Manfred Jacob Industrieformen GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Hans-Werner Heindel seit 1.7.2025 | Geschäftsführer |
Felix Stößel seit 21.2.2024 | Prokura |
Tanja Gubesch seit 14.8.2017 | Prokura |
Sabrina Andrea Spranger-Gubesch seit 14.8.2017 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 22.55% |
| Name | Anteil |
|---|---|
| 77.45% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Gubesch Thermoforming GmbHWilhelmsdorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2023Gubesch Thermoforming GmbHA. Grundlagen der Gesellschaft Gubesch Thermoforming GmbH mit Sitz in D-91489 Wilhelmsdorf ist auf dem Gebiet des thermoplastischen Verformens ein mittelständischer Full-Service Anbieter. Das Knowhow liegt in Design, Entwicklung, Konstruktion und Produktion von thermisch verformten Kunststoffprodukten und der hierzu notwendigen Werkzeuge. Abnehmer dieser Produkte sind insbesondere Unternehmen aus dem Automobilsektor. Aber auch Betriebe aus anderen Industriezweigen zählen gerade bei Verpackungsprodukten zu den Kunden der Gubesch Thermoforming. B. Wirtschaftsbericht I. Branchenentwicklung Einen realen Produktionsrückgang und Umsatz- und Gewinnrückgänge verzeichnet die Kunststoffverarbeitende Industrie in 2023. Der Gesamtumsatz der Kunststoffverarbeiter sank nach der Auswertung des Statistischen Bundesamtes um 6,26 % auf 72,55 Mrd. Euro. Gleichzeitig reduzierte sich der Materialverbrauch um 8,7 % bzw. um 1,3 Mio. Tonnen und sank auf 13,3 Mio. Tonnen. Das Geschäftsklima in der Automobilindustrie ist nach Berichten des Verbands technische Kunststoff-Produkte e.V. (Marktbericht 4. Quartal 2023 vom 27.02.2024) seit Mitte des letzten Jahres negativ, dies kommt hauptsächlich durch die schlechte Geschäftserwartung in der Branche. Die Kapazitätsauslastung ggü. dem Vorjahreszeitraum ist kaum noch besser und der Produktionsindex inzwischen negativ. Die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen ist stark reduziert und die Verbrenner entwickeln sich auch wegen der ausgelaufenen Förderungen besser. Die PKW-Produktion in Deutschland legte in 2023 ggü. dem Vorjahr deutlich zu und verzeichnete ein Wachstum von 18%. Der Vergleichszeitraum war noch geprägt durch Lieferengpässe bei den Vorprodukten. Die Experten des VDA prognostizieren für das Jahr 2024 eine Seitwärtsbewegung der Pkw-Inlandsproduktion. Während für BEV (Batterie-Elektrofahrzeuge) ein Wachstum von 25% erwartet wird, müsste dies bei den übrigen Antriebsarten zu einer weiteren Reduktion um bis zu 7% der Volumina führen. Auch die Konjunkturprognosen der Wirtschaftsforschungsinstitute sowie der Bundesregierung selbst geben kein Grund zur Zuversicht. So korrigierte das BMWK jüngst die BIP-Prognose für das Jahr 2024 von einst 1,3 % auf 0,2 % deutlich nach unten. Neben den wirtschaftlichen Herausforderungen ist die Kunststoff- und Automobilbranche weiterhin stark mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigt. Die Vorgaben der EU zur Erreichung der Klimaneutralität bis 2050 prägen von Jahr zu Jahr mehr die strategischen und operativen Maßnahmen und Ziele der Branche. II. Umsatz - Auftragsentwicklung - Auftragslage Die Gubesch Thermoforming konnte im Jahr 2023 das Umsatzniveau des Vorjahres übertreffen, die Gesamtleistung war 31 % höher als 2022. Das geplante Leistungsvolumen von ca. T€ 28.133 konnte übertroffen werden. Im Jahr 2023 lag bei Gubesch Thermoforming der Anteil am Umsatzvolumen, welcher der klassischen Automobilzuliefererbranche zuzuordnen ist, bei 72%. Der andere Umsatzanteil setzt sich aus Kunststoffprodukten im Bereich Verpackungen bzw. Transportverpackungen sowie sonstigen Tiefziehprodukten zusammen. Kunden kommen dabei aus verschiedenen Branchen. Die Gesamtleistung (T€) der einzelnen Bereiche im Jahresvergleich: (Die hier aufgeführten Zahlen basieren auf der internen Erfolgsrechnung. Nicht direkt auf Profit Center gebuchte Leistungen und Abweichungen zur kompletten Gesamtleistung der Gewinn-und-Verlustrechnung werden unter Sonstiges ausgewiesen.)
