Stammdaten

Register
Amtsgericht Aurich HRB 204602
Eingetragen
18.5.2018
Branche
Herstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenIngenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungBau von Versorgungseinrichtungen für Elektrizität und Telekommunikation
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist a) Planung, Ausführung, Betreibung und Service von Netzen und Anlagen für Strom, Gas, Wasser, Fernwärme, Verkehr, Kommunikation und Umwelt, b) allgemeiner Tief- und Hochbau c) Gebäudeinstandhaltung und Instandsetzung d) Handel mit und Herstellung von Baustoffen, e) allgemeiner Fernmeldebau sowie die Durchführung aller Geschäfte, die dem Unternehmenszweck zu dienen geeignet sind.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

78.06% identifiziert21.94% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
78.06%

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Steinbrecher Dienstleistungs-GmbH
Germany
1.550.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Martin Steinbrecher GmbH

Wittmund

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Vorwort

Die Martin Steinbrecher GmbH mit Sitz in 26409 Wittmund, eingetragen im Handelsregister B 204602 in Aurich am 18.05.2018, hat ihre Tätigkeiten zum 01.07.2018 aufgenommen.

Gegründet wurde das Unternehmen durch die Übertragung der Niederlassungen Hannover, Rheine und Varel aus der Schwestergesellschaft Martin Steinbrecher Gleisbau GmbH.

Aufgrund eines Gesellschafterbeschlusses hat die neue Gesellschaft ab Mitte 2018 ihre Aktivitäten auf die Geschäftsbereiche Kommunikationsdienstleistungen und Versorgungstechnik konzentriert.

Sie ist eine 100-prozentige Tochter der Steinbrecher Dienstleistungs-GmbH.

1. Grundlage des Unternehmens

Das Unternehmen unterhält vier Niederlassungen. Diese Einheiten werden durch die Steinbrecher Dienstleistungs-GmbH unterstützt, koordiniert und kontrolliert. Dabei wird auf ein zentrales Controlling-System zurückgegriffen, dass in Absprache mit den Bereichen ein monatliches "Reporting" für die Geschäftsführung und die Führungskräfte der Unternehmensgruppe anfertigt.

Das Rechnungswesen der Martin Steinbrecher GmbH wird von der Steinbrecher Dienstleistungs-GmbH wahrgenommen und umfasst neben dem Controlling die Finanzbuchhaltung, die Lohn- und Gehaltsbuchhaltung, die Rechnungsschreibung und eine differenzierte Kostenrechnung. In dieser Kostenrechnung wird je Baustelle sowie Abteilung eine Ergebnisübersicht erstellt. Diese bilden eine wesentliche Grundlage des innerhalb der Gesellschaft implementierten internen Kontroll- und Risikomanagementsystems.

Dazu werden entsprechend mit den Führungskräften Pläne und Ziele für die Geschäftsjahre gemeinsam verabschiedet.

Die Standorte sind im Einzelnen:

- Hannover/Isernhagen

- Rheine

- Varel

- Wittmund

Mit Datum vom 1. Februar 2024 wurde die Niederlassung Wittmund in die Niederlassung Varel integriert, sodass die Martin Steinbrecher GmbH fortan nur noch drei Niederlassungen unterhält.

Gemeinsame Kalkulation bzw. Geschäftsprozesse werden schwerpunktmäßig in den Bereichen

- Kommunikationsdienstleistung (Kabelleitungsbau, Montage, Service, Wartung) und

- Versorgungstechnik (Rohrleitungsbau)

übergeordnet koordiniert.

Durch die immer weiter konzentrierten Absatzmärkte, in denen sich das Unternehmen befindet, ist diese Organisation notwendig geworden.

Die Einkaufsorganisationen unserer Auftraggeber sind in der Regel auch zentralisiert worden.

2. Wirtschaftsbericht

Die gesetzten Ziele wurden im Geschäftsjahr 2023 für die Martin Steinbrecher GmbH erfüllt. Ziel war es, einen Umsatz über 36 Mio. Euro zu erreichen. Die geplante Umsatzrendite von 5% konnte übererfüllt werden.

Neben der Möglichkeit, durch weitere Effizienzsteigerungen und Kostensenkungen einen Einfluss auf die Ertragsstärke des Unternehmens nehmen zu können, waren der weiterhin bestehende Marktdruck sowie die Effekte der Inflation deutlich spürbar.

In den Märkten, in denen wir mit unserem Unternehmen tätig sind, konnten wir unsere Stellung behaupten.

Durch eine stabile Innenfinanzierung mussten im Geschäftsjahr die vorhandenen Kreditlinien bei den Geschäftsbanken nicht in Anspruch genommen werden. Da weiterhin konstant durch die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft ein Gewinn erzielt wurde, konnte die Eigenkapitalquote des Unternehmens kontinuierlich gestärkt werden.

Im Laufe des Geschäftsjahres wurden rd. 213 TEUR in das Anlagevermögen investiert.

Die Struktur und die Anzahl der Mitarbeiter im gewerblichen und angestellten Bereich haben sich im Vergleich zu den Vorjahren nicht wesentlich verändert.

3. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen in der Bauindustrie

Insgesamt erzielte das Bauhauptgewerbe im Jahr 2023 einen Umsatz von rund 162,6 Mrd. Euro. (Vorjahr: 160,4 Mrd. Euro). Dies entspricht einem nominalen Zuwachs von 1,3 %, während der Umsatz sich real um rund 5 % verringert hat. Dieses Ergebnis ist im Wesentlichen auf hohe Material-, Energie- und Zinskosten in Verbindung mit dem induzierten Nachfragerückgang zurückzuführen. Laut Berechnungen des Statistischen Bundesamtes betrug im Jahr 2023 die durchschnittliche Preissteigerung für Bauleistungen im Bauhauptgewerbe rund 7 %. 1

In Bezug auf die einzelnen Bausparten zeigen sich jedoch deutliche Unterschiede bei der wirtschaftlichen Entwicklung. So erwirtschaftete der Hochbau einen nominalen Umsatzrückgang von rund 2 %, während sich im Tiefbau eine Steigerung von 7,5 % abzeichnete. Im Hochbau zeigte sich - induziert durch die schwächelnde Nachfrage - ein Erstarken des Preiswettbewerbs wodurch der Umsatzrückgang begründet ist. Das Ergebnis im Tiefbau hingegen ist getrieben von Projekten aus der Energie- und Mobilitätswende. Neben dem Ausbau des Schienenverkehrs - insbesondere durch die Deutsche Bahn - wurde im Jahr 2023 auch der Ausbau von Stromtrassen fokussiert. 2

Die schwächelnde Nachfrage führte im Jahr 2023 zu einer schlechteren Stimmung bei den handelnden Akteuren. So litten rund 40 % der Baufirmen unter einem Auftragsmangel und 13 % gaben an, von Auftragsstornierungen betroffen zu sein. Für 28 % der befragten Unternehmen war der anhaltende Fachkräftemangel für die schlechte Stimmung ausschlaggebend. Der im Vorjahr dominierende Materialmangel (50 %) war im Dezember nur noch bei 2 % der Firmen relevant. 3

Entsprechend bleibt das Personal ein Schlüsselfaktor der Baubranche. Während 2021 und 2022 noch ein Zuwachs von ca. 15.000 bzw. 20.000 Beschäftigten zu verzeichnen gewesen ist, konnte 2023 nur noch ein Zuwachs von rund 1.120 Personen generiert werden, wobei die Steigerung bei den Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten zu verorten ist (Zuwachs von 6.700 Beschäftigten). Betriebe mit weniger als 20 Mitarbeitern hingegen verloren im Jahr 2023 rund 5.600 Beschäftigte. 4

4. Entwicklung der Martin Steinbrecher GmbH

Die Produktivstunden lagen 2023 unter der Planung als auch unter dem Vorjahr. Diese Abweichung ist im Wesentlichen der Marktsituation in Verbindung mit dem Angebot an qualifizierten Arbeitskräften geschuldet.

Die Umsatzerlöse konnten im Jahresvergleich um 2,8 % auf 37.483 TEUR gesteigert werden.

Die zentrale Werkstatt am Standort Wittmund für die Niederlassungen wurde weiter etabliert und wirtschaftlich optimiert.

Im Service- und Wartungsbereich und auch im Projektgeschäft konnte weiter niederlassungsübergreifend gearbeitet werden.

5. Ertragslage

Die Ertragslage stellt sich im Geschäftsjahr in Zahlen wie folgt dar:

2023
TEUR
% 2022
TEUR
% Ergebnisauswirkung
TEUR
Umsatzerlöse 37.483 100,7 36.479 98,8 1.004
Verminderung (-) Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen -270 -0,7 438 1,2 -708
Gesamtleistung 37.213 100,0 36.917 100,0 296
Materialaufwand 13.459 36,2 13.623 36,9 164
Rohertrag 23.754 63,8 23.294 63,1 460
sonstige betriebliche Erträge 298 0,8 340 0,9 -42
Rohergebnis 24.052 64,6 23.634 64,0 418
Personalaufwand 11.890 31,9 11.981 32,5 91
Abschreibungen Anlagevermögen 205 0,6 227 0,6 22
sonstige betriebliche Aufwendungen 7.543 20,3 7.642 20,7 99
sonstige Steuern 55 0,1 52 0,1 -3
Betriebsergebnis (EBIT) 4.359 11,7 3.732 10,1 627
Finanzergebnis -9 0,0 -8 0,0 -1
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.314 3,5 1.134 3,1 -180
Jahresüberschuss 3.036 8,2 2.590 7,0 446

Durch ein kontinuierliches Geschäft im Service- und Wartungsbereich konnte weiterhin ein positives Ergebnis in 2023 erwirtschaftet werden.

Die Service- und Wartungsverträge im Bereich der Kommunikationstechnik konnten weiter ausgebaut werden. Für diesen Bereich gilt es weiterhin, die Wirtschaftlichkeit und Effizienz im Auge zu behalten, um eine auskömmliche Rendite auch in Zukunft erwirtschaften zu können.

Die Auftragslage für den Bereich Kommunikationstechnik wird auch in 2024 eine gute Grundlage für die Auslastung der Gesellschaft bilden. Nach wie vor sind trotz geringer Kapazitäten am Markt die Margen nicht entsprechend gestiegen.

Der regionale Tätigkeitsbereich für das Geschäftsjahr 2024 wird für die Gesellschaft überwiegend der Nordwesten Deutschlands sein.

