NationalparkService gGmbH

Schloßgarten 1, 25832 Tönning, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Flensburg HRB 1295 HU
Eingetragen
28.6.2005
Branche
Öffentliche Verwaltung des Umwelt- und NaturschutzesAllgemeine öffentliche VerwaltungKonservierung und Restaurierung von kulturellem Erbe
Gegenstand
Gegenstand der Gesellschaft ist die Förderung des Nationalparks Wattenmeer, des Naturschutzes und des Nationalparkgedankens, insbesondere durch - die Verwaltung und Erhaltung der dafür im Eigentum der Gesellschaft stehenden Gebäude und Einrichtungen, und - die Förderung der Kommunikation, Kooperation und gegenseitigen Abstimmung zwischen den Gesellschaftern und der Nationalparkverwaltung im Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN.SH). Dem Gegenstand der Gesellschaft wird insbesondere Rechnung getragen durch - die Verwaltung, Erhaltung und den Betrieb des Nationalpark-Zentrums "Multimar Wattforum" in Tönning - die Verwaltung, Erhaltung und den Betrieb von Nationalpark-Häusern soweit nicht der LKN.SH allein zuständig ist, bzw. hoheitliche Fragen berührt werden, sowie - Sicherstellen der Beteiligung der Gesellschafter im Zusammenwirken mit dem LKN.SH bei wichtigen Fragen der Nationalparkentwicklung, insbesondere in den Bereichen "Öffentlichkeitsarbeit zum Nationalpark und Naturschutzarbeit in der Fläche."

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Prokura
Maren Bökamp-Hamkens
seit 6.12.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (8)

NameAnteil
Dr. M***** H*****
0.00%
C****** C*********
0.00%
J***** B******* R*****
0.00%

Ungelöste Beteiligungen (29)

NameAnteil
Föhr Tourismus GmbHEigenbeteiligung
0.09%

Gesellschafter

10 Gesellschafter

GmbH-Struktur

5 von 10 angezeigt

Land Schleswig-Holstein, Ministerium für Finanzen und Energie
Germany
55.00%
Kreis Nordfriesland
Germany
5.00%
Kreis Dithmarschen
Germany
5.00%
NABU Schleswig-Holstein e.V.
Germany
5.00%
SCHUTZSTATION WATTENMEER e.V.
Germany
5.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

NationalparkService gGmbH

Tönning

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

NationalparkService gGmbH, Tönning

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 17.534,00 21.374,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.880.757,04 4.949.590,34
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.350.445,92 1.775.568,51
3. Anlagen im Bau 114.287,75 7.063.731,51
15.345.490,71 13.788.890,36
15.363.024,71 13.810.264,36
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16.745,65 3.369,00
2. Sonstige Vermögensgegenstände 1.078.919,12 1.117.699,73
1.095.664,77 1.121.068,73
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.247.992,56 1.508.493,88
2.343.657,33 2.629.562,61
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 30.619,62
17.706.682,04 16.470.446,59

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Stammkapital 50.000,00 50.000,00
II. Kapitalrücklage 170,91 170,91
III. Gewinnrücklagen 1.736.584,92 1.736.584,92
IV. Gewinnvortrag 265.533,60 286.933,56
V. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag 233.887,00 -21.399,96
2.286.176,43 2.052.289,43
B. Sonderposten zum Anlagevermögen aus Investitionszuschüssen 13.762.778,38 11.682.229,58
C. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 4.000,00 4.000,00
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 20.301,95 133.023,61
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: EUR 20.301,95 (Vj. EUR 133.023,61)
2. Sonstige Verbindlichkeiten 1.556.785,28 1.766.562,10
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: EUR 1.556.785,28 (Vj. EUR 1.766.562,10)
1.577.087,23 1.899.585,71
E. Rechnungsabgrenzungsposten 76.640,00 832.341,87
17.706.682,04 16.470.446,59

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 1.656.865,28 1.069.423,75
2. Sonstige betriebliche Erträge 2.006.139,29 1.479.859,17
3.663.004,57 2.549.282,92
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen -2.001.688,22 -1.866.767,45
4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -649.241,63 -389.494,92
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen -777.749,14 -313.476,43
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.171,93 0,68
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -517,00 0,00
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -148,95 -0,20
9. Ergebnis nach Steuern 234.831,56 -20.455,40
10. Sonstige Steuern -944,56 -944,56
11. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag 233.887,00 -21.399,96

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

der NationalparkService gGmbH, Tönning

A. Allgemeine Angaben

Die NationalparkService gGmbH hat ihren Sitz in Tönning. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Flensburg unter HRB 1295 HU eingetragen.

