Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 450728
Eingetragen
24.8.1992
Branche
Herstellung von orthopädischen ErzeugnissenHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenHerstellung von medizinischen und zahnmedizinischen Apparaten und Materialien a. n. g.
Gegenstand
Entwicklung und Produktion von medizinischen Instrumenten und Implantaten für die Knochenchirurgie.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marco Otten
seit 17.12.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
DePuy (Ireland)IRL
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

DePuy (Ireland)
Ireland
103.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Synthes Tuttlingen GmbH

Tuttlingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020

I. Grundlagen des Unternehmens

Die Synthes Tuttlingen GmbH ist ein Unternehmen des Johnson & Johnson-Konzerns. Johnson & Johnson (J&J) ist ein weltweiter Hersteller von Healthcare Produkten. In seinen drei Geschäftsfeldern Consumer Health Care, Pharmaceuticals und Medical Devices (MD) ist J&J mit über 250 Firmen und insgesamt mehr als 132.200 Mitarbeitern in über 60 Ländern vertreten.

Die Synthes Tuttlingen GmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der DePuy Ireland, mit Sitz in Loughbeg, Ringaskiddy County Cork.

Der Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung medizinischer Instrumente für die Osteosynthese sowie für die Kiefer- und Wirbelsäulenchirurgie. Am Standort Tuttlingen wurden bis Oktober 2020 Instrumente für die Bereiche Trauma (Brüche), Spine (Wirbelsäule) und Cranio-Maxillofacial (Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie) produziert. Die Hauptabnehmer waren die verbundenen Unternehmen in den USA und in der Schweiz. Im Geschäftsjahr 2020 wurde das Werk der Synthes Tuttlingen im Rahmen eines Asset Deals am 26. Oktober 2020 durch die Jabil Tuttlingen Manufacturing GmbH, Knittlingen, übernommen. Der Johnson & Johnson Konzern hat der JABIL Circuit Inc. mit Sitz in Florida (USA) weltweit Produktionswerke der Medizintechnik übergeben, um von Jabils Expertise in Produktion und vor allem neuen Technologien wie Robotik, Sensorik und 3-D-Druck zu profitieren. Mit der Übergabe der Produktion an den Lohnfertiger sind alle Mitarbeiter übernommen worden. Das Vorratsvermögen und ein Großteil des Produktionsanlagevermögens einschließlich zugehöriger Software sind dem Auftragsfertiger verkauft worden. Die Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen ist nur eingeschränkt gegeben, da wesentliche Vermögensgegenstände und alle Mitarbeiter übergegangen sind.

Die Gesellschaft verfügt über keine Zweigniederlassungen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Im Jahre 2020 gab es ein Wachstum in der Medizintechnikbranche im Inland (+2,8%). Die Synthes Tuttlingen GmbH belieferte den Medizintechnikmarkt allerdings nicht direkt, sondern erzielte ihre Umsätze ausschließlich mit verbundenen Unternehmen im Ausland, die wiederum den deutschen und die internationalen Märkte bedienen. Durch diese breite Aufstellung im Konzernverbund wirken sich die Entwicklungen einzelner Märkte nicht unmittelbar auf die Produktionsgesellschaft aus.

2. Geschäftsergebnis

Für das Jahr 2020 ergab sich ein Jahresüberschuss von T€ 4.307 (VJ T€ 842). Die darin enthaltenen Zinsaufwendungen betragen T€ 100 (Vj. T€ 71). Die Höhe der Ertragssteuern mit T€ 381 (Vj. T€ 577) haben sich aufgrund von Anpassungen für Vorjahre gegen über dem Vorjahr gemindert.

Finanzkennzahlen 2020 2019
Eigenkapitalrendite in % 9,68% 1,93%
Gesamtkapitalrendite in % 8,79% 1,68%
Umsatzrentabilität in % 13,96% 2,57%
Eigenkapitalquote in % 91,59% 87,51%
EBIT in T€ 4.785 1.480
EBITDA in T€ 5.667 2.445

3. Umsatz und Auftragsentwicklung

Im Geschäftsjahr 2020 hat sich der Umsatz von T€ 32.823 auf T€ 30.856 um 6,0 % verringert. Die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von medizinischen Produkten haben sich um T€ 565 um 1,94% auf 28.587 verringert. Dies resultiert aus der Übergabe der Produktion an Jabil zum

26. Oktober 2020. Die Umsatzerlöse aufgrund von Weiterbelastungen im Konzernverbund sind von T€ 3.671 auf T€ 2.269 verringert.

