Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 91898
Vorher
Mentz Datenverarbeitung GmbH
Eingetragen
2.8.1990
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieGroßhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und SoftwareTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Gegenstand
Erfassen, Aufbereiten und Verarbeiten von Daten, Durchführung von Ingenieurarbeiten im technisch-wissenschaftlichen Bereich, Realisierung von Systemlösungen, Entwicklung und Vertrieb von DV-Software, Erteilung und Vermittlung von Softwarelizenzen, Vertrieb von DV-Hardware, Marketing mit DV-Methoden.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Pascal Schwarz
seit 19.4.2024
Geschäftsführer
Prokura
Christoph Mentz
seit 10.5.2017
Geschäftsführer
Jochen Scholz
seit 8.2.2006
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
Daniel Mentz
50.50%
43.76%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Dr. Hans Joachim Mentz Familienholding GmbH
Germany
1.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Mentz GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

In dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängige Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Mentz GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Mentz GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Mentz GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 26. April 2024

RESULTA
Revisions- und Treuhandgesellschaft mbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Anton Fischer, Wirtschaftsprüfer

Harald Göppel, Wirtschaftsprüfer

ANHANG zum 31.12.2023

Mentz GmbH, München

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Mentz GmbH
Firmensitz laut Registergericht: München
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: München
Register-Nr.: HRB 91898

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Finanzanlagen, bestehend aus Anteilen an verbundenen Unternehmen sowie sonstigen Ausleihungen, wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten

Ausleihungen zum Nennwert

unverzinsliche und niedrig verzinsliche Ausleihungen zum Barwert

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

In die Herstellungskosten wurden die Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der Fertigungsgemeinkosten, des Werteverzehrs des Anlagevermögens sowie der Aufwendungen für die allgemeine Verwaltung einbezogen.

Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Der Sonderposten enthält Zuwendungen der öffentlichen Hand zu Investitionen in das Anlagevermögen. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgt entsprechend den Abschreibungen auf die geförderten Anlagengegenstände.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt und in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in EUR umgerechnet wurden.

Die Forderungen bzw. Schulden in fremder Währung werden im Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Die Folgebewertung erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs des Abschlussstichtages, wobei bei Forderungen bzw. Schulden mit einer Restlaufzeit größer als ein Jahr das Imparitätsprinzip beachtet wird und Kursverluste aufwandswirksam und Kursgewinne nicht berücksichtigt werden.

Bankguthaben sind mit dem Nennwert angesetzt. Soweit hierin Fremdwährungsbeträge enthalten sind, wurden sie mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter ist in der Geschäftsjahresabschreibung enthalten und beträgt für das Berichtsjahr 44.261,44 EUR.

Die kumulierten Abschreibungen zu Beginn und am Ende des Geschäftsjahres können dem Anlagenspiegel entnommen werden.

Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 167.753,43 EUR (Vorjahr: 83.814,38 EUR).

Gewinn-/Verlustvortrag bei teilweiser Ergebnisverwendung

Bei Aufstellung der Bilanz unter Berücksichtigung der teilweisen Ergebnisverwendung wurde im Bilanzgewinn ein Gewinnvortrag von 12.295.268,04 EUR einbezogen.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten insbesondere geleistete und nicht vergütete Überstunden (TEUR 382), Resturlaube (TEUR 846), Mitarbeiterprämien (TEUR 1.375), Rechts- und Beratungskosten (TEUR 568) sowie Gewährleistungsverpflichtungen (TEUR 1.194).

Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR).

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt 0,00 EUR.

Angaben zu Restlaufzeitvermerken

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt 4.250.574,71 EUR (Vorjahr: 3.692.190,22 EUR).

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR).

Latente Steuern

Der Saldo der latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres beträgt 1.701 EUR. Die latenten Steuern beruhen auf Differenzen i.W. in den Sachanlagen, den Wertpapieren des Umlaufvermögens und den Rückstellungen für Personalaufwand. Die Bewertung erfolgte mit einem durchschnittlichen Steuersatz von 32,53% für die Gewerbe- und Körperschaftsteuer.

