Stammdaten

Register
Amtsgericht Bad Hersfeld HRB 124
Vorher
Russek & Burkhard GmbH
Eingetragen
22.8.2005
Branche
Allgemeine GebäudereinigungSonstige spezielle Reinigung von Gebäuden und MaschinenSonstige Reinigung a. n. g.
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Reinigung von Gebäuden und Grundstücken.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Dirk Burkhard
seit 22.8.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

95.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
50.00%
45.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Pfaffenweg 2, 37269 Eschwege
15.000 €
50.00%
Hermannsgrund 2, 36282 Hauneck
13.500 €
45.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Russek + Burkhard GmbH

Bad Hersfeld

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Russek + Burkhard GmbH
Gebäudereinigung Bad Hersfeld

1. Wirtschaftsbericht

1. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die in zweiter Generation inhabergeführte Russek + Burkhard GmbH ist ein Gebäudereinigungsunternehmen mit Hauptsitz in Bad Hersfeld. Das Unternehmen ist durch seine Niederlassungen in Marburg, Eschwege, Eisenach, Dresden und Köthen in vier Bundesländern vertreten. Der Kundenkreis umfasst neben gewerblichen Kunden auch eine Vielzahl an privaten Haushalten sowie die öffentliche Hand.

1. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine lastet laut Mitteilung des Wirtschaftsministeriums der Bundesrepublik Deutschland weiterhin auf der deutschen Wirtschaft, die langsamer darüber hinwegkomme als gehofft. Wie das Ministerium weiterhin ausführte, kommen Faktoren wie das historisch niedrige Wachstum des Welthandels, Kaufkraftverluste durch hohe Inflation und geringere Investitionen wegen hoher Zinsen hinzu. Die Energiepreise, die 2022 infolge des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine extrem gestiegen waren, stabilisierten sich auf hohem Niveau. Zudem sei die Sparquote gestiegen und die Binnennachfrage gesunken. Insgesamt dämpften die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Laut Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr gesunken.

Im Jahresdurchschnitt 2023 waren 45,9 Millionen Erwerbstätige beschäftigt, wovon 34,7 Millionen in einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis standen. Nach vorliegenden Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) stieg die jahresdurchschnittliche Zahl der Erwerbstätigen im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,7 % (333.000 Personen). Dies stellt einen neuen Höchstwert dar. Das Frühjahrsgutachten der Bundesregierung geht für 2024 von einer leichten Zunahme des Bruttoinlandsproduktes um 0,3 % aus. Geprägt von den hohen Energiepreisen stagnierte die Wirtschaft in den vergangenen zwei Jahren größtenteils. Die Bundesregierung sieht seit Jahresbeginn jedoch zunehmend positive Anzeichen.

Die Umsatzentwicklung der Branche stieg wie in den Vorjahren. Dieses ist umso bemerkenswerter, als die Beschäftigungszahl bereits seit mehreren Jahren rückläufig ist. Da alle gewerblichen Gebäudereinigerinnen und Gebäudereiniger aufgrund der Mindestlohnverordnung überall in Deutschland die gleichen Einstiegslöhne verdienen, stärkt das den Wettbewerb und verhindert Lohndumping.

1. Geschäftsverlauf

Im abgelaufenen Geschäftsjahr stieg der Umsatz leicht um 2,9 % (657 TEUR) auf nunmehr 23.174 TEUR. Besonders deutlich fiel der Anstieg im Bereich Unterhaltsreinigung aus, auf den der Großteil der Umsatzsteigerung entfällt. Die letzte tarifliche Lohnsteigerung im Oktober 2022 hat dabei natürlich auch Auswirkungen auf die Umsatzsteigerung in 2023 gehabt. In den neuen Bundesländern konnte ein deutliches Umsatzwachstum von insgesamt 9,3 % verzeichnet werden, während die Umsätze in den alten Bundesländern insbesondere durch einen deutlichen Rückgang am Standort Marburg um 0,26 % gesunken sind.

Die sonstigen betrieblichen Erträge gingen um 14,5 % (28 TEUR) auf nunmehr 164 TEUR zurück. Gründe hierfür sind geringere Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen abgeschriebener Forderungen (- 57 TEUR) und aus privater Kfz-Nutzung (-17 TEUR). Demgegenüber stehen höhere Erträge unter anderem aus dem Verkauf von Gegenständen aus dem Anlagevermögen (+27 TEUR) und höheren Versicherungsentschädigungen (+10 TEUR).

