Stammdaten

Register
Amtsgericht Aachen HRA 7518
Vorher
CHOC 1 GmbH & Co. KGSindra GmbH & Co. KG
Eingetragen
15.8.2005

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Tobias Hartjen
seit 6.6.2024
Prokura
Michael Molsberger
seit 6.6.2024
Prokura
Olaf Richtscheid
seit 31.1.2024
Prokura

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

Kommanditgesellschaft (KG)

Name
Rolle
Ort
PHO S GmbH & Co. KG
Kommanditist

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Sindra KG

Übach-Palenberg

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.03.2023 bis zum 29.02.2024

Vermerk

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Sindra KG

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Sindra KG, Übach-Palenberg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 29. Februar 2024, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. März 2023 bis zum 29. Februar 2024 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Sindra KG für das Geschäftsjahr vom 1. März 2023 bis zum 29. Februar 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den für Unternehmen i. S. d. § 11 PublG, die unter § 13 Abs. 3 Satz 2 PublG fallen, geltenden deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 29. Februar 2024 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. März 2023 bis zum 29. Februar 2024 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den für Unternehmen i. S. d. § 11 PublG, die unter § 13 Abs. 3 Satz 2 PublG fallen, geltenden deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt;

holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile;

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Heilbronn, 29. Mai 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Holzmann, Wirtschaftsprüfer

Klimpke, Wirtschaftsprüfer

Inhalt

Konzernbilanz zum 29. Februar 2024

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. März 2023 bis zum 29. Februar 2024

Konzernanhang

Erläuterung der Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses

Erläuterungen zur Konzernbilanz

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige Angaben

Kreis der einbezogenen Unternehmen

Konzernlagebericht

Grundlagen des Konzerns

Geschäftsentwicklung

Wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren zu Umwelt- und Arbeitnehmerbelangen

Chancen- und Risikobericht

Rechnungslegungsbezogenes internes Kontroll- und Risikomanagementsystem

Prognosebericht

Konzernbilanz zum 29. Februar 2024

Aktivseite

T€ Anhang 28.02.2023 29.02.2024
Anlagevermögen S. 6 759.503 725.575
Immaterielle Vermögensgegenstände 48.923 18.290
Sachanlagen 710.580 707.285
Umlaufvermögen 425.979 355.466
Vorräte S. 8 294.815 285.695
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände S. 8 121.613 68.526
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 9.551 1.245
Rechnungsabgrenzungsposten 337 442
Aktive latente Steuern S. 8 1.849 1.783
1.187.668 1.083.266

Passivseite

T€ Anhang 28.02.2023 29.02.2024
Eigenkapital 179.969 170.694
Kommanditeinlage 2.002 2.002
Rücklagen 177.967 168.692
Rückstellungen S. 8 46.223 53.113
Verbindlichkeiten S. 9 961.476 859.459
1.187.668 1.083.266

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. März 2023 bis zum 29. Februar 2024

T€ Anhang GJ 2022 GJ 2023
Umsatzerlöse S. 10 1.646.411 1.949.577
Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 57.727 -14.032
sonstige betriebliche Erträge S. 10 6.063 18.093
Materialaufwand S. 10 1.264.287 1.428.331
Personalaufwand S. 10 135.951 162.385
Abschreibungen 88.397 110.460
sonstige betriebliche Aufwendungen S. 11 184.123 214.834
Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) 37.443 37.628
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge S. 11 364 2.946
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 11.335 28.024
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag S. 11 3.450 12.964
Konzernjahresergebnis 23.022 -414

Konzernanhang

Erläuterung der Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses

Allgemeine Hinweise

Der Konzernabschluss der Sindra KG, Übach-Palenberg (Amtsgericht Aachen, HRA Nr. 7518) zum 29. Februar 2024, zur Schwarz Produktion gehörig, wurde nach den Vorschriften des PublG aufgestellt.

Der Kreis der einbezogenen Unternehmen einschließlich der Veränderung zum Vorjahr sowie der Hinweis auf die Inanspruchnahme von Erleichterungsvorschriften sind ab S. 13 dargestellt.

Zur Klarheit und Übersichtlichkeit des Konzernabschlusses wurden einzelne Posten der Konzernbilanz sowie der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Die Posten sind im Konzernanhang gesondert erläutert. Die für die einzelnen Posten geforderten Zusatzangaben wurden ebenfalls in den Konzernanhang übernommen. Die Angaben im Konzernanhang erfolgen in T€.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen bewertet. Geschäfts- oder Firmenwerte werden in der Regel über 5 Jahre linear abgeschrieben. Geringwertige Vermögensgegenstände wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und als Abgang erfasst.

Die Bewertung der Vorräte erfolgte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert. Die Herstellungskosten enthalten Einzelkosten zuzüglich angemessener Gemeinkosten. Fremdkapitalkosten wurden bei der Ermittlung der Herstellungskosten nicht einbezogen. Durch die angewandten Bewertungsverfahren wurde die Einhaltung des strengen Niederstwertprinzips sichergestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten abzüglich der Wertabschläge für Einzelrisiken bilanziert.

Rückstellungen wurden in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit einem Zinssatz von 1,8% abgezinst.