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 3.776.913,21 EUR sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

2024 2025 2026 Folgejahre gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Büroräume, Garagen 960 911 766 654 3.291
Fuhrpark 233 163 83 1 480
Büroeinrichtung 6 - - - 6
1.199 1.074 849 655 3.777

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Erläuterung der periodenfremden Erträge und Aufwendungen

Die periodenfremden Erträge beinhalten eine Auflösung nicht benötigter Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von 62 TEUR, einen nachträglichen Zuschuss von dritter Seite für Aufwendungen des Vorjahrs von 4 TEUR und eine Auflösung von Wertberichtigungen aus den Vorjahren von 3 TEUR.

In den periodenfremden Aufwendungen des Berichtsjahres sind Versicherungsnachzahlungen für die Vorjahre in Höhe von 29 TEUR und Nebenkosten-Nachzahlungen für das Vorjahr in Höhe von 8,5 TEUR enthalten.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 1
Angestellte 212
leitende Angestellte 1
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 214
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 144
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 70

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Christoph Mentz, Diplom-Ingenieur und Betriebswirt

Hinsichtlich der Geschäftsführungsbezüge macht die Gesellschaft von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 i.V.m. § 285 Satz 1 Nr. 9 a) HGB Gebrauch.

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Firmenname / Sitz Anteilshöhe Jahresergebnis Eigenkapital
EUR EUR
Mentz Austria GmbH, Wien, Österreich * 100,00% 36.592,72 471.384,11
Mentz Schweiz GmbH, Zürich, Schweiz * 100,00% 81.698,26 835.193,83
mdv Australia Pty. Ltd., Melbourne, Australia * 100,00% 8.156,65 79.105,64
mdv software for public transport ltd., London, Großbritannien ** 100,00% 0,00 11.381,96
Mentz Middle East FZCO, Dubai, VAE * 100,00% 19.667,34 110.807,91

* vorläufiger Abschluss zum 31.12.2023

** Abschluss zum 31.12.2022

Soweit die Jahresabschlüsse der Unternehmen in Fremdwährungen aufgestellt wurden, wurde mit dem Devisenkassamittelkurs zum 31. Dezember des Berichtsjahres umgerechnet.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit der Gesellschafterin die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

München, den 15. März 2024

gez. Christoph Mentz

Anlagenspiegel zum 31.12.2023

Mentz GmbH Softwareentwicklung und -vertrieb, München

Anschaffungs-, Herstellungs- kosten 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Anschaffungs-, Herstellungs- kosten 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 313.109,47 11.424,00 64.396,06 260.137,41
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 313.109,47 11.424,00 64.396,06 260.137,41
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 47.811,71 47.811,71
2. technische Anlagen und Maschinen 2.939.979,47 281.492,25 116.973,25 3.104.498,47
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 510.902,24 75.185,99 27.348,38 558.739,85
Summe Sachanlagen 3.498.693,42 356.678,24 144.321,63 3.711.050,03
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 98.994,58 98.994,58
2. sonstige Ausleihungen 1.128.682,87 1.003.339,25 116.125,26 2.015.896,86
Summe Finanzanlagen 1.227.677,45 1.003.339,25 116.125,26 2.114.891,44
Summe Anlagevermögen 5.039.480,34 1.371.441,49 324.842,95 6.086.078,88
kumulierte Abschreibung 01.01.2023 Abschreibung Geschäftsjahr Abgänge Umbuchungen kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 308.384,47 14.741,00 64.388,06 258.737,41
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 308.384,47 14.741,00 64.388,06 258.737,41
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 47.808,71 47.808,71
2. technische Anlagen und Maschinen 2.480.755,47 265.082,25 116.734,25 2.629.103,47
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 415.067,24 64.248,99 26.244,38 453.071,85
Summe Sachanlagen 2.943.631,42 329.331,24 142.978,63 3.129.984,03
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
2. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 3.252.015,89 344.072,24 207.366,69 3.388.721,44
Zuschreibung Geschäftsjahr Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023 Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.400,00 4.725,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1.400,00 4.725,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3,00 3,00
2. technische Anlagen und Maschinen 475.395,00 459.224,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 105.668,00 95.835,00
Summe Sachanlagen 581.066,00 555.062,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 98.994,58 98.994,58
2. sonstige Ausleihungen 2.015.896,86 1.128.682,87
Summe Finanzanlagen 2.114.891,44 1.227.677,45
Summe Anlagevermögen 2.697.357,44 1.787.464,45