Der Materialaufwand ist trotz einer Preissteigerung bei den Aufwendungen für Roh-, Hilfs und Betriebsstoffe sowie bezogene Waren (+52 TEUR, +8,5 %) um 9,6 % (89 TEUR) zurückgegangen. Dies ist auf den deutlichen Rückgang bei den Aufwendungen für bezogene Leistungen (-141 TEUR, -44 %) zurückzuführen.

Der Personalaufwand stieg nicht zuletzt aufgrund der tariflichen Lohnsteigerung im Oktober 2022 leicht um 3,49 % (650 TEUR) im Vergleich zum Vorjahr und fiel damit etwas stärker aus als der prozentuale Anstieg der Umsatzerlöse. Dadurch erhöhte sich der Lohnanteil am Gesamtumsatz leicht um 0,45 % auf nunmehr 83,23 %. Dieser Effekt wird durch Einsparungen bei den Aufwendungen für bezogene Leistungen nur teilweise kompensiert.

Die Aufwendungen für Abschreibungen liegen unter Vorjahresniveau (- 4,9 %, 13 TEUR). Dies ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass den letzten Jahren geringere Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Maschinen geleistet wurden.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 31,2 % (662 TEUR) gesunken. Dies ist hauptsächlich auf den Verlust durch Verschmelzung im Vorjahr zurückzuführen (598 TEUR). Auch im Bereich Raumkosten (-56 TEUR), Fahrzeugkosten (-25 TEUR) und verschiedenen betrieblichen Kosten (-32 TEUR) konnten Einsparungen realisiert werden.

Im Geschäftsjahr wurde von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, von einem Ausweis der aktiven latenten Steuern abzusehen. Es wurden Erträge aus Beteiligungen in Höhe von 60 TEUR erzielt.

Der Jahresüberschuss für 2023 ist im Vergleich zum Vorjahr um 568 TEUR auf 1.107 TEUR angestiegen.

1. Finanzlage

Die Bilanzsumme erhöhte sich im Geschäftsjahr um 339 TEUR auf 7.560 TEUR. Unter Berücksichtigung der im Geschäftsjahr vorgenommenen Ausschüttung in Höhe von 700 TEUR beträgt die Eigenkapitalquote zum Ende des Geschäftsjahres 17,9 %.

Die Russek + Burkhard GmbH konnte sich im Geschäftsjahr 2023 wiederum aus eigenen Mitteln finanzieren. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten konnten um 9 TEUR reduziert werden und betrugen zum Ende des Geschäftsjahres rund 40 TEUR.

Der einfache cash-flow (Jahresüberschuss plus Abschreibungen) beträgt 1.357 TEUR (im Vorjahr 802 TEUR). Mit diesem konnten Investitionen und Finanzausgaben gedeckt werden, so dass der Liquiditätsbestand zum Bilanzstichtag 3.690 TEUR (im Vorjahr: 2.899 TEUR) beträgt.

1. Ertragslage

Die Umsatzsteigerung und die bereits in den Vorjahren erzielten Verbesserungen des operativen Geschäftes wirkten sich trotz gestiegener Kosten in vielen Bereichen positiv auf das Jahresergebnis aus. Zwar liegt der prozentuale Zuwachs der Personalkosten über dem Umsatzwachstum, dieser Effekt wird aber durch die deutliche Senkung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen und der Aufwendungen für bezogene Leistungen mehr als ausgeglichen.

Insgesamt liegt der Jahresüberschuss wiederum deutlich über dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre. Die Umsatzrendite liegt mit 4,8 % über dem Vorjahr (2,4 %). Die Ertragslage kann daher als zufriedenstellend bewertet werden.

1. Vermögenslage

Der Anteil des Umlaufvermögens liegt zum Bilanzstichtag mit 86,7% leicht über dem Vorjahresniveau. Während das Guthaben bei Kreditinstituten um 791 TEUR angestiegen ist, konnte der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 393 TEUR gesenkt werden. Auch die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (-52 TEUR) sowie der Bestand an Vorräten (-16 TEUR) sind zurückgegangen. Hinzu kommt ein leichter Rückgang bei den sonstigen Vermögensgegenständen (-12 TEUR), unter anderem durch einen geringeren Stand an Steuerrückforderungen (-14 TEUR).

