Schreibgeist UG (haftungsbeschränkt)
Selbe AdresseHerstellung von Mehrzweckindustrierobotern
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andreas Harms seit 3.7.2018 | Geschäftsführer |
Ursula Witte-Radwan seit 31.8.2015 | Prokura |
Vollrath Schuster seit 15.3.2012 | Geschäftsführer |
Christian Heyden seit 23.9.2011 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
TTS Marine AB | 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
TTS Marine GmbHBremenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017Bilanz zum 31. Dezember 2017Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017
Anhang für das Geschäftsjahr 20171. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die TTS Marine GmbH, Bremen, An der Reeperbahn 6, 28217 Bremen, ist unter der Nummer HRB 4155 HB im Handelsregister der Freien Hansestadt Bremen eingetragen. Das Unternehmen ist zum Bilanzstichtag eine mittelgroße (i. Vj. große) Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Rechtsfolgen treten gemäß § 267 Abs. 4 HGB im Geschäftsjahr noch nicht ein, so dass der Jahresabschluss nach den Maßgaben für eine große Kapitalgesellschaft aufgestellt wird. DerJahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde wie im Vorjahr nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum der Nutzung planmäßig linear abgeschrieben. Der Geschäfts- oder Firmenwert ergibt sich aus Unternehmenserwerben in Vorjahren, die bis zum 1. Januar 2010 auf die TTS Marine verschmolzen worden sind. Bei den Geschäfts- oder Firmenwerten handelt es sich im Wesentlichen um Know How für technische Konstruktionen. Für diese wird aus Erfahrungen der Vergangenheit über die Produktlebenszyklen eine durchschnittliche Nutzung von 10 Jahren zugrunde gelegt. Der Ansatz der Sachanlagen erfolgt zu den aktivierungspflichtigen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Dabei wird ausschließlich die lineare Abschreibungsmethode angewendet. Die Nutzungsdauern werden in Anlehnung an die steuerlichen Abschreibungstabellen festgelegt, sofern die wirtschaftliche Nutzungsdauer nicht wesentlich davon abweicht. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 150,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang behandelt. Anlagegüter mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 werden in einen Sammelposten eingestellt, der über einen Zeitraum von fünf Jahren mit jeweils einem Fünftel abgeschrieben wird. Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung am Bilanzstichtag erfolgt eine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Fallen die Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung weg, erfolgt eine Zuschreibung bis maximal zu den Anschaffungskosten. Vorräte werden höchstens zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. dem jeweils niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden Bestandsrisiken, die sich aus der Dauer der Lagerhaltung, aus einer geminderten Verwertbarkeit oder aus gesunkenen Wiederbeschaffungspreisen ergeben, durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Der Bilanzansatz der unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen enthält alle mit der Fertigung im Zusammenhang stehenden auftragsbezogenen Einzelkosten sowie angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten. Zinsen für Fremdkapital werden nicht einbezogen. Soweit die Herstellungskosten zuzüglich der voraussichtlich noch anfallenden Kosten nicht durch die erwarteten Verkaufserlöse gedeckt sind, werden entsprechende Bewertungsabschläge zwecks verlustfreier Bewertung vorgenommen. Geleistete und erhaltene Anzahlungen werden zum Nominalwert bilanziert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit den am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Werten angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird eine Pauschalwertberichtigung von 1 % auf die nicht einzel-wertberichtigten Forderungen gebildet. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Zum Bilanzstichtag werden kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr mit dem Devisenkassamittelkurs, alle anderen mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Auf fremde Währung lautende Posten werden grundsätzlich mit dem Devisenbriefkurs am Entstehungstag oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag oder mit dem Sicherungskurs angesetzt. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr erfolgt die Umrechnung bei diesen Posten unabhängig vom Kurs zum Zeitpunkt der Transaktion zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag oder mit dem Sicherungskurs. Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit Nominalbeträgen angesetzt. Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Bewertungseinheiten werden gebildet, soweit wirksame gegenläufige Wertänderungen oder Zahlungsströme bei einzelnen Vermögensgegenständen, Schulden, schwebenden Geschäften oder mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Transaktionen bestehen. In dem Umfang, in dem Bewertungseinheiten wirksam gebildet werden, finden das Einzelbewertungs- und Vorsichtsprinzip keine Anwendung. Bewertungseinheiten werden gebildet für künftige Forderungen aus in Fremdwährung geschlossene Absatzgeschäfte mit deren Sicherungsinstrumenten. 3. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel. Die Zusammensetzung des Anteilsbesitzes nach § 285 Nr. 11 HGB ist unter 5. Sonstige Angaben dargestellt. Es liegen ausschließlich unmittelbare Beteiligungen vor. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in voller Höhe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen TEUR 480 (i. Vj. TEUR 935) Gesellschafter. Die Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren in vollem Umfang aus Lieferungen und Leistungen. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital wurde zum Nennbetrag bilanziert und beträgt laut Handelsregister DM 500.000,00 (= EUR 255.645,94). Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalrückstellungen in Höhe von TEUR 589 (i. Vj. TEUR 276), Beträge für nachlaufende Kosten von abgerechneten Projekten in Höhe von TEUR 705 (i. Vj. TEUR 1.914) und Garantieverpflichtungen TEUR 1.068 (i. Vj. TEUR 1.593). Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind mit TEUR 5.305 (i. Vj. TEUR 4.543) solche aus Lieferungen und Leistungen und mit TEUR 1.590 (i. Vj. TEUR 5.496) Verbindlichkeiten aus dem Cashpooling mit dem Gesellschafter enthalten. Latente Steuern Es ergeben sich passive latente Steuern aus der unterschiedlichen Bewertung der unter den immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Software sowie aktive latente Steuern aus Verlustvorträgen für Körperschaft- und Gewerbesteuer. Auf einen Ansatz der sich nach der Saldierung von aktiven und passiven latenten Steuern ergebenden aktiven latenten Steuern in der Bilanz wurde verzichtet. Bewertungseinheiten Zur Absicherung von Währungsrisiken aus kontrahierten Absatzgeschäften, die in Fremdwährungen abgerechnet werden, setzt die Gesellschaft Devisentermingeschäfte ein. Zum 31. Dezember 2017 betrug der positive Marktwert der für Sicherungszwecke eingesetzten Devisentermingeschäfte TEUR 189 (für ein Volumen von USD 9,6 Mio und NOK 1,8 Mio.). Die Bewertung erfolgte nach banküblicher Methode. Folgende Posten wurden zu einer Bewertungseinheit nach § 254 HGB zusammengefasst:
Soweit mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen in die Bewertungseinheiten einbezogen wurden, handelt es sich um Neuausrüstungs-Aufträge, die in USD fakturiert werden. Die Zusammenfassung erfolgte zur Absicherung der Risiken aus Wechselkursschwankungen. Dabei werden die aus den einzelnen Grundgeschäften resultierenden Risiken jeweils durch einzelne Sicherungsinstrumente abgesichert. Grund- und Sicherungsgeschäft sind demselben Risiko der Wechselkursschwankungen ausgesetzt, auf das nahezu identische Faktoren in gleicher Weise einwirken (Critical Term Match). Über den vereinbarten Zeitraum und über die vereinbarte Höhe gleichen sich die gegenläufigen Wertänderungen daher nahezu aus. Somit ist eine effektive Sicherungsbeziehung in Höhe von nominal USD 9,6 Mio. und NOK 1,8 Mio. gegeben. Die Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft werden in dieser Höhe aufgrund der Anwendung der Einfrierungsmethode in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung nicht berücksichtigt. Die gegenläufigen Wertänderungen oder Zahlungsströme der abgesicherten Risiken gleichen sich voraussichtlich durch eingehende Zahlungen aus Ablieferungen in den Jahren 2018 bis 2019 aus. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse teilen sich nach Geschäftsbereichen wie folgt auf:
Von den Umsatzerlösen entfallen TEUR 9.764 (i. Vj. TEUR 18.366) auf das Inland und TEUR 47.998 (i. Vj. TEUR 54.455) auf das Ausland. Sonstige betriebliche Erträge und sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 771 (i. Vj. TEUR 4.197) enthalten. Diese betreffen mit TEUR 692 (i. Vj. TEUR 3.185) Erträge aus der Auflösung von erhaltenen Anzahlungen für ausgelaufene Projekte. Korrespondierend wurden im Vorjahr TEUR 3.188 unfertige Leistungen für von Kunden nicht realisierte Projekte aufwandswirksam vermindert. Zudem sind in den periodenfremden Erträgen TEUR 72 (i. Vj. TEUR 676) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten. 5. Sonstige Angaben Angaben zu Mitarbeitern Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2017 durchschnittlich 97 Mitarbeiter (i. Vj. 102 Mitarbeiter). Hierbei waren durchschnittlich 76 Männer (i. Vj. 80) und 21 Frauen (i. Vj. 22) beschäftigt Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von TEUR 1.438 für gemietete Hallen- und Büroflächen sowie in Höhe von TEUR 296 aus Leasingverträgen, überwiegend für Kraftfahrzeuge. Die Vorteile liegen in einer verbesserten Liquiditätsbelastung, verbunden mit höherer Flexibilität. Honorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2017 berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 73 und schlüsselt sich auf in das Honorar für Abschlussprüfungsleistungen (TEUR 46), für Steuerberatungsleistungen (TEUR 18) und für andere Bestätigungsleistungen (TEUR 9). Anteilsbesitz gemäß § 285 Absatz 11 HGB Es werden 100 % der Geschäftsanteile der TTS Marine Korea Co., Ltd., Busan/Südkorea, gehalten. Die Tochtergesellschaft weist im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 einen Jahresüberschuss von MKRW 877,7 (rd. TEUR 683) aus. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt MKRW 9.718 (rd. TEUR 7.603). Es werden 100 % der Geschäftsanteile der TTS Marine Equipment (Dalian) Co., Ltd., Dalian/ China, gehalten. Die Tochtergesellschaft weist im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 einen Jahresüberschuss von TNCY 4.479 (rd. TEUR 573) aus. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt TNCY 12.330 (rd. TEUR 1.582). Angaben zum Geschäftsführungsorgan Alleinvertretungsberechtigter Geschäftsführer der Gesellschaft war im Geschäftsjahr: Herr Holger Elies, Bremen (bis 15. Juni 2018) Herr Andreas Harms, Oldenburg (ab 15. Juni 2018) Die Geschäftsführer sind jeweils hauptberuflich für die Gesellschaft tätig. Auf die Angabe der Bezüge für die Geschäftsführung gemäß § 285 Satz 1 Nr. 9 HGB wird gemäß § 286 Absatz 4 HGB verzichtet. Konzernzugehörigkeit Die TTS Marine GmbH sowie ihre Tochtergesellschaften werden über die alleinige Gesellschafterin TTS Marine AB, Göteborg/Schweden, in den Konzernabschluss der TTS Group ASA, Bergen/Norwegen, einbezogen, der im elektronischen Register of Company Accounts in Norwegen offengelegt wird. Nachtragsbericht Am 8. Februar 2018 hat die Konzern-Muttergesellschaft TTS Group ASA den Verkauf der gesamten Gruppe mit Ausnahme der TTS Group ASA selbst und einer weiteren Tochtergesellschaft an die finnische MacGregor Gruppe verkündet. Dies betrifft auch die TTS Marine GmbH. 6. Ergebnisverwendung Der Jahresüberschuss von EUR 528.400,67 soll zusammen mit dem Verlustvortrag von EUR 2.429.775,90 auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Bremen, den 15. Juni 2018 Andreas Harms, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2017 (Bruttodarstellung)
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20171. Grundlagen der Gesellschaft Die Geschäftstätigkeit der TTS Marine GmbH, Bremen, umfasst den Vertrieb und die Herstellung von technischen Einrichtungen und Anlagen, insbesondere auf dem Gebiet des Schiffbaus, die Betreibung aller damit im Zusammenhang stehenden Handelsgeschäfte sowie die Beteiligung an ähnlichen Unternehmen. Die Gesellschaft ist als Muttergesellschaft unmittelbar an der TTS Marine Korea Co., Ltd., Busan/ Südkorea, sowie an der TTS Marine Equipment (Dalian) Co., Ltd., Dalian/China, beteiligt. Die TTS Marine GmbH sowie ihre Tochtergesellschaften werden über die alleinige Gesellschafterin, die TTS Marine AB, Göteborg/Schweden, in den Konzernabschluss der TTS Group ASA, Bergen/ Norwegen, einbezogen. 2. Wirtschaftsbericht Marktentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr Die weltweite Konjunktur hat sich im Jahr 2017 gegenüber den Prognosen sehr positiv entwickelt. Die Talsohle bei den Charterraten wurde Anfang 2017 durchschritten und dieser Trend setzte sich im Berichtszeitraum weiter fort. Trotz eines nach wie vor schwierigen Marktumfeldes für die internationale Schifffahrt mehren sich nun die Zeichen, dass es allmählich wieder zu einem ausgeglichenen Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage kommt. Dazu hat in 2017 das verhaltene Wachstum der weltweiten Flotte beigetragen unterstützt durch eine umfangreiche Verschrottungswelle. Doch es gibt noch immer eine zu hohe weltweite Schiffbaukapazität und insbesondere die Werften in China und Korea bieten aufgrund der vorausgegangenen Auftragsflaute aktuell noch immer niedrigste Baupreise mit sehr kurzen Lieferzeiten an. Dieser Umstand kann das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage schon kurzfristig wieder aus der Balance bringen. Im Markt der Containerschifffahrt trugen Übernahmen bzw. Verschmelzungen von namenhaften Großreedereien weiterhin zu einer Konsolidierung bei. Der Ölpreis stieg an, ist jedoch nach wie vor zu niedrig, um umfangreiche und nachhaltige Investitionen in die Öl- und Gasindustrie zu stimulieren. Im Bereich der Kreuzfahrtschiffe, Fähren, Luxusyachten und einigen Tankersegmenten konnte weiterhin von einer stabilen bis guten Marktlage die Rede sein. Die Preise für Schiffsneubauten hatten sich in der ersten Jahreshälfte 2017 auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres konsolidiert. Eine anschließende signifikante Erholung der Neubaupreise konnte jedoch trotz der anziehenden Nachfrage nach Neubautonnage nicht verzeichnet werden. Die angespannte Lage der Zulieferer hat sich aufgrund dieser Entwicklung auch in 2017 nicht verbessert. Geschäftsverlauf der TTS Marine GmbH Aufgrund der weltweit weiterhin äußerst schwachen Kontrahierung von Schiffsneubauten lag der Auftragseingang in 2017 mit 9 Mio. Euro deutlich unter den budgetierten Werten von 26,9 Mio. Euro und auch unter dem