Die Auftragslage in der Automobil-Produktion unterliegt aufgrund von mehrjährigen Serienlaufzeiten bei Automobil-Aufträgen grundsätzlich einem langfristigen Planungshorizont. In den fast reinen Automotive Bereichen Decomolding und Composite wird für das nächste Geschäftsjahr eine steigende Gesamtleistung prognostiziert. Ab dem Jahr 2024 wurde das neues Profitcenter Tiefziehzentrum für Großserienfertigung angelegt, welches zuvor im Bereich Rolle integriert war. Für dieses Profitcenter wird ebenfalls mit einem Anstieg der Gesamtleistung ggü. dem Vorjahr geplant. Die Bereiche Rolle und Platte werden für 2024 noch unter Vorjahresniveau gesehen. Im Projektgeschäft werden Zuwächse erwartet, wobei es sich hierbei inzwischen fast ausschließlich um ein reines Durchlaufgeschäft handelt. Die Projektleistungen hierzu werden größtenteils von einer Schwesterfirma der Gubesch Group bezogen. III. Produktprogramm und Branchen Die Firma Gubesch Thermoforming bietet dem Kunden ein breites Spektrum an Dienstleistungen rund um den Kunststoff an. Und zwar von der ersten Idee bis hin zur Serienfertigung. Entwicklungs- und Engineering-Leistungen sowie Werkzeugherstellungen werden größtenteils von ausgewählten Partnern, meist innerhalb der Gubesch Group, zugekauft. Die Produktionstechnologie basiert auf konzerneigenen Kompetenzen in der Konstruktion und Konzeptionierung von Tiefziehformen und Hilfsmitteln sowie der Erstellung von Prototypen und der Serienproduktion von technischen Kunststoffteilen. Die Fertigung der Serienteile entspricht durch einen hohen Automatisierungsgrad modernster Technologie. Zur Sicherstellung einer fortschrittlichen Produktion werden regelmäßig Ersatz- oder Erweiterungsinvestitionen im Maschinenpark getätigt. IV. Materialwirtschaft Die Materialeinsatzquote der Gesamtfirma ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Diese Veränderung resultiert aus einem stets dynamischen Produktmix. Mit den Hauptlieferanten werden Festpreise im Rahmen möglicher Zeithorizonte vereinbart. Das Beschaffungsrisiko wird dadurch reduziert. Durch die Zentralisierung von Einkauf und Beschaffung in der Gubesch Gruppe wird ein professionelles und koordiniertes Risikomanagement bei der Materialbeschaffung gewährleistet. V. Finanzierungsmaßnahmen und Investitionen Der allgemeine Finanzierungsbedarf im Jahr 2023 wurde mit den Einnahmen aus der laufenden Geschäftstätigkeit, Betriebsmitteln und durch liquide Mittel innerhalb des Gubesch Konzerns gedeckt. Investitionen in Hard- und Software sowie Firmen-Pkw wurden über Leasing gegenfinanziert. Der Buchwert des Anlagevermögens reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 113. Die Leasingraten (inkl. PKW-Leasing) haben sich zum Vorjahr um T€ 57 verringert. VI. Personal- und Sozialbereich Gubesch Thermoforming bildet die Berufe Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik (m/w/d) und Fachkraft für Lagerlogistik (m/w/d) aus. Um geeignetes Fachpersonal zu gewinnen, unterstützt das Unternehmen die Weiterbildung und Qualifizierung von Mitarbeitern. Auf diese Weise soll unter anderem dem Facharbeiter- bzw. Ingenieursmangel vorgebeugt werden. Es werden weiterhin bei Bedarf Zeitarbeiter eingesetzt, um Produktionsspitzen abdecken zu können. Der Altersdurchschnitt der Belegschaft liegt bei 43 Jahren. Die Regelarbeitszeit beträgt 40 Stunden pro Woche. Über Stundenkonten kann jedoch flexibel auf besondere Erfordernisse und auf Schwankungen bei der Auftragslage reagiert werden. Die Produktion arbeitet im 3-Schichtbetrieb. Die externen direkten Aufwendungen für