Auf der Passivseite haben die Rückstellungen einen Anteil an der Bilanzsumme von 56,2 % - insbesondere durch den hohen Anteil der Pensionsrückstellungen. Die Eigenkapitalquote beträgt 17,9 %. Innerhalb der sonstigen Verbindlichkeiten sind die Lohn- und Gehaltsverpflichtungen für Dezember 2023 beherrschend.

1. Risikobericht Branchenspezifische Risiken

Der Verdrängungswettbewerb wie auch fehlendes Personal stellen zukünftig für unser Unternehmen eine große Herausforderung dar.

Ertragsorientierte Risiken

Neben dem fehlenden Personal muss weiterhin der Fokus daraufgelegt werden, dass die krankheitsbedingten Fehlzeiten der Belegschaft und der daraus resultierend höhere Resturlaubsanspruch weiter gesenkt werden muss.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Nach wie vor verfügt unser Unternehmen über eine gute Liquidität. In der augenblicklichen wirtschaftlichen Situation muss noch stärker das Kundenzahlungsverhalten überwacht werden.

Risiko- und Chancenberichterstattung

Wie alle Wirtschaftseinheiten unterliegt unser Unternehmen den Risiken der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Beeinträchtigungen der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung und eine geminderte Kaufkraft können sich auf die Nachfrage nach unseren Leistungen auswirken. In diesem Zusammenhang sind auch geopolitische Konflikte wie der Ukraine-Krieg oder die Spannungen in Nahost zu beachten. Unter Berücksichtigung des bisherigen Kundenbestands sind keine größeren Risiken erkennbar, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

Auch ist das Unternehmen geringen Risiken in Bezug auf Liquidität oder Bonität ausgesetzt.

Anlage 4 Seite 4

Wir analysieren die Marktentwicklung, um potenzielle Haftungsrisiken frühzeitig zu erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten. Integraler Bestandteil unseres Risikomanagements ist auch die Identifizierung neuer Chancen und Entwicklungspotenziale, die den Unternehmenserfolg langfristig sichern. Bedeutend für unsere Marktposition ist die regelmäßige Kontrolle der Qualität unserer Leistungen und die Schulung unserer Mitarbeiter.

1. Prognosebericht

Der russische Angriffskrieg, die daraus resultierende Energiekrise, die Krise in Nahost sowie die allgemeine Inflation werden sich wahrscheinlich auch weiterhin als Kostentreiber erweisen. Inwieweit diese Mehrkosten sowie die Lohnerhöhungen den Kunden weitergegeben werden können, wird in naher Zukunft eines der Hauptprobleme sein.

Insgesamt erwarten wir im kommenden Geschäftsjahr 2024 eine leichte Umsatzsteigerung; insbesondere im Bereich der Unterhaltsreinigung ist mit Zuwächsen zu rechnen. Der Personalbestand wird sich dabei weiterhin auf dem Niveau der Vorjahre bewegen. Dennoch ist aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen von erhöhten Unsicherheitsfaktoren in Bezug auf die konjunkturelle Entwicklung auszugehen, die bei ungünstigem Verlauf zu Abweichungen von unserer Einschätzung führen können.

1. Forschungsbericht

Das Unternehmen betreibt keine Forschung und Entwicklung.

1. Zweigniederlassungsbericht

Das Unternehmen besitzt keine selbständigen Zweigniederlassungen.

