WERMA Signaltechnik GmbH + Co. KG

78604 Rietheim-Weilheim, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRA 723158
Vorher
WERMA Ausgliederungs GmbH + Co. KG
Eingetragen
26.8.2008

Finanzübersicht

Historie

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Management

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Gesellschafter

1 Gesellschafter

Kommanditgesellschaft (KG)

Persönlich haftender Gesellschafter
Germany

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

WERMA Signaltechnik GmbH + Co. KG

Rietheim-Weilheim

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Konzernbilanz

AKTIVA

EUR Vorjahr
TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 410.070,07 375
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3,82 2
410.073,89 377
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 816.270,85 1.039
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.007.623,03 2.709
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.744.900,54 4.203
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.409.892,45 366
8.978.686,87 8.317
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 25.425,57 25
9.414.186,33 8.719
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.499.968,03 3.420
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.485.995,94 1.168
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 3.369.431,02 2.310
4. Geleistete Anzahlungen 72.137,71 64
9.427.532,70 6.962
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.802.525,11 7.925
2. Forderungen gegen Gesellschafter 0,00 0
3. Sonstige Vermögensgegenstände 547.799,51 362
7.350.324,62 8.287
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 4.779.455,16 6.151
21.557.312,48 21.400
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 345.269,29 437
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 34.811,62 48
31.351.579,72 30.604

PASSIVA

EUR Vorjahr
TEUR
A. EIGENKAPITAL
I. Kapitalanteile Kommanditistin 2.000.000,00 2.000
II. Kapitalrücklage 10.000.000,00 4.000
III. Gewinnrücklage 345.848,51 145
IV. Bilanzgewinn 1.165.174,05 1.249
V. Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung 198.388,13 285
13.709.410,69 7.679
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.632.813,00 2.772
2. Steuerrückstellungen 617.782,19 645
3. Sonstige Rückstellungen 3.099.866,21 3.451
6.350.461,40 6.868
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 180.312,31 7
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 33.972,95 33
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.321.443,86 1.325
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 8.716.124,71 13.632
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.034.461,31 1.031
- davon aus Steuern: EUR 450.214,04 (Vj. TEUR 386)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 96.191,53 (Vj. TEUR 130)
11.286.315,14 16.028
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 5.392,50 29
31.351.579,73 30.604

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

EUR Vorjahr
TEUR
1. Umsatzerlöse 56.239.628,49 57.117
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.256.912,75 273
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 506.521,57 488
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.171.750,69 1.096
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 12.297.637,84 11.132
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 440.979,36 1.469
46.436.196,30 46.373
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 21.508.995,33 19.866
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.234.717,14 4.278
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.105.452,80 2.207
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 14.290.376,90 13.298
42.139.542,17 39.649
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 74.678,88 9
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 1
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 202.275,42 110
-127.596,54 -102
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
a) Steuern vom Einkommen und Ertrag 966.397,81 1484
b) Steueraufwand aufgrund Veränderung
latenter Steuern 13.450,34 -17
979.848,15 1.467
13. Ergebnis nach Steuern 3.189.209,44 5.155
14. Sonstige Steuern 93.233,92 48
15. Konzernjahresüberschuss 3.095.975,52 5.107
16. Ergebnisverwendung der Gesellschafter -3.069.440,03 -4.183
17. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.339.557,75 335
18. Einstellungen in Gewinnrücklagen -200.919,19 -10
-1.930.801,47 -3.858
19. Konzerbilanzgewinn 1.165.174,05 1.249

Konzernkapitalflussrechnung

2022
TEUR
2021
TEUR
Konzernjahresüberschuss 3.096 5.107
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 2.105 2.208
Zunahme/Abnahme der Rückstellungen -543 894
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 0 0
Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -1.424 -3.025
Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 154 925
Gewinn/Verlust aus dem Abgang vonGegenständen des Anlagevermögens 0 0
Zinsaufwendungen/Zinserträge 52 56
Ertragsteueraufwand 966 1.456
Ertragssteuerzahlungen -994 -1.103
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (1) 3.412 6.518
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständendes Sachanlagevermögens 43 21
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielleAnlagevermögen -253 -60
Auszahlungen für Investitionen in dasSachanlagevermögen -2.590 -2.163
Auszahlungen für Investitionen in dasFinanzanlagevermögen 0 0
Cashflow aus der Investitionstätigkeit (2) -2.800 -2.202
2022
TEUR
2021
TEUR
Auszahlungen an Gesellschafter -1.985 -6.514
Gezahlte Zinsen 0 0
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (3) -1.985 -6.514
2022
TEUR
2021
TEUR
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (1) + (2) + (3) -1.373 -2.198
Wechselkursbedingte Änderung des Finanzmittelfonds 1 -92
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 6.139 8.429
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 4.767 6.139

Zusammensetzung des Finanzmittelfonds:

2022
TEUR
2021
TEUR
Liquide Mittel 4.779 6.151
abzgl. Kontokorrentverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -12 -12
Finanzmittelfonds 4.767 6.139

Konzerneigenkapitalspiegel

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Rücklagen
Kapitalanteile
EUR
Kapitalrücklage
EUR
Gewinnrücklage
EUR
Bilanzgewinn
EUR
31. Dezember 2021 2.000.000,00 4.000.000,00 144.929,32 1.249.085,07
Konzernjahresüberschuss 3.095.975,52
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital -3.069.440,03
Einstellung in Rücklagen 6.000.000,00 200.919,19 -200.919,19
Währungsumrechnung 90.472,68
31. Dezember 2022 2.000.000,00 10.000.000,00 345.848,51 1.165.174,05
Konzerneigenkapital
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
EUR
EUR
31. Dezember 2021 284.620,06 7.678.634,45
Konzernjahresüberschuss 3.095.975,52
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital -3.069.440,03
Einstellung in Rücklagen 6.000.000,00
Währungsumrechnung -86.231,93 4.240,75
31. Dezember 2022 198.388,13 13.709.410,69

Konzernanhang

Darstellung der Unternehmensverhältnisse

Die konzernrechnungslegungspflichtige Muttergesellschaft wird unter der Firma WERMA Signaltechnik GmbH + Co. KG, sowie der Registernummer HRA 723158 beim Amtsgericht Stuttgart geführt. Sitz der Gesellschaft ist Rietheim-Weilheim.

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB von der WERMA Signaltechnik GmbH & Co. KG, Rietheim-Weilheim, als Mutterunternehmen zum 31. Dezember 2022 aufgestellt. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse der Konzerngesellschaften wurden ebenfalls zum 31. Dezember 2022 aufgestellt.

Zur Klarheit und Übersichtlichkeit des Konzernabschlusses haben wir die für einzelne Positionen geforderten Zusatzangaben in den Anhang übernommen. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Das Kommanditkapital beträgt EUR 2.000.000.