BILANZ zum 31. Dezember 2023

Mentz GmbH Softwareentwicklung und -vertrieb, München

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.400,00 4.725,00
II. Sachanlagen 581.066,00 555.062,00
III. Finanzanlagen 2.114.891,44 1.227.677,45
-davon Anteile an verbundenen Unternehmen EUR 98.994,58 (EUR 98.994,58) 2.697.357,44 1.787.464,45
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 1.148.276,47 623.338,14
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.701.560,05 4.937.406,72
-davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 167.753,43 (EUR 83.814,38)
-davon gegenüber verbundenen Unternehmen EUR 119.755,28 (EUR 206.894,94)
III. Wertpapiere 6.236.796,38 6.002.153,44
IV. Kassenbestand, Bundesbank- guthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 6.586.690,56 7.135.481,04
20.673.323,46 18.698.379,34
C. Rechnungsabgrenzungsposten 426.202,68 290.853,15
23.796.883,58 20.776.696,94

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Bilanzgewinn 13.881.507,01 12.445.268,04
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 23.236,11 0,00
C. Rückstellungen 4.624.004,67 3.501.583,50
D. Verbindlichkeiten 4.250.574,71 3.692.190,22
-davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 4.250.574,71 (EUR 3.692.190,22)
-davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen EUR 1.665.352,04 (EUR 1.385.860,55)
E. Rechnungsabgrenzungsposten 15.860,06 137.655,18
F. Passive latente Steuern 1.701,02 0,00
23.796.883,58 20.776.696,94

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Mentz GmbH Softwareentwicklung und -vertrieb, München

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 27.024.084,12 24.161.826,76
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 17.732.320,71 15.889.776,77
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.193.160,11 20.925.480,82 2.883.436,09
-davon für Altersversorgung EUR 31.619,47 (EUR 24.158,57)
3. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 344.072,24 389.643,53
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.065.644,64 3.471.119,43
-davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 211.020,70 (EUR 273.597,09)
5. Erträge aus Beteiligungen 385.805,08 278.245,64
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 162.531,65 54.521,05
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 2.756,19 309.489,03
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 24.664,22 27.771,22
-davon an verbundene Unternehmen EUR 24.664,22 (EUR 27.771,22)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 613.451,93 432.827,10
-davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung latenter Steuern EUR 1.701,02 (EUR 0,00)
-davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung latenter Steuern EUR 0,00 (EUR 4.679,81)
10. Ergebnis nach Steuern 1.596.350,81 1.090.530,28
11. sonstige Steuern 10.111,84 7.947,23
12. Jahresüberschuss 1.586.238,97 1.082.583,05
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 12.295.268,04 11.362.684,99
14. Bilanzgewinn 13.881.507,01 12.445.268,04

Handelsrecht

Lagebericht 2023

Mentz GmbH, München

Grundlagen der Gesellschaft

Kerngeschäft von MENTZ ist die Entwicklung innovativer Software für Verkehrsbetriebe und -verbünde. Hierunter fällt Software zur Konstruktion, Optimierung und Präsentation von Fahrplänen und Dienstplänen, zur Personaldisposition und zur Bearbeitung von Geographiedaten. Weiterhin entwickelt MENTZ Software zur intermodalen und multimodalen Verkehrsauskunft, für die Gewinnung, Verarbeitung und Verteilung von Echtzeitdaten und zur Erzeugung und den Vertrieb von digitalen Fahrscheinen.

Damit vertreibt MENTZ derzeit die folgenden sieben Produktlinien:

EFA: Fahrplanauskunft

DIVA: Fahr-, Dienstplanung, Disposition und GIS

RBL-Light: Fahrzeugüberwachung und Echtzeitdatengewinnung

DDIP: Datendrehscheibe für Soll- und Echtzeitdaten

E-Ticket: Vertrieb von Fahrscheinen über mobile Endgeräte

FreeRide: Antragsverwaltung und Planung für Schülerverkehre

E-Bus: Operative Planung von E-Bus Flotten

Die Entwicklungsleistung wird ergänzt durch kundenspezifisches Training, Support, Pflege und den Betrieb von Systemen.