Die Gesellschaft ist nach den Größenkriterien des § 267 Abs. 1 HGB eine kleine Kapitalgesellschaft. Der Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2023 wurde gemäß Gesellschaftsvertrag nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Die Gliederung des Jahresabschlusses erfolgte nach den handelsrechtlichen Vorschriften der §§ 264 ff. HGB. Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungs-/ Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Für geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 liegen, wird ein Sammelposten gebildet. Die Abschreibung erfolgt analog § 6 Abs. 2 a EStG linear über einen Zeitraum von fünf Jahren.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Der Bewertung von mit Risiko behafteten Posten wird - soweit erforderlich - grundsätzlich durch die Bildung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Die Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit den Nominalbeträgen angesetzt; die Kassenbestände mit dem Nennwert.

Das als gezeichnetes Kapital ausgewiesene Stammkapital der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag EUR 50.000,00. Das Kapital ist vollständig eingezahlt.

In den Sonderposten aus Investitionszuschüssen werden Zuschüsse zur Finanzierung des Anlagevermögens eingestellt. Der Sonderposten entwickelt sich korrespondierend zu den bezuschussten Anlagegütern.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Wesentliche Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht. Eine Abzinsung der Rückstellungen von weniger als einem Jahr wurde nicht vorgenommen.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert.

C. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanz

1. Anlagevermögen

Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.

3. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Jahresabschlusskosten (TEUR 4).

4. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

davon mit einer Restlaufzeit von
Gesamtbetrag bis zu einem Jahr einem bis fünf Jahren mehr als fünf Jahren
TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 20 20 0 0
(Vorjahr) (133) (133) (0) (0)
2. Sonstige Verbindlichkeiten 1.557 1.557 0 0
(Vorjahr) (1.767) (1.767) (0) (0)
1.577 1.577 0 0
(Vorjahr) (1.900) (1.900) (0) (0)

Besondere Sicherheiten wurden nicht vereinbart. Unter den Sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.509 (Vj. TEUR 1.552) erfasst, die Liefer- und Leistungsbeziehungen zum LKN betreffen.

5. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der Passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet vereinnahmte Entgelte für Jahreskarten der Saison 2023/ 2024 (TEUR 77).

II. Gewinn- und Verlustrechnung

1. Honorar des Abschlussprüfers

Im Jahresabschluss sind Honorare des Abschlussprüfers für die Abschlussprüfung in Höhe von TEUR 4 enthalten.

2. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsleitung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 233.887,00 auf neue Rechnung vorzutragen.

D. Sonstige Angaben

1. Personal

Im Geschäftsjahr wurde kein eigenes Personal beschäftigt.

Mit der Betriebsführung wurde der LKN beauftragt.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zwischen der NationalparkService gGmbH, Tönning, und dem LKN besteht ein Betriebsführungsvertrag mit einer unbegrenzten Laufzeit (mit der Möglichkeit der ordentlichen Kündigung). Das jährliche Betriebsführungsentgelt bestimmt sich nach den tatsächlich beim LKN anfallenden Kosten für die vertraglich festgelegten Leistungen. Im Berichtjahr haben die Betriebsführungskosten TEUR 1.989 betragen.

3. Organe der Gesellschaft

Geschäftsführer ist bzw. war:

Dr. Gerd Meurs-Scher, Meeresbiologe, Koldenbüttel (bis 31. März 2023),

Michael Kruse, ltd. RegLdwDir, Neuendeich, ab 1. April 2023 bis 14. Juli 2023

Marén Bökamp-Hamkens, Biologin (Master of Science), Oldenswort, ab 15. Juli 2023

Mit Wirkung zum 15.7.2023 wurde Frau Bökamp-Hamkens zur Geschäftsführerin bestellt. Die Geschäftsführerin erhält keine Vergütung von der Gesellschaft. Die Geschäftsführerin ist Angestellte des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz des Landes Schleswig-Holstein. Sie ist mit der Wahrnehmung der Geschäftsführung bei der NPS im Rahmen ihrer dortigen Diensttätigkeit ohne gesonderte Vergütung beauftragt und hat im Geschäftsjahr 2023 für ihre Aufgaben EUR 36.943,99 brutto bezogen.

