SERVOX AktiengesellschaftLiquidiert

Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 21199
Eingetragen
29.12.2000
Branche
Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenHerstellung von orthopädischen ErzeugnissenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von pharmazeutischen Erzeugnissen, medizinischen Artikeln, Krankenhaus-, Dental- und Altenpflegebedarf
Gegenstand
die industrielle Entwicklung, Herstellung und Anpassung, Wartung, Service, Vertrieb und Handel von medizintechnischen Geräten, Applikationshilfen, Krankenpflegeartikeln, Zubehör und Hilfsmitteln für Rehabilitaion und Diagnostik, insbesondere in den Bereichen Laryngektomie/Tracheotomie, Stoma- und Wundversorgung sowie Inkontinenz sowie von kosmetischen und hygienischen Erzeugnissen und Produkten für die Ernährungsherapie/Nahrungssubstitution, nebst für alle oben genannten Funktionsbereiche notwendige, damit in Verbindung stehende Dienstleistungen (Home-Care-Bereich) inklusive individueller Beratung und Versorgung. Die Gesellschaft übt keine handwerklichen Tätigkeiten aus.

Historie

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Management

NameRolle
Vorstandsmitglied
Marc Dr. Böhme
seit 2.1.2007
Vorstandsmitglied
Frank Lutz
seit 2.1.2007
Vorstandsmitglied

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Special Care Holding GmbH
Germany
400.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Servox AG

Troisdorf

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2006

Lagebericht

Wirtschaftsbericht

1 Unternehmen und Unternehmensumfeld

Die SERVOX AG ist ein 100%iges Tochterunternehmen der Pharmazeutischen Union GmbH, Köln, und mit dieser über einen Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrag verbunden. Innerhalb der Madaus-Gruppe deckt die SERVOX AG die Bereiche Medizintechnik und Home-Care ab.

Das Kerngeschäft SERVOX AG besteht aus einer komplexen Verbundleistung zur Versorgung von Patienten, welche sich aus der Herstellung und dem Vertrieb von medizintechnischen Produkten sowie einem umfassenden Dienstleistungsangebot für Patienten, Ärzte, Kliniken und Pflegeeinrichtungen zusammensetzt.

Selbst hergestellt werden dabei nur Produkte wie Sprechhilfen und Absauggeräte für laryngektomierte, d. h. am Kehlkopf operierte Patienten. In allen anderen Tätigkeitsfeldern tritt die SERVOX AG ausschließlich als Handelsunternehmen und medizinischer Dienstleister auf.

Die vertriebenen Produkte sind zwar rezept-, jedoch nicht apothekenpflichtig. Das Unternehmen steht somit in direktem Wettbewerb zu Apotheken, Sanitätshäusern, Home-Care-Organisationen und anderen Medizintechnik-Herstellern. Daraus ergibt sich eine unmittelbare Konkurrenzsituation auch zu vielen kleinen, häufig nur regional tätigen Unternehmen.

Wachsende Versorgungsansprüche der Patienten und die zunehmende Nachfrage nach individualisierten Rehabilitations- und Betreuungskonzepten erfordern nicht nur spezialisierte und innovative Produkte, sondern auf die individuelle Pflegesituation des Patienten zugeschnittene Beratungsangebote. Entscheidenden Einfluss auf den Unternehmenserfolg hat daher das parallel zum Vertrieb der Produkte entwickelte Dienstleistungs- und Serviceangebot, das jedoch gegenüber den Krankenkassen keine separat abrechenbare Leistung darstellt, sondern im Verkaufserlös der Produkte enthalten ist.

2 Sicherung der Zukunftsfähigkeit

Um den zukünftigen Anforderungen des sich schnell wandelnden Gesundheitsmarkts gerecht werden zu können und die Ertragskraft des Unternehmens auch in den kommenden Jahren zu sichern, wurden im Jahr 2006 entscheidende Veränderungen eingeleitet. Basierend auf einer detaillierten Analyse durch ein externes Beratungsunternehmen wurden Marktchancen und -risiken ermittelt und Konzepte zur Neuorganisation des Unternehmens erarbeitet.

