Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 18648
Eingetragen
8.8.1997
Branche
Reparatur und Instandhaltung von elektrischen AusrüstungenHerstellung von elektrischem InstallationsmaterialWärme- und Kältehandel
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Betrieb eines Handwerksunternehmens einschließlich Vertrieb im Bereich Elektrotechnik, insbesondere im Bereich Datennetze, Glasfasertechnik, Satellitentechnik, Sprech- und Videotechnik, Lichttechnik, Antennenbau, Torantrieb, Speicherheizungen, Miele-Fachhandel und Kundendienst sowie Heizung, Sanitär und alternative Energien

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Sabine Berner
seit 17.10.2022
Prokura
Tobias Berner
seit 17.10.2022
Geschäftsführer
Ulrich Dr. Berner
seit 17.10.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Esslingen a.N.
26.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Berner Elektrotechnik GmbH

Stuttgart

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Geschäftsmodell

Die Gesellschaft ist ein seit 1985 inhabergeführtes Unternehmen, das nach individuellen Wünschen Installationen in den Geschäftsfeldern Elektrotechnik, Smart Home, Kommunikation, Sicherheitstechnik, alternative Energien, Heizung/Sanitär, Klimatechnik und E-Ladestationen auf höchstem technischem Niveau vornimmt. Dabei werden Projekte von einzelnen Wohnungen, Einfamilienhäusern und kompletten Mehrfamilienhäusern bis hin zu komplexen Industrieprojekten realisiert. Die Gesellschaft bietet eine ganzheitliche Betreuung von der Planung bis zur Umsetzung sowie der zugehörigen Wartungsleistungen.

2. Darstellung des Geschäftsverlaufes

2.1. Gesamtwirtschaftliche Lage und Branche

Im Jahr 2023 ist das deutsche BIP im Vergleich zum Vorjahr preisbereinigt um 0,3% gesunken. Die Erholung nach der Corona-Krise setzte sich nicht weiter fort. Grund für den Rückgang war u.a. der russische Angriffskrieg auf die Ukraine, die damit einhergehende Energiekrise sowie die weiteren geopolitischen Spannungen und die steigenden Zinsen. Dies beeinflusste Produzenten, Investoren und Konsumenten in gleichem Maße und dämpfte zusammen mit nach wie vor hohen Preisen auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. (Quelle: Destatis)

Im Baugewerbe verstärkten sich die Effekte Material- und Fachkräftemangel, hohe Baukosten und zunehmend schlechtere Finanzierungsbedingungen aus dem Vorjahr, dennoch konnte die Bruttowertschöpfung im Jahr 2023 um 0,2% im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden. (Quelle: Destatis)

In 2023 hat das Elektrotechniker-Handwerk ein Umsatzplus von 9,2% und für das Informationstechniker-Handwerk ein Umsatzminus von 8%, jeweils im Vergleich zum Vorjahr, erzielt. Der teilweise Umsatzanstieg ist auch eine Folge inflationsbedingter Preiserhöhungen. Wesentlicher Umsatztreiber sind die sogenannten Zukunftstechnologien in Form von Photovoltaikanlagen und Speichern. Der Fachkräftemangel ist nach wie vor hoch. (Quelle: ZVEH Jahresbericht 2023/2024)

Der Umsatz im Sanitär-Heizung-Klima-Handwerk in Deutschland ist in 2023 gemäß aktueller Prognose auf 63,0 Mrd. Euro angestiegen, dies entspricht einer Steigerung von 9,3% im Vergleich zum Vorjahr (Quelle: ZVSHK).

Im Jahr 2023 erholte sich die Messe-Branche weiter, allerdings in deutlich geringerem Umfang wie im Jahr 2022 und konnte preisbereinigt einen Umsatzanstieg von 6,9% erzielen. Dieser liegt jedoch weiterhin 2,0 Indexpunkte unter dem Niveau von 2019 (Quelle: Destatis).