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Bei der Ermittlung latenter Steuern gem. § 274 HGB wurden temporäre Differenzen zwischen handels- und steuerbilanziellen Wertansätzen sowie werthaltige steuerliche Zins- und Verlustvorträge berücksichtigt. Die sich ergebenden Steuerbe- und -entlastungen wurden mit einem Steuersatz von 16,5% bewertet. Die sich im Wesentlichen aus dem Anlagevermögen sowie den Rückstellungen ergebenden latenten Steuern wurden verrechnet. Ein verbleibender Überhang aktiver latenter Steuern wurde in Ausübung des gesetzlichen Wahlrechts nicht angesetzt.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Neubewertungsmethode zum Erwerbszeitpunkt.

Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Erträge und Aufwendungen innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert.

Auf eine Zwischenergebniseliminierung wurde gem. § 304 Abs. 2 HGB verzichtet.

Auf Konsolidierungsmaßnahmen wurden latente Steuern gem. § 306 HGB gebildet. Die sich ergebenden Steuerbe- und -entlastungen wurden mit einem Steuersatz von 30,0% bewertet und verrechnet.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

Anlagevermögen

T€ AHK 01.03.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen AHK 29.02.2024
Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen 2.039 89 - 2 0 2.126
Geschäfts- oder Firmenwert 51.889 76 0 0 51.965
Immaterielles Vermögen 53.928 165 -2 0 54.091
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 364.882 3.139 -14 1.391 369.398
technische Anlagen und Maschinen 663.202 5.273 -1.291 6.908 674.092
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 257.473 5.728 -1.483 992 262.710
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 41.536 62.783 -187 -9.291 94.841
Sachanlagen 1.327.093 76.923 -2.975 0 1.401.041
1.381.021 77.088 -2.977 0 1.455.132
T€ kum. AfA 01.03.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen kum. AfA 29.02.2024
Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen 1.546 202 0 0 1.748
Geschäfts- oder Firmenwert 3.459 30.594 0 0 34.053
Immaterielles Vermögen 5.005 30.796 0 0 35.801
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 70.998 11.795 -4 19 82.808
technische Anlagen und Maschinen 458.373 48.373 -1.056€ 0 505.690
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 87.142 19.496 - 1.361 -19 105.258
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
Sachanlagen 616.513 79.664 -2.421 0 693.756
621.518 110.460 -2.421 0 729.557
T€ Buchwert 28.02.2023 Buchwert 29.02.2024
Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen 493 378
Geschäfts- oder Firmenwert 48.430 17.912
Immaterielles Vermögen 48.923 18.290
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 293.884 286.590
technische Anlagen und Maschinen 204.829 168.402
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 170.331 157.452
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 41.536 94.841
Sachanlagen 710.580 707.285
759.503 725.575

Die Zugänge im Sachanlagevermögen betreffen im Wesentlichen den Neubau eines Produktionswerks.

In den laufenden Abschreibungen des Geschäftsjahres sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von T€ 20.217 (Vorjahr T€ 97) enthalten, die im Wesentlichen das immaterielle Vermögen aus Unternehmenserwerben betreffen.

Vorräte

T€ 28.02.2023 29.02.2024
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 58.526 63.438
unfertige Erzeugnisse 2.448 2.737
fertige Erzeugnisse 233.841 219.520
294.815 285.695

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

T€ 28.02.2023 29.02.2024
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 97.474 40.104
sonstige Vermögensgegenstände 24.139 28.422
davon mit einer Restlaufzeit > 1 Jahr 1.310 1.377
121.613 68.526

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen in Höhe von T€ 21.944 (Vorjahr T€ 14.278) enthalten, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen und im Wesentlichen Erstattungsansprüche aus Steuern betreffen.

Aktive latente Steuern

In diesem Posten werden aktive latente Steuern gem. § 306 HGB (T€ 1.956) ausgewiesen, die mit entsprechenden passiven latenten Steuern (T€ 173) verrechnet wurden.

Rückstellungen

T€ 28.02.2023 29.02.2024
Steuerrückstellungen 8.472 19.606
sonstige Rückstellungen 37.751 33.507
46.223 53.113

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Mitarbeiter und Soziales sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen.

Verbindlichkeiten

28.02.2023
T€ < 1 Jahr Gesamt
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 43.431 444.471
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 242.914 242.914
Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen * 17.400 17.400
sonstige Verbindlichkeiten 255.952 256.691
davon aus Steuern 3.304 3.304
559.697 961.476
29.02.2024
T€ < 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre Gesamt
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 34.062 157.592 208.770 400.424
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 220.799 0 0 220.799
Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen * 28.805 0 0 28.805
sonstige Verbindlichkeiten 208.978 453 0 209.431
davon aus Steuern 3.661 0 0 3.661
492.644 158.045 208.770 859.459

* Ausschließlich sonstige Verbindlichkeiten betreffend.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundpfandrechte (T€ 202.035) sowie durch Sicherungsübereignung (T€ 81.392) besichert. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestanden außer den branchenüblichen Eigentumsvorbehalten keine weiteren Sicherheiten.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen werden abgezinst ausgewiesen und betragen T€ 8.128.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

T€ GJ 2022 GJ 2023
Nahrungsmittel 1.638.821 1.942.073
sonstige Umsatzerlöse 7.590 7.504
1.646.411 1.949.577

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 10.219 (Vorjahr T€ 1.648) enthalten. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.

Materialaufwand

Der Materialaufwand beinhaltet Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von T€ 1.425.835 (Vorjahr T€ 1.261.365) sowie Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von T€ 2.496 (Vorjahr T€ 2.922).