Der Auftragsbestand beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 0 T€ aufgrund der Übergabe der Produktion an Jabil.

4. Kennzahlen und Unternehmenssteuerung

Die Unternehmenssteuerung erfolgt auf Basis wesentlicher Kennzahlen der Gesellschaft. Die finanziellen Indikatoren sind die Kennzahlen der Intercompany-Umsatzerlöse, die nach den US-Bilanzierungsvorschriften ermittelt werden und das nach US-GAAP definierte MNI (Management Net Income = Jahresüberschuss zuzüglich bzw. abzüglich Zinsen) als Plan-Ist-Vergleich.

Die Abweichung des HGB Ergebnisses vom US-GAAP Ergebnis resultiert im Wesentlichen aus den unterschiedlichen Bilanzierungsvorschriften zu Abschreibung, Vorräte, Pensions- und Rückstellungen für Aktienoptionen sowie temporär unterschiedlich erfassten Korrekturen von insgesamt T€ 57 Minderaufwand nach HGB.

Für das Geschäftsjahr 2020 ist der prognostizierte Umsatzerlösrückgang aufgrund einer rückläufigen Nachfrage und dem Rückgang von verkauften Stückzahlen sowie dem veränderten Geschäftsmodell eingetreten. Das MNI 2020 hat sich gegenüber Plan deutlich verbessert. Die darin enthaltenen US-GAAP Bewertungen aufgrund des veränderten Geschäftsmodells konnten nicht für den HGB Abschluss berücksichtigt werden.

Die Planung und Steuerung des Unternehmens erfolgte nach Geschäftsbereichen durch das jeweilige Management.

5. Produktion

Die Gesellschaft produzierte medizinische Produkte (Instrumente) im Werk Tuttlingen. Der Beschäftigungsgrad und der Auslastungsgrad der Maschinen in dieser Produktionsstätte liegt im Geschäftsjahr 2020 unter dem Niveau vom 2019 aufgrund des veränderten Geschäftsmodells.

6. Investitionen

Aufgrund des veränderten Geschäftsmodells erfolgten in 2020 deutlich weniger Investitionen und Anzahlungen für technische Anlagen und Maschinen.

7. Finanzierung

Die Finanzierung der Gesellschaft ist durch die Einbindung in das Cash-Pool-Management der Johnson & Johnson Gruppe gewährleistet und durch den Konzern gesichert. Die Konzernmutter ist weiterhin mit AAA-Rating eingestuft. Um die Finanzlage zu überwachen, werden im Konzern die Finanzströme über das Global Treasury Center überwacht und verwaltet. Geldanlagen finden weitestgehend hausintern statt.

Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2020 belief sich auf T€ 48.807.

8. Verwendung von Finanzinstrumenten

Die wesentlichen durch die Gesellschaft verwendeten Finanzinstrumente sind Forderungen aus dem konzerninternen Inhouse-Banking sowie vertraglich begründete Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Forderungen als auch Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen resultieren unmittelbar aus der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft.

9. Personalentwicklung

Durch den Übergang der Produktion an Jabil sind auch alle Mitarbeiter übergegangen.

10. Umweltpolitik

Synthes Tuttlingen ist nach DIN EN 13485:2016 sowie DIN EN ISO 14001:2015 sowie nach OHSAS 18001 zertifiziert.