Zu den Kunden der Gesellschaft zählen Verkehrsbetriebe, -verbünde, Aufgabenträger und Ministerien der Länder aus dem In- und Ausland. MENTZ arbeitet mit Kunden auf allen fünf Kontinenten zusammen.

Daneben arbeitet MENTZ in verschiedenen Forschungsprojekten des BMWi und BMVI und ist in deutschen und europäischen Standardisierungsgremien tätig.

Neben dem Hauptsitz in München verfügt MENTZ innerhalb Deutschlands über Zweigbüros in Münster, Stuttgart, Berlin und Neuwied. Tochtergesellschaften bestehen in Österreich, der Schweiz, in Australien und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 verzeichnete Deutschland eine insgesamt stabile gesamtwirtschaftliche Entwicklung, die von verschiedenen Faktoren beeinflusst wurde. Ein signifikanter Rückgang der Inflation trug dazu bei, die Kaufkraft der Verbraucher zu stärken und das allgemeine Wirtschaftsklima zu stabilisieren. Jedoch konnte dieser positive Trend nicht isoliert betrachtet werden, da die Auswirkungen des Ukraine-Konflikts eine gewisse Unsicherheit mit sich brachten. Die politischen Spannungen und wirtschaftlichen Sanktionen, die aus diesem Konflikt resultierten, wirkten sich auf verschiedene Branchen aus, insbesondere auf den Energie- und den Außenhandelssektor. Darüber hinaus prägten andere wichtige Themen wie die Herausforderungen im Bereich der Fachkräftegewinnung sowie die Anpassungen an neue regulatorische Anforderungen das wirtschaftliche Umfeld für unser mittelständisches Softwareunternehmen.

Aufgrund unserer Positionierung als Anbieter von Spezialsoftware im Bereich öffentlicher Verkehr hängt unsere Unternehmensentwicklung neben den allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auch stark von der Entwicklung des öffentlichen Personenverkehrs im Speziellen ab. Im 1. Halbjahr 2023 waren wieder deutlich mehr Fahrgäste mit Bussen und Bahnen unterwegs, mit rund 5,3 Milliarden um zehn Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Dies ist vor allem auf die Einführung des Deutschland-Tickets zurück zu führen, welches die wohl disruptivste Veränderung im ÖPNV-Ticketmarkt seit Einführung der Verkehrsverbünde darstellt.

Der ÖPNV in Deutschland ist auf fortlaufende Förderungen und Zuschüssen in Milliardenhöhe durch Bund- und Länder angewiesen. Trotz Haushaltskrise wurden hier keine Abstriche gemacht und u.a. die Weiterfinanzierung des Deutschland-Tickets beschlossen. Der ÖPNV gilt nach wie vor als essentieller Baustein in der Mobilitätswende und der Bekämpfung der Klimakrise.

Deswegen erwarten wir sowohl für den Bereich der Investitionen in IT-Infrastruktur für den öffentlichen Personennahverkehr als auch im Bereich der fortlaufenden Dienstleistungen einen weiteren Anstieg der Nachfrage im Markt.

Geschäftsverlauf

Auch im Jahr 2023 konnte wieder eine Reihe großer Aufträge gewonnen werden. Dazu gehört unter anderem die folgende Auswahl:

Mit dem Verkehrsverbund Ostregion um die Donaumetropole Wien entschied sich der erste Kunde in Österreich für ein E-Ticket System von MENTZ. Dies ist ein wichtiger Schritt um auch mit diesem Produkt international zu expandieren.

Die Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main (VGF) schrieb eine dringend benötigt Datendrehscheibe international aus und entschied sich am Ende mit deutlichem Vorsprung für die DDIP aus unserem Haus.