Kapitaleinlage
EUR
%
Persönlich haftende Gesellschafterin
WERMA Signaltechnik Verwaltungs-GmbH 0,00 0,0
Kommanditistin
WERMA Holding GmbH + Co. KG 2.000.000,00 100,0
2.000.000,00 100,0

Konsolidierungskreis

Die WERMA Signaltechnik GmbH + Co. KG beherrscht die in der Anteilsbesitzliste (Anlage zum Konzernanhang, die integraler Bestandteil des Konzernanhangs ist) dargestellten Gesellschaften und bezieht diese Gesellschaften in den von ihr aufgestellten Konzernabschluss ein.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss der WERMA Signaltechnik GmbH + Co. KG einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt.

Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Realisations- und Imparitätsprinzip wurden beachtet; Vermögensgegenstände werden höchstens zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. mit dem am Abschlussstichtag geltenden Devisenkassamittelkurs nach § 256a HGB bewertet.

Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände einschließlich des Firmenwerts aus der Erstkonsolidierung erfolgte zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen. Es werden betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern von 3 bis 15 Jahren angesetzt.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Bei den inländischen Gesellschaften wurden geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Die Abschreibungen erfolgen über die wirtschaftlichen Nutzungsdauern linear.

Die für Sachanlagen angesetzten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern betragen bei den Bauten zwischen 5 und 50 Jahren, bei den technischen Anlagen und Maschinen zwischen 3 und 15 Jahren und bei den anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 2 und 15 Jahren.

Das Finanzanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung vorgenommen.

Vorräte bewerteten wir zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert. Die Herstellungskosten umfassen die Fertigungs- und Materialeinzelkosten, angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie den Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten abzüglich der Wertabschläge für Einzelrisiken und für das allgemeine Kreditrisiko bilanziert.

Flüssige Mittel sind zum Nennwert bewertet.

Die Pensionsrückstellungen wurden unter Anwendung der "Projected Unit Credit Methode" unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck passiviert.

Bei den Rückstellungen sind alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme angesetzt.

Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern nach § 274 HGB aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Im Falle eines Überhangs der aktiven latenten Steuern über die passiven latenten Steuern verzichtet die Gesellschaft auf die Aktivierung der aktiven latenten Steuern. Zum Bilanzstichtag besteht wie im Vorjahr ein Aktivüberhang, für den das Aktivierungswahlrecht nicht in Anspruch genommen worden ist. Die aktiven latenten Steuern bestehen im Wesentlichen aus Bewertungsunterschieden bei den Rückstellungen.

Währungsumrechnung

Die Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Einzelabschlüsse erfolgt nach der Methode der funktionalen Währung. Dabei wird entsprechend den jeweils bestehenden finanzwirtschaftlichen Beziehungen zwischen Mutter- und Tochterunternehmen die Umrechnung zu Stichtagskursen oder nach dem Zeitbezug vorgenommen.

Alle Bilanzposten der auf fremde Währungen lautenden Abschlüsse haben wir mit dem jeweiligen Euro-Referenzkurs des Bilanzstichtags in Euro umgerechnet. Die aus der Veränderung der Devisenkurse zum Vorjahr entstehenden Differenzen aus der Umrechnung des Eigenkapitals wurden erfolgsneutral in die Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung eingestellt.

Die Umrechnung der Aufwendungen und Erträge erfolgte mit den Jahresdurchschnittskursen. Das Jahresergebnis der umgerechneten Gewinn- und Verlustrechnung wurde in die Bilanz übernommen und die Differenz erfolgsneutral in die Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung eingestellt.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Anteile der WERMA Signaltechnik GmbH + Co. KG an den vollkonsolidierten Unternehmen werden gem. § 301 HGB mit dem, zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung, zu Zeitwerten neu bewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen verrechnet (Neubewertungsmethode). Die Erstkonsolidierung erfolgte zum 1. Januar 2015.

Bei der Neubewertungsmethode wird der Wertansatz der WERMA Signaltechnik GmbH + Co. KG gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des einbezogenen Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten entspricht. Ein nach dieser Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, grundsätzlich als Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung ausgewiesen.

Der aus der Erstkonsolidierung eines vollkonsolidierten Unternehmens zu aktivierende Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 146 wurde als Firmenwert ausgewiesen und über die geplante Nutzungsdauer von 5 Jahren mittlerweile vollständig abgeschrieben.

Im Übrigen ergaben sich aus der Erstkonsolidierung passivische Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung (TEUR 476). Sie ergaben sich aus thesaurierten Gewinnen, die seit der Anschaffung der Gesellschaftsanteile bis zum Erstkonsolidierungszeitpunkt angefallen waren. Der Unterschiedsbetrag wurde daher unmittelbar in den Ergebnisvortrag entsprechend den Vorgaben des DRS 23 mit einbezogen, da es sich um passivische Unterschiedsbeträge mit Eigenkapitalcharakter handelt.

Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert.

Im Zuge der Aufwands- und Ertragskonsolidierung werden die konzerninternen Umsätze mit den entsprechenden Aufwendungen aufgerechnet oder in Bestandsveränderungen bzw. aktivierte Eigenleistungen umgegliedert. Zwischengewinne und -verluste aus dem konzerninternen Liefer- und Leistungsverkehr werden für das Umlaufvermögen unter Berücksichtigung von Steuerabgrenzungen eliminiert, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Aufwendungen und Erträge aus sonstigen Geschäftsvorfällen zwischen den einbezogenen Unternehmen werden ebenfalls aufgerechnet.

Latente Steuern nach § 306 HGB werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt, die sich aus den Konsolidierungsmaßnahmen ergeben. Aus den Konsolidierungsmaßnahmen resultieren im Wesentlichen abziehbare temporäre Differenzen aus der Zwischenergebniseliminierung. Die sich daraus ergebende Steuerbe- und -entlastung wird gemäß § 306 Abs. 6 HGB zusammengefasst und als aktive latente Steuer ausgewiesen.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im nachfolgenden Anlagespiegel dargestellt. In der Spalte "Währungsdifferenz" werden die Differenzen, die sich aus der Umrechnung des Anlagevermögens der nicht in Euro bilanzierenden ausländischen Gesellschaften zum Mittelkurs am Bilanzstichtag im Vergleich zum Vorjahreskurs ergeben, erfasst.

