Erbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
boxXpress.de GmbH
Harburger Schloßstraße 26, 21079 Hamburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Tim Krasowka seit 23.1.2026 | Geschäftsführer |
Stephanie Schwede-Kollow seit 25.7.2024 | Prokura |
Oliver Grünwald seit 29.9.2017 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (3)
| Name | Anteil |
|---|---|
Hupac SA | 47.00% |
EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG | 38.00% |
| 15.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
boxXpress.de GmbHHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der boxXpress.de GmbH, Hamburg1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen 1.1 boxXpress.de GmbH Die boxXpress.de GmbH (im Folgenden boxXpress) ist ein privates Eisenbahnverkehrsunternehmen, das auf den Transport von Überseecontainern zwischen den europäischen Seehäfen und dem Hinterland spezialisiert ist. Unternehmensstandort und Leitzentrale ist Hamburg. boxXpress betreibt erfolgreich ein Netzwerk von Ganzzügen und bietet den Kunden maßgeschneiderte Transportlösungen über seine Geschäftspartner ERS Railways GmbH, Eurogate Intermodal GmbH und TX Logistik AG an. Des Weiteren werden für einzelne Partner noch separate, sogenannte Dedicated-Verkehre, gefahren. 1.2 Geschäftliches Umfeld Der Welthandel hat sich im Kalenderjahr 2023 nach einem Rückgang im ersten Halbjahr stabilisiert und im weiteren Jahresverlauf wieder leicht positiv entwickelt. Der Containerumschlag-Index des RWI-Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und des Instituts für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) schloss saisonbereinigt im Jahresdurchschnitt dennoch mit einem Rückgang um 0,7% im Vergleich zum Vorjahresdurchschnitt. Der Nordrange-Index dagegen, der Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung im nördlichen Euroraum und in Deutschland gibt, sank im Jahresmittel deutlich um saisonbereinigt 7,9%. Die Umschlagsmengen in den Seehäfen der Nordrange wurden durch die geopolitischen und wirtschaftlichen Krisen sowie die rückläufige Entwicklung der nationalen Märkte beeinträchtigt. Hamburger Hafen - Der Containerumschlag im Hamburger Hafen verzeichnete im Jahr 2023 erneut einen deutlichen Rückgang um 7,2% gegenüber dem Vorjahresniveau auf insgesamt 7,7 Millionen TEU, wobei sich im zweiten Halbjahr eine leichte Erholung abzeichnete. Der fortgesetzte Trend zu mehr Großcontainerschiffen verstärkte dabei die Notwendigkeit, die Hafeninfrastruktur auszubauen, um sich im Wettbewerb mit den anderen Häfen der Nordrange zu behaupten. Das Containeraufkommen auf der Schiene im Hamburger Seehafen-Hinterlandverkehr sank 2023 in gleicher Größenordnung wie der Gesamtumschlag auf 2,5 Millionen TEU. Im Modal Split des Hamburger Hafens sank der Anteil der Eisenbahn damit bei den Containertransporten um 0,8 Prozentpunkte auf nun 49,7%, liegt aber weiterhin vor den Straßentransporte mit 47,9%. Auf Binnenschiffstransporte entfielen 2,4% der Mengen. Bremische Häfen - Der Containerumschlag der bremischen Häfen musste im Jahr 2023 bei einer Gesamtleistung von ca. 4,2 Millionen TEU einen überdurchschnittlichen Rückgang um 8,6% verzeichnen. Im Rahmen des Hafenentwicklungskonzepts 2035 stehen für die Bremischen Häfen neben der Außenweservertiefung u.a. die folgenden Entwicklungsprojekte im Fokus: die Steigerung der Effizienz durch Digitalisierung, die Umsetzung des Nachhaltigkeitsziels, ab 2035 klimaneutral im Überseehafen zu arbeiten und der Ausbau des Energyports als Plattform für den geplanten Ausbau der Offshore-Windparks in der Nordsee. Jade-Weser-Port - Der Containerumschlag im Wilhelmshavener Tiefwasserhafen verzeichnete nach der deutlichen Steigerung des Vorjahrs im Jahr 2023 wieder einen signifikanten Mengenrückgang um 22% auf 0,5 Millionen TEU und entwickelte sich damit schwächer als die anderen Häfen der Nordrange. Trotz