Die Märkische Verkehrsgesellschaft in Lüdenscheid setzt bereits seit mehreren Jahrzehnten auf DIVA, musste aber aus regulatorischen Gründen eine Neubeschaffung des Systems anstoßen. Somit stand DIVA im direkten Wettbewerb mit allen Anbietern im Markt und ging siegreich daraus hervor. Dies ist eine großartige Bestätigung für die Weiterentwicklung und Innovation von DIVA 4, welches auch in der neuesten Generation wieder an der Spitze des Marktes steht.

Auch in 2023 ist die Personalstärke weiter gewachsen. Durch einen weiteren Ausbau unserer Recruiting-Initiativen konnten wir eine Reihe hochqualifizierter Fachkräfte für Softwareentwicklung und Projektleitung gewinnen. Das starke Personalwachstum aus dem Vorjahr konnte nach erfolgreicher Einarbeitung dieses Jahr deutlich zu einer Umsatz- und Gewinnsteigerung beitragen.

Auch in diesem Jahr ist es wieder möglich eine Prämie aufgrund guter Leistungen in 2023 an berechtigte Mitarbeiter auszuzahlen. Ebenfalls ausgezahlt wurde die vom Bund steuerfrei gestellte Inflationsausgleichzahlung, die in voller Höhe für alle Mitarbeiter ausgeschöpft wurde.

Der Auftragseingang unterliegt in unserer Branche sehr starken saisonalen Schwankungen, da die meisten Auftraggeber von öffentlichen Haushalten direkt oder indirekt abhängig sind. In der ersten Jahreshälfte wird vorsichtig bestellt und disponiert. In der zweiten Jahreshälfte ändert sich dies, bei entsprechenden Haushaltsreserven. Dies führt dazu, dass auch ein sehr großer Anteil der Rechnungen im Dezember gestellt wird und zum Teil erst im neuen Jahr bezahlt wird. Daraus ergibt sich zum Bilanzstichtag ein im Vergleich zum Jahresmittel überdurchschnittlich hoher Betrag an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Ertragslage

Die Umsatzentwicklung und die Gewinnentwicklung sind in 2023 gut. Nominell wurde ein Rekordergebnis erzielt, inflationsbereinigt liegt es nur leicht unter dem bisherigen Rekordjahr 2021. Das Geschäftsergebnis beträgt für 2023 1.586 TEUR. Die Umsatzrentabilität ist auf 5% gestiegen (Vorjahr 4%) und liegt damit auf dem Niveau des Rekordjahres 2021. Die Eigenkapitalrentabilität liegt bei 11% (Vorjahr 8%), was dem Niveau der Geschäftsjahre 2019-2021 entspricht.

Finanzlage

Die Firma verfügt über eine ausgezeichnete finanzielle Ausstattung. Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 63% (Vorjahr 64%). Die verkürzte Kapitalflussrechnung stellt die Mittelherkunft und Mittelverwendung wie folgt dar:

TEUR
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 414
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -864
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -80
Veränderung des Finanzmittelfonds -530

Die Zahlen spiegeln die Investments in langfristige Anlagen als Eigenkapitalreserve wieder.

Vermögenslage

Auch die Vermögenslage der MENTZ ist ausgezeichnet. Das langfristige (Anlage-) Vermögen beläuft stieg durch die Investitionen in langfristige Finanzanlagen zum Bilanzstichtag auf 2.697 TEUR. Innerhalb des kurzfristigen Umlaufvermögens hat sich der Anteil der liquiden Mittel um 549 TEUR auf 6.587 TEUR vermindert, was mit der Langfristanlage korrespondiert. Das Wertpapiervermögen des Umlaufvermögens beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 6.237 TEUR (Vorjahr 6.002 TEUR). Hinzu kommen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 6.342 TEUR.

Das Eigenkapital hat sich um rund 1.436 TEUR gegenüber dem Vorjahr erhöht. Das Gesamtkapital erhöhte sich auf 23.797 TEUR. Die Eigenkapitalquote verändert sich nur leicht auf 63% (Vorjahr 64%).