Anschaffungs-/Herstellungskosten
1.1.2022
EUR
Währungsdifferenz
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.936.347,92 2.895,87 252.904,01 80.731,06 2.615,00 4.114.031,74
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.250.869,85 0,00 0,00 0,00 0,00 1.250.869,85
5.187.217,77 2.895,87 252.904,01 80.731,06 2.615,00 5.364.901,59
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 2.581.898,17 -6.744,97 20.642,85 62.595,26 0,00 2.533.200,79
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.869.158,45 -20.259,54 843.096,68 22.101,33 -68.837,00 10.601.057,26
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.789.229,89 1.689,00 680.284,98 92.374,33 68.837,00 18.447.666,54
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 366.104,05 0,00 1.046.403,40 0,00 -2.615,00 1.409.892,45
30.606.390,56 -25.315,51 2.590.427,91 177.070,92 -2.615,00 32.991.817,04
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 25.318,93 39,32 428,41 361,09 0,00 25.425,57
35.818.927,26 -22.380,32 2.843.760,33 258.163,07 0,00 38.382.144,20
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2022
EUR
Währungsdifferenz
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.560.849,85 2.889,27 220.831,73 80.609,18 0,00 3.703.961,67
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.249.199,36 0,00 1.666,67 0,00 0,00 1.250.866,03
4.810.049,21 2.889,27 222.498,40 80.609,18 4.954.827,70
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 1.542.701,68 -3.162,63 220.045,50 42.654,61 0,00 1.716.929,94
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.160.601,54 -16.685,44 528.125,80 16.623,62 -61.984,05 7.593.434,23
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.586.100,42 -5.146,37 1.134.783,10 74.955,20 61.984,05 14.702.766,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
22.289.403,64 -24.994,44 1.882.954,40 134.233,43 24.013.130,17
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
27.099.452,85 -22.105,17 2.105.452,80 214.842,61 0,00 28.967.957,87
Buchwerte
31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 410.070,07 375.498,07
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3,82 1.670,49
410.073,89 377.168,56
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 816.270,85 1.039.196,49
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.007.623,03 2.708.556,91
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.744.900,54 4.203.129,47
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.409.892,45 366.104,05
8.978.686,87 8.316.986,92
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 25.425,57 25.318,93
9.414.186,33 8.719.474,41

Sonstige Vermögensgegenstände

Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 43 eine Restlaufzeit von über einem Jahr (Vj. TEUR 64).

Aktive latente Steuer

Aus den Konsolidierungsmaßnahmen resultieren im Wesentlichen abziehbare temporäre Differenzen aus der Zwischenergebniseliminierung. Die sich daraus insgesamt ergebende Steuerentlastung wird gemäß § 306 HGB als aktive latente Steuer ausgewiesen.

Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgte mit den folgenden länderspezifischen Steuersätzen:

Deutschland 11%
Ausland 22%

Eigenkapital

Das Kommanditkapital von TEUR 2.000 entspricht unverändert dem bei der WERMA Signaltechnik GmbH + Co. KG ausgewiesenen Bilanzposten. Die Kapitalrücklage bei der WERMA Signaltechnik GmbH + Co. KG wurde im Geschäftsjahr um TEUR 6.000 auf TEUR 10.000 erhöht. Im Konzernbilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 1.249 (Vj. TEUR 336) enthalten.

Hinsichtlich der Entwicklung des Konzerneigenkapitals verweisen wir auf den Konzern-Eigenkapitalspiegel.

Rückstellungen für Pensionen

Bei der Berechnung der Pensionsrückstellungen wurde ein Zinssatz von 1,79 %, eine Gehaltssteigerung von 2,5 % und eine jährliche Rentensteigerung von 2,0 % zugrunde gelegt. Der Zinssatz entspricht dem Zins nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB (Vereinfachung Zinssatz für pauschale Laufzeit von 15 Jahren).

Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt EUR 131.351,00.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen zum Bilanzstichtag bestehende Verpflichtungen aus dem Personalbereich (Tantiemen, Urlaubs- und Gleitzeitguthaben) sowie aus dem Vertriebsbereich (Gewährleistungen und nachträgliche Bonus-Abrechnungen Kunden).

Bei der Berechnung der Rückstellungen für Altersteilzeit wurde ein Zinssatz von 0,33 % und ein Einkommenstrend von 2,50 % p. a. zugrunde gelegt. Die Bewertung der Aufstockungsbeträge erfolgt auf Basis der sogenannten FIFO-Methode. Die Altersteilzeitrückstellung in Höhe von TEUR 619 ist durch eine Rückdeckungsversicherung in Höhe von TEUR 477 gesichert. Die Rückdeckungsversicherung dient ausschließlich der Erfüllung der Altersteilzeitverpflichtung und ist dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Der Zeitwert der verrechneten Rückdeckungsversicherung entspricht dem versicherungsmathematisch ermittelten Aktivwert und damit den fortgeführten Anschaffungskosten.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von einem Jahr. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen Sicherheiten in Form der üblichen Eigentumsvorbehalte.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

31.12.2022
TEUR
Miet- und Leasingverträge
im Folgejahr 1.241
im 2. bis 5. Jahr 2.541

Die Mietverträge bestehen hauptsächlich für Immobilien und Fahrzeuge. Sie sind teilweise auf unbestimmte Zeit geschlossen oder haben Laufzeiten zwischen 2023 und 2028. Weitere finanzielle Verpflichtungen bestehen im Rahmen des üblichen Geschäftsverkehrs.

Die Leasinggeschäfte wurden zur Optimierung der Liquiditätslage der Gesellschaft eingesetzt. Vorteile aus den Miet- und Leasingverträgen bestehen in der geringeren Kapitalbindung. Risiken ergeben sich aus der Vertragslaufzeit.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse nach Regionen

2022
TEUR
2021
TEUR
Inland 29.001 31.332
Übrige EU 12.555 6.879
Übrige Länder 14.684 18.906
56.240 57.117

Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Devisenkursgewinne (TEUR 347; Vj. TEUR 494), Erträge aus der Auflösung der Pensionsrückstellung (TEUR 211; Vj. TEUR 0) sowie aperiodische Erträge sind in Höhe von TEUR 307 (Vj. TEUR 487) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen entstehen hauptsächlich für die Anmietung von Räumlichkeiten, die Verwaltung und den Vertrieb. Auch Devisenkursverluste (TEUR 254; Vj. TEUR 167) sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Aperiodische Aufwendungen sind in Höhe von TEUR 26 (Vj. TEUR 30) enthalten.

Personalaufwand

Der Personalaufwand enthält Aufwendungen aus Altersversorgung i.H.v. TEUR 325 (Vj. TEUR 413).

Zinsergebnis

Die Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" beinhalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 49 (i. Vj. TEUR 56).

Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Die Konzern-Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Flüssigen Mittel des Konzerns durch Mittelzu- und -abflüsse im Laufe des Geschäftsjahres verändert haben. Die Zahlen zum Cashflow wurden nach DRS 21 ermittelt. Dementsprechend wird zwischen Zahlungsströmen aus laufender Geschäftstätigkeit und aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden.

Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelfonds umfasst alle in der Konzernbilanz ausgewiesenen Schecks, Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sowie die kurzfristigen Kontokorrentverbindlichkeiten.

Die Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden zahlungsbezogen ermittelt. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit wird demgegenüber ausgehend vom Konzernergebnis, indirekt abgeleitet.

Eigenkapitalspiegel

Der Eigenkapitalspiegel wurde entsprechend den Vorschriften des DRS 22 aufgestellt.

Sonstige Angaben

Anteile an anderen Unternehmen

Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital
%
In die Vollkonsolidierung einbezogene Unternehmen:
WERMA International GmbH, Rietheim - Weilheim1) EUR 100,0
WERMA (UK) Limited, Wellingborough / Großbritannien GBP 100,0
WERMA SARL, Mions / Frankreich EUR 100,0
WERMA Benelux BVBA, Sint-Denijs-Westrem / Belgien EUR 100,0
WERMA (USA) Inc., Norcross / USA USD 100,0
WERMA (Shanghai) Co. LTD., Shanghai / China CNY 100,0
WERMA Italia S.r.l., Piacenza / Italien EUR 100,0

1) Ergebnisabführungsvertrag mit WERMA Signaltechnik GmbH + Co. KG

Geschäftsführungsorgan

Die Geschäftsführung obliegt der persönlich haftenden Gesellschafterin WERMA Signaltechnik Verwaltungs-GmbH, Rietheim-Weilheim, diese vertreten durch ihren alleinigen Geschäftsführer

Herr Matthias Marquardt, Tuttlingen

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wurde in analoger Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Beirat

Beiratsmitglieder sind:

Herr Dr. Axel Sigle, Rechtsanwalt (Vorsitzender)

Frau Dr. Katrin Marquardt, Kommunikationstrainerin

Herr Rudolf Spiller, technischer Leiter

Herr Wolfgang Drees, Unternehmensberater

Die Gesamtbezüge der Beiratsmitglieder betragen TEUR 125.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2022 2021
Gewerbliche Mitarbeiter 82 79
Angestellte 280 276
362 355

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das von dem Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar beträgt im Geschäftsjahr:

Abschlussprüfungsleistungen TEUR 62
Steuerliche Beratungsleistungen TEUR 33
Sonstige Beratungsleistungen TEUR 16

Inanspruchnahme von Erleichterungen

Für Zwecke der Offenlegung wurde von der WERMA Signaltechnik GmbH + Co. KG, Rietheim-Weilheim, von der Befreiung des § 264b HGB sowie von der WERMA International GmbH, Rietheim-Weilheim, von der Befreiung des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht.

Die Gesellschafterbeschlüsse und der Konzernabschluss der Muttergesellschaft werden beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht.

 

Rietheim-Weilheim, den 12. Mai 2023

WERMA Signaltechnik Verwaltungs-GmbH

gez. Matthias Marquardt, Geschäftsführender Gesellschafter

Konzernlagebericht

A. Grundlagen des Konzerns

1 Geschäftsmodell

1.1 Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf

Die WERMA-Gruppe ist eine der weltweit führenden Firmen für optische und akustische Signalgeräte. Seit einigen Jahren gehören auch Systeme zur Prozessoptimierung in Produktion und Logistik zum Produktprogramm. Als schwäbisches Unternehmen gibt WERMA technologisch und mit zukunftsweisenden Innovationen den Ton an. Unsere Signalgeräte und Systeme machen Arbeitsumgebungen sicher und Prozesse effizient - an der Maschine oder der Anlage, in der Fabrikhalle oder am Gebäude.

Das europäische Wirtschaftswachstum [1] schwächte sich im 4. Quartal 2022 auf 0,1 % gegenüber dem Vorquartal (+0,3) ab. Dies bedeutet, dass sich die Konjunktur seit Mitte 2022 deutlich abgeschwächt hat.

Zwar haben sich die Engpässe in den internationalen Lieferketten weiter normalisiert, die Gasversorgung ist sicherer geworden und die Unternehmen sind dabei, ihre hohen Auftragsrückstände abzuarbeiten, jedoch könnten Störungen der Wirtschaftstätigkeit in China zu erneuten Engpässen führen, die sich auch auf die Weltwirtschaft auswirken könnten. Der Preisdruck ist weltweit nach wie vor hoch, könnte aber den Höhepunkt überschritten haben, denn die Gesamtinflation im OECD-Raum insgesamt verringerte sich im November 2022 weiter.

Die WERMA Gruppe konnte trotz diesen ökonomischen Rahmenbedingungen den zweithöchsten Umsatz ihrer Unternehmensgeschichte realisieren. So lag der Konzernumsatz mit 56,2 Mio. EUR leicht unter dem Vorjahresniveau. Der Umsatz in Deutschland sank um etwa 6%. Die Umsätze aller Tochtergesellschaften hingegen konnten entgegen dem Trend in Deutschland gegenüber dem Vorjahr um 10% gesteigert werden. Die Entwicklung dabei ist, wie auch im Vorjahr, nicht einheitlich: während in den USA und Italien Umsatzsteigerung von 23% bzw. respektive 26% erzielt werden konnten, wuchs der Umsatz in den anderen Gesellschaften lediglich im einstelligen Bereich. Der Standort Benelux (Niederlande, Belgien, Luxemburg) verzeichnete hingegen einen Rückgang von 4%.

1.2 Produktionsstandorte und weltweites Vertriebsnetz

Muttergesellschaft der WERMA-Gruppe ist die WERMA Signaltechnik GmbH + Co. KG. Neben ihrer operativen Tätigkeit führt sie auch direkt oder indirekt die verschiedenen in- und ausländischen Beteiligungen. Als Führungsgesellschaft übernimmt sie die Finanzierung sowohl im Innen- als auch Außenverhältnis.

Die WERMA Signaltechnik GmbH & Co. KG unterliegt deutschem Recht. Die Geschäftsführung besteht aus einem Mitglied, Herrn Matthias Marquardt, der die Firma kontinuierlich seit 2009 führt.

Neben der WERMA Signaltechnik GmbH + Co. KG werden die WERMA International GmbH sowie sechs weitere ausländische Tochtergesellschaften in den Konzernabschluss einbezogen. Die chinesische Tochtergesellschaft hat neben dem Vertrieb auch eigene Produktions- & Entwicklungskapazitäten.