Personalaufwand

T€ GJ 2022 GJ 2023
Löhne und Gehälter 112.482 135.479
soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 23.469 26.906
davon für Altersversorgung 573 651
135.951 162.385

Durchschnittliche Anzahl der im Geschäftsjahr beschäftigten Arbeitnehmer:

GJ 2022 GJ 2023
Arbeitnehmer 2.186 2.410
davon Angestellte und Arbeitnehmer, Vollzeit 2.127 2.042
davon Angestellte und Arbeitnehmer, Teilzeit 59 368
Auszubildende 51 62
2.237 2.472

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind sonstige Steuern in Höhe von T€ 1.276 (Vorjahr T€ 604) enthalten.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind periodenfremde Zinsen aus Steuern in Höhe von T€ 31 (Vorjahr T€ 3) enthalten.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der Posten beinhaltet periodenfremde Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von T€ 4.043 (Vorjahr T€ -1.178).

Sonstige Angaben

Honorare des Konzernabschlussprüfers

Die Honorare des Konzernabschlussprüfers für im Geschäftsjahr erbrachte Leistungen betrugen:

T€ GJ 2022 GJ 2023
Abschlussprüfung 72 79
andere Bestätigungsleistungen 22 67
94 146

Nachtragsbericht

Vorgänge, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Konzerns wesentlich wären, sind nach Abschluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

Kreis der einbezogenen Unternehmen

Einbezogen wurden alle Gesellschaften, auf die ein beherrschender Einfluss ausgeübt werden konnte.

Der Kreis der einbezogenen Unternehmen zum 29. Februar 2024 ist im Folgenden tabellarisch dargestellt. Die mit 1 gekennzeichneten Gesellschaften wurden erstmalig einbezogen. Die mit 2 gekennzeichneten Gesellschaften nehmen die Erleichterungen des § 5 Abs. 6 PublG i.V.m. § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch. Die mit 3 gekennzeichneten Gesellschaften nehmen die Erleichterungen des § 264 Abs. 4 i.V.m. Abs. 3 HGB in Anspruch.

 

Übach-Palenberg, 28. Mai 2024

My-Stiftung

Olaf Richtscheid,Vorstand

Dr. Jens Rudolph, Vorstand

PVG Geschäftsführungs-KG

Hermann-Josef Hoffmann, Geschäftsführer der PVG Geschäftsführungs - und Verwaltungs-GmbH (phG)

Kreis der einbezogenen Unternehmen

Name der Gesellschaft Sitz
Vollkonsolidierung (100% Anteilsbesitz)
Sindra KG Übach-Palenberg Deutschland
Solent Übach-Palenberg GmbH & Co. KG 2 Übach-Palenberg Deutschland
Solent Beteiligungs-GmbH Übach-Palenberg Deutschland
Solent Rheine GmbH & Co. KG Rheine Deutschland
Solent Rheine Beteiligungs-GmbH Rheine Deutschland
Sindra Rheine GmbH & Co. KG 1 Rheine Deutschland
Sindra Rheine Beteiligungs-GmbH 1 Rheine Deutschland
Sindra Übach-Palenberg GmbH & Co. KG (vormals: Sindra Logistik & Services GmbH & Co. KG) Übach-Palenberg Deutschland
Sindra Logistik & Services Beteiligungs-GmbH Übach-Palenberg Deutschland
Bon Gelati Übach-Palenberg GmbH & Co. KG 2 Übach-Palenberg Deutschland
Bon Gelati Beteiligungs-GmbH Übach-Palenberg Deutschland
Bon Gelati Haaren GmbH 3 Waldfeucht Deutschland
PHO B GmbH & Co. KG Weißenfels Deutschland
PHO B Beteiligungs-GmbH Weißenfels Deutschland
Bonback GmbH & Co. KG 2 Übach-Palenberg Deutschland
Bonback Beteiligungs-GmbH Übach-Palenberg Deutschland
Bon Presso GmbH & Co. KG Rheine Deutschland
Bon Presso Beteiligungs-GmbH Rheine Deutschland
PHO T GmbH 3 Weißenfels Deutschland
Bon Pasta GmbH 3 Erfurt Deutschland
LPM ETW Management GmbH 3 Hamburg Deutschland

Konzernlagebericht

Grundlagen des Konzerns

Geschäftstätigkeit

Der Konzern stellt Schokolade, Nüsse, Trockenfrüchte, Backwaren, Eis, Kaffee und Teigwaren her.

Darstellung Geschäfts- und Rahmenbedingungen 1

Der Euro-Raum verzeichnete beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) einen Anstieg um 0,5% und lag damit deutlich unter der Entwicklung der Weltwirtschaft. Die Energiekrise und die daraus resultierenden wirtschaftlichen Verwerfungen führten zwar nicht zu einem Rückgang des BIP, jedoch hat die Wirtschaftsleistung im Währungsgebiet kaum mehr als stagniert. Der Anstieg der Verbraucherpreise beläuft sich im Euro-Raum auf 5,5% und ist im Wesentlichen durch die gestiegenen Energie- und Lebensmittelkosten getrieben. Angesichts der weiterhin erhöhten Inflation hat die Europäische Zentralbank den im Vorjahr begonnenen Kurs der schrittweisen Erhöhung des Leitzinses im Jahr 2023 fortgesetzt. Der private Konsum expandierte vor dem Hintergrund sinkender Realeinkommen lediglich um 0,6%. Die Bruttoanlageinvestitionen wuchsen im Umfeld höherer Realzinsen ebenfalls nur verhalten um 1,4%. Die Erwerbslosenquote ging um 0,2 Prozentpunkte auf 6,5% zurück.