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die zur Leistungserstellung notwendigen Personalkosten und Fremdleistungen stiegen im Berichtsjahr überproportional zum Umsatz um 2.749 TEUR. Die Quote für Personalkosten und Fremdleistungen stieg ebenfalls und betrug in 2023 85%. Die sonstigen betrieblichen Erträge, in denen Zuschüsse für Forschungsprojekte enthalten sind, bleiben bei dieser Berechnung außer Betracht, stellen aber die Zukunftsfähigkeit der MENTZ sicher.

Prognosebericht

Innovative Produkte und Technologieführerschaft sind und bleiben für MENTZ der Schlüssel zum Erfolg. Ein Schwerpunkt lag dabei in 2023 unter anderem auf der Weiterentwicklung des MENTZ Ticket-Shops für den Verkauf von Fahrscheinen auf Smartphones. So konnten wir pünktlich zum Verkaufsstart am 3. April 2023 das Deutschland Ticket verkaufen und das Produktsortiment im Verlauf des Jahres erweitern u.a. um Studenten- und Job-Tickets.

In der DIVA Entwicklung kamen u.a. weitere neue Funktionen rund um das Thema E-Bus Planung hinzu. Außerdem wurde mit ersten Arbeiten für eine neue Personal- und Fahrzeugdisposition begonnen, die in Zukunft an die Erfolge des aktuellen Produkts anknüpfen sollen.

Die bei unseren Kunden ausgelöste Nachfrage für unsere Neuentwicklungen zeigt, dass wir damit den Bedarf getroffen haben. Gleichzeitig wurde das im letzten Jahr aufgestockte Personal mittlerweile vollständig eingearbeitet. Wir erwarten daher in den nächsten Jahren einen stabilen Umsatz und Ergebnisse.

Risiko- und Chancenbericht

Gewährleistung- und Produkthaftungsrisiko:

Wir erbringen regelmäßig zwei Jahre Gewährleistung ab der Inbetriebnahme unserer Systeme beim Kunden. Hierfür ist eine ausreichende Rückstellung gebildet. Soweit Haftungsansprüche an die Firma herangetragen werden könnten, sind entsprechende Versicherungen abgeschlossen.

Preisänderungsrisiko:

Den Preis unserer Produkte können wir selbst bestimmen, somit besteht im Verkauf kein Preisänderungsrisiko.

Allerdings kann bei mehrjährigen Entwicklungsprojekten die Kostensteigerung über der bei der Kalkulation des Auftrags berücksichtigen Steigerung liegen und sich negativ auf die Ertragsmarge auswirken.

Der allgemeine Fachkräftemangel in der Branche kann zu höheren Gehaltsforderungen der Mitarbeitenden und bei Neueinstellungen führen. Evtl. ist auch ein stärkerer Dienstleistungszukauf als bisher nötig, was die Herstellungskosten unserer Produkte und Dienstleistungen negativ beeinflussen könnte.

Die Energiekostenkrise beeinflusst bei Mentz aufgrund des Unternehmenszweckes v.a. die Nebenkosten der Büroräume sowie die Reisekosten, was aber nur einen sehr geringen Kostentreiber darstellt.

Im Einkauf liegt der Schwerpunkt bei Computer-Hardware, hier gab es seit Erfindung des Computers nur Preiskorrekturen nach unten. Diese Entwicklung wurde durch die derzeitige Verknappung des Angebots auf dem Markt für Halbleiter beendet. Wir gehen jedoch nur von einer mittelfristig andauernden Preisentwicklung aus, da die wichtigsten Hersteller bereits den Ausbau der Herstellungskapazitäten angekündigt haben. Des Weiteren stellt der Aufwand für benötigte Hardware in Bezug zum Gesamtaufwand für den Erstellungsprozess unserer Produkte und Dienstleistungen nur einen untergeordneten Anteil dar.

Ausfallrisiko:

Da es sich bei den Kunden von MENTZ zum Großteil um öffentliche Auftraggeber handelt, ist das Ausfallrisiko auf Verkaufsseite zu vernachlässigen. Der Einkauf läuft über eine Reihe unterschiedlicher Computerhändler, hier ist ein Ausfallrisiko vorhanden. Die Auswirkungen wären aber aufgrund der geringen Unterschiede zwischen den Händlern nicht nennenswert.

