Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 155360
Eingetragen
10.1.2014
Branche
Herstellung von Maschinen für die additive FertigungHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenHerstellung von nichtelektrischen Haushaltsgeräten
Gegenstand
Die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von 3D-Druckern, Zubehör, Druckverfahren, zugehörige Software und Druckmaterial sowie die Erbringung von Dienstleistungen im Zusammenhang mit 3D-Druckern. Geschäfte, die einer besonderen behördlichen Genehmigung bedürfen, gehören nicht zum Gegenstand des Unternehmens.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Nico Wachshofer
seit 16.4.2025
Prokura
Thomas Janics-Jakomini
seit 20.11.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
BigRep SELUX
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
BigRep SE
Luxembourg
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

BigRep GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

BigRep GmbH, Berlin

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1.1 Darstellung des Unternehmens

BigRep wurde 2014 in Berlin gegründet. BigRep entwickelt, installiert und vertreibt 3D-Systeme, Materialien, Software und Workflow Solutions, sowie Serviceangeboten. Seither tragen wir stetig zur Entwicklung des 3D-Drucks und der Verbesserung von traditionellen Produktionsprozessen und der Beschleunigung von Innovationsprozessen bei.

Ingenieure, Architekten und Designer können nun großdimensionale 3D-Objekte zu einem sehr viel günstigeren Preis und mit deutlich verkürzten Lieferzeiten drucken. Die BigRep 3D-Drucker können in fast jeder Umgebung eingesetzt werden: beispielsweise in einer Industriehalle, in einem Universitätsraum oder in einem Architekturbüro.

Von Prototypen, Formen, Betriebsmitteln bis zu Enderzeugnissen können Objekte aus den verschiedensten Industrien gefertigt werden. Dem 3D-Druck sind dabei so gut wie keine Designgrenzen gesetzt; er lässt aus einem digitalen Objekt im Computer ein physisches Objekt entstehen.

Ein Team von rund 100 kompetenten Mitarbeitern in Deutschland, den USA, China und Singapur bringt die Projekte dank breit gefächerter Fachkenntnis, langjähriger Erfahrung und ausgezeichnetem Know-how erfolgreich und zügig voran. Forschung und Entwicklung ziehen gemeinsam mit Projektingenieuren und Service- und Applikationstechnikern an einem Strang und realisieren so ganzheitliche Lösungen aus einer Hand - von der Projektakquisition bis zur Druckerübergabe. Dabei werden Risiken, Auswirkungen und Möglichkeiten jederzeit bedacht und ein Höchstmaß an Professionalität erreicht.

1.2 Darstellung des Geschäftsverlaufs

Die Corona-Pandemie und die dadurch ausgelösten Lieferketten-Probleme haben deutlich die Vorteile des 3D-Drucks mit schnellen Reaktionszeiten und Möglichkeiten einer dezentralen Versorgung aufgezeigt. Auch die weite Verbreitung des von BigRep eingesetzten Extrusionsverfahrens im Bereich kleiner 3D-Drucker bildet eine starke Wachstumsbasis für BigRep als Pionier von großformatigen, Material-offenen 3D-Drucklösungen. Davon wird BigRep schon mittelfristig deutlich profitieren. Erste Effekte waren bereits im Geschäftsjahr 2022 spürbar. Belastend ausgewirkt haben sich hingegen die durch Ukraine Krieg und Energiekrise ausgelöste Investitionszurückhaltung insbesondere in Europa sowie der Lock-down in China. In Summe hat sich aber der Geschäftsverlauf gegenüber dem Geschäftsjahr 2021 deutlich belebt.

Das Unternehmen erzielte Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 7.125. Im Vergleich zum Jahr 2021 stellt dies eine Umsatzsteigerung um TEUR 1.173 dar, was 20 % entspricht. Damit ist die Umsatzentwicklung von BigRep besser als die Gesamtmarktentwicklung (siehe Abschnitt 1.3), es konnten also weiterhin Marktanteile gewonnen werden.

Die Gesamtleistung erhöhte sich ebenfalls deutlich um TEUR 1.093 auf TEUR 8.871.

Der Jahresfehlbetrag (Geschäftsergebnis) verringerte sich wiederum sehr deutlich um TEUR 992 im Vergleich zum Vorjahr auf TEUR 5.715. Dies ist auf ein insbesondere durch den höheren Umsatz deutlich verbessertes Rohergebnis zurückzuführen. Zum verbesserten Rohergebnis tragen auch die u.a. durch Corona-Hilfen deutlich erhöhten Sonstigen betriebliche Erträge bei. Durch das anziehende Geschäft haben sich der Personalaufwand und die Sachkosten erhöht. Die Abschreibungen wiederum sind zurückgegangen, da sie im Vorjahr durch außerplanmäßige Abschreibungen belastet waren. In Summe zeigt sich eine deutlich verbesserte Ertragslage.

Die Entwicklung im Geschäftsjahr spiegelt den typischen Verlauf eines technologieorientierten Start-up-Unternehmens wider. Die entstandenen Anlaufverluste resultieren aus hohen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sowie der verstärkten Bindung insbesondere fachlicher Ressourcen für den Aufbau der Geschäftstätigkeit. Die von BigRep entwickelte Technologie hat nun einen hohen Reifegrad und Zuverlässigkeit erreicht. So ist die Quote der aktivierten Entwicklungsleistungen (selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände) bezogen auf das langfristige Vermögen nur noch marginal angestiegen und liegt bei ca. 85 % (Vorjahr 82 %). Das gilt, obwohl weiter auf hohem Niveau Innovationen und daraus in Höhe von TEUR 1.746 selbsterstelle immaterielle Vermögensgegenstände geschaffen wurden.

Die Weiterentwicklung der Produkte hin zu intelligenten Lösungen konnte eindrucksvoll auf der Leitmesse des 3D Drucks Formnext im November 2022 mit dem breiten Launch von BigRep Connect, der cloud-basierten Transparenzplattform zur Produktivitätssteigerung aller BigRep Drucker, unterstrichen werden.