2.2. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

2.2.1. Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2023 kam es bei den realisierten Großprojekten zu einem kleinen Anstieg. Die Auftragslage bei den gewerblichen Kunden stieg auf hohem Niveau leicht. Es konnten einige Großprojekte wie eine umfangreiche Installation der Elektrotechnik und Ladeinfrastruktur in einem Verwaltungsgebäude eines Großkonzerns , die Erneuerung der Mittel- und Niederspannungsanlage bei einem produzierenden internationalen Konzern sowie die Installation und Anschluss einer Leistungsstarken PV-Anlage mit zugehörigem Speicher auf einem Lager- und Ausstellungsgebäudekomplex eines Bauzentrums, auf einem Handelszentrum eines internationalen Großkonzerns sowie die komplette energetische Sanierung eines Wohnkomplexes realisiert werden. Zusätzlich nehmen Projekte im Bereich energetische Sanierung bei Privatpersonen mit der Installation von Photovoltaikanlagen im Zusammenhang mit Speichersystemen und Wärmepumpen nach wie vor im Vergleich zum Vorjahr deutlich zu. Ein ähnliches Bild gibt es bei Firmenkunden, die durch die Photovoltaikanlage von einem zusätzlichen Stromausfallschutz profitieren und verstärkt die Dachflächen von Verwaltungs-, Produktions- und Lagergebäuden mit leistungsstarken Photovoltaikanlagen ausstatten. Dank der VdS-Zertifizierung im Bereich Brand- und Einbruchmeldeanlagen konnten im Bereich Sicherheitstechnik weitere Projekte realisiert werden, darunter die Errichtung einer neuen Brandmeldeanlage in einem Großbetrieb.

Durch unser Produktportfolio haben wir von den politischen Entwicklungen im Bereich Umwelt und Klima profitiert und hatten hierdurch einen weiterhin sehr guten Auftragseingang im abgelaufenen Geschäftsjahr, insbesondere in den Bereichen Elektrotechnik und alternative Energien. Es konnte eine Steigerung bei Projekten im Bereich Ladeinfrastrukturen für die E-Mobilität in Verbindung mit eigenen Photovoltaikanlagen sowie bei großen Photovoltaikanlagen mit Stromspeichern realisiert werden. Im Geschäftsbereich alternative Energien konnte der größte Umsatzanstieg erzielt werden, dies ist dem Umdenken zu alternativen Energien, der politischen Förderung und dem Preisanstieg von fossilen Energien aufgrund des Ukraine-Krieges geschuldet. Allerdings steht dem Umsatzanstieg, der teilweise auch inflationsbedingt ist, ein entsprechender Materialkostenanstieg entgegen, der so nicht vollumfänglich an die Kunden weitergegeben werden konnte. Die Leistungssteigerung im Bereich alternative Energien, führte trotz weiterhin hoher Kosten zu einem Ergebniszuwachs.

Im leistungsstärksten Bereich Elektrotechnik konnte ebenfalls eine Leistungssteigerung erzielt werden, aufgrund der angestiegenen Kosten war allerdings ein Ergebnisrückgang zu verbuchen.

Der Bereich Heizung und Sanitär, der auch von den aktuellen politischen Entwicklungen in diesem Bereich profitiert, konnte ein Umsatz und Ergebniszuwachs verbucht werden.

Im Bereich Messe hat sich der Umsatz und das Ergebnis nach den "Corona-Jahren" wieder eingependelt und liegt nahezu auf Vorjahresniveau.

Im Beschaffungsbereich, insbesondere in den großen Bereichen Elektrotechnik und alternative Energien waren weitere Preissteigerungen zu spüren, die Versorgungslage war besser als in der Vergangenheit. Trotz weiterhin hoher Nachfrage haben sich die Lieferketten erholt und auf die aktuellen weltpolitischen Krisen eingestellt, so dass in 2023 Projekte abgeschlossen werden konnten und Verzögerungen aufgrund von Lieferengpässen, wie sie im Vorjahr vorhanden waren, entstanden nur noch in geringfügigem Umfang.

Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl ohne Azubis und die Geschäftsleitung ist im Geschäftsjahr auf 101 gestiegen.

Das Jahr 2023 hat die Erwartungen übertroffen und ist durch einen wesentlichen Umsatzanstieg im Vergleich zum Vorjahr geprägt, auch bei der Gesamtleistung und dem Ergebnis konnte ein entsprechender Anstieg verzeichnet werden.

2.2.2. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft ist auf TE 11.955 angestiegen.

Im Geschäftsjahr wurde eine im Vergleich zum Vorjahr erhöhte Menge an Projekten abgenommen und abgerechnet, gleichzeitig sind die Vorräte in Summe um TE 454 gestiegen. Die Veränderung ergibt sich im Wesentlichen aus dem Anstieg der in Arbeit befindlichen Aufträge um TE 5.185 und dem korrespondierenden Anstieg der erhaltenen Anzahlungen um TE 4.140.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TE 1.242 auf TE 2.485 gestiegen.