Der Gesellschafterausschuss setzt zum 31. Dezember 2023 sich wie folgt zusammen:

- Land Schleswig-Holstein Kirsten Wegner
Vertreter: Vera Knoke
- Kreis Nordfriesland Bernd Petersen
Vertreter: Stefanie Vogel
- Kreis Dithmarschen Uwe Maassen
Vertreter: Erk Ulich
- Nordsee-Tourismus-Service gGmbH Frank Ketter
Vertreter: Maike Hinrichsen
- Schutzstation Wattenmeer Björn Marten Philipps
Vertreter: Ansgar Diederichs
- NABU Schleswig-Holstein Lutz Kretschmer
Vertreter: Dr. Nicole Schrader
- Verein "De Wattenlöpers" Ohle thor Straten
- Verein für Naturschutz und Landschaftspflege Mittleres NF e.V. Karl-Peter Tadsen
Vertreter: Christof Rabeler
- Verein Jordsand zum Schutze der Seevögel und der Natur e.V. Dr. Steffen Gruber
Vertreter: Stefan Wolf
- Umweltstiftung WWF Dr. Hans-Ulrich Rösner
Vertreter: Anja Szczesinski
- LKN, Nationalparkverwaltung Michael Kruse
Vertreter: Marén Bökamp-Hamkens
- LKN, Fachbereich Bildung Marén Bökamp-Hamkens
Vertreter: Michael Kruse

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 wurde am 31. März 2023 aufgestellt.

 

Tönning, 15. Mai 2024

Marén Bökamp-Hamkens, Geschäftsführerin

Entwicklung des Anlagevermögens der im Geschäftsjahr 2023

NationalparkService gGmbH, Tönning

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31. Dez. 2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen aus solchen Rechten und Werten 42.553,46 0,00 0,00 0,00 42.553,46
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.837.871,39 0,00 8.281.046,01 4.858,14 16.114.059,26
2. Betriebs-und Geschäftsausstattung 4.450.583,80 54.815,41 817.373,33 35.146,82 5.287.625,72
3. Anlagen im Bau 7.063.731,51 2.753.455,28 -9.098.419,34 604.479,70 114.287,75
19.352.186,70 2.808.270,69 0,00 644.484,66 21.515.972,73
19.394.740,16 2.808.270,69 0,00 644.484,66 21.558.526,19
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023 Zugänge Abgänge 31. Dez. 2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen aus solchen Rechten und Werten 21.179,46 3.840,00 0,00 25.019,46
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.888.281,05 349.333,30 4.312,13 3.233.302,22
2. Betriebs-und Geschäftsausstattung 2.675.015,29 296.068,33 33.903,82 2.937.179,80
3. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
5.563.296,34 645.401,63 38.215,95 6.170.482,02
5.584.475,80 649.241,63 38.215,95 6.195.501,48
RESTBUCHWERTE
31. Dez. 2023 31. Dez. 2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen aus solchen Rechten und Werten 17.534,00 21.374,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.880.757,04 4.949.590,34
2. Betriebs-und Geschäftsausstattung 2.350.445,92 1.775.568,51
3. Anlagen im Bau 114.287,75 7.063.731,51
15.345.490,71 13.788.890,36
15.363.024,71 13.810.264,36

Lagebericht zum Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Die am 1.1.2008 mit der Gründung des Landesbetriebes für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) begonnene Umstrukturierung der Nationalpark-Service gGmbH (NPS) hin zu einer "Liegenschafts-Holding" ohne eigenes Personal hat im Geschäftsjahr 2023 weiter Bestand.

In 2015 wurde außerdem der von der Landesregierung beschlossene Corporate Governance Kodex-Schleswig-Holstein (CGK-SH) für die NPS eingeführt. Wie im letzten Jahr ist auch im Jahresabschluss 2023 die Entsprechenserklärung der NPS nach dem CGK-SH, als nunmehr fester Bestandteil des Jahresabschlusses, enthalten. Diese ist nach vorheriger Abstimmung mit den Gesellschaftern vom Vorsitzenden der Gesellschafterversammlung und der Geschäftsführerin der NPS unterschrieben.

Der Gegenstand der NPS ist die Förderung des Nationalparks Wattenmeer, des Naturschutzes und des Nationalparkgedankens. Insbesondere wird der Gesellschaftszweck verwirklicht durch die Förderung der Kommunikation, Kooperation und gegenseitige Abstimmung zwischen den Gesellschaftern und der Nationalparkverwaltung im LKN sowie durch die Verwaltung und Erhaltung der dafür im Eigentum der Gesellschaft stehenden Gebäude und Einrichtungen.

2. Wirtschaftsbericht

a) Geschäftsverlauf

Die NPS finanziert sich über Einnahmen aus dem Betrieb des Nationalpark-Zentrums (NPZ) Multimar Wattforum und der Nationalpark-Häuser (NPH) Wyk/Föhr und Hafenhaus Husum, aus Fördermitteln Dritter, sowie aus Zuwendungen des Landes Schleswig-Holstein.