Insbesondere der Außendienst wurde durch eine bundesweite Gebietsreform neu strukturiert und ist zusätzlich durch Einstellung von 24 Krankenschwestern und -pflegern wesentlich verstärkt worden. Im Einkaufsbereich wurden sämtliche Lieferantenbeziehungen überprüft und optimiert. Die bisher eigenständige Tochtergesellschaft Vitalmed Vertrieb medizinisch-technischer Geräte GmbH, Aachen, wurde auf die SERVOX AG verschmolzen (Verschmelzungsstichtag 31. Oktober 2006), um organisatorische Synergien zu generieren. Darüber hinaus wurde der Vorstand der SERVOX AG erweitert, um die Führungskompetenz auf eine breitere Basis zu stellen. In diesem Zusammenhang wechselte auch Frau Ingrid Bartmann, die die Geschicke der SERVOX AG über viele Jahre, zuletzt als Vorstandsmitglied, geleitet hat, zum 1.1.2007 in den Aufsichtsrat und wird zukünftig mit ihrer Erfahrung und ihrem Wissen dem Vorstand beratend zur Verfügung stehen.

Die getroffenen Maßnahmen zur Restrukturierung des Unternehmens belasten das Ergebnis des Jahres 2006 deutlich, bilden aber die entscheidende Grundlage für zukünftiges Wachstum und nachhaltige Ertragskraft.

Darstellung des Geschäftsverlaufs

3 Wirtschaftliche Lage und Geschäftsverlauf

a) Inland

Die Umsatzerlöse im Inland werden hauptsächlich durch die Abrechnung der Lieferungen und Leistungen mit den Krankenkassen erzielt. Insofern hat die Kostendiskussion im öffentlichen Gesundheitswesen unmittelbaren Einfluss auf die Geschäftstätigkeit der SERVOX AG. Seit einigen Jahren richten die Krankenkassen ihr Augenmerk auf möglichst niedrige Preise, die Qualität von Produkten und Leistungen wird auf Grund der angespannten Finanzsituation im öffentlichen Gesundheitssystem immer weniger beachtet. Unverändert wird weiterhin versucht, Produkte und Leistungen aus der Erstattungsfähigkeit der gesetzlichen Krankenkassen auszuschließen. Im Geschäftsjahr 2006 wirkten sich insbesondere die zum 1.10.2005 in Kraft getretenen Änderungen der Arzneimittelrichtlinie (AMR) aus. Diese führten im Kernsegment "enterale Ernährung" zu weiteren gravierenden Einschränkungen bei Absatz und Umsatz der betroffenen Hilfsmittel. So wurde beispielsweise die Erstattungsmöglichkeit für bei bestimmten Indikationen verordneten Spezialnahrungen (z. B. Diabetes) auf ein Minimum reduziert.

b) Export

Nennenswerte Exportumsätze kann die SERVOX AG nur mit ihrem Eigenprodukt, der SERVOX-Sprechhilfe erzielen. Die Hauptabsatzmärkte sind die USA und Japan.

Die Entwicklung der Exportumsätze wurde von folgenden Faktoren maßgeblich negativ beeinflusst:

Dem weiterhin ungünstigen EURO-Wechselkurs.

Die im Verhältnis zur Bundesrepublik Deutschland deutlich schlechtere Erstattungsfähigkeit von Hilfsmitteln im Rahmen der jeweiligen nationalen Gesundheitsstrukturen.

Die zunehmende Konkurrenz durch - technisch einfache - Billigalternativen.

Veränderte Operationsmethoden führen zunehmend zum Einsatz von kostenintensiven Shunt-Ventilen, bei denen der Einsatz einer Sprechhilfe als Back-Up-Gerät oftmals als nicht notwendig erachtet wird.