1.3 Konjunkturelle Branchenentwicklung in Deutschland und weltweit

Die Additive Manufacturing Branche ist in den vergangenen Jahren stets kräftig um ca. 20 % p. a. gewachsen. Bedingt durch die Covid-19-Pandemie hat sich das Wachstum kurzfristig abgeschwächt, wie in vielen anderen Bereichen auch. Seitdem ist die Industrie jedoch auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. So wurde im mittleren industriellen Preissegment ein deutliches Wachstum von 29 % in 2022 beobachtet. In diesem Bereich bietet BigRep die Druckerbaureihen ONE und STUDIO an. Im Bereich der hochpreisigen industriellen Drucker (>TEUR 100), welcher von BigRep mit der Baureihe PRO versorgt wird, betrug das Wachstum in 2022 12%.

In Zukunft wird der 3D Druck Markt weiterhin sehr stark und beschleunigt wachsen, da er eine perfekte Antwort auf Supply Chain Schwierigkeiten und Anpassungsdruck auf die Industrie zu Flexibilisierung und Beschleunigung von Produktionsprozessen darstellt. So erwarten die Marktforscher von Context Research für die nächsten Jahre erneut ein durchschnittliches Wachstum über alle Marktsegmente von über 20 %. (Quelle der Marktzahlen: jeweils Context Research, Additive Manufacturing 3D Printing Report Market Briefing, 20./21. April 2023).

1.4 Kennzahlen - Leistungsindikatoren

Die BigRep GmbH nutzt zur Kontrolle und Einschätzung der Gesamtentwicklung des Unternehmens Kennzahlen. Diese beziehen sich vordergründig auf die Umsatz- und Ertragsentwicklung. Weiterhin werden unternehmensspezifische Frühindikatoren betrachtet. Diese Größen dienen der Geschäftsführung als Entscheidungshilfe. Personal- und Qualitätskennzahlen werden ebenfalls regelmäßig erhoben. Als wesentliche Steuerungsgröße werden unverändert die Umsatzerlöse und Margen herangezogen. Insgesamt hatte BigRep eine noch schnellere Erholung der Wirtschaft erwartet und auch im Q1 2022 gesehen. Dieser positive Effekt wurde jedoch im Q2 2022 von den geopolitischen Ereignissen gebremst.

Im Geschäftsjahr erhobene Kennzahlen mit Vorjahresvergleich, die sich genau im Rahmen der nach dem Beginn des Ukrainekriegs abgesenkten Erwartungen bewegen:

Umsatzerlöse: 7.125 TEUR (Vorjahr: 5.952 TEUR)
Anlagenintensität: 1,5 % (Vorjahr: 29,6 %)
Aktivierungsquote (Anteil immat. VG an Gesamtaufwand RnD): 68,4 % (Vorjahr: 77,9 %)
Eigenkapitalquote: 64,0 % (Vorjahr: 79,8 %)
Materialaufwandsquote: 50,7 % (Vorjahr: 50,4 %)
Personalaufwandsquote: 66,3 % (Vorjahr: 70,1 %)
EBIT: -5.645 TEUR (Vorjahr: -6.670 TEUR)
Jahresergebnis: -5.715 TEUR (Vorjahr: -6.707 TEUR)

2. Darstellung der Lage der Gesellschaft

2.1 Vermögenslage

Die im Berichtsjahr eingetretenen Veränderungen in der Vermögenslage sind in der nachfolgenden Gegenüberstellung der Bilanzzahlen zum 31. Dezember 2021 und zum 31. Dezember 2022 ersichtlich:

Veränderung
Geschäftsjahr
TEUR
Vorjahr
TEUR
TEUR %
Aktiva
Langfristiges Vermögen 3.974 3.830 144 3,8
Kurz- und mittelfristiges Vermögen und RAP 8.659 9.089 -430 -4,7
Bilanzsumme 12.633 12.919 -286 -2,2
Passiva
Eigenkapital 8.091 10.306 -2.215 -21,5
Kurz- und mittelfristige Schulden und RAP 4.542 2.613 1.929 73,8
Bilanzsumme 12.633 12.919 -286 -2,2

Die Bilanzsumme ist mit nunmehr TEUR 12.633 gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert (um TEUR 286 verringert).

Die Bilanzsumme wurde auf der Aktivseite durch die Verringerung des Umlaufvermögens bei leichter Erhöhung des Anlagevermögens beeinflusst. Die auf der Passivseite zu beobachtende Verschiebung zwischen Eigenkapital und kurzfristigen Verbindlichkeiten ist durch ein Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 1.866 zu erklären. Addiert man dieses Gesellschafterdarlehen zum um TEUR 2.215 verringerten Eigenkapital, ergeben sich um TEUR 349 geringfügig verminderte Eigenmittel. Dies zeigt erneut das fortgesetzte Engagement der Gesellschafter, die Verluste der Gesellschaft zu finanzieren.

Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände sind um TEUR 220 nur leicht angestiegen, da der Aktivierung neuer selbsterstellter Vermögensgegenstände ähnlich hohe Abschreibungen entgegenstanden.

Obwohl unsere Tochtergesellschaft BigRep America Inc. das Jahr 2022 mit einem Gewinn abschließen konnte, haben sich die Forderungen gegen verbundene Unternehmen gegenüber dem Vorjahr unwesentlich um TEUR 116 erhöht. Dies kam einer Erhöhung des Working Capitals der BigRep America Inc. zugute und ist letztlich auf die ausgeweiteten Umsätze mit der BigRep America Inc. sowie deren Außenumsätzen zurückzuführen. In 2022 wurden zugleich TEUR 2.563 durch die Tochtergesellschaft zurückgeführt.