Die meisten ausländischen Tochtergesellschaften haben sich im Jahr 2022 positiv, aber doch unterschiedlich, entwickelt. Die Gründung der Gesellschaft in Italien im Jahr 2018 und deren personelle Neuausrichtung im Jahr 2020 zeigt weiterhin, mit 26% Umsatzsteigerung, ein deutlich überdurchschnittliches Wachstum. Die Tochtergesellschaft in den Vereinigten Staaten von Amerika ist nach Deutschland weiterhin - gemessen am Außenumsatz - die zweitgrößte Gesellschaft der Gruppe und konnte den Umsatz um knapp 1,0 Mio. EUR ggü. dem Vorjahr steigern. Bereinigt um das "Einmalprodukt CO 2 -Tower" konnte auch unsere französische Tochtergesellschaft den Umsatz steigern. Die Tochtergesellschaft in Belgien - bedingt durch verschiedene Einflussfaktoren - musste einen Umsatzrückgang von 4% verkraften.

1.3 Qualifiziertes und motiviertes Personal

Qualifizierte und motivierte Mitarbeiter sind für WERMA als weltweit operierendes, führendes Technikunternehmen ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Im Wettbewerb um leistungsfähige Fachkräfte bieten wir attraktive Rahmenbedingungen, um für unsere Beschäftigten ein begehrter Arbeitgeber zu sein und um neue Fachkräfte zu gewinnen. Das beginnt damit, Schülern und angehenden Schulabsolventen eine erste Orientierungshilfe bei der Berufswahl zu geben. An unserem Hauptsitz in Rietheim-Weilheim bilden wir sowohl technische und kaufmännische Auszubildende als auch duale Studenten aus. Um dem allgemein spürbaren Rückgang in den Bewerberzahlen zu begegnen, tragen bewährte Programme wie der Berufsinformationstag und die Entsendung unseres Nachwuchses in ausländische Tochtergesellschaften zu unserem hohen Standard im Bereich unserer Ausbildungsaktivitäten am Hauptstandort bei. Um unseren Mitarbeitern beste Rahmenbedingungen zur Erreichung ihrer persönlichen beruflichen Ziele zu geben, bieten wir umfangreiche Weiterbildungsmöglichkeiten und flexible Arbeitszeitmodelle zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf an. Sportliche und medizinische Programme zum Erhalt der Gesundheit runden das Angebot ab.

WERMA bildet an ihrem Hauptstandort etwa 10 Auszubildende und Studenten aus. Grundsätzlich wurden wieder alle Auszubildende und Studenten übernommen. Vakanzen aufgrund von natürlicher Fluktuation konnten nur teilweise wieder besetzt werden. Die Besetzung von Positionen insbesondere in den sogenannten MINT-Fächern beansprucht einen Zeitrahmen deutlich über 6 Monate.

Ein Personalaufbau hat sowohl im Mutterhaus als auch in den Auslandsgesellschaften im vergangenen Geschäftsjahr stattgefunden.

Die WERMA Gruppe beschäftigte zum Bilanzstichtag 31.12.2022 weltweit 389 Mitarbeiter, davon 299 Mitarbeiter am Standort Rietheim-Weilheim. Dies ist ein deutlicher Aufbau zum Vorjahr von 26 Mitarbeitern.

2 Ziele und Strategien

Wir haben uns zum Ziel gesetzt, nachhaltig und profitabel zu wachsen und so unseren Unternehmenswert kontinuierlich zu steigern. Hierzu entwickeln wir unser bestehendes Produkt- und Leistungsportfolio entlang der Bedürfnisse unserer Kunden durch Innovationen stetig weiter. Darüber hinaus bauen wir unsere Präsenz in Wachstumsmärkten kontinuierlich aus.

3 Steuerungssystem

Wir führen die WERMA Gruppe anhand ausgewählter Steuerungsgrößen. Die Geschäftsführung stützt ihre Entscheidungen und Maßnahmen dabei sowohl auf Finanz- als auch auf nicht-finanzielle Kennzahlen. Anhand von Planzahlen sowie daraus gegebenenfalls resultierenden Soll-Ist-Abweichungen werden Zielerreichung und notwendige Maßnahmen definiert und eingeleitet.

3.1 Finanzielle Leistungsindikatoren

Unser finanzieller unternehmerischer Erfolg spiegelt sich im Wesentlichen in der Ertragskraft und im Generieren zusätzlicher Liquidität wider. Daher ist unser finanzielles Steuerungssystem auf den Umsatz und den EBIT ausgerichtet.

3.2 Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Als nicht finanzielle Leistungsindikatoren sind Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit zentrale Aspekte der Unternehmensziele.

WERMA überzeugt ihre Kunden durch kompetenten und freundlichen Service, qualitativ und funktional hochwertige Produkte und schnelle Belieferung. Kundenindividuelle Produktentwicklungen realisieren wir mit dem gleichen Anspruch.

Unsere Mitarbeiter leisten für den Erfolg von WERMA den wesentlichen Beitrag. Für sie bieten wir überdurchschnittliche Arbeitsbedingungen und Sozialleistungen sowie individuelle Weiterbildungsmöglichkeiten und ein offenes, vertrauensvolles und auf Respekt basierendes Betriebsklima.

3.3 Planungsprozess

Auf Basis der strategischen Zielsetzungen des Konzerns erstellen wir im Schlussquartal des laufenden Berichtsjahres eine Planung für das kommende Geschäftsjahr, die anschließend dem Beirat vorgelegt, mit ihm diskutiert und von ihm genehmigt wird. Kernbestandteil der Planung ist die Abschätzung der voraussichtlichen Entwicklung unserer einzelnen Tochtergesellschaften, in die auch allgemeine konjunkturelle sowie die für uns wesentlichen branchenspezifischen Prognosen eingehen. Der Konzernplanungsprozess wird dabei durch das zentrale Controlling gesteuert. Die Planzahlen werden im Konzern konsolidiert und Abweichungsanalysen durchgeführt, die mit der Geschäftsführung und dem Beirat in regelmäßigen Abständen erörtert werden.

4 Produkte und Innovationen sowie Forschung und Entwicklung

Im Bereich der klassischen Signalgeräte wurde die branchenführende Produktfamilie eSIGN um weitere wichtige Versionen erweitert. Diese setzt neue Maßstäbe in der industriellen Signaltechnik durch moderne Anschlusstechnik und ein innovatives Lichtlenkungssystem. Dadurch behält WERMA die Branchenführung im Bereich Innovation und Technologie.

Im Geschäftsfeld "Systeme zur Prozessoptimierung" wurde die neue Produktfamilie WeASSIST auf der Hannover Messe offiziell vorgestellt. Das neue System unterstützt Industriekunden bei der Prozessoptimierung auf dem Weg zu Industrie 4.0. Eigens entwickelte drahtlose IOT- und EDGE-Geräte ermöglichen eine sehr einfache Vernetzung auch bei heterogenen Maschinen-, Montage- oder Intralogistik-Prozessen. Zusammen mit einer umfangreichen Cloud-Umgebung und leistungsstarken Apps bieten wir dem Kunden eine Komplettlösung aus einer Hand. Im Laufe des Jahres wurden mit der agilen Entwicklungsmethodik Scrum, regelmäßig neue Funktionen den Kunden zur Verfügung gestellt.