6. Finanzlage

Im Geschäftsjahr 2023 hatten wir weiterhin das Ziel, mit unserem Finanzmanagement die Bindung von Kapital in den Vorräten und in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen möglichst niedrig zu halten. Während uns dies im abgelaufenen Geschäftsjahr mit Blick auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - Reduktion um 536 TEUR - gelungen ist, sind die Vorräte um 57 TEUR gestiegen.

Die Erhöhung der Vorräte resultiert aus der Bewertung der teilfertigen Arbeiten, die im wesentlichen preisinduziert ist. Die Reduktion der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen konnte durch ein aktives Forderungsmanagement erreicht werden.

Die für das laufende Geschäft und die Investitionen benötigte Liquidität konnte aus eigenen Mitteln der Firmengruppe Steinbrecher bereitgestellt werden.

Ziel wird es sein, weiterhin eine Verbesserung des Finanzmanagements zu erreichen, indem zügiger fakturiert und somit der Vorfinanzierungsbedarf geringer wird.

Allerdings zeichnet sich bei derzeit laufenden Vertragsverhandlungen bereits ab, dass zum Teil längere Zahlungsfristen von Auftraggeberseite gewünscht sind.

Wenn es die Vereinbarung mit Lieferanten hergibt, wird grundsätzlich mit Skonto bezahlt.

Durch eine rollierende Liquiditätsanalyse und entsprechende Einstellung von Reserven wird die Finanzierung des Unternehmens abgesichert.

Grundsätzlich wird bei allen Investitionen die günstigste Finanzierungsmöglichkeit (eigener Cashflow, Leasinggesellschaften, Kreditinstitute) ausgewählt.

Kapitalflussrechnung 2023
TEUR
2022
TEUR
Veränderung
TEUR
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 2.386 1.507 879
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -212 -227 15
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -1.509 -1.460 -49
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 665 -180 845
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 2.952 3.132 -180
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 3.617 2.952 665

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt durch Eigenfinanzierung und über Kredite der gewerblichen Wirtschaft und verbundener Unternehmen.

Kennzahlen der Kapitalstruktur: 2023
%
2022
%
Veränderung
%
Eigenkapitalquote 65,4 59,4 6,0
Fremdkapitalquote 34,6 40,6 -6,0
Verschuldungsgrad 52,9 68,4 -15,4
Anlagenintensität 1,1 1,1 0,0

Die Analyse der Investitionen zeigt folgende Aufstellung:

Anlagevermögen 2023
TEUR
2022
TEUR
Veränderung
TEUR
Maschinen 30 36 -6
Betriebs- und Geschäftsausstattung 183 194 -11
Gesamtinvestitionen 213 230 -17

Die Fähigkeit der Gesellschaft, die eigenen Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen, ergibt sich aus der nachstehenden Aufstellung:

2023
TEUR
2022
TEUR
Veränderung
TEUR
Jahresüberschuss 3.036 2.590 446
Abschreibungen Anlagevermögen 205 227 -22
verfügbare Liquidität 3.241 2.817 424
Tilgungen der Kredite
gewerbliche Wirtschaft 0 0 0

7. Vermögenslage

Das wesentliche Anlagevermögen ist in der Steinbrecher Dienstleistungs-GmbH verblieben und wird von der Martin Steinbrecher GmbH angemietet.

Die Eigenkapitalquote hat sich von 59,4 % auf 65,4 % verbessert.

Die Vermögens- und Kapitalstruktur zeigt folgende Übersicht:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR % TEUR %
Anlagevermögen 190 1,1 183 1,1
Umlaufvermögen und Rechnungsabgrenzungsposten 17.640 98,9 16.878 98,9
Aktiva 17.830 100,0 17.061 100,0
Eigenkapital 11.664 65,4 10.128 59,4
kurzfristiges Fremdkapital und passive latente Steuern 6.166 34,6 6.933 40,6
Passiva 17.830 100,0 17.061 100,0

8. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Erlöse liegen im Geschäftsjahr 2023 mit 37 Mio. Euro über dem Vorjahresumsatz von leicht über 36 Mio. Euro und somit ebenfalls über dem Ziel, das für dieses Geschäftsjahr gesetzt worden ist.

Die Kundenzufriedenheit insgesamt konnte im Rahmen unseres ISO-Management-Systems und auch mit Blick auf das direkte Feedback unserer Kunden als gut bezeichnet werden. Bei regelmäßigen Performance-Berichten unserer Auftraggeber schließen wir regelmäßig überdurchschnittlich ab.

Der Trend, dass wir von unseren Kunden immer weitere Dienstleistungen übernehmen sollen, wird sich fortsetzen. Dies hängt damit zusammen, dass unsere Auftraggeber weiter ihre administrativen Apparate abbauen und die Erwartung haben, dass wir diese Aufgaben für sie übernehmen.

Entscheidend wird es sein, dies wirtschaftlich (Preissituation) anbieten und abwickeln zu können.

Aufgrund der technischen Ausstattung des Maschinen-, Geräte- und Fuhrparks können wir die hohen Anforderungen, bezogen auf Umweltbelange, wie z. B. Energieverbrauch, Emissionen etc. überdurchschnittlich erfüllen. Die Modernisierung unseres Maschinen-, Geräte- und Fuhrparks konnte 2023 vorangebracht werden. Effizienz und Verlässlichkeit sind dabei entscheidende Kriterien für Neuanschaffungen.