Um diesen Entwicklungen entgegen zu wirken, wurde im Jahr 2006 mit der "SERVOX ECO" eine Low-Cost-Version der digitalen Sprechhilfe eingeführt, um Billigprodukten internationaler Mitbewerber entgegenzuhalten und insbesondere auch den Zugang zu bisher nicht erreichten Schwellenländern zu ermöglichen. Weiterhin wird intensiv an der Entwicklung eines neuen High-End-Modells gearbeitet, welches sich durch höheren Bedienungskomfort und verbesserter Sprachqualität deutlich von allen Konkurrenzprodukten absetzt. Es wird erwartet, durch den technologischen Innovationsvorsprung und die preisliche Differenzierung der neuen Gerätegeneration die Position der SERVOX AG auf dem internationalen Markt deutlich zu stärken.

Umsatzentwicklung

Trotz der gravierenden regulatorischen Eingriffe seitens der bundesdeutschen Sozialgesetzgebung konnten die Umsatzerlöse mit TEUR 34.121 (Vorjahr: TEUR 34.024) nahezu konstant gehalten werden (+ 0,3%).

Im Geschäftsbereich "Enterale Ernährung" reduzierten sich die Umsatzerlöse durch die genannten Änderung der Arzneimittelrichtlinie, insbesondere der Wegfall der Erstattungsfähigkeit von Spezialnahrungen, von TEUR 12.700 auf TEUR 10.887 (-14,3%).

Im Gegenzug konnten im Geschäftsbereich "Larynx" die Umsatzerlöse erneut um 8,0% von TEUR 19.187 auf TEUR 20.722 gesteigert werden.

Im Export-Geschäft machten sich die oben beschriebenen Einflüsse deutlich bemerkbar. Mit einer Höhe von TEUR 2.938 reduzierten sich die Vorjahreserlöse (TEUR 3.114) um 5,7%. Der Rückgang resultiert hauptsächlich aus dem Preiseffekt der neuen Low-Cost-Version der Sprechhilfe, die bei niedrigeren Verkaufspreisen höhere Deckungsbeiträge erzielt, und weniger aus einem Effekt bei den Absatzmengen.

Finanzierung

Materialaufwand

Der Materialaufwand betrug TEUR 16.136. Im Verhältnis zu den Umsatzerlösen konnte die Materialaufwandsquote um 2,2 %-Punkte auf 47,3% (Vorjahr: 49,5%) gesenkt werden. Sinkenden Verkaufspreisen konnte durch Einsparungen bei Handelswaren und Rohstoffen entgegen gewirkt werden.

Personalaufwand

Die Personalaufwendungen stiegen gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.116 auf TEUR 8.146. Diese Veränderung resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der durchschnittlichen Beschäftigtenzahl von 161 auf 181 Mitarbeiter (davon 5 geringfügig Beschäftige) sowie aus den Folgen der Restrukturierungsmaßnahmen.

Zum 31. Dezember 2006 beschäftigte das Unternehmen 204 Mitarbeiter.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um TEUR 1.057 von TEUR 6.387 im Vorjahr auf TEUR 7.442. Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus Restrukturierungskosten in Höhe von TEUR 575 (Beratungsaufwendungen TEUR 442, Personalsuche und -schulung TEUR 101, sonstige Restrukturierungskosten TEUR 32) sowie zusätzlichen Aufwendungen in Zusammenhang mit der Aufstockung des Außendienstes in Höhe von TEUR 282 (Kfz-Kosten TEUR 192, Reisekosten TEUR 90).