Liquiditätsrisiko:

Der Strom der eingehenden Zahlungen ist über das Jahr gesehen sehr starken Schwankungen ausgesetzt. Neben den nahezu konstant bleibenden Einkünften aus Softwarewartung und -pflege ist der Zahlungseingang aus dem Projektgeschäft sehr saisonal. Viele Projekte öffentlicher Kunden beginnen zu Jahresanfang und werden zum Jahresende abgeschlossen. Dies bedeutet, dass ein Großteil der Rechnungen im Dezember gestellt wird und die damit verbundenen Zahlungseingänge dann entweder noch im Dezember oder in den ersten Monaten des Folgejahrs erfolgen. MENTZ ist jedoch für diesen saisonal schwankenden Zahlungsstrom mit ausreichend Liquiditätsreserven gerüstet. Diese werden während des Winters aufgebaut, um dann bis in den Herbst langsam abgebaut zu werden.

MENTZ verfügte zum 31.12.2023 über kurzfristige Liquiditätsreserven von 12.823 TEUR, somit ist mehr als ausreichend Liquidität vorhanden.

Fremdwährungsrisiken

Durch die weltweite Tätigkeit von MENTZ werden die erbrachten Leistungen auch in Fremdwährungen abgerechnet. Soweit die Zahlungsströme auf Grund der erbrachten Leistungen planbar sind, wie z.B. bei Wartungsverträgen, werden diese durch Devisentermingeschäfte abgesichert.

Ziel des Einsatzes der derivativen Finanzinstrumente ist es, die Auswirkungen von Währungskursschwankungen auf das Ergebnis und den Zahlungsmittelfluss zu reduzieren.

Der Einsatz der Devisentermingeschäfte ist auf die Absicherung der operativen Tätigkeit beschränkt. Somit steht einem möglichen Wertverlust bei den Devisentermingeschäften eine gegenläufige Entwicklung bei den gesicherten Grundgeschäften gegenüber.

Chancen

Wie beschrieben liegen die Fahrgastzahlen im ÖPNV noch unter dem Vorpandemie-Niveau. Durch die steigenden Energiepreise und der damit einhergehenden Verteuerung des Individualverkehrs könnte jedoch die Anzahl der Nutzer wieder erheblich zunehmen. Dies könnte zu weiteren Investitionen in die Digitalisierung bei den Verkehrsunternehmen führen. Somit sehen wir hier mehr Chancen durch die Energiekrise als Risiken.

Zum Zeitpunkt der Berichtserstellung sind wir in mehreren Ausschreibungen im Rennen um Systeme zur Fahrplanung und Fahrgastinformation.

Auch abseits des deutsch- und englischsprachigen Sprachraums, in dem wir heute hauptsächlich tätig sind, beobachten wir die Märkte nach Absatzmöglichkeiten.

Die Geschäftsleitung geht davon aus, dass in Zukunft zwar verstärkte Anstrengungen erforderlich sind, MENTZ dafür aber sehr gut vorbereitet ist und auch in Zukunft weiter wachsen und positive Ergebnisse erwirtschaften wird.

 

München, den 15. März 2024

Christoph Mentz

Protokoll der Gesellschafterversammlung der Firma Mentz GmbH

München.

Unter Verzicht auf alle Form- und Fristvorschriften tritt die Gesellschafterin der o.g. Gesellschaft zu einer Gesellschafterversammlung zusammen.

Die Anteile werden wie folgt gehalten:

Dr. Hans Joachim Mentz Familienholding GmbH 100%

Die Gesellschafterin beschließt was folgt:

1.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023, der von der Resulta Revisions- und Treuhandgesellschaft GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft unter dem 26. April 2024 mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen wurde, wird festgestellt und genehmigt.

2.

Der Geschäftsführung wird Entlastung erteilt.

3.

Der Bilanzgewinn von EUR 13.881.507,01 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

München, den 17.05.2024

Familienholding GmbH

Die Gesellschafterin:

Gez. Dr. Hans Mentz, Geschäftsführer der Gesellschafterin

Dr. Hans-Joachim Mentz

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