 

Bad Hersfeld, den 24. Mai 2024

Dirk Burkhard

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.007.416,19 982.378,19
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 5.576,00 12.157,00
1. Geschäfts- oder Firmenwert 1.610,00 2.276,00
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 3.966,00 9.881,00
II. Sachanlagen 817.534,19 789.457,19
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 83.940,19 91.822,19
2. technische Anlagen und Maschinen 238.556,00 255.827,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 495.038,00 441.808,00
III. Finanzanlagen 184.306,00 180.764,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 180.714,00 180.714,00
2. Sonstige Finanzanlagen 3.592,00 50,00
B. Umlaufvermögen 6.546.134,45 6.228.101,56
I. Vorräte 54.406,42 70.399,27
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.801.937,70 3.258.298,87
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 134.948,74 186.710,36
2. sonstige Vermögensgegenstände 2.666.988,96 3.071.588,51
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.689.790,33 2.899.403,42
C. Rechnungsabgrenzungsposten 6.475,08 10.276,08
Aktiva 7.560.025,72 7.220.755,83

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 1.352.845,57 945.855,78
I. Gezeichnetes Kapital 30.000,00 30.000,00
II. Gewinnvortrag 215.855,78 376.672,21
III. Jahresüberschuss 1.106.989,79 539.183,57
B. Rückstellungen 4.249.075,15 3.957.807,71
C. Verbindlichkeiten 1.955.529,02 2.312.604,34
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 40.285,36 49.250,11
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.367,48 2.308,98
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.909.876,18 2.261.045,25
D. Rechnungsabgrenzungsposten 2.575,98 4.488,00
Passiva 7.560.025,72 7.220.755,83

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 22.497.212,60 21.779.901,10
2. Personalaufwand 19.288.663,35 18.639.429,67
a) Löhne und Gehälter 15.644.775,55 15.123.811,37
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.643.887,80 3.515.618,30
davon für Altersversorgung 32.268,52 105.146,48
3. Abschreibungen 250.089,86 262.981,52
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 250.089,86 262.981,52
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.462.547,20 2.124.901,79
5. Erträge aus Beteiligungen 60.000,00 210.000,00
davon aus verbundenen Unternehmen 60.000,00 210.000,00
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 16.948,87 3.855,08
davon aus verbundenen Unternehmen 643,16 748,80
davon Erträge aus Abzinsung 263,42
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 14.217,86 8.203,06
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 658,42
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 433.326,78 400.677,94
9. Ergebnis nach Steuern 1.125.316,42 557.562,20
10. sonstige Steuern 18.326,63 18.378,63
11. Jahresüberschuss 1.106.989,79 539.183,57

Anhang

Russek + Burkhard GmbH, Friedloser Straße 7 a, 36251 Bad Hersfeld

1. Allgemeine Angaben

Die Russek + Burkhard GmbH mit Sitz in Bad Hersfeld ist beim Amtsgericht Bad Hersfeld beim Handelsregister Abteilung B unter der Registernummer HRB 124 eingetragen. Der Jahresabschluss auf den 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften(§§ 264 ff. HGB) erstellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen

Bei der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden wurden die allgemeinen Bewertungsgrundsätze gern.§ 252 HGB berücksichtigt.

Das Anlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten oder Herstellungskosten (gern. § 255 Abs. 2 bis 3 HGB) bilanziert.

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von bis zu drei Jahren), bewertet.

Die Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (Nutzungsdauern zwischen 2 und 20 [bzw. bei Einbauten in fremde Grundstücke 50] Jahren) angesetzt.

Selbständige abnutzbare Wirtschaftsgüter, deren Wert der Anschaffungskosten 800,00 Euro nicht überstiegen, wurden entsprechend der Regelung im § 6 Abs. 2 EStG n.F. bis auf einen Erinnerungswert von 1,00 Euro abgeschrieben.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden mit den Anschaffungskosten, gegebenenfalls abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen, bilanziert.

Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen, die Deckungsvermögen im Sinne von § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB darstellen, werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Dieser entspricht bei Rückdeckungsversicherungsansprüchen dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital zuzüglich unwiderruflich zugeteilter Überschussbeteiligungen. Dieser Wert stimmt mit dem vom Versicherer mitgeteilten Aktivwert überein.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren wurden zu Anschaffungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde zusätzlich durch eine ausreichend bemessene Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Bankguthaben und Kassenbestände sind mit dem Nennbetrag bewertet.

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der "Projected-Unit-Credit-Methode" ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck zu Grunde gelegt. Der aus der Anwendung geänderter biometrischer Rechnungsgrundlagen resultierende Unterschiedsbetrag wird auf drei Geschäftsjahre gleichmäßig verteilt. Für die Abzinsung wurde der von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,82 % angesetzt. Bei der bisherigen Ermittlung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre beliefe sich dieser auf 1,74 %

Es wurde eine Gehaltsdynamik von 2,50 % p.a. und eine Rentendynamik von 2,00 % angenommen.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren vorgenommen.