Die liquiden Mittel sind aufgrund des Anstiegs der Forderungen und gestiegenen erhaltenen Anzahlungen um TE 1.229 auf TE 5.471 gestiegen.

Das gesamte Eigenkapital beläuft sich zum Ende des Geschäftsjahres auf TE 8.991. Die Eigenkapitalquote hat sich aufgrund des Anstiegs der Bilanzsumme leicht verringert auf 75,2% (VJ: 79,9%).

Bei den Rückstellungen ergab sich ein Anstieg um TE 524 auf TE 1.529. Dieser ist im Wesentlichen durch die Steuerrückstellungen geprägt.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um TE 506 auf TE 915 gestiegen.

2.2.3. Finanzlage

Die Gesellschaft finanziert sich vollständig selbst. Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt rd. TE 1.754 (VJ: TE 907).

Die Finanzmittel betragen zum Stichtag TE 5.471 (VJ: TE 4.242). Die Gesellschaft verfügt über ein hohes Maß an Liquidität.

2.2.4. Ertragslage

Die Gesamtleistung der Gesellschaft ist um TE 11.408 (52,2%) auf TE 33.254 gestiegen. Dies resultiert aus dem Anstieg der Umsatzerlöse um TE 8.910 und der gleichläufigen Bestandserhöhung von TE 2.499.

Für den Umsatzanstieg ist die gestiegene Menge an realisierten Projekten verantwortlich.

Korrespondierend zu einer gestiegenen Gesamtleistung sind die Materialaufwendungen um TE 7.989 gestiegen. Die Materialquote ist um 5,7% auf 59,0% gestiegen. Der Anstieg ist wesentlich durch den Bereich Elektrotechnik getrieben, der durch einen entsprechend hohen Anstieg der Materialquote gekennzeichnet ist, da Preissteigerungen von Lieferanten nicht vollständig an Kunden weitergegeben werden konnten, gegenläufig hat sich eine Verringerung der Materialquote im Bereich alternative Energien ausgewirkt, diese befindet sich mit 65,6% jedoch nach wie vor auf hohem Niveau.

Die Personalkosten sind in Wechselwirkung mit den Umsatzerlösen auf TE 7.803 angestiegen.

Der Jahresüberschuss ist von TE 995 auf TE 2.355 gestiegen.

2.2.5. Finanzielle Leistungsindikatoren

Zur Steuerung des Unternehmens verwendet die Geschäftsführung die Analyse der Umsatzerlöse TE 28.069 sowie das Ergebnis vor Steuern TE 3.438.

3. Prognosebericht

Aufgrund des anhaltenden Fachkräftemangels sowie der politischen Unsicherheiten weltweit, den Folgen hoher Zinsen und Inflation ist die allgemeine Nachfrage getrübt und Investitionen werden hinausgezögert. Die Prognosen deuten auf eine Stagnation bis zu einem geringen Rückgang des deutschen BIP in 2024 hin.

Wir - wie auch der Fachverband Elektro- und Informationstechnik Baden-Württemberg - gehen dennoch von einer positiven Prognose für 2024 aus. Obwohl die Krise im Neubaubereich weiter anhält, blicken die breit aufgestellten Elektrobetriebe positiv in die Zukunft. Der Branchentrend zeigt eine positive Entwicklung des Auftragsbestandes sowie eine Steigerung der Umsätze (teilweise inflationsbedingt). Die Stimmung in den e-handwerklichen Betrieben ist laut Verband trotz angespannter konjunktureller Lage vergleichsweise gut. Der Verband blickt trotz der anhaltenden Herausforderungen im Baubereich durch hohe Materialpreise sowie dem weiterhin zurückgehenden Neubaumarkt positiv in die Zukunft. Das Geschäftsklima ist weiterhin gut, dies liegt hauptsächlich an der weiterhin hohen Auftragslage und der wachsenden Nachfrage im Bereich der erneuerbaren Energien, die durch anhaltend hohe Energiekosten und dem Voranschreiten in Sachen Energiewende weiter erhöht wird. Allerdings ist im Frühjahr 2024 der Geschäftsklimaindex im Vergleich zum Herbst leicht gesunken. Kehrseite der guten Auftragslage ist der anhaltende Fachkräftemangel. (Quelle: ZVEH Jahresbericht 2023/2024, Konjunkturbericht Frühjahr 2024)

Aufgrund der aktuellen Auftragsbücher wird auch für 2024 mit einer guten Auslastung gerechnet.