III. Lage des Unternehmens

1. Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist im Jahr 2020 auf T€ 53.290 gestiegen (Vorjahr: T€ 50.850). Dabei sanken vor allen das Anlagevermögen sowie die Vorräte für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für unfertige und fertige Erzeugnisse und Leistungen aufgrund der Übergabe der Produktion an Jabil. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stiegen gegenüber dem Vorjahr insbesondere durch höhere Cashpool-Forderungen. Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital um den Jahresüberschuss aus 2020 in Höhe von T€ 4.307 auf T€ 48.807 (Vorjahr: T€ 44.501). Zudem erhöhten sich die sonstigen Rückstellungen. Dem standen geringere Pensionsrückstellungen um T€ 2.403 auf T€ 88 (Vorjahr: T€ 2.491) gegenüber.

2. Finanzlage

Die Liquidität war jederzeit gewährleistet. Die liquiden Mittel zum Bilanzstichtag belaufen sich auf T€ 100. Darüber hinaus bestehen Forderungen gegen den Konzern (Cash-Pool) in Höhe von T€ 35.017.

3. Ertragslage

Durch die Übergabe der Produktion an Jabil zum 26. Oktober 2020 sanken die Umsatzerlöse im Berichtsjahr um T€ 1.968 auf T€ 30.856. Die Bestandsveränderungen der fertigen und unfertigen Erzeugnisse sanken um T€ 2.278 auf T€ -793. Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse und Bestandsveränderungen) hat sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 4.246 auf T€ 30.062 vermindert. Der Materialaufwand ist um T€ 1.947 auf T€ 10.805 um 15,27% durch den Produktionsrückgang gesunken.

Der Personalaufwand für die zehn Monate Geschäftstätigkeit betrug T€ 11.061 (Vorjahr: T€ 12.968). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich um T€ 2.381 von im Vorjahr T€ 6.180 auf T€ 3.799 durch geringere Beratungskosten für Produktionsverbesserungen sowie geringere Reparaturaufwendungen.

Die Gesellschaft erwirtschaftete in 2020 nach Berücksichtigung von Ertragssteuern von T€ 381 ein positives Ergebnis nach Steuern von T€ 4.307. Dies ist eine Ergebnisverbesserung von insgesamt T€ 3.465. Das Ergebnis soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

IV. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Unsere Gesellschaft ist in das konzernweite Kontroll- und Risikomanagementsystem der DePuySynthes Gruppe einbezogen. Die konzernweit gültigen Grundsätze risikobewussten Handelns stellen sicher, dass Risiken frühzeitig identifiziert und beherrscht werden. Risikomanagement ist ein kontinuierlicher dezentraler Prozess, der zentral überwacht und gesteuert wird.

1. Chancen

Durch die in 2020 erfolgte Übergabe der Produktion an die Jabil Tuttlingen Manufacturing GmbH, Knittlingen, werden die Chancen und Risiken aus innovativen und integrierten Produktlösungen übertragen.

2. Risiken

Wesentliche Bestandsgefährdungen für das Unternehmen in der zukünftigen Entwicklung bestehen nicht. Wir haben keine Einzelrisiken festgestellt, die allein oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand unseres Unternehmens gefährden würden. Aufgrund des Produktionsverkaufs werden in der Zukunft die bisher bestehenden Preisrisiken bzw. Rohstoffrisiken entfallen.

Ein weiteres Risiko besteht im Zusammenhang mit dem im Dezember 2019 erstmals aufgetretenen neuartigen Coronavirus. Die dadurch ausgelöste Infektionskrankheit hat sich schnell zu einer Pandemie entwickelt. Es lassen sich allerdings bis zum Ausstellungszeitpunkt keine Auswirkungen auf das Unternehmen feststellen. Aufgrund des Produktionsverkaufs bestehen zum Jahresende keine Vermögensgegenstände, auf die Auswirkungen möglich wären, wie z.B. Kundenportfolio oder Forderungsbestände.

V. Prognosebericht und Ausblick

Die Gesellschaft hat, wie geplant, im letzten Quartal 2020 den Produktionsbereich an die Jabil Tuttlingen Manufacturing GmbH, Knittlingen, übergeben. Umsatzerlöse aus der Produktion werden zukünftig nicht mehr erzielt. Gleichzeitig werden die operativen Kosten durch den vollständigen Übergang der Mitarbeiter und der Produktionsmaterialen zum größten Teil entfallen.