2.2 Finanzlage

Die Nettoliquidität der BigRep GmbH wird durch eine engmaschige Liquiditätsplanung gesteuert. Dadurch war die Liquidität trotz intensiver Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten unter Bereitstellung entsprechender Gesellschaftermittel im Geschäftsjahr jederzeit sichergestellt. BigRep GmbH war aus diesem Grund zu jeder Zeit im Geschäftsjahr in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Die wesentlichen Zahlungsströme sind in der nachfolgenden Kapitalflussrechnung in Anlehnung an DRS 21 dargestellt:

Kapitalflussrechnung 2022
TEUR
Finanzmittelfonds zu Beginn der Periode 1.834
Jahresergebnis -5.715
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 1.860
+ Zunahme der Rückstellungen 25
+ Verlust aus Anlagenabgängen 6
+ Abnahme der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva 65
+ Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva 44
Zinsaufwand/-ertrag 70
= Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -3.645
- Auszahlungen für Investitionen in Anlagevermögen -2.011
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit -2.011
+ Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen 3.500
+ Einzahlung Gesellschafterdarlehen 1.860
- Gezahlte Zinsen -70
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 5.290
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 1.468

Der operative Cashflow lag im Geschäftsjahr mit TEUR -3.645 erneut deutlich besser als im Vorjahr (TEUR -5.591). Dies war im Wesentlichen durch das bessere Periodenergebnis und ein stringenteres Management von Vorräten, Forderungen und Verbindlichkeiten bedingt.

Der Cashflow aus Investitionen lag infolge der Entwicklung neuer Technologien und der Anschaffung weiteren Anlagevermögens bei TEUR -2.011 und damit ähnlich wie im Vorjahr (TEUR -2.028).

Dem gegenüber stand der im Wesentlichen durch Eigenkapitalzuführung positive Cashflow aus Finanzierung in Höhe von TEUR 5.290 (Vorjahr TEUR 9.067). Diese deutliche Abnahme gegenüber dem Vorjahr unterstreicht BigReps angestrebten Weg zur Eigenfinanzierung.

Entsprechend ergibt sich ein Finanzmittelbestand zum Ende der Periode von TEUR 1.468.

Während der ersten vier Monate des Jahres 2023 sind dem Unternehmen weitere Darlehen aus dem Gesellschafterkreis in Höhe von 1 Million Euro zugeflossen. Am 8. Mai 2023 hat die Gesellschafterversammlung der Aufnahme weiterer Wandeldarlehen in Höhe von 4 Mio. Euro einstimmig zugestimmt. Im nächsten Schritt - voraussichtlich Ende 2023- ist die Wandlung der bestehenden und neuen Wandeldarlehen in Verbindung mit einer noch zu beschließenden Barkapitalerhöhung in einem Volumen bis zu 4 Mio. EUR geplant. Damit ist die Finanzierung der Gesellschaft für 2023 und das 1. Halbjahr 2024 gesichert.

Bezüglich der weiteren Einwerbung von finanziellen Mitteln zur Finanzierung der Geschäftstätigkeit verweisen wir auf Abschnitt 3 zu Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung, Finanzierung.

Ertragslage

Die Ertragslage des Unternehmens sowie die Veränderungen gegenüber dem Vorjahr sind nachfolgend für die Jahre 2022 und 2021 dargestellt:

Ergebnisquellen Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
[TEUR] [TEUR] [TEUR] [%]
Gesamtleistung 8.871 7.778 1.093 14,0 %
Rohergebnis 6.328 4.230 2.098 49,6 %
Betriebsergebnis (EBIT) -5.645 -6.670 1.025 15,4 %
Finanzergebnis -70 -37 -33 -89,2 %
Jahresergebnis -5.715 -6.707 992 14,8 %

Dem Unternehmen gelang es, die Gesamtleistung deutlich um TEUR 1.093 auf jetzt TEUR 8.871 zu steigern. Durch den erhöhten Umsatz und höhere sonstige betriebliche Erträge (insb. bedingt durch Corona-Überbrückungshilfen in Höhe von TEUR 1.211) hat sich das Rohergebnis um knapp 50 % auf jetzt TEUR 6.328 erhöht. Bereits im Vorjahr war diese Kenngröße um 45 % gewachsen. Trotz leicht erhöhter Personalkosten in Kombination mit durch das anziehende Geschäft erhöhten sonstigen betrieblichen Aufwendungen hat sich das Betriebsergebnis um TEUR 1.025 auf nun TEUR -5.645 verbessert. Das Finanzergebnis war durch höhere Zinszahlungen auf ein im Laufe des Vorjahres aufgenommenen Darlehen erhöht. Das Jahresergebnis liegt demzufolge mit TEUR -5.715 um 14,8 % besser als im Vorjahr.

3. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Risikomanagement:

Regionalen Risiken, insbesondere politischen und wirtschaftlichen Risiken begegnet das Unternehmen mit einer regional stark diversifizierten Vertriebsaufstellung. BigRep ist in Europa, den USA und Asien mit einem breiten Händlernetzwerk in sehr vielen Ländern repräsentiert. So konnte z.B. eine durch den Lock-down in China ausgelöste lokale Schwäche durch Wachstum in anderen asiatischen Märkten kompensiert werden.

Bei einem weiterhin stark wachsenden Markt und hoher Kundennachfrage besteht das Risiko, nicht schnell genug eine relevante Marktposition besetzen zu können. Diesem Risiko begegnet das Unternehmen einerseits durch einen stringenten und agilen Produktentstehungsprozess und andererseits durch die gezielte Vergrößerung des Vertriebs und des Händlernetzwerkes.

Mögliche Risiken aus Gewährleistung sind in den Rückstellungen berücksichtigt. Durch kontinuierliche Verbesserungen im Service, der Konstruktion sowie Qualitätskontrolle der Lieferanten werden diese Risiken für die Zukunft weiter minimiert. Zudem wird ein hohes Augenmerk auf Schulung der Kunden und Reseller gelegt, um durch eine stetig zunehmende Kundenzufriedenheit die Basis für weiter zunehmende Wiederholungskäufe zu schaffen.