Bezogen auf Arbeitnehmerbelange ist festzustellen, dass die Mitarbeiterfluktuation im angestellten und im gewerblichen Bereich branchenüblich ist. Durch Mitarbeitergespräche und eine enge Führung ist die Mitarbeiterzufriedenheit im Unternehmen insgesamt als positiv zu dokumentieren.

Der Bereich Personalentwicklung/Fortbildung ist weiter ausgebaut worden, um dem demographischen Wandel, wie auch den deutlich gestiegenen Ansprüchen an das Personal, gerecht zu werden. Ein Schwerpunkt liegt weiterhin darin, die Qualifikationen der vorhandenen und zukünftigen Mitarbeiter voranzutreiben, den Erfordernissen unserer Auftraggeber anzupassen und Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden. Dies findet beispielsweise im Rahmen der "Steinbrecher-Akademie" für Bauleiter statt. Die Schulungen fokussieren sich auf die Führungskompetenz unserer jungen Bauleiter, um diese gezielt weiterzuentwickeln. Mit einer wachsenden Zahl an Quereinsteigern im gewerblichen Bereich, gewinnt die interne Weiterbildung von Mitarbeitern ebenso weiter an Bedeutung.

Insbesondere der Ausbildung/Begleitung der 26 Auszubildenden wurde größte Aufmerksamkeit geschenkt. Ebenso legen wir verstärkt unseren Fokus auf die Gewinnung neuer Auszubildender durch Schul- und Messebesuche. Für den Ausbildungsstart 2024 konnten 9 Ausbildungsplätze besetzt werden.

Der Internetauftritt ist für Bewerber und Partnerunternehmen informativer gestaltet worden und erhöht somit die Chance, Personal zu gewinnen. Hervorzuheben sind dabei einzelne Videos, die unsere diversen Ausbildungsberufe vorstellen. Die Website wird seit Mitte 2019 ergänzt durch einen Facebook- und Instagram-Auftritt des Unternehmens. Das Angebot wird durch die im Jahr 2022 geschaffene Personalmarketing Abteilung betreut, um den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden und das Angebot fortlaufend zu erweitern. Zusätzlich finden mittlerweile eigene Personalsuchen auf den Plattformen Xing und LinkedIn statt. Personalmarketing über diverse Kanäle erlaubt die Ansprache verschiedener Zielgruppen und die Nutzung verschiedener Formate. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden hier bereits erste Erfolge bei der Nachbesetzung von Schlüsselpositionen verzeichnet.

9. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

9.1. Prognosebericht

Mit Blick auf das Jahr 2024 ergibt sich zu Jahresbeginn für die deutsche Bauwirtschaft ein beunruhigendes Gesamtbild. Derzeit bewerten - laut der ifo-Konjunkturumfrage - 40% der Unternehmen die aktuelle Geschäftslage als schlecht. Dagegen geben nur 13 % der befragten Unternehmen eine positive Einschätzung ab. Auch die zukünftige Geschäftslage wird von rund 47 % der Unternehmen als negativ eingeschätzt, wobei insbesondere die aktuell geschwächte Nachfrage nach Bauleistungen ausschlaggebend sein wird. 5

Insgesamt erwartet auch der Bauverband einen Umsatzrückgang des Bauhauptgewerbes um rund 4 %. 6 Die negativen Erwartungen sind geprägt von der Situation im Hochbau. So wird erwartet, dass die aktuelle Zinsentwicklung - trotz verschiedener Fördermaßnahmen durch die Bundesregierung - den Wohnungsbau weiterhin belasten wird. Auch für den Wirtschaftshochbau wird mit einem geringen Rückgang gerechnet, da geringere Investitionen aufgrund negativer Wirtschaftsprognosen erwartet werden. Positive Signale hingegen sind im Tiefbau erkennbar. Insbesondere die Investitionen in den Neubau und Erhalt des Schienennetzes der Deutschen Bahn AG in Höhe von 10,8 Mrd. Euro und Investitionen in die Energiestruktur werden laut Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V. zu einem deutlichen Umsatzwachstum im Wirtschaftstiefbau führen.

Das hohe Zinsumfeld, steigende Lohn- und Materialkosten und geringe Nachfrage beeinflussen die Rahmenbedingungen für das laufende Jahr sowohl für die Gesamtwirtschaft als auch die Baubranche weiterhin stark und sorgen für erhebliche Unsicherheit. Diese Unsicherheit zeigt sich in Teilen in Geringeren Investitionsvolumen im Projektgeschäft, wohingegen sich das Service-Wartungs-Geschäft resistenter gegen konjunkturelle Schwankungen zeigt. Die liegt insbesondere in der Notwendigkeit der Investition als auch in der Langfristigkeit der geschlossenen Verträge. Hier können - zumindest in Teilen - die Kostensteigerungen durch vertragliche Preisgleitklauseln kompensiert werden. Wo möglich wird Material frühzeitig eingekauft, um möglichst nah an den Angebotspreisen zu landen und so das Risiko zu minimieren. Bezüglich der Lieferengpässe resultierend aus dem Russland-Ukraine-Konflikt ist festzuhalten, dass sich die Situation entspannt hat und sich zumindest bisher die schlimmsten Befürchtungen nicht bewahrheitet haben. In der Martin Steinbrecher GmbH kam es zu keinen wesentlichen Einschränkungen in unserer Dienstleistungserbringung.