Das Jahr 2023 war für die deutsche Wirtschaft ein schwieriges Jahr. Die Konjunktur wurde in allen Bereichen durch ein anhaltend hohes Preisniveau gedämpft. Zusätzlich belasteten ungünstige Finanzierungsbedingungen infolge steigender Zinsen und eine nachlassende Nachfrage aus dem In- und Ausland die Wirtschaft. Während das preisbereinigte BIP im Vorjahr noch um 1,9% gewachsen ist, ist im Jahr 2023 ein Rückgang um 0,3% zu verzeichnen.

Die privaten Konsumausgaben gingen um 0,7% gegenüber dem Vorjahr zurück, was im Wesentlichen durch die hohen Verbraucherpreise und den dadurch verursachten Reallohn- und Kaufkraftverlusten bedingt ist. Erstmals seit zwei Jahrzehnten nahmen die staatlichen Konsumausgaben ab. Preisbereinigt sanken sie um 1,7%. Der Rückgang des Staatskonsums dürfte vorwiegend auf das Wegfallen coronabezogener Aufwendungen zurückzuführen sein. Die Bauinvestitionen sind infolge der hohen Baupreise sowie der deutlich gestiegenen Finanzierungskosten um 2,7% gesunken. Die Entwicklung des Außenbeitrags hat sich mit einem geringen Wachstumsbeitrag positiv auf das BIP ausgewirkt. Im Detail nahmen die Importe um 3,4% gegenüber dem Vorjahr ab, die Exporte gingen um 2,2% zurück.

Im Jahr 2023 stieg die Arbeitslosenquote um 0,4 Prozentpunkte auf 5,7%. Zum zweiten Mal in Folge ist die Verbraucherpreisinflation mit 5,9% (Vorjahr 6,9%) sowie Energiepreisinflation mit 5,3% (Vorjahr 29,7%) im Wesentlichen aufgrund der Kriegs- und Krisensituationen (Ukraine-Krieg, Energiekrise und Lieferengpässe) gestiegen. In diesem Zusammenhang waren Nahrungsmittel insgesamt um 12,4% teurer.

Die deutsche Süßwarenindustrie blickt im Jahr 2023 auf eine Erhöhung der Produktionsmenge sowie auf ein inflationsbedingtes Umsatzplus zurück. Begleitet wurde dies von weiterhin drastischen Kostensteigerungen bei den Rohstoffen sowie einer Flut an neuen bürokratischen Anforderungen. Die Produktion der insgesamt in Deutschland hergestellten Süßwaren stieg mengenmäßig um 2,2% auf rd. 4,3 Mio. t und wertmäßig um 13,3% auf rd. 16,1 Mrd. €.

Nach wie vor ist der Konkurrenzdruck im nationalen Wettbewerb angespannt. Die stark gestiegenen Energie-, Logistik- und Rohstoffkosten belasten die Ertragslage vieler der über 200 industriellen Herstellern von Süßwaren und Knabberartikeln in Deutschland. Darüber hinaus wirken sich auch standortbedingte Belastungen wie z.B. die Arbeitskosten, Arbeitskräftemangel, Steuern, Bürokratiebelastungen oder ansteigende Kosten für Verpackung und CO 2 -Bepreisung negativ auf die Ertragslage aus. Hinzu kommen die Unsicherheiten bei der Rohstoffbeschaffung, verbunden mit weiteren massiven Kostensteigerungen auf den Rohstoffmärkten, wie z.B. für Zucker, Kakaobutter, Kakao oder Stärke.

Die Qualität von Süßwaren "Made in Germany" wird im Ausland weiterhin sehr geschätzt. Mengenmäßig sank der Export von Süßwaren und Knabberartikeln im Jahr 2023 leicht um 1,0% auf ca. 2,5 Mio. t. Der Exportumsatz stieg kräftig um 14,2% auf rd. 12,2 Mrd. €. Der Exportanteil liegt weiterhin über 60%, so dass mehr als jede zweite produzierte Tonne Süßwaren in den Export geht.

1 Angaben gem. Gemeinschaftsdiagnose Frühjahr 2024 vom 27. März 2024 der Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose, KPMG: Retail Sales Monitor Ausgabe 1/2024 sowie Pressemeldung des Bundesverbands der Deutschen Süßwarenindustrie e.V. vom 23. Januar 2024.

Geschäftsentwicklung

Ertragslage

Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr von T€ 1.646.411 auf T€ 1.949.577 gestiegen, was einer Zunahme um T€ 303.166 entspricht. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem ganzjährigen Betrieb eines im Vorjahr fertiggestellten Produktionswerks, der erstmaligen ganzjährigen Einbeziehung eines im Vorjahr erworbenen Unternehmens sowie aus gestiegenen Absatzmengen und inflationsbedingten Preissteigerungen in den Bestandswerken.

