalmärkten, dem Ausfall von Führungskräften und dem Missbrauch von sensiblen und schutzwürdigen Daten entsprechende Programme und Projekte seitens des Managements aufgesetzt, um auch hier frühzeitig entgegenwirken zu können. Bedingt durch die anhaltende Volatilität am Kapitalmarkt und die negative Konjunkturentwicklung stehen diese Themen mehr im Fokus als in den Vorjahren. Aktiv gemanagt und systematisch unterstützt werden ebenso sämtliche Risiken von Liquiditäts- und auch Forderungsausfallrisiken. Konsequente Prozessorientierung im Rahmen von Bonitätsprüfung, Mahnerfolgsüberwachung und aktives Liquiditätsmanagement sorgen für ständige Transparenz und führen zur Absicherung aber auch zu laufender Optimierung dieser Risikobereiche. GESAMTRISIKO AUS DER CORONASITUATION In der Gesamtbeurteilung der Risikosituation der Unternehmensgruppe lässt sich auf Grundlage der heute bekannten Informationen feststellen, dass aus der Corona-Krise ein Risiko entstanden ist, welches die Entwicklung der LUSINI Group hätte gefährden können. Die Krise wurde aktiv gemanagt - das Management hat entsprechende Maßnahmen ergriffen. Nachdem die Corona-Pandemie Anfang April 2023 seitens der Politik offiziell für beendet erklärt wurde, kann aus heutiger Sicht des Managements davon ausgegangen werden, dass aus der Entwicklungsbeeinträchtigung der Vergangenheit kein bestandsgefährdendes Risiko mehr für die LUSINI Group besteht. Die abschließende Prüfung der erhaltenen Zahlungen aus den unterschiedlichen Corona-Hilfsprogramme seitens der Behörden steht noch aus. Aus Sicht des Managements wird nicht von einem bedeutenden Rückzahlungsrisiko ausgegangen - gleichwohl ist man auf unterschiedliche Szenarien vorbereitet. CHANCEN Schnelle Reaktion aus Kostensicht, organisatorisch und auch im Marketingmix. Ein Geschäftsmodell, dass es den Kunden ermöglicht, jederzeit digital oder persönlich über nahezu alle Vertriebswege und Kanäle Kontakt aufzunehmen und eine individuelle Lösung zu bekommen, welche bei Bedarf weit über das reine Produkt hinausgeht, gepaart mit einer guten Warenverfügbarkeit führen dazu, dass sich die Umsatzentwicklung in der Krise äußerst positiv dargestellt hat. In vielen Bereichen sind weiter Mitarbeiter rekrutiert worden, um das Nachfragepotenzial optimal zu heben und zu fulfillen, sowie die strategische Entwicklung voranzutreiben. Diese Entwicklung zeigt die enorme Chance, welche die Unternehmensgruppe und das Geschäftsmodell jetzt und in der Zukunft haben den Marktanteil zu erhöhen und weiter zu wachsen und bestätigt, dass die LUSINI Group ihre fokussierte Wachstumsstrategie kombiniert mit den weiteren Säulen der Unternehmensstrategie Kompetenz, Prozesseffizienz, Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit sowie Unabhängigkeit auch in den kommenden Geschäftsjahren weiterverfolgen wird. GESAMTRISIKO UKRAINE-KRIEG Der Krieg in der Ukraine belastete die Weltwirtschaft 2022 enorm mit 1,5 Billionen Euro an Kosten. Durch das Anhalten der Kriegssituation sind das Ausmaß und die Dauer der Beeinträchtigungen für die Zukunft kaum greifbar. Vor allem die anhaltend hohen Preise auf dem Energie- und Beschaffungsmarkt belasten die Unternehmen stark. In Bezug auf die LUSINI Group kann bei diesem Risiko allerdings nicht von einem bestandsgefährdenden Risiko ausgegangen werden. Die LUSINI Group ist weder eine energieintensives Produktionsunternehmen, noch bestehen nennenswerte Kunden- oder Lieferantenbeziehungen nach Russland. Durch moderne, flexible Methoden in der Verkaufspreisbildung, ist die Gruppe in der Lage schnell auf Preisanpassungen auf dem Beschaffungsmarkt zu reagieren. UNTERNEHMERISCHE VERANTWORTUNG MITARBEITER Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind für die LUSINI Group einer der entscheidenden Erfolgsfaktoren. Ihre vielfältigen Kompetenzen, ihre Erfahrungen, ihre Leistungsfähigkeit und ihr Engagement fördern die weitere Entwicklung der Unternehmensgruppe. Die Gruppe beschäftigte im Durchschnitt 630 Mitarbeiter/innen (Vorjahr: 578), davon 392 Mitarbeiter/innen in Vollzeit, 238 Mitarbeiter/innen in Teilzeit. Außerdem wurden 30 Auszubildende beschäftigt. In 2022 haben wir die Entwicklung unseres New Way of Working weiter vorangetrieben. Hier versammeln sich die zentralen Themenfelder, die den Kulturwandel hin zu einer zukunftsbereiten und widerstandsfähigen Organisation unterstützen. Gleichzeitig schaffen wir einen Ort für werthaltige Zusammenarbeit, orientiert an unseren Unternehmenswerten. Sowohl das Unternehmen wie auch die Mitarbeiter