Weiterhin wird die Entwicklung unserer Branche durch nachfolgende Punkte zumindest mittelfristig negativ beeinflusst:

• Die Herausforderung bei der Fachkräftegewinnung, der Digitalisierung und der Produktivitätssteigerung.

• Fehlender Bürokratieabbau und zu langsame Genehmigungsverfahren. Hier muss durch die Politik gegengesteuert werden.

• Arbeitszeitflexibilisierung und Steuererleichterung sind wichtige Voraussetzungen, um Investitionen leisten zu können.

In der Prognose im Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens ist folgendes festzuhalten:

Der Bereich Kommunikationsdienstleistung hat durch die Großkunden eine zufriedenstellende Auftragssituation für das gesamte Geschäftsjahr. Ein starker Schwerpunkt wird auch weiterhin der Service- und Wartungsbereich sein. Um die gesteckten Ziele, insbesondere für die Ertragslage zu erreichen, wird es nach wie vor notwendig sein, dass die Niederlassungen in Zukunft noch enger abgestimmt ihre Ressourcen nutzen und auch das Projektgeschäft im Auge behalten werden.

Der Markt wird in den kommenden Jahren von starken Ausbauaktivitäten geprägt sein. So sollen bis 2025 dreimal mehr Haushalte und Unternehmen mit Glasfaserverbindungen versorgt werden als im Jahr 2023, mindestens 50 Prozent. 2030 soll die gesamte Bevölkerung über entsprechende Anschlüsse verfügen. Diese ambitionierten Ziele hat sich die Bundesregierung in ihre Gigabitstrategie geschrieben. Zu deren Realisierung wollen Netzbetreiber zehn Milliarden Euro pro Jahr investieren.

Der für unser Unternehmen erwartete Umsatz 2024 liegt oberhalb von 36 Mio. Euro. Ziel ist eine Umsatzrendite vor Steuern von über 5%.

Die geplanten Investitionen werden in Teilen über den Cashflow finanziert und in anderen Teilen über die bestehenden Möglichkeiten unserer verbundenen Hausbanken.

Im Geschäftsjahr 2024 sollen folgende Maßnahmen umgesetzt bzw. fertiggestellt werden:

• Ausbau der Digitalisierung und Steuerung der Prozessabläufe im Bereich der Lohnabrechnung - die Optimierung wird bis ins Jahr 2025 dauern

• Die bereits begonnenen Maßnahmen im Bereich der Personalbindung und -gewinnung werden weiter ausgebaut. Besonders der Bewerbungsprozess soll optimiert werden.

• Synergien zwischen den Standorten sollen besser genutzt werden

9.2. Risikobericht

Das höchste Risiko wird in der Volatilität des Marktes gesehen. Unsere Kunden im Projektgeschäft reagieren sehr schnell auf äußere Marktentwicklungen. Steigende Preise sorgen beispielsweise dafür, dass mit bestehenden Budgets weniger Projekte gestaltet werden können. Allerdings sehen wir einen großen politischen und gesamtgesellschaftlichen Willen moderne Telekommunikationsnetze auszubauen, was der wirtschaftlichen Volatilität in diesem Bereich entgegenwirkt.

Stabilität und ein verlässlicher Umsatz werden dabei auch über Service-/Wartungsverträge generiert, da dieses Geschäft der Volatilität am Markt nicht so stark ausgesetzt sind wie das Projektgeschäft.

Personalrisiken bestehen schon heute durch den bekannten Fachkräftemangel und werden in Zukunft durch den demographischen Wandel verstärkt werden. Sollte es uns hier nicht gelingen Lösungen zu finden, kann dies mittelfristig zu einer existenziellen Bedrohung fürs Unternehmen werden. Wir versuchen dem entgegenzuwirken durch unterschiedlichste Maßnahmen. Hierzu zählen unter anderem die interne Weiterbildung von jungen Nachwuchskräften sowie eine attraktive Außendarstellung, um neue Mitarbeiter zu gewinnen.

Um wettbewerbsfähig zu bleiben, wird es zusätzlich entscheidend sein, das Personal fachlich anhand der gestiegenen Ansprüche unserer Auftraggeber weiter auszubilden. Dies gilt ebenso für das gewerbliche Personal, da schon aus wirtschaftlichen Gründen ein Arbeitnehmer verschiedenste Tätigkeiten (z. B. Montage, Tiefbau, etc.) ausführen können muss.

Aufgrund der Tatsache, dass das Unternehmen für die mittelständische Größe in vielen Bereichen und auch auf einer großen Fläche tätig ist, hat das Personal eine entscheidende Bedeutung.

Bei einem Wegfall oder Ausfall von Führungspersonal werden hier die höheren Risiken für das Unternehmen gesehen. Auch über eine vorrausschauende Nachwuchsplanung und eine breitere Verteilung von Verantwortlichkeiten der einzelnen Bereiche kann dieses Risiko nicht gänzlich eliminiert werden.

Durch die bestehende Finanzplanung werden kurzfristig Liquiditätsrisiken so weit wie möglich ausgeschlossen. Dennoch registrieren wir, dass es vermehrt zu Insolvenzen in der Baubranche kommt. 7 Dies ist in Teilen auf die langen Zahlungsziele der Auftraggeber sowie eine immer komplexer werdende Abrechnung zurückzuführen.