GJ 2022 GJ 2023 Veränderung
T€ T€ absolut in %
Umsatzerlöse 1.646.411 1.949.577 303.166 18,4
Bestandsveränderung 57.727 - 14.032 -71.759 k.A.
Materialaufwand 1.264.287 1.428.331 164.044 13,0
Rohertrag 439.851 507.214 67.363 15,3
Rohertragsquote 26,7% 26,0%
Personalaufwand 135.951 162.385 26.434 19,4
sonstiger Aufwand abzgl. Ertrag 178.060 196.741 18.681 10,5
EBITDA 125.840 148.088 22.248 17,7
Umsatzrendite EBITDA 7,6% 7,6%
Abschreibungen 88.397 110.460 22.063 25,0
EBIT 37.443 37.628 185 0,5
Umsatzrendite EBIT 2,3% 1,9%
Zinsaufwand abzgl. Zinsertrag 10.971 25.078 14.107 >100,0
Ertragsteuern 3.450 12.964 9.514 >100,0
Konzernjahresergebnis 23.022 -414 -23.436 k.A.
Umsatzrendite 1,4% 0,0%

Nach dem deutlichen Aufbau der Bestände im Vorjahr (T€ 57.727) aufgrund der Inbetriebnahme eines neuen Produktionswerks erfolgte im Geschäftsjahr ein Bestandsabbau um T€ -14.032 infolge gestiegener Absatzmengen.

Der Materialaufwand ist im Wesentlichen aufgrund des ganzjährigen Betriebs eines im Vorjahr fertiggestellten Produktionswerks sowie der erstmaligen ganzjährigen Einbeziehung eines im Vorjahr erworbenen Unternehmens von T€ 1.264.287 auf T€ 1.428.331 gestiegen. Zudem wirkten sich Preis- und Produktionsmengensteigerungen erhöhend aus.

Der Personalaufwand erhöhte sich um T€ 26.434 auf T€ 162.385. Dies ist im Wesentlichen auf die gestiegene Anzahl der Mitarbeiter aus der Ausweitung der Geschäftstätigkeit sowie auf tarifliche Lohn- und Gehaltsanpassungen zurückzuführen.

Der Anstieg bei den sonstigen Aufwendungen abzüglich Erträge um T€ 18.681 auf T€ 196.741 resultiert im Wesentlichen aus dem ganzjährigen Betrieb eines im Vorjahr fertiggestellten Produktionswerks, der erstmaligen ganzjährigen Einbeziehung eines im Vorjahr erworbenen Unternehmens sowie aus gestiegenen Energie- und IT-Kosten. Dem Anstieg wirkten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen entgegen.

Die Zunahme der Abschreibungen um T€ 22.063 auf T€ 110.460 ist im Wesentlichen auf die außerplanmäßige Abschreibung von immateriellem Vermögen aus Unternehmenserwerben zurückzuführen.

Die Zinsaufwendungen abzüglich Zinserträge erhöhten sich um T€ 14.107 auf T€ 25.078, im Wesentlichen aufgrund des Anstiegs des allgemeinen Zinsniveaus.

Die Zunahme der Ertragsteuern resultiert im Wesentlichen aus der erstmaligen ganzjährigen Einbeziehung eines im Vorjahr erworbenen Unternehmens.

Ergebnisentwicklung

Das EBIT liegt im Wesentlichen aufgrund der erstmaligen ganzjährigen Einbeziehung eines im Vorjahr erworbenen Unternehmens sowie des ganzjährigen Betriebs eines im Vorjahr fertiggestellten Produktionswerks mit T€ 37.628 leicht über Vorjahresniveau. Gegenläufig wirkte sich die außerplanmäßige Abschreibung von immateriellem Vermögen auf Unternehmenserwerbe aus. Die Umsatzrendite bezogen auf das EBIT ist von 2,3% auf 1,9% gesunken. Das Konzernjahresergebnis verminderte sich aufgrund eines um T€ 14.107 rückläufigen Zinsergebnisses sowie gestiegener Ertragssteuern im Vergleich zum Vorjahr von T€ 23.022 auf T€ -414.

Vermögenslage

Das Gesamtvermögen des Konzerns gliedert sich wie folgt und liegt mit T€ 1.083.266 unter Vorjahresniveau.

28.02.2023 29.02.2024
T€ % T€ %
Anlagevermögen 759.503 63,9 725.575 67,0
Immaterielles Vermögen 48.923 4,1 18.290 1,7
Sachanlagen 710.580 59,8 707.285 65,3
Umlaufvermögen 425.979 35,9 355.466 32,8
Vorräte 294.815 24,8 285.695 26,4
Forderungen 121.613 10,3 68.526 6,3
Liquide Mittel 9.551 0,8 1.245 0,1
Rechnungsabgrenzungsposten 337 0,0 442 0,0
Aktive latente Steuern 1.849 0,2 1.783 0,2
Gesamtvermögen 1.187.668 100,0 1.083.266 100,0
Veränderung
absolut in %
Anlagevermögen -33.928 -4,5
Immaterielles Vermögen -30.633 -62,6
Sachanlagen -3.295 -0,5
Umlaufvermögen -70.513 -16,6
Vorräte -9.120 -3,1
Forderungen -53.087 -43,7
Liquide Mittel -8.306 -87,0
Rechnungsabgrenzungsposten 105 31,2
Aktive latente Steuern -66 -3,6
Gesamtvermögen -104.402 -8,8

Die Investitionen in das Anlagevermögen beliefen sich im Geschäftsjahr auf insgesamt T€ 77.088. Wesentlich waren dabei Investitionen in den Neubau eines Produktionswerks. Die Abnahme des Anlagevermögens resultiert aus den planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen des Geschäftsjahres.

GJ 2022 GJ 2023 Veränderung
Investitionen T€ 191.565 T€ 77.088 absolut -114.477 in % -59,8
davon Sachanlagen 139.426 76.923 -62.503 -44,8

Im Geschäftsjahr 2023 wird das Anlagevermögen mit 23,5% durch Eigenkapital gedeckt. Unter Einbeziehung des lang- und mittelfristigen Fremdkapitals ergibt sich eine Anlagendeckung in Höhe von 74,6%.