Die mit Wirkung zum 1.1.2011 erstmalig gewährte Landeszuwendung wurde im Jahr 2023 in Höhe von TEUR 1.000 gewährt. Eine Zuwendungserhöhung für das Jahr 2024 wurde 2023 beantragt.

"Attraktion durch Information - Staunen durch Erleben" war das Motto des Konzeptes NATOURWERT Wattenmeer. Ziel war die Stärkung der Nationalpark-Region durch eine nachhaltige touristische Inwertsetzung des Weltnaturerbes Wattenmeer. Dieses Ziel hat die NPS als verantwortlicher Antragsteller (Konzeptdachpate) in enger Abstimmung mit der Nationalparkverwaltung im Jahr 2023 mit den folgenden Projekten, gefördert aus dem EFRE-Förderprogramm "Integrierte territoriale Investition Westküste (ITI-Westküste)", erreicht. Das Programm wurde mit dem Ende der folgenden Projekte in 2023 abgeschlossen:

ITI 2.01: Nationalpark-Partnerschaft PLUS

ITI 2.02a: Visualisierung des Weltnaturerbes Wattenmeer -Weltnaturerbe-Säulen:

ITI 2.02b: Visualisierung des Weltnaturerbes Wattenmeer - Weltnaturerbe- Erlebnisraum

ITI 2.04: Energetische Optimierung der Ausstellungsflächen des Nationalpark-Zentrums Multimar Wattforum

ITI 2.03: Reattraktivierung des Nationalpark-Zentrums Multimar Wattforum

Die Maßnahme ITI 2.03 zur Reattraktivierung des Nationalpark-Zentrums Multimar Wattforum (Fischotteranlage mit Ausstellung und Erweiterung der Außenanlagen) konnte am 9.6.2023 erfolgreich eröffnet werden. Vorab wurde eine Marketingkampagne ausgeschrieben. Die Umsetzung des neuen Erscheinungsbildes (mit Logo und Werbeslogans) erfolgte im Jahr 2023. Auch der Internetauftritt wurde 2023 aktualisiert (Wale, Watt & Weltnaturerbe | Multimar Wattforum (multimar-wattforum.de).

Die Entwicklung der Gästezahlen im Multimar Wattforum zeigt eine sehr positive Tendenz mit knapp 200.000 Gästen. Projekte zur Entwicklung neuer Bildungsangebote im Nationalpark- Zentrum und Projekte für die Nationalpark-Schulen-und Kitas (wie beispielsweise 30 neue kleine Nationalpark-Ausstellungen für die Nationalpark- Schulen und Kitas ("Nationalpark-Ecken") konnten eröffnet werden.

Nationalpark-Zentrum Multimar Wattforum

Das Geschäftsjahr 2023 wurde mit einem Jahresabschluss von 197.519 Gästen erfolgreich abgeschlossen. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht die Gästezahl in 2023 einem Gästezuwachs um 26.811 Besucher*innen, was einer Zunahme von rund 16% entspricht (siehe Abb. 1).

Abb.1. Entwicklung der Gästezahlen Nationalpark-Zentrum Multimar Wattforum von 1999-2023

Die Gästezahlen waren im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 geprägt durch

ein überdurchschnittliches 1. Quartal (31.090 in 2023 gegenüber 21.549 in 2022

ein vergleichbares 2. Quartal (46.426 in 2023 gegenüber 47.442 in 2022)

ein überdurchschnittliches 3. Quartal (81.490 in 2023 gegenüber 67.369 in 2022)

ein vergleichbares 4. Quartal (38.513 in 2023 gegenüber 34.348 in 2022)

b) Sachstände 2023:

Nationalpark-Haus Wyk

Förderung

Die Zuwendungsvereinbarung zum Fördermittelantrag "Einrichtung der Ausstellung zum Weltnaturerbe im Rahmen der Wiederinbetriebnahme des Nationalpark-Hauses in Wyk auf Föhr" über EUR 109.500 wurde am 21.3.23 zwischen der Nationalparkstiftung und der NPS geschlossen. Um diese Umbaumaßnahmen umsetzen zu können, wurde ein Tischler für die Laufzeit des Projekts eingestellt.

Maßnahmen

Mit der Gestaltung der Ausstellung ist das Designbüro Marion Jahnke, Kiel beauftragt. Die technische Umsetzung erfolgt durch Messebau Jahnke und den Tischler des LKN/FB33. Die einzelnen Schritte werden mit der Schutzstation Wattenmeer, als zukünftigem Betreiber der Ausstellung, abgestimmt.