Die sich für eine mittelständische Baufirma ergebenden Datenrisiken werden u. a. durch redundante Systeme weitestgehend ausgeschlossen. Dennoch wird dem existierenden Risiko Rechnung getragen, indem verschiedenste Maßnahmen getroffen wurden. Zur weiteren Sicherung wurde 2023 zudem eine Cyberversicherung abgeschlossen.

Im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit ist die Gesellschaft nur geringen Währungskursrisiken ausgesetzt.

Rückblickend auf das Jahr 2023 können wir feststellen, dass unser Unternehmen wie auch schon während der Coronapandemie gut durch ein von multiplen globalen Krisen geprägtes Jahr gekommen ist. Die Risiken für die Martin Steinbrecher GmbH im Jahr 2024 und darüber hinaus sind vor allem verbunden mit höheren Kosten für Energie, Personal und Material, insbesondere mit Blick auf langfristig kalkulierte Projekte. Die Abhängigkeit von langfristigen Investitionen durch die Netzbetreiber sind aktuell noch wenig von den Zinsanpassungen betroffen. Mittel- und langfristig zeichnet sich jedoch ein wachsender Einspardruck für Netzbetreiber ab, was sich in den kommenden Jahren trotz eines hohen Bedarfs und politischer Rückendeckung auch in geringeren Investitionen und Budgets für die Instandhaltung der Breitbandinfrastruktur widerspiegeln könnte. Gleichzeitig kann der aktuell hohe Bedarf für den Glasfaserausbau aufgrund fehlender Fachkräfte nicht vollständig bedient werden. Sollte es dem Unternehmen gelingen, sich trotz dieser Rahmenbedingungen weiterhin erfolgreich am Markt zu behaupten, gehen wir trotz der Herausforderungen im wirtschaftlichen Umfeld von einem konstanten Geschäftsverlauf im Jahr 2024 aus.

9.3. Chancenbericht

Durch eine breite eigenverantwortliche Führungsmannschaft werden hier mit der Philosophie "Unternehmer im Unternehmen" dem Managementsystem gute Chancen eingeräumt.

Durch die strategische Entscheidung die Niederlassung Wittmund in den Standort Varel zu integrieren, erhoffen wir uns Synergien zu schaffen und somit weiter unser Geschäft zu optimieren. Infolgedessen werden interne Prozesse wegfallen und optimiert werden, wodurch es uns gelingen sollte, eine Kostenersparnis in diesem Bereich zu erzielen und somit Kostensteigerung entgegenzuwirken und im Idealfall die Profitabilität zu steigern.

Umso wichtiger ist die Begleitung eines filigranen und offenen Controlling-Systems, um schnell Problemfelder zu erkennen und sie positiv zu beeinflussen.

Neben dem rechtzeitigen Erkennen ist vor allen Dingen die schnelle Umsetzung notwendiger Entscheidungen eine große Chance, das Unternehmen weiterhin in eine positive Entwicklung zu führen.

Aufgrund der nachfolgenden Punkte sehen wir auch weiterhin gute Chancen am Markt bestehen zu können:

- Aufgrund unserer kleineren flexibleren Einheiten sind wir schneller in der Lage, auf wechselnde Anforderungen im Markt zu reagieren und die Chancen zu nutzen.

- Durch eine gewisse Nischenpolitik verfügen wir über gut ausgebildetes Personal, das eigenständig auch anspruchsvolle Aufgaben bei Bedarf kurzfristig erledigen kann.

 

Wittmund, den 21. August 2024

gez. Martin Steinbrecher

Quellen:

1 Vgl. HDB (2024): Konjunkturentwicklung Bauhauptgewerbe 2023 - Prognose 2024, 19.08.2024

2 Vgl. HDB (2024): Konjunkturentwicklung Bauhauptgewerbe 2023 - Prognose 2024, 19.08.2024

3 Vgl. HDB (2024): Arbeitshilfe Lagebericht 2023

4 Vgl. HDB (2024): Konjunkturentwicklung Bauhauptgewerbe 2023 - Prognose 2024, 19.08.2024

5 Vgl. HDB (2024): Arbeitshilfe Lagebericht 2023

6 Vgl. HDB (2024): Baukonjunkturelle Lage: Weiterer Umsatzrückgang für 2024 erwartet, 25.07.2024

7 Vgl. Tagesschau (2024): Pleitewelle in Deutschland? https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/insolvenzen-insolvenzwelle-bau-project-100.html

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 189.494,00 183.071,00
I. Sachanlagen 189.494,00 183.071,00
1. Maschinen 61.148,00 52.586,00
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 128.346,00 130.485,00
B. Umlaufvermögen 17.636.987,36 16.875.085,56
I. Vorräte 3.938.054,73 3.881.475,77
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 10.081.800,18 10.041.690,94
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 627.169,07 64.626,93
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 3.617.132,45 2.951.918,85
C. Rechnungsabgrenzungsposten 3.063,10 3.101,24
Bilanzsumme, Summe Aktiva 17.829.544,46 17.061.257,80