28.02.2023 29.02.2024 Veränderung
Eigenkapital T€ 179.969 T€ 170.694 absolut -9.275 in % -5,2
Anlagevermögen 759.503 725.575 -33.928 -4,5
Deckungsgrad I 23,7% 23,5%
lang- und mittelfristiges Fremdkapital 406.775 370.332 -36.443 -9,0
Deckungsgrad II 77,3% 74,6%

Das Umlaufvermögen verminderte sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 70.513, was im Wesentlichen auf den Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen ist.

Finanzlage

Der Konzern weist zum Bilanzstichtag ein Eigenkapital von T€ 170.694 aus. Die Eigenkapitalquote stieg von 15,2% auf 15,8%.

28.02.2023 29.02.2024
T€ % T€ %
Eigenkapital 179.969 15,2 170.694 15,8
lang- und mittelfristiges Fremdkapital 406.775 34,2 370.332 34,2
kurzfristiges Fremdkapital 600.924 50,6 542.240 50,0
Gesamtkapital 1.187.668 100,0 1.083.266 100,0
Veränderung
absolut in %
Eigenkapital -9.275 -5,2
lang- und mittelfristiges Fremdkapital -36.443 -9,0
kurzfristiges Fremdkapital -58.684 -9,8
Gesamtkapital -104.402 -8,8

Das lang- und mittelfristige Fremdkapital hat sich im Wesentlichen aufgrund geänderter Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um T€ 36.443 vermindert.

Der Rückgang des kurzfristigen Fremdkapitals um T€ 58.684 resultiert im Wesentlichen aus der Abnahme der kurzfristigen Verbindlichkeiten aus sonstigen Darlehen gegenüber Unternehmen der Schwarz Produktion sowie der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Der Konzern war im Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, seine finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen.

Plan-Ist-Vergleich

Im Vorjahr wurde von einer deutlichen Steigerung der Umsatzerlöse ausgegangen. Diese konnten um T€ 303.166 auf T€ 1.949.577 gesteigert werden und liegen damit im Plan.

Im Rahmen der Lageberichterstattung 2022 wurde für das Geschäftsjahr 2023 von einem Konzernjahresüberschuss deutlich unter Vorjahresniveau ausgegangen. Das tatsächliche Konzernjahresergebnis von T€ -414 liegt damit im Plan.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die Umsätze sind im Jahresverlauf gegenüber dem Vorjahr um T€ 303.166 auf T€ 1.949.577 gestiegen, im Wesentlichen aufgrund des ganzjährigen Betriebs eines im Vorjahr fertiggestellten Produktionswerks, der erstmaligen ganzjährigen Einbeziehung eines im Vorjahr erworbenen Unternehmens sowie aufgrund von gestiegenen Absatzmengen und inflationsbedingten Preissteigerungen in den Bestandswerken.

Das EBIT liegt im Wesentlichen aufgrund der erstmaligen ganzjährigen Einbeziehung eines im Vorjahr erworbenen Unternehmens sowie des ganzjährigen Betriebs eines im Vorjahr fertiggestellten Produktionswerks mit T€ 37.628 leicht über Vorjahresniveau. Gegenläufig wirkte sich die außerplanmäßige Abschreibung von immateriellem Vermögen auf Unternehmenserwerbe aus. Das Konzernjahresergebnis verminderte sich aufgrund eines um T€ 14.107 rückläufigen Zinsergebnisses sowie gestiegener Ertragssteuern im Vergleich zum Vorjahr von T€ 23.022 auf T€ -414.

Wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren zu Umwelt- und Arbeitnehmerbelangen

"Wir übernehmen in unserem täglichen Handeln ökonomische, soziale und ökologische Verantwortung". Gemäß diesem Grundsatz setzt sich der Konzern kontinuierlich dafür ein, Nachhaltigkeit in den Bereichen Umwelt und Mitarbeiter zu verbessern.

Sortiment

Im Rahmen unserer Sortimentsgestaltung übernehmen wir aktiv Verantwortung für Mensch und Natur. Bei der Herstellung unserer Produkte setzt der Konzern auf Nachhaltigkeit. Dabei achten wir bei der Auswahl unserer Rohstoffe darauf, dass diese ressourcenschonend produziert wurden.

Mitarbeiter

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind einer unserer wichtigsten Erfolgsfaktoren. Daher betreibt der Konzern kontinuierliche Personalentwicklungsmaßnahmen sowie eine vorausschauende Personalpolitik.

Im Geschäftsjahr 2023 waren im Konzern durchschnittlich 2.472 Mitarbeiter beschäftigt.

Chancen- und Risikobericht

Branchenbezogene Chancen und Risiken

Besondere Markt- und Ausfallrisiken können durch geopolitische Spannungen entstehen. Auf den Beschaffungsmärkten besteht das Risiko steigender Preise für produktionsnotwendige Rohstoffe. Markt- und Ausfallrisiken auf der Beschaffungsseite werden laufend beobachtet, mögliche Anpassungsszenarien diskutiert und entsprechende Maßnahmen bei Bedarf umgesetzt. Durch die enge Kundenbindung können Absatzabweichungen umgehend festgestellt und Produktionskapazitäten angepasst werden. Zusätzliche Absatzrisiken könnten sich aus Qualitätsmängeln der Produkte ergeben. Dem begegnen wir durch ein zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem nach International Featured Standards.