Zusätzlich wurde das bestehende Portfolio weiter optimiert, um die Energieeffizienz der Produkte zu verbessern, die Lieferfähigkeit sicherzustellen, neue Industrie-Standards/Normen zu erfüllen und wettbewerbsfähig zu bleiben.

B. Wirtschaftsbericht

1. Ertragslage

Das Ergebnis des Vorjahres konnte im Jahr 2022 wie erwartet nicht nochmal erzielt werden.

Das der Pandemie geschuldete Absagen von Messen und Veranstaltungen führte nun mit dem Auslaufen der gesetzlichen Restriktionen zu einer signifikanten Steigerung der Marketingausgaben, die sich nun wieder auf einem vergleichbaren Vorkrisen-Niveau befinden.

Die Entspannung in der sogenannten Supply-Chain-Krise konnte zwar die Steigerung der Rohstoffpreise abschwächen, führt aber noch nicht zu einer Reduzierung auf das Niveau der Vorjahre. Auch führte der Krieg Russland-Ukraine zu signifikant gestiegen Energiekosten denen sich WERMA, trotz vielen energetischen Maßnahmen, nicht entziehen konnte.

Personalkosten stiegen aufgrund des Personalaufbaus um 26 Mitarbeiters sowie der in Deutschland zwischen den Tarifparteien ausgehandelten Inflationsprämie in Höhe von EUR 3.000, - pro Mitarbeiter.

Alle diese kostensteigernden Effekte konnten nur teilweise durch die Anhebung der Produktpreise an unsere Kunden weitergegeben werden.

Der Konzernumsatz mit 56,2 Mio. EUR bedeutet eine leichte Umsatzreduzierung von 0,9 Mio. EUR oder 1,5% gegenüber dem Vorjahr und übertraf trotzdem die prognostizierte Entwicklung deutlich.

Die WERMA Gruppe strebt ein langfristiges nachhaltiges Wachstum an. Um dieses zukünftige Wachstum auch bewerkstelligen zu können, wurde bewusst weiterhin in Strukturen und Personal investiert bzw. Investitionen vorweggenommen. Diese "Anlaufkosten" hatten in den letzten Jahren entsprechende Aufwendungen zur Folge und werden auch noch in den nächsten Jahren 2023 und 2024 fortgeführt werden.

Die Materialaufwandsquote stieg deutlich von 19,2% auf 22,7%, bedingt durch Rohstoffpreis- und Energiekostensteigerungen. Auch die Personalaufwandsquote erhöhte sich auf 45,8% (Vj. 42,2%).

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von TEUR 4.297 liegt wie erwartet unter dem Vorjahresniveau (TEUR 6.724). Die Verschlechterung ist im Wesentlichen im Personalaufbau als auch den allgemeinen Kostensteigerungen begründet. Insgesamt ergibt sich für 2022 ein Konzernjahresüberschuss von TEUR 3.096 (Vj. TEUR 5.107).

2. Finanz- und Vermögenslage

Die Bilanzsumme des Konzerns weist eine geringfügige Steigerung um 0,8 Mio. EUR aus. Im Berichtsjahr wurden Gesellschafterdarlehen in die Kapitalrücklage in Höhe von 6,0 Mio. EUR umgewandelt und führten zu einer signifikanten Verbesserung der Eigenkapitalquote auf 43,8% (Vj. 25,1%).

Das Anlagevermögen hat sich im Berichtszeitraum nur leicht um 0,7 Mio EUR erhöht. Im Umlaufvermögen haben sich insbesondere die Vorräte stark um knapp 2,5 Mio. EUR erhöht, um die Lieferfähigkeit der Gruppe trotz widrigen Umständen auf dem Beschaffungsmarkt, sicherzustellen. Die relative starke Reduzierung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 0,9 Mio. EUR ist in den vergleichbaren schwachen Monaten November und Dezember 2022 begründet. Gegenläufig verminderten sich die liquiden Mittel von 6,2 Mio. EUR auf 4,8 Mio. EUR.

Das Eigenkapital hat sich im Berichtsjahr um 6,1 Mio. EUR erhöht. Die Verbindlichkeiten reduzierten sich im Jahr 2022 um 4,7 Mio. EUR. Bereinigt um die Kapitalerhöhung wären die Verbindlichkeiten um 1,3 Mio. EUR gestiegen.

Die Investitionen des Konzerns in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen lagen im Jahr 2022 bei 2,8 Mio. EUR (Vj. 2,2 Mio. EUR). Die Investitionen konnten vollständig aus dem laufenden Cashflow bedient werden. Schwerpunkt der Investitionen waren, wie auch in den Vorjahren, IT-Hard- und Software. Des weiteren Investitionen in neue Werkzeuge und Betriebsmittel für neue Produkte, wie im Entwicklungsplan für diese Produkte vorgesehen.

Die Verpflichtungen konnten aus dem Cashflow der laufenden Geschäftstätigkeit bedient werden. Die Ertrags- und Finanzlage im Jahr 2022 erlaubte es zum wiederholten Mal, auf eine Aufnahme von Fremdkapital bei Nichtgesellschaftern zu verzichten. Der Konzern war zu jedem Zeitpunkt in der Lage, seinen Verpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

3. Gesamtbeurteilung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns wird als solide beurteilt.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1 Chancenbericht

Zur Identifizierung und Wahrnehmung der sich uns eröffnenden Chancen beobachten wir fortlaufend die Entwicklungen in unseren Märkten. Darüber hinaus erhalten wir aus dem Dialog mit unseren Kunden, Lieferanten und Partnern frühzeitig wertvolle Informationen zu Branchentrends und den steigenden Anforderungen, die Kunden an unsere Produkte stellen.

1.1 Langfristige Chancen

Die wachsende Weltbevölkerung sowie die voranschreitende industrielle Entwicklung, insbesondere in den Schwellenländern, führt dabei zu einem kontinuierlichen Anstieg der Nachfrage in vielen Bereichen des Lebens wie beispielsweise Nahrungsmittel, Wohnraum, Bekleidung oder Mobilität. Davon profitieren neben der Nahrungsmittel- und auch der chemischen Industrie, nachgelagert auch der Maschinenbau, Logistikanbieter und ähnliches, die wiederum Teil des Kundenportfolios von WERMA sind.

1.2 Mittelfristige Chancen

Mittelfristig ergeben sich für WERMA Chancen aus dem Ausbau der Markposition insbesondere im internationalen Bereich und der Erschließung neuer Märkte. Daneben spielt für uns auch eine kontinuierliche, zielgerichtete Forschungs- und Entwicklungsarbeit, mit der wir uns in der Vergangenheit starke Positionen in zahlreichen Produktbereichen erarbeitet haben, eine Schlüsselrolle.