Die vergangenen Jahre der Corona Pandemie haben zu deutlich erhöhten Risiken bei Beschaffung und Logistik geführt. BigRep arbeitet im Bereich der Druckerfertigung ausschließlich mit deutschen Auftragsfertigern zusammen und kann so dieses Risiko deutlich minimieren. Über die Sublieferanten besteht eine hohe Transparenz. So konnte BigRep bisher stets gegenüber seinen Kunden kurzfristig lieferfähig bleiben.

Geopolitische Risiken wie der Krieg in der Ukraine belasten die BigRep GmbH zwar nicht direkt, da weder Beschaffung noch Absatz von der Ukraine oder Russland abhängig sind. Indirekt führen eine allgemeine Unsicherheit und insbesondere die daraus folgende Energiekrise und Rezessionsbefürchtungen jedoch zu Investitionszurückhaltung und damit zu Absatzrisiken für die dem Investitionsgüterbereich zuzurechnenden Produkte der BigRep GmbH. Die breite weltweite Aufstellung von BigRep vermindert auch solche Risiken. So war diese Investitionszurückhaltung in 2022 im amerikanischen Raum nicht zu spüren und BigRep konnte so die etwas schwächere europäische Nachfrage mehr als ausgleichen.

Markt und Wettbewerbssituation:

BigRep sieht sich mit inzwischen über 750 installierten Systemen als Marktführer für großvolumige Filament-3D-Drucker mit offenem Materialsystem. BigRep bietet nicht nur sehr vielseitig einsetzbare 3D-Drucker-Systeme, sondern auch ein vollständiges Portfolio aus Software, Materialen und Service. Mit dieser Abdeckung aller vier Nachfragedimensionen steigert BigRep den Kundennutzen und differenziert sich klar gegenüber neuen Wettbewerbern, die sich hauptsächlich auf die Maschinen fokussieren. Im Gegensatz zum Marktführer Stratasys hat der Kunde die Freiheit, seine Materialbezugsquelle zu wählen oder sich auf die für die Systeme von BigRep optimierten, qualifizierten und vertriebenen Materialien zu verlassen. Der zunehmende Anteil von über den Lebenszyklus der Drucker-Systeme anfallenden Umsätze mit Verbrauchsmaterialien und Dienstleistungen bestätigt den Product-Market Fit unserer offenen Lösung und führt zu einer Diversifizierung der Einnahmesituation. Regelmäßige Marktvergleiche und positive Kundenrückmeldungen bestätigen uns zudem in dieser Einschätzung

Qualität und Beschaffungsmarkt:

BigRep beschafft seine Systeme bei namhaften Fertigungsdienstleistern. In einem detaillierten Lieferantenauswahlprozess wird sichergestellt, ein zur geplanten Geschäftsentwicklung des Unternehmens passendes Lieferantenportfolio aufzubauen. Möglichen Engpässen begegnet das Unternehmen durch gezielten Aufbau von Zweitlieferanten oder alternativen Lösungen zum Beschaffungsgut. Die Haupt-Lieferanten werden regelmäßig auditiert, die Lieferleistung hinsichtlich Produkt- und Logistikqualität wird kontinuierlich überprüft, Abweichungen wird mit Abstellmaßnahmen begegnet.

Wachstum und Fachkräfte:

Als stark wachsendes Unternehmen ist BigRep auf das Halten und Gewinnen talentierter Mitarbeiter angewiesen. Als starke Arbeitgebermarke gelingt uns die Mitarbeitergewinnung bislang gut. Durch Einsatz von Kulturanalysen, Feedbackgesprächen und dem Entwickeln einer agilen Unternehmenskultur liegt auch die Mitarbeiterfluktuation in einem vertretbaren Rahmen.

Finanzierung:

BigRep ist als Wachstumsunternehmen bis zum Erreichen des Break-Even abhängig von der Zuführung zusätzlicher finanzieller Mittel. Derzeit sieht die aktuelle Unternehmensplanung den Break-Even Ende 2024/Anfang 2025 vor. Die im Frühjahr 2023 eingezahlten Darlehen sowie die im Mai 2023 beschlossenen Wandeldarlehen stellen den Liquiditätsbedarf sicher. Abgeschlossen wird die Finanzierung für 2023 und das 1. Halbjahr 2024 mit einer Wandlung der Darlehen verbunden mit einer noch zu beschließenden Barkapitalerhöhung - voraussichtlich Ende 2023- in einer Höhe von bis zu 4 Mio. EUR. Zur weiteren Beschleunigung des Wachstums und um eine Marktkonsolidierung aktiv gestalten zu können, beabsichtigt BigRep in naher Zukunft zudem zusätzlich eine öffentliche Markttransaktion in Form eines Unternehmenszusammenschlusses mit einem europäischen börsennotierten Investor, der zu einem erheblichen Mittelzufluss führen soll. Eine deutlich negative Planabweichung oder das Ausbleiben der angestrebten Zuflüsse aus den beschlossenen Wandeldarlehen und/oder der noch zu beschließenden Barkapitalerhöhung könnte im Prognosezeitraum zu zusätzlichem Bedarf an finanziellen Mitteln führen. Sollte dieser zusätzliche Finanzbedarf nicht bzw. nicht alternativ gedeckt werden können, entstünde dadurch ein bestandsgefährdendes Risiko für das Unternehmen im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB. Dies deutet auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit bzgl. der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit hin.

Zum Steuern dieses Risikos hat das Unternehmen daher von der langfristigen Unternehmensplanung bis zur kurzfristigen Liquiditätsplanung mehrere Planungs- und Steuerungssysteme etabliert, es werden in engen Abständen Plan-Ist-Vergleiche und Prognoserechnungen angestellt und bei Abweichungen Steuerungsmaßnahmen ergriffen. Darüber hinaus sind abhängig vom Zustandekommen der Finanzierung und der jeweiligen Höhe unterschiedliche Szenarien und entsprechende risikosteuernde Maßnahmen vorbereitet.

Operative Chancen und Risiken:

Als Hersteller industrieller Produkte stehen insbesondere Absatz- und Produktionsrisiken im Vordergrund unseres operativen Handelns, welche im klar strukturierten Projektmanagement eine angemessene Würdigung finden. Risiken resultieren vor allem aus unvorhersehbaren Überschreitungen von geplanten Kosten und Projektlaufzeiten sowie aus möglichen Verschlechterungen der Absatzsituation.