Für das Geschäftsjahr 2021und 2022 rechnen wir mit der Restabwicklung des Verkaufsgeschäfts an Jabil. Aufgrund der Eigenkapitalstruktur der Gesellschaft werden eventuelle Verluste aufgefangen. Die Liquidität der Gesellschaft ist durch die Konzernfinanzierung sichergestellt.

Der Geschäftsbetrieb der Gesellschaft ist mit dem Verkauf an Jabil eingestellt und derzeit ist bis auf weiteres eine Schließung nicht geplant. Für das Geschäftsjahr 2021 rechnen wir aufgrund nachlaufender Erträge aus der Verkaufsabrechnung und den Verkauf einzelner Vermögensgegenstände mit einem leichten Gewinn.

 

Tuttlingen, 15. Oktober 2021

Synthes Tuttlingen GmbH

Marco Otten, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2020

Aktiva

31.12.2020
31.12.2019
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 112.424,00 154.504,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 36.761,00
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 5.480.457,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 1.507.353,50
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 25.251,00 213.148,26
25.251,00 7.237.720,26
137.675,00 7.392.224,26
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 0,00 548.013,25
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 0,00 7.698.518,36
3. fertige Erzeugnisse und Waren 0,00 317.374,93
0,00 8.563.906,54
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 33.488,45 73.576,40
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 52.662.881,46 33.996.995,09
3. sonstige Vermögensgegenstände 336.013,70 683.904,94
53.032.383,61 34.754.476,43
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 99.934,92 100.908,95
53.132.318,53 43.419.291,92
C. Rechnungsabgrenzungsposten 20.353,89 38.473,48
53.290.347,42 50.849.989,66

Passiva

31.12.2020
31.12.2019
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 103.000,00 103.000,00
II. Gewinnvortrag 44.397.642,10 43.555.630,51
III. Jahresüberschuss 4.306.645,26 842.011,59
48.807.287,36 44.500.642,10
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 88.250,00 2.491.154,00
2. Steuerrückstellungen 258.447,66 715.453,30
3. sonstige Rückstellungen 3.664.458,17 2.318.726,18
4.011.155,83 5.525.333,48
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.921,59 181.023,75
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 143.770,72 185.101,93
3. sonstige Verbindlichkeiten 316.211,92 457.888,40
471.904,23 824.014,08
53.290.347,42 50.849.989,66

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

2020
2019
1. Umsatzerlöse 30.855.740,11 32.823.316,29
2. Verminderung/ Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -793.475,51 1.484.787,79
30.062.264,60 34.308.104,08
3. sonstige betriebliche Erträge 1.270.510,74 38.102,90
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -9.838.674,63 -11.419.732,10
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -966.579,64 -1.332.452,94
-10.805.254,27 -12.752.185,04
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -8.504.369,08 -10.309.904,25
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.556.836,33 -2.658.491,43
-11.061.205,41 -12.968.395,68
6. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -882.732,48 -965.584,65
7. sonstige betriebliche Aufwendungen -3.798.914,16 -6.180.190,60
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.690,00 9.981,00
9. sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen -99.546,00 -70.714,00
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag -381.167,76 -576.890,42
11. Ergebnis nach Steuern 4.306.645,26 842.227,59
12. sonstige Steuern 0,00 -216,00
13. Jahresüberschuss 4.306.645,26 842.011,59

Anhang für das Geschäftsjahr 2020

A. Grundsätze der Rechnungslegung

1. Allgemeine Angaben

Die Synthes Tuttlingen GmbH hat ihren Sitz in Tuttlingen und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart (HR B Reg.Nr. 450728).