profitieren von breiterem Wissen (Information) und schnelleren, besseren Entscheidungen. Als Voraussetzung hierfür etablieren wir eine Führungskultur im Unternehmen, die auf Vertrauen und Empathie statt auf hierarchische Führungshaltung basiert und so unserer Mitarbeiter/innen zur Eigenverantwortung befähigt und ihre Stärken im Sinne der Unternehmensziele fördert. Die demographische Entwicklung sowie der daraus resultierende spürbare Fachkräftemangel sind weiter zentrale Anforderungen an ein erfolgreiches Personalmanagement. Ein wesentliches Ziel der konzernweiten Personalstrategie ist es daher, durch konkrete Maßnahmen die Attraktivität der LUSINI Group als Arbeitgeber erlebbar zu machen und als authentischer und aufmerksamkeitsstarker Arbeitgeber am Arbeitsmarkt präsent zu sein. AUSBLICK Trotz der vielen Unsicherheiten in 2022 - Corona und Lieferschwierigkeiten in den ersten Monaten des Jahres, der Beginn des Ukraine-Kriegs, Kostensteigerungen für Personal, Transport, Energie, Lebensmittel und hohe Inflation- und der damit schwierigen Situation für die Zielgruppe in allen Märkten der Unternehmensgruppe im Berichtsjahr, ist es durch die Fokussierung auf die definierten Wachstumsfelder kombiniert mit einer sicheren Finanzierungsstruktur gelungen die Liquiditätssituation sehr zu stabil zu halten. Unverändert zum Vorjahr stellt sich das Management auf unterschiedliche Szenarien ein, bereitet jeweils passende Maßnahmen vor, um zum einen kurzfristig auf Marktveränderungen eingehen zu können, zum anderen auch auf längerfristige wirtschaftliche Konsequenzen des Ukraine-Kriegs vorbereitet zu sein, um angemessen und schnell reagieren zu können und damit den Fortbestand des Unternehmens zu sichern. Um der weiteren Digitalisierung der Gesellschaft und Geschäftswelt gerecht zu werden sind auch im kommenden Geschäftsjahr gezielte Investitionen in digitale Lösungen im Fokus der Tätigkeiten der LUSINI Group. Die fortlaufende Optimierung der legalen Organisation wird durch die Themen weitere Etablierung der Dachmarke LUSINI und die Weiterentwicklung der Marketing- und Vertriebskanäle stark geprägt und leistet einen Beitrag im Sinne der Kunden, Mitarbeiter und Lieferanten. Ein breiter Ausbau der Kundenbasis, vermehrt auch im Endkundensegment - unterstützt durch eine Vertriebsmannschaft, die weitere Öffnung der Unternehmensgruppe für externe Partner, die Erschließung neuer Märkte und die weitere Optimierung der internen Vernetzung bilden die relevanten Maßnahmen für das Prognosejahr und die weiteren Geschäftsjahre. Alle Initiativen und Maßnahmen orientieren sich in den nächsten Geschäftsjahren konsequent an den Kundenbedürfnissen und folgen der Mission: "Jeder Gastgeber erschafft mit uns als Partner unkomplizierte Orte mit ansprechendem Ambiente. Wir unterstützen ihn dabei, die Qualität seiner Angebote und seines Service dauerhaft zu optimieren und die Wirtschaftlichkeit sicherzustellen." Die LUSINI Group konnte dank des zielgerichteten Einsatzes von Ressourcen - trotz der vielen Unsicherheiten in 2022 - den Umsatz des Vorjahres deutlich übertreffen. Durch aktives Kostenmanagement und Maßnahmen zur Umsatzsicherung und -steigerung ist es der LUSINI Group gelungen, ein deutlich positives Ergebnis vor Steuern zu erzielen. Basis für eine weitere positive Entwicklung im kommenden Jahr bleiben die strategische Ausrichtung der Diversifikation, die erfolgreiche Schärfung des Profils der LUSINI Group unter der Dachmarke LUSINI, sowie die laufende Optimierung der Prozesse. Der Grundstein hierfür ist weiterhin die Investition in kompetente Mitarbeiter und Führungskräfte sowie effizienzsteigernde Systeme. Durch Festigung der Marken im Hinblick auf Wahrnehmung und Bekanntheit der Dachmarke LUSINI, wird eine Basis auch für zukünftigen Erfolg geschaffen. Die weiteren Auswirkungen auf das gesamtwirtschaftliche Umfeld durch das Anhalten des Ukraine-Kriegs sind momentan nicht final abzusehen. Zum aktuellen Zeitpunkt geht das Management davon aus, dass sich die Umsatzerlöse für das Geschäftsjahr 2023 auf 163 Mio.€ belaufen. Das entspricht einem Wachstum zum Vorjahr von 33 Mio.€ und 25 %. Unter Berücksichtigung der geplanten Umsatzsteigerung und der weiteren Kostenoptimierungen erwartet die Geschäftsleitung erneut ein positives Ergebnis vor Steuern, dass deutlich oberhalb des Ergebnisses aus 2022 liegen wird. Vor diesem Hintergrund geht die Geschäftsleitung davon aus, dass die Fortführung der LUSINI Group bzw. der einzelnen Gesellschaften der Gruppe sichergestellt ist.