Restrukturierung

Die im Geschäftsjahr 2006 insgesamt angefallenen Aufwendungen zur Restrukturierung des Unternehmens setzten sich wie folgt zusammen:

in TEUR

Personalaufwand (Abfindungen)

128

Beratungsaufwendungen

442

Personalsuche, -schulung

101

Sonstige Restrukturierungskosten

32

Verschmelzungsverlust Vitalmed Vertrieb medizinisch-technischer Geräte GmbH

210

913

Ergebnis

2006

2005

Veränderung

in TEUR

in TEUR

in TEUR

in %

Betriebsergebnis

2.658

4.200

-1.542

-36,7

Neutrales und periodenfremdes Ergebnis

-462

-30

-432

-1.440,0

Außerordentliches Ergebnis

-210

0

-210

-

Beteiligungsergebnis

-338

-471

133

28,2

Finanz- und Zinsergebnis

-237

-225

-12

-5,3

Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung

1.411

3.475

-2.064

-59,4

Bedingt durch die Änderungen in der Arzneimittelrichtlinie sowie die hohen Restrukturierungskosten lag das Betriebsergebnis in Höhe von TEUR 2.658 um 36,7% (TEUR 1.542) unter dem des Vorjahres.

Das außerordentliche Ergebnis weist den Aufwand aus der Verschmelzung der Vitalmed Vertrieb medizinisch-technischer Geräte GmbH, Aachen, auf die SERVOX AG aus. Es handelt sich hierbei um den nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag des Unternehmens.

Das Beteiligungsergebnis wurde durch den bis zum 31.10.2006 bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Vitalmed Vertrieb medizinisch-technischer Geräte GmbH, Aachen, belastet. Der Jahresverlust des Unternehmens bis zum Verschmelzungsstichtag 31.10.2006 betrug TEUR 338.

Das Finanz- und Zinsergebnis verschlechterte sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 12. Es enthält Zinsaufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen aus dem mit der Madaus Holding AG zum 1.1.2006 geschlossenen Darlehensvertrag in Höhe von TEUR 260 (Vorjahr: TEUR 238). Zusammenfassung

Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass das Unternehmen im Berichtsjahr trotz weiterer restriktiver staatlicher Einflüsse auf die Erstattungsfähigkeit der Produkte wiederum erfolgreich war. Das Jahresergebnis wurde zwar insbesondere durch die hohen Restrukturierungsaufwendungen deutlich belastet, gleichzeitig bilden die getroffenen Maßnahmen angesichts der bevorstehenden dramatischen Veränderungen im öffentlichen Gesundheitssystem die Basis für zukünftiges Wachstum und nachhaltige Ertragskraft.

sonstige nicht bestandsgefährdende Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Zukünftige Entwicklung, Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Zukünftige Entwicklung und Chancen

Die SERVOX AG beabsichtigt, ihr Versorgungs- und Dienstleistungskonzept weiter kontinuierlich auszubauen. Dazu muss sie in Zukunft in der Lage sein, auf breiter Basis als Komplettversorger im Home-Care-Bereich aufzutreten. Mit der personellen Erweiterung des Vorstands um das Ressort "Business Development / Produktinnovationen" wurde hierzu ein wesentlicher Grundstein gelegt.

Im Hinblick auf die anstehenden Änderungen durch das Gesundheitsreformgesetz werden gegenwärtig Modelle entwickelt, um in Kooperation mit Krankenkassen, Zulieferern, Kliniken sowie weiteren Partnern die posthospitale Betreuung entlang klinischer Behandlungspfade sicherzustellen.

Um dem stetig wachsenden Kostendruck entgegenzutreten und eine unabhängigere Marktposition einnehmen können, wird der Ausbau der Eigenmarken-Produkte für die SERVOX AG zukünftig eine wichtige Rolle einnehmen.

Im Hinblick auf eine zukünftige Internationalisierung des Geschäftsmodels der SERVOX AG werden gegenwärtig die Rahmenbedingungen unterschiedlicher Gesundheitssysteme geprüft.