Die Synthes Tuttlingen ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 wurde nach den handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gliederungen sind gegenüber dem Vorjahr verändert.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

2. Übernahme des Produktionsstandortes Tuttlingen

Der Johnson & Johnson Konzern hat der JABIL Circuit Inc. mit Sitz in Florida (USA) weltweit Produktionswerke der Medizintechnik übergeben, um von Jabils Expertise in Produktion und vor allem neuen Technologien wie Robotik, Sensorik und 3-D-Druck zu profitieren. Das Werk der Synthes Tuttlingen wurde im Rahmen eines Asset Deals am 26. Oktober 2020 durch die Jabil Tuttlingen Manufacturing GmbH übernommen. Mit der Übergabe der Produktion an den Lohnfertiger sind alle Mitarbeiter übernommen worden. Das Vorratsvermögen in Höhe von

T€ 6.604 und ein Großteil des Produktionsanlagevermögens einschließlich zugehöriger Software in Höhe von T€ 4.946 sind dem Auftragsfertiger verkauft worden. Seit dem 26. Oktober 2020 erzielt die Gesellschaft mit Übergabe der Produktion keine Umsatzerlöse mehr und hat auch keine Material- und Personalaufwendungen mehr. Der Verkaufserlös von Jabil betrug T€ 12.306. Weiterhin wurden technische Anlagen an die Synthes Medical Immobilien GmbH i. H. v. T€ 2.001 zu einem Verkaufserlös von T€ 2.216 verkauft. Die Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen ist nur eingeschränkt gegeben, da wesentliche Vermögensgegenstände und alle Mitarbeiter übergegangen sind.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung der einzelnen Vermögens- und Schuldposten erfolgte entsprechend den handelsrechtlichen Vorschriften. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Im Einzelnen wurden die nachfolgend aufgeführten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (3 Jahre, lineare Methode) vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer (3 bis 10 Jahre) abgeschrieben. Die Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 250,00 € werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von 250,01 € bis 1.000,00 € werden grundsätzlich ab dem Jahr der Anschaffung über 5 Jahre abgeschrieben (Pool-Abschreibung). Die geleisteten Anzahlungen sind zum Nennbetrag angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Die flüssigen Mittel sowie Rechnungsabgrenzungsposten sind mit dem Nennbetrag angesetzt.

Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag eingestellt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das Eigenkapital wird mit dem Nennwert ausgewiesen.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Methode) ermittelt. Dabei werden zukünftig erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt, sowie eine Fluktuation nach Standardwerten unterstellt. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Auf- bzw. Abzinsung der Pensionsverpflichtungen basiert auf dem von der Deutschen Bundesbank zum 31. Dezember 2020 ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren.

Die Bewertung der Pensionsrückstellung basiert auf folgenden Rechnungsgrundlagen:

Versicherungsmathematische Annahmen 31.12.2020 31.12.2019
Abzinsungszinssatz 2,30 % 2,71 %
Künftige Lohn- und Gehaltssteigerungen 2,75 % 2,75 %
Künftige Rentensteigerungen 1,00 % 1,00 %

Die Fluktuation wurde gemäß einer branchenspezifischen Fluktuationstabelle zugrunde gelegt. Die Fluktuationsquoten bewegen sich, in Abhängigkeit vom Alter, zwischen 0% und 8%. Zum 31.Dezember 2020 verbleiben nur noch die Rückstellung für Zusagen an Rentner.

Die Steuerrückstellungen werden unter Berücksichtigung der Vorauszahlungen in Höhe der erwarteten Nachzahlungen gebildet.

Bei der Bildung der sonstigen Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bemessen. Bei der Rückstellungsbewertung sind zukünftige Kosten- und Preissteigerungen einbezogen worden und Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr entsprechend der Rückstellungsabzinsungsverordnung mit den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssätzen abgezinst worden (§ 253 Abs. 2 HGB).

Vom Johnson & Johnson Konzern werden aktienbasierte Vergütungszusagen in Form von Stock Options und Restricted Stock Units gewährt. Die Rückstellung für Ausgleichsverpflichtungen der aktienbasierten Vergütungszusagen wurde mit dem inneren Wert der Zusagen unter Zugrundelegung des Stichtagsbörsenkurses der Johnson & Johnson Aktie ($ 157,38 Aktie) und einer Ausübungswahrscheinlichkeit von 89,0 % für das aktuelle und 94,5 % für das Vorjahr verwendet. Für sämtliche ältere Geschäftsjahre der Restricted Stock Units wurde eine Ausübungswahrscheinlichkeit von 100 % angenommen.