Die Verbindlichkeiten wurden mit den Rückzahlungsbeträgen angesetzt.

Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, so wurden sich daraus - nach Saldierung - insgesamt ergebende Steuerbelastungen passiviert und Steuerentlastungen aktiviert. Bei Letzteren wurde von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, diese nicht zu aktivieren.

III. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

1. Angaben zum Anteilsbesitz

Gesellschaft Stand 31.12.2023 Beteiligung
in%
Eigenkapital Jahresüberschuss (+)/Jahresfehlbetrag (-)
Mogge Gebäudereinigungs GmbH, Kassel 50,00 233.735,68 +128.124,44
Wolk Gebäudereinigung GmbH, Warburg 100,00 341.825,41 +86.316,95

Die BEST GmbH - Beton Estrich Schleif Technik wurde im Geschäftsjahr 2023 auf die Mogge Gebäudereinigungs GmbH verschmolzen. Die im Zuge der Verschmelzung erhaltenen Anteile haben wir gemäß IDW RS HFA 42 aktiviert.

1. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Forderungen gegenüber Gesellschaftern beträgt 223,47 Euro (im Vorjahr 0,00 Euro).

1. Bilanzgewinn

Euro
Bilanzgewinn 01.01.2023 915.855,78
Jahresüberschuss 2023 1.106.989,79
Ausschüttung 2022 -700.000,00
Bilanzgewinn 31.12.2023 1.322.845,57

1. Rückstellungen für Pensionen

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 45.446,00 Euro. Dieser Unterschiedsbetrag ist für Ausschüttungen gesperrt. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 wurde Deckungsvermögen mit einem Zeitwert bzw. Anschaffungskosten von TEUR 889 mit den korrespondierenden Verpflichtungen in gleicher Höhe verrechnet. Als Zeitwerte werden bei den betreffenden Rückdeckungsversicherungsansprüchen die vom Versicherer mitgeteilten Aktivwerte der Versicherungen angesetzt.

1. Sonstige Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind Rückstellungen für Personalkosten i. H. von 546.889,00 Euro, Aufbewahrung 30.530,00 Euro, Rechtsstreit 157.780,13 Euro, Berufsgenossenschaft 30.552,86 sowie für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses von 11.535,00 Euro enthalten.

1. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten aus:

Restlaufzeiten
(31.12.2022) Stand zum 31.12.2023
Euro
bis zu 1 Jahr
Euro
1-5 Jahre
Euro
mehr als 5 Jahre
Euro
davon gesichert
Euro
Art der Sicherheiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 40.285,36 36.747,36 3.538,00 0,00 40.285,36 1)
(49.250,11) (33.730,75) (15.519,36) (0,00) (49.250,11)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 152.744,65 152.744,65 0,00 0,00 152.744,65 2)
(127.358,16) (127.358,16) (0,00) (0,00) (127.358,16)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.367,48 5.367,48 0,00 0,00
(2.308,98) (2.308,98) (0,00) (0,00)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.757.131,53 1.757.131,53 0,00 0,00
(2.133.687,09) (2.133.687,09) (0,00) (0,00)
davon
- aus Steuern 465.971,65 465.971,65
(750.818,79) (750.818,79)
- im Rahmen der sozialen 41.475,68 41.475,68
(114.867,44) (114.867,44)
Sicherheit 1.955.529,02 1.951.991,02 3.538,00 0,00 193.030,01
(2.312.604,34) (2.297.084,98) (15.519,36) (0,00) (176.608,27)

1. Sicherungsübereignung Anlagevermögen und Grundpfandrechte.

2. Es bestehen die üblichen Sicherheiten (z.B. Eigentumsvorbehalte).

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten insbesondere Lohn- und Gehaltsverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lohnsteuer und Abgaben und Umsatzsteuer. Des Weiteren sind in den Sonstigen Verbindlichkeiten solche gegenüber Gesellschaftern i. H. von 180.042,90 € passiviert, die aus Darlehen resultieren.