Zukünftige Risiken

Allgemeine externe Risiken

Wie in den vergangenen Jahren liegen die externen Risiken nach wie vor in der allgemeinen Gesundheitspolitik und deren Konsolidierungsbemühungen. Was bereits im Jahre 2005 mit der Umsetzung der AMR (Arzneimittelrichtlinien) begonnen hat, wird durch die bevorstehende Realisierung des GKV-WSG (Gesetz zur Stärkung des Wettbewerbs in der gesetzlichen Krankenversicherung) verschärft. Bevorstehende Ausschreibungen nach EU-Vergabeordnung lassen zumindest in den wichtigen Versorgungsbereichen (z. B. enterale Ernährung) deutliche Preisverluste erwarten. Diesen Entwicklungen kann nur durch enge Kooperation mit Krankenkassen und Herstellern oder durch Entwicklung neuer Eigenmarken entgegen getreten werden.

Die schon seit Jahren im öffentlichen Gesundheitswesen spürbare Tendenz, die Einzelerstattung von Produkten durch Fallpauschalen bzw. Festbeträge zu ersetzen, wird nun erstmalig auch in den Kernsegmenten der SERVOX AG (Laryngektomie/Tracheotmie) umgesetzt. In diesem Zusammenhang ist zu erwarten, dass an Stelle neuwertiger Produkte (medizinisch-technische Geräte) zunehmend der Einsatz wiederaufgearbeiteter Gebrauchtgeräte zum Regelfall wird. Nicht auszuschließen ist außerdem, dass in Zukunft die Höhe der Kostenerstattung einzelner Krankheitsbilder gesetzlich festgeschrieben wird oder dass komplette Leistungsbereiche gänzlich aus der Erstattung herausfallen.

Leistungswirtschaftliche Risiken

Spezielle Risiken, die über die branchenspezifischen Besonderheiten hinausgehen, sind nicht zu erkennen. Außer den genannten externen Einflussfaktoren sind auch beim Absatz keine Risiken ersichtlich.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Schuldnerbonität bei in- und ausländischen Kunden ist als verlässlich einzustufen. Eine Abhängigkeit von einem einzelnen Kunden bestand nicht. Forderungen gegenüber wesentlichen ausländischen Kunden sind über eine Warenkreditversicherung abgedeckt.

Für die weitere Finanzierung des geplanten Wachstums ist die SERVOX AG, auch wegen des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages, auf die Unterstützung durch ihre Konzernobergesellschaft, die Madaus Holding AG, Köln, angewiesen.

Risiken aus Corporate Governance

Organisation, Führungsstil und Kultur in unserem Unternehmen lassen keine Risiken erkennen.

Zusammenfassende Risikobeurteilung

Über die oben beschriebenen Risiken hinaus, die die geplanten Umsatz- und Ergebnisziele beeinflussen können, sieht der Vorstand keine weiteren wesentlichen Risiken der zukünftigen Entwicklung. Insbesondere können wir gegenwärtig keine Risiken erkennen, die den Fortbestand unseres Unternehmens gefährden.

Köln, den 31. Januar 2007

Dr. Marc Böhme

Frank Lutz

Rainer Schmitz

Vorstand

Vorstand

Vorstand

Bilanz

Aktiva

31.12.2006
EUR
31.12.2005
EUR
A. Immaterielle Vermögensgegenstände 76.343,71 84.419,37
B. Bauten auf fremden Grundstücken 277.298,49 279.922,63
C. technische Anlagen und Maschinen 86.819,86 51.291,58
D. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 606.455,73 291.439,07
E. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 168.503,45 136.800,00
F. Anteile an verbundenen Unternehmen 102.293,79 102.293,79
G. Beteiligungen 766,94 0,00
H. Vorräte 5.222.163,11 5.304.599,46
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 8.250.086,71 9.303.411,63
J. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 248.529,30 201.658,22
K. Rechnungsabgrenzungsposten 75.803,48 84.132,84
Bilanzsumme, Summe Aktiva 15.115.064,57 15.839.968,59