Maßnahmen im NP-Haus Föhr im Jahr 2023

Die Ausstellungselemente in den vorhandenen Räumen wurden ergänzt. Neue Spielelemente werden entwickelt und eingepasst. Um die Barrierefreiheit und den Zugang im Brandfall sicherzustellen, mussten im laufenden Betrieb 2023 die Türdurchbrüche verbreitert werden. Dieses wurde von einer örtlichen Baufirma gemacht, die Feinarbeiten (Spachteln, Streichen, Fußböden angleichen) wurden im Rahmen der Ausstellungsgestaltung übernommen.

Raum Aquarium

Die Türöffnung wurde auf 1,10 m lichte Breite erweitert und mit einer Schiebetür versehen, so dass Führungen hier ungestört durchgeführt werden können.

Noch ausstehend: Für Schulklassenangebote werden Täfelchen mit Beschreibung der einzelnen Arten in den Becken erstellt. Die Schiebetür wird angepasst und mit Drucken gestaltet.

Raum 1.01: Eingangsbereich

Die Türöffnung ist auf 1,10 lichte Breite erweitert worden. Sie wurde wird mit einer Schiebetür versehen, die außen als Pinnwand für Veranstaltungsankündigungen dient.

Noch ausstehend: Eine ergänzende Beschilderung des Reliefs und weitere Infoelemente sind noch zu bauen. Garderobenständer und Schließfächer sind zu installieren. Die Türplatte wird gestaltet.

Raum 1.02: Vögel von Strand und Salzwiesen

Vor dem Fenster nach Westen entstand ein kleines Podest, so dass auch Kinder mit Ferngläsern oder Spektiven ins Watt schauen können. Auf der Rückwand dieses Podestes können Kinder in einem Wimmelbild Vögel zählen und Rätsel lösen.

Noch ausstehend: In den Fächern unter dem Relief werden Schubladen mit Spielen zu Vogelschnäbeln und erreichbarer Nahrung entwickelt und eingebaut. Auf den Fensterbrettern in Richtung Osten werden Spiele und interaktive Elemente zu den Gezeiten ihren Platz finden (Grafik/Ausstellungsbau)

Raum 1.03: Wattboden

Noch ausstehend: Die Decke wird mit Stoffbahnen abgehängt, um den Eindruck "unter dem Meeresboden zu sein" zu erzeugen. An der Stirnwand entsteht eine Vertiefungsstation, in der weitere Infos zu Tieren im Watt über einen Computerterminal abgerufen werden können. Anpassung der Beleuchtung. (Grafik/Ausstellungsbau/Tischler/Elektriker).

Raum 1.04: Sommer und Strand

Der Raum wurde sommergelb gestrichen. Hier wurden die vorhandenen Ausstellungswände so aufgestellt, dass in der Mitte des Raums ein Kubus mit ca. 3m Kantenlänge entsteht. Die Außenwände bieten Informationen zum Lebensraum Düne und Strand und den dort brütenden Vögeln. Die Wände dieses Kubus wurden mit neuen Prints bezogen. Ein niedriger, T-förmiger Tunnel (1,50 m Deckenhöhe) durchzieht diesen Kubus und bietet Kindern Zugang zu Hörstationen und "Guckies" sowie einer niedrigen Sitzbank. An den Wänden sind weitere Informationstafeln zum Klimawandel und den damit verbundenen Veränderungen an der Küste montiert.

Noch ausstehend: Die Wände werden mit weiteren Sprechblasen-Infotafeln im NNL Design ergänzt. (Grafik /Ausstellungsbau/Tischler/Elektriker)

Raum 1.07 Kino/Vortrag

Filme zum Watt, zum Nationalpark, zum Weltnaturerbe werden hier in einer Endlosschleife oder über eine Auswahlmöglichkeit (wie im Multimar) auf einem Bildschirm an der Fensterwand gezeigt. Die Wände wurden dunkel gestrichen. Die Bestuhlung wurde aus dem Bestand erstellt.

Noch ausstehend: Der Eingang zum Flur ist mit einem Vorhang abzudunkeln. Die Beleuchtung ist anzupassen. (Grafik/Ausstellungsbau/Tischler/Elektriker).

Räume in Umgestaltung:

Die folgenden Ausstellungsräume sind geplant, die Exponate sind in den Räumen abgestellt und müssen noch eingebaut werden.

Raum 1.05: Sandbänke, Meeressäuger, Fischerei

Raum 1.06: Entwicklung des Watts, Halligen, Stürme und Sturmfluten (Grafik/Ausstellungsbau/Tischler/Elektriker, ggf. Maler)

Raum 1.08: Flur

Planung von Informationseinheiten zum Naturschutz und der Rolle des Nationalparks, Gestaltung der Zugänge zu den Ausstellungsräumen.