Der Anpassungsbedarf vieler Branchen im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Beschleunigung der Innovations- und Produktionsprozesse sowie zunehmende Produktindividualisierung fördert grundsätzlich die Nachfrage nach 3D-Systemen.

Angesichts der unbefriedigenden wirtschaftlichen Entwicklung 2022 in Europa und China erwarten wir dort eine deutliche Normalisierung, die wir Ende 2022 in Europa schon gesehen haben. Insgesamt erwarten wir daher einen Rückgang des Absatzrisikos.

Neben dem Verkauf unserer Produkte resultieren zudem relevante Risiken aus der Entwicklung neuer technischer Verfahren und Produkte. Bei der Planung und Durchführung von F&E-Projekten bestehen grundsätzlich Realisierungsrisiken, die wir als moderat einschätzen.

Das Beherrschen dieser Risiken ist eine wesentliche Aufgabe des zentralen Projektcontrollings und der strategischen Steuerung. Das Unternehmen begegnet diesen Risiken mit einem durchgängigen, prozessbegleitenden Projektcontrolling, was eine zeitnahe Reaktion ermöglicht. Mit der Erfahrung unserer Mitarbeiter, aber auch mit Hilfe qualifizierter Juristen begegnen wir möglichen operativen Risiken, die aus unterschiedlichen zivil-, steuer-, wettbewerbs- und umweltrechtlichen Regeln und Gesetzen entstehen könnten und die wir als gering einschätzen. Die BigRep GmbH setzt auf moderne Informations- und Kommunikationstechnik, um zeit- und kostensparend arbeiten zu können. Die Datensicherheit und Geheimhaltung sind dabei von besonderer Bedeutung. IT-Experten und hohe Sicherheitsstandards reduzieren potenzielle IT-Risiken auf ein geringes Maß. Im Zuge der Digitalisierung werden auch bei der BigRep GmbH Geschäftsabläufe laufend optimiert.

Die Additive Fertigungstechnologie ist noch sehr jung und nun erst beginnt die Industrie, das Potential für sich zu erkennen. Dieses besteht im Wesentlichen in Vorteilen bei Durchlaufzeiten, Ressourceneinsatz und Kosten sowie zusätzlichen Funktionalitäten der gedruckten Bauteile. Insbesondere offene Systeme werden weitere Anwendungen ermöglichen und unserer Einschätzung nach überproportional zum Wachstum beitragen. Im Laufe der weiteren Entwicklung sehen wir gute Chancen für das Unternehmen, zusätzliche Anwendungen und Absatzpotentiale identifizieren zu können und so zusätzliches Wachstum zu erreichen.

Gesamteinschätzung:

Trotz des bestandsgefährdenden Risikos sieht sich BigRep insgesamt aus diesen Gründen gut aufgestellt, um im Markt für industriellen 3D-Druck die erfolgreiche Geschäftsentwicklung fortzusetzen. Die entwickelten Technologien und Dienstleistungen werden die Positionierung im zukunftsweisenden Markt für mehrdimensionale Druckverfahren weiter stärken, so dass BigRep in den kommenden Jahren seine Position als wichtiger Partner für Additive Fertigung in verschiedenen Kernindustrien weiter stärken wird.

4. Ausblick und Prognosen

Der industrielle 3D-Druck war in der Vergangenheit insbesondere interessant für Prototyping-Anwendungen. Aus diesen Erfahrungen in der Industrie, aber auch aufgrund zunehmend verfügbarer Infrastruktur an 3D-Systemen in Unternehmen, Ausbildung von Mitarbeitern und Verfügbarkeit an Materialien und Technologien findet der industrielle 3D-Druck in immer weiteren Anwendungsfeldern Eingang. Neben den Produkten werden 3D gedruckte Teile auch vermehrt in der Produktion selbst eingesetzt zur Herstellung von Produktionshilfsmitteln, Formen oder Verpackungen. Mit dieser neuen Technologie sind nicht nur Kostenvorteile und kürzere Entwicklungs- und Iterationszeiten, sondern auch neue Konstruktionspotentiale mit geringerem Gewicht und Materialeintrag oder integrierten zusätzlichen Funktionen verbunden. Damit eröffnet sich dem industriellen 3D-Druck der gesamte industrielle Produktionsmarkt als komplementäre Technologie zu etablierten Verfahren.

Mit seiner qualifizierten Belegschaft, der Positionierung im industriellen, großformatigen 3D-Druck und dem Wachstum von Prototyping in den weiteren Anwendungsfeldern wie Forms & Molds, Jigs & Fixtures und Small Volume End Use Parts, mit den 3 etablierten Produkten "PRO", "STUDIO" und "ONE" sowie der internationalen Ausrichtung sieht sich das Unternehmen gut für die Bedürfnisse des Marktes aufgestellt.

Die Gesellschaft rechnet auf den Absatzmärkten mittelfristig sogar mit einem positiven Einfluss der Krisen der letzten Jahre, da die Vorteile der schnellen, lokalen Produktion mittels 3D-Drucks für Anwender und Entscheider im Unternehmen nun augenfällig wurden. Für 2023 wird auf Basis der oben beschriebenen Markterholung mit einer deutlichen Verbesserung von Umsatz (auf ca. 12 Mio. EUR) und Geschäftsergebnis (weitere Reduzierung des Jahresfehlbetrags) gerechnet. So wird für 2023 eine Beschleunigung des bereits in den beiden Vorjahren 2022 und 2021 - bei sehr herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Randbedingungen - gezeigten Wachstums erwartet.