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 11.663.828,74 10.128.099,01
I. gezeichnetes Kapital 1.550.000,00 1.550.000,00
II. Gewinnvortrag 7.078.099,01 5.988.469,75
III. Jahresüberschuss 3.035.729,73 2.589.629,26
B. Rückstellungen 2.015.205,30 2.386.743,33
C. Verbindlichkeiten 4.136.610,42 4.528.508,46
davon mit Restlaufzeit bis 1 Jahr 4.136.610,42 4.528.508,46
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.170.801,59 1.245.893,30
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.170.801,59 1.245.893,30
D. Passive latente Steuern 13.900,00 17.907,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 17.829.544,46 17.061.257,80

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 24.051.889,55 23.633.325,43
2. Personalaufwand 11.890.557,40 11.981.200,86
a) Löhne und Gehälter 9.021.307,76 9.038.457,87
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 2.869.249,64 2.942.742,99
davon für Altersversorgung 525,60 525,60
3. Abschreibungen 205.193,92 226.998,42
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 205.193,92 226.998,42
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 7.543.423,29 7.642.084,82
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 8.666,34 8.059,83
davon an verbundene Unternehmen 0,00 474,86
6. Steuern vom Einkommen und Ertrag 1.313.751,65 1.133.337,24
a) Aufwand aus der Veränderung latenter Steuern -4.007,00 -2.393,00
7. Ergebnis nach Steuern 3.090.296,95 2.641.644,26
8. sonstige Steuern 54.567,22 52.015,00
Jahresüberschuss 3.035.729,73 2.589.629,26

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Martin Steinbrecher GmbH mit Sitz in Wittmund ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Aurich unter HRB 204602

Die Berichtsgesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 1, 2 und 4 HGB auf. Sie wendet jedoch hinsichtlich der Gliederung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung freiwillig die Vorschriften gemäß § 266 und § 275 Abs. 2 HGB für große Kapitalgesellschaften gemäß § 267 Abs. 3 HGB an.

Der Jahresabschluss wurde gem. §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des Gesellschaftsvertrages aufgestellt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Das Sachanlagevermögen ist mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt.

Anschaffungskosten von abnutzbaren beweglichen Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens werden bei Anschaffung in voller Höhe als Aufwand berücksichtigt, wenn die Anschaffungskosten für den einzelnen Vermögensgegenstand 800,00 Euro nicht überschreiten.

Die Vorräte wurden zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Das übrige Umlaufvermögen ist mit den Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt.

Rückstellungen wurden nur in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Die passiven latenten Steuern sind auf Grund der Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und den steuerlichen Wertansätzen im Bereich Soft- und Hardware angesetzt und anhand der unternehmensindividuellen Steuersätze bewertet worden. Der bei der Berechnung der passiven latenten Steuern angewendete einheitliche Steuersatz beträgt 29,125 % (Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer).

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
Euro
Zugänge
Euro
davon FK-Zinsen
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
Euro
Anlagevermögen
Sachanlagen
Maschinen 144.309,77 29.840,46 0,00 0,00 0,00 174.150,23
Betriebs- und Geschäftsausstattung 316.299,46 183.216,46 0,00 129.348,65 0,00 370.167,27
Summe Sachanlagen 460.609,23 213.056,92 0,00 129.348,65 0,00 544.317,50
Summe Anlagevermögen 460.609,23 213.056,92 0,00 129.348,65 0,00 544.317,50
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023
Euro
Abschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
Euro
Anlagevermögen
Sachanlagen
Maschinen 91.723,77 21.278,46 0,00 0,00 0,00 113.002,23
Betriebs- und Geschäftsausstattung 185.814,46 183.915,46 0,00 127.908,65 0,00 241.821,27
Summe Sachanlagen 277.538,23 205.193,92 0,00 127.908,65 0,00 354.823,50
Summe Anlagevermögen 277.538,23 205.193,92 0,00 127.908,65 0,00 354.823,50
Zuschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Buchwert 31.12.2023
Euro
Buchwert 31.12.2022
Euro
Anlagevermögen
Sachanlagen
Maschinen 0,00 61.148,00 52.586,00
Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 128.346,00 130.485,00
Summe Sachanlagen 0,00 189.494,00 183.071,00
Summe Anlagevermögen 0,00 189.494,00 183.071,00

Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Zugehörigkeit zu mehreren Bilanzposten/Mitzugehörigkeitsangaben gemäß § 265 Abs. 3 HGB:

Im Bilanzposten Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 627.169,07 Euro (Vorjahr: 64.448,93 Euro) und sonstige Vermögensgegenstände von 0,00 Euro (Vorjahr: 178,00 Euro) enthalten.

Im Bilanzposten Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen Gesellschafter (§ 42 GmbHG) in Höhe von 67.808,29 Euro (Vorjahr: 14.368,94 Euro) enthalten.

Passiva

Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind wesentliche Rückstellungen für Personalaufwendungen, fehlende Eingangsrechnungen, Schäden und Gewährleistungen enthalten.

Verbindlichkeiten

Zur Sicherung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen zugunsten der Lieferanten die branchenüblichen Eigentumsvorhalte.

Zugehörigkeit zu mehreren Bilanzposten/Mitzugehörigkeitsangaben gemäß § 265 Abs. 3 HGB:

Im Bilanzposten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.170.801,59 Euro (Vorjahr: 1.245.823,32 und sonstige Verbindlichkeiten/Darlehen in Höhe von 0,00 Euro (Vorjahr: 69,98 Euro) enthalten.