Risiken aus gesellschaftlichen oder politischen Veränderungen werden umfänglich beobachtet und bewertet, um ggf. mit entsprechenden Maßnahmen frühzeitig reagieren zu können. Im Fokus stehen mögliche Auswirkungen geopolitischer Spannungen. Tendenzen einer Verschiebung des Verbraucherverhaltens hin zu nachhaltigen Produkten begegnen wir durch Anpassung unserer Produktpalette hin zu Rainforest Alliance- und Fairtrade-zertifizierten Sorten mit ressourcenschonend produziertem Kakao und Kaffee sowie durch die Unterstützung der "Roundtable on Sustainable Palm Oil" Initiative.

Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken

Die Liquidität des Konzerns wird kontinuierlich beobachtet, um Chancen und Risiken daraus frühzeitig zu erkennen. Über den erwirtschafteten Cash-Flow sowie bestehende Kreditlinien wird die Liquiditätsversorgung sichergestellt.

Aufgrund kurzfristiger Zinsbindungen beeinflusst das veränderte Zinsniveau das Ergebnis. Die weitere Zinsentwicklung wird kontinuierlich analysiert.

Wechselkursänderungen wirken sich auf Zahlungsüberschüsse und Ergebnisse nicht aus, da ausschließlich in Euro fakturiert wird.

Personalchancen und -risiken

Bedingt durch die demografische Entwicklung und den immer intensiveren Wettbewerb um Fach- und Führungskräfte, können sich Engpässe bei der Rekrutierung qualifizierter Mitarbeiter ergeben.

Ein attraktives Arbeitsumfeld sowie regelmäßige Weiterbildungen schaffen Entwicklungsmöglichkeiten sowohl für die berufliche als auch die persönliche Entwicklung der Mitarbeiter und tragen somit zu einer langfristigen Bindung an das Unternehmen bei.

Rechtliche und steuerliche Risiken

Rechtliche Risiken resultieren vor allem aus arbeits- und zivilrechtlichen sowie aus kartell- oder patentrechtlichen Verfahren. Für diese Risiken wurden, sofern die Verpflichtungen hinreichend konkretisiert sind, Rückstellungen gebildet.

Steuerliche Risiken werden regelmäßig geprüft und bei hinreichender Konkretisierung durch eine angemessene Risikovorsorge berücksichtigt.

Die Produktionsstandorte des Konzerns werden derzeit teilweise von den Belastungen der KWKG-Umlage sowie der Offshore-Netzumlage nach der besonderen Ausgleichsregelung befreit. Wir haben ein Energiemanagement-System (nach DIN ISO 50001:2018) eingerichtet, um unseren Energiebedarf bestmöglich zu überwachen und zu optimieren.

Informationstechnische Risiken

Die Anforderungen unserer Geschäftsprozesse an die Informationstechnologie steigen kontinuierlich, unter anderem durch zunehmende regulatorische Anforderungen. Hieraus resultieren unterschiedliche Risiken, z.B. hinsichtlich der Verfügbarkeit, Vertraulichkeit und Integrität von Informationen. Modernste Sicherheitstechnologien werden zum Schutz unserer Systeme und Daten eingesetzt. Darüber hinaus wurden Vorkehrungen getroffen, um Ausfallzeiten unserer Systeme auf ein Minimum zu verkürzen.

Beurteilung der Gesamtrisiken

Auf den obersten Verantwortungs- und Entscheidungsinstanzen werden wesentliche Chancen und Risiken diskutiert und grundsätzliche Entscheidungen zur Risikovermeidung bzw. Risikoreduzierung getroffen, die durch die operativen Ebenen umgesetzt und durch die interne Revision überwacht werden.

Aus derzeitiger Sicht ergeben sich keine erkennbaren Risiken, die eine direkte Auswirkung auf den Fortbestand und die Liquidität des Konzerns haben. Grundlegende Änderungen der Risikolage werden derzeit nicht erwartet.

Rechnungslegungsbezogenes internes Kontroll- und Risikomanagementsystem

Das rechnungslegungsbezogene interne Kontroll- und Risikomanagementsystem des Konzerns dient der Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der externen Rechnungslegung, indem mögliche Risiken, die zu einem fehlerhaften Abschluss führen können, erkannt und minimiert werden. Das interne Kontrollsystem unterteilt sich dabei in vorgelagerte Steuerungskontrollen, Kontrollen im Rahmen des Abschlusserstellungsbzw. Konsolidierungsprozesses sowie in unabhängige Kontrollen durch interne bzw. externe Revisoren.

Kontrollen im Rahmen des Steuerungsprozesses

Kern der Kontrollen sind die konzernweit gültigen Bilanzierungsrichtlinien. Diese werden jährlich überarbeitet, mit dem Konzernabschlussprüfer abgestimmt und den Tochterunternehmen vorgestellt. Innerhalb dieser Richtlinien werden konzernweite Mindestvorgaben zur Durchführung von rechnungslegungsbezogenen Kontrollen definiert, die von den jeweiligen Tochterunternehmen zu berücksichtigen sind. Weiterhin wird zur Planung und Steuerung der Abschlusserstellung ein zentraler Terminplan definiert. Dabei werden die Erstellungs- und Prüfungszeiträume mit den Tochterunternehmen und dem Abschlussprüfer im Vorfeld abgestimmt. Die Termineinhaltung wird zentral überwacht, so dass jederzeit eine Statusverfolgung der Abschlusserstellung sichergestellt ist.