der verbesserten bahnseitigen Hinterlandanbindung des Hafens konnten die Entwicklungsziele des Hafenstandortes Wilhelmshaven damit noch nicht umgesetzt werden. Rotterdamer Hafen - Der Containerumschlag im Rotterdamer Hafen verzeichnete in 2023 einen deutlichen Rückgang um 7,0% gegenüber dem Vorjahresniveau auf insgesamt 13,5 Millionen TEU. Insgesamt war die Volumenentwicklung dabei wie in den deutschen Seehäfen prägt von den geopolitischen Krisen sowie geringem Wirtschaftswachstum in Folge höherer Zinsen und einem stockenden Welthandel. Für den Rotterdamer Hafen wurden 2023 wichtige Investitionsentscheidungen, u.a. zu einer Erweiterung der Containerterminals, getroffen. Schienengüterverkehr -Von der Bundesregierung wurde das politische Ziel gesetzt, bis 2030 ein Viertel des Gütertransports auf der Schiene abzuwickeln. Unterstützt werden soll dieses durch Maßnahmen des "Masterplans Schienengüterverkehr" des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) mit einem Fokus auf die Bereiche Automatisierung und Digitalisierung. Im Jahr 2022 wurden 19,8% des Güterverkehrs mit der Bahn abgewickelt. Zur Erreichung des Wachstumszieles ist vor allem ein schnellerer Ausbau der Infrastruktur notwendig. Der Wegfall von Mitteln aus dem Klima- und Transformationsfonds (KTF) verschärft zudem die Wettbewerbsposition der Bahnen in Folge steigender Netzentgelte für den Bahnstrom und Reduzierung der Trassenpreisförderung. Neben diesen politischen Rahmenbedingungen entwickelt sich auch der zunehmende Fachkräftemangel zu einem Hemmschuh für das angestrebte Wachstum des Schienengüterverkehrs. 1.3 Geschäftsentwicklung boxXpress Die Geschäftsentwicklung im Jahr 2023 war geprägt durch die starken Volumenrückgänge im Containerumschlag der Häfen der Nordrange sowie erheblichen inflationsbedingten Kostensteigerungen. Zudem beeinträchtigten Streiks mehrfach die logistischen Abläufe in den Häfen und im Bahnbetrieb und führten zu signifikanten Mehrkosten. Diese externen Einflüsse beeinflussten auch die Produktion und Qualität der boxXpress-Verkehre und resultierten insbesondere in einer hohen Zahl von Zugstornierungen. So konnten die im Vorjahr getroffenen Prognosen im Hinblick auf die Gesamtleistung nur teilweise erreicht werden und die Wachstumserwartungen für 2023 nicht realisiert werden. Durch einen Ausbau der Dedicated-Verkehre und Sonderzüge konnten die leichten Rückgänge im Netzwerk-Geschäft ausgeglichen werden, so dass die Gesamtleistung gegenüber dem Vorjahr 2022 annähernd konstant geblieben ist. In der Umsatzentwicklung wurde den krisen- und inflationsbedingten Kostensteigerungen in Form von Preiserhöhungen Rechnung getragen. Die im Vorjahr getroffene Prognose für das Jahresergebnis 2023 konnte nicht ganz erreicht werden, das Geschäftsjahr 2023 weist dennoch einen positiven Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 352 aus. Insbesondere der Anstieg der Energie- und Infrastrukturkosten sowie allgemeine Inflationseffekte führten im Jahr 2023 erneut zu einer deutlichen Steigerung der Stückkosten und wirkten sich nachteilig auf die Wettbewerbsfähigkeit des Schienengüterverkehrs aus. Der in den Vorjahren eingeschlagene Weg, Triebfahrzeugführerleistungen verstärkt durch eigenes Personal zu erbringen, hatte weiterhin positive Effekte auf die Verfügbarkeit und Optimierung des operativen Betriebs. Die Gesellschaft hat im Jahr 2023 zudem mit dem Aufbau eigenen Personals zu Durchführung von Wagenmeistertätigkeiten und Rangierleistungen in den süddeutschen Terminals begonnen, um auch in diesem Bereich die Verfügbarkeit und Flexibilität für einen optimierten Betriebsablauf sicherzustellen. Die Transportkapazität im Netzwerk ging gegenüber dem Vorjahr um 1,8% auf 661.233 TEU zurück. Auch in der Kapazitätsauslastung des Netzwerks war im Jahr 2023 durch die negativen operativen Einflüsse ein leichter Rückgang zu verzeichnen.