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter:

Im Bilanzposten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (§ 42 GmbHG) in Höhe von 984.298,32 Euro (Vorjahr: 1.242.428,54 Euro enthalten.

passive latente Steuern:

Entwicklung passive latente Steuern: Handelsbilanz
Euro
Steuerbilanz
Euro
Unterschied
Euro
Restbuchwerte Hardware/Software 47.655,00 0,00 47.655,00
Buchwert 47.655,00 0,00 47.655,00
Summe Unterschied 47.655,00
Steuersatz latente Steuern 29,125 % 13.879,52
(Körperschaftsteuer/Solidaritätszuschlag/Gewerbesteuer)
gerundet 13.900,00
Stand 01.01.2023 17.907,00
Veränderung -4.007,00
Stand 31.12.2023 13.900,00

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen aus nach dem Bilanzstichtag zu erfüllenden planmäßigen Verpflichtungen aus Pachtverträgen im Sinne des § 285 Nr. 3 a HGB:

Mietverpflichtungen auf unbestimmte Zeit. Die Jahresmiete (netto) beträgt 228.270,00 Euro (Vorjahr: 228.270,00 Euro).

Davon Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen: 228.270,00 Euro (Vorjahr: 228.270,00 Euro).

Am Bilanzstichtag bestanden Leasingverpflichtungen (netto) von 168.062,45 Euro (Vorjahr: 345.766,66 Euro).

Haftungsverhältnisse

Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten in Höhe von 1.275.000,00 Euro (Vorjahr: 1.375.000,00 Euro).

- davon Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen von 1.275.000,00 Euro (Vorjahr: 1.375.000,00 Euro)

Die Haftung besteht für die Forderungen der NORD/LB an die Firmen Martin Steinbrecher Gleisbau GmbH, Martin Steinbrecher GmbH und Steinbrecher Dienstleistungs-GmbH lt. Vereinbarung vom 13.02.2013 / 17.10.2016 / 05.10.2018/03.04.2020:

- Gesamthafterklärung der Firmen Martin Steinbrecher Gleisbau GmbH, Martin Steinbrecher GmbH, Steinbrecher Dienstleistungs-GmbH und Steinbrecher GmbH & Co. KG

- Globalzession der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vom 31.01.2013/ 13.02.2013

Die Verbindlichkeiten der Steinbrecher GmbH & Co. KG gegenüber der NORD/LB (vorher: Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg) betragen zum 31.12.2023 0,00 Euro.

Die Verbindlichkeiten der Martin Steinbrecher Gleisbau GmbH gegenüber der NORD/LB (vorher: Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg) betragen zum 31.12.2023 0,00 Euro.

Die Verbindlichkeiten der Steinbrecher Dienstleistungs-GmbH gegenüber der NORD/LB (vorher: Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg) betragen zum 31.12.2023 1.275.000,00 Euro (Vorjahr: 1.375.000,00 Euro).

Das Risiko der Inanspruchnahme aus den o. g. Haftungsverhältnissen der Gesellschaft gegenüber Dritten ist als gering einzustufen. Die Schuldner sind in der Vergangenheit stets ihren vertraglich vereinbarten Zahlungsverpflichtungen nachgekommen und es bestehen keine Anhaltspunkte für zukünftig abweichendes Zahlungsverhalten.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 1 und 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

V. Sonstige Angaben

Zahl der Arbeitnehmer

Die Zahl der Arbeitnehmer im Sinne des § 267 Abs. 5 HGB betrug im Geschäftsjahr 2023 (Vorjahr):

gewerbliche Arbeitnehmer: 145 (155)
Angestellte: 105 (108)
insgesamt: 250 (261)
Auszubildende: -30 (-28)
Geschäftsführer: -1 (-1)
Arbeitnehmer im Sinne des § 267 Abs. 5 HGB: 219 (232)

Gesellschaftsorgane

Im Geschäftsjahr war Herr Betriebswirt Martin Steinbrecher, Jever, allein vertretungsberechtigter Geschäftsführer. Der Geschäftsführer ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Auf die Angaben der im Geschäftsjahr gewährten Bezüge für die Mitglieder der Organe der Gesellschaft nach § 285 Satz 1 Nr. 9 a und b HGB wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da nur ein Geschäftsführer bestellt ist.

Konzernabschluss

Der Jahresabschluss der Martin Steinbrecher GmbH, Wittmund, wird in den Konzernabschluss ihres Mutterunternehmens, der Steinbrecher GmbH & Co. KG mit Sitz in Wittmund, einbezogen.

Der Konzernabschluss der Steinbrecher GmbH & Co. KG, Wittmund, wird beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers elektronisch erhältlich sein.

Besondere Vorgänge nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten. Die Folgen der Kriege in der Ukraine und im Gaza-Streifen haben bisher keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf der Unternehmensgruppe.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2022 von 10.113.828,74 Euro (einschließlich des Jahresüberschusses 2022 von 3.035.729,73 Euro und einer am 13. Dezember 2023 beschlossenen Ausschüttung von 1.500.000,00 Euro) auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Wittmund, den 21. August 2024

gez. Martin Steinbrecher

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 13.11.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Der vorstehende, zur Offenlegung bestimmte nach § 327 HGB verkürzte Jahresabschluss entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Martin Steinbrecher GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Martin Steinbrecher GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Martin Steinbrecher GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Aurich, den 17. Oktober 2024

FLICK GMBH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Diplom-Betriebswirt (FH) Björn Köneke, Wirtschaftsprüfer

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