Die Geschäftsführung geht für das Geschäftsjahr 2024 von einem Umsatz und einem Ergebnis auf Vorjahresniveau aus.

4. Chancen und Risikobericht

4.1. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den in der Gesellschaft bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Der Kundenstamm der Gesellschaft ist solvent. In der Vergangenheit gab es keine außergewöhnlichen Forderungsausfälle.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der Fälligkeiten und sofern möglich unter Abzug von Skonto bezahlt.

4.2. Risikobericht

Die Gesellschaft erstellt im Zuge des Risikomanagements kurz- und mittelfristige Planungen der Ergebnisse und Liquidität, monatliche Ergebnisrechnungen mit Vorjahresvergleich, zeitnahe Auftrags- und Kostenplanung sowie betreibt ein Forderungsmanagement. Der anhaltende Ukraine-Krieg und seine Auswirkungen, insbesondere auf den Energiesektor sowie weitere Krisenherde weltweit (u.a. im Nahen Osten) sowie zunehmende Tendenzen des Protektionismus und der Aufbau von Zöllen, stellen ein großes Risiko für die Weltwirtschaft sowie für die Gesellschaft dar und können Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben. Des Weiteren stellen Handelskonflikte immer ein Risiko dar.

Zusätzlich stellen die anhaltend hohe Inflation sowie die Entwicklung des deutschen BIP ein entsprechendes Risiko dar.

Ein Risiko besteht in Form des Beschaffungsmarkts. Auch wenn sich die Liefersituation allgemein verbessert hat, ist mit weiteren Preissteigerungen zu rechnen. Durch unsere guten Lieferantenbeziehungen und vorausschauendes Planen versuchen wir diese Risiken zu minimieren. Des Weiteren haben wir bereits in den vergangenen Geschäftsjahren begonnen für kritische Komponenten in Vorleistung und Vorfinanzierung zu gehen und versuchen entsprechend Lagerkapazitäten, die in Vorjahren aufgebaut wurden, beizubehalten, umso weiterhin negativen Entwicklungen auf dem Beschaffungsmarkt entgegenzuwirken.

Die Personalkosten werden weiter stark steigen, da unsere Produkte und Leistungen auch von unseren qualifizierten Mitarbeitern abhängig sind. Unser Ziel ist es den Personalschwund weiterhin gering zu halten, dabei zählen wir auf langjährige Zusammenarbeit. Das Risiko des Personalmangels schätzen wir gering ein.

Neukunden und deren Liquiditätssituation sind ein stetiges Risiko, das wir durch Bonitätsprüfungen minimieren. Hierdurch konnten Forderungsausfälle in der Vergangenheit geringgehalten werden.

Im Bereich von innovativer Technik besteht grundsätzlich Innovations- und Wettbewerbsdruck und damit auch ein Risiko Trends zu verpassen. Insbesondere in den innovativen und wachsenden Bereichen alternative Energien und E-Mobilität müssen wir unser Produkt- und Leistungsportfolio stetig weiterentwickeln. Als innovatives Unternehmen sind wir diesen Herausforderungen gewachsen.

Die politische Entwicklung und die damit zusammenhängenden Förderungen einiger unserer Produkte stellen ebenfalls ein Risiko für die Geschäftsentwicklung dar. Dies gilt in letzter Zeit auch vor allem für die Planungssicherheit unserer Kunden. Kurzfristig abgeschaffte Förderungen z.B. für die Elektroautos sowie ein Chaos beim Heizungsgesetz können Kunden verunsichern und die Nachfrage und die Geschäftsentwicklung beeinträchtigen. Wir stellen fest, dass die Bürokratie im Zusammenhang mit der Förderung und den betrieblichen Bereichen zunehmend steigt, dies hat jedoch mittlerweile auch die Politik erkannt, so dass wir zukünftig auf einen Abbau von Bürokratie hoffen. Die weltweite Entwicklung zeigt, dass eine unabhängige und ökonomische Energieversorgung von Vorteil ist, so dass dieser Effekt im Hinblick auf das zukünftige Kundenverhalten aus unserer Sicht die bürokratischen Hürden überwiegen wird.