Im Dedicated-Segment konnte die Transportkapazität durch neue Verkehre um 5,0% auf 196.401 TEU gesteigert werden. Der Anteil der Dedicated-Kapazitäten am Gesamtvolumen ist damit auf 22,7% gestiegen. Die transportierte Gesamtmenge im abgelaufenen Kalenderjahr beläuft sich auf 865.362 TEU, was einem Rückgang um 1.000 TEU bzw. 0,1% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Unternehmensentwicklung und Produktqualität wurden zeitnah und transparent den Gesellschaftern und dem Beirat der Gesellschaft berichtet. Anhand finanzieller und operativer Leistungsindikatoren wurde die Geschäftsentwicklung analysiert und gesteuert. Hierzu zählen die oben genannte Transportkapazität in TEU und die Anzahl der durchgeführten Rundläufe, die im Jahr 2023 mit 3.322 Rundläufen im Netzwerk um 3,1% unter dem Vorjahreswert (3.427 Rundläufe) lag. Des Weiteren werden die Mitarbeiter regelmäßig über Entwicklungen und wichtige Ereignisse informiert. 1.4 Lieferantenentwicklung Die Leistungen im operativen Bereich wurden 2023, wie in den Vorjahren, durch die Zusammenarbeit mit einer großen Zahl von Dienstleistern erzielt. Marktentwicklungen und geänderten Anforderungen wurden dabei durch die Ergänzung zusätzlicher Dienstleister Rechnung getragen. Die stabile und für beide Seiten verlässliche Zusammenarbeit ist weiterhin ein zentrales Unternehmensziel, wesentliche Änderungen der genutzten Dienstleister bzw. Lieferanten sind im Jahr 2024 nicht zu erwarten und spiegeln das Interesse wider, ein verlässlicher und leistungsorientierter Geschäftspartner zu sein. 1.5 Investitionen und IT-Bereich Im Jahr 2023 wurden Investitionen vor allem im Bereich der IT-Hard- und Software getätigt. Der Schwerpunkt lag dabei auf dem Ausbau und der Weiterentwicklung des ERP- Systems für den operativen Zugbetrieb und der Entwicklung einer App für die Mobilgeräte der Triebfahrzeugführer. Für 2024 ist in diesem Zusammenhang die Entwicklung weiterer Module zur Integration der operativen und administrativen Prozesse und Ablösung bisher genutzter IT-Systeme geplant. Weitere Investitionen betrafen im Jahr 2023 die Erneuerung der Firmen-Website und der IT-Hardware-Infrastruktur der Büro- und Homeoffice-Arbeitsplätze sowie Mobilgeräte. Außerdem wurde in Werkzeuge und Ausstattungen für die Wagenmeister investiert. 2. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 2.1 Ertragslage Nachstehende Übersicht zeigt die Ertragslage der boxXpress.de GmbH:
Der Gesamtumsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr beträgt TEUR 128.676, was einem Zuwachs um 3,6% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Anstieg ist in erster Linie auf Preisanpassungen zur Kompensation der krisen- und inflationsbedingt gestiegenen Produktionspreise zurückzuführen. Der Anstieg des Materialaufwands auf TEUR 108.744 (Vorjahr: TEUR 106.809) ist im Wesentlichen auf höhere Energie- und Infrastrukturkosten zurückzuführen. Der Personalaufwand stieg auf TEUR 10.771 (Vorjahr: TEUR 8.884), was in erster Linie durch den Aufbau eines eigenen Bereiches für Wagenmeister- und Rangierleistungen begründet ist. Der sonstige Betriebsaufwand in Höhe von TEUR 5.764 (Vorjahr: TEUR 4.723) enthielt Kostensteigerungen aufgrund der Übernahme eigener Wagenmeister- und Rangierleistungen, z.B. im Bereich der Fahrzeug- und Reisekosten, sowie allgemein inflationsbedingte Kostensteigerungen. Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen TEUR 1.402 (Vorjahr: TEUR 1.712) und enthielten rückwirkende Förderung in Form periodenfremder Erträge aus der österreichischen Trassenpreisförderung für 2022. Außerdem sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 766 enthalten (Vorjahr: TEUR 754). Das Betriebsergebnis in Höhe von TEUR 2.149 liegt um TEUR 815 unter dem des Vorjahrs, was in erster Linie auf infrastrukturbedingte Mehrkosten zurückzuführen ist. Nach Steuern und Zinsen verbleibt ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 352. 2.2 Finanzlage Das Unternehmen finanziert sich im Wesentlichen aus für die Gesellschafter erbrachten Transportleistungen. Die Zahlungstermine an boxXpress.de sind auf die Fälligkeitstermine der zu zahlenden Verbindlichkeiten abgestimmt.