Aufgrund des Branchentrends nach vermehrter kundenspezifischer Signalisierungstechnik an der Maschine sehen wir zudem die Chance, unser heutiges Angebot an ganzheitlichen individuellen Kundenlösungen weiter auszubauen.

1.3 Kurzfristige Chancen

Unter der Voraussetzung einer wachsenden Weltwirtschaft ergeben sich für uns kurzfristige Chancen aus einer steigenden Investitionstätigkeit im Maschinenbau und deren Nachfolgeprodukte. Als kurz- und mittelfristige Chance betrachten wir im Zusammenhang mit der fortschreitenden industriellen Digitalisierung das enorme Nachfragepotenzial für unsere Systemlösungen im Bereich Industrie 4.0, das sich unseres Erachtens weitgehend unabhängig von konjunkturellen Einflüssen etablieren wird.

Unterstützend durch unsere hohe Wertschöpfungstiefe ist WERMA von Material- und Lieferengpässen nicht so stark in Abhängigkeit wie Wettbewerber und konnte in den vergangenen Jahren kurzfristig Marktanteile gewinnen. Die stark steigenden geopolitischen Risiken und das dadurch bedingte Umdenken im Bereich der globalen Lieferketten bietet WERMA als stark lokal verankerten Mittelständler die Chance, an diesem Trend zu partizipieren.

2 Risikobericht

2.1 Risiko-Management-System

WERMA versucht permanent, durch zeitnahes Controlling, systematische Erfassung aller relevanten Daten sowie ständige Marktverfolgung das Geschäft aktiv zu steuern und die operativen und finanziellen Risiken so gering wie möglich zu halten.

WERMA verfolgt weiterhin den Ansatz, generell nur solche Risiken einzugehen, die die Chance bieten, die Position des Unternehmens langfristig zu stärken und die beherrschbar und nicht existenzgefährdend sind.

2.2 Markt-, Produkt- & Wettbewerbsrisiko

Dazu zählen insbesondere die Auswahl an Produkten, Kunden und Märkten unter Risikoaspekten. Der Absatzmarkt der Gesellschaft liegt derzeit primär im deutschen und europäischen Umfeld. Der Großteil der Produktpalette findet Anwendung im Maschinenbau und in der Automatisierungstechnik. Sowohl aus europäischer als auch aus globaler Absatzsicht ist hier mit langfristigen Steigerungen im Umsatz zu rechnen.

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten verlaufen erfolgversprechend. Das Risiko der Kostenüberschreitung oder auch der verspäteten Markteinführung ist als moderat anzusehen. Gerade die F&E-Aktivitäten bieten ein hohes Chancen-Potential, das Produktportfolio weiter zu diversifizieren und neue Kunden, Regionen und Märkte zu erschließen.

2.3 Risiken der Wertschöpfungskette

Auch die mit der Wertschöpfungsstruktur von WERMA verbundenen Kostenblöcke sind unter dem Aspekt von flexiblen Anpassungsmöglichkeiten an veränderte Umsatzverläufe organisiert, und die Wirksamkeit von Maßnahmen wurde erfolgreich während der Corona-Pandemie, der im Jahr 2021 neu hinzugekommenen Supply-Chain-Krise sowie dem Russland-Ukraine Krieg seit 2022 unter Beweis gestellt. Das Ausfallrisiko einer unserer Lieferanten oder unserer (Groß-) Kunden wird derzeit als gering betrachtet. Drohende Insolvenzen (Kunden- und Lieferantenseite) sind nicht bekannt.

Deutlich kritischer ist die Lieferfähigkeit unserer Rohstofflieferanten zu bewerten. Allgemeine Engpässe im Bereich von Kunststoffgranulaten und elektronischen Bauteilen führten und führen zu deutlich verlängerten Lieferzeiten und kurzfristigen Preissteigerungen. Die Situation verursacht hohen administrativen Aufwand. Lieferstopps und Produktionsunterbrechungen konnten aber durch second-source-Lieferanten und / oder Lieferung über sogenannte Broker vermieden werden. Die Situation hat sich im Vergleich zu 2021 leicht entspannt.

2.4 Risiken der Informationstechnologien (IT-Risiken)

Zur Gewährleistung der notwendigen Verfügbarkeit müssen geeignete Sicherungsmaßnahmen gegen das Risiko des technischen Ausfalls von IT-Systemen und Datennetzen sowohl aufgrund technischer Fehler als auch externer Einwirkung (z.B. Brand, Hochwasser, Diebstahl) getroffen werden. Diesem Risiko begegnen wir durch die zentrale Datenverarbeitung auf redundanten Serversystemen und Datenspeichern an räumlich voneinander getrennten Orten sowie Datensicherungs- und Wiederherstellungsprozessen, die schnelle Datenwiederherstellungen ermöglichen.

Trotz des weltweit gestiegenen Risikos von Cyber-Attacken ist es WERMA bisher gelungen, schädigende Sicherheitsvorfälle zu vermeiden. Um den Konzern auch weiterhin von Risiken wie dem Verlust oder der Verfälschung von Daten sowie daraus resultierender Betriebsunterbrechungen zu schützen, arbeiten wir intensiv an unseren IT-Sicherheitsprozessen sowie Vorbeuge- und Abwehrmaßnahmen und passen diese regelmäßig an die sich verändernden Anforderungen und Gefahren an.

Neben der Datensicherheit hat Datenschutz bei WERMA einen hohen Stellenwert. Der Schutz von personenbezogenen Daten gehört dabei zu den Grundsätzen unserer Geschäftspolitik, und wir arbeiten kontinuierlich an der Umsetzung und Überwachung der Vorgaben aus der DSGVO sowie weiteren länderspezifischen Gesetzen zum Datenschutz.

2.5 Personalrisiken

Im Bereich der Standort-Risikoanalyse ist der Bereich Personalkosten zu nennen. Tarifabschlüsse in der Metall- und Elektroindustrie sind generell eine Herausforderung an das Kostenmanagement durch die Unternehmensführung. Bereits 2022 führte die tariflich vereinbarte Einmalzahlung der sog. Inflationsprämie zu Kosten von etwa 0,8 Mio. EUR. Der Tarifabschluss 2022 - 2024 wird zu einer Entgeltsteigerung von 5,2% in 2023 und 3,3% in 2024 zuzüglich weiteren individuellen Entgeltsteigerungen führen. Die demographische Entwicklung der Arbeitskräfte in Deutschland führt bereits heute zu Engpässen bei der Findung von adäquat ausgebildeten Fach- und Führungskräften.