Außenbereich

Entfernung des Reetdachs über der Einfahrt. Umgestaltung des Bereichs zum Eingangstor in die Ausstellung zum Nationalpark Wattenmeer.

Nationalpark-Haus Hafenhaus Husum

Die Ausstellung im Nationalparkhaus Husum wurde durch die Handwerker des FB33 betreut und gewartet. Der Betrieb des Nationalpark-Hauses Husum wurde durch die Schutzstation Wattenmeer sichergestellt.

Bei weitgehend gleichen Betriebskosten wie im Jahr 2022 konnten auch im Jahr 2023 kaum Einnahmen generiert werden.

c) Ertragslage

2023 2022 Veränderung
EUR EUR EUR %
Umsätze 1.656.865,28 1.069.423,75 587.441,53 54,9
Betriebsergebnis * 234.831,56 -20.455,40 255.286,96 -
Jahresergebnis 233.887,00 -21.399,96 255.286,96 -

* entspricht dem handelsrechtlichen Ergebnis nach Steuern

Die Umsatzerlöse konnten auf Grund gestiegener Besucherzahlen sowie der Erhöhung der Eintrittspreise um TEUR 526 erhöht werden.

d) Vermögens- und Finanzlage

Die Eigenkapitalquote ist im Zuge des positiven Jahresergebnisses von TEUR 234 und einer rückläufigen Bilanzsumme (- TEUR 844) von 42,9 % im Vorjahr auf 58,0 % gestiegen.

Wesentliche Bilanzposten 2023 2022 Veränderung
EUR EUR EUR %
Aktiva
Anlagevermögen 15.363.024,71 13.810.264,36 1.552.760,35 18,4
Kurzfristige Vermögenswerte 1.095.664,77 1.151.688,35 -56.023,58 -35,5
Liquide Mittel 1.247.992,56 1.508.493,88 -260.501,32 27,8
Passiva
Eigenkapital 2.286.176,43 2.052.289,43 233.887,00 -1,0
Erhaltene Zuschüsse 13.762.778,38 11.682.229,58 2.080.548,80 24,6
Bilanzsumme 17.706.682,04 16.470.446,59 1.236.235,45 12,4

Im Anlagevermögen konnten Investitionen und Zugängen in Höhe von TEUR 2.808 die Abschreibungen in Höhe von TEUR 649 überkompensieren.

In den Sonderposten aus Investitionszuschüssen werden Zuschüsse zur Finanzierung des Anlagevermögens eingestellt. Der Sonderposten entwickelt sich korrespondierend zu den bezuschussten Anlagegütern.

f) Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt der Fokus der Gesellschaft auf:

Umsatzentwicklung,

Branchenentwicklung und

Betriebsergebnis.

Für die interne Unternehmenssteuerung werden die Besucherzahlen, der Cashflow und der Investitionsplan herangezogen.

Die Umsatzrendite konnte mithilfe der Zuschüsse sowie der positiven Einflüsse aus den gestiegenen Besucherzahlen sowie den Preisanpassungen der Eintrittsgelder auf ein Niveau von 14,1 % (Vj. -2,0 %) gesteigert werden.

Bei den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren liegt Fokus der Gesellschaft auf:

Umweltbelangen und

Bildungsbelangen.

g) Gesamtaussage

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft ist im Geschäftsjahr 2023 weiterhin durch die Normalisierung des Geschäftsbetriebs nach der Corona-Pandemie gekennzeichnet. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen sind durch liquide Mittel gedeckt, so dass die Liquiditätssituation der Gesellschaft als sehr gut bezeichnet werden kann. Der Großteil der Investitionen des Berichtsjahres (T€ 2.808) konnten aus dem Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (T€ 2.434) finanziert werden.

3. Chancen- und Risikobericht

Das Wirtschaftsjahr 2023 zeigt mit 197.519 Gästen eine sehr positive Entwicklung.

Die Steigerung der Gästezahlen konnte durch die Maßnahme zur Reattraktivierung des Nationalpark-Zentrums Multimar Wattforum mit dem neuen Ausstellungsgebäude zum Thema Watt.Land.Fluss und zugehöriger Freianlage für den Eurasischen Fischotter erreicht werden.

Der Tourismus in der Nationalpark-Region hat zudem weiter zugenommen (siehe Zahlen des aktuellen Sparkassen-Tourismusbarometers: tvsh-jahresbericht-2023.pdf). Die vorhandenen Erfahrungen zur Abhängigkeit von Wetter und Gästeverhalten haben sich in 2023 durch den nassen Sommer bestätigt.