Aufgrund der Wettbewerbssituation besteht ein grundsätzlicher Preisdruck, dem wir durch unsere Produkte gewappnet sind. Insbesondere im Bereich des "Standard-Elektrogeschäftes" indem die Projektanzahl rückläufig ist, steigt der Wettbewerb und Preisdruck. Ebenfalls bieten immer mehr Elektrobetriebe Leistungen im Bereich erneuerbare Energien an, aufgrund unseres Know-How und unserer Erfahrungen in diesem Bereich sehen wir uns hier jedoch weiterhin in einer guten Position.

4.3. Chancen

Wir rechnen in der Elektronikbranche unter anderem mit den Bereichen E-Mobilität, erneuerbare Energien und Digitalisierung sowie der Branche Heizung/Sanitär und der Abkehr von Öl- und Gasheizungen zu umweltbewussteren Alternativen mit einer anhaltenden langfristigen positiven Entwicklung, die durch die bereits verabschiedeten steuerliche Förderungen in Form des Nullsteuersatzes bei der Umsatzsteuer sowie ertragsteuerliche Erleichterungen im Zusammenhang bestimmten Photovoltaikanlagen entsprechend nachhaltig verstärkt wurde.

Diese innovativen Branchen sehen wir als Chance, da wir mit unserer Produkt- und Leistungspalette unter anderem von Ladeinfrastrukturen für die E-Mobilität bei Wunsch mit Eigenversorgung durch Photovoltaikanlagen, umweltbewussten Heizungen und Wärmepumpen, Stromspeichern und dem Bau von autarken Gebäuden sehr gut aufgestellt sind und uns stetig weiterentwickeln und hier auch insbesondere Dank unserem qualifizierten Personal eine positivere Entwicklung als im Bereich des "Standard-Elektrogeschäftes" sehen.

Der Trend zu alternativen Antrieben und erneuerbaren Energien ist verstärkt spürbar und sehen wir als eine große Chance für unser Unternehmen. Wir gehen hier von einer Verstärkung durch das Bestreben nach einer unabhängigeren und krisenfesteren Energieversorgung aus.

Dieser Trend wird voraussichtlich durch weitere politische Förderungsmaßnahmen und Vorschriften auf dem Weg zur Erfüllung der Klimaziele und zur Stärkung der aktuellen Konjunktur zusätzlich angestoßen werden. Hierdurch besteht möglicherweise auch die Chance zur Erschließung neuer Geschäftsfelder, respektive zum weiteren Ausbau bestehender Geschäftsfelder.

Die öffentliche Diskussion und Gesetzgebung zum Bürokratieabbau stellt ebenfalls eine Chance dar, um Kosten zu sparen und effizienter zu arbeiten und weitere Kunden zu gewinnen, da Projekte leichter und schneller umgesetzt werden können. Hoffnung birgt insbesondere im Bereich Photovoltaik das von der Bundesregierung beschlossene "Solarpaket".

Aufgrund der Rückläufigen Inflation und der Kehrtwende in der Zinspolitik und damit die Reduzierung der Kosten für die Baufinanzierung, könnte sich der Neubaumarkt zukünftig wieder erholen.

4.4. Zusammenfassende Darstellung der Chancen und Risiken

Wesentlichen Einfluss auf die Chancen und Risiken der Gesellschaft werden auch in Zukunft die Materialbeschaffung, die aktuelle Konjunktur, Inflation und Zinsentwicklung, die politischen Entscheidungen auf nationaler Ebene sowie die weltweiten Krisen haben.

Der Wettbewerbsdruck wird weiterhin hoch bleiben und die Kostensteigerung auf dem Beschaffungs- und Arbeitsmarkt wird sich tendenziell fortsetzen.

Durch ein vorausschauendes Handeln, die Investition in qualifiziertes Personal und ein entsprechendes Krisenmanagement der Geschäftsführung sowie einer verlässlichen Politik, sehen wir uns durch unser Produktportfolio und die gefestigten Strukturen sowie Eigenfinanzierung der Gesellschaft für die kommenden Herausforderungen gut gerüstet und blicken diesen mit einer positiven Stimmung entgegen.