 

Berlin, 26. Mai 2023

gez. Dr. Sven Thate

gez. Dr. Reinhard Festag

Bilanz zum 31. Dezember 2022

BigRep GmbH, Berlin

AKTIVA

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 3.974.443,87 3.829.790,67
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3.450.313,00 3.190.438,80
II. Sachanlagen 521.400,00 636.621,00
III. Finanzanlagen 2.730,87 2.730,87
B. UMLAUFVERMÖGEN 8.588.678,67 8.951.678,29
I. Vorräte 1.730.351,37 1.626.296,38
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.390.191,45 5.491.170,43
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 364.537,18 461.797,88
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.755.210,91 4.639.347,22
3. Sonstige Vermögensgegenstände 270.443,36 390.025,33
- davon Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 125.388,09 (Vorjahr: EUR 113.888,09)
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.468.135,85 1.834.211,48
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 69.869,09 137.684,25
12.632.991,63 12.919.153,21

PASSIVA

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. EIGENKAPITAL 8.090.879,63 10.306.104,51
I. Gezeichnetes Kapital 583.180,00 537.127,00
II. Kapitalrücklage 55.152.121,58 51.698.146,58
III. Verlustvortrag -41.929.169,07 -35.221.729,20
IV. Jahresfehlbetrag -5.715.252,88 -6.707.439,87
B. RÜCKSTELLUNGEN 559.456,83 534.372,53
C. VERBINDLICHKEITEN 3.950.320,25 2.012.987,60
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 800.000,00 800.000,00
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 800.000,00 (Vorjahr: EUR 800.000,00)
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 77.033,02 205.280,04
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.027.416,09 831.171,23
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 1.027.416,09 (Vorjahr: EUR 831.171,23)
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 62.740,40 50.297,46
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 62.740,40 (Vorjahr: EUR 50.297,46)
5. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.865.750,00 0,00
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 1.865.750,00 (Vorjahr: EUR 0,00)
6. Sonstige Verbindlichkeiten 117.380,74 126.238,87
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 117.380,74 (Vorjahr: EUR 126.238,87)
- davon aus Steuern: EUR 70.557,94 (Vorjahr: EUR 71.925,12)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 11.307,94 (Vorjahr: EUR 13.143,99)
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 32.334,92 65.688,57
12.632.991,63 12.919.153,21

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022

2022
EUR
2021
EUR
1. Rohergebnis 6.328.224,77 4.229.779,45
2. Personalaufwand -5.884.887,84 -5.455.335,73
a) Löhne und Gehälter -4.982.474,97 -4.584.050,70
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -902.412,87 -871.285,03
- davon für Altersversorgung: EUR 18.426,00 (Vorjahr: EUR 16.539,76)
3. Abschreibungen -1.859.651,84 -2.484.743,29
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.859.651,84 -2.384.146,29
b) Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 0,00 -100.597,00
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.228.798,91 -2.959.553,34
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: EUR 228.958,49 (Vorjahr: EUR 126.125,58)
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 421,86 377,76
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -70.061,92 -36.677,05
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 1,00
8. Ergebnis nach Steuern -5.714.753,88 -6.706.151,20
9. Sonstige Steuern -499,00 -1.288,67
10. Jahresfehlbetrag -5.715.252,88 -6.707.439,87

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

BigRep GmbH, Berlin

Die BigRep GmbH hat ihren Sitz in Berlin und ist eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg unter der Nummer HRB 155360 B.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.

Im Rahmen der Offenlegung wurde von den größenabhängigen Erleichterungen der §§ 266, 276, 288 Abs. 2 und 327 HGB Gebrauch gemacht.

Der Jahresabschluss der BigRep GmbH wurde entsprechend den Vorschriften des HGB und des GmbHG erstellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der vorliegende Jahresabschluss wurde unter der Annahme aufgestellt, dass die Gesellschaft ihre Geschäftstätigkeit fortführt.

Derzeit sieht die aktuelle Unternehmensplanung den Break Even Ende 2024/Anfang 2025 vor. Die im Frühjahr 2023 eingezahlten Darlehen sowie die im Mai 2023 beschlossenen Wandeldarlehen stellen den Liquiditätsbedarf sicher. Abgeschlossen wird die Finanzierung für 2023 und das 1. Halbjahr 2024 mit einer Wandlung der Darlehen verbunden mit einer noch zu beschließenden Barkapitalerhöhung - voraussichtlich Ende 2023- in einer Höhe von bis zu 4 Mio. EUR. Eine deutlich negative Planabweichung oder das Ausbleiben der angestrebten Zuflüsse aus den beschlossenen Wandeldarlehen und/oder der noch zu beschließenden Barkapitalerhöhung könnte im Prognosezeitraum zu zusätzlichem Bedarf an finanziellen Mitteln führen. Sollte dieser zusätzliche Finanzbedarf nicht bzw. nicht alternativ gedeckt werden können, entstünde dadurch ein bestandsgefährdendes Risiko für das Unternehmen im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB. Dies deutet auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit bzgl. der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit hin.

Im Berichtsjahr wurde unverändert das Wahlrecht des § 248 Abs. 2 HGB zur Aktivierung selbsterstellter immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens in Anspruch genommen. Diese wurden zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 1, 2 und Abs. 2a HGB bewertet. In die Herstellungskosten wurden unmittelbar zurechenbare Kosten und gegebenenfalls notwendige Gemeinkosten (§ 255 Abs. 2 Satz 2 HGB) einbezogen. Fertiggestellte selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden linear unter Zugrundelegung einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von zwei bis drei Jahren planmäßig abgeschrieben.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden mit den Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 1 HGB, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern, angesetzt.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern, angesetzt.

Die der Abschreibungsberechnung zugrunde gelegten Abschreibungssätze berücksichtigen grundsätzlich die auch steuerlich anerkannten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zwischen drei und 19 Jahren. Die Abschreibungen auf im Geschäftsjahr zugegangene geringwertige Vermögensgegenstände, deren Anschaffungskosten EUR 800,00 nicht übersteigen, werden seit dem Jahr 2019 sofort abgeschrieben. In den Vorjahren wurden Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 250 und bis zu EUR 1.000 in einen sog. Sammelposten aufgenommen, der linear über fünf Jahre aufgelöst wird.

Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bilanziert.