Passiva

31.12.2006
EUR
31.12.2005
EUR
A. gezeichnetes Kapital / Kapitalkonto/ Kapitalanteile 400.000,00 400.000,00
B. Kapitalrücklage 1.351.396,65 1.351.396,65
C. Rückstellungen 1.016.200,08 755.000,00
D. Verbindlichkeiten 11.648.592,26 13.254.731,43
E. Rechnungsabgrenzungsposten 698.875,58 78.840,51
Bilanzsumme, Summe Passiva 15.115.064,57 15.839.968,59

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2006 - 31.12.2006
EUR
1.1.2005 - 31.12.2005
EUR
1. Umsatzerlöse 34.121.217,79 34.024.697,98
2. Veränderung des Bestandes an fertigen Erzeugnissen -68.392,12 7.754,80
3. sonstige betriebliche Erträge 234.841,23 700.853,27
4. Materialaufwand 16.136.096,78 16.826.174,80
5. Personalaufwand 8.146.451,45 7.030.754,29
a) Löhne und Gehälter 6.788.366,33 5.804.719,34
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.358.085,12 1.226.034,95
6. Abschreibungen 350.266,51 306.137,40
a) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens,soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 0,00 197.398,37
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 7.442.195,20 6.387.053,31
8. Erträge aus Beteiligungen 244,72 0,00
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 23.320,60 13.616,42
davon aus verbundenen Unternehmen 18.763,17 10.051,48
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 338.539,97 273.523,43
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 260.071,64 237.868,32
davon an verbundene Unternehmen 260.071,64 237.868,32
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.640.864,96 3.488.012,54
13. außerordentliche Aufwendungen 209.857,49 0,00
14. sonstige Steuern 20.172,02 13.350,83
15. Gewinnabführung aufgrund eines Gewinn- oder Teilgewinnabführungsvertrags 1.410.835,45 3.474.661,71

Anhang

Angabe der auf Bilanz und GuV angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

SERVOX Aktiengesellschaft, Köln

Anhang für 2006

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG und der Satzung aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (3 Jahre; lineare Methode) vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer auf der Grundlage steuerlich anerkannter Höchstsätze abgeschrieben. Soweit steuerlich zulässig, wird für bewegliche Anlagegüter die degressive Abschreibungsmethode angewandt. Der Übergang zur linearen Methode erfolgt in dem Jahr, für welches die lineare Methode erstmals zu höheren Jahresabschreibungsbeträgen führt. Die übrigen Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 410,00 werden, soweit sie nicht der zeitlich befristeten Versorgung von Patienten im Rahmen von Fallpauschalen dienen, im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Geringwertige Anlagegüter, die im Rahmen von pauschalen Abrechnungsverträgen mit Krankenkassen den Patienten nur zeitlich befristet überlassen werden und einen Wert von über EUR 100,00 aufweisen, werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Es werden alle steuerlich zulässigen Abschreibungsmöglichkeiten genutzt.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Verbindlichkeiten sind zum Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsverbindlichkeiten wurden mit dem Anschaffungskurs oder dem höheren Stichtagskurs bewertet. Fremdwährungsforderungen wurden mit dem Anschaffungskurs oder dem niedrigeren Stichtagskurs bewertet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im nachfolgenden Anlagenspiegel dargestellt.

Anhang/2

Angaben zum Anteilsbesitz

Beteiligung

Eigen-kapital

Ergebnis

%

in TEUR

in TEUR

IRL - Institut für Rehabilitation Laryngektomierter GmbH, Köln

100

76

0

1

Vitalmed Verwaltungs GmbH, Köln

100

23

0

1

RKT Rehamittelvertrieb und -beratung für Laryngektomierte GmbH, München

50

79

2

Zum 31. Oktober 2006 wurde die bisher im Anteilsbesitz gehaltene Vitalmed Vertrieb medizinisch-technischer Geräte GmbH, Aachen, auf die SERVOX AG verschmolzen. Im Rahmen der Verschmelzung ist ein außerordentlicher Verlust von TEUR 210 entstanden.