Der Bildungsauftrag des Nationalpark-Zentrums konnte im Jahr 2023 mit 25.000 Schülerinnen und Schülern in betreuten Bildungsprogrammen weiterhin erfüllt werden.

Den allgemeinen Kostensteigerungen wurde mit einer Steigerung der Eintrittsgelder für Erwachsene von EUR 9,00 auf EUR 12,50 (38,9 %) begegnet. Zum 1.1.2024 ist eine erneute Erhöhung der Eintrittsgelder von EUR 12,50 auf EUR 15,00 (20 %) geplant.

Akute Risiken, die den Bestand der Gesellschaft gefährden oder einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, sind derzeit nicht erkennbar.

Die Liegenschaften der NPS befinden sich insgesamt in einem guten Zustand. Allerdings gibt es altersbedingten Renovierungsbedarf am Bestandsgebäude des Multimar Wattforums.

Die modulare Entwicklung des Multimar Wattforums wurde durch die Fischotteranlage als Maßnahme zur Erweiterung des Multimar Wattforums fortgesetzt. Nach der letzten abgeschlossenen Erneuerung der Ausstellung zum Nationalpark Wattenmeer (entsprechend 4. Bauabschnitt) im Jahr 2014 wurden die in 2020 begonnenen Baumaßnahmen für die nächste Erweiterung 2023 abgeschlossen (entsprechend 5. Bauabschnitt: Otter-Freianlage). Der Schlussverwendungsnachweis wurde 2023 eingereicht. Zur weiteren Attraktivitätssteigerung soll, in Ergänzung zum bereits vorhandenen Wassererlebnisspielplatz, durch Spiel und Erlebnisstationen der Freilandbereich bildungsorientiert weiterentwickelt werden.

4. Prognosebericht

Die Erträge der NPS resultieren nach wie vor im Wesentlichen aus Landeszuwendungen, aus Drittmittelförderungen (Beantragung einer Förderung für Wattenmeerzentren) und den Umsatzerlösen im Multimar Wattforum. Die Steigerung der Gästezahlen insbesondere des Nationalpark-Zentrums bleibt neben der Sicherstellung einer hohen Qualität in der Bildungsarbeit nach den Leitlinien einer Bildung für eine nachhaltige Entwicklung (BNE) weiterhin Ziel und Grundlage für eine finanzielle Absicherung der NPS.

Die mit Wirkung zum 1.1.2011 erstmalig gewährte Landeszuwendung wurde im Jahr 2023 in Höhe von TEUR 1.000 gewährt. 2023 wurde der Bedarf für eine Anpassung der Zuwendung angezeigt. Mit einer Erhöhung der Zuwendung auf EUR 1.250.000 als bedarfsgerechte Anpassung ist ab dem Jahr 2024 zu rechnen.

Nationalpark-Zentrum Multimar Wattforum

Für das Jahr 2024 ist eine Überarbeitung der Hauptausstellung (Themen Fischerei und Süßwasser vorgesehen.

Die Ausstellung zu Süßwasserbiotopen im Erdgeschoss des Hauptgebäudes muss umgestaltet und einem neuen Thema zugeordnet werden. Das Thema Klimawandel und die Auswirkungen auf das Wattenmeer sind aktuelle Themen, die hier dargestellt werden sollen. Im Rahmen des Vorhabens soll die Aquarienanlage technisch angepasst werden. Die Aquarien sowie die zugehörige Technik werden erneuert. Eine Ausstellung mit weiteren Exponaten, interaktiven Elementen und rechnergesteuerten Informationsseinheiten bietet mehrere Zugangsebenen zum Thema Klimawandel und damit verbundene Veränderungen und Herausforderungen.

Die Finanzierung der oben genannten Maßnahmen soll über die Bundesförderung für Wattenmeerzentren erfolgen.

Weitergeführt werden wissenschaftliche Untersuchungen und Evaluationen zum Gästeverhalten in Kooperation mit der Universität Flensburg.

Investitionen

Für das Jahr 2024 ist geplant in eine PV-Anlage als Erweiterungsinvestition zu investieren, um langfristig energieeffizienter die Versorgung betreiben zu können. Weiter bedarf das Blockheizkraftwerk einer Sanierung und Undichtigkeiten im Dach des Haupthauses sind zu beheben. Diese Arbeiten sind voraussichtlich mit Umsetzung in 2025 vorgesehen.

Es ist beabsichtigt die gestiegenen Betriebskosten sowie die Bearbeitung der Sanierungsaufgaben durch die Mittel der Landeszuwendung zu decken.