Fortbildungsmaßnahmen betrugen im Jahr 2023 T€ 3. Es wird Wert auf gezielte Weiterbildungsmaßnahmen gelegt und deren Ergebnis stets geprüft. Die Krankheitsrate belief sich im Durchschnitt auf 8,8%. VII. Zertifizierung Gubesch Thermoforming konnte im Jahr 2023 alle Zertifikate aufrechterhalten und ist somit nach ISO 14001:2015, ISO 50001, ISO 9001:2015 und IATF 16949:2016 sowie TISAX zertifiziert. VIII. Forschung und Entwicklung Der Bereich Forschung und Entwicklung ist weiterhin ein wichtiger Baustein im Geschäftsbetrieb der Gubesch Thermoforming. Sie greift im Bedarfsfall auf Unterstützung innerhalb der Gubesch Group zurück. Darüber hinaus finden auch zukünftig Investitionen in neue, innovative Technologien statt. C. DARSTELLUNG DER LAGE DER GESELLSCHAFT
Zur Steuerung des Unternehmens werden auch nichtfinanzielle Prozesskennzahlen (gemäß IATF 16949) bzw. Key Performance Indicator (KPI) verwendet. Die Firma hat seit 2017 ein Stammkapital von T€ 500. D. NACHTRAGSBERICHT Für Erläuterungen zu Vorgängen von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres bis zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung eingetreten sind, wird auf die Angaben im Anhang verwiesen. E. GESCHÄFTSRISIKEN UND CHANCEN DER KÜNFTIGEN ENTWICKLUNG Allgemeine wirtschaftliche Risiken Risiken, die über das allgemeine wirtschaftliche Risiko einer unternehmerischen Betätigung hinausgehen, sind nicht erkennbar. Der Abhängigkeit von nur einer Branche wird entgegengewirkt, wobei das neue Automotive E-Mobility Geschäft zu einer Zunahme des Anteils der Automobilbranche bei der Gubesch Thermoforming geführt hat. Es besteht ein ausreichender Versicherungsschutz gegen Schäden am Betriebsvermögen, Kosten einer Betriebsunterbrechung, Schäden aus Haftungsverpflichtungen oder Rückrufkosten und gegen sonstige betriebsübliche Risiken. Risiken aus Forderungsausfällen Offene Forderungen werden durch ein laufendes Debitoren-Management überwacht. Teile der offenen Forderungen sind im Rahmen eines Forfaitierungsvertrages verkauft und über die Delkrederehaftung des Factoringunternehmens abgesichert. Dem branchenüblichen Ausfallrisiko wird durch pauschale und individuelle Wertberichtigungsposten Sorge getragen. Risiken aus Währungsgeschäften Risiken aus Währungsgeschäften bestehen derzeit nicht. Gubesch Thermoforming verrechnet in Euro. Dies gilt auch für Produkte, die in Drittländer oder in EU-Länder außerhalb der Euro-Zone geliefert werden. Risiken in der Struktur der Kunden Eine grundsätzliche Abhängigkeit von einem Kunden besteht nicht. Der Debitor mit dem größten externen Rechnungsvolumen kommt aus der Automobilbranche und liegt bei einem Umsatzanteil von über 25 %. Der drittgrößte Debitor kommt aus dem Verbund der Gubesch Group. Hier werden insbesondere Inserts verkauft, welche dann im Insertmolding-Verfahren hinterspritzt und an Zulieferer oder OEM veräußert werden. Die 20 umsatzstärksten Debitoren hatten 2023 einen Anteil am Gesamtumsatz von ca. 88 %. Risiken bei der Beschaffung Eine Abhängigkeit von Lieferanten ist nicht vorhanden, da es in der Branche ein großes Angebot an Materialien, Normalien, Zubehörteilen und Zukaufteilen gibt. Ein Wechsel wäre jederzeit möglich, bedarf in vielen Fällen aber auch der Freigabe durch den jeweils betroffenen Kunden. Bei Material- und Lieferantenvorgaben von Kundenseite werden Preiserhöhungen der Materialbeschaffung durch Anpassungen des Verkaufspreises gesteuert. Risiken der Liquidität Die Gubesch Group betreibt ein taggenaues Cash-Management und eine rollierende Liquiditätsplanung. Investitionen und