Wertingen, den 19. Juni 2023 Boris Steinhagen Tobias Steinbacher Tobias Wielpütz KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022AKTIVA
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022
KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022A. Allgemeine Angaben zur Bilanzierung und Bewertung 1. Allgemeine Angaben Der Konzernabschluss der LUSINI Group GmbH mit Sitz in Wertingen (Amtsgericht Augsburg, HRB 38160) zum 31. Dezember 2022 wurde nach den Konzernrechnungslegungsvorschriften der §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Durch Gesellschaftsvertrag vom 28.11.2022 ist die LUSINI Group GmbH entstanden durch formwechselnde Umwandlung der E. M. Group Holding AG mit dem Sitz in Wertingen (Amtsgericht Augsburg HRB 22932). Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Zur Übersichtlichkeit des Konzernabschlusses wurden die für einzelne Abschlusspositionen geforderten Zusatzangaben in den Anhang übernommen. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Gesellschaft beachtet bei der Aufstellung des Konzernabschlusses hinsichtlich der Bilanzierung und Bewertung die Vorschriften des Handelsgesetzbuches. Die gesetzlich geforderte Einheitlichkeit der Bilanzierung und Bewertung wurde beachtet. Abweichungen zu den jeweiligen Einzelabschlüssen wurden durch Überleitungsrechnungen in der sogenannten HB II berücksichtigt. Dabei wurden einheitlich die Rechnungslegungsvorschriften für große Kapitalgesellschaften beachtet. Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bilanziert. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Soweit die Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden planmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die Abschreibungen werden grundsätzlich auf der Grundlage der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nach linearer Methode vorgenommen. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Sofern zum Abschlussstichtag bei Vermögensgegenständen des Anlagevermögens von einer voraussichtlich dauernden Wertminderung auszugehen ist, werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren Wert vorgenommen. Vorräte werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten bewertet. Das strenge Niederstwertprinzip gemäß § 253 Abs. 4 HGB wurde beachtet, Handelswarenbestände wurden durch Gängigkeitsabschläge mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Alle unterwegs befindlichen Waren, die auf Grund der vereinbarten Lieferbedingungen bereits Eigentum des Konzerns zum Stichtag sind, werden dem Umlaufvermögen des Konzerns unter der Position Waren zugeordnet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bilanziert. Für erkennbare Einzelrisiken wurden Einzelwertberichtigungen gebildet. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung auf Forderungen Rechnung getragen. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet. Die übrigen Posten des Umlaufvermögens sind zum Nennwert bilanziert. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Beträge, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Rückstellungen werden für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert. Passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Einnahmen, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Für die Ermittlung latenter Steuern auf Grund von temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen und ihren steuerlichen Wertansätzen oder auf Grund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive latente Steuern auf Einzelabschlussebene werden entsprechend dem Wahlrecht nicht bilanziert. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. 3. Währungsumrechnung Jahresabschlüsse, welche nicht in der Währung der Muttergesellschaft aufgestellt sind, werden nach § 308a HGB auf die Währung der Muttergesellschaft umgerechnet. 4. Angaben zum Konsolidierungskreis und -stichtag Die LUSINI Group GmbH war im Berichtsjahr unmittelbar und mittelbar an folgenden Tochtergesellschaften beteiligt:
Sämtliche Tochterunternehmen wurden nach der Methode der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Betreffend die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter an der LUSINI Österreich GmbH, Enns, Österreich, wurde wegen Geringfügigkeit auf deren Ausweis verzichtet. Im Berichtsjahr wurde die Erwin Müller Mail Order Solutions GmbH auf die Poggemeier GmbH verschmolzen. Die Poggemeier GmbH hat die Firma auf LUSINI Solutions GmbH geändert. Der Konzernabschluss wurde entsprechend § 299 Abs. 1 HGB auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens LUSINI Group GmbH aufgestellt. Die Aufstellung der Jahresabschlüsse der in den Konzern einbezogenen Tochterunternehmen erfolgte ebenfalls zu diesem Stichtag. 5. Angaben zu den Konsolidierungsmethoden Die Kapitalkonsolidierung erfolgte gemäß § 301 Abs. 1 Nr. 1 HGB nach der sogenannten Buchwertmethode, soweit die Erstkonsolidierungen vor dem 1. Januar 2010 erfolgten. Die Verrechnung des Beteiligungsbuchwertes mit dem darauf entfallenden Anteil des Eigenkapitals der Tochterunternehmung wurde grundsätzlich zu Wertverhältnissen zum 01. Januar 1999 vorgenommen. Dabei wurde aus Vereinfachungsgründen unterstellt, dass die zum 31. Dezember 1999 gültigen Beteiligungsverhältnisse bereits zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung maßgebend waren. Betreffend die LUSINI Group GmbH wurde auf die Wertverhältnisse zum 01. Januar 2006 abgestellt. Hinsichtlich der Anteile LUSINI Iberica S.L. erfolgte die Einbeziehung im Rahmen der Vollkonsolidierung zu Wertverhältnissen zum 23. November 2004. Die Anteile der LUSINI Scandinavia AB wurden im Rahmen der Vollkonsolidierung zu Wertverhältnissen zum 31. Dezember 2006 einbezogen. Die Erwin Müller Beteiligungs GmbH wurde zu Wertverhältnissen am 01. August 2007 erfasst. Die LUSINI Deutschland GmbH, die LUSINI International GmbH, die LUSINI Italia S.r.l und die LUSINI Nederland B.V. wurden zu Wertverhältnissen am 31. Dezember 2007 erfasst. Die LUSINI Solutions GmbH wurde beim Erwerb von 55 % zu Wertverhältnissen am 01. Januar 2013 erfasst. Der Erwerb der Minderheitenanteile in Höhe von 45 % zum 1. Oktober 2015 wurde nach DRS 23 als Kapitalvorgang durch ergebnisneutrale Verrechnung des Unterschiedsbetrags mit dem Bilanzgewinn abgebildet. Die MIMCO GmbH wurde zu Wertverhältnissen am 29. November 2013 erfasst. Die EM Group Trading (Shanghai) Co., Ltd. wurde zu Wertverhältnissen am 13. Juli 2018 erfasst. Die LUSINI Hrvatska d.o.o. wurde zu Wertverhältnissen am 09. November 2022 erfasst. Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden gemäß § 303 Abs. 1 HGB im Rahmen der Schuldenkonsolidierung eliminiert. Im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung wurden gemäß § 305 Abs. 1 HGB die notwendigen Verrechnungen vorgenommen. Von einer Eliminierung der Zwischenergebnisse wurde gemäß § 304 Abs. 2 HGB abgesehen, da diese für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nur von untergeordneter Bedeutung sind. B. Erläuterungen und Angaben zu den einzelnen Posten des Konzernabschlusses I. Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Positionen ist in einem Anlagenspiegel dargestellt. Die historischen Anschaffungskosten und die kumulierten Abschreibungen sind zu historischen Konzernwerten angesetzt. 2. Finanzanlagen Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern zum Abschlussstichtag von einer voraussichtlich dauernden Wertminderung auszugehen ist, werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren Wert vorgenommen. Bei den sonstigen Ausleihungen handelt es sich um ein Darlehen an den Gesellschafter. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben unverändert zum Vorjahr vollständig eine Laufzeit kleiner einem Jahr. 4. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten In dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben aktiviert, die erst nach dem Abschlussstichtag Aufwendungen darstellen. 5. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Risiken aus Personalkosten, Abschlusskosten, Garantierisiken, ausstehenden Rechnungen, sowie Verpflichtungen aus Kundenboni. 6. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind in einem Verbindlichkeitenspiegel am Ende des Anhangs dargestellt. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter handelt es sich um sonstige Verbindlichkeiten. Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen T€ 1.866 (VJ T€ 2.115) auf Verbindlichkeiten aus Steuern sowie T€ 152 (VJ T€ 164) auf Verbindlichkeiten für soziale Sicherheit. 7. Latente Steuern Der Konzern machte wie im Vorjahr von dem Wahlrecht Gebrauch, den Überhang der aktiven latenten Steuern nicht zu bilanzieren. II. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Aufgliederung nach geographischen Märkten:
2. Sonstiger betrieblicher Aufwand und Ertrag Der sonstige betriebliche Aufwand beinhaltet Kursverluste aus der Währungsumrechnung i.H.v. T€ 545 (VJ T€ 437), der sonstige betriebliche Ertrag Kursgewinne aus der Währungsumrechnung i.H.v. T€ 496 (VJ T€ 226). Es sind periodenfremde Aufwendungen i.H.v. T€ 305 und Erträge i.H.v. T€ 406 angefallen. Zusätzlich verweisen wir auf II. Nr. 4. 3. Personalaufwand Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung beinhalten Aufwand für Altersversorgung i.H.v. T€ 282 (VJ T€ 258). 4. Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung Im Geschäftsjahr 2022 haben sich Erträge in Höhe von Mio. € 1.077 und Aufwendungen in Höhe von T€ 53 von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung ergeben. Bei den Erträgen handelt sich um Corona-Hilfen der deutschen Bundesregierung bzw. von Regierungen der ausländischen Tochtergesellschaften. Die Aufwendungen betreffen Rückstellungen für mögliche Rückzahlungsverpflichtungen der Corona-Hilfen an die Bundesregierung. C. Sonstige Abgaben 1. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung weist für das Geschäftsjahr 2022 und für das Geschäftsjahr 2021 die Entwicklung der Zahlungsströme getrennt nach Mittelzu- und abflüssen aus der laufenden Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit aus. Der verwendete Finanzmittelfonds setzt sich aus Kassenbeständen, Guthaben bei Kreditinstituten sowie kurzfristigen Kontokorrentlinien mit einer Laufzeit bis zu drei Monaten zusammen. 2. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen zum Stichtag keine Haftungsverhältnisse gegenüber Dritten. Es bestehen im Wesentlichen Verpflichtungen aus Miet- und Dienstleistungsverträgen in Höhe von T€ 4.810 Die Laufzeit der Verträge beträgt im Wesentlichen ein Jahr. 3. Zusammensetzung der Organe Die Organe der LUSINI Group GmbH setzen sich wie folgt zusammen: Geschäftsführung: - Boris Steinhagen, Dipl. Kaufmann (Vorsitzender), CEO - Tobias Steinbacher, Bachelor of Arts (B.A.), (CFO) - Tobias Wielpütz (ab 08.02.2023), COO 4. Anzahl der Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt wurden 630 Mitarbeiter im Angestelltenverhältnis beschäftigt, davon 238 Mitarbeiter in Teilzeit. Außerdem wurden durchschnittlich 29 Auszubildende beschäftigt. 5. Gesamtbezüge der Organe Die Angaben der Gesamtbezüge der Organe wurde für das Jahr 2022 in analoger Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. 6. Anwendung von Befreiungsvorschriften Für die EM Sales GmbH & Co. KG werden die Befreiungsvorschriften gemäß § 264 b HGB in Anspruch genommen. Für die LUSINI Solutions GmbH, die LUSINI Deutschland GmbH, die LUSINI International GmbH, die LUSINI Schweiz GmbH und die MIMCO GmbH werden die Befreiungsvorschriften nach § 264 Abs. 3 HGB angewandt. 7. Abschlusshonorare Die für den Abschlussprüfer Rödl & Partner GmbH im Geschäftsjahr 2022 angefallenen Honorare setzen sich wie folgt zusammen:
8. Ergebnisverwendungen Die Geschäftsleitung schlägt vor, das Ergebnis der LUSINI Group GmbH auf neue Rechnung vorzutragen.
Wertingen, den 19. Juni 2023 Boris Steinhagen Tobias Steinbacher Tobias Wielpütz VERBINDLICHKEITENSPIEGEL FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022
ENTWICKLUNG DES KONZERNANLAGEVERMÖGENS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2022
KAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2022
EIGENKAPITALSPIEGEL FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2022
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die LUSINI Group GmbH, Wertingen Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der LUSINI Group GmbH (vormals E. M. Group Holding AG), Wertingen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der LUSINI Group GmbH (vormals E. M. Group Holding AG), Wertingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, den 19. Juni 2023 Rödl
& Partner GmbH
gez. Prof. Dr. Keller, Wirtschaftsprüfer gez. Appel, Wirtschaftsprüfer Der Konzernabschluss wurde am 28. Juni 2023 gebilligt. |
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