Der innere Wert einer Stock Option für die jeweils in dem Jahr begebene Menge beläuft sich auf:

$
8. Februar 2016 55,51 45,24
13. Februar 2017 41,71 33,99
12. Februar 2018 27,87 22,71
11. Februar 2019 25,44 20,73
10. Februar 2020 5,97 4,87

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag unter Beachtung des Imparitäts- und Realisationsprinzip bewertet. Bei einer Laufzeit von einem Jahr oder weniger werden auch unrealisierte Kursgewinne vereinnahmt. Die aus der Umrechnung zum Abschlussstichtag angefallenen unrealisierten Kursgewinne und -verluste wurden neben den im Geschäftsjahr realisierten Kursgewinnen und -verlusten gesondert unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

B. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und
Verlustrechnung

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen ergeben sich im Wesentlichen aus Cash Pool Forderungen i. H. v. T€ 35.017 (VJ T€ 24.128) gegenüber der Johnson & Johnson Holding GmbH, Norderstedt. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 17.646 (VJ T€ 9.869) betreffen den laufenden Liefer- und Leistungsverkehr.

Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

3. Gezeichnetes Kapital

Als gezeichnetes Kapital wird das Stammkapital gemäß § 272 Abs. 1 S. 1 HGB i. V. m. § 5 GmbHG ausgewiesen. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt T€ 103.

4. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Bei der Ermittlung der Pensionsrückstellungen wurde entsprechend der gesetzlichen Neuregelung der durchschnittliche Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren zu Grunde gelegt. Bei Anwendung des Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatzes hätte sich ein Zinssatz von 1,60 % ergeben. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt T€ 12. Der Unterschiedsbetrag zum 31. Dezember 2020 unterliegt einer Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB sofern keine sonstigen freien Rücklagen zur Verfügung stehen.

5. Sonstige Rückstellungen

Wesentliche Einzelposten unter den sonstigen Rückstellungen beinhalten Rückstellungen für Verpflichtungen aufgrund von Aktienoptionsprogrammen (T€ 110) und ausstehende Rechnungen (T€ 3.551).

6. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitsspiegel im Einzelnen dargestellt.

Gesamt Restlaufzeit Gesamt
31.12.2020
T€
bis 1 Jahr
T€
> 1 Jahr
T€
>5 Jahre
T€
31.12.2019
T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12 12 0 0 181
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 144 144 0 0 185
Sonstige Verbindlichkeiten 316 316 0 0 458
- davon aus Steuern 316 316 0 0 3880
472 472 0 0 824

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus dem laufenden Geschäft. Die Verbindlichkeiten sind nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert.

7. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse bis zur Übergabe an Jabil zum 26.10.2020 wurden im Kerngeschäft generiert (T€ 28.587, VJ T€ 29.152) und durch konzerninterne Dienstleistungen (T€ 2.269;

VJ T€ 3.671). Die Umsatzerlöse wurden überwiegend im Ausland erzielt.

8. Sonstigebetriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Erträge aus dem Verkauf des Werkes Synthes Tuttlingen an Jabil (T€ 755) und Erträge aus dem Anlagevermögentransfer an die Synthes Medical Immobilien GmbH (T€ 216) enthalten. Die Erträge aus Währungsumrechnung betragen T€ 1 (VJ T€ 1).

9. Personalaufwand

Die Personalaufwendungen beinhalten Aufwendungen für Altersversorgung von T€ 965 (VJ T€ 576).

10. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Auf die sonstigen betrieblichen Aufwendungen entfallen periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 6 (VJ T€ 2). Die Aufwendungen aus Währungsumrechnung betragen T€ 2 (VJ T€ 4).

11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsaufwendungen beinhalten in Höhe von T€ 61 (VJ T€ 65) Zinsen aus der Aufzinsung von Rückstellungen für Pensionen und Jubiläum sowie Zinsen für Steuernachzahlungen in Höhe von T€ 39 (VJ T€ 6).