 

Stuttgart, den 23.01.2025

Ulrich Berner

Tobias Berner

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1,00 1,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1,00 1,00
B. Umlaufvermögen 11.917.717,96 8.928.341,40
I. Vorräte 957.994,84 503.634,97
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 12.728.563,09 8.588.333,28
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.488.860,40 4.182.420,59
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 5.470.862,72 4.242.285,84
C. Rechnungsabgrenzungsposten 10.029,00 6.964,75
D. Aktive latente Steuern 26.754,77 28.328,51
Summe Aktiva 11.954.502,73 8.963.635,66

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 8.991.191,62 7.164.636,70
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
II. Gewinnvortrag 6.610.636,70 6.143.660,80
III. Jahresüberschuss 2.354.554,92 994.975,90
B. Rückstellungen 1.528.588,45 1.004.589,12
C. Verbindlichkeiten 1.434.722,66 794.409,84
Summe Passiva 11.954.502,73 8.963.635,66

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 13.783.877,12 10.320.405,09
2. Personalaufwand 7.803.159,03 6.775.033,02
a) Löhne und Gehälter 6.532.399,09 5.670.889,61
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.270.759,94 1.104.143,41
davon für Altersversorgung 17.720,59 16.124,02
3. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.628.522,36 2.131.870,63
4. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 105.089,10 41.279,15
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 6.148,23 3.466,23
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.083.254,03 443.165,81
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 1.573,74 2.071,99
7. Ergebnis nach Steuern 2.367.882,57 1.008.148,55
8. sonstige Steuern 13.327,65 13.172,65
9. Jahresüberschuss 2.354.554,92 994.975,90

Anhang

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht (§ 264 Abs. 1a HGB)

Firmenname lt. Registergericht: Berner Elektrotechnik GmbH
Firmensitz lt. Registergericht: Stuttgart
Registergericht: Stuttgart
Registernummer: 18648

2. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Angabe der auf die Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (§ 284 Abs. 2 Nr. 1 HGB)

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert

Die Vorräte sind ausgehend von den Anschaffungs- und Herstellungskosten nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Herstellungskosten umfassen, neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten, auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennbetrag oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde eine Pauschalwertberichtigung von 1 % gebildet.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten wurden für Zahlungen des Berichtsjahrs bzw. der Vorjahre gebildet, die die Zeit nach dem Abschlussstichtag betreffen.

Das Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steuern gemäß § 274 HGB wurde wahrgenommen.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem vorsichtig geschätzten Erfüllungsbetrag passiviert. Alle bis zum Abschlussstichtag entstandenen und bis zum Tag der Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken sind berücksichtigt.

Rückstellungen, die eine Restlaufzeit von über einem Jahr haben, wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

3. Angaben zu den einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Anlagenspiegel (§ 284 Abs. 3 HGB)

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterialle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 147.925,78 0,00 0,00 147.925,78
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023
Euro
Abschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Abgänge
Euro
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterialle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 147.925,78 0,00 0,00 147.925,78
Buchwert 31.12.2023
Euro
Buchwert 31.12.2022
Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterialle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00

Zeitraum der Abschreibung des entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerts (§ 285 Nr. 13 HGB)

Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wurde aktiviert. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer wurden 5 Jahre festgelegt.

Die Gründe für die Annahme dieser Nutzungsdauer sind:

Der kürzere Verbrauch des Kundenstammes.

Umlaufvermögen

Forderungsspiegel (§ 268 Abs. 4 S. 1 HGB)

Forderungsspiegel zum 31.12.2023 Gesamtbetrag
EUR
davon mit einer Restlaufzeit größer 1 Jahr
EUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.485.142,04 0,00
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.527.931,62 0,00
sonstige Vermögensgegenstände 1.475.786,74 1.236.720,57
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.488.860,40 1.236.720,57
Forderungsspiegel zum 31.12.2022 Gesamtbetrag
EUR
davon mit einer Restlaufzeit größer 1 Jahr
EUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.243.429,79 0,00
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.228.832,46 0,00
sonstige Vermögensgegenstände 1.710.158,34 1.228.607,13
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.182.420,59 1.228.607,13

Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Bilanz (§ 265 Abs. 3 HGB)

Folgende Vermögensgegenstände und Schulden der Bilanz lassen sich mehreren Posten zuordnen:

In den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind Forderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 1.527.931,62 enthalten. Im Vorjahr betrugen diese EUR 1.228.832,46. Die kurzfristigen Forderungen aus dem Verrechnungskonto gegen Gesellschafter-Geschäftsführer werden mit 3,62% bzw. 5,12% p.a. verzinst.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegenüber nahestenden Unternehmen in Höhe von EUR 1.200.000,00 enthalten. Im Vorjahr betrugen diese EUR 1.200.000,00. Das endfällige Darlehen, mit einer Laufzeit von 15 Jahren, wird mit 1,81% p.a. verzinst.