Im Jahr 2023 erzielte die Gesellschaft einen Cashflow aus dem laufenden Geschäftsbetrieb von TEUR 7.437. Dies ist in erster Linie auf die Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die Zunahme der Rückstellungen zurückzuführen. Die Investitionen in eigene Lokomotiven wurden unverändert über langfristige Mietkaufverträge finanziert. Die Finanzmittel sind nach Berücksichtigung der Investitionen um insgesamt TEUR 4.413 gegenüber dem Vorjahr gestiegen und belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 6.505. Für von boxXpress.de geleistete Bankbürgschaften bestehen entsprechende Garantien durch die Gesellschafter. Eventuelle Anpassungen bei Bürgschaften oder an den Liquiditätsbedarf werden mit den Gesellschaftern einvernehmlich und kurzfristig abgestimmt. 2.3 Vermögenslage Nachstehende Übersicht zeigt die Vermögenslage der boxXpress.de GmbH:
Das Sachanlagevermögen ist im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 2.494 auf TEUR 45.094 gesunken, was im Wesentlichen auf die Abschreibung der Lokomotiven zurückzuführen ist. Die Investitionstätigkeit bezog sich in erster Linie auf die IT-Umgebung und Werkzeuge und Messmittel. Insgesamt beläuft sich das langfristig gebundene Vermögen zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 45.430. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 6.627 liegen um TEUR 1.680 unter dem Vorjahresniveau und enthalten Forderungen gegen Gesellschafter. Der Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist auf den Rückgang der Forderungen gegen einen Gesellschafter zurückzuführen. Die sonstigen Vermögensgegenstände belaufen sich zum Abschlussstichtag auf TEUR 3.152. Hierin sind im Folgejahr abziehbare Vorsteuern in Höhe von TEUR 465 sowie Forderungen gegen Dienstleister, Steuerrückzahlungsforderungen und debitorische Kreditoren enthalten. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist in erster Linie auf die Regulierung eines Schadenfalls zurückzuführen. Der zum 31. Dezember 2022 bestehende Verlustvortrag in Höhe von TEUR 154 wurde ausgeglichen und der verbleibende Jahresüberschuss 2022 in Höhe von TEUR 673 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Die sonstigen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und Personalkosten betragen zum Jahreswechsel TEUR 5.073. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist auf verzögerte Abrechnungen einzelner Dienstleister und Preissteigerungen zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Jahresende insgesamt TEUR 49.857, wobei die langfristigen Verbindlichkeiten um TEUR 2.871 auf TEUR 42.662 gesunken sind. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind keine kreditorischen Debitoren enthalten. Die passiven latenten Steuern von TEUR 1.387 resultieren aus der unterschiedlichen Abschreibungsdauer nach HGB und Steuerrecht. Alle wesentlichen Produktionsmittel des Unternehmens werden unverändert über langfristige Miet- und Leasingverträge bereitgestellt, die für geleaste Lokomotiven und Wagen eine gestaffelte Laufzeit zwischen 1 und 7 Jahren haben. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1 Ausblick 2024 Die für das Geschäftsjahr 2023 erwartete Stabilisierung der Rahmenbedingen aufgrund der beendeten Corona-Pandemie und daraus resultierender Lieferkettenprobleme ist nicht wie erhofft eingetreten, vielmehr haben sich die damit einhergehenden Probleme teilweise eher verschärft und werden ins Jahr 2024 hineingetragen. Neben allgemeinen Mengenreduzierungen im maritimen Markt aufgrund der allgemeinen wirtschaftlichen Unsicherheit ist speziell in Deutschland mit teilweise nicht unerheblichen Kostensteigerungen im Jahr 2024 und den Folgejahren bereits heute zu rechnen, die