Nationalpark-Haus Wyk

Das NP-Haus wurde umgesiedelt in neue Räumlichkeiten am Südstrand. Zur Saison 2022 wurde in Kooperation mit der Stadt Wyk und der Naturschutzgesellschaft Schutzstation Wattenmeer am Südstrand an einem Ausweichstandort mit einer reduzierten Ausstellung der Ausstellungsbetrieb aufrechterhalten. Ein Mietvertrag regelt die Nutzung des Gebäudes bis 2028. Ziel ist das NP-Haus weiter auf der Insel Föhr zu betreiben. Für 2024 ist geplant den weiteren Ausbau der Ausstellungsthemen voranzutreiben (siehe oben). Langfristig sollte ein neues Gebäude gefunden werden.

Nationalpark-Haus Hafenhaus Husum

Die im Jahr 2019 neu eröffnete Ausstellung soll sich weiterhin im Betrieb bewähren.

 

Tönning, den 15.05.2023

Marén Bökamp-Hamkens, Geschäftsführerin

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die NationalparkService gGmbH, Tönning

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der NaionalparkService gGmbH, Tönning, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der NaionalparkService gGmbH, Tönning, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat und die wirtschaftlichen Verhältnisse der Gesellschaft nach unserer Beurteilung keinen Anlass zu wesentlichen Beanstandungen geben.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere

Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Die Prüfung erstreckt sich auch auf die wirtschaftlichen Verhältnisse der Gesellschaft i.S.v. § 53 Abs. 1 Nr. 2 HGrG. Die Prüfung der wirtschaftlichen Verhältnisse haben wir darüber hinaus entsprechend den vom IDW festgestellten Grundsätze zur Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung und der wirtschaftlichen Verhältnisse gemäß § 53 HGrG vorgenommen.

 

Kiel, 15. Juni 2023

INTECON GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft SH

Martin Lange, Wirtschaftsprüfer

Corporate Governance Kodex - Schleswig-Holstein (CGK-SH);

Entsprechenserklärung der NPS für das Geschäftsjahr 2023

Die Nationalpark Service gGmbH hat im Geschäftsjahr 2023 alle von der Geschäftsführung und der Gesellschafterversammlung zu verantwortenden Regelungen des CGK-SH mit unten aufgeführten Ausnahmen eingehalten.

Von folgenden Punkten wurde abgewichen:

1.

Nummer 4.2.2 Satz 1

Die Geschäftsführerin ist Angestellte des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz des Landes Schleswig-Holstein. Sie ist mit der Wahrnehmung der Geschäftsführung bei der NPS im Rahmen ihrer dortigen Diensttätigkeit ohne gesonderte Vergütung beauftragt.

2.

Nummer 4.3

Ein Vertrag des Unternehmens mit der Geschäftsführerin besteht nicht. Daher erfolgt auch keine Vergütungsvereinbarung mit der Geschäftsführerin durch Organe des Unternehmens.

3.

Nummer 4.5.1

Die Geschäftsführung der NPS fühlt sich dem Gedanken der Nachhaltigkeit verpflichtet, fördert diesbezügliche Maßnahmen und wendet sie entsprechend an. Weitere Schritte für die Entwicklung und Umsetzung einer Nachhaltigkeitsstrategie für die NPS werden durch die Geschäftsführung initiiert. Im Rahmen eines Strategieprozesses soll ein neues Unternehmenskonzept formuliert werden. Bestandteil dieses Konzepts soll auch eine Nachhaltigkeitsstrategie sein.

4.

Nummer 5.1.6

Ein Überwachungsorgan existiert bei der NPS nicht. Die wesentlichen Überwachungsaufgaben werden von der Gesellschafterversammlung wahrgenommen. Diese hat sich keine Geschäftsordnung gegeben. Allerdings sind sämtliche diesbezüglich relevanten Punkte bereits im Gesellschaftsvertrag geregelt.

5.

Nummer 5.1.7

Die Protokolle über die Gesellschafterversammlungen wurden nicht regelmäßig binnen sechs Wochen versandt. Der Gesellschaftsvertrag sieht hierzu allerdings auch keine bestimmten Fristen vor.

Die NPS verfügt nicht über eigenes Personal. Die Position der Geschäftsführung des Unternehmens wurde nach dem Ausscheiden des ehemaligen Geschäftsführers unterjährig mit der bisherigen Prokuristin der Gesellschaft neu besetzt. Infolge ihrer Bestellung und Eintragung als Geschäftsführerin entfiel diese Führungsposition.

 

Tönning, den 14.6.2024

Geschäftsführerin

 

Kiel, den 14.6.2024

Vorsitzender der Gesellschafterversammlung

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