Vorjahreswert von 16,9 Mio. Euro. Dadurch zeigte sich auch das Auftragsbuch mit einem Wert von rund 22,8 Mio. Euro schlechter als im Vorjahr. Ertragslage Das Geschäftsjahr 2017 schloss mit Umsatzerlösen in Höhe von insgesamt 57,8 Mio. Euro ab und lag damit innerhalb der Planwerte aber deutlich unter dem Vorjahreswert in Höhe von 72,8 Mio. Euro. Der Grund für den hohen Umsatz im Vorjahr liegt im Wesentlichen in der Ablieferung eines sehr großen Spezialauftrags. Ohne diesen Auftrag beträgt der vergleichbare Vorjahresumsatz lediglich 59,8 Mio. Euro. Das Service-Geschäft lag in etwa auf dem Niveau der Vorjahreswerte und lag mit einem Umsatz von 16,1 Mio. auch im Bereich der Planwerte. Die relativen Deckungsbeiträge haben sich im Vergleich zum Vorjahr leicht verschlechtert, lagen jedoch noch über Budget. Bedingt durch die Auflösung eines Geschäftsbereichs in unserer Niederlassung in Bremerhaven und die dadurch notwendig gewordenen Zusatzkosten für eine sozialverträgliche Auflösung von 15 Arbeitsverhältnissen, konnten jedoch weder das budgetierte, noch das Vorjahresergebnis erreicht werden. Die relativen Deckungsbeiträge der abgelieferten Neubauaufträge lagen etwas über denen des Vorjahres. Allerdings konnten die ambitionierten Budgetwerte sowohl relativ als auch absolut nicht erreicht werden. Durch Einsparungen im Gemeinkostenbereich war es jedoch möglich, trotzdem ein deutlich positives Ergebnis zu erzielen, wenn auch die Budgetzahlen nicht erreicht werden konnten. Das Geschäftsjahr schließt insgesamt mit einem Jahresüberschuss von rund 528 Tausend Euro ab und liegt damit deutlich unter dem Vorjahresniveau (Jahresüberschuss von 2,0 Mio. Euro). Die Tochtergesellschaft TTS Marine Korea Co., Ltd. in Busan/Südkorea, die die Fertigung unserer Winden-Produkte verantwortet, konnte das angestrebte Budget trotz der angespannten Marktlage leicht übererfüllen und schloss das Jahr mit einem Gewinn von umgerechnet rund 683 Tausend Euro ab. Die Tochtergesellschaft TTS Marine Equipment (Dalian) Co., Ltd. in Dalian/China erzielte im Geschäftsjahr 2017 einen Gewinn i. H. v. rund 573 Tausend Euro und hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr abermals verbessert. Das Budget wurde dabei ebenfalls deutlich übertroffen. Zusammengefasst liegt das Ergebnis der TTS Marine GmbH und ihrer Tochtergesellschaften leicht unter dem Budget. Die Zahl der Beschäftigten in der TTS Marine GmbH verminderte sich im Laufe des Jahres, bedingt insbesondere durch die notwendigen Entlassungen am Standort Bremerhaven, und betrug am Jahresende 80. Vermögens- und Finanzlage Ziel des Finanzmanagements ist die jederzeitige Sicherstellung, den bestehenden Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, sowie die Optimierung der Kapitalstruktur der Gesellschaft. Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich von 23,3 auf 16,8 Mio. Euro vermindert. Das Sachanlagevermögen verminderte sich durch die reguläre Abschreibung marginal, größere Investitionen fanden im Geschäftsjahr 2017 nicht statt. Das Vorratsvermögen hat sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2016 deutlich verringert, da aufgrund des schleppenden Auftragseingangs weniger Projekte in der Abarbeitung waren. Die Verbindlichkeiten aus dem Cash Pooling gegenüber der Konzernmuttergesellschaft TTS Group ASA, Bergen/Norwegen, haben sich im Berichtszeitraum von 5,5 Mio. Euro auf 1,6 Mio. Euro vermindert. Der Cash-Flow (Jahresüberschuss bzw. -fehlbetrag zuzüglich Abschreibungen) betrug rund 1,4 Mio. Euro (Vorjahr 2,8 Mio. Euro). Forschung und Entwicklung Die ständig zunehmende Verschärfung des Wettbewerbs unter den Zulieferern und der damit verbundene Kostendruck zwingt uns zur ständigen Überarbeitung und Optimierung unserer Produkte, um diese wettbewerbsfähig im derzeit schwierigen Markt platzieren zu können. Auch im Jahr 2017 wurde die generelle Weiterentwicklung unserer Anker- und Verholwinden konsequent weitergeführt. Im Vordergrund standen hier die Kostenoptimierung der vorhandenen Windentypen sowie die Ausweitung der Produktpalette auf andere für uns zukünftig interessante Schiffstypen und Märkte. Maßnahmen zur kontinuierlichen und nachhaltigen Verbesserung der Qualität unserer Produkte wurden ebenfalls mit entsprechender Priorität durchgeführt. 