Die unter den Vorräten ausgewiesenen Waren wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern die beizulegenden Zeitwerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert bzw. niedrigen beizulegenden Wert angesetzt und wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet (Einzel- und Pauschalwertberichtigungen).

Der Kassenbestand ist zum Nennwert, die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nominalbetrag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Das als gezeichnetes Kapital ausgewiesene Stammkapital der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 583 (Vorjahr: TEUR 537). Das Kapital ist vollständig eingezahlt.

Die Kapitalrücklage wurde im Rahmen den durch die Gesellschafter beschlossenen Zuzahlungen gebildet.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken, ungewissen Verpflichtungen und drohende Verluste. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist. Soweit Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen, werden diese gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden nicht abgezinst.

Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der Ausweis der erhaltenen Anzahlungen erfolgt zum Rückzahlungsbetrag.

Auf fremde Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Tag des Geschäftsvorfalls bzw. bei Forderungen mit dem niedrigeren und bei Verbindlichkeiten mit dem höheren Stichtagskurs umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr wurde gemäß § 256a HGB der Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag angesetzt.

Aktive und passive latente Steuern aus unterschiedlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten der Handels- und der Steuerbilanz werden saldiert dargestellt. Eine sich daraus insgesamt ergebende Steuerentlastung wird nicht als aktive latente Steuern in der Bilanz angesetzt. Die passiven latenten Steuern entfallen auf die selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenstände, die aktiven latenten Steuern auf die steuerlichen Verlustvorträge.

Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagegenstände im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 ist in einer Anlage zum Anhang (Entwicklung des Anlagevermögens) dargestellt.

Der Gesamtbetrag, der gemäß § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt TEUR 3.365 (Vorjahr: TEUR 3.146) und resultiert aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 4.746 (Vorjahr: TEUR 4.639) enthalten.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Forderungen aus Umsatzsteuer in Höhe von TEUR 147 (Vorjahr: TEUR 267) und Kautionen in Höhe von TEUR 125 (Vorjahr: TEUR 114).

Neben den im Berichtsjahr durchgeführten Kapitalerhöhungen in Höhe von TEUR 46 (Vorjahr: TEUR 124) erfolgten Barzuzahlungen und Wandlungen von Schuldverschreibungen in die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in Höhe von TEUR 3.454 (Vorjahr: TEUR 9.330).

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2015 ein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm mit Barausgleich aufgesetzt. Zur Umsetzung des Mitarbeiterbeteiligungsprogramms haben die Gesellschafter Geschäftsanteile in Höhe von insgesamt EUR 4.481,00 auf einen Treuhänder übertragen. Die aufschiebend bedingte Verwertung dieser Anteile dient der Freistellung der Gesellschaft von den Zahlungsansprüchen der Berechtigten. Da damit keine wirtschaftliche Belastung der Gesellschaft zum Bilanzstichtag vorliegt, wird eine Rückstellung zum Abschlussstichtag nicht bilanziert. Daneben haftet die Gesellschaft gesamtschuldnerisch für die Ansprüche auf Barausgleich. Diese Ansprüche ermitteln sich grundsätzlich als Differenz der bei Eintritt des Exit-Events erzielten Erlösen und des festgelegten Ausübungspreises. Für die weiteren virtuellen Geschäftsanteile verweist die Gesellschaft auf das BFH-Urteil vom 15. März 2017 | R 11/15.

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über 5 Jahren in Höhe von TEUR 229 (Vorjahr: TEUR 457) ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 63 (Vorjahr: TEUR 50).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 1.866 (Vorjahr: TEUR 0) resultieren aus Wandeldarlehen.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen werden der Höhe und Bedeutung nach außergewöhnlichen Erträgen in Höhe von TEUR 1.211 resultierend aus der Corona-Überbrückungshilfe des Bundes ausgewiesen.

Die Materialaufwendungen enthalten neben der durch die Lieferanten produzierten Drucker und Materialien Aufwendungen für weitere Waren in Höhe von insgesamt TEUR 4.496 (Vorjahr: TEUR 3.888).

Insgesamt sind im Geschäftsjahr Kosten für Forschung und Entwicklung in Höhe von TEUR 2.552 (Vorjahr: TEUR 2.361) angefallen. Davon entfällt ein Betrag in Höhe von TEUR 1.746 (Vorjahr: TEUR 1.926) auf aktivierte selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände (Entwicklungskosten).

In den Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen wurden im Vorjahr außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände, bei denen von keiner kurzfristigen Markteinführung mehr ausgegangen wurde, in Höhe von TEUR 726 ausgewiesen. Im Berichtsjahr waren solche Abschreibungen nicht erforderlich.

In den Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten, wurden im Vorjahr Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert von Vorräten, bei denen von keiner kurzfristigen Markteinführung mehr ausgegangen wurde, in Höhe von TEUR 101 ausgewiesen. Im Berichtsjahr waren solche Abschreibungen nicht erforderlich.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Rechts- und Beratungskosten in Höhe von TEUR 734 (Vorjahr: TEUR 344), Frachtkosten in Höhe von TEUR 646 (Vorjahr: TEUR 367), Miete und Raumkosten in Höhe von TEUR 480 (Vorjahr: TEUR 459), EDV-Kosten in Höhe von TEUR 407 (Vorjahr: TEUR 360), Werbekosten TEUR 382 (Vorjahr: TEUR 113), weiterbelastete Aufwendungen von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 302 (Vorjahr: TEUR 271) sowie Fremdleistungen in Höhe von TEUR 269 (Vorjahr: TEUR 299). Periodenfremde Aufwendungen entstanden in Höhe von TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 6).

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse bestehen im Zusammenhang mit dem Mitarbeiterbeteiligungsprogramm aus gesamtschuldnerischer Haftung in Höhe der Wertsteigerung der Anteile der Gesellschaft (vgl. Angaben zur Bilanz, Rückstellungen).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB aus Miet- und Pachtverträgen in Höhe von insgesamt TEUR 435 p. a. und aus Leasingverträgen in Höhe von TEUR 17 p. a.