Aktive latente Steuern (§ 285 Nr. 28 HGB)

Die Ausschüttungssperre i.S. d. § 268 Abs. 8 HGB für die Aktivierung latenter Steuern in Höhe von EUR 26.754,77 wird beachtet.

Verbindlichkeiten

Fristigkeiten von Verbindlichkeiten (§§ 268 Abs. 5 S. 1, 285 Nr. 1 a) HGB)

Verbindlichkeitenspiegel zum davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023 Gesamtbetrag
EUR
bis 1 Jahr
EUR
größer 1 Jahr
EUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 915.488,84 915.488,84 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 519.233,82 519.233,82 0,00
Verbindlichkeiten 1.434.722,66 1.434.722,66 0,00
Verbindlichkeitenspiegel zum davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2022 Gesamtbetrag
EUR
bis 1 Jahr
EUR
größer 1 Jahr
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 44,41 44,41 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 409.388,54 409.388,54 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 384.976,89 384.976,89 0,00
Verbindlichkeiten 794.409,84 794.409,84 0,00

Gewinn und Verlustrechnung

Zinsen und ähnliche Erträge aus verbundenen Unternehmen (§ 275 Abs. 2 HGB)

In den Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Erträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 73.546,25 enthalten. Im Vorjahr betrugen diese EUR 21.669,33.

4. Weitere Angaben

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB (§§ 268 Abs. 7, 285 Nr. 27 HGB)

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden in § 251 HGB bezeichneten Haftungsverhältnisse zu vermerken:

Betrag Haftungsverhältnis
(EUR)
Haftungsverhältnis: davon gegenüber verbundenen Unternehmen
(EUR)
3.003.344,79 Bürgschaften für Gewährleistung und Mängelansprüche, Vertragserfüllung sowie Anzahlungen 0,00

Ein Risiko der Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen wird von der Geschäftsführung nicht angenommen, da die zugrundeliegenden Verpflichtungen erfüllt werden.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB)

Der Gesamtbetrag der wesentlichen sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten sind und die nicht nach §§ 268 Abs. 7, 285 Nr. 3 HGB im Anhang anzugeben sind, beläuft sich auf gesamt EUR 1.876.837,23 und in Höhe von EUR 1.416.533,89 für das folgende Geschäftsjahr und betrifft Lager- und Büromietverträge sowie Pachtverträge für bewegliches Vermögen.

Hierin enthalten sind Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 1.318.112,47.

Die Gesellschaft hat Gebäude und bewegliches Anlagevermögen geleast bzw. gemietet. Leasing, Pacht und Miete werden wegen der im Vergleich zum Kauf niedrigeren Kapitalbindung genutzt. Vorteile bestehen in den Kündigungsmöglichkeiten der Miet- und Leasingverträge. Risiken bestehen in den unkündbaren Mietzahlungen während der Restlaufzeit.

Durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer (§ 285 Nr. 7 HGB)

Die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer belief sich im Berichtsjahr auf 101.

Aufteilung Anzahl
Angestellte 15
Gewerbliche 86
101

Organe der Gesellschaft (§ 285 Nr. 10 HGB)

Geschäftsführer der Gesellschaft war im Geschäftsjahr:

- Herr Ulrich Berner, Geschäftsführer

- Herr Tobias Berner, Geschäftsführer

Die Angaben nach § 285 Nr. 9a HGB werden unter Bezug auf § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

Ergebnisverwendungsvorschlag (§ 285 Nr. 34 HGB)

Die Geschäftsführung schlägt vor den Jahresüberschuss und den Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.

sonstige Berichtsbestandteile

 

Stuttgart, den 23.01.2025

Ulrich Berner

Tobias Berner

Geschäftsführung

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 27.01.2025 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Berner Elektrotechnik GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Berner Elektrotechnik GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Berner Elektrotechnik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 23. Januar 2025

DRS Schwägerl Duffner & Braschel GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Braschel, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

2 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.