3. Prognosebericht Der budgetierte Auftragseingang 2017 konnte aufgrund der anhaltenden geringen Aktivitäten im weltweiten Schiffbaumarkt bei weitem nicht erreicht werden - erst in der 2. Jahreshälfte zog insbesondere der für die Gesellschaft wichtige koreanische Neubaumarkt wieder spürbar an und die Zahl der per Jahresfrist zur Entscheidung anstehenden Projekte ist vielversprechend. Diese erfreuliche Entwicklung haben wir in einem erhöhten Budget für Auftragseingänge 2018 berücksichtigt - die Lieferungen werden dann aber größtenteils erst im Jahr 2019 erfolgen. Der Auftragsbestand per Ende 2017 hat sich im Berichtszeitraum aufgrund von zahlreichen Auslieferungen und nur geringen Auftragseingängen stark reduziert. Dies wird im Jahr 2018 zu einer signifikanten Umsatzreduzierung führen. Im Service erwarten wir sowohl in Bremen, als auch in unserer Niederlassung in Bremerhaven, ein stabiles Geschäft mit entsprechend positiven Ergebnissen. In Summe über das gesamte Unternehmen erwarten wir für 2018 ein gegenüber dem Vorjahr leicht verbessertes Ergebnis. 4. Chancen und Risiken Die TTS Marine GmbH ist eingebunden in das Risikomanagement-System der TTS Group ASA. Zur Risikominimierung werden monatlich Berichte erstellt und der Geschäftsführung und dem Konzern vorgelegt. Die Chancen der Gesellschaft liegen eindeutig im Bereich des Service, der zwar auch von der weltweiten Schifffahrtskrise betroffen ist, sich aber Reparaturen an fahrenden Schiffen schwerlich auf kommende Jahre verschieben lassen. Zudem ist die sehr breit und flexibel aufgestellte Serviceniederlassung in Bremerhaven weiterhin stark am Markt. Im Verlauf des Jahres 2017 haben wir bei unseren asiatischen Tochtergesellschaften Umstrukturierungen durchgeführt und Fertigungsumfänge von Korea nach China verschoben. Dies verbessert die Kostenstruktur der Business Unit und damit der deutschen Gesellschaft. Die Erfolge dieser Maßnahmen sind durch eine erhöhte Wettbewerbsfähigkeit bereits spürbar. Die Hauptrisiken für das Neubaugeschäft in 2018 bestehen darin, dass die durchgeführten Umstrukturierungen in den Tochtergesellschaften in China und Korea zu nicht absehbaren operativen Problemen führen oder dass Schifffahrtsgesellschaften und / oder Werften in den Konkurs gehen. Risiken bestehen in der Entwicklung des US-Dollar Wechselkurses, da Aufträge vielfach nur in dieser Währung kontrahiert werden können. Zur Minimierung dieses Risikos setzt die Gesellschaft Devisentermingeschäfte für die jeweiligen Einzahlungstermine ein. Das Risiko von Forderungsausfällen ist durch Akkreditive weitestgehend begrenzt. Das verbleibende Risiko wird durch angemessene Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Risiken aus Gewährleistungen für ausgelieferte Aufträge wird durch Garantierückstellungen Rechnung getragen. Durch die konzerninterne Finanzierung der Gesellschaft bestehen derzeit keine Liquiditätsrisiken.
Bremen, den 15. Juni 2018 TTS Marine GmbH Andreas Harms, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der TTS Marine GmbH, Bremen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Bremen, den 29. Juni 2018 KPMG
AG
Schadeck, Wirtschaftsprüfer Henke, Wirtschaftsprüfer |
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