12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Als Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden die Körperschaft- und Gewerbeertragsteuer ausgewiesen. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für das laufende Geschäftsjahr belasten in Höhe von T€ 794 das Ergebnis nach Steuern. In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Erträge für Vorjahre in Höhe von T€ 413 enthalten.

C. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3 HGB.

2. Derivative Finanzinstrumente

Grundsätzlich werden zur Absicherung des Risikos für USD - Kursschwankungen im Zusammenhang mit den Group Service Costs Devisentermingeschäfte im Konzernverbund (Hedging) abgeschlossen. Zum Jahresende waren keine Devisentermingeschäfte mehr ausstehend.

3. Beschäftigte

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr durchschnittlich 161 Mitarbeiter beschäftigt, davon waren 45 angestellte und 116 gewerbliche Mitarbeiter. Die Zahl der Mitarbeiter bis zum Übergang an Jabil zum 25.10.2020 ohne Auszubildende beträgt 187 Arbeitnehmer, davon waren 51 angestellte und 136 gewerbliche Mitarbeiter.

4. Marktunübliche Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen

Es bestehen keine marktunüblichen Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen.

5. Geschäftsführung

Der Geschäftsführung gehörten 2020 an:

 

Ulrich Jäggle, Managing Director, Spaichingen bis 12.10.2020

 

Marco Otten, Managing Director, Alveslohe ab 08.10.2020

Den Geschäftsführern wurden keine Vorschüsse oder Kredite eingeräumt. Auch Haftungsverhältnisse zugunsten dieser Personengruppe wurden nicht eingegangen. Da die Gesellschaft nur einen Geschäftsführer hat, unterbleibt unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB die Angabe der Geschäftsführerbezüge.

6. Vorschlag für die Verwendung des Jahresergebnisses

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von T€ 4.307 auf neue Rechnung vorzutragen.

7. Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft ist ein Konzernunternehmen der DePuy, Ireland, die sämtliche Geschäftsanteile hält (kleinster Konsolidierungskreis). Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird zusammen mit der Johnson & Johnson Holding GmbH in den nach US-Grundsätzen aufgestellten internationalen Konzernabschluss 2020 der Johnson & Johnson, New Brunswick/ New Jersey/ USA, (größter Konsolidierungskreis) einbezogen und ist unter http://www.investor.jnj.com/sec.cfm veröffentlicht.

 

Tuttlingen, 15. Oktober 2021

Synthes Tuttlingen GmbH

Marco Otten, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2020

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2020
Zugänge
Abgänge
Umgliederung
31.12.2020
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 510.683,65 0,00 348.366,80 0,00 162.316,85
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 38.448,40 0,00 38.448,40 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 15.257.045,61 0,00 14.764.303,45 -492.742,16 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.484.413,28 0,00 3.819.077,08 1.334.663,80 0,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 213.148,26 699.536,36 45.260,14 -841.921,64 25.502,84
17.993.055,55 699.536,36 18.667.089,07 0,00 25.502,84
18.503.739,20 699.536,36 19.015.455,87 0,00 187.819,69
Abschreibungen
01.01.2020
Zugänge
Abgänge
31.12.2020
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 356.179,65 34.612,00 340.898,80 49.892,85
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.687,40 1.685,00 3.372,40 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.776.588,11 652.746,70 10.429.334,81 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 977.059,78 193.436,94 1.170.496,72 0,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 251,84 0,00 251,84
10.755.335,29 848.120,48 11.603.203,93 251,84
11.111.514,94 882.732,48 11.944.102,73 50.144,69
Restbuchwerte
31.12.2020
31.12.2019
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 112.424,00 154.504,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 36.761,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 5.480.457,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 1.507.353,50
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 25.251,00 213.148,26
25.251,00 7.237.720,26
137.675,00 7.392.224,26

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Synthes Tuttlingen GmbH, Tuttlingen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Synthes Tuttlingen GmbH, Tuttlingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Synthes Tuttlingen GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 23. November 2021

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Alexander Fernis, Wirtschaftsprüfer

ppa. Katharina Kaufmann, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss zum 31.12.2020 wurde am 25.11.2021 festgestellt.

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