Anteilsbesitz

Die Gesellschaft ist alleinige Gesellschafterin der BigRep America Inc., Wilmington, MA, Vereinigte Staaten von Amerika. Das Eigenkapital der BigRep America Inc., Wilmington, betrug zum 31. Dezember 2022 TUSD -3.035. Im Jahr 2022 wurde ein Jahresüberschuss von TUSD 397 erzielt.

Zudem hält die Gesellschaft 100 % der Anteile an der BigRep Private Ltd., Singapur. Zum 31. Dezember 2022 verfügt die BigRep Private Ltd. über ein Eigenkapital von TSGD 105 und erzielte im Jahr 2022 ein Jahresergebnis von TSGD 13.

Anzahl der Beschäftigten

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2022 durchschnittlich 76 (Vorjahr: 74,5) Mitarbeiter. Davon waren durchschnittlich 61 Männer und 15 Frauen tätig.

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung der Gesellschaft erfolgte im Berichtsjahr durch:

Herr Dr. Reinhard Festag, Seeheim-Jugenheim, Geschäftsführer

Herr Dr. Sven Thate, Bad Dürkheim, Geschäftsführer

Die Geschäftsführer Dr. Sven Thate und Dr. Reinhard Festag sind gemeinschaftlich vertretungsberechtigt. Dr. Reinhard Festag darf Rechtsgeschäfte mit sich selbst und mit sich als Vertreter Dritter abschließen.

Beirat

Herr Dr. Peter Smeets, Rechtsanwalt, Frankfurt am Main (Vorsitzender)

Herr Kai M. Furler, CEO der Papierfabrik August Koehler SE, Oberkirch

Herr Dr. Christian Reitberger, Business Angel, Berg

Herr Markus Solibieda, Geschäftsführer der BASF Venture Capital GmbH, Ludwigshafen

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag ("Nachtragsbericht")

Zur weiteren Finanzierung des Geschäftsbetriebs wurden im Frühjahr 2023 Vereinbarungen über die Gewährung einer Brücken-Finanzierung auf Darlehensbasis bzw. über Wandeldarlehen über insgesamt TEUR 5.000 mit Gesellschaftern beschlossen.

 

Berlin, 26. Mai 2023

gez. Dr. Sven Thate

gez. Dr. Reinhard Festag

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022

BigRep GmbH, Berlin

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2022
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2022
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 7.141.405,62 1.746.454,00 -100.900,80 0,00 8.786.958,82
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 586.933,41 2.445,00 100.900,80 0,00 690.279,21
7.728.339,03 1.748.899,00 0,00 0,00 9.477.238,03
II. SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 138.122,32 12.999,38 0,00 0,00 151.121,70
Technische Anlagen und Maschinen 1.502.078,68 150.601,52 0,00 138.522,88 1.514.157,32
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 680.433,03 98.443,14 0,00 35.384,00 743.492,17
2.320.634,03 262.044,04 0,00 173.906,88 2.408.771,19
III. FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.730,87 0,00 0,00 0,00 2.730,87
10.051.703,93 2.010.943,04 0,00 173.906,88 11.888.740,09
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2022
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.995.626,82 1.425.916,00 0,00 5.421.542,82
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 542.273,41 63.108,80 0,00 605.382,21
4.537.900,23 1.489.024,80 0,00 6.026.925,03
II. SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 83.794,32 16.882,38 0,00 100.676,70
Technische Anlagen und Maschinen 1.072.003,68 251.604,52 133.701,88 1.189.906,32
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 528.215,03 102.140,14 33.567,00 596.788,17
1.684.013,03 370.627,04 167.268,88 1.887.371,19
III. FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
6.221.913,26 1.859.651,84 167.268,88 7.914.296,22
RESTBUCHWERTE
31. Dez. 2022
EUR
31. Dez. 2021
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.365.416,00 3.145.778,80
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 84.897,00 44.660,00
3.450.313,00 3.190.438,80
II. SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 50.445,00 54.328,00
Technische Anlagen und Maschinen 324.251,00 430.075,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 146.704,00 152.218,00
521.400,00 636.621,00
III. FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.730,87 2.730,87
3.974.443,87 3.829.790,67

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde am 17. August 2023 festgestellt.

Bestätigungsvermerk für das Geschäftsjahr 2022

BigRep GmbH, Berlin

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die BigRep GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der BigRep GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BigRep GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben im Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" im Anhang sowie auf die Angaben im Abschnitt "3 Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung - Finanzierung" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass BigRep als Wachstumsunternehmen bis zum Erreichen des Break Even abhängig von der Zuführung zusätzlicher finanzieller Mittel ist. Derzeit sieht die aktuelle Unternehmensplanung den Break Even Ende 2024/Anfang 2025 vor. Die im Frühjahr 2023 eingezahlten Darlehen sowie die im Mai 2023 beschlossenen Wandeldarlehen stellen den Liquiditätsbedarf sicher. Abgeschlossen wird die Finanzierung für 2023 und das 1. Halbjahr 2024 mit einer Wandlung der Darlehen verbunden mit einer noch zu beschließenden Barkapitalerhöhung - voraussichtlich Ende 2023 - in einer Höhe von bis zu EUR 4 Mio.. Eine deutlich negative Planabweichung oder das Ausbleiben der angestrebten Zuflüsse aus den beschlossenen Wandeldarlehen und/oder der noch zu beschließenden Barkapitalerhöhung könnte im Prognosezeitraum zu zusätzlichem Bedarf an finanziellen Mitteln führen. Sollte dieser zusätzliche Finanzbedarf nicht bzw. nicht alternativ gedeckt werden können, entstünde dadurch ein bestandsgefährdendes Risiko.

Wie im Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" im Anhang sowie im Abschnitt "3 Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung - Finanzierung" des Lageberichts dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 26. Mai 2023

Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Albrecht Richard, Wirtschaftsprüfer

gez. Thorsten Schmidt, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

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Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

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55 nahegelegene Organisationen

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