notwendige Erhöhungen von Betriebsmitteln werden bei Bedarf rechtzeitig gegenfinanziert. Investitionen müssen vor Durchführung einen standardisierten Prüfprozess durchlaufen. Die Planungen für 2024 und die Entwicklung der ersten Monate unterstreichen ebenfalls die ausreichend freie Liquiditätsverfügbarkeit der Firma. Chancen der künftigen Entwicklung Mit ihren Produkten und Dienstleistungen im Verpackungsgeschäft überzeugt die Gubesch Thermoforming am Markt durch innovative und flexible Lösungen. Dies gilt bei Sonderwünschen genauso, wie auch mit schneller Bearbeitung und attraktiven Konditionen im Seriengeschäft. Die Produkte im Seriengeschäft sind z.T. Massegeschäft. Die Tiefziehteile unterliegen aber auch dort meist gehobenen technischen Ansprüchen. Bei den Dekor- und Leichtbauteilen konzentriert sich die Firma auf innovative und hochwertige Kunststoffteile. Mit dem konzerneigenen Engineering- und Entwicklungsbereich bietet die Gubesch Thermoforming ihren Kunden einen erheblichen Mehrwert. Diese Konstellation ist ein wichtiger Faktor in der zukünftigen Ausrichtung der Firma. Gesamtbeurteilung Risiken Die Risiken für die Gubesch Group sind vorbehaltlich der Risiken, die sich immer noch durch den Russland - Ukraine Konflikt ergeben, auch auf Grund des etablierten und gelebten Risikomanagements begrenzt. Vorhandene Risiken werden konsequent überwacht und mit Maßnahmen belegt, um sicherzustellen, dass sie den Fortbestand der Gubesch Group nicht gefährden. F. PROGNOSEBERICHT Die Bundesregierung rechnet in ihrer Wachstumsprognose für Deutschland mit einer Zunahme des BIP von 0,2 % für 2024. Diese aktuelle Schwächephase will die Bundesregierung mit umfassenden und zielgerichteten Maßnahmen begegnen, u.a. die Stärkung der Investitionsdynamik durch das Wachstumschancengesetz, Abbau unnötiger Bürokratie, Unterstützung von Innovationen über die Stärkung der Forschungszulage, Fachkräfteeinwanderungsgesetz uvm. Die EU-Kommission rechnet in Ihrer Pressemitteilung vom 15.02.2024 mit niedrigeren Wachstumsraten als 2023 vorausgesagt. Die Inflation dürfte in diesem Jahr ihren Abwärtstrend fortsetzen. Die Kommission geht für 2024 nur noch von einem Wachstum von 0,9 % (statt 1,3 %) in der EU und 0,8 % (statt 1,2 %) im Euro-Raum aus. Derweil dürfte die Inflationsrate in der EU 2024 von 6,3 % im Vorjahr auf 3,0 % sinken. 2025 wird ein weiterer Rückgang auf 2,5 % erwartet. 2023 wurde das Wachstum durch mehrere Faktoren gebremst, da die Kaufkraft der privaten Haushalte niedrig und die Zinsen hoch waren. In diesem Jahr dürfte die Wirtschaftstätigkeit in der EU jedoch allmählich wieder Fahrt aufnehmen. Geht die Inflation weiter zurück, steigen die Reallöhne. Gepaart mit einem krisenfesten Arbeitsmarkt dürfte dies dazu führen, dass die Verbraucherinnen und Verbraucher wieder mehr Geld ausgeben. Auch der Handel mit ausländischen Partnern dürfte sich nach einer sehr schwachen Entwicklung im vergangenen Jahr wieder normalisieren. Die Geschäftsführung der Gubesch Thermoforming GmbH hat die Prognosen für 2024 in ihre Planung mit einfließen lassen. Zu Vorgängen von besonderer Bedeutung im Sinne des § 285 Nr. 33 HGB nach dem Schluss des Geschäftsjahres bis zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung wird auf die Erläuterungen im Anhang verwiesen. Die aktuellen Planungen der Gubesch Thermoforming zeigen für 2024 gegenüber dem im Rahmen des Jahresabschlusses 2023 ermittelten Wert eine Erhöhung der Gesamtleistung um 3%. Es wird aktuell mit einem Jahresüberschuss im Bereich von über T€ 500 gerechnet.
Wilhelmsdorf, den 18.