Um die Sicherheit der Informationstechnik zu gewährleisten, sind Zugriffsregelungen in den rechnungslegungsbezogenen EDV-Systemen definiert, die zentral verwaltet werden. Durch die zentrale Vergabe von Berechtigungen wird sichergestellt, dass die Nutzer nur auf die Systeminformationen Zugriff haben, die sie zur Erfüllung ihrer Aufgaben benötigen.

Kontrollen im Rahmen des Abschlusserstellungs- und Konsolidierungsprozesses

Die Erstellung der Abschlüsse der einbezogenen Unternehmen erfolgt in SAP ERP-Systemen. Haupt- und Nebenbuchhaltungen, wie zum Beispiel die Anlagen- oder Materialbuchhaltung, sind organisatorisch getrennt. Durch die konsequente Umsetzung von Funktionstrennungen in Verbindung mit definierten Genehmigungsprozessen wird das Vier-Augen-Prinzip bei allen wesentlichen rechnungslegungsrelevanten Prozessen gewährleistet.

Die originäre Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt in einem zentralen SAP-Konsolidierungssystem (SEM-BCS). Die Datenbereitstellung aus den SAP ERP-Systemen erfolgt durch automatisierte Datenflüsse ohne Möglichkeit manueller Eingriffe. Im SAP SEM-BCS werden auf allen Ebenen des Erstellungsprozesses umfangreiche Prüf- und Validierungsroutinen durchgeführt. Darüber hinaus werden die einzelnen Konsolidierungsschritte sowohl systemtechnischen als auch manuellen Kontrollen unterzogen, die in einem SAP basierten Risiko- und Kontrollsystem hinterlegt sind. Diese Kontrollen werden jährlich überarbeitet und stehen dem Abschlussprüfer zur Verfügung. Weiterhin werden Analysen des Konzernabschlusses erstellt und Veränderungen einzelner Posten im Vergleich zum Vorjahr auf Plausibilität geprüft.

Kontrollen durch interne Revision und externe Prüfung

In Abstimmung mit den Vorständen entwickelt die Interne Revision einen jährlichen Prüfungsplan, der rollierend die wesentlichen Führungs- und Geschäftsprozesse beinhaltet. Darin enthalten ist die Prüfung des Abschlusserstellungsprozesses dahingehend, ob die konzernweit vorgegebenen Mindestvorgaben an Kontrollen durchgeführt und die Bilanzierungsrichtlinien angewendet wurden.

Der Konzernabschlussprüfer der Sindra KG prüft die wesentlichen Abschlüsse der einbezogenen Unternehmen daraufhin, ob die anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften eingehalten wurden und bestätigt schriftlich deren vollständige Anwendung. Danach prüft der Konzernabschlussprüfer den Konzernabschluss der Sindra KG und erteilt den Bestätigungsvermerk.

Prognosebericht

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung 2

Für die Wirtschaftsleistung im Euro-Raum wird von einer langsamen Belebung ausgegangen. Im Jahresverlauf wird die konjunkturelle Dynamik allmählich zunehmen. Vor allem der private Konsum wird von wieder steigenden Reallöhnen Impulse erhalten. Anregend sollte sich auch die Auslandsnachfrage im Prognosezeitraum auswirken. Darüber hinaus wird eine Belebung der Investitionen durch sinkende Finanzierungskosten erwartet. Insgesamt wird für das Jahr 2024 im Euro-Raum ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,7% prognostiziert. Die Arbeitslosenquote dürfte konstant bei 6,5% bleiben. Weiterhin dürften die Energiepreise den allgemeinen Preisauftrieb dämpfen, so dass die Inflationsrate weiter zurückgeht. Durchschnittlich wird sie im Laufe des Jahres voraussichtlich bei 2,4% liegen.

Die Aussichten für die deutsche Wirtschaft deuten derzeit auf keine wesentliche Trendwende hin, so dass die Wirtschaftsleistung in 2024 lediglich um 0,1% zunehmen sollte. Das schwache Wachstum wird vor allem durch die privaten Konsumausgaben gestützt, die um 0,9% steigen sollten. Bei den Bauinvestitionen wird hingegen ein Rückgang um 2,2% prognostiziert. Beim Außenbeitrag wird wiederum ein gering positiver Beitrag auf das BIP durch den Rückgang der Exporte um 1,0% und der Importe um 1,2% erwartet. Im Jahr 2024 wird von einer steigenden Arbeitslosenquote infolge der konjunkturellen Schwäche und dem damit verbundenen verlangsamten Beschäftigungsaufbau um 0,1 Prozentpunkte auf 5,8% ausgegangen. Die Verbraucherpreise dürften um 2,3% steigen.

Entwicklung des Konzerns

Die weiterhin vorhandene Unsicherheit hinsichtlich der Entwicklung der Inflation und der Zinsen können Auswirkungen auf die Entwicklung des Konzerns haben. Die Planung für das Geschäftsjahr 2024 unterliegt aus diesen Gründen unvorhersehbaren Faktoren, die die aktuelle Prognose beeinflussen können.

Der Konzern wird auch im neuen Geschäftsjahr weiter in den Ausbau der laufenden Geschäftstätigkeit investieren.

Für das kommende Geschäftsjahr erwartet der Konzern einen leichten Umsatzrückgang sowie ein Konzernjahresergebnis deutlich über dem Vorjahresniveau.

 

Übach-Palenberg, 28. Mai 2024

2 Angaben gem. Gemeinschaftsdiagnose Frühjahr 2024 vom 27. März 2024 der Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose.

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