Forderungen

Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Eigenkapital

Das Grundkapital in Höhe von EUR 400.000,00 ist eingeteilt in 400.000 Stückaktien, und zwar in Form von Inhaberaktien, die am Grundkapital in gleichem Umfang beteiligt sind.

Anhang/3

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 11.649 (Vj. TEUR 13.255) weisen eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr aus. Die Verbindlichkeiten sind nicht besichert.

Derivative Finanzinstrumente

Zur Absicherung der Fremdwährungsrisiken aus Fremdwährungsforderungen wurde ein Devisentermingeschäft über USD 156.000 mit Fälligkeit zum 16. Januar 2007 zum Kurs von 1,2982 abgeschlossen. Der Unterschiedsbetrag zum Stichtagskurs per 31. Dezember 2006 beträgt TEUR 2.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 3.032. Diese Verpflichtungen betreffen ausschließlich Miet- und Leasingverträge mit einer Zahlungsverpflichtung für das Jahr 2007 in Höhe von TEUR 652. Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2007 und 2012.

Sonstige Angaben

Vorstand

Ingrid Bartmann, Kauffrau, Köln (bis 31.12.2006)

Dr. Marc Böhme, Diplom-Chemiker, Odenthal (ab 12.12.2006)

Axel-Günther Hugot, Krankenpfleger, Walhorn/Belgien (bis 30.4.2006)

Frank Lutz, Diplom-Kaufmann, Grevenbroich (ab 15.12.2006)

Rainer Schmitz, Diplom-Kaufmann, Bergisch-Gladbach (ab 12.12.2006)

Marc-André Trube, Vorstand der Madaus Holding AG, Köln (ab 7.3.2006 bis 31.12.2006)

Anhang/4

Die Mitglieder des Vorstands erhielten im Geschäftsjahr 2006 insgesamt Bezüge in Höhe von TEUR 495.

Der Vorstand übt seine Tätigkeit hauptberuflich aus.

Aufsichtsrat

Marc-André Trube, Vorstand der Madaus Holding AG, Köln (Vorsitzender bis 31.12.2006,Tätigkeit als Aufsichtsratsmitglied ruhte während seine Tätigkeit als Vorstand in 2006 nach § 105 Abs. 2 Satz 3 AktG)

Dr. Kurt N. Gebhart, Vorstand der Madaus Holding AG, Köln (ab 16.2.2006, Vorsitzender ab 1.1.2007)

Ingrid Bartmann, Kauffrau, Köln (ab 1.1.2007)

Walter P.J. Droege, Unternehmensberater, Düsseldorf (bis 31.1.2007)

Dr. Christoph Hermsen, Diplom-Kaufmann, Köln (ab 16.2.2006 bis 31.12.2006)

Samir G. Jajjawi, Diplom-Kaufmann, Düsseldorf (ab 1.2.2007)

Prof. Bernhard Motzkus, ltd. Verwaltungsdirektor a. D., Berlin (ab 16.2.2006)

Werner Wimmer, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Apotheker- und Ärztebank, Meerbusch

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten im Geschäftsjahr 2006 insgesamt Bezüge in Höhe von TEUR 30.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

Gewerbliche Arbeitnehmer

31

Angestellte

150

181

Anhang/5

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Madaus Holding AG, Köln, einbezogen. Deren Konzernabschluss wird beim Amtsgericht Köln unter HRB 19451 hinterlegt.

Köln, den 31.1.2007

Dr. Marc Böhme

Frank Lutz

Rainer Schmitz

Vorstand

Vorstand

Vorstand

Berichtsprüfung

Bestätigungs-/Versagungsvermerk/Bescheinigungstext

Bei dem vorstehendem Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht der SERVOX Aktiengesellschaft, Köln, wurde der nachstehende uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der SERVOX Aktiengesellschaft, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2006 bis 31. Dezember 2006 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Köln, 15. Februar 2007

Ernst & Young AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft

Gockel, Grimme

Wirtschaftsprüfer, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck
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