März 2024
Gubesch Thermoforming GmbH Die Geschäftsführung: Werner Gubesch BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Gubesch Thermoforming GmbHI. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Firma Gubesch Thermoforming GmbH mit Sitz in D-91489 Wilhelmsdorf ist im Handelsregister beim Amtsgericht Fürth unter der Registernummer HRB 13718 eingetragen. Der Jahresabschluss der Gubesch Thermoforming wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) in aktueller Fassung aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt gemäß § 266 und § 275 HGB. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Im Einzelnen erfolgte die Bewertung wie folgt: Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wird gem. § 246 Abs.1 S. 4 HGB i.V.m. § 253 Abs. 1 S. 1 HGB mit den Anschaffungskosten angesetzt und gem. § 253 Abs. 3 S. 1, 2 HGB auf seine voraussichtliche Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben. Sachanlagen Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen und gegebenfalls abzüglich erhaltener Investitionszuschüsse, aufgrund der branchenüblichen Nutzungsdauer bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen beweglicher Wirtschaftsgüter werden linear vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens werden entsprechend der steuerlichen Vorschriften bilanziert. Dabei werden Zugänge im Einzelanschaffungspreis von € 250,00 bis € 800,00 im Berichtsjahr voll abgeschrieben. Vorräte Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit Einstandspreisen oder niedrigeren Marktpreisen am Bilanzstichtag bewertet. Dem Bestandsrisiko aus der Ungängigkeit wird durch angemessene Wertabschläge Rechnung getragen. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu aktivierungspflichtigen Herstellungskosten bewertet (§ 255 Absatz 2 HGB). Soweit notwendig, wurden Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert berücksichtigt. Zinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die erhaltenen Anzahlungen werden offen von den Vorräten abgesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände, liquide Mittel Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel sind zu Nominalbeträgen, ggf. nach Abzug von Einzelwertberichtigungen, bilanziert. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben angesetzt, die vor dem Bilanzstichtag angefallen sind, aber erst nach dem Bilanzstichtag zu Aufwand führen. Steuer- und sonstige Rückstellungen Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB). Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB). Währungsumrechnung Fremdwährungsgeschäfte werden soweit vorhanden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls bewertet. Die Bewertung im Jahresabschluss wird gemäß § 256a HGB vorgenommen. III. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Der aktivierte entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wird über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 15 Jahren linear abgeschrieben. Seine Nutzungsdauer ist durch die Art und voraussichtliche Bestandsdauer des erworbenen Unternehmens begründet. Im Berichtsjahr wurden Investitonszuschüsse in Höhe von T€ 215 (Vj. T€ 666) im Bereich der Technischen Anlagen und Maschinen anschaffungskostenmindernd berücksichtigt. Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres ergeben sich aus dem beigefügten Anlagenspiegel. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
In Klammern sind jeweils die Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr angegeben. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um Pauschalwertberichtigungen (T€ 44) und Einzelwertberichtigungen (T€ 35) gekürzt. Bei den gesondert ausgewiesenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich im Wesentlichen zugleich um sonstige Vermögensgegenstände (Mitzugehörigkeitsvermerk). Im Berichtszeitraum wurden bestimmte Forderungen von der Commerzbank AG, Frankfurt a.M. (Bank) angekauft. Mit Wirkung vom 30.11.2015 ging der zu diesem Zeitpunkt angekaufte Forderungsbestand auf die CommerzFactoring GmbH über. Der neue Forfaitierungsvertrag wurde zum 01.10.2015 geschlossen und wurde am 24.06.2022 bis 30.09.2024 verlängert. Das Risiko der Zahlungsunfähigkeit des Kunden wurde gemäß Vertragspunkt A (5) für angekaufte Forderungen vom Factor übernommen. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind die nicht angekauften Forderungen enthalten. Verkaufte Forderungen sind vom Forderungsbestand abgezogen. Die Sonstigen Vermögensgegenstände enthalten keine Forderungen gegen die Gesellschafter. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind u.a. Steuerforderungen (T€ 23) sowie Sicherheitseinbehalte aus verkauften Forderungen enthalten. Aktive Rechnungsabgrenzung Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten (T€ 13) beinhaltet Lizenzen/Wartungen (T€ 12) sowie Einrichtungsgebühren Unterstützungskasse (T€ 1). Eigenkapital Das gezeichnete Kapital wurde in 2016 um T€ 400 auf insgesamt T€ 500 erhöht. Die Erhöhung stammte aus gleichzeitig aufgelösten atypisch stillen Beteiligungen über ebenfalls T€ 400. Außerdem wurden aus berechneten und auf Verrechnungskonten erfassten Gewinnen der atypischen Beteiligungen noch Kapitalrücklagen über T€ 290 eingebracht. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen Der aus 2022 verbliebene bzw. 2023 ausgezahlte Investitionszuschuss zur Modernisierung der Produktion der Fahrzeughersteller- und Zuliefererindustrie des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, für die "Automatisierung einer Fertigung für E-Mobility-Komponenten" wurde im Berichtsjahr nach Fertigstellung der restlichen Anlagen anschaffungskostenmindernd in das Sachanlagevermögen umgebucht. Rückstellungen Pensionsrückstellungen Es sind keine Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen in der Bilanz zu bilden. Für nicht in der Bilanz ausgewiesene Rückstellungen für laufende Pensionen, Anwartschaften auf Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wird zum Bilanzstichtag der "Fehlbetrag des Kassenvermögens" mit T€ 140 angegeben (Art. 28 Abs. 2 EGHGB). Die Sonstigen Rückstellungen werden für folgende Positionen gebildet:
Verbindlichkeiten Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt.