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beträgt 180.042,90 Euro (im Vorjahr 256.281,11 Euro).

Innerhalb der Zinserträge werden solche aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von Euro 263,42 ausgewiesen.

Im Steueraufwand sind keine latenten Steuern enthalten. Aktive latente Steuern, die im Wesentlichen aus den handels- und steuerrechtlich voneinander abweichenden Wertansätzen der Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen resultieren, wurden mit passiven latenten Steuern verrechnet. Über den Saldierungsbereich hinausgehende aktive Steuerlatenzen wurden in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB nicht aktiviert.

IV. Sonstige Angaben

1. Anzahl der Mitarbeiter

Durchschnitt 1. 2023 2.2023 3.2023 4.2023
Gewerbliche Arbeitnehmer 1.025 1.024 1.020 1.033 1.024
kaufm. und techn. Angestellte 33 33 33 34 32
Gesamt 1.058 1.057 1.053 1.067 1.056

1. Geschäftsführung

Herr Dirk Burkhard, Hauneck, Gebäudereinigermeister

Von der Möglichkeit gemäß§ 286 Abs. 4 HGB .Unterlassung von Angaben über die Gesamtbezüge für die Mitglieder des Geschäftsführungsorgans" hat die Gesellschaft Gebrauch gemacht.

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstigen finanzielle Verpflichtungen zum 31. Dezember 2023 in Höhe von Euro 328.970,77 haben eine Fälligkeit von bis zu einem Jahr und ergeben sich aus folgenden Verträgen:

Pflege Microsoft Dynamics NAV Miete für Geschäftsräume Leasingraten für Kfz
189.780,84 Euro 112.031,19 Euro 27.158,74 Euro

1. Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss beträgt Euro 1.106.989,79. Einschließlich des zum 31.12.2022 bestehenden Gewinnvortrages von Euro 915.855,78 und der in 2023 erfolgten Ausschüttung von Euro 700.000,00 ergibt sich ein Bilanzgewinn in Höhe von Euro 1.322.845,57, der vorgetragen wird.

 

Bad Hersfeld, den 24. Mai 2024

Dirk Burkhard

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 201.628,74 0 21.148,39 180.480,35
Geschäfts- oder Firmenwert 6.937,00 0 0 6.937,00
208.565,74 0 21.148,39 187.417,35
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 183.501,62 0 29.229,55 154.272,07
Technische Anlagen und Maschinen 960.714,64 44.580,00 412.070,43 593.224,21
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.085.758,20 252.045,86 751.029,90 1.586.774,16
3.229.974,46 296.625,86 1.192.329,88 2.334.270,44
FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 180.714,00 0 0 180.714,00
Sonstige Ausleihungen 50 3.542,00 0 3.592,00
180.764,00 3.542,00 0 184.306,00
3.619.304,20 300.167,86 1.213.478,27 2.705.993,79
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN NETTOBUCHWERTE
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 191.747,74 5.903,00 21.136,39 176.514,35 3.966,00 9.881,00
Geschäfts- oder Firmenwert 4.661,00 666 0 5.327,00 1.610,00 2.276,00
196.408,74 6.569,00 21.136,39 181.841,35 5.576,00 12.157,00
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 91.679,43 7.877,00 29.224,55 70.331,88 83.940,19 91.822,19
Technische Anlagen und Maschinen 704.887,64 61.694,00 411.913,43 354.668,21 238.556,00 255.827,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.643.950,20 173.949,86 726.163,90 1.091.736,16 495.038,00 441.808,00
2.440.517,27 243.520,86 1.167.301,88 1.516.736,25 817.534,19 789.457,19
FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0 180.714,00 180.714,00
Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0 3.592,00 50
0 0 0 0 184.306,00 180.764,00
2.636.926,01 250.089,86 1.188.438,27 1.698.577,60 1.007.416,19 982.378,19

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 03.09.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Russek + Burkhard GmbH, Bad Hersfeld

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Russek + Burkhard GmbH, Bad Hersfeld, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Russek + Burkhard GmbH, Bad Hersfeld, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Bad Wildungen, 27. August 2024

acp Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

U. Welteke, Wirtschaftsprüfer

T. Brecht, Wirtschaftsprüfer

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