die Wettbewerbsfähigkeit des Kombinierten Verkehrs gegenüber dem LKW maßgeblich beeinflussen werden. In diesem Zusammenhang ist insbesondere eine Steigerung der Personalkosten aufgrund der allgemeinen Arbeitsmarktsituation zu nennen sowie eine mögliche Reduzierung von wöchentlichen Arbeitszeiten des Betriebspersonals, untermauert durch externe Streiks. Weitere Einflussfaktoren auf die erwartete Kostenentwicklung sind die schwankenden Energiepreise sowie Erhöhungen der Trassenpreise und die gelieferte Qualität der Infrastrukturbetreiber, maßgeblich der DB InfraGo. Des Weiteren hat die teilweise schlechte Leistungsqualität der Seehafenterminals Einfluss auf die betrieblichen Prozesse und Kosten. Reduzierte Volumen mit Imbalance-Effekten und Auslastungsrisiken erschweren zudem die betriebliche Planung, ebenso wie unzuverlässigen Kunden- und Reederprognosen in Bezug auf Transportströme und Mengen. Reduzierte Volumen erfordern gegebenenfalls Produktangleichungen sowie Kapazitätsreduzierungen. Für die boxXpress.de GmbH liegt im Jahr 2024 ein Schwerpunkt auf der Entwicklung und Implementierung des ladungsbezogenen Teiles des neuen IT-Systems mit der Zielsetzung, bis 2025 die bestehenden Altsysteme zu ersetzten. Ein weiterer Fokus liegt auf der Implementierung eines Trainingsdepartment zur Weiterbildung, Verbesserung der begleitenden Tools sowie Unterstützung der Mitarbeiter. Dies geht einher mit verstärkten externen Auftritten des Personalbereiches auf Messen und Veranstaltungen zur Werbung neuer Mitarbeiter. Für 2024 erwartet die Gesellschaft rund 3.854 Rundläufe im Netzwerk sowie ein Jahresergebnis von rund TEUR 460. 3.2 Chancen und Risiken 2024 Für die Produktion der boxXpress.de GmbH ist die verlässliche Zusammenarbeit mit einer großen Zahl von Dienstleistern unverändert wichtig. Die Qualität, Preise und Verfügbarkeit von Dienstleistern verschlechtern sich kontinuierlich und werden in einigen Bereichen die Generierung neuer Dienstleister oder die Erweiterung des eigenen Leistungsspektrums erfordern. Maßgeblich ist die Personal- und Equipmentverfügbarkeit zu nennen. Aufgrund der wettbewerbsübergreifenden Mengenreduzierungen hat sich die Verfügbarkeit von Wagen erheblich verbessert. Im Lokomotivenbereich dagegen ist immer noch mit einer Knappheit zu rechnen, begründet durch den stark wachsenden Personenverkehr sowie kaum vorhandener Neubau-Produktion von Rangierlokomotiven mit Dieselantrieb. Die Entwicklung von zuverlässigen Hybrid-Lokomotiven oder batteriegetriebenen Lokomotiven ist bisher hinter den Markterwartungen zurückgeblieben. Größtes Produktionsrisiko wird im Jahr 2024 und den kommenden Jahren der Zustand der Gleisinfrastruktur sein. Daraus resultierende erhebliche Einschränkungen und langfristige Sperrungen werden voraussichtlich einen erheblichen Einfluss auf die Produktion im Güterverkehr haben. Der politische Druck auf den Infrastrukturbetreiber DB InfraGo sowie das mediale Interesse an den erheblichen Qualitätsproblemen des Netzes entwickeln sich zu einer Dauerentschuldigung für die massiven Eingriffe in die Produktion. Ähnliches, aber in der öffentlichen Wahrnehmung weniger prominent vertreten, gilt für die Seehafenterminals. Die Qualität und eingeschränkte Verfügbarkeit von Kränen aufgrund mangelnder Wartung und Personalproblemen führen hier zu erheblichen Verspätungen. Ein großes Augenmerk ist auch im Jahr 2024 auf die Entwicklung der Energiekosten gerichtet. Das Unternehmen sieht sich dabei grundsätzlich gut aufgestellt, den Anforderungen des Marktes gerecht zu werden und hat den Bezug von Ökostrom mit langfristigen Verträgen abgesichert. Die deutliche Steigerung der Netzentgelte für Bahnstrom verschärft allerdings den Kostenanstieg und belastet die Wettbewerbsfähigkeit des Schienengüterverkehrs gegenüber anderen Verkehrsträgern. Neben den Kostensteigerungen kämpft die Branche zurzeit auch mit der politischen Unberechenbarkeit in Bezug auf die Einhaltung erwarteter bzw. versprochener Förderungen. Dies gilt insbesondere für die Abschmelzung der Trassenpreisförderung mit einem möglichen Auslaufen bis zum Jahr 2026 sowie die unklaren Förderbedingungen in Bezug auf die ETCS-Ausstattung der Lokomotiven.