Bei den gesondert ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen handelt es sich i.H.v. 4.027 T€ zugleich um Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. Bei der Gesamtposition handelt es sich um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie um sonstige Verbindlichkeiten - Mitzugehörigkeitsvermerk. Aufgrund von Bürgschaften, Schuldbeitritten und Mitverpflichtungserklärungen für Kreditverträge bestehen für Gesellschaften im Konzern Haftungsverpflichtungen von insgesamt T€ 5.204 (Stichtagsvaluta der betroffenen Kreditbeanspruchungen). Mit einer Inanspruchnahme ist derzeit nicht zu rechnen. Zum 31. Dezember 2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Pachtverträgen in Höhe von T€ 600 p.a. (davon an assoziierte Unternehmen T€ 425), sowie aus Leasingverträgen von T€ 217 (zahlbar in 2024) und T€ 296 (zahlbar 2025 bis 2028, für die vier Jahre gesamt). IV. Angaben zur Gewinn und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen im Wesentlichen Versicherungsentschädigungen T€ 15 (Vorjahr T€ 0), Erträge aus Herabsetzung EWB T€ 17 (Vorjahr T€ 0), Erträge aus Sachbezügen der Angestellten T€ 18 (Vorjahr T€ 8), Krankengeldzuschüsse T€ 10 (Vorjahr T€ 5), sowie periodenfremde Erträge T€ 72 (Vorjahr T€ 20) und sonstige Erlöse T€ 8 (Vorjahr T€ 0). Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen Die Abschreibungen enthalten im Berichtsjahr nur planmäßige Abschreibungen. Die Darstellung erfolgt im Anlagespiegel. V. Sonstige Angaben Zur Geschäftsführung ist bestellt: Herr Werner Gubesch, staatlich geprüfter Maschinenbautechniker (bestellt mit Eintragung vom 12.8.2020) Der Geschäftsführer ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Wegen der Bezüge der Geschäftsführung wird auf § 286 Abs. 4 HGB verwiesen. Arbeitnehmerzahl Die Zahl der 2023 durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter (ohne Geschäftsführer, ohne Auszubildende) beträgt 131 (Vorjahr 105). Davon waren 110 (Vorjahr 84) gewerbliche Arbeitnehmer, 21 Angestellte (Vorjahr 21) und 0 Aushilfen (Vorjahr 0). Konzernabschluss Die Konzernobergesellschaft der Gubesch Thermoforming GmbH ist die Gubesch GmbH & Co. KG, Langenzenn. Die Obergesellschaft stellt einen Konzernabschluss nach § 290 HGB auf, in den die Gubesch Thermoforming GmbH einbezogen wird. Der Konzernabschluss der Gubesch GmbH & Co. KG wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung im Sinne des § 285 Nr. 33 HGB: Es besteht weiterhin Unsicherheit auf die weitere Entwicklung des russischen Angriffs auf die Ukraine am 24. Februar 2022 und die Folgen für die Weltwirtschaft sowie die Auswirkungen auf die Gubesch Group ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsleitung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2023 auf neue Rechnung vorzutragen.
Wilhelmsdorf, den 18.
März 2024
Gubesch Thermoforming GmbH Die Geschäftsführung Werner Gubesch AnlagespiegelEntwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023 Gubesch Thermoforming GmbH, Wilhelmsdorf
* In den technischen Anlagen und Maschinen sind Investitionszuschüsse in Höhe von € 214.559,50 (Vj. € 665.610,00) enthalten. sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 05.11.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkWir weisen nach § 328 Abs. 1a HGB darauf hin, dass der nachfolgende Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers sich auf den vollständigen Jahresabschluss bezieht. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Gubesch Thermoforming GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Gubesch Thermoforming GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gubesch Thermoforming GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Fürth, den 5. Juli 2024 DÜNKEL
& KOLLEGEN GmbH
Florian Bletschacher, Wirtschaftsprüfer |
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