2.6 Finanzwirtschaftliche Risiken und Steuerrisiken

Im Rahmen unserer Geschäftsaktivitäten können sich Währungs-, Zinsänderungs-, Kredit- und Liquiditätsrisiken ergeben.

Den sich aufgrund der Exportgeschäfte ergebenden Währungsrisiken begegnen wir auf der Vertriebsseite durch die Fakturierung in Euro. Das Währungsrisiko auf der Beschaffungsseite ist aufgrund des bei weitem überwiegenden Einkaufs in Euro als geringfügig einzustufen.

Das Liquiditäts- und/oder Finanzierungsrisiko der Werma Gruppe ist als gering einzustufen. Die Tochtergesellschaften werden ausschließlich über die Muttergesellschaft finanziert. Der operative Kapitalfluss wird voraussichtlich weiterhin positiv sein, sodass auch wiederkehrende Investitionen über diesen finanziert werden können.

Dem Risiko der Zahlungsunfähigkeit unserer Kunden begegnen wir mit einem gezielten Monitoring deren Zahlungsverhalten. Unser Forderungsmanagement ist aktuell auf die fortlaufende Überwachung der Fälligkeiten ausstehender Forderungen ausgerichtet. Die konjunkturelle Schwächephase und die damit auch bei unseren Kunden verbundenen Umsatzrückgänge haben zu keinen Zahlungsschwierigkeiten geführt. Im Bedarfsfall nehmen wir Wertberichtigungen vor.

Aufgrund unserer weltweiten Geschäftstätigkeiten unterliegt die WERMA Gruppe einer Vielzahl von länderspezifischen steuerlichen Gesetzen und Regelungen. Änderungen der einschlägigen Steuerrechtslage sowie gegebenenfalls abweichenden Auslegungen gesetzlicher Vorschriften durch die Finanzverwaltung können die Besteuerung der Konzerngesellschaften negativ beeinflussen.

2.7 Compliance-Risiken

Die WERMA Signaltechnik GmbH & Co. KG mit Sitz in Deutschland unterliegt den deutschen Rechtsvorschriften zur Unternehmensführung sowie den Anforderungen weiterer Rechtssysteme. Das regulatorische Umfeld hat sich in den letzten Jahren signifikant verschärft, insbesondere durch die strikteren Anwendungen bestehender Gesetze sowie die Erweiterung und Verschärfung von Straftatbeständen. Beispielhaft sind hier die Antikorruptionsgesetze in Deutschland, in den USA (Foreign Corrupt Practices Act) und in Großbritannien (Bribery Act) zu nennen. Alle diese Regelungen sind sehr komplex. Jede Nichteinhaltung der einschlägigen Gesetze und Vorschriften oder jede gegen unser Unternehmen vorgebrachte Beschuldigung eines Gesetzesverstoßes, ob gerechtfertigt oder nicht, könnte sich in erheblichem Maß negativ auf unser Ansehen und auf unseren Geschäftserfolg auswirken.

Bei neuen Mitarbeitern gehört die Kenntnisnahme der Verhaltensrichtlinie zum Onboarding Prozess. Trotz der bestehenden Compliance-Regeln und vorhandener interner Kontrollsysteme kann nicht ausgeschlossen werden, dass einzelne Personen unsere Kontrollmechanismen vorsätzlich umgehen, um sich persönlich einen Vorteil zu verschaffen. Obwohl wir den Eintritt dieses Risikos gering einschätzen, wären damit negative Auswirkungen auf das Ansehen unseres Unternehmens, unsere Geschäftstätigkeit sowie die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage verbunden.

3 Prognosebericht

Als international aufgestellter Anbieter im Bereich Signalisierung produzieren und vermarkten wir unsere Produkte und Lösungen weltweit. Unser Geschäft hängt daher von den Entwicklungen der Weltkonjunktur ab. Branchenseitig haben, neben dem klassischen deutschen Maschinenbau, die Logistik und Distributoren für unser Geschäft größte Bedeutung.

3.1 Unternehmensstrategie und Ausblick

Aufgrund der sehr volatilen konjunkturellen Situation ist WERMA vorbereitet, seine Fixkostenbasis kurzfristig mittels verschiedener Instrumente - wie z.B. Kurzarbeit - anzupassen.

Trotz des weiterhin "unsicheren" wirtschaftlichen Umfeldes, plant die Gesellschaft auch im laufenden Geschäftsjahr weiterhin Investitionen im siebenstelligen Bereich. Die Investitionen werden dabei über die in den Vorjahren erwirtschaften positiven Cash-Flows finanziert werden.

Darüber hinaus wird die Lean-Philosophie in allen Bereichen bei WERMA konsequent weiterverfolgt.

Neue Entwicklungsprojekte werden kontinuierlich in das WDS (WERMA Development System) eingelastet, um den Innovationsgrad, gemessen am Anteil neuer Produkte am Gesamtumsatz, weiterhin hochzuhalten.

3.2 Voraussichtliche wirtschaftliche Entwicklung

Es herrscht weiterhin eine hohe Ungewissheit hinsichtlich des Krieges in der Ukraine und der steigenden geopolitischen Spannungen mit der Volksrepublik China. WERMA rechnet derzeit mit kurzfristigen negativen Auswirkungen auf die Prognose der Geschäftsentwicklung für das Jahr 2023, jedoch weiterhin mit einer Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr.

Nach den uns heute bekannten Informationen bestehen keine Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

Die Geschäftsführung beurteilt die wirtschaftliche Lage zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung als stabil mit optimistischem Ausblick für die kommende zweite Jahreshälfte. Die Umsatzerlöse werden voraussichtlich im oberen Bereich der 50 Mio. EUR und über dem Vorjahres-Niveau, also dem Geschäftsjahr 2022, liegen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) wird vermutlich in der Größenordnung des Vorjahresniveaus liegen.

Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit nehmen auch weiterhin einen hohen Stellenwert ein.

 

Rietheim-Weilheim, den 12. Mai 2023

Die Geschäftsführung der WERMA Signaltechnik Verwaltungs-GmbH, Rietheim-Weilheim

Matthias Marquardt

[1] EZB Wirtschaftsbericht Ausgabe 01/2023

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die WERMA Signaltechnik GmbH + Co. KG, Weilheim-Rietheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der WERMA Signaltechnik GmbH + Co. KG, Weilheim-Rietheim, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022 und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzernkapitalflussrechnung und dem Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der WERMA Signaltechnik GmbH + Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

- vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung ders Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

- holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

- beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 12. Mai 2023

BANSBACH GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Ulrich Frizlen, Wirtschaftsprüfer

gez. Andreas K. Wiedmann, Wirtschaftsprüfer

Billigung des Konzernabschlusses

Der Konzernabschluss wurde in der Beiratssitzung am 14. Juni 2023 gebilligt.

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