Hamburg, 26. April 2024 Stefan Marx, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023der boxXpress.de GmbH, HamburgI. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden Angaben zur Mitzugehörigkeit einzelner Posten der Bilanz zu anderen Posten und davon-Vermerke in diesem Anhang gemacht. II. Registerinformationen Die Gesellschaft ist unter der Firma boxXpress.de GmbH mit Sitz in Hamburg im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter der Nummer HRB 91402 eingetragen. III. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen linear vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der von der Finanzverwaltung veröffentlichten AfA-Tabellen linear abgeschrieben. In der Gliederung der Bilanz werden zur Verbesserung der Aussagekraft die Fahrzeuge für den Güterverkehr als separater Posten des Sachanlagevermögens ausgewiesen. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert bis EUR 250,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wurde ein Sammelposten gebildet, der pauschalierend mit jeweils 20 Prozent p. a. im Zugangsjahr und den vier darauf folgenden Jahren abgeschrieben wird. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die flüssigen Mittel sind zum Nennwert bewertet. Allen risikobehafteten Positionen ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich möglicher zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund von steuerlichen Verlustvorträgen werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden unsaldiert ausgewiesen. IV. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Als Geschäfts- oder Firmenwert werden die im Geschäftsjahr 2002 aktivierten Aufwendungen für das System und die Geschäftsbezeichnung "boxXpress.de" ausgewiesen. In Anlehnung an die Schutzdauer einer eingetragenen Marke wurde die voraussichtliche Nutzungsdauer auf 15 Jahre festgelegt. Forderung und sonstige Vermögensgegenstände In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen gegen Unternehmen (ohne kreditorische Debitoren), mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von EUR 6.518.905,55 (Vorjahr: EUR 8.027.086,22) enthalten, die zugleich Forderungen gegen Gesellschafter darstellen. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind debitorische Kreditoren in Höhe von EUR 797.629,56 ausgewiesen, worin Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, und die zugleich Forderungen gegen Gesellschafter darstellen, enthalten sind (Vorjahr: EUR 1.043.500,62). Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände weisen, wie im Vorjahr, Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr auf. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Rückstellungen für Energiekosten, Reparatur, Wartung sowie Schäden an Loks und Waggons, personalbezogene Rückstellungen und andere ausstehende Rechnungen. Verbindlichkeiten In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen (ohne debitorische Kreditoren), mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von EUR 803.639,58 (Vorjahr: EUR 889,66) enthalten, die zugleich Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern darstellen. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind kreditorische Debitoren in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 13.387,41) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von EUR 4.827,92 (Vorjahr: EUR 4.568,56) enthalten. Verbindlichkeiten aus Steuern bestehen wie im Vorjahr nicht. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von EUR 458.156,00 (Vorjahr: EUR 184.650,00) enthalten, die zugleich Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern darstellen. Von den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen weisen EUR 15.344.012,21 eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr (Vorjahr: EUR 9.585.278,90), EUR 34.512.287,19 eine Restlaufzeit von über einem Jahr (Vorjahr: EUR 42.661.810,23) und davon EUR 15.060.621,01 eine Restlaufzeit von über fünf Jahren (Vorjahr: EUR 20.948.174,27) auf. Alle übrigen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Laufzeit von unter einem Jahr. Passive latente Steuern Die passiven latenten Steuern resultieren aus Differenzen bilanzieller Wertansätze für die im Anlagevermögen enthaltenen Lokomotiven. Der Berechnung wurde wie im Vorjahr ein Steuersatz von 32,275 % zugrunde gelegt. Die latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:
V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gesamterlöse für das Geschäftsjahr 2023 betragen EUR 128.676.248,38 (Vorjahr: EUR 124.245.865,46) und wurden im Wesentlichen für Transportleistungen im Schienengüterverkehr erzielt. Hiervon sind EUR 103.534.244,38 (Vorjahr: EUR 103.420.465,86) in Deutschland und EUR 25.142.004,00 (Vorjahr: EUR 20.825.399,60) im europäischen Ausland erzielt worden. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von EUR 766.456,67 (Vorjahr: EUR 754.691,89). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 503.217,99 (Vorjahr: EUR 111.460,38) enthalten. Diese betreffen im Wesentlichen die Weitergabe der nachträglichen österreichischen Trassenpreisförderung aus 2022. VI. GewinnverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 352.342,30 in voller Höhe in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen. VII. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnis Das Unternehmen hat langfristige Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen sowie mit Energieversorgern mit einem Gesamtvolumen von EUR 150.858.030,42. Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2024 und 2030. Zum Stichtag wurden Avale in Höhe von EUR 11.267.983,36 in Anspruch genommen. Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme wird als sehr gering eingeschätzt, da hier im Wesentlichen der Transport von zollpflichtiger Ware abgesichert wird, die bei nicht erfolgter Verzollung vom Auftraggeber des Transportes (Gesellschafter) zu tragen ist. VIII. Sonstige Angaben Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen vorgenommen. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter betrug 142 (ohne Geschäftsführung, Aushilfen und Auszubildende), davon waren 77 Mitarbeiter Betriebspersonal für den Zugbetrieb. Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar beträgt EUR 25.000,00 für Abschlussprüfungsleistungen. Geschäftsführung Geschäftsführer der Gesellschaft war vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023:
Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird unter Berufung auf die Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Beirat Mitglieder des Beirats waren im Geschäftsjahr 2023, mit jeweils einer Stimme bei Beschlussfassungen:
Die Mitglieder des Beirats erhalten für ihre Tätigkeit von der Gesellschaft keine Vergütung. IX. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die wesentliche finanzielle Auswirkungen auf den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 haben, sind nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten.
Hamburg, den 26. April 2024 Stefan Marx, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die boxXpress.de GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der boxXpress.de GmbH, Hamburg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der boxXpress.de GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 30. April 2024 EY
GmbH & Co. KG
Berg, Wirtschaftsprüferin ErgebnisverwendungsbeschlussDie Gesellschafterversammlung der boxXpress.de GmbH hat am 18. Juni 2024 beschlossen, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 352.342,30 in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen. |
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